{"id":78427,"date":"2021-11-29T13:16:06","date_gmt":"2021-11-29T12:16:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78427"},"modified":"2021-11-29T16:59:22","modified_gmt":"2021-11-29T15:59:22","slug":"die-eskalation-des-konflikts-zwischen-west-und-ost-laeuft-auf-touren-masslos-und-verantwortungslos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78427","title":{"rendered":"Die Eskalation des Konflikts zwischen West und Ost l\u00e4uft auf Touren \u2013 ma\u00dflos und verantwortungslos"},"content":{"rendered":"<p>Die Sorge um einen m&ouml;glichen Krieg zwischen West und Ost treibt mich um. Das habe ich zuletzt in einem Vortrag in Karlsruhe am 6. November <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77723\"><strong>Willy Brandts Entspannungspolitik &ndash; einst gestaltet &ndash; heute verspielt &ndash; k&uuml;nftig &uuml;berlebensnotwendig<\/strong><\/a> begr&uuml;ndet, und dann indirekt noch einmal bei der Analyse des au&szlig;en- und sicherheitspolitischen Teils der Koalitionsvereinbarung<strong> <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78328\">R&uuml;ckfall in die Systemkonkurrenz d. h. R&uuml;ckfall in den Kalten Krieg<\/a><\/strong>. Zus&auml;tzlich beunruhigend ist die Sorglosigkeit, mit der hochrangige Politikerinnen und Politiker, Medien und die allgemeine &Ouml;ffentlichkeit mit der nun wirklich scharfmacherisch werdenden Eskalation umgehen. Aktueller Ansto&szlig; f&uuml;r diesen Hinweis ist ein kleiner Artikel, der heute in der FAZ erschien. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_7942\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-78427-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/211129-Die-Eskalation-des-Konflikts-zwischen-West-und-Ost-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/211129-Die-Eskalation-des-Konflikts-zwischen-West-und-Ost-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/211129-Die-Eskalation-des-Konflikts-zwischen-West-und-Ost-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/211129-Die-Eskalation-des-Konflikts-zwischen-West-und-Ost-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=78427-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/211129-Die-Eskalation-des-Konflikts-zwischen-West-und-Ost-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"211129-Die-Eskalation-des-Konflikts-zwischen-West-und-Ost-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/211129-Propaganda-02.png\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/211129-Propaganda-02.png\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p>Darin wird von einem gemeinsamen Besuch der EU-Kommissionspr&auml;sidentin von der Leyen und des NATO-Generalsekret&auml;rs Stoltenberg in Litauen berichtet. Der einspaltige und 15-zeilige Text enth&auml;lt gleich mehrere Formulierungen, die der Eskalation dienen.<\/p><p>Schon die Tatsache, dass die oberste Vertreterin der Europ&auml;ischen Union und der wichtigste Repr&auml;sentant der NATO gemeinsam in einen baltischen Staat reisen, macht den Russen und der russischen Regierung noch einmal deutlich, wie sehr sie in der Zeit nach 1990 mit der Ausdehnung der NATO bis an die russische Grenze betrogen worden sind.<\/p><p>Dann wird vor &bdquo;Angriffen&ldquo; der Machthaber in Russland und Belarus auf die baltischen Staaten gewarnt. Diese Formulierung dient gezielt der g&auml;ngigen Behauptung des Westens, Russland sei die angreifende Nation.<\/p><p>Dann wird nicht nur wie &uuml;blich in Bezug auf den wei&szlig;russischen Pr&auml;sidenten von Machthaber gesprochen, es ist zudem auch vom &bdquo;Machthaber in Russland&ldquo; die Rede.<\/p><p>Dann spricht von der Leyen von &bdquo;unseren Gegnern&ldquo;.<\/p><p>Dann wird &bdquo;unseren Gegnern&ldquo; unterstellt, sie w&uuml;rden hybride Angriffe gegen uns f&uuml;hren, um von ihren internen Problemen abzulenken.<\/p><p><strong>Es galt einmal als Regel f&uuml;r die deutsche Au&szlig;enpolitik, dass die handelnden Personen Vertrauen aufbauen sollten. Das ist offensichtlich lange her. Heute wird, koste es, was es wolle, Misstrauen ges&auml;t. Das ist ein totaler Bruch in der Au&szlig;enpolitik unseres Landes. Aus meiner Sicht auch ein gef&auml;hrlicher Bruch.<\/strong><\/p><p>Weil das Thema wichtig ist, habe ich nachgeschaut, wie andere deutsche Medien mit dem Vorgang umgehen. Einige Beispiele daf&uuml;r finden Sie im Teil A der folgenden Zusammenstellung. In Teil B sind dann einige Berichte enthalten, die die ausgesprochen kurze Entstehungsgeschichte dieses Teils der neuen Konfrontation zeigen: Die USA zeigten sich besorgt<strong> <\/strong>&uuml;ber &bdquo;ungew&ouml;hnliche russische Milit&auml;rman&ouml;ver&ldquo;. Daraus wurde dann eine Angriffsabsicht Russlands. Und das innerhalb k&uuml;rzester Zeit &ndash; allerdings fr&uuml;her schon &auml;hnlich einge&uuml;bt.<\/p><p><strong>Teil A: Verschiedene Berichte <\/strong><\/p><ol>\n<li><strong>Der Berliner Tagesspiegel <\/strong>\n<p>&bdquo;<strong>Wird Konsequenzen haben&ldquo;<\/strong><\/p>\n<p><strong>Nato warnt Moskau vor einem Angriff auf die Ukraine<\/strong><\/p>\n<p>Die Nato ist alarmiert wegen russischer Truppenbewegungen an der Grenze zur Ukraine. Auch die Bundesregierung &auml;u&szlig;ert sich deutlich.<\/p>\n<p>Russische Truppenbewegungen im Grenzgebiet mit der Ukraine sorgen weiter f&uuml;r heftige Spannungen. <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/grosse-ungewoehnliche-truppenbewegungen-nato-fuehlt-sich-provoziert-durch-russische-truppen-an-grenze-zur-ukraine\/27803262.html\">Nato-Generalsekret&auml;r<\/a> Jens Stoltenberg warnte Moskau am Freitag vor einem Angriff auf die Ukraine. &bdquo;Jeder Einsatz von Gewalt gegen die Ukraine wird Konsequenzen haben, wird zu Kosten f&uuml;r Russland f&uuml;hren&ldquo;, sagte er in Br&uuml;ssel.<\/p>\n<p>&hellip;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/wird-konsequenzen-haben-nato-warnt-moskau-vor-einem-angriff-auf-die-ukraine\/27839692.html\">tagesspiegel.de\/politik\/wird-konsequenzen-haben-nato-warnt-moskau-vor-einem-angriff-auf-die-ukraine\/27839692.html<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Der Spiegel: <\/strong>\n<p><strong>Truppenbewegungen an der Grenze<\/strong><\/p>\n<p><strong>Nato warnt Russland vor Angriff auf die Ukraine<\/strong><\/p>\n<p>Nach Nato-Angaben f&auml;hrt Russland Panzer an der ukrainischen Grenze auf. Generalsekret&auml;r Stoltenberg versch&auml;rft jetzt den Ton. Auch eine US-Diplomatin &auml;u&szlig;ert sich besorgt.<\/p>\n<p>26.11.2021, 21.59 Uhr<\/p>\n<p>&hellip;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/ausland\/nato-warnt-russland-vor-angriff-auf-die-ukraine-a-4a9dcebb-c5c9-41ed-a243-a1bc047d785f\">spiegel.de\/ausland\/nato-warnt-russland-vor-angriff-auf-die-ukraine-a-4a9dcebb-c5c9-41ed-a243-a1bc047d785f<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Noch weiter die FAZ, heute mit drei Artikeln zum Thema::<\/strong>\n<p>VON DER LEYEN UND STOLTENBERG:<\/p>\n<p><strong>EU und NATO bekr&auml;ftigen Solidarit&auml;t mit Balten<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>VON <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/redaktion\/thomas-gutschker-11132364.html\">THOMAS GUTSCHKER<\/a>, BR&Uuml;SSEL<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/211129-Propaganda-03.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/211129-Propaganda-03.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<p>Erstmals sind die Chefs der Europ&auml;ischen Union und des nordatlantischen Verteidigungsb&uuml;ndnisses gemeinsam unterwegs. Sie wollen k&uuml;nftig noch enger zusammenarbeiten &ndash; und warnen Moskau und Minsk.<\/p>\n<p>EU-Kommissionspr&auml;sidentin Ursula von der Leyen und NATO-Generalsekret&auml;r <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/jens-stoltenberg\">Jens Stoltenberg<\/a> haben Litauen und Lettland am Sonntag bei einem gemeinsamen Besuch des R&uuml;ckhalts ihrer Organisationen versichert. In ihren Gespr&auml;chen mit den Regierungschefs beider L&auml;nder und dem litauischen Pr&auml;sidenten Gitanas Nauseda ging es sowohl um die Lage an den Grenzen zu Belarus als auch um den russischen Aufmarsch an den Grenzen zur Ukraine.<\/p>\n<p>Von der Leyen und Stoltenberg hoben die enge Kooperation zwischen EU und NATO bei der Abwehr hybrider Gefahren hervor und bekr&auml;ftigten ihren Willen, die Zusammenarbeit mit einer neuen gemeinsamen Erkl&auml;rung auf eine &bdquo;neue Stufe zu heben&ldquo;. Die gemeinsame Reise &ndash; ein Novum &ndash; erfolgte vor einem Treffen der NATO-Au&szlig;enminister am Dienstag und Mittwoch in Riga. Die Minister werden &uuml;ber die Gefahr eines russischen Angriffs auf die Ukraine und m&ouml;gliche Gegenma&szlig;nahmen beraten.<\/p>\n<p><strong>Russland vor Angriff auf Ukraine gewarnt<\/strong><\/p>\n<p>&hellip;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/stoltenberg-und-von-der-leyen-warnen-russland-und-belarus-17656798.html\">faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/stoltenberg-und-von-der-leyen-warnen-russland-und-belarus-17656798.html<\/a><\/p>\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/211129-Propaganda-04.png\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/211129-Propaganda-04.png\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<p>Anmerkung: Von freier, kritischer Presse ist da nichts mehr zu sp&uuml;ren. Das ist nackter Kampagnenjournalismus.\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Deutsche Welle:<\/strong>\n<p><strong>SICHERUNG DER EU-AUSSENGRENZE<\/strong><\/p>\n<p><strong>EU und NATO sichern Ostl&auml;ndern Beistand im Konflikt um Migranten zu<\/strong><\/p>\n<p>Angesichts der Situation an der Grenze zu Belarus waren die Spitzen von EU und NATO in Litauen. Der dortige Pr&auml;sident fordert von der NATO ein &Uuml;berdenken der Beziehungen zu Belarus.<\/p>\n<p>In der Krise um Migranten an der &ouml;stlichen Au&szlig;engrenze der Europ&auml;ischen Union haben die EU und die NATO den dortigen Mitgliedsl&auml;ndern ihre Solidarit&auml;t versichert. &bdquo;Ich m&ouml;chte Ihnen hier die volle Solidarit&auml;t der EU mit Litauen, Polen und Lettland in diesen sehr herausfordernden Zeiten versichern&ldquo;, sagte EU-Kommissionspr&auml;sidentin Ursula von der Leyen bei einem Besuch in Litauen.<\/p>\n<p>Die EU werde zur Grenzsicherung in diesem und n&auml;chstem Jahr 200 Millionen Euro zur Verf&uuml;gung stellen. Auch NATO-Generalsekret&auml;r Jens Stoltenberg betonte nach einem Treffen mit Staatspr&auml;sident Gitanas Nauseda in Vilnius: &bdquo;Kein Nato-Verb&uuml;ndeter ist auf sich allein gestellt.&ldquo;<\/p>\n<p><strong>Baltikum: Angst vor russischer Aggression<\/strong><\/p>\n<p>Die EU wirft dem autorit&auml;r regierenden belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko vor, gezielt Menschen aus Krisenregionen im Nahen Osten und Afrika gezielt nach Minsk einfliegen zu lassen, um sie in die EU zu schleusen.<\/p>\n<p>Von der Leyen sprach von einem &bdquo;absichtlichen, zynischen und gef&auml;hrlichen Hybridangriff&ldquo;. Stoltenberg sagte, das Lukaschenko-Regime benutze unschuldige Menschen, um Druck auf die Nachbarstaaten auszu&uuml;ben. Beide k&uuml;ndigten an, die Zusammenarbeit zwischen EU und NATO zu st&auml;rken.<\/p>\n<p>Litauens Pr&auml;sident Gitanas Nauseda fordert von der westlichen Milit&auml;rallianz ein &Uuml;berdenken der Beziehungen zu Belarus. Das belarussische Milit&auml;r sei zunehmend integriert in die russischen Streitkr&auml;fte, sagte Nauseda bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit von der Leyen und Stoltenberg.<\/p>\n<p><strong>Fl&uuml;chtlinge in Belarus zwischen Hoffnung und Resignation<\/strong><\/p>\n<p>Das stelle das B&uuml;ndnis vor neue Herausforderungen, und es sollte seine Strategie und Taktik anpassen, um bereit zu sein zu antworten, f&uuml;hrte Nauseda aus. Er zeigte sich &uuml;berzeugt, dass Belarus die NATO und die Europ&auml;ische Union auch weiterhin testen werde. Dies gelte auch f&uuml;r die F&auml;higkeit, zu reagieren und hybriden Angriffen entgegenzutreten.<\/p>\n<p>Stoltenberg forderte Russland auf, Spannungen abzubauen. &bdquo;Die NATO bleibt wachsam&ldquo;, sagte er. &bdquo;Wir sind bereit, unsere Alliierten zu verteidigen.&ldquo; Dabei bezog er sich auch auf einen &bdquo;nicht erkl&auml;rten und ungerechtfertigten&ldquo; <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/ukrainischer-botschafter-warnt-vor-russischer-invasion\/a-59851995\">Truppenaufmarsch Russlands an der ukrainischen Grenze<\/a>. Russland hatte derartige Vorw&uuml;rfe zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<p>&hellip;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/eu-und-nato-sichern-ostl%C3%A4ndern-beistand-im-konflikt-um-migranten-zu\/a-59961954\">dw.com\/de\/eu-und-nato-sichern-ostl%C3%A4ndern-beistand-im-konflikt-um-migranten-zu\/a-59961954<\/a>\n<\/p><\/li><\/ol><p><strong>B. Der Beginn dieser neuen Drehung der Spirale der Aggression<\/strong><\/p><ol>\n<li><strong>Tagesschau <\/strong>\n<p><strong>An der ukrainischen Grenze<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kritik an russischem Milit&auml;rman&ouml;ver<\/strong><\/p>\n<p><em>Stand: 15.11.2021 05:16 Uhr<\/em><\/p>\n<p>Bereits vergangene Woche hatten die USA von Russland Aufkl&auml;rung &uuml;ber &bdquo;ungew&ouml;hnliche&ldquo; Aktivit&auml;ten der Armee im Grenzgebiet zur Ukraine gefordert. Jetzt haben sie die Truppenbewegungen gemeinsam mit Frankreich kritisiert.<\/p>\n<p>Die USA und Frankreich haben gemeinsam Russland f&uuml;r Truppenbewegungen an der ukrainischen Grenze kritisiert. Die Au&szlig;enminister der beiden L&auml;nder, Antony Blinken und Jean-Yves Le Drian, h&auml;tten Berichte &uuml;ber &bdquo;besorgniserregende russische Milit&auml;raktivit&auml;ten in und in der N&auml;he der Ukraine&ldquo; besprochen, sagte ein US-Sprecher.<\/p>\n<p>Dabei h&auml;tten sie &bdquo;ihr unersch&uuml;tterliches Engagement f&uuml;r die Souver&auml;nit&auml;t und territoriale Integrit&auml;t der Ukraine&ldquo; bekr&auml;ftigt. Die USA hatten am Donnerstag von Moskau Aufkl&auml;rung &uuml;ber &bdquo;ungew&ouml;hnliche&ldquo; Aktivit&auml;ten der Armee im Grenzgebiet zur Ukraine gefordert.<\/p>\n<p>Blinken warnt vor Einmarsch in Ukraine<\/p>\n<p>Au&szlig;enminister Blinken warnte Russland vor einem Einmarsch in die Ukraine &ndash; dies w&auml;re ein &bdquo;schwerwiegender Fehler&ldquo;. Die ukrainische Armee k&auml;mpft seit der russischen Annexion der Krim gegen pro-russische Separatisten im Osten des Landes. Der Westen wirft Russland vor, die Separatisten zu unterst&uuml;tzen, was die Regierung in Moskau bestreitet.<\/p>\n<p>Im M&auml;rz hatte Russland bei einem massiven Truppenaufmarsch Tausende Soldaten, schwere Milit&auml;rausr&uuml;stung, Marineschiffe und Luftwaffenflugzeuge nahe der ukrainischen Grenze und in der Region der annektierten Krim-Halbinsel zusammengezogen. Die Truppenbewegungen n&auml;hrten Bef&uuml;rchtungen, dass es zu einem russischen Einmarsch in die Ukraine kommen k&ouml;nnte. Nach Wochen erkl&auml;rte Moskau das angebliche Man&ouml;ver schlie&szlig;lich f&uuml;r beendet und zog seine Soldaten wieder ab.<\/p>\n<p>Putin: &bdquo;Kein Grund, die Spannungen zu verst&auml;rken&ldquo;<\/p>\n<p>Russlands Pr&auml;sident Wladimir Putin hat nach eigener Aussage kein Interesse an einer Zuspitzung der Lage in der Schwarzmeer-Region. Deshalb habe er einen Vorschlag seines Verteidigungsministeriums abgelehnt, als Reaktion auf NATO-Aktivit&auml;ten dort Milit&auml;r&uuml;bungen abzuhalten, sagte Putin in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview mit dem Sender Rossiya-1.<\/p>\n<p>&hellip;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/usa-frankreich-russland-101.html\">tagesschau.de\/ausland\/usa-frankreich-russland-101.html<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Tagesschau 22. 11. 2021<\/strong>\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/211129-Propaganda-05.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/211129-Propaganda-05.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<p><strong>Russisch-ukrainische Grenze<\/strong><\/p>\n<p><strong>Der Ton wird rauer<\/strong><\/p>\n<p><em>Stand: 22.11.2021 20:26 Uhr<\/em><\/p>\n<p><strong>Russische Truppenbewegungen an der ukrainischen Grenze bereiten Kiew und der NATO seit einiger Zeit Sorgen. Moskau aber spricht von &bdquo;kriegsl&uuml;sterne Rhetorik&ldquo; der Ukraine und spart auch nicht mit Kritik an den USA.<\/strong><\/p>\n<p>Russland und die Ukraine beschuldigen sich gegenseitig, die angespannte Lage an ihrer Grenze zu versch&auml;rfen. Der russische Au&szlig;enminister Sergej Lawrow warf Kiew eine &bdquo;kriegsl&uuml;sterne Rhetorik&ldquo; vor. &Auml;u&szlig;erungen ukrainischer Milit&auml;rs k&ouml;nnten &bdquo;einen Wunsch zu Provokationen reflektieren und den Konflikt in eine hei&szlig;e Phase zu drehen&ldquo;, so Lawrow.<\/p>\n<p>Ukraine weist Vorw&uuml;rfe zur&uuml;ck<\/p>\n<p>Der Ukrainische Au&szlig;enminister Dmytro Kuleba wies seinerseits russische Vorw&uuml;rfe als &bdquo;Desinformation&ldquo; zur&uuml;ck, die Ukraine plane eine Milit&auml;roffensive im von prorussischen Separatisten kontrollierten Donbass. Kubela twitterte: &bdquo;Lassen Sie mich offiziell erkl&auml;ren: Die Ukraine plant keine milit&auml;rische Offensive im Donbass. Wir widmen uns der Suche nach einer politischen und diplomatischen L&ouml;sung des Konflikts.&ldquo;<\/p>\n<p>Neben der Ukraine &uuml;bte die russische Regierung auch heftige Kritik an den USA. Laut Kreml-Sprecher Dmitri Peskow folgten Berichte in US-Medien &uuml;ber eine geplante russische Invasion in der Ukraine zudem einem Plan, Russland in Verruf zu bringen. Peskow sagte, die USA und ihre Verb&uuml;ndeten k&ouml;nnten &bdquo;aggressive Absichten in Kiew verschleiern und versuchen, das Problem des S&uuml;dostens mit Gewalt zu l&ouml;sen&ldquo;.<\/p>\n<p>Er spielte damit offenbar auf den k&uuml;rzlichen Besuch von US-Au&szlig;enminister Antony Blinken in Kiew an, bei dem dieser erkl&auml;rte, Russlands Strategieplan sehe eine Verst&auml;rkung der Truppen vor und dann eine Invasion, &bdquo;f&auml;lschlicherweise behauptend, es sei provoziert worden&ldquo;. Russland werde zunehmend provoziert, &bdquo;und diese Provokationen sind mit Waffen durchgef&uuml;hrt worden, die NATO-L&auml;nder der Ukraine geschickt haben&ldquo;, so Peskow. Moskau beobachte das mit gro&szlig;er Sorge.<\/p>\n<p>&hellip;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/russland-ukraine-137.html\">tagesschau.de\/ausland\/russland-ukraine-137.html<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>T-Online<\/strong>\n<p><strong>Konflikt in Osteuropa  <\/strong><\/p>\n<p><strong>USA besorgt &uuml;ber &bdquo;ungew&ouml;hnliche russische Milit&auml;rman&ouml;ver&ldquo;<\/strong><\/p>\n<p>26.11.2021, 20:09 Uhr | dpa<\/p>\n<p>&hellip;<\/p>\n<p><strong>Unweit der ukrainischen Grenze kommt es zu russischen Truppenbewegungen. Die US-Regierung ist deshalb alarmiert &ndash; auch weil die Ukraine offenbar einen Staatsstreich bef&uuml;rchtet.<\/strong><\/p>\n<p>Die US-Regierung ist besorgt &uuml;ber &bdquo;ungew&ouml;hnliche russische Milit&auml;rman&ouml;ver&ldquo; unweit der <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/themen\/ukraine\">Ukraine<\/a>. &bdquo;Wir sind immer sehr besorgt, wenn wir ungew&ouml;hnliche russische milit&auml;rische Aktivit&auml;ten in der N&auml;he der Ukraine beobachten. Ich kann nicht sagen, welche Absichten <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/themen\/russland\">Russland<\/a> hier verfolgt&ldquo;, sagte die f&uuml;r <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/themen\/europa\">Europa<\/a> zust&auml;ndige Top-Diplomatin Karen Donfried am Freitag in einer Telefonschalte mit Journalistinnen und Journalisten. Man beobachte die Situation in der Region sehr genau.<\/p>\n<p>US-Au&szlig;enminister <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/themen\/antony-blinken\">Antony Blinken<\/a> werde in der kommenden Woche am Treffen der Nato-Au&szlig;enminister in <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/themen\/riga\">Riga<\/a> teilnehmen. &bdquo;Ich gehe davon aus, dass die Minister die wichtigen Chancen und Herausforderungen, vor denen das B&uuml;ndnis steht, er&ouml;rtern werden &ndash; insbesondere die gro&szlig;en und ungew&ouml;hnlichen Truppenbewegungen Russlands in der N&auml;he der Ukraine&ldquo;, sagte Donfried. Blinken werden au&szlig;erdem beim Ministerrat der Organisation f&uuml;r Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/themen\/stockholm\">Stockholm<\/a> dabei sein.<\/p>\n<p><strong>Ukrainischer Pr&auml;sident rechnet mit Putschversuch<\/strong><\/p>\n<p>Zu Aussagen des ukrainischen Pr&auml;sidenten <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/themen\/wladimir-selenski\">Wolodymyr Selenskyj<\/a>, wonach Russland einen Staatsstreich in seinem Land plane, sagte Donfried: &bdquo;Ich kann Ihnen versichern, dass wir die Erkl&auml;rungen (&hellip;) sehr wohl zur Kenntnis genommen haben.&ldquo; Die US-Regierung stehe in Kontakt mit der ukrainischen Regierung, um die Angelegenheit weiter zu er&ouml;rtern. &ldquo;Wir arbeiten daran, zus&auml;tzliche Informationen zu erhalten.&rdquo; Selenskyj hatte am Freitag vor der Presse in <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/themen\/kiew\">Kiew<\/a> gesagt: &bdquo;Ich habe die Information erhalten, dass am 1. Dezember in unserem Land ein Staatsstreich stattfinden wird.&ldquo; Es gebe Tonaufnahmen, auf denen Vertreter Russlands und des reichsten Ukrainers Rinat Achmetow einen Umsturz planen w&uuml;rden.<\/p>\n<p>&hellip;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/ausland\/krisen\/id_91219844\/ukraine-konflikt-usa-besorgt-ueber-ungewoehnliche-russische-militaermanoever-.html\">t-online.de\/nachrichten\/ausland\/krisen\/id_91219844\/ukraine-konflikt-usa-besorgt-ueber-ungewoehnliche-russische-militaermanoever-.html<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Stiftung Wissenschaft und Politik 26. 11. 2021<\/strong>\n<p><strong>Vorbemerkung: <\/strong>Typischer Fall des Eingreifens einer Sonderorganisation, man k&ouml;nnte auch sagen einer NGO in Propaganda und Meinungsbildung. Darauf weise ich auch deshalb besonders hin, weil solche Einrichtungen in den letzten Jahren verst&auml;rkt in Position gebracht und genutzt werden, um Meinungsmache durch sogenannte Experten abzust&uuml;tzen.<\/p>\n<p><strong>Russischer Truppenaufmarsch an der ukrainischen Grenze: Eine Invasion ist m&ouml;glich<\/strong><\/p>\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/211129-Propaganda-06.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/211129-Propaganda-06.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<p><em>Andr&eacute; H&auml;rtel<\/em><\/p>\n<p><strong>Bereits im M&auml;rz hatte Russland Truppen nahe der Ukraine zusammengezogen. Die dort nun wiederholten Milit&auml;raktivit&auml;ten sind mehr als nur eine Drohung. Der Westen sollte die M&ouml;glichkeit einer weiteren milit&auml;rischen Intervention Russlands ernst nehmen, meint<a href=\"https:\/\/www.swp-berlin.org\/wissenschaftler-in\/andre-haertel\"> Andr&eacute; H&auml;rtel<\/a>.<\/strong><\/p>\n<p>Die meisten Experten sind sich hinsichtlich des russischen Truppenaufmarsches an der Grenze zur Ukraine Anfang November einig: Russland geht es &auml;hnlich wie schon im Fr&uuml;hjahr um eine Drohgeb&auml;rde gegen&uuml;ber der Ukraine und dem Westen, nicht um einen Einmarsch in das Nachbarland. Diese Interpretation hat einen entscheidenden Vorteil: Sie ist bequem und zwingt westliche Regierungen nicht zum entschiedenen Handeln. W&auml;hrend angesichts der Krim-Annexion 2014 eine generelle Vorsicht gegen&uuml;ber Russland geboten sein sollte, wird zum einen au&szlig;er Acht gelassen, dass sich die Eskalationsspirale im russisch-ukrainischen Konflikt seit dem Fr&uuml;hjahr immer schneller dreht. Zum anderen wird ignoriert, dass das russische Ziel einer vollst&auml;ndigen Kontrolle &uuml;ber die Ukraine auch ohne die immer wieder erw&auml;hnten unangemessenen Kosten erreicht werden kann. Aus diesem Grund k&ouml;nnen extreme Szenarien wie ein russischer Einmarsch in Teile der Ukraine aktuell nicht ausgeschlossen werden. Vielmehr sollte das Worst-Case-Szenario einer abgestuften Invasion, bei der Russland mit gezielten Interventionen einen Vorwand f&uuml;r den Einmarsch schafft, und dessen m&ouml;gliche Konsequenzen ernsthaft diskutiert werden.<\/p>\n<p><strong>Der Westen verkennt Russlands Befindlichkeiten<\/strong><\/p>\n<p>Russland hat es seit Beginn des Ukrainekonflikts trotz der Krim-Annexion, Besetzung von Teilen des Donbass und weiterer Destabilisierungsversuche nicht geschafft, sein strategisches Ziel der mittelbaren Kontrolle des Nachbarlandes zu erreichen. Vielmehr ist es der Ukraine gelungen, sich vom Konflikt im Osten zu isolieren, ihre Staatlichkeit zu st&auml;rken und n&auml;her an den Westen zu r&uuml;cken. Selbst der ukrainische Pr&auml;sident Wolodymyr Selenskyj, der 2019 als Friedensstifter angetreten war, hat nach einigen diplomatischen Experimenten die Rolle des anti-russischen Kriegsherrn eingenommen. Mehr noch: Seit dem Sommer zeigen sich Selenskyj und dessen Milit&auml;rf&uuml;hrung forsch, lassen &ouml;ffentlichkeitswirksam die Abwehr von russischen Invasionsversuchen &uuml;ben und Drohnenangriffe gegen die Separatisten fliegen. In Russland schwindet die Hoffnung, dass sich mit den bisher angewandten Druckmitteln ein Politikwechsel oder gar eine russlandfreundliche F&uuml;hrung in Kiew installieren l&auml;sst.<\/p>\n<p>Im Westen wird untersch&auml;tzt, wie empfindlich Moskau auf die schwierige Lage im Donbass und das zur Schau gestellte ukrainische Selbstbewusstsein reagiert. Anders als in Washington oder Br&uuml;ssel, wo die Ukraine n&uuml;chtern als klar unterlegene Partei in einem stark asymmetrischen Konflikt gesehen wird, ist die Perspektive Moskaus auf Kiew durch Reputationsfragen bestimmt &ndash; was Kiew mindestens zu einem gro&szlig;en &Auml;rgernis und maximal zur Bedrohung &raquo;aufwertet&laquo;. Jedenfalls muss der Effekt, den die trotz sieben Jahre kriegerischem Konflikt zwischen den einstigen Bruderstaaten anhaltende ukrainische Unnachgiebigkeit auf Moskau hat, in die Analyse der russischen Politik einbezogen werden. Die nachhaltige Unterminierung des Normandie-Formats und Moskaus Insistieren auf die f&uuml;r Kiew inakzeptable Forderung, direkt mit den Separatisten zu verhandeln, ist so auch als Eingest&auml;ndnis der eigenen Frustration angesichts eines Pyrrhussieges zu werten. Russlands Pr&auml;sident Putin und sein ehemaliger Premier Medwedew haben Kiew und dem Westen ihre maximalen Absichten in der ukrainischen Frage und auch den eigenen Unglauben an eine Verhandlungsl&ouml;sung mehrfach klargemacht. Wenn diese Interpretation zutrifft, h&auml;tte der russisch-ukrainische Konflikt eine unberechenbare Phase erreicht, weil sie durch von Statusfragen getriebene Eskalationsbereitschaft und den fehlenden Zugriff westlicher Diplomatie gekennzeichnet ist.<\/p>\n<p><strong>M&ouml;glichkeit der abgestuften Invasion<\/strong><\/p>\n<p>Beobachter attestieren der ukrainischen Armee heute eine bessere Verteidigungsf&auml;higkeit als in den Jahren 2014 und 2015. Aufgrund der Kampferfahrungen der vergangenen Jahre, der Stabilisierung der Kontaktlinie durch die Truppen und die anhaltende Modernisierung des gesamten Verteidigungssektors ist tats&auml;chlich eine graduelle Verbesserung eingetreten. Die ukrainische Armee bleibt gegen&uuml;ber ihrem russischen Pendant aber vor allem mit Blick auf die Luftstreitkr&auml;fte klar unterlegen.<\/p>\n<p>Diese Tatsache beg&uuml;nstigt bisher wenig diskutierte Szenarien, bei denen die russische Armee in einer von den Kosten her &uuml;berschaubaren abgestuften Strategie in der Ukraine intervenieren und deren F&uuml;hrung &uuml;ber immer neue taktische Lagen zu politischen Zugest&auml;ndnissen zwingen k&ouml;nnte. Denkbar w&auml;re beispielsweise, dass Russland die j&uuml;ngsten Drohnenangriffe auf Stellungen der Separatisten als Vorwand nutzt, um erneut &raquo;zum Schutz der lokalen Bev&ouml;lkerung&laquo; in den besetzten Donbass einzumarschieren. Obwohl diese Form eines russischen Einmarsches keinen Einfluss auf die existierende territoriale Situation der Ukraine h&auml;tte, w&uuml;rde ein solches Szenario die F&uuml;hrung in Kiew massiv unter Druck setzen. Das Kr&auml;fteverh&auml;ltnis an der Kontaktlinie w&uuml;rde sich stark zu Ungunsten der Ukraine ver&auml;ndern, wobei Russland dann jeden weiteren Vorfall als Vorwand f&uuml;r ein weiteres Vorgehen nutzen k&ouml;nnte, zum Beispiel durch Luftangriffe auf St&uuml;tzpunkte der ukrainischen Armee in der nicht besetzten Ostukraine. Kiew h&auml;tte darauf kaum eine wirksame Antwort. So k&ouml;nnte Moskau seine konkreten Nahziele auf milit&auml;rischem Wege erreichen, darunter der Sonderstatus f&uuml;r die &raquo;Volksrepubliken&laquo; in der Ostukraine ohne die in den Minsker Vereinbarungen festgehaltenen Vorbedingungen.<\/p>\n<p>Die westlichen Partner der Ukraine und damit auch die neue Bundesregierung sollten sich klar dar&uuml;ber werden, dass Rechtfertigungen und Varianten einer m&ouml;glichen russischen Eskalation vielf&auml;ltiger sind als gemeinhin angenommen. Auch das sich durch die weitere Integration von Belarus in den russischen sicherheitspolitischen Orbit andeutende Destabilisierungsdreieck er&ouml;ffnet dem Kreml zus&auml;tzliche milit&auml;rische Optionen gegen&uuml;ber Kiew. Um Moskau von derlei Schritten abzuhalten, sollte sich auch der Westen strategisch auf eine Eskalation einstellen und Sanktionen gegen&uuml;ber Moskau und Minsk vorbereiten. Diese sollten auch die M&ouml;glichkeit vorsehen, Nord Stream 2 vorerst nicht in Betrieb zu nehmen. Dar&uuml;ber hinaus k&ouml;nnte die EU im Schwarzen Meer aktiv Pr&auml;senz zeigen, um die S&uuml;dflanke der Ukraine zu entlasten und existierende bilaterale Milit&auml;rhilfe in einer effektiven Ausbildungs- und Beratermission zu b&uuml;ndeln. In jedem Fall bedarf es neben Sanktionen auch einer sicherheitspolitischen Pr&auml;senz.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.swp-berlin.org\/publikation\/russischer-truppenaufmarsch-an-der-ukrainischen-grenze-eine-invasion-ist-moeglich\">swp-berlin.org\/publikation\/russischer-truppenaufmarsch-an-der-ukrainischen-grenze-eine-invasion-ist-moeglich<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol><p><strong>Schlussbemerkung: Allein der letzte Absatz dieses aus Steuergeldern bezahlten &bdquo;Experten&ldquo; reicht, um die Gef&auml;hrlichkeit der Entwicklung zu belegen. Wir sind umstellt von Kriegstreibern. So geht es weiter und weiter, bis es irgendwann knallt. Um davor zu warnen, mache ich Sie darauf aufmerksam.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Sorge um einen m&ouml;glichen Krieg zwischen West und Ost treibt mich um. Das habe ich zuletzt in einem Vortrag in Karlsruhe am 6. November <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77723\"><strong>Willy Brandts Entspannungspolitik &ndash; einst gestaltet &ndash; heute verspielt &ndash; k&uuml;nftig &uuml;berlebensnotwendig<\/strong><\/a> begr&uuml;ndet, und dann indirekt noch einmal bei der Analyse des au&szlig;en- und sicherheitspolitischen Teils der Koalitionsvereinbarung<strong> <a<\/strong><\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78427\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":78428,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,107,123,183],"tags":[3005,2296,3004,1542,1055,2175,1544,2301,1937,466,259,420,1213,2354,2326,451,239,260,1556,626,2940],"class_list":["post-78427","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-audio-podcast","category-kampagnentarnworteneusprech","category-medienkritik","tag-blinken-antony","tag-deutsche-welle","tag-donbass","tag-faz","tag-fluechtlinge","tag-interventionspolitik","tag-kampagnenjournalismus","tag-konfrontationspolitik","tag-militaermanoever","tag-nato","tag-russland","tag-spiegel","tag-stoltenberg-jens","tag-swp","tag-t-online","tag-tagesschau","tag-tagesspiegel","tag-ukraine","tag-usa","tag-von-der-leyen-ursula","tag-weissrussland"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/211129-Propaganda-01.png","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/78427","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=78427"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/78427\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":78437,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/78427\/revisions\/78437"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/78428"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=78427"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=78427"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=78427"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}