{"id":78524,"date":"2021-12-02T09:29:29","date_gmt":"2021-12-02T08:29:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78524"},"modified":"2021-12-02T10:28:12","modified_gmt":"2021-12-02T09:28:12","slug":"leserbriefe-zu-corona-politik-sind-faschismus-vergleiche-jetzt-angemessen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78524","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eCorona-Politik: Sind Faschismus-Vergleiche jetzt angemessen?\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Tobias Riegel geht <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78366\">in diesem Beitrag<\/a> der Frage nach, ob Vergleiche zwischen Corona-Politik und Faschismus angemessen seien. Vergleiche mit dem Beginn der Nazi-Herrschaft seien inzwischen gerechtfertigt, da etliche Einschr&auml;nkungen und die Angstkampagne &bdquo;dem N&uuml;rnberger Kodex, einem Beschluss der Parlamentarischen Versammlung des Europarats, dem Grundgesetz und zahlreichen weiteren Prinzipien&ldquo; zuwiderlaufen w&uuml;rden. Einige Vergleiche seien aber auch fragw&uuml;rdig, riskant und unseri&ouml;s. Die aktuelle Situation hierzulande sei nicht so wie z.B. im Jahr 1941. Aber bef&uuml;rchtet w&uuml;rden nun wieder Tendenzen zum Totalitarismus. Abschlie&szlig;end wird gefragt, ob es &bdquo;keine ungeb&uuml;hrliche Relativierung der realen Nazis&ldquo; sei, wenn Demonstrationen gegen Corona-Ma&szlig;nahmen &bdquo;pauschal in die N&auml;he von Neonazis ger&uuml;ckt werden oder Corona-Skepsis als &acute;antisemitisch konnotierte Verschw&ouml;rungserz&auml;hlungen der Pandemieleugner*innen&acute; bezeichnet werden&ldquo;? Wir danken f&uuml;r die interessanten Leserbriefe. Hier nun eine Auswahl. Zusammengestellt von <strong>Christian Reimann<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Riegel,<\/p><p>zu Ihrem Thema habe ich noch dieses Zitat von Erich K&auml;stner gefunden:<\/p><p>&ldquo;Die Ereignisse von 1933 bis 1945 h&auml;tten sp&auml;testens 1928 bek&auml;mpft werden m&uuml;ssen. Sp&auml;ter war es zu sp&auml;t. Man darf nicht warten, bis der Freiheitskampf Landesverrat genannt wird. Man darf nicht warten, bis aus dem Schneeball eine Lawine geworden ist. Man muss den rollenden Schneeball zertreten. Die Lawine h&auml;lt keiner mehr auf. Sie ruht erst, wenn sie alles unter sich begraben hat.<br>\nDas ist die Lehre, das ist das Fazit dessen, was uns 1933 widerfuhr. Das ist der Schluss, den wir aus unseren Erfahrungen ziehen m&uuml;ssen, und es ist der Schluss meiner Rede. Drohende Diktaturen lassen sich nur bek&auml;mpfen, ehe sie die Macht &uuml;bernommen haben.&rdquo; <\/p><p>ausserdem lohnt es sich, die Klemperer Tageb&uuml;cher wieder zu lesen. Auch da kann man Parallelen zu Heute erkennen.<\/p><p>&Uuml;berhaupt kann Literatur aus den sp&auml;ten zwanziger Jahren&nbsp;<br>\n(z.B. Klaus Mann, &ldquo;Der Vulkan&rdquo; oder Lion Feuchtwanger,&nbsp;&bdquo;Erfolg&rdquo;, &ldquo;die Geschwister Oppermann&rdquo; und&nbsp;&bdquo;Exil&rdquo;) zu manchem AHA-Erlebnis verhelfen. Heinrich Mann, &ldquo;Der Untertan&rdquo;, nicht zu vergessen.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nPeter Bucker<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Riegel,<\/p><p>vielen Dank f&uuml;r Ihre Nachricht. Ich bin ein 30-j&auml;hriger, noch Ungeimpfter und mich treibt Ihre Frage auch seit einiger Zeit um. <\/p><p>Sp&auml;testens seit der fristlosen Einf&uuml;hrung der 3G-Regel am Arbeitsplatz und im &Ouml;P(N)V halte ich es durchaus f&uuml;r gerechtfertigt, von faschistischen Methoden zu sprechen. Segregation aller Art wohnt aus meiner Sicht immer ein faschistischer Kern inne. Kommt die Impfpflicht, wird aus Segregation Apartheid. Wenn das nicht Faschismus ist, dann wei&szlig; ich auch nicht mehr.<\/p><p>Sie haben Recht, wenn Sie sagen, dass solche Vergleiche geeignet sind, diskreditierend zu wirken. Gerade die Nazi-Keule sollte mit &auml;u&szlig;erster Vorsicht geschwungen werden, denn Nazis sehe weder in der gesch&auml;ftsf&uuml;hrenden noch in der kommenden Bundesregierung. Das wiederum macht es jedoch erforderlich, zweierlei zu differenzieren:<\/p><p>Einerseits k&ouml;nnen auch lupenreine Demokraten und Menschen, die sich als solche verstehen, faschistische Methoden anwenden. Andererseits gibt es mehr als eine Art Faschismus. Es f&auml;llt schwer, zwischen braun, brauner und am braunsten zu unterscheiden, weil am Ende ja alles Mist ist. Aber wie schon beim Umgang mit der AfD, ihren Mitgliedern und auch ihren W&auml;hlern ist genau diese Differenzierung notwendig, um nicht den Kontakt zu und damit die Diskussion mit Andersdenkenden zu verlieren. Der Hitler-Faschismus ist vorbei und diejenigen, die ihn eins zu eins wiederhaben wollen, sind gl&uuml;cklicherweise leicht zu erkennen. Das darf aber nicht dar&uuml;ber hinwegt&auml;uschen, dass auch Faschismus, wie jede andere Ideologie auch, Auslegungssache ist.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nF. E. <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Alles richtig, Herr Riegel!<br>\n&nbsp;<br>\nHinzuzuf&uuml;gen w&auml;re noch: Politik und Medien, die sich NS-Vergleiche mit der heutigen Zeit oder die Verfolgung\/Stigmatisierung Andersdenkender damals und heute verbieten, verweisen direkt oder indirekt darauf, dass &bdquo;damals&ldquo; alles ja viel schlimmer war (was stimmt). Sie &uuml;bersehen dabei aber &ndash; oder wollen davon ablenken &ndash; dass dieses &bdquo;Schlimmere&ldquo; m&ouml;glich war und stattfand (auch und gerade, weil die gro&szlig;e Masse der Menschen mitgemacht hat, und sei es nur durch wegschauen). Wenn aber das ultimativ B&ouml;se und Schlechte, als das man die NS-Zeit ohne Wenn-und-Aber bezeichnen muss, m&ouml;glich war, dann ist erst recht &bdquo;weniger Schlimmes&ldquo; m&ouml;glich, das aber f&uuml;r sich genommen durchaus &bdquo;schlimm genug&ldquo; ist. Schon seit langem, so denke ich, wird die NS-Zeit von den heutigen M&auml;chtigen missbraucht, um von heutigen Missst&auml;nden abzulenken.<\/p><p>Der Hebel dabei ist damals wie heute die gro&szlig;e Mehrheit der Bev&ouml;lkerung, die sich (damals) verf&uuml;hren oder (heute) &auml;ngstigen l&auml;sst.<br>\n&nbsp;<br>\nT. Karsten<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrtes Team der Nachdenkseiten,<br>\n&nbsp;<br>\nzum o.g. Artikel von Tobias Riegel habe ich schon seit geraumer Zeit einen Gedanken.<br>\n&nbsp;<br>\nMeiner Meinung nach ist der Vergleich mit den damaligen Anf&auml;ngen des deutschen Faschismus zwingend notwendig. Wie sie schon schreiben, es ging nicht mit Vernichtungslagern los &ndash; es gipfelte darin. Muss es erst soweit kommen bis man einen Vergleich ziehen darf? Ich hoffe nicht.<br>\n&nbsp;<br>\nEin Vergleich ist meiner Meinung deswegen zwingend notwendig, damit wir derzeitige Ereignisse bewerten k&ouml;nnen. Dazu n&uuml;tzt uns das Wissen der Vergangenheit. Wie sollte man sonst anders die derzeitigen Geschehnisse einordnen?<br>\n&nbsp;<br>\nWozu habe ich in meiner Schulzeit das Thema Nationalsozialismus 3(!) mal im Schulunterricht ausf&uuml;hrlich behandelt? Damit ich jetzt ruher schlafen kann, weil ich wei&szlig;, dass das alles vorbei ist und es keine b&ouml;sen Menschen mehr auf der Welt gibt?<br>\nNein, damit meine Generation (1990) und alle folgenden wissen, wie der Faschismus anf&auml;ngt und wie er sich &auml;u&szlig;ert, damit so etwas nie wieder geschehen kann.<br>\n&nbsp;<br>\nOftmals habe ich schon geh&ouml;rt, dass man nat&uuml;rlich nicht vergleichen darf. Darauf antworte ich immer wieder, dass das Gleichsetzen tats&auml;chlich falsch ist, das Vergleichen aber durchaus angebracht ist. Ich habe das Gef&uuml;hl, dass viele nicht wissen, dass es da einen Unterschied gibt.<br>\n&nbsp;<br>\nMarkus Fiedler hat auch in seiner Reihe Markus Moment Mal (MMM) zu diesem Thema ein sehenswertes Video prodziert, dass ich hier gern verlinke.<br>\n&nbsp;<br>\n<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=vZsJL6R3OsE\">youtube.com\/watch?v=vZsJL6R3OsE<\/a><br>\n&nbsp;<br>\nVielen Dank Herr Riegel f&uuml;r ihre tollen Artikel.<br>\n&nbsp;<br>\nFreundliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nM. K.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo NDS, sehr geehrter Herr Riegel, <\/p><p>eine Sache vermisse ich schmerzlich, sowohl bei den Faschismusleugnern als auch bei denjenigen, die ihn aufbl&uuml;hen sehen: eine zeitgem&auml;&szlig;e, angemessene Definition. Solange keiner wirklich wei&szlig;, wovor eigentlich gewarnt (oder was eigentlich entkr&auml;ftet) werden soll, ist dieser ganze Diskurs &uuml;berfl&uuml;ssig und blo&szlig; verwirrend. <\/p><p>Ich schlage hiermit folgende Faschismusdefinition vor: <\/p><p>Staatliche Stellen, Wirtschaftseliten und Mainstream-Medien schlie&szlig;en sich zusammen, um f&uuml;r ihren eigenen Vorteil die Bev&ouml;lkerung zu unterdr&uuml;cken. <\/p><p>Ganz gleich, ob die Unterdr&uuml;ckten es nun selber bermerken, was mit ihnen geschieht, und welche Ablenkungsman&ouml;ver auch eingesetzt werden, um sie gef&uuml;gig zu machen. Der &Uuml;berbau, der alle Details m&ouml;glich macht, ist damals wie heute gewesen, da&szlig; Privatinteressen innerhalb staatlicher Organisationen, innerhalb wirtschaftlicher Netzwerke und innerhalb medialer Multiplikatoren ein eigenes Netz gebildet haben, um die Beschr&auml;nkungen ihrer Zeit &ndash; in erster Linie finanzielle und machtpolitische Beschr&auml;nkungen &ndash; auszuhebeln. <\/p><p>Politik, Wirtschaft und Medien &ndash; vereint unter Vorw&auml;nden der Gefahr von au&szlig;erhalb als auch innerhalb &ndash; bilden eine Anti-Menschenrechts-Allianz.<br>\nEine Anti-Gleichbehandlungs-Allianz. Eine Anti-Werte-Allianz. <\/p><p>Und wenn das so ist, dann ist Corona blo&szlig; der Kristallisationspunkt. Diese Vorg&auml;nge, diesen Schneeballeffekt der Netzwerkbildung, dieses Relativieren von Menschenrechtsverletzungen mit ultrakapitalistischen Begr&uuml;ndungen, dieses Aufweichen ethischer Standards in allen Bereichen (die einmal eingef&uuml;hrt worden sind, um eben jenen NS-Faschismus in Zukunft zu verhindern) kann jeder, den es interessiert, schon seit Jahrzehnten beobachten. <\/p><p>Ich w&auml;re da nicht mehr so vorsichtig beim Sondieren, ob und wann und in welcher Form der Faschismus zur&uuml;ckkommt. Und da&szlig; er sich als Antifaschismus und auch als modern und alternativlos (O-Ton) darstellt, versteht sich von selbst &ndash; und gilt vielleicht auch nur f&uuml;r seine Anfangsphase. <\/p><p>MfG<br>\nJohannes Bichler <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Riegel,<br>\n&nbsp;<br>\nArnold Vaatz, CDU, schrieb am 5. August 2020 zur &lsquo;Corona-Politik&rsquo; u.a.:<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Je mehr Corona herangezogen wird, um Feindbilder [&hellip;] zu pflegen [&hellip;] &ndash; umso mehr wird [bei den B&uuml;rgern] die &Uuml;berzeugung wachsen, dass der Kampf gegen Corona weniger ein Ziel der Politik als ein Instrument der Politik ist.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>&nbsp;<br>\nDie Panik- und Hysteriespirale wird erst unterbrochen, wenn wieder Vernunft und Verstand einkehren. Dazu geh&ouml;rt, das Humancoronavirus 2019 [HcoV-2019 oder SARS-CoV-2 nach den Herren Drosten, Niebuhr &hellip;] nicht mehr als eine Mischung aus Ebola, spanischer Grippe und Pest darzustellen. Weiters geh&ouml;rt dazu, dass man positive Ergebnisse der PCR-Tests nicht mehr als Infektionen und als &lsquo;Fallzahlen&rsquo; darstellt. W&uuml;rde man wie bspw. in Japan ausschliesslich Personen mit deutlichen Symptomen einer Atemwegs-\/Erk&auml;ltungskrankheit auf HcoV-2019 testen und differenzialdiagnostisch andere Viren\/Keime ausschliesen, tr&uuml;ge das zur Normalisierung bei.<br>\n&nbsp;<br>\nEs geht im Kern um eine autorit&auml;re, obrigkeitsstaatliche und in Teilen totalit&auml;re Politik, wir wir sie schon seit der Agenda 2010 kennen. Dazu kommen magische Beschw&ouml;rungen [dass nur die mRNA-Pr&auml;parate oder die DNA-Vektorpr&auml;parate gegen HCoV-2019 helfen] und massenpsychologische Manipulationen sowie politisch-moralische Umerziehungsma&szlig;nahmen.<br>\n&nbsp;<br>\nVorboten einer faschistischen Politik sehe ich darin nicht, denn eine faschistische Politik dient der Errichtung, Aus&uuml;bung und Sicherung einer totalit&auml;ren Herrschaft.<br>\n&nbsp;<br>\nFreundliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nUwe Ruckriegel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrtes NdS-Team! <\/p><p>Vielen Dank f&uuml;r den durchaus nachdenklichen Artikel! Auffallend ist allerdings, dass hierbei wieder einmal Faschismus ausschlie&szlig;lich auf die deutsche Auspr&auml;gung mit Gr&ouml;&szlig;enwahn, Rassenwahn, KZs und V&ouml;lkermord bezogen wird. Dabei werden n&auml;mlich sowohl der historische Bezug als auch die internationalen Auspr&auml;gungen im 20. Jahrhundert au&szlig;er Acht gelassen. <\/p><p>Zum historischen Ursprung geh&ouml;rt, dass im alten Rom Liktoren quasi wie Bodygards, bewaffnet mit mit einem Rutenb&uuml;ndel, den ,,fasces&rdquo;, Amts- und W&uuml;rdentr&auml;gern, also den M&auml;chtigen, bei &ouml;ffentlichen Auftritten den Weg frei machten, indem sie das Volk auseinander trieben. Diesen Begriff nutzte Benito Mussolini 1919 bei der Gr&uuml;ndung der rechtsgerichteten Verb&auml;nde &ldquo;fasci di combattimento&rdquo;, und ab 1921 nannte sich der Bund &ldquo;Partito Nazionale Fascista&rdquo;. Im spanischen B&uuml;rgerkrieg unterst&uuml;tzte Mussolini im spanischen B&uuml;rgerkrieg General Franco, wie &uuml;brigens auch Hitler mit der ,,Legion Condor&rdquo;. Bei dem M&uuml;nchner Abkommen 1938 in Bezug auf die Tschechoslowakei vermittelte Mussolini zwischen Adolf Hitler und den Westm&auml;chten. <\/p><p>Bei Faschismus geht es zun&auml;chst schlicht um die national\/istisch\/e Machtfrage. Er hatte deswegen bereits vor der deutschen Auspr&auml;gung bis zum Kriegsbeginn 1939 viele Anh&auml;nger in anderen demokratischen Industrienationen wie z.B. Gro&szlig;britannien, Frankreich, USA. <\/p><p>Um an die Macht zu kommen brauchte es im Deutschen Reich S&uuml;ndenb&ouml;cke, erst wegen des Versailler Vertrages und besonders nach dem New Yorker B&ouml;rsencrash 1929, der die Weltwirtschaftskrise ausl&ouml;ste, zun&auml;chst mit der Dolch-Sto&szlig;-Legende und dann mit der angeblichen Verschw&ouml;rung des kapitalistischen Weltjudentums, gegen das man schlie&szlig;lich zur Sicherung der Macht mit allen(!) Mitteln vorgehen durfte. <\/p><p>Das Adjektiv ,,faschistisch&rdquo; bezeichnet zun&auml;chst also weltweit den r&uuml;cksichtslosen, ja mitleidlosen Schutz und die Sicherung der M&auml;chtigen. Dazu d&uuml;rfen die Widerspenstigen (mit dem Rutenb&uuml;ndel, den fasces) drangsaliert werden. Insofern kann man durchaus eine Analogie zu dem &ouml;ffentlichen Umgang mit den ,,Impfverweigerern&rdquo; sehen. Nazis sind heutzutage dagegen begrifflich eine urdeutsche Spezies, die zwar eben gerne faschistisch agiert, aber mit denen man automatisch die uns&auml;glichen Verbrechen assoziiert. <\/p><p>Bleiben sie Wachsam! <\/p><p>M. Zimmermann <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Herr Riegel,<\/p><p>danke f&uuml;r diesen hervorragenden Artikel. Sehr viele B&uuml;rger haben verschiedene Auffassungen was Faschismus &uuml;berhaupt ist. Es gelingt ja noch nicht einmal ihn einheitlich zu definieren. F&uuml;r mich ist die Frage beantwortet. &ldquo;Faschismus ist die Diktatur des Kapitals&rdquo;. <\/p><p>In der neuen Z&uuml;richer Zeitung stehen solche S&auml;tze wie: <\/p><p>&bdquo;Faschismus ist f&uuml;r Hedinger nicht rein theoretisch zu erfassen, sondern erschlie&szlig;t sich erst in seiner globalen Praxis &laquo;als Weltordnungsentwurf und damit als ein dritter Weg, angesiedelt zwischen Kapitalismus und Kommunismus&raquo;. In seiner Machtaus&uuml;bung war der Faschismus in Italien, Japan und Deutschland jedoch nicht revolution&auml;r. Schlie&szlig;lich konnten sich diese Regime nur durch die Unterst&uuml;tzung nationalkonservativer Eliten durchsetzen. Auch waren die Diktaturen nicht dem Kapitalismus grunds&auml;tzlich abgeneigt.&ldquo; (hier wird so getan als ob das Kapital nur zuf&auml;llig mit im Boot sitzt)<\/p><p>Nach Mussolini, der den Faschismus mit erfunden hat, geht es aber um die Herrschaft der Konzerne. Der Nationalismus war zwar von Anfang an federf&uuml;hrend mit dabei, aber darum ging es den Konzernen nicht, das betraf bis dato nur die andere Seite. Aber der Deal erhob ihn dann zum Gott und ist dadurch zum gemeinsamen &bdquo;Nenner&ldquo; oder Klammer, zwischen Volk und Herrschaft, geworden. Rassismus kann man hier als Booster oder Verst&auml;rker betrachten. Sozusagen um mehr Masse zu bekommen. So ist die aus&uuml;bende Kraft um einiges erh&ouml;ht. Auch die wichtige Funktion des S&uuml;ndenbocks hat man so zufriedenstellend gel&ouml;st. <\/p><p>Fazit:&ldquo;Faschismus ist ein Bund sehr m&auml;chtiger Konzerne mit einer Gruppe, die in der Lage ist eine Diktatur zu errichten und dies auch getan hat.&ldquo; <\/p><p>Oder verk&uuml;rzt, es ist die Diktatur der Konzerne und mu&szlig; nicht rassistisch sein. <\/p><p>Dem Faschismus kommt es nur darauf an eine Bodenhaftung (als Symbiose) zu erhalten. <\/p><p>Man braucht daf&uuml;r keinen Rassismus. Wenn es gelingt humane Projekte wie Klimaschutz oder die neue identit&auml;re Bewegung zu besetzen, so ist das Volk auf das vortrefflichste eingebunden und besch&auml;ftigt. Es gibt andere Booster als Rassismus. Hauptsache ist doch der &ldquo;S&uuml;ndenbock&rdquo;.<\/p><p>Deshalb sollten sich &bdquo;Einige&ldquo; &uuml;berlegen ob sie nicht, ohne es zu wissen, die Falschen unterst&uuml;tzen.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en peter probst <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Redaktion der Nachdenkseiten,<\/p><p>der Vergleich mit dem Faschismus, ja, woher kommt der eigentlich? Warum muss alles irgendwie immer versucht werden, mit Faschismus zu vergleichen?<\/p><p>Nun, zum ersten &ndash; es gibt ihn ja nicht, &bdquo;den&ldquo; Faschismus. Das ist offensichtlich und muss nicht begr&uuml;ndet werden. Somit entf&auml;llt eigentlich die Gefahr, ihn &uuml;ber zu deuten.<\/p><p>Zweitens, faschistisches Verhalten gibt es &uuml;berall. Wie komme ich dazu? Nun, &uuml;berall wird versucht, mit nicht mehr erlaubten Mitteln seine Ansichten durchzusetzen. Sei es in Guantanamo, wo Folter genutzt wird, sei es in der internationalen Politik, wo mit Kriegen, Einmischungsversuchen in die inneren Angelegenheiten, Sanktionen, versucht wird, ganze Staaten zu destabilisieren oder sei es innerhalb der Staaten durch restriktive Politik, wie sie zurzeit in Corona sichtbar wird, jedoch in anderen Bereichen (z.B. Klima, Renten, Gender, Fl&uuml;chtlinge) auch sichtbar wird.<\/p><p>Faschismus ist in meinen Augen eine Politik, die auf Einseitigkeit, Totalitarismus, Restriktion und Menschenverachtung beruht. Und letzteres unterscheidet dann die Vielzahl der Faschismen: Spanien, Chile, Italien und Deutschland haben dort riesige Unterschiede gehabt. Nur in Deutschland wurde die rassistische Judenverfolgung so derma&szlig;en brutal durchgef&uuml;hrt. Doch alle diese offensichtlichen Faschismen haben eines gemeinsam: Die Gegner hatten im vollen Ernst des Wortes nichts zu lachen. Sie wurden eingesperrt, ermordet, aus dem Leben der Menschen verbannt. In diesem Sinne hatte auch der &bdquo;real existierende Kommunismus&ldquo; faschistoide Z&uuml;ge. Das wurde im Kalten Krieg in unseren Medien h&auml;ufig verwendet. Komischerweise wurde dies in unseren Medien nie kritisiert, dass man das tat. Ein kleiner Sarkasmus am Rande.<\/p><p>Nun ja. Der ist fast vorbei &ndash; oder besser, er beginnt gerade wieder. Doch jetzt haben wir ein System, das mehr und mehr faschistoide Z&uuml;ge annimmt. Und es gibt Menschen, die das &auml;u&szlig;ern. Wie k&ouml;nnen die nur? Nun ja, sie sehen, dass eine Gesellschaft mehr und mehr in eine nicht mehr akzeptierbare, diktatorische Gesellschaft abgleitet. &nbsp;Und das k&ouml;nnen &ndash; wenn sie ehrlich &ndash; die Kritiker der Kritiker nicht abstreiten. Zudem ist dann auch noch zu sehen:<\/p><ol>\n<li>Die Medien sind sowohl einseitig, als auch Treiber der Situation<\/li>\n<li>Die Politiker nutzen immer mehr diktatorische Mittel zur Durchsetzung der Politik<\/li>\n<li>Menschen werden stigmatisiert, ihrer Existenzgrundlage beraubt, nur weil sie andere Meinungen vertreten<\/li>\n<li>Der Debattenraum wird zunehmend eingeengt<\/li>\n<\/ol><p>Und weitere Aspekte. Das alles sieht verd&auml;chtig nach Faschismus aus. Selbst das Naziregime hat 1933 noch keine KZs errichtet. Doch ein paar Jahre sp&auml;ter, als s&auml;mtliche inneren Gegner entweder ausgeschaltet oder mundtot gemacht wurden, konnte man sich dies leisten und hat es dann auch gemacht. Und letztlich, ab 1938 ging es dann in die Vernichtung der Juden &uuml;ber. Das war &ndash; wegen des zu der Zeit stattfindenden Krieges &ndash; nur noch mit extrem wenig Gegenwehr m&ouml;glich. Wer sich da noch wehrte, verschwand sofort und der Rest war so eingesch&uuml;chtert, dass er schwieg.<\/p><p>Es gibt noch einen zweiten Aspekt: Die Medien beklagen, dass Kritiker des Coronaregimes dieses als faschistoid brandmarken. Selbst wenn das &uuml;bertrieben sein sollte, warum erlauben sie sich eigentlich, die Kritiker als rassistisch, antisemitisch und nazistisch zu bezeichnen? Wer gibt ihnen das Recht, das sie anderen absprechen? Sie tun das, was sie anderen verwehren. Ich denke, da gilt in extremem Ma&szlig;e das Wort Jesu: &bdquo;Was k&uuml;mmert Dich der Splitter im Auge Deines Bruders, entferne erst einmal den Balken vor Deinem Auge.&ldquo; Und &bdquo;Verurteile nicht, damit Du nicht verurteilt wirst.&ldquo;<\/p><p>Die Diskussion &uuml;ber Faschismusvergleiche ist in meinen Augen heuchlerisch. Sie merken selber, dass ihr System faschistoide Z&uuml;ge hat und heulen auf wie getroffene Hunde, wenn das dann jemand &auml;u&szlig;ert.<br>\n&nbsp;<br>\nMit solidarischen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nGunther Troost<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Riegel,<\/p><p>danke f&uuml;r Ihren Beitrag. Es ist besch&auml;mend, dass dieses Thema 76 Jahre nach dem Zusammenbruch des faschistischen Greuelstaates &uuml;berhaupt wieder auf die Tagesordnung gesetzt werden muss. Dabei waren wir uns doch einig, dass Faschismus nie wieder ein Thema sein darf, egal in welchem politischen System wir in Deutschland aufgewachsen sind. Wenn ich von Faschismus rede, dann meine ich damit nicht die Judenvernichtung, die Ermordung der Widerst&auml;ndler oder die Grausamkeiten des Zweiten Weltkrieges, ich meine die Zeit zwischen 1933 und 1938, in der die Grundlagen f&uuml;r die folgende Entartung gelegt wurden, unter denen die Menschen hernach zu leiden hatten. Welche Merkmale zeichnen den Faschismus aus (die folgende Liste [nach Wolfgang Jeschke] erhebt keinen Anspruch auf Vollst&auml;ndigkeit)<\/p><ul>\n<li>Die B&uuml;rokratie erh&auml;lt sukzessive mehr Macht und Mittel.<\/li>\n<li>Der Staat wird zentralisiert.<\/li>\n<li>Der Staat tritt hoheitliche Kompetenzen an supranationale Organisationen ab.<\/li>\n<li>Die Reichen werden steuerlich entlastet und die Normalverdiener mehrbelastet.<\/li>\n<li>Staatliche Vorschriften ersticken langsam das freie Unternehmertum.<\/li>\n<li>Die Presse, die vierte Macht im Staat, wird boulevardisiert.<\/li>\n<li>Die Medienkonsumenten werden desinformiert und nicht mehr informiert.<\/li>\n<li>Aus PolitikerInnen werden LobbyistInnen.<\/li>\n<li>Exponenten der Oligarchie bem&auml;chtigen sich der Legislative.<\/li>\n<\/ul><p>Man kann ja hier einmal ankreuzen, was in der gegenw&auml;rtigen Lage als zutreffend erscheint. Bei mir stehen da eine Menge Kreuze. Da ist es fehl am Platze, dar&uuml;ber nachzudenken, ob der eine oder andere Faschismusvergleich angemessen ist. Lieber ein falscher Vergleich zu viel, als einer zu wenig.<\/p><p>Und dann auch noch die ewigen Hinweise auf das Grundgesetz! Mich treibt schon eine ganze Weile die Frage um, ab wann Artikel 20 (4) eigentlich anwendbar ist. Wenn man am Betreten bestimmter Einrichtungen und Gesch&auml;fte gehindert wird, wenn friedliche Demonstrationen aufgel&ouml;st werden oder erst, wenn Blut flie&szlig;t, wie zuletzt in den Niederlanden? In Deutschland wird es wahrscheinlich so sein, dass man eine Ausnahmegenehmigung f&uuml;r die Anwendung des Artikels 20 (4) beim Verfassungsgericht beantragen muss. Es ist zum Verzweifeln mit den Deutschen. Unser gesch&auml;tzter Heinrich-Hoffmann-von-Fallersleben hat uns ein Gedicht hinterlassen, welches so beklemmend auf diese Zeit passt. Es hei&szlig;t &bdquo;Deutsche Verzweiflung&ldquo;. Siehe hier <\/p><p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=gcqfoysFLAk\">youtube.com\/watch?v=gcqfoysFLAk<\/a> <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nBj&ouml;rn Ehrlich<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseiten-Redaktion,<br>\n&nbsp;<br>\nwir wissen noch nicht wozu die Pandemie vorbereitet wurde, aber dass wir Anf&auml;nge des Faschismus (egal, was wir unter diesem Begriff verstehen) oder gar Antisemitismus erleben, glaube ich nicht. Dieser Vergleich ist ein Beispiel des Godwins Gesetzes.<\/p><p>Es ist aber nicht zu leugnen, dass es totalit&auml;re Bestrebungen gibt. Die m&uuml;ssen sich aber nicht unbedingt in Richtung Faschismus entwickeln.<\/p><p>Frappierend sind aber &Auml;hnlichkeiten, die viel &uuml;ber unsere Gesellschaft sagen:<\/p><p>So wie heute, hat alles auch damals mit kleinen Schikanen angefangen.<\/p><p>So wie heute, wurde auch damals gewetteifert, wer die perfidere Schikane erfindet.<\/p><p>So wie heute, wurden der Bev&ouml;lkerung auch damals Schuldigen pr&auml;sentiert.<\/p><p>So wie heute, wurden der Bev&ouml;lkerung auch damals &auml;u&szlig;ere Feinde pr&auml;sentiert.<\/p><p>So wie heute, gab es auch damals keinen nennenswerten Widerstand.<\/p><p>So wie heute, war die Mehrheit auch damals passiv.<\/p><p>So wie heute, war die Mehrheit auch damals einfach nur h&ouml;rig.<\/p><p>So wie heute, waren die Menschen auch damals nicht bereit der Obrigkeit zu widersprechen.<\/p><p>So wie heute, wurden auch damals nur Befehle ausgef&uuml;hrt.<\/p><p>So wie heute, haben die Gerichte auch damals geholfen, das Recht mit F&uuml;&szlig;en zu treten.<\/p><p>So wie heute, haben auch damals nur wenige gefragt: &bdquo;warum?&ldquo;.<\/p><p>So wie heute, wurden auch damals selbst denkende Menschen stigmatisiert und ausgesto&szlig;en.<\/p><p>So wie heute, wurde auch damals die Bef&auml;higung blockiert, eigene &Uuml;berzeugungen ausbilden zu k&ouml;nnen.<\/p><p>So wie heute, wurde auch damals die unbequeme Wahrheit zensiert.<\/p><p>So wie heute, hat die Wissenschaft auch damals mitgeholfen. Ich empfehle die Lekt&uuml;re dieses Dokuments:<br>\n<a href=\"https:\/\/www.rki.de\/DE\/Content\/Service\/Presse\/Pressetermine\/presse_rki_ns_Stellungnahme.html\">rki.de\/DE\/Content\/Service\/Presse\/Pressetermine\/presse_rki_ns_Stellungnahme.html<\/a> <\/p><p>So wie heute, wurden auch damals wichtige Entscheidungen von banalen Menschen getroffen.<\/p><p>So wie heute, haben auch damals banale Menschen die Banalit&auml;t des B&ouml;sen verk&ouml;rpert.<\/p><p>Nat&uuml;rlich habe ich Angst vor Covid und vor der &bdquo;Impfung&ldquo;, aber wirklich Angst habe ich vor den Menschen, die ich in den t&auml;glichen Nachrichten sehe &ndash; vor dutzenden kleinen Eichmanns und kleinen Mengeles. Ihre Taten sind (noch)nicht so extrem abscheulich. So wie jene, haben sie aber keine moralischen Hemmungen.<\/p><p>So wie heute, wird hoffentlich irgendwann wieder gefragt &bdquo;wie war das m&ouml;glich?&ldquo;<\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nR. W.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>12. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Riegel,<\/p><p>so scharfsinnig die Analysen der &bdquo;Nachdenkseiten&ldquo; regelm&auml;&szlig;ig sind, so oft liegen sie daneben, wenn tradierte Klassenkampf-Schablonen bem&uuml;ht werden, um, wie in &bdquo;Corona&ldquo;-Zeiten, massive Freiheitsverletzungen zu deuten. Historische &bdquo;faschistische&ldquo; Herrschaften wie die Franco-Diktatur, der italienische &bdquo;Faschismus&ldquo; und die Nazi-Herrschaft wiesen im Einzelnen gro&szlig;e Unterschiede auf. Was sie typisch verband, war eine hohe Gewaltaffinit&auml;t und eine &bdquo;F&uuml;hrerherrschaft&ldquo;. Das kann man von den gegenw&auml;rtigen Herrschaftsverh&auml;ltnissen wohl kaum behaupten.<\/p><p>Wenn man eine politische N&auml;he der herrschenden Ideologie und Praxis zu einem historischen Ph&auml;nomen bem&uuml;hen will, dann besteht sie zum untergegangenen Kommunismus. Was diese miteinander verbindet, sind ein absolutes Gl&uuml;cksversprechen und ein staatlicher Machbarkeitswahn, die tats&auml;chlich keine individuelle Freiheit, keine kulturellen Traditionen, keine staatspolitische Vernunft mehr kennen. Vielleicht k&ouml;nnte man die herrschende Ideologie daher als Humantotalitarismus bezeichnen. Die Menschenrechtsverletzungen der &bdquo;Corona&ldquo;-Politik, die angeblich zum Schutz der Menschen betrieben wird, sind allerdings nicht die ersten Symptome dieser Ideologie.<\/p><p>Erst im August ist ein desastr&ouml;ser, 20-j&auml;hriger Krieg des Westens in Afghanistan zu Ende gegangen, der zehntausende afghanische Opfer forderte. Dieser Krieg hatte als Terrorismusbek&auml;mpfung begonnen, wandelte sich aber schnell in einen &bdquo;erfolgreichen Einsatz f&uuml;r Demokratie und Menschenrechte&ldquo;. Sogar in der Bundestagsdebatte zum umfassenden Sieg der islamistischen Taliban entbl&ouml;dete sich die Kanzlerin Frau Merkel nicht, von fortbestehenden Errungenschaften etwa f&uuml;r &ldquo;Frauenrechte in Afghanistan&rdquo; zu fabulieren.<\/p><p>&bdquo;Tats&auml;chliche Gleichberechtigung&ldquo; wird uns inzwischen von Politikern aller Couleur (au&szlig;er von denen der Afd) bei der Deformierung der deutschen Sprache versprochen, wenn und weil bis zum Unsinn &bdquo;gegenderte&ldquo; Formulierungen (Kostprobe: &bdquo;Frauen sind die besseren Richter:innen&ldquo;) inzwischen in allen Medien, insbesondere im Staatsrundfunk, benutzt werden.<\/p><p>Schlie&szlig;lich die &bdquo;Corona&ldquo;-Politik der Bundesregierung und aller Landesregierungen, die zum &bdquo;Gesundheits- und Lebensschutz aller B&uuml;rger&ldquo; seit fast zwei Jahren einen Furor an Menschenrechtsverletzungen hervorbringt, ohne dass die Pandemie in nennenswerter Weise aufgehalten worden w&auml;re. Erinnert sei an den letzten, monatelangen Lockdown in weiten Bereichen des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens zur Eind&auml;mmung der Ausbreitung der &bdquo;Delta-Variante&ldquo;, nur damit diese sich nun umso schneller verbreitet und die n&auml;chste, angeblich noch gef&auml;hrlichere &bdquo;Omikron&ldquo;-Mutation entstehen konnte. Es ist im Humantotalitarismus kein Zufall, dass die ma&szlig;geblichen Stichwortgeber dieser Menschenrechtsverletzungen &Auml;rzte und Virologen sind, die schon immer per se die gr&ouml;&szlig;ten Menschenfreunde sind &hellip;<\/p><p>Der langj&auml;hrige Pr&auml;sident des Bundesverfassungsgerichts Hans-J&uuml;rgen Papier schrieb in seinem ein Jahr vor Beginn des Humantotalitarismus erschienen Buch &bdquo;Die Warnung: Wie der Rechtsstaat ausgeh&ouml;hlt wird&ldquo; u.a.:<\/p><p>&bdquo;Erf&uuml;llt das Grundgesetz wirklich noch eine seiner wichtigsten Aufgaben, n&auml;mlich Freiheit zu erm&ouml;glichen? &hellip; [Es wird] immer mehr Freiheit f&uuml;r die Illusion der Sicherheit [geopfert].&ldquo;<\/p><p>Drei Jahre sp&auml;ter ist der Ausnahmezustand Alltag, die Freiheit Geschichte.<br>\n&nbsp;<br>\nAndreas Schmidt<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>13. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Riegel, <\/p><p>immer wieder besten Dank Ihnen und den NDS und einige Anmerkungen hinsichtlich vergleichender Betrachtungen zum Dritten Reich. <\/p><p>Das Hetzen und der Ha&szlig;, der da entfacht und verbreitet wird, erweckt doch zwangsl&auml;ufig bei einem zivilisierten Menschen Assoziationen, und es mu&szlig; einen alten Mann mit 86 Lenzen erschrecken. Allein die Bezeichnung &bdquo;Ungeimpfte&ldquo; ist doch schon eine Form der Demagogie; denn wir haben es da im Grunde ausnahmslos mit vielfach Geimpften zu tun, die aber diesen mRNA- und Vektor-Vakzinen kritisch gegen&uuml;ber stehen, &uuml;ber die dar&uuml;ber hinaus noch z. T. gelogen, verschwiegen und desinformiert wird, da&szlig; sich die Balken biegen. Selbstverst&auml;ndlich f&auml;llt einem Bert Brechts: &bdquo;der Scho&szlig; ist fruchtbar noch, aus dem das kroch&ldquo;, ein. Und angesichts der Erkenntnis, wie leicht es ist die Massen zu manipulieren, haben wir es vielleicht doch immer noch mit demselben Volk zu tun. Nach dem Ende des 12j&auml;hrigen Reiches war es ja pl&ouml;tzlich auch keiner gewesen, aber wer es dann eigentlich blo&szlig;? Was den medialen Einheitsbrei, angef&uuml;hrt von Portalen wie Maibritt Lanz und Anne Illner (frei nach Kister\/SZ) und all die vielen gleiche(geschaltet)n, anbetrifft, ergeben sich doch zwangsl&auml;ufig Assoziationen, wie oben bereits erw&auml;hnt. Um da mal etwas Ausgewogenes pr&auml;sentiert zu bekommen, mu&szlig; man in D sp&auml;t nachts am Donnerstag &bdquo;Talk in Hangar 7&ldquo; in Servus TV einschalten &ndash; ein Privatsender aus &Ouml;sterreich. Wenn hier mal ganz selten eine Sternschnuppe, wie Svenja Fla&szlig;p&ouml;hler letztlich bei Plassberg, auftaucht, geht das P&ouml;beln schon fast in der Sendung aber danach medial dann aus allen Rohren los. Ein besonders frappierender rechtfertigender Vergleich hierzu sei mal beschrieben, und zwar der Schwindel mit dem Sturm des deutschen Reichstages durch demonstrierende &bdquo;Querdenker&ldquo;. So wie man sich das mittels verschiedener Quellen alternativer Medien, aber auch BILDdireienemeinung zusammenreimen kann, gab es zwei verbotene Demonstrationen sog. &bdquo;Querdenker&ldquo; irgendwo da in der Gegend aber nicht vor dem Reichstag. Diese wurden von der Polizei, deinem Freund und Helfer, aufgel&ouml;st. Da&szlig; es im Staatsfunk dazu Bilder gab, ist nicht erinnerlich. Es soll aber eine genehmigte Demo von Reichsb&uuml;rgern unmittelbar vor dem Reichstag stattgefunden haben&nbsp;&nbsp; &ndash;&nbsp; Berichte dar&uuml;ber fanden allerdings nicht statt.. Und diese Leute sind dann die Treppe zum Reichstagsgeb&auml;ude hochgestiegen um ihre Fahnen zu schwenken und ihre Spr&uuml;che zu johlen. Die &bdquo;Erst&uuml;rmung des Reichstages&ldquo;, d. h. in das Geb&auml;ude hinein,&nbsp; sei dann aber von drei mutigen Polizisten verhindert worden. Wie man nun mit dem Gebrauch des gesunden Menschenverstandes und in Anbetracht der Sache in Washington leicht herausfinden kann, h&auml;tten drei Polizisten eine solche Meute mit Sicherheit nicht aufhalten k&ouml;nnen, wenn diese das Geb&auml;ude wirklich h&auml;tten erst&uuml;rmen wollen. Die Frage bleibt offen, ob die Genehmigung dieser Demo an dieser Stelle nicht sogar eine Form von planvoller Inszenierung war. Der Reichspropagandaminister h&auml;tte da vor Neid erblassen m&uuml;ssen. Eine ganz schreckliche Erinnerung aus der Kindheit wird &uuml;brigens wieder wach, wof&uuml;r ich mich immer noch in Grund und Boden sch&auml;me: als etwa 5j&auml;hriger habe ich zusammen mit anderen Kindern &bdquo;Jude Itzig&ldquo; hinterhergerufen. Aber danach war es ja bekanntlich keiner gewesen. <\/p><p>Mit besten Gr&uuml;&szlig;en<br>\nHartmut Wohler <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>14. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrtes NDS-Team,<br>\n&nbsp;<br>\nTobias Riegel schrieb:<br>\nNazi-Vergleiche sind gerechtfertig, aber riskant &ndash; genau meine Meinung<br>\n&nbsp;<br>\nTobias Riegel schrieb:<br>\nDarf nur die eine Seite mahnen? &ndash; ich sage nur eine (gute!!!) Seite darf mahnen, aber auch nur einseitig!<br>\n&nbsp;<br>\nErinnert sei an den aktuellen Proze&szlig; gegen eine damals 17-j&auml;hrige Schreibkraft im KZ Stutthof.<br>\nSie wird als 96-j&auml;hrige nun vor Gericht gezerrt.<br>\nGleichzeitig werden &ouml;ffentliche Naziaktionen wie z.b. der &ldquo;Marsch der Legion&auml;re&rdquo; ignoriert bzw. toleriert. Damit werden in Riga j&auml;hrlich die lettischen Angeh&ouml;rigen der Waffen-SS geehrt.<br>\n(Aber Lettland ist ja auch Fronstaat gegen Ru&szlig;land)<br>\n&nbsp;<br>\nAbsolut richtig ist, die Erinnerung an den Holocaust wachzuhalten. Ein obgligatorischer Besuch vorhandener Mahn- und Gedenkst&auml;tten durch Schulklasssen (auch oder gerade mit einem hohen Anteil an Muslimen) sollte machbar und zweckdienlich sein.<br>\n&nbsp;<br>\nProblematisch in diesem Zusammenhang sehe ich auch das &Uuml;berfliegen des KZs Dachau im August letzten Jahres.<br>\nDenn dort sa&szlig;en neben Juden auch deutsche Pazifisten und Kriegsverweigerer ein.<br>\n&nbsp;<br>\nAber:<br>\nSchlimm genug, da&szlig; meine Generation (Jg.1958) ihre Gro&szlig;v&auml;ter nie pers&ouml;nlich kennenlernen d&uuml;rfte, au&szlig;er auf Fotos und die meisten davon mit Uniform.<br>\nDaraus aber Schuldgef&uuml;hle f&uuml;r mich erzeugen zu wollen, kann ich nicht akzeptieren.<br>\nUnd das man (als Deutscher) die Politik Israels nicht kritisieren darf (deutsche Staatsr&auml;son ), hatten Sie ja schon mehrmals angesprochen.<\/p><p>Jeder &ldquo;Normalb&uuml;rger&rdquo; m&uuml;&szlig;te (also) Impfskeptiker und Antizionist sein.<br>\nW&auml;re dann aber in der &ldquo;demokratischen&rdquo; Praxis automatisch Corona- bzw. Holocaustleugner.<br>\nWomit sich der Kreis schlie&szlig;t!<br>\n&nbsp;<br>\nmfg<br>\nFTT<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tobias Riegel geht <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78366\">in diesem Beitrag<\/a> der Frage nach, ob Vergleiche zwischen Corona-Politik und Faschismus angemessen seien. Vergleiche mit dem Beginn der Nazi-Herrschaft seien inzwischen gerechtfertigt, da etliche Einschr&auml;nkungen und die Angstkampagne &bdquo;dem N&uuml;rnberger Kodex, einem Beschluss der Parlamentarischen Versammlung des Europarats, dem Grundgesetz und zahlreichen weiteren Prinzipien&ldquo; zuwiderlaufen w&uuml;rden. Einige Vergleiche seien aber<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78524\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-78524","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/78524","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=78524"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/78524\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":78526,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/78524\/revisions\/78526"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=78524"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=78524"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=78524"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}