{"id":78565,"date":"2021-12-03T10:17:35","date_gmt":"2021-12-03T09:17:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78565"},"modified":"2021-12-03T15:08:00","modified_gmt":"2021-12-03T14:08:00","slug":"absolute-krisengewinnler-ampelparteien-kuerzen-oma-ernas-rentenerhoehung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78565","title":{"rendered":"\u201eAbsolute Krisengewinnler.\u201c Ampelparteien k\u00fcrzen Oma Ernas Rentenerh\u00f6hung."},"content":{"rendered":"<p>Die Regierungskoalition in spe will den angek&uuml;ndigten Aufschlag bei der gesetzlichen Rente um mindestens 0,8 Prozentpunkte kappen und reaktiviert daf&uuml;r den sogenannten Nachholfaktor. Den hatte die Gro&szlig;e Koalition eigentlich bis 2026 ausgesetzt, um die Erosion des Systems ein bisschen abzubremsen. Ab sofort l&auml;uft die Altersarmutsproduktion wieder auf Hochtouren &ndash; mit Klecker- und Nullrunden bis 2025 und faktischen Minusrunden danach. Dann n&auml;mlich gibt es wegen wegfallender &bdquo;Haltelinien&ldquo; nach unten gar kein Halten mehr. Gewerkschaften und Sozialverb&auml;nde sind alarmiert, Wirtschaftsvertreter voll des Lobes &ndash; Auftrag erf&uuml;llt. Von <strong>Ralf Wurzbacher<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_6745\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-78565-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/211203_Absolute_Krisengewinnler_Ampelparteien_kuerzen_Oma_Ernas_Rentenerhoehung_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/211203_Absolute_Krisengewinnler_Ampelparteien_kuerzen_Oma_Ernas_Rentenerhoehung_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/211203_Absolute_Krisengewinnler_Ampelparteien_kuerzen_Oma_Ernas_Rentenerhoehung_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/211203_Absolute_Krisengewinnler_Ampelparteien_kuerzen_Oma_Ernas_Rentenerhoehung_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=78565-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/211203_Absolute_Krisengewinnler_Ampelparteien_kuerzen_Oma_Ernas_Rentenerhoehung_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"211203_Absolute_Krisengewinnler_Ampelparteien_kuerzen_Oma_Ernas_Rentenerhoehung_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>So schnell hat sich eine Ank&uuml;ndigung selten in Schall und Rauch aufgel&ouml;st. &bdquo;2022 k&ouml;nnten die Renten um 5,95 Prozent in den neuen und 5,18 Prozent in den alten Bundesl&auml;ndern steigen&ldquo;, teilte der noch und absehbar weiter amtierende Bundesarbeitsminister, Hubertus Heil, vor zehn Tagen mit. Anlass war die Vorlage des <a href=\"https:\/\/www.bmas.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Rente\/rentenversicherungsbericht.pdf;jsessionid=0776BC8E2109C432A2847FC73CD14325.delivery1-replication?__blob=publicationFile&amp;v=4\">Rentenversicherungsberichts 2021<\/a> der Bundesregierung. In der Lesart des SPD-Politikers zeugt das Schriftst&uuml;ck von einer rundum heilen Welt. Die ministerielle <a href=\"https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/service\/gesetzesvorhaben\/rentenversicherungsbericht-2021-1984456\">Stellungnahme<\/a> im Wortlaut: &bdquo;Stabiler Beitrag und steigende Renten. Die Rentenversicherung kommt gut durch die Pandemie.&ldquo; <\/p><p>Nun ja &ndash; keine sechs Stunden sp&auml;ter ging den &bdquo;guten Nachrichten f&uuml;r die Versicherten und alle Rentnerinnen und Rentner&ldquo;, nachdem diese im laufenden Jahr eine Nullrunde im Westen und eine Miniaturzugabe von 0,72 Prozent im Osten hatten schlucken m&uuml;ssen, ein St&uuml;ck weit die Luft aus. Am sp&auml;ten Nachmittag desselben Tages hatten die Spitzen von SPD, B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen und FDP ihren <a href=\"https:\/\/www.spd.de\/fileadmin\/Dokumente\/Koalitionsvertrag\/Koalitionsvertrag_2021-2025.pdf\">Koalitionsvertrag<\/a> der &Ouml;ffentlichkeit vorgestellt. Ihr ganzer Stolz enth&auml;lt auf Seite 73 folgenden Satz: &bdquo;Wir werden den sogenannten Nachholfaktor in der Rentenberechnung rechtzeitig vor den Rentenanpassungen ab 2022 wieder aktivieren und im Rahmen der geltenden Haltelinien wirken lassen.&ldquo; &Uuml;bersetzt hei&szlig;t das: Das Rentenplus im n&auml;chsten Jahr wird doch nicht so &bdquo;&uuml;ppig&ldquo; ausfallen, wie Heil noch zum Fr&uuml;hst&uuml;ck glauben machen wollte. <\/p><p><strong>Luft nach unten<\/strong><\/p><p>Und wenn schon: Konnte er ja nicht ahnen, was die Ampelverhandler alles im Schilde f&uuml;hren. Und von &bdquo;Nachholfaktor&ldquo; war in seinem Rentenreport ja auch nichts zu lesen. Jedenfalls wird dessen Wiederbelebung den Aufwuchs bei den Altersgeldauszahlungen zum 1. Juli des kommenden Jahres mit einem Mal auf h&ouml;chstens 4,4 Prozent in Westdeutschland und 5,1 Prozent in Ostdeutschland dr&uuml;cken. Das sei aber doch <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article235328406\/Ab-2021-Rentenerhoehung-faellt-0-8-Prozentpunkte-geringer-aus-als-erwartet.html\">&bdquo;immer noch sehr ordentlich&ldquo;<\/a>, beschied der Minister gegen&uuml;ber der Springer-Presse, wobei auch diese Ansage l&auml;ngst nicht in Stein gemei&szlig;elt ist. Wie der Branchendienst &bdquo;Versicherungsbote&ldquo; am Mittwoch schrieb, war das Bundesarbeitsministerium (BMAS) nach ersten Berechnungen noch davon ausgegangen, &bdquo;dass die Rente <a href=\"https:\/\/www.versicherungsbote.de\/id\/4904042\/Rentenerhohung-2022-Nachholfaktor-schmalert-Rente-leicht\/\">nur etwa um die H&auml;lfte<\/a> der kommunizierten Zahlen steigen werde&ldquo;. Klarheit herrscht irgendwann im Fr&uuml;hjahr. Dann erst wird auf Basis der Daten zur Lohnentwicklung abschlie&szlig;end &uuml;ber die k&uuml;nftige Rentenanpassung entschieden. Angesichts der krisenbedingt gebremsten Lohnabschl&uuml;sse besteht also durchaus noch &bdquo;Luft nach unten&ldquo;.  <\/p><p>Lesenswert ist, wie die kommenden Koalition&auml;re ihre Rentenerh&ouml;hungsk&uuml;rzung begr&uuml;nden. &bdquo;So stellen wir sicher, dass sich Renten und L&ouml;hne im Zuge der Corona-Krise insgesamt im Gleichklang entwickeln und st&auml;rken die Generationengerechtigkeit ebenso wie die Stabilit&auml;t der Beitr&auml;ge in dieser Legislaturperiode.&ldquo; Das klingt fast so, als legten die Altersbez&uuml;ge und Geh&auml;lter stets im selben Tempo zu. Das stimmt nat&uuml;rlich mitnichten, wie die Pr&auml;sidentin des Sozialverbands VdK, Verena Bentele, am Montag in einer <a href=\"https:\/\/www.vdk.de\/deutschland\/pages\/presse\/83674\/vdk_nachholfaktor_sorgt_fuer_mehr_ungerechtigkeit\">Medienmitteilung<\/a> unterstrich. &bdquo;Laut Sozialversicherungsbericht 2021 der Bundesregierung steigen die Altersrenten im Zeitraum 2021 bis 2035 um 37 Prozent. Dagegen steigen die L&ouml;hne um 53 Prozent.&ldquo; Diese Zahlen sind nat&uuml;rlich Prognosen, die auf Rechenmodellen basieren. Dennoch  gelte es, endlich s&auml;mtliche K&uuml;rzungsfaktoren &bdquo;dauerhaft aus der Rentenformel zu streichen. Sonst werden die Rentner auch in Zukunft abgeh&auml;ngt&ldquo;.<\/p><p><strong>Substanzverlust politisch gewollt <\/strong><\/p><p>Im Fall des Nachholfaktors hatte die Gro&szlig;e Koalition lediglich eine Art Verschnaufpause eingelegt, damit die Erosion der gesetzlichen Rente nicht ganz so heftig vonstatten geht. Um die &bdquo;doppelte Haltelinie&ldquo; &ndash; 48 Prozent des Durchschnittslohns und 20 Prozent bei den Beitr&auml;gen &ndash; nicht zu rei&szlig;en, sollte der Mechanismus eigentlich f&uuml;r die Jahre 2018 bis 2026 auf Eis gelegt werden. Jetzt wird mit dem Aussetzer schon 2022 Schluss gemacht, w&auml;hrend man die Haltelinien weiterhin bis 2025 fortwirken l&auml;sst. Wie Albrecht M&uuml;ller <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78314\">hier<\/a> in seiner Einsch&auml;tzung zu den rentenpolitischen Vorhaben der Ampelparteien erl&auml;uterte, wirkt die Begrenzung der Beitragss&auml;tze bei 20 Prozent &bdquo;wie eine Fessel zur Minderung der Leistungsf&auml;higkeit der gesetzlichen Rente&ldquo;, w&auml;hrend im Windschatten der scheinbaren Schonung der Beitragszahler deren Aufwendungen f&uuml;r die kapitalgedeckte Altersvorsorge (zum Beispiel Riester-Rente) sukzessive zunehmen. Entsprechend diene das neuerliche Bekenntnis zur Beitragsstabilit&auml;t auch nur dem Zweck, &bdquo;die Schleuse f&uuml;r andere Vorhaben wie die sogenannte Aktienrente zu &ouml;ffnen&ldquo;. <\/p><p>Verlierer solcher Man&ouml;ver sind stets die einfachen Altersrentner, denen die Bez&uuml;ge immer weiter gekappt und die mit leeren Versprechen in die Kostenfalle Privatrente gelockt werden, sowie das Gesamtsystem der Gesetzlichen Rentenversicherung, dessen nachhaltiger Substanzverlust politisch gewollt ist. Gerd Bosbach, emeritierter Statistikprofessor und Betreiber des Blogs &bdquo;L&uuml;gen mit Zahlen&ldquo;, zeichnet den verh&auml;ngnisvollen Trend anhand von Zahlen nach. &bdquo;W&auml;hrend die Rentenausgaben im Verh&auml;ltnis zum Bruttoinlandsprodukt seit 20 Jahren nahezu konstant geblieben sind, gibt es heute rund 2,2 Millionen Rentnerinnen und Rentner mehr&ldquo;, befand er zu Wochenanfang gegen&uuml;ber den NachDenkSeiten. &bdquo;Von Teilnahme am Wachstum in dieser Zeit ist nichts zu sp&uuml;ren, und der Spruch, Rentner bekommen immer mehr, ist faktisch v&ouml;llig falsch und eigentlich eine Frechheit.&ldquo; <\/p><p><strong>K&uuml;rzen in alle Ewigkeit<\/strong><\/p><p>Tats&auml;chlich ist der Nachholfaktor eine r&uuml;ckwirkende und eine zuk&uuml;nftige Rentenk&uuml;rzung in einem. Eigentlich folgt die Entwicklung der gesetzlichen Renten grunds&auml;tzlich der Lohnentwicklung. Steigen L&ouml;hne und Geh&auml;lter, steigen auch die Altersbez&uuml;ge, (wie gesagt: wegen etlicher K&uuml;rzungsfaktoren l&auml;ngst in der gleichen Dynamik). In Reaktion auf den Finanzcrash zog die damalige Regierung 2009 eine sogenannte Rentengarantie ins System ein, damit bei sinkender Lohnsumme nicht auch die Altersbez&uuml;ge nominal fallen. Der Nachholfaktor sorgt daf&uuml;r, dass die zun&auml;chst vereitelte negative Rentenanpassung bei wieder steigenden L&ouml;hnen nachtr&auml;glich ins Kontor schl&auml;gt &ndash; in Gestalt gebremster Rentenerh&ouml;hungen bis hin zu Nullrunden. <\/p><p>Diese allerdings wirken &uuml;ber die Gegenwart hinaus, weil die n&auml;chste Anpassung auf Basis des aktuellen Niveaus vorgenommen wird. &bdquo;Niedrige Rentenanpassungen von heute f&uuml;hren zu niedrigen Renten von morgen&ldquo;, beklagte denn auch VdK-Chefin Bentele und weiter: &bdquo;Die Ampel-Parteien sind offensichtlich vor dem Druck der Arbeitgeber und wirtschaftsnaher Professoren eingeknickt.&ldquo; In die gleiche Kerbe schl&auml;gt der <a href=\"https:\/\/www.sovd-mv.de\/aktuelles\/meldung\/was-frueher-schon-schlecht-war-bleibt-auch-heute-schlecht\">Sozialverband Deutschland<\/a> (SoVD), dessen Pr&auml;sident Adolf Bauer am Dienstag warnte: &bdquo;Die Wiedereinf&uuml;hrung w&uuml;rde schon heute das Auskommen der Rentnerinnen und Rentner von morgen gef&auml;hrden und den Rentenpakt auf lange Sicht destabilisieren.&ldquo; Mit einer &bdquo;trickreichen Rentenk&uuml;rzung durch die Hintert&uuml;r&ldquo; wolle man &bdquo;auf dem R&uuml;cken von Millionen Menschen Geld sparen, die teilweise schon heute kaum &uuml;ber die Runden kommen&ldquo;, monierte der Verbandsobere und konstatierte: &bdquo;Was fr&uuml;her schon schlecht war, bleibt auch heute schlecht.&ldquo; <\/p><p><strong>Geld(b)-Rot-Gr&uuml;n liefern<\/strong><\/p><p>Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hatte schon am 17. November in einer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/uber-uns\/dgb-heute\/sozialpolitik\/++co++27971346-479e-11ec-9b8f-001a4a160123\">kurzen Geschichte des Nachholfaktors<\/a>&ldquo; zu entsprechenden rot-gr&uuml;n-gelben Planspielen f&uuml;r dessen Reaktivierung Position bezogen. Anders als vielfach behauptet, sei dieser nicht infolge des globalen Finanzcrashs von 2008 eingef&uuml;hrt worden, sondern schon 2007 im Kontext der Rente mit 67 nach dem RV-Altersgrenzenanpassungsgesetz. Dahinter habe von Beginn an die &bdquo;politische Idee des Beitragssatzdogmas und eines sinkenden Rentenniveaus&ldquo; gestanden und auch jetzt sei es alleinige Zielrichtung, &bdquo;die Renten langsamer steigen zu lassen als die L&ouml;hne&ldquo;. Der DGB hat die drohenden Konsequenzen durchgerechnet. Demnach werden die Rentens&auml;tze allein bis 2025 mit voraussichtlich 12,4 Prozent und bei einer zu erwartenden Nullrunde 2024 um fast vier Prozent langsamer zulegen als die L&ouml;hne. &bdquo;Und ab 2025 steigen die Renten nach geltendem Recht bis 2035 um &uuml;ber zehn Prozent langsamer als die L&ouml;hne, denn nach 2025 gilt die Haltelinie nicht mehr und das Rentenniveau darf wieder ungebremst sinken.&ldquo;<\/p><p>Offensichtlich gehe es &bdquo;gerade nicht darum, dass die Renten wie die L&ouml;hne steigen&ldquo;, stellt der DGB fest. Auch von Generationengerechtigkeit k&ouml;nne keine Rede sein, &bdquo;denn der Nachholfaktor und ein sinkendes Rentenniveau treffen gerade die j&uuml;ngeren Menschen&ldquo;. Es sei, folgert der Gewerkschaftsdachverband, &bdquo;politisch bewusste Irref&uuml;hrung, diese K&uuml;rzungsziele mit dem Prinzip zu begr&uuml;nden, die Renten sollen wie die L&ouml;hne steigen, wenn doch das Gegenteil gefordert wird&ldquo;. Reiner Heyse, Mitbegr&uuml;nder von &bdquo;Seniorenaufstand&ldquo;, einem Koordinierungskreis gewerkschaftlicher Seniorenpolitiker im norddeutschen Raum, kommentierte am Donnerstag gegen&uuml;ber den NachDenkSeiten: &bdquo;Wunderwerk der Mathematik? Nein, gesetzlich korrektes Ergebnis der Absenkung des Rentenniveaus, wie es 2004 beschlossen wurde. Jede Abweichung von diesem Kurs l&auml;sst die neoliberalen &sbquo;Experten&lsquo; medienwirksam aufheulen. Daf&uuml;r sind die Geh&ouml;rg&auml;nge von Gelb-Rot-Gr&uuml;n weit ge&ouml;ffnet.&ldquo;<\/p><p><strong>Auftraggeber zufrieden<\/strong><\/p><p>An andere K&ouml;rper&ouml;ffnungen, und jene, die es sich darin einrichten, will man lieber nicht denken. Das Lob der Bosse haben sich die Regierenden in spe auf alle F&auml;lle verdient. &bdquo;Das klare Bekenntnis der Ampel zur Wiedereinf&uuml;hrung des Nachholfaktors muss jetzt ohne Abstriche umgesetzt werden&ldquo;, gab der Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverb&auml;nde (BDA), Steffen Kampeter, gegen&uuml;ber der Deutschen Presse-Agentur zu Protokoll. Und Lars Feld, fr&uuml;herer Vorsitzender der &bdquo;Wirtschaftsweisen&ldquo;, erkannte messerscharf: &bdquo;Ohne den Nachholfaktor w&auml;ren die Rentnerinnen und Rentner absolute Krisengewinnler.&ldquo; Oma Erna in einem Atemzug mit Jeff Bezos &ndash; das hat was.  <\/p><p>Titelbild: Matej Kastelic\/shutterstock.com<\/p><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/e34164675d5a4cf3b102af81f4091b79\" alt=\"\" title=\"\" height=\"1\" width=\"1\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Regierungskoalition in spe will den angek&uuml;ndigten Aufschlag bei der gesetzlichen Rente um mindestens 0,8 Prozentpunkte kappen und reaktiviert daf&uuml;r den sogenannten Nachholfaktor. Den hatte die Gro&szlig;e Koalition eigentlich bis 2026 ausgesetzt, um die Erosion des Systems ein bisschen abzubremsen. Ab sofort l&auml;uft die Altersarmutsproduktion wieder auf Hochtouren &ndash; mit Klecker- und Nullrunden bis 2025<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78565\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":78566,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,39],"tags":[904,1253,1912],"class_list":["post-78565","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-rente","tag-grv","tag-heil-hubertus","tag-rentenniveau"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/shutterstock_1086254576.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/78565","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=78565"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/78565\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":78598,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/78565\/revisions\/78598"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/78566"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=78565"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=78565"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=78565"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}