{"id":7857,"date":"2010-12-23T16:29:31","date_gmt":"2010-12-23T15:29:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7857"},"modified":"2014-02-17T09:43:20","modified_gmt":"2014-02-17T08:43:20","slug":"die-erkenntnis-zum-jahresende-nur-wer-zweifeln-gelernt-hat-bleibt-ein-selbst-denkender-mensch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7857","title":{"rendered":"Die Erkenntnis zum Jahresende: Nur wer zweifeln gelernt hat, bleibt ein selbst denkender Mensch"},"content":{"rendered":"<p>Sie erinnern sich noch an die Debatte &uuml;ber die Krise in Griechenland und in Irland und das Auftreten unserer Bundeskanzlerin. Sie feierte sich als herausragend erfolgreich. Und sie wurde von der Mehrheit der Medien in diesem Sinne gefeiert. Man musste den Eindruck gewinnen, dass &uuml;berall die Menschen darben, nur hier in Deutschland nicht, und dass die L&auml;nder um uns herum alle Probleme mit den Staatsschulden haben, nur wir nicht.&nbsp;&ndash; Eine einzige Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes von insgesamt f&uuml;nf knappen Abs&auml;tzen zeigt, wie verlogen diese Selbstinszenierung und Fremdinszenierung war. Siehe Anlage 1 &ndash; es lohnt sich, diesen Text zu lesen. Albrecht M&uuml;ller.<br>\n<!--more--><br>\nDie &ouml;ffentlichen Schulden steigen vom 1. bis 3. Quartal 2010 um fast 100 Milliarden Euro, beim Bund alleine um 33,1 Milliarden, und davon 28,6 Milliarden zur Finanzmarktstabilisierung. Die Staatsschulden haben sich also alleine schon wegen der Rettung der Banken in diesem kurzen Zeitraum um &uuml;ber 28 Milliarden erh&ouml;ht. Soll das erfolgreich sein?<\/p><p>Die Medien haben dieses Thema mehrheitlich nicht aufgegriffen. (Siehe Anlage 2) Sie haben zwar &uuml;ber die Meldung des Statistischen Bundesamtes kurz berichtet. Eigentlich h&auml;tte man aber erwarten m&uuml;ssen, dass sie wenigstens ein bisschen ihrer W&auml;chterfunktion gerecht werden und den Zusammenhang herstellen zwischen dieser Meldung des Statistischen Bundesamtes und der nur wenige Tage zur&uuml;ckliegenden Auftritte der Bundeskanzlerin und der dabei sp&uuml;rbaren Arroganz gegen&uuml;ber anderen V&ouml;lkern. Warum stellen die Medien diese Zusammenh&auml;nge nicht dar?<br>\nSie lassen sich auf Public Relations Organe reduzieren.<br>\nDas macht die totale Meinungsmache m&ouml;glich, die totale Manipulation.<\/p><p>Das ist eine bittere Erkenntnis zum Jahresende. Aber sie ist immer noch besser, als sich etwas vormachen zu lassen. Wir m&ouml;chten Sie dazu ermuntern, ein selbst denkender Mensch zu bleiben.&nbsp; Die NachDenkSeiten werden Sie dabei unterst&uuml;tzen und begleiten.<\/p><p><strong>Anlage 1:<\/strong><\/p><p><strong>Pressemitteilung vom 20.12.2010 | 09:36<br>\nStatistisches Bundesamt<br>\n&Ouml;ffentliche Schulden steigen vom 1. bis 3. Quartal 2010 um fast 100 Milliarden Euro<br>\n<\/strong><\/p><p>WIESBADEN &ndash; Die &ouml;ffentlichen Haushalte waren nach ersten vorl&auml;ufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) am 30. September 2010 mit insgesamt rund 1 791,3 Milliarden Euro verschuldet. Dies entsprach rechnerisch einer Schuldenlast von 21 882 Euro pro Kopf. Gegen&uuml;ber dem 31. Dezember 2009 hat sich der Schuldenstand um 5,9% beziehungsweise 99,7 Milliarden Euro erh&ouml;ht. Die Ergebnisse umfassen die Kreditmarktschulden und Kassenkredite und beziehen sich auf die Kernhaushalte des Bundes und der L&auml;nder einschlie&szlig;lich ihrer jeweiligen Extrahaushalte sowie die Kernhaushalte der Gemeinden und Gemeindeverb&auml;nde. <\/p><p>Beim Bund erh&ouml;hten sich die Schulden am 30. September 2010 gegen&uuml;ber dem 31. Dezember 2009 um 3,1% (+ 33,1 Milliarden Euro) auf rund 1 086,9 Milliarden Euro. Hierin sind auch die Schulden vom Sonderverm&ouml;gen Finanzmarktstabilisierungsfonds (28,6 Milliarden Euro) sowie Investitions- und Tilgungsfonds (9,9 Milliarden Euro) enthalten, die zur Bew&auml;ltigung der Finanzmarktkrise neu gegr&uuml;ndet wurden.<\/p><p>Die L&auml;nder waren am 30. September 2010 mit etwa 588,1 Milliarden Euro verschuldet, dies entsprach einem Zuwachs von 11,6% (+ 61,4 Milliarden Euro) gegen&uuml;ber dem 31. Dezember 2009. Die Entwicklung wurde ma&szlig;geblich durch die erstmalige Einbeziehung der Ersten Abwicklungsanstalt (42,6 Milliarden Euro), die zur St&uuml;tzung der WestLB geschaffen wurde, gepr&auml;gt.<\/p><p>Die Verschuldung der Gemeinden\/Gemeindeverb&auml;nde stieg zum 30. September 2010 um 4,7% (+ 5,2 Milliarden Euro) auf knapp 116,3 Milliarden Euro gegen&uuml;ber dem 31. Dezember 2009. Darunter hat sich der Anteil an Kassenkrediten, die urspr&uuml;nglich zur kurzfristigen &Uuml;berbr&uuml;ckung von Liquidit&auml;tsengp&auml;ssen verwendet werden sollten, auf 34,8% erh&ouml;ht. Die Schulden der kommunalen Zweckverb&auml;nde sind dabei nicht enthalten.<\/p><p>Eine zus&auml;tzliche Tabelle und eine methodische Kurzbeschreibung bietet die Online-Fassung dieser Pressemitteilung unter www.destatis.de. <\/p><p>Weitere Ausk&uuml;nfte gibt:<br>\nChristian Kickner,<br>\nTelefon: (0611) 75-4203,<br>\n<a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/kontakt\">www.destatis.de\/kontakt<\/a><\/p><p>Wiesbaden &ndash; Ver&ouml;ffentlicht von pressrelations<\/p><p>Link zur <a href=\"http:\/\/www.pressrelations.de\/new\/standard\/dereferrer.cfm?r=436298\">Pressemitteilung<\/a><\/p><p><strong>Anlage 2:<\/strong><\/p><p><strong>Presse lt. Google 23.12.2010<\/strong><\/p><p><a href=\"http:\/\/nachrichten.rp-online.de\/politik\/staatsschulden-pro-kopf-bei-fast-22-000-euro-1.312743\">Staatsschulden pro Kopf bei fast 22 000 Euro<\/a><br>\nRP ONLINE&nbsp;&ndash; &lrm;20.12.2010&lrm;<br>\nWiesbaden (RP). Die Schulden der &ouml;ffentlichen Haushalte sind in den ersten neun Monaten des Jahres um fast 100 Milliarden Euro gestiegen. Am 30. (&hellip;)<\/p><p><a href=\"http:\/\/www.dw-world.de\/dw\/function\/0,,12356_cid_6361685,00.html\">Deutsche Staatsschulden drastisch angestiegen <\/a><br>\nDeutsche Welle&nbsp;&ndash; &lrm;20.12.2010&lrm;<br>\nWIESBADEN: Trotz steigender Steuereinnahmen sind die deutschen Staatsschulden in diesem Jahr drastisch angestiegen. Nach Angaben des Statistischen (&hellip;)<\/p><p><a href=\"http:\/\/www.focus.de\/politik\/schlagzeilen\/nid_60259.html\">Rekord: Jeder hat fast 22 000 Euro Schulden &ndash; Wiesbaden<\/a><br>\nFOCUS Online&nbsp;&ndash; &lrm;20.12.2010&lrm;<br>\nWiesbaden (dpa) &ndash; Rekord bei roten Zahlen: Jeder Bundesb&uuml;rger steht derzeit statistisch gesehen mit knapp 22 000 Euro in der Kreide. (&hellip;)<\/p><p><a href=\"http:\/\/de.reuters.com\/article\/economicsNews\/idDEBEE6BJ09620101220\">Staatsschulden steigen &ndash; Jeder Deutsche tr&auml;gt knapp 22.000 Euro<\/a><br>\nReuters Deutschland&nbsp;&ndash; &lrm;20.12.2010&lrm;<br>\nBerlin (Reuters) &ndash; Die teure Bankenrettung und die milliardenschweren Konjunkturpakete lassen die Staatsschulden in diesem Jahr explodieren. (&hellip;)<\/p><p><a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article11739554\/Jeder-Deutsche-hat-fast-22-000-Euro-Schulden.html\">Pro-Kopf-Berechnung: Jeder Deutsche hat fast 22.000 Euro Schulden <\/a><br>\nWELT ONLINE&nbsp;&ndash; &lrm;20.12.2010&lrm;<br>\nDie h&ouml;chste Neuverschuldung aller Zeiten hat Folgen. Laut einer neuen Berechnung hat der durchschnittliche Bundesb&uuml;rger so viel zu schultern wie nie. (&hellip;)<\/p><p><a href=\"http:\/\/www.bild.de\/BILD\/Newsticker\/news-ticker\/2010\/12\/20\/10-schuldenlast.html\">Schuldenlast massiv gestiegen <\/a><br>\nBILD&nbsp;&ndash; &lrm;20.12.2010&lrm;<br>\nWiesbaden &ndash; Die Schuldenlast von Bund, L&auml;ndern und Kommunen ist innerhalb eines dreiviertel Jahres um fast 100 Milliarden Euro gestiegen. (&hellip;)<\/p><p><a href=\"http:\/\/www.rundschau-online.de\/html\/artikel\/1292517911440.shtml\">Rekordwert erreicht Jeder hat 22.000 Euro Schulden<\/a><br>\nK&ouml;lnische Rundschau&nbsp;&ndash; &lrm;20.12.2010&lrm;<br>\nDie Schuldenuhr tickt, in diesem Jahr besonders schnell. Auf fast 22 000 Euro Miese kommt jeder Bundesb&uuml;rger, jedenfalls statistisch. (&hellip;)<\/p><p><a href=\"http:\/\/www.tv-suedbaden.de\/default.aspx?ID=3017&amp;showNews=903600\">Steigende Schuldenlast<\/a><br>\nTV S&uuml;dbaden&nbsp;&ndash; &lrm;20.12.2010&lrm;<br>\nDie Schuldenlast von Bund, L&auml;ndern und Kommunen ist innerhalb eines dreiviertel Jahres deutlich gestiegen. Ende September waren die &ouml;ffentlichen Kassen mit (&hellip;)<\/p><p><a href=\"http:\/\/www.open-report.de\/artikel\/%D6ffentliche+Schulden+bis+September+um+fast+100+Milliarden+Euro+gestiegen\/93013.html\">&Ouml;ffentliche Schulden bis September um fast 100 Milliarden Euro gestiegen <\/a><br>\nNachrichten-Magazin | Internetzeitung | OPEN-REPORT.de&nbsp;&ndash; &lrm;20.12.2010&lrm;<br>\nWiesbaden (dapd). Die Schulden von Bund, L&auml;ndern und Gemeinden sind von Januar bis September um fast 100 Milliarden auf gut 1,79 Billionen Euro gestiegen. (&hellip;)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sie erinnern sich noch an die Debatte &uuml;ber die Krise in Griechenland und in Irland und das Auftreten unserer Bundeskanzlerin. Sie feierte sich als herausragend erfolgreich. Und sie wurde von der Mehrheit der Medien in diesem Sinne gefeiert. 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