{"id":7869,"date":"2011-01-03T09:26:21","date_gmt":"2011-01-03T08:26:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7869"},"modified":"2014-07-28T11:33:52","modified_gmt":"2014-07-28T09:33:52","slug":"neujahrsansprache-als-wahlpropaganda","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7869","title":{"rendered":"Neujahrsansprache als Wahlpropaganda"},"content":{"rendered":"<p>Neujahrsansprachen sollen &uuml;blicherweise den Gemeinsinn ansprechen, Orientierung bieten und bei den Menschen Hoffnung f&uuml;r das neue Jahr wecken. Bei der <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1\/Doc~EF70BFB27499D44E39095968B08CA1A7F~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">diesj&auml;hrigen Ansprache<\/a> warb die Kanzlerin aber weniger f&uuml;r Zuversicht unter den B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern sondern viel mehr um Zuversicht f&uuml;r die Politik der schwarz-gelben Bundesregierung. So viel vorgezogenen Wahlkampf hat man bei solchen Ansprachen selten erlebt. Es ist ein deutliches Zeichen von Angst, wenn eine Regierungschefin die Neujahrsansprache zum Eigenlob der Regierung und zur Propaganda f&uuml;r die in diesem Jahr bevorstehenden 7 Landtagswahlen missbraucht. Wolfgang Lieb<br>\n<!--more--><\/p><p>Zum Beleg f&uuml;r diese These zun&auml;chst ein paar Zitate aus der Ansprache:<\/p><blockquote><p><em>&bdquo;&hellip;lassen Sie mich ganz offen sein: Als ich vor einem Jahr genau hier sa&szlig; und zu Ihnen sprach, da habe ich bei aller Zuversicht durchaus auch mit gemischten Gef&uuml;hlen in die Zukunft geschaut, denn unser Land <strong>steckte<\/strong> tief in der Finanz- und Wirtschaftskrise. Es <strong>war<\/strong> die schwerste Krise seit &uuml;ber 60 Jahren. Doch trotz aller berechtigten Sorgen &ndash; es wurde ein <strong>gutes Jahr<\/strong> f&uuml;r Deutschland. Und &uuml;ber eines vor allem k&ouml;nnen wir uns freuen: Noch nie hatten im geeinten Deutschland mehr Menschen Arbeit als heute. Die Zahl der Arbeitslosen ist die Niedrigste seit fast 20 Jahren&hellip;&ldquo;<\/em><\/p><\/blockquote><blockquote><p><em>&bdquo;Deutschland hat die Krise wie kaum ein anderes Land gemeistert. Was <strong>wir uns vorgenommen hatten, das haben wir auch geschafft<\/strong>: Wir sind sogar gest&auml;rkt aus der Krise herausgekommen&hellip;&ldquo;<\/em><\/p><\/blockquote><blockquote><p><em>&bdquo;Die <strong>christlich-liberale<\/strong> Bundesregierung setzt deshalb alles daran, im kommenden Jahr wichtige Etappenziele zu erreichen. Das wohl wichtigste: Noch mehr Menschen sollen Arbeit bekommen k&ouml;nnen. Auch werden wir unsere <strong>Finanzen weiter in Ordnung<\/strong> bringen und die <strong>Steuern vereinfachen<\/strong>. Wir wollen unser <strong>Gesundheits- und Pflegesystem weiter verbessern<\/strong>, damit auch in Zukunft jeder Mensch die Gesundheitsversorgung und Pflege bekommt, die er braucht. Wir wollen den <strong>Zusammenhalt in unserem Land st&auml;rken<\/strong>, gerade zwischen denen, deren Familien immer schon hier gelebt haben, und denen, <strong>die sich als Zuwanderer integrieren<\/strong>.<br>\nWir nehmen den Begriff von der <strong>Bildungsrepublik<\/strong> Deutschland ernst: So schaffen wir viele neue Studienpl&auml;tze &shy; und wir f&uuml;hren Bildungsgutscheine ein f&uuml;r Kinder, die bisher zu oft am Rande standen. Wir gehen den Weg zur <strong>modernsten Energieversorgung der Welt<\/strong>, die Klima und Umwelt schont und bezahlbar ist&hellip;&ldquo;<\/em><\/p><\/blockquote><p>Lassen Sie mich meine These, dass die Ansprache eine Propagandarede war, belegen:<\/p><ol>\n<li><strong>Die Krise ist Vergangenheit<\/strong>\n<p><em>&bdquo;Unser Land <strong>steckte<\/strong> tief in der Finanz- und Wirtschaftskrise. Es war die schwerste Krise seit &uuml;ber 60 Jahren.&ldquo; <\/em><\/p>\n<p>Merkel will also den Eindruck erwecken, als sei die Krise Vergangenheit.<br>\nSie tut so, als h&auml;tte die akute Eurokrise nichts mehr mit der Finanz- und Wirtschaftskrise zu tun, als w&auml;ren die Rettungsschirme auf EU-Ebene in einem Gesamtvolumen von nahezu einer Billion Euro schon l&auml;ngst wieder zugeklappt.<br>\n(Das Gesamtvolumen errechnet sich u.a. aus dem European Financial Stability Facility (440 Mrd. Euro), dem European Financial Stability Mechanismus (60 Mrd. Euro); IWF (250 Mrd. Euro), der EU-Hilfe Griechenland (80 Mrd. Euro), der IWF-Hilfe Griechenland (80 Mrd. Euro) hinzu kommen noch EZB Staatsanleihenk&auml;ufe  von 643 Mrd. Euro)<br>\nDie Kanzlerin tut so als w&auml;re &bdquo;unser Land&ldquo; aus seiner Haftung an diesen europ&auml;ischen Rettungsma&szlig;nahmen in einer H&ouml;he von weit &uuml;ber 200 Milliarden schon l&auml;ngst wieder befreit.<\/p>\n<p>Merkel will den Eindruck erwecken, als w&auml;ren die Haftungsrisiken aus dem deutschen Bankenrettungsfonds mit einem Volumen von 480 Milliarden Euro, als w&auml;ren die Garantien f&uuml;r notleidende Unternehmen in H&ouml;he von 130 Milliarden schon l&auml;ngst Vergangenheit, als w&auml;ren die zus&auml;tzlichen Schulden aus den Kapitalhilfen von fast 100 Milliarden an die Banken allein in den Jahren <a href=\"http:\/\/www.bundesbank.de\/download\/presse\/pressenotizen\/2010\/20100419.maastrich.php\">2008 und 2009<\/a> l&auml;ngst getilgt.<\/p>\n<p>Die Kanzlerin tut gerade so, als sei die Krise gestern gewesen: <em>&bdquo;Wir sind sogar gest&auml;rkt aus der der Krise herausgekommen&ldquo;<\/em>, sagt sie. Dass diese Regierung kaum etwas getan hat, damit sich eine solche Krise nicht wiederholen kann, dar&uuml;ber geht sie locker hingweg.<br>\nSie kann mit der &bdquo;St&auml;rke&ldquo; eigentlich nur die <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/print\/die_welt\/politik\/article11911437\/Export-wird-2011-auf-eine-Billion-steigen.html\">neuerlichen Exportrekorde<\/a> meinen, die nur belegen, wie Deutschland durch Rationalisierung und Senkung der Arbeitskosten sowie Abbau der Sozial- und Arbeitsstandards unsere europ&auml;ischen Nachbarl&auml;nder noch mehr niederkonkurriert und damit deren Handels- und Leistungsbilanzdefizite noch weiter erh&ouml;ht, die doch gerade eine der zentralen Ursache f&uuml;r die Krise des Euro waren und sind.<\/p><\/li>\n<li><strong>Mehr Arbeit, aber was f&uuml;r welche?<\/strong><br>\n<em> &bdquo;Noch nie hatten im geeinten Deutschland mehr Menschen Arbeit als heute&ldquo;. <\/em>\n<p><a href=\"upload\/bilder\/100909_Aufschwung_der_schlechten_Jobs_04.gif\" title=\"Grafik 04: Aufschwung_der schlechten Jobs\"><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/100909_Aufschwung_der_schlechten_Jobs_04_th.gif\" alt=\"Grafik 04: Aufschwung_der schlechten Jobs\" title=\"Grafik 04: Aufschwung_der schlechten Jobs\"><\/a><\/p>\n<p>Und so sieht die Besch&auml;ftigungsentwicklung tats&auml;chlich aus:<\/p>\n<p><a href=\"upload\/bilder\/100909_Aufschwung_der_schlechten_Jobs_02.gif\" title=\"Grafik 02: Aufschwung_der schlechten Jobs\"><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/100909_Aufschwung_der_schlechten_Jobs_02_th.gif\" alt=\"Grafik 02: Aufschwung_der schlechten Jobs\" title=\"Grafik 02: Aufschwung_der schlechten Jobs\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"\/?p=6694#h03\">ver.di<\/a>  <\/p>\n<p>Dass noch nie im geeinten Deutschland so viele Erwerbst&auml;tige, n&auml;mlich &uuml;ber 3 Millionen f&uuml;r einen Stundenlohn von unter 7 Euro arbeiten und sich in keinem Land Europas der <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++464a47f0-a614-11df-6fd9-00188b4dc422\">Niedriglohnsektor<\/a> st&auml;rker ausgebreitet hat als in Deutschland, erw&auml;hnt die Kanzlerin nicht. Dass 22 Prozent der vollzeitbesch&auml;ftigten oder mehr als 4 Millionen Betroffene weniger als <a href=\"http:\/\/www.mindestlohn.de\/meldung\/niedrigohnsektor-groesser-als-bislang-angenommen\/\">1.784 Euro brutto verdienten<\/a>. Und dass die Quantit&auml;t der Erwerbst&auml;tigen nichts mit der Qualit&auml;t der Erwerbst&auml;tigkeit zu tun hat, ist f&uuml;r die Kanzlerin unerheblich. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/110103_arbeitnehmer_entgeld.jpg\" alt=\"So viele Arbeitnehmer\/innen arbeiten f&uuml;r....\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_wsi_report_4_10.pdf\">WSI Report 04\/Oktober 2010 [PDF &ndash; 180 KB]<\/a><\/p>\n<p>F&uuml;r knapp eineinhalb Millionen Arbeitnehmer m&uuml;ssen die L&ouml;hne durch staatliche Zusch&uuml;sse &bdquo;aufgestockt&ldquo; werden, damit sie das Niveau der Grundsicherung erreichen.<br>\nDass seit dem Start von Hartz IV von Jahr zu Jahr ansteigend der Steuerzahler weit &uuml;ber <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/niedrigloehne-kosten-50-milliarden\/-\/1472780\/4549410\/-\/view\/printVersion\/-\/index.html\">50 Milliarden<\/a> ausgeben musste, um Niedrigl&ouml;hne aufzustocken und um damit die Arbeitgeber zu subventionieren, spielt in dieser &bdquo;Erfolgsbilanz&ldquo; der Kanzlerin keine Rolle &ndash; auch nicht, dass der Boom der Zeitarbeit ungebrochen ist und fast eine Million Erwerbst&auml;tige in diese unsicheren und niedriger bezahlten <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/karriere\/berufsleben\/arbeitsmarkt-zeitarbeit-wird-zum-massenphaenomen_aid_562243.html\">Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse abgedr&auml;ngt<\/a> wurden.<\/p>\n<p>K&ouml;nnen <em>&bdquo;<strong>wir<\/strong>&ldquo;<\/em> uns &uuml;ber diese Entwicklung wirklich &bdquo;<em>freuen<\/em>&ldquo;?<\/p><\/li>\n<li><strong>Gesch&ouml;nte Statistik<\/strong>\n<p><em>&bdquo;Die Zahl der Arbeitslosen ist die Niedrigste seit fast 20 Jahren&ldquo;, r&uuml;hmt sich die Kanzlerin und verkauft den B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern einmal mehr die amtlich gesch&ouml;nte Statistik.&rdquo;<\/em><\/p>\n<p>Wie unvollst&auml;ndig diese Statistik ist, hat das Statistische Bundesamt erhoben.  Danach w&uuml;rden insgesamt rund achteinhalb Millionen Menschen zwischen 15 und 74 Jahren gern mehr arbeiten, als sie es derzeit tun k&ouml;nnen. Dazu geh&ouml;ren nicht nur die knapp 3 Millionen statistisch ausgewiesenen Arbeitslosen, sondern noch rund 4,2 Millionen Unterbesch&auml;ftigte und weitere 1,2 Millionen in der sog. &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Navigation\/Publikationen\/STATmagazin\/2010\/Arbeitsmarkt2010__06,templateId=renderPrint.psml__nnn=true\">stillen Reserve<\/a>&ldquo;.<br>\nAls Arbeitsuchende waren im November 2010 insgesamt 5,475 Millionen Frauen und M&auml;nner<br>\nregistriert, die von der Statistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit ermittelte &bdquo;Unterbesch&auml;ftigung ohne Kurzarbeit&ldquo; betrug im gleichen Monat 4,058 Millionen Menschen. 5,463 Millionen erwerbsf&auml;hige Frauen und M&auml;nner haben <a href=\"\/?p=7604#h05\">Anspruch auf Arbeitslosengeld<\/a> (SGB III) bzw. Arbeitslosengeld II. <\/p>\n<p>Um von dieser bitteren Wirklichkeit auf dem Arbeitsmarkt abzulenken, benutzt die Kanzlerin einen billigen Trick und verweist auf die Fu&szlig;ball-Weltmeisterschaft und die dort gezeigten vorbildlichen Tugenden, &bdquo;<em>die uns stark machen<\/em>&ldquo;.<\/p><\/li>\n<li><strong>Regierungspropaganda<\/strong>\n<p><em>&bdquo;Die <strong>christlich-liberale<\/strong> Bundesregierung setzt deshalb alles daran, im kommenden Jahr wichtige Etappenziele zu erreichen.&ldquo;<\/em><\/p>\n<p>Dass eine Kanzlerin die parteipolitische Zusammensetzung ihrer Regierung hervorhebt, das hat es in der Geschichte der Neujahrsansprachen wohl kaum jemals gegeben. Auch dass die Kanzlerin sozusagen ein Regierungsprogramm f&uuml;r das kommende Jahr preist, ist bisher selten vorgekommen. Merkel nutzt ihr Privileg, als politische Repr&auml;sentantin eine hervorgehobene Ansprache an die Bev&ouml;lkerung richten zu k&ouml;nnen &ndash; ohne dass ihr vom politischen Gegner widersprochen werden k&ouml;nnte -, um plumpe Propagandafloskeln abzusetzen: <\/p>\n<ul>\n<li>Noch mehr Menschen in Arbeit verspricht sie, aber sie sagt nichts zur Bek&auml;mpfung des Niedriglohnsektors, nichts zur Leiharbeit und nichts zum Mindestlohn &ndash; und das angesichts der zum 1. Mai 2011 anstehenden &Ouml;ffnung des Arbeitsmarktes nach Polen, Tschechien oder Ungarn und der zu erwartenden Zuwanderung von billigen Arbeitskr&auml;ften.<\/li>\n<li>Die Finanzen will sie weiter in Ordnung bringen, aber sie unterschl&auml;gt das zur&uuml;ckliegende unsoziale &bdquo;<a href=\"\/?p=6631\">Sparpaket<\/a>&ldquo;, dessen Folgen im kommenden Jahr gerade die &Auml;rmsten zu sp&uuml;ren bekommen. Sie sagt nat&uuml;rlich nichts dar&uuml;ber, wie die Gewinner der Finanzkrise an den Rettungsaktionen beteiligt werden sollen. Im Gegenteil: die Steuern sollen &bdquo;vereinfacht&ldquo; werden, was nichts anderes als die Ank&uuml;ndigung weiterer Entlastungen f&uuml;r die Besserverdienenden bedeutet.<\/li>\n<li>Das Gesundheits- und Pflegesystem will sie weiter &bdquo;verbessern&ldquo;: Sind die Beitragserh&ouml;hungen und die Zuzahlungen allein zu Lasten der Versicherten also noch nicht genug? Und eine &bdquo;Verbesserung&ldquo; des Pflegesystems hei&szlig;t doch wohl nichts anderes, als die Einf&uuml;hrung einer privat finanzierten, kapitalgedeckten Zusatzversicherung als Erg&auml;nzung zur bestehenden parit&auml;tische finanzierten Pflegeversicherung.<\/li>\n<li>&bdquo;<em>Den Zusammenhalt in unserem Land st&auml;rken<\/em>&ldquo; will angeblich diese Regierung, aber nicht etwa, in dem man sie etwas gegen die unter den OECD-L&auml;ndern am st&auml;rksten <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/debatte\/article11618183\/Europas-Wachstumsmodell-ist-gescheitert.html\">auseinanderstrebende Kluft<\/a> zwischen Arm und Reich unternimmt. Nein &ndash; man muss sich die Formulierung einmal auf der Zunge zergehen lassen &ndash; Merkel redet vom Zusammenhalt &bdquo;<em>gerade zwischen denen, deren Familien schon hier gelebt haben, und denen, die sich als Zuwanderer integrieren<\/em>&ldquo;. Und was ist mit den Zuwanderern, die sich nicht integrieren? Ist Integration nur eine Bringschuld der Zuwanderer? Hat die Regierung keine Vers&auml;umnisse bei der Integrationspolitik aufzuarbeiten?<\/li>\n<li>&bdquo;<em>Wir nehmen den Begriff von der Bildungsrepublik Deutschland ernst<\/em>&ldquo;. In einem Land, in dem wie in kaum einem anderen die Bildungschancen so sehr vom Geldbeutel der Eltern abh&auml;ngen, ist und bleibt der Begriff Bildungs-&bdquo;Republik&ldquo; ein Hohn. Und wie man sich damit in einer Neujahrsansprache br&uuml;sten kann, dass &bdquo;Kinder, die bisher oft am Rande standen&ldquo; mit der Hartz IV-&bdquo;Reform&ldquo; rechnerisch gerade mal 23 Euro pro Monat f&uuml;r Bildung zugestanden bekommen sollen, sagt eigentlich alles dar&uuml;ber, wie l&auml;cherlich sich diese &bdquo;Bildungsrepublik&ldquo; macht.<\/li>\n<li>Angesichts des n&auml;chtlichen <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2010\/09\/geheimabkommen-zwischen-regierung-und-atomlobby-lobbycontrol-fordert-offenlegung\/\">Deals mit der Atomlobby<\/a> &uuml;ber die Laufzeitverl&auml;ngerung der riskanten Saurier-Technologie Atomkraft, die &Uuml;bertreibung von der &bdquo;<em>modernsten Energieversorgung der Welt<\/em>&ldquo; in den Mund zu nehmen, ist eigentlich nur noch Satire.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Es ist schlicht stillos und zeugt nur davon, wie &auml;ngstlich die Kanzlerin selbst in das Neue Jahr geht, wenn sie ihre Neujahrsansprache als vorgezogene Wahlkampfrede f&uuml;r die im Jahre 2011 anstehenden sieben Landtagswahlen missbraucht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/110103_harmbengen.jpg\" alt=\"Harmbengen - Zeitungscartoon\"><br>\nQuelle:<a href=\"http:\/\/www.harmbengen.de\/Zeitungscartoons.html\">Harmbengen<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neujahrsansprachen sollen &uuml;blicherweise den Gemeinsinn ansprechen, Orientierung bieten und bei den Menschen Hoffnung f&uuml;r das neue Jahr wecken. Bei der <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1\/Doc~EF70BFB27499D44E39095968B08CA1A7F~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">diesj&auml;hrigen Ansprache<\/a> warb die Kanzlerin aber weniger f&uuml;r Zuversicht unter den B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern sondern viel mehr um Zuversicht f&uuml;r die Politik der schwarz-gelben Bundesregierung. So viel vorgezogenen Wahlkampf hat man bei solchen Ansprachen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7869\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[188,139,11],"tags":[241,396,315,316,288],"class_list":["post-7869","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bundesregierung","category-euro-und-eurokrise","category-strategien-der-meinungsmache","tag-bankenrettung","tag-bildungsrepublik-deutschland","tag-merkel-angela","tag-neujahrsansprache","tag-prekaere-beschaeftigung"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7869","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7869"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7869\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":22536,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7869\/revisions\/22536"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7869"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7869"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7869"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}