{"id":78691,"date":"2021-12-08T09:42:05","date_gmt":"2021-12-08T08:42:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78691"},"modified":"2021-12-15T15:10:05","modified_gmt":"2021-12-15T14:10:05","slug":"plaedoyer-eines-putin-verstehers","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78691","title":{"rendered":"Pl\u00e4doyer eines \u201ePutin-Verstehers\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Nach dem Gespr&auml;ch zwischen Wladimir Putin und Joe Biden geht die Meinungsmache gegen Russland in zahlreichen Medien weiter. Auch aus diesem Grund bringen wir hier einen interessanten und ausf&uuml;hrlichen Text von <b>Peter Becker<\/b>[<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78691#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>]. M&ouml;glicherweise sto&szlig;en die Thesen zur Schuldfrage beim Ersten Weltkrieg auf Diskussionsbedarf oder auch ein Rat des Autors an die russische Regierung. Der Artikel zeichnet das Verh&auml;ltnis zu Russland seit Zar Nikolaus II. und weist auf einen Kontrast hin: den zwischen den friedenspolitischen Anregungen durch Russland und der gleichzeitigen D&auml;monisierung des Landes. Von <b>Redaktion<\/b>.<br>\n<!--more--><br>\nGabriele Krone-Schmalz hat in ihrem Buch <em>Russland verstehen <\/em>(2015) darauf hingewiesen, dass ein Begriff wie &bdquo;Russland-Versteher&ldquo; oft zur Stigmatisierung und Ausgrenzung verwendet wird. Aber man m&uuml;sse erst einmal etwas verstehen, ehe man es beurteilen k&ouml;nne. In diesem Sinne gebrauche ich den Begriff &bdquo;Putin-Versteher&ldquo; und gehe mit diesem Artikel ein Risiko ein: Ich untersuche die historischen Abl&auml;ufe zu Russland seit Zar Nikolaus II. und stelle fest, dass von Russland viele friedenspolitische Anregungen ausgingen. Trotzdem wird das Land seit vielen Jahren d&auml;monisiert. Das k&ouml;nnte eine PR-Strategie sein.<\/p><p>Im Jahre 2015 sorgte der Politologe und Gr&uuml;nder des einflussreichen und regierungsnahen Think-Tanks STRATFOR (Strategic Forecasting), George Friedman, f&uuml;r weltweites Aufsehen. Auf dem j&auml;hrlich stattfindenden Chicago Council on Global Affairs f&uuml;hrte er aus, dass das prim&auml;re geopolitische Ziel der USA in den letzten 100 Jahren darin bestand, zwischen Deutschland und Russland Zusammenschl&uuml;sse, Kooperationen und sonstige freundschaftliche Verh&auml;ltnisse zu verhindern: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Das prim&auml;re Interesse der USA, wof&uuml;r wir seit einem Jahrhundert die Kriege f&uuml;hren &ndash; Erster und Zweiter Weltkrieg und Kalter Krieg &ndash; waren die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland. Weil vereint sind sie die einzige Macht, die uns bedrohen kann, und unser Interesse war es immer, sicherzustellen, dass das nicht eintritt.<\/em>&ldquo;[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>] &Auml;hnlich schon der erste Generalsekret&auml;r der NATO, Baron Ismay, die NATO habe den Zweck &bdquo;<em>to keep the Russians out, the Americans in and the Germans down<\/em>&rdquo;.[<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>]\n<\/p><\/blockquote><p>Schon die deutsche und &ouml;sterreichische Propaganda sah Russland als Ausl&ouml;ser des Ersten Weltkriegs, was falsch war. Der Sowjetkommunismus wurde vor allem in den USA hysterisch bek&auml;mpft. Nach dem Ende des Kalten Krieges l&ouml;ste die Sowjetunion (i. F.: SU) den Warschauer Pakt auf. Die NATO gibt es immer noch. Russland rutschte dank Boris Jelzins dilettantischer Regierungskunst in den Staatsbankrott. Putin sanierte Russland zwar, aber seine Bitte um Ann&auml;herung an Deutschland und die EU wurde zur&uuml;ckgewiesen mit der Begr&uuml;ndung, die &bdquo;transatlantischen Werte&ldquo; d&uuml;rften nicht gef&auml;hrdet werden. Reagiert Russland mit Verfolgungswahn in den dubiosen F&auml;llen Skripal und Nawalny? Der US-Kampf gegen Nord Stream 2 verfolgt offensichtlich auch das Ziel, eine Ann&auml;herung der EU an Russland zu verhindern. <\/p><p><strong>Der Erste Weltkrieg <\/strong><\/p><p>Die Haager Friedenskonferenzen wurden aufgrund der Anregung des russischen Zaren Nikolaus II.[<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>] und auf Einladung der niederl&auml;ndischen K&ouml;nigin Wilhelmina 1899 und 1907 in Den Haag einberufen und sollten der Abr&uuml;stung und der Entwicklung von Grunds&auml;tzen f&uuml;r die friedliche Regelung internationaler Konflikte dienen. Die Konferenzen waren der erste Versuch der Staatengemeinschaft, den Krieg als Institution abzuschaffen. Man wollte Waffeng&auml;nge verbieten und stattdessen friedliche rechtliche Kl&auml;rungen vorschreiben. <\/p><p>Unmittelbar vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs, nach dem Mord von Sarajevo, drahtete Zar Nikolaus II. am 29. Juli 1914, man solle den Streitfall der Haager Konferenz vorlegen. Aber sein Appell war erfolglos; es kam zum Krieg. Kanzler von B&uuml;low hatte die These von Russlands Verantwortlichkeit f&uuml;r den Kriegsausbruch so geschickt in den Reichstag getragen, dass selbst die Sozialdemokraten die Kriegskredite bewilligten. Aber Deutschland, &Ouml;sterreich und das mit ihm verb&uuml;ndete Ungarn unterlagen. General von Ludendorff, Chef der Obersten Heeresleitung, schaffte es, mit der &bdquo;Dolchsto&szlig;legende&ldquo; die Illusion zu verbreiten, Deutschlands Heere seien &bdquo;<em>im Felde unbesiegt<\/em>&ldquo; und ein Opfer der Aufst&auml;nde. <\/p><p>Der Kampf gegen die deutsche Kriegsschuldthese wurde auf allen Feldern gef&uuml;hrt, diplomatisch, politisch, aber auch manipulativ: Schon Max Weber argumentierte, nachdem er mit seinem Heidelberger Manifest die These aufgestellt hatte, alle kriegf&uuml;hrenden Staaten seien gleicherma&szlig;en schuld am Ersten Weltkrieg, zusammen mit anderen Wissenschaftlern, der deutschen Delegation in Versailles (die am Katzentisch sa&szlig;), gegen die These von der &uuml;berwiegenden deutschen Schuld (vgl. Art. 231 des Versailler Vertrages). Dabei hatte insbesondere Karl Kautsky Belege daf&uuml;r geliefert, dass &Ouml;sterreich-Ungarn und ihm folgend das Deutsche Reich die Hauptschuldigen waren: Die erste Reichsregierung unter F&uuml;hrung Scheidemanns hatte Kautsky den Auftrag gegeben, die Telegramme des Kaisers und der beteiligten deutschen Ministerien zusammenzustellen und auszuwerten. Das hat er getan; die beiden B&auml;nde sind noch heute erh&auml;ltlich. Das Ergebnis war eindeutig, und wegen seiner Eindeutigkeit wurden die Ergebnisse totgeschwiegen. Daraufhin schrieb Kautsky das Buch <em>Wie der Weltkrieg entstand<\/em>[<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>], in dem er minuti&ouml;s den Nachweis f&uuml;hrte, dass gerade nicht Russland verantwortlich f&uuml;r den Kriegsausbruch war. Aber das nach Versailles eilends gegr&uuml;ndete Kriegsschuldreferat im Ausw&auml;rtigen Amt, das sogar eine eigene Monatszeitschrift herausgab, wurde seiner Aufgabe gerecht, alle Zweifel an der deutschen Kriegsschuld zu zerstreuen. Kautskys Buch wurde wohl aufgekauft und verschwand in den Schubladen. Der Reichstag lie&szlig; sogar das Kriegsschuldgutachten von Hermann Kantorowicz[<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>] ungew&uuml;rdigt, das er selbst 1923 in Auftrag gegeben hatte. Hitler nutzte die Kriegsschuldl&uuml;ge virtuos zur Legitimierung des Zweiten Weltkriegs. Erst Fritz Fischer r&uuml;ckte mit seinem Buch <em>Griff nach der Weltmacht<\/em>[<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>] die historische Wahrheit zurecht, l&ouml;ste aber damit den deutschen Historikerstreit aus. Und Christopher Clark w&auml;rmte in seinem Buch <em>Die Schlafwandler<\/em>[<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>] Max Webers These wieder auf, dass alle kriegf&uuml;hrenden Staaten gleicherma&szlig;en &bdquo;<em>Verantwortung<\/em>&ldquo; f&uuml;r den Kriegsausbruch tr&uuml;gen. Sein Epigone Herfried M&uuml;nkler haut in dieselbe Kerbe. Der bleibende Erfolg: Das Thema wird totgeschwiegen.[<a href=\"#foot_9\" name=\"note_9\">9<\/a>]<\/p><p><strong>Der Antikommunismus<\/strong><\/p><p>Der Sowjet-Kommunismus hatte gro&szlig;e Anziehungskraft. Selbst die Nazis meinten, ohne den Wortteil &bdquo;Sozialismus&ldquo; in ihrem Parteinamen nicht auskommen zu k&ouml;nnen. Dazu kam die Weltwirtschaftskrise, die von den USA ausging. Trotzdem wurde der Antikommunismus immer st&auml;rker (in den USA &bdquo;<em>red scare<\/em>&ldquo; genannt). Nach dem Zweiten Weltkrieg brach in den USA ein geradezu hysterischer Antikommunismus aus (&bdquo;McCarthy-&Auml;ra&ldquo;). Selbst Thomas Mann und Berthold Brecht wurden von dem &bdquo;Ausschuss f&uuml;r unamerikanische Umtriebe&ldquo; vorgeladen; liberale Schauspieler wie Humphrey Bogart oder Lauren Bacall hatten Schwierigkeiten, Engagements zu finden. <\/p><p><strong>Der Terror Stalins<\/strong><\/p><p>Dazu trugen die &bdquo;Stalinschen S&auml;uberungen&ldquo; bei. Bereits Mitte der 1920er Jahre begann Stalin, echte oder vermeintliche politische Gegner aus der Kommunistischen Partei (KPdSU) ausschlie&szlig;en zu lassen. Sp&auml;ter wurden die Betroffenen h&auml;ufig mit gef&auml;lschten Vorw&uuml;rfen in Schau- und Geheimprozessen zum Tod oder zu Lagerhaft und Zwangsarbeit im Gulag verurteilt, entsprechende Gest&auml;ndnisse wurden regelm&auml;&szlig;ig unter Folter erpresst. <\/p><p>Im sogenannten <em>Gro&szlig;en Terror <\/em>von 1936 bis 1938, der auch als &bdquo;Gro&szlig;e S&auml;uberung&ldquo; bezeichnet wird, erreichten die politischen Verfolgungen ihren H&ouml;hepunkt: In dieser Zeit wurden jeden Tag etwa 1.000 Menschen ermordet. Dieser stetige Verlust an Funktionstr&auml;gern begann die elementaren Funktionen von Partei, Verwaltung und Armee zu gef&auml;hrden. So waren in manchen Gebieten s&auml;mtliche Parteifunktion&auml;re der KPdSU verhaftet worden. Daher wurde die Intensit&auml;t der Verfolgung 1938 auf Befehl Stalins reduziert, ohne jedoch eingestellt zu werden.[<a href=\"#foot_10\" name=\"note_10\">10<\/a>] Dazu ein plausibler Erkl&auml;rungsversuch: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Die Verfolgungsmaschinerie, die Stalin in den drei&szlig;iger Jahren mit voller Kraft w&uuml;ten lie&szlig;, machte nicht nur Funktion&auml;re der unteren R&auml;nge besessen, sondern auch Stalin selbst. Es ist denkbar, dass das Abgleiten zur Idee der Gewalt eine Reihe von Etappen durchlief: Zun&auml;chst war es ein Kampf gegen wirkliche Feinde, dann folgte die Vernichtung von pers&ouml;nlichen Gegnern, und schlie&szlig;lich wurde die Gewalt angewendet als Zeichen der pers&ouml;nlichen Ergebenheit gegen&uuml;ber dem &sbquo;F&uuml;hrer&lsquo;.<\/em>&ldquo;[<a href=\"#foot_11\" name=\"note_11\">11<\/a>]\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Der Nichtangriffspakt vom 24.08.1939<\/strong><\/p><p>Beim M&uuml;nchener Abkommen vom 29.09.1938 mit dem Deutschen Reich hatten Frankreich und England die SU vom Verhandlungstisch ferngehalten. Die SU hatte damit keine M&ouml;glichkeit zur Abwehr der NS-Aggressionspl&auml;ne. Schon 1934 hatte Hitler mit Polen den deutsch-polnischen Nichtangriffspakt geschlossen. Polen hatte aber im Oktober 1938 Hitlers Vorschlag einer gemeinsamen Ost-Expansion, bei der es gro&szlig;e Teile der Ukraine erhalten sollte, abgelehnt. Damit lag f&uuml;r Hitler eine L&ouml;sung nahe, Ost-Mitteleuropa unter Ausschaltung der Westm&auml;chte in eine deutsche und eine sowjetische Interessenssph&auml;re aufzuteilen. Aber am 28. April 1939 wurde der deutsch-polnische Nichtangriffspakt einseitig von Deutschland aufgek&uuml;ndigt und so der Krieg vorbereitet. <\/p><p>Um dem absehbaren Angriff Hitlers auf die SU zu entgehen, lie&szlig; sich die SU auf einen deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt ein. Vorangegangen waren Nichtangriffspakte mit Estland und Litauen Anfang Juni 1939. Ein geheimes Zusatzprotokoll zum Nichtangriffspakt rechnete den gr&ouml;&szlig;ten Teil Polens sowie Litauens der deutschen Interessenssph&auml;re zu, Ostpolen, Finnland, Estland, Lettland und Bessarabien der sowjetischen. Nachdem die Wehrmacht beim &Uuml;berfall auf Polen am 1. September 1939 das westliche Polen und die Rote Armee Ostpolen milit&auml;risch besetzt hatte, wurde mit dem deutsch-sowjetischen Grenz- und Freundschaftsvertrag vom 28. September 1939 eine engere Zusammenarbeit vereinbart und die Aufteilung Polens und der baltischen Staaten revidiert. Mit dem &Uuml;berfall auf die SU am 22. Juni 1941 brach das Deutsche Reich beide Vertr&auml;ge. <\/p><p>Am 8. Mai 1945 beendete ein Waffenstillstand den Zweiten Weltkrieg. Die SU hatte insgesamt 27 Millionen Kriegstote zu beklagen, 13 Millionen Soldaten und 14 Millionen Zivilisten, und war der eigentliche Sieger des Krieges. Aber die USA konnten mit Hilfe der Atombombenabw&uuml;rfe die Verh&auml;ltnisse umdrehen. Deutschland wurde in vier Besatzungszonen aufgeteilt. Die USA gingen auf Deutschland zu (Marshallplan, Luftbr&uuml;cke), um eine deutsche Neutralit&auml;t &agrave; la &Ouml;sterreich zu verhindern. Der erste Bundeskanzler, Adenauer, entschied sich f&uuml;r eine Westbindung. Die SU r&uuml;stete nuklear nach. Es kam zum Kalten Krieg. <\/p><p><strong>Das Scheitern des Sozialismus, Gorbatschow <\/strong><\/p><p>Der SU gelang es nicht, eine erfolgreiche Form des Sozialismus aufzubauen; Hauptgrund d&uuml;rfte der sogenannte &bdquo;Staatssozialismus&ldquo; gewesen sein; also der Irrglaube, die Entwicklung der Wirtschaft lie&szlig;e sich f&uuml;r Jahre zentral planen. Von insbesondere Jugoslawien gingen alternative Bewegungen aus (&bdquo;Sozialismus in einem Land&ldquo;). 1990 wurde die Sowjetunion nach den Gorbatschow&rsquo;schen Reformen (Glasnost, Perestroika) von Boris Jelzin aufgegeben. <\/p><p>Gorbatschow war auch intensiv friedenspolitisch t&auml;tig. Auf ihn ist der Abzug der sowjetischen Truppen aus Afghanistan zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Im Dezember 1988 hielt er vor der UN-Vollversammlung eine Grundsatzrede mit dem Vorschlag einer neuen demokratischen Weltordnung.[<a href=\"#foot_12\" name=\"note_12\">12<\/a>] Er ist auch der spiritus rector des mit dem &ndash; daf&uuml;r offenen &ndash; US-Pr&auml;sidenten Ronald Reagan verhandelten INF-Vertrags[<a href=\"#foot_13\" name=\"note_13\">13<\/a>] zum konventionellen R&uuml;stungsabbau; schon vorher war der ABM-Vertrag[<a href=\"#foot_14\" name=\"note_14\">14<\/a>] abgeschlossen worden. Der START-Vertrag[<a href=\"#foot_15\" name=\"note_15\">15<\/a>] folgte dem INF-Vertrag, ebenfalls von Gorbatschow unterzeichnet. <\/p><p><strong>Die KSZE und die Charta von Paris <\/strong><\/p><p>Schon 1966 beriet der Warschauer Pakt in Bukarest den Vorschlag der Einberufung einer &bdquo;Konferenz &uuml;ber Fragen der europ&auml;ischen Sicherheit&ldquo;. Am 17. M&auml;rz 1969 folgte der &bdquo;Budapester Appell&ldquo; zur Einberufung einer &bdquo;Gesamteurop&auml;ischen Konferenz&ldquo;, der die NATO-Minister im April 1969 zustimmten. Am 3. Juli 1973 wurde die &bdquo;Konferenz &uuml;ber Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa&ldquo; (KSZE) in Helsinki er&ouml;ffnet. Im Jahr 1975 wurde die Schlussakte von Helsinki vereinbart, als Versuch der Mitglieder der beiden Milit&auml;rallianzen und der neutralen Staaten in Europa, Regeln f&uuml;r die Austragung des Ost-West-Konflikts mit nichtmilit&auml;rischen Mitteln zu vereinbaren. Anfang der 1990er Jahre spielte die KSZE eine zentrale Rolle bei der Neugestaltung der gesamteurop&auml;ischen Sicherheit. Sie wurde mit Wirkung vom 1. Januar 1995 in OSZE umbenannt. <\/p><p>Mit der Charta von Paris vom November 1990 wurde der Ost-West-Konflikt auf der normativen Ebene &uuml;berwunden. Teilnehmerstaaten waren neben den europ&auml;ischen &ndash; darunter dem Heiligen Stuhl &ndash; die EU, die SU, auch die USA und Kanada. Die Staats- und Regierungschefs erkl&auml;rten die Spaltung Europas f&uuml;r beendet, verpflichteten sich zur Demokratie als einziger Regierungsform und sicherten ihren V&ouml;lkern die Gew&auml;hrleistung der Menschenrechte und Grundfreiheiten zu. Die Charta enth&auml;lt die Kapitel &bdquo;Menschenrechte&ldquo;, &bdquo;Demokratie und Rechtsstaatlichkeit&ldquo;, &bdquo;wirtschaftliche Freiheit und Verantwortung&ldquo;, &bdquo;freundschaftliche Beziehungen zwischen den Teilnehmerstaaten&ldquo;, &bdquo;Sicherheit und Einheit&ldquo;. <\/p><p>Es kann daher keinen Zweifel daran geben, dass die Bem&uuml;hungen f&uuml;r einen Frieden in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg vom Ostblock ausgingen. <\/p><p><strong>Boris Jelzin f&uuml;hrt Russland in den Staatsbankrott <\/strong><\/p><p>Pr&auml;sident Gorbatschow wurde von Boris Jelzin abgel&ouml;st. [<a href=\"#foot_*\" name=\"note_*\">*<\/a>] Seine erste &bdquo;Gro&szlig;tat&ldquo; war die Aufl&ouml;sung der SU. Weitreichender war aber seine Wendung zur Coupon-Privatisierung, bei der er von den &bdquo;Chicago Boys&ldquo; [<a href=\"#foot_16\" name=\"note_16\">16<\/a>] beraten wurde. Formal geschah die Privatisierung der volkseigenen Wirtschaft durch die &bdquo;Coupon-Privatisierung&ldquo;, bei der die Umwandlung von Staats- in Privateigentum durch ausgegebene Coupons erfolgen sollte. Bei dieser Form erh&auml;lt jeder B&uuml;rger eines Landes Coupons kostenlos und zu gleichen Teilen je berechtigter Person. Diese konnten nach Belieben in Aktien und Anleihen von staatlichen Unternehmen investiert  werden. W&auml;hrend aber Polen bei dieser Form der Privatisierung erfolgreich war (Balcerowicz), f&uuml;hrte die Vorgehensweise in Russland in den Staatsbankrott. Das kam so: <\/p><p>Korrupte Kombinatsdirektoren liehen sich Geld, etwa von der MENATEP-Bank des jungen Michail Chodorkowski, und kauften die Coupons auf. So entstand das russische Oligarchen-System. Russland verwandelte sich statt in eine Demokratie in eine Oligarchie, die eine schwere Wirtschaftskrise zur Folge hatte. Kein Wunder: Die Oligarchen hatten kein Interesse an der Herausbildung eines Volksverm&ouml;gens und eines Mittelstandes. Die Aussichten von Jelzin, im Jahr 1996 wiedergew&auml;hlt zu werden, waren minimal. <\/p><p>Wenig bekannt ist, dass es vor allem die USA waren, die mit einem virtuos begleiteten und finanzierten Wahlkampf Jelzin zur Wiederwahl verhalfen. Eine f&uuml;hrende Rolle spielte dabei US-Pr&auml;sident Clinton, der zwischen 1993 und 1999 insgesamt 18-mal Jelzin traf.[<a href=\"#foot_17\" name=\"note_17\">17<\/a>] Im Februar 1996 erhielt Russland auf Druck der Amerikaner einen Kredit &uuml;ber 10,2 Milliarden US-Dollar vom IWF. Auch die Bundesregierung unter Helmut Kohl half mit drei Milliarden Mark aus. Trotzdem war der Staatsbankrott 1998 nicht abzuwenden. Russland wurde der NATO-Beitritt angeboten. Aber der Kosovo-Krieg von 1999 beendete endg&uuml;ltig die &bdquo;M&auml;nnerfreundschaft&ldquo; zwischen Clinton und Jelzin. Seine letzte Tat vor dem Ende seiner Regierung war die Ernennung von Wladimir Putin, einem bisher unbekannten KGB-Offizier, t&auml;tig u.a. in Dresden, zum russischen Ministerpr&auml;sidenten. <\/p><p><strong>Putin arrangiert sich mit den Oligarchen <\/strong><\/p><p>Der Wahlkampf Jelzins 1996 wurde nicht nur von den Amerikanern gesponsert, sondern auch von zahlreichen Oligarchen (Stichwort &bdquo;Sieben-Bankiers-Bande&ldquo;). Putin erkannte die weitgehende Umgestaltung Russlands in eine Oligarchie an, in der Leute wie Roman Abramowitsch, Boris Beresowski und &ndash; vor allem &ndash; Michail Chodorkowski das Sagen hatten. Abramowitsch z.B. baute in den 1990er Jahren ein weitverzweigtes Firmenimperium auf. Zum Besitz der von ihm kontrollierten Holding Millhouse Capital geh&ouml;rten 80% von Russlands f&uuml;nftgr&ouml;&szlig;tem &Ouml;lkonzern Sibneft, 50% des Aluminiumkonzerns RUSAL, 26% der Fluggesellschaft Aeroflot und 37,5% des Autoproduzenten Rusprumawto. <\/p><p>Lange Zeit war Abramowitsch wichtigster Oligarch im Umfeld des Pr&auml;sidenten Putin. Er gilt als ein Wegbereiter f&uuml;r den Machtwechsel von Jelzin zu Putin im Jahr 2000 und wurde sogar zum Gouverneur der Region Tschukotka gew&auml;hlt und im Oktober 2005 im Amt best&auml;tigt. <\/p><p>Anders das Schicksal Chodorkowskis: Chodorkowski war im Jahr 1990 Generaldirektor von Menatep und ab 1991 Vorstandsvorsitzender. In der Gr&uuml;nderphase nach dem Zerfall der SU gelang es der Menatep-Bank, in einer Privatisierungs-Pfandauktion des &Ouml;lkonzerns Rosprom die Aktienmehrheit des vertikal integrierten &Ouml;lunternehmens Jukos zu kaufen, und zwar weit unter Wert. Einw&auml;nde unterlegener Bieter blieben unber&uuml;cksichtigt. <\/p><p>Aber er versuchte, um Jukos unangreifbar zu machen, US-Unternehmen wie Exxon Mobil und Chevron Texas an Jukos zu beteiligen. Das f&uuml;hrte zu Ermittlungen gegen Jukos. Dazu kam, dass er als vermutlich reichster Mann Russlands angesichts der bevorstehenden Duma- und Pr&auml;sidentenwahlen mehrfach verk&uuml;ndet hatte, dass er nicht nur Parlamente, sondern auch Wahlergebnisse kaufen k&ouml;nne. Auch die Gr&uuml;ndung der Open Russia Foundation 2001 in London bewahrte ihn nicht vor Zwist mit Putin, der am 19. Februar 2003 eskalierte; und zwar &uuml;ber Fragen der Korruption. Chodorkowski wurde inhaftiert und wegen schweren Betruges und Steuerhinterziehung im Jahr 2005 zu neun Jahren Haft in einem Straflager verurteilt. Chodorkowski rief daraufhin den Europ&auml;ischen Gerichtshof f&uuml;r Menschenrechte an und hatte teilweise Erfolg. Aber einen Missbrauch des Strafverfahrens zu politischen Zwecken verneinte der Gerichtshof in seinem Urteil vom 31. Mai 2011. Chodorkowski lebt jetzt in London. <\/p><p>Chodorkowskis Schicksal machte den anderen Oligarchen klar, dass es nicht gut war, sich mit Putin anzulegen. Das f&uuml;hrte zu einem Arrangement: Putin belie&szlig; den Oligarchen ihre Gesch&auml;ftemacherei, verbat sich aber jede Einmischung in die Regierungsgesch&auml;fte. Zus&auml;tzliches Resultat: eine weitverzweigte Korruption. <\/p><p><strong>Die Rede Putins im Bundestag am 25. September 2001<\/strong> [<a href=\"#foot_18\" name=\"note_18\">18<\/a>]<\/p><p>Die Rede, die Putin gro&szlig;enteils &bdquo;<em>in der Sprache von Goethe, Schiller und Kant<\/em>&ldquo; gehalten hat, war eine ausgestreckte Hand: <\/p><p>Nach der Beschw&ouml;rung der &bdquo;<em>europ&auml;ischen Kultur<\/em>&ldquo; erinnerte Putin an die sowjetische Entscheidung, die Wiedervereinigung zuzulassen. Arrangiert wurde der Auftritt im Bundestag wohl von Gerhard Schr&ouml;der, der schon die Nordstream-1-Gasleitung unterst&uuml;tzt hatte und jetzt Vorsitzender des Aktion&auml;rsausschusses der Nordstream 2 ist. <\/p><p>Dann erinnerte Putin an die Abr&uuml;stungsvereinbarungen von Reagan und Gorbatschow: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Wie bekannt, haben wir den Vertrag &uuml;ber das allgemeine Verbot von Atomtests, den Vertrag &uuml;ber die Nichtverbreitung von Kernwaffen, die Konvention &uuml;ber das Verbot von biologischen Waffen sowie das START-II-Abkommen ratifiziert. Leider folgten nicht alle NATO-L&auml;nder unserem Beispiel.<\/em>&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Dann stellte Putin die Frage nach der Schuld an der &bdquo;Katastrophe des 11. September in den USA&ldquo;: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Ich finde, dass wir alle schuld daran sind, vor allem wir, die Politiker, denen einfache B&uuml;rger in unseren Staaten ihre Sicherheit anvertraut haben. Die Katastrophe geschah vor allem darum, weil wir es immer noch nicht geschafft haben, die Ver&auml;nderungen zu erkennen, die in der Welt in den letzten zehn Jahren stattgefunden haben. Wir leben weiterhin im alten Wertesystem. Wir sprechen von einer Partnerschaft. In Wirklichkeit haben wir aber immer noch nicht gelernt, einander zu vertrauen. Trotz der vielen s&uuml;&szlig;en Reden leisten wir weiterhin heimlich Widerstand. Mal verlangen wir Loyalit&auml;t zur NATO, mal streiten wir uns &uuml;ber die Zweckm&auml;&szlig;igkeit ihrer Ausbeutung. Wir k&ouml;nnen uns immer noch nicht &uuml;ber die Probleme im Zusammenhang mit dem Raketenabwehrsystem einigen usw. <\/em>[&hellip;] <em>Wir wollen oder k&ouml;nnen nicht erkennen, dass die Sicherheitsstruktur, die wir in den vorigen Jahrzehnten geschaffen haben und welche die alten Bedrohungen effektiv neutralisiert, heute nicht mehr in der Lage ist, den neuen Bedrohungen zu widerstehen.<\/em>&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Liebe Freunde, gottseidank wird Russland in Europa heutzutage nicht nur im Zusammenhang mit Oligarchen, Korruption und Mafia erw&auml;hnt. Aber nach wie vor herrscht ein gro&szlig;er Mangel an objektiver Information &uuml;ber Russland <\/em>[&hellip;] <em>Die politische Stabilit&auml;t in Russland wird <\/em>[&hellip;] <em>nicht zuletzt auch dank eines der liberalsten Steuersysteme in der Welt sichergestellt. Mit einer Einkommenssteuer von 13% und einer Gewinnsteuer von 24% ist das wirklich so!&ldquo; <\/em>\n<\/p><\/blockquote><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Im Haushalt 2002 nehmen die Sozialausgaben den ersten Platz ein. Ich m&ouml;chte besonders betonen, dass zum ersten Mal in der Geschichte Russlands die Ausbildungsausgaben die Verteidigungsausgaben &uuml;bertreffen. <\/em>[&hellip;] <em>Viele Generationen von Deutschen und Russen studierten und genie&szlig;en auch heute Werke von Goethe, Dostojewski und Leo Tolstoi. Unsere beiden V&ouml;lker verstehen die Mentalit&auml;t des jeweils anderen Volkes sehr gut.<\/em>&ldquo; Putin erinnerte an Boris Pasternaks &Uuml;bersetzung des &bdquo;<em>Faust<\/em>&ldquo;. &bdquo;<em>Ich bin &uuml;berzeugt: Wir schlagen heute eine neue Seite in der Geschichte unserer bilateralen Beziehungen auf und wir leisten damit unseren gemeinsamen Beitrag zum Aufbau des europ&auml;ischen Hauses.<\/em>&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Das Protokoll vermerkt: &bdquo;Anhaltender Beifall &ndash; die Abgeordneten erheben sich.&ldquo; <\/p><p><strong>Die Rede Putins auf der 43. M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz am 9. Februar 2007<\/strong> [<a href=\"#foot_19\" name=\"note_19\">19<\/a>]<\/p><p>Putins Rede auf der Sicherheitskonferenz fand statt trotz oder wegen des v&ouml;lkerrechtswidrigen NATO-Kriegs gegen Jugoslawien, unter Beteiligung Deutschlands, und des Kriegs der &bdquo;Koalition der Willigen&ldquo; gegen den Irak 2003: <\/p><p>Putin begr&uuml;&szlig;t zun&auml;chst, nicht mit &bdquo;leeren diplomatischen Worth&uuml;lsen sprechen zu m&uuml;ssen&ldquo;. Leider befinde sich die Welt in einer &bdquo;Periode monopolaren Zustandes und des Strebens nach Weltherrschaft&ldquo;, es sei &bdquo;die Welt eines einzigen Hausherrn, eines Souver&auml;ns. [&hellip;] Nebenbei gesagt, lehrt man uns &ndash; Russland &ndash; st&auml;ndig Demokratie. Nur die, die uns lehren, haben selbst, aus irgendeinem Grund, keine rechte Lust zu lernen.&ldquo; Und weiter:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Heute beobachten wir eine fast unbegrenzte, hypertrophierte Anwendung von Gewalt &ndash;milit&auml;rischer Gewalt &ndash; in den internationalen Beziehungen <\/em>[&hellip;] <em>Wir sehen eine immer st&auml;rkere Nichtbeachtung grundlegender Prinzipien des V&ouml;lkerrechts. Mehr noch &ndash; bestimmte Normen, ja eigentlich fast das gesamte Rechtssystem eines Staates, vor allem, nat&uuml;rlich, der Vereinigten Staaten, hat seine Grenzen in allen Sph&auml;ren &uuml;berschritten: sowohl in der Wirtschaft, der Politik und im humanit&auml;ren Bereich wird es anderen Staaten &uuml;bergest&uuml;lpt. Nun, wem gef&auml;llt das schon?&ldquo; <\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Aber: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Die Frau Bundeskanzlerin hat schon darauf aufmerksam gemacht. So ist das summierte BIP Indiens und Chinas hinsichtlich der parit&auml;tischen Kaufkraft schon gr&ouml;&szlig;er als das der USA. Das gleicherma&szlig;en berechnete BIP der BRIC-Staaten &ndash; Brasilien, Russland, Indien und China &ndash; &uuml;bersteigt das BIP der EU. Nach Auffassung der Experten wird diese Entwicklung weiter anhalten.<\/em>&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Der &bdquo;<b>Abr&uuml;stungs-Stau<\/b>&ldquo;: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Wir haben mit den USA den Abbau unserer strategischen Kernwaffenpotenziale auf 1.700 &ndash; 2.200 Sprengk&ouml;pfe bis Ende 2012 vereinbart. Russland beabsichtigt, die &uuml;bernommenen Verpflichtungen streng einzuhalten. Wir hoffen, dass unsere Partner genauso transparent handeln und nicht f&uuml;r einen &sbquo;schwarzen Tag&lsquo; ein paar Hundert Sprengk&ouml;pfe zur&uuml;cklegen. <\/em>[&hellip;] <em>In diesem Zusammenhang m&ouml;chte ich daran erinnern, dass die UdSSR und die USA in den 80er Jahren einen Vertrag &uuml;ber die Liquidierung einer ganzen Klasse von Raketen geringer und mittlerer Reichweite unterzeichnet haben, aber einen universellen Charakter hat dieses Dokument nicht erhalten.<\/em>&ldquo; Stattdessen komme es zu einer &bdquo;<em>Militarisierung des Weltalls<\/em>&ldquo;.\n<\/p><\/blockquote><p>Dann sprach Putin die <b>NATO-Erweiterung <\/b>an, die ein &bdquo;<em>provozierender Faktor<\/em>&ldquo; sei:<\/p><blockquote><p>\n<em>&bdquo;Aber was geschieht zur selben Zeit? In Bulgarien und Rum&auml;nien entstehen so genannte leichte amerikanische Vorposten-Basen mit jeweils 5000 Mann. Das bedeutet, dass die NATO ihre Sto&szlig;kr&auml;fte immer dichter an unsere Staatsgrenzen heranbringt, und wir, die wir uns streng an den Vertrag halten, in keiner Weise auf dieses Vorgehen reagieren<\/em>.&ldquo; In diesem Zusammenhang erinnerte Putin an den Auftritt des Generalsekret&auml;rs der NATO, des Deutschen W&ouml;rner, der am 17. April 1990 in Br&uuml;ssel sagte: &bdquo;<em>Schon der Fakt, dass wir bereit sind, die NATO-Streitkr&auml;fte nicht hinter den Grenzen der BRD zu stationieren, gibt der Sowjetunion feste Sicherheitsgarantien.<\/em>&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Chomsky[<a href=\"#foot_20\" name=\"note_20\">20<\/a>] hat zum Thema NATO-Osterweiterung auch herausgefunden, dass der Westen nicht nur eine &bdquo;stillschweigende Vereinbarung&ldquo; gebrochen habe. Vielmehr ergebe sich aus neuen Forschungsergebnissen, dass Pr&auml;sident George H. Bush und sein Au&szlig;enminister Baker mit ihren Zusagen Gorbatschow bewusst in die Irre gef&uuml;hrt h&auml;tten, um die Ausdehnung der US-Streitkr&auml;fte nach Osten zu erm&ouml;glichen. <\/p><p>Die Reaktion: Allgemeines Missfallen &uuml;ber Putins offene Worte, aber keine Nachdenklichkeit. <\/p><p><strong>Der Maidan <\/strong><\/p><p>Am 20. Februar 2014 wurden viele Polizisten und Demonstranten auf dem Maidan in der ukrainischen Hauptstadt Kiew erschossen. Die Sch&uuml;sse kamen z.T. aus dem Konservatorium von Kiew, das sich in der Hand des Rechten Sektors, des militanten Teils der Demonstrationsbewegung, befand. Die Morde wurden ausschlie&szlig;lich den Kr&auml;ften um Staatspr&auml;sident Janukowitsch zugeschoben, obwohl das falsch war[<a href=\"#foot_21\" name=\"note_21\">21<\/a>] und Janukowitsch sich am Tag vorher auf Vermittlung von Au&szlig;enminister Steinmeier und Pr&auml;sident Hollande auf einen Regimewechsel eingelassen hatte. Am Tag nach den Morden wurde Staatspr&auml;sident Janukowitsch in der Kiewer Duma abgew&auml;hlt und statt seiner der Politiker Turtschinow gew&auml;hlt, aber nicht mit der von der Verfassung geforderten Zwei-Drittel-Mehrheit. Deswegen wird die Abwahl zu Recht als Putsch eingeordnet.[<a href=\"#foot_22\" name=\"note_22\">22<\/a>]<\/p><p>Als neuer Ministerpr&auml;sident wurde Arsenij Jazenjuk vereidigt, der schon Jahre vorher als Au&szlig;enminister des Regimes Juschtschenko und Drahtzieher der sogenannten &bdquo;Orangenen Revolution&ldquo; den Beitritt der Ukraine zur NATO gefordert hatte. Russland bef&uuml;rchtete daher mit Recht, dass die neue Regierung einen Aufnahmeantrag stellen w&uuml;rde. <\/p><p><strong>Die &bdquo;Annexion&ldquo; der Krim <\/strong><\/p><p>Das Parlament der Autonomen Republik Krim, das gegen den Putsch in Kiew eingestellt war, lie&szlig; daher eine Volksabstimmung &uuml;ber einen Antrag der Krim an Russland durchf&uuml;hren, mit dem erreicht werden sollte, dass Russland die Krim als neue Provinz aufn&auml;hme. Der Hamburger Professor Reinhard Merkel ordnet diesen Vorgang nicht als Annexion und damit nicht als v&ouml;lkerrechtswidrig ein.[<a href=\"#foot_23\" name=\"note_23\">23<\/a>]<\/p><p>Friedrich Dieckmann[<a href=\"#foot_24\" name=\"note_24\">24<\/a>] macht daher mit Recht auf Folgendes aufmerksam: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Sollte die Putin-Administration unt&auml;tig zusehen, wie in Sewastopol, der im Zweiten Weltkrieg hart umk&auml;mpften Stadt an der Westk&uuml;ste der Krim, der Schwarzmeerhafen der russischen Kriegsmarine auf NATO-Territorium geriet?<\/em>&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Dieckmann weist auch auf das Beispiel Georgien\/Abchasien\/S&uuml;dossetien hin: Der schwelende Konflikt hindert die NATO an der Aufnahme Georgiens, obwohl Ex-Pr&auml;sident Saakaschwili einen solchen Antrag gerne gestellt h&auml;tte. <\/p><p>Die Auseinandersetzungen in Georgien und diesem Beispiel folgend in der Ost-Ukraine und Moldawien sind also Russlands &bdquo;Lebensversicherung&ldquo; dagegen, dass die Ukraine in die NATO aufgenommen wird; [<a href=\"#foot_25\" name=\"note_25\">25<\/a>] Verhaltensweisen, die Russland durch die NATO-Umzingelungsstrategie aufgezwungen werden. <\/p><p><strong>Putin und Nawalny <\/strong><\/p><p>Alexei Nawalny ist seit seiner Kandidatur als B&uuml;rgermeister von Moskau im Jahr 2013, bei der er 27% der Stimmen erzielte, ein ernsthafter Opponent von Staatspr&auml;sident Putin. Dabei fehlt ihm ein politisches Programm; wenn man von seinem Kampf gegen Korruption (bei dem er wohl keinen Erfolg erzielen wird) absieht. Er ist Nationalist und billigt z.B. die Annexion der Krim. <\/p><p>Auf Nawalny wurde am 20.08.2020 in Omsk ein Giftanschlag ver&uuml;bt, f&uuml;r den er Putin pers&ouml;nlich verantwortlich machte, obwohl er daf&uuml;r keine Beweise hat. Nach zweit&auml;giger Behandlung in einem Krankenhaus in Omsk, wo er u.a. in ein k&uuml;nstliches Koma versetzt wurde, veranlasste seine Familie eine Verlegung in die Berliner Charit&eacute;. Das nahm der Kreml hin, eigentlich unverst&auml;ndlich. Zur&uuml;ckgekehrt nach Moskau wurde er zweimal vor Gericht gestellt und verurteilt. Die Strafen l&ouml;sten Demonstrationen aus, die von der Polizei gewaltsam aufgel&ouml;st wurden. <\/p><p>Klar: Polizeigewalt gegen friedliche Demonstranten ist niemals zu billigen. Aber mit Nawalnys Vorwurf, Putin habe den Giftanschlag pers&ouml;nlich angeordnet, geht er wohl zu weit. In einem Leserbrief ist folgende Vermutung zu finden: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Wie praktisch. Da vergiften die Russen &ouml;ffentlichkeitswirksam einen Regimegegner so effizient, dass er als lebender Beweis nach Deutschland gebracht werden kann, man hat ja in Gro&szlig;britannien vorher schon mal &uuml;ben k&ouml;nnen, und schon ist die ganze Diskussion um Nord Stream vom Tisch. Das Vorhaben wird abgebrochen, die USA liefern selbstlos ihr Fracking-Gas nach Deutschland und die CDU fordert erh&ouml;hte R&uuml;stungsausgaben und engere Kooperation mit den USA in R&uuml;stungsfragen. Und Trump kann sich &uuml;ber diese Wahlhilfe freuen, kommt sie doch seiner Wirtschaft und &bdquo;America first&ldquo; zugute. <\/em>[&hellip;] <em>Es ist doch eigentlich ziemlich viel verlangt, in unserer heutigen Zeit an so viel Dummheit zu glauben, aber: offensichtlich wird das von uns erwartet.<\/em>&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Peter Vonnahme[<a href=\"#foot_26\" name=\"note_26\">26<\/a>] schreibt von folgendem &bdquo;Denkmodell&ldquo;: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Der Giftanschlag k&ouml;nnte aber auch Teil eines <\/em>[&hellip;] <em>Plans mit dem Ziel sein, Russland wirtschaftlich, politisch und milit&auml;risch zu destabilisieren. Der Gedanke eines regime change ist bekanntlich ein altbew&auml;hrtes Mittel US-amerikanischer Hegemonialpolitik. <\/em><\/p>\n<p><em>Auch die Vorstellung, man k&ouml;nne Putin durch st&auml;ndige Verd&auml;chtigungen und Provokationen zu einer unbedachten Gegenreaktion veranlassen, um dadurch einen Anlass f&uuml;r zus&auml;tzliche Wirtschaftssanktionen zu bekommen, ist durchaus rational.<\/em>&ldquo; <\/p><\/blockquote><p>Nawalny wird offenbar aus den USA unterst&uuml;tzt. Sein viel zitiertes &bdquo;Jura-Studium&ldquo; an der Yale University in New Haven\/Connecticut im Jahr 2010 war in Wirklichkeit ein Kurs im &bdquo;Yale World Fellows Program&ldquo;, einem &bdquo;An-Institut&ldquo;, das u.a. von Maurice Greenberg finanziert wird, dem ehemaligen Chef des Versicherungskonzerns AIG, der nach einem Falschbilanzierungsskandal zur&uuml;cktreten musste. Es spricht B&auml;nde, dass der vormalige US-Pr&auml;sident Reagan Greenberg den stellvertretenden CIA-Vorsitz angetragen hatte (was Greenberg ablehnte) und dass ihm nachgesagt wird, weltweit CIA-Aktivit&auml;ten zu sponsern. Auch Nawalnys Gehilfe, Leonid Wolkow, nahm an dem &bdquo;World Fellows Program&ldquo; teil.[<a href=\"#foot_27\" name=\"note_27\">27<\/a>]<\/p><p>Auch Nawalnys Coup &sbquo;Putins Palast&lsquo; ist wohl &uuml;berzogen. Friedrich Schmidt schreibt zwar in der FAZ:[<a href=\"#foot_28\" name=\"note_28\">28<\/a>]&bdquo;<em>Von dem Anwesen wird seit mehr als zehn Jahren als &sbquo;Putins Palast&lsquo; gesprochen <\/em>[&hellip;]<em>. F&uuml;r die Russen, die jetzt demonstrieren, w&auml;re es keine Entlastung, wenn der Palast Arkadi Rotenberg geh&ouml;rte: Der z&auml;hlt zum System.<\/em>&ldquo; Aber es findet sich in den Gazetten kein Hinweis, dass Putin jemals Staatsg&auml;ste in seinem &sbquo;Palast&lsquo; empfangen h&auml;tte. Und der Architekt des Anwesens, Lanfranco Cirillo, sagt: &bdquo;<em>Ich habe nie den Pr&auml;sidenten in Gelendschik gesehen, und ich habe nie mit dem Pr&auml;sidenten &uuml;ber dieses Projekt gesprochen.<\/em>&ldquo;[<a href=\"#foot_29\" name=\"note_29\">29<\/a>]<\/p><p><strong>Nord Stream 2 <\/strong><\/p><p>Die USA bek&auml;mpften schon alle deutschen R&ouml;hrengesch&auml;fte inklusive Nord Stream 1.[<a href=\"#foot_30\" name=\"note_30\">30<\/a>] Ihre Sanktionen auch gegen Nord Stream 2 passen zu den eingangs zitierten geopolitischen US-amerikanischen Bestrebungen. Aber man muss wissen: Der deutsche Strombedarf wird sich durch die Energiewende verdoppeln. Das liegt auch an der Sektorenkopplung. Zum Beispiel wird zus&auml;tzlicher Strom f&uuml;r die W&auml;rmewende gebraucht. <\/p><p>Das Problem: Durch den Atom- und den Kohleausstieg verringert sich der Bestand an gesicherter Leistung. Darauf hat Hendrik Paulitz von der Akademie Bergstra&szlig;e[<a href=\"#foot_31\" name=\"note_31\">31<\/a>] hingewiesen. Die Ausf&auml;lle k&ouml;nnten vor allem durch die vorhandenen und zugebaute Gaskraftwerke gedeckt werden, solange es keine ausreichenden Speicher gibt. F&uuml;r die ist zus&auml;tzliches Gas dringend notwendig. Dazu kommt: <\/p><p>Es stimmt nicht, wie z.B. Reinhard Veser in der FAZ behauptet,[<a href=\"#foot_32\" name=\"note_32\">32<\/a>] dass Russland im ersten Gasstreit mit der Ukraine im Winter 2005 Erdgas als politische Waffe eingesetzt h&auml;tte. Die Ukraine hatte viel mehr Gas entnommen als vereinbart. Dadurch war der f&uuml;r den Transport erforderliche Gasdruck stark abgefallen. So entstanden Lieferprobleme f&uuml;r Deutschland (die allerdings durch Ersatzlieferungen ausgeglichen werden konnten). Aber: Eine internationale Gashochdruckleitung kann ja nicht mit einem Schieber verschlossen werden. Die ukrainischen Abzweigstellen waren daher immer offen. Au&szlig;erdem war Frau Timoschenko, seit Anfang 2005 Ministerpr&auml;sidentin, eine Frau vom Fach und einigerma&szlig;en gerissen. Man kann annehmen, dass sie alles bef&uuml;rwortet hat. <\/p><p>Die Entscheidung f&uuml;r Nord Stream 2 fiel zu einer Zeit, als die Versorgung von Deutschland und Westeuropa mit Erdgas aufgrund des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine gef&auml;hrdet war. Au&szlig;erdem: Nord Stream 2 bewirkt keine gesteigerte Abh&auml;ngigkeit von Russland: Denn das Gas flie&szlig;t dann direkt statt &uuml;ber die Ukraine, Wei&szlig;russland und Polen.[<a href=\"#foot_33\" name=\"note_33\">33<\/a>]<\/p><p>Die US-Sanktionspolitik l&auml;uft schon seit Jahren und hat Erfolg. Der Iran &auml;chzt unter den US-Sanktionen, nachdem die USA das Atomabkommen mit dem Iran ihrerseits gek&uuml;ndigt hatten. In Sachen Nord Stream 2 hatte die Sanktionsdrohung bekanntlich nur vor&uuml;bergehenden Erfolg. <\/p><p>Das Vorgehen der USA ist rechtswidrig: Mit Wirtschaftssanktionen wird Gewalt ausge&uuml;bt. Dies stellt eine massive Verletzung der Charta der Vereinten Nationen dar. Art. 2 Ziff. 7 der Charta untersagt es Staaten, in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten einzugreifen. Dazu geh&ouml;ren auch die Regelungen der eigenen Handelspolitik und die Ausgestaltung der Au&szlig;enpolitik. V&ouml;lkerrechtswidrig sind Interventionen au&szlig;erdem, wenn ein N&ouml;tigungselement hinzutritt, was hier der Fall ist.[<a href=\"#foot_34\" name=\"note_34\">34<\/a>]<\/p><p><strong>Fazit <\/strong><\/p><p>Man muss genau hinschauen. Daher hat Bundespr&auml;sident Frank-Walter Steinmeier wohl recht, wenn er Nord Stream 2 als &bdquo;<em>fast die letzte Br&uuml;cke zwischen Russland und Europa<\/em>&ldquo; bezeichnet.[<a href=\"#foot_35\" name=\"note_35\">35<\/a>] Deutschland, das Russland im Zweiten Weltkrieg &uuml;berfallen hat, t&auml;te gut daran, sein Verh&auml;ltnis zu Russland zu &uuml;berpr&uuml;fen und von den Schattierungen vor allem der &bdquo;transatlantischen Werte&ldquo; zu reinigen. Es war &ndash; siehe Einleitung &ndash; ein Ziel der USA, Deutschland und Russland zu entzweien. Russland geh&ouml;rt zu Europa. Deswegen geh&ouml;rt es zur Aufarbeitung der Folgen des Zweiten Weltkriegs, das Verh&auml;ltnis zu Russland auf tragf&auml;hige F&uuml;&szlig;e zu stellen. Deutschland kommt darin die entscheidende Rolle zu. <\/p><p>Auch Russland arbeitet daran. Pr&auml;sident Putin hielt beim Weltwirtschaftsforum 2021 (das virtuell stattfand) eine programmatische Rede [<a href=\"#foot_36\" name=\"note_36\">36<\/a>], in der er nicht nur das Wachstum in den Entwicklungsl&auml;ndern, China und Russland darstellte und lobte, sondern auf die Kluft bei Einkommen und Verm&ouml;gen in den entwickelten Volkswirtschaften hinwies. Nach einem Seitenhieb auf die Technologiegiganten und deren monopolisierte Machtaus&uuml;bung ging er ein auf die friedenspolitischen Bem&uuml;hungen Russlands, z.B. auf dessen Gespr&auml;che mit dem Iran und der T&uuml;rkei im &bdquo;Astana-Format&ldquo; zur Stabilisierung Syriens, auf den Waffenstillstand zwischen Armenien und Aserbaidschan sowie die Rolle Russlands, Saudi-Arabiens, der USA und einer Reihe weiterer L&auml;nder bei der Stabilisierung des globalen Energiemarktes. <\/p><p>Auf die Frage von Klaus Schwab (ein Duz-Freund Putins) nach dem Verh&auml;ltnis der russischen F&ouml;deration zu Europa erinnerte Putin an Helmut Kohl, der pers&ouml;nlich gesagt habe, dass &bdquo;<em>Westeuropa und Russland nat&uuml;rlich zusammen sein m&uuml;ssen<\/em>&ldquo;, und andere Dinge wie &bdquo;<em>unsere gemeinsame Kultur<\/em>&ldquo;. <\/p><p>&Uuml;berhaupt die Kultur: Bei Wolgograd (ehemals Stalingrad) gibt es den Mamajew-H&uuml;gel, auf dem ein Ehrenmal steht.[<a href=\"#foot_37\" name=\"note_37\">37<\/a>] Dort wird t&auml;glich zur Parade der Ehrenwache die Tr&auml;umerei von Robert Schumann gespielt.[<a href=\"#foot_38\" name=\"note_38\">38<\/a>] Es gibt viele St&auml;dtepartnerschaften, darunter die von K&ouml;ln-Wolgograd. Unweit von Wolgograd gibt es den deutsch-russischen Soldatenfriedhof Rossoschka, wo auch Bundespr&auml;sident Steinmeier schon gesprochen hat. <\/p><p>Waleri Gergijew, den viele f&uuml;r den weltbesten Dirigenten halten (auch ich), ist seit 2015 Chefdirigent der M&uuml;nchner Philharmoniker, im Anschluss an sein Dirigat beim London-Symphony-Orchestra. Au&szlig;erdem leitet er seit 1995 das Orchester des Petersburger Mariinski-Theaters. Russische Musiker[<a href=\"#foot_39\" name=\"note_39\">39<\/a>] leisten regelm&auml;&szlig;ig einen wichtigen Beitrag zur deutschen Musikkultur, das beste Beispiel ist Primadonna Assoluta Anna Netrebko. <\/p><p>Aber Russland sollte &ndash; das w&auml;re mein Rat &ndash; mit Blick auf die Spaltung der EU mit den dissentierenden Staaten Polen, Tschechien, der Slowakei, Bulgarien, Rum&auml;nien, Ungarn und vor allem den baltischen Staaten, die angesichts der Historie nicht unverst&auml;ndlich ist, auf diese zugehen und &ndash; etwa &ndash; eine Wahrheitskommission einrichten, sich entschuldigen und so dazu beitragen, die Spaltung abzubauen. So k&ouml;nnte die Handlungsf&auml;higkeit der EU entscheidend verbessert werden. <\/p><p>Ich appelliere an die Bundesregierung, eine friedenssichernde Sicherheitspartnerschaft mit Russland einzugehen.[<a href=\"#foot_40\" name=\"note_40\">40<\/a>] Beispielhaft sind die Aktivit&auml;ten des Deutsch-Russischen Forums e.V. unter Vorsitz des Ministerpr&auml;sidenten a.D. Matthias Platzeck (Jugendaustausch, St&auml;dtepartnerschaften, Stipendien).[<a href=\"#foot_41\" name=\"note_41\">41<\/a>] Auch die Revitalisierung des im Jahre 2001 von Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der und Staatspr&auml;sident Putin begr&uuml;ndeten Petersburger Dialogs und die Ausrichtung der Jahrestagung 2021 anl&auml;sslich der 80. Wiederkehr des &Uuml;berfalls der deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion in Berlin und Moskau am 21. Juni 1941 w&auml;ren geeignet. Deswegen sollten sich deutsche Soldaten nicht an NATO-Man&ouml;vern an den Grenzen zu Russland beteiligen. <\/p><p>Es ist doch eine nur schwer zu ertragende Verletzung aller &bdquo;westlichen Werte&ldquo;, wenn sich die Gegner Russlands mit ihrer Sanktionspolitik, gepaart mit den gr&ouml;&szlig;ten Man&ouml;vern an den Grenzen Russlands seit 1989, hinter der sogenannten &bdquo;Krimannexion&ldquo; und dem sogenannten &bdquo;Oppositionsf&uuml;hrer Nawalny&ldquo; verschanzen, w&auml;hrend sie keinen Finger r&uuml;hren, um die menschenrechtswidrige Inhaftierung Julian Assanges unter den sein Leben bedrohenden Umst&auml;nden im Hochsicherheitsgef&auml;ngnis Belmarsh zu beenden. Erst recht sollten wir uns an die vielen v&ouml;lkerrechtswidrigen Interventionen und Kriege der USA erinnern, bis hin zur Bombardierung Serbiens durch die NATO, an der auch die Bundeswehr beteiligt war, und Obamas Drohnenprogramm, innerhalb dessen er jeden Dienstag eine &bdquo;kill list&ldquo; abarbeitete. Den &bdquo;Biedermann&ldquo; spielt bei alledem die EU, den &bdquo;Brandstifter&ldquo; offenbar die USA. Nur der franz&ouml;sische Pr&auml;sident Emmanuel Macron traut sich, das offen auszusprechen. <\/p><p>Titelbild: Frederic Legrand &ndash; COMEO \/ Shutterstock<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Co-Pr&auml;sident em. der International Association of Lawyers Against Nuclear Arms &ndash; IALANA. Diesen Aufsatz hat Karl-Wilhelm Lange, Regierungspr&auml;sident in Braunschweig a.D. und Pr&auml;sident des Volksbundes Kriegsgr&auml;berf&uuml;rsorge Bund (in seiner Zeit wurden die Verbindungen nach Russland noch gepflegt), sehr beeinflusst. <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Zit. nach Gert R. Polli: <em>Deutschland zwischen den Fronten <\/em>(2017), S. 142<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] Zit. nach Gregor Sch&ouml;llgen\/Richard Schr&ouml;der: <em>Letzte Chance<\/em>, 2021, S. 45 (sehr lesenswert); dazu passt Robert Kagans Bemerkung in seinem Buch <em>Macht und Ohnmacht: Amerika und Europa in der neuen Weltordnung <\/em>(2003), der Jugoslawien-Krieg habe auch der &bdquo;<em>Wahrung des Zusammenhalts und der Existenzf&auml;higkeit des B&uuml;ndnisses<\/em>&ldquo; gedient, vgl. <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28148\">die Rezension des Verfassers zu Kagans Buch in den NachDenkSeiten vom 29.10.2015<\/a>. Der sp&auml;tere deutsche Au&szlig;enminister Joseph Fischer von den Gr&uuml;nen strebte ja das Ausscheiden Deutschlands aus der NATO an. Kagan, der Ehemann von Victoria Nuland (&bdquo;<em>Fuck the EU<\/em>&ldquo;), ist auff&auml;lligerweise Berater von Anthony Blinken, Bidens Au&szlig;enminister. <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] Zar Nikolaus II. war Autokrat und demokratischen Reformen abgeneigt. Aber er f&uuml;hlte sich als Europ&auml;er, sprach Deutsch, Englisch und Franz&ouml;sisch, war verwandt mit den deutschen, britischen und griechischen F&uuml;rstenh&auml;usern und verheiratet mit Alix von Hessen-Darmstadt.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] Karl Kautsky: <em>Wie der Weltkrieg entstand: Dargestellt nach dem Aktenmaterial des Deutschen Ausw&auml;rtigen Amts<\/em>, 1919 <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] Hermann Kantorowicz: <em>Gutachten zur Kriegsschuldfrage 1914 <\/em>(Im Auftrag des parlamentarischen Untersuchungsausschusses f&uuml;r die Schuldfragen des Ersten Weltkriegs, der von der Nationalversammlung 1919 einberufen worden war). Das Gutachten war 1927 druckreif, wurde aber auf Betreiben des Ausschuss- Generalsekret&auml;rs, des Reichstagsabgeordneten Eugen Fischer-Baling, und anderer nationalistischer Abgeordneter nicht gedruckt und ver&ouml;ffentlicht, weil verhindert werden sollte, dass eine Schuld Deutschlands am Entstehen des Ersten Weltkrieges festgestellt wurde. Das Gutachten geriet in Vergessenheit und wurde erst 1967 publiziert. <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] Fritz Fischer: <em>Griff nach der Weltmacht &ndash; Die Kriegszielpolitik des kaiserlichen Deutschland 1914\/18<\/em>, 1961 <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] Christopher Clark: <em>Die Schlafwandler: Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog<\/em>, 2012<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;9<\/a>] vgl. die Ver&ouml;ffentlichungen des Verf.: <em>1914 und 1999: Zwei Kriege gegen Serbien<\/em>, 2014; und <em>&bdquo;Frucht einer gemeinsamen politischen Kultur&ldquo;? &ndash; Verantwortung und Schuld am Ersten Weltkrieg bei Karl Kautsky, Hermann Kantorowicz und Christopher Clark<\/em>, Zeitschrift f&uuml;r Geschichtswissenschaft 2016, 642<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_10\" name=\"foot_10\">&laquo;10<\/a>] Zit. nach Wikipedia: &bdquo;Stalinsche S&auml;uberungen&ldquo;, abgerufen am 11.02.2021.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_11\" name=\"foot_11\">&laquo;11<\/a>] Dimitri Wolkogonow: <em>Stalin. Triumph und Trag&ouml;die. Ein politisches Portr&auml;t<\/em>, 1993 <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_12\" name=\"foot_12\">&laquo;12<\/a>] Dazu: Michail Gorbatschow: <em>Kommt endlich zur Vernunft &ndash; Nie wieder Krieg! Ein Appell von Michail Gorbatschow an die Welt<\/em>, 2. Aufl. 2017<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_13\" name=\"foot_13\">&laquo;13<\/a>] <b>I<\/b>ntermediate Range <b>N<\/b>uclear <b>F<\/b>orces Treaty (Deutsch: Mittelstrecken-Nuklearstreitkr&auml;fte-Vertrag oder Washingtoner Vertrag &uuml;ber nukleare Mittelstreckensysteme) bezeichnet ein B&uuml;ndel bilateraler Vertr&auml;ge und Vereinbarungen zwischen den USA und der UdSSR\/Russland &uuml;ber die Vernichtung aller boden-\/landgest&uuml;tzten Flugk&ouml;rper mit mittlerer und k&uuml;rzerer Reichweite (zwischen 500 bis 5500 Kilometer). Er wurde im Wei&szlig;en Haus am 08.12.1987 unterzeichnet von US-Pr&auml;sident Reagan und dem sowjetischen Generalsekret&auml;r Gorbatschow. <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_14\" name=\"foot_14\">&laquo;14<\/a>] <b>A<\/b>nti-<b>B<\/b>allistic <b>M<\/b>issile Treaty (deutsch: Vertrag &uuml;ber die Begrenzung von antiballistischen Raketenabwehrsystemen), am 28. Mai 1972 mit unbefristeter G&uuml;ltigkeit abgeschlossen und von Leonid Breschnew und Richard Nixon unterzeichnet, war ein R&uuml;stungskontrollvertrag zwischen den USA und der Sowjetunion zur Begrenzung von Raketenabwehrsystemen. <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_15\" name=\"foot_15\">&laquo;15<\/a>] <b>ST<\/b>rategic <b>A<\/b>rms <b>R<\/b>eduction <b>T<\/b>reaty (Deutsch: Vertrag zur Verringerung strategischer Waffen); START I wurde urspr&uuml;nglich 1982 von US-Pr&auml;sident Ronald Reagan initiiert und am 31. Juli 1991, f&uuml;nf Monate vor dem Zusammenbruch der Sowjetunion, von seinem Nachfolger George Bush und Michail Gorbatschow unterzeichnet.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_16\" name=\"foot_16\">&laquo;16<\/a>] Die Chicago Boys sind eine Gruppe chilenischer Wirtschaftswissenschaftler. Sie studierten von 1956 bis 1970 gr&ouml;&szlig;tenteils an der University of Chicago und waren von den Ideen Friedrich August von Hayeks und Milton Friedmans inspiriert. Sie wurden in Chile unter der Herrschaft Augusto Pinochets wirtschafts- und sozialpolitisch sehr einflussreich. Diese &Ouml;konomen waren von der &Uuml;berlegenheit freier M&auml;rkte &uuml;berzeugt, die sie durch Privatisierungs- und Deregulierungsma&szlig;nahmen zu realisieren suchten (Quelle: <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Chicago_Boys\">Wikipedia, abgerufen am 05.11.2020<\/a>). <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_17\" name=\"foot_17\">&laquo;17<\/a>] Der Spiegel, Nr. 37 vom 08.08.2018 <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_18\" name=\"foot_18\">&laquo;18<\/a>] Ausdruck aus dem Internetangebot des Deutschen Bundestages <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_19\" name=\"foot_19\">&laquo;19<\/a>] Auf der Webseite der AG Friedensforschung des Kasseler Friedensratschlags dokumentiert: <a href=\"http:\/\/www.ag-friedensforschung.de\/themen\/Sicherheitskonferenz\/2007-putin-dt.html\">ag-friedensforschung.de\/themen\/Sicherheitskonferenz\/2007-putin-dt.html<\/a> <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_20\" name=\"foot_20\">&laquo;20<\/a>] Noam Chomsky: <em>Rebellion oder Untergang! Ein Aufruf zu globalem Ungehorsam zur Rettung unserer Zivilisation<\/em>, S. 92 f. m.w.N.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_21\" name=\"foot_21\">&laquo;21<\/a>] Herbert Ludwig, in: GEOLITICO vom 20.02.2015, mit vielen Belegen<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_22\" name=\"foot_22\">&laquo;22<\/a>] So Ludger Vollmer, MdB von den Gr&uuml;nen, Staatssekret&auml;r im Ausw&auml;rtigen Amt unter Joseph Fischer, im DLF-Interview am 25.06.2015 (&bdquo;<em>Volmer kritisiert Aufstockung der NATO-Eingreiftruppe<\/em>&ldquo;; noch heute abrufbar unter: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/ukraine-konflikt-volmer-kritisiert-aufstockung-der-nato.694.de.html?dram:article_id=323519\">deutschlandfunk.de\/ukraine-konflikt-volmer-kritisiert-aufstockung-der-nato.694.de.html?dram:article_id=323519<\/a>) <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_23\" name=\"foot_23\">&laquo;23<\/a>] FAZ v. 08.04.2014<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_24\" name=\"foot_24\">&laquo;24<\/a>] Friedrich Dieckmann: <em>Ratloses Erschrecken<\/em>, in: Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik 9\/2018; dazu auch Sch&ouml;llgen\/Schr&ouml;der (siehe Fu&szlig;n. 4), S. 70 <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_25\" name=\"foot_25\">&laquo;25<\/a>] Der Bundeswehr-Brigadegeneral a.D. Klaus Wittmann weist in einem Leserbrief an die FAZ vom 31.05.2021 auf Folgendes hin:<br>\n&bdquo;<em>Die NATO <\/em>[&hellip;] <em>hatte schon in der &sbquo;Erweiterungsstudie&lsquo; von 1995 festgelegt, dass sie keine Einladung zum Beitritt an Staaten mit &sbquo;external territorial disputes&lsquo; ausspricht. Das ist ja &ndash; leider &ndash; Moskaus &sbquo;Hebel&lsquo;. <\/em>[&hellip;]&ldquo; <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_26\" name=\"foot_26\">&laquo;26<\/a>] NachDenkSeiten v. 14.09.2020 (<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64719\">nachdenkseiten.de\/?p=64719<\/a>); Vonnahme war Richter am Bayerischen VGH <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_27\" name=\"foot_27\">&laquo;27<\/a>] Die hier wiedergegebenen Fakten stammen nicht von dem Sender RT Deutsch, der sich auch mit Nawalny besch&auml;ftigt.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_28\" name=\"foot_28\">&laquo;28<\/a>] Nr. 27\/2021 vom 02.02.2021<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_29\" name=\"foot_29\">&laquo;29<\/a>] <em>Putins Palast? <\/em>HNA online, 19.02.2021 <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_30\" name=\"foot_30\">&laquo;30<\/a>] Zur Historie: Gregor Sch&ouml;llgen\/Richard Schr&ouml;der: <em>Letzte Chance <\/em>(Fu&szlig;n. 4), 2021, S. 74 ff.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_31\" name=\"foot_31\">&laquo;31<\/a>] Hendrik Paulitz: <em>StromMangelWirtschaft<\/em>, 2020<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_32\" name=\"foot_32\">&laquo;32<\/a>] FAZ Nr. 27\/2021 vom 02.02.2021 <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_33\" name=\"foot_33\">&laquo;33<\/a>] So ein Leserbrief in der SZ v. 28.08.2020<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_34\" name=\"foot_34\">&laquo;34<\/a>] siehe dazu die Resolution der Generalversammlung der UN vom 24.10.970, A\/Res\/2625XXV<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_35\" name=\"foot_35\">&laquo;35<\/a>] Rheinische Post vom 05.02.2021<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_36\" name=\"foot_36\">&laquo;36<\/a>] Vollst&auml;ndiger Abdruck in: <em>Zeitfragen <\/em>(Z&uuml;rich) Nr. 4\/5, 2021<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_37\" name=\"foot_37\">&laquo;37<\/a>] siehe Moskauer Deutsche Zeitung v. 01.06.2018: <em>Wolgograd: Eine Stadt gegen das Vergessen<\/em>; der Mamajew- H&uuml;gel ist <b>das <\/b>Symbol f&uuml;r die Schlacht von Stalingrad und ihre Opfer. <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_38\" name=\"foot_38\">&laquo;38<\/a>] Diesen Hinweis verdanke ich Karl-Wilhelm Lange, siehe Fu&szlig;n. 1<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_39\" name=\"foot_39\">&laquo;39<\/a>] Auch mein Klavierlehrer, Alexander Urvalov, ist russischer Herkunft.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_40\" name=\"foot_40\">&laquo;40<\/a>] Selbst der Unternehmer Dirk Rossmann kreiert in seinem &bdquo;Thriller&ldquo; <em>Der neunte Arm des Oktopus <\/em>eine G3 genannte Weltregierung aus den USA, China und Russland. Die EU spielt in dem Buch auff&auml;lligerweise keine Rolle.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_41\" name=\"foot_41\">&laquo;41<\/a>] Es f&auml;llt auf, dass zwei ehemalige deutsche Botschafter in Russland, Andreas Meyer-Landrut und Ernst-J&ouml;rg von<br>\nStudnitz, Ehrenvorsitzende des Deutsch-Russischen Forums sind. <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_*\" name=\"foot_*\">&laquo;*<\/a>] Aktualisierung 15.12.2021: In diesem Satz war Jelzin urspr&uuml;nglich als ehemaliger B&uuml;rgermeister Moskaus bezeichnet worden, das haben wir korrigiert.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach dem Gespr&auml;ch zwischen Wladimir Putin und Joe Biden geht die Meinungsmache gegen Russland in zahlreichen Medien weiter. Auch aus diesem Grund bringen wir hier einen interessanten und ausf&uuml;hrlichen Text von <b>Peter Becker<\/b>[<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78691#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>]. M&ouml;glicherweise sto&szlig;en die Thesen zur Schuldfrage beim Ersten Weltkrieg auf Diskussionsbedarf oder auch ein Rat des Autors an die russische<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78691\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":78692,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,20,11],"tags":[2871,964,877,2102,1644,1426,2407,1313,941,911,416,466,1283,2608,1337,915,259,2147,260,1556,2633,966,1019],"class_list":["post-78691","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-landerberichte","category-strategien-der-meinungsmache","tag-antikommunismus","tag-chodorkowski-michail","tag-erdgas","tag-geostrategie","tag-gorbatschow-michail","tag-hegemonie","tag-jelzin-boris","tag-krim","tag-ksze","tag-maidan","tag-nationalsozialismus","tag-nato","tag-nawalny-alexej","tag-nord-stream","tag-oligarchen","tag-putin-wladimir","tag-russland","tag-sowjetunion","tag-ukraine","tag-usa","tag-warschauer-vertrag","tag-weltkrieg","tag-wirtschaftssanktionen"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/shutterstock_650275783.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/78691","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=78691"}],"version-history":[{"count":16,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/78691\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":79020,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/78691\/revisions\/79020"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/78692"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=78691"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=78691"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=78691"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}