{"id":78739,"date":"2021-12-09T08:39:36","date_gmt":"2021-12-09T07:39:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78739"},"modified":"2021-12-09T08:39:36","modified_gmt":"2021-12-09T07:39:36","slug":"hinweise-des-tages-4006","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78739","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78739#h01\">Deal mit Staatsanwaltschaft: Neuer Kanzleramtschef zahlt 5000 Euro &ndash; Ermittlungen wegen Twitter-Post eingestellt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78739#h02\">Banker bleibt Scholz-Vertrauter: J&ouml;rg Kukies in Kanzler-Boygroup<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78739#h03\">Steuerskandal: Staatsanw&auml;ltin: &bdquo;Cum-Ex&ldquo;-Nachsicht nicht nachvollziehbar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78739#h04\">Bitte keinen Sch&auml;uble 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78739#h05\">Was bedeuten die Pl&auml;ne der Ampel-Koalition f&uuml;r Mieterinnen und Mieter?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78739#h06\">Pflegeheime in der Pandemie: Gut organisierte Ignoranz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78739#h07\">Feuerwerkshersteller Weco in Freiberg wird geschlossen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78739#h08\">H&ouml;here Steuern, dunklere Stra&szlig;en: Kommunen m&uuml;ssen wegen Corona sparen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78739#h09\">Pi mal Daumen durch die Pandemie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78739#h10\">Studie von Unicef: Corona-Pandemie st&uuml;rzt 100 Millionen Kinder mehr in die Armut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78739#h11\">Buzzwords, Bullshit und Boykott-Aufrufe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78739#h12\">Wirtschaftskrise am Bosporus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78739#h13\">Japan will es 2023 ins Meer leiten: Simulation zeigt: Verseuchtes Fukushima-Abwasser w&uuml;rde sich im ganzen Pazifik ausbreiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78739#h14\">Aktivisten kaufen 21 Berliner aus Gef&auml;ngnis frei<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Deal mit Staatsanwaltschaft: Neuer Kanzleramtschef zahlt 5000 Euro &ndash; Ermittlungen wegen Twitter-Post eingestellt  <\/strong><br>\nKurz vor Amtsantritt konnte Wolfgang Schmidt noch sein Strafverfahren loswerden. Den Tatverdacht ausr&auml;umen konnte er nicht.<br>\nDer neue Chef des Bundeskanzleramts Wolfgang Schmidt (SPD) muss keine Anklage wegen einer &bdquo;verbotenen Mitteilung &uuml;ber Gerichtsverhandlungen&ldquo; durch einen Twitter-Post f&uuml;rchten. Wie die Berliner Staatsanwaltschaft dem Tagespiegel best&auml;tigt hat, sei das Ermittlungsverfahren gegen ihn am vergangenen Montag gegen eine Geldauflage von 5000 Euro vorl&auml;ufig eingestellt worden. Schmidt habe den geforderten Betrag umgehend bezahlt, der nun je zur H&auml;lfte an zwei gemeinn&uuml;tzige Einrichtungen &uuml;berwiesen werde. Mit Eingang des Geldes dort werde das Verfahren endg&uuml;ltig eingestellt. [&hellip;]<br>\nH&auml;tte sich Schmidt dem &bdquo;Deal&ldquo; verweigert, h&auml;tte wohl ein Strafbefehl oder eine Anklage gedroht. Sich mit einer Geldauflage einverstanden zu erkl&auml;ren, ist gerade f&uuml;r prominente Beschuldigte die in solchen F&auml;llen vorzugsw&uuml;rdige L&ouml;sung. F&uuml;r Betroffene gilt weiterhin die Unschuldsvermutung. Andererseits sind die Vorw&uuml;rfe damit nicht ausger&auml;umt, wie Schmidt es im September noch erhofft hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/deal-mit-staatsanwaltschaft-neuer-kanzleramtschef-zahlt-5000-euro-ermittlungen-wegen-twitter-post-eingestellt-\/27872632.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Banker bleibt Scholz-Vertrauter: J&ouml;rg Kukies in Kanzler-Boygroup<\/strong><br>\nDer ehemalige Investmentbanker zieht als Leiter der Abteilung Wirtschaft und Finanzen ins Kanzleramt. F&uuml;r Olaf Scholz eine zentrale Schaltstelle.<br>\nOlaf Scholz mache den &bdquo;Brandstifter zur Feuerwehr&ldquo;, hie&szlig; es, als er den Investmentbanker mit den guten Anz&uuml;gen vor drei Jahren als beamteten Staatssekret&auml;r ins Finanzministerium rief. Davon ist beim erneuten Jobwechsel von J&ouml;rg Kukies keine Rede mehr. Kukies verdient zwar keine Unsummen mehr wie einst bei Goldman Sachs, aber auch politische Gegner loben dessen Detailkenntnis und verbindliche Art.<br>\nScholz holt den &Ouml;konomen nun als Leiter der Abteilung Wirtschaft und Finanzen in die neue SPD-Boygroup im Bundeskanzleramt. Kukies&rsquo; Staatssekret&auml;rs-Kollege Wolfgang Schmidt wird dort schon Chef.<br>\nAn einem Sonntag im M&auml;rz 2018 hatte Kukies vom damals gerade frisch ernannten Finanzminister Scholz eine Kennenlern-SMS erhalten: Hessens einstiger SPD-Chef Thorsten Sch&auml;fer-G&uuml;mbel und die designierte SPD-Vorsitzende Andrea Nahles hatten den Kontakt hergestellt. Nahles kannte Kukies gut: Er war Anfang der 1990er Jahre ihr Vorg&auml;nger als Chef der rheinland-pf&auml;lzischen Jusos gewesen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Banker-bleibt-Scholz-Vertrauter\/!5809654\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Steuerskandal: Staatsanw&auml;ltin: &bdquo;Cum-Ex&ldquo;-Nachsicht nicht nachvollziehbar<\/strong><br>\nDie K&ouml;lner Oberstaatsanw&auml;ltin und &bdquo;Cum-Ex&ldquo;-Expertin Brorhilker l&auml;sst kein gutes Haar an den Hamburger Finanzbeh&ouml;rden. Deren Nachsicht gegen&uuml;ber der in den Steuer-Skandal verwickelten Warburg Bank sei nicht nachvollziehbar.<br>\nDie K&ouml;lner Oberstaatsanw&auml;ltin und &bdquo;Cum-Ex&ldquo;-Expertin Anne Brorhilker kann den Verzicht Hamburger Finanzbeh&ouml;rden auf eine Steuernachforderung an die in den Steuerskandal verwickelte Warburg Bank nicht nachvollziehen. Aus ihrer Sicht w&auml;re schon 2016 eine R&uuml;ckforderung m&ouml;glich gewesen. Und &bdquo;2017 war die Beweislage noch viel besser&ldquo;, sagte sie am Freitag als Zeugin im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss der Hamburgischen B&uuml;rgerschaft. Brorhilker ermittelt im &bdquo;Cum-Ex&ldquo;-Skandal bereits seit mehr als acht Jahren gegen Banker, Berater und Aktienh&auml;ndler. Sie gilt als Kennerin der Szene und hat unter anderem daf&uuml;r gesorgt, dass der fr&uuml;here Generalbevollm&auml;chtigte der Warburg Bank in der Sache zu f&uuml;nfeinhalb Jahren Gef&auml;ngnis verurteilt worden ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/mehr-wirtschaft\/koelner-staatsanwaeltin-cum-ex-nachsicht-nicht-nachvollziehbar-17667522.html\">FAZ<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Scherbenhaufen im Schweizer Cum-Ex-Prozess &ndash; das Z&uuml;rcher Obergericht bricht die Verhandlung ab<\/strong><br>\nIn der Berufungsverhandlung zur Schweizer Cum-Ex-Aff&auml;re ist das Obergericht in Z&uuml;rich zum Schluss gekommen, im Fall eines Staatsanwalts bestehe zumindest der Anschein der Befangenheit. Ob der dadurch entstandene Scherbenhaufen geflickt werden kann, ist offen.<br>\nKurz vor Mittag lagen sich die drei Angeklagten aus Deutschland und ihre Verteidiger in den Armen: In der Berufungsverhandlung im Cum-Ex-Prozess hatte ihnen das Obergericht in Z&uuml;rich recht gegeben und den Abbruch der Hauptverhandlung verf&uuml;gt. Das Gericht hiess den Antrag der Verteidigung gut, jenen Staatsanwalt f&uuml;r befangen zu erkl&auml;ren, der das umstrittene Cum-Ex-Verfahren vor rund acht Jahren in Angriff genommen hatte. Zumindest bestehe der Anschein der Befangenheit, befand das Gericht nach einer rund einst&uuml;ndigen Beratung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/wirtschaft\/erneut-schwere-vorwuerfe-aus-deutschland-die-schweizer-cum-ex-affaere-geht-in-die-zweite-runde-ld.1658385\">NZZ<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Bitte keinen Sch&auml;uble 2.0<\/strong><br>\nEs ist vollbracht. Die Tinte ist trocken. Die Ampel hat ihren Koalitionsvertrag unterschrieben. Gleich danach ging es zur Bundespressekonferenz, um Fragen der Hauptstadtpresse zu beantworten. Lindner, Habeck und Scholz sind l&auml;ngst nicht mehr im Wahlkampfmodus, sondern sprechen mit dem Brustton der Diplomatie. Die Ampel ist ein Zweckb&uuml;ndnis, ja klar. Am allermeisten merkt man das Robert Habeck an. Wenn Lindner wirtschaftsliberale Floskeln von sich gibt, zieht Habeck sein Pokerface auf.<br>\nSo auch in erw&auml;hnter Pressekonferenz. Kurz vor Ende der PK bekommt ein Journalist vom griechischen Fernsehen das Wort. Der &auml;ltere Mann mit grauem Haar und rahmenloser Brille auf der Nase leitet seine Frage mit der Sorge ein, dass viele S&uuml;dl&auml;nder Angst vor einer Neuauflage der Sparpolitik unter Lindner h&auml;tten. Sind &ldquo;die Sorgen berechtigt?&rdquo; will der Journalist von Lindner wissen (siehe Video bei 1:04.13). [&hellip;]<br>\nBevor Lindner antwortet, atmet er einmal tief durch. Deutschland werde in der Eurozone auf Stabilit&auml;t achten und gleichzeitig erm&ouml;glichen, dass Investitionen in Wettbewerbsf&auml;higkeit freigesetzt werden, so sein erstes Statement zu der Frage. Stabilit&auml;t hei&szlig;t f&uuml;r Lindner: sparsam haushalten und Schulden vermeiden. Also die Sch&auml;uble-Stabilit&auml;t, die sich auch Olaf Scholz als Finanzminister zu eigen machte. Die Stabilit&auml;t, auf die eine schw&auml;bische Hausfrau stolz sein k&ouml;nnte, die aber einer Volkswirtschaft Probleme bereitet. Der Verweis auf die Wettbewerbsf&auml;higkeit ist eine Floskel, die ungute Erinnerungen weckt. Verbarg sich dahinter doch bisher die Heilige Dreifaltigkeit aus Privatisierung, Sparpolitik und Lohnk&uuml;rzungen. Dass Lindner genau das damit meint, zeigt der Verweis auf Griechenland, den er dem ersten Teil des Statements dann anf&uuml;gt: Mit einer &ldquo;beeindruckenden Reformpolitik&rdquo; sei es der Regierung in Athen gelungen, &ldquo;die griechische Volkswirtschaft auf einen neuen Erfolgskurs zu bringen&rdquo;. Das m&uuml;sse &ldquo;umgekehrt f&uuml;r Deutschland sogar Anspruch sein, &auml;hnlich ambitioniert zu werden, wie die griechische Innenpolitik es ist&rdquo;. Wie bitte? Als Lindner den Satz spricht, wendet Habeck seinen Blick sichtbar ab. Doch das Pokerface sitzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/mauricehoefgen.substack.com\/p\/finanzminister-lindner-ampel-griechenland\">Maurice H&ouml;fgen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Was bedeuten die Pl&auml;ne der Ampel-Koalition f&uuml;r Mieterinnen und Mieter?<\/strong><br>\nWohnen Der Schutz von Mieterinnen bleibt l&ouml;chrig &ndash; und doch gibt es auch Grund zur Hoffnung: Lukas Siebenkotten, der Pr&auml;sident des deutschen Mieterbundes, spricht im Interview &uuml;ber die Mieten-Pl&auml;ne der neuen Regierung [&hellip;]<br>\nHerr Siebenkotten, Sie haben den Koalitionsvertrag als &bdquo;Entt&auml;uschung f&uuml;r Mieterinnen und Mieter bezeichnet&ldquo;. Warum?<br>\nWeil die mietrechtlichen Passagen bei weitem nicht dem entsprechen, was wir uns vorgestellt haben &ndash; und &uuml;brigens auch nicht dem, was SPD und Gr&uuml;ne in ihre Wahlprogramme geschrieben haben.<br>\nSie kritisieren nicht nur die Verl&auml;ngerung der gemeinhin als wirkungslos bewerteten Mietpreisbremse, sondern auch, dass die sogenannte Kappungsgrenze kaum abgesenkt wurde. Was hat es damit auf sich?<br>\nDie Kappungsgrenze regelt, um wie viel Prozent die Miete im laufenden Mietverh&auml;ltnis maximal erh&ouml;ht werden darf. Wir hatten uns einen Mietenstopp f&uuml;r sechs Jahre vorgestellt. In dieser Zeit h&auml;tte man viele Wohnungen bauen und beobachten k&ouml;nnen, ob sich der Markt in der Zwischenzeit ein wenig entspannt hat. Stattdessen soll die Kappungsgrenze in angespannten Wohnungsm&auml;rkten nur von 15 auf 11 Prozent gesenkt werden. Innerhalb von drei Jahren darf die Miete also weiterhin um 11 Prozent erh&ouml;ht werden. Das ist ein schlechtes Ergebnis f&uuml;r Mieterinnen und Mieter.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/bennyk\/mieten-ampel-eigenbedarf-fdp-spd-gruene-wohnen\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Pflegeheime in der Pandemie: Gut organisierte Ignoranz<\/strong><br>\nIn vielen F&auml;llen haben die Beh&ouml;rden auch in der vierten Corona-Welle keine Ahnung, wie gut Senioren in Pflegeheimen durch Impfung gesch&uuml;tzt sind. Das ergab eine Umfrage von WDR, NDR und &ldquo;S&uuml;ddeutscher Zeitung&rdquo;.<br>\nViele Gesundheits&auml;mter in Deutschland haben auch zwei Jahre nach Ausbruch der Corona-Pandemie offenbar keinen &Uuml;berblick &uuml;ber den Schutz von Seniorinnen und Senioren in Pflegeheimen. Das ergab eine Umfrage von WDR, NDR und &ldquo;S&uuml;ddeutscher Zeitung&rdquo; (SZ) bei mehr als 370 der Beh&ouml;rden, von denen gut 180 antworteten.<br>\nKnapp zwei Drittel gaben an, keinen &Uuml;berblick &uuml;ber den Impfschutz von Seniorinnen und Senioren in Pflegeheimen zu haben. Gut 130 von ihnen wissen zudem nicht, wie hoch der Anteil der Geimpften beim Pflegepersonal ist.<br>\nDabei sind alte Menschen und vor allem die Bewohner von Pflegeheimen die am st&auml;rksten gef&auml;hrdete Gruppe in der Pandemie. Die Umfrage ist nicht repr&auml;sentativ, zeigt aber einen klaren Trend. Dabei ist es nicht &uuml;berall so schlecht: Die Landkreise D&uuml;ren und Heinsberg etwa haben einen nahezu vollst&auml;ndigen &Uuml;berblick &uuml;ber die Lage in den Pflegeheimen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/investigativ\/ndr-wdr\/corona-impfungen-pflegeheime-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Feuerwerkshersteller Weco in Freiberg wird geschlossen<\/strong><br>\nCoronabedingt erlitt der Freiberger Feuerwerkshersteller Weco in der letzten Saison einen Umsatzeinbruch von 95 Prozent, die 150 Arbeitspl&auml;tze waren in Gefahr. Nun ist das Aus f&uuml;r den Traditionsbetrieb besiegelt.<br>\nDie traditionsreiche Herstellung von Feuerwerk bei Weco in Freiberg steht endg&uuml;ltig vor dem Aus. Das Unternehmen hat sich mit dem Betriebsrat auf einen Sozialplan f&uuml;r die noch 100 Besch&auml;ftigten verst&auml;ndigt, sagte ein Sprecher des Pyrotechnik-Unternehmens am Montag. Demnach w&uuml;rden im Laufe des Monats die Mitarbeiter ihre K&uuml;ndigungen erhalten. F&uuml;r sie solle eine Transfergesellschaft gegr&uuml;ndet werden. Die Automotive-Tochter von Weco am Freiberger Standort, die Teile f&uuml;r Airbags produziert, bleibt erhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/sachsen\/chemnitz\/freiberg\/corona-hersteller-weco-feuerwerk-schliessung-100.html\">mdr<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>H&ouml;here Steuern, dunklere Stra&szlig;en: Kommunen m&uuml;ssen wegen Corona sparen<\/strong><br>\nAufgrund der Pandemie beklagen immer mehr deutsche St&auml;dte und Gemeinden Einnahmeverluste. Sparma&szlig;nahmen beinhalten eine teurere Wasserversorgung, geschlossene Schwimmb&auml;der oder eine dunklere Stra&szlig;enbeleuchtung. Zum Teil m&uuml;ssen sowohl B&uuml;rger als auch Firmen mit Steuererh&ouml;hungen rechnen.<br>\nAngesichts der Corona-Krise wollen zahlreiche Kommunen laut einer Umfrage st&auml;rker sparen und sich zus&auml;tzliche Einnahmequellen sichern. Der Anteil der St&auml;dte und Gemeinden, die Steuern und Abgaben erh&ouml;hen wollten, sei im Vorjahresvergleich um sechs Punkte auf 70 Prozent gestiegen. Das berichtete das Stuttgarter Beratungsunternehmen Ernst &amp; Young (EY) unter Berufung auf eine eigene repr&auml;sentative Umfrage unter gut 300 Kommunen in Deutschland mit mindestens 20.000 Einwohnern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Kommunen-muessen-wegen-Corona-sparen-article22981267.html\">n-tv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Pi mal Daumen durch die Pandemie<\/strong><br>\nDurch ihren nachl&auml;ssigen Umgang mit den Inzidenzzahlen der Ungeimpften haben die Verantwortlichen das Vertrauen in die Corona-Politik ersch&uuml;ttert. Und das ganz ohne Not.<br>\nNeulich hat Markus S&ouml;der gesagt, die vierte Corona-Welle sei &ldquo;angeknackst, nicht gebrochen&rdquo;. &Auml;hnlich ist es beim allgemeinen Vertrauen in die Pandemiepolitik. Die &ldquo;Stunde der Exekutive&rdquo;, in der ohne viel Hinterfragen durchregiert wurde, schlug 2020. L&auml;ngst m&uuml;ssen die Politiker bei den B&uuml;rgern jeden Tag aufs Neue um Vertrauen werben. Da schickt es sich, jedes Wort zu w&auml;gen, akkurat zu argumentieren und jede Zahl abzuklopfen, ob sie wasserdicht ist. Nur Genauigkeit und Verbindlichkeit schaffen die Basis, damit die Corona-Ma&szlig;nahmen Akzeptanz finden, die im Alltag ja sehr genau und verbindlich gelten. Und das ist auch Basis daf&uuml;r, dass jene, die mit &uuml;blen Fake News oder Halbwahrheiten zurecht am Rand der Gesellschaft bl&ouml;ken, nicht noch Zulauf erhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/inzidenz-ungeimpfte-corona-1.5481622\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Studie von Unicef: Corona-Pandemie st&uuml;rzt 100 Millionen Kinder mehr in die Armut<\/strong><br>\nSchon vor der Pandemie fehlte es einer Milliarde Kinder an ausreichend Zugang zu Bildung, Nahrung oder Gesundheitsversorgung. Corona hat die Lage verschlimmert.<br>\nDie Corona-Pandemie hat nach einer Studie des UN-Kinderhilfswerks Unicef weltweit zus&auml;tzlich 100 Millionen Kinder in Armut gest&uuml;rzt. Das seien innerhalb von weniger als zwei Jahren zehn Prozent mehr seit 2019, berichtete die Organisation am Donnerstag.<br>\nSchon vor der Pandemie hatten eine Milliarde Kinder weltweit nicht ausreichend Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung, Unterk&uuml;nften, Ern&auml;hrung, sanit&auml;ren Einrichtungen oder sauberem Wasser gehabt. Eine solche Krise habe es in den 75 Jahren seit Bestehen von Unicef noch nicht gegeben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/studie-von-unicef-corona-pandemie-stuerzt-100-millionen-kinder-mehr-in-die-armut\/27876834.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Bericht zur Ungleichheit: Corona-Pandemie macht Milliard&auml;re noch reicher<\/strong><br>\nDas Verm&ouml;gen der Reichen w&auml;chst noch schneller. Der Bericht zur weltweiten Ungleichheit zeigt eine extreme Zunahme des Abstands zwischen Arm und Reich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/bericht-zur-ungleichheit-corona-pandemie-macht-milliardaere-noch-reicher\/27870630.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Buzzwords, Bullshit und Boykott-Aufrufe<\/strong><br>\nDie neue europ&auml;ische China-Politik nimmt Gestalt an. Sie bedeutet einen radikalen Bruch mit der alten deutschen Linie, die auf Kooperation ausgelegt war. Selbst die einst gefeierte Seidenstra&szlig;e wird ausgebremst.<br>\nAls Duisburg 2014 an die &bdquo;Neue Seidenstra&szlig;e&ldquo; angebunden wurde, da knallten die Sektkorken. Die 11.000 Kilometer lange Schienenverbindung nach China wurde als Zeichen f&uuml;r die Wiedergeburt des Ruhrgebiets gefeiert &ndash; und als Symbol f&uuml;r die deutsch-chinesische Freundschaft, von der ganz Europa profitieren w&uuml;rde.<br>\nTats&auml;chlich geht es wieder bergauf in Duisburg-Ruhrort und der Region. Inzwischen werden hier fast so viele Container umgeschlagen wie in den Seeh&auml;fen Bremen und Bremerhaven. Die Wirtschaft floriert, die Beziehungen zu China sind eng und herzlich geworden. Eine Erfolgsgeschichte, k&ouml;nnte man meinen.<br>\nDoch in Berlin und Br&uuml;ssel wird das ganz anders gesehen. Die neue Bundesregierung in Berlin betrachtet die Ann&auml;herung an China nicht als Trumpf, sondern als Problem. Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock spricht von &bdquo;Dialog und H&auml;rte&ldquo;. Und die EU-Kommission in Br&uuml;ssel setzt auf Eind&auml;mmung und Bestrafung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/45-2021\/buzzwords-bullshit-und-boykott-aufrufe\/\">Eric Bonse auf Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wirtschaftskrise am Bosporus<\/strong><br>\nMit einiger Sorge reagieren Beobachter auf die aktuelle Wirtschafts- und W&auml;hrungskrise in der T&uuml;rkei und spekulieren &uuml;ber Folgen f&uuml;r die Bundesrepublik. Die T&uuml;rkei leidet aktuell unter einem dramatischen Wertverlust der Lira, die binnen eines Jahres gegen&uuml;ber dem Euro gut 60 Prozent ihres Wertes eingeb&uuml;&szlig;t hat; dies wird noch dadurch versch&auml;rft, dass Pr&auml;sident Recep Tayyip Erdogan auf einer Zinssenkung besteht, die erhebliche Kapitalabfl&uuml;sse auszul&ouml;sen droht. Folgen f&uuml;r Deutschland werden bef&uuml;rchtet, weil beide L&auml;nder wirtschaftlich eng verflochten sind: Die Bundesrepublik ist wichtigster Handelspartner und einer der gr&ouml;&szlig;ten ausl&auml;ndischen Investoren am Bosporus. Die unmittelbaren Folgen f&uuml;r das deutsche Bankensystem werden als eher gering eingesch&auml;tzt: Deutsche Banken haben Kredite im Wert von 13 Milliarden US-Dollar an die T&uuml;rkei vergeben; das Risiko sei verkraftbar, hei&szlig;t es. Doch sind indirekte Folgen &uuml;ber krisenhafte Entwicklungen bei spanischen oder franz&ouml;sischen Banken nicht auszuschlie&szlig;en. F&uuml;r in der T&uuml;rkei produzierende deutsche Firmen ist der Absturz der Lira sogar vorteilhaft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8788\/\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Japan will es 2023 ins Meer leiten: Simulation zeigt: Verseuchtes Fukushima-Abwasser w&uuml;rde sich im ganzen Pazifik ausbreiten<\/strong><br>\nForscher haben ermittelt, wie sich Tritium und andere Radionuklide aus dem verseuchten Abwasser von Fukushima im Pazifik ausbreiten werden. Denn ab 2023 soll das auf dem Kraftwerksgel&auml;nde gelagerte Wasser ins Meer eingeleitet werden. Den Simulationen zufolge wird sich die Kontamination prim&auml;r ostw&auml;rts ausbreiten &ndash; und nach gut drei Jahren die K&uuml;sten der USA erreichen. Dort k&ouml;nnte die Konzentration sogar h&ouml;her liegen als an vielen asiatischen K&uuml;sten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/wissen\/natur\/japan-will-es-2023-ins-meer-leiten-fukushima-tritium-im-ganzen-pazifik_id_24491056.html\">Focus Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Aktivisten kaufen 21 Berliner aus Gef&auml;ngnis frei<\/strong><br>\nWer wiederholt ohne Fahrschein mit den &ouml;ffentlichen Verkehrsmitteln f&auml;hrt, muss hohe Strafen zahlen &ndash; oder gar in Haft. Die Initiative &bdquo;Freiheitsfonds&ldquo; kritisiert die Praxis scharf. [&hellip;]<br>\n&bdquo;&rdquo;Fahren ohne Fahrschein&rdquo; ist seit 1935 eine Straftat, eingef&uuml;hrt von den Nazis. Tausende Menschen m&uuml;ssen jedes Jahr ins Gef&auml;ngnis, weil sie sich kein Ticket f&uuml;r Bus und Bahn leisten k&ouml;nnen. Dieses System ist entw&uuml;rdigend, willk&uuml;rlich und sinnlos. Es muss abgeschafft werden&ldquo;, schreibt Arne Semsrott auf seinem Twitter-Account.<br>\nMit Spenden habe die Initiative demnach f&uuml;r 28.420 Euro insgesamt 2130 Hafttage aufgel&ouml;st, was laut Rechnung der Aktivist:innen dem Staat zugleich fast 320.000 Euro Haftkosten erspare.<br>\nIn Berlin sitzen j&auml;hrlich rund 500 Menschen eine Ersatzfreiheitsstrafe ab, offiziell hei&szlig;t das Delikt &bdquo;Erschleichen von Leistungen&ldquo;. Im Durchschnitt sitzen die Betroffenen laut Justizverwaltung 30 Tage in Haft und kosten das Land damit Millionen: Ein Hafttag kostet den Staat rund 160 Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/haft-nach-fahrt-ohne-fahrschein-aktivisten-kaufen-21-berliner-aus-gefaengnis-frei\/27864116.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das ist ein Vorgehen, das man sich auch hinsichtlich einer Impfpflicht vorstellen kann, wer die verf&uuml;gten Bu&szlig;gelder bei der Verweigerung der Zwangsimpfung nicht zahlt oder nicht zahlen kann, landet in Haft. &Auml;hnlich dem Schwarzfahren trifft dies dann prim&auml;r die &auml;rmeren Bev&ouml;lkerungsschichten. Wer &uuml;ber die entsprechenden finanziellen Ressourcen verf&uuml;gt, k&ouml;nnte dann sich der Zwangsimpfung entsprechend l&auml;nger entziehen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-78739","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/78739","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=78739"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/78739\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":78742,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/78739\/revisions\/78742"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=78739"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=78739"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=78739"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}