{"id":78800,"date":"2021-12-11T11:45:16","date_gmt":"2021-12-11T10:45:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78800"},"modified":"2021-12-11T11:55:42","modified_gmt":"2021-12-11T10:55:42","slug":"venezuela-mega-regionalwahlen-im-zeichen-politischer-zersplitterung-und-wirtschaftlicher-erholung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78800","title":{"rendered":"Venezuela \u2013 \u201eMega-Regionalwahlen\u201c im Zeichen politischer Zersplitterung und wirtschaftlicher Erholung"},"content":{"rendered":"<p>Am vergangenen 21. November fanden in Venezuela Regional- und Kommunalwahlen statt, mit denen die &Auml;mter von 23 Gouverneuren, 335 B&uuml;rgermeistern und 2.471 Kommunalr&auml;ten neu besetzt wurden. F&uuml;r sich allein genommen, ein beeindruckendes Unternehmen, doch die Umschreibung mit &bdquo;Mega-Wahl&ldquo; erhielt bereits volle Bedeutung, als der nationale Wahlrat (CNE) Ende Mai 2021 bekanntgab, dass rund 70.000 Kandidaten aus <a href=\"https:\/\/talcualdigital.com\/cne-contabiliza-111-partidos-habilitados-para-las-megaelecciones\/\">111 politischen Parteien und W&auml;hlerlisten zugelassen<\/a> waren; ein im Sinne traditioneller westlicher Demokratien, in denen sich Jahrzehnte lang ein Parteien-Duo an der Macht abwechselt, konfuses Szenario parteipolitischer Zersplitterung. Doch ist es auch der bildhafteste Hinweis darauf, dass bei der Beschreibung des <i>Chavismo<\/i> als dominierendem politischen Faktor in Venezuela der Begriff &bdquo;Diktatur&ldquo;, wie er beliebig von bestimmten Medien und der Politik verwendet wird, wohl doch fehl am Platze ist. Von <strong>Frederico F&uuml;llgraf<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Stimmung im Land<\/strong><\/p><p>Die Wahlen scheinen zu einem seltsamen Zeitpunkt stattgefunden zu haben: &Auml;hnlich wie in Chile, wo zur Vorrunde der Pr&auml;sidentschaftswahl maximal 47 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgaben und mit ihrem Verhalten die bevorstehende Stichwahl vom 19. Dezember unter H&ouml;chstspannung setzen, scheint auch in Venezuela, so lesen sich einzelne Szenen-Beobachtungen, &bdquo;die Politik&ldquo; nach Jahrzehnten tiefer Polarisierung nicht mehr vorrangiges Anliegen der Bev&ouml;lkerung zu sein. Die Regierungspolitik der Dollarisierung und wirtschaftlichen &Ouml;ffnung gegen&uuml;ber der Privatinitiative scheint die strukturelle Krise etwas abzufangen und zu mildern, die Produktion im Lande zu reaktivieren und wenigstens teilweise die dringenden Bed&uuml;rfnisse der Bev&ouml;lkerung zu bedienen.<\/p><p>Vertreter der deutschen Friedrich-Ebert-Stiftung (SPD) und der Konrad-Adenauer-Stiftung (CDU) beobachteten das Umfeld und schlussfolgerten richtig, dass Guaid&oacute;s <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/es\/comicios-regionales-en-venezuela-megaelecciones-con-m%C3%ADnimas-expectativas\/a-59851409\">&bdquo;Boykottstrategie gescheitert&ldquo;<\/a> ist. Allerdings mit Einschr&auml;nkungen und Sympathie f&uuml;r das neue Profil der Opposition: &bdquo;Wenn sich die Oppositionsparteien angemessen vorbereitet, wenn sie zusammengekommen w&auml;ren und nicht gegeneinander gek&auml;mpft h&auml;tten, h&auml;tten sie eine echte Chance gehabt. Was unterst&uuml;tzt diese These?&ldquo; N&auml;mlich die Tatsache, dass die Dinge f&uuml;r einen gro&szlig;en Teil der Bev&ouml;lkerung in Venezuela seit Jahren so schlecht liefen, dass jemand, egal wer, der &uuml;berzeugende, innovative Verbesserungen andeutet, sogar von &uuml;berzeugten, regierungstreuen Maduro-Anh&auml;ngern gew&auml;hlt w&uuml;rde. Zusammengefasst: Bei diesen Wahlen war kein politischer Diskurs das vorherrschende Thema, sondern vorrangige, existenzielle Fragen: warum kein K&uuml;chen-Gas verf&uuml;gbar ist, wann die Stromversorgung gesichert, warum Benzin so teuer ist, wo doch Venezuela die gr&ouml;&szlig;ten Erd&ouml;lvorkommen der Welt besitzt, und so weiter.<\/p><p>Die Zufriedenstellung der Grundbed&uuml;rfnisse unter den Bedingungen drakonischer internationaler Wirtschaftssanktionen hat den Alleingang der Regierung Nicol&aacute;s Maduro in den vergangenen Jahren eindeutig &uuml;berfordert und sie zu ernsthafter innenpolitischer Entspannung herausgefordert. Das gelang ihr teilweise mit der <a href=\"https:\/\/www.france24.com\/es\/am%C3%A9rica-latina\/20210906-venezuela-termina-segunda-ronda-negociaciones\">Isolierung des jederzeit zum Staatsstreich bereiten Oppositionsfl&uuml;gels<\/a> um Juan Guaid&oacute; in den Verhandlungen mit der dialogbereiten Mehrheit der Opposition in Mexiko.<\/p><p><strong>Demokratisierte Wahlbeh&ouml;rde<\/strong><\/p><p>Ein Hinweis auf die wenngleich langsamen, aber doch optimistisch stimmenden Vereinbarungen ist die Neubesetzung des nationalen Wahlrats (CNE). Sie wurde bereits im Mai zwischen Regierung und Opposition ausgehandelt und sicherte beiden je drei beziehungsweise zwei Sitze im f&uuml;nfk&ouml;pfigen Vorstand der Wahlbeh&ouml;rde zu. Zu den eingegangenen Verpflichtungen geh&ouml;rte auch die Zulassung und Unterst&uuml;tzung internationaler Wahlbeobachtungs-Missionen. Danach organisierte der CNE Treffen mit Vertretern der Mehrheit der politischen Parteien, die am 21. November zu den Regional- und Kommunalwahlen anzutreten planten, und beschloss die Zulassung von 35 Parteien mit landesweiter Vertretung, ferner von 52 regionalen Parteien, sechs landesweiten indigenen Parteien und 18 regionalen indigenen Parteien. Enrique M&aacute;rquez, ein Guaid&oacute;-kritischer Oppositionspolitiker und neuer Vizepr&auml;sident des CNE, gab sich optimistisch: &bdquo;Wir m&uuml;ssen unsere Institutionen wieder aufbauen. Aber daf&uuml;r m&uuml;ssen wir Schritt f&uuml;r Schritt vorgehen, so wie jemand ein Haus umbaut&hellip;&ldquo;.<\/p><p><strong>Erste Abstimmung mit breiter, auch gegnerischer internationaler Wahlbeobachtung<\/strong><\/p><p>Wie in Brasilien wird seit Jahren auch in Venezuela an elektronischen Wahlurnen abgestimmt, deren Unverletzlichkeit von internationalen Fachleuten mehrfach attestiert wurde und deren Effizienz f&uuml;r rasche Stimmenausz&auml;hlung sorgt. Die <a href=\"http:\/\/www.cne.gob.ve\/web\/estadisticas\/index_resultados_elecciones.php\">vom CNE bekanntgegebenen Abstimmungszahlen<\/a> best&auml;tigten ein bereits Wochen zuvor absehbares Ergebnis. Es sicherte der regierenden Vereinigten Sozialistischen Partei Venezuelas (PSUV) des Pr&auml;sidenten Nicol&aacute;s Maduro 19 der 23 Gouverneursposten sowie das politisch relevante B&uuml;rgermeisteramt der Hauptstadt Caracas zu. Der PSUV gelang auch zum ersten Mal die Abl&ouml;sung konservativer Amtsinhaber in den Bundesstaaten M&eacute;rida, T&aacute;chira und Anzo&aacute;tegui sowie <a href=\"https:\/\/venezuelanalysis.com\/news\/15387\">nach &bdquo;harten Herausforderungen&ldquo;<\/a> &ndash; so das regierungsnahe Portal <i>Venezueanalysis<\/i> &ndash; das Weiterregieren in den Bundesstaaten Miranda, Carabobo, Bol&iacute;var und Apure.<\/p><p>Allerdings kontrastiert der Wahlerfolg der PSUV mit der extrem niedrigen Wahlbeteiligung: Nur 42,26 Prozent der rund 21 Millionen Wahlberechtigten gingen zum Wahllokal, die mehr als f&uuml;nf Millionen ins Ausland emigrierten VenezolanerInnen waren von der Stimmabgabe ausgeschlossen. Die Wahlbeteiligung lag zwar &uuml;ber den Werten von 2020, jedoch viel niedriger als die paradoxe 61-prozentige Beteiligung im Jahr 2017, als die Mehrheit der konservativen Opposition <a href=\"https:\/\/www.bbc.com\/mundo\/noticias-america-latina-59370013\">den Aufruf zur Wahl boykottierte<\/a>.<\/p><p>Eine au&szlig;enpolitische Wende durfte die Regierung Nicol&aacute;s Maduro ebenfalls zu ihren Gunsten verbuchen. Nach einer Einladung von Mitte des Jahres entsandte die Europ&auml;ische Union (EU) zum ersten Mal eine 11-k&ouml;pfige Wahlbeobachter-Mission unter F&uuml;hrung der portugiesischen Sozialistin Isabel Santos nach Venezuela, die mit 130 MitarbeiterInnen vor Ort, durch offizielle Missionen der Vereinten Nationen, des Carter Center der USA und zahlreichen PSUV-freundlichen ausl&auml;ndischen Einzelbeobachtern erg&auml;nzt wurde und somit der Wahl st&auml;rkere internationale Legitimation verlieh. In ihrem <a href=\"https:\/\/eeas.europa.eu\/election-observation-missions\/eom-venezuela-2021\/107742\/declaraci%C3%B3n-preliminar-un-retorno-la-mesa-electoral-de-la-mayor%C3%ADa-de-las-fuerzas-pol%C3%ADticas_es\">kurzen Zwischenbericht<\/a> vom 23. November begr&uuml;&szlig;te die EU-Mission die Wahl als &bdquo;R&uuml;ckkehr der Mehrheit der politischen Kr&auml;fte in die Wahllokale, mit verbesserten Wahlbedingungen, wenn auch mit anhaltenden strukturellen M&auml;ngeln&ldquo;, verwies jedoch auf einen im Dezember zu erwartenden, umfangreichen Abschlussbericht.<\/p><p>Wenngleich von der Regierung Venezuelas eingeladen, erzeugte die Anwesenheit der EU-Mission Spannungen und Verbalattacken. Zum einen seitens des ehemaligen Heeresoffiziers, vielfachen Ministers und gegenw&auml;rtigen Abgeordneten Diosdado Cabello, der Santos&lsquo; Mission einen &bdquo;vorgefertigten Bericht&ldquo; unterstellte. Zum anderen <a href=\"https:\/\/expresso.pt\/internacional\/2021-11-29-Venezuela-Nicolas-Maduro-acusa-observadores-da-Uniao-Europeia-de-espionagem-no-pais-273a83bd\">seitens Maduros<\/a>, der die Mitglieder der EU-Wahlbeobachtungsmission als &bdquo;Feinde&ldquo; der Venezolaner und &bdquo;Spione&ldquo; bezeichnete.<\/p><p><strong>Gespaltene Opposition, Konfrontationen im Chavismo, i<\/strong><strong>nhabilitierte Kandidaten<\/strong><\/p><p>Wie von der EU-Mission richtig erkannt, bestand der zweite gro&szlig;e Unterschied im Vergleich mit vorherigen Wahlen darin, dass die konservative Opposition, die Nicol&aacute;s Maduro seit 2018 nicht mehr als Pr&auml;sident anerkannte, zum Wahlkampf zur&uuml;ckkehrte. Mit neuen Parteien und Gesichtern handelt es sich teilweise um ein neues Oppositions-Profil. Sie trennte sich vom selbsternannten und von der Mehrheit der westlichen Regierungen bisher auch als &bdquo;Pr&auml;sident&ldquo; gehandelten Juan Guaid&oacute;, der als der gro&szlig;e Verlierer nicht nur der Wahl, sondern der Oppositionsf&uuml;hrung bezeichnet werden muss.<\/p><p>In mehreren Medien war am Vorabend und nach Abhaltung der Wahlen die Rede vom undemokratischen Ausschluss oppositioneller Kandidaten. Diesen Eindruck best&auml;rkte jedenfalls Venezuelas Oberster Gerichtshof (TSJ), der die Wahl des Oppositionsf&uuml;hrers Freddy Superlano zum Gouverneur des Bundesstaates Barinas &ndash; Heimat des verstorbenen Pr&auml;sidenten Hugo Ch&aacute;vez und politische Hochburg seiner Familie &ndash; annullierte und eine Neuwahl anordnete. Die Entscheidung erfolgte nach Erhalt einer Verfassungsklage des oppositionellen Politikers Adolfo Superlano, der trotz gleichen Familiennamens mit Freddy Superlano nicht verwandt ist und dem Betroffenen die &bdquo;Verletzung verfassungsm&auml;&szlig;iger Rechte&ldquo; vorwarf, weil er in der Vergangenheit vom gleichen TSJ als Kandidat inhabilitiert wurde; ein seltsamer Zwischenfall als Folge b&uuml;rokratischer Schlamperei des Hohen Gerichts, das den CNE nicht davon informierte und neben M&aacute;rquez auch andere Vorstandsmitglieder im CNE zu <a href=\"https:\/\/www.infobae.com\/america\/venezuela\/2021\/12\/01\/un-rector-del-cne-de-venezuela-tambien-critico-la-repeticion-de-las-elecciones-en-barinas-no-se-debe-alterar-la-integridad-del-voto\/\">scharfem Protest<\/a> veranlasste.<\/p><p>Indes hatte nicht nur die konservative Opposition wegen Inhabilitierung einiger ihrer Kandidaten zu klagen. Auch der Chavismo und Dutzende linker Kandidaturen, darunter der Kommunistischen Partei, erlitten mit frustrierenden Gerichtsurteilen reihenweise Bewerbungsverbote. An Beispielen selbst aus der regierenden PSUV fehlt es nicht. Sie hielt am 8. August 2021 partei-interne Vorwahlen ab, die in scharfen Differenzen und politischen Br&uuml;chen nach dem Ausschluss und der Inhabilitierung von Politikern wie El&iacute;as Jaua und Francisco Arias C&aacute;rdenas gipfelten. Die Spannungen gingen nach der Wahl so weit, dass die Kommunistische Partei der j&uuml;ngsten Entscheidung des Hohen Gerichts <a href=\"https:\/\/efectococuyo.com\/politica\/partido-comunista-tilda-de-estafa-repeticion-de-elecciones-en-barinas\/\">&bdquo;Betrug&ldquo; vorwarf<\/a>.<\/p><p>Signalisieren diese Zwischenf&auml;lle und Missst&auml;nde den Imperativ eines vertieften demokratischen Umbaus des politischen Systems, deuten &ouml;konomische Indikatoren etwas g&uuml;nstigere au&szlig;enpolitische Bedingungen an.<\/p><p><strong>R&uuml;ckkehr zum Wachstum mit wirtschaftlicher Erholung<\/strong><\/p><p>Nach einer rezessiven und hyperinflation&auml;ren Katastrophe, durch die Venezuela ann&auml;hernd 75 Prozent seines Bruttoinlandsproduktes (BIP) eingeb&uuml;&szlig;t hat, sorgen Wohlwollen der Regierung gegen&uuml;ber der Privatinitiative und ein leichter Anstieg der Roh&ouml;lf&ouml;rderung erstmals seit 2013 f&uuml;r <a href=\"https:\/\/elpais.com\/economia\/2021-10-15\/la-economia-venezolana-da-las-primeras-senales-de-vida-despues-de-ocho-anos.html\">eine bescheidene Erholung<\/a>, so die bisher regimekritische spanische Tageszeitung <i>El Pa&iacute;s<\/i>.<\/p><p>Optimismus erreichte die Medien jedoch aus den Vorstandsb&uuml;ros der Banker. Zu Jahresbeginn hatte die Investmentbank Credit Suisse eine &uuml;berraschend optimistische Analyse ver&ouml;ffentlicht, in der ein 4-prozentiges Wirtschaftswachstum prognostiziert wurde. Der Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF) hingegen sagt weiterhin eine 5-prozentige Rezession des BIP voraus. Doch Voraussagen des IWF haben es an sich, dass oft seine Kristallkugeln verstaubt sind oder Risse haben. Der venezolanische &Ouml;konom Orlando Ochoa best&auml;tigt die leichte Zunahme der Roh&ouml;lf&ouml;rderung, die einerseits im Schlepptau des derzeit steigenden &Ouml;lpreises erfolgen k&ouml;nnte. Die jedoch vor allem mit der &bdquo;Atempause&ldquo; zu tun haben kann, die die US-Regierung Joe Biden der Regierung Nicol&aacute;s Maduro mit etwas nachlassendem Druck der Sanktionen stillschweigend zubillige, was Venezuela erlaube, sein Roh&ouml;l weltweit zu vermarkten. Eine Vermarktung, die nach Ochoas Sch&auml;tzungen das sogenannte &Ouml;l-BIP zum Jahresende 2021 um 12 Prozent steigern k&ouml;nnte.<\/p><p>Da Industrie und Handel schwer gesch&auml;digt seien, so einzelne Experten, suche die Regierung Nicol&aacute;s Maduro besorgt nach Anreizen f&uuml;r internationale Investitionen und erh&ouml;he somit den Anteil des Dollars an der Binnenwirtschaft. Der Mangel an allem, die chronische Malaise der venezolanischen Gesellschaft im vergangenen Jahrzehnt, scheint &uuml;berwindbar zu sein. Doch auch daf&uuml;r musste die Regierung radikal umlenken. Einer Gruppe von &Ouml;konomen ecuadorianischer Herkunft aus dem ehemaligen Kabinett von Pr&auml;sident Rafael Correa, die Venezuelas Vizepr&auml;sidentin Delcy Rodriguez ber&auml;t, ist es gelungen, die Regierung davon zu &uuml;berzeugen, den Wechselkursanker zu beenden, den anorganischen Gelddruck einzustellen und die W&auml;hrungsdisziplin zu st&auml;rken, mit der auch die Hyperinflation an Kraft verloren hat.<\/p><p>Die Weiterentwicklung und Festigung dieses Szenarios d&uuml;rfte ma&szlig;geblich dar&uuml;ber entscheiden, ob die Regierungspartei PSUV aus den f&uuml;r 2024 geplanten Pr&auml;sidentschaftswahlen nochmal als Sieger hervorgeht.<\/p><p>Titelbild: Matteo Benegiamo\/shutterstock.com<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am vergangenen 21. November fanden in Venezuela Regional- und Kommunalwahlen statt, mit denen die &Auml;mter von 23 Gouverneuren, 335 B&uuml;rgermeistern und 2.471 Kommunalr&auml;ten neu besetzt wurden. F&uuml;r sich allein genommen, ein beeindruckendes Unternehmen, doch die Umschreibung mit &bdquo;Mega-Wahl&ldquo; erhielt bereits volle Bedeutung, als der nationale Wahlrat (CNE) Ende Mai 2021 bekanntgab, dass rund 70.000 Kandidaten<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78800\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":78790,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[20,190],"tags":[2071,1333,402,2361,426],"class_list":["post-78800","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-landerberichte","category-wahlen","tag-maduro-nicolas","tag-venezuela","tag-wachstum","tag-wahlbeobachter","tag-wahlbeteiligung"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/shutterstock_1539734957.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/78800","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=78800"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/78800\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":78803,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/78800\/revisions\/78803"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/78790"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=78800"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=78800"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=78800"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}