{"id":79015,"date":"2021-12-15T13:15:45","date_gmt":"2021-12-15T12:15:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79015"},"modified":"2021-12-15T15:43:30","modified_gmt":"2021-12-15T14:43:30","slug":"die-russen-kommen-eine-glosse-zum-zeitgeschehen-von-juergen-scherer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79015","title":{"rendered":"DIE RUSSEN KOMMEN. Eine Glosse zum \u201eZeitgeschehen\u201c von J\u00fcrgen Scherer"},"content":{"rendered":"<p>Der neualte Slogan, der uns derzeit tagt&auml;glich in unsere K&ouml;pfe und Herzen geh&auml;mmert wird, hei&szlig;t mehr oder weniger unterschwellig: DIE RUSSEN KOMMEN. Zieht Euch warm an. Seid ger&uuml;stet. Seid abwehrbereit. Bereit, pr&auml;ventiv zur&uuml;ckzuschlagen. &ndash; Zu welchem Behufe schrillen diese Glocken, fragt sich der erstaunte Friedensfreund und sucht verzweifelt nach Gr&uuml;nden f&uuml;r die gezielte Unterst&uuml;tzung dieser Propagandaoffensive der BRD-PolitikerInnen und des verb&uuml;ndeten Westens in allen Gazetten und auf allen Kan&auml;len des Mainstreams.<br>\n<!--more--><br>\nVielleicht hilft ja zum Verst&auml;ndnis ein Blick zur&uuml;ck.<\/p><p>Zu einer der Gr&uuml;ndungsgegebenheiten der alten Bundesrepublik geh&ouml;rt die Angst vor den Russen, sprich die Angst vor den Bolschewisten viceversa Kommunisten, wie das Weihwasser zur katholischen Kirche. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges sollte die BRD zum Frontstaat des Westens gegen die vorgeblich jeden Tag einmarschierwilligen Sowjets, sprich Russen, werden. Waren die doch schon im &bdquo;Bruderland DDR&ldquo; und bedrohten von dort aus die BRD und den ganzen Westen.<\/p><p>Die Geschichte ist bekannt: erfolgreiche Wahlk&auml;mpfe des antikommunistisch sozialisierten und &uuml;berzeugten Adenauer und seiner erzkonservativen CDU, Wiederbewaffnung der damaligen BRD, Verbot der KPD, Verfolgung und Desavouierung ehemaliger Widerstandsk&auml;mpfer, die nicht ins Bild passten usw. usf. Unsere BRD wurde zum Musterknaben im Kampf gegen den Feind hinter dem &bdquo;Eisernen Vorhang&ldquo;. Die Angstmache hatte Erfolg.<\/p><p>Aber dann kam Brandt: Mit nimmerm&uuml;der Tatkraft gelang es ihm und seinen Mitstreitern, Vorurteile abzubauen, neue politische Wege zu gehen und einer der ewigen Bedrohungsszenarien m&uuml;de gewordenen Bev&ouml;lkerung Hoffnung auf Wandel zu machen. &bdquo;Wandel durch Ann&auml;herung&ldquo; nannte man das damals. Sogar die &bdquo;b&ouml;sen Soffjets&ldquo; lie&szlig;en sich darauf ein. Die Zeichen standen auf Verst&auml;ndigung statt auf Ver&auml;chtlichmachung, auf Kooperation statt Konfrontation, auf Begegnung statt Abschottung. Es wurde schwerer, mit antirussischen Ressentiments in Deutschland Wahlen zu gewinnen. Der Russe kam einfach nicht so, wie er angek&uuml;ndigt worden war. Es war sogar m&ouml;glich, mit ihm solide, entspannungsgeladene Vertr&auml;ge zu schlie&szlig;en. Der Russe kam anders als immer herausposaunt. Angstabbau, der Erste.<\/p><p>Weltpolitisch wurde zudem immer deutlicher, dass die Bedrohung durch die damalige UdSSR tats&auml;chlich sowohl r&uuml;stungspolitisch als auch ideologisch f&uuml;r die Entwicklung derselben eher kontraproduktiv war. Verst&auml;ndigung konnte f&uuml;r alle Seiten wahrscheinlich mehr Friedensdividende bringen als kr&auml;ftezehrende Konfrontation. Da aber politische Tanker sehr schwerf&auml;llig sind, sich Kurskorrekturen oft nur &auml;u&szlig;erst langsam ins Werk setzen lassen, bedurfte es in der BRD u.a. der Brandbeschleunigung durch die Friedensbewegung, die sich die allt&auml;glichen Ammenm&auml;rchen und L&uuml;gen &uuml;ber das &bdquo;Reich des B&ouml;sen&ldquo; nicht mehr zu eigen machen wollte, ein nicht mehr von Angst und politischer Scheinheiligkeit gepr&auml;gtes Leben f&uuml;hren wollte. Angstabbau, der Zweite.<\/p><p>Im Zuge dieses Kampfes f&uuml;r ein freieres, nicht durch hirnrissige Bedrohungsszenarien der westlichen Wertegemeinschaft bestimmtes Leben entstanden die GR&Uuml;NEN, eine Partei, in die viel Hoffnung gesetzt wurde im Hinblick auf &bdquo;Friede, Freude, Eierkuchen&ldquo;. Der Weg durch die Institutionen kam in eine neue Phase und aus &ouml;stlicher Sicht wurde offenbar, dass von einer solchen, vermutlich friedfertigen BRD keine substantielle Bedrohung mehr ausgehen musste. Die seit Brandt immer wieder erprobte &bdquo;gute Nachbarschaft&ldquo; schien wohl m&ouml;glich und erstrebenswert, zumindest immer wahrscheinlicher. Der &bdquo;Eiserne Vorhang&ldquo; war zu diesem Zeitpunkt schon recht fadenscheinig. Angstabbau, der Dritte.<\/p><p>Und dann kam auch noch Gorbi! Wer h&auml;tte das gedacht? Die Russen marschierten gar nicht ein, wie immer wieder im Hinterkopf vieler WESTDEUTSCHER, sie kamen mit einer Charmeoffensive, der sich niemand erwehren konnte. Die lief aus realsozialistischer Sicht leider aus dem Ruder und ging deshalb so weit, dass sogar die &bdquo;realsozialistischen&ldquo; &bdquo;Br&uuml;der und Schwestern&ldquo; dran glauben mussten, dank &bdquo;Glasnost&ldquo; und &bdquo;Perestroika&ldquo;. Sie wurden &bdquo;kapitalistisch und frei&ldquo;. Ein westlicher Wunschtraum erf&uuml;llte sich. So durfte der Russe kommen! Angst, was war das nochmal?<\/p><p>Und f&uuml;r die Deutschen wurde ein M&auml;rchen wahr: ein einig Volk von Br&uuml;dern und Schwestern. Bereit zu neuen Taten. Bereit f&uuml;r das n&auml;chste Kapitel unter dem Slogan &bdquo;Wir wollen ein Volk der guten Nachbarn sein&ldquo;. Und sie lebten gl&uuml;cklich und zufrieden bis ans Ende aller Tage, wie es in M&auml;rchenenden des &Ouml;fteren hei&szlig;t.<\/p><p>Aber wie es nunmal so ist: M&auml;rchen sind das eine, Realit&auml;ten das andere.<\/p><p>Nach kurzer Verschnaufpause erwachte der bis dato im Halbschlaf lauernde &bdquo;Drache Kapitalismus&ldquo; vollends und schlug unerbittlich zu. Er sprengte mit Hilfe der gl&uuml;cksbesoffenen deutschen Elite seine Fesseln und zeigte innerhalb k&uuml;rzester Zeit seine zuvor systemkonkurrenzbedingt gez&auml;hmte, alles vernichtende Gewalt. Es kam zu wahrlich unsch&ouml;nen Szenen im Familienleben der nunmehr grenzenlosen Br&uuml;der und Schwestern. Die einen wollten teilhaben am Konsumismus des Westens, die anderen waren scharf auf Tafelsilber im Osten. Die einen glaubten zu wissen, wie Kapitalismus geht, die anderen waren froh, ihren Ismus los zu sein. Heute erleben beide Seiten, dass der entfesselte Drache ihrer aller Leben tagt&auml;glich ruiniert &ndash; bis in die corona&uuml;berbelegten Krankenh&auml;user hinein.<\/p><p>Im Laufe der Zeit wandelte sich auch wieder das Verh&auml;ltnis der ehemals &bdquo;Gro&szlig;en Br&uuml;der&ldquo; zueinander. Schauten sie anfangs noch wohlwollend auf die sich entspannende Weltlage, schien dieses Wohlwollen auf Dauer f&uuml;r den westlich kapitalistischen Drachen eher nachteilig. Er wollte das ehedem gez&auml;hmte Streben nach Welteroberung wieder aufnehmen. Allerdings bedurfte es dazu, bei aller ihm innewohnenden Skrupellosigkeit, einer auf den &bdquo;westlichen Regeln&ldquo; basierenden Grundlage. Die schuf sich die Obama-Administration auf dem Weg der Herabstufung des ehemaligen Augenh&ouml;hegegners zur Regionalmacht, fortan quasi reif f&uuml;r einen Regimechange. Dieses von systemgewinnlerischer Sicht gepr&auml;gte Handeln, gepaart mit wertebasierter westlicher &Uuml;berheblichkeit untersch&auml;tzte allerdings die nach wie vor geopolitischen Interessen der GUS, insbesondere Russlands. Dieses wollte sich nicht durch den Kapitalismus sturmreif schie&szlig;en lassen und zog die &uuml;berlebenswichtige Notbremse, blieb aber dennoch gespr&auml;chsbereit. <\/p><p>Die USA-gef&uuml;hrte westliche Seite ben&ouml;tigte aber einen Grund, die Daumenschrauben anzuziehen. Der ergab sich, als der &bdquo;Westen&ldquo; und hier vor allem die USA den Regimechange in der Ukraine massiv und v&ouml;lkerrechtsfragw&uuml;rdig unterst&uuml;tzte, ohne R&uuml;cksicht auf die geopolitischen Interessen Russlands. Da man mit einer &bdquo;Regionalmacht&ldquo; nicht spricht, sah sich Russland in Bezug auf die russischen Minderheiten in der Ukraine herausgefordert und f&uuml;hlte sich auch durch die Sezessionsbestrebungen der &bdquo;Krimrussen&ldquo; in der Pflicht. Verhandlungsl&ouml;sungen waren zu diesem Zeitpunkt vom Westen nicht erw&uuml;nscht, die Sprache der Gewalt &uuml;bernahm die Herrschaft und der heutige Schlamassel wird Russland in die Schuhe geschoben. Einem Staat, der sich geopolitisch berappelt hat und an dem konstruktive L&ouml;sungen nicht vorbeif&uuml;hren, bei aller Kritik an seinem autorit&auml;ren Regime. Genau hier kommt der alte, schon in der Mottenkiste vergammelt geglaubte &bdquo;Systemstreit&ldquo; ins Spiel. Allerdings in neuem Gewande: Guter Kapitalismus versus schlechter Kapitalismus. Die einstmals bew&auml;hrte Propaganda-Angstparole konnte wieder aufleben: DIE RUSSEN KOMMEN!<\/p><p>Jetzt kann sich der &bdquo;Gute Westen&ldquo; wieder einmal unter der Fahne der Freiheit versammeln und gegen das autorit&auml;re russische Regime Flagge zeigen &ndash; ohne Wenn und Aber, notfalls auch kriegstreiberisch. Aber wie soll das gelingen mit einer deutschen Bev&ouml;lkerung, die einfach nicht so richtig wahrhaben will, dass der RUSSE wieder jeden Tag VOR DER T&Uuml;R stehen kann, wo wir doch letztlich diesem Russen die Wiedervereinigung zu verdanken haben? Deshalb ist es h&ouml;chste Zeit, dem Hohelied der Dankbarkeit ein Ende zu bereiten. Es m&uuml;sste doch mit dem Drachen zugehen, wenn es nicht gel&auml;nge, die Deutschen m&uuml;rbe zu machen, verst&auml;ndnisbereit f&uuml;r Aufr&uuml;stung und neue Kriegslust. Und siehe da: Es gibt willige HelferInnen!<\/p><p>Die neue PolitikerInnengarde und die ihr zugetanen Mainstreammedien singen fr&ouml;hlich das Lied der alten BRD und der weltweiten Kalten Krieger: Der Russe ist gef&auml;hrlich, der Russe ist ein gefr&auml;&szlig;iger B&auml;r, der Russe wird bald vor unserer T&uuml;r stehen. Da hilft nur noch Helm auf zum Gebet, Augen geradeaus und losmarschiert. Mit Augenma&szlig; selbstverst&auml;ndlich. Erstmal drohen, dann nochmal drohen. Schon mal den S&auml;bel ziehen und gl&auml;nzen lassen. Der Russe wird, davon geblendet, schon klein beigeben. Soweit die derzeitigen Illusionen des sich wertebasiert hochr&uuml;stenden Westens. <\/p><p>Der verdutzte Friedensfreund ist ob dieses Schlachtenget&uuml;mmels betroffen und erinnert sich, wie es dazumal zu dem &bdquo;M&auml;rchen der Wiedervereinigung&ldquo; gekommen war. Wenn er es recht bedenkt, hatte es auf dem Weg dahin nicht misstrauens-, sondern vertrauensbildende Ma&szlig;nahmen gegeben, nicht Drohgeb&auml;rden, sondern Gespr&auml;chsangebote, nicht weltmachtanspr&uuml;chiges Gehabe, sondern geopolitisch realistische Einsch&auml;tzung, nicht Egoshooterverhalten, sondern Koexistenzangebote, nicht Dunklem&auml;chtegeraune, sondern Offenheitsgestik, nicht Dominanzverhalten, sondern Teamplayerangebote, alles in allem eigentlich das, was es braucht, um eine einigerma&szlig;en lebbare gute Nachbarschaft auf die Beine zu stellen oder wie gerne gesungen wurde &bdquo;Ein bi&szlig;chen Frieden&hellip;&ldquo;<\/p><p>Allerdings hatte damals der kapitalistische Drache dank des roten Lindwurmgegen&uuml;bers weniger scharfe Z&auml;hne. Momentan scheint es h&ouml;chste Zeit, ihm wenigstens einige zu ziehen, solange noch kein Siegfried in Sicht ist. Denn den Popanz von den Russen, die bald kommen, kann kein welt- und r&uuml;stungspolitisch informierter Mensch ernst nehmen. Die sind im Laufe der j&uuml;ngeren Geschichte eigentlich immer erst gekommen, nachdem sie herausgefordert worden waren. Genau eine solche den Russen unterstellte Angriffslust aber ist der erste Zahn, der vor allem dem milit&auml;risch-industriellen Komplex des Westens umgehend gezogen werden muss, damit DIE RUSSEN nicht dazu gezwungen werden, zu KOMMEN. Auch wenn mit dieser altbew&auml;hrten ANGSTPAROLE unsere Herzen und Hirne wieder einmal vernebelt werden sollen, sollten wir uns dem Drachen, der bereit ist, einen f&uuml;r uns lebensgef&auml;hrlichen Weg einzuschlagen, mutig entgegenstellen. Immer eingedenk der &uuml;berlieferten Erfahrung: Jeder Drache ist noch irgendwann get&ouml;tet worden, nachdem die Angst besiegt worden war.<\/p><p>Lassen wir uns also unsere Herzen und Hirne nicht l&auml;nger vernebeln.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der neualte Slogan, der uns derzeit tagt&auml;glich in unsere K&ouml;pfe und Herzen geh&auml;mmert wird, hei&szlig;t mehr oder weniger unterschwellig: DIE RUSSEN KOMMEN. Zieht Euch warm an. Seid ger&uuml;stet. Seid abwehrbereit. Bereit, pr&auml;ventiv zur&uuml;ckzuschlagen. &ndash; Zu welchem Behufe schrillen diese Glocken, fragt sich der erstaunte Friedensfreund und sucht verzweifelt nach Gr&uuml;nden f&uuml;r die gezielte Unterst&uuml;tzung dieser<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79015\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,123],"tags":[2871,2013,2883,909,2301,397,259,2147,2700,260,1556],"class_list":["post-79015","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-kampagnentarnworteneusprech","tag-antikommunismus","tag-entspannungspolitik","tag-glosse","tag-kapitalismus","tag-konfrontationspolitik","tag-ostpolitik","tag-russland","tag-sowjetunion","tag-systemkonkurrenz","tag-ukraine","tag-usa"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/79015","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=79015"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/79015\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":79027,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/79015\/revisions\/79027"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=79015"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=79015"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=79015"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}