{"id":7902,"date":"2011-01-06T09:19:55","date_gmt":"2011-01-06T08:19:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7902"},"modified":"2011-01-06T09:19:55","modified_gmt":"2011-01-06T08:19:55","slug":"hinweise-des-tages-1301","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7902","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Mythos &ldquo;Jobwunder&rdquo;; Hartz IV im Vermittlungsausschuss; Zeit f&uuml;r ein finanzielles Gro&szlig;reinemachen; Eurobonds und Wachstumsprogramm gegen Krise der W&auml;hrungsunion; die Angst der Wall Street; ehemaliger Infineon-Chef: 1534 Euro pro Tag; tarifliche Ausbildungsverg&uuml;tungen; horrende Transfergeb&uuml;hren f&uuml;r Gastarbeiter bei &Uuml;berweisungen; SPD-Linke streitet mit Gabriel; Spenden: CDU knapp vor der DVU; Obama gibt dem &Ouml;ldruck nach; Linken-Bashing; der Hypo Alpe-Sumpf; BayernLB &ndash; Ex-Risikovorstand Gribkowsky verhaftet; Pflegeversicherung &ndash; Zu laut, aber richtig; die Wahr-L&uuml;gner; Sarrazins Thesen auf dem Pr&uuml;fstand; Bundesverfassungsgericht und Meinungsfreiheit; Zu guter Letzt: Hagen Rether beim Satire Gipfel Jahresr&uuml;ckblick. (JK\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Mythos &ldquo;Jobwunder&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Hartz IV im Vermittlungsausschuss: &bdquo;Das ist kein ehrliches Spiel&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Joseph E. Stiglitz &ndash; Zeit f&uuml;r ein finanzielles Gro&szlig;reinemachen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">IMK: Eurobonds und Wachstumsprogramm gegen Krise der W&auml;hrungsunion<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Die Angst der Wall Street<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Ehemaliger Infineon-Chef: 1534 Euro pro Tag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Tarifliche Ausbildungsverg&uuml;tungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Horrende Transfergeb&uuml;hren f&uuml;r Gastarbeiter bei &Uuml;berweisungen in ihre Heimat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">SPD-Linke streitet mit Gabriel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Spenden: CDU knapp vor der DVU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Obama gibt dem &Ouml;ldruck nach<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Linken-Bashing &ndash; CSU fordert Total&uuml;berwachung der Linken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Der Hypo Alpe-Sumpf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">BayernLB &ndash; Ex-Risikovorstand Gribkowsky verhaftet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Pflegeversicherung &ndash; Zu laut, aber richtig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Die Wahr-L&uuml;gner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Sarrazins Thesen auf dem Pr&uuml;fstand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Bundesverfassungsgericht und Meinungsfreiheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Zu guter Letzt: Hagen Rether beim Satire Gipfel Jahresr&uuml;ckblick<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=7902&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Mythos &ldquo;Jobwunder&rdquo; <\/strong><br>\nIm Oktober fiel die offiziell registrierte Arbeitslosigkeit unter 3 Millionen und auf den niedrigsten Stand seit knapp zwanzig Jahren. Arbeitsministerin von der Leyen (CDU) sprach von einem &bdquo;gro&szlig;em Erfolg&ldquo;. Aber was steckt tats&auml;chlich hinter dem sogenannten Jobwunder? DIE LINKE. befragte dazu die Bundesregierung. Die Antwort: Statt regul&auml;rer Vollzeitjobs wurden viele Teilzeit- und Minijobs geschaffen. Und: Den Arbeitsmarkt entlastete vor allem das Ausscheiden vieler &auml;lterer Menschen. Sabine Zimmermann, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion, dokumentiert die wichtigsten Ergebnisse der Anfrage.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/im-wortlaut\/mythos-jobwunder-analyse-kleinen-anfrage\/\">Die Linke im Bundestat<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Hartz IV im Vermittlungsausschuss: &bdquo;Das ist kein ehrliches Spiel&ldquo;<\/strong><br>\nFritz Kuhn, der f&uuml;r die Gr&uuml;nen im Vermittlungsausschuss sitzt, spricht &uuml;ber die Hartz-IV-Verhandlungen und &auml;u&szlig;ert sich zum Bildungspaket.<br>\n<em>Herr Kuhn, Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen sagt, sie sehe gute Einigungschancen f&uuml;r die Verhandlungen &uuml;ber die Hartz-Reform. Sie auch?<\/em><br>\nFrau von der Leyen macht PR, sie sollte sich lieber mal der Sacharbeit widmen. Man kann nicht von Einigungschancen reden, gleichzeitig aber die Diskussion um die Regels&auml;tze tabuisieren, wie es die Union gerade macht. Das ist kein ehrliches Spiel.<br>\n<em>Warum denn nicht?<\/em><br>\nWir haben vor Weihnachten gemeinsam beschlossen, dass wir &uuml;ber drei Themen sprechen: das Bildungspaket, die Mindestl&ouml;hne und die Regels&auml;tze. &Uuml;ber alle drei Fragen muss offen verhandelt werden, sonst werden die Verhandlungen scheitern.<br>\n<em>K&ouml;nnte man das Bildungspaket schon einmal beschlie&szlig;en und &uuml;ber die anderen Punkte getrennt weiterverhandeln?<\/em><br>\nEs kann nur eine Gesamteinigung geben. Einigungen in Teilbereichen gelten nur unter Vorbehalt.<br>\n<em>Die Union sagt, SPD und Gr&uuml;ne h&auml;tten gar kein wirkliches Interesse an h&ouml;heren Regels&auml;tzen.<\/em><br>\nDas ist dummes Zeug. Wir haben vom Verfassungsgericht einen Auftrag, das Zustandekommen der Regels&auml;tze transparent zu machen und das Existenzminimum abzusichern. Deswegen muss die Art, wie die Regierung gerechnet hat, auf den Tisch. Die Antworten, die das Ministerium auf Fragen des Vermittlungsausschusses geliefert hat, zeigen aber, wie einseitig und defizit&auml;r das Ministerium von Februar bis Oktober gearbeitet hat. Um bestimmte Dinge hat man sich gar nicht erst bem&uuml;ht, zum Beispiel darum, die versteckt Armen aus der Vergleichsgruppe f&uuml;r das Existenzminimum herauszurechnen.<br>\n<em>Was schlie&szlig;en Sie daraus?<\/em><br>\nIch komme von der These nicht weg, dass die Regels&auml;tze nach Kassenlage bestimmt worden sind. Man hat sich nach den Vorgaben des Finanzministers gerichtet, nicht nach der Notwendigkeit zum Lebensunterhalt. Verfassungskonform ist so was nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/-das-ist-kein-ehrliches-spiel-\/-\/1472596\/5062344\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Joseph E. Stiglitz &ndash; Zeit f&uuml;r ein finanzielles Gro&szlig;reinemachen<\/strong><br>\nDie Welt sollte nicht l&auml;nger auf jene Marktakteure h&ouml;ren, die ihr das Desaster eingebrockt haben. Die sollen lieber den Gro&szlig;teil der Folgekosten &uuml;bernehmen. Argentinien zeigt, wie eine Umschuldung gelingen und ein Land dadurch auferstehen kann. von Joseph Stiglitz<br>\nDer Beginn eines neuen Jahres ist die Zeit der guten Vors&auml;tze und der Besinnung. Ist das vergangene Jahr nicht so gut verlaufen, darf man hoffen, dass das kommende besser wird.<br>\nF&uuml;r Europa und die USA war 2010 ein Jahr der Entt&auml;uschung. Drei Jahre sind seit dem Platzen der Blase vergangen und mehr als zwei, seit Lehman Brothers pleitegegangen ist. 2009 sind wir einer Depression entgangen, und 2010 sollte eigentlich das Jahr werden, in dem sich die Dinge zum Besseren wandeln: Die Wirtschaft sollte sich erholen, parallel dazu sollten die Konjunkturpakete allm&auml;hlich eingedampft werden.<br>\n2011 werde sich das Wachstum wohl etwas verlangsamen, so dachte man, doch das w&auml;re nur eine kleine Unebenheit auf dem Weg zur robusten Erholung. Dann w&uuml;rde die gro&szlig;e Rezession nur als b&ouml;ser Traum in Erinnerung bleiben.<br>\nTats&auml;chlich aber war 2010 ein Albtraum. Die Krise in Irland und Griechenland stellte das &Uuml;berleben des Euro  infrage und lie&szlig; Staatspleiten m&ouml;glich erscheinen. Auf beiden Seiten des Atlantiks hielt sich die Arbeitslosigkeit hartn&auml;ckig hoch &ndash; bei rund zehn Prozent.<br>\nLeider wurden in Europa und Amerika f&uuml;rs neue Jahr die falschen Vors&auml;tze gefasst. Als Reaktion auf die Vers&auml;umnisse und Verschwendungssucht des Privatsektors, die die Krise ausgel&ouml;st hatten, wurde Sparsamkeit im &ouml;ffentlichen Sektor verlangt. Die Folge dessen wird mit ziemlicher Sicherheit eine langsamere Erholung sein, und es wird noch l&auml;nger dauern, bis die Arbeitslosigkeit auf ein annehmbares Niveau zur&uuml;ckgeht.<br>\nZudem wird die Wettbewerbsf&auml;higkeit abnehmen. W&auml;hrend China seine Volkswirtschaft durch Investitionen in Bildung, Technologie und Infrastruktur am Laufen hielt, wurde in Europa und Amerika der Rotstift angesetzt.<br>\nInzwischen ist es in der Politik chic, von den Tugenden des Leidens und des Schmerzes zu sprechen. Denn die Stimme derer, die den L&ouml;wenanteil davon zu ertragen haben &ndash; Arme und k&uuml;nftige Generationen -, hat kaum Gewicht und wird nicht geh&ouml;rt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:top-oekonomen-joseph-e-stiglitz-zeit-fuer-ein-finanzielles-grossreinemachen\/50211347.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>IMK: Eurobonds und Wachstumsprogramm gegen Krise der W&auml;hrungsunion<\/strong><br>\nWichtige Weichen in der deutschen und europ&auml;ischen Wirtschaftspolitik sind Anfang 2011 falsch gestellt. Das dr&auml;ngendste Problem: Die EU-L&auml;nder haben trotz ihrer j&uuml;ngsten Beschl&uuml;sse noch nicht die n&ouml;tigen Vorkehrungen getroffen, um die Krise der W&auml;hrungsunion einzud&auml;mmen. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung in seinem Jahresausblick, der heute als IMK Report 59 erscheint.* Um die Eurokrise dauerhaft zu entsch&auml;rfen, empfehlen die Wissenschaftler einen Mix von Ma&szlig;nahmen. Dazu geh&ouml;ren unter anderem: Der Rettungsfonds sollte so erweitert werden, dass er die bestehenden Staatsschulden von Krisenl&auml;ndern garantiert. Bis dahin sollte die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) Staatsanleihen notfalls auch in gr&ouml;&szlig;erem Umfang als bisher aufkaufen. Ferner sollten Kredite des Rettungsfonds niedrig verzinst werden. Ab 2013 sollten Eurobonds aufgelegt und ein Europ&auml;ischer W&auml;hrungsfonds gegr&uuml;ndet werden. Die Steuerbasis in den Krisenl&auml;ndern sollte verbreitert und ein verbindliches Mindestniveau der Besteuerung EU-weit etabliert werden. Schlie&szlig;lich sollte es in Deutschland und anderen EU-Staaten mit Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;ssen Investitionsprogramme geben, um die Binnennachfrage zu st&auml;rken. Dies sei notwendiger Bestandteil eines Stabilisierungskonzepts, so das IMK.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_imk_report_59_2011.pdf\">IMK Report 59\/21011 [PDF &ndash; 492 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die Angst der Wall Street<\/strong><br>\nEs gab Zeiten, da waren Geheimdienste Beh&ouml;rden und Spione Staatsdiener. Doch viele Gro&szlig;unternehmen sind heute m&auml;chtiger als mancher Staat, und so verwundert es kaum, dass die hohe Kunst des Auskundschaftens l&auml;ngst auch in Konzernzentralen praktiziert wird. Vermutete das Management die Spitzel bisher im Dienst von Konkurrenten, ist in Wikileaks eine neue Bedrohung erwachsen. Die Spionageplattform im Internet k&uuml;ndigte unl&auml;ngst an, die Betriebsgeheimnisse einer gro&szlig;en US-Bank zu verraten. Einblicke in ein &ldquo;&Ouml;kosystem der Korruption&rdquo; stellte Wikileaks-Chef Julian Assange in Aussicht &ndash; und versetzte die Wall Street in Aufruhr.<br>\nVor allem die Bank of America sieht sich in gro&szlig;er Gefahr. Die vagen Drohungen von Assange reichten aus, um dem Aktienkurs in den vergangenen Wochen stark zuzusetzen. Inzwischen hat das Institut reagiert und einen Stab zur Spionageabwehr zusammengestellt. Der Abschirmdienst soll Informationslecks aufsp&uuml;ren und die hausinterne Kommunikation auf brisante Inhalte durchforsten.<br>\nDoch offenbar f&uuml;hlt sich kein anderes Institut so verwundbar wie die Bank of America. Daf&uuml;r gibt es Gr&uuml;nde. Assange prahlte schon Ende 2009 damit, die Festplatte eines f&uuml;hrenden Managers der Bank of America in H&auml;nden zu haben. Zudem steht au&szlig;er Frage, dass der gr&ouml;&szlig;te Geldkonzern der USA ein lohnendes Ziel abgibt. Im Herbst 2008 &uuml;bernahm die Bank of America die kurz vor der Zahlungsunf&auml;higkeit stehende Investmentbank Merrill Lynch zu einem v&ouml;llig &uuml;berh&ouml;hten Preis. Kurz darauf musste die Bank of America massive Staatshilfe in Anspruch nehmen. Den Pleitebankern von Merrill zahlte sie dennoch Erfolgspr&auml;mien in H&ouml;he von 3,6 Milliarden Dollar. Seither ist die Bank of America zum Symbol f&uuml;r Missmanagement&nbsp;geworden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/geld\/wikileaks-veroeffentlichungen-die-angst-der-wall-street-1.1042838\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Ehemaliger Infineon-Chef: 1534 Euro pro Tag<\/strong><br>\nUlrich Schumacher liebt schnelle Autos. Als er noch Chef von Infineon war, fuhr er schon mal im Rennanzug in seinem Porsche vor. Das Geld f&uuml;r sein Hobby d&uuml;rfte ihm kaum ausgehen &ndash; auch wenn er momentan keinen Job hat.<br>\nSchumacher hat ein stattliches Ruhestandsgehalt ausgehandelt. Sein fr&uuml;herer Arbeitgeber, der Halbleiterkonzern Infineon, hat den jahrelangen Abfindungsstreit mit seinem Ex-Vorstandschef beigelegt. Er zahlt ihm von 2018 an ein saftiges Ruhegehalt: J&auml;hrlich 560.000 Euro oder 1534 Euro pro Tag wird Schumacher von diesem Zeitpunkt an kassieren. 60 Jahre alt wird der heute 52-J&auml;hrige dann sein. Allerdings muss die Hauptversammlung von Infineon Mitte Februar der Einigung noch zustimmen.<br>\nEs w&auml;re ein Triumph f&uuml;r den Manager, der bis vergangenen Herbst dem chinesischen Chiphersteller Grace Semiconductor vorstand, dann aber wegen &bdquo;strategischer Differenzen&ldquo; ausschied. Denn im vergangenen Jahr sah es f&uuml;r Schumacher noch ziemlich d&uuml;ster aus. Nach seinem Abgang bei Infineon im Jahr 2004 &minus; angeblich legte er sein Amt &bdquo;aus pers&ouml;nlichen Gr&uuml;nden&ldquo; nieder &minus; stand er wegen Bestechlichkeit, Untreue, versuchtem Betrug und Steuerhinterziehung vor Gericht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/1534-euro-pro-tag\/-\/1472780\/5065040\/-\/index.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J. K.:<\/strong> Jeder Kommentar er&uuml;brigt sich hier.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Tarifliche Ausbildungsverg&uuml;tungen<\/strong><br>\n688 &euro; brutto im Monat verdienten die Auszubildenden 2010 durchschnittlich in Westdeutschland. Die tariflichen Ausbildungsverg&uuml;tungen erh&ouml;hten sich im Durchschnitt um 1,3 % und damit deutlich geringer als im Jahr 2009 mit 3,3 %. In Ostdeutschland stiegen die tariflichen Ausbildungsverg&uuml;tungen 2010 um 2,9 % auf durchschnittlich 612 &euro; im Monat &ndash; und somit ebenfalls geringer als im Jahr zuvor (4,9 %). Der Abstand zum westlichen Tarifniveau hat sich 2010 weiter vermindert: Im Osten werden jetzt 89 % der westlichen Verg&uuml;tungsh&ouml;he erreicht (2009: 88 %). Das hat das Bundesinstitut f&uuml;r Berufsbildung (BiBB) ermittelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bibb.de\/de\/56853.htm%20\">Bundesinstitut f&uuml;r Berufsbildung (BiBB)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Horrende Transfergeb&uuml;hren f&uuml;r Gastarbeiter bei &Uuml;berweisungen in ihre Heimat<\/strong><br>\nWestern Union verlangt horrende Transfergeb&uuml;hren von armen Arbeitern auf der ganzen Welt und streicht damit gewaltige Gewinne ein.<br>\nZu Jahresbeginn, kratzen Millionen von hart arbeitenden M&auml;nnern und Frauen das Geld zusammen, das sie &uuml;ber das Jahr hinweg gespart haben, um es in einem Western Union-B&uuml;ro ihren Verwandten in den Entwicklungsl&auml;ndern zu &uuml;berweisen. Doch die Transfergeb&uuml;hren verschlingen bis zu 20% ihres Ersparten und bescheren den Konzernen Milliardenprofite auf dem R&uuml;cken der &Auml;rmsten dieser Welt.<br>\nObwohl die Weltbank eine maximale Transfergeb&uuml;hr von 5% fordert, war Western Union nie einem ernsthaften &ouml;ffentlichen Protest ausgesetzt, um dieses schamlose Gesch&auml;ftsmodell herauszufordern. Wenn wir jetzt unsere Stimmen erheben und ihre r&auml;uberischen Geb&uuml;hren in Frage stellen, k&ouml;nnten wir sie zum Umdenken bewegen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/secure.avaaz.org\/de\/make_giving_powerful\/?cl=891441912&amp;v=8072%20\">avaaz.org<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>SPD-Linke streitet mit Gabriel<\/strong><br>\nSPD-Chef Sigmar Gabriel st&ouml;&szlig;t mit seiner Forderung nach einer Senkung der Sozialabgaben f&uuml;r Gering- und Durchschnittsverdiener auf massiven Widerstand des linken Parteifl&uuml;gels. &bdquo;Eine solche Entlastung w&auml;re kaum sp&uuml;rbar. Im Bildungssystem sind die Gelder deutlich besser angelegt&ldquo;, sagte Vorstandsmitglied Bj&ouml;rn B&ouml;hning der Frankfurter Rundschau. &bdquo;Ich f&uuml;hle mich verschaukelt&ldquo;, klagte Juso-Chef Sascha Vogt. Gabriel konterkariere die Beschl&uuml;sse des Parteitags vom September. Die Jusos wollen bei der Vorstandsklausur einen Antrag einbringen, der die Anhebung des Spitzensteuersatzes von 42 auf 53 Prozent fordert.<br>\nAuf ihrem Sonderparteitag hatten die Sozialdemokraten eine Anhebung des Spitzensteuersatzes von 42 auf 49 Prozent beschlossen. Der Verlauf des Tarifs blieb jedoch ebenso offen wie die genaue Verwendung der erhofften Mehreinnahmen von etwa f&uuml;nf Milliarden Euro.<br>\nIm FR-Interview legte sich Gabriel am Montag nun fest: &bdquo;Wir wollen die Mehreinnahmen aus der Anhebung des Spitzensteuersatzes dazu nutzen, um Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen von ihren teilweise enorm hohen Abgaben zu entlasten&ldquo;, sagte er. Die angestrebten Investitionen in Kinderbetreuung und Ganztagsschulen wolle die SPD durch Einsparungen im Haushalt und den Abbau schwarz-gelber Subventionen bezahlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/spd-linke-streitet-mit-gabriel\/-\/1472596\/5062144\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Spenden: CDU knapp vor der DVU<\/strong><br>\nWie das B&uuml;ro des Bundestagspr&auml;sidenten nun ver&ouml;ffentlichte, bekam die CDU im vergangenen Jahr 1,1 Millionen Euro an Spenden von mehr als 50.000 Euro. Da diese sogenannten Gro&szlig;spenden unverz&uuml;glich an den Bundestagspr&auml;sidenten gemeldet werden m&uuml;ssen, sind die Zahlen f&uuml;r das Jahr 2010 nun bekannt.<br>\nBetrachtet man nur die bisher bekannten Gro&szlig;spenden, bekam die CDU am meisten. Die Schwesterpartei CSU erhielt etwas mehr als eine halbe Million, Koalitionspartner FDP bekam circa 446.000 Euro. Wesentlich weniger Geld ging an die Oppositionsparteien. Die SPD sammelte etwa 350.000 Euro ein, die Linkspartei 175.000 Euro und an die Gr&uuml;nen genau 60.001 Euro &ndash; &uuml;brigens von der Allianz. Das Versicherungsunternehmen bedachte 2010 alle im Bundestag vertretenen Parteien mit Ausnahme der Linkspartei mit 60.001 Euro. An alle oder mehrere Parteien zu spenden, ist eine Praxis, die viele Unternehmen verfolgen.<br>\nDem Online-Dienst Abgeordnetenwatch zufolge, der die Ver&ouml;ffentlichung des Bundestagspr&auml;sidenten auswertete, ist der gr&ouml;&szlig;te Spender der Autohersteller BMW. Er &uuml;berlie&szlig; CDU, CSU, FDP und SPD Fahrzeuge in einem Gesamtwert von fast einer halben Million Euro. An zweiter Stelle der Gro&szlig;spender kommt die Deutsche Verm&ouml;gensberatung mit ihrer Tochtergesellschaft Allfinanz, die 400.000 Euro an CDU und FDP spendete. Die dritth&ouml;chsten Spenden verteilte der Verband der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie. Nach Angaben von Abgeordnetenwatch &uuml;berwies er FDP und CSU zusammen 380.000 Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/grossspenden-an-parteien-cdu-vor-dvu-1.1042429\">SZ<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung J. K.:<\/strong> An zweiter Stelle der Gro&szlig;spender kommt die Deutsche Verm&ouml;gensberatung mit ihrer Tochtergesellschaft Allfinanz, die 400.000 Euro an CDU und FDP spendete &ndash; das sollte man sich immer im Hinterkopf behalten. Dann werden einige politische Entscheidungen vielleicht verst&auml;ndlicher.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Obama gibt dem &Ouml;ldruck nach<\/strong><br>\nDie Regierung von US-Pr&auml;sident Barack Obama will f&uuml;r 13 Unternehmen den Weg frei machen, ihre Tiefseebohrungen fortzusetzen, die im vergangenen Fr&uuml;hjahr wegen der Umweltkatastrophe nach der Explosion der BP-Bohrinsel &raquo;Deepwater Horizon&laquo; gestoppt werden mussten. Washington will darauf verzichten, bereits laufende Projekte, die lediglich unterbrochen sind, erneut auf ihre Umweltvertr&auml;glichkeit hin zu pr&uuml;fen, wie das Innenministerium mitteilte.<br>\nDamit seien allerdings noch nicht alle H&uuml;rden f&uuml;r die Fortsetzung der Bohrungen abgebaut, hie&szlig; es. Die 13 Unternehmen, zu denen die Multis Shell und Chevron geh&ouml;ren, m&uuml;ssen zun&auml;chst noch belegen, dass sie die strengeren Sicherheitsvorschriften erf&uuml;llen, die nach der Explosion der Bohrinsel im April 2010 eingef&uuml;hrt wurden. Bei der gr&ouml;&szlig;ten Umweltkatastrophe in der USA-Geschichte war das &Ouml;l 87 Tage lang unkontrolliert ins Wasser geflossen &ndash; insgesamt rund 800 Millionen Liter Roh&ouml;l. Bei der Explosion waren elf Menschen ums Leben gekommen.<br>\nDie jetzt in Washington erfolgte Ank&uuml;ndigung stellt nach offizieller Lesart keine &Auml;nderung der neuen, sch&auml;rferen Regeln f&uuml;r Tiefseebohrungen dar, die das Ministerium erst im Dezember bekannt gegeben hatte. Denen zufolge werden neue Bohrvorhaben oder neue Genehmigungen f&uuml;r bereits erlaubte Projekte deutlich strenger &uuml;berpr&uuml;ft als bislang. F&uuml;r Bohrungen, die schon liefen, als die Bohrinsel des &Ouml;lkonzerns BP im Golf von Mexiko versank, gelte dies nicht in vollem Ma&szlig;e, wie aus der Beh&ouml;rde nun verlautete.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/187844.obama-gibt-dem-oeldruck-nach.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Linken-Bashing &ndash; CSU fordert Total&uuml;berwachung der Linken<\/strong><br>\nDer Text war eine Steilvorlage f&uuml;r den politischen Gegner: Mitten in der Programmdebatte der Linken hat deren Vorsitzende Gesine L&ouml;tzsch in einem Beitrag f&uuml;r das Marxisten-Blatt &ldquo;Junge Welt&rdquo; den Kommunismus zum Ziel ihrer Partei erkl&auml;rt. Nun schwillt die Welle der Emp&ouml;rung an.<br>\n&ldquo;Frau L&ouml;tzsch stellt sich au&szlig;erhalb unserer Verfassung&rdquo;, sagte CSU-Generalsekret&auml;r Alexander Dobrindt am Mittwoch SPIEGEL ONLINE. &ldquo;Wer den Kommunismus zum Parteiziel erhebt, greift die freiheitlich demokratische Ordnung unseres Grundgesetzes an.&rdquo; &Auml;hnliche T&ouml;ne schlug Dobrindts Amtskollege von der CDU, Hermann Gr&ouml;he, an. &ldquo;Die skandal&ouml;se Kommunismus-Sehnsucht von Gesine L&ouml;tzsch ist ein Schlag ins Gesicht aller Opfer dieser menschenverachtenden Ideologie&rdquo;, erkl&auml;rte Gr&ouml;he.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,737911,00.html\">Spiegel<\/a>\n<p><strong>Siehe zur Kampagne gegen L&ouml;tzsch vorher im Spiegel selbst:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Wege zur&nbsp;Desinformation<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/le-bohemien.net\/2011\/01\/05\/wege-zur-desinformation\/%20\">le boh&eacute;mien<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung J. K.:<\/strong> Man muss Frau L&ouml;tzschs Position nicht teilen. Allerdings scheint es den Pharis&auml;ern der CDU\/CSU keinerlei Kopfzerbrechen zu bereiten ganze Nationen an  Finanzmarktspekulanten und Bankrotteure zu verkaufen. Ganz zu schweigen von den realen kriminellen Machenschaften um das Desaster der Bayerischen Landesbank mit der Hypo Alpe Adria.<br>\nUnd wen die Spiegel-Journaille in diesem Zusammenhang &uuml;ber die &bdquo;Blutspur&ldquo; des Kommunismus schwadroniert, wie sieht es dann mit der &bdquo;Blutspur&ldquo; des Finanzmarktkapitalismus aus?<br>\nSiehe dazu den Beitrag &ldquo;<a href=\"\/?p=4466\">Finanzkrise XXXI<\/a>&rdquo;<br>\n<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Der Hypo Alpe-Sumpf<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Reiche Ernte f&uuml;r die Wohlhabenden &ndash; Die Hypo Alpe erwies sich als Goldgrube f&uuml;r betuchte Investoren.<\/strong><br>\nDie Hypo Alpe-Adria-Bank erwies sich f&uuml;r eine Reihe betuchter Investoren als Goldgrube: Von der Milliard&auml;rswitwe Ingrid Flick &uuml;ber den Ex-Chef von Kika\/Leiner, Herbert Koch, bis zu Gesundheits&ouml;konom Christian K&ouml;ck &ndash; sie steckten in Summe Millionen in die Hypo-Leasing-Tochter und gingen dabei so gut wie kein Risiko ein.<br>\nDenn sie lie&szlig;en sich von den Hypo-Vorst&auml;nden nicht nur fette Dividenden zusichern, sondern auch den R&uuml;ckkauf der Aktien zum Nominale, ganz unabh&auml;ngig von der Gesch&auml;ftsentwicklung der Hypo Leasing. So musste das Unternehmen f&uuml;r 2007, als es bereits bergab ging, insgesamt 14,75 Millionen Euro auf das Volumen von 200 Millionen Euro Vorzugsaktien aussch&uuml;tten. Auch 2008, als die Leasing bereits 140 Millionen Euro Verlust schrieb, gab es 12,25 Millionen Euro Dividende. Und 2009 &ndash; wenige Monate vor der Verstaatlichung der Hypo &ndash; erhielten die Investoren ihr gesamtes Kapital zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/kurier.at\/wirtschaft\/2059728.php\">Kurier<\/a><\/li>\n<li><strong>Wer ist wer im Hypo-Sumpf?<\/strong><br>\nEntschlossen blickte Ivo Sanader, einst Premierminister von Kroatien und derzeit in Auslieferungshaft in Salzburg, in die Webcam. Per Videokonferenz stellte er sich den Fragen des Untersuchungsausschusses des K&auml;rntner Landtages, der das Desaster der einst landeseigenen Hypo Alpe Adria-Bank aufkl&auml;ren m&ouml;chte. Nein, er habe nie Provisionen von dieser Bank erhalten oder verlangt, versicherte der Mann, der sich in seiner Heimat massiven Korruptionsvorw&uuml;rfen stellen m&uuml;ssen wird. Kein Ausschussmitglied im &uuml;berf&uuml;llten Saal 209 des Klagenfurter Landesgerichts kam auf die Idee nachzuhaken. Etwa, ob er dann nicht Gef&auml;lligkeiten von kroatischen Kreditkunden des K&auml;rntner Finanzinstitutes erhalten habe? Infrage k&auml;men zum Beispiel der kroatische Multiunternehmer Miroslav Kutle oder der Industrielle und deutsche Honorarkonsul in Rijeka, Robert Je&#382;ic, der nur einen Tag vor Sanader verhaftet worden war. Gegen beide ermittelt die kroatische Antikorruptionsbeh&ouml;rde seit Jahren wegen des Verdachts der Bestechung und des Betrugs. Mit beiden stand die Hypo in umfangreicher Gesch&auml;ftsbeziehung.<br>\nGerade die oft irrwitzigen Investitionen in Kroatien waren es, welche das provinzielle Geldinstitut, das sich zur Hausbank der Balkanmafia gemausert hatte, an den Rand des Ruins brachten. Die einzige Rettung: Vor einem Jahr musste die Hypo notverstaatlicht werden. Die Bayerische Landesbank, drei Jahre stolzer Mehrheitsaktion&auml;r der Bank, hatte zu diesem Zeitpunkt 3,7 Milliarden Euro bei ihrem K&auml;rnten-Abenteuer verloren und das Handtuch geworfen. Unter dem neuen Eigent&uuml;mer, der Republik &Ouml;sterreich, k&auml;mpft die Bank nach wie vor mit milliardenschweren Altlasten. Gottwald Kranebitter, der derzeitige Chef, rechnet auch f&uuml;r 2010 mit &raquo;massiven Verlusten&laquo;, die er auf 700 bis 900 Millionen Euro sch&auml;tzt. Ganz Zweckoptimist, hofft er, in zwei Jahren wieder die Gewinnzone erreicht zu haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2011\/01\/A-Hypo\">Die Zeit<\/a><\/li>\n<li><strong>Bank f&uuml;r Kriegsverbrecher und Terroristen?<\/strong><br>\nAls vor fast genau drei Jahren der Kaufvertrag f&uuml;r die Hypo Alpe Adria unterschrieben war, bejubelte der damalige Finanzminister Kurt Faltlhauser das seiner Ansicht nach tolle Gesch&auml;ft. Der Kauf der K&auml;rntner Finanzgruppe durch Bayerns Landesbank sei ein &ldquo;klassischer Win-Win-Vorgang&rdquo;. Die BayernLB bekomme mit ihrer Expansion nach &Ouml;sterreich und von dort auf den Balkan mehr als eine Million neue Kunden, rechnete der CSU-Politikern den Kritikern des Milliardengesch&auml;fts vor, die seinerzeit bereits Bedenken &auml;u&szlig;erten.<br>\nH&auml;tte Faltlhauser gewusst, welche Kunden sich die Landesbank bei der Hypo Alpe Adria zum Teil einhandelte, dann w&auml;re seine gro&szlig;e Freude vermutlich schnell in blankes Entsetzen umgeschlagen. Nach der &Uuml;bernahme der K&auml;rntner Bank, die insbesondere im ehemaligen Jugoslawien gerne Kredite gew&auml;hrte, schaute sich die BayernLB Ende 2007 die neue Tochterbank etwas genauer an.<br>\nDie Hypo Alpe Adria verglich ihre Kundendaten mit Listen der Europ&auml;ischen Union und der Vereinten Nationen, die mutma&szlig;liche Kriminelle aufz&auml;hlten, mit denen keine Gesch&auml;fte gemacht werden sollten. Das Ergebnis war erschreckend.<br>\nBei Tochtergesellschaften der Hypo Alpe Adria au&szlig;erhalb &Ouml;sterreichs seien 24 Kriegsverbrecher und zwei Terroristen als Kunden entdeckt worden, berichtete der Konzernbeauftragte der Landesbank f&uuml;r Wirtschaftskriminalit&auml;t, als ihn die M&uuml;nchner Staatsanwaltschaft k&uuml;rzlich als Zeugen vernahm.<br>\nDie Strafverfolger gehen dem Verdacht dunkler Machenschaften beim Kauf der Hypo Group Alpe Adria (HGAA) nach, und sie sto&szlig;en auf immer neue Abgr&uuml;nde. Die HGAA war damals schon als Skandalbank bekannt &ndash; und als &ldquo;Haider-Bank&rdquo;. Der inzwischen verstorbene K&auml;rntner Landeshauptmann J&ouml;rg Haider hatte sich mit Hilfe der Hypo Alpe Adria als Wohlt&auml;ter des Volkes aufgespielt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/hypo-group-alpe-adria-bank-fuer-kriegsverbrecher-und-terroristen-1.944361\">SZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>BayernLB &ndash; Ex-Risikovorstand Gribkowsky verhaftet<\/strong><br>\nVor einer Woche erschien Gerhard Gribkowsky, fr&uuml;herer Risikovorstand von Bayerns Landesbank, bei der M&uuml;nchner Staatsanwaltschaft. Er beichtete ein heimliches Millionen-Verm&ouml;gen, das er in einer &ouml;sterreichischen Stiftung versteckt hatte und auf das die S&uuml;ddeutsche Zeitung gesto&szlig;en war.<br>\nAn diesem Mittwoch kam die Staatsanwaltschaft zu ihm nach Hause in den M&uuml;nchner Vorort Gr&uuml;nwald, um ihn wegen &ldquo;dringenden Tatverdachts&rdquo; zu verhaften. Gribkowsky wird Veruntreuung von Verm&ouml;gen der Landesbank, Bestechlichkeit und Steuerhinterziehung in Millionenh&ouml;he vorgeworfen. In Ermittlerkreisen hei&szlig;t es, daraus k&ouml;nnte Deutschlands spektakul&auml;rster und gr&ouml;&szlig;ter Korruptionsfall werden.<br>\nAm sp&auml;ten Nachmittag setzte die Staatsanwaltschaft nach und untersagte der Landesbank eigene Ermittlungen. Auch das Finanzministerium wurde dar&uuml;ber informiert. So soll sichergestellt werden, dass die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft nicht behindert werden.<br>\nGribkowsky war am Mittwoch verhaftet worden. Der 2008 bei der Landesbank gefeuerte Manager war wegen der ungekl&auml;rten Herkunft eines 50-Millionen-Dollar-Verm&ouml;gens in das Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Das Geld stamme nach ersten Ermittlungen aus einem Gesch&auml;ft mit Anteilen an der Formel 1, teilte die Beh&ouml;rde mit. Aus der Politik war die BayernLB seither mehrfach zu eigenen Untersuchungen gedr&auml;ngt worden. # dpa-Notizblock 50 Millionen Dollar soll Gribkowsky 2006 und 2007 in mehreren Tranchen insgeheim aus der Karibik und aus Mauritius kassiert und in die von ihm in Salzburg gegr&uuml;ndete Privatstiftung &ldquo;Sonnenschein&rdquo; investiert haben, als er noch Vorstandsmitglied der Landesbank war. Das Geld kam nach Informationen der S&uuml;ddeutschen Zeitung aus der Formel 1. Es wurde in &Ouml;sterreich als &ldquo;Honorar aus einem Beratungsvertrag in Zusammenhang mit der Formel 1&rdquo; deklariert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/geld\/bayernlb-ex-risikovorstand-gribkowsky-verhaftet-1.1043070\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Pflegeversicherung &ndash; Zu laut, aber richtig<\/strong><br>\nDer CSU ist es zu verdanken, dass viele Norddeutsche denken, Bayern k&ouml;nnten besser poltern als taktieren. Die bayerische Sozialministerin Christine Haderthauer m&uuml;ht sich redlich, dieses Vorurteil zu best&auml;tigen: Wenn sie nun lautstark gegen die private Pflegezusatzversicherung zu Felde zieht, die auf Wunsch der FDP im Koalitionsvertrag verankert wurde, bringt sie die angeschlagenen Liberalen gegen sich auf und erschwert eine Einigung.<br>\nDas ist schade, denn in der Sache hat Haderthauer recht. Die Pflegeversicherung ist nicht auf eine Zusatzversicherung angewiesen. Und so, wie sie derzeit angedacht ist, besteht die Gefahr, dass die neue private Police viel Aufwand und wenig Ertrag bringen w&uuml;rde.<br>\nAllen Horrorszenarien zum Trotz ist die gesetzliche Pflegeversicherung recht solide finanziert. Steigt die Arbeitslosigkeit nicht dramatisch an, muss der Beitrag voraussichtlich nur um einen Prozentpunkt steigen, um die &ndash; vor&uuml;bergehende &ndash; starke Zunahme alter und pflegebed&uuml;rftiger Menschen zu bezahlen. Das entspricht einem Volumen von 8 bis 9 Mrd. Euro j&auml;hrlich.<br>\nUnd genau hier liegt der Haken: Die neue Zusatzversicherung m&uuml;sste, um diesen &uuml;berschaubaren Betrag aufzubringen, einen hohen Verwaltungsaufwand treiben. Denn um soziale H&auml;rten zu vermeiden, soll die Zusatzversicherung nach dem Willen der Koalition von einem Sozialausgleich begleitet werden. Und das ist erfahrungsgem&auml;&szlig; ein teurer, aufwendiger Prozess.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/versicherungen\/:pflegeversicherung-zu-laut-aber-richtig\/50211187.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die Wahr-L&uuml;gner<\/strong><br>\nAn einem Mittwochabend Anfang Dezember erz&auml;hlte Peer Steinbr&uuml;ck von seinen Heldentaten w&auml;hrend der Krise. Die Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin hatte zur Diskussion eingeladen &ndash; und Steinbr&uuml;ck teilte kr&auml;ftig aus. Gegen die Banker, die den Ernst der Lage nicht begriffen hatten. Gegen die Amerikaner, die Lehman Brothers nicht retteten. Gegen die Opposition, die die Verstaatlichung der Hypo Real Estate nicht mitmachen wollte. Ob auch er einen Fehler gemacht habe, wurde Steinbr&uuml;ck gefragt. Der fr&uuml;here Finanzminister hielt inne. Ja, das mit den Konjunkturprogrammen, sagte er dann: &raquo;Die h&auml;tten zwei Monate fr&uuml;her kommen m&uuml;ssen.&laquo;<br>\nDie meisten deutschen &Ouml;konomen lehnten Konjunkturprogramme vor der Krise ab. Sie werden Steinbr&uuml;ck f&uuml;r diese Antwort noch lange dankbar sein. Der Staat kann es nicht, das haben sie immer gewusst &ndash; und nun die amtliche Best&auml;tigung. Es sind Experten wie Stefan Homburg, Finanzwissenschaftler an der Universit&auml;t Hannover und im Nebenberuf Steuerberater. Konjunkturprogramme wirken &raquo;gar nicht oder immer zu sp&auml;t&laquo;, sagt er. Also solle man am besten ganz die Finger davonlassen.<br>\nDie FAZ berief sich auf eine Studie des &Ouml;konomen Volker Wieland von der Universit&auml;t Frankfurt ( Keynesian Government Spending Mulitpliers and Spillovers in the Euro Area ). Demnach erscheine es &raquo;wahrscheinlich, dass die Konjunkturprogramme insgesamt mehr gekostet als gebracht haben&laquo;. Was die Zeitung nicht schrieb: Dass der Geldtheoretiker Wieland von der neoklassischen Denkschule gepr&auml;gt wurde, also ein ausgewiesener Gegner staatlicher Konjunkturprogramme ist. Das ist ungef&auml;hr so, als lie&szlig;e man einen Vegetarier eine Currywurst beurteilen. Oder einen FDP-Wirtschaftspolitiker das Parteiprogramm der Gr&uuml;nen.<br>\nEs gab nur das Urteil, keinen Hinweis auf den Hintergrund des Urteilenden. Unbedarftere Leser mussten die Ergebnisse f&uuml;r allgemeing&uuml;ltig und wahr halten.<br>\nSo ist das oft, wenn &Ouml;konomen in den Medien zitiert werden, auch in der ZEIT. Und so wird eine Objektivit&auml;t suggeriert, die es nicht gibt. Denn die &Ouml;konomie ist keine exakte Wissenschaft, sie kennt Moden, Trends, Ideologien. Der &Ouml;konom Ralph Br&uuml;ggelmann, immerhin vom arbeitsnahen (? arbeitgebernahe (WL)) Institut der Deutschen Wirtschaft, hat ausgerechnet, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt allein im Jahr 2010 zwischen ein und 1,5 Prozentpunkte h&ouml;her ausgefallen sein d&uuml;rfte als ohne Konjunkturprogramm. Es kommt also stark darauf an, wen man fragt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2011\/01\/Konjunkturpolitik?page=all\">Die Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J. K.:<\/strong> Durchaus verbl&uuml;ffend was in diesem Artikel zu lesen ist. Leider spricht die sonstige Berichterstattung der Zeit eine andere Sprache.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Sarrazins Thesen auf dem Pr&uuml;fstand<\/strong><br>\nDie hier dargestellte empirische Datensammlung soll &hellip; eine kritische Bestandsaufnahme der von Thilo Sarrazin in seinem Buch &bdquo;Deutschland schafft sich ab&ldquo; (Wiesbaden, 2010, 1. Auflage) verwendeten Daten erm&ouml;glichen &ndash; speziell von jenen aus dem 7. Kapitel &bdquo;Zuwanderung und Integration&ldquo;. Einzelne Textpassagen und Zitate aus anderen Kapiteln seines Buches sowie explizite Aussagen zu &bdquo;Muslimen&ldquo; in Interviews fanden hierbei ebenfalls Ber&uuml;cksichtigung.<br>\nDas daraus entstandene und nun vorliegende Dossier m&ouml;chten wir dazu nutzen, die empirische Sachlage zum Stand der Integration von &bdquo;Muslimen&ldquo; in Deutschland unter den Aspekten der strukturellen, kulturellen und sozialen Vergemeinschaftung zusammenzutragen, um sie mit den diesbez&uuml;glichen Aussagen von Thilo Sarrazin zu vergleichen.<br>\nAufgrund der verzerrten medialen und politischen Debatten im Anschluss an die Buchver&ouml;ffentlichung aber auch aufgrund unserer langj&auml;hrigen diesbez&uuml;glichen Analysen in unserem wissenschaftlichen Arbeitsalltag an der Humboldt-Universit&auml;t zu Berlin, sehen wir uns verpflichtet, eine Richtigstellung in der gegenw&auml;rtigen Diskussion herbeizuf&uuml;hren und uns vorliegende Daten zum tats&auml;chlichen Stand der Integration von &bdquo;Muslimen&ldquo; in Deutschland in einer &Uuml;bersicht zusammenzutragen und zu analysieren.<br>\nAuszug aus dem Fazit:<br>\nMan muss das Buch von Thilo Sarrazin nicht gelesen haben, um die abwertenden Thesen speziell mit Bezugnahme auf &bdquo;die Muslime&ldquo; &ndash; wahlweise auch auf &bdquo;die T&uuml;rken und Araber&ldquo; &ndash; nachvollziehen oder rechtfertigen zu k&ouml;nnen. Auch nach intensiver Lekt&uuml;re bleiben sie tendenzi&ouml;s und pauschal abwertend. Vielmehr verliert sich durch die Lekt&uuml;re der, durch die mediale Wortmeldung suggerierte, Objektivit&auml;tsgehalt hinter einer deutlich volkswirtschaftlich gepr&auml;gten, den Menschen nach &ouml;konomischen Aspekten wertenden Subjektivit&auml;t, die Geringverdiener als weniger wert f&uuml;r die deutsche Gesellschaft einsch&auml;tzt, Migranten als potenzielle Belastung und Muslime als volkswirtschaftliche Sch&auml;dlinge. Besserverdiener gelten im Gegenzug als intelligenter, als wertvoller und als berechtigter, Nachwuchs zu zeugen.<br>\nDie Thesen des Buches sind zudem weitgehend identisch mit Thilo Sarrazins Wortbeitr&auml;gen in den Medien und den Vorab-Publikationen der BILD und des SPIEGEL. Es ist daher eher als eine Verkaufstaktik zu bewerten, wenn Sarrazin suggeriert, sein Buch k&ouml;nne nicht verstanden werden, ohne dass man es vorher gelesen habe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heymat.hu-berlin.de\/sarrazin2010\">Forschungsprojekt &bdquo;Hybride europ&auml;isch-muslimische Identit&auml;tsmodelle (HEYMAT)&ldquo; an der Humboldt-Universit&auml;t zu Berlin [PDF &ndash; 1.6 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Bundesverfassungsgericht und Meinungsfreiheit<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Bundesverfassungsgericht st&auml;rkt Rundfunkfreiheit<\/strong><br>\nDas Bundesverfassungsgericht hat die Durchsuchung eines lokalen Rundfunksenders als grundgesetzwidrig bezeichnet.  Mit der Razzia und der Sicherstellung von Redaktionsunterlagen sei gegen die Rundfunkfreiheit versto&szlig;en worden, entschied das Gericht in Karlsruhe. Die Polizei hatte im Jahr 2003 die R&auml;ume des Lokalradios &bdquo;Freies Senderkombinat&rdquo; in Hamburg durchsucht, der Mitschnitte von Telefonaten der Redaktion mit einem Pressesprecher der Polizei gesendet hatte. Die Staatsanwaltschaft ermittelte wegen m&ouml;glicher Verletzung der Vertraulichkeit.  Das Landgericht Hamburg hatte die Durchsuchung und Beschlagnahmung f&uuml;r rechtens befunden. Das Verfassungsgericht verwies den Fall nun zur erneuten Entscheidung an das zust&auml;ndige Amtsgericht in der Hansestadt zur&uuml;ck.<br>\nAus der Entscheidung:<br>\nDas Grundrecht der Rundfunkfreiheit sch&uuml;tzt in seiner objektiven Bedeutung die institutionelle Eigenst&auml;ndigkeit des Rundfunks von der Beschaffung der Information bis zur Verbreitung der Nachrichten und  Meinungen. Von diesem Schutz ist auch die Vertraulichkeit der<br>\nRedaktionsarbeit umfasst, die es staatlichen Stellen grunds&auml;tzlich  verwehrt, sich einen Einblick in die Vorg&auml;nge zu verschaffen, die zur  Entstehung von Nachrichten oder Beitr&auml;gen f&uuml;hren, die in der Presse  gedruckt oder im Rundfunk gesendet werden. Unter das Redaktionsgeheimnis<br>\nfallen auch organisationsbezogene Unterlagen, aus denen sich  Arbeitsabl&auml;ufe, Projekte oder die Identit&auml;t der Mitarbeiter einer  Redaktion ergeben. Sowohl die Anordnung der Durchsuchung der R&auml;ume des  Beschwerdef&uuml;hrers als auch die fachgerichtlichen Entscheidungen, die die<br>\nbild- und skizzenhafte Dokumentation der Redaktionsr&auml;ume und die Mitnahme redaktioneller Unterlagen sowie die Anfertigung von Ablichtungen hiervon als rechtm&auml;&szlig;ig erachten, greifen daher in die Rundfunkfreiheit ein.<br>\nDiese Eingriffe sind verfassungsrechtlich nicht gerechtfertigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundesverfassungsgericht.de\/pressemitteilungen\/bvg11-002.html\">Bundesverfassungsgericht<\/a><\/li>\n<p><strong>Siehe aber auch: <\/strong><\/p>\n<li><strong>Publikationsverbot f&uuml;r die &bdquo;Verbreitung rechtsextremistischen oder nationalsozialistischen Gedankenguts&ldquo;  ist verfassungswidrig<\/strong><br>\nDie Meinungsfreiheit sch&uuml;tzt grunds&auml;tzlich &ndash; in den Schranken des Art. 5 Abs. 2 GG &ndash; auch die Verbreitung rechtsextremistischer Meinungen. Die  Weisungsbefugnis im Rahmen der f&uuml;r verurteilte Straft&auml;ter angeordneten  F&uuml;hrungsaufsicht gem&auml;&szlig; &sect; 68b Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 StGB f&auml;llt unter die  Schranke der allgemeinen Gesetze. Das Instrument der F&uuml;hrungsaufsicht erlaubt es grunds&auml;tzlich, einem verurteilten Straft&auml;ter auch nach  Verb&uuml;&szlig;ung seiner Strafe aus pr&auml;ventiven Gr&uuml;nden bestimmte legale und  grundrechtlich gesch&uuml;tzte Verhaltensweisen zu verbieten. Bei einer solchen pr&auml;ventiven Zwecken dienenden staatlichen Ma&szlig;nahme, die an eine Meinungs&auml;u&szlig;erung ankn&uuml;pft, ist indes &ndash; neben einer sich auf nachvollziehbare tats&auml;chliche Anhaltspunkte st&uuml;tzenden Gefahrenprognose &ndash; eine am Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeitsgrundsatz orientierte sorgf&auml;ltige Abw&auml;gung zwischen den durch die Meinungs&auml;u&szlig;erung drohenden Beeintr&auml;chtigungen und der Einbu&szlig;e an Meinungsfreiheit durch deren Einschr&auml;nkung erforderlich.<br>\nHierbei kann dahin stehen, ob die durch das Oberlandesgericht vorgenommene Gefahrenprognose den verfassungsrechtlichen Anforderungen gen&uuml;gt. Denn das Publikationsverbot schr&auml;nkt den Beschwerdef&uuml;hrer jedenfalls unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig in seiner Meinungsfreiheit ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundesverfassungsgericht.de\/pressemitteilungen\/bvg11-001.html\">Bundesverfassungsgericht<\/a><\/li>\n<p><strong>Siehe dazu auch:<\/strong><\/p>\n<li><strong>Meinungsfreiheit auch f&uuml;r Neonazis<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/urteil-des-bundesverfassungsgerichts-meinungsfreiheit-auch-fuer-neonazis-1.1042802\">SZ<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Hagen Rether beim Satire Gipfel Jahresr&uuml;ckblick<\/strong><br>\nHagen Rether beim Satire Gipfel Jahresr&uuml;ckblick am 30. Dezember 2010 &uuml;ber Apokalypter von gestern, sozial Schwache und beim Stummen seines Bartes<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=7-p52Sw87KM\">3Sat \/ YouTube<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung M. B.:<\/strong> Bekam eigentlich jemand mit, dass Mathias Richling den Satiregipfel abgibt und das <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub510A2EDA82CA4A8482E6C38BC79C4911\/Doc~E0C15E8E06A0E424FA643F57356377CEA~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html\">seine letzte Sendung<\/a> war? Dieter Nuhr wird der Nachfolger. Richling war nicht immer schlecht. Doch nachdem den Satireklassiker &bdquo;Scheibenwischer&ldquo; kaputt gewirtschaftet und zum Klamaukformat umstrukturiert hatte, die komplette Stammbelegschaft von Georg Schramm &uuml;ber Richard Rogler bis Bruno Jonas fort ging und er mit seinen affektierten Nummern nur noch nervte, nachdem er immer &ouml;fter triviale Spa&szlig;macher in die Sendung holte und ihm bzw. der ARD der Scheibenwischer-Erfinder Dieter Hildebrandt, die Namensrechte entzog, werden wir ihn nicht unbedingt vermissen.<br>\nOb es Nachfolger Dieter Nuhr besser machen wird, werden wir sehen.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"\/upload\/bilder\/110106_so_wird_2011.png\"><img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/110106_so_wird_2011_small.png\" alt=\"So wird 2011\"><\/a><\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Mythos &ldquo;Jobwunder&rdquo;; Hartz IV im Vermittlungsausschuss; Zeit f&uuml;r ein finanzielles Gro&szlig;reinemachen; Eurobonds und Wachstumsprogramm gegen Krise der W&auml;hrungsunion; die Angst der Wall Street; ehemaliger Infineon-Chef: 1534 Euro pro Tag; tarifliche Ausbildungsverg&uuml;tungen; horrende Transfergeb&uuml;hren f&uuml;r Gastarbeiter bei &Uuml;berweisungen; SPD-Linke streitet mit Gabriel; Spenden: CDU knapp vor der DVU; Obama gibt<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7902\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-7902","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7902","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7902"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7902\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7909,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7902\/revisions\/7909"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7902"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7902"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7902"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}