{"id":79226,"date":"2021-12-21T15:38:01","date_gmt":"2021-12-21T14:38:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79226"},"modified":"2021-12-22T07:43:24","modified_gmt":"2021-12-22T06:43:24","slug":"bruessel-und-washington-unter-zugzwang","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79226","title":{"rendered":"Br\u00fcssel und Washington unter Zugzwang"},"content":{"rendered":"<p>Von Ralph Bosshard Mag., Oberstleutnant iG. &ndash; Vorbemerkung zum Autor: Er war Berufsoffizier der Schweizer Armee, u.a. Ausbilder an der Generalstabsschule und Chef der Operationsplanung im F&uuml;hrungsstab der Armee. Nach der Ausbildung an der Generalstabs-Akademie der russischen Armee in Moskau diente er als milit&auml;rischer Sonderberater des St&auml;ndigen Vertreters der Schweiz bei der OSZE, als <em>Senior Planning Officer<\/em> in der <em>Special Monitoring Mission to Ukraine<\/em> und als Operationsoffizier in der Hochrangigen Planungsgruppe der OSZE. Zivilberuflich ist   Ralph Bosshard Historiker (Magister, Universit&auml;t Z&uuml;rich). Wir danken f&uuml;r diese ausgesprochen sachliche und sachverst&auml;ndige Bewertung der Vertragsentw&uuml;rfe Russlands vom 17.12.2021. Albrecht M&uuml;ller.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_9977\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-79226-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/211221-Bruessel-und-Washington-unter-Zugzwang-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/211221-Bruessel-und-Washington-unter-Zugzwang-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/211221-Bruessel-und-Washington-unter-Zugzwang-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/211221-Bruessel-und-Washington-unter-Zugzwang-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=79226-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/211221-Bruessel-und-Washington-unter-Zugzwang-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"211221-Bruessel-und-Washington-unter-Zugzwang-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>Am vergangenen Freitag ver&ouml;ffentlichte das russische Au&szlig;enministerium Vertragsentw&uuml;rfe f&uuml;r gegenseitige Sicherheitsgarantien zwischen Russland und der NATO [<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>], sowie zwischen Russland und den USA [<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>]. Die ersten Kommentare seitens westlicher Regierungen und der Presse waren zur&uuml;ckhaltend. Die russischen Vorschl&auml;ge, die einige der Grundz&uuml;ge russischen milit&auml;rischen Denkens wiederspiegeln, bed&uuml;rfen in der Tat einer eingehenden Pr&uuml;fung.<\/strong><\/p><p>Alleine die Tatsache, dass Russland zwei getrennte Vorschl&auml;ge ver&ouml;ffentlichte, wird eingefleischte Transatlantiker bereits zur Aussage bewegen, Russland versuche, die USA von Fragen europ&auml;ischer Sicherheit abzukoppeln. Die zunehmenden Spannungen in Ostasien, wo die NATO nicht pr&auml;sent ist, machen ein solches Vorgehen aber n&ouml;tig. <\/p><p>Erfreulich ist, dass Russland die Organisation f&uuml;r Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, OSZE, offenbar nach wie vor als die wichtigste Organisation kollektiver Sicherheit betrachtet. Die Tatsache, dass drei der f&uuml;nf Dokumente, welche der Vertragsentwurfs zwischen der NATO und Russland erw&auml;hnt, im Rahmen der OSZE entstanden, spricht daf&uuml;r, dass Russland an den Errungenschaften der OSZE festhalten will. Schade nur, dass manche westeurop&auml;ischen Staaten mit diesem Instrument etwas respektlos umgehen [<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>]. <\/p><p>Die vorgeschlagenen Ma&szlig;nahmen zur Vermeidung potenziell gef&auml;hrlicher Zwischenf&auml;lle auf See und in der Luft sind l&auml;ngst schon &uuml;berf&auml;llig. Der j&uuml;ngste Zwischenfall &uuml;ber dem Schwarzen Meer, bei welchem ein US-Aufkl&auml;rungsflugzeug einem russischen Passagierflugzeug gef&auml;hrlich nahe kam, zeigte die Risiken des aktuellen Katz-und-Maus-Spieles &uuml;ber den Meeren mehr als deutlich auf [<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>]. Nat&uuml;rlich w&uuml;nschte man sich im Kreml auch ein Ende der westlichen &laquo;freedom of navigation&raquo;-Operationen, bei welchen Kriegsschiffe in umstrittene Territorialgew&auml;sser eindringen. Es ist andererseits aber logisch, dass die westliche Seite klarmachen m&ouml;chte, dass sie die Territorialgew&auml;sser rund um die Krim nach wie vor als ukrainische betrachtet. Dieser Zweck w&uuml;rde allerdings auch erreicht werden, wenn unbewaffnete Schiffe in die umstrittenen Gew&auml;sser einfahren w&uuml;rden. Eine wesentliche zus&auml;tzliche Gef&auml;hrdung f&uuml;r ein unbewaffnetes Schiff entsteht nicht, denn Kriegsschiffe sind w&auml;hrend einer sogenannten &laquo;innocent passage&raquo; im Einsatz ihrer Sensoren stark eingeschr&auml;nkt und damit, wenn nicht blind, so zumindest kurzsichtig [<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>]. <\/p><p><strong>Verzicht auf NATO-Erweiterung<\/strong><\/p><p>Der, von russischer Seite geforderte Verzicht der Stationierung von Truppen aus den &laquo;alten&raquo; NATO-Staaten vor 1997 auf dem Territorium &laquo;neuer&raquo; Mitgliedsl&auml;nder muss nicht ein Minus an Sicherheit f&uuml;r Letztere bedeuten, wenn der Aufmarsch von Truppen zur Verteidigung dieser Staaten vorbereitet und ge&uuml;bt werden darf, so wie es derzeit in Bezug auf Belarus gehandhabt wird. Im Turnus von mehreren Jahren f&uuml;hren Russland und Belarus zu diesem Zweck gemeinsame Milit&auml;r&uuml;bungen durch [<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>]. Wenn solche &Uuml;bungen auf beiden Seiten von internationalen Beobachtern verfolgt werden, dann sollte sich auch die Nervosit&auml;t begrenzen lassen. Das Instrument f&uuml;r derartige Verifikationsmissionen liegt in Form des &laquo;Wiener Dokuments&raquo; der OSZE grunds&auml;tzlich vor. <\/p><p>Das Angebot auf Verzicht auf Stationierung von Kurz- und Mittelstreckenraketen im Artikel 5 des Vertragsentwurfs ist am ehesten als Offerte an die Osteurop&auml;er anzusehen, die ja bef&uuml;rchten m&uuml;ssen, als Erste Schauplatz von Kernwaffeneins&auml;tzen zu werden, sollte der aktuelle neue Kalte Krieg einmal eskalieren. M&ouml;glicherweise kommt auch bei ihnen die selbe Bef&uuml;rchtung auf wie im Kalten Krieg in beiden deutschen Staaten. Damals ging die Angst um, die Superm&auml;chte k&ouml;nnten sich nach einem verheerenden Kernwaffenkrieg in Deutschland auf einen Waffenstillstand einigen. Zu beachten ist hier, dass Russland der NATO den Verzicht auf Stationierung von Raketen kurzer und mittlerer Reichweite anbietet, nicht jedoch ein Verbot von Entwicklung und Bau. Eine Wiederbelebung des Vertrags &uuml;ber Mittelstreckenraketen INF ist illusorisch, denn die USA m&ouml;chten sich begreiflicherweise die Option der Entwicklung von Mittelstreckenraketen offenhalten, da China nie durch einen entsprechenden Vertrag daran gehindert wurde. Das ist nachvollziehbar. Unredlich ist es, Russland f&uuml;r das Ende des INF-Vertrags verantwortlich zu machen [<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>].<\/p><p>Nat&uuml;rlich werden eingefleischte Transatlantiker den geforderten Verzicht auf die Aufnahme der Ukraine und weiterer ehemaliger Republiken der Sowjetunion in die NATO ablehnen, denn nach ihrer Lesart m&uuml;sse jedes Land die Freiheit der B&uuml;ndniswahl haben. Da stellt sich die Frage, ob Kuba w&auml;hrend des Kalten Kriegs wirklich die Freiheit der Wahl seines Verteidigungsb&uuml;ndnisses sowie der Stationierung von Truppen und Waffen hatte. Die Forderung nach Aufnahme neuer Mitglieder w&auml;re ja noch akzeptabel, wenn die NATO diejenige Defensivallianz w&auml;re, die sie im Kalten Krieg war. Seit dessen Ende f&uuml;hrten die NATO als Ganzes und f&uuml;hrende NATO-Mitgliedsl&auml;nder aber v&ouml;lkerrechtswidrige Angriffskriege [<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>]. Es entspricht der russischen Denkart, bereits im Vorfeld eines m&ouml;glichen Konflikts die notwendigen Ma&szlig;nahmen zu ergreifen, damit ein Aggressor einen Angriff unter ung&uuml;nstigen Voraussetzungen beginnen muss. Schon die Sowjetunion hatte in den Drei&szlig;igerjahren unter Leitung von Au&szlig;enminister Litwinow und Botschafter Maiski genau zu diesem Zweck eine Strategie der Einkreisung des nationalsozialistischen Deutschlands verfolgt [<a href=\"#foot_9\" name=\"note_9\">9<\/a>]. F&uuml;r Russland, das in seiner Geschichte immer mit Zwei- und Mehrfrontenkriegen rechnen musste, kommt solches Denken nicht &uuml;berraschend. <\/p><p>Mit seinen Vorschl&auml;gen betreffend milit&auml;rischer &Uuml;bungen im Artikel 7 verfolgt Russland auch die berechtigten Sicherheitsinteressen seiner Verb&uuml;ndeten in der Organisation des Vertrags &uuml;ber kollektive Sicherheit (CSTO), gerade auch von Belarus. Ebenso wenig wie die USA kann es sich Russland erlauben, einen Verb&uuml;ndeten, der seine Nachbarn bislang in keiner Weise bedrohte, zu exponieren. <\/p><p>Im Entwurf des Vertrags mit den USA ist bemerkenswert, dass Russland den Verzicht auf die Stationierung von strategischen Waffen &ndash; inklusive Kernwaffen &ndash; au&szlig;erhalb seines Territoriums anbietet. Das w&uuml;rde wohl auch ein Ende der Patrouillenfl&uuml;ge von strategischen Bombern bedeuten. Auf der Gegenseite h&auml;tte eine Annahme dieses Angebots den Abzug aller verbleibenden US-Kernwaffen aus Europa und damit ein Ende der nuklearen Teilhabe westeurop&auml;ischer Staaten zur Folge. Die Kernwaffen Gro&szlig;britanniens und Frankreichs sollen allerdings unber&uuml;hrt bleiben. Letzteres ist als Entgegenkommen Russlands gegen&uuml;ber diesen beiden Staaten zu werten und Ersteres scheint umso dringlicher, als bereits &uuml;ber eine nukleare Teilhabe Polens diskutiert wurde, die f&uuml;r Russland und auch f&uuml;r Belarus wohl kaum akzeptabel w&auml;re.<\/p><p><strong>Fazit<\/strong><\/p><p>Alles in allem hat Russland eine Reihe von Ma&szlig;nahmen angeboten, die in den verschiedenen Staaten des Westens unterschiedlich aufgenommen werden d&uuml;rften. Manche werden von Versuchen Russlands sprechen, die NATO zu spalten. Die NATO wurde 1949 zur Abwehr einer damals perzipierten Bedrohung geschaffen und war nach dem Ende des Kalten Kriegs gezwungen, laufend ihre Existenz zu rechtfertigen. Die potenzielle Spaltung der NATO ist eher ein Resultat ihrer Erweiterung nach 1998 und weniger der &laquo;russischen Propaganda&raquo;. <\/p><p>Russland k&ouml;nnte in den n&auml;chsten Wochen und Monaten versuchen, mit milit&auml;rischen &Uuml;bungen Druck auf einzelne NATO-Staaten aufzusetzen und potenziellen Beitrittskandidaten aufzuzeigen, dass sie auch die NATO milit&auml;risch nicht sch&uuml;tzen k&ouml;nnte. Es wird aber wohl gen&uuml;gen, wenn der Kreml sich einer Revision der Minsker Abkommen f&uuml;r die Regelung des Konflikts in und um die Ukraine sowie der Weiterentwicklung des Wiener Dokuments f&uuml;r vertrauens- und sicherheitsbildende Ma&szlig;nahmen verschlie&szlig;t. Das d&uuml;rfte vorerst gen&uuml;gen. <\/p><p>Am lautesten wird die Ukraine gegen die russischen Vorschl&auml;ge protestieren. Fraglich ist, ob es ihr gelingen wird, die gesamte NATO dazu zu bewegen, die russischen Vorschl&auml;ge abzulehnen. Hier wird sich zeigen, wie weit der Westen bereit ist, Kiew zu folgen. Mit einer Zur&uuml;ckweisung der Vorschl&auml;ge Russlands w&uuml;rde sich die NATO selbst in ein schlechtes Licht stellen. Br&uuml;ssel und Washington sind unter Zugzwang. <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Nachweise:<\/strong><\/p><p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Siehe den Vertragsentwurf auf der Homepage des russischen Au&szlig;enministeriums in englischer Sprache bei <a href=\"https:\/\/mid.ru\/ru\/foreign_policy\/rso\/nato\/1790803\/?lang=en&amp;clear_cache=Y\">https:\/\/mid.ru\/ru\/foreign_policy\/rso\/nato\/1790803\/?lang=en&amp;clear_cache=Y<\/a>. Unn&ouml;tig ist Kritik, dass Russland von den Mitgliedsl&auml;ndern der NATO spricht und nicht von der NATO selbst. Erstere sind Subjekte des V&ouml;lkerrechts, die NATO als solche hingegen nicht. <\/p><p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Siehe ebd. unter <a href=\"https:\/\/mid.ru\/ru\/foreign_policy\/rso\/nato\/1790818\/?lang=en\">https:\/\/mid.ru\/ru\/foreign_policy\/rso\/nato\/1790818\/?lang=en<\/a>. <\/p><p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] Es sei daran erinnert, dass die NATO-Staaten im Zusammenhang mit dem Konflikt in\/um die Ukraine im Jahr 2014 damit begannen, das sog. &laquo;Wiener Dokument f&uuml;r vertrauens- und sicherheitsbildende Ma&szlig;nahmen&raquo; der OSZE zu missbrauchen, um eine permanente Pr&auml;senz von NATO-Offizieren in der Ukraine zu etablieren. In der Folge verhinderte Russland eine Weiterentwicklung des Wiener Dokuments, das in seiner g&uuml;ltigen Form online unter <a href=\"https:\/\/www.osce.org\/files\/f\/documents\/b\/e\/86599.pdf\">https:\/\/www.osce.org\/files\/f\/documents\/b\/e\/86599.pdf<\/a> verf&uuml;gbar ist. Der Vertrag &uuml;ber den offenen Himmel wurde seitens der USA im November 2020 gek&uuml;ndigt. Die &uuml;brigen NATO-Mitgliedsstaaten folgten diesem Schritt nicht. Vgl. Zeit Online: Open-Skies-Abkommen, Nato-Partner verwehren USA die Unterst&uuml;tzung, 22.05.2020, online unter <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2020-05\/open-skies-abkommen-nato-treffen-usa-rueckzug\">https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2020-05\/open-skies-abkommen-nato-treffen-usa-rueckzug<\/a>. Der Wortlaut des Vertrags ist online verf&uuml;gbar unter <a href=\"https:\/\/www.osce.org\/files\/f\/documents\/a\/7\/14129.pdf\">https:\/\/www.osce.org\/files\/f\/documents\/a\/7\/14129.pdf<\/a>. <\/p><p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] Ein Passagierflugzeug der russischen Fluggesellschaft Aeroflot, das am 3. Dezember von Tel Aviv nach Moskau flog, musste in der N&auml;he von Sotschi infolge &laquo;unvorsichtiger Handlungen&raquo; der Besatzung eines Aufkl&auml;rungsflugzeugs der US-Luftwaffe notfallm&auml;&szlig;ig seine Flugh&ouml;he &auml;ndern; siehe <a href=\"https:\/\/twitter.com\/attilaXT\/status\/1467150527368728580\">https:\/\/twitter.com\/attilaXT\/status\/1467150527368728580<\/a>.<\/p><p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] Zu den Einschr&auml;nkungen w&auml;hrend einer &laquo;innocent passage&raquo; siehe Eleanor Freund: Freedom of Navigation in the South China Sea: A Practical Guide, bei: Harvard Kennedy School, Belfer Center for Science and international Affairs, online unter <a href=\"https:\/\/www.belfercenter.org\/publication\/freedom-navigation-south-china-sea-practical-guide\">https:\/\/www.belfercenter.org\/publication\/freedom-navigation-south-china-sea-practical-guide<\/a>. Obwohl die USA die UN-Seerechtskonvention (UNCLOS) nicht ratifizierten, setzen sie diese weltweit durch. <\/p><p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] So geschehen in den &laquo;ZAPAD&raquo;-&Uuml;bungen 2017 und 2021. Zur &Uuml;bung &laquo;Zapad-21&raquo; siehe die offiziellen Informationen des belarussischen Verteidigungsministeriums unter <a href=\"https:\/\/www.mil.by\/ru\/news\/137264\/\">https:\/\/www.mil.by\/ru\/news\/137264\/<\/a> und des russischen Verteidigungsministeriums unter <a href=\"https:\/\/function.mil.ru\/news_page\/country\/more.htm?id=12378427@egNews\">https:\/\/function.mil.ru\/news_page\/country\/more.htm?id=12378427@egNews<\/a> (beide in russischer Sprache). Vgl. <a href=\"https:\/\/cepa.org\/russias-zapad-21-lessons-learned\/\">https:\/\/cepa.org\/russias-zapad-21-lessons-learned\/<\/a>. Gem&auml;&szlig; Angaben des belarussischen Verteidigungsministeriums befanden sich im Rahmen von &laquo;Zapad-21&raquo; russische Truppen der 1. Panzerarmee im Umfang von 2&rsquo;498 Soldaten in Belarus, mit 72 Kampfpanzern, 40 Sch&uuml;tzenpanzern und 51 Artillerie-Gesch&uuml;tzen bzw. Geschosswerfern (Mehrfachraketenwerfer, engl. MLRS).<\/p><p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] So, wie das Ausw&auml;rtige Amt dies tut. Siehe Homepage des AA: &laquo;Ende des INF-Vertrags&raquo;, online unter <a href=\"https:\/\/www.auswaertiges-amt.de\/de\/aussenpolitik\/themen\/abruestung-ruestungskontrolle\/aus-inf-vertrag\/2236922\">https:\/\/www.auswaertiges-amt.de\/de\/aussenpolitik\/themen\/abruestung-ruestungskontrolle\/aus-inf-vertrag\/2236922<\/a>. Vor der US-amerikanischen K&uuml;ndigung des Vertrags hatte es jahrelang gegenseitige Vorw&uuml;rfe &uuml;ber dessen angebliche Verletzung gegeben. Vgl. U.S. Department of State`s Annual Report on Adherence to and Compliance with Arms Control, Nonproliferation, and Disarmament, Washington, April 14, 2017, online unter <a href=\"https:\/\/www.state.gov\/2021-adherence-to-and-compliance-with-arms-control-nonproliferation-and-disarmament-agreements-and-commitments\/\">https:\/\/www.state.gov\/2021-adherence-to-and-compliance-with-arms-control-nonproliferation-and-disarmament-agreements-and-commitments\/<\/a>. <\/p><p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] So ist beispielsweise die Luftkriegskampagne gegen Serbien 1999 nach Auffassung der Schweizer Regierung nicht durch einen notwendigen Beschluss des UN-Sicherheitsrats gedeckt. Vgl. &laquo;Neutralit&auml;tspraxis der Schweiz &ndash; aktuelle Aspekte Bericht der interdepartementalen Arbeitsgruppe&raquo; vom 30. August 2000, S. 8f, online unter <a href=\"https:\/\/www.eda.admin.ch\/dam\/eda\/de\/documents\/aussenpolitik\/voelkerrecht\/BerichtNeutralitaetspraxis_Kosovo.2000.de.pdf\">https:\/\/www.eda.admin.ch\/<\/a>. Der Bericht vermeidet den Begriff der &laquo;v&ouml;lkerrechtswidrigen Aggression&raquo;, in der Sache aber gibt es wohl kaum Zweifel daran. Vgl. &laquo;Quittung f&uuml;r den Kosovo-Einsatz, Krim-Invasion ist v&ouml;lkerrechtswidrig&raquo;, bei NTV, 04.03.2014, online unter <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Krim-Invasion-ist-voelkerrechtswidrig-article12390256.html\">https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Krim-Invasion-ist-voelkerrechtswidrig-article12390256.html<\/a>, und Goran Goic: Es gab nur schlechtere Alternativen, bei Deutsche Welle 10.06.2009, online unter <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/es-gab-nur-schlechtere-alternativen\/a-4315179\">https:\/\/www.dw.com\/de\/es-gab-nur-schlechtere-alternativen\/a-4315179<\/a>, Weitere Interventionen unter der F&uuml;hrung von NATO-Staaten gegen den Irak, Afghanistan und Libyen, um nur drei Beispiele zu erw&auml;hnen, sind v&ouml;lkerrechtlich zumindest h&ouml;chst umstritten. <\/p><p>[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;9<\/a>] Zu Litwinow siehe den Eintrag in der Gro&szlig;en Sowjetischen Enzyklop&auml;die, online unter <a href=\"http:\/\/bse.sci-lib.com\/article070721.html\">http:\/\/bse.sci-lib.com\/article070721.html<\/a>, in russischer Sprache. Maiskis Tageb&uuml;cher wurden 2016 ver&ouml;ffentlicht. Siehe Iwan Maiski: Die Maiski-Tageb&uuml;cher, Ein Diplomat im Kampf gegen Hitler. 1932-1943, hrsg. von Gabriel Gorodetsky, M&uuml;nchen 2016; Rezensionen online unter <a href=\"https:\/\/www.perlentaucher.de\/buch\/iwan-maiski\/die-maiski-tagebuecher.html\">https:\/\/www.perlentaucher.de\/buch\/iwan-maiski\/die-maiski-tagebuecher.html<\/a>. Vgl. Marti: Diplomat Iwan Maiski, Im Pelzmantel f&uuml;r die Weltrevolution, bei: Spiegel Politik, 10.09.2016, online unter <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/diplomat-iwan-maiski-tagebuecher-aus-dem-zweiten-weltkrieg-a-1112000.html\">https:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/diplomat-iwan-maiski-tagebuecher-aus-dem-zweiten-weltkrieg-a-1112000.html<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Ralph Bosshard Mag., Oberstleutnant iG. &ndash; Vorbemerkung zum Autor: Er war Berufsoffizier der Schweizer Armee, u.a. Ausbilder an der Generalstabsschule und Chef der Operationsplanung im F&uuml;hrungsstab der Armee. Nach der Ausbildung an der Generalstabs-Akademie der russischen Armee in Moskau diente er als milit&auml;rischer Sonderberater des St&auml;ndigen Vertreters der Schweiz bei der OSZE, als <em>Senior<\/em><\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79226\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":79230,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,107],"tags":[1519,2502,466,1456,259,1556],"class_list":["post-79226","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-audio-podcast","tag-atomwaffen","tag-inf-vertrag","tag-nato","tag-osze","tag-russland","tag-usa"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/211221_bosshard.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/79226","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=79226"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/79226\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":79241,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/79226\/revisions\/79241"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/79230"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=79226"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=79226"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=79226"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}