{"id":79325,"date":"2021-12-31T09:00:36","date_gmt":"2021-12-31T08:00:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79325"},"modified":"2021-12-31T11:52:59","modified_gmt":"2021-12-31T10:52:59","slug":"myanmar-daw-aung-suu-kyi-und-die-revolution-teil-33-die-regierungsjahre-und-der-putsch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79325","title":{"rendered":"Myanmar, Daw Aung Suu Kyi und die Revolution &#8211; Teil 3\/3: Die Regierungsjahre und der Putsch"},"content":{"rendered":"<p>Im November 2015 fanden Parlamentswahlen statt, an denen sich auch die NLD beteiligte. Die NLD konnte einen erdrutschartigen Sieg verbuchen und stellte ab Februar 2016 mit Htin Kyaw den Staatspr&auml;sidenten, einen Posten, den Suu Kyi laut Verfassung nicht bekleiden konnte. Suu Kyi wurde Au&szlig;enministerin und Staatsr&auml;tin und die De-facto-Regierungschefin in einer Regierung, in der laut Verfassung das Milit&auml;r 25 Prozent der Sitze im Parlament und die drei Ministerien f&uuml;r Inneres, Verteidigung und Grenzangelegenheiten innehat. Von <strong>Marco Wenzel<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<em>Lesen Sie dazu auch Teil 1: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79316\">Die fr&uuml;hen Jahre<\/a> und Teil 2: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79323\">Unter Hausarrest<\/a><\/em><\/p><p>Viele meinten, nun sei Myanmar endg&uuml;ltig auf dem Weg zur Demokratie. Aber der Teufel steckt wie immer im Detail, in diesem Fall genauer: in der Verfassung, die vom Milit&auml;r im Vorfeld so zugeschnitten worden war, dass das Milit&auml;r die Kontrolle &uuml;ber das Land behalten w&uuml;rde, egal wie zuk&uuml;nftige Wahlen ausgehen w&uuml;rden. Eine wirkliche Demokratie w&auml;re das Ende der Tatmadaw und ihrer Privilegien, vor allem aber ihrer milit&auml;reigenen Firmen, die noch nicht einmal ihre Bilanzen offenlegen und Steuern zahlen m&uuml;ssen. Zudem beruhen viele der Eink&uuml;nfte des Milit&auml;rs auf einer zweifelhaften Gesch&auml;ftsgrundlage und auf illegalen Gesch&auml;ften wie Drogenhandel, illegalem Holz- und Edelsteinabbau und -handel oder ganz einfach auf Korruption durch die Vergabe von Konzessionen an ausl&auml;ndische, meist chinesische, Firmen oder an die Familienmitglieder ihrer Kumpane. &Uuml;ber das Milit&auml;rbudget hat die Regierung kein Mitspracherecht und dort ist Korruption durch &uuml;berteuerte Eink&auml;ufe an R&uuml;stungsg&uuml;tern an der Tagesordnung. Zwischen 1988 und 2015 hatte sich das Milit&auml;rbudget mehr als verzehnfacht. Rechnet man noch die Polizei hinzu, die dem Milit&auml;r nahesteht, so werden etwa 40 Prozent der Staatseinnahmen Myanmars f&uuml;r das Milit&auml;r verwendet. <\/p><p><strong>Rohingya-Konflikt<\/strong><\/p><p>Der Konflikt zwischen muslimischen Rohingya und buddhistischen Arakanesen im westlichen Rakhaing-Staat (fr&uuml;her Arakan) dauert seit der Unabh&auml;ngigkeit Burmas (1947) an. Die Rohingya werden nicht als Staatsb&uuml;rger Myanmars anerkannt, obwohl sie dort bereits seit Generationen leben. Ihnen werden viele Beschr&auml;nkungen auferlegt und sie leben in einer Art von Apartheitssystem in Myanmar. <\/p><p>Seit 2012 haben sich die Konflikte durch Hitzk&ouml;pfe auf beiden Seiten versch&auml;rft. Nationalistische buddhistische M&ouml;nche riefen zur Vertreibung der Rohingyas auf, bei Ausschreitungen zwischen den beiden Volksgruppen im Jahr 2012 starben 160 Menschen. Buddhisten steckten H&auml;user von Rohingyas in Brand und diese wiederum z&uuml;ndeten buddhistische Tempel an. 2015 kam es zu einer Fl&uuml;chtlingskrise, zehntausende flohen nach Bangladesch oder &uuml;ber das Meer nach Thailand, Malaysia und Indonesien. <\/p><p>2016 wurde die Arakan Rohingya Salvation Army (ARSA) gegr&uuml;ndet, die den bewaffneten Kampf mit Regierungstruppen und der Armee der Arakanesen (AA) aufnahm und f&uuml;r die Gr&uuml;ndung eines unabh&auml;ngigen islamischen Staates mit der Scharia als Gesetz k&auml;mpfte. Ihr Anf&uuml;hrer war ein geb&uuml;rtiger Pakistani, der in Mekka &bdquo;studiert&ldquo; hatte. Es ist davon auszugehen, dass die ARSA auch von Saudi-Arabien und vom pakistanischen Geheimdienst ISI unterst&uuml;tzt wurde. Die Angriffe der ARSA auf Polizeiposten im Rakhaing-Staat provozierten jedenfalls eine unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ige Gegenreaktion der Tatmadaw. Bei der Niederschlagung des Aufstandes starben &uuml;ber tausend Menschen, viele davon unschuldige Zivilisten. Die Tatmadaw ging wie gewohnt r&uuml;cksichtslos gegen die Bev&ouml;lkerung vor und machte keinen Unterschied zwischen Aufst&auml;ndischen und unbewaffneten normalen Dorfbewohnern, die mit der Sache nichts zu tun hatten und nur in Frieden leben wollten.  Die UN ordnet das Vorgehen der Tatmadaw gegen die Rohingya als Genozid ein. Sowohl die ARSA als auch die Tatmadaw haben in dem Konflikt zweifellos Menschenrechtsverletzungen begangen. Leidtragende war vor allem die Bev&ouml;lkerung, die mehrheitlich friedliebend ist. <\/p><p>Schnell gab man auch Suu Kyi die Mitschuld an dem brutalen Vorgehen der Tatmadaw, weil sie die Gener&auml;le nicht unter Kontrolle halte, manche wollten ihr den Friedensnobelpreis wieder aberkennen. Dies zeugt von einer v&ouml;lligen Unkenntnis der damaligen Machtverh&auml;ltnisse in Myanmar. Denn die Regierung hat laut Verfassung kein Mitspracherecht in Milit&auml;r- und Grenzangelegenheiten, Suu Kyi war schlicht und einfach machtlos. Jedoch hat ihr Schweigen und ihre Unt&auml;tigkeit in der Angelegenheit sowie ihr Erscheinen im Dezember 2019 vor dem internationalen Gerichtshof in Den Haag, um Myanmar gegen den Vorwurf des V&ouml;lkermords zu verteidigen, ihren internationalen Ruf schwer besch&auml;digt. Die zuvor noch so begeisterte internationale Gemeinschaft begann sich wieder von Myanmar zu entfernen, was wiederum Myanmar enger an China band, das Myanmar aus nicht ganz uneigenn&uuml;tzigen Gr&uuml;nden immer die Treue hielt und wieder einmal im UN-Sicherheitsrat sein Veto gegen Ma&szlig;nahmen gegen Myanmar einlegte. <\/p><p><strong>Reformen unter Suu Kyi<\/strong><\/p><p>Eines der wichtigsten Wahlkampfversprechen der NLD war eine beabsichtigte &Auml;nderung der Verfassung gewesen. 2019 hat das von der NLD kontrollierte Parlament den Prozess zur &Auml;nderung der Verfassung Myanmars von 2008 mit der Einsetzung eines Parlamentarischen Ausschusses zur Verfassungs&auml;nderung eingeleitet. Im Juli 2019 legte der Ausschuss dem Parlament seine &Auml;nderungsvorschl&auml;ge vor. Die Vorschl&auml;ge beinhalteten unter anderem eine schrittweise Verringerung der Zahl der f&uuml;r das Milit&auml;r reservierten Parlamentssitze von 25 Prozent auf 5 Prozent bis 2030. Damit w&auml;re eine Verfassungs&auml;nderung und damit eine zunehmende Einengung der Kontrolle der Gener&auml;le &uuml;ber den Staatsapparat in n&auml;chster Zukunft in greifbare N&auml;he ger&uuml;ckt. <\/p><p>Aber bis jetzt noch bed&uuml;rfen Gesetzentw&uuml;rfe zu einer Verfassungs&auml;nderung einer Mehrheit von 75 Prozent der Stimmen im Parlament und eventuell noch zus&auml;tzlich eines Referendums. Angesichts der Tatsache, dass die Tatmadaw bereits 25 Prozent der Abgeordneten selber ernannten, war eine Ablehnung von Anfang an zu erwarten. Auch kein &Auml;nderungsvorschlag zum Thema F&ouml;deralismus oder zur Dezentralisierung, einer f&uuml;r ethnische Gruppen entscheidenden Frage, konnte durch das Veto der Tatmadaw eine ausreichende Mehrheit erlangen. <\/p><p>Obwohl von Anfang an zu erwarten war, dass die Mitglieder der USDP, der Partei des Milit&auml;rs, zusammen mit den von den Tatmadaw  ernannten Abgeordneten die Vorschl&auml;ge ablehnen w&uuml;rden, war der Prozess f&uuml;r die NLD nichtsdestotrotz ein politischer Sieg. Er best&auml;tigte das, was bereits alle wussten, n&auml;mlich dass das Milit&auml;r alle demokratischen Vorst&ouml;&szlig;e kompromisslos blockiert. Und es zeigte, dass die NLD wenigstens versucht hat, ihr Wahlversprechen zu erf&uuml;llen, aber an der Sturheit der Gener&auml;le scheiterte. <\/p><p>Ein wichtiger Erfolg in Richtung Demokratisierung gelang aber trotzdem: die Ausgliederung der GAD aus dem vom Milit&auml;r kontrollierten Innenministerium. Der Transfer des General Administration Departments (GAD) Ende 2018 vom Innenministerium zur Zivilregierung war ein wichtiger Schritt in Richtung Entmilitarisierung der Regierungsf&uuml;hrung, um eine f&ouml;derale Zukunft f&uuml;r Myanmar einzuleiten. <\/p><p>Die GAD ist ein b&uuml;rokratisches Netzwerk mit fast 36.000 Mitarbeitern, das sich &uuml;ber ganz Myanmar bis in jeden Bezirk oder jedes Dorf erstreckt, es ist die Distriktverwaltung schlechthin und erlaubt die Kontrolle &uuml;ber jeden Winkel des Landes. Ihre Beamten haben eine Vielzahl von Aufgaben, neben der Verwaltung auch das Erbringen von Dienstleistungen und die Steuererhebung. In der GAD haben 30 Prozent aller Beamten direkte Verbindungen zum Milit&auml;r. Als das GAD Teil des Innenministeriums war, waren die Mitarbeiter der GAD ausschlie&szlig;lich den Tatmadaw und nicht der zivilen Verwaltung verantwortlich, ein Haupthindernis f&uuml;r die Umsetzung der Reformagenda der NLD. <\/p><p>Nach der Ausgliederung aus dem Innenministerium sollte eine Modernisierung, die Reform von Vorschriften und die Neuausrichtung auf eine st&auml;rker b&uuml;rgernahe Erbringung von Dienstleistungen mit gr&ouml;&szlig;erer Transparenz und Rechenschaftspflicht in Angriff genommen werden. Durch die St&auml;rkung der Lokalverwaltungen in den Bundesstaaten und in den Regionen h&auml;tte die GAD-Reform den &ldquo;F&ouml;deralismus von unten&rdquo; vorantreiben und die Grundlage f&uuml;r einen unabh&auml;ngigen und professionellen &ouml;ffentlichen Dienst sein k&ouml;nnen. Nach den Reformen wurden die 16.000 Verwalter der Bezirke und D&ouml;rfer gew&auml;hlt und nicht mehr vom Staat ernannt. Dies war der erste Schritt hin zu einer lokalen Regierung. <\/p><p>Nach dem Putsch war eine der ersten Ma&szlig;nahmen der Tatmadaw, die GAD wieder dem Innenministerium zu unterstellen, die gew&auml;hlten Verwalter zu entlassen und wieder ihre eigenen Leute vor Ort zu ernennen.  Diese jedoch stehen jetzt als Kollaborateure ganz oben auf den Abschusslisten der Volksverteidigungskr&auml;fte. Viele von ihnen sind bereits Anschl&auml;gen zum Opfer gefallen und noch mehr haben, nach einer offiziellen Warnung der Untergrundregierung NUG, demissioniert, da sie die Rache des Volkes f&uuml;rchten.  <\/p><p><strong>Der Putsch im Februar 2021<\/strong><\/p><p>Im November 2020 wurde das Parlament neu gew&auml;hlt. Wiederum erzielte die NLD einen &uuml;berw&auml;ltigenden Sieg und gewann &uuml;ber 80 Prozent der zu vergebenden Sitze. Die Partei des Milit&auml;rs (USDP), die gesondert kandidierte, erlitt erneut eine verheerende Niederlage. Die Wahlen waren ein klares Referendum gegen das Milit&auml;r und f&uuml;r Suu Kyi, die mit 75 Jahren erneut kandidiert hatte. Das Ergebnis der NLD &uuml;bertraf diesmal noch dasjenige von 2015. Damit bekam die NLD klar das Mandat, die begonnenen politischen Reformen und den Demokratieprozess in Myanmar weiter voranzutreiben. <\/p><p>Nichts f&uuml;rchten die Tatmadaw mehr als Demokratie. Demokratie ist nicht vereinbar mit dem Staat im Staat, den sie sich aufgebaut haben. Die vorherige Regierung hatte demokratische Reformen angestrengt, war aber am Veto der Tatmadaw und an der Verfassung gescheitert. Der erneute &uuml;berw&auml;ltigende Wahlsieg ihrer Gegner konnte nichts anderes bedeuten, als dass die NLD eine Mehrheit von &uuml;ber 90 Prozent der Bev&ouml;lkerung f&uuml;r weitere Reformen hinter sich wusste. Und was nicht sein kann, das darf ja bekanntlich auch nicht sein. <\/p><p>Sp&auml;testens Anfang Januar 2021 (das neue Parlament sollte am 1. Februar zusammentreten und eine neue Regierung bilden) begann die Tatmadaw &ouml;ffentlich von Wahlbetrug zu reden und verlangte eine neue Ausz&auml;hlung der Stimmen. Der Ton wurde immer aggressiver und wenige Tage vor dem Putsch schloss niemand mehr einen Milit&auml;rschlag aus. (Siehe hierzu: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69609\">Gebrochene Fl&uuml;gel<\/a>.)<\/p><p>Es kam wie bef&uuml;rchtet, das Milit&auml;r putschte am Morgen des 1. Februar, kurz vor dem Zusammentreten des neuen Parlaments, nahm Suu Kyi, Staatspr&auml;sident U Myint  und andere F&uuml;hrer der NLD fest, trieb die Versammlung auseinander und ernannte kurz darauf eine Milit&auml;rjunta als Regierung. <\/p><p>Die gew&auml;hlten Abgeordneten gingen in den Untergrund und w&auml;hlten eine Gegenregierung. Die Tatmadaw t&ouml;teten seither 1.300 Demonstranten, warfen ihre politischen Gegner ins Gef&auml;ngnis, installierten ein Terrorregime und annullierten die verlorenen Wahlen. All das soll hier nicht nochmals geschildert werden. Der interessierte Leser findet hierzu <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?tag=myanmar\">zahlreiche Beitr&auml;ge auf unserer Webseite<\/a>, die NachDenkSeiten haben seit Februar regelm&auml;&szlig;ig &uuml;ber die Ereignisse in Myanmar berichtet und die Hintergr&uuml;nde beleuchtet. <\/p><p><strong>Die geplante Zerst&ouml;rung der NLD und der Prozess gegen Aung Suu Kyi<\/strong><\/p><p>Gleich nach dem Coup unter dem Vorwand der Wahlf&auml;lschung k&uuml;ndigte Putschistenf&uuml;hrer Hlaing Neuwahlen in einem Jahr an. Dieser Termin musste bereits wieder verschoben werden, das Land ist aufgrund der starken Widerstandsbewegung 11 Monate nach dem Putsch immer noch unregierbar. Zudem muss die Junta zuerst sicherstellen, dass sie die Neuwahlen auch gewinnt. Wenn unter den jetzigen Umst&auml;nden neue Wahlen stattf&auml;nden, w&uuml;rde das Milit&auml;r wiederum haushoch verlieren. Die Tatmadaw sind in der Bev&ouml;lkerung so verhasst wie nie zuvor, au&szlig;er ein paar Kumpane der Gener&auml;le w&uuml;rde niemand sie w&auml;hlen. Nicht einmal der Wahlstimmen ihrer eigenen Truppen k&ouml;nnen sie sich sicher sein, wie eine Analyse der Wahlen von 2010 und 2015 zeigt.<\/p><p>Um die n&auml;chsten Wahlen zu gewinnen, muss das Wahlgesetz ge&auml;ndert werden und, noch wichtiger, die gr&ouml;&szlig;te Oppositionspartei und ihre Anf&uuml;hrerin und Ikone Aung Suu Kyi m&uuml;ssen beseitigt werden. Ende Oktober wurde Win Htein, ein 79-j&auml;hriger enger Vertrauter von Suu Kyi, wegen Hochverrats zu 20 Jahren Haft verurteilt. Der abgesetzte Ministerpr&auml;sident der Region Mandalay, Dr. Zaw Myint Maung, wurde von einem Junta-Gericht zu vier Jahren Gef&auml;ngnis verurteilt, der stellvertretende Vorsitzende der NLD wurde zu zwei Jahren Haft wegen Aufwiegelung und zu weiteren zwei Jahren Haft wegen angeblicher Verst&ouml;&szlig;e gegen die COVID-19-Vorschriften verurteilt. Der an Leuk&auml;mie erkrankte Politiker ist au&szlig;erdem in f&uuml;nf F&auml;llen wegen Korruption und zwei F&auml;llen wegen Wahlbetrug angeklagt. Der Minister f&uuml;r Landwirtschaft und Bew&auml;sserung der Region Mandalay, Dr. Soe Than, der Minister f&uuml;r Elektrizit&auml;t, U Zar Ni Aung, und U Tin Ko Ko, Sekret&auml;r des NLD-Zweiges der Region Mandalay, wurden wegen Versto&szlig;es gegen das Gesetz &uuml;ber Naturkatastrophen zu zwei Jahren Haft verurteilt, Dr. Ye Lwin, B&uuml;rgermeister von Mandalay und regionaler Kommunalminister, wurde wegen Aufwiegelung verurteilt. Daw Nan Khin Htwe Myint, die entmachtete Ministerpr&auml;sidentin des Karen-Staates, wurde Anfang November wegen Korruption und Aufwiegelung zu 77 Jahren Haft verurteilt.<\/p><p>Ein Parteiverbot f&uuml;r die NLD ist in Vorbereitung, viele ihrer Anf&uuml;hrer sind verhaftet, manche wurden get&ouml;tet und der Rest ist auf der Flucht, um einer drohenden Verhaftung zu entgehen oder um im Untergrund den Widerstand zu organisieren. Suu Kyi steht seit ihrer Festnahme wieder unter Hausarrest, an einem geheimen Ort und von der Au&szlig;enwelt abgeschnitten. Gegen sie wurde Anklage in gleich zehn verschiedenen Punkten erhoben: illegale Einfuhr von Walkie-Talkies, Aufruhr, Korruption und Anstiftung zu &ouml;ffentlichen Unruhen. Sie wurde auch wegen Versto&szlig;es gegen die Covid-19-Beschr&auml;nkungen angeklagt und Mitte November f&uuml;gte die Junta eine Anklage wegen Wahlbetrugs hinzu. Eine Anklage ist absurder als die andere, alle haben das Ziel, sie f&uuml;r den Rest ihres Lebens hinter Gittern zu bringen. W&auml;re sie nicht die Tochter von Aung San, dem Nationalhelden, K&auml;mpfer f&uuml;r die Unabh&auml;ngigkeit Burmas und Gr&uuml;nder der Armee, w&auml;re Suu Kyi wahrscheinlich, wie viele ihre Parteigenossen, bereits tot. Deshalb m&uuml;ssen fadenscheinige Anklagen her, um sie unter Wahrung zumindest eines Anscheins von Rechtm&auml;&szlig;igkeit lebensl&auml;nglich hinter Schloss und Riegel zu bringen.<\/p><p>Ein erster Prozess gegen Suu Kyi (76) und den fr&uuml;heren Staatspr&auml;sidenten U Myint (70) endete am 6. Dezember mit einem Schuldspruch und einer Verurteilung zu je vier Jahren Gef&auml;ngnis wegen Aufwiegelung und wegen Versto&szlig;es gegen die Covid-19-Vorschriften. Der mitangeklagte fr&uuml;here B&uuml;rgermeister der Hauptstadt Naypyidaw, Myo Aung, wurde zu zwei Jahren Gef&auml;ngnis verurteilt. Die Verurteilung wegen Aufwiegelung ist allein schon deshalb l&auml;cherlich, weil Aung Suu Kyi seit dem Putsch von der Au&szlig;enwelt abgeschnitten unter Hausarrest steht. Wen also h&auml;tte sie aufwiegeln k&ouml;nnen? Die Medien durften nicht am Prozess teilnehmen, der hinter verschlossenen T&uuml;ren vor einem Sondergericht in Naypyidaw stattfand. Das Regime hat Suu Kyis Anw&auml;lten verboten, in der &Ouml;ffentlichkeit &uuml;ber ihren Fall zu sprechen, mit der Begr&uuml;ndung, dass dies &ldquo;die &ouml;ffentliche Ruhe st&ouml;ren&rdquo; k&ouml;nnte.<\/p><p>Gleich nach der Urteilsverk&uuml;ndung reduzierte Juntachef Hlaing die Strafe auf zwei Jahre Hausarrest, ohne Begr&uuml;ndung f&uuml;r diese Begnadigung. Wahrscheinlich wollen die Milit&auml;rs zeigen, wie viel Macht sie &uuml;ber das Justizsystem haben, w&auml;hrend sie gleichzeitig vorgeben, gro&szlig;m&uuml;tig und kompromissbereit zu sein. Und im Fall von Suu Kyi k&ouml;nnen sie das auch ruhig tun, denn mit den noch ausstehenden Prozessen werden in K&uuml;rze weitere Urteile erwartet. Das Urteil gegen sie wegen des Besitzes von Walkie-Talkies wird f&uuml;r die letzte Kalenderwoche erwartet. Sollte sie, was bereits abgemacht scheint, in allen F&auml;llen schuldig gesprochen werden, so drohen ihr weitere 100 Jahre Gef&auml;ngnis. Selbst nochmals auf die H&auml;lfte reduziert reicht das locker aus, sie bis zu ihrem Lebensende mundtot zu machen. Hauptziel der Junta ist es, sie f&uuml;r immer aus der Politik zu vertreiben.<\/p><p>Das Urteil wurde von den Vereinten Nationen verurteilt und hat Myanmars Ruf als Pariastaat weiter offengelegt. &ldquo;Die Verurteilung der Staatsr&auml;tin nach einem Scheinprozess in einem geheimen Verfahren vor einem vom Milit&auml;r kontrollierten Gericht ist nichts anderes als politisch motiviert&rdquo;, sagte die UN-Hochkommissarin f&uuml;r Menschenrechte, Michelle Bachelet. &ldquo;Es geht nicht nur um die willk&uuml;rliche Verweigerung ihrer Freiheit &ndash; es schlie&szlig;t eine weitere T&uuml;r zum politischen Dialog.&rdquo; Das Urteil wurde auch von mehreren internationalen Organisationen verurteilt, darunter den Vereinten Nationen, der Europ&auml;ischen Union und der britischen Regierung, die alle den Prozess als politisch motiviert bezeichneten.<\/p><p>Die Verurteilung von Suu Kyi und weiteren hochrangigen F&uuml;hrerpers&ouml;nlichkeiten der NLD wird weiteres &Ouml;l ins Feuer gie&szlig;en. Es wird die Bev&ouml;lkerung nicht davon abhalten, weiter zu demonstrieren, und es wird auch die Volksverteidigungskr&auml;fte und die ethnischen Gruppen nicht davon abhalten, den bewaffneten Kampf fortzuf&uuml;hren. Der Tag, an dem die Revolution siegt, wird der Tag sein, an dem die politischen Gefangenen wieder freikommen, wenn die Revolution nicht siegt, ist ihr Schicksal hinter Gef&auml;ngnismauern besiegelt. Ob man Suu Kyi ins Gef&auml;ngnis werfen wird oder ob sie in Hausarrest bleiben darf, ist noch nicht gekl&auml;rt. Das h&auml;ngt ganz von der Laune der Gener&auml;le ab. Am 17. Dezember wurde sie zum ersten Mal in Str&auml;flingskleidung dem Gericht vorgef&uuml;hrt, eine weitere Herabsetzung von Aung Suu Kyi, die bisher, in der &Ouml;ffentlichkeit und auch vor Gericht, immer elegant gekleidet und mit Ohrringen und mit einer Blume im Haar erschien, ein Zeichen f&uuml;r eine Ver&auml;nderung in der Art und Weise, wie man sie und andere hohe Beamte demn&auml;chst zu behandelt gedenkt. <\/p><p><strong>Schlussbemerkungen<\/strong><\/p><p>Der Staatsstreich hat die Milit&auml;rs zur meistgehassten Institution des Landes gemacht. Wenn Myanmar &uuml;berhaupt jemals auf dem Weg zur Demokratie war, so ist der Traum definitiv am 1. Februar geplatzt. Ein Aktivist dr&uuml;ckte es so aus: &bdquo;Myanmar war wie ein Vogel, der gerade das Fliegen lernt, jetzt hat das Milit&auml;r ihm die Fl&uuml;gel gebrochen.&ldquo; Die Gener&auml;le haben definitiv eine rote Linie &uuml;berschritten, es gibt keinen Spielraum f&uuml;r Kompromisse mehr, sie haben im wahrsten Sinne des Wortes zu viele Leichen im Keller. Wenn die Tatmadaw verlieren, was der Autor dieser Zeilen hofft, dann werden sie mit viel Gl&uuml;ck im Gef&auml;ngnis landen, schlimmstenfalls werden sie am n&auml;chsten Laternenmast baumeln. Das Volk wird sie nicht noch einmal davonkommen lassen. Es wird eine Art N&uuml;rnberger Prozess geben. Die Tatmadaw wissen das nur zu gut, deshalb sind sie auch nicht an Kompromissen interessiert. Das Milit&auml;r hat sich verrechnet und sich mit dem Putsch am 1. Februar in eine Sackgasse begeben, aus der es kein Zur&uuml;ck mehr gibt. An der Macht bleiben oder ins Gef&auml;ngnis wandern, das sind die Perspektiven, die ihnen jetzt noch verbleiben, und es erkl&auml;rt zum Teil auch die Brutalit&auml;t ihres Vorgehens.<\/p><p>In der Zeit der relativen &Ouml;ffnung Myanmars, wo die Milit&auml;rs ihren &bdquo;Weg zur Demokratie&ldquo; ausprobierten, hat sich die Gesellschaft in Myanmar ver&auml;ndert. Die neue Generation hat gelernt, das Internet zu nutzen und sich f&uuml;r Themen wie Demokratie und B&uuml;rgerrechte zu interessieren und sich untereinander, auch international, auszutauschen. So entstand die &bdquo;Generation Z&ldquo;, und das hatten die Milit&auml;rs nicht mit auf der Rechnung, als sie am 1. Februar ihren Putsch ausf&uuml;hrten. Nachdem die alten Kader der NLD von den Milit&auml;rs verjagt wurden, ist diese neue Generation in den Vordergrund getreten. Sie f&uuml;hren die Demonstrationen an, viele von ihnen beteiligen sich jetzt am bewaffneten Widerstand und sie nutzen die sozialen Medien, um ihre Botschaft zu verbreiten. Die Tatmadaw hat keine Chance, jemals die Herzen und K&ouml;pfe dieser jungen Menschen zu gewinnen. Sie sind mutig, die Frauen haben sich oft als noch mutiger als die M&auml;nner erwiesen und nehmen f&uuml;hrende Rollen in der Organisation des Widerstandes ein. Suu Kyi ist die erste Frau in der modernen Geschichte Myanmars, die eine herausragende Rolle in der Politik des Landes gespielt hat, sie wird nicht die letzte dieser modernen, mutigen K&auml;mpferinnen sein. Die jungen Menschen wollen eine andere Zukunft f&uuml;r sich und ihr Land, eine Zukunft frei von Angst und ohne Milit&auml;rdiktatur. Und sie werden sich diese Zukunft erobern. Die Junta hat auf lange Sicht keine Daseinsberechtigung, sie geh&ouml;rt auf den Kehrichthaufen der Geschichte und sie wird auch bald dort enden. <\/p><p>Und Suu Kyi?  Es ist nicht klar, wie Suu Kyi zu den Gegenma&szlig;nahmen der NUG steht. Sie ist von der Au&szlig;enwelt abgeschnitten, es ist nicht einmal sicher, dass sie &uuml;berhaupt wei&szlig;, was im Land geschieht. W&auml;hrend der Widerstand gegen den Putsch immer mehr an Fahrt gewinnt, wird in der politischen Gemeinschaft Myanmars h&auml;ufig die Frage gestellt, ob die inhaftierte Suu Kyi die aktuelle revolution&auml;re Bewegung unterst&uuml;tzt. In Anbetracht ihrer bisherigen Philosophie und ihres langj&auml;hrigen Bekenntnisses zur Gewaltlosigkeit ist dies eine Frage, die man sich stellen muss.<\/p><p>Die NUG hat den Tatmadaw offiziell den Krieg erkl&auml;rt und bek&auml;mpft sie nun auch milit&auml;risch. In allen St&auml;dten des Landes haben sich Volksverteidigungskr&auml;fte gebildet, die Anschl&auml;ge gegen die Tatmadaw ausf&uuml;hren. Die ethnischen Gruppen sind t&auml;glich in K&auml;mpfe gegen die Armee verwickelt. Da Suu Kyi bisher st&auml;ndig von Verhandlungen und Vers&ouml;hnung sprach, k&ouml;nnte es sein, dass sie die jetzige Politik der Untergrundregierung, die mehrheitlich aus Mitgliedern der NLD besteht, nicht guthei&szlig;en w&uuml;rde. In der &Ouml;ffentlichkeit genie&szlig;t Suu Kyi immer noch einen gott&auml;hnlichen Status. Von der Au&szlig;enwelt abgeschnitten, ist sie nicht in der Lage, den laufenden politischen Kampf gegen die Milit&auml;rherrschaft zu beeinflussen.<\/p><p>Im Gegensatz zum Aufstand von 1988 haben neue Gesichter, vor allem junge Menschen, die Hauptrolle &uuml;bernommen. Diese Generation Z setzt entschlossen ihr Leben aufs Spiel. Sie k&auml;mpfen nicht f&uuml;r eine Mehrheit im Parlament, sondern f&uuml;r ihre Freiheit, ihre Rechte und ihre Zukunft. Die NUG versucht, eine kollektive F&uuml;hrung aufzubauen, indem sie Angeh&ouml;rige ethnischer Minderheiten in Spitzenpositionen beruft und die Beteiligung von Frauen und Jugendlichen ausweitet, anstatt auf eine charismatische F&uuml;hrerin zu bauen.<\/p><p>Die bisherige Politik, auch unter San Suu Kyi, sagte bisher nur, wogegen sie k&auml;mpft, aber nicht wof&uuml;r. Der Kampf geht gegen den Putsch und die Junta, es stellt sich aber immer mehr die Frage, was danach kommen soll. Es fehlt immer noch eine gro&szlig;e politische Vision. Es wurden Gremien geschaffen, die ihre Vorschl&auml;ge ausarbeiten, wobei eines der wichtigsten Themen die Integration der mehr als 130 ethnischen Minderheiten in einem f&ouml;deralen Staat und der Aufbau einer neuen Armee ist. Die gute Nachricht: Die NUG scheint sich des Problems bewusst und arbeitet daran, sie stellt die richtigen Fragen. Die Politik ist in Myanmar in eine neue &Auml;ra eingetreten, die Demokratiebewegung hat inzwischen ihre eigene Dynamik entwickelt und braucht dazu nicht mehr den Segen von Aung Suu Kyi. Es w&auml;re aber gut, wenn Suu Kyi die NUG mit ihrem politischen Gewicht unterst&uuml;tzen w&uuml;rde, sobald sie wieder in Freiheit ist. <\/p><p>Titelbild: Mamunur Rashid\/shutterstock.com<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Literatur:<\/strong><\/p><p>Burma in Revolt, Bertil Lintner, Silkworm Books, ISBN 978-974-7100-78-5<br>\nAung San Suu Kyi, Bertil Lintner, Silkworm Books, ISBN 978-616-215-015-9<br>\nMerchants of Madness, Bertil Lintner, Silkworm Books, ISBN 978-974-9511-59-6<br>\nThe Rise and Fall oft the Communist Party of Burma, Bertil Lintner, Cornell Southeast Asia Program, ISBN 0-87727-132-2<br>\nDie CIA und das Heroin, Alfred Mc Coy, Westend-Verlag, ISBN 978-3-86489-134-2<\/p><p>Myanmar now, online newspaper, <a href=\"https:\/\/www.myanmar-now.org\/en\">https:\/\/www.myanmar-now.org\/en<\/a><br>\nThe Irrawaddy, online newspaper, <a href=\"https:\/\/www.irrawaddy.com\/category\/news\">https:\/\/www.irrawaddy.com\/category\/news<\/a><br>\nFrontier Myanmar, online newspaper, <a href=\"https:\/\/www.frontiermyanmar.net\/en\/\">https:\/\/www.frontiermyanmar.net\/en\/<\/a><br>\nBurma news International, online newspaper, <a href=\"https:\/\/www.bnionline.net\/en\/news\">https:\/\/www.bnionline.net\/en\/news<\/a><br>\nThe diplomat, online newspaper, <a href=\"https:\/\/thediplomat.com\/regions\/east-asia\/\">https:\/\/thediplomat.com\/regions\/east-asia\/<\/a><br>\nBangkok Post online, <a href=\"https:\/\/www.bangkokpost.com\/\">https:\/\/www.bangkokpost.com\/<\/a><br>\nSouth China Morning Post online, <a href=\"https:\/\/www.scmp.com\/\">https:\/\/www.scmp.com\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im November 2015 fanden Parlamentswahlen statt, an denen sich auch die NLD beteiligte. Die NLD konnte einen erdrutschartigen Sieg verbuchen und stellte ab Februar 2016 mit Htin Kyaw den Staatspr&auml;sidenten, einen Posten, den Suu Kyi laut Verfassung nicht bekleiden konnte. Suu Kyi wurde Au&szlig;enministerin und Staatsr&auml;tin und die De-facto-Regierungschefin in einer Regierung, in der laut<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79325\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":79319,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[126,20,171],"tags":[3033,3024,2163,1917,2177,2875,663,312,2283,3025,2128],"class_list":["post-79325","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-erosion-der-demokratie","category-landerberichte","category-militaereinsaetzekriege","tag-aung-san-suu-kyi","tag-ethnische-minderheiten","tag-gefaengnis","tag-genozid","tag-militaerdiktatur","tag-myanmar","tag-putsch","tag-reformpolitik","tag-revolution","tag-rohingya","tag-verfassung"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/211231_titel.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/79325","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=79325"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/79325\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":79415,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/79325\/revisions\/79415"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/79319"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=79325"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=79325"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=79325"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}