{"id":7935,"date":"2011-01-07T16:19:26","date_gmt":"2011-01-07T15:19:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7935"},"modified":"2011-01-11T09:10:26","modified_gmt":"2011-01-11T08:10:26","slug":"hinweise-des-tages-ii-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7935","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Deutsche haben im Schnitt 60.000 Euro auf der hohen Kante; US-Finanzminister f&uuml;rchtet Staatsbankrott; Der Bund bleibt stark; CSU will B&uuml;rger um sechs Milliarden Euro entlasten; Hedgefonds &ndash; Jetzt geht die Party richtig los; Regierung: Anteil 64-j&auml;hriger Vollzeitbesch&auml;ftigter sinkt geringf&uuml;gig; FDP-Experte fordert Vorkasse in Arztpraxen; Privat versicherten Joblosen fehlen jeden Monat 157 Euro; Planungsverfahren &ndash; Gro&szlig;projekte sollen schneller genehmigt werden; Schaltkosten f&uuml;r Regierungsanzeige betrugen 2,76 Millionen Euro; Vorratsdatenspeicherung: Richter und Staatsanw&auml;lte springen Justizministerin bei; Warum subventionieren Steuerzahler Facebook?; US-Republikaner: Viel L&auml;rm und Symbolik; Afghanistan Von wegen Frauenf&ouml;rderung; Mehr Tote in Kolumbien als in Afghanistan; Chinas Vize-Premier Li Keqiang: &Ouml;ffnung zum gegenseitigen Nutzen; Gef&auml;hrliche Ungleichheit; Die Angst vor dem Hunger ist zur&uuml;ck; Die Linke und das K-Wort; Vorw&auml;rts immer, r&uuml;ckw&auml;rts nimmer; Tom Schimmeck &ndash; Die Sprache der Macht; zu guter Letzt: 10 Gr&uuml;nde, warum der Kommunismus schlecht f&uuml;r uns w&auml;re (JB)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Deutsche haben im Schnitt 60.000 Euro auf der hohen Kante<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">US-Finanzminister f&uuml;rchtet Staatsbankrott<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Der Bund bleibt stark<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">CSU will B&uuml;rger um sechs Milliarden Euro entlasten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Hedgefonds &ndash; Jetzt geht die Party richtig los<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Regierung: Anteil 64-j&auml;hriger Vollzeitbesch&auml;ftigter sinkt geringf&uuml;gig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">FDP-Experte fordert Vorkasse in Arztpraxen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Privat versicherten Joblosen fehlen jeden Monat 157 Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Planungsverfahren &ndash; Gro&szlig;projekte sollen schneller genehmigt werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Schaltkosten f&uuml;r Regierungsanzeige betrugen 2,76 Millionen Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Vorratsdatenspeicherung: Richter und Staatsanw&auml;lte springen Justizministerin bei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Warum subventionieren Steuerzahler Facebook?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">US-Republikaner: Viel L&auml;rm und Symbolik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Afghanistan Von wegen Frauenf&ouml;rderung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Mehr Tote in Kolumbien als in Afghanistan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Chinas Vize-Premier Li Keqiang: &Ouml;ffnung zum gegenseitigen Nutzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Gef&auml;hrliche Ungleichheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Die Angst vor dem Hunger ist zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Die Linke und das K-Wort<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Vorw&auml;rts immer, r&uuml;ckw&auml;rts nimmer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Tom Schimmeck &ndash; Die Sprache der Macht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">Zu guter Letzt: 10 Gr&uuml;nde, warum der Kommunismus schlecht f&uuml;r uns w&auml;re<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=7935&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Deutsche haben im Schnitt 60.000 Euro auf der hohen Kante<\/strong><br>\nDie Deutschen haben im vergangenen Jahr so viel Geld angeh&auml;uft wie nie zuvor. Das Bruttogeldverm&ouml;gen stieg 2010 um knapp 220 Milliarden Euro und erreichte gegen Jahresende den neuen H&ouml;chststand von 4,88 Billionen Euro, wie Sch&auml;tzungen von Allianz Global Investors ergaben. Ende 2009 betrug das Geldverm&ouml;gen der Deutschen demnach 4,67 Billionen Euro.<br>\nIm Durchschnitt hatte laut der Sch&auml;tzung damit jeder Bundesb&uuml;rger 59.900 Euro zur Verf&uuml;gung und damit fast 3000 Euro mehr als noch Ende 2009. Die Fondsgesellschaft erkl&auml;rte den Anstieg mit dem kr&auml;ftigen Jahresendspurt an der B&ouml;rse und der hohen Sparquote von 11,3 Prozent in Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,738214,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Der SPIEGEL-Artikel ist gleich aus mehreren Gr&uuml;nden plumpe Desinformation. Zun&auml;chst einmal ist das Bruttogeldverm&ouml;gen nicht sonderlich geeignet, um darzustellen, wie viel oder wie wenig Geld &ldquo;die Deutschen&rdquo; zur Verf&uuml;gung haben. Anders als beim Nettogeldverm&ouml;gen werden beim Bruttogeldverm&ouml;gen n&auml;mlich keine Verbindlichkeiten dargestellt. Wer beispielsweise den Verlockungen nicht widerstehen konnte und durch Konsumentenkredite bis &uuml;ber die Ohren verschuldet ist, aber gleichzeitig noch eine kapitalbildende Lebensversicherung und eine Riesterrente sein Eigen nennt, hat ein positives Bruttogeldverm&ouml;gen &ndash; auch wenn der Gerichtsvollzieher schon vor der T&uuml;r steht und die Kredite die Anspr&uuml;che aus Lebensversicherung und Riesterrente weit &uuml;bersteigen. <\/em><\/p>\n<p>Ein weiteres Problem ist der Umstand, dass die private Altersversorge, nicht aber Anspr&uuml;che aus dem gesetzlichen Rentensystem zum Bruttogeldverm&ouml;gen gez&auml;hlt wird. Der Umbau des Rentensystems hat so zwangsl&auml;ufig zu einer Zunahme des Bruttogeldverm&ouml;gens gef&uuml;hrt. Wenn der SPIEGEL nun aber die Altersvorsorge zu dem Verm&ouml;gensteil z&auml;hlt, den man &ldquo;auf der hohen Kante&rdquo; hat, so muss sich doch ernsthaft fragen, welche Intensionen der SPIEGEL mit solchen Verdrehungen eigentlich verfolgt. Anders als beim oberen Viertel der Verm&ouml;gensverteilung besteht das Geldverm&ouml;gen von Otto Normalverbraucher in der Regel gr&ouml;&szlig;tenteils aus eben solchen Anspr&uuml;chen, die als Alters- oder Notfallvorsorge gedacht sind &ndash; Lebensversicherungen, Bausparvertr&auml;ge, private Altersvorsorge; mithin allesamt Bestandteile des Bruttogeldverm&ouml;gens.<\/p>\n<p>Doch es gibt einen weiteren gewichtigen Grund daf&uuml;r, dass das Bruttogeldverm&ouml;gen im letzten Jahr so stark angestiegen ist. Zum Bruttogeldverm&ouml;gen geh&ouml;ren n&auml;mlich auch Verm&ouml;genstitel aus dem Besitz von Aktien, Staatsanleihen, Festgeld und anderen Wertpapieren. Wenn man bedenkt, dass die Aktienindizes seit dem bisherigen H&ouml;hepunkt der Finanzkrise wieder dramatisch (rund 75%) gestiegen sind, w&auml;re es schon ein Wunder, wenn sich dies nicht ebenfalls im Bruttogeldverm&ouml;gen wiederspiegeln w&uuml;rde. Das diese Berechnung nebenbei auch den Bewertungsgrunds&auml;tzen des Handelsgesetzbuches, nach denen nur realisierte Gewinne als solche bilanziert werden d&uuml;rfen, macht die Sache noch fragw&uuml;rdiger. &Uuml;ber die finanziellen Verh&auml;ltnisse von Otto Normalverbraucher sagt dies alles jedoch nur sehr wenig aus, hat er &ndash; anders als das obere Viertel der Verm&ouml;gensverteilung &ndash; doch meist kein prall gef&uuml;lltes Wertpapierdepot, dessen &ldquo;Wert&rdquo; im letzten Jahr f&ouml;rmlich explodierte.<\/p>\n<p>Die obersten 20% der Verm&ouml;gensverteilung besitzen rund 80% des Nettogeldverm&ouml;gens (Bruttogeldverm&ouml;gen minus Konsumentenkredite), w&auml;hrend alleine die obersten 10% zwei Drittel besitzen. Die untersten 25% besitzen &uuml;brigens nicht nur kein Nettogeldverm&ouml;gen, sondern sie verf&uuml;gen sogar &uuml;ber ein negatives Nettogeldverm&ouml;gen &ndash; sprich, sie haben mehr Schulden als Guthaben. Zwei Drittel der Deutschen verf&uuml;gen <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/immer-mehr-auf-der-hohen-kante\/-\/1472780\/5078646\/-\/index.html\">laut DIW<\/a> &uuml;ber gar kein oder nur ein sehr geringes Nettogeldverm&ouml;gen. Wenn der SPIEGEL nun frohlockt, dass &ldquo;die Deutschen&rdquo; im letzten Jahr ihr Verm&ouml;gen steigern konnten, so meint er damit vielmehr, dass das oberste Viertel der Verm&ouml;gensverteilung auch im letzten Jahr wieder reicher, w&auml;hrend das untere Viertel auch im letzten Jahr wieder &auml;rmer wurde. Wenn man einmal nicht den Durchschnitt, sondern den Median, der die reichere und &auml;rmere Bev&ouml;lkerungsh&auml;lfte teilt, betrachtet, kommt auf einen Wert von rund 15.000 Euro &ndash; wohlgemerkt inklusive der Anspr&uuml;che an Lebensversicherungen und der privaten Altersvorsorge!<\/p>\n<p>Ein wesentlich stichhaltigerer Faktor f&uuml;r die Beurteilung der finanziellen Verh&auml;ltnisse &ldquo;der Deutschen&rdquo; w&auml;re &uuml;brigens das verf&uuml;gbare Einkommen. Das ist &uuml;brigens von 1991 bis 2008 um karge 8% gestiegen, w&auml;hrend das Bruttogeldverm&ouml;gen im gleichen Zeitraum um stolze <a href=\"http:\/\/www.iwkoeln.de\/Publikationen\/IWDossiers\/tabid\/126\/articleid\/30055\/Default.aspx\">58,9% (beides inflationsbereinigt) steigen konnte<\/a>.<\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.S.:<\/strong> Der Dorfteich war im Schnitt einen Meter tief, trotzdem ist die Kuh ersoffen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>US-Finanzminister f&uuml;rchtet Staatsbankrott<\/strong><br>\nDie Lage ist ernst, sehr ernst sogar: Die Staatsschulden der USA haben Ende Dezember 2010 die Marke von 14 Billionen Dollar &uuml;berschritten. Im Juni, also rund sechs Monate zuvor, betrug der Schuldenstand noch 13 Billionen Dollar. Das Haushaltsdefizit lag im vergangenen Jahr bei rund zehn Prozent der Wirtschaftsleistung &ndash; und damit deutlich h&ouml;her als etwa im Fast-Pleitestaat Griechenland. [&hellip;]<br>\nWarnende Worte richtete Obamas Finanzminister Timothy Geithner an den Kongress. Es bestehe die Gefahr der Zahlungsunf&auml;higkeit. Die USA k&ouml;nnten bereits vor dem 31. M&auml;rz die gesetzlich festgelegte Obergrenze f&uuml;r den Schuldenberg erreichen, erkl&auml;rte Geithner. Selbst eine kurzfristige oder begrenzte Zahlungsunf&auml;higkeit h&auml;tte katastrophale wirtschaftliche Folgen, die f&uuml;r Jahrzehnte anhalten w&uuml;rden und die Konsequenzen der Finanzkrise &uuml;bertreffen k&ouml;nnten, mahnte Geithner. Derzeit liegt die Schuldenobergrenze bei 14,3 Billionen Dollar. Wann diese genau erreicht werde, sei unklar, so Geithner. Deshalb m&uuml;sse der Kongress die Grenze unbedingt vor dem Ende des ersten Quartals erh&ouml;hen, um das Risiko einer Zahlungsunf&auml;higkeit abzuwenden. Die Regierung k&ouml;nne das Erreichen des Schuldenlimits selbst mit au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Ma&szlig;nahmen nur um einige Wochen hinausz&ouml;gern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,738228,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Darum warnt Geithner vor der US-Pleite<\/strong><br>\nDie Worte waren drastisch: Eine Weigerung des US-Kongresses, die Schuldengrenze anzuheben, &ldquo;w&uuml;rde der Wirtschaft einen ein f&uuml;rchterlicher Schaden zuf&uuml;gen und m&ouml;glicherweise noch mehr Unheil als die Finanzkrise von 2008 und 2009&rdquo;, warnte Finanzminister Timothy Geithner  in einem am Donnerstag ver&ouml;ffentlichten Brief an den Senat. Denn ohne eine Anhebung der Obergrenze drohe der Zahlungsausfall.<br>\nEs ist ein politisches Man&ouml;ver: Die Regierung von Barack Obama will mehr Geld aufnehmen k&ouml;nnen &ndash; und baut eine Drohkolisse auf, um die erstarkten Republikaner im Kongress zur Zustimmung zu bewegen. Diese kontrollieren nach den Wahlen im November das Repr&auml;sentantenhaus. Zumindest vorerst wollen die Republikaner der Regierung auch nicht den Geldhahn zudrehen. Sie fordern im Gegenzug f&uuml;r ihren Segen aber deutliche Ausgabenk&uuml;rzungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/anleihen-devisen\/:anhebung-der-obergrenze-darum-warnt-geithner-vor-der-us-pleite\/50212355.html\">FTD<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Der Bund bleibt stark<\/strong><br>\nDie Bundesregierung wird ihren Anteil an der Commerzbank wohl l&auml;nger halten als bisher angenommen. Diese M&ouml;glichkeit hat sie aufgrund der Vertragsmodalit&auml;ten unter deren Voraussetzung der Bankenrettungsfonds Soffin in der Finanzkrise Banken mit Kapitalhilfen unter die Arme gegriffen hat. So hei&szlig;t es auf der Internetseite der Beh&ouml;rde: &bdquo;Der SoFFin kann (&hellip;) zuvor erworbene Eigenkapitalbeteiligungen halten, verkaufen und gegebenenfalls auch aufstocken, um sie gegen Verw&auml;sserung zu sch&uuml;tzen.&ldquo;<br>\nIm Fall der Commerzbank, die vom Staat 18,2 Milliarden Euro Eigenkapital erhalten hat, 16,4 Milliarden davon als Stille Einlage, bedeutet das, dass der Staat auch bei einer Kapitalerh&ouml;hung seine Sperrminorit&auml;t von 25 Prozent plus einer Stimme behalten kann, indem er die Stille Einlage in Bankaktien umwandelt &ndash; und laut Handelsblatt gedenkt die Regierung genau das zu tun.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/der-bund-bleibt-stark\/-\/1472780\/5078612\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Dabei ist auch zu bedenken, dass die Commerzbank &ndash; hinter der voll verstaatlichten Hypo Real Estate &ndash; die deutsche Bank ist, die am st&auml;rksten in Staatsanleihen problematischer Euro-Staaten investiert ist. Nach den Angaben des Stresstests im Juli 2010 h&auml;lt die Commerzbank Staatsanleihen im Wert von 73,3 Mrd. Euro, davon fast 18 Mrd. Euro aus den PIIGS-Staaten. Sollte es im Zukunft hier zu einem Haircut kommen, w&uuml;rde die Commerzbank ohnehin wieder ein Sanierungsfall. Vor allem vor diesem Hintergrund erscheint es durchaus sinnvoll, dass der Bund die Banker noch etwas l&auml;nger an die Kandare nimmt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>CSU will B&uuml;rger um sechs Milliarden Euro entlasten<\/strong><br>\nDie CSU hat ein eigenes Steuerkonzept, das Entlastungen von rund sechs Milliarden Euro vorsieht. Bayerns Finanzminister Georg Fahrenschon will das Papier auf der Klausurtagung in Wildbad Kreuth pr&auml;sentieren.<br>\nNach Informationen mehrerer Medien will die Partei den Eingangssteuersatz von 14 Prozent und den Spitzensteuersatz von 45 Prozent nicht antasten. Daf&uuml;r soll die Steuerkurve etwas flacher verlaufen, so dass der Mittel- und der Spitzensteuersatz erst bei etwas h&ouml;heren Einkommen greifen. Durch diese Verschiebungen soll die sogenannte kalte Progression abgemildert werden.<br>\nEntlastungen vor allem f&uuml;r Besserverdienende<br>\nDies f&uuml;hrte bei Singles mit einem Jahresgehalt von 30.000 Euro zu 173 Euro j&auml;hrlicher Entlastung, bei 40.000 Euro zu 248 Euro Entlastung, bei 50.000 Euro zu 319 Euro Entlastung und ab 55.000 Euro zu 342 Euro weniger Steuern im Jahr. Verheiratete w&uuml;rden nach dem Fahrenschon-Konzept bei einem Jahreseinkommen von 30.000 Euro 100 Euro im Jahr weniger zahlen, bei 40.000 Euro 184 Euro weniger, bei 50.000 Euro 266 Euro weniger und bei 60.000 Euro 346 Euro weniger. Die h&ouml;chste Entlastung h&auml;tten hier alle Einkommen ab 125.000 Euro im Jahr, dies w&uuml;rde zu um 684 Euro niedrigeren Steuern f&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/csu308.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Hedgefonds &ndash; Jetzt geht die Party richtig los<\/strong><br>\nDie waghalsigen Hedgefonds haben die Finanzkrise fast unbeschadet &uuml;berlebt. Ihr Boom beginnt erst. [&hellip;]<br>\nWas sie alle gemeinsam haben: Zwei Jahre nach dem H&ouml;hepunkt der Finanzkrise, zu einer Zeit, in der Deutschland noch um die Zukunft der meisten seiner gro&szlig;en Banken ringt &ndash; Anfang 2011 also &ndash;, baden die Hedgefonds wieder im Geld. Und viel spricht daf&uuml;r, dass dies nur der Anfang ihres Booms ist. Wenn diese Superzocker einmal falschliegen, k&ouml;nnen die Verluste spektakul&auml;r sein. So war es im Fall von Amaranth, einem Fonds, der vor vier Jahren durch seine Erdgasspekulationen zusammenbrach und auf einen Schlag sechs Milliarden Dollar verlor. Hedgefonds sind waghalsig konstruiert, sie betreiben ihre riskanten Wetten mit so viel geliehenem Geld, dass sie mehr verlieren k&ouml;nnen als nur das Kapital ihrer Anleger. Doch oft liegen sie eben richtig. Die Hedgefonds sind die Meister des Turbokapitalismus. Mit ihren Milliarden und Abermilliarden haben sie sich ein eigenes Reich geschaffen. &raquo;Hedgistan&laquo; wird es an der Wall Street liebevoll genannt, und es erstreckt sich von gr&uuml;nen Nobelvororten New Yorks &uuml;ber die Londoner City und einige Suburbs bis nach Z&uuml;rich und bis nach Hongkong und bis nach Cayman.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2011\/02\/Hedgefonds\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Regierung: Anteil 64-j&auml;hriger Vollzeitbesch&auml;ftigter sinkt geringf&uuml;gig<\/strong><br>\n Der Anteil der 64-j&auml;hrigen sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten, die eine Vollzeitbesch&auml;ftigung aus&uuml;ben, ist von rund 70 Prozent im Jahr 2008 geringf&uuml;gig auf etwa 68 Prozent im Jahr 2009 gesunken. Dies schreibt die Bundesregierung in ihrer <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/17\/042\/1704268.pdf\">Antwort (17\/4268) [PDF &ndash; 181 KB]<\/a> auf eine Kleine <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/17\/042\/1704268.pdf\">Anfrage der Fraktion B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen (17\/4268) [PDF &ndash; 181 KB]<\/a>. Danach gab es 2008 (Stichtag 30. Juni) insgesamt rund 27,458 Millionen sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigte mit Arbeitsort in Deutschland. Darunter waren etwa 88.400 Personen im Alter von 64 Jahren. In 2009 (Stichtag 30. Juni) gab es unter den rund 27,380 Millionen sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten etwa 86.700 64-J&auml;hrige.<br>\nDer R&uuml;ckgang der sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten im Alter von 63 beziehungsweise 64 Jahren zwischen 2008 und 2009 sei in erster Linie demografisch bedingt, schreibt die Regierung. Aufgrund des erheblichen Einbruchs der Geburtenzahlen gegen Kriegsende seien die Geburtsjahrg&auml;nge von Mitte der 1940er Jahre sehr unterschiedlich stark besetzt. So unterscheide sich die Anzahl der 64-J&auml;hrigen zwischen 31. Dezember 2008 und 31. Dezember 2009 um &uuml;ber 25 Prozent. Dies wirke sich unmittelbar auf die absolute Anzahl der sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten aus. Aussagekr&auml;ftiger sei deshalb der Anteil der sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten an der Bev&ouml;lkerung, hei&szlig;t es weiter. Dieser sei gem&auml;&szlig; Angaben des Mikrozensus f&uuml;r 63-J&auml;hrige zwischen 2008 und 2009 gestiegen und f&uuml;r 64-J&auml;hrige konstant geblieben.<br>\nDie Zahl der &auml;lteren Arbeitslosen wird laut Bundesregierung durch die Ende des Jahres 2007 ausgelaufene so genannte 58-Regelung beeinflusst. F&uuml;r Arbeitslose, die nach dem 1. Januar 2008 das 58. Lebensjahr vollendet haben, stehe nicht mehr die M&ouml;glichkeit offen, Arbeitslosengeld unter der erleichterten Voraussetzung zu beziehen w&auml;hrend sie nicht mehr der Vermittlung zur Verf&uuml;gung stehen m&uuml;ssen. &rdquo;Statistisch galten die Bezieher von Arbeitslosengeld unter erleichterten Voraussetzungen daher nicht als arbeitslos&ldquo;, schreibt die Regierung. Seit Anfang 2008 gingen demnach Monat f&uuml;r Monat Arbeitslose im Alter &uuml;ber 58 Jahre in die Statistik ein, die zu einem gro&szlig;en Teil in den Jahren bis 2008 nicht als arbeitslos gez&auml;hlt worden seien, hei&szlig;t es weiter. Seit Anfang 2008 sei daher auch ein Aufbau des Bestandes &auml;lterer Arbeitsloser zu beobachten. Die Statistik sei damit insgesamt transparenter geworden, denn es w&uuml;rden jetzt mehr &Auml;ltere als arbeitslos gez&auml;hlt, schreibt die Bundesregierung. Der seither verzeichnete Anstieg der Arbeitslosigkeit &Auml;lterer sei nicht das Ergebnis schlechterer Chancen auf dem Arbeitsmarkt, sondern fast vollst&auml;ndig auf diese rechtlichen &Auml;nderungen zur&uuml;ckzuf&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2011_01\/2011_005\/06.html\">Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>FDP-Experte fordert Vorkasse in Arztpraxen<\/strong><br>\nUm Mediziner in die Provinz zu locken, fordert ein Gesundheitsexperte, dass Patienten den Landarzt zun&auml;chst selbst zahlen. &Auml;rzte bekommen so schneller Geld.<br>\nPatienten sollen ihren Arzt nach einem FDP-Vorschlag in Regionen mit zu wenig Medizinern zun&auml;chst generell selbst bezahlen. Dies soll es f&uuml;r &Auml;rzte attraktiver machen, in sogenannte Mangelgebiete etwa auf dem Land zu gehen, sagte der Bundestagsabgeordnete Lars Lindemann. &ldquo;F&uuml;r die Versicherten halte ich das f&uuml;r zumutbar&ldquo;, sagte das Mitglied des Bundestags-Gesundheitsausschusses. &ldquo;Die Patienten bekommen die Kosten dann zu 100 Prozent von ihrer Krankenkasse zur&uuml;ck.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article12021955\/FDP-Experte-fordert-Vorkasse-in-Arztpraxen.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.A.:<\/strong> Wie soll denn bspw. ein Hartz-IV-Empf&auml;nger oder ein armer Rentner eine<br>\nArztrechnung im drei- oder vierstelligen Bereich (bar) zahlen? Was, wenn sie das nicht k&ouml;nnen &ndash; keine Behandlung???<br>\nDie FDP kennt anscheinend die Realit&auml;t nicht, sondern nur Menschen, die Tausende Euro auf der hohen Kante haben. Vermutlich geht es auch nur um die (schleichende) Einf&uuml;hrung des Prinzips Vorkasse, um das (von der FDP) ungeliebte Sachleistungsprinzip zu durchl&ouml;chern bzw. zu zerst&ouml;ren. Ein Gl&uuml;ck: mit solchen Vorschl&auml;gen arbeitet die FDP an ihrer Selbstabschaffung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Privat versicherten Joblosen fehlen jeden Monat 157 Euro<\/strong><br>\nEs ist ein Problem, f&uuml;r das die Politik seit zwei Jahren keine L&ouml;sung hat: Bezieher von Arbeitslosengeld II (ALG II), die in der privaten Krankenversicherung (PKV) sind, h&auml;ufen jeden Monat 157 Euro Schulden an. Eigentlich bezahlt das Jobcenter die Beitr&auml;ge zur privaten wie auch zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Doch per Gesetz ist festgelegt, dass pro Person und Monat nur rund 131 Euro an die Kassen flie&szlig;en. Die PKV darf den Versicherten weder k&uuml;ndigen noch Leistungen verweigern. Doch sobald die Betroffenen nicht mehr arbeitslos sind, m&uuml;ssen sie die Schulden zur&uuml;ckbezahlen. K&ouml;nnen sie das nicht, kann die PKV entscheiden, ihnen nur noch eine Notfallversicherung zu gew&auml;hren. &ldquo;Es darf nicht sein, dass der Gesetzgeber die Leute in die Schulden treibt&rdquo;, sagt Dirk Lullies, Sprecher des Verbands der Privaten Krankenversicherungen. &ldquo;Es ist die Aufgabe des Staates, das Existenzminimum zu sichern, also sollte er die Deckungsl&uuml;cke schlie&szlig;en.&rdquo; Sprich: Die Jobcenter sollen zahlen &ndash; mit Steuergeld.<br>\nDies ist eine von drei Ideen, mit denen die Politik spielt, um die f&uuml;r die Arbeitlosen &ldquo;wenig komfortable Situation&rdquo;, wie es aus dem Arbeitsministerium (BMAS) hei&szlig;t, zu l&ouml;sen. Eine zweite M&ouml;glichkeit w&auml;re es, dass die privat Versicherten in die GKV zwangsumziehen. Eine dritte, dass sich auch die PKV mit den niedrigen Beitr&auml;gen zufriedengeben muss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2011%2F01%2F07%2Fa0050&amp;cHash=2147e534cd\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Auf welche der diskutierten Auswege wetten Sie? <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Planungsverfahren &ndash; Gro&szlig;projekte sollen schneller genehmigt werden<\/strong><br>\nTrotz der Erfahrung mit dem Bahnprojekt &bdquo;Stuttgart 21&ldquo; will die Bundesregierung Beteiligungsrechte der B&uuml;rger bei Gro&szlig;projekten einschr&auml;nken. Dies geht aus einem Entwurf des Innenministeriums hervor. So soll eine &ouml;ffentliche Er&ouml;rterung in der Planungsphase nicht mehr zwingend sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44\/Doc~EA070FD3E61AF49809B021F5378688CED~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.A.:<\/strong> Demokratie ist auch mehr so ein &uuml;berfl&uuml;ssiger Quatsch, ganz offensichtlich.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Schaltkosten f&uuml;r Regierungsanzeige betrugen 2,76 Millionen Euro<\/strong><br>\nF&uuml;r eine Mitte November 2010 in verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften erschienene Anzeige der Bundesregierung sind insgesamt Schaltkosten in H&ouml;he von 2,76 Millionen Euro angefallen. Wie aus der <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/17\/041\/1704158.pdf\">Antwort der Bundesregierung (17\/4158) [PDF &ndash; 56.3 KB]<\/a> auf eine Kleine <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/17\/038\/1703816.pdf\">Anfrage der Fraktion B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen (17\/3816) [PDF &ndash; 60.4 KB]<\/a> hervorgeht, entfielen davon 1,5 Millionen Euro auf regionale Tageszeitungen, 347.000 Euro auf Publikumszeitschriften, 329.000 Euro auf Boulevardbl&auml;tter, 223.000 Euro auf &uuml;berregionale Titel sowie 360.000 Euro auf Online-Medien.<br>\nDie Abgeordneten hatten sich in ihrer Anfrage unter anderem erkundigt, warum die Anzeigen am 17. November 2010 parallel zur Berichterstattung &uuml;ber den CDU-Parteitag in Karlsruhe erschienen seien. Dazu schreibt die Regierung, sie habe die Pflicht, die B&uuml;rger &uuml;ber ihre Beschl&uuml;sse und Vorhaben zu informieren. Anlass f&uuml;r die Schaltung der Anzeige seien im &rdquo;Herbst der Entscheidungen&ldquo; die gro&szlig;en Projekte gewesen, die die Regierung auf den Weg gebracht habe, sowie die Verabschiedung des Zukunftspakets im Bundestag. Weiter hei&szlig;t es: &rdquo;Parteitermine spielen dabei keine Rolle.&ldquo; Das Presse- und Informationsamt der Regierung habe die Anzeigenschaltung seit Mitte Oktober 2010 geplant und vorbereitet. Der Schaltzeitraum sei am 26. Oktober 2010 festgelegt und gebucht worden. Mit der CDU-Parteizentrale habe es keinen Austausch gegeben. Der Anzeigenentwurf sei mit dem Bundeskanzleramt abgestimmt worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2011_01\/2011_005\/04.html\">Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Vorratsdatenspeicherung: Richter und Staatsanw&auml;lte springen Justizministerin bei<\/strong><br>\nDie in der Neuen Richtervereinigung (NRV) versammelten Richter und Staatsanw&auml;lte meinen, dass eine Vorratsdatenspeicherung nicht zur Abwehr von Gefahren und f&uuml;r die Strafverfolgung geeignet w&auml;re. Das geht aus einem Brief der NRV hervor, der unter anderem an die Bundesministerien der Justiz und des Innern sowie an Bundestagsaussch&uuml;sse sowie die Fraktionen des Bundestags ging. Damit mischen sie sich erneut in die Diskussion &uuml;ber die verdachtsunabh&auml;ngige Speicherung von Verbindungsdaten ein, die nach ihrer Darstellung seit dem vorigen Monat wieder intensiv gef&uuml;hrt werde. Sie wollen so der Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger den R&uuml;cken st&auml;rken.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Vorratsdatenspeicherung-Richter-und-Staatsanwaelte-springen-Justizministerin-bei-1164605.html\">Heise.de<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.nrv-net.de\/downloads_publikationen\/520.pdf\">Der Brief [PDF &ndash; 132 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Warum subventionieren Steuerzahler Facebook?<\/strong><br>\nZun&auml;chst hat Goldman Sachs 450 Mio. $ in Facebook investiert. Dann hat die amerikanische Grossbank einen 1,5 Mrd. $ schweren Fonds gegr&uuml;ndet, damit die interessierten Privat-Kunden beim weltgr&ouml;ssten sozialen Netzwerk Geld anlegen k&ouml;nnen. Nun werde die Bank von wohlhabenden Investoren best&uuml;rmt, heisst es einem Bericht von WSJ zufolge. Auf den ersten Blick sieht es so aus, dass der Finanzsektor das tut, was er tun soll: helfen, damit Finanzmittel in produktive Unternehmen umgeleitet werden. Goldman Sachs ist aber seit September 2008 eine Bank-Holdingsgesellschaft, bemerkt Simon Johnson in einem lesenswerten Essay (&bdquo;Why Are Taxpayers Subsidizing Facebook, and the Next Bubble?&ldquo;) in Economix, dem Blog von NYT. Ein Status, den die Grossbank im Sog der Finanzkrise bekommen hat, um einen Zusammenbruch zu verhindern. Das heisst, dass sie jetzt im Wesentlichen einen ungehinderten Zugang zu Discount Window der US-Notenbank (Fed) hat. Das bedeutet, dass Goldman Sachs gegen alle Arten von Verm&ouml;genswerten Geld bei der Fed leihen kann. M.a.W. geht es dabei um eine effektive Gew&auml;hrleistung von Liquidit&auml;t, die vom Staat gef&ouml;rdert wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/acemaxx-analytics-dispinar.blogspot.com\/2011\/01\/warum-subventionieren-steuerzahler.html#more\">ACEMAXX ANALYTICS<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>US-Republikaner: Viel L&auml;rm und Symbolik<\/strong><br>\nDie Republikaner stellen wieder den Pr&auml;sidenten des Repr&auml;sentantenhauses. Jetzt wollen sie Obama Feuer geben. Die Republikaner werden Barack Obamas Politik nicht zur&uuml;ckdrehen k&ouml;nnen, meint der Politologe und intime Kenner der Politik, Thomas Mann<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2011%2F01%2F07%2Fa0087&amp;cHash=7300f06b2c\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Allerdings ist nicht zu untersch&auml;tzen, wie auch Thomas Mann einr&auml;umt, dass Obama keine aktive legislative Politk  betreiben kann. Die Wirtschaftskrise ist nicht ausgestanden und die Republikaner werden den Teufel tun, Obama dabei zu helfen, die USA zu retten. Was nat&uuml;rlich auch gar nicht n&ouml;tig ist, wenn Politiker wie John Shimkus (Chef des Unterkomitees f&uuml;r Umwelt und Wirtschaft) glauben, dass Gott es nicht zulassen werde, <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2011%2F01%2F07%2Fa0085&amp;cHash=6f04f33025\">dass die Erde zerst&ouml;rt werde<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Afghanistan Von wegen Frauenf&ouml;rderung<\/strong><br>\nDie Situation der Frauen hat sich systematisch verschlechtert. Wie konnte das unter den Augen der internationalen Gemeinschaft passieren?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2011%2F01%2F06%2Fa0127&amp;cHash=dd709093f4\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Mehr Tote in Kolumbien als in Afghanistan<\/strong><br>\nPr&auml;sident Santos erkennt hohe Verluste ein &ndash; und l&auml;sst Zahlen dann zensieren. Krieg gegen die Rebellen droht weiter zu eskalieren [&hellip;]<br>\nMitte Dezember bilanzierte der Journalist Le&oacute;n Valencia auf der Internetseite des alternativen Nachrichtenportals Corporaci&oacute;n Nuevo Arco Iris die staatlichen und von den Medien tot geschwiegenen Verluste. &ldquo;2010 hatten die Sicherheitskr&auml;fte (in zehn Monaten) fast 2.500 Verletzte und Tote hinzunehmen. Diese Zahl liegt h&ouml;her als jene von 2002 mit 2.236 und von 2009 mit 2.320 Verlusten&rdquo;, hie&szlig; es in dem Bericht, der sich auf Angaben der Justizbeh&ouml;rden st&uuml;tzte. Mit anderen Worten: Die FARC haben den Sicherheitskr&auml;ften jeden Monat 250 Verluste beigef&uuml;gt, mehr als acht pro Tag.<br>\nSo hei&szlig;t es in dem Text von Valencia weiter: &ldquo;2010 kam es zu einer gro&szlig;en Anzahl von Auseinandersetzungen, mehr als 400. Unter Auseinandersetzung ist eine milit&auml;rische Aktion des Zusammenstosses zwischen zwei feindlichen Strukturen w&auml;hrend mehr als 120 Minuten zu verstehen. Dies deutet darauf hin, dass die FARC in mehreren Regionen des Landes immer noch eine hohe Kampfkraft aufweisen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/amerika21.de\/nachrichten\/2011\/01\/19438\/tote-kolumbien-afghanistan\">Portal amerika21.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Chinas Vize-Premier Li Keqiang: &Ouml;ffnung zum gegenseitigen Nutzen<\/strong><br>\nChina verspricht Europa Hilfe in der Finanzkrise und wirbt gleichzeitig um deutsche Investoren. Der asiatische Riese hat Aufholbedarf.<br>\n&ldquo;Vor dem Hintergrund der internationalen Finanzkrise und der voranschreitenden Globalisierung wird China an der &Ouml;ffnungsstrategie festhalten, die vom gegenseitigen Nutzen gepr&auml;gt ist. Wir werden neue Gebiete &ouml;ffnen und das &Ouml;ffnungsniveau erh&ouml;hen. Wir werden unsere Au&szlig;en&ouml;ffnung ausbauen und sind lernbereit gegen&uuml;ber s&auml;mtlichen Zivilisationsergebnissen der Menschheit sowie erfolgversprechenden Erfahrungen anderer L&auml;nder. &hellip; 2010 wird das bilaterale Handelsvolumen voraussichtlich 140 Milliarden US-Dollar &uuml;bertreffen, was fast 30 Prozent des gesamten Handelsvolumens zwischen China und der EU ausmacht. China ist nun auch zum ersten Mal gr&ouml;&szlig;tes Herkunftsland f&uuml;r den deutschen Import und sein gr&ouml;&szlig;ter Handelspartner au&szlig;erhalb der EU. Der Austausch und die Zusammenarbeit in Kultur, Wissenschaft und Technologie, Bildung, Gesundheit und Justiz tragen ebenfalls reiche Fr&uuml;chte. Die langfristige, stabile und schnelle Entwicklung der chinesischen Wirtschaft und die Vertiefung von Reform und &Ouml;ffnung werden neue Chancen f&uuml;r unsere Zusammenarbeit in Wirtschaft, Handel und dar&uuml;ber hinaus bieten.<br>\nWir begr&uuml;&szlig;en mehr ausl&auml;ndische Investitionen in China, insbesondere in den Bereichen moderne Landwirtschaft, neue und Hochtechnologien, Energieeinsparung und Umweltschutz, neue Energien und Materialien. Wir ermutigen leistungsstarke und kreditw&uuml;rdige chinesische Unternehmen, mehr im Ausland zu investieren. Derzeit machen Deutschlands Investitionen in China nur zwei Prozent seiner im Ausland get&auml;tigten Gesamtinvestitionen aus. China wird seine auslandsbezogenen Wirtschaftsgesetze und -verordnungen und die Politik st&auml;ndig vervollkommnen, geistiges Eigentum sch&uuml;tzen und ein stabiles, ordnungsm&auml;&szlig;iges, transparentes und berechenbares Marktumfeld f&uuml;r fairen Wettbewerb schaffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/chinas-vize-premier-li-keqiang-oeffnung-zum-gegenseitigen-nutzen-1.1042949\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ob Staats- und Parteichef Hu Jintaoin Portugal oder Regierungschef Wen Jiabao in Griechenland oder jetzt Chinas Vizepremier Li Keqiang in Spanien und Deutschland, Chinas F&uuml;hrer werden aktiv. Ein Schelm, der Schlechtes dabei denkt. Ein niedriger Eurokurs w&auml;re allerdings f&uuml;r den Exportweltmeister China alles andere als g&uuml;nstig. Denn f&uuml;r China ist der Europahandel bereits wichtiger als der Handel mit den USA. Allerdings ist dieser Handel von gro&szlig;en Ungleichgewichten gepr&auml;gt. Die Europ&auml;ische Union hat gegen&uuml;ber China ein riesiges Handelsbilanzdefizit. Das gesamte Handelsvolumen mit Japan ist geringer als allein das Handelsdefizit mit China. Andererseits exportiert die Europ&auml;ische Union weniger nach China als in die Schweiz. China hat gerade in der Krise bemerkt, dass sein exportabh&auml;ngiges Wachstum vom Wohl und Wehe seiner Handelspartner abh&auml;ngt. Eine Schw&auml;chung des Euro bedeuten weniger Importe aus China, da werden dann schnell sechs Milliarden Euro f&uuml;r spanische Staatsanleihen locker gemacht. Und nat&uuml;rlich begr&uuml;&szlig;t China Investoren aus dem Hochtechnologiebereich. Der Schritt vom Schwellenland zum Industrieland will m&ouml;glichst rasch vollzogen werden. Auch scheint man von den Klagen ausl&auml;ndischer Unternehmen geh&ouml;rt zu haben, die sich gegen&uuml;ber einheimischen Unternehmen behindert sehen &ndash; und da w&auml;re nat&uuml;rlich die Frage des nicht gerade WTO -konformen Umgangs mit dem geistigem Eigentum der Fremden. Ob da die Versicherung reicht, &ldquo;auslandsbezogene Wirtschaftsgesetze und -verordnungen&rdquo; zu vervollkommnen, bleibt wenig glaubw&uuml;rdig, solange China Aktivit&auml;ten  ausl&auml;ndischer Firmen an den Transfer von technischem und wissenschaftlichem Kow How bindet. Eine leider kaum angesprochene Frage ist der andauernde Wettbewerbsvorteil, von dem einzelwirtschaftlich auch unsere Firmen profitieren, durch die kaum vorhandenen Sozial- und Umweltstandards in China.<\/em><\/p>\n<p>Li Keqiang ist auch durch Wikileaks-Dokumente bekannt geworden, als er seinerzeit als Provinzgouverneur die Konjunkturstatistiken Chinas bezweifelte. Die Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) seien &ldquo;hausgemacht&rdquo; und unzuverl&auml;ssig&ldquo;, sagte Li bei einem Abendessen mit dem damaligen US-Botschafter in Peking, Clark Randt. Sinnvoll sei es, sich auf drei Punkte zu konzentrieren: Stromverbrauch, Transportvolumen im Schienenverkehr und Kreditvergabe. Wenn man sich diese Kenngr&ouml;&szlig;en ansehe, k&ouml;nne man seiner Einsch&auml;tzung nach das Wachstum vergleichsweise gut berechnen, schrieb der Botschafter in seiner Depesche. &ldquo;<a href=\"http:\/\/diepresse.com\/home\/politik\/aussenpolitik\/616316\/China_Spitzenpolitiker-bezweifelte-Statistiken-seines-Landes\">Alle anderen Daten, vor allem die Statistiken zur Wirtschaftsleistung, seien nur eine Referenzgr&ouml;&szlig;e<\/a>.&rdquo;<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Gef&auml;hrliche Ungleichheit<\/strong><br>\nIn den letzten Jahrzehnten hat in den meisten reichen L&auml;ndern die &ouml;konomische Ungleichheit deutlich zugenommen. Das war nicht nur eine Folge der Globalisierung und des technischen Wandels, sondern auch der Politik der Arbeitsmarktderegulierung ab den 1980er Jahren. Auf die zunehmende Ungleichheit reagierten manche L&auml;nder mit der Deregulierung der Kreditm&auml;rkte. Auf diese Weise konnten Konsum und Wachstum trotz stagnierender Masseneinkommen hochgehalten werden. In anderen L&auml;ndern f&uuml;hrte die Zunahme der Ungleichheit zu einem exportorientierten Wachstumsmodell. Diese beiden, sich gegenseitig bedingenden Wachstumsmodelle stecken nun in einer schweren Krise.<br>\nDer Abbau der Ungleichheit durch eine egalit&auml;rere Prim&auml;r- und Sekund&auml;rverteilung sind wichtige makro&ouml;konomische Aufgaben der nahen Zukunft. Eine solche Politik widerspricht aber vielen zentralen Vorstellungen in der gegenw&auml;rtig gelehrten &Ouml;konomie. Die Politik m&uuml;sste durch unorthodoxes Handeln erst den Spielraum f&uuml;r neue akademische Erkenntnisse schaffen. Denn f&uuml;r viele Wirtschafts-&ldquo;Wissenschaftler&rdquo; ist die gegenw&auml;rtige Krise offenbar immer noch kein hinreichender Anlass, um liebgewonnene Glaubenss&auml;tze zu &uuml;berdenken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2010\/12\/10.mondeText1.artikel,a0007.idx,0\">LE MONDE diplomatique <\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Die Angst vor dem Hunger ist zur&uuml;ck<\/strong><br>\nExtremes Wetter, wachsende Weltbev&ouml;lkerung, Spekulation: Der Anstieg der Nahrungsmittelpreise hat viele Ursachen. Leidtragende sind die Menschen in Entwicklungsl&auml;ndern. Doch f&uuml;r die Bauern bietet der Nachfrageboom auch eine riesige Chance.<br>\nHilfsorganisationen warnen vor einer neuen Hungerkrise in den Entwicklungsl&auml;ndern. Der Nahrungsmittel-Preis-Index der Uno-Organisation f&uuml;r Ern&auml;hrung und Landwirtschaft (FAO) hatte am Mittwoch einen neuen H&ouml;chststand erreicht. Der Preis f&uuml;r Zucker etwa stieg auf dem Weltmarkt im zweiten Halbjahr 2010 um 77 Prozent, der Getreidepreis um durchschnittlich 57 Prozent. Auch Preise f&uuml;r Fleisch, Speise&ouml;le und Gem&uuml;se stiegen deutlich.<br>\nZwar ist die Situation derzeit noch nicht so dramatisch wie im Sommer 2008, als es in zahlreichen armen L&auml;ndern zu blutigen Hungerunruhen kam. Doch Experten warnen vor einer Wiederholung der Krise. &ldquo;Vor allem die Situation bei Weizen und Mais macht uns Sorgen&rdquo;, sagte die Agrarexpertin Marita Wiggerthale von der Hilfsorganisation Oxfam. Die weltweiten Preise f&uuml;r diese Getreidearten seien derzeit zwar noch niedriger und die Lagerbest&auml;nde etwas h&ouml;her als vor der Krise 2008. &ldquo;Aber eine weitere schlechte Ernte in einem der gro&szlig;en Erzeugerl&auml;nder k&ouml;nnte zu einer neuen Knappheit f&uuml;hren&rdquo;, sagte Wiggerthale.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:steigende-agrarpreise-die-angst-vor-dem-hunger-ist-zurueck\/50212308.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Die Linke und das K-Wort<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&bdquo;Wir brauchen keine Denkverbote&ldquo;<\/strong><br>\nLinken-Chefin Gesine L&ouml;tzsch reagiert im FR-Interview auf die heftige Kritik &uuml;ber ihre Aussagen zum Kommunismus und spricht &uuml;ber das Erbe Rosa Luxemburgs.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/-wir-brauchen-keine-denkverbote-\/-\/1472596\/5078620\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Gesine L&ouml;tzsch hat mit ihrer Forderung nach der Beseitigung von Denkverboten nat&uuml;rlich vollkommen Recht. Dass diese Forderung bei den Medien ungeh&ouml;rt verpufft, zeigt <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/der-irrtum\/-\/1472602\/5078440\/-\/index.html\">ein Kommentar<\/a> in eben jeder Frankfurter Rundschau, der es L&ouml;tzsch &uuml;bel nimmt, sich auf Rosa Luxemburg zu berufen. Die Geister die ich rief &ndash; neben all der vollkommen gerechtfertigten Kritik an den Massenmedien, die beim K-Wort in regelrechte Massenpanik verfallen, muss jedoch auch die Frage gestattet sein, ob sich Gesine L&ouml;tzsch damit einen Gefallen tut, den linken Metadiskurs &ouml;ffentlich und ungefiltert zu f&uuml;hren. Als Spitzenpolitikerin sollte man sich der Wirkung seiner Worte bewusst sein. Vielleicht ist es jedoch genau dies, was Gesine L&ouml;tzsch bezweckt. Der interne Richtungsstreit bei der Linken scheint seinen H&ouml;hepunkt noch lange nicht erreicht zu haben. Die Frage bleibt, ob sich die Linke damit einen Gefallen tut.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Klassenlos und frei von Kohlendioxid<\/strong><br>\nDas Jahr ist erst wenige Tage alt, da hat es schon sein erstes Unwort: Kommunismus. Doch weder Gesine L&ouml;tzschs Polit-Folklore noch die formelhafte Kritik an ihr bringen die Debatte weiter &ndash; wer &uuml;ber Marx&rsquo; klassenlose Gesellschaft spricht, muss sie ernst nehmen.<br>\nIm Herbst 2010 ver&ouml;ffentlichte der Vorsitzende der Zukunftskommission einer Bundestagspartei eine Denkschrift. Der Titel kam nicht gut an &ndash; tauchte darin doch ein Wort mit K auf, mit dem man sich in der Bundesrepublik schon l&auml;nger schwertut. Ein ehemaliger Parteichef bezog Stellung: &ldquo;Wir m&uuml;ssen das schon mit dem liberalen und sozialen Aspekt verbinden.&rdquo;<br>\nDie Partei war die CSU, ihr ehemaliger Vorsitzender Theo Waigel. Das Wort &ldquo;Konservativ&rdquo;. Es ist eines der gro&szlig;en Reizw&ouml;rter der deutschen Politik. So eindeutig der Begriff scheint, so wenig wei&szlig; man, wof&uuml;r er in der Tagespolitik steht. Sind diejenigen konservativ, die den Sozialstaat bewahren wollen, sind es die Natursch&uuml;tzer &ndash; oder sind es die auf der anderen Seite des politischen Spektrums? Immer wieder wird &uuml;ber die Gr&uuml;ndung einer konservativen Partei rechts der Union spekuliert. Doch wof&uuml;r st&uuml;nde die? Wohl kaum, wie manche glauben, f&uuml;r ungez&uuml;gelten Kapitalismus.<br>\nIst dessen Wesen doch, wie Karl Marx im &ldquo;Kommunistischen Manifest&rdquo; schreibt, dass &ldquo;alles St&auml;ndische und Stehende verdampft&rdquo; oder, wie es im gefl&uuml;gelten Wort der englischen Version noch sch&ouml;ner hei&szlig;t: &ldquo;All that is solid melts into air.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/0,1518,738073,00.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Vorw&auml;rts immer, r&uuml;ckw&auml;rts nimmer<\/strong><br>\nDer FDP-Vorsitzende blieb sich beim Dreik&ouml;nigstreffen selbst treu und vieles schuldig, Parolen und Phrasen ausgenommen. Es gilt die &bdquo;Vogel-Friss-Oder-Stirb&ldquo;-Doktrin<br>\nGuido Westerwelle geht auf&rsquo;s Ganze. Anstelle einer dringend n&ouml;tigen Kurskorrektur schaltet der Au&szlig;enminister und FDP-Vorsitzende beim traditionellen Dreik&ouml;nigstreffen der Liberalen in Stuttgart lieber einen Gang h&ouml;her. Trotz Umfragewerten, die am statistisch Messbaren kratzen, trotz mittlerweile offener Kritik aus den eigenen Reihen: der selbsternannte Kapit&auml;n h&auml;lt Kurs &ndash; komme was da wolle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/politik\/1101-vorwaerts-immer-rueckwaerts-nimmer\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Tom Schimmeck &ndash; Die Sprache der Macht<\/strong><br>\nEin h&uuml;bscher Name ist schon mal viel wert. Selbst Kriege werden heute werbetr&auml;chtig etikettiert. Fr&uuml;her benannte man eine Schlacht meist schlicht nach dem Austragungsort: Issos, Amselfeld, Verdun, Stalingrad. Heute steckt die PR bereits im Etikett: &bdquo;Operation Desert Storm&ldquo;, &bdquo;Operation Iraqi Freedom&ldquo;, &bdquo;Operation Enduring Freedom&ldquo;. Public Relations ist &uuml;berall.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/07-2011\/++co++cee6aeb6-19a3-11e0-6296-001ec9b03e44\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: 10 Gr&uuml;nde, warum der Kommunismus schlecht f&uuml;r uns w&auml;re<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spam\/0,1518,738171,00.html\">SPIEGEL Online-SPAM<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Deutsche haben im Schnitt 60.000 Euro auf der hohen Kante; US-Finanzminister f&uuml;rchtet Staatsbankrott; Der Bund bleibt stark; CSU will B&uuml;rger um sechs Milliarden Euro entlasten; Hedgefonds &ndash; Jetzt geht die Party richtig los; Regierung: Anteil 64-j&auml;hriger Vollzeitbesch&auml;ftigter sinkt geringf&uuml;gig; FDP-Experte fordert Vorkasse in Arztpraxen; Privat versicherten Joblosen fehlen jeden<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7935\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-7935","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7935","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7935"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7935\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7947,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7935\/revisions\/7947"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7935"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7935"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7935"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}