{"id":79448,"date":"2022-01-04T09:05:04","date_gmt":"2022-01-04T08:05:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79448"},"modified":"2022-01-04T11:03:42","modified_gmt":"2022-01-04T10:03:42","slug":"die-begegnung-und-der-oeffentliche-raum-werden-zu-unrecht-verteufelt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79448","title":{"rendered":"Die Begegnung und der \u00f6ffentliche Raum werden zu Unrecht verteufelt"},"content":{"rendered":"<p>Seit nunmehr fast zwei Jahren gilt das Zusammentreffen von Menschen als gef&auml;hrlich, wird ein Gro&szlig;teil des Pandemiegeschehens im Gedr&auml;nge von Einkaufsstra&szlig;en, Konzerten, in Schulen sowie generell in Innenr&auml;umen vermutet. Seit fast zwei Jahren gilt auch die strikte Selbstisolation im Falle eines positiven Testergebnisses als probates Mittel zum Schutz der Gesellschaft &ndash; sogar bei Minderj&auml;hrigen und Pflegebed&uuml;rftigen. Dabei zeigen international publizierte Kontaktverfolgungsstudien, dass ein deutliches Mehr an Begegnung m&ouml;glich w&auml;re.<br>\nVon<b> Sandra Reuse.<\/b><br>\n<!--more--><br>\nDer Einzelhandel und viele Dienstleister, wie etwa Friseure und die Gastronomie, aber auch Kulturbetriebe mussten 2021 erneut auf ein florierendes Weihnachts- und Silvestergesch&auml;ft verzichten. Viele Hunderte Millionen Euro gingen dabei kleinen und mittelst&auml;ndischen Betrieben verloren bzw. landeten beim Onlinehandel, der jedoch &uuml;berwiegend &uuml;ber Plattformen mit Sitz au&szlig;erhalb Deutschlands, zumeist auch Europas, organisiert ist. <\/p><p>Aber ist der &ouml;ffentliche Raum &uuml;berhaupt ein relevanter Ort des Infektionsgeschehens? Kann ein gesund wirkender Mensch ohne Symptome todbringende Viren verbreiten? Und sind tats&auml;chlich die Ungeimpften bedeutende Treiber der Pandemie? <\/p><p><b>Wo spielt sich das Infektionsgeschehen haupts&auml;chlich ab? Was wissen wir &uuml;berhaupt?<\/b><\/p><p>Trotz immenser Ausgaben zur Bek&auml;mpfung der Pandemie und ihrer wirtschaftlichen Folgen wissen wir immer noch erschreckend wenig dar&uuml;ber, wo und in welchen Zusammenh&auml;ngen sich das Infektionsgeschehen haupts&auml;chlich abspielt. Das liegt vor allem daran, dass sich &Uuml;bertragungen oder auch &bdquo;Spreading Events&ldquo; nicht &bdquo;beobachten&ldquo; lassen &ndash; sie k&ouml;nnen nur im Nachhinein rekonstruiert werden. Dabei entstehen immer wieder Wissensl&uuml;cken, die zu Fehlannahmen &uuml;ber die Notwendigkeit und Wirksamkeit von Ma&szlig;nahmen f&uuml;hren k&ouml;nnen.<\/p><p>Werden B&uuml;rger in Deutschland positiv getestet, versuchen zumeist die Gesundheits&auml;mter herauszufinden, mit wem und bei welcher Gelegenheit die Infizierten Kontakt hatten. Doch in Regionen bzw. Phasen mit hohen Inzidenzen war eine systematische Nachverfolgung oft nicht m&ouml;glich, allein schon weil die personelle Ausstattung der zust&auml;ndigen Beh&ouml;rden nicht gegeben war. Hinzu kommt, dass z.B. Restaurantbesitzer, Sportstudiobetreiber oder Schulleiter bzw. Lehrer Angaben &uuml;ber das Kontaktverhalten Dritter machten, die das tats&auml;chliche Geschehen allenfalls n&auml;herungsweise abbilden k&ouml;nnen. Nat&uuml;rlich berichten auch befragte &bdquo;Positive&ldquo; und ihre Kontaktpersonen nicht immer vollst&auml;ndig und wahrheitsgem&auml;&szlig;, was sie gemacht und wen sie getroffen haben, weil sie z.B. Angst vor Strafe haben. <\/p><p>Dies kann zu Verzerrungen in der Wahrnehmung f&uuml;hren, wo und wie sich das Infektionsgeschehen tats&auml;chlich abspielte. Die &ouml;ffentliche Debatte in Deutschland ist seit fast zwei Jahren gepr&auml;gt davon, dass ein Gro&szlig;teil der Virusverbreitung im &ouml;ffentlichen Raum vermutet wird: in Gesch&auml;ften und im Gedr&auml;nge von Einkaufsstra&szlig;en, sowie vor allem in Schulen und generell in Innenr&auml;umen. Seit fast zwei Jahren gilt auch die strikte Selbstisolation im Falle eines positiven Testergebnisses als probates Mittel &ndash; ohne dass mit der gebotenen Sorgfalt gepr&uuml;ft wurde, ob nicht auch infizierte Personen unter gewissen Vorsichtsma&szlig;nahmen am &ouml;ffentlichen Leben teilhaben k&ouml;nnen. F&uuml;r die Betroffenen f&uuml;hrte das nicht selten zu gro&szlig;en seelischen Qualen mit teilweise nachhaltigen gesundheitlichen Konsequenzen. Einsamkeits- und Ausgrenzungserfahrungen, Suchtverhalten, Neurosen, Angstzust&auml;nde bis hin zu schweren Depressionen geh&ouml;ren zu den Folgen. Hinzu kamen existenzielle Schwierigkeiten bei der Verfolgung einer Selbstst&auml;ndigkeit und Probleme, die eigene Familie und pflegebed&uuml;rftige Angeh&ouml;rige zu versorgen. Das ist ein hoher Preis, den die Gesellschaft Millionen von Einzelnen aufgeb&uuml;rdet hat. War er und vor allem ist er, auch angesichts neuerer Erkenntnisse zum Infektionsgeschehen, weiterhin gerechtfertigt? <\/p><p>Es gibt mittlerweile eine ganze Reihe systematischer Studien zur Verbreitung von SARS-CoV-2, die herausarbeiten, wo, wie und bei wem sich Menschen angesteckt haben und welche Art von Begegnungen wie riskant ist. Sie wurden allerdings gr&ouml;&szlig;tenteils im Ausland durchgef&uuml;hrt und fanden &ndash; trotz Publikation in internationalen Fachmedien &ndash; in der deutschen Diskussion bislang kaum Ber&uuml;cksichtigung. <\/p><p><b>Gibt es ein relevantes Ansteckungsgeschehen an der frischen Luft?<\/b><\/p><p>Solche Fragen lassen sich damit eigentlich klar beantworten: Nein, so etwas wird durch Studien nicht belegt. Bis auf ein Restrisiko, das niemals auszuschlie&szlig;en ist &ndash; nat&uuml;rlich kann es passieren, dass eine Person einer anderen ins Gesicht niest oder hustet &ndash; kann man ziemlich sicher sein: An der frischen Luft besteht so gut wie keine Ansteckungsgefahr. Das gilt nach Studienlage vollkommen unabh&auml;ngig von der Anzahl der versammelten Menschen und im &uuml;brigen auch dann, wenn keinerlei AHA-Regeln eingehalten werden. <\/p><p>Das ist das Ergebnis einer gro&szlig;angelegten <a href=\"https:\/\/academic.oup.com\/jid\/article\/223\/4\/550\/6009483\">internationalen Metaanalyse<\/a>, die im Februar 2021 im Journal of Infectious Diseases ver&ouml;ffentlicht wurde. Im Rahmen dieser Arbeit wurden zehntausende von Studien zu &Uuml;bertragungsereignissen in Innen- und Au&szlig;enr&auml;umen zun&auml;chst auf die Qualit&auml;t der Fallbeschreibung &uuml;berpr&uuml;ft. In die weitere Analyse wurden ausschlie&szlig;lich Studien einbezogen, die ein Peer-Review-Verfahren durchlaufen hatten. Insgesamt fanden sich so wenige Berichte &uuml;ber &bdquo;Corona&ldquo;-Au&szlig;en&uuml;bertragungen, dass auch Fallstudien zur &Uuml;bertragung anderer respiratorischer Viren analysiert wurden, wie etwa Influenza-, Adeno- und Rhinoviren. Als Outdoor-Aktitivit&auml;ten wurden sowohl Arbeits- als auch Freizeit- und Feierzusammenh&auml;nge definiert. <\/p><p>Den Autoren der Metaanalyse zufolge, Bulfone et. al., kam es bei allen bis dahin vorliegenden Studien selbst bei eint&auml;gigen Massenveranstaltungen im Freien noch nie zu einem nennenswerten &Uuml;bertragungsgeschehen von respiratorischen Viren. Bei mehrt&auml;gigen gro&szlig;en Veranstaltungen wie Festivals und Camps spielten sich die wenigen berichteten &bdquo;Ausbr&uuml;che&ldquo; in &Uuml;bernachtungskabinen oder z.B. bei der Zuganreise ab (<a href=\"https:\/\/academic.oup.com\/jid\/article\/223\/4\/550\/6009483\">Link<\/a>)<\/p><p>Die &Uuml;bertragungswahrscheinlichkeit an der frischen Luft wird nicht nur dadurch gemindert, dass ausgeatmete Viren und andere Partikel sehr viel schneller verweht werden, auch das UV-Licht verringert die Virus-Lebensdauer (nat&uuml;rlich nur am Tag). Untersuchungen, die eine mehrst&uuml;ndige bis sogar mehrt&auml;gige Viruslebensdauer auf Fl&auml;chen nachwiesen, fanden unter Laborbedingungen statt und sind auf Au&szlig;enbereiche mit u.a. st&auml;ndig schwankenden Temperaturen nicht zu &uuml;bertragen; zudem ist bis heute unklar, wie hoch die Viruslast sein muss, die f&uuml;r eine Ansteckung n&ouml;tig ist. <\/p><p>Schlussfolgerung: Die Beschr&auml;nkungen von Weihnachtsm&auml;rkten und Silvesterfeiern sowie der Teilnehmerzahl von Au&szlig;enveranstaltungen aller Art sind nach wissenschaftlicher Literaturlage eigentlich nicht zu rechtfertigen. Dies gilt selbstverst&auml;ndlich auch f&uuml;r Demonstrationen.<\/p><p>Keine Evidenzbasierung gibt es auch f&uuml;r die Vorschrift, im Freien eine Maske zu tragen &ndash; ganz egal ob im Park, auf dem Parkplatz eines Discounters, auf dem Schulhof oder auf dem zugigen Bahnsteig im &ouml;ffentlichen Nahverkehr. <\/p><p>Aber auch zum &Uuml;bertragungsgeschehen in Innenr&auml;umen gibt es sehr viel detailliertere Erkenntnisse, als die aktuellen Ma&szlig;nahmen vermuten lassen:<\/p><p><b>Wie intensiv muss eine Begegnung sein, um eine &Uuml;bertragung wahrscheinlich zu machen? <\/b><\/p><p>In dieser durch die staatlichen Beh&ouml;rden offenbar rigide umgesetzten <a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/33152271\/\">Kontaktverfolgungsstudie aus Singapur<\/a> wurden gleich zu Anfang der Pandemie insgesamt 1114 nachweislich infizierte Personen und 7770 enge Kontakte befragt und untersucht. Darunter waren 1863 Haushaltskontakte, 2319 Arbeitskontakte und 3588 &bdquo;Sozialkontakte&ldquo;. Im Schnitt hatte jede infizierte Person rund 7 Kontakte. Von den 7700 engen Kontakten hatten sich 97 Prozent nicht angesteckt. <\/p><p>Die 188 Zweitinfizierten wurden eingehend befragt und es ergab sich, dass die so genannte &bdquo;secondary attack rate&ldquo; mit 5 bis 9 % am h&ouml;chsten im gemeinsamen Haushalt war, gefolgt von jeweils 1-3 % bei Arbeitskontakten wie bei Kontakten im sozialen Umfeld. Als risikosteigernd bei den Haushaltskontakten wirkten sich das gemeinsame Schlafen in einem Zimmer sowie l&auml;ngere Gespr&auml;che &uuml;ber 30 Minuten aus. Bei Kontakten zwischen Freunden oder Bekannten erh&ouml;hte sich das &Uuml;bertragungsrisiko vor allem durch das Zusammensein mit mehreren Infizierten, durch gemeinsame Autofahrten, sowie wiederum durch l&auml;ngere Gespr&auml;che &uuml;ber 30 Minuten. Das gemeinsame Einnehmen einer Mahlzeit, die gleichzeitige Nutzung von Wasch- bzw. Toilettenr&auml;umen oder ein zuf&auml;lliges Zusammentreffen wurden hingegen nicht als risikosteigernd identifiziert.<\/p><p>Daraus l&auml;sst sich schlie&szlig;en, das vor allem intensivere Kontakte mit einer infizierten Person das &Uuml;bertragungsrisiko steigern, keinesfalls jedoch jegliche Art von Zusammenkunft. Dazu scheinen vor allem l&auml;ngere Gespr&auml;che ohne Abstand oder aber auch K&ouml;rperkontakte zu geh&ouml;ren, wie sie dem Vernehmen nach vor allem bei Erwachsenen beim gemeinsamen Schlafen gelegentlich stattfinden sollen. Das blo&szlig;e Zusammensein im gleichen Raum, die Begegnung im Waschraum, ja nicht einmal das gemeinsame Leben in derselben Wohnung scheint das Infektionsrisiko signifikant zu steigern.<\/p><p>International publizierte Haushaltsstudien, bei denen alle Mitbewohner einer erstinfizierten Person in verschiedenen zeitlichen Abst&auml;nden getestet wurden, best&auml;tigen das. Insbesondere Kinder und Jugendliche sind offenbar sehr viel seltener als Zweitinfizierte betroffen, auch wenn sie im engen Kontakt mit einem infizierten Erwachsenen leben. <\/p><p><b>Welche Rolle spielt das Alter bei der Ansteckungsgefahr und bei den Pandemieverl&auml;ufen?<\/b><\/p><p>Tats&auml;chlich belegen mittlerweile zahlreiche Studien, darunter auch eine unter Beteiligung des Bonner Virologen Hendrik Streeck, ein mit dem Lebensalter ansteigendes Infektionsrisiko. So ergab eine differenzierte, <a href=\"https:\/\/www.medrxiv.org\/content\/10.1101\/2021.09.01.21262540v1\">neuere Untersuchung<\/a> der Heinsberger Karnevalssitzung im Februar 2020 ein mit jedem Lebensjahrzehnt um 28 Prozent wachsendes Infektionsrisiko. Die allermeisten der bei diesem &bdquo;Superspreadingevent&ldquo; anwesenden Kinder hatten sich trotz mehrst&uuml;ndiger Anwesenheit nicht angesteckt. Das galt im &uuml;brigen auch, als sie nach der Karnevalsfeier mit infizierten Angeh&ouml;rigen in Quarant&auml;ne sa&szlig;en (<a href=\"https:\/\/www.medrxiv.org\/content\/10.1101\/2021.09.01.21262540v1\">Link<\/a>).<\/p><p>Hier findet sich eine <a href=\"https:\/\/www.medrxiv.org\/content\/10.1101\/2020.03.26.20044826v2\">internationale Metaanalyse zu Infektionsclustern in Haushalten<\/a>, die das geringere Ansteckungsrisiko von Kindern ebenfalls best&auml;tigt. Zudem legt sie nahe, dass nur ein absoluter Bruchteil der &Uuml;bertragungen (3,8 Prozent laut Berechnung) zwischen Menschen, die zusammenleben, von Kindern ausgeht (<a href=\"https:\/\/www.medrxiv.org\/content\/10.1101\/2020.03.26.20044826v2\">Link<\/a>).<\/p><p>&ldquo;Die Datenlage zeigt, dass Infektionen sehr viel h&auml;ufiger von Erwachsenen auf Kinder &uuml;bertragen werden als umgekehrt. Aktuelle Arbeiten zeigen eine Ansteckungsh&auml;ufigkeit von Kind zu Kind von nur 0,3 Prozent gegen&uuml;ber 4,4 Prozent bei Erwachsenen&ldquo;, fasste eine Stellungnahme der Deutschen Akademie f&uuml;r Kinder- und Jugendmedizin (DAKJ) von November 2020 zusammen. Die zugrundeliegende Studie von Macartney et. al. findet sich <a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/32758454\/\">hier<\/a>.<\/p><p>Es w&auml;re daher an der Zeit, zu akzeptieren, dass J&uuml;ngere und insbesondere Kinder nur eine untergeordnete Rolle bei der Verbreitung des Virus spielen und das Thema Schulschlie&szlig;ungen endlich ad acta zu legen. Ein Blick auf das internationale Pandemiegeschehen zeigt ein klares Muster: <\/p><p><b>L&auml;nder mit einer im Schnitt j&uuml;ngeren Bev&ouml;lkerung sind sehr viel besser durch die Pandemie gekommen sind als L&auml;nder mit vielen &Auml;lteren. <\/b><\/p><p>Dies gilt im &uuml;brigen, was bislang kaum diskutiert wird, unabh&auml;ngig von der jeweils erreichten Impfquote. Mehr noch: Es gibt offenbar keinen kausalen Zusammenhang zwischen einer hohen Impfquote und niedrigen Inzidenzen. Bestes Beispiel daf&uuml;r ist Gibraltar, das laut Beh&ouml;rdenauskunft eine Impfquote von 100 Prozent hat: Es geh&ouml;rt laut der Website <a href=\"https:\/\/www.corona-in-zahlen.de\/weltweit\/\">&bdquo;Corona-in-Zahlen.de&ldquo;<\/a> derzeit sogar zu den f&uuml;nf L&auml;ndern weltweit mit den h&ouml;chsten Infektionsraten (22,4 Prozent mit Stand vom 18.12.21). Die Webseite verwendet nach eigenen Angaben Zahlen von &bdquo;Our World in Data&ldquo;, der John-Hopkins-Universit&auml;t sowie dem Robert Koch-Institut als Berechnungsgrundlage. <\/p><p>Im Niger, das eine Impfquote von 1,9 Prozent hat, lag die 7-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen, abgerufen am selben Tag, bei 0, im Sudan ebenso, in Algerien mit einer Impfquote von 12 Prozent bei 3,9 und im ebenfalls sehr jungen Pakistan (Impfquote 26 Prozent) bei 0,8. <\/p><p>In diesem <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/video235402888\/Guenter-Nooke-zur-Impfkampagne-und-Corona-in-Afrika.html\">Interview<\/a> mit Welt-TV vom 1. Dezember 2021 f&uuml;hrt der zu diesem Zeitpunkt noch amtierende Afrika-Beauftragte G&uuml;nter Nooke die geringen Erkrankungs- und Sterberaten in Subsahara-Afrika auf die durchschnittlich sehr junge Bev&ouml;lkerung zur&uuml;ck, die trotz einer relativ hohen &bdquo;Durchseuchung&ldquo; wenig vom Virus betroffen gewesen sei: &bdquo;Das hei&szlig;t, viele sind infiziert worden, haben das aber im Gro&szlig;en und Ganzen nicht so bemerkt&ldquo; (vgl. ab Min. 2:37) Nooke weiter: &bdquo;Und das hat eben nicht dazu gef&uuml;hrt, anders als Herr Drosten am Anfang vermutet hat, dass es Hunderttausende Tote in Afrika gegeben hat, die Leichen in den Stra&szlig;en hat es nicht gegeben&ldquo;. Er f&uuml;gt hinzu: &bdquo;Allerdings haben wir nat&uuml;rlich viel zu wenig Daten&ldquo;.<\/p><p>Zu den altersbezogenen Verl&auml;ufen von Covid-19 gibt es jedenfalls hinreichend Daten. Es ist klar erwiesen, dass Kinder und Jugendliche, aber auch junge Erwachsene, bislang ganz &uuml;berwiegend milde Verl&auml;ufe hatten und dementsprechend auch die Intensivbetten nicht belasteten. Zum Beispiel zeigt ein auch <a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/32424745\/\">von der STIKO zitierter systematischer Review<\/a>, der internationale Studien mit Daten von insgesamt 7.480 Personen von 0 bis 18 Jahren einschloss, dass nur bei 0,7 Prozent von nachweislich infizierten Kindern und Jugendlichen ein kritischer Covid-19-Verlauf erfolgte, 2 Prozent erkrankten schwer, kein Kind bzw. Jugendlicher starb (<a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/32424745\/\">Link<\/a>).<\/p><p><b>Welche Rolle spielt die Viruslast, der man ausgesetzt ist? Und welche Rolle spielen Aerosole?<\/b><\/p><p>Die bisherigen Hygienema&szlig;nahmen in Deutschland sowie der zur&uuml;ckliegende Silvesterlockdown (auch wenn er so nicht genannt wurde) basieren auf der Annahme, schon die blo&szlig;e Anwesenheit eines Infizierten im Raum stelle ein signifikantes Risiko dar. Dagegen sprechen viele Fallbeispiele aus der Praxis ebenso wie auch die vorangehend zitierten Kontaktverfolgungsstudien.<\/p><p>Eine weitverbreitete Bef&uuml;rchtung, die von Experten im Fr&uuml;hjahr 2020 formuliert wurde und die sich seither hartn&auml;ckig h&auml;lt, ist die, dass das Virus mit Aerosolen durch die Luft reist. Zwar wurde dies in laborphysikalischen Studien best&auml;tigt. Doch bis heute ist nicht bewiesen, dass auf diese Weise tats&auml;chlich auch Infektionen &uuml;bertragen werden k&ouml;nnen. Einzige Ausnahme: Es sind Klimaanlagen im Spiel, die einen hohen Anteil der Raumluft rezirkulieren, und es befinden sich gesundheitlich anf&auml;lligere, insbesondere &auml;ltere oder kranke Personen &uuml;ber l&auml;ngere Zeit in der N&auml;he der entsprechenden Luftausg&auml;nge.<\/p><p>Diese Konstellation ist aber vor allem f&uuml;r Krankenh&auml;user oder Pflegeheime relevant und nicht f&uuml;r Kaufh&auml;user, Kulturveranstaltungen oder Schulen. Dennoch h&auml;lt sich diese &uuml;beraus pessimistische Annahme der stetig lauernden Aerosol-Gefahr seit ihrem ersten Aufploppen im April 2020. Ja, sie wurde sogar durch die Vermutung immer weiter ins Negative gesteigert, eine luftgetragene Verbreitung k&ouml;nne auch durch asymptomatische Personen erfolgen, denen man keine Erkrankung ansieht. Die mit Corona verbundene Gefahr wurde dadurch sozusagen &bdquo;doppelt unsichtbar&ldquo;. Gesunde Menschen und insbesondere Kinder, die h&auml;ufig nur leichte oder asymptomatische Verl&auml;ufe haben, wurden fortan unter Generalverdacht gestellt. <\/p><p>Doch zu dieser wirklich bedrohlich wirkenden Erz&auml;hlung findet sich keine empirische, also tats&auml;chlich beobachtete Evidenz. Insbesondere wurde bis heute offenbar nicht systematisch &uuml;berpr&uuml;ft, ob die &uuml;ber Aerosole transportierbare Virenlast wirklich ausreicht, um eine normal immunstarke Person anzustecken. <\/p><p>Wenn man sich bewusst macht, dass es gerade diese Erz&auml;hlung ist, auf deren Basis ganze Wirtschaftsbereiche dicht gemacht und Millionen von Menschen ausgegrenzt wurden (und werden), dann erstaunt schon die Hybris, mit der Wissenschaftler\/innen diese vermeintliche &bdquo;Wahrheit&ldquo; kommunizierten: &bdquo;The world should face the reality&ldquo; lautet etwa die &Uuml;berschrift dieses Artikels, der laut &bdquo;google scholar&ldquo; schon &uuml;ber 1200 Mal zitiert worden ist: &bdquo;Airborne transmission&ldquo; sei ein &bdquo;Fakt&ldquo;, der einen hohen Anteil des &Uuml;bertragungsgeschehens bei SARS-CoV-2 erkl&auml;re (<a href=\"https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/pii\/S016041202031254X\">Link<\/a>).<\/p><p><b>Die meistzitierten Fachartikel zum Thema Aerosol&uuml;bertragung verblieben komplett im Konjunktiv<\/b><\/p><p>Die meistzitierten Fachartikel zu diesem Thema formulierten diesen &Uuml;bertragungsweg jedoch lediglich als Hypothese, verblieben also komplett im Konjunktiv. Auch geht es in den jeweils beschriebenen Fallbeispielen keineswegs um &bdquo;asymptomatische&ldquo; Index Cases. Vielmehr bedarf es offenbar doch hustender und niesender Erkrankter, die mit Schwung virenbeladene Maxi- und Minitr&ouml;pfchen verspr&uuml;hen, damit Viren weiter fliegen. Bei den wissenschaftlich sauber dokumentierten &bdquo;Ausbr&uuml;chen&ldquo; von Innenraum&uuml;bertragungen kommt bei genauerer Betrachtung eigentlich nie ausschlie&szlig;lich eine Aerosol&uuml;bertragung in Frage. So wurden beispielsweise bei dem immer wieder zitierten <a href=\"https:\/\/www.cdc.gov\/mmwr\/volumes\/69\/wr\/mm6919e6.htm?s_cid=mm6919e6_w\">Chor-Event in Skagit \/ Washington<\/a> auch Snacks geteilt, Teilnehmer\/innen sa&szlig;en zusammen und kl&ouml;nten, zudem gab es mindestens einen symptomatischen Fall und das Infektionsgeschehen verteilte sich auf insgesamt zwei Treffen. Medienberichte fassten das Geschehen jedoch immer wieder so zusammen, als h&auml;tten sich die Chorteilnehmer &uuml;ber ein einmaliges gemeinsames Singen angesteckt (<a href=\"https:\/\/www.cdc.gov\/mmwr\/volumes\/69\/wr\/mm6919e6.htm?s_cid=mm6919e6_w\">Link<\/a>).<\/p><p>Das Zusammentreffen aller drei Bedingungen &ndash; das hei&szlig;t, ein tats&auml;chlich asymptomatisch Infizierter hat nachweislich eine andere Person in einem Innenraum angesteckt, <i>ohne <\/i>dass sich eine Gelegenheit zur Tr&ouml;pfchen&uuml;bertragung (wie etwa durch Anhusten oder bei einem l&auml;ngeren Gespr&auml;ch) ergab &ndash; ist bis heute nicht belegt. Nat&uuml;rlich ist eine solche &Uuml;bertragungsm&ouml;glichkeit nicht ausgeschlossen. Sie ist aber nicht wahrscheinlich genug, um fundamentale Beschr&auml;nkungen im &ouml;ffentlichen Raum zu rechtfertigen.<\/p><p><b>Welche Rolle spielen asymptomatisch Infizierte?<\/b><\/p><p>Diese <a href=\"https:\/\/www.medrxiv.org\/content\/10.1101\/2020.03.26.20044826v2\">bereits oben erw&auml;hnte Studie<\/a> zeigt, dass asymptomatisch Infizierte nur ausgesprochen selten die Ursache von Infektionsclustern sind, d.h. eine gr&ouml;&szlig;ere Zahl von anderen Personen oder &uuml;berhaupt andere anstecken (<a href=\"https:\/\/www.medrxiv.org\/content\/10.1101\/2020.03.26.20044826v2\">Link<\/a>).<\/p><p>In <a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41467-020-19802-w\">dieser Studie<\/a> wurden 9,8 Millionen Einwohner\/innen aus Wuhan &gt; 6 J. nach dem Ende des Lockdowns im Fr&uuml;hsommer 2020 auf Covid-19 getestet; im Falle eines positiven Testes wurden ihre Kontakte nachverfolgt und ebenfalls getestet. Dabei wurden insgesamt 300 asymptomatische F&auml;lle identifiziert. Unter deren insgesamt 1.174 engen Kontakten fanden sich keine weiteren Infizierten; die 300 &bdquo;Asymptomatischen&ldquo; hatten also niemanden angesteckt. Die Autoren zogen das Fazit: Verglichen mit symptomatischen Patienten haben asymptomatische, mit Sars-CoV-2 infizierte Personen in aller Regel nur eine sehr geringe Viruslast und k&ouml;nnen maximal f&uuml;r kurze Zeit f&uuml;r andere ansteckend sein. Ein Link zu dieser in &bdquo;Nature&ldquo; ver&ouml;ffentlichten Studie findet sich <a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41467-020-19802-w\">hier<\/a> . <\/p><p><b>Welche Rolle spielen Ungeimpfte? Und welche die verschiedenen Virusvarianten? <\/b><\/p><p>Dass die Wirkung der bisher verf&uuml;gbaren Covid-19-Impfstoffe nicht 1:1 mit der klassischer Impfstoffe verglichen werden kann, ist mittlerweile bekannt. Insbesondere sch&uuml;tzt die Impfung offenbar nur teilweise vor einer Ansteckung und verhindert damit auch nicht die Weitergabe durch Geimpfte. Dieser in &bdquo;The Lancet&ldquo; ver&ouml;ffentlichten <a href=\"https:\/\/www.thelancet.com\/journals\/laninf\/article\/PIIS1473-3099(21)00648-4\/fulltext\">britischen Haushaltsstudie<\/a> von September 2021 zufolge wurde jedenfalls bei Personen mit Impfdurchbr&uuml;chen eine ebenso hohe Viruslast gemessen wie bei Ungeimpften. Dementsprechend steckten sich auch genauso viele engere Zweitkonktakte bei infizierten Geimpften an wie bei infizierten Ungeimpften (<a href=\"https:\/\/www.thelancet.com\/journals\/laninf\/article\/PIIS1473-3099(21)00648-4\/fulltext\">Link zur Studie<\/a>). <\/p><p>Auch ergaben sich bei den Geimpften keine Unterschiede hinsichtlich der produzierten Viruslast nach Impfstatus bzw. Abstand zur letzten Impfung. Interessanterweise unterschied sich die produzierte Viruslast auch nicht nach der Virusvariante (es wurden Personen mit Pre-Alpha-, Alpha- und Deltavarianten-Infektion untersucht, Omikron war noch nicht in Umlauf): Das aber w&uuml;rde bedeuten, dass die immer wieder produzierten Schlagzeilen &uuml;ber neue, noch ansteckendere Coronavarianten gr&ouml;&szlig;tenteils Fehlalarm waren. Zumindest f&uuml;r die Gruppe der Kinder kann dies im Nachhinein als best&auml;tigt gelten &ndash; f&uuml;r diese wurde schon bei der Beta-Variante behauptet, sie w&uuml;rden sich nun vermehrt anstecken und im Krankenhaus landen, was nicht der Fall war. Auch bei der Delta-Variante und bis jetzt bei Omikron scheint es keine erh&ouml;hte Gefahr zu geben, dennoch fordern Lehrerverb&auml;nde schon wieder Schulschlie&szlig;ungen.<\/p><p><b>Versuch eines Fazits: Ein deutliches Mehr an Miteinander w&auml;re m&ouml;glich &ndash; und ein Mehr an Selbstverantwortung<\/b><\/p><p>Relevant f&uuml;r eine R&uuml;ckkehr zur Normalit&auml;t im &ouml;ffentlichen Raum ist vor allem die mit &bdquo;Corona&ldquo; verbundene Ansteckungs- und &Uuml;bertragungsgefahr. Wie die oben zusammengefassten Studien zum Infektionsgeschehen zeigen, spielen asymptomatische Personen &ndash; also Mitmenschen, die gesund wirken und sich auch so f&uuml;hlen &ndash; entgegen der weitl&auml;ufigen Annahme &ndash; nur eine geringe Rolle bei der Virusverbreitung. Das Gleiche gilt f&uuml;r Kinder und Jugendliche &ndash; siehe die obigen Ausf&uuml;hrungen zur Bedeutung der Altersunterschiede beim Pandemiegeschehen. Kinder und generell J&uuml;ngere sind (vermutlich aufgrund ihres guten Immunsystems, sofern es intakt ist) den vorliegenden Daten zufolge weniger gef&auml;hrdet, sich anzustecken. Sie geben das Virus aber auch seltener weiter als Erwachsene, selbst wenn sie infiziert sind. Es wurde auch immer wieder zu Unrecht bef&uuml;rchtet, Kinder und J&uuml;ngere k&ouml;nnten stark erkranken und die Intensivstationen f&uuml;llen, was bis heute auch angesichts neuerer Virusvarianten nicht eingetreten ist.<\/p><p>Auch die &Uuml;bertragung von SARS-CoV-2 &uuml;ber Aerosole wurde, wie gezeigt werden konnte, offenbar stark &uuml;bersch&auml;tzt. Wer sich die (wenigen) zugrundeliegenden Fallstudien anschaut, st&ouml;&szlig;t schnell auf die Erw&auml;hnung schlecht funktionierender Klimaanlagen &ndash; wie etwa auch beim <a href=\"https:\/\/www.medrxiv.org\/content\/10.1101\/2021.09.01.21262540v1\">Karneval in Heinsberg<\/a>, dem Chortreffen in Skagit sowie Ausbr&uuml;chen in Pflegeheimen oder Krankenh&auml;usern wie etwa <a href=\"https:\/\/academic.oup.com\/cid\/article\/73\/1\/170\/5898577?login=true\">hier<\/a>. Diese Problematik betrifft aber nur einen Bruchteil &ouml;ffentlicher Orte, l&auml;sst sich technisch regeln und ist vor allem f&uuml;r mehrst&uuml;ndige Ereignisse relevant. Die Heinsberg-Studie zeigt dabei, dass regelm&auml;&szlig;ige Pausen an der frischen Luft das Ansteckungsrisiko sogar bei hoher Virenbelastung der Raumluft signifikant mindern k&ouml;nnen.<\/p><p>&Uuml;berhaupt legt die Studienlage nahe, dass individuelles Verhalten einen gro&szlig;en Beitrag zur Risikosteigerung oder -minimierung hat. Es sind offenbar weniger die gr&ouml;&szlig;eren Menschenmengen, sondern vor allem intensivere Kontakte mit einer infizierten Person, die das &Uuml;bertragungsrisiko steigern. Das aber l&auml;sst sich steuern und sollte st&auml;rker der Selbstbestimmung und Eigenverantwortung jedes Einzelnen &uuml;berlassen werden. Quarant&auml;nepflichten &ndash; insbesondere f&uuml;r Kinder und Jugendliche, aber auch f&uuml;r Menschen ohne Symptome &ndash; sollten schnellstm&ouml;glich &uuml;berdacht werden. Es gibt auch keinerlei wissenschaftliche Evidenz, dass hierbei zwischen Geimpften und Ungeimpften unterschieden werden sollte.<\/p><p>Ein deutliches Mehr an Miteinander ist m&ouml;glich &ndash; und das ist doch ein positiver Ausblick auf 2022.<\/p><p>Titelbild: View Apart \/ Shutterstock<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit nunmehr fast zwei Jahren gilt das Zusammentreffen von Menschen als gef&auml;hrlich, wird ein Gro&szlig;teil des Pandemiegeschehens im Gedr&auml;nge von Einkaufsstra&szlig;en, Konzerten, in Schulen sowie generell in Innenr&auml;umen vermutet. Seit fast zwei Jahren gilt auch die strikte Selbstisolation im Falle eines positiven Testergebnisses als probates Mittel zum Schutz der Gesellschaft &ndash; sogar bei Minderj&auml;hrigen und<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79448\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":79449,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[149],"tags":[1183,2880,2855,2834],"class_list":["post-79448","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-gesundheitspolitik","tag-exklusion","tag-impfungen","tag-morbiditaet","tag-virenerkrankung"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/shutterstock_1964359987.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/79448","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=79448"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/79448\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":79461,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/79448\/revisions\/79461"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/79449"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=79448"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=79448"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=79448"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}