{"id":79532,"date":"2022-01-07T08:29:27","date_gmt":"2022-01-07T07:29:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79532"},"modified":"2022-01-07T08:29:27","modified_gmt":"2022-01-07T07:29:27","slug":"hinweise-des-tages-4021","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79532","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79532#h01\">Aufstand in Almaty<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79532#h02\">Niedrige Monatsentgelte: Je nach Region zwischen 6 und 43 Prozent betroffen &ndash; neue Studie liefert Daten f&uuml;r alle St&auml;dte und Landkreise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79532#h03\">Unions-Arbeitnehmerfl&uuml;gel gegen verordnete Mindestlohn-Erh&ouml;hung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79532#h04\">Bonuszahlung nur f&uuml;r Auserw&auml;hlte: Lauterbach verprellt die Pflegekr&auml;fte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79532#h05\">Sanktionen f&uuml;r Yildirims h&auml;rter als f&uuml;r Bergmanns?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79532#h06\">Cum Ex: Hamburg verlie&szlig; sich auf zweifelhaften Experten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79532#h07\">&laquo;Ein Regime der Angst hat sich etabliert&raquo;: Der Politologe Alexander Strassner &uuml;ber liberale Zumutungen der Corona-Politik und die Zukunft der Proteste<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79532#h08\">Pfizer und Johnson &amp; Johnson bieten Ex-Verfassungsrichter di Fabio auf, um Journalisten von einer Impfpflicht zu &uuml;berzeugen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79532#h09\">Studie zur vierten Impfung: Anstieg der Antik&ouml;rper &bdquo;nicht sehr beeindruckend&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79532#h10\">Medizinstatistiker zur Covid-Datenlage: &ldquo;Lauterbach k&ouml;nnte recht haben &ndash; oder v&ouml;llig danebenliegen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79532#h11\">Neue Gesch&auml;ftsmodelle: Wie Luca nach der Pandemie weiter Kasse machen kann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79532#h12\">China b&auml;ndigt Tech-Konzerne: Neues Gesetz zu Algorithmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79532#h13\">Kongress-Nachforschungen: Die USA schrammten am 6. J&auml;nner 2021 knapper am Kollaps vorbei als bisher bekannt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79532#h14\">Ritterschlag f&uuml;r Tony Blair<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Aufstand in Almaty<\/strong><br>\nKasachstan: Proteste f&uuml;hren zu R&uuml;cktritt der Regierung. Pr&auml;sident unter Druck. Polnisches Magazin bejubelt &raquo;Sabotageaktion in Russlands Hinterland&laquo; (&hellip;)<br>\nRussland kommentierte die Vorf&auml;lle zun&auml;chst zur&uuml;ckhaltend. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte, Russland hoffe, dass die &raquo;kasachischen Freunde ihre inneren Probleme selbst in den Griff bekommen&laquo; w&uuml;rden. Allerdings landete auf dem Flughafen von Almaty offenbar eine gro&szlig;e Transportmaschine des russischen Milit&auml;rs, vielleicht, um f&uuml;r Evakuierungen bereitzustehen. Der stellvertretende Vorsitzende des au&szlig;enpolitischen Ausschusses der Staatsduma, Dmitri Nowikow (KPRF), schloss nicht aus, dass der Westen die Situation ausnutzen k&ouml;nnte. Nowikow wird am Sonnabend einer der Referenten auf der XXVII. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz sein.<br>\nF&uuml;r Nowikows Vermutung einer westlichen Hand zumindest hinter der sehr raschen Umorientierung der Proteste von sozialen auf politische Forderungen sprechen einige Indizien. Dazu geh&ouml;rt die Tatsache, dass Demonstranten nach erprobtem Szenario auf zentralen Pl&auml;tzen ihrer St&auml;dte Zeltlager aufbauten, und auch die, dass der im Zusammenhang mit den Protesten gegen die Pr&auml;sidentenwahl in Belarus gegr&uuml;ndete Messengerdienst &raquo;Nexta&laquo; sich aktiv in die Koordinierung der Aktionen in Kasachstan eingeschaltet hat. In einer Botschaft, die der russische Sender RT als Screenshot ver&ouml;ffentlichte, hei&szlig;t es an die Adresse der Protestierenden, sie seien &raquo;die Hoffnung der ganzen postsowjetischen Welt&laquo;. Nexta sendet aus Warschau und wird vermutlich von polnischen Geheimdiensten finanziert. Das Warschauer Magazin Wprost schrieb im Zusammenhang mit den Protesten von einer &raquo;h&ouml;chst erw&uuml;nschten Sabotageaktion im Hinterland Russlands&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/417920.vom-westen-gesteuert-aufstand-in-almaty.html\">Reinhard Lauterbach in junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79512\">&bdquo;Bunte Revolution&ldquo; nun auch im bisher stabilen Kasachstan<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Schwankender Gef&auml;hrte<\/strong><br>\nEiner der Parteif&uuml;hrer der &raquo;Demokratischen Wahl Kasachstans&laquo;, Galimschan Schakijanow, siedelte 2012 in die USA &uuml;ber. Parteichef Abljasow zog nach Frankreich um, das ihn im September 2020 als politischen Fl&uuml;chtling anerkannte. Abljasow lie&szlig; 2017 die zwischenzeitlich zerfallene &raquo;Demokratische Wahl Kasachstans&laquo; wieder aufleben &ndash; politisch im Fahrwasser der US-Strategie, ablesbar auch an Stellungnahmen gegen China. &Auml;hnlich wie die Nawalny-Gruppe in Russland propagiert die Organisation das &raquo;kluge Abstimmen&laquo;, um Einfluss auf legale Oppositionsparteien zu nehmen. In Kasachstan ist die Partei seit 2018 als &raquo;extremistisch&laquo; verboten. Am 8. M&auml;rz 2021 gelang es der &uuml;ber Messengerdienste und soziale Netzwerke organisierten Truppe, etwa 2.000 bis 3.000 Teilnehmerinnen in der kasachischen Hauptstadt zu einem &raquo;Marsch der Frauen&laquo; zu mobilisieren &ndash; ein Probelauf. Das US-amerikanische Casting von Kandidaten f&uuml;r einen antirussischen Umsturz in Kasachstan hat begonnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/415898.gus-staaten-schwankender-gef%E4hrte.html\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Wie die Proteste in Kasachstan gewaltt&auml;tig wurden &ndash; und warum Russland nicht schweigen kann<\/strong><br>\nDie Sicherheit in Zentralasien, der Zugang zum Weltraumbahnhof und ethnische Russen sind Gr&uuml;nde, warum Moskau die Unruhen in der ehemaligen Sowjetnation nicht ignorieren kann. Was steckt hinter den aktuellen gewaltsamen Unruhen in Kasachstan &ndash; und warum ist die politische Stabilit&auml;t in dieser riesigen, ehemaligen Sowjetrepublik f&uuml;r Russland von Bedeutung?<br>\nDie Ereignisse in Kasachstan entwickeln sich mit rasender Geschwindigkeit, wobei sich die Situation fast st&uuml;ndlich &auml;ndert. Zun&auml;chst schien es, als w&uuml;rden die Proteste gegen die steigenden Energiepreise nicht zunehmen. Seitdem hat das Land jedoch die Organisation des Vertrags &uuml;ber kollektive Sicherheit (OVKS), eine von Russland gef&uuml;hrte Milit&auml;rallianz, um Hilfe gebeten, und Soldaten liefern sich erbitterte Stra&szlig;enschlachten mit bewaffneten Marodeuren. [&hellip;]<br>\nDie Unruhen scheinen jedoch meist spontan und nicht koordiniert. Weder scheint es, dass es R&auml;delsf&uuml;hrer gibt, die die Massen organisieren, noch hat sich eine politische Partei an die Spitze der Protestbewegung gestellt. Die Regierung wei&szlig; nicht, mit wem sie verhandeln soll, w&auml;hrend die Demonstranten die Kontrolle &uuml;ber zahlreiche &ouml;ffentliche Geb&auml;ude Kasachstans &uuml;bernahmen sowie die B&uuml;ros der Regierungspartei Nur Otan und die von nationalen Fernsehsendern gest&uuml;rmt und zerst&ouml;rt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/international\/129474-wie-proteste-in-kasachstan-gewalttaetig-wurden\/%20\">RT DE<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Die Westm&auml;chte wollen einen Keil zwischen Russland und China treiben. Kasachstan ist ein wichtiges Land f&uuml;r China, da der Teil der Neuen Seidenstrasse, der von Chonquing nach Europa geht (sowohl &uuml;ber die Strasse als auch &uuml;ber die Schiene), hauts&auml;chlich &uuml;ber Kasachstan, von Almaty (fr&uuml;her Alma Aty) nach Moskau und von dort &uuml;ber Weissrussland (Brest-Litowsk) nach Europa und auch nach Deutschland (Duisburg z.b.) f&uuml;hrt. Unruhen in diesen L&auml;ndern sind f&uuml;r die Kr&auml;fte, die China einen Stein bei der Entwicklung der Seidenstrasse in den Weg legen wollen, nat&uuml;rlich immer hochwillkommen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Niedrige Monatsentgelte: Je nach Region zwischen 6 und 43 Prozent betroffen &ndash; neue Studie liefert Daten f&uuml;r alle St&auml;dte und Landkreise<\/strong><br>\nDer Anteil der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die trotz Vollzeitarbeit ein niedriges Monatsentgelt von weniger als zwei Dritteln des mittleren monatlichen Bruttoarbeitsentgeltes aller sozialversicherungspflichtig Vollzeitbesch&auml;ftigten bekommen, ist in den vergangenen Jahren zur&uuml;ckgegangen, vor allem in Ostdeutschland. Trotzdem haben auch 2020 bundesweit noch knapp 19 Prozent der sozialversicherungspflichtig in Vollzeit Besch&auml;ftigten in diesem nach Definition der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) &bdquo;unteren Entgeltbereich&ldquo; gearbeitet. Dessen Obergrenze lag 2020 bei maximal 2284 Euro brutto monatlich. Das ergibt eine neue Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung, die auch die neusten verf&uuml;gbaren Daten f&uuml;r alle deutschen Landkreise und kreisfreien St&auml;dte liefert.* Die Auswertung zeigt gro&szlig;e Unterschiede nach Regionen, Geschlechtern, Branchen und Qualifikation: W&auml;hrend 2020 in Wolfsburg oder Erlangen 6,4 bzw. 8,3 Prozent der Vollzeitbesch&auml;ftigten im unteren Entgeltbereich arbeiteten, galt das etwa in G&ouml;rlitz oder dem Saale-Orla Kreis jeweils f&uuml;r sp&uuml;rbar mehr als 40 Prozent. Die h&ouml;chste Quote weist der Erzgebirgskreis mit 43,2 Prozent auf (siehe auch die Tabelle in der pdf-Version dieser PM; Link unten). Unter den Frauen m&uuml;ssen bundesweit 25,4 Prozent mit einem niedrigen Monatseinkommen trotz Vollzeitarbeit auskommen, unter den M&auml;nnern 15,4 Prozent. &Uuml;berdurchschnittlich h&auml;ufig betroffen sind auch junge Vollzeitbesch&auml;ftigte, solche mit ausl&auml;ndischer Staatsangeh&ouml;rigkeit und Personen ohne Berufsabschluss. Besonders ausgepr&auml;gt ist der untere Entgeltbereich in Branchen wie dem Gastgewerbe, der Leiharbeit oder der Land- und Forstwirtschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/pressemitteilungen-2675-niedrige-monatsentgelte-je-nach-region-zwischen-6-und-43-prozent-betroffen-37951.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Unions-Arbeitnehmerfl&uuml;gel gegen verordnete Mindestlohn-Erh&ouml;hung<\/strong><br>\nWann und wie der Mindestlohn steigt, sei Sache der eigens daf&uuml;r eingerichteten Kommission &ndash; darauf pochen nicht nur die Arbeitgeber, sondern nun auch Abgeordnete, die Interessen von Besch&auml;ftigten vertreten.<br>\nDer Arbeitnehmerfl&uuml;gel der Unionsfraktion hat davor gewarnt, bei einer Erh&ouml;hung des Mindestlohns die Mindestlohnkommission zu &uuml;bergehen. &bdquo;Das Ziel ist richtig, der Weg aber falsch&ldquo;, sagte der Vorsitzende der Arbeitnehmergruppe der CDU\/CSU-Bundestagsfraktion, Axel Knoerig (CDU), der Deutschen Presse-Agentur. Wer hart arbeite, m&uuml;sse auch anst&auml;ndig bezahlt werden. Bei der Erh&ouml;hung des Mindestlohns d&uuml;rfe die Kommission aber nicht einfach &uuml;bergangen werden.<br>\n&bdquo;Ansonsten schw&auml;cht man die Sozialpartnerschaft&ldquo;, sagte Knoerig. Ein anderes Vorgehen sei gefragt. Man k&ouml;nnte zum Beispiel die gesetzlichen Vorgaben zum Auftrag der Mindestlohnkommission pr&auml;zisieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/mehr-wirtschaft\/12-euro-mindestlohn-cdu-arbeitnehmer-kritisieren-plan-17717974.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> &ldquo;Arbeitnehmerfl&uuml;gel&rdquo; bei der Union kann wohl nicht ernst gemeint sein. Wenn man deren Vorschl&auml;ge ernst nimmt, dann dauert so ein Gesetzgebungsverfahren f&uuml;r die &ldquo;Pr&auml;zision&rdquo; der Aufgaben der Mindestlohnkommission locker ein, zwei Jahre &ndash; dazu m&uuml;ssen nat&uuml;rlich wieder die &ldquo;Sozialpartner&rdquo; geh&ouml;rt werden, insbesondere die Arbeitgeberseite. Dann w&uuml;rde unter H&auml;ngen und W&uuml;rgen und gro&szlig;em Streit ein Gesetz verabschiedet werden, das vielleicht in drei Jahren f&uuml;r 11,50 Euro Mindestlohn sorgen wird, obwohl dann schon 13,20 Euro angemessen w&auml;ren. Mit anderen Worten, der sogenannte Unions-Arbeitnehmerfl&uuml;gel m&ouml;chte den 12-Euro-Mindestlohn verhindern. Schon die Wortwahl mit dem Verweis auf die &ldquo;Sozialpartnerschaft&rdquo; (ein Hohn angesichts der Unternehmermacht und der lammfrommen Pseudo-Gewerkschaften) orientiert sich an den entsprechenden Einlassungen bzw. <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/arbeitgeber-erwaegen-klage-gegen-mindestlohn-erhoehung-17708137.html\">Drohungen der Arbeitgeber<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Bonuszahlung nur f&uuml;r Auserw&auml;hlte: Lauterbach verprellt die Pflegekr&auml;fte<\/strong><br>\nMit seiner neusten &Auml;u&szlig;erung zum geplanten Bonus f&uuml;r Pflegekr&auml;fte frustriert Gesundheitsminister Lauterbach die, die er sonst so lobt. Das muss wirklich nicht sein.<br>\nAls Journalist muss man damit leben, wenn Anfragen nicht zum gew&uuml;nschten Ziel f&uuml;hren, eine ausgiebige Antwort zu erhalten. In der Politik ist Schweigen mitunter nicht Gold, sondern Platin. Der Autor dieser Zeilen wollte von der Koalition wissen, wie es um den Bonus f&uuml;r Pflegekr&auml;fte steht, den die Ampel aus guten Gr&uuml;nden im Dezember in das neue Jahr verschoben hat, um nichts &uuml;bers Knie zu brechen. [&hellip;]<br>\nGesundheitsminister Karl Lauterbach hatte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland den Stand der Dinge erkl&auml;rt. &ldquo;Der Pflegebonus sollte vor allem Pflegekr&auml;ften bezahlt werden, die in der Corona-Pandemie besonders belastet waren&rdquo;, sagte er. &ldquo;Dann kann der Bonus auch in nennenswerter H&ouml;he angesetzt werden. Nur so kann die besondere Leistung von Pflegekr&auml;ften wirklich gew&uuml;rdigt werden. Sie sind teilweise bei der Pflege ihrer Patientinnen und Patienten ins pers&ouml;nliche Risiko gegangen.&rdquo;<br>\nEs liegt auf der Hand, dass die Debatte dar&uuml;ber, wer sich wie oft, wie lange und wie aufopferungsvoll um Covid-19-Patienten gek&uuml;mmert hat, zu neuem Frust unter Pflegebesch&auml;ftigten f&uuml;hren wird. Eine Abgrenzung ist sowieso schwierig, da Krankenhaus immer Teamarbeit bedeutet. Die Koalition hatte schon Mitte Dezember bekanntgegeben, dass die eine Milliarde Euro, die der Bund f&uuml;r den Bonus locker machen will, nur an Pflegekr&auml;fte der Intensivstationen flie&szlig;en soll. Allein das hatte f&uuml;r jede Menge Zorn in der Pflegeszene gesorgt, wo das Sonderhonorar ohnehin umstritten ist und wahlweise als Schweige- oder Schmerzensgeld bezeichnet wird. [&hellip;]<br>\nSehr wahrscheinlich aber hat der Sozialdemokrat nur die Leute verprellt, die er bei n&auml;chster Gelegenheit f&uuml;r ihren Einsatz loben wird. Lauterbach h&auml;tte einfach nur erkl&auml;ren sollen: &ldquo;Zum jetzigen Zeitpunkt k&ouml;nnen wir eigentlich nur sagen, dass wir den Pflegebonus angehen werden und in der genauen Ausgestaltung noch in Abstimmungen sind.&rdquo;<br>\nDenn Frust wird der Bonus sowieso ausl&ouml;sen. Daher sollte man die Entscheidungen dahinter gut erl&auml;utern und nicht so, wie es Lauterbach jetzt getan hat, mit ein paar S&auml;tzen, dass das Geld eben nicht f&uuml;r alle reiche, wenn der Betrag eine gewisse H&ouml;he haben soll. Ungerecht ist das staatliche Geschenk sowieso, weil all die Krankenschwestern und Pfleger au&szlig;en vor bleiben, die den Kolleginnen und Kollegen der Intensivstationen den R&uuml;cken freigehalten haben, damit die sich um Covid-19-Kranke (intensiv) k&uuml;mmern k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/politik_kommentare\/Lauterbach-verprellt-die-Pflegekraefte-article23038743.html%20\">n-tv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Sanktionen f&uuml;r Yildirims h&auml;rter als f&uuml;r Bergmanns?<\/strong><br>\nAus einer neuen Studie ergibt sich der Verdacht, Menschen mit nicht-deutschem Namen k&ouml;nnten von Jobcentern besonders hart bestraft werden<br>\nAus Hartz-IV wird &ldquo;B&uuml;rgergeld&rdquo; &ndash; so plant es zumindest die neue Bundesregierung. Werden die Pl&auml;ne realisiert, dann setzt das B&uuml;rgergeld einen Kontrast zum Hartz-IV-Bezug: Die Betroffenen sollen f&uuml;r eine &Uuml;bergangszeit nicht gezwungen werden, Verm&ouml;genswerte aufzubrauchen. In dieser Zeit sollen sie auch nicht gezwungen werden k&ouml;nnen, in eine kleinere Wohnung umzuziehen.<br>\nDer Wermutstropfen bei diesen Pl&auml;nen ist: Die Sanktionen sollen bleiben. Wer sich nicht an die sogenannten Mitwirkungspflichten h&auml;lt, dem wird auch weiterhin das Geld zusammengestrichen. Damit sind die k&uuml;nftigen Empf&auml;nger des B&uuml;rgergeldes weiterhin ein St&uuml;ckweit der Willk&uuml;r der &ldquo;Fallmanager&rdquo; ausgeliefert. Denn Sanktionsregeln sind nur formal gleich &ndash; in der Realit&auml;t treffen sie die ohnehin schw&auml;chsten Teile der Gesellschaft und &ndash; potenziell &ndash; auch die, deren Namen nicht deutsch klingen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Sanktionen-fuer-Yildirims-haerter-als-fuer-Bergmanns-6319875.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Cum Ex: Hamburg verlie&szlig; sich auf zweifelhaften Experten<\/strong><br>\nDie Steuerverwaltung Hamburg hat nach NDR-Recherchen 2016 auf 47 Millionen Euro Steuerr&uuml;ckzahlungen der Privatbank M.M. Warburg verzichtet. Sie verlie&szlig; sich dabei auf einen Experten, der auch f&uuml;r Cum-Ex-Mastermind Berger arbeitete.<br>\nVon Oliver Hollenstein und Oliver Schr&ouml;m<br>\nBei der Entscheidung, auf eine Millionenforderung an die Privatbank M.M. Warburg zu verzichten, hat sich die Hamburger Finanzverwaltung nach Aussage eines ehemaligen Abteilungsleiters auch auf einen Fachaufsatz aus dem Lager der potenziellen Cum-Ex-T&auml;ter verlassen. Im Herbst 2016 hatte die Beh&ouml;rde trotz deutlicher Hinweise auf illegales Vorgehen der Warburg Bank dagegen entschieden, 47 Millionen Euro aus Cum-Ex-Gesch&auml;ften von ihr zur&uuml;ckzufordern. Begr&uuml;ndet hatten die Beamten das mit der Sorge, eine R&uuml;ckforderung werde vor Gericht wom&ouml;glich nicht standhalten. Grundlage daf&uuml;r war auch ein Aufsatz des Autors Hartmut Klein, der f&uuml;r Cum-Ex-Mastermind Hanno Berger arbeitete, wie Recherchen von Panorama und &ldquo;manager magazin&rdquo; zeigen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/investigativ\/panorama\/cum-ex-159.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Staatsanwaltschaft dreht beim Cum-Ex-Skandal auf: Zahl der Verfahren und Beschuldigten steigt massiv<\/strong><br>\nIm gr&ouml;&szlig;ten Fall von Steuerkriminalit&auml;t in Deutschland weitet die federf&uuml;hrende Staatsanwaltschaft K&ouml;ln ihre Ermittlungen aus. Zahlreiche deutsche und internationale Banken sind darin verwickelt. Am Mittwoch wurde ein Strafverfahren gegen zwei britische Aktienh&auml;ndler abgeschlossen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/inland\/129409-staatsanwaltschaft-dreht-beim-cum-ex\/\">RT DE<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&laquo;Ein Regime der Angst hat sich etabliert&raquo;: Der Politologe Alexander Strassner &uuml;ber liberale Zumutungen der Corona-Politik und die Zukunft der Proteste<\/strong><br>\nStrassner sieht bei den Demonstranten ein Michael-Kohlhaas-Gef&uuml;hl. Politischer Extremismus m&uuml;sse daraus nicht unbedingt erwachsen. Eine allgemeine Impfpflicht aber w&uuml;rde die Spaltung vorantreiben.<br>\nHerr Professor Strassner, der Bundeskanzler behauptet, die Gesellschaft in Deutschland sei nicht gespalten. Gibt es ein Kriterium, anhand dessen man feststellen kann, ob eine Gesellschaft gespalten ist?<br>\nWir befinden uns in einer Situation, in der es in dieser Hinsicht keine Fakten gibt, sondern nur die Wahrnehmung von Fakten. Sozialwissenschaftlich spricht man vom Thomas-Theorem. Wenn man keine Spaltung haben will, gibt es sie auch nicht &ndash; in der Wahrnehmung, und die Wahrnehmung ist entscheidend. Wer sich wiederum vom Diskurs ausgeschlossen f&uuml;hlt, weil er seine Meinung nicht sozial folgenlos &auml;ussern kann, der empfindet sein Umfeld als tats&auml;chlich gespalten. Aus wissenschaftlicher Sicht diagnostiziere ich ebenfalls eine soziale Spaltung durch die staatliche Corona-Politik.<br>\nSind denn wirklich viele Menschen vom Diskurs ausgeschlossen?<br>\nFaktisch nicht. Die &Uuml;berzeugung, dass man unterschiedliche Meinungen aushalten muss, wird im Ganzen nicht bezweifelt. Jeder darf thematisieren, was ihm unter den N&auml;geln brennt; nur bleibt eben nicht jede &Auml;usserung sozial folgenlos. Man kann rasch stigmatisiert, ausgegrenzt oder verunglimpft werden. Kritik richtet sich sofort an die jeweilige Person, inhaltliche Debatten meidet man.<br>\nWie kam es dazu? Corona allein wird nicht der Ausl&ouml;ser gewesen sein.<br>\nIn den letzten sieben bis zehn Jahren wurden bestimmte Standpunkte normativ derart stark angereichert, dass sie ins Jenseits der Diskussion r&uuml;ckten. Gelten bestimmte Standpunkte als moralisch &uuml;berlegen, erscheinen konkurrierende Auffassungen als normativ minderwertig, ja als unmoralisch. Damit aber ist die prinzipielle Chancengleichheit im Diskurs nicht mehr gegeben. Der Diskurs verk&uuml;mmert, die Argumente werden schw&auml;cher.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/keine-impfpflicht-bitte-politologe-strassner-zum-corona-protest-ld.1663078\">NZZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Pfizer und Johnson &amp; Johnson bieten Ex-Verfassungsrichter di Fabio auf, um Journalisten von einer Impfpflicht zu &uuml;berzeugen<\/strong><br>\nDas House of Pharma an der Uni Frankfurt l&auml;dt Journalisten f&uuml;r den 11. Januar zu einer Veranstaltung mit Ex-Verfassungsrichter Udo di Fabio ein. Thema: &bdquo;Corona-Impfpflicht auf dem Pr&uuml;fstand des Verfassungsrechts.&ldquo; Wie di Fabio dar&uuml;ber denkt, ist bekannt. Und so macht man sich als misstrauischer Mensch auf die Suche, wer das House of Pharma finanziert. Man findet eine unheilige Allianz. (&hellip;)<br>\nUm das, was ich mit der etwas zugespitzten &Uuml;berschrift meine, zu pr&auml;zisieren: Pfizer und Johnson &amp; Johnson sind nicht im Vorstand des House of Pharma vertreten, der &uuml;ber die Aktivit&auml;ten des eingetragenen Vereins bestimmt. Die Impfstoffhersteller sind also nur indirekte Akteure, indem sie die Aktivit&auml;ten des House of Pharma mitfinanzieren.<br>\nDas Pr&auml;sidium des House of Pharma bilden der Frankfurter Pharmazieprofessor Manfred Schubert-Zsilavecz und der Sanofi-Forschungschef Prof. Jochen Maas. &Uuml;ber Schubert-Zsilavecz hei&szlig;t es beim House of Pharma: &bdquo;Schubert-Zsilavecz profilierte sich als Fachmann f&uuml;r die private Hochschulf&ouml;rderung. Allein im Jahr des 100-j&auml;hrigen Universit&auml;tsjubil&auml;ums 2014 trug er entscheidend dazu bei, rund 70 Millionen Euro an Drittmitteln einzuwerben.&ldquo;<br>\nIm Vorstand sitzen Vertreter von Pharmafirmen, Wissenschaftler und ein einsamer Vertreter einer Patientenorganisation.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/news\/pfizer-udo-di-fabio\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Studie zur vierten Impfung: Anstieg der Antik&ouml;rper &bdquo;nicht sehr beeindruckend&ldquo;<\/strong><br>\nDie Leiterin einer israelischen Studie zur Wirksamkeit einer vierten Corona-Impfung sieht einen beobachteten f&uuml;nffachen Anstieg der Antik&ouml;rper als &bdquo;gut, aber nicht ausreichend&ldquo; an. &bdquo;Wir sehen einen bestimmten Anstieg der Antik&ouml;rper, aber der Anstieg ist nicht sehr beeindruckend&ldquo;, sagte Professor Gili Regev der israelischen Nachrichtenseite ynet am Mittwoch zu vorl&auml;ufigen Ergebnissen der Studie.<br>\nMan sei kurz nach der vierten Impfung wieder auf demselben Antik&ouml;rper-Stand wie kurz nach der dritten, sagte Regev. Sie habe sich von einer zweiten Booster-Impfung mehr erhofft, sagte sie entt&auml;uscht. Es k&ouml;nne nicht das Ziel sein, sich etwa alle vier Monate erneut gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Sie sei zwar froh, dass man gef&auml;hrdeten Bev&ouml;lkerungsgruppen wie Immungeschw&auml;chten und &uuml;ber 60-J&auml;hrigen in Israel bereits die vierte Dosis gebe, sagte Regev. &bdquo;Aber ich bin mir wirklich nicht sicher, ob man sie nun allen geben sollte. Wir brauchen noch mehr Informationen.&ldquo;<br>\nRegev betonte gleichzeitig die enorme Wichtigkeit der ersten Booster-Impfung: &bdquo;Wer die erste und zweite Dosis bekommen hat, muss dringend auch die dritte bekommen.&ldquo; Wer noch keinen Booster erhalten habe, solle zur Impfstation &bdquo;rennen&ldquo;, riet sie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/vierte-impfdosis-erhoeht-antikoerper-zahl-wohl-um-das-fuenffache-li.204180\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><strong>dazu: Vor MPK: Lauterbach will sch&auml;rfere Kontaktbeschr&auml;nkungen<\/strong><br>\nLauterbach strebt auch die rasche Einf&uuml;hrung einer allgemeinen Impfpflicht ohne den Aufbau eines Impfregisters an. Als Bundestagsabgeordneter arbeite er an einem Vorschlag f&uuml;r eine allgemeine Impfpflicht f&uuml;r &uuml;ber 18-J&auml;hrige, sagte er dem RND. &bdquo;Er soll unb&uuml;rokratisch sein und bevorzugt ohne Impfregister auskommen. Es soll auch keine neuen Meldestrukturen geben&ldquo;, betonte Lauterbach.<br>\n&bdquo;Die Impfpflicht muss schnell kommen&ldquo;, forderte er. &bdquo;Wir k&ouml;nnen nicht darauf warten, dass eine Impfpflicht &uuml;berfl&uuml;ssig wird, weil wir eine sehr hohe Durchseuchung der Bev&ouml;lkerung haben. Omikron als schmutzige Impfung ist keine Alternative zur Impfpflicht&ldquo;, betonte der SPD-Politiker und f&uuml;gte hinzu: &bdquo;Das w&auml;re sehr gef&auml;hrlich.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/politik\/karl-lauterbach-will-schaerfere-kontaktbeschraenkungen-6YOYCGAHXNBGLBR7FAQREH7EPY.html\">RND<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79474\">Das sich ank&uuml;ndigende Ende des Imp(f)erialimus &ndash; mit Ausblick<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Impfregister oder Ordnungsamt-Stichproben? Deutschland vor dem Kontrolldilemma<\/strong><br>\nGesundheitsminister Lauterbach will, dass die allgemeine Impfpflicht kommt &ndash; doch wie soll sie kontrolliert werden? &Uuml;ber den Vorschlag eines Impfregisters gibt es nun Streit. Im Vergleich mit &Ouml;sterreich fehlt Deutschland eine wichtige Voraussetzung. [&hellip;]<br>\nDass es in Deutschland keine Struktur wie in &Ouml;sterreich gibt, sieht Gabriel Felbermayr, Direktor des &Ouml;sterreichischen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (Wifo), als zentrale Schw&auml;che. &bdquo;Ein solches Register w&auml;re die Voraussetzung f&uuml;r die Einf&uuml;hrung einer Impfpflicht gegen Corona, um die Deutschland wohl nicht herumkommt&ldquo;, sagt Felbermayr. &Auml;hnlich sieht es auch Franz Knieps, Vorstand des BKK Dachverbandes, der Interessenvertretung der betrieblichen Krankenkassen: &bdquo;Wie sonst sollte man die Nachweise der Immunisierung kontrollieren und f&uuml;r Impfkampagnen Schwerpunkte setzen?&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article236083608\/Impfpflicht-Deutschland-vor-dem-Kontroll-Dilemma.html\">Welt Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Ob es &uuml;berhaupt noch zur Einf&uuml;hrung einer Impfpflicht kommt, ist fraglich. Der Expertenrat der Bundesregierung hat dazu schon gar keine Meinung mehr ge&auml;u&szlig;ert und die allgemeine Diskussion zeigt, dass die Forderung nach einer Impfpflicht nicht mehr war als ein Schnellschuss, der lediglich zur politischen Profilierung taugt. Die Opposition erwartet von der neuen Ampelkoalition einen Umsetzungsvorschlag in dem Wissen, dass das kaum gelingen kann oder aber eine gro&szlig;e Blamage droht. Die Regierung wiederum verweist aus demselben Grund auf das Parlament, aus dessen Mitte sich bislang nur ein Antrag gegen die Impfpflicht abzeichnet. Ganz n&uuml;chtern betrachtet, steht der Aufwand f&uuml;r eine zus&auml;tzliche gesetzliche Regelung mit zahnlosem Charakter in keinem Verh&auml;ltnis. Denn faktisch existiert die Impfpflicht durch die Ma&szlig;nahmen bereits. Es ist daher keineswegs sicher, dass sich die Impfquote nun ausgerechnet mit einer Pflicht, die kaum kontrollierbar ist, noch gro&szlig; steigern lie&szlig;e, wenn sie unter jetzt geltenden Beschr&auml;nkungen f&uuml;r Ungeimpfte schon nicht mehr sonderlich steigt. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Medizinstatistiker zur Covid-Datenlage: &ldquo;Lauterbach k&ouml;nnte recht haben &ndash; oder v&ouml;llig danebenliegen&rdquo;<\/strong><br>\nt-online: Herr Antes, zuletzt wurden mehr als 50.000 Neuinfektionen pro Tag gemeldet. Gesundheitsminister Lauterbach aber warnt: Die Dunkelziffer derzeit sei hoch, vermutlich l&auml;gen die Fallzahlen zwei bis dreimal h&ouml;her. K&ouml;nnte er mit dieser Einsch&auml;tzung recht haben?<br>\nGerd Antes: Damit k&ouml;nnte er recht haben &ndash; oder v&ouml;llig danebenliegen. Mir ist unklar, auf welche Basis Lauterbach seine Aussage st&uuml;tzt. Das m&uuml;sste man ihn fragen. Die Dunkelziffer aber ist ein Problem, das uns in dieser Pandemie schon lange begleitet. Zu Anfang wurde sie sogar noch wesentlich h&ouml;her, von manchen sogar auf das bis zu 20-fache gesch&auml;tzt. Nach wie vor wird aber nichts getan, um diesen Missstand zu beseitigen. Das ist unverst&auml;ndlich und besch&auml;mend.<br>\nAn diesem Freitag werden Bund und L&auml;nder wieder zum Corona-Gipfel zusammenkommen. Beschl&uuml;sse werden auf Grundlage von dann vorliegenden Zahlen gefasst. Glauben Sie, dass die Zahlen der Beh&ouml;rden bis dahin wieder als Grundlage taugen, um politische Entscheidungen zu treffen?<br>\nDie Zahlen taugen dann keinesfalls. Wir werden die Dunkelziffer nicht erhellen k&ouml;nnen in wenigen Tagen. Wir schaffen das ja seit zwei Jahren nicht.<br>\nWo liegen aus Ihrer Sicht die gr&ouml;&szlig;ten Probleme?<br>\nWenn ich eine starke Zunahme von positiven Tests habe, ist sie in der Regel darauf zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, dass sich wesentlich mehr Menschen testen lassen. Das l&auml;sst einen R&uuml;ckschluss auf die Testrate zu, nicht aber darauf, wie sehr sich das Virus tats&auml;chlich weiter verbreitet hat. Wir haben nach wie vor keinen &Uuml;berblick &uuml;ber die Gesamtlage &ndash; und wir wissen nach wie vor nicht, wo genau eigentlich &Uuml;bertragungen stattfinden. Sollen auf dieser Grundlage erneut Schulen, Klubs, Restaurants, ganze Branchen geschlossen werden, ist das unverantwortlich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/deutschland\/id_91431034\/corona-karl-lauterbach-koennte-recht-haben-oder-voellig-danebenliegen-.html\">t-online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Neue Gesch&auml;ftsmodelle: Wie Luca nach der Pandemie weiter Kasse machen kann<\/strong><br>\nDerzeit k&auml;mpfen die Betreiber zusammen mit einer Lobbyagentur daf&uuml;r, dass die Bundesl&auml;nder die Vertr&auml;ge mit Luca nicht k&uuml;ndigen. Aber was machen Smudo &amp; Co bei einem Aus mit ihren 40 Millionen Nutzer:innen? An Ideen, wie man diese zu Geld machen kann, mangelt es nicht.<br>\nBis Ende Februar m&uuml;ssen sich die Bundesl&auml;nder entscheiden, ob sie den Vertrag mit der umstrittenen Luca-App k&uuml;ndigen oder den Dienst ein weiteres Jahr nutzen wollen. Die Einf&uuml;hrung der privaten Kontaktverfolgungs-App war von Sicherheitsl&uuml;cken und Pannen begleitet. Zuletzt zeichnete sich ab, dass die Gesundheits&auml;mter gar nicht mehr in der Lage sind, die App sinnvoll zu nutzen. Das gro&szlig;e Bundesland Bayern hat Luca in den letzten 14 Tagen gar nicht mehr zur Kontaktverfolgung eingesetzt. Zahl der abgefragten Kontakte in diesem Zeitraum: 0.<br>\nVollkommen offen ist derzeit, wie es mit Luca weitergeht &ndash; und auch, was die Betreiber im Falle einer Nichtverl&auml;ngerung mit der App machen werden. Schon seit L&auml;ngerem denken sie mal laut und mal leise &uuml;ber Gesch&auml;ftsfelder abseits der Pandemiebek&auml;mpfung nach. Die M&ouml;glichkeit zur Kommerzialisierung nach der Pandemie wird in einem bekannt gewordenen Kooperationsvertrag explizit offen gehalten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2022\/neue-geschaeftsmodelle-wie-luca-nach-der-pandemie-weiter-kasse-machen-kann\/\">netzpolitik.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>China b&auml;ndigt Tech-Konzerne: Neues Gesetz zu Algorithmen<\/strong><br>\nViele Staaten scheinen angesichts des Marktgewichts von Digitalkonzernen relativ machtlos. Als erstes Land der Welt hat China ein Gesetz verabschiedet, das Algorithmen regulieren soll. Die chinesische Cyberspace-Verwaltung (CAC) ver&ouml;ffentlichte am Dienstag in Zusammenarbeit mit weiteren chinesischen Regierungsbeh&ouml;rden neue Regeln zur Regulierung von Algorithmen, die ab M&auml;rz in Kraft treten sollen.<br>\nDamit soll verhindert werden, dass Internetplattformen ihre Datenmacht missbrauchen. Anbieter von Algorithmen werden aufgefordert, ihre Produkte regelm&auml;&szlig;ig zu &uuml;berpr&uuml;fen und sicherzustellen, dass diese weder s&uuml;chtig machende Funktionen haben noch zu &uuml;berh&ouml;hten Ausgaben verleiten.<br>\nNeben der CAC waren auch das Ministerium f&uuml;r Industrie und Informationstechnologie, das Ministerium f&uuml;r &ouml;ffentliche Sicherheit und die staatliche Beh&ouml;rde f&uuml;r Marktregulierung beteiligt. Verbraucher erhalten damit das Recht, algorithmische Empfehlungen in Apps abzuschalten und Schl&uuml;sselw&ouml;rter, die von Algorithmen verwendet werden, einzusehen oder zu l&ouml;schen.<br>\nIn Artikel 17 des Gesetzes hei&szlig;t es konkret: Die Anbieter von algorithmischen Empfehlungsdiensten sollten Nutzern die M&ouml;glichkeit geben, Attribute, die den Empfehlungen zugrunde liegen, &ldquo;ausw&auml;hlen oder l&ouml;schen zu k&ouml;nnen&rdquo;.<br>\nDie neuen Regeln verbieten es den Anbietern von Algorithmen au&szlig;erdem, monopolistische Praktiken zu f&ouml;rdern und Nachrichten zu bewerben, die von nicht autorisierten Accounts ver&ouml;ffentlicht wurden. Damit wird untersagt, Fake News durch Algorithmen zu erzeugen oder zu verbreiten.<br>\nLaut dem Handelsblatt sehen Experten die Volksrepublik mit dem Gesetzentwurf als weltweiten Vorreiter. Das Konzept habe das Potenzial, einen globalen Standard zu setzen, so Kendra Schaefer, Leiterin des Bereichs Technologiepolitik bei der Beratungsgesellschaft Trivium China:<br>\n&ldquo;Peking hat sich an die Spitze der globalen Pl&auml;ne zur Regulierung von Algorithmen gestellt.&rdquo;<br>\nDas Gesetz zeige, &ldquo;dass Peking die Auswirkungen von Fake News auf die nationale Einheit der USA genau beobachtet hat und fr&uuml;hzeitig eingreift, um ein &auml;hnliches Resultat f&uuml;r China zu verhindern&rdquo;, betont Trivium-Expertin Schaefer.<br>\nLaut dem Gesetz darf die Algorithmustechnologie nicht zur Beeinflussung der &ouml;ffentlichen Meinung, zur Umgehung der Aufsicht und Verwaltung oder zugunsten von Monopolstellungen und f&uuml;r unlautere Wettbewerbsaktivit&auml;ten verwendet werden. In der Verordnung werden die Anbieter algorithmischer Empfehlungsdiensten au&szlig;erdem aufgefordert, allgemeine Werte zu f&ouml;rdern und positive Energie zu verbreiten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/asien\/129415-neues-gesetz-zu-algorithmen-china\/\">RT DE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Kongress-Nachforschungen: Die USA schrammten am 6. J&auml;nner 2021 knapper am Kollaps vorbei als bisher bekannt<\/strong><br>\nEin Jahr nachdem das US-Kapitol von Trump-Anh&auml;ngern gest&uuml;rmt worden ist, bleiben f&uuml;r die Untersuchungskommission noch viele Fragen offen &ndash; auch die Schuldfrage Donald Trumps [&hellip;]<br>\nAnfang 2021 &uuml;berschlugen sich die Ereignisse. Am 6. J&auml;nner kamen die Abgeordneten beider Kammern zur Ratifizierung der Pr&auml;sidentschaftswahl im US-Kapitol zusammen. F&uuml;r gew&ouml;hnlich ein rein formaler Akt, bei dem die Stimmen der Wahlleute verlesen werden, um dann den Wahlsieger auszurufen. F&uuml;r Trump war es die letzte M&ouml;glichkeit, den demokratischen Prozess einer geordneten Amts&uuml;bergabe zu stoppen. Aus beschlagnahmten E-Mails und Textnachrichten geht hervor, dass Vizepr&auml;sident Mike Pence angewiesen wurde, das Votum einzelner Bundesstaaten aufgrund von &ldquo;Unregelm&auml;&szlig;igkeiten&rdquo; nicht anzuerkennen. Dadurch h&auml;tte sich das Stimmenverh&auml;ltnis verschoben und Trump h&auml;tte, jedenfalls in seiner Vorstellung und in windschiefen Interpretationen der Gesetze, zum Wahlsieger erkl&auml;rt werden k&ouml;nnen. Doch dazu kam es nicht mehr. Tausende von Trump angestachelte Demonstranten zogen zu diesem Zeitpunkt bereits vom Wei&szlig;en Haus in Richtung Kapitol.<br>\nWas die pers&ouml;nliche Schuldfrage des Ex-Pr&auml;sidenten betrifft, liegt auch heute noch, ein Jahr sp&auml;ter, vieles im Dunkeln.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.derstandard.at\/story\/2000132312447\/sturm-aufs-kapitolkomitee-zum-6-jaenner-arbeitet-schwarzen-tag-der%20\">der Standard<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Ritterschlag f&uuml;r Tony Blair<\/strong><br>\nA Corbynista Labour MP has criticised the decision to give Tony Blair a knighthood as a petition calling for the honour to be taken away creeps towards one million signatures. Richard Burgon, who served as shadow justice secretary in Jeremy Corbyn&rsquo;s shadow cabinet, told The Telegraph the knighthood for the former Labour premier showed &lsquo;what is wrong with our system&rsquo;. The Change.org petition demanding the honour be &lsquo;rescinded&rsquo; is now above 760,000 signatures.<br>\nMeanwhile, a new YouGov poll has found almost two thirds of Brits disapprove of Sir Tony getting the honour. It came as furious relatives of fallen troops vowed to hand their medals back in disgust over the knighthood. A group of military parents have started discussing a protest in London to return their Elizabeth Crosses, which are given to the next of kin of those killed in action. They are enraged that Mr Blair has been knighted after his role in the wars in Iraq and Afghanistan &ndash; conflicts which left their children among more than 600 British servicemen dead.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dailymail.co.uk\/news\/article-10374541\/amp\/Blairs-untried-war-criminal-Labour-MP-defies-Starmer-attacks-ex-PMs-knighthood-families-troops-killed-Iraq-say-hand-sons-medals-petition-block-honour-races-past-750-000-signatures.html\">Daily Mail<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-79532","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/79532","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=79532"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/79532\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":79535,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/79532\/revisions\/79535"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=79532"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=79532"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=79532"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}