{"id":79559,"date":"2022-01-09T09:00:33","date_gmt":"2022-01-09T08:00:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79559"},"modified":"2022-01-07T14:13:50","modified_gmt":"2022-01-07T13:13:50","slug":"hinweise-der-woche-238","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79559","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79559#h01\">Wie die Proteste in Kasachstan gewaltt&auml;tig wurden &ndash; und warum Russland nicht schweigen kann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79559#h02\">Nord Stream 2 ist ein zweischneidiges geopolitisches Instrument<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79559#h03\">Medizinstatistiker zur Covid-Datenlage: &ldquo;Lauterbach k&ouml;nnte recht haben &ndash; oder v&ouml;llig danebenliegen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79559#h04\">Die andere Seite des Virus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79559#h05\">Niedrige Monatsentgelte: Je nach Region zwischen 6 und 43 Prozent betroffen &ndash; neue Studie liefert Daten f&uuml;r alle St&auml;dte und Landkreise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79559#h06\">Jedem Dritten droht Rente von unter 1300 Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79559#h07\">Debeka-Datenanalyse: Psyche Hauptgrund f&uuml;r Berufsunf&auml;higkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79559#h08\">Schweizer Bauarbeiter weigern sich, die Kosten der Corona-Krise zu tragen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79559#h09\">Journalismus im Zwielicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79559#h10\">Keine Zeit f&uuml;r Vernunft &ndash; Gedanken zum Jahreswechsel<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wie die Proteste in Kasachstan gewaltt&auml;tig wurden &ndash; und warum Russland nicht schweigen kann<\/strong><br>\nDie Sicherheit in Zentralasien, der Zugang zum Weltraumbahnhof und ethnische Russen sind Gr&uuml;nde, warum Moskau die Unruhen in der ehemaligen Sowjetnation nicht ignorieren kann. Was steckt hinter den aktuellen gewaltsamen Unruhen in Kasachstan &ndash; und warum ist die politische Stabilit&auml;t in dieser riesigen, ehemaligen Sowjetrepublik f&uuml;r Russland von Bedeutung?<br>\nDie Ereignisse in Kasachstan entwickeln sich mit rasender Geschwindigkeit, wobei sich die Situation fast st&uuml;ndlich &auml;ndert. Zun&auml;chst schien es, als w&uuml;rden die Proteste gegen die steigenden Energiepreise nicht zunehmen. Seitdem hat das Land jedoch die Organisation des Vertrags &uuml;ber kollektive Sicherheit (OVKS), eine von Russland gef&uuml;hrte Milit&auml;rallianz, um Hilfe gebeten, und Soldaten liefern sich erbitterte Stra&szlig;enschlachten mit bewaffneten Marodeuren. [&hellip;]<br>\nDie Unruhen scheinen jedoch meist spontan und nicht koordiniert. Weder scheint es, dass es R&auml;delsf&uuml;hrer gibt, die die Massen organisieren, noch hat sich eine politische Partei an die Spitze der Protestbewegung gestellt. Die Regierung wei&szlig; nicht, mit wem sie verhandeln soll, w&auml;hrend die Demonstranten die Kontrolle &uuml;ber zahlreiche &ouml;ffentliche Geb&auml;ude Kasachstans &uuml;bernahmen sowie die B&uuml;ros der Regierungspartei Nur Otan und die von nationalen Fernsehsendern gest&uuml;rmt und zerst&ouml;rt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/international\/129474-wie-proteste-in-kasachstan-gewalttaetig-wurden\/%20\">RT DE<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Die Westm&auml;chte wollen einen Keil zwischen Russland und China treiben. Kasachstan ist ein wichtiges Land f&uuml;r China, da der Teil der Neuen Seidenstrasse, der von Chonquing nach Europa geht (sowohl &uuml;ber die Strasse als auch &uuml;ber die Schiene), hauts&auml;chlich &uuml;ber Kasachstan, von Almaty (fr&uuml;her Alma Aty) nach Moskau und von dort &uuml;ber Weissrussland (Brest-Litowsk) nach Europa und auch nach Deutschland (Duisburg z.b.) f&uuml;hrt. Unruhen in diesen L&auml;ndern sind f&uuml;r die Kr&auml;fte, die China einen Stein bei der Entwicklung der Seidenstrasse in den Weg legen wollen, nat&uuml;rlich immer hochwillkommen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Nord Stream 2 ist ein zweischneidiges geopolitisches Instrument<\/strong><br>\nWashington bef&uuml;rchtet, dass die deutsche Abh&auml;ngigkeit von russischer Energie die Haltung Berlins gegen&uuml;ber Moskau aufweichen wird<br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung)&hellip;.Der Druck auf Deutschland w&auml;chst, da seine Notstandsreserven letzte Woche zum ersten Mal seit Jahren auf ein &ldquo;historisch niedriges Niveau&rdquo; von unter 60 % gefallen sind.<br>\nMoskau bietet an, dass Gazprom sofort mit zus&auml;tzlichen Lieferungen beginnen wird, um den deutschen Bedarf zu decken, wenn nur eine Lizenz f&uuml;r den Betrieb von Nord Stream 2 erteilt wird. In Erwartung der Genehmigung durch die deutsche Regulierungsbeh&ouml;rde f&uuml;llte Gazprom bereits im Oktober die erste der beiden parallelen Pipelines mit so genanntem technischem Gas, und die zweite begann im Dezember mit der Bef&uuml;llung.<br>\n(&hellip;) Eine geopolitische Frage<br>\nW&auml;hrend alle Protagonisten so tun, als sei dies eine kommerzielle Angelegenheit, haben die USA daraus eine geopolitische Angelegenheit gemacht. Einfach ausgedr&uuml;ckt: Die USA verabscheuen die Vorstellung, dass Russland seine Pr&auml;senz auf dem europ&auml;ischen Energiemarkt weiter ausbaut, und wollen Nord Stream 2 schon in der Wiege t&ouml;ten.<br>\nZweitens bef&uuml;rchtet Washington (zu Recht), dass eine so starke Abh&auml;ngigkeit Deutschlands von russischer Energie unweigerlich zu einer Aufweichung der Haltung Berlins gegen&uuml;ber Moskau im Allgemeinen f&uuml;hren wird, was den Interessen des transatlantischen B&uuml;ndnisses abtr&auml;glich w&auml;re.<br>\nDrittens m&ouml;chte Washington, dass die Ukraine weiterhin in den Genuss der Transitgeb&uuml;hren von mehr als 1 Milliarde Dollar pro Jahr kommt, die Gazprom an Kiew f&uuml;r die Nutzung der Pipelines aus der Sowjetzeit zahlt, die durch dieses Land nach Westeuropa f&uuml;hren.<br>\nDas hei&szlig;t, w&auml;hrend die USA systematisch daran arbeiten, die Ukraine in einen antirussischen Staat zu verwandeln, erwarten sie von Moskau, dass es die ukrainische Wirtschaft weiter subventioniert, die sich in einer Sackgasse befindet.<br>\nSchlie&szlig;lich hoffen die USA, auf dem lukrativen europ&auml;ischen Markt f&uuml;r ihre eigenen Schiefergasexporte Fu&szlig; fassen zu k&ouml;nnen. Langfristig wollen die USA Europa von ihren Energieexporten abh&auml;ngig machen, so wie die Nordatlantikvertrags-Organisation ihr gefangener Markt f&uuml;r Waffenexporte ist.<br>\nDie neue deutsche Regierung ist in die amerikanische Falle getappt. Indem sie Russland gegen&uuml;ber hart auftritt, verspielt Berlin das Wohlwollen Russlands&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/asiatimes.com\/2021\/12\/nord-stream-2-is-a-double-edged-geopolitical-tool\/?mc_cid=893f22e4b3&amp;mc_eid=f072d9574c\">Asia Times, 23. Dezember 2021<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Medizinstatistiker zur Covid-Datenlage: &ldquo;Lauterbach k&ouml;nnte recht haben &ndash; oder v&ouml;llig danebenliegen&rdquo;<\/strong><br>\nt-online: Herr Antes, zuletzt wurden mehr als 50.000 Neuinfektionen pro Tag gemeldet. Gesundheitsminister Lauterbach aber warnt: Die Dunkelziffer derzeit sei hoch, vermutlich l&auml;gen die Fallzahlen zwei bis dreimal h&ouml;her. K&ouml;nnte er mit dieser Einsch&auml;tzung recht haben?<br>\nGerd Antes: Damit k&ouml;nnte er recht haben &ndash; oder v&ouml;llig danebenliegen. Mir ist unklar, auf welche Basis Lauterbach seine Aussage st&uuml;tzt. Das m&uuml;sste man ihn fragen. Die Dunkelziffer aber ist ein Problem, das uns in dieser Pandemie schon lange begleitet. Zu Anfang wurde sie sogar noch wesentlich h&ouml;her, von manchen sogar auf das bis zu 20-fache gesch&auml;tzt. Nach wie vor wird aber nichts getan, um diesen Missstand zu beseitigen. Das ist unverst&auml;ndlich und besch&auml;mend.<br>\nAn diesem Freitag werden Bund und L&auml;nder wieder zum Corona-Gipfel zusammenkommen. Beschl&uuml;sse werden auf Grundlage von dann vorliegenden Zahlen gefasst. Glauben Sie, dass die Zahlen der Beh&ouml;rden bis dahin wieder als Grundlage taugen, um politische Entscheidungen zu treffen?<br>\nDie Zahlen taugen dann keinesfalls. Wir werden die Dunkelziffer nicht erhellen k&ouml;nnen in wenigen Tagen. Wir schaffen das ja seit zwei Jahren nicht.<br>\nWo liegen aus Ihrer Sicht die gr&ouml;&szlig;ten Probleme?<br>\nWenn ich eine starke Zunahme von positiven Tests habe, ist sie in der Regel darauf zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, dass sich wesentlich mehr Menschen testen lassen. Das l&auml;sst einen R&uuml;ckschluss auf die Testrate zu, nicht aber darauf, wie sehr sich das Virus tats&auml;chlich weiter verbreitet hat. Wir haben nach wie vor keinen &Uuml;berblick &uuml;ber die Gesamtlage &ndash; und wir wissen nach wie vor nicht, wo genau eigentlich &Uuml;bertragungen stattfinden. Sollen auf dieser Grundlage erneut Schulen, Klubs, Restaurants, ganze Branchen geschlossen werden, ist das unverantwortlich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/deutschland\/id_91431034\/corona-karl-lauterbach-koennte-recht-haben-oder-voellig-danebenliegen-.html\">t-online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die andere Seite des Virus<\/strong><br>\nDie andere Seite des VirusCovid-19 W&auml;hrend sich der reiche Norden mit Lockdowns vor Corona sch&uuml;tzt, haben solche Ma&szlig;nahmen im S&uuml;den fatale Folgen: Wirtschaftssysteme kollabieren und Menschen leiden. &Uuml;ber zwei zeitgleiche, und doch grundverschiedene Pandemien<br>\nIn den vergangenen zwei Jahren litten Menschen &uuml;berall auf der Welt unter einer Pandemie &ndash; allerdings nicht unbedingt unter derselben. In der reichen Welt wurde eine Atemwegserkrankung, Covid-19, pl&ouml;tzlich zu einer der ma&szlig;geblichen Todesursachen. In gro&szlig;en Teilen des &auml;rmeren globalen S&uuml;dens hingegen hatte nicht das Virus die verheerendste Zerst&ouml;rungskraft, sondern die Ma&szlig;nahmen, mit denen Regierungen darauf reagierten. Reichere und &auml;rmere Nationen sind, wie sich einmal mehr zeigt, auf unterschiedliche Weise verwundbar.<br>\n(&hellip;) Die Geschichte dieser Schattenpandemie handelt nicht von einer Krankheit &ndash; sie handelt von Armut, Hunger, vorenthaltener Bildung und verk&uuml;mmertem Leben. Diese Disparit&auml;ten zwischen globalem Norden und globalem S&uuml;den d&uuml;rften zu den Wesensmerkmalen k&uuml;nftiger Krisen z&auml;hlen. Die Geschichte zweier Pandemien ist die Geschichte von zweierlei Weltordnung&hellip;.<br>\nDie Debatte &uuml;ber unsere internationalen Verantwortlichkeiten in Covid-Zeiten wird oft absurd engstirnig gef&uuml;hrt &ndash; als ob wir lediglich mehr Impfstoffe in L&auml;nder mit unzureichend geimpfter Bev&ouml;lkerung transportieren m&uuml;ssten&hellip; Aber alle Impfstoffe dieser Welt k&ouml;nnen die &Uuml;bel der bestehenden Ungleichheit nicht beseitigen. In reicheren L&auml;ndern st&uuml;rzen wirtschaftliche Turbulenzen mehr Menschen in die Arbeitslosigkeit. In &auml;rmeren L&auml;ndern bringen sie mehr Menschen ins Grab&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/the-guardian\/die-andere-seite-des-virus%20\">Der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Lesenswert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Niedrige Monatsentgelte: Je nach Region zwischen 6 und 43 Prozent betroffen &ndash; neue Studie liefert Daten f&uuml;r alle St&auml;dte und Landkreise<\/strong><br>\nDer Anteil der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die trotz Vollzeitarbeit ein niedriges Monatsentgelt von weniger als zwei Dritteln des mittleren monatlichen Bruttoarbeitsentgeltes aller sozialversicherungspflichtig Vollzeitbesch&auml;ftigten bekommen, ist in den vergangenen Jahren zur&uuml;ckgegangen, vor allem in Ostdeutschland. Trotzdem haben auch 2020 bundesweit noch knapp 19 Prozent der sozialversicherungspflichtig in Vollzeit Besch&auml;ftigten in diesem nach Definition der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) &bdquo;unteren Entgeltbereich&ldquo; gearbeitet. Dessen Obergrenze lag 2020 bei maximal 2284 Euro brutto monatlich. Das ergibt eine neue Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung, die auch die neusten verf&uuml;gbaren Daten f&uuml;r alle deutschen Landkreise und kreisfreien St&auml;dte liefert.* Die Auswertung zeigt gro&szlig;e Unterschiede nach Regionen, Geschlechtern, Branchen und Qualifikation: W&auml;hrend 2020 in Wolfsburg oder Erlangen 6,4 bzw. 8,3 Prozent der Vollzeitbesch&auml;ftigten im unteren Entgeltbereich arbeiteten, galt das etwa in G&ouml;rlitz oder dem Saale-Orla Kreis jeweils f&uuml;r sp&uuml;rbar mehr als 40 Prozent. Die h&ouml;chste Quote weist der Erzgebirgskreis mit 43,2 Prozent auf (siehe auch die Tabelle in der pdf-Version dieser PM; Link unten). Unter den Frauen m&uuml;ssen bundesweit 25,4 Prozent mit einem niedrigen Monatseinkommen trotz Vollzeitarbeit auskommen, unter den M&auml;nnern 15,4 Prozent. &Uuml;berdurchschnittlich h&auml;ufig betroffen sind auch junge Vollzeitbesch&auml;ftigte, solche mit ausl&auml;ndischer Staatsangeh&ouml;rigkeit und Personen ohne Berufsabschluss. Besonders ausgepr&auml;gt ist der untere Entgeltbereich in Branchen wie dem Gastgewerbe, der Leiharbeit oder der Land- und Forstwirtschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/pressemitteilungen-2675-niedrige-monatsentgelte-je-nach-region-zwischen-6-und-43-prozent-betroffen-37951.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Jedem Dritten droht Rente von unter 1300 Euro<\/strong><br>\nJedem dritten Besch&auml;ftigten in Deutschland droht nach 45 Berufsjahren in Vollzeit eine Bruttorente von unter 1300 Euro im Monat. Das berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe und berufen sich dabei auf eine Antwort des Bundesarbeitsministeriums zu einer Anfrage der Linken im Bundestag. Demnach bleiben nach Abzug von Kranken- und Pflegeversicherung netto nur etwa 1160 Euro an Altersbez&uuml;gen.<br>\nLaut dem Papier m&uuml;ssen Besch&auml;ftigte beim derzeitigen Rentenniveau mindestens 2800 Euro im Monat vor Abz&uuml;gen verdienen, um auf eine gesetzliche Rente von 1300 brutto zu kommen. Wer im Alter 1500 Euro Rente monatlich braucht, m&uuml;sste mindestens 3200 Euro brutto in Vollzeit verdienen. Um 2500 Euro brutto von der Rentenversicherung zu erhalten, sei aktuell ein Monatslohn von 5350 Euro vor Steuern und Abgaben erforderlich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/altersarmut-jedem-dritten-droht-rente-von-unter-1300-euro-a-3cad5e45-a025-4229-898e-e44db10ecf63\">DER SPIEGEL <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Debeka-Datenanalyse: Psyche Hauptgrund f&uuml;r Berufsunf&auml;higkeit<\/strong><br>\nMehr als jeder dritte Berufsunf&auml;hige musste seinen Job wegen einer psychischen Erkrankung aufgeben &ndash; das geht aus einer Analyse des Lebensversicherers Debeka f&uuml;r 2020 hervor. Welche Rolle die Pandemie dabei spielte, ist unklar.<br>\nPsychische Erkrankungen bleiben nach Daten der Debeka-Versicherungsgruppe mit gro&szlig;em Abstand Ursache Nummer eins f&uuml;r Berufsunf&auml;higkeit. Daf&uuml;r hatte der nach eigenen Angaben viertgr&ouml;&szlig;te Lebensversicherer in Deutschland seinen Bestand von etwa 481.000 gegen Berufsunf&auml;higkeit Versicherten f&uuml;r das Jahr 2020 ausgewertet.<br>\nF&uuml;r 40,6 Prozent der analysiertem Leistungsf&auml;lle waren psychische Erkrankungen Grund f&uuml;r die Berufsunf&auml;higkeit, wie das genossenschaftlich gepr&auml;gte Unternehmen mit Stammsitz in Koblenz mitteilte. Auswirkungen der Corona-Pandemie seien dabei f&uuml;r 2020 &ldquo;bisher noch nicht erkennbar oder best&auml;tigt&rdquo;. Die Anzahl psychischer Erkrankungen als Hauptursache f&uuml;r Berufsunf&auml;higkeit schwankt demnach seit Jahren zwischen 40 und 45 Prozent und war in den Jahren 2019 und 2020 wieder r&uuml;ckl&auml;ufig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/debeka-berufsunfaehigkeit-psychische-erkrankungen-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Schweizer Bauarbeiter weigern sich, die Kosten der Corona-Krise zu tragen<\/strong><br>\nSchweizer Arbeitgeberverb&auml;nde versuchen in der Pandemie, L&ouml;hne zu dr&uuml;cken und den Arbeitsschutz aufzuweichen. Doch die Besch&auml;ftigten haben sich organisiert und wehren sich nun gemeinsam.<br>\nWie viele andere L&auml;nder hat der Ausbruch der Pandemie auch die Schweiz auf dem falschen Fuss erwischt. Die Auswirkungen von COVID-19 zeigten sich in den Regionen der Alpenkonf&ouml;deration h&ouml;chst unterschiedlich &ndash; sowohl in wirtschaftlicher wie auch in gesundheitlicher Hinsicht. Doch eines ist in s&auml;mtlichen Teilen des Landes bei jeder Welle gleichgeblieben: Es waren die Arbeiterinnen und Arbeiter, die die Kosten der Krise getragen haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/schweizer-bauarbeiter-weigern-sich-die-kosten-der-corona-krise-zu-tragen-unia-baugewerkschaft-schweiz-kantone-volksentscheid-streik\/\">Jacobin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Journalismus im Zwielicht<\/strong><br>\nRingier-Chef Marc Walder hat Aussagen gemacht, die ein gefundenes Fressen f&uuml;r die Gegner des Mediengesetzes sind.<br>\nVia &laquo;Nebelspalter&raquo; kam Ende Dezember ein zweieinhalbmin&uuml;tiges Video in Umlauf, das den CEO von Ringier, Marc Walder, in die Bredouille bringt. In dem auch auf Youtube greifbaren Dokument ist zu h&ouml;ren, wie Walder in Bezug auf die Corona-Pandemie sagt: &laquo;Wir wollen die Regierung unterst&uuml;tzen durch unsere mediale Berichterstattung, [so] dass wir alle gut durch die Krise kommen.&raquo; Diesen Leitsatz hat der Ringier-Chef allen Redaktionen in seinem internationalen Reich mitgeteilt, wie er sagte.<br>\nDie Aussage machte er laut dem &laquo;Nebelspalter&raquo; am 21. Februar 2021 an einem Anlass der Schweizerischen Management-Gesellschaft (SMG). Auf der Website der SMG wird nur ein Auftritt von Walder am 3. Februar 2020 dokumentiert. Seine auf dem Video h&ouml;rbaren &Auml;usserungen machen aber klar, dass sie Walder nicht schon zu Beginn der Pandemie gemacht hat. Jedenfalls hat der Ringier-CEO gegen&uuml;ber dem &laquo;Nebelspalter&raquo; die Aussagen nicht bestritten. Seine Stimme und seine Sprechweise sind darauf gut erkennbar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/medien\/journalismus-im-zwielicht\/\">Infosperber<\/a>\n<p><strong>dazu: Geheimes Video zeigt: CEO Marc Walder zwang alle Redaktionen der Ringier-Medien weltweit auf Regierungskurs<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nebelspalter.ch\/geheimes-video-zeigt-ceo-marc-walder-zwang-alle-redaktionen-der-ringier-medien-weltweit-auf-regierungskurs\">Nebelspalter<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Wie ein Medienkonzern seine Journalisten auf bedingungslose Unterst&uuml;tzung der Pandemie-Politik festgelegt hat<\/strong><br>\nDer CEO des wichtigsten Schweizer Zeitungsverlags, der auch einige internationale Zeitungen herausgibt, hat sich laut einem nun ver&ouml;ffentlichen Video vor 10 Monaten damit ger&uuml;hmt, dass er veranlasst habe, dass alle Zeitungen der Gruppe die Corona-Politik der nationalen Regierung unterst&uuml;tzen. Sein Dementi ist schwach und schreckt vor Ad-hominem-Attacken nicht zur&uuml;ck.<br>\nDer Nebelspalter, der das Skandalvideo ver&ouml;ffentlichte, spricht angesichts der eigentlich nicht zu Ver&ouml;ffentlichung bestimmten Aufnahme von unverfrorener Komplizenschaft zwischen Staats- und Medienmacht. Sie erkl&auml;re, warum die Zeitungen der Ringier-Gruppe, darunter das Bild-Pendant Blick, immer so gut &uuml;ber Pl&auml;ne der Regierung informiert gewesen seien und die Regierungspolitik immer so freundlich begleitet und kommentiert h&auml;tten&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/medienversagen\/nebelspalter-ringier\/%20\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Keine Zeit f&uuml;r Vernunft &ndash; Gedanken zum Jahreswechsel<\/strong><br>\nWir leben in einer seltsamen Zeit. Die Probleme t&uuml;rmen sich, aber die F&auml;higkeit, mit ruhigem Verstand die Welt zu analysieren und L&ouml;sungen ernsthaft zu diskutieren, nimmt dramatisch schnell ab. Nebenkriegsschaupl&auml;tze sind zunehmend wichtiger als die Schlachten, die es eigentlich zu schlagen gilt. Die halbe Republik emp&ouml;rt sich, wenn irgendwo vergessen wird, die Sprache gendergerecht zurechtzubiegen, aber gleichzeitig bleiben die gro&szlig;en Fehlleistungen der Politik weitgehend unbeachtet und unkommentiert.<br>\nDie dahinterstehende Krankheit ist nicht leicht zu diagnostizieren. Eine wichtige Rolle spielt in jedem Fall das, was man die Vertwitterung der &ouml;ffentlichen Diskussion nennen k&ouml;nnte. Immer mehr Menschen glauben offenbar, es sei schon eine Diskussion, wenn man zu einer Sachfrage einen mehr oder weniger d&uuml;mmlichen Zweizeiler hinterl&auml;sst oder &uuml;ber Twitter sein Missfallen und seine Emp&ouml;rung zu einer bestimmten Position kundtut.<br>\nDiejenigen, die &uuml;ber ihr Medium gro&szlig;e Mengen von Menschen erreichen k&ouml;nnen, unterst&uuml;tzen dieses Denken leider allzu oft. In den Redaktionsstuben der Presseorgane wird die schiere Menge der Kommentare zu einem Artikel schon als Erfolgskriterium betrachtet, statt zu fragen, ob es unter den dreihundert &Auml;u&szlig;erungen vielleicht ein oder zwei ernsthafte Meinungen und Statements gegeben hat, die man bei der zuk&uuml;nftigen Arbeit ber&uuml;cksichtigen sollte. Der erhobene Daumen irgendeines anonymen Nutzers gilt bereits als Beleg f&uuml;r die Sinnhaftigkeit und die Wichtigkeit der eigenen Position.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2022\/01\/03\/keine-zeit-fuer-vernunft-gedanken-zum-jahreswechsel\/\">Relevante &Ouml;konomik<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79559\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-79559","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/79559","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=79559"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/79559\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":79562,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/79559\/revisions\/79562"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=79559"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=79559"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=79559"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}