{"id":79578,"date":"2022-01-10T08:41:51","date_gmt":"2022-01-10T07:41:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79578"},"modified":"2022-01-10T08:41:51","modified_gmt":"2022-01-10T07:41:51","slug":"hinweise-des-tages-4022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79578","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79578#h01\">Interessenkonflikt: Vom Gesundheitsministerium zur Telekom<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79578#h02\">DKG: 12 Prozent der Pflegefachstellen auf Intensivstationen unbesetzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79578#h03\">Ethikrat-Professorin: Die gewichtigen Gr&uuml;nde, die gegen Impfpflicht sprechen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79578#h04\">Zwischenruf eines Geimpften: Warum ich Verst&auml;ndnis f&uuml;r die Impfskeptiker habe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79578#h05\">Wie der Bundestag von Institutionen und &Ouml;konomen in die (nationale) Irre gef&uuml;hrt wird<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79578#h06\">Br&uuml;cke auf Sauerlandlinie A45 muss abgerissen werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79578#h07\">Staatsbank KfW nimmt Banken Risiken ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79578#h08\">Viele OECD-Staaten wollen erste Altersvorsorge-S&auml;ule st&auml;rken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79578#h09\">Explosives Problem bei der Bundeswehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79578#h10\">&ldquo;Moderne Linke&rdquo;: Katja Kipping nennt parteiinterne Gegner &ldquo;Russia Today&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79578#h11\">Etikettenschwindel mit Marx<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79578#h12\">Greenwashing-Konversion<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79578#h13\">Wie die EU mit Steuergeld Regierungskritiker denunzieren l&auml;sst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79578#h14\">Luca-CEO: &bdquo;Wir wollen Impf- und Personalausweis zusammenf&uuml;hren&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Interessenkonflikt: Vom Gesundheitsministerium zur Telekom<\/strong><br>\nEin f&uuml;r Digitalisierung zust&auml;ndiger Abteilungsleiter im Gesundheitsministerium wechselt nach Kontraste-Informationen zur Telekom. Diese hatte vom Ministerium millionenschwere Auftr&auml;ge f&uuml;r die Corona-Warn-App erhalten.<br>\nAls die Corona-Warn-App (CWA) im Juni 2020 an den Start ging, meldete sich Gottfried Ludewig per Twitter zu Wort. Er berichtete von &ldquo;intensivsten Wochen, Tagen und N&auml;chten&rdquo; und bedankte sich f&uuml;r das &ldquo;super Teamwork&rdquo; &ndash; unter anderem zwischen der Bundesregierung und der Industrie. Deutschland hatte die erste Pandemie-Welle hinter sich und die CWA galt als Hoffnungstr&auml;gerin zur Kontaktnachverfolgung. Mit der Umsetzung hatte das Bundesgesundheitsministerium (BMG) den Softwarekonzern SAP und die Telekom-Tochter T-Systems beauftragt, schon die Entwicklung soll insgesamt rund 20 Millionen Euro gekostet haben.<br>\nLudewig begleitete die Entwicklung der CWA von Anfang an. 2018 holte der damalige Gesundheitsminister Jens Spahn seinen Parteikollegen aus dem Berliner Abgeordnetenhaus, wo Ludewig stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion gewesen war, um ihn im Gesundheitsministerium zum Abteilungsleiter f&uuml;r Digitalisierung und Innovation zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/investigativ\/gesundheitsministerium-telekom-interessenkonflikt-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>DKG: 12 Prozent der Pflegefachstellen auf Intensivstationen unbesetzt <\/strong><br>\nDer Personalmangel bei den Pflegefachkr&auml;ften in den Krankenh&auml;usern hat sich im Corona-Jahr 2021 weiter zugespitzt. &bdquo;F&uuml;r das zur&uuml;ckliegende Jahr bedeutet das, dass 6 Prozent der Stellen auf den Normalstationen unbesetzt blieben. Auf den Intensivstationen sah die Lage kritischer aus. Hier blieben 12 Prozent der Stellen unbesetzt&ldquo;, sagte Gerald Ga&szlig;, Vorsitzender der Deutschen Krankenhaus&shy;gesellschaft (DKG), dem Redaktions&shy;Netzwerk Deutschland (RND).<br>\n&bdquo;Das ist gerade in Zeiten andauernd hoher Belastung eine sehr schwierige Situation, denn wir haben praktisch keine Reserven, um Personalausf&auml;lle zu kompensieren&ldquo;, erkl&auml;rte Ga&szlig;. Das sei auch der Grund, weshalb w&auml;hrend der Pandemie ein Teil der vorhandenen Intensivkapazit&auml;ten zeitweise oder dauerhaft habe abgemeldet werden m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/politik\/dkg-personalmangel-bei-pflegefachkraeften-in-kliniken-2021-zugespitzt-D5K7HOUWPJGI5FZIDREREKGMUY.html\">RND<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ethikrat-Professorin: Die gewichtigen Gr&uuml;nde, die gegen Impfpflicht sprechen<\/strong><br>\nDie Rechtswissenschaftlerin Frauke Rostalski, Mitglied im Ethikrat, sagt: Es gibt viel zu viele Ungewissheiten, um eine Impfpflicht einzuf&uuml;hren. (&hellip;)<br>\nWarum haben Sie gegen die Empfehlung gestimmt?<br>\nEine allgemeine Impfpflicht, ob nun f&uuml;r Risikogruppen oder gar f&uuml;r alle Erwachsenen, l&auml;sst sich aus meiner Sicht nicht rechtfertigen. Die Ma&szlig;nahme ist schon deshalb nicht verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig, weil wir nicht alles getan haben, um die Menschen zu einer freiwilligen Impfung zu motivieren. Ich denke hier etwa an Anreize oder niedrigschwellige, aufsuchende Angebote, die in anderen L&auml;ndern sehr erfolgreich waren. Es ist insoweit f&uuml;r mich auch nicht nachvollziehbar, weshalb wir nicht zun&auml;chst einmal evaluieren, wie weit uns andere, sehr eingriffsintensive Ma&szlig;nahmen tragen &ndash; etwa die bevorstehende verpflichtende Impfung f&uuml;r Angeh&ouml;rige medizinischer Berufe oder die weitreichenden 2G-Regelungen. K&ouml;nnen wir wirklich verl&auml;sslich sagen, dass diese Schritte nicht gen&uuml;gen, um die Intensivstationen zu entlasten?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/ethikrat-professorin-die-gewichtigen-gruende-die-gegen-impfpflicht-sprechen-li.204832\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers P.L.:<\/strong> Ein interessantes Interview mit klaren Aussagen zu vielen juristischen und ethischen Gr&uuml;nden, die gegen eine Impfpflicht &ndash; auch f&uuml;r bestimmte Berufsgruppen &ndash; sprechen. Ein Einblick in die sehr uneinheitliche Entscheidungsfindung im Ethikrat. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Zwischenruf eines Geimpften: Warum ich Verst&auml;ndnis f&uuml;r die Impfskeptiker habe<\/strong><br>\nAlle st&uuml;rzen sich auf die Ungeimpften. Dabei halten die Impfungen nicht immer das, was sie versprochen haben. Die Situation ist komplizierter. Ein Zwischenruf. (&hellip;)<br>\nEs ist an der Zeit, dass wir wieder zur Vernunft kommen und den Panikmodus, in dem wir uns seit fast zwei Jahren befinden, beenden. Dass wir einen Moment innehalten und &uuml;berlegen, ob die Suche nach einem S&uuml;ndenbock tats&auml;chlich der richtige Weg ist, um mit Krankheit und Tod umzugehen. Dass wir versuchen, eine Mediendynamik zu durchbrechen, die davon lebt, immer erschreckendere &bdquo;Zahlen&ldquo; und immer abschreckendere &bdquo;Schuldige&ldquo; zu pr&auml;sentieren, denen man angeblich nur noch mit Verboten und Zwangsma&szlig;nahmen beikommt. Kurz: Dass wir uns um eine realistische Einsch&auml;tzung der Gefahr und ihrer Ursachen bem&uuml;hen und n&uuml;chtern &uuml;berlegen, welche Strategien tats&auml;chlich &bdquo;geeignet, erforderlich und verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig&ldquo; sind, um Covid zu bek&auml;mpfen, ohne unsere Gesellschaft weiter zu spalten.<br>\nDies allerdings wird nur gelingen, wenn wir uns darauf besinnen, dass Skepsis, Zweifel und Widerspruch die Fundamente von Aufkl&auml;rung, Wissenschaft und Fortschritt sind. Denn nur sie erm&ouml;glichen es, unsere &Uuml;berzeugungen zu revidieren, wenn diese sich als nicht realit&auml;tstauglich erweisen. Wenn wir also nicht auf das Niveau der &bdquo;Seekers&ldquo; herabsinken wollen, dann werden wir Andersdenkenden wieder zuh&ouml;ren m&uuml;ssen, statt sie als Idioten oder L&uuml;gner, Leugner oder Lobbyisten, Verschw&ouml;rungsideologen oder Gesundheitsdiktatoren zu beschimpfen. Dabei geht es nicht darum, irgendwelche Spinner ernst zu nehmen, die daran glauben, Bill Gates wolle uns Chips implantieren.<br>\nBedenklich ist es aber, dass wir uns mittlerweile angew&ouml;hnt haben, nahezu jeden Kritiker als &bdquo;Spinner&ldquo;, &bdquo;Schwurbler&ldquo;, &bdquo;Wissenschaftsfeind&ldquo; oder &bdquo;Rechten&ldquo; zu diskreditieren. Was wir dabei &uuml;bersehen: &bdquo;Wissenschaftsfeinde&ldquo; sind nicht diejenigen, die Zahlen, Studien und Ma&szlig;nahmen hinterfragen, sondern diejenigen, die den offenen Diskurs dar&uuml;ber unterbinden wollen. Schuldzuweisung und Ausgrenzung m&ouml;gen uns psychologisch entlasten. Die Corona-Krise, die inzwischen eher eine gesellschaftliche als eine gesundheitliche ist, werden wir damit nicht l&ouml;sen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wochenende\/zwischenruf-eines-geimpften-warum-ich-verstaendnis-fuer-die-impfskeptiker-habe-li.204231\">Alexander Zinn in Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wie der Bundestag von Institutionen und &Ouml;konomen in die (nationale) Irre gef&uuml;hrt wird<\/strong><br>\nWenn man verstehen will, was in Deutschland und in Europa wirtschaftspolitisch schiefl&auml;uft, muss man sich die Stellungnahmen der Sachverst&auml;ndigen aus dem Bereich der &Ouml;konomik anschauen, die beim Deutschen Bundestag anl&auml;sslich der Anh&ouml;rung des Parlaments zum zweiten Nachtragshaushaltsgesetz 2021 eingegangen sind (sie sind, zusammen mit den juristischen Stellungnahmen, hier zu finden). Die Anh&ouml;rung selbst findet am n&auml;chsten Montag (10. 01. 2022) statt.<br>\nDie Sache ist leicht zu verstehen: Die Bundesregierung will sich 60 Milliarden Euro sichern, die im vergangenen Jahr f&uuml;r die Bek&auml;mpfung der Corona-Krise nicht gebraucht worden sind und sie f&uuml;r andere Zwecke verwenden. Das ist offenkundig juristisch nicht unproblematisch, weil die Ausnahmebestimmungen des Grundgesetzes, die im Rahmen der Schuldenbremse eine tempor&auml;r h&ouml;here Schuldenaufnahme erlauben, eindeutig auf die coronabedingte Krise abstellen, aber nicht dazu da sind, Ausgaben zu erm&ouml;glichen, die mit der Coronakrise gar nichts zu tun haben.<br>\nWarum, wird jeder verst&auml;ndige Mensch fragen, macht die Regierung solche Verrenkungen? Wenn sie 60 Milliarden braucht, um damit Investitionen zu finanzieren, soll sie die doch dieses Jahr aufnehmen und fertig. Das aber geht nicht, weil die Schuldenbremse im Grundgesetz genau das verhindert. Selbst wenn man gro&szlig;artige Investitionen hat, die finanziert werden sollen, kann man das nicht einfach machen, weil es die Schuldenbremse und die europ&auml;ischen Schuldenregeln (die sich vor allem Deutschland ausgedacht hat) gibt. Folglich trickst man haushaltstechnisch herum, damit man sp&auml;ter sagen kann, man habe alle Schuldenregeln eingehalten und dennoch investiert.<br>\nAn dieser Stelle wir jeder verst&auml;ndige Mensch auch merken, welche bedeutende Rolle dabei die europ&auml;ische Dimension spielt. Es ist offenkundig, dass insbesondere Frankreich und Italien darauf dr&auml;ngen, die europ&auml;ischen Schuldenregeln abzuschw&auml;chen, w&auml;hrend sich die Koalition in Deutschland darauf verst&auml;ndigt hat, das nicht zu tun. Nur wenn man in Deutschland sagen kann, seht her, wir halten uns an die Schuldenbremse und investieren doch, kann man gegen&uuml;ber den Partnerstaaten argumentieren, dass die Schuldenbremse niemanden hindert, solide zu wirtschaften und zugleich zu investieren.<br>\nDas Argument in Europa zu verwenden, ist aber nicht nur wegen der jetzigen Trickserei sch&auml;ndlich, es ist vor allem deswegen abwegig, weil es aus dem europ&auml;ischen Land kommt, das seit fast zwanzig Jahren &ndash; zu Lasten der Partner &ndash; hohe Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse aufweist. Das ist der entscheidende Zusammenhang, um den es in Europa geht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2022\/01\/08\/wie-der-bundestag-von-institutionen-und-oekonomen-in-die-nationale-irre-gefuehrt-wird\/\">Relevante &Ouml;konomik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Br&uuml;cke auf Sauerlandlinie A45 muss abgerissen werden<\/strong><br>\nEine wichtige Hauptverkehrsachse zwischen Nord- und S&uuml;ddeutschland bleibt in den n&auml;chsten Jahren wegen einer maroden Br&uuml;cke unterbrochen. Das Bauwerk Rahmede der Autobahn 45 bei L&uuml;denscheid muss abgerissen werden. Damit kann der Autoverkehr auf der wichtigen Verkehrsachse zwischen dem &ouml;stlichen Ruhrgebiet und Frankfurt nicht wie geplant wieder freigegeben werden, wie die zust&auml;ndige Autobahn GmbH des Bundes am Freitag mitteilte. Die Br&uuml;cke ist seit Anfang Dezember gesperrt.<br>\nNach Auskunft von Elfriede Sauerwein-Braksiek, Leiterin der Niederlassung Westfalen der Autobahn GmbH, wurden neben den bereits entdeckten Sch&auml;den noch Risse an den L&auml;ngstr&auml;gern gefunden. &bdquo;Die 53 Jahre alte Br&uuml;cken kann nicht saniert werden. Wir m&uuml;ssen m&ouml;glichst schnell abrei&szlig;en und neu bauen.&ldquo; Aus diesem Grund darf kein Fahrzeug mehr &uuml;ber das Bauwerk fahren. Einsturzgef&auml;hrdet sei die Br&uuml;cke aber nicht, beruhigte Sauerwein-Braksiek die Anwohner in dem Tal bei L&uuml;denscheid.<br>\nUrspr&uuml;nglich hatte die Autobahn GmbH geplant, nach einer notd&uuml;rftigen Verst&auml;rkung der Br&uuml;cke den Verkehr nach rund drei Monaten zumindest f&uuml;r den Autoverkehr wieder freigeben zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/auto-verkehr\/a45-marode-bruecke-auf-sauerlandlinie-muss-abgerissen-werden-17720431.html%20\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Jetzt kann ich nicht beurteilen, ob die Br&uuml;cke auch bei bester Pflege nur 53 Jahre halten konnte oder ob sie mit einer rechtzeitigen fr&uuml;heren Sanierung h&auml;tte weiterbetrieben werden k&ouml;nnen. Anscheinend gab es auch schon l&auml;nger den Plan eines Neubaus. Was aber unbegreiflich ist: dass die Br&uuml;cke *weder* rechtzeitig untersucht und gewartet *noch* rechtzeitig der Neubau in Angriff genommen worden ist. So sieht also &ldquo;Sparpolitik&rdquo; &agrave; la &ldquo;schw&auml;bische Hausfrau&rdquo; und &ldquo;Schwarze Null&rdquo; aus: man sorgt &uuml;berhaupt nicht vor, wahrscheinlich, weil es &ndash; gezielt, &ldquo;Sparpolitik&rdquo;! &ndash; zu wenig Personal gibt, und eine &rdquo; wichtige Achse&rdquo;, wie sie im Text genannt wird, wird komplett unbrauchbar. &ldquo;Die Vollsperrung bei L&uuml;denscheid hatte auf den Umleitungsstrecken f&uuml;r zum Teil chaotische Zust&auml;nde gesorgt. Anwohner klagten &uuml;ber die gro&szlig;e Belastung. Bundesweit wird der Verkehr seitdem bereits ab Frankfurt in Richtung K&ouml;ln und Kassel umgeleitet. Auf der A1 (K&ouml;ln-Bremen) greifen die Umleitungen ab dem Westhofener Kreuz bei Dortmund. Von S&uuml;den aus wird der Verkehr &uuml;ber die A4 in Richtung K&ouml;ln geleitet.&rdquo; &ndash; Aber zum Gl&uuml;ck hat der Staat nicht noch mehr Schulden gemacht, und zum Gl&uuml;ck liefen die enormen Steuergeschenke an Unternehmen (nach Sch&auml;tzungen mindestens 80 Milliarden Euro j&auml;hrlich) komplett unter dem Radar der &Ouml;ffentlichkeit durch. Anderenfalls h&auml;tten doch B&uuml;rger und Journalisten ein paar peinliche Fragen stellen k&ouml;nnen, oder nicht?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Staatsbank KfW nimmt Banken Risiken ab<\/strong><br>\nDie staatliche F&ouml;rderbank KfW stellt ihre Mittelstandsf&ouml;rderung neu auf und beh&auml;lt darin eine umstrittene Regelung aus der Corona-Nothilfe bei: n&auml;mlich die &Uuml;bernahme von Kreditrisiken der privaten Banken und Sparkassen. Wie &uuml;blich wird die Staatsbank ihre F&ouml;rderkredite auch k&uuml;nftig &uuml;ber die jeweiligen Hausbanken der Empf&auml;nger ausgeben. Neu ist nun, dass sie den durchleitenden Banken und Sparkassen f&uuml;r Unternehmen, die seit mindestens drei Jahren am Markt sind, die Option einer teilweisen &Uuml;bernahme des Kreditrisikos von 50 Prozent anbietet. Diese Haftungsfreistellung soll eine positive Kreditentscheidung erleichtern, hie&szlig; es am Freitag in einer gemeinsamen Mitteilung der KfW und des Bundeswirtschaftsministeriums.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/staatsbank-kfw-nimmt-banken-risiken-ab-17720616.html%20\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Der Staat &uuml;bernimmt also auch in Normalzeiten Risiken der Banken, die u. a. ihre Zinsen mit dem &uuml;bernommenen Risiko begr&uuml;nden und so Geld verdienen? Das muss wohl die vielger&uuml;hmte &ldquo;Freie Marktwirtschaft&rdquo; sein, in der sich der Staat aus der Wirtschaft &ldquo;heraushalten&rdquo; soll, weil er ja bekannterma&szlig;en der schlechtere Unternehmer ist.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Viele OECD-Staaten wollen erste Altersvorsorge-S&auml;ule st&auml;rken<\/strong><br>\nViele OECD-Staaten setzen bei der Reform ihrer Alterssicherungssysteme auf eine St&auml;rkung der sogenannten ersten S&auml;ule, also der staatlichen Rentenversicherung. Das geht laut einer Bewertung des Europab&uuml;ros der Deutschen Sozialversicherung (DSV) aus der k&uuml;rzlich vorgestellten Studie &bdquo;Renten auf einen Blick 2021&ldquo; (englisch: Pensions at a Glance) hervor. Zu den Staaten, die ihr gesetzliches Rentensystem in den vergangenen Jahren verbessert haben, geh&ouml;ren nach Darstellung der DSV-Vertretung in Br&uuml;ssel die EU-Staaten Polen, Slowenien und Ungarn, &bdquo;die die Rentenleistungen deutlich erh&ouml;ht&ldquo; h&auml;tten.<br>\nEine vorrangige Betonung der ersten S&auml;ule sei jedoch &bdquo;nicht gleichbedeutend mit einer Ausweitung&rdquo; des umlagefinanzierten Rentensystems, betont die DSV. So werde Griechenland die umlagefinanzierten Zusatzrenten durch ein &bdquo;kapitalgedecktes System mit Beitragsprimat&ldquo; ersetzen. Damit w&uuml;rden die bisher aus Rentenbeitr&auml;gen bezahlten Zusatzrenten durch in der H&ouml;he begrenzte Einzahlungen ersetzt, die am Kapitalmarkt angelegt werden. Daneben zeichne sich ein &bdquo;klarer Trend&ldquo; ab, die Renten von Besch&auml;ftigten mit einem niedrigen Einkommen w&auml;hrend des Erwerbslebens aufzustocken, so die Br&uuml;sseler Sozialexperten. &bdquo;Hierzu geh&ouml;ren auch die EU-L&auml;nder Deutschland und Lettland&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ihre-vorsorge.de\/nachrichten\/lesen\/viele-oecd-staaten-wollen-erste-altersvorsorge-saeule-staerken.html%20\">Ihre Vorsorge<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.N.:<\/strong> Deutschland geht entgegen den Aussagen des Artikels einen anderen Weg und will eine &ldquo;Aktienrente&rdquo; einf&uuml;hren, um das Rentensystem &ldquo;zukunftsf&auml;hig&rdquo; zu machen. Vor 20 Jahren erkl&auml;rte man uns noch, dass nur ein Kapitalstock mit festverzinslichen Wertpapieren die Rente retten k&ouml;nnten. Davon will heute keiner mehr etwas wissen. Nun sind Aktien der neue Heilsbringer &ndash; was wohl nach dem n&auml;chsten B&ouml;rsencrash kommt?<\/em><br>\nDie Grundrente ist und bleibt wei&szlig;e Salbe, weil sie aus Beitragsmitteln finanziert wird und weil viele arme Rentner mit lebensfremden Kriterien herausdefiniert werden &ndash; dank der harten Haltung der Union. Die Grundrente kostet jetzt nur noch ca. 2 Mrd. Euro j&auml;hrlich &ndash; so viel, wie 10 Euro Kindergelderh&ouml;hung. Es ginge auch anders: Seit 1957 gibt es in &Ouml;sterreich automatisch die steuerfinanzierte Ausgleichszulage f&uuml;r alle Rentner mit niedrigen Alterseinkommen &ndash; die werden auf bestimmte Betr&auml;ge oberhalb der Sozialhilfes&auml;tze aufgestockt. Verm&ouml;gen wird nicht gepr&uuml;ft. Diese Regelung wollte man in Deutschland wohl aus Kostengr&uuml;nden nicht umsetzen. Dabei w&auml;re das auch halbwegs gerecht m&ouml;glich, wenn denn endlich Selbst&auml;ndige zu einer Mindest-Altersvorsorge verpflichtet werden w&uuml;rden.\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Explosives Problem bei der Bundeswehr<\/strong><br>\nDie Bundeswehr hat nach &ldquo;Spiegel&rdquo;-Informationen ein Sicherheitsproblem mit eingelagerten Raketen. Aus der alten Munition vom Typ LAR 110 Millimeter trete explosives Nitroglycerin aus, es drohe die Selbstentz&uuml;ndung, schreibt das Nachrichtenmagazin. Demnach sollen mehr als 32.000 Raketen betroffen sein, die eigentlich ausgesondert werden sollten. (&hellip;)<br>\nEin zus&auml;tzliches Problem f&uuml;r die Entsorgung ist, dass der Transport der Raketen untersagt wurde. Zwar wird nach &ldquo;Spiegel&rdquo; Informationen eine Vernichtung gepr&uuml;ft, auf einem Sprengplatz der Bundeswehr k&ouml;nnten j&auml;hrlich allerdings maximal 70 Einzelvernichtungen durchgef&uuml;hrt werden. Auch die bundeseigene Kampfmittelentsorgungsfirma Geka in Munster k&ouml;nnte im Zeitraum von M&auml;rz bis September 2022 lediglich 21 der Raketen vernichten. Bei insgesamt 32.641 zu vernichtenden Raketen sei dies, wie es aus dem Verteidigungsministerium hei&szlig;t, kein substanzieller Beitrag.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/bundeswehr-munition-probleme-101.html%20\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Moritz M&uuml;ller:<\/strong> Anstatt alte gef&auml;hrliche Munition zu entsorgen, will die Ampelkoalition mehr Waffen. Wenn man die Zahlen &uuml;berschl&auml;gt, und grob rechnet, w&uuml;rde es ca. 250 Jahre dauern, bis diese Raketen entsorgt sind. So viel Zeit ist ungef&auml;hr seit der franz&ouml;sischen Revolution vergangen. Oder man f&uuml;hrt Krieg und &ldquo;entsorgt&rdquo; Waffen und Munition auf diese Art und Weise. Dieser Eindruck dr&auml;ngt sich eigentlich schon seit dem Golfkrieg von 1990 auf, als mit der Munition auch gleich noch abgereichertes Uran &ldquo;entsorgt&rdquo; wurde. Siehe hierzu auch: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Folgen-der-Uranentsorgung-durch-Waffen-3385093.html\">Folgen der Uranentsorgung durch Waffen<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Ampel treibt umstrittene R&uuml;stungsprojekte voran<\/strong><br>\nLambrechts Vorg&auml;ngerin im Ministeramt, Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), hatte die Weichen daf&uuml;r gestellt, dass als Nachfolger f&uuml;r die vor 40 Jahren eingef&uuml;hrte Tornado-Flotte F-18-Kampfflugzeuge gekauft werden sollen.<br>\nDas US-Modell soll f&uuml;r die sogenannte nukleare Teilhabe Deutschlands an US-Waffen beschafft werden. Eine Zertifizierung des europ&auml;ischen Modells Eurofighter daf&uuml;r schien mit mehr Aufwand verbunden oder gar auf absehbare Zeit unm&ouml;glich. (&hellip;)<br>\nDas nukleare Abschreckungskonzept der Nato sieht vor, dass Verb&uuml;ndete im Kriegsfall Zugriff auf Atomwaffen der USA haben, also die Bomben ins Ziel tragen k&ouml;nnen m&uuml;ssen.<br>\nNach der Unterredung von Scholz mit Lambrecht wurden mehrere Pr&uuml;fauftr&auml;ge erteilt. So soll nochmals gekl&auml;rt werden, ob ein Kauf des moderneren Flugzeugs F-35 eine Alternative sein k&ouml;nnte und ob der Eurofighter f&uuml;r eine zweite Aufgabe der Tornado-Flotte infrage kommt: den elektronischen Kampf. Festgehalten werden sollen zudem die n&ouml;tigen Schritte und Zeitabfolgen bei einer Bewaffnung der Drohnen. (&hellip;)<br>\nSPD, Gr&uuml;ne und FDP hatten im November in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, eine Bewaffnung von Drohnen zu erm&ouml;glichen. Diese k&ouml;nnten zum Schutz der Soldaten im Auslandseinsatz beitragen, hei&szlig;t es in dem Papier.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/deutschland\/militaer-verteidigung\/id_91444894\/us-kampfflugzeuge-und-drohnen-ampel-treibt-umstrittene-ruestungsprojekte-voran.html\">t-online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&ldquo;Moderne Linke&rdquo;: Katja Kipping nennt parteiinterne Gegner &ldquo;Russia Today&rdquo;<\/strong><br>\n&ldquo;Wagenknechts Lager, wo die gr&ouml;&szlig;ten Kritikerinnen und Kritiker der NATO versammelt seien,&rdquo; so der Spiegel, nenne Kipping &ldquo;nur &lsquo;Russia Today&rsquo;, weil viele von Wagenknechts Verb&uuml;ndeten enge Beziehungen zu dem russischen Propaganda-Fernsehsender RT unterhalten und regelm&auml;&szlig;ig Interviews geben.&rdquo; (&hellip;)<br>\nIn den Jahren, in denen sie Parteivorsitzende der Linken war, verwandelte sich die Partei endg&uuml;ltig in einen rot-gr&uuml;nen Wurmfortsatz, eine schlechte Kopie der beiden Originale. Christa Luft, ehemals Wirtschaftsministerin unter Hans Modrow, hat in ihrer Austrittserkl&auml;rung gerade die NATO-Freundlichkeit linker Politiker scharf kritisiert. Sie beklagt, die Linke w&uuml;rde sich gegen&uuml;ber Bef&uuml;rwortern von Angriffskriegen &ldquo;immer wieder untert&auml;nig&rdquo; auff&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/129636-moderne-linke-katja-kipping-nennt\/amp\/\">Dagmar Henn in RT DE<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Tobias Riegel:<\/strong> Diese Zitate best&auml;tigen einmal mehr die fragw&uuml;rdige politische Wirkungsweise von Katja Kipping. Kipping ist eine Symbolfigur f&uuml;r den Abstieg der LINKEN. Ihre Zeit als Parteivorsitzende war gepr&auml;gt von politischen Fehlentscheidungen, Grabenk&auml;mpfen und der Ausgrenzung Andersdenkender. Ihre Positionen (unter anderem) zu Russland und zur Corona-Politik sind inakzeptabel. Mit den in diesem Artikel beschriebenen Angriffen gegen Parteikollegen lenkt sie von diesem Versagen ab und wird von befreundeten Medien daf&uuml;r noch gefeiert. Kipping nun als Berliner Senatorin wieder aus der politischen Versenkung zu holen, ist eine Provokation f&uuml;r die B&uuml;rger, die der LINKEN trotz alledem noch die Treue halten. Und die LINKE sendet damit das Zeichen: &ldquo;Wir haben nicht verstanden.&rdquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Etikettenschwindel mit Marx<\/strong><br>\nDie Versuche, die friedenspolitischen Positionen der Partei Die Linke zu schleifen, rei&szlig;en nicht ab. Im Parteivorstand soll nach jW-Informationen demn&auml;chst eine Vorlage zum Thema &raquo;Friedliche Au&szlig;enpolitik und solidarischer Internationalismus&laquo; behandelt werden. Bezogen auf das 2011 beschlossene Erfurter Parteiprogramm wird darin beklagt: &raquo;Akteure jenseits &rsaquo;des Westens&lsaquo; tauchen nicht auf. Angesichts der Zuspitzung zahlreicher Konflikte in den letzten zehn Jahren ist diese Leerstelle heute noch problematischer.&laquo; In diese Kerbe schl&auml;gt auch Wulf Gallert, Mitglied des gesch&auml;ftsf&uuml;hrenden Parteivorstandes und stellvertretender Vorsitzender der Internationalen Kommission, in einem &raquo;Au&szlig;enpolitik &ndash; die Achillesferse der Linkspartei&laquo; betitelten Diskussionsbeitrag, der Mitte der Woche auf der Diskussionsplattform die-zukunft.eu und zeitgleich gek&uuml;rzt in ND. Der Tag ver&ouml;ffentlicht wurde. Die darin erhobene Forderung &raquo;Zur&uuml;ck zu Marx&laquo; erweist sich als Etikettenschwindel. Denn von Marx &uuml;bernimmt Gallert nicht dessen analytische Herangehensweise, die au&szlig;enpolitische Fragen nach Nutzen oder Schaden f&uuml;r die internationale Revolution beurteilte, sondern nur den kategorischen Imperativ, &raquo;alle Verh&auml;ltnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein ver&auml;chtliches Wesen ist&laquo;. Aus der daraus demagogisch abgeleiteten Forderung, die Menschenrechte ins Zentrum linker Au&szlig;enpolitik zu stellen, folgt f&uuml;r Gallert vor allem eine Politik der &Auml;quidistanz. Der Vorwurf, EU und NATO w&uuml;rden die Logik des Kalten Krieges und die Blockkonfrontation weiter betreiben, treffe &raquo;genauso auf die russische Seite&laquo; zu. Und Linke, die jede internationale Milit&auml;raktion der USA anprangerten, d&uuml;rften zu den chinesischen Aktivit&auml;ten im S&uuml;d- und Ostchinesischen Meer nicht schweigen. Auch w&uuml;nscht sich Gallert eine ebensolche Verurteilung der milit&auml;rischen Aktivit&auml;ten Russlands in Syrien wie derjenigen der USA und der T&uuml;rkei. Dass die syrische Regierung Moskau um Beistand gebeten habe, k&ouml;nne angesichts der &raquo;Terrorherrschaft&laquo; des &raquo;Assad-Regimes&laquo; keine Legitimation sein, wirft Gallert kurzerhand das V&ouml;lkerrecht &uuml;ber Bord.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/418004.auf-kriegskurs-etikettenschwindel-mit-marx.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Greenwashing-Konversion<\/strong><br>\nWie sich die Weltautokrise, das Elektroauto und ein FDP-Autominister zusammenf&uuml;gen<br>\nEs war ein Paukenschlag, als Ende November verk&uuml;ndet wurde, der neue Bundesverkehrsminister sei der FDP-Mann Volker Wissing. Wissing hatte sich in seiner gut 20j&auml;hrigen Karriere als Politiker &ndash; zuletzt als FDP-Generalsekret&auml;r &ndash; nie in gr&ouml;&szlig;erem Ma&szlig; mit Verkehr besch&auml;ftigt. Als Hobby nennt der Mann &bdquo;Weinbau &ndash; auch im familieneigenen Weingut&ldquo;. Fachlich hatte er &ndash; im Gegensatz zum neuen FDP-Bundesfinanzminister Christian Lindner &ndash; viel mit Finanzen zu tun und war 2009 bis 2013 Vorsitzender des Finanzausschusses des Bundestags.<br>\nDabei galt ein gr&uuml;ner Verkehrsminister als gesetzt &ndash; entweder Anton Hofreiter oder Cem &Ouml;zdemir. Beide verf&uuml;gen &uuml;ber viel Erfahrung im Bereich Verkehr. Damit stellen sich zwei Fragen: Ist da etwas falsch gelaufen? Lie&szlig;en sich die Gr&uuml;nen etwas &bdquo;wegverhandeln&ldquo;? Antwort auf Frage Eins: Nein &ndash; das sollte genau so laufen. Antwort auf Frage Zwei: Da gab es nichts zu verhandeln; die Auto-Alpha-M&auml;nner Scholz und Lindner hatten sich vorab geeinigt. Das liest sich im &bdquo;Spiegel&ldquo; wie folgt: &bdquo;Die FDP hatte im Ringen um das Verkehrsressort einen m&auml;chtigen Verb&uuml;ndeten: Die SPD hatte aus industriepolitischen Gr&uuml;nden kein Interesse, [&hellip;] den Gr&uuml;nen dieses Schl&uuml;sselressort zu &uuml;berlassen.&ldquo;<br>\nEntsprechend sehen die Passagen zur Mobilit&auml;t im Koalitionsvertrag aus: Vage wird von einer Priorit&auml;t Schiene gesprochen; pr&auml;zise hei&szlig;t es dann: &bdquo;Unser Ziel sind mindestens 15 Millionen vollelektrische Pkw bis 2030.&ldquo; Zu den Themen Zufu&szlig;gehen und Radfahren gibt es peinliche f&uuml;nf Zeilen mit Nichtssagendem. Unmissverst&auml;ndlich ist die Absage an jede Art Tempolimit.<br>\n&Auml;hnlich wie bei der rot-gr&uuml;nen Bundesregierung der Jahre 1998 bis 2005, als unter dem Autokanzler Gerhard Schr&ouml;der mit &bdquo;Biosprit&ldquo; ein Greenwashing des Autoverkehrs erfolgte, soll es unter einem Autokanzler Scholz ein Greenwashing mit Elektroautos geben. Der Verweis auf &bdquo;industriepolitische Gr&uuml;nde&ldquo; im &bdquo;Spiegel&ldquo;-Zitat l&auml;sst sich &uuml;bersetzen mit &bdquo;Einflussnahme der Autolobby&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lunapark21.net\/greenwashing-konversion\/\">Winfried Wolf in lunapark21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wie die EU mit Steuergeld Regierungskritiker denunzieren l&auml;sst<\/strong><br>\nEin Netzwerk von &bdquo;Wissenschaftlern&ldquo; namens Covinform betreibt mit Millionen von der EU Verunglimpfung aller, die mit der autorit&auml;ren Pandemiepolitik der Regierenden nicht zufrieden sind. Die theoretische Basis namens Intersektionalit&auml;tstheorie ist obskur, das Ergebnis beliebig. Wenn es nicht so schlimm w&auml;re, w&auml;ren die Bl&uuml;ten, die diese steuerfinanzierte Verleumdungsmaschinerie erzeugt, zum Lachen.<br>\nCovinform ist nicht zu verwechseln mit Cominform, Stalins Kommunistischem Informationsb&uuml;ro. Covinform steht vielmehr f&uuml;r &bdquo;COronavirus Vulnerabilities and INFOrmation dynamics Research and Modelling&ldquo; (Forschung und Modellierung von Coronavirus-Verletzlichkeiten und Informationsdynamik).<br>\nEs handelt sich um ein mit f&uuml;nf Millionen Euro von der EU finanziertes Pandemieprojekt, das von November 2020 bis Ende Oktober 2023 (!) l&auml;uft. Zu den Arbeitsschwerpunkten geh&ouml;rt es, in meinen Worten gesprochen, Kritiker der autorit&auml;ren Pandemiepolitik zu diskreditieren, gern auch mit der gr&ouml;&szlig;ten zur Verf&uuml;gung stehenden Keule, dem Antisemitismusvorwurf. Gef&ouml;rdert wird das Projekt scheinbar zweckwidriger Weise im Rahmen des Horizon 2020 Forschungs- und Innovationsprogramms, das eigentlich dazu dienen soll die globale Wettbewerbsf&auml;higkeit der EU durch Innovation zu sichern. (&hellip;)<br>\nZum Schutz der Minderheiten gegen von der Regierungslinie abweichende Botschaften ist es notwendig, abweichende Botschaften zu diskreditieren. Wie geht das besser als mit dem Antisemitismusvorwurf. In diesem Sinne hat Covinform j&uuml;ngst einen Aufsatz mit dem Titel &bdquo;Antisemitic narratives find ground in COVID-19 anti-vax conspiracy theories&ldquo; ver&ouml;ffentlicht (Antisemitische Narrative finden fruchtbaren N&auml;hrboden in Covd-19-Anti-Impf-Verschw&ouml;rungstheorien).<br>\nSolche Artikel gibt es viele. Covinform und &auml;hnliche EU-finanzierte Netzwerke und Institutionen geh&ouml;ren zu den wichtigsten Quellen solcher Narrative, die dann &uuml;ber die etablierten Medien weiterverbreitet werden.<br>\nEs ist nicht ganz offensichtlich, was Kritik an Impfdruck und Impfpflicht mit Judenfeindlichkeit zu tun hat. Schlie&szlig;lich sind die Regierungen, die das betreiben, ganz &uuml;berwiegend nichtj&uuml;disch. Auch stehen die im Zusammenhang mit Impfinitiativen immer wieder genannten Menschen wie Bill Gates und Klaus Schwab und die Angeh&ouml;rigen des Rockefeller-Clans dem Judentum fern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/medienversagen\/covinform\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Luca-CEO: &bdquo;Wir wollen Impf- und Personalausweis zusammenf&uuml;hren&ldquo;<\/strong><br>\nSeit gut einem Jahr gibt es Luca. Der Hass auf die App ist fast so gro&szlig; wie ihr Erfolg. Gr&uuml;nder Patrick Hennig zieht Bilanz und sagt, was er als N&auml;chstes plant. (&hellip;)<br>\nWas ist denn das Problem mit den Datensch&uuml;tzern?<br>\nWenn eine Datenschutzbeh&ouml;rde beispielsweise deutlich macht, dass sie jede Art von zentralem System der Datenspeicherung f&uuml;r gef&auml;hrlich h&auml;lt, dann wird es schwierig. Oft habe ich auch den Eindruck, dass diese Positionen politisch besetzt werden. Es geht um teils komplexe technische Vorg&auml;nge. Da ist Expertise zwingend. (&hellip;)<br>\nUnd dennoch wird die Pandemie nicht ewig dauern. Gibt es Pl&auml;ne f&uuml;r Luca f&uuml;r danach?<br>\nZuallererst sind wir gerade dabei, die Gesundheits&auml;mter weiter zu unterst&uuml;tzen, denn die ben&ouml;tigen, gerade wenn die Quarant&auml;ne verk&uuml;rzt werden soll, deutlich bessere Daten. Dann wollen wir den Prozess der Pr&uuml;fung von Nachweisen f&uuml;r Restaurants und Veranstalter vereinfachen. Es war und ist unser Ziel, gesellschaftliches und gemeinsames Leben in Zeiten der Pandemie wieder zu erm&ouml;glichen. Hier wollen wir allen Beteiligten bestm&ouml;glich helfen und zur Seite stehen, um dieses Ziel zu erreichen. Seit einiger Zeit muss man zus&auml;tzlich zum Impf- oder Genesenenausweis auch den Personalausweis oder Pass vorzeigen. Das wollen wir in Luca auch einfach zusammenf&uuml;hren. Dann muss man vielleicht bald nur noch sein Handy zeigen. Und ich gehe davon aus, dass es diese ganzen Anforderungen noch ein paar Jahre geben wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wochenende\/luca-ceo-wir-wollen-impf-und-personalausweis-zusammenfuehren-li.204737%20\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Offensichtlich sieht Herr Hennig kein Problem des Datenschutzes, wenn Gesundheitsdaten mit den Daten des Personalausweises zusammengef&uuml;hrt werden sollten. Seinem &bdquo;Eindruck&ldquo; nach w&uuml;rden lediglich &bdquo;Positionen politisch besetzt&ldquo;.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Mainzer Polizei nutzte Daten aus Luca-App ohne Rechtsgrundlage<\/strong><br>\nDie Mainzer Polizei hat bei Ermittlungen zu einem Sturz mit Todesfolge ohne rechtliche Grundlage auf Daten der Luca-App zugegriffen. Das haben SWR-Recherchen ergeben. (&hellip;)<br>\nDie Nutzung von Daten der Luca-App, die in vielen Gastst&auml;tten und Restaurants zur Corona-Kontaktverfolgung eingesetzt wird, ist unter anderem laut Infektionsschutzgesetz aus datenschutzrechtlichen Gr&uuml;nden f&uuml;r die Strafverfolgung unzul&auml;ssig. Auch die Landesregierung Rheinland-Pfalz wirbt auf ihrer Website ausdr&uuml;cklich damit, dass die anhand der Luca-App gewonnenen Daten nicht f&uuml;r die Strafverfolgung verwendet w&uuml;rden.<br>\nInzwischen hat die Staatsanwaltschaft Mainz dem SWR in einer schriftlichen Stellungnahme die Datenabfrage mit Hilfe der Luca-App best&auml;tigt. Insgesamt seien so 21 potentielle Zeugen ausfindig gemacht und angerufen worden. Dies sei mit der entsprechenden Polizeibeh&ouml;rde abgestimmt gewesen und aufgrund einer fehlerhaften Bewertung des Infektionsschutzgesetzes erfolgt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swraktuell\/rheinland-pfalz\/mainz\/polizei-ermittelt-ohne-rechtsgrundlage-mit-daten-aus-luca-app-100.html\">SWR<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-79578","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/79578","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=79578"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/79578\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":79581,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/79578\/revisions\/79581"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=79578"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=79578"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=79578"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}