{"id":79646,"date":"2022-01-12T08:32:39","date_gmt":"2022-01-12T07:32:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79646"},"modified":"2022-01-12T08:32:39","modified_gmt":"2022-01-12T07:32:39","slug":"hinweise-des-tages-4024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79646","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79646#h01\">Kalte Krieger:innen in Aktion<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79646#h02\">Deutschland als Bidens Atombomben-Taxi: Die Ampel muss eine heikle Entscheidung treffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79646#h03\">Weltweite Proteste zur Schlie&szlig;ung des US-Lagers Guant&aacute;namo<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79646#h04\">Kurs&auml;nderung in der Au&szlig;enpolitik: Au&szlig;enminister der Golfstaaten reisen nach China<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79646#h05\">Kasachstan: Ein B&uuml;ndnisfall?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79646#h06\">Dem&uuml;tigung am Werkstor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79646#h07\">Arbeitsbedingungen im Tourismus: Mangelware Respekt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79646#h08\">Wer von Corona profitiert, sollte auch zahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79646#h09\">Alle Wege f&uuml;hren nach Berlin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79646#h10\">Wohnungskrise zwischen Luxuswohnungen, Airbnb und verfallenen H&uuml;tten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79646#h11\">&Eacute;douard Louis: Warum gibt es Eigenverantwortung nur f&uuml;r die Armen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79646#h12\">Philosoph sieht Italien auf dem Weg in die Diktatur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79646#h13\">Rat f&uuml;r Toleranz und Vers&ouml;hnung: Ex-Kanzler Kurz wird Amt des Vorsitzenden mit Tony Blair teilen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79646#h14\">Alle schie&szlig;en auf Ringier &ndash; und &laquo;vergessen&raquo; dabei Wichtiges<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79646#h15\">Neue Verurteilungen und Gef&auml;ngnisstrafen f&uuml;r Aung San Suu Kyi<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79646#h16\">Politische Siege der Linken in ganz Lateinamerika sind ein Zeichen der Ablehnung der USA und k&ouml;nnten die Zusammenarbeit im S&uuml;den f&ouml;rdern:<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Kalte Krieger:innen in Aktion<\/strong><br>\nGeopolitik statt Klimapolitik: Die Gr&uuml;nen, Russland und Nord Stream 2<br>\nWorum geht es hier, k&ouml;nnten sich manche Wahlberechtigten fragen, die den Gr&uuml;nen ihre Stimme gegeben haben, weil sie Annalena Baerbock als &ldquo;Klimakanzlerin&rdquo; wollten, und vom Koalitionsvertrag der Ampel-Regierung schon einigerma&szlig;en entt&auml;uscht waren. Jetzt ist Baerbock Au&szlig;enministerin und droht Russland im Ukraine-Konflikt &ldquo;schwerwiegende Konsequenzen&rdquo; an.<br>\nEine dieser Konsequenzen w&auml;re wohl das Aus f&uuml;r die Erdgas-Pipeline Nord Stream 2. Wer sich f&uuml;r ambitionierten Klimaschutz einsetzt, muss das f&uuml;r sich genommen gar nicht schade finden &ndash; aber es ist ein Armutszeugnis deutscher Klimapolitik, wenn ein solches Projekt nicht an seiner schlechten Klimabilanz, sondern am schlechten Verh&auml;ltnis zu Russland scheitert.<br>\nVor allem, wenn &uuml;berhaupt nicht klar ist, ob der deutsche Energiemix dadurch mittelfristig klimafreundlicher wird &ndash; oder ob nur die Chancen f&uuml;r jede Entspannungspolitik sinken und die R&uuml;stungsausgaben steigen. Denn was den Kohleausstieg angeht, hat sich die Ampel-Regierung in ihrem Koalitionsvertrag nicht festgelegt &ndash; er soll nur &ldquo;idealerweise&rdquo; vorgezogen werden. Und aktuell scheint es f&uuml;r die Koalition&auml;re wichtigeres zu geben.<br>\nDie aktuelle Rhetorik &auml;hnelt der des Kalten Krieges. Russland zieht seine Truppen an der Grenze zur Ukraine zusammen und will verhindern, dass das Land zum Aufmarschgebiet der Nato wird &ndash; soviel ist klar.<br>\nWas dar&uuml;ber hinausgeht, sind zun&auml;chst Unterstellungen, die angesichts wiederholter Nato-Man&ouml;ver in der N&auml;he russischer Grenzen erst recht der anderen Seite gemacht werden k&ouml;nnten. Aber das ist nat&uuml;rlich im Zweifel nur &ldquo;Whataboutism&rdquo;; oder gleich Feindbeg&uuml;nstigung &ndash; wie jeder Hinweis auf zweierlei Ma&szlig;, wenn man es mit geopolitischen &Uuml;berzeugungst&auml;tern zu tun hat. [&hellip;]<br>\nWer heute glaubw&uuml;rdig die Welt vor den schlimmsten Folgen der Klimakatastrophe bewahren will oder gar Ma&szlig;nahmen zur Eind&auml;mmung des Coronavirus mit dem Schutz jedes einzelnen Menschenlebens begr&uuml;ndet, kann nicht gleichzeitig Geld und Ressourcen in eine nukleare Drohkulisse stecken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Kalte-Krieger-innen-in-Aktion-6323105.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>dazu: NATO-Erweiterung stoppen<\/strong><br>\n&bdquo;F&uuml;r eine dauerhafte europ&auml;ische Sicherheitsarchitektur bedarf es neuer verbindlicher Garantien. USA und NATO m&uuml;ssen die auf dem NATO-Gipfel von 2008 getroffene Entscheidung, die NATO nicht um Georgien und die Ukraine zu erweitern, verstetigen und verbindlich vertraglich fixieren. Die NATO-Raketenstationierung in Rum&auml;nien und Polen von US-Pr&auml;sident Bush, die sich nicht gegen den Iran, sondern gegen Russland richtet, ist abzubauen&ldquo;, erkl&auml;rt Sevim Dagdelen, Obfrau der Fraktion DIE LINKE im Ausw&auml;rtigen Ausschuss, mit Blick auf das heutige NATO-Treffen in Br&uuml;ssel und den russisch-amerikanischen Gipfel am 10. Januar in Genf. Dagdelen weiter: &bdquo;Die Bundesregierung muss endlich zu einer gemeinsamen Position gegen&uuml;ber Russland finden, die auf Entspannung und Verst&auml;ndigung setzt. Wer wie Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock st&auml;ndig damit droht, Nord Stream 2 zu kippen, entzieht einer wirklichen Entspannungspolitik gegen&uuml;ber Russland die materielle Grundlage. Die Bundesregierung ist gefordert, die amerikanisch-russischen Gespr&auml;che zu unterst&uuml;tzen und ihrerseits wie 2008 eine NATO-Erweiterung auszuschlie&szlig;en und zugleich gegen&uuml;ber der ukrainischen Regierung zu verdeutlichen, dass jede milit&auml;rische L&ouml;sung des Donbass-Konflikts ausgeschlossen werden muss, wie auch, dass alle milit&auml;rischen Drohungen im Hinblick auf die Krim zu unterbleiben haben. Auch die fortdauernde Diskriminierung russischsprachiger B&uuml;rger in der Ukraine und die Schlie&szlig;ung oppositioneller Fernsehsender tragen nicht zur L&ouml;sung von Konflikten bei und m&uuml;ssen deutlich angesprochen werden.<br>\nStatt st&auml;ndig neues &Ouml;l ins Feuer zu gie&szlig;en, ist die Bundesregierung aufgerufen, endlich selbst im Rahmen der OSZE und der Umsetzung der Minsker Abkommen auf diplomatische L&ouml;sungen des Donbass-Konflikts hinzuarbeiten. Autonomie-Regelungen in S&uuml;dtirol und den entmilitarisierten Aland-Inseln in Finnland zeigen, dass die Wahrung der Souver&auml;nit&auml;t eines Landes mit dem Selbstbestimmungsrecht der V&ouml;lker in Einklang zu bringen sind.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sevimdagdelen.de\/nato-erweiterung-stoppen\/%20\">Sevim Dagdelen<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Deutschland als Bidens Atombomben-Taxi: Die Ampel muss eine heikle Entscheidung treffen<\/strong><br>\nDie Nato-Verb&uuml;ndeten m&uuml;ssen im Kriegsfall Zugriff auf die Atomwaffen der USA haben, um diese mit ihren Jets ins Ziel tragen zu k&ouml;nnen. &bdquo;Nukleare Teilhabe&ldquo; nennt sich das. Die Bundeswehr mustert nun die alten Tornados aus und sucht nach neuen Atom-Bombern. Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht hat nun einen ersten Schritt gewagt &ndash; in ein politisches Minenfeld.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/nato-und-die-nukleare-teilhabe-deutschland-als-bidens-atombomben-taxi-die-ampel-muss-eine-heikle-entscheidung-treffen_id_36984505.html\">Focus Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Drohnenbewaffnung<\/strong><br>\nEin Antrag bei der Gr&uuml;nen Bundesdelegiertenkonferenz Ende Januar stellt sich gegen die Bewaffnung<br>\nObwohl sich der Koalitionsvertrag der Ampel-Regierung relativ klar f&uuml;r eine Bewaffnung von Drohnen ausgesprochen hat (siehe IMI-Standpunkt 2021\/061) und j&uuml;ngste Meldungen nahelegen, die neue SPD-Verteidigungsministerin Christine Lambrecht wolle damit nun m&ouml;glichst schnell ernst machen, ist die Sache noch lange nicht gegessen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2022\/01\/10\/drohnenbewaffnung\/\">IMI<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Weltweite Proteste zur Schlie&szlig;ung des US-Lagers Guant&aacute;namo<\/strong><br>\nDie internationale Menschenrechtsorganisation Amnesty International (ai) hatte f&uuml;r das Wochenende weltweit zu Protestaktionen gegen das US-Lager aufgerufen.<br>\nAm 11. Januar 2002 waren die ersten Gefangenen und Gekidnappten in jenes Camp gebracht worden, darunter auch mehrere Kinder und Jugendliche. Insgesamt waren dort zeitweise fast 800 Menschen unter unmenschlichen Bedingungen inhaftiert. Es war nach den Terroranschl&auml;gen vom 11. September 2001 unter dem republikanischen Pr&auml;sidenten George W. Bush eingerichtet worden, um mutma&szlig;liche islamistische Terroristen ohne Prozess festzuhalten. ai sowie zahlreiche andere Menschenrechtsorganisationen und UN-Resolutionen werfen den US-Administrationen vor, seither &ldquo;kontinuierlich und systematisch&rdquo; Menschenrechte in dem Lager verletzt zu haben. &ldquo;Guant&aacute;namo&rdquo; ist weltweit ein Synonym f&uuml;r Willk&uuml;r, Ungerechtigkeit und Folter.<br>\nUm einen rechtsstaatlichen Umgang mit den Gefangenen zu umgehen, nutzen die USA f&uuml;r dieses ber&uuml;chtigte Lager das von ihnen seit 1902 besetzte Hafengel&auml;nde der Bucht von Guant&aacute;namo. Seit 1959 verlangt Kuba die Schlie&szlig;ung der Milit&auml;rbasis und R&uuml;ckgabe des Gel&auml;ndes. Beides wird jedoch von den US-Regierungen ignoriert und kategorisch abgelehnt.<br>\nai und die Demonstranten forderten nun mit ihren weltweiten Protesten, dass die noch verbliebenen 39 Gefangenen in Guant&aacute;namo &ldquo;ein faires, rechtsstaatliches Verfahren vor zivilen Gerichten&rdquo; erhalten. Sollten keine Beweise f&uuml;r Taten vorgelegt werden k&ouml;nnen, m&uuml;ssten sie freigelassen werden.<br>\nIn Deutschland fanden die Proteste zum Beispiel in Berlin, Bremen, Chemnitz, Dresden, Halle und Leipzig statt. Angesichts der immensen Verletzungen von V&ouml;lkerrecht, Kriegsrecht, Menschenrecht in Guant&aacute;namo w&auml;re ein Engagement der neuen Bundesregierung f&uuml;r die Schlie&szlig;ung &ldquo;begr&uuml;&szlig;enswert&rdquo;, sagte Sumit Bhattacharyya, USA-Experte von ai in Deutschland. &ldquo;Die Bundesregierung k&ouml;nnte nat&uuml;rlich die US-amerikanische Regierung darauf hinweisen, dass das Lager unrechtm&auml;&szlig;ig ist.&rdquo; Vom dort sei ein verheerendes Signal ausgegangen, denn &ldquo;das Lager Guant&aacute;namo hat in die Welt das Signal geschickt, dass Staaten, die sich wie die USA selbst als Vork&auml;mpferinnen f&uuml;r Menschenrechte sehen, in bestimmten Situationen bereit sind, grundlegende Prinzipien wie das der Rechtsstaatlichkeit aufzugeben.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2022\/01\/256315\/proteste-schliessung-von-guantanamo\">amerika21<\/a>\n<p><strong>dazu: CIA-Folter: Guantanamos Langzeit-H&auml;ftling Abu Subaida erh&auml;lt 100.000 Euro Entsch&auml;digung<\/strong><br>\n(&hellip;) Das ber&uuml;chtigte US-Gefangenenlager Guant&aacute;namo Bay auf der Insel Kuba besteht schon seit 20 Jahren. Litauen entsch&auml;digte nun den derzeitigen Guantanamo-Gefangenen Abu Subaida mit 100.000 Euro daf&uuml;r, dass es dem US-Geheimdienst CIA zeitweilig erlaubte, diesen Gefangenen in einer geheimen Einrichtung der CIA au&szlig;erhalb der Hauptstadt Vilnius gefangen zu halten. Der Guardian berichtete am Montag &uuml;ber die Entsch&auml;digung. Abu Subaida, mit b&uuml;rgerlichem Namen Zain al-Abidin Muhammad Husain, soll von Februar 2005 bis M&auml;rz 2006 in dem Geheimgef&auml;ngnis in Litauen festgesetzt und auch gefoltert worden sein.<br>\nAbu Subaida gilt als einer der &ldquo;ewigen Gefangenen&rdquo; im US-Gefangenenlager nahe dem US-Marinest&uuml;tzpunkt in der Guant&aacute;namo Bay auf Kuba. Er war sechs Monate nach den Terroranschl&auml;gen vom 11. September 2001 in Pakistan festgenommen worden. Die damalige US-Regierung unter George W. Bush und die CIA hatten seine Inhaftierung und Folter damit begr&uuml;ndet, dass er eine f&uuml;hrende Figur der Terrorgruppierung al-Qaida gewesen w&auml;re.<br>\nSp&auml;ter stellte sich jedoch heraus, dass Abu Subaida kein Teil der Gruppe war, wobei er auch f&uuml;r seine vermeintliche Beteiligung an den Terroranschl&auml;gen auch nie angeklagt wurde. Er sitzt dennoch weiterhin seit inzwischen mehr als 20 Jahren in US-Haft ohne Anklage und Verurteilung. Auch soll er systematisch durch CIA gefoltert worden sein&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/international\/129767-cia-folter-litauen-zahlt-ewigem\/\">RT DE<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Kurs&auml;nderung in der Au&szlig;enpolitik: Au&szlig;enminister der Golfstaaten reisen nach China<\/strong><br>\nNachdem sich die USA schrittweise aus dem Nahen Osten zur&uuml;ckgezogen haben, schlagen die Golfstaaten einen neuen Kurs in ihrer Au&szlig;enpolitik ein. Die Au&szlig;enminister Saudi-Arabiens und anderer arabischer Staaten des Nahen Ostens sind diese Woche auf einer diplomatischen Tour in China.<br>\nNach dem chaotischen Abzug der US-Truppen aus Afghanistan mehren sich immer mehr Anzeichen, dass die USA offenbar kein verl&auml;sslicher Verb&uuml;ndeter in der Region f&uuml;r die Golfstaaten sind. Die Au&szlig;enminister Saudi-Arabiens und anderer arabischer Staaten des Nahen Ostens haben sich diese Woche nun auf den Weg gemacht, um nach China zu reisen. [&hellip;]<br>\nAls erster arabischer Au&szlig;enminister traf sich Faisal bin Farhan Al Saud am Montag mit dem chinesischen Au&szlig;enminister. Der saudische Au&szlig;enminister sagte, China sei Saudi-Arabiens wichtiger strategischer Entwicklungspartner und Saudi-Arabien unterst&uuml;tze nachdr&uuml;cklich das &ldquo;Ein-China-Prinzip&rdquo; sowie Chinas &ldquo;angemessene Position&rdquo; in Hongkong-, Xinjiang- und Menschenrechtsfragen. Saudi-Arabien sei bereit, seine &ldquo;Vision 2030&rdquo; mit Chinas Neuer Seidenstra&szlig;en-Initiative in Einklang zu bringen sowie die praktische Zusammenarbeit in den Bereichen &Ouml;l- und Gasressourcen zu vertiefen. Das berichtet die chinesische Zeitung Global Times am Dienstag.<br>\nDas K&ouml;nigreich soll laut einem CNN-Bericht mit chinesischer Hilfe auch an eigenen ballistischen Raketen bauen. Dem Bericht zufolge best&auml;tigen Satellitenbilder, dass die Raketen an mindestens einem Standort in der N&auml;he der Stadt Dawadmi hergestellt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/der-nahe-osten\/129745-kursaenderung-in-aussenpolitik-aussenminister-golfstaaten\/%20\">RT DE<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Es geht China um die Energieversorgung f&uuml;r seine aufsteigende Wirtschaft. In Myanmar herrscht B&uuml;rgerkrieg. Dort f&uuml;hren eine &Ouml;l- und eine Gaspipeline vom Golf von Bengalen nach China &uuml;ber burmesisches Gebiet. Guerillakommandos haben bereits damit gedroht, die Pipelines wegen Chinas Unterst&uuml;tzung der Milit&auml;rjunta zu sprengen. (Siehe: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71152\">B&uuml;rgerkrieg in Burma &ndash; Teil II: Der Widerstand organisiert sich<\/a>, sowie: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71839\">Russland und China in Myanmar<\/a>) <\/em><\/p>\n<p><em>Chinesische &Ouml;lfirmen sind auch in Kasachstan aktiv und auch von dort f&uuml;hrt eine Pipeline nach China zu dessen Versorgung mit &Ouml;l und Gas. Die Unruhen in Kasachstan haben China aufgeschreckt. Auf der anderen Seite haben die Golfstaaten erkannt, dass sich die weltpolitische Lage ver&auml;ndert und wollen sich zunehmend unabh&auml;ngig von den USA machen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Kasachstan: Ein B&uuml;ndnisfall?<\/strong><br>\nSeit 1991 lenkt in Aserbaidschan die Dynastie der Alijews ununterbrochen die Geschicke ihrer Republik mit eiserner Hand. W&auml;hrend der &Auml;ra dieser Langzeitherrscher entstanden zwei v&ouml;llig korrupte Staaten mit einer korrupten Elite, die Ressourcen und Geld in ihren H&auml;nden konzentriert und die Bed&uuml;rfnisse ihrer B&uuml;rger ignoriert.<br>\nBezeichnenderweise lie&szlig; die Regierung Kasachstans Anfang Januar relativ unbedarft den Preis von Fl&uuml;ssiggas erh&ouml;hen &ndash; mit den nun bekannten Folgen. Seit den ersten Tagen des Jahres sehen sich die Einwohner Aserbaidschans pl&ouml;tzlich mit h&ouml;heren Brotpreisen konfrontiert.<br>\n&laquo;Unser Volk ist geduldig&raquo;<br>\nEs war der Vater von Aserbaidschans heutigem Pr&auml;sidenten, der einen Satz zu wiederholen liebte, sobald er unpopul&auml;re Ma&szlig;nahmen ergriff: &laquo;Unser Volk ist geduldig; es nimmt alles reaktionslos hin&raquo;. Alles? Seit Anfang Januar macht sich Unmut auch auf den Stra&szlig;en Bakus breit. Kann das Schicksal Kasachstans also auch Aserbaidschan ereilen? Oder anders: K&ouml;nnte Kasachstan mittelfristig gar zu einem Fl&auml;chenbrand werden in einer Region, in der die Unterschiede im autokratischen Regierungsstil minim sind, ob in Kasachstan, in Kirgisien, in Turkmenistan und Usbekistan oder in Tadschikistan?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/kasachstan-ein-buendnisfall\/%20\">Infosperber<\/a>\n<p><strong>dazu: Der kasachische Pr&auml;sident will die Milliard&auml;re des Landes zur Kasse bitten<\/strong><br>\nDer kasachische Pr&auml;sident hat zur L&ouml;sung sozialer Probleme im Land angeordnet, einen staatlichen Fonds zu gr&uuml;nden, der von den gro&szlig;en Unternehmen und Milliard&auml;ren des Landes bef&uuml;llt werden soll.<br>\n(&hellip;) Der kasachische Pr&auml;sident Kassym-Jomart Tokajew ordnete in einer Rede im Parlament an, einen Fond zur L&ouml;sung der Probleme des Landes zu gr&uuml;nden, und forderte, dass gro&szlig;e Unternehmen und Milliard&auml;re den neuen Fonds regelm&auml;&szlig;ig bef&uuml;llen.<br>\nDer Fonds &bdquo;F&uuml;r das Volk von Kasachstan&ldquo; wird &bdquo;reale Probleme in den Bereichen Gesundheit, Bildung und soziale Unterst&uuml;tzung angehen, wie zum Beispiel die Unterst&uuml;tzung von Kindern mit seltenen Krankheiten&ldquo;, so Tokajew.<br>\nDer Pr&auml;sident erwartet &bdquo;substanzielle und regelm&auml;&szlig;ige Beitr&auml;ge von Unternehmen zu dem Fonds&ldquo;. Viele Unternehmen und Gesch&auml;ftsleute wurden w&auml;hrend des Wirtschaftsbooms unter dem ersten Pr&auml;sidenten Nursultan Nasarbajew reich, &bdquo;sogar im internationalen Vergleich&ldquo;. &bdquo;Ich glaube, es ist an der Zeit, den Menschen in Kasachstan Anerkennung zu zollen und ihnen systematisch und regelm&auml;&szlig;ig zu helfen&ldquo;, sagte Tokajew&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2022\/der-kasachische-praesident-will-die-milliardaere-des-landes-zur-kasse-bitten\/%20\">Anti-Spiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Na ja, mal schauen, inwieweit Appelle an das Kapital helfen, Geld f&uuml;r die Armen locker zu machen. Mehr als ein paar Sch&ouml;nheitskorrekturen und Almosen als Beruhigungspille f&uuml;r die &Auml;rmsten wird so kaum dabei herauskommen. Ich glaube nicht, dass sich an der Situation der Werkt&auml;tigen in Kasachstan viel &auml;ndern wird, wenn sie es nicht selber in die Hand nehmen. Tokajew ist jedenfalls nicht der Verb&uuml;ndete der kasachstanischen Arbeiterklasse.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Dem&uuml;tigung am Werkstor<\/strong><br>\nMV-Werften insolvent: Geh&auml;lter f&uuml;r Dezember noch nicht ausgezahlt, aber nach Schichtende werden Taschen der Arbeiter kontrolliert<br>\nNach der Pleite herrscht die Ungewissheit. Wie ein Sprecher des Schweriner Amtsgerichts am Dienstag best&auml;tigte, hat der Konzern MV-Werften am Montag Insolvenz f&uuml;r acht Einzelgesellschaften beantragt. Am Dienstag morgen standen sich die Konzernmutter Genting Hongkong und das Land Mecklenburg-Vorpommern (MV) vor dem Schweriner Landgericht gegen&uuml;ber. Das Land hatte einen Kredit &uuml;ber 78 Millionen Euro am Montag gek&uuml;ndigt, Genting besteht auf der bereits zugesicherten Zahlung. Der Eigner ist nach Ausbleiben von Unterst&uuml;tzung des Bundes in H&ouml;he von 600 Millionen Euro in Zahlungsschwierigkeiten. Die vom Bund geforderten Sicherheiten tr&auml;gt der Konzern nicht. Das Land will dem insolventen Werftenbetreiber offenbar keine weiteren Gelder zuleiten. W&auml;hrend der Handel mit Aktien des Konzerns an der Hongkonger B&ouml;rse ausgesetzt wurde, sollen Taschenkontrollen bei Besch&auml;ftigten am Werkstor &ndash; wie am Montag in Wismar &ndash; derweil anscheinend jede einzelne Schraube im Betrieb halten&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/418286.schiffbau-dem%C3%BCtigung-am-werkstor.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Arbeitsbedingungen im Tourismus: Mangelware Respekt<\/strong><br>\nGro&szlig;es Gejammer herrscht in der Gastronomie und der Hotellerie. Es fehlt an arbeitswilligen Fachkr&auml;ften, behauptet die WKO. Doch fragt man die Besch&auml;ftigten, tritt ein ganz anderer Mangel zutage: ein Mangel an Lohn, an tolerablen Arbeitszeiten &ndash; und an Respekt.<br>\nWer einmal in einer gro&szlig;en K&uuml;che gearbeitet hat, der kennt den dort herrschenden, milit&auml;risch anmutenden Kommandoton. Die allgegenw&auml;rtige Hektik macht eine klare und deutliche Ansprache n&ouml;tig, allein schon, um Missverst&auml;ndnissen vorzubeugen. [&hellip;]<br>\nIm Restaurant seines Chefs arbeitet Raoul &bdquo;wie ein Volltrottel, 70 bis 80 Stunden pro Woche, manchmal &uuml;ber 300 Stunden im Monat&ldquo;. Die Entlohnung steht dazu in keinem Verh&auml;ltnis &ndash; wenn sie denn kommt. Denn die Zahlungsmoral ist schlecht. &bdquo;Ich habe 1.000 Euro offen. Ich habe Weihnachtsgeld offen. Au&szlig;erdem habe ich 46 Urlaubstage offen. Manche Kolleg:innen haben 100 Urlaubstage offen&ldquo;, erz&auml;hlt Raoul. Legal kriegt er 1.600 Euro pro Monat. Der Rest des Lohnes wird &bdquo;unter dem Tisch&ldquo;, also schwarz, bezahlt. &bdquo;Insgesamt kriege ich meistens 2.600 Euro im Monat, manchmal sind es 3.000. Ich kann aber sagen, dass ein McDonald&rsquo;s-Mitarbeiter in &Ouml;sterreich mehr verdient als ein gelernter Koch.&ldquo;<br>\nSolche Arbeitsbedingungen k&ouml;nnen nicht nachhaltig sein. Sie sind es auch nicht. Das wei&szlig; Anna Daimler, Generalsekret&auml;rin der Gewerkschaft vida. Die vida ist im &ouml;sterreichischen Gewerkschaftsbund unter anderem auf Gastronomie und Hotelgewerbe spezialisiert. &bdquo;Die Branche hat einen extremen Personalverschlei&szlig;&ldquo;, sagt Daimler. &bdquo;Zwischen 210.000 und 250.000 Leute sind in der Branche besch&auml;ftigt. 500.000 Leute wechseln innerhalb eines Jahres durch.&ldquo; F&uuml;r diesen Durchlauferhitzer hat Anna Daimler ein eindringliches Sprachbild parat: &bdquo;Es ist wie ein K&uuml;bel mit Loch. Oben werden die Besch&auml;ftigten eingef&uuml;llt. Unten flie&szlig;en sie wieder heraus. Es gelingt der Branche nicht, die Leute zu halten.&ldquo; Die Branche habe schon vor zehn Jahren nach Fachkr&auml;ften geschrien. &bdquo;Gleichzeitig wurden aber die verf&uuml;gbaren Ausbildungspl&auml;tze um ein Viertel reduziert.&ldquo; Und apropos McDonald&rsquo;s: &bdquo;Mit ihnen haben wir einen eigenen Kollektivvertrag, der tats&auml;chlich besser ist als der Kollektivvertrag f&uuml;r die restliche Gastronomie.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.arbeit-wirtschaft.at\/arbeitsbedingungen-tourismus\/\">Arbeit &amp; Wirtschaft<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wer von Corona profitiert, sollte auch zahlen<\/strong><br>\nW&auml;hrend Aktienkurse und Immobilienpreise steigen, k&auml;mpfen vor allem &auml;rmere Menschen mit Inflation und Kurzarbeit. Es wird Zeit, dass die Politik Ma&szlig;nahmen gegen die Ungleichheit ergreift.<br>\nEs ist ein gef&auml;hrlicher Trend f&uuml;r eine Gesellschaft, die ohnehin eher auseinanderdriftet und in der die Spannungen immer gr&ouml;&szlig;er werden k&ouml;nnten: Corona hat die Unterschiede zwischen Reich und Arm auch in Deutschland anwachsen lassen. Diejenigen, die ohnehin haben, werden in der Pandemie reicher. F&uuml;r diejenigen, die k&auml;mpfen m&uuml;ssen, wird es noch schwieriger. Die Ungleichheit steigt also. Die Politik sollte dringend gegensteuern, aber es sieht derzeit nicht so aus, als ob die neue Ampel-Regierung die Kraft dazu hat. [&hellip;]<br>\nEs liegt nahe, dass in dieser Ausnahmesituation zur Finanzierung der Corona-Folgen vor allem die herangezogen werden sollten, die starke Schultern haben und die von der Pandemie eher profitieren. M&ouml;glich w&auml;re eine &ndash; auch vor&uuml;bergehende &ndash; Anhebung der Steuers&auml;tze f&uuml;r sehr hohe Einkommen, eine st&auml;rkere Besteuerung von Erbschaften oder das Wiederaufleben einer moderaten Verm&ouml;gensteuer, wie es auch die SPD im Wahlkampf gefordert hatte.<br>\nDass das alles nicht passiert, scheitert in der Ampel-Koalition am Widerstand der FDP und an Bundesfinanzminister Christian Lindner. Der lehnt jede Steuererh&ouml;hung kategorisch ab, auch aus Angst um die Konjunktur, und k&uuml;ndigt vielmehr Steuerentlastungen an.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/steuern-ungleichheit-reiche-armut-1.5501503%20\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Alle Wege f&uuml;hren nach Berlin<\/strong><br>\nDeutsche Unternehmen beherrschen die &Ouml;konomien Osteuropas. Die Region schafft es bisher kaum, die Wohlstandsl&uuml;cke zu Deutschland und den anderen Volkswirtschaften Westeuropas merklich zu verringern.<br>\nDeutsche Konzerne nehmen unter den 500 umsatzst&auml;rksten Unternehmen Osteuropas f&uuml;hrende Positionen ein. Insbesondere Autohersteller und Handelsketten befanden sich auf den ersten Positionen der Rangliste f&uuml;r das Jahr 2020, die der franz&ouml;sische Kreditversicherer Coface Ende 2021 ver&ouml;ffentlicht hat. Generell dominieren westliche Firmen mittels ihrer Direktinvestitionen die Wirtschaft der Region. Weil es den dortigen Staaten an international konkurrenzf&auml;higen Konzernen mangelt, verm&ouml;gen sie es kaum, den Abstand zu den westlichen EU-&Ouml;konomien wirksam zu verringern. Das Wiener Institut f&uuml;r Internationale Wirtschaftsvergleiche spricht von einer &bdquo;Wachstumfalle&ldquo;. und empfiehlt die Schaffung von &bdquo;headquarter economies&ldquo; mit hoher einheimischer Wertsch&ouml;pfung. Unterdessen bem&uuml;hen sich die Staaten Ost- und S&uuml;dosteuropas, &uuml;ber Verb&uuml;nde wie die Visegr&aacute;d-Gruppe oder die &bdquo;Drei-Meeres-Initiative&ldquo; ihre interne Integration voranzutreiben. Dabei spielt auch der Ausbau der Infrastruktur eine wichtige Rolle, die in Ost- und S&uuml;dosteuropa bislang haupts&auml;chlich auf die westlichen Zentren der EU ausgerichtet ist.<br>\n&Uuml;berlegene Stellung deutscher Konzerne<br>\nVolkswagen, Lidl und andere deutsche Konzerne dominieren die osteurop&auml;ische Wirtschaft. Die Rangliste der 500 umsatzst&auml;rksten Firmen der Region Zentral- und Osteuropa (CEE), die der franz&ouml;sische Kreditversicherer Coface unl&auml;ngst f&uuml;r das Jahr 2020 ver&ouml;ffentlicht hat, f&uuml;hrt unter den ersten Zehn mit VW, dem VW-Ableger &Scaron;koda, Audi und Lidl vier bundesdeutsche Unternehmen.[1] In den Top 50 konnten sich weitere Konzerne wie Mercedes, Bosch, Kaufland und Rewe platzieren. Ihre Wirtschaftskraft verschafft ihnen in den einzelnen L&auml;ndern erheblichen Einfluss. So ist &Scaron;koda der gr&ouml;&szlig;te Industriebetrieb Tschechiens, Bosch der gr&ouml;&szlig;te Arbeitgeber Ungarns und Volkswagen in der Slowakei der gr&ouml;&szlig;te Steuerzahler aus dem Unternehmenssektor&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8808\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wohnungskrise zwischen Luxuswohnungen, Airbnb und verfallenen H&uuml;tten<\/strong><br>\nWohnungsmarkt Lissabon gilt als europ&auml;ische Boomtown. Menschen und Kapital aus der ganzen Welt zieht es in die portugiesische Hauptstadt, die Mieten explodieren &ndash; mit katastrophalen Folgen f&uuml;r Mieter*innen und das soziale Stadtgef&uuml;ge<br>\n(&hellip;) Vom bescheidenen Mietshaus zum Renditeobjekt<br>\nIn ganz Lissabon schossen die Immobilienpreise in die H&ouml;he, der Tourismus boomte und viele Mieter*innen fanden sich in einer &auml;hnlichen Lage. Lopes und ihre Nachbarn erfuhren, nachdem sie die R&auml;umungsbescheide erhalten hatten, dass Santos Lima f&uuml;r 2,7 Millionen Euro verkauft worden war, obwohl dort 17 Familien zur Miete wohnten. Nur wenige Monate sp&auml;ter war das Geb&auml;ude f&uuml;r 7,2 Millionen Euro auf dem Markt und wurde als potenziell geeignet f&uuml;r die Umwandlung in private Eigentumswohnungen oder ein Hotel angepriesen: perfekt f&uuml;r einen sich schnell gentrifizierenden Bezirk der Hauptstadt am Flussufer. Und leerstehend.<br>\n(&hellip;) Portugals Immobilienmarkt wird von Analysten als einer der &bdquo;dynamischsten&rdquo; in Europa bezeichnet. Ausl&auml;ndische Investitionen werden f&uuml;r den wirtschaftlichen Aufschwung Portugals verantwortlich gemacht, aber der &bdquo;Kollateralschaden&rdquo;, der dem sozialen Gef&uuml;ge von Lissabon, Porto und anderen St&auml;dten zugef&uuml;gt wurde, ist tiefgreifend, sagt der Geograf und Wohnungsbauaktivist Lu&iacute;s Mendes.<br>\nUnbezahlbare Mieten und Zwangsr&auml;umungen treffen nicht nur Menschen, die nur ein geringes Einkommen oder eine Rente beziehen, sondern auch einfache Arbeitnehmer*innen und ihre Familien. Ihre Notlage l&auml;sst sich auf die europ&auml;ische Schuldenkrise von 2008 zur&uuml;ckf&uuml;hren. Um ausl&auml;ndische Investoren anzulocken, musste Portugal als Bedingung f&uuml;r seine internationale Rettungsaktion deregulieren. Ein &bdquo;goldenes Visum&rdquo;-Programm wurde eingef&uuml;hrt, das Aufenthaltsgenehmigungen f&uuml;r den Erwerb von Immobilien im Wert von 500.000 Euro oder mehr vorsah. Die Investoren waren nicht verpflichtet, nach Portugal zu ziehen, sondern mussten lediglich zwei Wochen pro Jahr im Land verbringen. Au&szlig;erdem wurde ein separates Programm f&uuml;r den &bdquo;nicht gew&ouml;hnlichen Aufenthalt&rdquo; eingef&uuml;hrt, das ausl&auml;ndischen B&uuml;rgern, die die H&auml;lfte des Jahres in Portugal verbrachten, eine 10-j&auml;hrige Steuerbefreiung f&uuml;r anderswo verdientes Einkommen gew&auml;hrte&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/the-guardian\/wohnungskrise-zwischen-luxuswohnungen-airbnb-und-verfallenen-huetten\">Der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&Eacute;douard Louis: Warum gibt es Eigenverantwortung nur f&uuml;r die Armen?<\/strong><br>\n&Eacute;douard Louis ist bekannt f&uuml;r seine Romane, in denen er die t&auml;glichen Erniedrigungen des Arbeiterlebens schildert. Im Interview spricht er dar&uuml;ber, wie sich die M&auml;chtigen stets vor ihrer Verantwortung dr&uuml;cken und alle Schuld auf die Unterschicht abw&auml;lzen. [&hellip;]<br>\nIn diesem Interview, das zuerst bei Solidaire erschien, sprach &Eacute;douard Louis mit Jonathan Lef&egrave;vre dar&uuml;ber, was der linke Diskurs leisten muss, damit sich arbeitende Menschen in ihm wiederfinden k&ouml;nnen, und wie die Herrschenden verhindern, dass die Beherrschten geh&ouml;rt werden. [&hellip;]<br>\nPrivilegien sch&uuml;tzen vor Politik. Abschl&uuml;sse sch&uuml;tzen vor Politik. Geld sch&uuml;tzt vor Politik. Wenn ich heute Geld habe und nicht zufrieden damit bin, was eine franz&ouml;sische Regierung tut, dann kann ich einfach woanders leben. F&uuml;r meinen Vater und meine Mutter gilt das nicht. Im Grunde ist es so: Je mehr man zu den Herrschenden geh&ouml;rt, desto besser ist man vor der Politik gesch&uuml;tzt.<br>\nAber die herrschenden Klassen arbeiten auch ganz aktiv gegen die Beherrschten. Es hei&szlig;t, niemand w&uuml;rde &uuml;ber die Arbeiterklasse sprechen. Aber das stimmt so nicht. In Wirklichkeit ist man in den herrschenden Klassen wie besessen vom Diskurs &uuml;ber die Arbeiterklasse. Aber man spricht nur &uuml;ber sie, um sie zu beleidigen. Das haben wir in der letzten Zeit bei Macron beobachten k&ouml;nnen. St&auml;ndig geht es um &raquo;die Abgeh&auml;ngten&laquo;, um &raquo;die Faulenzer&laquo;, um &raquo;jene, die die Reformen blockieren&laquo;, um &raquo;solche, die nicht arbeiten wollen&laquo; und so weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/edouard-louis-interview-eigenverantwortung-nur-fur-arme-das-ende-von-eddy-arbeiterklasse-gelbwesten-literatur-frankreich-klasse\/\">Jacobin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Philosoph sieht Italien auf dem Weg in die Diktatur<\/strong><br>\nIm vergangenen Herbst wurde sogar einem prominenten Impfgegner die Ehre zuteil, vor der zweiten Parlamentskammer zu sprechen. Der 79-j&auml;hrige weltbekannte Philosoph Giorgio Agamben verbreitete sich vor dem Senat &uuml;ber das Ende der Freiheit durch die aus seiner Sicht &uuml;bertriebenen Corona-Ma&szlig;nahmen und die Gefahren des Impfens.<br>\nPraktisch seit Beginn der Pandemie f&uuml;hrt Agamben seinen Kampf gegen die Corona-Bek&auml;mpfung, zuerst mit einem Artikel in der linken Tageszeitung &ldquo;il manifesto&rdquo;, in der er sich &uuml;ber die blo&szlig; &ldquo;vermutete Epidemie&rdquo; auslie&szlig; und von &bdquo;hektischen, irrationalen und v&ouml;llig grundlosen Notfallma&szlig;nahmen&ldquo; schrieb.<br>\nDass er im Oktober sogar das Parlament als B&uuml;hne bekam, ging dann auch seinen Kolleginnen und Kollegen zu weit. In einem Aufruf &ldquo;Es gibt nicht nur Agamben&rdquo; rechneten mehr als 100 Philosophinnen und Philosophen aus Italien mit dem Ber&uuml;hmtesten von ihnen ab: Man sei &ldquo;verbl&uuml;fft&rdquo;, dass der Beitrag der Philosophie zur &ouml;ffentlichen Debatte &uuml;ber Covid-Impfungen und die Pflichtimpfung &ldquo;sich auf Denker wie Giorgio Agamben beschr&auml;nkt&rdquo;, die nichts anderes repr&auml;sentierten als sich selbst.<br>\nMan distanziere sich von Aussagen wie der, dass die Impfstoffe unerprobt eingesetzt worden seien und auch von Agambens Vergleich der Corona-Ma&szlig;nahmen mit Diktaturen wie der Sowjetunion: &ldquo;Wir stecken in einem Gesundheitsnotstand, der nichts mit anderen Ausnahmezust&auml;nden zu tun hat (wie zum Beispiel dem Anti-Terror-Kampf)&rdquo;, hei&szlig;t es in dem Brief der Philosoph:innen. Die Lage verlange Ma&szlig;nahmen, die es von jeher gegeben habe, &ldquo;man denke nur an die Massenimpfungen w&auml;hrend der Cholera &ndash; 1973! &ndash; in Neapel&rdquo;.<br>\nDie Proteste gegen seine Thesen haben Agamben nicht gebremst; vor ein paar Wochen hat er nachgelegt. Mit weiteren M&auml;nnern aus dem akademischen Milieu, dem Turiner Jura-Professor Ugo Mattei, Massimo Cacciari, Ex-B&uuml;rgermeister von Venedig und Philosophie-Professor wie Agamben, und dem fr&uuml;heren Chef des &ouml;ffentlichen Fernsehsenders Rai 2 Carlo Freccero, gr&uuml;ndete Agamben die &ldquo;Kommission Zweifel und Vorbeugung&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/giorgio-agamben-tritt-gegen-corona-massnahmen-auf-philosoph-sieht-italien-auf-dem-weg-in-die-diktatur\/27962730.html%20\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Allein das ist schon interessant. 20 Prozent der Bev&ouml;lkerung sind eine &ldquo;kleinere Minderheit&rdquo;. Was aber bemerkenswert ist, ist die Feigheit und der Opportunismus der sogenannten Intellektuellen, die sich gar nicht tief genug vor einem autorit&auml;ren und repressiven Staat verbeugen k&ouml;nnen. Allerdings gibt es Deutschland nicht einmal einen bedeuteten Intellektuellen, der sich gegen den neuen, sich immer st&auml;rker abzeichnenden Totalitarismus stellt. Und auch hier f&auml;llt wieder auf, wie inzwischen Meinung und Meldung in den Mainstreammedien skrupellos vermischt werden, wenn abwertend von einer &ldquo;kruden Gr&uuml;ndungsveranstaltung&rdquo; die Rede ist.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Rat f&uuml;r Toleranz und Vers&ouml;hnung: Ex-Kanzler Kurz wird Amt des Vorsitzenden mit Tony Blair teilen<\/strong><br>\nNach seinem R&uuml;ckzug aus der Politik hat der &ouml;sterreichische Ex-Kanzler Sebastian Kurz nun einen Karrierewechsel vollzogen. Medienberichten zufolge wird Kurz ab Februar bei der Investmentfirma Thiel Capital arbeiten. Seit kurzem ist er auch Co-Vorsitzender des Europ&auml;ischen Rates f&uuml;r Toleranz und Vers&ouml;hnung (ECTR).<br>\nSebastian Kurz nahm eine Stelle als &bdquo;Global Strategist&ldquo; bei der Investmentfirma Thiel Capital in San Francisco an. Er wird nach Angaben der &bdquo;Kronen Zeitung&ldquo; im ersten Quartal des kommenden Jahres in die USA verreisen. N&auml;here Details &uuml;ber seine k&uuml;nftigen Aufgaben hat Kurz jedoch nicht verraten.<br>\nFerner wird Kurz sich demn&auml;chst ehrenamtlich im Kampf gegen Antisemitismus und Rassismus in Europa einsetzen. Am Sonntag wurde bekannt, dass Kurz zum Co-Vorsitzenden des ECTR ernannt wurde. Das Amt teilt er sich mit dem britischen Ex-Premier Tony Blair&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/snanews.de\/20220109\/rat-fuer-toleranz-und-versoehnung-kurz-4943559.html\">sna<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.J.:<\/strong> Immer interessant, wo Leute, die sich in Europa auf keinem Trottoir mehr blicken lassen k&ouml;nnen, ihre n&auml;chsten Karriereschritte planen &ndash; ob Fischer, Guttenberg, Amthor oder jetzt &hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Alle schie&szlig;en auf Ringier &ndash; und &laquo;vergessen&raquo; dabei Wichtiges<\/strong><br>\nDass Marc Walder als oberster Chef eines Medienkonzerns seinen Dutzenden von Redaktionen &ndash; Redaktionen vor allem von Boulevard-Zeitungen &ndash; nahegelegt hat, die Regierungen in dieser &auml;usserst schwierigen Corona-Zeit tendenziell zu unterst&uuml;tzen, ist in Worten ausgesprochen, was eigentlich systembedingt eh klar ist. Wer wusste damals, im Fr&uuml;hling 2021, welches der richtige Weg ist, um den Schaden der Covid-Pandemie zu begrenzen? In einer Zeit, in der auch die ber&uuml;hmtesten Virologen und Epidemiologen ganz unterschiedliche Erkenntnisse zu haben glaubten und alles andere als eine einheitliche Vorstellung abgaben: W&auml;re es da sinnvoll gewesen, in boulevardeskem Stil zu Kritik an den Regierungen aufzurufen, um die Unsicherheit in der Bev&ouml;lkerung und die Angst noch zu verst&auml;rken?<br>\nSeien wir mal ehrlich: Wer hatte in allen &ouml;ffentlich gemachten &Auml;usserungen und Entscheidungen immer recht? Wer durfte behaupten, den richtigen Weg zu kennen, Monate vor dem Auftreten der Covid-Variante Delta und noch mehr Monate vor dem Auftreten der Variante Omikron, die m&ouml;glicherweise nun sogar zum Ende der Pandemie f&uuml;hrt, weil sie, &auml;hnlich wie eine Impfung, zu mehr Immunit&auml;t f&uuml;hrt? Und in jenem Augenblick, als Marc Walder das sagte, was jetzt aus allen Rohren kritisiert wird, war er halt wieder einmal mehr Journalist als Manager: ein bisschen vorschnell, ein bisschen gar &laquo;kollegial&raquo; im Plaudern, unvorsichtig, seiner Management-Position eher unangemessen. Das kann ich ihm, als ehemaliger Journalist und sp&auml;terer Manager in oft recht einsamer H&ouml;he, recht gut nachf&uuml;hlen.<br>\nUnd darum geht es in Wirklichkeit<br>\nWas aber kaum bemerkt und schon gar nicht &ouml;ffentlich gefragt wird: Warum hat Philipp Gut, der ehemalige Redaktor der &laquo;Weltwoche&raquo; und heutige PR-Berater die Kampagne gegen Marc Walder und das Haus Ringier nicht damals im Februar 2021 gestartet, als Walder seine unvorsichtige Bemerkung tats&auml;chlich machte? Und warum gerade jetzt, nur wenige Wochen vor der Abstimmung zum &laquo;Medien-Unterst&uuml;tzungspaket&raquo;?<br>\nMachen wir uns doch nichts vor: Es geht vor allem darum, am 13. Februar das staatliche Medien-Unterst&uuml;tzungspaket an der Urne scheitern zu lassen. Philipp Gut und seine prominenten Kumpanen bef&uuml;rchten mehr staatlichen Einfluss auf die Medien, wenn die Medien vom Staat wirtschaftlich unterst&uuml;tzt werden. Und staatlicher Einfluss ist f&uuml;r die SVP und generell f&uuml;r die politische Rechte, insbesondere aber auch f&uuml;r die Reichen und Superreichen, eben &laquo;Einfluss von links&raquo;, der unter allen Umst&auml;nden verhindert werden muss&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/medien\/trends\/alle-schiessen-auf-ringier-und-vergessen-dabei-wichtiges\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Neue Verurteilungen und Gef&auml;ngnisstrafen f&uuml;r Aung San Suu Kyi<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung) Die gest&uuml;rzte Regierungschefin wurde wegen illegalen Besitzes von Walkie-Talkies und Versto&szlig;es gegen die COVID-19-Beschr&auml;nkungen zu vier weiteren Jahren Gef&auml;ngnis verurteilt, w&auml;hrend sie auf ein Urteil wegen Korruption und Versto&szlig;es gegen das Gesetz &uuml;ber Amtsgeheimnisse wartet.<br>\nEin von der Junta kontrolliertes Gericht in Nay Pyi Taw verurteilte Daw Aung San Suu Kyi am 10. Januar in drei Anklagepunkten zu vier Jahren Gef&auml;ngnis im letzten einer Reihe von F&auml;llen gegen die gest&uuml;rzte zivile F&uuml;hrerin.<br>\nSie befindet sich seit dem 1. Februar in Haft, als ihre Regierung durch einen Staatsstreich am fr&uuml;hen Morgen abgesetzt wurde und Myanmars kurzlebiges Experiment mit der Demokratie beendete&hellip;<br>\nDie Anklagen wegen der Walkie-Talkies gehen auf eine Razzia in ihrem Haus am Tag des Putsches zur&uuml;ck, bei der angeblich das geschmuggelte Ger&auml;t entdeckt wurde.<br>\nDas Urteil vom Montag kommt zu den Strafen hinzu, die das Gericht im Dezember verh&auml;ngte, als sie wegen Aufwiegelung gem&auml;&szlig; Abschnitt 505(b) des Strafgesetzbuches und gem&auml;&szlig; dem Gesetz &uuml;ber die Bew&auml;ltigung von Naturkatastrophen wegen Versto&szlig;es gegen die COVID-19-Vorschriften w&auml;hrend des Wahlkampfes zu vier Jahren Haft verurteilt wurde&hellip;<br>\nDas Urteil vom Dezember wurde international verurteilt&hellip;<br>\nHeute befindet sie sich an einem geheimen Ort in der Hauptstadt, und ihre Verbindung zur Au&szlig;enwelt beschr&auml;nkt sich auf kurze Treffen mit ihren Anw&auml;lten vor dem Prozess.<br>\nNeben den am Montag verhandelten F&auml;llen ist sie auch wegen mehrfacher Korruption &ndash; die jeweils mit 15 Jahren Gef&auml;ngnis bestraft werden kann &ndash; und wegen Versto&szlig;es gegen das Gesetz &uuml;ber Amtsgeheimnisse angeklagt&hellip;<br>\nSeit dem Staatsstreich wurden viele ihrer politischen Verb&uuml;ndeten verhaftet, darunter die Ministerpr&auml;sidentin des Bundesstaates Kayin, Daw Nang Khin Htwe Myint, die zu 75 Jahren Haft verurteilt wurde. Andere sind untergetaucht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.frontiermyanmar.net\/en\/aung-san-suu-kyi-hit-with-new-convictions-jail-time\/\">Frontier Myanmar<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Politische Siege der Linken in ganz Lateinamerika sind ein Zeichen der Ablehnung der USA und k&ouml;nnten die Zusammenarbeit im S&uuml;den f&ouml;rdern: <\/strong><br>\n(&hellip;)  Eigene &Uuml;bersetzung: Die Wahl des chilenischen Linksau&szlig;en Gabriel Boric zum neuen Pr&auml;sidenten des Landes im Oktober 2021 wurde weithin als Zeichen f&uuml;r einen breiteren, schnell voranschreitenden politischen Linksruck in ganz Lateinamerika angesehen, nachdem die Linke bereits in Mexiko, Argentinien, Bolivien, Peru und Honduras an die Macht gekommen ist.<br>\nDa der ehemalige brasilianische Staatschef Luiz Inacio Lula da Silva bei den diesj&auml;hrigen Wahlen in Brasilien voraussichtlich ein Comeback feiern wird, d&uuml;rfte Lateinamerika eine neue Welle der &ldquo;Rosa Welle&rdquo; erleben, so Beobachter&hellip;<br>\nSeit 2021 haben linke Politiker die Wahlen in Peru, Honduras und Chile gewonnen. Zuvor hatten linke Politiker in der gesamten Region politische &Auml;mter errungen, darunter in Argentinien, Bolivien und Mexiko.<br>\nDie erwartete R&uuml;ckkehr der Linken in Brasilien, dem gr&ouml;&szlig;ten Land der Region, wird dazu beitragen, die Welle auf ihren H&ouml;hepunkt zu treiben.<br>\nIn Honduras erlitt die regierende rechte Regierung bei den j&uuml;ngsten Wahlen zum ersten Mal seit langem eine Niederlage und wurde Zeuge des Aufstiegs der ersten weiblichen Pr&auml;sidentin in der Geschichte des Landes &ndash; Xiomara Castro&hellip;<br>\nZu Beginn dieses Jahrhunderts befand sich die linke Bewegung in Lateinamerika auf ihrem H&ouml;hepunkt. Doch der ehemalige venezolanische Pr&auml;sident Hugo Chavez, der ehemalige argentinische Pr&auml;sident Nestor Kirchner und andere linke F&uuml;hrungspers&ouml;nlichkeiten sind entweder verstorben oder haben die politische B&uuml;hne verlassen, so dass in den Jahren 2014 und 2015 in vielen lateinamerikanischen L&auml;ndern rechte Parteien die Macht &uuml;bernommen haben. Zu diesem Zeitpunkt wurde allgemein erwartet, dass dieser rechte Zyklus mindestens ein Jahrzehnt lang anhalten w&uuml;rde&hellip;<br>\nDie Wahl des linken mexikanischen Kandidaten Lopez Obrador zum Pr&auml;sidenten im Juli 2018 war ein Meilenstein &ndash; das erste Mal seit 40 Jahren, dass eine linke Partei im traditionell US-freundlichen Mexiko an die Macht kam&hellip;<br>\nEine neue Generation<br>\nEs ist erw&auml;hnenswert, dass dieses Wiederaufleben der lateinamerikanischen Linken keine einfache &ldquo;R&uuml;ckkehr&rdquo; der &ldquo;Rosa Flut&rdquo; ist und dass sich die neuen Linken von ihren Vorg&auml;ngern in den fr&uuml;hen 2000er Jahren, wie Hugo Chavez, unterscheiden.<br>\nDiese Generation von Vertretern der Linken versteht es, &uuml;ber soziale Medienplattformen wie Twitter mehr Einfluss bei jungen Menschen zu gewinnen. Die neue Linke macht sich Trends wie Umweltschutz, Feminismus und positive Ma&szlig;nahmen f&uuml;r Minderheitengruppen zu eigen und gewinnt dadurch mehr Unterst&uuml;tzung von jungen W&auml;hlern&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.globaltimes.cn\/page\/202201\/1245084.shtml%20\">Global Times<\/a>\n<p><strong>dazu: Das nicaraguanische Volk verteidigt seine Bestimmung<\/strong><br>\nNicaragua ist erfreut, dass der Sandinismus als einzige Chance zur Verteidigung seiner nationalen Souver&auml;nit&auml;t an der Macht bleibt<br>\nDas nicaraguanische Volk feiert heute den erneuten Amtsantritt des Comandante Daniel Ortega Saavedra, der bei den Wahlen am 7. November 75,87 % der Stimmen erhalten hatte. So k&ouml;nnen die in den letzten 14 Jahren von der Nationalen Sandinistischen Befreiungsfront (FSLN) gef&ouml;rderten und geschaffenen sozialen Projekte fortgef&uuml;hrt und eine Regierung der Vers&ouml;hnung, des Friedens und der Einheit gebildet werden.<br>\nDie von der Regierung durchgef&uuml;hrten Ma&szlig;nahmen f&uuml;hrten zu bemerkenswerten wirtschaftlichen und sozialen Fortschritten bei der Entwicklung der Infrastruktur und der Senkung der Armuts- und Arbeitslosenquote sowie der Kinder- und M&uuml;ttersterblichkeit.<br>\nF&uuml;r Lateinamerika stellt Nicaragua ein Land der Hoffnung dar, dessen Erfolge sich in der laufenden Impfkampagne gegen COVID-19 wie auch bei der Wiederherstellung der verfassungsm&auml;&szlig;igen Rechte auf allgemeine und kostenlose Gesundheit und Bildung sowie der F&ouml;rderung des gr&ouml;&szlig;ten Krankenhausnetzes in Mittelamerika mit dem Bau, der Erweiterung und der Renovierung von 70 Krankenh&auml;usern, 1.259 Arztstellen, 192 Gesundheitszentren und 178 Entbindungsheimen zeigen.<br>\nDie letzten Wahlen haben gezeigt, dass die Bev&ouml;lkerung einen revolution&auml;ren Prozess unterst&uuml;tzt, der weit von neoliberalen Modellen entfernt ist, weshalb er angesichts der imperialen Feindseligkeit einen schweren Stand hat&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/linkezeitung.de\/2022\/01\/11\/das-nicaraguanische-volk-verteidigt-seine-bestimmung\/\">Linke Zeitung<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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