{"id":79729,"date":"2022-01-14T09:00:00","date_gmt":"2022-01-14T08:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79729"},"modified":"2022-01-14T10:29:17","modified_gmt":"2022-01-14T09:29:17","slug":"es-begann-mit-dem-zerfall-der-sowjetunion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79729","title":{"rendered":"Es begann mit dem Zerfall der Sowjetunion"},"content":{"rendered":"<p>Das &bdquo;autorit&auml;re Regime&ldquo; in Kasachstan war dem Westen so lange genehm, wie es handzahm war. Gerade aus linksliberaler Sicht erschienen die sozialen Proteste dort legitim. Als diese zu bewaffneten K&auml;mpfen eskalierten, rief Pr&auml;sident Tokajew das Milit&auml;rb&uuml;ndnis OVKS zu Hilfe. Daf&uuml;r steht er nun vielfach in der Kritik. Dabei hat gerade der Westen im Siegesrausch des Kalten Krieges jene Entwicklungen forciert, die jetzt beklagt werden. Von <strong>Irmtraud Gutschke<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n&bdquo;Ich rufe zu einem Ende der Gewalt und zur Zur&uuml;ckhaltung auf&ldquo; &ndash; geradezu l&auml;cherlich wirkte der Appell von EU-Kommissionspr&auml;sidentin Ursula von der Leyen angesichts der gef&auml;hrlichen bewaffneten Auseinandersetzungen in Kasachstan. Realit&auml;tsblind auf eine f&uuml;r den Westen bezeichnende Weise, weil vornehmlich gegen die Macht im Land gerichtet. Ein Aufruf, den Unruhen ruhig zuzusehen, den Versuch eines Staatsstreiches hinzunehmen? Dass da ein &bdquo;autorit&auml;res Regime&ldquo; in der Kritik stand, hiesige Medienberichte vers&auml;umten kaum, darauf hinzuweisen. Dabei k&ouml;nnten die Proteste in der &Ouml;larbeiterstadt Schanga&ouml;sen gegen die Verdoppelung der Treibstoffpreise auch eine Warnung an die Regierenden hierzulande sein, wenn sich ein Teil der Bev&ouml;lkerung die Verteuerung von Energie, Mieten und sonstigen Waren nicht mehr leisten kann. <\/p><p><strong>Soziale Unruhen, bewaffnete K&auml;mpfe<\/strong><\/p><p>Dass soziale Unruhen sich irgendwann gegen die Macht im Lande richten, liegt in ihrer Natur. Dass sie auch dann eskalieren, wenn &bdquo;von oben&ldquo; beschwichtigt wird &ndash; Pr&auml;sident Tokajew lie&szlig; ja umgehend die Preise f&uuml;r Treibstoff und Grundnahrungsmittel einfrieren &ndash; hat sich auch anderswo in solchen Konfliktlagen gezeigt. Wie Ulrich Heyden in zwei Artikeln auf den NachDenkSeiten (<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79512\">hier<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79600\">hier<\/a> ) detailliert ausf&uuml;hrte, haben die bewaffneten K&auml;mpfe auf das ganze Land &uuml;bergegriffen und bedrohten seine Infrastruktur. Dass namhafte russische Intellektuelle, unter ihnen die von mir verehrte Schriftstellerin Ljudmila Ulitzkaja, sich gegen eine russische Einmischung wandten, entspricht verbreiteten linksliberalen Denkmustern. Aus abgehobener Position im Namen hoher Werte macht man es sich leicht, die konkreten Konfliktfelder zu &uuml;bersehen, die sich zwischen sch&ouml;ner Utopie und h&auml;sslicher Realit&auml;t auftun. Im Sinne von Wertepolitik wird mitunter Schlimmes in Kauf genommen. Und auch wer hierzulande von radikalen Aktionen tr&auml;umt, m&ouml;chte in Kasachstan wohl nicht dabei gewesen sein.<\/p><p>Ursache der Proteste in Kasachstan sei der Kapitalismus. Damit hat der Schriftsteller Sachar Prilepin, der zur F&uuml;hrung der Partei Gerechtes Russland geh&ouml;rt, wohl recht. Wobei dieser &bdquo;Kapitalismus&ldquo; kasachischer Pr&auml;gung feudale Strukturen in sich aufgenommen hat. Und nicht nur das: Was wir als &bdquo;Vetternwirtschaft&ldquo; verurteilen, entspricht in Zentralasien der Tradition einer Stammes- und Clan-Struktur, die geradezu verpflichtet, die eigenen Leute zu unterst&uuml;tzen. Auch wenn sie mit einem Aufbegehren der &Auml;rmsten beginnen, werden solche Aufst&auml;nde auch immer wieder ausgenutzt durch konkurrierende Teile der Oberschicht, denen an einer Neuverteilung von politischem Einfluss und Reichtum gelegen ist. Sehr deutlich wurde das mehrmals schon in Kirgistan, wo hinter dem Anschein eines westlichen parlamentarischen Demokratiemodells solcherart Machtk&auml;mpfe immer wieder aufflammten. Per Referendum wurde am 5. Mai 2021 die Verfassung ge&auml;ndert. Die Macht des Pr&auml;sidenten wurde gest&auml;rkt gegen&uuml;ber der des Parlaments. Andere zentralasiatische Regierungschefs wappneten sich von vornherein mit diktatorischen Mitteln gegen jede Umsturzambition.<\/p><p>Kasachstan galt bislang als relativ stabil. Mit einer Gr&ouml;&szlig;e von 2.724.900 km&sup2; das reichste Land Zentralasiens, konnte es vor allem von Bodensch&auml;tzen wie Erd&ouml;l, Gas, Steinkohle, Uran, Zinn, Blei, Zink, Bauxit, Eisen, Gold, Silber, Phosphor, Mangan, Kupfer profitieren. Dass dies vornehmlich wenigen zugutekam, liegt in der Logik einer geschichtlichen Entwicklung, die schon vor 30 Jahren begann.<\/p><p><strong>Zerfall der Sowjetunion als geopolitische Katastrophe<\/strong><\/p><p>Michail Gorbatschow streckte die Waffen, weil die UdSSR dem Wettr&uuml;sten im Kalten Krieg nicht mehr gewachsen war und aus Gr&uuml;nden ihrer inneren Struktur in einer &ouml;konomischen Krise steckte. Er tr&auml;umte von einer friedlichen Welt, von einer stabilen internationalen Friedensordnung unter Einschluss der einstigen sowjetischen Republiken, die auf freiwilliger Basis einen neuen Unionsvertrag schlie&szlig;en sollten. Mit dem Austritt der baltischen Staaten aus der Union 1990 begann es, mit Jelzins Sieg im Augustputsch 1991 setzte es sich fort und mit dem Vertrag von Belowesch am 8. Dezember 1991 war das Ende der UdSSR beschlossen, das mit dem Einholen der Staatsflagge am 31.12. nur noch symbolisch besiegelt wurde. Als Wladimir Putin im April 2005 in seiner Rede zur Lage der Nation den Zerfall der Sowjetunion &bdquo;die gr&ouml;&szlig;te geopolitische Katastrophe&ldquo; des 20. Jahrhunderts nannte, ist das im Westen vielfach als Aussage eines Nostalgikers bel&auml;chelt worden. Aus einer verbreiteten naiven Sicht war nun der Weg doch frei zu Selbstbestimmung der V&ouml;lker, demokratischen Verh&auml;ltnissen und freier Marktwirtschaft. <\/p><p>In Kasachstan &uuml;bernahm am 16. Dezember 1991 Nursultan Nasarbajew die Macht. Ein Mann aus der sowjetischen Nomenklatura: Von 1984 bis 1989 war er Vorsitzender des Ministerrats der Kasachischen SSR und von 1989 bis 1991 Generalsekret&auml;r der Kommunistischen Partei dort gewesen. Am 24. April 1990 wurde er durch den Obersten Sowjet der Kasachischen SSR zum Pr&auml;sidenten der Sowjetrepublik gew&auml;hlt. &Uuml;bergangslos behielt er das Amt auch nach der Unabh&auml;ngigkeit. &Uuml;ber die Jahre lie&szlig; er sich immer wieder darin best&auml;tigen, ehe er am 19. M&auml;rz 2019 seinen R&uuml;cktritt ank&uuml;ndigte und die Gesch&auml;fte am Kassym Schomart Tokajew &uuml;bergab. Als Vorsitzender des Sicherheitsrates Kasachstans zog er im Hintergrund indes weiterhin die F&auml;den. <\/p><p>Dass er aus diesem Amt nach Beginn der Unruhen von Tokajew entlassen worden sei, hie&szlig; es. Der 81-J&auml;hrige widersprach: Freiwillig habe er den Posten ger&auml;umt und sei auch nicht geflohen. Schlie&szlig;lich ist in der Verfassung seit 2010 seine Position als &bdquo;F&uuml;hrer der Nation&ldquo; verankert. Ihm und seinen n&auml;chsten Angeh&ouml;rigen ist lebenslange Immunit&auml;t vor Strafverfolgung gew&auml;hrt. Laut Wikipedia wurde das Verm&ouml;gen des Nasarbajew-Clans bereits 2010 auf sieben Milliarden US-Dollar gesch&auml;tzt. Dass trotz seiner konstant hohen Wahlergebnisse &uuml;ber die Jahre Unmut in der Bev&ouml;lkerung g&auml;rte, ist nur allzu verst&auml;ndlich. Und in der F&uuml;hrungsriege gab es Neider genug. <\/p><p>Zwei Namen aus seinem Umfeld tauchen im Zusammenhang mit den Ereignissen in Kasachstan auf. Muchtar Abljasow, der mit seiner BTA Bank von erheblichen Kreditmitteln westlicher Gro&szlig;banken profitierte und 2009 auf Grund des Vorwurfs von Veruntreuung und der organisierten Kriminalit&auml;t ins Ausland floh, und Karim Masimow, der jetzt von Pr&auml;sident Tokajew als Vorsitzender des Inlandsgeheimdienstes (KNB) entlassen wurde und dem ein Prozess wegen Hochverrats droht. Abljasow hat sich vom Ausland aus dazu bekannt, die Unruhen organisiert zu haben. Masimow wird beschuldigt, sie zumindest erm&ouml;glicht zu haben. Dabei war Letzterer unter Nasarbajew jahrelang Premierminister gewesen und hatte beim Weltwirtschaftsforum 2016 in Davos verst&auml;rkt um ausl&auml;ndische Investoren geworben. <\/p><p><strong>Ist die Macht der Oligarchie zu brechen?<\/strong><\/p><p>Das war in Nasarbajews Sinne. Indem er ausl&auml;ndische Investoren von Steuern befreite, brachte er vor allem die profitable &Ouml;l- und Gasindustrie zu gro&szlig;en Teilen in fremde Hand. Dass er und seine Vertrauten selber von derlei Gesch&auml;ften profitierten, ist anzunehmen. Pers&ouml;nliche Bereicherungssucht und Korruption hatten in den sowjetischen Machtstrukturen zumindest eine Bremse; schlie&szlig;lich hatte der Kreml immer auch seine Getreuen vor Ort. Mit der Unabh&auml;ngigkeit bildeten sich neue, oft umk&auml;mpfte Herrschaftsverh&auml;ltnisse. Es war ein Grundmuster der urspr&uuml;nglichen kapitalistischen Akkumulation im postsowjetischen Raum, die schon in der Amtszeit Gorbatschows vorbereitet wurde. Indem dieser den &ouml;konomischen Strukturen mehr Eigenst&auml;ndigkeit zugestand, wuchsen pers&ouml;nliche Begehrlichkeiten. Eine einflussreiche Schicht durfte den Zusammenbruch der UdSSR mit pers&ouml;nlichem Nutzen verbinden. Niemand hinderte sie, sich das einstige Volkseigentum unter den Nagel zu rei&szlig;en oder zu verscherbeln. War nicht Privatisierung angesagt? So wurde die Oligarchie geboren, die fortan auch politische Macht gewann.<\/p><p>Was Russland betrifft, hat Jelzin mit seiner Politik der Privatisierung nach westlichem Muster das Land an den Rand des &ouml;konomischen Ruins gef&uuml;hrt. Putin hat das Erbe der Oligarchie von Jelzin &uuml;bernommen und begonnen, damit aufzur&auml;umen, was nur unter straffer staatlicher Leitung m&ouml;glich ist. Werden die rund 10.000 Verhaftungen in Kasachstan &ndash; Tag f&uuml;r Tag scheinen es mehr zu werden &ndash; die Lage im Land beruhigen? Oder dreht sich die Spirale der Gewalt nur weiter?<\/p><p>Interessanterweise hat Pr&auml;sident Tokajew jetzt angek&uuml;ndigt, nicht nur die Gro&szlig;industrie, sondern auch einzelne verm&ouml;gende Personen zur Finanzierung eines Sozialfonds zu verpflichten. Womit er gewiss auch den Nasarbajew-Clan meint. Dass es daf&uuml;r eines erheblichen staatlichen Drucks bedarf &ndash; mit demokratischen Mitteln ist eine solche Reichensteuer, wie man hierzulande sieht, schwierig durchzusetzen &ndash; liegt auf der Hand. Sollte dieses Vorhaben nicht erst jetzt entstanden sein, h&auml;tten die Pl&auml;ne zu einer weitreichenden Umverteilung (wobei Kasachstan noch weit davon entfernt sein d&uuml;rfte, Chinas Beispiel zu folgen) ein ausreichender Grund f&uuml;r einen Umsturz gewesen sein k&ouml;nnen.<\/p><p>Auch das ausl&auml;ndische Kapital musste gewarnt sein und k&ouml;nnte Interesse an einem Staatsstreich gegen Tokajew gehabt haben. Es braucht nicht viel Phantasie, um sich m&ouml;gliche Ergebnisse vorzustellen, gibt es doch weltweite Erfahrungen, was unter dem Motto &bdquo;Gott hat einen Plan, die USA setzen ihn unter seiner Aufsicht um&ldquo; in der Welt angerichtet worden ist. Nach dem Abzug in Afghanistan w&auml;re eine US-Milit&auml;rbasis in Kasachstan doch f&uuml;r Washington ein Traum gewesen, zumal Usbekistan in dieser Hinsicht z&ouml;gerte. <\/p><p><strong>Russische Sicherheitsinteressen<\/strong><\/p><p>Die Grenze zwischen Kasachstan und Russland ist 7000 Kilometer lang und nicht etwa durch Mauern und Z&auml;une gesichert. Stabilit&auml;t im Nachbarland liegt im nationalen Interesse. Zumal auch andere Akteure bereitstehen, allen voran die T&uuml;rkei, die alle turksprachigen L&auml;nder &ndash; auch Kirgistan, Usbekistan und Turkmenistan, die ebenso an Kasachstan grenzen &ndash; als Einflusssph&auml;re betrachtet. Im Osten grenzt das Land an China und zwar an die Unruheregion Xinjiang, wo neben den muslimischen Uiguren rund 1,5 Millionen ebenfalls muslimische Kasachen leben. Pr&auml;sident Xi Jinping hat Tokajew f&uuml;r sein hartes Vorgehen gelobt. Eine &Ouml;lpipeline f&uuml;hrt direkt nach Xinjiang. Kasachstan ist zudem Mitglied der Shanghai Cooperation Organisation (SCO), einem 2001 von China initiierten Sicherheitsb&uuml;ndnis mit Russland und weiteren zentralasiatischen L&auml;ndern, motiviert durch die gemeinsame Angst vor wachsendem islamistischen Terror. Peking sieht seine Ma&szlig;nahmen in Xinjiang bis heute als Teil dieses Kampfes gegen den Terrorismus. Auch Tokajew bezeichnet sein hartes Vorgehen gegen die Protestbewegung als &bdquo;Anti-Terroreinsatz&ldquo; gegen eine sorgsam vorbereitete und organisierte Aggression unter Beteiligung gut geschulter K&auml;mpfer aus zentralasiatischen L&auml;ndern und aus Afghanistan.<\/p><p>Wie vielerorts im postsowjetischen Raum kam zur immer tiefer werdenden Kluft zwischen Arm und Reich eine Ideologie des Nationalismus, mit der sich die Herrschenden sch&uuml;tzten, verbunden mit einer schleichenden Islamisierung. Wie &uuml;berall in den einstigen Sowjetrepubliken wurde die russische Bev&ouml;lkerung marginalisiert. Die rund 3,5 Millionen ethnischen Russen in den n&ouml;rdlichen Provinzen Kasachstans (Gesamtbev&ouml;lkerung von rund 19 Millionen Menschen) haben keine politische Lobby mehr. Obwohl die Mehrheit der Bev&ouml;lkerung noch das Russische beherrscht, steigt das Prestige der Nationalsprache. Wie anderswo greift Nationalismus auch auf das Bildungssystem &uuml;ber. Der Abschied von der kyrillischen Schrift im Kasachischen, von Tokajew zu verantworten, war ein deutliches Signal der Abkehr. Es wurde jetzt nicht etwa r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht, im Gegenteil: In die neue Regierung wurde Askar Umarow als Informationsminister berufen, ein nationalistischer Politiker, der durch seine Russophobie bekannt ist.<\/p><p>Dabei ist die Bedeutung Kasachstans f&uuml;r Russland kaum zu &uuml;bersch&auml;tzen. Es ist die gr&ouml;&szlig;te und reichste ehemalige Sowjetrepublik in Zentralasien, die zusammen mit Russland und Belarus die Gr&uuml;ndung der Eurasischen Wirtschaftsunion nach EU-Vorbild vorangetrieben hat. Kasachstan erbte von der Sowjetunion den Weltraumbahnhof Baikonur, den Russland f&uuml;r 115 Millionen US-Dollar im Jahr pachtet. Sowohl Nasarbajew als auch Tokajew haben immer die enge Beziehung zu Russland betont, aber auch nach Vorteilen Richtung Westen geschielt. <\/p><p><strong>Feuertaufe f&uuml;r ein Milit&auml;rb&uuml;ndnis<\/strong><\/p><p>Auch jetzt &auml;u&szlig;erte Tokajew dezidiert sein Interesse an einer guten Zusammenarbeit mit der EU, betont aber immer wieder, dass es richtig war, das Milit&auml;rb&uuml;ndnis OVKS zur Hilfe zu rufen, um einen Putschversuch zu vereiteln. <\/p><p>Aus russischer Sicht, so zitiert Ria Novosti Wjatscheslaw Nikonow, den stellvertretenden Vorsitzenden des Duma-Komitees f&uuml;r internationale Fragen, ist eine Beteiligung US-amerikanischer Geheimdienste plausibel &ndash; mit dem Ziel, im Vorfeld der bilateralen Verhandlungen die mit Russland verbundenen L&auml;nder zu destabilisieren. In anderen Staaten Chaos zu s&auml;en und eigene Machtpositionen aufzubauen, gar eine milit&auml;rische Pr&auml;senz, ist ein probates Handlungsmuster. Wobei man im Gegenteil auch sagen kann: Die Feuertaufe des Milit&auml;rb&uuml;ndnisses von Russland, Belorussland, Kasachstan, Kirgistan und Tadschikistan &ndash; so schnell, so organisiert, und jetzt wurde auch schon mit einem Truppenabzug begonnen &ndash; ist auch eine Machtdemonstration gewesen: Bunte Revolutionen werden fortan in diesem Bereich schwerlich zu organisieren sein.<\/p><p><strong>Quellen:<\/strong><\/p><ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.merkur.de\/politik\/von-der-leyen-fordert-ende-der-gewalt-in-kasachstan-und-bietet-hilfe-der-eu-an-91222878.html\">merkur.de\/politik\/von-der-leyen-fordert-ende-der-gewalt-in-kasachstan-und-bietet-hilfe-der-eu-an-91222878.html<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/polit.info\/566204-zakhar-prilepin-nazval-prichinu-protestov-v-kazakhstane\">polit.info\/566204-zakhar-prilepin-nazval-prichinu-protestov-v-kazakhstane<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kasachstan\">de.wikipedia.org\/wiki\/Kasachstan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/taz.de\/Ex-Botschafter-zur-Lage-in-Kasachstan\/!5823919\/\">taz.de\/Ex-Botschafter-zur-Lage-in-Kasachstan\/!5823919\/<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nursultan_Nasarbajew\">de.wikipedia.org\/wiki\/Nursultan_Nasarbajew<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Muchtar_%C3%84bljasow\">de.wikipedia.org\/wiki\/Muchtar_&Auml;bljasow<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/ria.ru\/20220111\/kazakhstan-1767284340.html\">ria.ru\/20220111\/kazakhstan-1767284340.html<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.merkur.de\/politik\/kasachstan-china-proteste-xi-jinping-russland-unruhen-demonstranten-lob-xinjiang-olympische-winterspiele-91222515.html\">merkur.de\/politik\/kasachstan-china-proteste-xi-jinping-russland-unruhen-demonstranten-lob-xinjiang-olympische-winterspiele-91222515.html<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/ria.ru\/20220111\/kazakhstan-1767284340.html\">ria.ru\/20220112\/rusofobiya-1767523080.html<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/proteste-in-kasachstan-putins-albtraum-oder-chance\/a-60350859\">dw.com\/de\/proteste-in-kasachstan-putins-albtraum-oder-chance\/a-60350859<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/ria.ru\/20220110\/nikonov-1767213320.html\">ria.ru\/20220110\/nikonov-1767213320.html<\/a><\/li>\n<\/ul><p>Titelbild: danielo \/ Shutterstock<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das &bdquo;autorit&auml;re Regime&ldquo; in Kasachstan war dem Westen so lange genehm, wie es handzahm war. 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