{"id":7980,"date":"2011-01-12T09:03:25","date_gmt":"2011-01-12T08:03:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7980"},"modified":"2011-01-12T09:03:25","modified_gmt":"2011-01-12T08:03:25","slug":"hinweise-des-tages-1305","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7980","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Alle 17 Minuten eine Hartz-Klage; Peking ist fl&uuml;ssig; Wirtschaftsweiser wendet sich gegen Steuersenkungen; Banker rechnen mit Staatspleite in Europa; Scheitern als Chance?; Resistente Keime &ndash; Kliniken sparen Patienten krank; Gr&uuml;nen-Verkehrsexperte erhebt schwere Vorw&uuml;rfe gegen die Bahn: &bdquo;Die Haltung muss sich &auml;ndern&ldquo;; Verbrauchersch&uuml;tzer fordern Riester-Boykott; McCarthy in Deutschland; Prostitution &ndash; &ldquo;Sexarbeit wird anderen Berufen schrittweise &auml;hnlicher&rdquo;; Am Bahnhof trillert&rsquo;s wieder; Angriff auf Sarrazins Kernkompetenz; Vorratsdatenspeicherung &ndash; Innenminister wollen den Datenkraken; Algerien &ndash; Nichts zu verlieren; SPD-Programm &ndash; &bdquo;Wo bleibt Ihre Emp&ouml;rung?&ldquo;; Steinmeier verteidigt Agenda 2010; Ypsilanti warnt SPD vor Selbstmord; SPD wird Afghanistan-Mandat mittragen; ARD &amp; Co.: Die vorhersehbare Talkshow; NDR: Film &uuml;ber Maschmeyer wird ausgestrahlt; Der Kongress bloggt! (JB)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Alle 17 Minuten eine Hartz-Klage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Peking ist fl&uuml;ssig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Wirtschaftsweiser wendet sich gegen Steuersenkungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Banker rechnen mit Staatspleite in Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Scheitern als Chance?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Resistente Keime &ndash; Kliniken sparen Patienten krank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Gr&uuml;nen-Verkehrsexperte erhebt schwere Vorw&uuml;rfe gegen die Bahn: &bdquo;Die Haltung muss sich &auml;ndern&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Verbrauchersch&uuml;tzer fordern Riester-Boykott<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">McCarthy in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Prostitution &ndash; &ldquo;Sexarbeit wird anderen Berufen schrittweise &auml;hnlicher&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Am Bahnhof trillert&rsquo;s wieder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Angriff auf Sarrazins Kernkompetenz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Vorratsdatenspeicherung &ndash; Innenminister wollen den Datenkraken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Algerien &ndash; Nichts zu verlieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">SPD-Programm &ndash; &bdquo;Wo bleibt Ihre Emp&ouml;rung?&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Steinmeier verteidigt Agenda 2010<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Ypsilanti warnt SPD vor Selbstmord<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">SPD wird Afghanistan-Mandat mittragen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">ARD &amp; Co.: Die vorhersehbare Talkshow<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">NDR: Film &uuml;ber Maschmeyer wird ausgestrahlt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">Der Kongress bloggt!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=7980&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Alle 17 Minuten eine Hartz-Klage<\/strong><br>\nMehr F&auml;lle, als die Richter bearbeiten k&ouml;nnen: Akten &uuml;ber Akten stapeln sich, st&auml;ndig kommt eine neue Hartz-Klage dazu &ndash; Massenabfertigung im Akkord. 39.000 F&auml;lle warten beim Berliner Sozialgericht auf eine Entscheidung. Die Richter m&uuml;ssen ausb&uuml;geln, was Politik und Jobcenter verbocken. [&hellip;]<br>\nAllein 2010 hatte es 5000 Klagen mehr zu bew&auml;ltigen als 2009, sagt die Pr&auml;sidentin des Gerichtes, Sabine Schudoma, eine drahtige Frau mit verbindlichem Blick. 39.000 Klagen warten noch auf eine Entscheidung. Genug, um das Gericht ein Jahr lang zu besch&auml;ftigen, ohne das auch nur eine neue Klage hinzuk&auml;me. &ldquo;Der Ausnahmezustand ist zur Regel geworden&rdquo;, sagt Schudoma.<br>\nIst die Klagewelle eine Wutwelle emp&ouml;rter Hartz-IV-Empf&auml;nger? Schudoma verneint. Dagegen spreche schon die enorm hohe Erfolgsquote der Kl&auml;ger. Jedes zweite Verfahren endet zugunsten des Kl&auml;gers. Die Leute klagen, weil sie ein gesundes und offensichtlich berechtigtes Misstrauen gegen&uuml;ber den Jobcentern haben.<br>\nDer Fehler liegt im System, nicht bei den Hartz-IV-Empf&auml;ngern, da ist sich Schudoma sicher. In den Jobcentern sind die Sachbearbeiter schlicht &uuml;berfordert. Zu wenige von ihnen m&uuml;ssen zu viele Menschen betreuen. Dabei greifen sie auf ein Regelwerk zur&uuml;ck, das selbst Fachleute kaum durchschauen. Leistungsberechnungen verlangen von ihnen regelm&auml;&szlig;ig mathematische H&ouml;chstleistungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/hartz-iv-faelle-vor-gericht-endlich-versteht-frau-k-1.1045042-2\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><strong>dazu: &ldquo;Viele Mitarbeiter der Jobcenter sind nicht qualifiziert&rdquo;<\/strong><br>\nInterview mit Frank Steger, Vorstand des Berliner Arbeitslosenzentrums evangelischer Kirchenkreise e.V.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/berliner-zeitung\/berlin\/326232\/326233.php\">Berliner Zeitung<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Peking ist fl&uuml;ssig<\/strong><br>\nDie reichste Regierung der Welt ist vergangenes Jahr noch wohlhabender geworden. Wie Chinas Zentralbank am Dienstag bekanntgab, erreichten die Devisenreserven 2011 den neuen Rekordstand von 2,85 Billionen Dollar (2,2 Billionen Euro) &ndash; 18,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit hat die Volksrepublik das mit Abstand gr&ouml;&szlig;te Fremdw&auml;hrungspolster. [&hellip;]<br>\nLaut Medien soll China bereits zehn Prozent der spanischen Staatsschuldscheine besitzen und auch in Griechenland investiert haben.<br>\nDie Investitionen seien Teil einer langfristigen Strategie, mit der Peking ein gutes Verh&auml;ltnis zu europ&auml;ischen Staaten aufbauen und die Aufhebung von Handelsrestriktionen wie dem Waffenembargo und Einschr&auml;nkungen bei Hochtechnologie-Exporten erwirken wolle, sagt Wang Yizhou, Wirtschaftswissenschaftler an der Uni Peking. &bdquo;Aus politischer Perspektive k&ouml;nnen Investitionen in Europa das Verh&auml;ltnis verbessern&ldquo;, sagt Wang. &bdquo;Je mehr China von Europa kauft, umso mehr steigen auch Chinas M&ouml;glichkeiten, in Europa wirtschaftlichen und politischen Einfluss auszu&uuml;ben.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/krise\/peking-ist-fluessig\/-\/1471908\/5199016\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Wer die Kapelle zahlt, bestimmt, welche Musik gespielt wird. Nat&uuml;rlich investiert Peking weder aus reinem Altruismus noch aus Vertrauen in den Euro in die Staatsanleihen problematischer Staaten an der Peripherie der Eurozone. Wer derart gro&szlig;e Mengen von Euro-Staatsanleihen in seinem Portfolio hat, kann auch ein sehr glaubw&uuml;rdiges Drohpotential aufbauen. Wer immer noch glaubt, dass es die M&auml;rkte sind, die den Kurs von Staatsanleihen bestimmen, sollte seine Einsch&auml;tzung vielleicht einmal mit den neuen Realit&auml;ten in Einklang bringen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wirtschaftsweiser wendet sich gegen Steuersenkungen<\/strong><br>\nNicht zuletzt wegen drohender Belastungen durch die Schuldenkrise im Euro-Raum lehnt der Wirtschaftsweise Wolfgang Wiegard die von der CSU geplanten Steuersenkungen ab. &ldquo;Es wird teuer werden f&uuml;r Deutschland&ldquo;, sagte Wiegard der &ldquo;Passauer Neuen Presse&ldquo;.<br>\nJe mehr Krisenstaaten in der EU gerettet werden m&uuml;ssten, desto mehr Kosten k&auml;men auf die &uuml;brigen Staaten zu. An Entlastungen f&uuml;r die B&uuml;rger sei in einer solchen Situation nicht zu denken: &ldquo;Steuersenkungen von sechs Milliarden Euro wie sie die CSU plant, passen nicht in die Landschaft&ldquo;, sagte er dem Blatt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article12083966\/Wirtschaftsweiser-wendet-sich-gegen-Steuersenkungen.html\">WELT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Banker rechnen mit Staatspleite in Europa<\/strong><br>\nWie geht es weiter in der Euro-Krise? Muss Portugal wirklich als n&auml;chstes Land unter den EU-Rettungsschirm fl&uuml;chten? Die meisten Investoren rechnen damit. Und viele deutsche Bankenmanager gehen sogar noch einen Schritt weiter: Nach einer Umfrage der Beratungsfirma Ernst &amp; Young rechnet fast die H&auml;lfte von ihnen mit der Pleite zumindest eines Landes in Europa. Befragt wurden F&uuml;hrungskr&auml;fte aus 120 Banken in Deutschland. Auf die Frage &ldquo;Erwarten Sie derzeit den Ausfall staatlicher Schuldner in Europa?&rdquo; antwortete zwar eine knappe Mehrheit von 53 Prozent mit nein. 47 Prozent stimmten mit ja.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,738876,00.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Scheitern als Chance?<\/strong><br>\nDas Wort &ldquo;Krise&rdquo; bezeichnet im Altgriechischen einen Wendepunkt, an dem eine Entscheidung getroffen werden muss, welche Richtung eingeschlagen werden soll. Im modernen Sprachgebrauch ist das Wort &ldquo;Krise&rdquo; jedoch rein negativ konnotiert. W&auml;hrend der Kuba-Krise stand die Welt am Abgrund, wenn eine Ehe eine Krise durchlebt, so wird dies grunds&auml;tzlich als negativ empfunden &ndash; der Nebenbuhler sieht dies freilich etwas anders. Wahrscheinlich ist die durchweg negative Konnotation des Wortes &ldquo;Krise&rdquo; eher ein Beleg f&uuml;r unsere Phantasielosigkeit, unsere Risikoscheu und f&uuml;r unsere konservativ gepr&auml;gte Weltsicht. Eigentlich w&auml;re es uns am Liebsten, wenn die Welt sich ganz einfach weiterdrehen und sich ansonsten nicht allzu viel &auml;ndern w&uuml;rde. Ein dramatischer Wendepunkt, an dem ein &ldquo;weiter so&rdquo; keine Option ist, entspricht hingegen nicht unserem Bild von einer geordneten Welt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/4809\/scheitern-als-chance-2\">Spiegelfechter<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Resistente Keime &ndash; Kliniken sparen Patienten krank<\/strong><br>\nDer Sparkurs der Krankenh&auml;user sorgt f&uuml;r schlechte Versorgung der Patienten. Schlimmer noch: Sechs Prozent infizieren sich mit resistenten Keimen. [&hellip;]<br>\nDas multiresistente Bakterium, besser unter der Abk&uuml;rzung MRSA bekannt, ist der Angstgegner von &Auml;rzten, Patienten und Klinikmanagern. Gesunde Menschen haben von ihm nur wenig zu bef&uuml;rchten, doch in OP-Wunden mutiert es zum Killer, der schlussendlich zur lebensbedrohlichen Sepsis, im Volksmund auch als Blutvergiftung bekannt, f&uuml;hrt. Hat ein Patient den Keim erst einmal mit ins Krankenhaus gebracht, muss er strikt isoliert werden, um die &uuml;brigen Kranken vor seinen Keimen zu sch&uuml;tzen: Pfleger und &Auml;rzte d&uuml;rfen nur noch mit Kitteln und Mundschutz zum Patienten, m&uuml;ssen nach der Visite die &Uuml;berkleidung wechseln und sich strikt desinfizieren. Das funktioniert nur, wenn daf&uuml;r ausreichend gut ausgebildetes Personal vorhanden ist. [&hellip;]<br>\nAnke Kreidels Erinnerungen sind f&uuml;r Michael Isfort ein Indiz daf&uuml;r, was an deutschen Krankenh&auml;usern schief l&auml;uft: &bdquo;W&auml;hrend die Zahl der &Auml;rzte in den vergangenen Jahren massiv aufgestockt wurde, bleibt die Zahl der Pflegestellen in den vergangenen zwei Jahren fast konstant &ndash; bei steigenden Fallzahlen. Das bleibt nicht ohne Folgen.&ldquo; Isfort leitet das deutsche Institut f&uuml;r angewandte Pflegeforschung in K&ouml;ln, er warnt: Der Abbau der Pflegestellen in den vergangenen 15 Jahren wirkt sich inzwischen auf die Qualit&auml;t der Pflege aus, und l&auml;sst sich nicht ohne weiteres r&uuml;ckg&auml;ngig machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article12091318\/Resistente-Keime-Kliniken-sparen-Patienten-krank.html\">WELT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Gr&uuml;nen-Verkehrsexperte erhebt schwere Vorw&uuml;rfe gegen die Bahn: &bdquo;Die Haltung muss sich &auml;ndern&ldquo;<\/strong><br>\nDer Zustand der Bahn zeige eine jahrelang verfehlte Politik, sagt Gr&uuml;nen-Verkehrsexperte Michael Cramer. Entscheidend sei die Abkehr von Gro&szlig;projekten, hin zur Gestaltung und Unterhaltung des Netzes.<br>\nAlso es ist das Ergebnis einer jahrelangen verfehlten Politik. Wir haben ja jeden Winter Schnee. Es ist ja nicht so, als h&auml;tten wir in Deutschland und Mitteleuropa seit 100 Jahren zum ersten Mal Schnee gehabt. Das ist bekannt. Diese Probleme waren auch vorher nicht da. Es ist eindeutig eine Schlamperei einer Wartung in den letzten Jahren gewesen. Das Ergebnis haben wir jetzt. Wir kennen das aus Gro&szlig;britannien, aus Estland und aus Neuseeland. Wenn die Infrastruktur privatisiert wurde, haben die Leute zun&auml;chst mal Rendite erwirtschaftet, und dann haben sie sp&auml;ter festgestellt, es ist so marode, und haben dem Staat das Netz wieder zur&uuml;ckgegeben. Hier in Deutschland waren wir so dumm, dass wir im Grunde diesen Prozess vorher gemacht haben, vor der Privatisierung. Wir haben das Ergebnis. Das muss sich &auml;ndern. Die Bahn ist da f&uuml;r die Daseinsvorsorge und nicht, um Rendite zu machen, denn man k&ouml;nnte die Rendite steigern, wenn man auf 25 Prozent der Fahrg&auml;ste verzichtet, aber das wollen wir nicht.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/interview_dlf\/1361839\/\">Deutschlandradio<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2011\/01\/11\/dlf_20110111_0517_b6da65a0.mp3\">Deutschlandradio [Podcast &ndash; mp3]<\/a>\n<p><strong>dazu: Staatskasse statt neue Schienen<\/strong><br>\nTrotz harter Kritik soll die Gewinnaussch&uuml;ttung der Deutschen Bahn an den Bund flie&szlig;en &ndash; statt in neue Schienen und Z&uuml;ge. Deutschland habe schlie&szlig;lich in den letzten Jahren genug in die Bahn investiert und wolle jetzt auch etwas vom Gewinn haben, argumentiert CSU-Minister Ramsauer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/mobilitaet\/staatskasse-statt-neue-schienen\/-\/1473636\/5181016\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch noch:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Ramsauer rechnet mit Bahn-Sanierern ab<\/strong><br>\nIm Streit um die Probleme im Schienenverkehr sieht Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) klare Defizite bei der Bahn. &ldquo;Zehn Jahre lang ist gespart worden. Die kaufm&auml;nnischen Ziele standen zu sehr im Vordergrund, die Interessen der Fahrg&auml;ste sind in den Hintergrund ger&uuml;ckt&rdquo;, sagte Ramsauer der &ldquo;Passauer Neuen Presse&rdquo; vom Dienstag&hellip;<br>\nDie Bahn sei heute weit entfernt von einem hundertprozentig funktionierenden Betrieb. Grund daf&uuml;r seien jahrelange Einsparungen. &ldquo;Auf der Schiene regierten jahrelang Sparpolitik und Renditedruck&rdquo;, sagte Ramsauer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,738787,00.html#ref=nldt\">Spiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Der Minister vergisst leider darauf hinzuweisen, wer den Renditedruck aus&uuml;bte. Waren es nicht diejenigen, die die Bahn als profitables Unternehmen an die B&ouml;rse bringen wollten?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Verbrauchersch&uuml;tzer fordern Riester-Boykott<\/strong><br>\nDie Verbraucherzentrale Bremen hat zum Boykott unethischer Riester-Vertr&auml;ge aufgerufen. Im Wesentlichen geht es um Anbieter, in deren Investments Hersteller von Streubomben enthalten sein k&ouml;nnten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boerse-online.de\/versicherung\/nachrichten\/versicherung\/:Ruestungs-Riester--Verbraucherschuetzer-fordern-Riester-Boykott\/620523.html\">B&ouml;rse online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>McCarthy in Deutschland<\/strong><br>\nDie Gedankenfreiheit liebt der Deutsche, aber nicht die Meinungsfreiheit. Die Wiederbelebung der &ldquo;b&ouml;sen USA&rdquo; wurde offenbar h&ouml;chste Zeit &ndash; wie die Reaktionen auf das Attentat von Tucson verraten. [&hellip;]<br>\nWas aber der Deutsche nicht liebt, ist die Meinungsfreiheit. Darum schr&auml;nkt er sie durch alle m&ouml;glichen Gesetze ein. Und jeder Anlass ist ihm willkommen, um weitere Einschr&auml;nkungen und mehr Gesetze herbeizuflehen. Das j&uuml;ngste dieser Anl&auml;sse ist das Attentat von Tucson, Arizona. V&ouml;llig unabh&auml;ngig von der Frage, was den Attent&auml;ter motivierte, dient es dazu, sich &uuml;ber das &ldquo;Klima des Hasses&rdquo; in den USA zu mokieren. Dadurch werden gleich zwei Bed&uuml;rfnisse befriedigt. Erstens hatte es der Antiamerikanismus nach Amtsantritt Barack Obamas schwer, sich austoben zu k&ouml;nnen. Das kann er jetzt erneut, zwar ohne George W. Bush, daf&uuml;r aber mit Sarah Palin und der Tea-Party-Bewegung im Fadenkreuz. Endlich hat der Dampfdrucktopf, in dem die Vorw&uuml;rfe der Waffenverliebtheit, der Todesstrafe, des Christentums und des Antietatismus vor sich hink&ouml;chelten, ein Ventil gefunden. Die Wiederbelebung der &ldquo;b&ouml;sen USA&rdquo; wurde offenbar h&ouml;chste Zeit. Ansonsten h&auml;tte der &ldquo;gute Deutsche&rdquo; noch l&auml;nger an Vorurteils-Dyspepsie gelitten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/mccarthy-in-deutschland\/3696914.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Und t&auml;glich gr&uuml;&szlig;t das Murmeltier. Sobald irgendein deutscher Journalist einmal halbwegs kritisch &uuml;ber die USA berichtet, wir ihm sofort &ldquo;Antiamerikanismus&rdquo; oder schlimmeres unterstellt. Gerne w&uuml;rde man den Tagesspiegel-Autor Malte Lehming einmal fragen, welche &ldquo;gesetzlichen Einschr&auml;nkungen&rdquo; der Meinungsfreiheit er denn in Deutschland ausgemacht haben will. Die Antwort w&auml;re wahrscheinlich ein Schulterzucken. Die gleiche Antwort w&uuml;rde sicher derjenige bekommen, der Herrn Lehming danach fragt, ob er sich denn auch einmal amerikanische Kommentare zum Attentat in Tucson angeschaut hat. Weder in ihrer Bewertung noch in deren Sch&auml;rfe unterscheiden sich die Kommentatoren dies- und jenseits des Atlantiks ma&szlig;geblich. Den Amerikanern nun aber Antiamerikanismus zu unterstellen, w&auml;re wahrscheinlich selbst Herrn Lehming zu gewagt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Prostitution &ndash; &ldquo;Sexarbeit wird anderen Berufen schrittweise &auml;hnlicher&rdquo;<\/strong><br>\nBis zu 150 000 Vollzeithuren gibt es Sch&auml;tzungen zufolge bundesweit, weitere 250 000 Frauen bieten gelegentlich Sex gegen Geld an. Nur wenige Huren bekommen mehr als 2000 Euro im Monat zusammen. Durch den Zuzug aus Osteuropa hat sich das Verh&auml;ltnis zwischen Freiern und Prostituierten zugunsten der Kunden entwickelt. Konnten vor 20 Jahren noch Huren die Preise vorgeben, ist der Konkurrenzdruck inzwischen so gro&szlig;, dass sich Frauen vielerorts unterbieten. Nachwuchssorgen kennt die Branche aber auch unter deutschen Frauen nicht. Wer keine Lust auf einen B&uuml;rojob hat oder in anderen Berufen gescheitert ist, wen Abenteuerlust oder schnelles Geld locken, findet via Annonce im Internet in wenigen Tagen zahlende Kunden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/sexarbeit-wird-anderen-berufen-schrittweise-aehnlicher\/3695472.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Am Bahnhof trillert&rsquo;s wieder<\/strong><br>\nGegner des Bauprojekts blockieren die Einfahrt von Baufahrzeugen. Zweieinhalb Monate vor der Wahl setzen sie jetzt all ihre Hoffnung auf einen Machtwechsel im M&auml;rz.<br>\nIn Stuttgart ist der &ldquo;verr&uuml;ckte Alltag&rdquo; zur&uuml;ckgekehrt. So nannte ein Aktivist gegen Stuttgart 21 am Dienstagmorgen an der Mahnwache vor dem Hauptbahnhof die Situation. Die Bagger rollen wieder, die Gegner des Milliardenprojekts pfeifen und rufen wieder. Seit der Schlichtung des Bahnhofsstreits hatte die Deutsche Bahn die Bauarbeiten f&uuml;r den neuen Durchgangsbahnhof ruhen lassen. Doch nun sind die Schlichtung und die anschlie&szlig;ende Weihnachtspause endg&uuml;ltig vorbei.<br>\nSeit Montag l&auml;sst der Energieversorger EnBW Starkstromleitungen am Nordausgang des Bahnhofs verlegen, da die alte Stromleitung dem geplanten unterirdischen Technikgeb&auml;ude im Weg l&auml;ge. Gegen die Bauma&szlig;nahmen hatten bereits am Montag rund 50 Stuttgart-21-Gegner demonstriert und die Einfahrt von Baufahrzeugen behindert. Das gleiche Bild am Dienstag: Dieses Mal versperrten am fr&uuml;hen Morgen rund 80 Demonstranten mit einer Sitzblockade die Einfahrt zur Baustelle am Nordfl&uuml;gel. Die Polizei r&auml;umte daraufhin die Blockade.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/schwerpunkt-stuttgart-21\/artikel\/1\/am-bahnhof-trillerts-wieder\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Angriff auf Sarrazins Kernkompetenz<\/strong><br>\nEine Studie der Humboldt-Universit&auml;t zeigt, dass viele von Thilo Sarrazin herangezogene Statistiken zu Migranten die Wirklichkeit verzerren. Sie wurden so lange gedreht und gedehnt, bis sie passten.<br>\nVon den muslimischen Zuwanderern im Land haben gerade einmal 14 Prozent das Abitur. Das klingt nach einem Armutszeugnis f&uuml;r eine Bildungsgesellschaft wie Deutschland. Wer dagegen schon als Kind auf eine deutsche Schule gegangen ist, schafft auch als Muslim zu gut 28 Prozent das Abitur oder Fachabitur. Das ist sogar mehr als der Schnitt der alteingesessenen Deutschen, die nur zu 24 Prozent solche Abschl&uuml;sse vorweisen k&ouml;nnen. Das klingt schon viel besser. Das Verwirrende ist: Beide Zahlen stammen aus seri&ouml;sen Quellen. Thilo Sarrazin allerdings hat sich in seinem Bestseller Deutschland schafft sich ab nur auf die erste, negative Zahl berufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/statistiken-zur-integration-angriff-auf-sarrazins-kernkompetenz-1.1044736\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Vorratsdatenspeicherung &ndash; Innenminister wollen den Datenkraken<\/strong><br>\nDie Innenminister sind sich einig, die Union sowieso: So schnell wie m&ouml;glich wird die umstrittene Vorratsdatenspeicherung wieder eingesetzt. Kleine Korrekturen sollen Verfassungsgericht und Justizministerin beruhigen &ndash; im Grundsatz wollen sie aber speichern, was nur geht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,738895,00.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Algerien &ndash; Nichts zu verlieren<\/strong><br>\nObwohl das Land seit 2000 &uuml;ber 600 Milliarden Dollar durch seine &Ouml;l- und Gas-Exporte eingenommen hat, leben ganze Landesteile und fast eine Generation in Armut<br>\nWenn man sich die Gesichter der Demonstranten auf den Stra&szlig;en der algerischen St&auml;dte ansieht, f&auml;llt ganz besonders auf, wie jung sie sind. Das Durchschnittsalter in diesem nordafrikanischen Land betr&auml;gt 27 Jahre, denn &uuml;ber 70 Prozent der Bev&ouml;lkerung sind unter 30. Vor diesem Hintergrund erscheint es kaum &uuml;berraschend, dass die Mehrheit derer, die gegen galoppierende Lebensmittelpreise und Massenarbeitslosigkeit auf die Stra&szlig;e geht, kaum dem Teenageralter entwachsen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/politik\/1101-nichts-mehr-zu-verlieren\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>SPD-Programm &ndash; &bdquo;Wo bleibt Ihre Emp&ouml;rung?&ldquo;<\/strong><br>\nDer Entwurf des SPD-Programms will die Sozialdemokraten 2011 unter das Leitmotiv &ldquo;Neuer Fortschritt&rdquo; stellen. Intellektuelle gehen mit den Pl&auml;nen der Parteispitze jedoch hart ins Gericht. [&hellip;]<br>\nVon &bdquo;neuen Fremden&auml;ngsten&ldquo; &uuml;ber die Auswahl der Schule bis zur wachsenden Sorge um die Geldwertstabilit&auml;t in einem kriselnden Europa macht Seibt in seinem Er&ouml;ffnungsreferat eine zunehmende &bdquo;skeptische Entsolidarisierung in den K&ouml;pfen einer durchaus aufgekl&auml;rten Mittelschicht&ldquo; aus. Statt neuer Utopien m&uuml;sse die SPD die Menschen &uuml;ber die Fakten aufkl&auml;ren und ihnen irrationale &Auml;ngste nehmen. Das reicht dem Wiener Publizisten Robert Misik erkennbar nicht: &bdquo;Nur Ziele k&ouml;nnen Menschen dazu motivieren, etwas anzupacken&ldquo;, argumentiert er. Die SPD m&uuml;sse &bdquo;f&uuml;r mehr Gleichheit in der Gesellschaft&ldquo; k&auml;mpfen. [&hellip;]<br>\nAm radikalsten geht der ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche Deutschlands, Wolfgang Huber, mit Gabriels Programmentwurf ins Gericht: &bdquo;Neuer Fortschritt ist ein Unbegriff&ldquo;. Fortschritt, da sei er &uuml;berzeugt, werde &bdquo;nicht der Kristallisationspunkt eines neuen Selbstbewusstseins&ldquo; werden. Stattdessen w&uuml;rde der Bischof seiner Partei eine ganz andere &Uuml;berschrift empfehlen: &bdquo;Neue Nachhaltigkeit&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/-wo-bleibt-ihre-empoerung--\/-\/1472596\/5174432\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Steinmeier verteidigt Agenda 2010<\/strong><br>\nSPD-Fraktionschef Steinmeier hat die umstrittene Agenda 2010 seiner Partei verteidigt. Beim Bundeskongress des Deutschen Beamtenbundes sagte er am Dienstag, der heutige Aufschwung sei letztlich &bdquo;die Dividende&ldquo; der rot-gr&uuml;nen Bundesregierung. [&hellip;]<br>\n&bdquo;Das war kein Glasperlenspiel&ldquo;, sagt er auf der Jahrestagung des Deutschen Beamtenbundes in K&ouml;ln. Der heutige Wirtschaftsaufschwung sei &bdquo;die Dividende erfolgreicher Strukturreformen&ldquo;, die die damalige Bundesregierung nach 1998 angepackt h&auml;tte. &bdquo;Damals hatten wir die rote Laterne in Europa&ldquo;. Es sei ein &bdquo;ehrgeiziges Programm&ldquo; gewesen, mit dem auch &bdquo;staatlicher Spielraum f&uuml;r politisches Gestalten erk&auml;mpft wurde&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/nachrichten\/Steinmeier-verteidigt-Agenda-2010-id4153725.html\">Der Westen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Glaubt der Herr Steinmeier eigentlich selbst, was er da so erz&auml;hlt? Der Mann ist immerhin nicht irgendein Polit-Rentner, der an der eigenen Legende strickt, sondern Fraktionsvorsitzender der SPD und damit Oppositionsf&uuml;hrer. Die Spatzen pfeifen es von den D&auml;chern, dass Steinmeier sogar immer noch als k&uuml;nftiger Kanzlerkandidat der SPD im Gespr&auml;ch ist. Ein halsstarriger Agenda-Architekt, der die desolate Situation auf dem Arbeitsmarkt tats&auml;chlich als &ldquo;Dividende&rdquo; von Rot-Gr&uuml;n feiert, ist nat&uuml;rlich die Idealbesetzung f&uuml;r die &ldquo;Change-Plakate&rdquo; der PR-Strategen aus dem Willy-Brandt-Haus. Manchmal ist die politische Realit&auml;t tats&auml;chlich nur noch mit einer kr&auml;ftigen Prise Sarkasmus zu ertragen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Ypsilanti warnt SPD vor Selbstmord<\/strong><br>\nUnmittelbar vor der aktuellen Klausur des SPD-Parteivorstands in Potsdam haben kritische SPD-Mitglieder ihre grunds&auml;tzliche Unzufriedenheit mit der Linie der Parteif&uuml;hrung betont.<br>\n&raquo;Es steht kritisch um die Sozialdemokratie&laquo;, beginnt ein l&auml;ngerer Aufsatz der ehemaligen hessischen Landesvorsitzenden Andrea Ypsilanti in der &raquo;Frankfurter Rundschau&laquo;. Darin bescheinigt sie ihrer Partei, diese habe sich seit den 1980er Jahren mehrfach &raquo;von gesellschaftlichen Milieus getrennt, auf die sie existenziell angewiesen ist&laquo;. Dies gelte f&uuml;r die &raquo;Ignoranz der Schmidt-SPD&laquo; in Bezug auf Natur- und Friedensbewegung ebenso wie die unter Schr&ouml;der durchgef&uuml;hrten Steuersenkungen, Agenda 2010, Hartz-Gesetze und Rente mit 67, mit denen die Partei ihr &raquo;an harten materiellen Fragen interessiertes Milieu&laquo; verloren habe. Weil sie &raquo;nach 1989 den Reformfl&uuml;gel der Realsozialisten im Osten&laquo; ignoriert habe, sei sie &raquo;dort nie Volkspartei&laquo; geworden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/188224.ypsilanti-warnt-spd-vor-selbstmord.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>SPD wird Afghanistan-Mandat mittragen<\/strong><br>\nDie SPD tr&auml;gt die Verl&auml;ngerung des Afghanistan-Einsatzes der Bundeswehr mit. Der Parteivorsitzende Sigmar Gabriel sagte am Dienstag in Potsdam nach einer Klausurtagung der SPD-Spitze, es deute sich an, dass die Bundesregierung in der Afghanistanpolitik erneut der Linie der SPD folge. &bdquo;Wenn das der Fall sein sollte, dann wird die SPD erneut der Mandatsverl&auml;ngerung zustimmen&ldquo;. Dies sei die einstimmige Empfehlung der Parteispitze an die Bundesfraktion. [&hellip;]<br>\nDie Obergrenze f&uuml;r das Bundeswehrkontingent soll nach Angaben aus der Regierung unver&auml;ndert bei 5350 Soldaten bleiben. Wie von der SPD gefordert, fasst die Regierung dabei eine erste Reduzierung der Truppen am Hindukusch zum Jahresende ins Auge. &bdquo;Das oberste Ziel muss sein, den Einsatz im international konsentierten Zeitfenster bis 2014 zu einem guten Ende zu f&uuml;hren&ldquo;, hei&szlig;t es in einem 12-seitigen Afghanistan-Beschluss der SPD-Spitze.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/spezials\/einsatz-in-afghanistan\/spd-wird-afghanistan-mandat-mittragen\/-\/1477334\/5198442\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><strong>dazu: Abziehen und aufr&auml;umen<\/strong><br>\nDie SPD l&auml;sst sich in ihrer Treue zu Gerhard Schr&ouml;der nicht beirren und bleibt deshalb auch dem Afghanistan-Krieg verbunden. Jede Ausnahme von der Regel ist ihr suspekt<br>\nWenn die Sozialdemokraten wie angek&uuml;ndigt Ende Januar im Bundestag wieder einmal eine Verl&auml;ngerung des Bundeswehr-Mandats abnicken, kann das Verursacher-Prinzip geltend gemacht und auf reuige Verantwortung erkannt werden. Es war schlie&szlig;lich eine rot-gr&uuml;ne Bundesregierung, die im Dezember 2001 das Parlament &uuml;ber einen ersten Auftrag zur Verschickung deutscher Soldaten nach Zentralasien abstimmen lie&szlig;. Warum sollen die T&auml;ter den Folgen ihrer Tat entkommen, solange es welche gibt (und das kann dauern). Anderen h&auml;ngen alte und j&uuml;ngste Geschichten auch wie ein Klotz am Bein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/politik\/1101-abziehen-und-aufraeumen\">Der Freitag<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>ARD &amp; Co.: Die vorhersehbare Talkshow<\/strong><br>\nIn diesem Jahr werden die &ouml;ffentlich-rechtlichen Sender fast jeden Abend eine Talkshow von Senioren f&uuml;r Senioren senden. Nur samstags, da kommen die lustigen Rate-Sendungen f&uuml;r Kinder. Warum die ARD ein gewaltiges Nachwuchsproblem hat.<br>\nBeim deutschen Fernsehen gibt es einen extrem kleinen Adress-Zettelkasten. Ehrlich! Diesen Zettelkasten leihen sich die 25 Talkshow-Redaktionen reihum und ziehen daraus ihre 6 aus 49 Kandidaten. Mehr als 49 G&auml;stenamen passen leider nicht in das K&auml;stchen.<br>\nAusgetauscht werden die 49 Namen nur einmal im Jahrzehnt. 1980, 1990, 2000 und 2010 wurde der Austausch aber versehentlich vergessen. Deshalb dominieren Heiner Gei&szlig;ler und Heinz Olaf Henkel noch immer die Hitlisten der Talkshow-G&auml;ste.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/carta.info\/37085\/ard-co-die-vorhersehbare-talkshow\/\">carta<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>NDR: Film &uuml;ber Maschmeyer wird ausgestrahlt<\/strong><br>\nTrotz Interventionen des Medienanwalts Matthias Prinz will die ARD an diesem Mittwoch (21 Uhr 45) eine Dokumentation &uuml;ber den Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer senden.<br>\nDer Hamburger Anwalt Prinz hatte f&uuml;r seinen Mandanten am 7. Januar ein umfangreiches Schreiben an alle ARD-Intendanten geschickt. Diese werden darin aufgefordert, auf eine Einhaltung der journalistischen Sorgfaltspflicht durch den NDR hinzuwirken &bdquo;und eine wahrheitsgem&auml;&szlig;e und objektive Berichterstattung sicherzustellen&ldquo;. Es gebe Zweifel, da sein Mandant Maschmeyer nicht Gelegenheit erhalten habe, angemessen zu Wort zu kommen. Es habe zwar Interviewanfragen, aber keine konkreten Fragen gegeben, die sein Mandant gerne beantwortet h&auml;tte, sagte Prinz. In dem Schreiben werde nicht verlangt, dass die ARD auf die Ausstrahlung verzichtet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/medien\/ndr-film-ueber-maschmeyer-wird-ausgestrahlt\/3697252.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><strong>dazu: 80 Seiten-Schriftsatz gegen ein ARD- Aufkl&auml;rungsst&uuml;ck zu Maschmeyer, Riester, R&uuml;rup &amp; Co.<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"\/?p=7971\">Nachdenkseiten<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Einer unserer Leser liefert uns dazu eine interessante Beobachtung: Kurz nach 19.00 Uhr gestern wurde auf SPON ein <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,739003,00.html\">Bericht &uuml;ber diese Sendung eingestellt<\/a>. Schon kurze Zeit sp&auml;ter war er auf der Hauptseite wieder verschwunden und nur noch &uuml;ber die Suchfunktion auffindbar.<br>\nAuch im Leserforum waren die nicht gerade freundlichen Kommentaren offenbar <a href=\"http:\/\/forum.spiegel.de\/showthread.php?t=27289\">rasch wieder verschwunden<\/a><\/em>.<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Der Kongress bloggt!<\/strong><br>\nWenn Blogger sich auf Kongressen und Konferenzen treffen, geht es meist um technische Fragen, soziale Netzwerke und vor allem darum, wie man mit Blogs Geld machen kann. Politische Blogger und die Leser politischer Blogs interessieren sich f&uuml;r solche Themen erfahrungsgem&auml;&szlig; eher peripher. Dass es auch anders gehen kann, wollen das K&uuml;nstler- und Netzaktivistenpaar J&uuml;rgen und Ulrike Beck zeigen. Vom 11. bis 13. Februar 2011 veranstalten sie den 1. K&ouml;lner Blogger-Kongress unter dem selbstironischen Motto &ldquo;(Re)Evolution &ndash; Der Kongress bloggt!&ldquo;. Subline ist in diesem Jahr &ldquo;Krise muss nicht traurig sein&rdquo;. Ein Schwerpunktpanel besch&auml;ftigt sich dabei mit dem &ldquo;Whistleblowing&rdquo;. Als Stargast wird in diesem Panel der Schweizer Whistleblower Rudolf Elmer auftreten, dessen &uuml;ber Wikileaks ver&ouml;ffentlichte Daten das Bankhaus Julius B&auml;r schwer belasteten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/4800\/der-kongress-bloggt\">Spiegelfechter<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Alle 17 Minuten eine Hartz-Klage; Peking ist fl&uuml;ssig; Wirtschaftsweiser wendet sich gegen Steuersenkungen; Banker rechnen mit Staatspleite in Europa; Scheitern als Chance?; Resistente Keime &ndash; Kliniken sparen Patienten krank; Gr&uuml;nen-Verkehrsexperte erhebt schwere Vorw&uuml;rfe gegen die Bahn: &bdquo;Die Haltung muss sich &auml;ndern&ldquo;; Verbrauchersch&uuml;tzer fordern Riester-Boykott; McCarthy in Deutschland; Prostitution &ndash;<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7980\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-7980","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7980","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7980"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7980\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7984,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7980\/revisions\/7984"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7980"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7980"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7980"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}