{"id":8016,"date":"2011-01-17T09:06:58","date_gmt":"2011-01-17T08:06:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8016"},"modified":"2011-01-17T09:06:58","modified_gmt":"2011-01-17T08:06:58","slug":"hinweise-des-tages-1287","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8016","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute unter anderem zu folgenden Themen: &Uuml;bertriebene Angst vor Inflation; zu viel rein, zu wenig raus in den USA; Robert von Heusinger: Erholt; Ein-Euro-Jobs statt sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse; Zeitarbeit f&uuml;hrt selten zum Job; Strompreismanipulation oder nicht?; wenn ein Wildwest-Abenteuer als China-Kracher endet; &ldquo;Produktivit&auml;t schl&auml;gt Alterung&rdquo;; Gr&uuml;nes Wahlkampfget&ouml;se; Macht ein Dr&uuml;ckerk&ouml;nig Politik?; &ldquo;Lobbyismus ist immer ein Geflecht&rdquo;; Whistleblower vor Gericht; Rh&ouml;n-Konzern holt zum Rundumschlag aus; die Unterschicht &uuml;bernimmt die Landesverteidigung; erst Bachelor, dann Praktikant; sendet ARTE &ldquo;Water makes money&ldquo;?; Dioxin &ndash; eine Chronologie; Konsumenten von einem anderen Stern; Amerika nach dem Attentat; Tunesien ist reif f&uuml;r die Demokratie; im Libanon glimmt bereits die Lunte; das Letzte: Maschmeyer gr&uuml;ndet Firma Firma zur Behandlung von Depressionen. (KR\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert: <\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">&Uuml;bertriebene Angst vor Inflation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Zu viel rein, zu wenig raus in den USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Robert von Heusinger: Erholt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Ein-Euro-Jobs statt sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse bei der &ouml;ffentlich gef&ouml;rderten Besch&auml;ftigung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Zeitarbeit f&uuml;hrt selten zum Job<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Strompreismanipulation oder nicht?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Wenn ein Wildwest-Abenteuer als China-Kracher endet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Gerd Bosbach: &ldquo;Produktivit&auml;t schl&auml;gt Alterung&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Gr&uuml;nes Wahlkampfget&ouml;se<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Macht ein Dr&uuml;ckerk&ouml;nig Politik?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">&ldquo;Lobbyismus ist immer ein Geflecht&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Whistleblower vor Gericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Rh&ouml;n-Konzern: &raquo;Man hat zum Rundumschlag ausgeholt&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Die Unterschicht &uuml;bernimmt die Landesverteidigung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Erst Bachelor, dann Praktikant<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Sendet ARTE &ldquo;Water makes money&ldquo;?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Dioxin &ndash; eine Chronologie &ndash; EXTRA 3 &ndash; NDR<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Konsumenten von einem anderen Stern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Amerika nach dem Attentat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Tunesien ist reif f&uuml;r die Demokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Im Libanon glimmt bereits die Lunte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">Das Letzte: Maschmeyer gr&uuml;ndet Firma Firma zur Behandlung von Depressionen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=8016&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&Uuml;bertriebene Angst vor Inflation<\/strong><br>\nIn Deutschland scheint die Inflationsangst wieder umzugehen. Grund daf&uuml;r: Die Notenbanker sind gegen&uuml;ber dem &Ouml;lpreis machtlos und irritieren mit ihren Daten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/uebertriebene-angst-vor-inflation\/-\/1472780\/5637488\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Zu viel rein, zu wenig raus in den USA<\/strong><br>\nDas Handelsdefizit der weltgr&ouml;&szlig;ten Volkswirtschaft stieg allein 2010 um ein Drittel. Ein Blick auf die globale Entwicklung zeigt zudem: Die Ungleichgewichte nehmen teilweise krass zu.\n<p><img decoding=\"async\" width=\"470\" src=\"http:\/\/thumb1.ftdcdn.de\/original\/Image\/2011\/01\/13\/spaet\/161401Saldo_B.jpg\" alt=\"Grafik von FTD: Unwucht gestiegen\" title=\"Unwucht gestiegen\"><\/p>\n<p>Allein das Defizit in der US-Handelsbilanz stieg in den ersten elf Monaten 2010 annualisiert um mehr als 33 Prozent auf 500 Mrd. Dollar im Vergleich zum Vorjahr. Auch die Handelsdefizite anderer gro&szlig;er Industrienationen legten deutlich zu &hellip;<br>\nNoch deutlich st&auml;rker stieg 2010 das Handelsdefizit Gro&szlig;britanniens. Das Minus kletterte nach den ersten elf Monaten um &uuml;ber 50 Prozent auf rund 41 Mrd. Pfund &ndash; trotz der Exporterfolge der Industrie zuletzt. Auch innerhalb der Euro-Zone hat sich die Unwucht bislang nicht entsch&auml;rft. Der Fehlbetrag in der franz&ouml;sischen Handelsbilanz stieg sogar weiter an: das Defizit legte 2010 um 16 Prozent auf 46 Mrd. Euro zu &hellip;<br>\nIm Gegenzug stiegen die &Uuml;bersch&uuml;sse der Exportstaaten Deutschland und Japan ebenfalls kr&auml;ftig an. Allein China trug zum Abbau der globalen Unwucht bei&hellip;Hierzulande stieg das Handelsplus 2010 um &uuml;ber elf Prozent an.<br>\nNach Einsch&auml;tzung vieler internationaler Fachleute sind die globalen Ungleichgewichte eine Ursache f&uuml;r die Finanzkrise und die folgende Weltrezession &hellip;<br>\nErst in ihrem am Mittwoch ver&ouml;ffentlichten j&auml;hrlichen Wachstumsbericht betonte die EU-Kommission, dass eine Korrektur der makro&ouml;konomischen Ungleichgewichte eine zentrale Bedingung f&uuml;r Wachstum sei &ndash; f&uuml;r die Euro-Zone gelte dies besonders stark. Mitgliedsstaaten mit gro&szlig;en Leistungsbilanzdefiziten m&uuml;ssten unter anderem ihre Wettbewerbsf&auml;higkeit verbessern. Staaten mit hohen &Uuml;bersch&uuml;ssen m&uuml;ssten die Ursachen schwacher Binnennachfrage angehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:globale-schieflage-zu-viel-rein-zu-wenig-raus-in-den-usa\/50214726.html\">FTD<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Robert von Heusinger: Erholt<\/strong><br>\nMeinen es die Deutschen ernst? So lautet die alles entscheidende Frage. Wird sie auch in der neuen Woche mit ja beantwortet, steht weiteren Kursgewinnen des Euro sowie der Anleihen der S&uuml;dstaaten nichts im Wege. Am Mittwoch setzte sich die Hoffnung durch, Deutsche und Franzosen gelinge die Eind&auml;mmung der Schuldenkrise &ndash; durch die Aufstockung der Garantiesumme f&uuml;r den Rettungsschirm sowie mehr Befugnisse f&uuml;r denselben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/erholt\/-\/1472780\/5641646\/-\/index.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ich muss gestehen, ich vermisse die Analysen von Robert von Heusinger. Es mag ja sein, dass die Hauspolitik des Blattes Heusinger in letzter Zeit dazu zwingt, B&ouml;rsenempfehlungen abzugeben, d.h. das nachzuempfinden, was B&ouml;rsianer so bewegt. Er wei&szlig; selbst am besten, dass diese kaum von fundamentalen wirtschaftlichen Fragen ausgehen, er kennt die Schw&auml;chen des Ifo-Index. Dabei ist Robert von Heusinger durchaus in der Lage, beispielsweise die Bedeutung einer Aufstockung des Rettungsschirmes auch kritisch zu analysieren und nicht nur die Kurzschl&uuml;sse der B&ouml;rsianer zu pr&auml;sentieren. So k&ouml;nnte er z.B. wie seine Kollegin bei der taz, Ulrike Herrmann, die Frage aufwerfen, ob die EU-Finanzhilfen f&uuml;r Portugal wirklich die Rettung bedeuteten. &ldquo;Denn auch die Euro-L&auml;nder verlangen einen &uuml;berh&ouml;hten Zinssatz von 5,8 Prozent, wie Irland und Griechenland leidvoll erfahren. Wie sie bliebe Portugal in seiner Schuldenfalle gefangen, <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2011%2F01%2F13%2Fa0118&amp;cHash=25c7adf414\">selbst wenn es EU-Hilfen nimmt<\/a>.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ein-Euro-Jobs statt sozialversicherungspflichtige Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse bei der &ouml;ffentlich gef&ouml;rderten Besch&auml;ftigung<\/strong><br>\nIn der Regel wird in den entsprechenden Berichten die &bdquo;&ouml;ffentlich gef&ouml;rderte Besch&auml;ftigung&ldquo; auf die &bdquo;Ein-Euro-Jobs&ldquo; reduziert &hellip;<br>\nTats&auml;chlich ist der &bdquo;Ein-Euro-Job&ldquo; nach Inkrafttreten des SGB II am 1. Januar 2005 schnell zur quantitativ bedeutendsten &bdquo;Leistung zur Eingliederung in Arbeit&ldquo; aufgestiegen.<br>\nDie &bdquo;Finanzierung aus einer Hand&ldquo; (Bund: Mehraufwand und Ma&szlig;nahmekostenpauschale) er&uuml;brigt bei den &bdquo;Ein-Euro-Jobs&ldquo; i.d.R. eine in der &ouml;ffentlich gef&ouml;rderten Besch&auml;ftigung ansonsten notwendige und &uuml;bliche Kofinanzierung durch L&auml;nder, Kommunen, den Europ&auml;ischen Sozialfonds und\/oder die Ma&szlig;nahmetr&auml;ger selbst. Zudem &ndash; nicht unwichtig in der aktuellen Debatte &uuml;ber die drastische K&uuml;rzung der SGB II-Eingliederungsmittel &ndash; belastet die Finanzierung eines &bdquo;Ein-Euro-Jobs&ldquo; den Eingliederungstitel erheblich weniger als die Finanzierung der sozialversicherungspflichtigen Varianten der &ouml;ffentlich gef&ouml;rderten Besch&auml;ftigung, die &bdquo;Arbeitsgelegenheiten in der Entgeltvariante&ldquo;, die &bdquo;Besch&auml;ftigungsf&ouml;rderung (Besch&auml;ftigungszuschuss)&ldquo; gem&auml;&szlig; &sect; 16e SGB II und die &bdquo;Arbeitsbeschaffungsma&szlig;nahmen&ldquo; (Restabwicklung). Der wesentliche Grund: An &bdquo;gef&ouml;rderte Besch&auml;ftigte&ldquo; in &bdquo;Ein-Euro-Jobs&ldquo; muss weiterhin das gesamte &bdquo;Arbeitslosengeld II&ldquo; (einschlie&szlig;lich der Leistungen f&uuml;r Unterkunft und Heizung und der Beitr&auml;ge zur Sozialversicherung) gezahlt werden &ndash; Ausgaben f&uuml;r Leistungen zum Lebensunterhalt, die das Eingliederungsbudget nicht belasten.<br>\nGef&ouml;rderte Besch&auml;ftigte in den sozialversicherungspflichtigen Varianten m&uuml;ssen ihren Lebensunterhalt aus ihrem Lohn finanzieren, gegebenenfalls erg&auml;nzt durch Wohngeld (Wohngeldgesetz) oder erg&auml;nzendes &bdquo;Arbeitslosengeld II&ldquo;. Und da dieser Lohn (einschlie&szlig;lich der Sozialversicherungsbeitr&auml;ge) &uuml;berwiegend oder ganz durch die SGB II-&bdquo;Leistungen zur Eingliederung&ldquo; finanziert wird, belasten die sozialversicherungspflichtigen Varianten der &ouml;ffentlich gef&ouml;rderten Besch&auml;ftigung das Eingliederungsbudget wesentlich st&auml;rker.<br>\nIm Dezember 2010 waren nach vorl&auml;ufigen, von der Statistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit hochgerechneten Daten insgesamt 315.225 Frauen und M&auml;nner in den verschiedenen Varianten der &ouml;ffentlich gef&ouml;rderten Besch&auml;ftigung im Rechtskreis SGB II besch&auml;ftigt. Dies war der niedrigste Bestand seit Januar 2008 &hellip;<br>\nVon diesen 315.225 gef&ouml;rderten Besch&auml;ftigten waren 241.800 nicht sozialversicherungspflichtig besch&auml;ftigt. 73.425 waren sozialversicherungspflichtig besch&auml;ftigt.<br>\nDie &bdquo;finanzielle Attraktivit&auml;t&ldquo; des &bdquo;Ein-Euro-Jobs&ldquo; (f&uuml;r Ma&szlig;nahmetr&auml;ger, Kommunen u.s.w.) d&uuml;rfte auch in Zeiten drastischer K&uuml;rzungen ihre negative Wirkung entfalten und die &bdquo;sv-Quote&ldquo; in der &ouml;ffentlich gef&ouml;rderten Besch&auml;ftigung im Rechtskreis SGB II senken. Und vermutlich werden nicht einmal die den Jobcentern f&uuml;r den &bdquo;Besch&auml;ftigungszuschuss&ldquo; (BEZ) zugewiesenen 600 Millionen Euro f&uuml;r diesen (sozialversicherungspflichtigen) Zweck ausgegeben.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/110117_Hinweise_Ein_Euro_Jobs.pdf\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) [PDF &ndash; 459 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Zeitarbeit f&uuml;hrt selten zum Job<\/strong><br>\nWeit mehr als eine Million Menschen beginnen pro Jahr eine neue Besch&auml;ftigung in der Zeitarbeit. Meist ist es sogar so, dass sich kurzfristige Besch&auml;ftigung und Arbeitslosigkeit abwechseln. Etwa 50 Prozent der Arbeitsverh&auml;ltnisse enden vor Ablauf von drei Monaten. Zeitarbeitnehmer k&ouml;nnen sich in der Regel auch nicht den Entleihbetrieb aussuchen. Zudem wird Zeitarbeit meist schlecht bezahlt. &bdquo;Die Zeitarbeit wird h&auml;ufig nur akzeptiert, weil derzeit nichts Besseres zu finden ist&ldquo;, sagt Johannes Jakob, Arbeitsmarktexperte des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB). Dennoch haben die kurzfristigen Jobs auch gute Seiten: &bdquo;Sie sind f&uuml;r alle gut, die damit ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern&ldquo;, sagt Susanne Schnieber, Sprecherin der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit in N&uuml;rnberg. Das sind zum Beispiel Arbeitslose, Berufseinsteiger oder Berufsr&uuml;ckkehrer. F&uuml;r eine Mutter, die seit zw&ouml;lf Jahren aus dem Beruf raus ist und von SAP noch nie etwas geh&ouml;rt hat, kann das Modell durchaus eine Chance sein. Zeitarbeit k&ouml;nne ein Sprungbrett bieten, weil es leichter sei, sich als Arbeitnehmer und nicht als Arbeitsloser f&uuml;r einen Job auf dem ersten Arbeitsmarkt zu bewerben, sagt Schnieber. Nat&uuml;rlich gibt es die M&ouml;glichkeit des &bdquo;Klebeeffekts&ldquo;, dass Zeitarbeiter also von einer Firma, in der sie nur zeitweise arbeiten sollten, &uuml;bernommen werden. Doch die Quote ist gering: Nicht einmal jeder zehnte Zeitarbeitnehmer bekommt diese Chance.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/zeitarbeit-fuehrt-selten-zum-job\/3704286.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Strompreismanipulation oder nicht?<\/strong><br>\nDas Kartellamt hat die Ergebnisse seiner &ldquo;Sektoruntersuchung Stromerzeugung und Stromgro&szlig;handel&rdquo; ver&ouml;ffentlicht. Untersucht wurde dazu die Vorg&auml;nge im Stromgro&szlig;handel der Jahre 2007 und 2008. Ergebnis: Durchschnittlich waren &uuml;ber den Untersuchungszeitraum 25% der Kraftwerksleistung nicht am Netz. &ldquo;Aus technischen Gr&uuml;nden&rdquo;, wie die Betreiber versicherten.<br>\nFazit: Die Strukturen bieten M&ouml;glichkeit und Anreiz, Strom zu verknappen und k&uuml;nstlich zu verteuern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/2\/149078\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wenn ein Wildwest-Abenteuer als China-Kracher endet<\/strong><br>\nDer fr&auml;nkische Gipshersteller Knauf wollte beim Bauboom in den USA kr&auml;ftig mitverdienen. Doch die Platten, die er aus China lieferte, waren verunreinigt. Tausende Hausbesitzer klagen auf Schadensersatz. Ein Lehrst&uuml;ck &uuml;ber die Fallstricke der Globalisierung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/industrie\/:expansion-nach-amerika-wenn-ein-wildwest-abenteuer-als-china-kracher-endet\/50213340.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es sind mitnichten die Fallstricke der Globalisierung, &uuml;ber die der Gipshersteller Knauf stolperte. Die im Artikel genannten &ldquo;L&uuml;cken bei der Qualit&auml;tskontrolle, mangelndes Risikobewusstsein, ein miserables Krisenmanagement und der Versuch, Probleme kleinzureden&rdquo; haben sehr wenig mit der Globalisierungsstrategie des Konzerns zu tun, oder man versteht unter Globalisierung eine weltumspannende Strategie von Kostensenkung, bei der nicht nur die niedrigsten L&ouml;hne und Steuern gefragt sind, sondern auch die niedrigsten Ausgaben f&uuml;r Konsumenten-, Arbeiter- und Umweltschutz zu erwarten sind. Wenn dann wie bei Knauf im Iran Besch&auml;ftigten mit Entlassung gedroht wird, falls diese gegen die Regierung protestieren sollten, ist das nur konsequent. Sind doch die Regierungen im Iran, in China oder in Bangladesch die Garanten des Profits unserer Firmen &ndash; auf Kosten der Allgemeinheit in diesen L&auml;ndern, aber auch bei uns, im Falle Knauf in den USA. Es geradezu absurd wie bezeichnend, wenn Knauf sein Problem darin sieht, sich auf die Spielregeln in den USA schlecht vorbereitet zu haben. Wie &auml;rgerlich, wenn Gesch&auml;digte in den USA Anspr&uuml;che gegen den Hersteller geltend machen k&ouml;nnen, auch wenn dieser in keinem direkten Vertragsverh&auml;ltnis mit ihnen steht. Soll hei&szlig;en, Du darfst ruhig irgendwo in der globalen Runde Schrott produzieren und an den Mann bringen, Hauptsache Du bist rechtlich abgesichert: Made in Germany heute. Wir haben in Deutschland keine Produzentenhaftung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Gerd Bosbach: &ldquo;Produktivit&auml;t schl&auml;gt Alterung&rdquo; <\/strong><br>\nWeniger Menschen in Deutschland, und die werden auch noch immer &auml;lter &ndash; kein Grund zur Panik, sagt der Demografie-Experte Gerd Bosbach. &ldquo;Wir werden seit 1870 &auml;lter&rdquo;, sagt Bosbach, der Professor f&uuml;r Statistik an der Fachhochschule Remagen ist. Seitdem sei der Lebensstandard gestiegen, der Sozialstaat eingef&uuml;hrt und die Arbeitszeit immer weiter verk&uuml;rzt worden. Denn mit dem durchschnittlichen Lebensalter habe sich auch die Produktivit&auml;t erh&ouml;ht. &ldquo;Produktivit&auml;t schl&auml;gt Alterung.&rdquo; Auch die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes, wonach Ende 2010 erneut weniger Menschen in der Bundesrepublik lebten als im Jahr zuvor, sieht Bosbach gelassen. Im Jahr 1995 habe es 81,8 Millionen Einwohner in Deutschland gegeben, 2010 seien es 81,7 Millionen gewesen &ndash; &ldquo;und wir reden von einer aussterbenden Gesellschaft?&rdquo; Die Einwohnerdichte sei nach wie vor hoch &ndash; 230 Menschen pro Quadratkilometer, im europ&auml;ischen Durchschnitt liege sie bei 116 Menschen, sagte er. &ldquo;Wenn hier mal zwei bis drei Millionen weniger leben werden, ist das kein Drama.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ihre-vorsorge.de\/magazin\/nachrichten\/soziales\/news-single\/article\/produktivitaet-schlaegt-alterung.html\">Ihre Vorsorge<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Gr&uuml;nes Wahlkampfget&ouml;se<\/strong><br>\nWahlprogramme sind ohnehin bei keiner Partei das Papier wert, auf dem sie gedruckt sind. Und ganz besonders in bezug auf die Gr&uuml;nen stellt sich die Frage, ob es irgendeinen vern&uuml;nftigen Grund geben k&ouml;nnte, ihnen etwas zu glauben. 1998 zogen sie als Hoffnungstr&auml;ger nicht nur der Friedens- und Umweltbewegung, sondern auch vieler sozial engagierter Menschen f&uuml;r sieben Jahre in die Bundesregierung ein. Die Bilanz ist verheerend: Unter ma&szlig;geblicher Beteiligung gr&uuml;ner Spitzenpolitiker wurde die Beteiligung Deutschlands an einem v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriffskrieg durchgesetzt. Hartz IV tr&auml;gt ebenso das Copyright des &raquo;rot-gr&uuml;nen Projektes&laquo; wie der schwammige &raquo;Atomkonsens&laquo;, der die jetzt beschlossene Verl&auml;ngerung der AKW-Laufzeiten erst m&ouml;glich machte. In keiner anderen Regierungskonstellation wurde durch Steuergeschenke so viel Geld von unten nach oben umverteilt. Die jetzt beklagte &raquo;Zwei-Klassen-Medizin&laquo; ist auch eine Folge der damaligen &raquo;Gesundheitsreformen&laquo;. Rentensenkungen wurden auf den Weg gebracht, der Arbeitsmarkt dereguliert und Niedriglohnsektoren etabliert. Die Liste lie&szlig;e sich noch lange fortsetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/01-15\/021.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Macht ein Dr&uuml;ckerk&ouml;nig Politik?<\/strong><br>\nDie ARD zeigt einen Film &uuml;ber den Finanzdienstleister Carsten Maschmeyer. Der Name sagt Ihnen nichts? Christian Wulff und Gerhard Schr&ouml;der schon. Walter Riester und Bert R&uuml;rup auch. Und genau das ist das Problem.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7\/Doc~E182D60E9302D4C2B8CBBAD369417A085~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Ab und zu vermag die FAZ angenehm zu &uuml;berraschen. Zitat: &bdquo;Bilder des fr&uuml;heren Arbeitsministers Walter Riester, der auf Veranstaltungen des AWD auftritt? Eine gemeinsame Firma mit dem Politikberater Bert R&uuml;rup? Mit politischen Figuren also, die unser Rentensystem umgeformt und den Menschen den Gedanken eingepflanzt haben, dass sie privat f&uuml;r ihr Alter vorsorgen m&uuml;ssen? Passt das zusammen? &hellip; Wer den Film gesehen hat, wei&szlig;, dass Carsten Maschmeyer nicht der Einzige ist, der Fragen beantworten sollte.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&ldquo;Lobbyismus ist immer ein Geflecht&rdquo;<\/strong><br>\nDie ARD skandalisiert die Rolle des &ldquo;Dr&uuml;cker-K&ouml;nigs&rdquo; Maschmeyer bei der Renten-Privatisierung. Doch an der Riester-Rente haben viele mitgewirkt, so die &Ouml;konomin Wehlau: &bdquo;Die Einf&uuml;hrung der Riester-Rente ist nicht auf eine einzelne Person herunterzubrechen, so schillernd diese auch sein mag. Die Teilprivatisierung der Rente im Jahr 2001 war besonders stark durch die Finanzlobby beeinflusst, soviel ist klar. Aber hierbei handelt es sich um ein Geflecht aus vielen Akteuren: Banken, Versicherungen und auch Finanzdienstleister wie AWD. &hellip; Die unabh&auml;ngige Politikberatung ist in der Rentenpolitik gef&auml;hrdet &ndash; st&auml;rker als in anderen Politikbereichen. Walter Riester war der erste Arbeitsminister, der Mitglieder des Sozialbeirats der Bundesregierung absetzte, um kritische Positionen aus dieser Richtung zu unterbinden: So wurde der Privatisierungs-Skeptiker Winfried Schm&auml;hl im Jahr 2000 als Vorsitzender des Beirats gegen Bert R&uuml;rup ausgetauscht. Seit dieser Phase wird die wissenschaftliche Politikberatung von Bef&uuml;rwortern des Privatisierungskurses dominiert. Auch heute wird trotz der Finanzkrise keine ernsthafte Diskussion &uuml;ber die erheblichen Risiken der privaten Altersvorsorge gef&uuml;hrt. Doch glaube ich, dass die Wissenschaftler weniger bei der Einf&auml;delung solcher Reformen, als vielmehr bei der &Ouml;ffentlichkeitsarbeit eine wichtige Rolle spielen: Egal wer sie bezahlt, sie genie&szlig;en als Wissenschaftler Vertrauen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/politik\/1102-sdsg\">Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Whistleblower vor Gericht &ndash; die Rudolf-Elmer-Story<\/strong><br>\nDer Schweizer Banker Rudolf Elmer z&auml;hlt mit seinen &uuml;ber WikiLeaks publizierten Datens&auml;tzen der Privatbank Julius B&auml;r zu den Pionieren des Whistleblowings. Doch nicht die Steuers&uuml;nder oder ihre Helfer, sondern er steht nun in der Schweiz vor Gericht. Rudolf Elmers Geschichte ist eine moderne Parabel von einem Saulus, der sich unfreiwillig zum Paulus wandelte, einem seri&ouml;sen Schweizer Banker, der von seinem ehemaligen Arbeitgeber in die Enge getrieben und so zum Whistleblower wurde. Die Kulisse dieser Geschichte bilden die pittoresken Str&auml;nde der Cayman Islands und die Schweiz, deren Bankgeheimnis &Auml;hnlichkeiten mit der Omerta der sizilianischen Mafia hat. Verfolgt man die Geschichte des Whistleblowers, so f&uuml;hlt man sich unweigerlich an den Grisham-Roman &ldquo;Die Firma&rdquo; erinnert, in dessen Verfilmung der smarte Tom Cruise auf den Caymans gegen die organisierte Finanzkriminalit&auml;t k&auml;mpft. Doch das wahre Leben ist kein Hollywood-Film und hat nur selten ein Happy End.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/34\/34023\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&raquo;Man hat zum Rundumschlag ausgeholt&laquo;<\/strong><br>\nDie Marburger Uniklinik des Rh&ouml;n-Konzerns versucht, Kritik juristisch zu unterdr&uuml;cken. Ein Gespr&auml;ch mit Sven Lehmann. Sven Lehmann ist Rechtsanwalt des Produzenten und Reporters Rainer Fromm, der die ZDF-Dokumentation &raquo;Der Patient als Ware&laquo; erstellt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/01-10\/047.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die Unterschicht &uuml;bernimmt die Landesverteidigung<\/strong><br>\nDie Abschaffung der Wehrpflicht markiert einen Umbruch. Den Job bei der Bundeswehr muten sich nur die zu, die sonst wenige Chancen haben.<br>\nAlso gilt nicht mehr &bdquo;B&uuml;rger in Uniform&ldquo;, sondern &bdquo;Prekarier in Uniform&ldquo;. Gewiss, das ist &uuml;berspitzt, aber im Kern richtig. Wohlgemerkt: &bdquo;Unterschicht&ldquo; oder &bdquo;Prekariat&ldquo; &ndash; das ist keine Bewertung, sondern eine Beschreibung des Sachverhalts. Ober- und Mittelschichten sind nicht besser, aber es geht ihnen besser als den Unterschichten. Jede Ober- und Mittelschicht, nicht nur die deutsche, ist meist besser ausgebildet als die Unterschicht &hellip;<br>\nNie gingen in der Menschheitsgeschichte Oberschichten freiwillig zum Milit&auml;r, denn dieser Arbeitsplatz war oft todsicher.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article12186329\/Die-Unterschicht-uebernimmt-die-Landesverteidigung.html\">Die Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Erst Bachelor, dann Praktikant<\/strong><br>\nDie Bewerber sollten j&uuml;nger werden, doch jetzt will sie niemand haben. Wirtschaftsprofessor Christian Scholz erkl&auml;rt, warum manche Unternehmen den Bachelor nicht ernst nehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/karriere\/berufseinstieg-erst-bachelor-dann-praktikant-1.1046618\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Sendet ARTE &ldquo;Water makes money&ldquo;?<\/strong><br>\nNach der bisher &uuml;beraus erfolgreichen Verbreitung des Films &bdquo;Water Makes Money&rdquo; In Form von &uuml;ber 200 (Kino)-Vorf&uuml;hrungen und mehr als 1000 DVDs, hat der im Film kritisierte franz&ouml;sische Konzern VEOLIA in Paris gegen den Film Klage wegen &bdquo;Verleumdung&rdquo; eingereicht. Noch ist nicht klar, was konkret man uns vorwirft. Der Konzern hat dennoch bereits erreicht, dass die franz&ouml;sische Staatsanwaltschaft dem Antrag Veolias stattgegeben und einen Untersuchungsrichter bestellt hat. Dieser l&auml;sst jetzt mit Hilfe eines auch auf Deutschland ausgeweiteten Rechtshilfeersuchens polizeilich ermitteln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=16081\">NRhZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Dioxin &ndash; eine Chronologie &ndash; EXTRA 3 &ndash; NDR<\/strong><br>\nSeit 1998 k&uuml;ndigen die Verantwortlichen Konsequenzen an &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=LL3WHCh8BMI\">YouTube &ndash; NDR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Konsumenten von einem anderen Stern<\/strong><br>\nDer US-Einzelhandelsumsatz ist im vierten Quartal mit einer annualisierten Rate von 14 Prozent gewachsen. Fragt sich nur, wo die Verbraucher das Geld hernehmen, um diesen Schluck aus der Pulle zu finanzieren. Aus der Lohnt&uuml;te wohl kaum. Und wo stammen die Waren her, welche die US-Verbraucher, die laut dem ern&uuml;chternden Januar-Konsumklimabericht der Universit&auml;t von Michigan einen Preisanstieg von 3,3 Prozent &uuml;ber die n&auml;chsten zw&ouml;lf Monate erwarten, in rauen Mengen (?) einkaufen? Von den US-Produzenten kaum, denn die haben im vierten Quartal annualisierte 1,6 Prozent weniger Konsumg&uuml;ter hergestellt als im dritten. Auch die realen Konsumg&uuml;tereinfuhren sind im Oktober und November blo&szlig; um annualisierte 1,1 Prozent h&ouml;her gewesen als im Mittel des dritten Quartals. Derweil beginnt die Rohstoffhausse zu schmerzen. Nach dem Verbraucherpreisanstieg um annualisierte 2,6 Prozent im vierten Quartal sind die realen Stundenl&ouml;hne im Dezember quasi auf das Niveau des Vorjahrs zur&uuml;ckgefallen, wobei etliche Arbeitsmarktindikatoren schwach bleiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/marktberichte\/:das-kapital-konsumenten-von-einem-anderen-stern\/50215612.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wir m&uuml;ssen uns wohl oder &uuml;bel ein gesundes Misstrauen auch gegen&uuml;ber den statistischen Aussagen von OECD-L&auml;ndern zulegen. In Falle der USA gilt es wohl vor allem, die Nachfrage nach US-Aktien oder Anleihen aufrecht zu erhalten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Amerika nach dem Attentat<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Das schleichende Gift der Gewaltrhetorik<\/strong><br>\nGewaltt&auml;tigkeit ist nicht nur ein Element der amerikanischen Popul&auml;rkultur, sondern dringt zunehmend auch in die politische Rhetorik ein. Das Attentat auf die demokratische Abgeordnete Gabrielle Giffords r&uuml;ckt das Problem in den Fokus der &ouml;ffentlichen Debatte. Viel ist derzeit die Rede davon, dass das Attentat in Arizona einen Wendepunkt markieren k&ouml;nnte &ndash; allem voran in der vergifteten Atmosph&auml;re, die das politische Klima und die Rhetorik der amerikanischen Politik bestimmt. Psychisch Gest&ouml;rte, die Befehle vernehmen, deren Herkunft sich rationaler Kontrolle entzieht, sind f&uuml;r die Abschuss-Metaphorik, die sich im &ouml;ffentlichen Diskurs breitzumachen beginnt, begreiflicherweise empf&auml;nglicher als der Durchschnittsb&uuml;rger. In westeurop&auml;ischen Demokratien gilt die hier gern gepflegte Form radikaler Hasspredigten als Volksverhetzung; in den USA sind sie das Resultat einer quotenbesessenen Medienlandschaft, die sich von einem Extrempopulismus, der nicht selten unterf&uuml;ttert ist von Aufrufen zur Gewalt, hohe Einschaltquoten verspricht. Zu Recht: Rush Limbaugh erreicht pro Woche etwa zwanzig Millionen Zuh&ouml;rer. Im Jahr 1987 wurde die ausgewogene Berichterstattung, die bis dahin unter dem Stichwort &laquo;Fairness Doctrine&raquo; den &ouml;ffentlichen Diskurs bestimmte, unter Berufung auf die &laquo;freie Meinungs&auml;usserung&raquo; suspendiert. So entstand mit den hierzulande &uuml;beraus popul&auml;ren Radiotalkshows eine Provokationsmaschine, die im Grunde nicht anders als der deregulierte Finanzmarkt funktioniert: Extreme k&ouml;nnen nur von Extremen &uuml;berboten werden &ndash; bis irgendwann der Kollaps eintritt. Die Folge davon sind nicht zwingend Attentate, doch mit Sicherheit der Ruin des politischen Diskurses.<br>\nNun gehen &ouml;ffentliche &Auml;mter in den USA generell mit einem hohen Sicherheitsrisiko einher. Im letzten M&auml;rz wurde Gabrielle Giffords&rsquo; Wahlb&uuml;ro von Gegnern der Gesundheitsreform verw&uuml;stet; bei einem B&uuml;rgertreffen mit Giffords im Jahre 2009 fiel einem Tea-Party-Anh&auml;nger eine geladene Waffe aus der Tasche. Giffords ist selbst eine passionierte Bef&uuml;rworterin der Waffenfreiheit, und wer die explosiven Zust&auml;nde im von der mexikanischen Drogenmafia gebeutelten Gliedstaat Arizona bedenkt, kann diese Einstellung vielleicht noch nachvollziehen. Das Massaker von Tucson aber wurde mit einer Glock-Pistole ausgef&uuml;hrt, einer halbautomatischen Waffe, die ein Magazin von bis zu 32 Patronen besitzt und laut der &laquo;Brady Campaign to Prevent Gun Violence&raquo; zur Selbstverteidigung nicht geeignet ist. Nach Einsch&auml;tzung dieser Organisation, die sich f&uuml;r die Waffenkontrolle einsetzt, ist diese Pistole einzig dazu da, &laquo;m&ouml;glichst viele Menschen in k&uuml;rzester Zeit zu t&ouml;ten&raquo;. Die Glock war lange verboten &ndash; bis der US-Kongress sie auf Druck der einflussreichen National Rifle Association im Jahr 2004 wieder zuliess. Nach Angaben der Brady Campaign sind in den USA seit Ende der sechziger Jahre mehr als eine Million Menschen durch Schusswaffen umgekommen. &laquo;Mord und Totschlag sind das weisse Rauschen in dieser Gesellschaft&raquo;, schreibt der Kolumnist Bob Herbert in der &laquo;New York Times&raquo;. Die Wildwestrhetorik der Politik ist also nicht ohne Realit&auml;tsbezug. Der neue Sprecher der Republikaner, John Boehner, hat soeben einen Vorschlag zur Regulierung der Waffengesetzgebung abgelehnt. Amerika bleibt bei seinem Ritual, das stets nach demselben Muster abl&auml;uft: Katastrophe, Schock, Schuldzuweisung. Und das grosse Vergessen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/kultur\/aktuell\/das_schleichende_gift_der_gewaltrhetorik_1.9089906.html\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Wer Ungleichheit s&auml;t &hellip;<\/strong><br>\nDer Grund f&uuml;r die Radikalisierung in den USA ist in der prek&auml;ren wirtschaftlichen Lage zu suchen, schreibt Harald Schumann im &ldquo;Kontrapunkt&rdquo;. Politische Spaltung geht einher mit wirtschaftlicher und sozialer Spaltung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/amerika-nach-dem-attentat-wer-ungleichheit-saet\/3703522.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Paul Krugman: Gespaltene Nation<\/strong><br>\nWenn Obama Vers&ouml;hnung predigt, ist dieser Wunsch nicht einfach zu erf&uuml;llen. Die Differenzen in den USA sind fundamental. Was uns trennt, sind nicht Fragen pragmatischer Politik, sondern unterschiedliche Auffassungen von Gerechtigkeit. Die eine Fraktion h&auml;lt den modernen Wohlfahrtsstaat &ndash; eine kapitalistische &Ouml;konomie, in der die Gewinner mit ihren Steuern das soziale Netz finanzieren &ndash; f&uuml;r moralisch besser als den brutalen Kapitalismus, den wir vor dem New Deal hatten. Die andere Seite glaubt, dass Menschen ein Recht darauf haben, das zu behalten, was sie verdienen. Steuern sind f&uuml;r sie Diebstahl. Das n&auml;mlich steckt hinter der Vorliebe der modernen Rechten f&uuml;r aggressive Rhetorik: Viele ihrer Aktivisten halten tats&auml;chlich Steuern f&uuml;r einen Tyrannen-Angriff auf ihre Freiheit. In den vergangenen beiden Jahren aber ist eine Rhetorik normal geworden, die der Gewalt das Wort redet. Die Chefs beider Parteien m&uuml;ssen Gewalt und verrohte Sprache f&uuml;r inakzeptabel erkl&auml;ren. Wir alle w&uuml;nschen uns Vers&ouml;hnung, am Anfang aber muss die &Uuml;bereinkunft stehen, dass Konflikte nur mit legalen Mitteln ausgetragen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/gespaltene-nation\/-\/1472602\/5641606\/-\/index.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Das Problem scheint aber darin zu bestehen, dass Volksverhetzung in den USA unter Meinungsfreiheit firmiert und Gewaltaufrufe als metaphorisch ausgelegt werden d&uuml;rfen, d.h. legal sind.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Tunesien ist reif f&uuml;r die Demokratie<\/strong><br>\nVolker Perthes, Direktor der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik, &uuml;ber die Folgen des Umsturzes in Tunesien f&uuml;r die Region:<br>\n&ldquo;Vielleicht haben wir alle in der Vergangenheit die organisierte Opposition zu sehr in den Blick genommen, die es in der einen oder anderen Form in den arabischen Staaten immer gibt, die aber nur eine marginale Rolle spielen. Das liegt vor allem daran, dass sich Oppositionspolitiker und Oppositionsparteien mit den Mitteln diktatorischer Regime vergleichsweise leicht kontrollieren und unterdr&uuml;cken lassen. In Tunesien waren und sind andere Kr&auml;fte am Werk, n&auml;mlich eine mobilisierte Mittelschicht und eine junge Bev&ouml;lkerung. Und die l&auml;sst sich nicht so einfach unterdr&uuml;cken. &hellip; Die Staaten in der Region k&ouml;nnen aus dem Sturz Ben Alis lernen, dass es zwar m&ouml;glich ist, Parteien zu verbieten, Wahlen zu f&auml;lschen und Oppositionspolitiker zu verhaften, dass man aber nicht gegen die Demografie anregieren kann. Wenn 50 Prozent der Bev&ouml;lkerung unter 18 sind und diese Jugend keine Chance erh&auml;lt, an Arbeit und Wohlstand sowie an den politischen Entscheidungsprozessen teilzuhaben, dann kommt es irgendwann zum Umsturz.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/tunesien-ist-reif-fuer-die-demokratie\/3704862.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em>Dazu passt:<\/em><\/p>\n<p><strong>Gaddafi greift tunesische Bev&ouml;lkerung scharf an<\/strong><br>\nWie der vertriebene Staatschef Ben Ali ist auch Gaddafi bereits seit mehreren Jahrzehnten im Amt. Auf den Sturz des Amtskollegen reagiert er mit scharfer Kritik: &ldquo;Tunesien hat sich jetzt in ein Land verwandelt, das von Banden regiert wird.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:blutige-unruhen-gaddafi-greift-tunesische-bevoelkerung-scharf-an\/50215589.html\">FTD<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Im Libanon glimmt bereits die Lunte<\/strong><br>\nDie Situation im Libanon k&ouml;nnte die n&auml;chste Explosion in der arabischen Welt ausl&ouml;sen. Seit dem Massenr&uuml;cktritt der elf Hisbollah-Minister und ihrer Verb&uuml;ndeter taumelt der Zedernstaat einem neuen B&uuml;rgerkrieg entgegen. Was am vergangenen Dienstag mit dem Sturz der vom Westen gest&uuml;tzten Regierung Saad Hariri begann, kann sich bald zu einer blutigen Staatskrise auswachsen. Unvers&ouml;hnlich stehen sich die beiden Lager gegen&uuml;ber. Immer tiefer spaltet der Mord an dem beliebten Ex-Premier Rafik Hariri die kleine Nation am Mittelmeer. Am Wochenende hatte das &bdquo;Sondertribunal f&uuml;r den Libanon&ldquo; in Den Haag durchsickern lassen, Anklagevertreter Daniel Bellemare werde Anfang der Woche Untersuchungsrichter Daniel Fransen seine Ermittlungen zu dem Bombenanschlag am 14. Februar 2005 vorlegen &ndash; zusammen mit einer Namensliste der Verd&auml;chtigen. Nach Angaben der franz&ouml;sischen Zeitung &bdquo;Le Monde&ldquo; haben die Fahnder keine Zweifel, dass die T&auml;ter in den Reihen der Hisbollah zu suchen sind.<br>\nIm September k&ouml;nnte dann der weltweit erste Terrorprozess vor dem internationalen Gerichtshof beginnen &ndash; ein Schritt, den Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah unter allen Umst&auml;nden verhindern will. Seit Monaten denunziert der Geistliche das Hariri-Tribunal als &bdquo;israelische und amerikanische Verschw&ouml;rung&ldquo;. Am Sonntagabend wandte er sich im Fernsehen &bdquo;an die libanesische Nation&ldquo; und bekr&auml;ftigte, die Hisbollah werde &bdquo;ihre W&uuml;rde, ihre Existenz und ihr Ansehen&ldquo; verteidigen. Gleichzeitig versuchen seine politischen Mitstreiter, Staatspr&auml;sident Michel Sleiman zu &uuml;berzeugen, einen Sunniten &bdquo;mit Verdiensten im Widerstand&ldquo; mit der Regierungsbildung zu beauftragen. Ein solcher der Hisbollah genehmer Premier k&ouml;nnte dann &ndash; so das Kalk&uuml;l &ndash; die Kooperation mit dem Tribunal beenden. Rafik Hariris Sohn Saad hatte dies stets abgelehnt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/im-libanon-glimmt-bereits-die-lunte\/3705574.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Das Letzte: Maschmeyer gr&uuml;ndet Firma Firma zur Behandlung von Depressionen<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hmnc.de\/medienberichte\/\">HolsboerMaschmeyer NeuroChemie GmbH<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Neudeutsch nennt man so etwas wohl Cross-Over-&Ouml;konomie: Zuerst erzielt man Millionengewinne indem man Menschen als Anlageberater in den Ruin treibt, und anschlie&szlig;end verdient man dann wieder daran, dass man den dadurch in die Depression Getriebenen &bdquo;ma&szlig;geschneiderte Arzneimittel&ldquo; zur Behandlung anbietet. Ein &bdquo;philantropisches Projekt&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. 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