{"id":80234,"date":"2022-01-28T12:00:00","date_gmt":"2022-01-28T11:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80234"},"modified":"2022-01-28T12:38:31","modified_gmt":"2022-01-28T11:38:31","slug":"die-maechtigen-sollen-sich-darum-kuemmern-dass-es-dem-volk-gut-geht-statt-kriege-zu-fuehren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80234","title":{"rendered":"\u201eDie M\u00e4chtigen sollen sich darum k\u00fcmmern, dass es dem Volk gut geht, statt Kriege zu f\u00fchren\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Das mediale und politische S&auml;belrasseln gegen Russland und gegen die Ukraine ist lautstark. Wer hinh&ouml;rt, vernimmt kaum Zwischent&ouml;ne, wie es aber um das Leben der Betroffenen, um die einfachen Menschen bestellt ist, den Ukrainern, den Russen. Stattdessen wird Russland permanent eine Bedrohung genannt, wird die Ukraine schon der NATO zugeschoben, die NATO, die USA und die ihr folgenden Nationen der Willigen als die Heilsbringer der freien westlichen Welt gefeiert. Das wirkt und verf&auml;ngt, selbst einfache Leute raunen: &bdquo;Putin b&ouml;s&rsquo;, wir gut.&ldquo; Doch es tut Not, sich an der Basis zu informieren, B&uuml;rgern aus der Ukraine zum Beispiel zuzuh&ouml;ren. Und zu schlussfolgern: Macht Frieden, kein Krieg! Von <strong>Frank Blenz<\/strong><br>\n<!--more--><br>\nDem Volk aufs Maul zu schauen, ist die simple Art, Informationen &uuml;ber den Zustand eines Gemeinwesens zu erhalten. Ungefiltert, ohne Begleitfeuerwerke der Mainstreammedien den einfachen Menschen zuh&ouml;ren, bringt Wahrheiten zutage. Wie es in der Ukraine wirklich aussieht, das erf&auml;hrt man, h&ouml;rt man B&uuml;rgern dieses Landes zu. Ich tat das j&uuml;ngst, als ich wieder mal eine Aussiedlerin, eine Mitb&uuml;rgerin aus meiner Heimat, sprach, die seit fast 20 Jahren in Deutschland lebt und dennoch bis heute regelm&auml;&szlig;ig famili&auml;re Bindungen in die alte Heimat pflegt. Auch reist sie &ouml;fters in die Ukraine. Sie sagt: &bdquo;Die Ukrainer und die Russen &ndash; das ist im Grunde eins.&ldquo; Und die N&auml;he zu Russland sei beinah in der Wiege liegend f&uuml;r diese V&ouml;lker. In der Ukraine lebten Menschen verschiedenster Nationalit&auml;ten, es sei fast so wie in Deutschland, meint sie milde l&auml;chelnd mit einem charmanten Verweis auf Bayern, Sachsen, &bdquo;Preu&szlig;en&ldquo;. Dass in der Ukraine ein Krieg ausgebrochen sei, l&auml;ge aber schlicht in der Durchsetzung einer Form von Apartheid und nicht im Interesse der einfachen Leute. Die Russen in der Ukraine seien das Ziel von Nationalisten, so die Aussiedlerin. Nach und nach h&auml;tten sich Nationalisten ukrainischer Abstammung durchgesetzt, gez&uuml;ndelt und auch angez&uuml;ndet, gar geputscht und sich durchgesetzt, Ukraine den Ukrainern, &bdquo;Russen raus&ldquo; schreiend. Dass im Osten des gro&szlig;en Landes viele Russen lebten und sich diese derlei Feindseligkeit nicht gefallen lie&szlig;en und lassen, pl&ouml;tzlich Menschen zweiter Klasse und Spielball &bdquo;gro&szlig;er Politik&ldquo; zu sein &ndash; sei eine Folge des aggressiven Vorgehens der Nationalisten und deren Strippenzieher, innen und au&szlig;en. <\/p><p>Die ukrainische Aussiedlerin wei&szlig; von ihren Verwandten daheim und durch ihre eigenen Besuche, dass die Lage in der Ukraine sehr unvers&ouml;hnlich wirkt, das sei aber nicht so unter den einfachen Menschen. &bdquo;Die Nachbarn unterschiedlicher Abstammung in unserem kleinen Ort sind immer noch Nachbarn und halten zusammen und wollen alle eines nicht: Krieg.&ldquo; Die f&uuml;hrenden ukrainischen Kr&auml;fte, die Beh&ouml;rden lie&szlig;en nichts unversucht, die russische  Bev&ouml;lkerung herabzuw&uuml;rdigen. Ihr &Auml;rger &uuml;ber die Ausrufung einer russischen Republik im Osten sei gro&szlig;. Die Pein dr&uuml;ckte sich gegen die Russen bis in den Alltag aus: Das gehe bis hin zu einem beh&ouml;rdlichen Plan, die kyrillische Schrift, Teil der Kultur der Ukraine, zur&uuml;ckzudr&auml;ngen. Auch Russisch als Amtssprache stehe zur Disposition.<\/p><p>Weitere Druckmittel wurden schon angewandt, so die Aussiedlerin: Die Versorgung gen Osten wurde behindert, Stromabschaltungen inklusive. &bdquo;Klar, dass dann Russland den Leuten in der Ukraine, die russischer Abstammung sind, hilft&ldquo;, sagt die Aussiedlerin. Sie mache sich Gedanken und klagt: Anstatt die Lage endlich zu befrieden, den Menschen zugewandt zu sein, wirtschaftliche, soziale, kulturelle und gesellschaftliche Probleme anzugehen, z&uuml;ndelten die Machthaber, die ukrainischen Nationalisten. Und der Westen z&uuml;ndelt mit. Der Westen sch&uuml;re, die NATO frohlocke, ihr &bdquo;Wir werden nicht gen Osten erweitern&ldquo;-Spruch ist eine L&uuml;ge, die Strategie lautet wohl: Erweiterung bis schlie&szlig;lich hin zur Grenzlinie Ukraine &ndash; Russland. <\/p><p>Die Worte meiner Gespr&auml;chspartnerin finden Best&auml;tigung beim Fernsehschauen, durch Zwischent&ouml;ne, die von einfachen Menschen kommen, und zwar aus einer Grenzstadt &ndash; Seredyna-Buda. In der &bdquo;ZDF Heute&ldquo;-Sendung vom Samstag, 22. Januar 2022, 19 Uhr, wird eine Reportage aus der Ukraine eingespielt. Die unterschiedlichen Sichtweisen werden deutlich. ZDF-Sprecher Mitri Sirin klingt schon wie ein Kriegsberichterstatter, f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung hat er das Wort &bdquo;Verunsicherung&ldquo; &uuml;brig:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;In der Ukraine selbst w&auml;chst die Angst vor einem russischen Angriff. In der Nacht sind nahe Kiew Waffenlieferungen aus den USA eingetroffen. Das Milit&auml;r ist alarmiert, die Bev&ouml;lkerung, vor allem im Nordosten der Ukraine &ndash; verunsichert. Anna Feist berichtet aus der Kleinstadt Seredyna-Buda, unmittelbar an der Grenze zu Russland.&ldquo;<br>\nQuelle: ZDF Heute.\n<\/p><\/blockquote><p>Der Bericht. Die Korrespondentin Anna Feist besucht die kleine Grenzstadt und h&ouml;rt sich um. An der Grenze. Sie erf&auml;hrt, der Ort w&uuml;rde zum Schlachtfeld, wenn Russland angreift, doch werde man, so der Presseoffizier, alles tun, um die Grenze und diese Stadt zu verteidigen. Feist kommt auch mit einem P&auml;rchen, Michail und Ludmilla, in deren Zuhause, einer kleinen Datscha, ins Gespr&auml;ch. Ein einfaches Leben sei es, Arbeit g&auml;be es schon lange keine mehr und Gedanken machten sich die Ukrainer schon. Innenansichten werden deutlich. Und zun&auml;chst die deutsche Arroganz. So sagt Anna Feist: &bdquo;Erkl&auml;rungsversuch &ndash; ganz standesgem&auml;&szlig; mit Wodka.&ldquo; So &auml;u&szlig;ert sich B&uuml;rger Michail: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Es ist nicht die Ukraine, die Krieg f&uuml;hrt gegen die Russen, sondern es sind die Amerikaner, die Krieg f&uuml;hren gegen Russland.&ldquo; F&uuml;r Michael hat die Ukraine weder etwas in der NATO verloren noch in europ&auml;ischen Allianzen. Und er sieht auch die Ukraine in der Verantwortung. Schlie&szlig;lich w&uuml;rden doch auch die ihre Waffen auf Russland richten. Kein Wunder also, dass Putin aufr&uuml;ste. Michael: &bdquo;Du kommst zu mir mit Krieg. Was soll ich tun? Ich werde mich verteidigen. Das sollte man den Amerikanern und den Europ&auml;ern sehr deutlich machen. Europa solle sich genau &uuml;berlegen, wen sie unterst&uuml;tzen. Schlie&szlig;lich f&uuml;hlen sich viele hier eher den Russen zugeh&ouml;rig als dem Westen.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Die ukrainische Aussiedlerin, aus der N&auml;he von Kiew stammend, w&uuml;nscht sich von Herzen, dass wieder gem&auml;&szlig;igte, progressive Kr&auml;fte an die Regierung, an die Macht kommen. Gerade seien aber Kr&auml;fte dran, die sie als nationalistisch und &uuml;beraus reaktion&auml;r beschreibt, was wohl sehr zum Gefallen des Westens sei, der eine Entspannung nicht auf dem Plan zu haben scheint. Doch sie bleibt dabei: &bdquo;Die M&auml;chtigen sollen sich darum k&uuml;mmern, dass es dem Volk gut geht, statt Kriege zu f&uuml;hren.&ldquo;  <\/p><p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/heute-19-uhr\/220122-heute-sendung-19-uhr-100.html%20\">Heute (ab 10:24 min)<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das mediale und politische S&auml;belrasseln gegen Russland und gegen die Ukraine ist lautstark. 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