{"id":80250,"date":"2022-01-30T09:00:32","date_gmt":"2022-01-30T08:00:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80250"},"modified":"2022-01-28T15:05:27","modified_gmt":"2022-01-28T14:05:27","slug":"hinweise-der-woche-241","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80250","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80250#h01\">&laquo;Russland hat im Baltikum und in Polen keine Expansionsabsicht&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80250#h02\">Litauen verkauft einstiges CIA-Foltergef&auml;ngnis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80250#h03\">Unmittelbare Demokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80250#h04\">Es muss um den Schutz vor schweren Erkrankungen gehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80250#h05\">Datenmangel: Nebelfahrt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80250#h06\">Impfpflicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80250#h07\">&bdquo;Ignoriert und bevormundet&ldquo;: Die Pandemie ist das Ende der Debatten an den Unis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80250#h08\">Aktion zum Tag der PatientInnen &ndash; Krankenhausschlie&szlig;ungen kosten Leben!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80250#h09\">Armut im Alter: Jede f&uuml;nfte Altersrente unter 500 Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80250#h10\">Zw&ouml;lf-Euro-Mindestlohn und Tarifautonomie widersprechen sich nicht &ndash; im Gegenteil<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&laquo;Russland hat im Baltikum und in Polen keine Expansionsabsicht&raquo;<\/strong><br>\nAndreas Zumach macht Vorschl&auml;ge f&uuml;r eine milit&auml;rische und wirtschaftliche Entspannung zwischen der Nato und Russland.<br>\nBesonders Deutschland sollte von einem Propaganda-Krieg gegen Russland absehen, sagt Andreas Zumach. Der langj&auml;hrige Korrespondent bei der Uno in Genf und Spezialist f&uuml;r geopolitische Fragen erinnerte in einer Vortragsserie daran, dass der Feldzug Nazi-Deutschlands gegen Russland im Zweiten Weltkrieg 27 Millionen Russen das Leben gekostet hat. Spannungen und Kriege zwischen Berlin und Moskau h&auml;tten in den letzten Jahrhunderten auch stets grosse Teile von Eurasien destabilisiert. Daraus ergibt sich f&uuml;r Deutsche und Russen eine besondere gemeinsame Verantwortung, f&uuml;r Stabilit&auml;t, Frieden und Kooperation auf dem eurasischen Kontinent zu sorgen. Und schliesslich l&auml;ge Deutschland im Falle einer milit&auml;rischen Auseinandersetzung im Brennpunkt eines potentiell atomaren Konfliktes.<br>\nZumach bem&auml;ngelt, dass das offizielle Narrativ der meisten westlichen Politikerinnen, Politiker und Medien &uuml;ber die Verschlechterung der Beziehungen zwischen den NATO\/EU-Mitgliedsstaaten meist erst 2014 beginnt, mit der Eskalation des Konfliktes in der Ukraine und der v&ouml;lkerrechtswidrigen Annexion der Krim durch Russland. Doch der Ursprung des Konfliktes reiche bis in die fr&uuml;hen 1990er Jahre zur&uuml;ck, also bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion und der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten. Ein Narrativ erst ab 2014 verzerre die Wahrnehmung extrem und m&uuml;nde darin, dass das Wesentliche des Konfliktes aus russischer Sicht gar nicht mehr verstanden werde. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/russland-hat-im-baltikum-und-in-polen-keine-expansionsabsicht\">Infosperber<\/a>\n<p><strong>dazu: Ukraine &ndash; wor&uuml;ber es lohnt nachzudenken<\/strong><br>\n&ldquo;Der L&auml;rm um die Ukraine wird immer schriller. Und dennoch: Den Krieg wird es so, wie er gerade von vielen Seiten mit immer neuen Spekulationen beschworen wird, nicht geben. Weder droht Russland mit Krieg, noch ist Russland an einem Einmarsch in die Ukraine interessiert. Eine annektierte Ukraine w&uuml;rde Russland &ouml;konomisch und politisch in kritischem Ma&szlig;e belasten. Russland will nur verhindern, dass die Ukraine voll und ganz zum NATO-Land wird.<br>\nAuch Joe Biden t&ouml;nt nur, um sich dann gleich wieder zu relativieren. Selbst Anna Lena Baerbock, die sich so gern militant gibt, baut sich zwar drohend gegen Russland auf, hat aber doch keinen wirklichen Angriffswillen hinter sich. Es geht erkennbar nicht um offenen Krieg mit Russland, sondern um dessen Einschn&uuml;rung, wenn m&ouml;glich Totr&uuml;stung &ndash; wobei die gesamte westliche Propagandatruppe zugleich deutlich erkennen l&auml;sst, dass nicht einer von ihnen bereit ist f&uuml;r die Ukraine ins Feuer zu gehen und seinen kriegshetzerischen Worten milit&auml;rische Taten folgen zu lassen&hellip;.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kai-ehlers.de\/2022\/01\/ukraine-worueber-es-lohnt-nachzudenken\/%20\">Kai Ehlers<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.U.:<\/strong> So erfreulich die Aussage ist, dass es keine akute Kriegsgefahr gibt, so wichtig ist gleichzeitig festzuhalten, dass die Propagandamaschine daf&uuml;r erprobt wird und die Bev&ouml;lkerung damit an den Krieg &ldquo;gew&ouml;hnt&rdquo; werden soll.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Litauen verkauft einstiges CIA-Foltergef&auml;ngnis<\/strong><br>\nEhemaliger H&auml;ftling von &ldquo;Project No. 2&rdquo; erhielt vor kurzem 100.000 Euro Schmerzensgeld &ndash; Geb&auml;udekomplex verf&uuml;gt &uuml;ber fensterlose und schalldichte R&auml;ume<br>\nVilnius &ndash; Der Charme dieses Geb&auml;udekomplexes ist enden wollend &ndash; es ist vielmehr dessen Geschichte, die f&uuml;r Aufsehen sorgt. Im Stadtteil Antaviliai der litauischen Hauptstadt Vilnius und umgeben von hohen B&auml;umen wurden Terrorverd&auml;chtige zwischen 2005 und 2006 von der CIA gefoltert &ndash; im Namen von George W. Bushs sogenanntem &ldquo;Krieg gegen den Terror&rdquo;.<br>\nDas Geb&auml;ude verf&uuml;gt &uuml;ber eine eigene Wasser- sowie Stromversorgung und hat zehn Zimmer, einige von ihnen sind fensterlos und schalldicht. &ldquo;Das war ein schwer bewachtes Geb&auml;ude, in dem man tun konnte, was man wollte&rdquo;, sagt der heutige Verteidigungsminister Arvydas Anu&scaron;auskas, der 2010 als Abgeordneter eine Untersuchung des litauischen Parlaments zu den dortigen CIA-Aktivit&auml;ten leitete. &ldquo;Was genau dort passiert ist, konnten wir nie feststellen.&rdquo; Als gesichert gilt mittlerweile, dass die Terrorverd&auml;chtigen dort in Einzelhaft waren und teilweise zumindest starkem L&auml;rm und konstant grellem Licht ausgesetzt waren&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.derstandard.at\/story\/2000132823160\/litauen-verkauft-einstiges-cia-foltergefaengnis\">Der Standard<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Unmittelbare Demokratie<\/strong><br>\nDie Versammlungsfreiheit ist ein hohes Gut. Dass sie w&auml;hrend der Pandemie eingeschr&auml;nkt wird, folgt nicht wissenschaftlichen Erkenntnissen, sondern ist politisch gewollt<br>\nEs spricht f&uuml;r unsere Demokratie, wenn derzeit vielerorts Tausende auf die Stra&szlig;e gehen, um eines ihrer historisch bedeutsamsten Grundrechte wahrzunehmen: die Versammlungsfreiheit. Diese Menschen k&ouml;nnten an dunklen, kalten Winterabenden zu Hause sitzen. Sie k&ouml;nnten vom Wohnzimmer aus bei einem Glas Rotwein bequem Tweets absetzen, um auf &bdquo;die da oben&ldquo; oder ihre Mitmenschen zu schimpfen. Sie k&ouml;nnten gleichg&uuml;ltig und lethargisch die Fernsehnachrichten anschauen, weil man ja ohnehin ohnm&auml;chtig sei. Doch die Menschen, die derzeit auf die Stra&szlig;e gehen, sind zum &bdquo;&uuml;berwiegenden Teil&ldquo; ganz &bdquo;normale&ldquo; B&uuml;rger &ndash; so Verfassungsschutzpr&auml;sident Thomas Haldenwang k&uuml;rzlich im Innenausschuss des Bundestages &ndash;, die an die M&ouml;glichkeit von Ver&auml;nderung und die Macht des &ouml;ffentlichen Protestes glauben. Was w&auml;re ein gr&ouml;&szlig;erer Vertrauensbeweis f&uuml;r die Demokratie?<br>\nDabei nehmen viele Menschen den Staat und seine Organe zum ersten Mal in ihrem Leben als Bedrohung wahr. Nie zuvor hat die Exekutive in der Bundesrepublik so tiefgreifend und umfassend in ausnahmslos alle sozialen Beziehungen eingegriffen &ndash; mit weitreichenden, unabsehbaren Folgen. Mit der Versch&auml;rfung der sozialen Gegens&auml;tze, mit einer dramatischen Verfestigung der Bildungsungerechtigkeit, mit einem drohenden Eingriff in das Recht auf &bdquo;k&ouml;rperliche Unversehrtheit&ldquo; bietet die verheerende Bilanz von zwei Jahren deutscher Pandemie-Politik nun wahrlich genug Anlass zum Protest.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/unmittelbare-demokratie%20\">der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu z.B. auch:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74728\">Schon wieder: Gute Demos, schlechte Demos  <\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79626\">Meinungs- und Versammlungsfreiheit: Wo sind wir nur gelandet?<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79816\">Verfassungsschutzpr&auml;sident nennt Demonstranten &bdquo;Staatsfeinde&ldquo; &ndash; eine gezielte Provokation<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Es muss um den Schutz vor schweren Erkrankungen gehen<\/strong><br>\nDeutsche Hygienefachleute halten den Zusammenhalt der Gesellschaft f&uuml;r gef&auml;hrdet. Sie raten dringend zum Strategiewechsel.<br>\nDie &laquo;Deutsche Gesellschaft f&uuml;r Krankenhaushygiene&raquo; (DGKH) hat sich w&auml;hrend der Pandemie immer wieder kritisch und mit praktisch-n&uuml;tzlichen Tipps zu Wort gemeldet. Nun richtet sie in einer aktuellen Stellungnahme sehr deutliche Worte an die Adresse der deutschen Politik.<br>\n&laquo;Die bisherigen Kollateralsch&auml;den f&uuml;r die Gesellschaft und der Tribut f&uuml;r die soziale Koh&auml;renz in unserer Gesellschaft, die Gef&auml;hrdung der medizinischen Versorgung &uuml;briger Erkrankungen sowie auch die wirtschaftlichen Folgesch&auml;den sind gewaltig&raquo;, schreibt die DGKH und r&auml;t, die &laquo;de facto bereits zusammengebrochene Containment-Strategie&raquo; politisch einzugestehen. [&hellip;]<br>\nImpfung sch&uuml;tzt nicht vor Infektion und &Uuml;bertragung, sondern nur vor schwer verlaufenden COVID-19-Erkrankungen.&raquo;<br>\nZuvorderst stehe nun der Schutz vor schweren Erkrankungen und Tod anstatt Schutz vor jeder Infektion. Auch die &laquo;kritische Infrastruktur&raquo; m&uuml;sse gesch&uuml;tzt werden. Dieser Strategiewechsel sei &laquo;&uuml;berf&auml;llig, notwendig, angemessen und sinnvoll&raquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/gesundheit\/es-muss-um-den-schutz-vor-schweren-erkrankungen-gehen\/\">Infosperber<\/a>\n<p><strong>dazu: Ministerpr&auml;sidenten in der Datenw&uuml;ste<\/strong><br>\nProf. Gerd Antes geh&ouml;rt zu den renommiertesten Medizinstatistikern in Deutschland. Er kritisiert schon seit dem Fr&uuml;hjahr 2020, dass in Deutschland wichtige Daten fehlen, weil sie gar nicht erst erhoben werden. Aus seiner Sicht agiert die Politik im Blindflug. Nur eine gro&szlig;angelegte Studie k&ouml;nne hier Abhilfe schaffen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/corona-faktencheck.podigee.io\/4-neue-episode\">Corona-Strategie mit Prof. Klaus St&ouml;hr<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Datenmangel: Nebelfahrt<\/strong><br>\nMitte Februar soll die Omikron-Wand ihren H&ouml;hepunkt erreichen, sch&auml;tzt Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD). Sie wurde schon im Dezember angek&uuml;ndigt und &bdquo;Vorbilder&ldquo; gab es in anderen L&auml;ndern genug, um sich sinnvoll vorzubereiten. Erst mal geschah aber wenig. Man musste abwarten, bis die Auswertungen nach dem Feiertagsdatenloch wieder die realen Zahlen abbildeten. Sp&ouml;tter w&uuml;rden sagen, man h&auml;tte einfach auf die l&auml;nger werdenden Schlangen vor den Testzentren schauen m&uuml;ssen.<br>\nInzwischen infizieren sich Hunderttausende t&auml;glich. Die Omikron-Variante f&uuml;hrt so zu solch einer Masse an Testdaten, dass die Pandemie kaum noch messbar ist. Nicht fehlende Daten sind jetzt das Problem, sondern die nicht mehr zu bew&auml;ltigenden Infiziertenzahlen. Und sie verlieren ihre Aussagekraft. Das f&uuml;hrt zu einem Blindflug in der Bewertung von Pandemiema&szlig;nahmen. Auf Sicht fahren, wie es Markus S&ouml;der (CSU) noch pr&auml;feriert, gleicht eher einer Fahrt durch dichten Nebel.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.aerzteblatt.de\/archiv\/222982%20\">&Auml;rzteblatt<\/a>\n<p><strong>dazu auch: &bdquo;Wir k&ouml;nnen von einem Versagen der Wissenschaft sprechen&ldquo;<\/strong><br>\nEmpirie, Evidenz, eine Kultur des Hinterfragens &ndash; all das fehlte in der Corona-Krise von Anfang an, sagt der Epidemiologe und IQWiG-Chef J&uuml;rgen Windeler. Stattdessen herrschten in Politik und Medien eine blinde Autorit&auml;tsgl&auml;ubigkeit sowie eine selektive Wahrnehmung wissenschaftlicher Studien vor. Wesentliche Daten zum Infektionsgeschehen fehlen bis heute. [&hellip;]<br>\nWir haben hierzulande keine Kultur der empirischen Betrachtung und des ruhigen Hinguckens. Da sind die Engl&auml;nder oder die Skandinavier viel besser. Wir glauben gerne, dass die Autorit&auml;ten und Kapazit&auml;ten das schon irgendwie sortieren. Zudem gibt es eine durchaus verst&auml;ndliche Unlust an dem Thema. Denn evidenzbasierte Erkenntnisse schr&auml;nken auch die Freiheit der Entscheider ein &ndash; eine Konsequenz, die ja gewollt ist. Und zuletzt mag Evidenz auch Interessen st&ouml;ren, die man mit &bdquo;Industriestandort Deutschland&ldquo; zusammenfassen kann. Denn wenn wirklich nur die zuvor gepr&uuml;ften Dinge auf den Markt kommen, dann baut man H&uuml;rden auf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/innenpolitik\/evidenzbasierte-medizin-corona-krise-wissenschaft-windeler-pharmaindustrie\">Cicero<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Impfpflicht<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Sahra Wagenknecht: &ldquo;Deutsche Politik hat sich bei der Impfpflicht verrannt&rdquo;<\/strong><br>\nDie deutsche Politik hat sich bei der Impfpflicht verrannt. Sp&auml;testens seit Omikron w&auml;re ein solcher Eingriff in die k&ouml;rperliche Unversehrtheit v&ouml;llig unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig. Doch auch schon vorher standen die Argumente der Impfpflichtbef&uuml;rworter auf t&ouml;nernen F&uuml;&szlig;en.<br>\nNoch im September letzten Jahres, als die Parteien um W&auml;hlerstimmen warben, hatte niemand die Absicht, eine Impfpflicht einzuf&uuml;hren. Es gab Ehrenworte (Spahn) und sehr plausible Argumente, warum ein solches Vorhaben nicht sinnvoll w&auml;re. Christian Lindner etwa verwies gern darauf, dass die Corona-Impfstoffe, anders als die gegen Masern, erstens nicht lebenslang sch&uuml;tzen und zweitens nicht verhindern, dass auch Geimpfte das Virus &uuml;bertragen.<br>\nAuch Karl Lauterbach hatte eine gute Begr&uuml;ndung parat, die er bereits fr&uuml;hzeitig auf Twitter verbreitete: &bdquo;Eine Impfpflicht macht bei SarsCov2 so wenig Sinn wie bei Grippe. Wenn die Impfung gut wirkt wird sie auch freiwillig gemacht. Dann keine Impfpflicht n&ouml;tig. Wenn sie viele Nebenwirkungen hat oder nicht so gut wirkt verbietet sich die Impfpflicht. Daher nie sinnvoll.&ldquo;<br>\nIm November war pl&ouml;tzlich alles anders.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/weitergedacht\/weitergedacht-die-wagenknecht-kolumne-deutsche-politik-hat-sich-bei-der-impfpflicht-verrannt_id_40754360.html\">Focus Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Kubicki &uuml;ber Impfpflicht: Ein &ldquo;Zeichen&rdquo; an die Geimpften? Das sind Rachegel&uuml;ste<\/strong><br>\nEr ist gegen eine Impfpflicht &ndash; &uuml;ber die diese Woche der Bundestag diskutiert. Denn eine Mehrheit d&uuml;rfe nicht der Minderheit erkl&auml;ren, was vern&uuml;nftig sei. Ein Gastbeitrag von FDP-Politiker Wolfgang Kubicki.<br>\nVerschaffen wir uns einen &Uuml;berblick &uuml;ber die aktuelle mediale Corona-Debatte, so f&auml;llt Folgendes auf: Die &ouml;ffentlich sehr breit getragene Diskussion &uuml;ber die allgemeine Impfpflicht wirkt wie der Versuch, wieder Klarheit in der Verworrenheit des coronapolitischen Alltags zu schaffen. Die Widerspr&uuml;che h&auml;ufen sich &ndash; und mit ihnen sinkt die allgemeine Bereitschaft, den Vorstellungen der Ministerpr&auml;sidentenkonferenz noch gedanklich und logisch zu folgen. Nach fast zwei Jahren unter Pandemiebedingungen ist dieser Umstand ziemlich bemerkenswert.<br>\nEin paar Beispiele: In Berliner U-Bahnen gilt man als genesen, wenn die Corona-Infektion nicht l&auml;nger als drei Monate her ist. In Berliner Restaurants hingegen gilt man als genesen, wenn die Infektion nicht l&auml;nger als sechs Monate her ist. Bei Veranstaltungen unter 2G-plus-Bedingungen ist der Antigen-Schnelltest bei Geimpften zuverl&auml;ssig, bei Ungeimpften jedoch grunds&auml;tzlich nicht.<br>\nDie Impfung sch&uuml;tzt uns sicher vor einer schweren Erkrankung, aber selbst Geboosterte m&uuml;ssen unter &ldquo;2G plus&rdquo; vor den doppelt Geimpften mittels eines Tests gesch&uuml;tzt werden. Vor dem Hintergrund dieser merkw&uuml;rdigen Wirrungen f&uuml;hlt sich die mit deutlich weniger Dimensionen ausgestattete Diskussion &uuml;ber die allgemeine Impfpflicht wie mentaler Balsam an.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/deutschland\/id_91536926\/fdp-politiker-kubicki-corona-impfpflicht-das-sind-rachegelueste-.html\">T-Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Stellungnahme zur Diskussion einer Impfpflicht<\/strong><br>\nDas Netzwerk Evidenzbasierte Medizin fordert die Bundesregierung und beteiligte Akteure auf zu einem evidenzbasierten Handeln und transparenten Entscheidungen f&uuml;r oder gegen eine SARS-CoV-2 Impfpflicht.<br>\nPolitik, die den Anspruch hat, die beste wissenschaftliche Evidenz zu respektieren, ben&ouml;tigt ein Vorgehen nach den Methoden der evidenzbasierten Medizin. Evidenzbasiertes Entscheiden erfordert ein pr&auml;zises Abw&auml;gen von Nutzen und Schaden konkreter Handlungsalternativen, um die Unsicherheit in der Entscheidung so weit wie m&ouml;glich zu minimieren.<br>\nEvidenzbasierte Politik ber&uuml;cksichtigt die gesamte vorliegende relevante Evidenz, welche transparent nach festgelegten nachvollziehbaren Kriterien bewertet wird. Nicht-evidenzbasierte Gesundheitspolitik jedoch sucht selektiv und auf Basis unklarer Kriterien nach Einzelstudien oder Expertenmeinungen, die zur jeweils gew&uuml;nschten Argumentation herangezogen werden, und blendet Alternativen aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ebm-netzwerk.de\/de\/veroeffentlichungen\/nachrichten\/stellungnahme-diskussion-impfpflicht\">EbM-Netzwerk<\/a><\/li>\n<li><strong>Macht Omikron die Impfpflicht verfassungswidrig?<\/strong><br>\nDrei Pl&auml;ne von Bundestagsabgeordneten sind bislang bekannt, grob zusammengefasst: Impfpflicht ab 18 Jahren oder ab 50 Jahren &ndash; oder eben gar keine Impfpflicht. Die dritte Variante gewinnt unl&auml;ngst an Zulauf. Grund daf&uuml;r ist vor allen Dingen die Omikron-Variante, die inzwischen in Deutschland herrschend ist. Sie steht der Impfpflicht in zwei Punkten entgegen: Der Impfschutz gegen Omikron ist geringer, gleichzeitig ist Omikron weniger gef&auml;hrlich. Angesichts dieses aktuellen Erkenntnisstandes muss die Frage der Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit einer Impfpflicht neu bewertet werden:<br>\nEine Impfpflicht greift in Grundrechte ein &ndash; jedenfalls in das Grundrecht der k&ouml;rperlichen Unversehrtheit und der allgemeinen Handlungsfreiheit. Deshalb muss sie verfassungsrechtlich gerechtfertigt sein: Mit ihr muss ein legitimes Ziel verfolgt werden, sie muss f&uuml;r die Zielerreichung geeignet, erforderlich und angemessen sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lto.de\/recht\/hintergruende\/h\/corona-impfpflicht-grundrechte-verfassungswidrig-verfassungsmaessig-omikron\/\">LTO<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&bdquo;Ignoriert und bevormundet&ldquo;: Die Pandemie ist das Ende der Debatten an den Unis<\/strong><br>\nEin Debattierabend an der Uni, in einem luftigen Saal, mit 2G plus: Das sollte doch m&ouml;glich sein? Nein, ist es in Berlin nicht, erfuhr unser Autor.<br>\nIm Zuge der Pandemie hatten die Universit&auml;ten drei Semester geschlossen. Dieses vierte pandemische Semester ist ebenfalls noch weit weg von einer R&uuml;ckkehr zum Campusleben. Nicht zuletzt sind nach wie vor die meisten Seminare und Vorlesungen g&auml;nzlich online und die gro&szlig;en Geb&auml;ude der Hochschulen entsprechend leer.<br>\nDas f&uuml;hrt zwangsweise auch zu einem R&uuml;ckgang des Austauschs zwischen Studierenden. Es f&uuml;hrt dazu, dass in den Fluren, in der Mensa, in den Studi-Caf&eacute;s weniger Debatten gef&uuml;hrt werden. Ich m&ouml;chte an einem konkreten Beispiel zeigen, wie Diskussionsr&auml;ume eingeschr&auml;nkt sind, Debatten gar nicht erst entstehen k&ouml;nnen und warum das nicht nur inneruniversit&auml;r, sondern auch gesellschaftlich zu Problemen f&uuml;hrt.<br>\nAb Mitte Januar sollten an der Humboldt-Universit&auml;t Diskussionsabende von Studierenden, f&uuml;r Studierende stattfinden. Debattiert werden sollte &uuml;ber gesellschafts&uuml;bergreifende Fragen oder Themen, die alle Studierenden etwas angehen. So beispielsweise &uuml;ber Formen und Inhalte eines Studiums oder die Probleme, die eine digitale Universit&auml;t mit sich bringt. Organisieren wollten diese Debattierabende die Fachschaftsinitiative des philosophischen Instituts, in der ich mich engagiere.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/open-source\/ignoriert-und-bevormundet-die-pandemie-ist-das-ende-der-debatten-an-den-unis-li.207311\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Aktion zum Tag der PatientInnen &ndash; Krankenhausschlie&szlig;ungen kosten Leben!<\/strong><br>\nAktive vom B&uuml;ndnis Klinikrettung aus Berlin und Havelberg haben zum Tag der PatientInnen mit einer Aktion auf dem Berliner Alexanderplatz den bundesweiten Klinikkahlschlag skandalisiert. Die Schlie&szlig;ung des Krankenhauses Havelberg hat schon Menschenleben gekostet &ndash; diese Botschaft trugen die HavelbergerInnen nach Berlin.<br>\nDas B&uuml;ndnis stellte die im Jahr 2021 erfolgten Klinikschlie&szlig;ungen sowie die derzeit akut bedrohten Krankenh&auml;user symbolisch mit &uuml;ber achtzig Luftballons dar und lie&szlig;en sie platzen. Au&szlig;erdem l&auml;uteten die KlinikretterInnen den Endspurt f&uuml;r die Petition &bdquo;Bundesweite Krankenhausschlie&szlig;ungen jetzt stoppen!&ldquo; ein. Die Petition richtet sich an Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach, der sie als einfacher Abgeordneter im Sommer 2021 selbst unterschrieben hatte. Die Unterschriften werden noch bis 21. Februar gesammelt und am 22. Februar &uuml;bergeben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.gemeingut.org\/aktion-zum-tag-der-patientinnen-krankenhausschliessungen-kosten-leben\/\">Gemeingut in B&uuml;rgerInnenhand<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Armut im Alter: Jede f&uuml;nfte Altersrente unter 500 Euro<\/strong><br>\nViele Rentner erhalten eine extrem schmale Rente, wie Zahlen des Bundessozialministeriums zeigen. Dieses erkl&auml;rte, der reine Rentenbetrag sage nicht viel &uuml;ber das wirkliche Einkommen im Alter aus. Demnach h&auml;tten viele Betroffene Alterseink&uuml;nfte aus weiteren Quellen. (&hellip;)<br>\nIm j&auml;hrlichen Rentenversicherungsbericht wird wiederholt auf die staatlich gef&ouml;rderte Privatvorsorge &ndash; die sogenannte &ldquo;Riester&rdquo;-Rente &ndash; verwiesen. Mit deren Hilfe k&ouml;nne die hierzulande vor Jahren eingef&uuml;hrte drastische Senkung des Rentenniveaus ausgeglichen werden. Das aber ist nach Einsch&auml;tzung von Experten nicht haltbar.<br>\nZudem liegt den Angaben die Annahme zugrunde, dass Arbeitnehmer l&uuml;ckenlos Durchschnittsgeh&auml;lter verdienen. Dies wiederum ist angesichts des heutigen Arbeitsmarktes kaum noch der Fall, da viele Stellen befristet und unterbezahlt sind. Die Zahl der Menschen, die auf die sogenannte &ldquo;Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung&rdquo; (sogenanntes &ldquo;Rentner-Hartz-IV&rdquo;) angewiesen sind, hat sich seit dem Jahr 2003 von 439.000 auf knapp 1,1 Millionen mehr als verdoppelt.<br>\nIn dieser Woche zeigte sich auch, dass die Kosten f&uuml;r die Pflege im Heim weiter steigen und im Bundesdurchschnitt aktuell bei 2.179 Euro im Monat liegen. Also 111 Euro mehr als vor einem Jahr. &ldquo;So schnell k&ouml;nnen Renten und Einkommen gar nicht wachsen. Schon jetzt ist jeder dritte Heimbewohner auf Sozialhilfe angewiesen. Geht das so weiter, wird das Pflegeheim zum Armenhaus, in dem nur noch Sozialhilfeempf&auml;nger leben&rdquo;, warnte der Sozialverband VDK.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/inland\/130310-armut-im-alter-jede-fuenfte\/%20\">RT DE<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Und dennoch fordert der DGB lediglich eine Erh&ouml;hung des Rentenniveaus &bdquo;auf etwa 50 Prozent&ldquo;. Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80008#h06\">Acht Argumente gegen Rentenerh&ouml;hungen &ndash; die alle falsch sind<\/a> mit einer Anmerkung.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Hartz IV: Wie hoch m&uuml;ssten sie denn sein? Eine alternative Ermittlung der Regelbedarfe in der Grundsicherung mit Vorschl&auml;gen in Euro pro Monat<\/strong><br>\nMit dem Start des neuen Jahres sollen sich die Bezieher von Grundsicherungsleistungen freuen, denn sie bekommen jetzt mehr Geld. Machen wir das mal konkret: Eine alleinstehende Person hat in der Grundsicherung im vergangenen Jahr 446 Euro pro Monat f&uuml;r den Regelbedarf bekommen (hinzu kommen die Kosten einer angemessenen Unterkunft sowie Leistungen f&uuml;r die Kranken- und Pflegeversicherung). Die Bundesregierung hat nun zum 1. Januar 2022 diesen Betrag angehoben &ndash; um drei Euro auf 449 Euro. Die &ndash; nun ja: &uuml;berschaubare &ndash; Anhebung in der Gr&ouml;&szlig;enordnung von 0,7 Prozent hat f&uuml;r Irritationen bis hin zu zynischen Kommentierungen gef&uuml;hrt und allein angesichts der Preisentwicklung in den vergangenen Monaten kann es nicht verwundern, dass man bei einem Aufschlag von nur 0,7 Prozent berechtigt eine zeitnahe Anpassung der Regelbedarfe einfordert (vgl. dazu ausf&uuml;hrlicher den Beitrag Die Sicherung des Existenzminimums durch einen zeitnahen Inflationsausgleich in der Grundsicherung? Vom Bundesverfassungsgericht auf die Antragsebene im Bundestag vom 23. November 2021). F&uuml;r eine solche Forderung kann man auch die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts heranziehen:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2022\/01\/26\/regelbedarfe-in-der-grundsicherung\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Zw&ouml;lf-Euro-Mindestlohn und Tarifautonomie widersprechen sich nicht &ndash; im Gegenteil<\/strong><br>\nDie Ampel-Koalition will die Lohnuntergrenze auf zw&ouml;lf Euro anheben. Arbeitgeberverb&auml;nde laufen Sturm gegen diese Pl&auml;ne. Unser Gastautor von der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung dagegen glaubt an eine positive Erg&auml;nzung zu Tarifl&ouml;hnen. (&hellip;) Zun&auml;chst einmal muss daran erinnert werden, dass der Mindestlohn in Deutschland &uuml;berhaupt nur deshalb eingef&uuml;hrt wurde, weil die Tarifautonomie in vielen Bereichen der Wirtschaft nur noch ein Schattendasein fristet. Gerade einmal die H&auml;lfte aller Besch&auml;ftigten arbeitet heute noch in tarifgebundenen Unternehmen. Vor allem in den klassischen Niedriglohnbranchen des privaten Dienstleistungsgewerbes wird oft nur noch eine Minderheit der Besch&auml;ftigten durch einen Tarifvertrag gesch&uuml;tzt. Wenn nun der Mindestlohn auf zw&ouml;lf Euro angehoben wird, profitieren hiervon zum allergr&ouml;&szlig;ten Teil Besch&auml;ftigte ohne Tarifvertrag. (&hellip;)<br>\nMindestlohn und Tarifl&ouml;hne haben prinzipiell verschiedene Aufgaben und folgen unterschiedlichen Handlungslogiken. Sie stehen keineswegs im Widerspruch zueinander, sondern k&ouml;nnen sich im Gegenteil positiv erg&auml;nzen. Wenn die Arbeitgeberverb&auml;nde den Einfluss des Mindestlohns zur&uuml;ckdr&auml;ngen wollen, haben sie es selbst in der Hand, indem sie zum Beispiel ihre wenig zielf&uuml;hrende Konstruktion von OT-Mitgliedschaften (Mitgliedschaft eines Arbeitgebers ohne Tarifbindung in einem Arbeitgeberverband, d.Red.) beenden und wieder mehr Unternehmen f&uuml;r die Anwendung von Tarifvertr&auml;gen gewinnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article236415161\/Zweite-grosse-Reform-Zwoelf-Euro-Mindestlohn-und-Tarifautonomie-widersprechen-sich-nicht-im-Gegenteil.html\">Thorsten Schulten auf Welt Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80250\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-80250","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/80250","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=80250"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/80250\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":80252,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/80250\/revisions\/80252"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=80250"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=80250"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=80250"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}