{"id":80253,"date":"2022-01-28T15:35:54","date_gmt":"2022-01-28T14:35:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80253"},"modified":"2022-01-28T16:39:03","modified_gmt":"2022-01-28T15:39:03","slug":"leserbriefe-zu-die-russen-haben-die-propagandistische-leistungsfaehigkeit-des-westens-unterschaetzt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80253","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eDie Russen haben die propagandistische Leistungsf\u00e4higkeit des Westens untersch\u00e4tzt\u201c"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80160\">In diesem Beitrag<\/a> wird die These vertreten, dass die Russen die Leistungsf&auml;higkeit der Propaganda des Westen untersch&auml;tzt h&auml;tten. Albrecht M&uuml;ller nennt dazu einige Beispiele. Sie reichen u.a. von der unterstellten Absicht Russlands, die Ukraine anzugreifen, &uuml;ber die lautstarke Forderung des ukrainischen Botschafters, Waffen an sein Land zu liefern, und den propagandistischen Eindruck, die Gasleitung Nordstream 2 sei lediglich im russischen Interesse, bis zur Klage &uuml;ber die sogenannte Annexion der Krim durch Russland und der &bdquo;Grundeinstellung, wir seien die Guten und die dort im Osten seien die B&ouml;sen&ldquo;. Das abschlie&szlig;ende pessimistische Fazit lautet: &bdquo;Westliche Propaganda schafft alles. Auch den n&auml;chsten Krieg&ldquo;. Danke f&uuml;r die Zuschriften, in denen weitere interessante Eindr&uuml;cke und Erkenntnisse enthalten sind. Hier die Leserbriefe. Zusammengestellt von <strong>Christian Reimann<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>besten Dank f&uuml;r Ihre Einsch&auml;tzung. Ich denke, wir gehen schweren Zeiten entgegen.<\/p><p>Jelzin konnte (oder wollte) der NATO-Osterweiterung nichts entgegensetzen, aber man h&auml;tte damals schon Gegenma&szlig;nahmen treffen m&uuml;ssen. Sp&auml;testens aber der Umsturz in der Ukraine h&auml;tte eine Z&auml;sur einleiten m&uuml;ssen, denn klar war ja, dass es hierbei letztlich nicht um die Ukraine, sondern um Russland ging. Putin war konziliant und hat die Wahl Poroshenkos anerkannt. Das war ein Fehler, der Westen h&auml;tte umgekehrt so etwas nie anerkannt, er h&auml;tte unter keinen Umst&auml;nden irgendein Entgegenkommen gezeigt. Man hat immer ausgetestet, wie weit man mit Russland gehen kann. Fakten schaffen war das Ziel und auch jetzt in der aktuellen Krise werden Krokodilstr&auml;nen vergossen und gleichzeitig wird weiter eskaliert und es werden Fakten geschaffen. Schon das Entgegenkommen von Gorbatschow wird heute als Sieg interpretiert und man steht im Westen auf dem Standpunkt, dass die Sowjetunion nur nicht anders konnte &ndash; es also eigentlich kein ehrliches Entgegenkommen war, sondern eine erzwungene Aufgabe. Man glaubt, man k&ouml;nne heute wieder Russland so weit in die Ecke treiben, bis es aufgibt. Sollte das geschehen, so wird man dieses Mal daf&uuml;r Sorge tragen, dass sich Russland nie wieder erholt &ndash; da bin ich sicher.<\/p><p>Russland hat zu sp&auml;t reagiert und nicht erkannt, dass all die geheuchelte &ldquo;Dialogbereitschaft&rdquo; (auch heute wieder von der USA und der NATO behauptet) nur eine Hinhaltetaktik und Propaganda ist, um letztlich jede russische Reaktion sp&auml;ter wieder als Aggression zu brandmarken.<\/p><p>F&uuml;r die USA ist das alles nat&uuml;rlich eine Win-Win-Situation. Sie werden sich wohl nicht auf einen direkten Konflikt einlassen, aber bei der NATO-Mitgliedschaft der Ukraine auf gar keinen Fall nachgeben. Was Russland auch immer tut, die USA erreichen ihr Ziel. Entweder marschiert Russland ein, dann wird es ein neues Sanktionsgewitter geben und man wird versuchen, Russland wirtschaftlich in die Knie zu zwingen, oder wird keinen russischen Einmarsch in die Ukraine geben, dann ist der Weg in die NATO offen, es sei denn, Russland kann den Donbass-Konflikt weiter aufrechterhalten. Im letzteren Fall wird auch das die USA nicht von einer intensivierten milit&auml;rischen Zusammenarbeit mit der Ukraine abhalten.<\/p><p>Insgesamt ist das aktuell eine immer gef&auml;hrlichere Entwicklung, die immer unkalkulierbarer wird.<\/p><p>Die Europ&auml;er verstehen entweder nicht, dass sie hier in einem Stellvertreterkonflikt den Kopf hinhalten, oder sie sind schon in ihrem Vasallentum verfangen, dass sie wirklich glauben, diese Eskalation w&auml;re in ihrem Interesse. Wenn sie je aufwachen, wird es zu sp&auml;t sein.<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nPatrick Sieber<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>die propagandistische Leistungsf&auml;higkeit des Westens und deren m&ouml;gliche Grenz&uuml;berschreitung wird heute in einem Satz anschaulich gemacht, der immerhin in einem Leitkommentar mit dem Titel &ldquo;Der unsichere Kantonist&rdquo; des Mitherausgebers der Frankfurter Allgemeinen Berthold Kohler steht und da lautet: &ldquo;In Deutschland will man f&uuml;r die Freiheit und das Selbstbestimmungsrecht der Ukraine nicht einmal frieren.&rdquo; Da der Satz im Kommentar am 26. Januar erscheint, geschieht dies also einen Tag vor dem Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz durch die Rote Armee.<\/p><p>Die FAZ hat daraufhin von mir dazu den nachfolgenden Leserbrief erhalten und damit auch die Einsch&auml;tzung der Lage um die Ukraine und dem Medienget&ouml;se in seinen Verstiegenheiten auch was den Admiral Sch&ouml;nbach betrifft und ich stelle das auch den Nachdenkseiten zur Verf&uuml;gung:<\/p><p>Ihr Kommentator ist sich seiner Sache ganz sicher, also wohl ein sicherer Kantonist, versteigt er sich doch zu dem Satz &ldquo;In Deutschland will man f&uuml;r die Freiheit und das Selbstbestimmungsrecht der Ukraine nicht einmal frieren.&rdquo; Im Kommentar wird diese in dieser Sicht mangelnde Bereitschaft mit tiefsitzenden Schuldgef&uuml;hlen verkn&uuml;pft, die aus dem Zweiten Weltkrieg und deutscher Vergangenheit resultierten. Sind das tats&auml;chlich &ldquo;nur&rdquo; Gef&uuml;hle, um die es da geht, also Gem&uuml;tsregungen, die einer rationalen politischen Betrachtung nicht standhalten und deren man sich also bem&auml;chtigen muss? Wie ist das denn zum Beispiel, wenn die ZDF-Dokumentation &ldquo;Die Wannseekonferenz&rdquo; in unser Geschichts-Bewusstsein eintritt, also auch einschliesslich der Kartenwerke mit ihren damals und aktuell virulenten Gebieten? Wie ist das denn, wenn der gleichnamige&nbsp; historische Spielfilm uns die T&auml;ter &ldquo;nahebringt&rdquo; und ihre als Tugend ausgegebene Gef&uuml;hlsk&auml;lte bei der technischen Umsetzung des Mordes an geplant 11 Millionen Menschen, dem Management, dem millionenfache Taten in gerade jenen Gebieten Baltikum, Polen, Ukraine, Wei&szlig;ru&szlig;land folgten? Resultieren da &ldquo;nur&rdquo; Gef&uuml;hle oder kann es gar ein politisches Bewusstsein mit konkreten Schlussfolgerungen sein, das aus deutscher Sicht f&uuml;r dauerhafte Entspannung und Ausgleich gegenseitiger Interessen mit Ru&szlig;land folgt, auch wenn der &ldquo;Kreml-Chef&rdquo; nicht Jelzin, sondern Putin hei&szlig;t?<\/p><p>Der im Kommentar offensichtlich werdende hochgradige &Auml;rger &uuml;ber den bis Samstag in seinem Amt befindlichen Chef der deutschen Marine resultiert aus der Interpretation seines Auftrittes in Indien. Dieser spiegelt nach meiner Ansicht aber nichts anderes wider als die tats&auml;chliche geostrategische Auffassung der NATO\/des Westens: Wahrscheinlich beseelt von der indopazifischen Strategie von USA und NATO und dem Ausflug der deutschen Fregatte in pazifische Gew&auml;sser, und zuletzt des Gespr&auml;chspartners Indien, das mit Ru&szlig;land milit&auml;risch zusammenarbeitet und gewisserma&szlig;en antichinesisch wirkt, geriet der Admiral ins Plaudern. USA\/NATO\/Westen hegen die Hoffnung, so viel und so lange Druck auf Ru&szlig;land aus&uuml;ben zu k&ouml;nnen, bis es gewisserma&szlig;en und mindestens neutralisiert w&auml;re im Kampf gegen den Rivalen China, um dem es den USA und letztlich nur diesen eigentlich geht.<\/p><p>Dem in der Erkenntnis tats&auml;chlicher nationaler Interessen fatal und chronisch dummen Deutschland schwant vielleicht manchmal angesichts der Lage im Osten und der dort vorpreschenden Ru&szlig;land-Gegner (in Deutschland besonders durch die Gr&uuml;nen vertreten), dass eigene langfristige Interessen mal wieder Schaden nehmen k&ouml;nnten, wenn die Ziele der USA die Welt regieren. Der Admiral hat durch sein Plaudern nur ein wenig den Vorhang gel&uuml;ftet und somit an das Licht gebracht, dass angesichts gegenw&auml;rtiger westlicher Strategien stets die Gefahr lauert, ganz gewaltig nicht nur vom Seeweg abzukommen. Ihr Kommentar zum deutschen Kurs kann keineswegs der Leuchtturm sein.<\/p><p>Bernd Jacoby<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Albrecht M&uuml;ller,<\/p><p>ich erlaube mir ein paar Anmerkungen zum Beitrag &raquo;Bis hierher und nicht weiter&laquo;.<\/p><ol>\n<li>Bei den Klassikern kann nachgelesen werden, die herrschenden Gedanken, sind die Gedanken der Herrschenden.<br>\nSo sieht es auch gegenw&auml;rtig in der Bundesrepublik Deutschland und den meisten NATO-Staaten aus.<\/li>\n<li>Anfang der Neunzigerjahre des vorigen Jahrhunderts war vor allen Dingen die US-amerikanische Administration dabei, Russland in 23 Staaten aufzuteilen. Die CIA sa&szlig; bereits im Kreml. Der st&auml;ndig Betrunkene Jelzin wurde als Heilsbringer gefeiert. Washington war zu &uuml;berm&uuml;tig. Die sicher geglaubte Beute ging wieder verloren.<\/li>\n<li>Die kaum vorhandene Aufarbeitung der braunen Geschichte Deutschlands, l&auml;sst die Ewiggestrigen davon tr&auml;umen, vielleicht klappt es beim n&auml;chsten Mal und wir k&ouml;nnen die Siegesparade auf dem Roten Platz abnehmen.<\/li>\n<li>Russland ist ein im Grunde genommen freundlicher Koloss, es wird an das Gute geglaubt, aber Gnade uns Gott er f&uuml;hlt sich betrogen.<\/li>\n<li>Russland muss lernen, wenn es sich mit dem Teufel zum Essen an einen Tisch setzt, braucht es einen langen L&ouml;ffel.<\/li>\n<\/ol><p>Gru&szlig;<br>\nHenning Hagen<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Albrecht M&uuml;ller,<\/p><p>danke f&uuml;r Deinen erhellenden Beitrag. Ich habe zweimal Russland besucht, einmal 1989, da war ich in Moskau und Wolgograd und dann 2016, da war ich auf der Friedensfahrt Kaliningrad &ndash; Pskow &ndash; St. Petersburg &ndash; Moskau &ndash; Smolensk.<\/p><p>Beides Mal habe ich ganz normale Russen kennenlernen d&uuml;rfen. Sie haben mir gezeigt, wie anders doch Russen denken. Sie denken nicht in Kategorien der &bdquo;Wir sind die Guten, Ihr seid die B&ouml;sen.&ldquo; Und selbst ihr eigenes Schicksal mit den Deutschen im 2. Weltkrieg hat ihnen keinen Hass gegen&uuml;ber Deutschen an sich hervorgerufen. Alle Achtung! Im Gegenteil, das Wort von Stalin: &bdquo;Die Hitler kommen und gehen, das deutsche Volk bleibt&ldquo; ist sehr pr&auml;sent im Umgang mit uns Deutschen. Du man bemerke, es war Stalin, der hier bei uns der Gott-Sei-Bei-Uns, der absolute Teufel ist, der das sagte und damit die Politik Russlands gegen&uuml;ber Deutschland pr&auml;gte. Was auch im Denken der Menschen bis heute verankert ist: Gute Nachbarschaft.<\/p><p>Wir im Westen &ndash; pr&auml;ziser, die treibenden Kr&auml;fte im Westen &ndash; torpedieren dies. Es gibt in Russland auch die Schirinowksis. Sie haben bislang noch keine Macht. Doch ich will mir nicht ausmalen, wenn solch ein Schirinowski an die Macht kommt. Dann werden sich so einige Hardliner hier Putin zur&uuml;cksehnen. Aber die Stoltenbergs und Co. sind bereit, dies zu riskieren. Anders ist ihre st&auml;ndige Propaganda nicht zu erkl&auml;ren. Ich hoffe, dass hier im Westen die Bev&ouml;lkerung nicht &ndash; wie in anderen propagandistischen Themenfeldern &ndash; mehrheitlich die Richtung dieser Kr&auml;fte einnimmt. Dann sehe ich schwarz f&uuml;r die Zukunft Europas. Ich hoffe ernsthaft, dass das unterbleibt.<\/p><p>Mit solidarischen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nGunther Troost<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>in Ihrem Artikel &ldquo;Die Russen haben die propagandistische Leistungsf&auml;higkeit des Westens untersch&auml;tzt&ldquo; machen Sie es sich leider sehr leicht. Um es vorweg zu nehmen, ich halte nichts von st&auml;ndigen Drohgeb&auml;rden (und zwar auf beiden Seiten), sondern finde, dass die Ukraine Krise auf diplomatischen Wege gel&ouml;st werden sollte. Einige Dinge in Ihrem Artikel finde ich allerdings etwas einseitig betrachtet:<\/p><ul>\n<li>Warum zieht Russland so viel Milit&auml;r an der Grenze zur Ukraine auf? Sie schreiben ja &bdquo;(angeblich)&ldquo;. Woher nehmen Sie das, haben Sie Beweise, dass diese Informationen &uuml;ber die Konzentration von Truppen gef&auml;lscht sind? Sie suggerieren dem Leser damit, dass die Informationen falsch sind, ohne einen stichhaltigen Beweis. Das ist leider kein guter Stil.<\/li>\n<li>Die USA haben 5 Mrd. Dollar in die Ukraine gesteckt, allerdings seit 1992! Das sollten Sie richtigerweise dazuschreiben, denn dann wird klar, dass das &uuml;ber den Zeitraum kein ungew&ouml;hnlicher Vorgang ist. Fragen Sie doch mal, wieviel Geld Putin in die Ukraine gesteckt hat und in welchem Zeitraum, da werden Sie sich wundern (k&ouml;nnen Sie im Internet nachlesen)!<\/li>\n<li>Die R&uuml;stungsausgaben sind im &Uuml;brigen auch kein Indiz daf&uuml;r, wer (wie Sie schreiben) die Guten und wer die B&ouml;sen sind. Russland ist bspw. bei der Zahl der Panzer massiv &uuml;berlegen, zudem konzentriert Putin die Truppen an der Grenze zur Ukraine. Da n&uuml;tzen Panzer in den  USA erst einmal nicht viel. Zudem finde ich diese schwarz-wei&szlig; Einteilung nicht zeitgem&auml;&szlig;, es gibt auf jeder Seite positive wie auch negative Aspekte.<\/li>\n<li>Stellen Sie sich mal folgende Situation vor: Die Ukraine m&ouml;chte sich einem Milit&auml;rb&uuml;ndnis mit Russland anschlie&szlig;en und stellt Truppen an der Grenze im Westen auf. Die EU und die USA wollen der Ukraine verbieten, diesem Milit&auml;rb&uuml;ndnis beizutreten. Was w&uuml;rden die NDS dar&uuml;ber schimpfen. Die Sichtweise der Ukraine blenden Sie v&ouml;llig aus! Das ist ein souver&auml;ner Staat, der erst einmal machen kann, was er will. Und er kann sich auch dem Westen zuwenden. Die NDS betrachten das leider gar nicht. Das muss aber in die &Uuml;berlegungen mit einflie&szlig;en, denn dann zeigt sich um so mehr, wie komplex die Situation ist.<\/li>\n<li>Nordstream 2 ist nicht im Interesse Deutschlands. Woher soll von heute auf morgen der doppelte Bedarf an Gas kommen? Wo zudem die erneuerbaren Energien massiv ausgebaut werden. Nordstream 2 ist vor allem ein geopolitisches Projekt. Das konnte man bereits in Juni 2021 sehen, wo Putin unverhohlen der Ukraine gedroht hat (k&ouml;nnen Sie im Internet nachlesen), sobald Nordstream 2 am Netz ist. Momentan ist der Gaspreis sehr hoch und zu welchen massiven Verwerfungen das f&uuml;hrt hat Ihr Kollege Herr Berger ja geschrieben. Ich frage mich allerdings, warum Deutschland das Gas nach Polen exportiert und das Gesch&auml;ft macht und warum Gazprom nicht selbst das Geld mit Polen verdienen will. Wirtschaftlich macht das f&uuml;r Gazprom jedenfalls keinen Sinn. Da stecken sicherlich andere &Uuml;berlegungen dahinter.<\/li>\n<\/ul><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nS.P.<\/p><p><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller: <\/strong><\/p><p>Leider ist der Leserbrief Nummer 5 nur mit Initialen versehen. Ich m&ouml;chte die Gelegenheit nutzen, die NachDenkSeiten-Leserinnen und -Leser zu bitten, Leserbriefe m&ouml;glichst mit vollem Namen zu unterzeichnen. Wir Redakteure tun das ja auch.<\/p><p>Das Urteil &uuml;ber die Fragen und Hinweise, die in dem Leserbrief enthalten sind, w&uuml;rde ich gerne Ihnen &uuml;berlassen. Ich pers&ouml;nlich kann damit wenig anfangen &ndash; beispielsweise mit dem letzten Absatz &uuml;ber Nordstream 2. Dass das ein &bdquo;geopolitisches Projekt&ldquo; sei, ist einfach nur der westlichen Propaganda nachgesprochen. Was soll Russland damit geopolitisch anfangen, wenn Gas durch die R&ouml;hre flie&szlig;t und wir auch andere Optionen haben? Dass Russland am Gashahn drehen w&uuml;rde, widerspricht au&szlig;erdem allen bisherigen Erfahrungen mit dem Gaslieferanten Russland. Dieser Eindruck wird auch nicht dadurch aufgehoben, dass der Leserbriefschreiber\/die Leserbriefschreiberin behauptet, Russland habe der Ukraine mit dem Stopp der Gaslieferungen gedroht. Statt eines Belegs f&uuml;r diese Behauptung steht im Leserbrief: &bdquo;(k&ouml;nnen Sie im Internet nachlesen)&ldquo;. <\/p><p>Obwohl ich solche pauschalen Verweise aufs Internet nicht f&uuml;r zielf&uuml;hrend halte, habe ich im Internet nachgeschaut und zum Beispiel in Die Zeit vom 24.1.2022 gefunden: <\/p><p>&laquo;<a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/russland\">Russland<\/a>&nbsp;hat in den schwierigsten Momenten der Konfrontation zwischen Ost und West seine Vertragsverpflichtungen tadellos erf&uuml;llt&raquo;, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow in Moskau der Agentur Interfax zufolge. &laquo;Russland hat noch nie einen Grund gegeben, an seiner Zuverl&auml;ssigkeit zu zweifeln.&raquo; Moskau betont immer wieder, dass auch im Kalten Krieg in der Konfrontation zwischen Sowjetunion und Bundesrepublik das Gas immer geflossen sei.<\/p><p>Wenn der Leserbriefschreiber andere Aussagen im Internet gefunden hat, dann sollte er sie einfach nennen. Die Anmerkung &bdquo;(k&ouml;nnen Sie im Internet nachlesen)&ldquo; reicht jedenfalls nicht.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<\/p><p>zum Thema Kriegspropaganda, Anne Morelli, eine Belgierin schrieb 2001 dieses Buch.<br>\nUnd diese Schablone passt perfekt auf das was gerade passiert.<\/p><p>Sch&ouml;nen Gru&szlig;!<br>\nAlexander Langenhagen<\/p><p>Principes &eacute;l&eacute;mentaires de propagande de guerre<\/p><ul>\n<li>1.1 Wir wollen keinen Krieg!<\/li>\n<li>1.2 Der Gegner ist allein f&uuml;r den Krieg verantwortlich!<\/li>\n<li>1.3 Der F&uuml;hrer des feindlichen Lagers wird d&auml;monisiert<\/li>\n<li>1.4 Wir verteidigen ein edles Ziel und keine besonderen Interessen!<\/li>\n<li>1.5 Der Feind begeht wissentlich Grausamkeiten, wenn wir Fehler machen, geschieht dies unbeabsichtigt<\/li>\n<li>1.6 Der Feind benutzt unerlaubte Waffen<\/li>\n<li>1.7 Wir erleiden geringe Verluste, die Verluste des Feindes sind erheblich<\/li>\n<li>1.8 Anerkannte Kulturtr&auml;ger und Wissenschaftler unterst&uuml;tzen unser Anliegen<\/li>\n<li>1.9 Unser Anliegen hat etwas Heiliges<\/li>\n<li>1.10 Wer unsere Propaganda in Zweifel zieht, arbeitet f&uuml;r den Feind und ist damit ein Verr&auml;ter<\/li>\n<\/ul><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<br>\n&nbsp;<br>\nich denke nicht, da&szlig; man in Ru&szlig;land die Macht der westlichen Propaganda untersch&auml;tzt hat, schlie&szlig;lich war man das gesamte 20. Jahrhundert &uuml;ber ihrem destabilisierenden Einflu&szlig; ausgesetzt und mu&szlig;te am eigenen Leib erfahren, wie das Land von ihr innerhalb weniger Jahre wiederholt vom Feind zum Freund und dann wieder zum Feind hochstilisiert wurde. Zudem wird man hoffentlich auch in Moskau wissen, da&szlig; schon Adolf Hitler von der westlichen Propagandamaschinerie so beeindruckt war, da&szlig; er sie unbedingt kopieren wollte. Dieselbe hat es immerhin vollbracht eine v&ouml;llig verzerrte Sichtweise auf beide Weltkriege weltweit als alleing&uuml;ltige Geschichtsschreibung durchzusetzen. Und wenn Herr Gorbatschow tats&auml;chlich glaubt, dem Westen fehle das Verst&auml;ndnis f&uuml;r die Schwierigkeiten, die das Regieren eines so gro&szlig;en Landes bereitet, dann tut er mir aufrichtig leid, denn es zeigt nur, wie naiv er in geopolitischen Fragen eigentlich ist. Der Westen hat durchaus Verst&auml;ndnis f&uuml;r diese Probleme &ndash; wie sollte er auch nicht, schlie&szlig;lich erstreckt sich das amerikanische Imperium &uuml;ber den gesamten Erdball &ndash; sie sind ihm nur schei&szlig;egal, solange er sie nicht f&uuml;r seine eigenen Zwecke nutzen kann oder will.<br>\n&nbsp;<br>\nDie gegenw&auml;rtigen Entwicklungen in der Ukrainekrise erinnern mich in gewi&szlig;er Hinsicht an die US-Diplomatie vor dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor, die das Kaiserreich gezielt in eine Lage man&ouml;vrierte, in der ihm nur noch die Wahl zwischen zwei M&ouml;glichkeiten blieb, die den Vereinigten Staaten beide gleicherma&szlig;en lieb waren. Ich m&ouml;chte dazu einige Zitate aus folgenden B&uuml;chern anbringen:<br>\n&nbsp;<br>\nShigenori Togo: Japan im Zweiten Weltkrieg &ndash; Erinnerungen des japanischen Au&szlig;enministers 1941\/2 und 1945; Bonn: Athen&auml;um-Verlag, 1958.<br>\n&nbsp;<br>\nFrederick W. Marks III: Wind Over Sand &ndash; The Diplomacy of Franklin Roosevelt; Athens, GA: University of Georgia Press, 1988.<br>\n&nbsp;<br>\nWeiters sei auf diesen Vortrag zum Ukraine-Konflikt verwiesen:<br>\n&nbsp;<br>\n<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=JrMiSQAGOS4\">Why is Ukraine the West&rsquo;s Fault? Featuring John Mearsheimer<\/a><\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Der &Uuml;berblick &uuml;ber die Entwicklung der japanisch-amerikanischen Verhandlungen (&hellip;) hinterlie&szlig; in mir das sehr bestimmte Empfinden, da&szlig; die Haltung der Vereinigten Staaten (&hellip;) im Laufe der Verhandlungen seit ihrem Beginn mit dem urspr&uuml;nglichen Verst&auml;ndigungsentwurf im April [1941] einen deutlich erkennbaren Wandel erfahren hatte. Die Vereinigten Staaten hatten kein Zeichen von Kompromi&szlig;bereitschaft mehr gegeben; sie hatten nach der zweiten Junih&auml;lfte nur noch ihre damalige Stellungnahme wiederholt. Besonders nach der Sperrung der japanischen Guthaben Ende Juli waren sie &auml;u&szlig;erst unnachgiebig geworden und schienen nur noch zu versuchen, die Er&ouml;rterungen in die L&auml;nge zu ziehen, statt ein Abkommen zu erreichen. Ich bekam den Eindruck, da&szlig; die amerikanische Haltung nichts anderes anzeigen sollte als die Entschlossenheit, einen diplomatischen Fehlschlag und folglich den Krieg zu riskieren.&ldquo;<br>\nTogo (S. 57)\n<\/p><\/blockquote><blockquote><p>\n&bdquo;Unser aller Meinung ging dahin, da&szlig; die Vereinigten Staaten unter Mi&szlig;achtung des fr&uuml;heren Verhandlungsverlaufs und des dabei bisher erreichten Einverst&auml;ndnisses, unber&uuml;hrt von den Opfern Japans in langen Jahren, weit &uuml;ber ihre &auml;u&szlig;ersten je eingenommenen Punkte hinaus solche Forderungen vorgebracht hatten, weil sie eine friedliche Regelung nicht w&uuml;nschten, sondern darauf aus waren, Japan zur vollst&auml;ndigen Kapitulation zu zwingen, weil es ihre Absicht war, Japan zur Aufgabe seines Platzes als fern&ouml;stliche Gro&szlig;macht zu zwingen. Vor einer solchen Forderung zu kapitulieren, war f&uuml;r Japan gleichbedeutend mit Selbstmord; auf der anderen Seite bedrohten wirtschaftliche Blockade und milit&auml;rische Einkreisung, die unter Leitung der Vereinigten Staaten t&auml;glich enger wurde, Japans Existenz. Japan wurde zu dem Schlu&szlig; getrieben, keine andere Wahl zu haben, als an diesem Punkt Stellung zu beziehen.&ldquo;<br>\nTogo (S. 155)\n<\/p><\/blockquote><blockquote><p>\n&bdquo;Es ist die pure Ironie da&szlig; Japan die Nation sein sollte, deren guten Willen man in Zweifel zog, obwohl weder Hull, noch der Berater des Pr&auml;sidenten Stanley Hornbeck, noch Roosevelt selbst, in der Drought-Walsh-Initiative jemals mehr sahen, als eine List. Von Anfang an rieten Hornbeck und Hull gegen ernsthafte Verhandlungen, und als Roosevelt Churchill im August sagte, er glaube er k&ouml;nne die Japaner noch weitere drei&szlig;ig Tage &sbquo;am G&auml;ngelband f&uuml;hren&lsquo;, dann meinte er genau das. Das ist, was er seit Herbst 1939 getan hatte; in der Tat, seine Strategie war bisweilen so offensichtlich, da&szlig; es schon fast komisch war.&ldquo;<br>\nMarks (S. 101).\n<\/p><\/blockquote><p>In seinen Memoiren prangert Togo die &auml;u&szlig;erst gro&szlig;z&uuml;gige Auslegung des Selbstverteidigungsrechts durch die Vereinigten Staaten an, die sich auch auf &bdquo;Widerstand, wann und wo immer, innerhalb oder au&szlig;erhalb ihres Gebietes, ihre Interessen bedroht w&uuml;rden&ldquo; erstreckte, aber anderen Staaten nicht dasselbe Recht zugestehen wollte. Er verschafft seiner Emp&ouml;rung &uuml;ber das amerikanische Verhalten schlie&szlig;lich Luft, wenn er schreibt:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Da es sich aus den im vorherigen Kapitel angef&uuml;hrten Angaben amerikanischen Ursprungs klar ergibt, da&szlig; die Vereinigten Staaten Japan veranlassen wollten, den ersten Schu&szlig; abzugeben, kann ihr Verhalten nur als Provokation Japans charakterisiert werden. Vom Standpunkt der Moral ist es Heuchelei, B&ouml;sartigkeit und Feigheit, die Haltung einzunehmen, man sei frei, ungestraft den Gegner zu provozieren, so weit man w&uuml;nscht, solange man nur nicht als erster losschl&auml;gt.&ldquo;<br>\nTogo (S. 182)\n<\/p><\/blockquote><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nRF<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Zwei Anmerkungen<\/p><p>In seinen &bdquo;Beispielen f&uuml;r die zur Konfliktversch&auml;rfung angewandten Methoden&ldquo; weist Albrecht M&uuml;ller (am 26.01.22) auf das Geschichte(n) verk&uuml;rzte Erz&auml;hlen hin. Dazu k&ouml;nnte man erg&auml;nzend z&auml;hlen: Das Unterschlagen der Strategiekonzepte, nach denen geschichtliche Ereignisse (wie die genannten) zielstrebig herbeigef&uuml;hrt wurden und werden.<br>\nWer Z.Brzezinkis &bdquo;Die einzige Weltmacht. Amerikas Strategie der Vorherrschaft&ldquo;&ldquo; nicht kennt, kann die &ndash; bei wechselnden Regierungen &ndash; stabile Grundlinie der US-Au&szlig;enpolitik schwerlich verstehen! &Uuml;berzeugen Sie sich am Buch selbst (ggf. nochmals). Bei Zeitnot mag es gen&uuml;gen, den in der deutschen Ausgabe von 1999 genannten 24 Seitenhinweisen zu &bdquo;Ukraine&ldquo; nachzugehen.<br>\nZusammengefa&szlig;t: Um die Weltmachtstellung zu erhalten, mu&szlig; der eurasische Kontinent beherrscht werden. Dazu ist ein Zusammengehen von Ru&szlig;land und Westeuropa unbedingt zu verhindern. Dies verlangt Verf&uuml;gung &uuml;ber die Drehangel Ukraine.<br>\nErg&auml;nzend &ndash; zum Verst&auml;ndnis der  NATO &ndash; empfiehlt sich, Robert Kagan heranzuziehen, sein &bdquo;Macht und Ohnmacht. Amerika und Europa in der neuen Weltordnung&ldquo; von 2003. Auch hier werden die westeurop&auml;ischen Staaten als &bdquo;Vasallen&ldquo; charakterisiert und die NATO als Instrument, diese Vasallen zur Durchsetzung der Weltmacht-Interessen zu nutzen.<br>\n(Zur Aussagef&auml;higkeit der genannten beiden Pr&auml;sidentenberater und Politikwissenschaftler vgl. Google o.&auml;.)<\/p><p>Wenn laut US-Milit&auml;rkonzept von 2018 k&uuml;nftig die Hauptkr&auml;fte gegen China gerichtet sein sollen, scheint es naheliegend, die NATO zur Sicherung der US-Interessen in Europa gegen Ru&szlig;land einzusetzen.<br>\nBei einer fr&uuml;heren existentiellen Krise sollen US-Reiseveranstalter geworben haben: Besuchen Sie Europa, solange es noch existiert.<\/p><p>Wer die tieferen Wurzeln eigener aktueller Probleme erkennt, l&auml;&szlig;t sich nicht so leicht in die Irre f&uuml;hren. Gel&ouml;st sind diese Probleme dadurch freilich nicht. Es bleibt, die realen Verhaltensm&ouml;glichkeiten und eigenen Interessen zu analysieren, die eigene Verhaltensrichtung zu entscheiden und das notwendige Tun zu organisieren &ndash; in der Politik wie wohl auch sonst im Leben. &mdash;<\/p><p>Was die von A. M&uuml;ller erw&auml;hnte manipulierende Wirkung beschw&ouml;render Wiederholungen betrifft, f&auml;llt aktuell auf, wie die Machteliten beharrlich betonen, die Souver&auml;nit&auml;t jedes Staates verlange, dass er seine B&uuml;ndniszugeh&ouml;rigkeit selbst bestimmen d&uuml;rfen. Allerdings geht es hier darum, wem die NATO ggf. Beitritt anbietet oder gew&auml;hrt. Dar&uuml;ber entscheidet das Milit&auml;rb&uuml;ndnis NATO &ndash; in &Uuml;bereinstimmung mit seinen Zielstellungen.  Hier ist die NATO das entscheidende Handlungssubjekt und verantwortlich f&uuml;r die Folgen.<\/p><p>Die Mehrzahl der befa&szlig;ten Journalisten scheint  der  eigenen Suggestion des Subjekttauschs zu unterliegen. Oder wirkt auch bewu&szlig;t an trickreicher Irref&uuml;hrung der B&uuml;rger mit. (Siehe &auml;hnlich oben.) Die Umwandlung der stets US-befehligten NATO in ein Friedensb&uuml;ndnis w&uuml;rde den Verzicht der USA auf die Position weltweit agierenden Milit&auml;rmacht voraussetzen. Das aktuelle R&uuml;stungsbudget spricht gegen jede freundliche Illusion.<\/p><p>W. Weiler<\/p><p><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Der Leserbrief Nummer 8 enth&auml;lt wichtige Hinweise, unter anderem auf die einflussreichen &bdquo;Strategen&ldquo; Z. Brzezinski und Robert Kagan. Ihre Gedanken erkl&auml;ren in der Tat viel von dem, was wir zurzeit an US-amerikanischer Politik erleben.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>In der Propaganda mag Russland den Westen untersch&auml;tzt haben &ndash; in der Kriegsf&uuml;hrung der Westen Russland&hellip;<\/p><p>Doch unabh&auml;ngig davon:<\/p><p>Was tun die derzeit Verantwortlichen in Deutschland und Europa uns an.<\/p><p>Sie z&uuml;ndeln am Krieg, den die derzeitigen Drahtzieher in Washington vorantreiben, weil sie Angst, dass deren eigenes derzeitiges Imperium auseinanderbricht&hellip;&nbsp; In einem Krieg vermuten sie den Ausweg aus der eigenen Misere&hellip; Sind die deutsche und europ&auml;ische Politik tats&auml;chlich so unf&auml;hig, dies zu durchschauen?<\/p><p>Und: Gibt es in der derzeitigen Exekutive niemanden mehr, der das Staats- und V&ouml;lkerrecht sowie das Grundgesetz zu beachten in der Lage ist?<br>\n&nbsp;<br>\nRupert Kr&ouml;mer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseiten, lieber Albrecht M&uuml;ller,<\/p><p>eure Beitr&auml;ge zur Ukraine-Krise, zu Russland und zur medialen Berichterstattung passen einfach nicht mehr in die moderne Zeit. Wollt ihr denn ewig im Frieden leben?<\/p><p>Seit dem Ende des zweiten Weltkrieges sind nun fast 80 Jahre vergangen. Den Deutschen fehlte die wirkliche Herausforderung. Urlaubsreisen und Fu&szlig;ballweltmeisterschaften sind nur ein armseliger Ersatz f&uuml;r richtige Abenteuer. Einigen fehlte wohl auch der Schlachtenl&auml;rm, der Pulverdampf. Aber diese Zeit ist vorbei. Wir m&uuml;ssen jetzt unsere Zivilisation, unsere Werte verteidigen gegen das B&ouml;se. Denn das B&ouml;se ist wieder da: Putin, Autokrat, ex KGB-Offizier und arroganter Macho bedroht alles was uns heilig ist. Putin bedroht LGBT- und Frauenrechte. Putin ist ein &uuml;bler Rassist (warum gibt es in der russischen Regierung nicht eine einzige people of color?). Putin ist schlimmer als jeder Faschist und jeder Bolschewist, denn er ist gleichzeitig beides. Putins Gas und &Ouml;l bedrohen das Weltklima. Putin hackt unser Internet kaputt. Putin macht sich mit dem Chinesen gemein, der noch schlimmer ist als Putin selbst. Putin will die unschuldige Ukraine versklaven und den tapferen Alexej Nawalny im Kerker verrotten lassen. Putin ist schuld, dass der finstere Donald Trump 4 Jahre die USA, das Land der Freiheit, in Finsternis st&uuml;rzte. Putin f&uuml;hrt in Syrien Krieg, damit Millionen von Fl&uuml;chtlingen das friedliche Europa st&uuml;rmen. Jetzt hat Putin hunderttausend brutale K&auml;mpfer, Schl&auml;ger, Terroristen zusammengezogen, um die tapfere stolze Stadt Kiew anzugreifen. Kiew, die Wiege der Demokratie darf nicht in die H&auml;nde des finsteren Autokraten fallen. Denn wenn Putin erst Kiew hat, wird er Polen &uuml;berfallen, Litauen, Estland und Lettland und dann gehts weiter mindestens bis zur alten deutschen Zonengrenze. Wir kennen keine Parteien mehr, keine Rechten und Linken. Ob ARD oder ZDF, ob Spiegel oder Bild, ob Julian Reichelt oder Sascha Lobo, ob Annalena Baerbock oder Norbert R&ouml;ttgen: Seit an Seit k&auml;mpfen sie gemeinsam f&uuml;r die Freiheit, f&uuml;r den Frieden, f&uuml;r die Demokratie, f&uuml;r Menschenrechte und ein besseres Klima, gegen Nordstream 2, f&uuml;r klimaneutrales amerikanisches Freiheitsgas und f&uuml;r die Nato. Wir sagen Danke.<\/p><p>Die Zeit w&auml;re reif f&uuml;r eine gro&szlig; angelegte patriotische Aktion. Wie anno 1916 k&ouml;nnten die Deutschen ihre gehorteten Goldbarren und Kr&uuml;gerrands gegen Eisen eintauschen. Das Gold k&ouml;nnte im Rahmen dieser Aktion &bdquo;Gold gab ich f&uuml;r Eisen zwopunktnull&ldquo; unserem tapferen Verteidigungsb&uuml;ndnis Nato f&uuml;r seine humanit&auml;re Mission zur Verf&uuml;gung gestellt werden. Es w&auml;re damit in guten H&auml;nden und m&uuml;sste nicht in deutschen Wohnzimmerschubladen ein unn&uuml;tzes Dasein fristen.<\/p><p>&hellip;Nichts f&uuml;r ungut liebe Nachdenkseiten. Tats&auml;chlich sch&auml;tze ich nat&uuml;rlich eure Artikel zur Ukraine-Krise, zu Russland und zum Zustand unserer Medien. Und gleichzeitig wird mir schlecht, wenn ich sehe, wie Journalistinnen und Journalisten heute ihre Aufgabe wahrnehmen: unkritisch und penetrant primitivste Nato-Propaganda verbreitend.<\/p><p>Mit besten Gr&uuml;&szlig;en<br>\nThomas Arnold<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller!<\/p><p>Sie sprechen mir voll aus der Seele, wenn Sie behaupten, dass sich Russland vom Westen bisher zu viel gefallen lie&szlig;. Auch ich habe dies in fr&uuml;hreren Beitr&auml;gen schon erw&auml;hnt. Manchmal hat man das Gef&uuml;hl, dass manche Politiker (wie Herr Kubicki, Herr Platzeck, manche Vertreter der Linken oder der AfD) dies auch gern sagen w&uuml;rden, sich aber in der &Ouml;ffentlichkeit nicht trauen. Man sieht ja wie schnell der russlandfreundliche Admiral seinen Posten verloren hat. Die ver&ouml;ffentlichte Meinung ist vorgegeben und keiner darf mehr daran r&uuml;tteln. Nur in den Politblogs des Netzes darf dies noch angesprochen werden. Interessant ist aber die Tatsache, dass selbst so wenig russlandfreundliche und teils rechte Blogs wie die der Herren Reitschuster, Broder oder Tichy sich nicht mehr richtig an Russlandkritik herantrauen. Versuchen sie es dennoch, gibt es von deren Lesern sofort eine Gegenreaktion mit der dann der russische Pr&auml;sident in Schutz genommen wird. Hier funktioniert also noch das Gegengewicht zum mittlerweile verkommenen Mainstream des Fernsehens. Der Westen versucht ja mit allen Mitteln die derzeitig russische F&uuml;hrung zu schw&auml;chen. Nat&uuml;rlich auch mit einer dortigen innenpolitischen Destabilisierung. Wir wissen ja, was mit Sevim Dagdalen passierte, als sie ein solches Vorgehen einmal bei Anne Will ansprach. Ich hoffe nur, dass es vielleicht mehreren Kriegstreibern des Westens allm&auml;hlich bewusst wird, dass ein Nachfolger des derzeitigen Pr&auml;sidenten sich vielleicht nicht mehr so viel gefallen l&auml;sst. Eine vom Westen gef&uuml;hrte Marionette als Pr&auml;sident dieses gr&ouml;&szlig;ten, aber auch rohstoff- und bodenschatzreichen Landes l&auml;sst sich halt zum Gl&uuml;ck nicht so ohne weiteres einsetzen.<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichem Gru&szlig;<br>\nHarald Pfleger<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80160\">In diesem Beitrag<\/a> wird die These vertreten, dass die Russen die Leistungsf&auml;higkeit der Propaganda des Westen untersch&auml;tzt h&auml;tten. Albrecht M&uuml;ller nennt dazu einige Beispiele. Sie reichen u.a. von der unterstellten Absicht Russlands, die Ukraine anzugreifen, &uuml;ber die lautstarke Forderung des ukrainischen Botschafters, Waffen an sein Land zu liefern, und den propagandistischen Eindruck, die Gasleitung<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80253\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-80253","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/80253","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=80253"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/80253\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":80269,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/80253\/revisions\/80269"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=80253"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=80253"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=80253"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}