{"id":80281,"date":"2022-01-31T08:47:15","date_gmt":"2022-01-31T07:47:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80281"},"modified":"2022-01-31T08:47:15","modified_gmt":"2022-01-31T07:47:15","slug":"hinweise-des-tages-4037","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80281","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80281#h01\">Deutschlands Cr&egrave;me der Russlandkritiker giesst Benzin ins Feuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80281#h02\">Kriegsvorbereitung: Von der Leyen schlie&szlig;t Gasdeal mit Biden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80281#h03\">Schw&auml;bische Stadt Ostfildern droht Spazierg&auml;ngern mit Waffengewalt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80281#h04\">Gute Arbeit im Krankenhaus: NRW ist bereit zum Streik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80281#h05\">Digitale Kontrolle am Arbeitsplatz: Wie Daten &uuml;ber (und gegen) Besch&auml;ftigte genutzt werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80281#h06\">Der Wilde Westen 2022<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80281#h07\">&ldquo;Wir Super-Reichen sollten mehr Steuern zahlen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80281#h08\">Hartz IV: Bundesanteil an den SGB-II-Verwaltungskosten 2005 bis 2021 <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80281#h09\">Gewerkschaften kritisieren h&ouml;here Minijob-Verdienstgrenze <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80281#h10\">(Sozialdemokratische) Familienpolitik an der Spitze des DGB? Die SPD-Politikerin Yasmin Fahimi soll neue Bundesvorsitzende des DGB werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80281#h11\">Gr&uuml;nen-Kandidat teilt aus: &ldquo;Das ganze Land sch&uuml;ttelt nur den Kopf&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80281#h12\">Wie kompetent ist Friedrich Merz?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80281#h13\">S&uuml;ddeutsche ver&ouml;ffentlicht Diffamierungsartikel gegen Nils Melzer &ndash; und verweigert Gegendarstellung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80281#h14\">F&uuml;r dpa wird das Desinformationsproblem von Meta zum Gesch&auml;ftszweig<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Deutschlands Cr&egrave;me der Russlandkritiker giesst Benzin ins Feuer<\/strong><br>\n&laquo;DIE ZEIT&raquo;, einst das deutsche Flaggschiff der Entspannungspolitik, l&auml;sst heute Prominente zu &laquo;Taten&raquo; gegen Russland aufrufen.<br>\nInfosperber hat schon im M&auml;rz 2020 dar&uuml;ber informiert, wie sich die deutsche Wochenzeitung &laquo;DIE ZEIT&raquo; unter ihrem Herausgeber Josef Joffe zur klaren Bef&uuml;rworterin der Militarisierung Deutschlands gewandelt hat. Jetzt hat &laquo;DIE ZEIT&raquo; der Forderung von 73 deutschen &laquo;Russland-Spezialisten&raquo; Raum gegeben, die bisherige deutsche Russland-Politik der Worte sei endlich aufzugeben und es sei zu &laquo;Taten&raquo; gegen Russland &uuml;berzugehen. Der auf den postsowjetischen Raum spezialisierte deutsche Konfliktforscher Leo Ensel konnte ob der Argumentation solcher Forderungen nicht anders, als ebenfalls in die Tasten zu greifen. Ein Gastkommentar.<br>\nErinnern Sie sich noch? Am 5. Dezember 2014 ver&ouml;ffentlichten unter dem Titel &laquo;Wieder Krieg in Europa? Nicht in unserem Namen!&raquo; in Deutschland mehr als 60 prominente Pers&ouml;nlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien &ndash; u. a. Gerhard Schr&ouml;der, Roman Herzog, Horst Teltschik, Antje Vollmer, Gabriele Krone-Schmalz, Mario Adorf und Wim Wenders &ndash; in der Wochenzeitung &laquo;DIE ZEIT&raquo; einen Appell, in dem sie eindringlich vor einem Krieg mit Russland warnten und eine neue Entspannungspolitik f&uuml;r Europa einforderten. Dieser damalige Appell &ndash; der erstmals seit Beginn der Ukrainekrise dem t&auml;glichen Unisono-Gewitter der Mainstream-Medien so etwas wie eine prominente Gegen&ouml;ffentlichkeit entgegensetzte &ndash; wurde prompt in den Leitmedien von der &laquo;FAZ&raquo; bis zur &laquo;taz&raquo; fast durchg&auml;ngig h&auml;misch verrissen, und bereits sechs Tage sp&auml;ter folgte im &laquo;Tagesspiegel&raquo; ein mit &laquo;Friedenssicherung statt Expansionsbelohnung&raquo; &uuml;berschriebener Gegen-Aufruf, unter dem sich die Cr&egrave;me de la Cr&egrave;me der deutschen Russlandkritik versammelte.<br>\nWie sich die Bilder doch gleichen. Denn wie es der Zufall so will, Geschichte wiederholt sich manchmal eben doch: Ende letzten Jahres, und wieder genau am 5. Dezember, publizierte ausgerechnet eine Gruppe prominenter deutscher Ex-Botschafter und -Gener&auml;le &ndash; allesamt gestandene Transatlantiker, darunter selbst als ausgesprochene Hardliner geltende Milit&auml;rs wie der Ex-Generalinspekteur der Bundeswehr, Klaus Naumann &ndash; erneut einen Appell zur Deeskalation: &laquo;Raus aus der Eskalationsspirale! F&uuml;r einen Neuanfang im Verh&auml;ltnis zu Russland.&raquo; Da mittlerweile &laquo;ein Krieg in den Bereich des M&ouml;glichen r&uuml;cke&raquo;, so die Autoren, m&uuml;sse es das Ziel sein, &laquo;die Eskalationsspirale zu durchbrechen und Russland und NATO aus dem konfrontativen Kurs herauszuf&uuml;hren&raquo;. Das Echo darauf in den deutschen Leitmedien als &laquo;&uuml;berschaubar&raquo; zu bezeichnen, w&auml;re immer noch &uuml;bertrieben.<br>\nDiesmal dauerte die Reaktion auf der anderen Seite etwas l&auml;nger.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/europa\/deutschlands-creme-der-russlandkritiker-giesst-benzin-ins-feuer\/\">Leo Ensel in Infosperber<\/a>\n<p><strong>dazu: Ukrainischer Pr&auml;sident: Westen sch&uuml;rt grundlos Kriegs-Panik wegen angeblichem russischen Aufmarsch<\/strong><br>\nDer ukrainische Pr&auml;sident Wladimir Selenskij sagte auf der Pressekonferenz mit ausl&auml;ndischen Journalisten, es gebe keinen Krieg in der Ukraine, und Russland greife sein Land nicht an. Die Informationen dar&uuml;ber seien &ldquo;unausgewogen&rdquo;.<br>\ndie letzten, die das Schiff verlassen. Und wir sind nicht die Titanic, denke ich&rdquo;, sagte der Pr&auml;sident.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/europa\/130700-ukrainischer-prasident-fordert-westen-auf-keine-panik-russland\/%20\">RT DE<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: NATO-Quelle: Deeskalation mit Russland schon &bdquo;Morgen&ldquo; m&ouml;glich<\/strong><br>\nZwar seien die USA &bdquo;wirklich&ldquo; an einer sofortigen Deeskalation mit Russland interessiert, aber ein Dialog ist angesichts des derzeitigen Truppenaufmarschs an der ukrainischen Grenze nicht m&ouml;glich, sagte ein hochrangiger NATO-Beamter, der dort einen EU-Mitgliedstaat diplomatisch vertritt, gegen&uuml;ber EURACTIV.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.euractiv.de\/section\/eu-aussenpolitik\/news\/european-nato-source-de-escalation-with-russia-is-possible-tomorrow\/%20\">EURACTIV<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Kriegsvorbereitung: Von der Leyen schlie&szlig;t Gasdeal mit Biden<\/strong><br>\nHeimlich, still und leise bereitet sich die EU-Kommission auf einen Krieg in der Ukraine und eine Unterbrechung der Gasversorgung aus Russland vor. Die russische Regierung hat daran zwar keinerlei Interesse &ndash; ihr w&uuml;rden hohe Einnahmen verloren gehen.<br>\nUmso gr&ouml;&szlig;er ist das Interesse der USA. Sie wittern die einmalige Chance, ihr schmutziges und teures Fracking-Gas in den europ&auml;ischen Markt zu dr&uuml;cken. Bei von der Leyen rennen sie offene T&uuml;ren ein. Sie k&uuml;ndigte einen Deal mit US-Pr&auml;sident Biden an.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/kriegsvorbereitung-von-der-leyen-will-mehr-us-frackinggas\/\">Lost in Europe<\/a>\n<p><strong>dazu: Update Gasdeal: Pl&ouml;tzlich ist Habeck f&uuml;r Frackinggas<\/strong><br>\nNach der EU-Kommission leitet auch die Bundesregierung einen brutalen Kurswechsel in der Energiepolitik ein. Klimaminister Habeck ist pl&ouml;tzlich f&uuml;r Fl&uuml;ssiggas &ndash; als Teil der Kriegsvorbereitungen mit den USA.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/update-gasdeal-ploetzlich-ist-habeck-fuer-frackinggas\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Schw&auml;bische Stadt Ostfildern droht Spazierg&auml;ngern mit Waffengewalt<\/strong><br>\nDie Stadt Ostfildern, nahe Stuttgart, droht allen, die gegen &uuml;berzogene Corona-Ma&szlig;nahmen und Impfpflicht spazieren gehen, &bdquo;unmittelbaren Zwang&ldquo; bis hin zum Waffengebrauch an. Die &bdquo;Allgemeinverf&uuml;gung&ldquo; der Stadt ist denkw&uuml;rdig. Mit b&uuml;rokratischer Akribie werden Unp&auml;sslichkeiten aufgelistet und damit radikalste Ma&szlig;nahmen begr&uuml;ndet.<br>\nDer B&uuml;rgermeister von Ostfildern, Christof Bolay (SPD), will es nicht hinnehmen, dass immer mehr Menschen ihren Unmut &uuml;ber Impfpflichtdebatten und aus ihrer Sicht v&ouml;llig &uuml;berzogene Corona-Ma&szlig;nahmen mit unangemeldeten Montagsspazierg&auml;ngen zeigen. Wobei &bdquo;immer mehr&ldquo; nicht allzu viele sind. In der Allgemeinverf&uuml;gung ist von erst 20, dann 30, dann 100 und beim letzten Mal sage und schreibe 140 Personen die Rede.<br>\nDa war f&uuml;r den Stadtrat die Grenze des Ertr&auml;glichen erreicht, und er erlie&szlig; am 27. Januar eine Allgemeinverf&uuml;gung, die am 28. in Kraft trat. Sie verbietet derartige Ungeheuerlichkeiten bis Ende Februar, unter anderem mit dem Argument, dass sich Passanten durch Kontakt mit ungeimpften Demonstranten anstecken und &bdquo;versterben&ldquo; k&ouml;nnten. Im Fall der Zuwiderhandlung wird Waffengebrauch angedroht.<br>\nDie Allgemeinverf&uuml;gung von Ostfildern ist ein Musterbeispiel daf&uuml;r, wie b&uuml;rokratische Politiker und politisierte B&uuml;rokraten sich als die guten Verteidiger von Sitte und Ordnung w&auml;hnend, jedes Ma&szlig; verlieren und zu Despoten werden k&ouml;nnen, ohne es zu merken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/macht-kontrolle\/ostfildern\/%20\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<p><strong>dazu: Allgemeinverf&uuml;gung<\/strong><br>\nUm sicherzustellen, dass das Versammlungsverbot eingehalten wird, wird die Anwendung unmittelbaren Zwangs, also die Einwirkung auf Personen durch einfache k&ouml;rperliche Gewalt, Hilfsmittel der k&ouml;rperlichen Gewalt oder Waffengebrauch angedroht. Dies ist nach Abw&auml;gung der gegen&uuml;berstehenden Interessen verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig. Es ist erforderlich, da mildere Mittel, die die potenziellen Versammlungsteilnehmer von der Durchf&uuml;hrung der verbotenen Versammlungen abhalten w&uuml;rden, nicht ersichtlich sind. Insbesondere w&auml;re die Androhung eines Zwangsgelds nach &sect; 23 des Landesverwaltungsvollstreckungsgesetzes nicht gleicherma&szlig;en zielf&uuml;hrend. Die Androhung des unmittelbaren Zwangs ist angemessen, da die negativen Auswirkungen f&uuml;r den Betroffenen nicht erkennbar au&szlig;er Verh&auml;ltnis zu Schutzgut k&ouml;rperliche Unversehrtheit der Passanten und anderen Versammlungsteilnehmer steht. Nicht verkannt wird, dass die Anordnung des unmittelbaren Zwangs einen erheblichen Eingriff in die Versammlungsfreiheit der Betroffenen darstellt. Wegen der erheblichen Gef&auml;hrdung der k&ouml;rperlichen Unversehrtheit einer Vielzahl von Personen stehen diese Nachteile jedoch nicht au&szlig;er Verh&auml;ltnis dazu.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ostfildern.de\/Politik+_+Verwaltung\/Bekanntmachungen\/Allgemeinverf%C3%BCgung.html\">Stadt Ostfildern<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Gute Arbeit im Krankenhaus: NRW ist bereit zum Streik<\/strong><br>\nDie Pandemie hat die Arbeitsbedingungen in den Krankenh&auml;usern wie unter einem Brennglas gezeigt. Ge&auml;ndert hat sich trotzdem nichts &ndash; jetzt setzt das Personal der Politik ein Ultimatum<br>\nIn wenigen Wochen j&auml;hrt sich der erste Corona-Shutdown zum zweiten Mal. Das verzweifelt solidarische Klatschen auf den Balkonen, das ehrliche Interesse an den Arbeitsbedingungen der Gesundheitsarbeiter*innen ist weitestgehend verschwunden.<br>\nDoch gerade sie schultern (nicht nur) die Pandemie, und zwar unter unw&uuml;rdigen Arbeitsbedingungen. Dagegen wehren sich jetzt auch die Krankenhausbesch&auml;ftigten in Nordrhein-Westfalen mit der Kampagne &bdquo;Notruf NRW&ldquo; und einem 100-t&auml;gigen Ultimatum an die Landesregierung. Die zentrale Forderung ist die verbindliche Personalausstattung in allen Bereichen. &bdquo;Es geht nicht ausschlie&szlig;lich um Pflege. Krankenhausarbeit ist Teamarbeit&ldquo;, sagt Katharina Wesenick. Sie leitet bei Verdi den Fachbereich Gesundheit, Soziales, Bildung und Forschung in NRW und ist eine der Verhandlungsf&uuml;hrer*innen im aktuellen Tarifkampf, den die landeseigenen Universit&auml;tskliniken mit der Landesregierung f&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/gute-arbeit-im-krankenhaus-nrw-ist-bereit-zum-streik\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Digitale Kontrolle am Arbeitsplatz: Wie Daten &uuml;ber (und gegen) Besch&auml;ftigte genutzt werden<\/strong><br>\nIn immer mehr Firmen wird nahezu der gesamte Arbeitsalltag digital aufgezeichnet. Die Analyse von Daten &uuml;ber Arbeitst&auml;tigkeiten und Verhaltensweisen wird schnell zur permanenten &Uuml;berwachung und Kontrolle. W&auml;hrend betriebliche Abl&auml;ufe optimiert werden, geraten ArbeitnehmerInnen unter Druck &ndash; und unter Pauschalverdacht. In einer umfangreichen Studie wird vorgelegt, wie Betriebe Daten &uuml;ber (und gegen) Besch&auml;ftigte nutzen. (&hellip;)<br>\nNeben Microsoft, dessen Systeme den Arbeitsalltag von Millionen Besch&auml;ftigten pr&auml;gen, verkauft eine Vielzahl an Herstellern Software an Betriebe, die exzessiv Daten verarbeitet und auswertet. Ein Anbieter verspricht etwa die Analyse von Kommunikation und Zusammenarbeit im B&uuml;ro mithilfe tragbarer Ger&auml;te mit eingebautem Mikrofon. Ein anderer Hersteller analysiert An- und Abwesenheiten mit Bewegungsmeldern unter Schreibtischen. Durch die Ortung von Smartphones und Laptops mittels WLAN-Daten sollen Bewegungsmuster in Innenr&auml;umen sichtbar werden. Aktuelle Callcenter-Software wertet Gespr&auml;che maschinell aus und verspricht gar, Kennzahlen &uuml;ber die Empathie-F&auml;higkeit von Besch&auml;ftigten zu berechnen. (&hellip;)<br>\nOhne Betriebsvereinbarung oder gar ohne Informationen &uuml;ber die genutzten Systeme gleicht der Einsatz derartiger Technologien aus Besch&auml;ftigtensicht einem Blindflug &ndash; Mitbestimmung ist de facto nicht vorhanden. Generell ist bei datenverarbeitenden Systemen, die laufend Verhaltensdaten erfassen und zusammenf&uuml;hren und die permanent aktualisiert und mit einem Klick erweitert werden k&ouml;nnen, oft kaum mehr nachvollziehbar, wer welche personenbezogenen Daten zu welchen Zwecken verarbeitet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/digitale-kontrolle-am-arbeitsplatz\/\">A&amp;W blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Der Wilde Westen 2022<\/strong><br>\nZugr&auml;uber in den USA erbeuten neuerdings Amazon-Pakete. Warum das Ph&auml;nomen perfekt in diese Zeit passt<br>\nEs weht wieder ein Hauch &bdquo;Wilder Westen&ldquo; durch Kalifornien. Im Jahr 2022 braucht es daf&uuml;r weder Lagerfeuer noch Saloons oder Karl-May-B&uuml;cher &ndash; Zeitungsberichte und Twitter-Bilder tun es auch. Zu sehen sind Gleisanlagen in Los Angeles, &uuml;bers&auml;t mit aufgerissenen P&auml;ckchen von Amazon, FedEx oder UPS.<br>\nDie Pakete sind &Uuml;berbleibsel eines bemerkenswerten Ph&auml;nomens: Wenn die G&uuml;terz&uuml;ge, beladen mit all den Verhei&szlig;ungen des Online-Handels, bei ihrer Einfahrt in die Stadt langsamer werden oder anhalten, brechen Menschen die Container auf und nehmen mit, was sie gebrauchen k&ouml;nnen. Besonders beliebt sollen Elektronik, Klamotten, Corona-Tests und Spielzeug sein. Laut der Eisenbahngesellschaft Union Pacific seien derzeit pro Tag rund 90 Container betroffen, der Schaden soll sich inzwischen auf mehr als f&uuml;nf Millionen US-Dollar belaufen.<br>\nSo kehrt also ein besonders beliebtes Wildwest-Motiv zur&uuml;ck:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/bennyk\/der-wilde-westen-2022\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&ldquo;Wir Super-Reichen sollten mehr Steuern zahlen&rdquo;<\/strong><br>\nAntonis Schwarz ist einer von mehreren jungen deutschen Million&auml;ren, die f&uuml;r eine st&auml;rkere Besteuerung besonders Verm&ouml;gender sind. Im Interview erkl&auml;rt er seine Gr&uuml;nde daf&uuml;r &ndash; und beschreibt, was er am Steuersystem f&uuml;r ungerecht h&auml;lt. (&hellip;)<br>\ntagesschau.de: Wie stellen Sie sich die Besteuerung konkret vor?<br>\nSchwarz: Es gibt viele kleinere und gr&ouml;&szlig;ere Stellschrauben. Eine offensichtliche Stellschraube w&auml;re zum Beispiel, dass man die Steuerbeh&ouml;rden besser ausstattet mit Personal und Ger&auml;t. So k&ouml;nnte man die Verm&ouml;gensungleichheit genauer messen, weil wir im Moment nur Sch&auml;tzungen haben, und das ist eigentlich nicht gut. Die zwei wichtigsten Steuern sind in meinen Augen die Erbschaftsteuer und die Abgeltungssteuer. Die Erbschaftssteuer ist in Deutschland schon relativ hoch, aber de facto ausgeh&ouml;hlt mit vielen Ausnahmen f&uuml;r die sehr gro&szlig;en Verm&ouml;gen. 2020 wurden gesch&auml;tzt 400 Milliarden Euro vererbt, von denen der Fiskus nur 8,6 Milliarden eingenommen hat. Auch die Abgeltungssteurer sollte ge&auml;ndert werden. Der Aktienbesitz ist sehr ungerecht verteilt und wird pauschal besteuert. Jemand, der Millionen oder Milliarden besitzt, wird genauso besteuert wie jemand, der sich gerade ein kleines Polster aufbaut. Das ist nicht gut.<br>\ntagesschau: Ab welchem Einkommen sollte aus ihrer Sicht diese Besteuerung gelten? Und welche Form sollte sie haben?<br>\nSchwarz: Es geht darum, dass die Leute erst mal generell die Steuern zahlen. Je gr&ouml;&szlig;er das Verm&ouml;gen, desto mehr kann man sich Steuerberater und Anw&auml;lte leisten. Wer arbeitet, zahlt problemlos bis zu 40 Prozent oder mehr Steuern. Doch bei den Kapitalgewinnen ist es ganz anders. Da ist eine parallele Schattenwelt entstanden, teilweise verbunden mit Offshore-Standorten. Die Reichen sollten genauso viel Steuern zahlen wie alle anderen. Dar&uuml;ber hinaus sollten wir uns als Gesellschaft mal Gedanken machen, was ein gesundes Ma&szlig; an Verm&ouml;gensungleichheit ist. Derzeit ist sie tendenziell zu hoch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/interview-antonis-schwarz-101.html\">tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Hartz IV: Bundesanteil an den SGB-II-Verwaltungskosten 2005 bis 2021<\/strong><br>\nIm Haushaltsjahr 2021 gab der Bund insgesamt 5,857 Milliarden Euro f&uuml;r die &bdquo;Verwaltungskosten f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung der Grundsicherung f&uuml;r Arbeitsuchende&ldquo; aus &ndash; 753 Millionen Euro mehr (1) als die im Bundeshaushalt 2021 f&uuml;r diesen Zweck veranschlagten 5,104 Milliarden Euro. Nicht enthalten in diesen Ausgaben des Bundes ist der kommunale Finanzierungsanteil von 15,2 Prozent an den Gesamtverwaltungskosten der Jobcenter. Gemessen an den durchschnittlich 2,832 Millionen Bedarfsgemeinschaften (BG) wurden 2021 f&uuml;r den Bundesanteil an den Verwaltungskosten pro Monat 172,40 Euro pro BG ausgegeben. Zur Entwicklung der Ausgaben des Bundes f&uuml;r die &bdquo;Verwaltungskosten f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung der Grundsicherung f&uuml;r Arbeitsuchende&ldquo; (SGB II &ndash; Hartz IV) von 2005 bis 2021 siehe die unkommentierte BIAJ-Tabelle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/archiv-kurzmitteilungen\/1623-hartz-iv-bundesanteil-an-den-sgb-ii-verwaltungskosten-2005-bis-2021.html\">BIAJ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Gewerkschaften kritisieren h&ouml;here Minijob-Verdienstgrenze<\/strong><br>\nMit der Erh&ouml;hung des Mindestlohn wird auch zeitgleich die Verdienstgrenze f&uuml;r Minijobs angehoben. Daf&uuml;r hagelt es Kritik aus den Gewerkschaften.<br>\nGewerkschaften haben die von der Ampel-Koalition geplante Anhebung der Verdienst-Obergrenze f&uuml;r Minijobs kritisiert. DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel sprach am Samstag von einem riesen Fehler. Guido Zeitler, Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gastst&auml;tten (NGG), kritisierte, mit der Erh&ouml;hung der Verdienstgrenze f&uuml;r Minijobs von 450 auf 520 Euro bestehe die Gefahr, dass Minijobs immer mehr regul&auml;re Arbeitspl&auml;tze verdr&auml;ngten.<br>\nFinanzminister Christian Lindner (FDP) dagegen sprach am Samstag auf Twitter von einer guten Nachricht f&uuml;r alle, die in einem Minijob arbeiten: &bdquo;Das ist f&uuml;r viele flei&szlig;ige Menschen wie Studierende oder Rentnerinnen und Rentner die Chance auf etwas mehr Netto.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/ampel-koalition-gewerkschaften-kritisieren-hoehere-minijob-verdienstgrenze\/28021014.html%20\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Immerhin ist der DGB mal aufgewacht und pl&auml;diert f&uuml;r mehr statt weniger Sozialversicherung &ndash; von wegen &ldquo;Lohnnebenkosten&rdquo;, es geht um die L&ouml;hne. Nur Christian Lindner will weiter &ldquo;mehr Netto vom Brutto&rdquo;, sprich: weniger Lohn. Als k&ouml;nnte man bei mehr Brutto nicht ebenfalls mehr Netto *und* mehr sozialen Schutz haben. Dass die SPD sich auf diesen Deal mit dem Teufel eingelassen hat, ist halt typisch f&uuml;r die Agenda-SPD.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>(Sozialdemokratische) Familienpolitik an der Spitze des DGB? Die SPD-Politikerin Yasmin Fahimi soll neue Bundesvorsitzende des DGB werden<\/strong><br>\nF&uuml;r die Gewerkschaften insgesamt kann sich diese zwar in die Zeit passende Personalpolitik mindestens als fragw&uuml;rdig, wenn nicht kontraproduktiv erweisen. Zum einen werden die Gewerkschaften gebraucht, gerade angesichts der bisherigen Arbeitsmarktentwicklungen und der Gestaltung der sich sich derzeit massiv ver&auml;ndernden Kr&auml;fteverh&auml;ltnisse zwischen Kapital und Arbeit, wobei aber diese Verschiebung (durchaus zugunsten der Besch&auml;ftigten) von Arbeitnehmerseite nur dann wirklich genutzt werden kann, wenn sie organisiert ist. Was passiert, wenn das nicht oder nur in einem unterentwickelten Ausma&szlig; der Fall ist, kann man seit Jahren in vielen Branchen beobachten, die teilweise tarif- und gewerkschaftsfreie Zonen geworden sind. Aber dazu muss man auch medial pr&auml;sent sein und in der &ouml;ffentlichen Wahrnehnung einschlagen k&ouml;nnen, was immer auch eine Typfrage ist. Ob Fahimi das leisten kann, bleibt abzuwarten. Zugleich sollte man neben der externen Dimension nicht vergessen, dass es auch innerhalb der zwangsl&auml;ufig heterogenen Gewerkschaftsklientel dergestalt brodelt, dass man die Gewerkschaft eben gerade nicht mehr als eine Vorfeld-Organisation der SPD sieht und sehen m&ouml;chte. &raquo;Reiner Hoffmann war 2014 erstmals zum DGB-Vorsitzenden gew&auml;hlt worden; Hoffmann bekam damals 93 Prozent der Stimmnen. Im Mai 2018 wurde er mit einem schlechten Ergebnis (76 Prozent) wiedergew&auml;hlt &ndash; viele Delegierte nahmen ihm seinen Einsatz f&uuml;r eine Fortsetzung der gro&szlig;e Koalition &uuml;bel.&laquo;<br>\nWer auch immer an die Spitze des Dachverbandes gestellt wird &ndash; sie (oder er) muss einen Beitrag leisten k&ouml;nnen, um mindestens den langj&auml;hrigen Trend einer abnehmenden Mitgliederzahl in den Einzel-Gewerkschaften zu stoppen und im Idealfall dabei mithelfen, wieder steigenden Zahlen ausweisen zu k&ouml;nnen. Daf&uuml;r braucht man neben &uuml;berzeugenden Inhalten auch ein Gesicht und eine Stimme im &ouml;ffentlichen Raum, die das stemmen kann. Wir werden sehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2022\/01\/27\/familienpolitik-an-der-spitze-des-dgb\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Gr&uuml;nen-Kandidat teilt aus: &ldquo;Das ganze Land sch&uuml;ttelt nur den Kopf&rdquo;<\/strong><br>\nLang gilt als politisches Talent, Nouripour als profilierter Au&szlig;enpolitiker. Trauen Sie den beiden die Parteif&uuml;hrung nicht zu?<br>\nIch nehme beide nicht ernst. Omids Bewerbung ist eine halbherzige Kandidatur. Ich glaube, der Parteivorsitz w&auml;re f&uuml;r ihn &lsquo;nice to have&rsquo;, er hat ja sein Bundestagsmandat. Ansonsten liegt seine Leidenschaft eher bei Eintracht Frankfurt. Ricarda Lang ist Sozialpolitikerin und versucht, hier f&uuml;r die Gr&uuml;nen verlorene Glaubw&uuml;rdigkeit wieder zur&uuml;ckzuholen. Ich bezweifle, dass sie das schaffen wird.<br>\nLang setzt sich f&uuml;r h&ouml;here Hartz-IV-S&auml;tze und eine Kindergrundsicherung ein, aus Sicht linker Gr&uuml;ner wichtige Projekte.<br>\nIch habe ihr Interview mit Ihnen gelesen. Ich glaube ihr auch, dass sie sich eine neue Sozialpolitik w&uuml;nscht und Hartz-IV-S&auml;tze, die f&uuml;r ein w&uuml;rdiges Leben reichen. Aber sie wird das nicht durchsetzen, weder in der Ampel noch bei den Gr&uuml;nen. Die Priorit&auml;ten unseres Spitzenpersonals haben sich ver&auml;ndert. Wir vertreten schon l&auml;nger nicht mehr die Interessen der sozial Schwachen. Die &ouml;kologische Transformation gelingt aber nicht ohne soziale Gerechtigkeit.<br>\nDie beiden haben eine Aufarbeitung des Wahlkampfes angek&uuml;ndigt. Machen Sie den Parteimitgliedern ein &auml;hnliches Versprechen?<br>\nSollten die beiden gew&auml;hlt werden, wird es keine Aufarbeitung geben. Das sollte allen klar sein. Wir Gr&uuml;ne diskutieren nicht mehr, dabei h&auml;tten wir viel aufzuarbeiten, nicht nur den Wahlkampf. Wir sind in Teilen zu abgehoben, schon in unserer Ansprache. Viele Menschen, ob auf dem Land oder aus sozial schwachen Familien, verstehen nicht mehr, was wir &uuml;berhaupt wollen. Der Vorschlag eines Parlamentspoeten ist das perfekte Beispiel daf&uuml;r, wie sehr wir uns von Teilen der Bev&ouml;lkerung entfernt haben. Wir brauchen keinen Staatsdichter, wir m&uuml;ssen selbst wieder klarer sprechen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/deutschland\/parteien\/id_91560948\/gruenen-parteitag-omids-bewerbung-ist-eine-halbherzige-kandidatur-.html\">t-online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wie kompetent ist Friedrich Merz?<\/strong><br>\nFriedrich Merz ist der neue Parteichef der CDU und genie&szlig;t den Ruf eines ausgewiesenen Wirtschaftsexperten. Doch daran muss gezweifelt werden.<br>\n&bdquo;Keiner Partei wird in Umfragen mehr Wirtschaftskompetenz zugeschrieben als der CDU mit ihrem Protagonisten Friedrich Merz&ldquo;, klagte im letzten Jahr Gustav Horn im SPD-Organ Vorw&auml;rts. Das ist richtig und gilt insbesondere f&uuml;r Merz selbst, der am letzten Samstag von der CDU auf ihrem digitalen Parteitag mit fast 95 Prozent der Stimmen zum neuen Parteivorsitzenden gew&auml;hlt wurde.<br>\nIn den Medien gilt Friedrich Merz weithin als der &bdquo;Wirtschaftsfachmann aus dem Sauerland&ldquo; (Bild), der &bdquo;CDU-Wirtschafts- und Finanzexperte&ldquo; (Stuttgarter Zeitung) oder als &bdquo;ausgewiesener Wirtschaftsexperte&ldquo; (Augsburger Allgemeine). &bdquo;Sein &ouml;konomischer Sachverstand ist &uuml;berragend&ldquo; (The European) und Merz &bdquo;st&auml;rkt den Kompetenzvorteil der Union in Wirtschafts- und Finanzfragen&ldquo; (rp online).<br>\nDie Bewunderung f&uuml;r Merz in einem Gro&szlig;teil der deutschen Medien reicht dabei schon weit zur&uuml;ck. Nachdem sich der CDU-Politiker im Jahr 2009 zun&auml;chst aus der Politik verabschiedet hatte, glaubte die WirtschaftsWoche schon drei Jahre sp&auml;ter eine &bdquo;unerloschene Sehnsucht nach Friedrich Merz&ldquo; zu erkennen und stellte fest:<br>\n&bdquo;Immer wieder, wenn es um wirtschaftliche Kompetenz ging, dauerte es seit dem Merzschen R&uuml;ckgang nicht lange, bis irgendein CDUler seinen Namen fallen lie&szlig;. [&hellip;] Das hat seine Gr&uuml;nde. Merz, zu seiner aktiven Zeit einer der wenigen angesehenen Wirtschaftspolitiker, wurde in dieser Funktion nie ersetzt. Nie &uuml;bernahm einer diese Kompetenz. Die L&uuml;cke, die er im politischen Berlin hinterlie&szlig;, blieb sichtbar. &Uuml;ber Jahre.&ldquo;<br>\nNun hat das Renommee von Merz als herausragender Wirtschaftsexperte zwar in den letzten Monaten ein paar Kratzer erhalten. So gab es vereinzelt Kritik an seinen &ouml;konomischen &Auml;u&szlig;erungen, die aber zumeist relativ kurz und oberfl&auml;chlich ausfiel und\/oder sich auf ein oder zwei Punkte konzentrierte &ndash; insbesondere Merz&lsquo; Ausf&uuml;hrungen zur sogenannten &bdquo;Liquidit&auml;tsfalle&ldquo;. Seinem Ruf insgesamt hat dies nicht merklich geschadet.<br>\nIn diesem Beitrag soll etwas genauer hingeschaut werden: An f&uuml;nf Beispielen wird gezeigt, dass der &ouml;konomische Sachverstand des neuen CDU-Chefs l&auml;ngst nicht so weit reicht wie gemeinhin angenommen. Von hoher Wirtschaftskompetenz kann keine Rede sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/03-2022\/wie-kompetent-ist-friedrich-merz\/%20\">G&uuml;nther Grunert in Makroskop<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.B.:<\/strong> Vorz&uuml;glich geschriebene Demontage des vermeintlichen Wirtschaftsexperten Friedrich Merz. Der CDU-Vorsitzende entpuppt sich als ma&szlig;los &uuml;bersch&auml;tzter Blender.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>S&uuml;ddeutsche ver&ouml;ffentlicht Diffamierungsartikel gegen Nils Melzer &ndash; und verweigert Gegendarstellung<\/strong><br>\nDie S&uuml;ddeutsche Zeitung (SZ) hat diese Woche einen Artikel mit dem Titel &ldquo;Die fragw&uuml;rdigen Methoden des Nils Melzer&rdquo; ver&ouml;ffentlicht (Bezahlschranke). Der Artikel richtet sich augenscheinlich und offensiv formuliert gegen den UN-Sonderberichterstatter f&uuml;r Folter Nils Melzer. Melzer hat den Versuch unternommen, eine Gegendarstellung in der Zeitung platzieren zu k&ouml;nnen. Diese wurde ihm bisher untersagt. Der Rechtswissenschaftler zeigt sich emp&ouml;rt: [&hellip;]<br>\n&ldquo;Obwohl die SZ-Redaktion auf die M&auml;ngel im urspr&uuml;nglichen Artikel hingewiesen wurde, verweigerte sie ausdr&uuml;cklich die Ver&ouml;ffentlichung einer Gegendarstellung oder Replik.&rdquo;<br>\nMelzer erw&auml;hnt auch die Kontaktaufnahme durch die beiden SZ-Autoren: &ldquo;&hellip; zumal ich mir viel Zeit genommen habe, Herrn Kirchner meine Arbeitsmethoden und Beweggr&uuml;nde telefonisch darzulegen. Doch eine differenzierte Darstellung scheint nicht das Ziel des Artikels zu sein.&rdquo;<br>\nDes Weiteren beklagt er: &ldquo;Anstatt sich ernsthaft mit den unbequemen Fakten zu befassen, die meinen &ouml;ffentlichen Stellungnahmen zugrunde liegen, dr&auml;ngen mich die Autoren mit befremdlichem Eifer in die Ecke der Verschw&ouml;rungstheoretiker.&rdquo; Zu weiteren Inhalten des Artikels &ndash; bez&uuml;glich der Ereignisse und Recherchen Melzers zu Julian Assange &ndash; schreibt er:<br>\n&ldquo;Leider begn&uuml;gen sich die Autoren jedoch nicht mit der Verzerrung von Fakten, sondern sie reichern diese zus&auml;tzlich auch noch mit Unwahrheiten an.&rdquo;<br>\nDie Gegendarstellung endet mit den S&auml;tzen: &ldquo;Wer aus beruflichen Gr&uuml;nden Twitter-Accounts beobachtet, sich auf unbestrittenerma&szlig;en authentische Videos bezieht oder auch au&szlig;erhalb des journalistischen Mainstreams sachlich fundierte Interviews gibt, markiert damit wohl professionelles Engagement, nicht aber politische Sympathie. Es gibt einen Punkt, an dem aus kritischem Journalismus b&ouml;swilliger Rufmord wird.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/inland\/130675-suddeutsche-zeitung-wirft-nils-melzer\/\">RT DE<\/a>\n<p><strong>dazu: UN-Vertreter kritisiert S&uuml;ddeutsche Zeitung: &ldquo;Fragw&uuml;rdige Methoden&rdquo;<\/strong><br>\nSchweizer Jurist Nils Melzer macht sich f&uuml;r Julian Assange stark und wendet sich gegen Polizeigewalt auch in West-Europa. Zwei Zeitungen r&uuml;cken ihn nun in die N&auml;he russischer Propaganda. Das wirft Fragen auf<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/UN-Vertreter-kritisiert-Sueddeutsche-Zeitung-Fragwuerdige-Methoden-6341381.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>F&uuml;r dpa wird das Desinformationsproblem von Meta zum Gesch&auml;ftszweig<\/strong><br>\nDie Deutsche Presse-Agentur kuratiert von April an f&uuml;r Facebook deutsche Nachrichten. Es entsteht eine enge wirtschaftliche Verbindung zwischen zwei Konzernen, die Gatekeeper f&uuml;r die Medien sind. Das ist alles andere als unproblematisch.<br>\nMeta schafft Arbeitspl&auml;tze im deutschen Journalismus. Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) besch&auml;ftigt von April an ein 15-Leute-Team, das f&uuml;r den Facebook-Konzern deutsche Nachrichten kuratieren soll. Chef des Teams wird Christian R&ouml;wekamp, ein gestandener Journalist, der zuvor den dpa-Themendienst &uuml;ber Verbraucherthemen leitete.<br>\nF&uuml;r dpa handelt es sich nicht um den ersten Gro&szlig;auftrag des Social-Media-Konzerns: Die Agentur macht bereits Faktenchecks f&uuml;r Facebook in Deutschland, &Ouml;sterreich, Schweiz, Niederlande, Belgien und Luxemburg; seit einigen Wochen laufen dpa-Faktenchecks au&szlig;erdem in einen eigens bespielten WhatsApp-Kanal. Facebook besch&auml;ftigt damit in Deutschland mehr Journalisten als manche ausged&uuml;nnte Lokalredaktion. Wie viel Geld flie&szlig;t, wollen weder dpa noch Meta verraten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2022\/facebook-news-fuer-dpa-wird-das-desinformationsproblem-von-meta-zum-geschaeftszweig\/\">netzpolitik.org<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-80281","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/80281","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=80281"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/80281\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":80283,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/80281\/revisions\/80283"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=80281"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=80281"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=80281"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}