{"id":8039,"date":"2011-01-18T09:20:51","date_gmt":"2011-01-18T08:20:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8039"},"modified":"2011-01-18T09:22:40","modified_gmt":"2011-01-18T08:22:40","slug":"hinweise-des-tages-1288","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8039","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute unter anderem zu folgenden Themen: Euro-Krise; was verdienen Ingenieurinnen und Ingenieure?; Leiharbeit: Die Kluft w&auml;chst; das Autorennen, der Vorbeuge-Spitzel; Quick Freeze Plus; Geburtenzahl in Deutschland wird dramatisch sinken; Studiengeb&uuml;hren in GB; &bdquo;Alternativlos&ldquo; &ndash; das Unwort des Jahrzehnts; die SPD im Wahlkampf 1972; SS-Mann Barbie arbeitete f&uuml;r BND in Bolivien; Fiat-Arbeiter erpresst; eine Herzensbrecherin k&ouml;nnte Berlusconi das Genick brechen; &uuml;ber die Chancen der tunesischen Revolte; ArbeitsmigrantInnen in der malaysischen Elektronikindustrie; Langhans als Vordenker; Rezension: Ulrich Schneider, Armes Deutschland; das Letzte: ARD darf Maschmeyer nicht mehr zeigen. (KR\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert: <\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Euro-Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Was verdienen Ingenieurinnen und Ingenieure?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Leiharbeit: Die Kluft w&auml;chst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Das Autorennen <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Der Vorbeuge-Spitzel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Quick Freeze Plus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Geburtenzahl in Deutschland wird dramatisch sinken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Studiengeb&uuml;hren in GB: Die B&uuml;chse der Pandora<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">&bdquo;Alternativlos&ldquo; &ndash; das Unwort des Jahrzehnts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Die SPD im Wahlkampf 1972<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">SS-Mann Barbie arbeitete f&uuml;r BND in Bolivien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Fiat-Arbeiter erpresst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Eine Herzensbrecherin k&ouml;nnte Berlusconi das Genick brechen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">&Uuml;ber die Chancen der tunesischen Revolte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Blue Elephants &ndash; ArbeitsmigrantInnen in der malaysischen Elektronikindustrie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Langhans als Vordenker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Rezension: Ulrich Schneider, Armes Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Das Letzte: ARD darf Maschmeyer nicht mehr zeigen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=8039&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Euro-Krise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Barry Eichengreen &ndash; Schluss mit dem Euro-Rettungsmurks<\/strong><br>\nDie Regierungen Europas verschlie&szlig;en die Augen vor einem der gr&ouml;&szlig;ten Probleme der europ&auml;ischen Krise, was gef&auml;hrlich ist&hellip;<br>\nBeim Umgang mit dem Problem haben die EU-Politiker unter F&uuml;hrung Angela Merkels viel Best&auml;ndigkeit an den Tag gelegt &ndash; best&auml;ndig haben sie sich geweigert, seine Existenz anzuerkennen&hellip;Dieses unnachgiebige Leugnen mag best&auml;ndig sein, schl&uuml;ssig ist es nicht. Diese Haltung kann nur zu ungeordneten Staatspleiten, Banken in Not und einer Infizierung weiterer L&auml;nder f&uuml;hren. Wenn Deutschlands Entscheider meinen, die deutsche Wirtschaft k&ouml;nne in derart schwerer See eine Insel des Wohlstands bleiben, haben sie sich verrechnet&hellip;<br>\nEs gibt zwei machbare Alternativen: Europas F&uuml;hrung kann L&auml;ndern wie Griechenland und Irland eine Teilabschreibung auf ihre bereits hohen Schulden erlauben. Sie k&ouml;nnen Ressourcen des EFSF zur Absicherung der neuen &ldquo;Discountanleihen&rdquo; nutzen, die die Regierungen von Griechenland und Irland den Anlegern im Austausch f&uuml;r bestehende Verbindlichkeiten anbieten werden. So werden die Schulden der L&auml;nder wieder tragbar, und die Staaten k&ouml;nnen sich an die neuen, versch&auml;rften Regeln halten, die 2013 in Kraft treten&hellip;<br>\nAlternativ kann die EU dar&uuml;ber nachdenken, die Konditionen ihrer Hilfsma&szlig;nahmen zu &uuml;berdenken. Damit Griechenland und Irland eine Chance haben, k&ouml;nnte die EU die sechs Prozent Zinsen reduzieren, die sie f&uuml;r ihre IWF-EU-Kredite erhebt. Sie k&ouml;nnte den Umfang des Rettungsfonds verdreifachen, damit der EFSF Spanien zum gegebenen Zeitpunkt g&uuml;nstige und ausreichende finanzielle Hilfe leisten kann.<br>\nDasselbe Ziel k&ouml;nnte erreicht werden, wenn mit voller Unterst&uuml;tzung und Garantieleistung der EU-Mitgliedsstaaten E-Bonds ausgegeben w&uuml;rden und die Krisenl&auml;nder ihre Altschulden bis zu einem gewissen Grad &ndash; beispielsweise 60 Prozent des BIPs &ndash; in diese neuen Anleihen umtauschen k&ouml;nnten.<br>\nDie EU muss zudem die Regeln f&uuml;r Hilfsleistungen lockern, die geleistet werden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:top-oekonomen-barry-eichengreen-schluss-mit-dem-euro-rettungsmurks\/50214534.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Sebastian Dullien: Knausrige Kanzlerin versch&auml;rft die Euro-Krise<\/strong><br>\nDoch selbst diese sogenannten Hilfspakete l&ouml;sen das Problem nicht. Das zeigen Griechenland und Irland. Beide L&auml;nder sind zwar schon &ldquo;gerettet&rdquo; worden &ndash; trotzdem steuern sie munter auf neue Zahlungsschwierigkeiten zu. Denn die Sparpakete dort w&uuml;rgen das Wirtschaftswachstum ab. Die Folge: Die Steuereinnahmen brechen ein, trotz brutaler Ausgabenk&uuml;rzung klafft im Staatshaushalt ein Riesenloch. Griechenlands Schuldenstand d&uuml;rfte in den kommenden Jahren mehr als 170 Prozent des Bruttoinlandsprodukts erreichen, die Iren kommen auf etwas mehr als hundert Prozent&hellip;<br>\nDie Gefahr w&auml;chst, dass angesichts solcher Schuldenberge nicht einmal die Hilfskredite zur&uuml;ckgezahlt werden k&ouml;nnten. Einen Plan B f&uuml;r diesen Fall gibt es nicht&hellip;<br>\nDas Problem: Die Zinsen auf die Hilfskredite sind viel zu hoch. Ursache f&uuml;r die Schwierigkeiten vieler Krisenstaaten wie Irland oder Spanien ist n&auml;mlich nicht, dass deren Politiker schlecht gewirtschaftet h&auml;tten. Vielmehr hat die Finanzkrise 2008 und 2009 die L&auml;nder in Bedr&auml;ngnis gebracht. Und die Finanzm&auml;rkte haben wie ein Brandbeschleuniger gewirkt.<br>\nUm Irland &ndash; und bald wohl Portugal und Spanien &ndash; wirksam zu helfen, m&uuml;sste man diesen L&auml;ndern also einen wirklich g&uuml;nstigen Kredit geben, mit einem Zinssatz, der nur leicht &uuml;ber jenem von Deutschland liegt. Gerade das aber passiert mit dem Euro-Rettungsfonds nicht.<br>\nDie aktuelle Konstruktion des Euro-Hilfsfonds droht damit das Schuldenproblem in Europa nur zu verschleppen statt zu l&ouml;sen. Kurzfristig m&ouml;gen die M&auml;rkte mit ein paar weiteren hundert Milliarden beruhigt werden, mittelfristig werden die Investoren aber merken, dass die Hilfskredite zu Wucherzinsen keine L&ouml;sung sind. Und in der Zwischenzeit geraten immer neue Eurol&auml;nder in den Strudel der Marktpanik.<br>\nDas Traurige ist, dass im deutschen Kanzleramt wie im Finanzministerium kaum jemand diese Logik versteht. Immer wieder hei&szlig;t es, man d&uuml;rfe nicht zu gro&szlig;z&uuml;gig mit den Krisenstaaten sein. Damit wird kategorisch ausgeschlossen, den Partnern Geld, das man selber f&uuml;r drei Prozent bekommt, f&uuml;r etwa vier Prozent zu verleihen&hellip;<br>\nDas Argument der Deutschen: Die anderen haben ges&uuml;ndigt, die Maastrichter Schuldenregeln verletzt, und Strafe muss eben sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,druck-739390,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Eine gro&szlig;e und eine noch gr&ouml;&szlig;ere Schuldenkrise<\/strong><br>\nAus irgendwelchen Gr&uuml;nden schauen alle nur auf die Staatsfinanzen in Europa. Dabei ist dort nur im Kleinen zu beobachten, was f&uuml;r ganz Amerika gilt. In etwas anderen Dimensionen, versteht sich. Laut OECD werden Griechenland, Italien, Spanien, Portugal, Irland und Belgien 2011 ein Staatsdefizit von 188 Mrd. Euro fabrizieren &ndash; oder von 5,3 Prozent ihres BIPs, das 38 Prozent des BIPs im Euro-Raum entspricht. Laut eigener VGR hat Amerika im dritten Quartal eine Budgetl&uuml;cke von annualisierten 1537 Mrd. Dollar verzeichnet &ndash; oder von 10,4 Prozent des BIPs. Und wie der j&uuml;ngste politische Handel zeigt, tut Amerika alles, um das Defizit ja nicht schrumpfen zu lassen. Die Fed, die im ersten Akt der quantitativen Lockerung Wertpapiere im Wert von 1700 Mrd. Dollar aufgekauft hatte und k&uuml;rzlich ein Programm &uuml;ber 600 Mrd. Dollar nachgelegt hat, w&uuml;rde &uuml;ber den Finanzbedarf der Euro-Wackelkandidaten nur lachen.<br>\nNur lacht am besten, wer zuletzt lacht. Von den auch in Amerika heiklen Finanzen auf lokaler Ebene, riesigen Verbindlichkeiten des Privatsektors, aufgebl&auml;hten Finanzsystemen und regionalen Arbeitsmarktdifferenzen braucht man ebenso wenig zu reden wie von dem Staatsschuldenstand, der dort im Verh&auml;ltnis zum BIP h&ouml;her ist als im Euro-Raum &ndash; und nicht gerade beruhigend niedriger als im Aggregat der Euro-Sorgenkinder. Wichtiger ist, dass dem Euro-Raum laut IWF 2010 Bruttoersparnisse von 19,6 Prozent des BIPs zur Verf&uuml;gung standen, um Investitionen zu finanzieren. In Amerika bel&auml;uft sich diese Kennziffer auf lausige 12,4 Prozent. Nach Abschreibungen ist die nationale Nettoersparnis laut US-VGR seit dem zweiten Quartal 2008 negativ, womit das Land aus eigener Kraft nicht mal den Kapitalstock erhalten k&ouml;nnte. &ndash; Im verarbeitenden Gewerbe arbeiten noch 11,7 Millionen Menschen. Allein in Deutschland sind es 7,3 Millionen. Die Welt hingegen bangt um den Euro &ndash; statt um das gr&uuml;ne Papier, das als Leitw&auml;hrung dient.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/marktberichte\/:das-kapital-eine-grosse-und-eine-noch-groessere-schuldenkrise\/50213854.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Kein Grund zur Euro-Euphorie<\/strong><br>\nWie rasch sich die Stimmung an Finanzm&auml;rkten drehen kann, wurde in der letzten Woche wieder einmal deutlich. Ausl&ouml;ser waren vor allem als erfolgreich deklarierte Auktionen von Staatsanleihen durch Portugal und Spanien, erg&auml;nzt durch die Bereitschaft Chinas und Japans, Euro-Papiere zu erwerben. Der Euro machte einen kr&auml;ftigen Sprung gegen&uuml;ber dem Dollar und auch gegen&uuml;ber dem Schweizerfranken, den viele Marktteilnehmer gegenw&auml;rtig als den wohl wichtigsten Indikator des Devisenmarktes ansehen. Doch ungeachtet der heftigen Reaktion des Devisenmarktes ist nach Ansicht vieler Marktkommentatoren Euphorie unangebracht. Die Krise ist keineswegs &uuml;berwunden, im besten Fall gibt die zus&auml;tzliche Liquidit&auml;t eine weitere Atempause. Nobelpreistr&auml;ger Paul Krugman bezeichnete in seinem Blog die angeblich erfolgreiche portugiesische Auktion als Pyrrhussieg und erinnerte an die ruin&ouml;se Schuldendynamik eines Zinssatzes von &laquo;nur&raquo; 6,7% f&uuml;r zehnj&auml;hrige Anleihen (weniger als die als kritisch erachtete Marke von 7%), wenn das Land eine mehrj&auml;hrige Phase der Deflation durchlaufen m&uuml;sse. &ndash; Als wirklich erfolgreich h&auml;tte man Portugals Auktion vielleicht bezeichnen k&ouml;nnen, wenn wie bisher ausl&auml;ndische Investoren den Grossteil der neuen Papiere erworben h&auml;tten. Aber wichtige Marktteilnehmer wie der Anlagefonds Pimco sind demonstrativ ferngeblieben. Co-Anlagechef Bill Gross bezeichnete Portugals Auktion als &laquo;pre-arranged sales&raquo;, bei denen inl&auml;ndische Banken die neuen Papiere erwerben und diese dann der Zentralbank anbieten.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/der_architekt_des_euro_beruhigt_1.9107762.html\">NZZ<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/krugman.blogs.nytimes.com\/2011\/01\/12\/pyrrhic-bond-auctions\/?pagemode=print\">Krugman-Blogs-NYtimes<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2011\/01\/16\/magazine\/16Europe-t.html?src=me&amp;ref=homepage\">NYtimes<\/a>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/110118_harm_bengen.jpg\" alt=\"Harm Bengen 18\/01\/11\"><\/p>\n<p>Quelle 4: <a href=\"http:\/\/www.harmbengen.de\/Zeitungscartoons.html\">Harm Bengen<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Was verdienen Ingenieurinnen und Ingenieure?<\/strong><br>\nDas Bruttomonatseinkommen von Ingenieuren und Ingenieurinnen betr&auml;gt ohne Sonderzahlungen auf Basis einer 40-Stunden-Woche durchschnittlich 4.380 Euro. Je nach Fachrichtung variiert dieses Einkommen zwischen 4.836 &euro; bei Elektronik- und Fernemeldeingenieur\/innen und 3.709 &euro; bei Bauingenieur\/innen. Die h&ouml;chsten Geh&auml;lter f&uuml;r Ingenieure werden in Frankfurt\/Main gezahlt mit durchschnittlich 4.772 &euro;, gefolgt von D&uuml;sseldorf mit 4.754 &euro; und M&uuml;nchen mit 4.511 &euro;. Zu diesem Ergebnis kommt eine Online-Umfrage der Internetseite <a href=\"http:\/\/www.lohnspiegel.de\">Lohnspiegel.de<\/a>, die vom WSI-Tarifarchiv der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung betreut wird und an der sich rund 11.000 Ingenieure und Ingenieurinnen beteiligt haben.\n<p><a href=\"\/upload\/bilder\/110118_monatsverdienste_ingenieur.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/110118_monatsverdienste_ingenieur_small.jpg\" alt=\"Monatsverdienste - Ingenieure\/innen\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.lohnspiegel.de\/main\/zusatzinformationen\/menufolder.2008-04-25.6904528512\">WSI<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Leiharbeit: Die Kluft w&auml;chst<\/strong><br>\nDie Bundesagentur f&uuml;r Arbeit ermittelt f&uuml;r Leiharbeiter ein mittleres Monatseinkommen von 1393 Euro. Das sind satte 900 Euro weniger als das, was Besch&auml;ftigte ohne Berufsabschluss bekommen.<br>\n&Uuml;ber die L&ouml;hne von Leiharbeitern ist schon viel spekuliert worden. Jetzt hat die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) in einer gro&szlig;en Einkommens-Analyse eine harte Zahl vorgelegt: Das mittlere Einkommen einer Vollzeitkraft in der Zeitarbeit betrug 2009 gerade einmal 1393 Euro im Monat &ndash; brutto und inklusive aller Zuschl&auml;ge und Jahresleistungen. Das ist erstaunlich wenig, wenn man bedenkt, dass viele Leihkr&auml;fte in der Industrie arbeiten, wo die mittleren L&ouml;hne der Stammkr&auml;fte mehr als doppelt so hoch sind&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/die-kluft-waechst\/-\/1472780\/5820906\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Das Autorennen <\/strong><br>\nAuf der einen Seite arbeiten Regierung, Autofirmen und Atomindustrie. Auf der anderen t&uuml;ftelt Karl Nestmeier, Hersteller des elektrischen Dreirads City EL.<br>\nKarl Nestmeier ist ein christlich-&ouml;kologischer Rationalist. Er mag es, wenn etwas Sinn ergibt. Es geht in Autodingen aber nicht nur rational zu, in einem Land, in dem selbst Gerd Lottsiepen, der Fahrzeugexperte des &ouml;kologischen Verkehrsclubs Deutschland, &uuml;ber den City EL sagt: &ldquo;Unter einem Auto versteht man ja gemeinhin doch etwas anderes.&rdquo; Auch Lottsiepen w&uuml;nscht sich, dass &ldquo;solche Fahrzeuge einen viel gr&ouml;&szlig;eren Raum haben in unserer Verkehrswelt&rdquo;. Gleichzeitig muss er feststellen: &ldquo;Viele Leute haben Angst, sich in so ein Auto zu setzen &ndash; wenn sie umgeben sind von Panzern.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=hi&amp;dig=2011%2F01%2F15%2Fa0018&amp;cHash=80971e6307\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Der Vorbeuge-Spitzel<\/strong><br>\nBaden-W&uuml;rttembergs Innenminister Rech rechtfertigt Aussp&auml;hung von Studenten: Der Einsatz eines getarnten LKA-Ermittlers sei schlie&szlig;lich gegen &ldquo;konkrete Zielpersonen der anarchistischen Szene&rdquo; gerichtet gewesen.<br>\nDas Ministerium beruft sich damit auf die Paragrafen 22 und 24 des Polizeigesetzes, die einzige M&ouml;glichkeit, den Einsatz zu rechtfertigen. Rechtswidrig w&auml;re der Einsatz indessen, tr&auml;fe die Erkl&auml;rung des Ermittlers selbst zu. Der hatte nach seiner Enttarnung, von mehreren Studenten zur Rede gestellt, einger&auml;umt, sein Einsatz richte sich allgemein gegen die Antifaschistische Initiative Heidelberg. So berichten Beteiligte von jenem Abend des 12. Dezember, der mit einem kl&auml;renden Gespr&auml;ch in einer Kneipe endete und zugleich das letzte Mal markiert, dass &bdquo;Simon Brenner&ldquo; in Heidelberg gesehen wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/der-vorbeuge-spitzel\/-\/1472596\/5818848\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Quick Freeze Plus<\/strong><br>\nLeser A.G. schreibt uns: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/vorratsdatenspeicherung146.html\">Nach dem folgenden Bericht<\/a> ist Ministern Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) bei der Vorratsdatenspeicherung nunmehr doch eingeknickt. Sie m&ouml;chte das sog. &ldquo;Quick Freeze Plus&rdquo;-Verfahren realisieren. Das &ldquo;Quick Freeze&rdquo;-Verfahren als solches ist relativ grundrechtsschonend, da Verbindungsdaten nur in &ldquo;Echtzeit&rdquo; gepuffert und f&uuml;r die Strafverfolgung und Gefahrenabwehr verwertet werden k&ouml;nnen, wenn ein ausreichender Verdacht vorliegt. &ldquo;Quick Freeze Plus&rdquo; bedeutet demgegen&uuml;ber, dass f&uuml;r einen bestimmten Zeitraum erst einmal die Verkehrsdaten s&auml;mtlicher (Internet-) Kommunikationsvorg&auml;nge gespeichert werden und dann bei Bestehen eines Verdachts eine l&auml;ngere Vorhaltung der Daten angeordnet werden kann. Die Aussage der Ministerin, dieser L&ouml;sungsansatz vermeide eine &ldquo;Speicherung der Verkehrsdaten aller B&uuml;rger&rdquo;, ist schlicht irref&uuml;hrend. Denn f&uuml;r die Internetverkehrsdaten wird die Vorratsdatenspeicherung &ndash; wenn auch beschr&auml;nkt auf eine Frist von 7 Tagen &ndash; nunmehr eingef&uuml;hrt. Die Provider sollen verpflichtet werden, f&uuml;r diesen Zeitraum die entsprechenden Verbindungsdaten pauschal, d.h. ohne die Notwendigkeit von Anhaltspunkten f&uuml;r rechtswidriges Verhalten zu speichern. Ein zentrales Versprechen aus dem FDP-Wahlprogramm zur Bundestagswahl 2009, mit welchem die Partei sehr erfolgreich mit B&uuml;rgerrechtsorganisationen &ldquo;geflirtet&rdquo; hatte, ist damit ad acta gelegt worden. Zur Erinnerung sei die entscheidende Stelle zitiert: &ldquo;Die FDP lehnt daher die anlasslose Gefahrenabwehr ab. Die anlass- und verdachtsunabh&auml;ngige Vorratsdatenspeicherung hat die FDP von Anfang an abgelehnt.&rdquo;(siehe <a href=\"http:\/\/www.deutschlandprogramm.de\/files\/653\/Deutschlandprogramm09_Endfassung.PDF\">Seite 31 [PDF &ndash; 299 KB]<\/a>). Das wertvolle rechtsstaatliche Dogma der Notwendigkeit eines konkreten Anlasses f&uuml;r eine &Uuml;berwachung einzelner Personen in ihrer Kommunikation wird damit von der FDP f&uuml;r einen Teilbereich aufgegeben. Dabei sollte doch gelten: &ldquo;This requirement of ex ante suspicion is all the more important since particularized suspicion keeps the government&rsquo;s profound investigative power in check, preventing widespread surveillance and snooping into the lives and affairs of all citizens.&rdquo; (Quelle: Data Retention: Privacy, Anonymity, and Accountability Online, Catherine Crump, Stanford Law Review, Vol. 56, No. 1 (Oct., 2003), pp. 191-229). Dieser Paradigmenwechsel muss &uuml;berraschen, hatte die FDP-Bundestagsfraktion am 09.11.2010 doch noch beschlossen: &bdquo;Der Rechtsgrundsatz, dass grundrechtsrelevante Ma&szlig;nahmen im Rahmen der Strafverfolgung oder der Gefahrenabwehr nur unter der Voraussetzung erfolgen, dass ein ausreichender Verdacht oder Anlass f&uuml;r diese Ma&szlig;nahme gegeben ist, muss auch im digitalen Raum gelten. Wir lehnen daher die verdachts- und anlassunabh&auml;ngige Speicherung personenbezogener Daten auf Vorrat ab.&rdquo;\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.fdp-fraktion.de\/files\/1228\/Eckpunkte_Kriminalitaetsbekaempfung_Internet.pdf\">FDP-Fraktion [PDF &ndash; 95.5 KB]<\/a>, S. 7, Zeilen 21 &ndash; 25).<br>\nSiehe dazu auch der <a href=\"http:\/\/www.vorratsdatenspeicherung.de\/images\/brief_bminj_2011-01-17_anon.pdf\">Offene Brief des AK Vorratsdatenspeicherung [PDF &ndash; 89.5 KB]<\/a>.<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Geburtenzahl in Deutschland wird dramatisch sinken<\/strong><br>\nDas Statistische Bundesamt wirft einen Blick ins Jahr 2060. Das dramatische Ergebnis: Die Bev&ouml;lkerung Deutschlands k&ouml;nnte auf 65 Millionen Einwohner schrumpfen&hellip;<br>\nWie wahrscheinlich das Eintreffen des Szenarios ist, lie&szlig; die Statistikerin offen. &bdquo;Wahrscheinlichkeiten berechnen wir nicht&ldquo;, erkl&auml;rte sie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article12132009\/Geburtenzahl-in-Deutschland-wird-dramatisch-sinken.html?print=true#reqdrucken\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> K&ouml;nnte &hellip;, die Statistiker gehen davon aus &hellip;, m&ouml;glicherweise waren es aber auch nur &hellip;, bei den Prognosen werde unterstellt &hellip;<br>\nDie Statistiker kennen noch nicht einmal genau die Zahlen der Geburten und Todesf&auml;lle f&uuml;r 2010 und unterstellen dabei m&ouml;gliche Schwankungen von bis zu 25%, unterstellen im weiteren Verlauf immer noch eine Geburtenrate von 1,4 Kindern pro Frau. Als Nachdenkseiten-Leser\/in k&ouml;nnen Sie sicher beurteilen, dass unter solchen Umst&auml;nden eine Prognose &uuml;ber die n&auml;chsten 49 Jahre nicht seri&ouml;s ist. Stellen Sie sich einfach vor, eine 49-Jahres-Prognose w&auml;re 1900 gemacht worden, und z&auml;hlen Sie die Weltkriege dazwischen, welche eine nicht unerhebliche Auswirkung auf die Demographie hatten. Oder wer h&auml;tte 1950 schon an die Baby-Boomer gedacht?<br>\n&Uuml;brig bleibt hier nur die demographische Panik-Rethorik Marke Springer.<br>\nS. dazu Gerd Bosbach: &ldquo;<a href=\"\/wp-print.php?p=8016#h08\">Produktivit&auml;t schl&auml;gt Alterung<\/a>&rdquo; aus den Hinweisen des Tages vom 17.01.2011. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Studiengeb&uuml;hren in GB: Die B&uuml;chse der Pandora<\/strong><br>\nDie Erh&ouml;hung der Studiengeb&uuml;hren in Gro&szlig;britannien k&ouml;nnte die Zukunft der Geisteswissenschaften und die Forschung gef&auml;hrden.<br>\nEin massiver Schlag ins Kontor der Geistes- und Sozialwissenschaften ist der geplante vollst&auml;ndige Entzug &ouml;ffentlicher Gelder f&uuml;r die Lehre. Die sogenannte &laquo;Browne Review&raquo;, der Report eines ehemaligen BP-Topmanagers &uuml;ber die Zukunft der Universit&auml;ten, auf dessen Ergebnisse die Regierung sich bei ihren Beschl&uuml;ssen beruft, empfiehlt das Zur&uuml;ckfahren aller direkten Regierungszusch&uuml;sse f&uuml;r die Lehre, au&szlig;er bei einigen &laquo;priorit&auml;r&raquo; behandelten Universit&auml;tsf&auml;chern wie Naturwissenschaften, Technik, Krankenpflege, Medizin und bestimmten au&szlig;ereurop&auml;ischen Sprachen. Die Geisteswissenschaften sollen dabei leer ausgehen. In einem Brief an die &laquo;Times&raquo; vom 3. Dezember beschwerten sich 168 Professoren dar&uuml;ber, unter anderem mit dem Hinweis darauf, dass die Universit&auml;ten essenziell f&uuml;r eine lebendige Demokratie seien und die Mittel zum Streben nach kreativer und intellektueller Erf&uuml;llung bereitstellten.<br>\nHelen Watanabe-O&rsquo;Kelly betont, dass gerade heute die Geisteswissenschaften gebraucht w&uuml;rden. Selbst wenn wirtschaftlicher Wohlstand das Ziel der Nation w&auml;re, lehrten die Geisteswissenschaften doch &laquo;transferable skills&raquo;, &laquo;&uuml;bertragbare F&auml;higkeiten&raquo;, die nicht zuletzt f&uuml;r eine ges&uuml;ndere Gesch&auml;ftskultur sorgten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/kultur\/aktuell\/die_buechse_der_pandora_1.9116643.html\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&bdquo;Alternativlos&ldquo; &ndash; das Unwort des Jahrzehnts<\/strong><br>\nAm Dienstag wird das Unwort 2010 bekannt gegeben. Es g&auml;be aber sogar ein Unwort des Jahrzehnts: alternativlos. Es leugnet demokratische Vielfalt und die Chancen der freien Entscheidung. Und das schon seit vielen Jahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/das-unwort-des-jahrzehnts\/-\/1472602\/5686110\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die SPD im Wahlkampf 1972<\/strong><br>\nDer Wahlkampf, der ab dem Sommer 1972 entbrandte, ist in der Geschichte der BRD einzigartig. Die Auseinandersetzung war hart und intensiv und erreichte eine nie zuvor gekannte Politisierung und Polarisierung der Menschen. Es war praktisch unm&ouml;glich, dem Wahlkampf gleichg&uuml;ltig gegen&uuml;berzustehen. Die Wahlbeteiligung erreichte mit 91,1% einen bis heute ungeschlagenen H&ouml;chststand, und die SPD wurde mit 45,8% erstmals bis 1998 st&auml;rkste Fraktion und erreichte ihr bestes Ergebnis in &uuml;ber 100 Jahren Parteigeschichte. Was aber zeichnete den Wahlkampf aus, warum polarisierte er derma&szlig;en, dass viele Leitmedien jener Tage sich besorgt &uuml;ber nie verheilende Gr&auml;ben und Kl&uuml;fte sorgten und die Junge Union ernsthaft die Ausrufung der Revolution f&uuml;r den Fall eines Brandt&rsquo;schen Wahlsieges debattierte?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/geschichts-blog.blogspot.com\/2011\/01\/die-spd-im-wahlkampf-1972.html\">Geschichts-Blog<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>SS-Mann Barbie arbeitete f&uuml;r BND in Bolivien<\/strong><br>\n Der ehemalige Nazi-Kriegsverbrecher Klaus Barbie hat f&uuml;r den deutschen Auslandsgeheimdienst BND und die US-amerikanische CIA 1966 in Bolivien gearbeitet. Das geht aus umfangreichen deutschen und US-amerikanischen Geheimdienst-Akten hervor, die der Mainzer Historiker Peter Hammerschmidt erstmals einsehen konnte und die amerika21 vorliegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/amerika21.de\/nachrichten\/2011\/01\/20696\/barbie-bolivien-bnd\">amerika21<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Fiat-Arbeiter erpresst<\/strong><br>\nGesch&auml;ftsf&uuml;hrer schmei&szlig;t Italiens gr&ouml;&szlig;te Metallgewerkschaft aus dem Betrieb und erzwingt flexible Schichtpl&auml;ne. Betriebsr&auml;te werden k&uuml;nftig von oben bestimmt. Die vier unterzeichnenden Gewerkschaften sind der Auffassung, sie h&auml;tten die &ldquo;Zukunft von Fiat in Italien gesichert&rdquo;. Doch ob den Fiat-Arbeitern das ihnen abgepresste Ja n&uuml;tzt, steht in den Sternen. Zum Beispiel die &Uuml;berstunden: Kaum ist das Abkommen abgesegnet, werden die Mirafiori-Leute erst einmal f&uuml;rs ganze n&auml;chste Jahr auf Kurzarbeit gesetzt. Fiat verkauft zu wenig &ndash; und deutlich schlechter als die Konkurrenz. Im letzten Jahr brachen die Autoverk&auml;ufe in Europa um knapp 5 Prozent ein &ndash; Fiat verlor zusammen mit den zum Konzern geh&ouml;renden Marken Alfa und Lancia 17 Prozent. Der Grund: Die von Marchionne noch vor einigen Jahren vollmundig versprochenen &ldquo;20 neuen Modelle&rdquo; blieben aus. Zudem fehlt dem Turiner Konzern die kritische Gr&ouml;&szlig;e: Er kommt auf etwa zwei Millionen Autos pro Jahr, mit Chrysler zusammen erreicht er nicht einmal die 4-Millionen-Schwelle. Das ist zu wenig in dem hart umk&auml;mpften Markt, in dem Marchionne selbst die Latte f&uuml;rs &Uuml;berleben auf 6 Millionen gelegt hat. Daran wird auch der Krieg gegen Arbeitnehmer und unbotm&auml;&szlig;ige Gewerkschaften nichts &auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2011%2F01%2F17%2Fa0080&amp;cHash=27a5ae3c4c\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Eine Herzensbrecherin k&ouml;nnte Berlusconi das Genick brechen<\/strong><br>\nVerkehr mit einer minderj&auml;hrigen Prostituierten sowie N&ouml;tigung unter Ausnutzung seines Amtes: Dies sind die neuen Vorw&uuml;rfe, die die Mail&auml;nder Staatsanwaltschaft gegen Silvio Berlusconi erhebt. Der Regierungschef soll demnach im Fr&uuml;hjahr 2010 mehrmals mit der damals 17-j&auml;hrigen Karima El Maroug alias &ldquo;Ruby Rubacuori&rdquo; (Ruby Herzensbrecherin) zusammengetroffen sein. Im Mai 2010 dann, als Ruby unter Diebstahlsverdacht und ohne Papiere festgenommen wurde, lie&szlig; Berlusconi im Mail&auml;nder Polizeipr&auml;sidium anrufen und erkl&auml;ren, das M&auml;dchen sei &ldquo;die Nichte des &auml;gyptischen Pr&auml;sidenten Mubarak&rdquo; und erzwang ihre Freilassung. Seit das Immunit&auml;tsgesetz zugunsten des Regierungschefs in weiten Teilen au&szlig;er Kraft gesetzt ist, schlagen die Staatsanw&auml;lte zu. Sie schickten Berlusconi eine Vorladung f&uuml;r eine Anh&ouml;rung in den Tagen vom 21. bis zum 23. Januar. Und sie teilten mit, einen &ldquo;unmittelbaren Prozess&rdquo; f&uuml;r den 21. M&auml;rz ansetzen zu wollen. Auf Verkehr mit einer minderj&auml;hrigen Prostituierten stehen sechs Monate bis drei Jahre Haft, auf N&ouml;tigung gar vier bis zw&ouml;lf Jahre.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=au&amp;dig=2011%2F01%2F17%2Fa0070&amp;cHash=b51be3e3d2\">taz<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www3.lastampa.it\/politica\/sezioni\/articolo\/lstp\/384756\/\">Lastampa<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es ist schon paradox. Da schafft es Berlusconi &uuml;ber fast zwei Jahrzehnte seine kriminellen Gesch&auml;ftspraktiken einer Verurteilung zu entziehen, indem er eine Partei gr&uuml;ndet und Mehrheiten erringt, mit denen er Gesetze zu seinem h&ouml;chsteigenem Schutz durchbringt &ndash; und scheitert wahrscheinlich an einer gew&ouml;hnlichen Sexaff&auml;re. Nicht die jahrelangen Bem&uuml;hungen der Justiz, nicht die Opposition, schon gar nicht das Wahlvolk, sondern die eigene Hybris st&uuml;rzt den &ldquo;Cavaliere&rdquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&Uuml;ber die Chancen der tunesischen Revolte<\/strong><br>\nDem revoltierenden Tunesien fehlen die Verb&uuml;ndeten. Die einzelnen Solidarit&auml;tsdemonstrationen von Kairo bis Sanaa und von Algier &uuml;ber Amman bis Beirut bleiben symbolisch. Arabiens Regime haben weit machtvollere Demonstrationen ohne Schaden &uuml;berstanden. Und die arabischen Potentaten werden jetzt alles tun, um jedwede Opposition mittels Geheimdienst, Polizei und brutaler Gewalt in die Schranken zu weisen. Die Flucht ihres gesch&auml;tzten Kollegen Ben Ali ist ihnen Menetekel und Warnung genug.<br>\nUnd der Westen? Das salbungsvolle Geschw&auml;tz der europ&auml;ischen und amerikanischen Politiker &uuml;ber die Etablierung von echter Demokratie, von Meinungs- und Pressefreiheit ist nichts als eine hohle Phrase. Weder in Algerien noch in Pal&auml;stina hat der Westen demokratische Wahlergebnisse anerkannt, weil der Sieg an die Falschen ging. Und auch im finsteren Polizeistaat Tunesien hat sich die westliche Politik um demokratische Werte nicht gerade verdient gemacht. Das wird sich auch in Zukunft nicht &auml;ndern. F&uuml;r die westliche Politik hei&szlig;t das Zauberwort &ldquo;Stabilit&auml;t&rdquo;. Wer sie garantiert, findet den Beifall des Westens.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kommentar\/artikel\/1\/die-halbe-revolution\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Das &ldquo;Zauberwort `Stabilit&auml;t&acute;&rdquo; bedeutet in der politischen Tagespraxis zumeist: Jene politischen Kreise Arabiens werden unterst&uuml;tzt, welche die &ldquo;geostrategischen Interessen&rdquo; der westlichen &ldquo;Eliten&rdquo; (z.B. hinsichtlich Rohstoffen, Absatzm&auml;rkten) am tatkr&auml;ftigsten bedienen, selbst wenn dies eindeutig den Bed&uuml;rfnissen der arabischen Bev&ouml;lkerung zuwiderl&auml;uft. So lange beispielsweise ein Sadam Hussein diesem Kriterium entsprach, konnte er straflos schwerste Verbrechen begehen. Erst als er diesen Interessen zuwider handelte, mutierte er zum arabischen &ldquo;D&auml;mon&rdquo;. Diese Doppelz&uuml;ngigkeit der westlichen &ldquo;Eliten&rdquo; d&uuml;rfte der arabischen Bev&ouml;lkerung auch wegen der Aktivit&auml;ten des Fernsehsenders Al Jazeera nicht g&auml;nzlich verborgen geblieben sein.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> In Tunesien w&auml;ren die europ&auml;ischen Staaten oder die USA jetzt gefordert, beim Aufbau einer Demokratie Hilfestellung zu leisten. Aber stattdessen bek&auml;mpfen sie milit&auml;risch einen nicht greifbaren Terrorismus in Afghanistan oder sonstwo.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Blue Elephants &ndash; ArbeitsmigrantInnen in der malaysischen Elektronikindustrie<\/strong><br>\nDer Film beschreibt die Arbeits- und Lebensbedingungen von Migranten und Migrantinnen in der malaysischen Elektronikindustrie &ndash; dem Silicon Valley S&uuml;dostasiens. Die &ldquo;Einwanderer auf Zeit&rdquo; aus L&auml;ndern wie z.B. Indonesien, Nepal und Bangladesh m&uuml;ssen sich hoch verschulden, um die Vermittlungsgeb&uuml;hren in ihren Heimatl&auml;ndern zu zahlen. In Malaysia wird die Mehrheit &uuml;ber Leiharbeitsfirmen angestellt, die L&ouml;hne sind niedrig und die Arbeitszeiten lang. Sie erfahren eine doppelte Marginalisierung &ndash; als LeiharbeiterInnen und als MigrantInnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.weed-online.org\/themen\/4198262.html\">Weed Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Langhans als Vordenker <\/strong><br>\nRainer Langhans zieht es in den Dschungel. Im Rahmen einer RTL-Sendung wird er dort mit anderen unbekannten Prominenten den Kasper der Nation geben. Im Vorfeld gab er einige Ansichten zu Protokoll, die zwar nichts Neues mit sich bringen, daf&uuml;r aber nochmalig unterstreichen, dass Langhans und seine Kommunardenkollegen schon damals, schon 1968, zum wertlosen Beiwerk der Studentenbewegung geh&ouml;rten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/2011\/01\/langhans-als-vordenker.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Rezension: Ulrich Schneider, Armes Deutschland. Neue Perspektiven f&uuml;r einen anderen Wohlstand<\/strong><br>\nArmut ist so allgegenw&auml;rtig wie umstritten. Der Anspruch dar&uuml;ber aufzukl&auml;ren, &bdquo;was es mit der Armut in Deutschland tats&auml;chlich auf sich hat&ldquo;, ist deshalb mehr als nur ambitioniert. Um es vorwegzunehmen: Ulrich Schneider gelingt es in beeindruckender Weise, ihn einzul&ouml;sen und ein eindringliches Pl&auml;doyer wider die Gleichg&uuml;ltigkeit zu formulieren.<br>\nSein Buch vereint die Lesbarkeit eines Essays mit analytischer Sch&auml;rfe und wissenschaftlicher Sorgfalt in der Argumentation.<br>\nSchneider weist in der daran anschlie&szlig;enden Analyse faktenreich nach, dass der deutsche Sozialstaat nicht einfach abgebaut, sondern im Interesse derer umgebaut wurde, die seiner eigentlich am wenigsten bedurften.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-paritaetische.de\/index.php?eID=tx_nawsecuredl&amp;u=0&amp;file=uploads\/media\/01_Bundesteil_05_10.pdf&amp;t=1295344520&amp;hash=c74e17eedf8552792e3070d2c3cb51b4%20\">Der Parit&auml;tische 05\/2010 S. 35<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Das Letzte: ARD darf Maschmeyer nicht mehr zeigen<\/strong><br>\nEine Szene aus der ARD-Dokumentation &ldquo;Der Dr&uuml;ckerk&ouml;nig und die Politik&rdquo; &uuml;ber den Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer darf nach einem Gerichtsentscheid vorerst nicht mehr gesendet werden. Der NDR hat zwar angek&uuml;ndigt, gegen diese Entscheidung Widerspruch einzulegen, erwartet aber weitere Antr&auml;ge Maschmeyers. Gerechnet wird mit einem generellen Verbot, Bilder von Carsten Maschmeyer zu zeigen. Die Vermutung, dass dies damit begr&uuml;ndet werden k&ouml;nnte, sie seien geeignet, Skrupellosigkeit und Raffgier zu belegen, scheint hingegen polemisch beeinflusst zu sein. Zu erwarten ist vielmehr die Darstellung, dass Maschmeyer &ldquo;keine Gelegenheit erhalten habe, angemessen zu gucken&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spam\/0,1518,739924,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. 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