{"id":80451,"date":"2022-02-05T11:45:05","date_gmt":"2022-02-05T10:45:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80451"},"modified":"2022-02-08T15:14:06","modified_gmt":"2022-02-08T14:14:06","slug":"olympische-spiele-1936-die-usa-unterstuetzten-hitler-gegen-internationalen-protest","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80451","title":{"rendered":"Olympische Spiele 1936: Die USA unterst\u00fctzten Hitler gegen internationalen Protest"},"content":{"rendered":"<p>Die aktuellen Olympischen Spiele in China nimmt man vor allem im Westen zum Anlass, um sich wegen &bdquo;der Menschenrechte&ldquo; &uuml;ber das Land zu erheben. Auch die USA agitieren momentan gegen China als Austragungsland. Aber 1936 konnte Hitler-Deutschland glanzvolle Olympische Winter- und Sommerspiele durchf&uuml;hren &ndash; mit Hilfe der USA und gegen internationale Proteste der j&uuml;dischen und Arbeiterbewegung. Von <strong>Werner R&uuml;gemer<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_2628\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-80451-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/220205-Olympische-Spiele-1936-Die-USA-unterstuetzten-Hitler.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/220205-Olympische-Spiele-1936-Die-USA-unterstuetzten-Hitler.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/220205-Olympische-Spiele-1936-Die-USA-unterstuetzten-Hitler.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/220205-Olympische-Spiele-1936-Die-USA-unterstuetzten-Hitler.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=80451-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/220205-Olympische-Spiele-1936-Die-USA-unterstuetzten-Hitler.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"220205-Olympische-Spiele-1936-Die-USA-unterstuetzten-Hitler.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Trotz der weltweiten Boykottbewegung gegen die Vergabe der Olympischen Spiele 1936 nach Berlin fanden sie schlie&szlig;lich statt, so gro&szlig; und gl&auml;nzend wie nie zuvor. Diktator Hitler stand mit ihnen auf dem Gipfel seiner internationalen Anerkennung. <\/p><p>Die Verbrechen der Hitler-Regierung waren seit Beginn 1933 international bekannt. Sie begannen sofort nach der Macht&uuml;bernahme im Januar 1933 mit der Verhaftung und Ermordung von politischen Gegnern und ihrer Einsperrung in Konzentrationslager. Das betraf vor allem Kommunisten, Sozialdemokraten und andere Linke. Alle Parteien au&szlig;er der NSDAP wurden verboten. Nach dem 1. Mai 1933 wurden die Gewerkschaften zerschlagen und enteignet.<\/p><p>Die Nazis schlossen Juden, Sinti und Linke aus Sportvereinen aus. Die beiden j&uuml;dischen Sportverb&auml;nde Makkabi und Schild &ndash; sie hatten 1935 in Deutschland etwa 350 Mitgliedsvereine mit insgesamt 40.000 Mitgliedern &ndash; durften keine Sportst&auml;tten mehr nutzen. Es war auch klar, dass in der deutschen Olympia-Mannschaft keine Juden sein sollten.<\/p><p><strong>Alternative Spiele in Barcelona<\/strong><\/p><p>1931, zwei Jahre vor Hitlers Regierungs&uuml;bernahme, hatte das Internationale Olympische Komitee (IOC) die Olympiade 1936 an Deutschland vergeben &ndash; Winter- und Sommerspiele. <\/p><p>1933 nach Hitlers Machtantritt zogen nur zwei Regierungen Konsequenzen: die sowjetische und die 1931 in Spanien gew&auml;hlte republikanische Regierung. F&uuml;r 1936 bereiteten sie mit Arbeitersportverb&auml;nden aus 17 Staaten die zweite Volks-Olympiade in Barcelona vor, 1931 hatte hier die erste Volks-Olympiade stattgefunden. Doch als dann die 2.000 Teilnehmer im Juli 1936 eintrafen, begann der faschistische Putsch von General Francisco Franco, unterst&uuml;tzt durch Lieferungen von US-Konzernen wie Texaco, General Motors und Chrysler &ndash; trotz der vom US-Kongress beschlossenen Neutralit&auml;t.<\/p><p>Sportverb&auml;nde aus mehreren europ&auml;ischen Staaten riefen zum Boykott der Olympiade in Berlin auf. Der damals gr&ouml;&szlig;te Athletikverband, Amateur Athletic Union (AAU) in den USA, pl&auml;dierte unter Pr&auml;sident Jeremiah Mahoney ebenfalls f&uuml;r den Boykott.[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>]<\/p><p><strong>Alternative j&uuml;dische Spiele in New York und Tel Aviv<\/strong><\/p><p>Im Mai 1933 organisierte Rabbi Stephen Wise mit dem American Jewish Congress Demonstrationen in New York. Die AAU organisierte dort ein Arbeiterathleten-Weltfest. Es wurde von j&uuml;dischen B&uuml;rgermeistern, auch vom B&uuml;rgermeister New Yorks, Fiorello La Guardia, vom Gouverneur des Staates New York, Herbert Lehman, sowie vom Jewish Labor Comittee und der Anti-Nazi League unterst&uuml;tzt. Aber die gro&szlig;en j&uuml;dischen Organisationen American Jewish Comittee und B&rsquo;nai B&rsquo;rith hielten sich mit Kritik an den Nazis zur&uuml;ck. Am 15. und 16. August 1936 fanden sich zum Weltfest in New York lediglich 400 Teilnehmer ein.<\/p><p>1935 hatten in Tel Aviv die zweiten j&uuml;dischen Sportspiele, die Makkabiade, stattgefunden, mit 1.350 Teilnehmern aus 27 Staaten. Die meisten Sportler kehrten aber wegen des fortschreitenden Faschismus in Europa &ndash; etwa in Spanien, Ungarn, &Ouml;sterreich und Polen &ndash; nicht in ihre Heimatstaaten zur&uuml;ck.[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>]<\/p><p><strong>Alternative Winter-Spartakiade in Norwegen<\/strong><\/p><p>In Norwegen zogen linke Organisationen 1936 eine Winter-Spartakiade auf, mit Sportlern aus der Sowjetunion, Schweden und Finnland. Doch die Weltpresse wie die New York Times berichtete nur von der gleichzeitigen Winterolympiade in Garmisch-Partenkirchen\/Deutschland.[<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>]<\/p><p>In &Ouml;sterreich weigerten sich sechs der acht j&uuml;dischen Sportler, darunter die Schwimmmeisterin Judith Deutsch, an den Spielen in Berlin teilzunehmen: Sie wurden lebenslang gesperrt, Judith Deutsch emigrierte noch 1936 nach Tel Aviv. <\/p><p>Aber etliche j&uuml;dische US-Stars wie der Gewichtheber David Mayer und Samuel Balter vom siegreichen Basketball-Team, auch die Sprinter Samuel Staller und Marty Glickman wollten in Berlin dabei sein.[<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>] Harold Abrahams, j&uuml;discher Goldmedaillen-Gewinner &uuml;ber 100 Meter bei den Spielen 1924 in Paris, setzte sich als Vorsitzender des britischen Athletenverbandes zusammen mit Verteidigungsminister Thomas Inskip f&uuml;r Berlin ein.[<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>]<\/p><p><strong>Das IOC: Adlige, Gener&auml;le, Unternehmer<\/strong><\/p><p>Die Organisatoren der traditionellen Spiele erwiesen sich als m&auml;chtiger. Berlin wurde zum Austragungsort.<\/p><p>Im Internationalen Olympischen Komitee (IOC) von 1936 waren Prinzen aus den Monarchien D&auml;nemark, Japan und Liechtenstein. Colonels, Gener&auml;le, Feldmarsch&auml;lle und Gro&szlig;admir&auml;le kamen aus Deutschland, Italien, Polen, S&uuml;dafrika, Jugoslawien und aus den Niederlanden. <\/p><p>Beide IOC-Mitglieder aus den USA waren Unternehmer &ndash; der Chicagoer Baul&ouml;we Avery Brundage und der Immobilienspekulant William Garland. Aus Frankreich kam Marquis de Polignac, Chef der Champagnerkellerei Pommery &amp; Greno. Aus Deutschland kam Karl Ritter von Halt, Vorstandsmitglied der Deutschen Bank, spendenfreudiges Mitglied der NSDAP und des SS-Freundeskreises Heinrich Himmler. Aus Schweden kam Sigfrid Edstr&ouml;m, Chef des Elektronikkonzerns ASEA.<\/p><p>Die Adligen und ihre Familien wie die britischen IOC-Mitglieder Clarence Napier Bruce, 3rd Baron Aberdare of Duffryn (=Lord Aberdare) und der 6th Marquess of Exeter (=Lord Burghley) waren zudem nicht nur Eigent&uuml;mer gro&szlig;er L&auml;ndereien, sondern waren auch an Unternehmen beteiligt. So war es auch bei Baron Henri de Baillet-Latour, dem Pr&auml;sidenten des IOC; er geh&ouml;rte zu einer der zehn reichsten Familien Belgiens, die an der gr&ouml;&szlig;ten Bank, der Soci&eacute;t&eacute; G&eacute;n&eacute;rale, und weiteren Unternehmen beteiligt war. <\/p><p><strong>Entscheidung vor allem durch die USA <\/strong><\/p><p>Das IOC und Nationale Olympische Komitees erstickten die Boykottbewegungen. Schnelle Zusagen f&uuml;r die Spiele kamen aus den faschistischen Achsenm&auml;chten Italien und Japan, ebenso aus den faschistoid regierten Staaten Finnland, Polen, Ungarn, S&uuml;dafrika, Portugal, Rum&auml;nien und &Ouml;sterreich.<\/p><p>Die Olympiade 1932 in Los Angeles hatte wegen der Teilnehmerzahl, der Rekorde, der Gr&ouml;&szlig;e des Stadions und der weiteren modernen Sportanlagen neue Ma&szlig;st&auml;be gesetzt. Die Teilnahme oder Nicht-Teilnahme der erfolgreichen Sportnation USA &ndash; &bdquo;der gr&ouml;&szlig;te sportliche Leistungstr&auml;ger der Welt&ldquo;[<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>] &ndash; w&uuml;rde &uuml;ber die Bedeutung der Spiele 1936 entscheiden.<\/p><p>Pr&auml;sident des Amerikanischen Olympischen Komitees (AOC) war Avery Brundage. Den Aufstieg verdankte sein Unternehmen Regierungsauftr&auml;gen im 1. Weltkrieg. Er war der gr&ouml;&szlig;te Bauunternehmer und Immobilieninvestor in Chicago. Er lie&szlig; Hochh&auml;user, Luxusappartments und Hotels errichten, auch eine Produktionshalle f&uuml;r Ford. <\/p><p><strong>Pr&auml;sident des Olympischen Komitees der USA: Gl&uuml;hender Antisemit <\/strong><\/p><p>Brundage bewunderte Hitler und zeigte sich als bekennender Antisemit: &bdquo;In meinem Club in Chicago sind auch keine Juden zugelassen.&ldquo;[<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>] Die Boykott-Bewegung sah er als &bdquo;j&uuml;disch-kommunistische Verschw&ouml;rung&ldquo;.[<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>] Auch IOC-Pr&auml;sident Baillet-Latour unterst&uuml;tzte den Antisemitismus von Brundage: &bdquo;Juden fangen in der Regel an zu schreien, bevor sie einen echten Grund dazu haben&ldquo;, schrieb er an Brundage.[<a href=\"#foot_9\" name=\"note_9\">9<\/a>]<\/p><p>Auf Initiative des IOC-Pr&auml;sidenten Baillet-Latour wurde Brundage in das IOC gew&auml;hlt. Sein US-Kollege im IOC, Charles Sherill, Brigadegeneral im 1. Weltkrieg, Anwalt in New York und US-Botschafter in Argentinien und der T&uuml;rkei, begeisterte sich f&uuml;r den Faschismus. In der New York Times am 4.3.1933 lobte Sherrill, wie andere US-Industrielle, Hitler als den besten deutschen Politiker. Ebenso hatte Sherill zuvor Mussolini als den neuen Staatsmann gefeiert, der mit seinem System anstelle der unf&auml;higen Demokratie in Europa wieder die Ordnung herstellen k&ouml;nne.[<a href=\"#foot_10\" name=\"note_10\">10<\/a>]<\/p><p><strong>Hitler besticht den Gr&uuml;nder der Olympischen Spiele<\/strong><\/p><p>Um den Gr&uuml;nder der Olympischen Spiele und Ehrenpr&auml;sidenten des IOC, Pierre de Coubertin, bei der Stange zu halten, gew&auml;hrte Hitler ihm kurz vor der Er&ouml;ffnung der Spiele eine &bdquo;Ehrengabe&ldquo; von 10.000 Reichsmark (heute etwa 100.000 US-Dollar).[<a href=\"#foot_11\" name=\"note_11\">11<\/a>] Hitler hatte ihm bereits 1935 eine Lebensrente angeboten, wenn er sich f&uuml;r die Ausrichtung der Spiele in Berlin einsetzt.[<a href=\"#foot_12\" name=\"note_12\">12<\/a>]<\/p><p>Die schwedischen IOC-Mitglieder spielten ebenfalls eine wichtige Rolle zugunsten Berlins. Clarence von Rosen, k&ouml;niglicher Stallmeister, verheiratet mit einer reichen US-Industriellentochter, war mit Hermann G&ouml;rings Ehefrau Carin verschw&auml;gert. Bruder Eric von Rosen gr&uuml;ndete die faschistische Bewegung Schwedens, Clarence machte mit.[<a href=\"#foot_13\" name=\"note_13\">13<\/a>] Das zweite schwedische IOC-Mitglied war Sigfrid Edstr&ouml;m: Der Chef des schwedischen Elektronikkonzern ASEA machte mit dem Deutschen Reich gute Gesch&auml;fte.<\/p><p><strong>Churchill f&uuml;r Berlin<\/strong><\/p><p>Auch zwei britische IOC-Mitglieder, die Lords Aberdare und Burghley, setzten sich f&uuml;r Berlin ein. Sir Noel Curtis Bennet, der f&uuml;r Boykott war, fand keinen R&uuml;ckhalt.[<a href=\"#foot_14\" name=\"note_14\">14<\/a>] Winston Churchill beschwichtigte: Der Kommunismus sei schlimmer als Hitler.[<a href=\"#foot_15\" name=\"note_15\">15<\/a>]<\/p><p><strong>Franz&ouml;sischer Sektk&ouml;nig f&uuml;r Berlin<\/strong><\/p><p>Nach der Besetzung des entmilitarisierten Rheinlands im M&auml;rz 1936 durch die deutsche Wehrmacht verlangten franz&ouml;sische Sportfunktion&auml;re den Boykott der Sommerspiele, so Marc Bellin de Coteau, Pr&auml;sident des internationalen Hockeyverbands HIF und Jules Rimet, Pr&auml;sident des internationalen Fu&szlig;ballverbands FIFA.[<a href=\"#foot_16\" name=\"note_16\">16<\/a>] F&uuml;r Frankreich gab aber IOC-Mitglied und Sektk&ouml;nig Marquis de Polignac den Ausschlag. Der Botschafter Frankreichs in Berlin, Andr&eacute; Francois-Poncet, Lobbyist der franz&ouml;sischen Schwerindustrie, hatte schon die Winterspiele in Garmisch-Partenkirchen begeistert begr&uuml;&szlig;t.[<a href=\"#foot_17\" name=\"note_17\">17<\/a>]<\/p><p><strong>Apartheids-General f&uuml;r Berlin<\/strong><\/p><p>Auch Henry Nourse hatte nichts gegen das Nazi-Regime, im Gegenteil. Das IOC-Mitglied aus S&uuml;dafrika hatte sich als Lieutenant-Colonel in der britischen Kolonialarmee unter General Lord Kitchener w&auml;hrend des Burenkrieges (1899-1902) hervorgetan: In concentration camps lie&szlig; man damals burische Familien und Einheimische verhungern, es galt die Taktik der verbrannten Erde, get&ouml;tet wurde wahllos. Nourse wurde zum Eigent&uuml;mer von s&uuml;dafrikanischen Gold- und Kohlebergwerken, in denen er &ndash; schon vor der formellen Legalisierung der Apartheid nach dem 2. Weltkrieg &ndash; mit staatlicher Hilfe Schwarze ausbeuten konnte.[<a href=\"#foot_18\" name=\"note_18\">18<\/a>]<\/p><p>Sie alle lie&szlig;en sich von den Verbrechen des Nazi-Regimes nicht umstimmen, nicht von den 1935 beschlossenen N&uuml;rnberger Rassegesetzen, auch nicht von der milit&auml;rischen Unterst&uuml;tzung des Franco-Putsches durch Nazi-Deutschland in den Wochen vor den Spielen. <\/p><p><strong>Massenbegeisterung und Elitenluxus<\/strong><\/p><p>Die Winterspiele im Alpenort Garmisch-Partenkirchen fanden ungest&ouml;rt vom 6. bis 16. Februar 1936 statt, die Sommerspiele vom 1. bis 16. August 1936 in Berlin.<\/p><p>Zun&auml;chst hatten die Nazi-Bl&auml;tter <em>Der St&uuml;rmer<\/em> und der <em>V&ouml;lkische Beobachter<\/em> gegen Neger und Juden gehetzt, die bei Olympia nichts zu suchen h&auml;tten. Doch bei den Winterspielen im bayerischen Garmisch-Partenkirchen ebenso wie in Berlin wurden alle Schilder mit &bdquo;F&uuml;r Juden verboten&ldquo; entfernt, die verteufelte &bdquo;Negermusik&ldquo; Jazz wurde kurzfristig zugelassen, die Hakenkreuzfahnen wehten weltoffen dem internationalen Publikum entgegen.<\/p><p>&bdquo;<strong>Token Jews&ldquo;<\/strong><\/p><p>Das US-Mitglied im IOC, Charles Sherill, empfahl Hitler in zwei pers&ouml;nlichen Treffen, wie ein paar Alibi-Juden (&bdquo;token jews&ldquo;) in der deutschen olympischen Mannschaft die internationale &Ouml;ffentlichkeit beruhigen k&ouml;nnten. Die Nazis befolgten Sherills Empfehlung: Als token jews wurden zwei &bdquo;Halbjuden&ldquo; ins deutsche Team aufgenommen: Neben dem Eishockey-Star Rudi Ball war es die Fechterin Helene Mayer: Sie kam &auml;u&szlig;erlich dem Idealbild der blonden Arierin gleich und wohnte in den USA. Bei der Siegerehrung gab sie im Stadion den Hitler-Gru&szlig;.<\/p><p>Das neugebaute Olympia-Stadion mit 100.000 Pl&auml;tzen &ndash; nach dem Vorbild des ebenso gro&szlig;en Stadions f&uuml;r die Spiele 1932 in Los Angeles &ndash; war das gr&ouml;&szlig;te in Europa. Es wurde umgeben von einem riesigen Aufmarschfeld, einem olympischen Dorf, gro&szlig;z&uuml;gigen Sportst&auml;tten f&uuml;r die verschiedenen Disziplinen und mit Kunstausstellungen.<\/p><p><strong>Richard Strau&szlig;, Evangelische Kirche, Leni Riefenstahl<\/strong><\/p><p>Die Nazis erfanden 1936 den seitdem &uuml;blichen Fackellauf vom antiken griechischen Olympia quer durch Europa. 3075 L&auml;ufer und L&auml;uferinnen trugen die Fackel durch f&uuml;nf L&auml;nder nach Berlin. Der Schlussl&auml;ufer wurde erst nach drei Gutachter-Durchg&auml;ngen gefunden: Laufstil, K&ouml;rperbau und K&ouml;rperhaltung, Haar- und Augenfarbe sowie politische Einstellung &ndash; alles musste stimmen.[<a href=\"#foot_19\" name=\"note_19\">19<\/a>]<\/p><p>Der weltbekannte Komponist Richard Strau&szlig; gestaltete die Olympia-Hymne. Hitlers Bildhauer Arno Breker steuerte die Skulpturen nackter arischer Sportler bei: Die Siegerin, Der Zehnk&auml;mpfer. Die Evangelische Kirche hielt f&uuml;r das IOC die Er&ouml;ffnungsmesse im Berliner Dom. Die Lichtdome von Hitlers Lieblingsarchitekten Albert Speer, entwickelt f&uuml;r die NSDAP-Parteitage, erstrahlten auch &uuml;ber dem Stadion. <\/p><p>Fanfaren begleiteten Hitlers Eintreffen, K&auml;mpfe und Siegerehrungen. Zum ersten Mal wurden Wettk&auml;mpfe im Fernsehen &uuml;bertragen. Konzerne wie Coca Cola traten als Sponsoren auf. Das IOC beauftragte Hitlers Lieblings-Regisseurin Leni Riefenstahl mit dem offiziellen Olympia-Film, der auch mithilfe von damals neuen motorisierten Kameras &ndash; auch Unterwasser-Kameras &ndash; zustande kam. <\/p><p><strong>Goebbels: &bdquo;Italienische Nacht&ldquo; auf arisiertem Grundst&uuml;ck<\/strong><\/p><p>Propagandaminister Joseph Goebbels und Generalfeldmarschall Hermann G&ouml;ring eiferten mit rauschenden Festen um die Gunst der Prominenz. Goebbels lie&szlig; auf seinem arisierten Grundst&uuml;ck auf der Berliner Pfaueninsel eine &bdquo;italienische Nacht&ldquo; ausrichten. G&ouml;ring lud in seinen preu&szlig;ischen Palast ein. Jeweils 1.000 G&auml;ste waren geladen: K&ouml;nige, der europ&auml;ische Adel, das diplomatische Corps, das IOC, Funktion&auml;re von SS, NSDAP und den Ministerien, Stars von B&uuml;hne und Film, auch die Medaillengewinner. Feuerwerke, T&auml;nze mit Kost&uuml;men aus der Antike und der viktorianischen Epoche wurden geboten, Kampfbomber-As Ernst Udet zeigte seine Stunt-Tricks.[<a href=\"#foot_20\" name=\"note_20\">20<\/a>]<\/p><p><strong>New York Times, Daily Express, K&ouml;lnische Zeitung<\/strong><\/p><p>Hitler hatte erkl&auml;rt: Die Spiele &bdquo;st&auml;rken die Bande des Friedens zwischen den Nationen.&ldquo;[<a href=\"#foot_21\" name=\"note_21\">21<\/a>] Nicht nur die deutschen b&uuml;rgerlichen Medien waren auf Hitler-Kurs. <\/p><p>So schrieb die K&ouml;lnische Zeitung (Sie steht immer noch im Untertitel des K&ouml;lner Stadt-Anzeigers, der Nachfolgezeitung): &bdquo;Das gr&ouml;&szlig;te Fest, das das neue Deutschland allen friedliebenden V&ouml;lkern der Welt gibt.&ldquo; Auch die die &bdquo;Weltmeinung&ldquo; pr&auml;gende angels&auml;chsische Presse stimmte ein: &bdquo;Gr&ouml;&szlig;te Sport-Show der Geschichte&ldquo; (New York Times), &bdquo;wunderbarer Wandel im Denken des deutschen Volkes&ldquo; (Daily Express, London).[<a href=\"#foot_22\" name=\"note_22\">22<\/a>]<\/p><p><strong>Avery Brundage erf&uuml;llt alle W&uuml;nsche Hitlers<\/strong><\/p><p>Schon bei seiner Sitzung im Hotel Adlon zu Beginn der Spiele am 1.8.1936 beschloss das IOC: Die Spiele f&uuml;r 1940 werden nach Tokio vergeben &ndash; ungeachtet der imperialistischen Expansion Japans in Korea, China und Taiwan. 1939 vergab das IOC die Winterspiele wieder nach Deutschland. Brundage und das IOC erf&uuml;llten alle W&uuml;nsche Hitlers.<\/p><p>Wegen der ausgezeichneten, auch wirtschaftlichen Beziehungen mit den USA wollte sich Hitler-Deutschland in Washington durch eine erheblich vergr&ouml;&szlig;erte Botschaft pr&auml;sentieren: Niemand anderer als der Bauunternehmer Brundage sollte den Auftrag f&uuml;r den Neubau in Washington bekommen.[<a href=\"#foot_23\" name=\"note_23\">23<\/a>]<\/p><p><strong>Roosevelt entl&auml;sst den nazikritischen Botschafter<\/strong><\/p><p>Nach den Spielen ersetzte die Roosevelt-Regierung 1938 ihren bisherigen, nazikritischen Botschafter in Berlin, William Dodd, durch den Hitler-Bewunderer Hugh Wilson. Der beschimpfte US-Medien als &bdquo;j&uuml;disch kontrolliert&ldquo;, weil sie inzwischen gelegentlich zu sehr die Behandlung der Juden in Deutschland kritisieren. <\/p><p>Wilson lobte dagegen die Hitler-Regierung, die an einer &bdquo;besseren Zukunft&ldquo; arbeite. Hitler habe &bdquo;sein Volk aus moralischer und wirtschaftlicher Verzweiflung herausgeholt und zu Stolz und Wohlstand gef&uuml;hrt&ldquo;.[<a href=\"#foot_24\" name=\"note_24\">24<\/a>]<\/p><p>Churchill wiederholte seine Wertsch&auml;tzung f&uuml;r Hitler: &bdquo;Man kann Hitler nicht m&ouml;gen und doch seine patriotische Leistung bewundern&ldquo;, schrieb Churchill 1937.[<a href=\"#foot_25\" name=\"note_25\">25<\/a>] Der verbissene Antikommunist sorgte sich dann, ob Hitler gegen&uuml;ber &bdquo;Russland&ldquo; m&ouml;glicherweise die falsche Taktik einschlage und erfolglos bleibe: &bdquo;Wird Hitler denselben Fehler machen wie Napoleon?&ldquo;[<a href=\"#foot_26\" name=\"note_26\">26<\/a>]<\/p><p>Churchills Bef&uuml;rchtung bewahrheitete sich. Kampf und Krieg in der gleichen Richtung gingen und gehen weiter, bis heute.<\/p><p>Titelbild: peter jesche\/shutterstock.com<\/p><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg02.met.vgwort.de\/na\/92889300ecb4441c9c4b96c4fcb0f1db\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"> <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Ludwig Tegelbeckers: Olympische Spiele 1936: Der j&uuml;dische Sport als Politikum, Bremen 1997, <a href=\"http:\/\/www.s-port.de\/david\/ns\/hist_04.html\">s-port.de\/david\/ns\/hist_04.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Olimpiadi estive: Berlino 1936. Enciclopedia dello sport, <a href=\"http:\/\/www.treccani.it\/enciclopedia\/olimpiadi-estive-berlino-1936\">treccani.it\/enciclopedia\/olimpiadi-estive-berlino-1936<\/a>, abgerufen 8.8.2016<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] &bdquo;Alle Welt ist begeistert&ldquo;, Der Spiegel 5\/1980<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] &ldquo;Alle Welt ist begeistert&rdquo;, Der Spiegel 5\/1980<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] Olimpiadi estive: Berlino 1936 a.a.O.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] Die Olympischen Spiele 1936 in Garmisch-Partenkirchen und Berlin, Hamburg 1936, Bd. 2, S. 14<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] Tegelbeckers S. 10<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] The Nazi Olympics August 1936, <a href=\"http:\/\/www.jewishvirtuallibrary.org\/\">jewishvirtuallibrary.org<\/a>, abgerufen 8.8.2016; Arnd Kr&uuml;ger: Theodor Lewald &ndash; Sportf&uuml;hrer ins Dritte Reich, Berlin 1975, S. 48f.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;9<\/a>] Hans-Joachim Teichler: Ansto&szlig; nahmen sie nicht. Die IOC-Pr&auml;sidenten und das Dritte Reich. Frankfurter Allgemeine Zeitung 10.3.1999<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_10\" name=\"foot_10\">&laquo;10<\/a>] Charles Sherill: Bismarck and Hitler. New York 1931 <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_11\" name=\"foot_11\">&laquo;11<\/a>] Arnd Kr&uuml;ger in wikipedia deutsch: Pierre de Coubertin<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_12\" name=\"foot_12\">&laquo;12<\/a>] &bdquo;Alle Welt ist begeistert&ldquo; a.a.O.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_13\" name=\"foot_13\">&laquo;13<\/a>] Von Rosen var nazist, Aftonbladet 3. November 2000<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_14\" name=\"foot_14\">&laquo;14<\/a>] Olimpiadi estive a.a.O.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_15\" name=\"foot_15\">&laquo;15<\/a>] &bdquo;Alle Welt ist begeistert&ldquo;, Der Spiegel 5\/1980<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_16\" name=\"foot_16\">&laquo;16<\/a>] Olimpiadi estive: Berlino 1936 a.a.O.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_17\" name=\"foot_17\">&laquo;17<\/a>] &ldquo;Alle Welt ist begeistert&rdquo; a.a.O.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_18\" name=\"foot_18\">&laquo;18<\/a>] Henry Nourse, Wikipedia<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_19\" name=\"foot_19\">&laquo;19<\/a>] IOC: Official Report Berlin 1936<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_20\" name=\"foot_20\">&laquo;20<\/a>] Ambassador Dodd&rsquo;s Diary 1933 &ndash; 1938, New York 1941, S. 340 und 343<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_21\" name=\"foot_21\">&laquo;21<\/a>] Official Report 1936, S. 7<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_22\" name=\"foot_22\">&laquo;22<\/a>] Zitiert nach &ldquo;Da kann man nur noch Nazi werden&rdquo;, Der Spiegel 31\/1986<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_23\" name=\"foot_23\">&laquo;23<\/a>] <a href=\"http:\/\/www.nolympia.de\/kritisches-olympisches-lexikon\/brundage-avery\">nolympia.de\/kritisches-olympisches-lexikon\/brundage-avery<\/a>, abgerufen 21.1.2016. Der Bau wurde wegen des Kriegsausbruchs nicht realisiert.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_24\" name=\"foot_24\">&laquo;24<\/a>] Erik Larsen: In the Garden of Beasts. Love, Terror and an American Family in Hitler&rsquo;s Berlin. 2011, deutsche &Uuml;bersetzung: Tiergarten. In the Garden of Beasts, Hamburg 2013<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_25\" name=\"foot_25\">&laquo;25<\/a>] Friendship with Germany, 17.9.1937, in: Winston Churchill: Step by Step, London 1939, S. 141-144<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_26\" name=\"foot_26\">&laquo;26<\/a>] Will Hitler Make Napoleon&rsquo;s Mistake?, Illustrated 4.3.1939<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die aktuellen Olympischen Spiele in China nimmt man vor allem im Westen zum Anlass, um sich wegen &bdquo;der Menschenrechte&ldquo; &uuml;ber das Land zu erheben. Auch die USA agitieren momentan gegen China als Austragungsland. Aber 1936 konnte Hitler-Deutschland glanzvolle Olympische Winter- und Sommerspiele durchf&uuml;hren &ndash; mit Hilfe der USA und gegen internationale Proteste der j&uuml;dischen und<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80451\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":80452,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[88,169,107,85],"tags":[2341,1183,3197,305,416,1337,1373,1556],"class_list":["post-80451","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-antisemitismus","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-audio-podcast","category-pr","tag-boykott","tag-exklusion","tag-ioc","tag-menschenrechte","tag-nationalsozialismus","tag-oligarchen","tag-olympia","tag-usa"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/shutterstock_1724437063.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/80451","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=80451"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/80451\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":80570,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/80451\/revisions\/80570"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/80452"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=80451"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=80451"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=80451"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}