{"id":80460,"date":"2022-02-06T11:45:57","date_gmt":"2022-02-06T10:45:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80460"},"modified":"2023-03-12T10:52:43","modified_gmt":"2023-03-12T09:52:43","slug":"die-pandemie-der-eindimensionalitaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80460","title":{"rendered":"Die Pandemie der Eindimensionalit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p>Seit bald zwei Jahren ist die eine Botschaft allgegenw&auml;rtig: Die gr&ouml;&szlig;te Gefahr, die die Menschheit wie auch uns individuell &uuml;berall und jederzeit, wo wir anderen begegneten, bedrohe, sei die durch das SARS-CoV-2 oder, wie es oft in beschw&ouml;rendem Tonfall hei&szlig;t, die durch &rsaquo;die Pandemie&lsaquo;. Rettung bringe ausschlie&szlig;lich die Impfung.[<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80460#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>] Alle m&uuml;ssten deshalb dabei mitmachen. Nur so sei die Herdenimmunit&auml;t herzustellen, die das Virus aus der Welt schaffen werde. Ein kennzeichnendes Merkmal der sich darin &auml;u&szlig;ernden Sicht ist ihre Eindimensionalit&auml;t: es g&auml;be genau ein Problem, das nur eine Ursache h&auml;tte und deshalb auch nur die eine L&ouml;sung, die diese eine Ursache aus der Welt schaffe. Doch die Ursachen der Ph&auml;nomene in der realen Welt haben eines gemeinsam: sie treten so gut wie nie im Singular auf.[<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80460#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>] Von <strong>Rainer Fischbach<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nDem scheint die Alltagserfahrung zu widersprechen. J&ouml;rg Phil Friedrich f&uuml;hrt den Steinwurf gegen die Glasscheibe ins Feld, um zu unterstreichen, dass &raquo;klar ist, dass diese konkrete Scheibe jetzt kaputt ist, weil ich einen Stein dagegen geworfen habe&laquo;.[<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>] Das mag oft so sein, doch wenn der Stein z.B. nur eine Masse von wenigen Gramm hatte und nur mit leichtem Schwung geworfen wurde, sollte man sich schon fragen, ob noch andere Faktoren im Spiel waren. V&ouml;llig anders sieht die Sache aus, wenn wir den Steinwurf in einen anderen Kontext stellen: Ein faustgro&szlig;er Stein wurde durchaus mit Wucht gegen eine Scheibe geworfen, die zu einem Gesch&auml;ft geh&ouml;rte, dessen Inhaber diese, vom Hersteller als bruchsicher beworbene, Scheibe erst vor kurzem einbauen lassen hatte. Bei dem Verfahren um Schadensersatz, das der Gesch&auml;ftsinhaber gegen die mit dem Einbau beauftragte Firma anstrengt, geht es dann genau darum, dass keinesfalls klar ist, dass der Steinwerfer schuld am Glasbruch ist, sondern ob vielmehr die Firma nicht sauber gearbeitet bzw. nicht das spezifizierte, d.h. vielmehr minderwertiges Material eingebaut bzw. geliefert bekommen hatte oder ob der Hersteller sogar mit unseri&ouml;sen Versprechen arbeitet. Noch einmal anders stellte sich die Sache dar, wenn der Stein nicht mit der Hand geworfen, sondern mit einem Katapult geschossen worden w&auml;re. Hier w&auml;re dann zu diskutieren, was &rsaquo;bruchsicher&lsaquo; im vorliegenden Fall genau hei&szlig;t. Der Begriff der Stabilit&auml;t hat nicht nur einen faktischen, sondern auch einen normativen Gehalt: In der Technik gilt als stabil, was unter auslegungsgem&auml;&szlig;en Lasten das auslegungsgem&auml;&szlig;e Verhalten zeigt. Es gibt keine absolute Stabilit&auml;t. <\/p><p>Tats&auml;chlich verhindern die Schemata des Alltagsverstandes, ganz besonders das Denken in in linearen Wirkungsketten, oft die Wahrnehmung von komplexeren Zusammenh&auml;ngen. Zu dieser Art der Engf&uuml;hrung des Denkens geh&ouml;rt auch die Vorstellung, dass die Speicherung, der Transport und die Verarbeitung von Information immer expliziter Vorrichtungen bed&uuml;rften, wie wir sie von technischen Ger&auml;ten kennen. Herd und K&uuml;hlschrank haben Sensoren f&uuml;r die Temperaturmessung, Signalleitungen und einen Regelmechanismus, der einen Schalter bet&auml;tigt. Doch in Organismen, die ihre Temperatur regulieren, gibt es weder Entsprechungen solcher Ger&auml;tschaften, noch folgen sie starren Zielwerten, sondern differenzieren diese nach Zonen und Situationen. Die Vorstellung eines dinglichen Wirkmechanismus, der J&ouml;rg Phil Friedrich anh&auml;ngt, f&uuml;hrt in die Irre: <\/p><blockquote><p>\n&raquo;Nur wenn wir uns ein Wirkprinzip wenigstens vorstellen k&ouml;nnen, glauben wir an eine Wirkung. Umgekehrt gilt genauso: Wenn wir uns ein Wirkprinzip &uuml;berhaupt nicht vorstellen k&ouml;nnen, glauben wir auch nicht an die Wirkung. Nur wenige k&ouml;nnen sich vorstellen, dass Wasser ein Ged&auml;chtnis hat, welches irgendwie die Wirksamkeit eines hom&ouml;opathischen Mittels zeigt [&hellip;].&laquo;[<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>]\n<\/p><\/blockquote><p>Was die Hom&ouml;opathie angeht, bin ich, ganz im Gegensatz zu vielen Zeitgenossen, die entschieden der einen oder anderen Seite zuneigen, v&ouml;llig leidenschaftslos. Doch ist es v&ouml;llig unwissenschaftlich, etwas abzulehnen, weil man sich kein dingliches Wirkprinzip vorstellen kann. Vielmehr muss man die M&ouml;glichkeit in Betracht ziehen, dass Wasser kein Ged&auml;chtnis <i>hat<\/i>, sondern das Ged&auml;chtnis <i>ist<\/i>, weil selbst Molek&uuml;le, die aktuell in einem bestimmten Quantum Wasser nicht mehr vorhanden sind, doch seinen Zustand ver&auml;ndern, also Spuren darin hinterlassen haben k&ouml;nnen. Ich ma&szlig;e mir nicht an, zu beurteilen, was das genau bedeutet, doch ist es zun&auml;chst eine durchaus interessante Hypothese, die weiter zu untersuchen w&auml;re.[<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>] <\/p><p>Tats&auml;chlich gibt es in den Dimensionen, in denen quantenmechanische Effekte eine Rolle spielen, viele Ph&auml;nomene, zu denen wir uns kein Wirkprinzip vorstellen k&ouml;nnen, das sich mit den anerkannten, d.h. auch den relativistischen, Vorstellungen einer in Raum und Zeit kausal organisierten stofflichen Welt deckt. Auch Albert Einstein hatte damit ein Problem, was ihn und zwei Kollegen zu der Formulierung des ber&uuml;hmten Einstein-Podolsky-Rosen-Paradoxons (EPR-Paradoxon) durch ein Gedankenexperiment veranlasste, bei dem die Messung einer im Rahmen der Quantenmechanik nicht deterministisch bestimmten Zustandsgr&ouml;&szlig;e an einem Teilchen an einem Ort die Festlegung dieser Gr&ouml;&szlig;e an einem anderen Teilchen an einem anderen Ort zur Folge hat, wenn der Zustand dieser beiden Teilchen verschr&auml;nkt, d.h. durch bestimmte Gesetzm&auml;&szlig;igkeiten, z.B. die Erhaltungss&auml;tze und eine Zustandsfunktion, gekoppelt ist. Es gibt kein Wirkprinzip, das diesen Effekt einer im herk&ouml;mmlichen Sinne realistischen Weltsicht entsprechend erkl&auml;ren k&ouml;nnte &mdash; was Einstein und seine Kollegen als Argument gegen die Quantenmechanik verstanden, die Derartiges forderte. Dieser nichtlokale Effekt ist jedoch inzwischen auch empirisch, n&auml;mlich durch Experimente, die eine Verletzung der durch John Bell formulierten und nach ihm benannten Ungleichung zeigen, best&auml;tigt und damit auch belegt, dass es gesetzm&auml;&szlig;ige Zusammenh&auml;nge gibt, denen unsere Vorstellungen von Wirkprinzipien nicht gerecht werden.[<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>] Wenn man dabei nicht stehenbleiben m&ouml;chte, sondern nach einem Modell sucht, das diese Zusammenh&auml;nge erkl&auml;rt, dann gelangt man dazu, &raquo;dass die unterschiedlichen Teilchen buchst&auml;blich als Projektionen einer h&ouml;herdimensionalen Realit&auml;t zu nehmen sind, von der es nicht m&ouml;glich ist, Rechenschaft in Begriffen einer zwischen ihnen wechselwirkenden Kraft zu geben&laquo;.[<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>] Der bisher einzige funktionierende Versuch, den Indeterminismus der heute dominierenden Interpretation der Quantenmechanik, in der es f&uuml;r das EPR-Paradoxon keine Erkl&auml;rung gibt, zu &uuml;berwinden, er&ouml;ffnet den Blick in eine Welt, in der die raumzeitliche Trennung der Dinge aufgehoben ist. <\/p><p>Ebenfalls, wenn auch auf eine andere Weise, &uuml;berschreiten die Zusammenh&auml;nge des Lebendigen die verbreiteten mechanistischen Vorstellungen von Wirkprinzipien. Deren Grenzen werden immer wieder sichtbar, wenn in den Medien von der Interaktion zwischen Organismen und Viren ein Bild gezeichnet wird, das Letztere als handelnde oder gar strategisch &uuml;berlegende Agenzien darstellt, die Erstere angreifen oder einer Abwehr, z.B. durch eine Impfung, ausweichen &mdash; wobei auch naturwissenschaftliche Begriffsbildungen wie die der <i>Escape-Mutation<\/i> bei w&ouml;rtlicher Interpretation Anlass zu Missverst&auml;ndnissen geben. Doch ebenso inad&auml;quat wie die Vorstellungen von handelnden Viren oder Bakterien sind die von der Wirksamkeit menschlicher Gegenwehr, sei es durch Isolation, Masken oder Impfungen. Tats&auml;chlich besiedeln Bakterien und Viren komplexere Organismen wie auch den menschlichen K&ouml;rper in Zahlen, die die von deren Zellen um mindestens eine Gr&ouml;&szlig;enordnung &uuml;bertreffen, und sie tun dies, weil diese Organismen, genauer: die Gesellschaften, zu denen sie sich formieren, ihnen ein Habitat bieten, d.h. ihre Reproduktion erm&ouml;glichen bzw., wie im Fall der Viren, sogar betreiben. Viren haben, anders als Bakterien, keinen eigenen Stoffwechsel und k&ouml;nnen sich auch nicht selbstst&auml;ndig vermehren, sondern ben&ouml;tigen dazu Wirtszellen, doch sind sie integraler Bestandteil des Lebens und sogar Treiber von dessen Evolution, indem sie auch einen horizontalen Genaustausch erm&ouml;glichen. Ein Virion ist eine Art genetischer Flaschenpost. Vieles aus dieser, als <i>Mikrobiom<\/i> bezeichneten, Mikrowelt ist f&uuml;r die Physiologie und Integrit&auml;t der Organismen sogar konstitutiv. Ohne das Mikrobiom der Haut funktionierte diese nicht als Schutzwall gegen fremde Mikroben und ohne das des Darmes g&auml;be es keine Verdauung; wobei spezielle Viren, die sogenannten Bakteriophagen nicht nur daf&uuml;r sorgen, dass die Darmbakterien nicht &uuml;berhandnehmen, sondern als Genboten deren Evolution vorantreiben.[<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>] Das Verh&auml;ltnis der Organismen zu dieser Mikrowelt ist evolution&auml;r entstanden, d.h. aus einer Geschichte gegenseitiger Anpassung hervorgegangen. Dieser Anpassungsprozess geschieht best&auml;ndig, ohne, solange es Leben gibt, jemals einen Abschluss zu finden.<\/p><p>W&auml;hrend die Menschheit lernte, manches, mit dem sie im Verlaufe ihrer zivilisatorischen Entwicklung &mdash; durch Haustiere, Siedlungsverdichtung, Verkehr &mdash; konfrontiert wurde und an das sich anzupassen eher schwierig war oder misslang, durch geeignetes Verhalten zu vermeiden bzw. dieses durch sanit&auml;re Einrichtungen von sich fernzuhalten, blieben ihr, neben vielem anderen, die vorwiegend zu den Viren zu rechnenden Begleiter, denen episodisch auftretende Ph&auml;nomene wie Husten, Schnupfen, Heiserkeit, Hals- und Kopfschmerzen auch mit etwas Fieber zugerechnet werden, erhalten. Vielgestaltigkeit und Variabilit&auml;t sind die hervorstechenden Merkmale dieser sogenannten respiratorischen Viren, die prosperieren werden, solange Menschen Schleimh&auml;ute haben und atmen. Generell gilt im Verh&auml;ltnis zwischen der Menschheit und ihrer angestammten Mikrowelt, dass episodisch auftretende Ereignisse wie Epidemien oder auch nur die allj&auml;hrliche Erk&auml;ltungssaison ebenso sehr mit Ver&auml;nderungen des Habitats, das sie ihr bietet, wie mit Entwicklungen jener Mikrowelt zu tun haben, die immer in Wechselwirkung mit jenem stattfinden. Sie signalisieren Verschiebungen, die bestimmten Arten eine disproportional gro&szlig;e &ouml;kologische Nische einr&auml;umen. <\/p><p>Der fundamentale Irrtum des heute vorherrschenden eindimensionalen Denkens besteht in dem Glauben, Erkrankungen, die in der Folge solcher &ouml;kologischer Verschiebungen auftreten, prim&auml;r durch eine Bek&auml;mpfung von einzelnen, dabei als Pathogene in den Blick geratenden, Bakterien oder Viren aus der Welt schaffen zu k&ouml;nnen. Insbesondere wird dabei &uuml;bersehen, dass die Verschiebungen fortbestehen und lediglich andere Pathogene die dadurch auftauenden &ouml;kologischen Nischen nutzen, ja, dass Bek&auml;mpfungsma&szlig;nahmen dem Habitat selbst oft Ver&auml;nderungen zuf&uuml;gen, die sie vergr&ouml;&szlig;ern. So zeigt eine Studie, dass die Impfung gegen Influenza, die aktuell wieder nachdr&uuml;cklich empfohlen wird, zwar die Zahl der F&auml;lle vermindert, in denen genau die Viren nachweisbar sind, gegen die diese sich richtet, jedoch nicht die Anzahl der Erkrankungen mit einschl&auml;giger Symptomatik[<a href=\"#foot_9\" name=\"note_9\">9<\/a>] &mdash; was bedeutet, dass an die Stelle der Influenzaviren lediglich andere treten. Dass Stress, Angst und Vereinsamung, die mit den angeblich zur Bek&auml;mpfung des Virus durchgef&uuml;hrten Ma&szlig;nahmen einhergehen, die &ouml;kologische Nische f&uuml;r dieses und weitere erweitern, ist ebenso offenkundig, wie es von den Erlassern der Ma&szlig;nahmen ignoriert wird.[<a href=\"#foot_10\" name=\"note_10\">10<\/a>] <\/p><p>Die Zahl der gegen Influenza Geimpften liegt in der Gr&ouml;&szlig;enordnung von 10% der Bev&ouml;lkerung. Die heutigen Impfstoffe gegen verschiedene Influenzaviren basieren gr&ouml;&szlig;tenteils jeweils auf einem Protein aus der H&uuml;lle des Virus, das durch verschiedene Verfahren aus Virionen zu isolieren ist, die in Zellkulturen vermehrt werden. Wie die aktuell gegen das SARS-CoV-2 eingesetzten genetischen Stoffe, die menschliche Zellen veranlassen, ein bestimmtes Protein zu produzieren, adressieren sie nur ein Fragment des Virus und rufen deshalb nur eine schmalbandige Immunantwort hervor, die gegen neue Varianten, die bei den hohen Evolutionsraten, die insbesondere die RNA-Viren aufweisen, zu denen die Influenza- und die Coronaviren geh&ouml;ren, rasch an Wirksamkeit verliert. Was geschieht, wenn nicht nur 10%, sondern der &uuml;berwiegende Teil der Bev&ouml;lkerung einer solchen Behandlung unterzogen wird, ist gegenw&auml;rtig zu beobachten.<\/p><p>Noch vor wenigen Wochen berichtete die ARD triumphierend, dass &raquo;Spanien [&hellip;] eine Herdenimmunit&auml;t erreicht haben [k&ouml;nnte]&laquo; weil es dort eben keine Querdenker g&auml;be und deshalb Impfquoten von 80% und bei den &uuml;ber 18-J&auml;hrigen sogar von 90% erreicht w&auml;ren.[<a href=\"#foot_11\" name=\"note_11\">11<\/a>] Inzwischen liegt dort die Zahl der neuen F&auml;lle &mdash; genauer nat&uuml;rlich: der positiv Getesteten &mdash; im Verh&auml;ltnis zur Bev&ouml;lkerung noch &uuml;ber der deutschen und hat das RKI Spanien wie auch D&auml;nemark und Portugal, die ebenfalls als Impf-Musterl&auml;nder gelten, zu Hochrisikogebieten erkl&auml;rt. <\/p><p>Ein Anteil von 80% Geimpften an der Bev&ouml;lkerung, das sei, so h&ouml;ren wir, nachdem urspr&uuml;nglich sogar 60-70% reichen sollten, seit einiger Zeit die Schwelle, bei der die Herdenimmunit&auml;t einsetze und das Virus als besiegt gelten k&ouml;nne. Und jetzt das? Wie konnte das geschehen? Ganz offenkundig erleben wir gerade das Scheitern der Politik, die allein auf die Impfung setzte und dies auch noch mit unrealistischen Versprechungen begleitete. Diese Politik ist beispielhaft f&uuml;r das eindimensionale Denken, dessen massenhafte Verbreitung die Pandemie unserer Zeit ist. Der folgende Versuch, diese Aussage zu begr&uuml;nden, versucht einiges, was ich dazu schon in einem fr&uuml;heren Beitrag ausgef&uuml;hrt habe,[<a href=\"#foot_12\" name=\"note_12\">12<\/a>] ausf&uuml;hrlicher zu erl&auml;utern und zu erg&auml;nzen. Zun&auml;chst die vier, oben bereits knapp angedeuteten, wesentlichen Merkmale der aktuell bevorzugt verwendeten Stoffe, die jedoch auch auf solche zutreffen, die die betreffenden viralen Proteine selbst enthalten, anstatt deren Produktion in den K&ouml;rperzellen zu erzwingen:<\/p><ol>\n<li>Keine Impfung mittels einer Injektion kann ein respiratorisches, d.h. auf die Schleimh&auml;ute von Nase und Rachen spezialisiertes Virus daran hindern, sich dort niederzulassen, in deren Zellen einzudringen und sich zu vermehren.<\/li>\n<li>Wer sich in einem geschw&auml;chten Zustand befindet, wird dann vielleicht nicht Opfer des einen Virus, aber daf&uuml;r eines anderen oder eines sonstigen Pathogens.<\/li>\n<li>Eine Impfung, die vor allem Antik&ouml;rper gegen ein einzelnes Protein der Virush&uuml;lle hervorruft, ist viel zu schmalbandig und wird gegen rasch auftretende Varianten, die dieses Protein durch ein ver&auml;ndertes ersetzen, unwirksam.<\/li>\n<li>Eine Impfung, die darauf zielt, vor allem Antik&ouml;rper, d.h. eine humorale Immunantwort hervorzurufen und die zellul&auml;re au&szlig;er Acht l&auml;sst, verliert schon allein durch das offensichtlich sehr schnelle Verschwinden der Antik&ouml;rper an Wirksamkeit.<\/li>\n<\/ol><p>Ungeachtet der Tatsache, dass eine dauerhafte Abwehr, die zwar keine vor&uuml;bergehende Infektion, doch eine ernstere Erkrankung verhindert, nur auf dem zellul&auml;ren Immunsystem beruhen kann,[<a href=\"#foot_13\" name=\"note_13\">13<\/a>] werden die Status &rsaquo;geimpft&lsaquo; und &rsaquo;genesen&lsaquo; einzig nach dem Antik&ouml;rpertitter zugeteilt. Das ist ein Rezept f&uuml;r, da von schwindender Wirksamkeit, ebenso sinnlose wie endlos zu wiederholende Booster-Impfungen. Ebenso fragw&uuml;rdig ist das willk&uuml;rliche Hantieren einer entfesselten B&uuml;rokratie mit den, meist auch noch in inkonsistenter Weise an solche Werte gebundenen, Fristen des Statusentzugs. Doch tats&auml;chlich erweist sich die massive Impfkampagne nicht nur als weitgehend unwirksam, sondern zudem als fatal &mdash; fatal vor allem deshalb, weil das r&uuml;cksichtslose Ausrollen der Impfung nicht nur f&uuml;r die Mehrzahl der Betroffenen zumindest &uuml;berfl&uuml;ssig und nicht ganz selten auch sch&auml;dlich ist, sondern vor allem, weil es den bedingten Schutz, den sie einer kleinen Gruppe von Gef&auml;hrdeten m&ouml;glicherweise bietet, noch weiter durchl&ouml;chert. Zur Erkl&auml;rung muss ich etwas weiter ausholen. <\/p><p>Den grundlegenden Sachverhalt, der sich auch in Deutschland inzwischen einstellt, doch in den L&auml;ndern mit sehr hoher Impfquote wie Spanien, Portugal und D&auml;nemark schon l&auml;nger massiv hervortrat, schl&uuml;sselt eine aktuelle, bereits durch die Peer Review gegangene und soeben als Preprint ver&ouml;ffentlichte Studie aus den USA auf:[<a href=\"#foot_14\" name=\"note_14\">14<\/a>] in einem &uuml;ber tausend F&auml;lle umfassenden Infektionscluster war die Delta-Variante f&uuml;r 99% davon verantwortlich. 84% waren geimpft. Ungef&auml;hr 40% der F&auml;lle mit entsprechendem Anteil der Geimpfen wurden in die Studie einbezogen. Die Infektionswege wurden &uuml;berwiegend genetisch rekonstruiert und, wo Kontaktdaten vorhanden waren, auch genetisch verifiziert. <\/p><p>Die &Uuml;bertragungen fanden &uuml;berwiegend zwischen Geimpften statt und vor allem gab es in der Virenlast keinen Unterschied zwischen Geimpften und nicht Geimpften, wobei auch der zeitliche Abstand zur Impfung keine signifikante Rolle spielte: &raquo;diagnostic cycle threshold (Ct) values, an approximation of viral load, were similar between vaccinated and unvaccinated individuals and between symptomatic and asymptomatic individuals [&hellip;] Ct values decreased slightly with increasing time since vaccination, but the trend was not statistically significant&laquo;.[<a href=\"#foot_15\" name=\"note_15\">15<\/a>] Wenn man also, anstatt vorwiegend nicht Geimpfte zu testen, eine Momentaufnahme des Infektionsgeschehens macht, gibt es keine &raquo;Pandemie der Ungeimpften&laquo;, sondern ein Geschehen, das alle gleicherma&szlig;en, ja die Geimpften sogar ein wenig mehr, erfasst. Das galt schon f&uuml;r die Delta-Variante und mit Omikron deutet sich an, dass diese die Geimpften sogar &uuml;berproportional bef&auml;llt. Der weitgehende Ausschluss der nicht Geimpften aus der Gesellschaft durch die 2G-Regel ist eine ebenso sinnlose wie gef&auml;hrliche Ma&szlig;nahme, f&uuml;r die sich, sofern man ausschlie&szlig;en m&ouml;chte, dass hier massive &ouml;konomische Interessen und vielleicht auch disziplinarische Intentionen im Spiel sind, kein nachvollziehbarer Grund finden l&auml;sst. W&auml;hrend die M&ouml;glichkeit, sich selbst und dann auch andere zu infizieren, schon unmittelbar nach der Impfung besteht und sich offenkundig nicht von der bei nicht Geimpften unterscheidet, besteht gegen die bisherigen Virus-Varianten durch die Impfung zumindest ein, im Laufe weniger Monate allerdings verschwindender Schutz gegen symptomatische und schwere Verl&auml;ufe.[<a href=\"#foot_16\" name=\"note_16\">16<\/a>] <\/p><p>Es ist noch offen, wie sich dieser Schutz unter der Omikron-Variante verh&auml;lt. Eine aktuelle serologische Studie, die bereits die Peer-Review durchlaufen hat, akzeptiert und als Preprint verf&uuml;gbar ist,[<a href=\"#foot_17\" name=\"note_17\">17<\/a>] berichtet, dass der &uuml;berwiegende Teil der, sei es durch Impfung, sei es durch eine Infektion gebildeten, Antik&ouml;rper (17 von 19 Typen) gegen die Omikron-Variante wirkungslos oder nur vermindert wirksam sei. Zu den Berichten aus S&uuml;dafrika, denen zufolge mit der Omikron-Variante verminderte Zahlen von symptomatischen Erkrankungen und Hospitalisierungen verbunden seien, gibt es, nach anf&auml;nglich eher zur&uuml;ckhaltenden Berichten,[<a href=\"#foot_18\" name=\"note_18\">18<\/a>] inzwischen Best&auml;tigungen auch aus Europa. Daf&uuml;r scheint, zumindest legen dies Tierversuche und Modellstudien nahe, eine verminderte F&auml;higkeit der Variante, in Lungenzellen einzudringen, verantwortlich zu sein.[<a href=\"#foot_19\" name=\"note_19\">19<\/a>] Mit der erh&ouml;hten Infekti&ouml;sit&auml;t der Variante ginge damit, einem bekannten Muster entsprechend, eine verringerte Pathogenit&auml;t einher. Eine interessante Fragestellung w&auml;re in diesem Zusammenhang, ob nicht sogar die Mutationen des Spike-Proteins, die zu einer optimierten Anpassung an die Umgebung der Nasen- und Rachenschleimh&auml;ute f&uuml;hren, zugleich auch eine schlechtere Anpassung an die Lungenumgebung bedingen. Spezialisierung w&uuml;rde den Erfolg in einer Umgebung steigern und ihn in einer anderen, die zudem f&uuml;r die Verbreitung des Virus irrelevant ist, vermindern. Tr&auml;fe dies zu, w&auml;ren die das n&auml;chste Unheil beschw&ouml;renden Spekulationen &uuml;ber ein chim&auml;risches &rsaquo;Deltakron&lsaquo; gegenstandslos.<\/p><p>Andererseits sind die Ursachen f&uuml;r die schwachen Auswirkungen von Omikron in S&uuml;dafrika nicht vollst&auml;ndig gekl&auml;rt. M&ouml;glicherweise sind viele Nichtf&auml;lle bzw. milde Verl&auml;ufe selbst in Europa neben der geringeren Gef&auml;hrlichkeit von Omikron auch auf eine gewisse Verbreitung der zellul&auml;ren Immunit&auml;t zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Wenn man davon ausgeht, dass ca. 70% der Bev&ouml;lkerung in S&uuml;dafrika bereits eine Infektion erfahren und dadurch eine viel breitere zellul&auml;re Immunit&auml;t erworben haben, die auch nach dem Abklingen bzw. bei Unwirksamkeit der Antik&ouml;rper immer noch einen guten Schutz gegen eine ernste Erkrankung bietet, dann bedeutet dies, dass die Strategie der m&ouml;glichst vollst&auml;ndigen Durchimpfung der Bev&ouml;lkerung die L&auml;nder, die ihr gefolgt sind, in eine gef&auml;hrliche Sackgasse gef&uuml;hrt hat. Christian Drosten ist in diesem Zusammenhang etwas herausgerutscht, was wohl eine bittere Wahrheit preisgibt. Mit Blick auf die g&uuml;nstigen Anzeichen aus S&uuml;dafrika sagte er am 23.12.2021 im ZDF: &raquo;In gewisser Weise kann uns das beruhigen. S&uuml;dafrika ist sicher ein Blick in eine Zukunft, in eine endemische Situation, die sich dort gerade einstellt [&hellip;] Nur sind wir leider noch ein ganzes St&uuml;ck davon entfernt&laquo;.[<a href=\"#foot_20\" name=\"note_20\">20<\/a>] Das hei&szlig;t also, dass Deutschland mit einer Impfquote von &uuml;ber 70% und, wenn man die miserable Dokumentation in Betracht zieht, vielleicht sogar von &uuml;ber 80% weiter von der endemischen Normalit&auml;t entfernt ist als S&uuml;dafrika mit einer Quote von ca. 25 bis 30%!<\/p><p>Konsequent zu Ende gedacht bedeutet das, dass die L&auml;nder, die exklusiv auf die Impfung setzen, nicht nur ein Rezept f&uuml;r eine nicht endende Folge von Wellen mit immer neuen, auf die Geimpften adaptierten, Varianten des Virus und, da frohlockt die Pharmaindustrie, Booster-Impfungen befolgen, sondern auch ihre Bev&ouml;lkerung einer fortgesetzten Belastung durch eine inad&auml;quate Immunantwort aussetzen. Insbesondere sind gerade die Risikogruppen, f&uuml;r die die Impfung einen gewissen Sinn hat, besonders gef&auml;hrdet, weil die Masse der ohne erkennbare Indikation Geimpften das ist, was eine bairische Redensart als &raquo;a gmahde Wiesn&laquo; bezeichnet.[<a href=\"#foot_21\" name=\"note_21\">21<\/a>] W&auml;hrend das Immunsystem jedes Infizierten die an die jeweilige Variante angepasste, breite Antwort entwickelt, die Durchseuchung also eine flexible, autoadaptive Immunisierung bildet, stellt die auf Impfstoffe, die gegen ein Protein einer l&auml;ngst nicht mehr im Umlauf befindliche Variante entwickelt wurden, eine starre, uniform schmalbandige dar und &uuml;bt deshalb einen breitfl&auml;chigen Selektionsdruck zugunsten von Varianten aus, gegen die diese weitgehend unwirksam ist. Ja mehr geimpft wird, desto schneller geht das. Wenn man nicht zu den Gef&auml;hrdeten geh&ouml;rt, ist die Impfung kein Akt der Solidarit&auml;t, sondern h&ouml;chstens eine individuelle Vorsichtsma&szlig;nahme und oft eher das Gegenteil von Solidarit&auml;t. Das mag jeder f&uuml;r sich entscheiden und, insbesondere angesichts der massiv gesch&uuml;rten &Auml;ngste, verst&auml;ndlich sein, doch stellt es weder einen Anlass dar, es zur Tugend adeln, noch gar es zur Pflicht zu erkl&auml;ren. <\/p><p>Eindimensionales Denken f&uuml;hrt oft zu Aktionen mit im g&uuml;nstigsten Fall lediglich fiktiven und im ung&uuml;nstigsten mit kontraproduktiven Resultaten. Musterbeispiel daf&uuml;r ist die Bundesregierung, die jeden Anstieg der sogenannten Infektionszahlen, d.h. der positiven Testergebnisse, dem Virus und jeden R&uuml;ckgang ihren Ma&szlig;nahmen zuschreibt. Dass das Geschehen bei den Atemwegserkrankungen eine ausgepr&auml;gte Saisonalit&auml;t aufweist, dass die lokal epidemischen Phasen der Virusausbreitung selbstlimitierend sind, dass die Zahl der positiven mit der Gesamtzahl der Tests korreliert und, nicht zuletzt, dass nahezu alles, was als Ma&szlig;nahme gegen das Virus deklariert wird, vor allem auch eine gegen die Gesundheit der Bev&ouml;lkerung ist, bleibt von der Echokammer, in der sich Regierung und Medien bewegen, ausgeschlossen. In der Politik liegt beides, das eindimensionale Denken wie das verwandte Handeln, nahe beieinander, zumal Politiker sich unter dem best&auml;ndigen Druck w&auml;hnen, Entschlossenheit durch Handeln demonstrieren zu m&uuml;ssen &mdash; ein Eindruck, den zu verst&auml;rken die tonangebenden Medien sich gro&szlig;e M&uuml;he geben. Anstatt gezielt die wenigen Dinge zu tun, die machbar und erfolgversprechend sind &mdash; der Bev&ouml;lkerung ein paar Hinweise zu geben, die sie selbstverantwortlich zu befolgen vermag, denen gezielt zu helfen, die Schutz und Unterst&uuml;tzung ben&ouml;tigen, schlie&szlig;lich dort f&uuml;r Linderung, Heilung und Pflege zu sorgen, wo dies geboten ist, werden mit gro&szlig;em Get&ouml;se, Strafandrohung, Angstpropaganda und N&ouml;tigung Ma&szlig;nahmen wie Kontaktsperren, Maskenpflicht, Massentest und Massenimpfung durchgesetzt, die unn&ouml;tig und teuer sind sowie massive wirtschaftliche, soziale und gesundheitliche Sch&auml;den zur Folge haben. <\/p><p>Zentrales Element dieser Politik ist die Entm&uuml;ndigung durch Medikalisierung. Der Mensch und der menschliche Organismus seien hilflos Gef&auml;hrdungen ausgesetzt, denen zu wehren, permanente &Uuml;berwachung und frequente Intervention durch die medizinische Profession und ihre Helfer erfordere. Nur so k&ouml;nne er seine Aufgabe als Glied in einem gesunden Volksk&ouml;rper erf&uuml;llen. Dass hier Resonanzen mit Kl&auml;ngen aus dunklen Zeiten h&ouml;rbar werden, ist kein Zufall. Ein Antifaschismus zum intellektuellen Nulltarif gef&auml;llt sich heute zwar darin, die Kritik an den Regierungsma&szlig;nahmen in die N&auml;he des Faschismus zu r&uuml;cken, doch &uuml;bersieht er dabei, dass man sich eher fragen muss, ob in jenen Ma&szlig;nahmen &raquo;[&hellip;] nicht die gleiche technologische Optimierungslogik, die einst die ideale Rasse erschaffen wollte, in neuem, nun globalem Gewand wieder auferstanden [ist], um auf ihre Weise erneut die Welt &rsaquo;retten&lsaquo; zu wollen?&laquo;.[<a href=\"#foot_22\" name=\"note_22\">22<\/a>] Dass der Nationalsozialismus und die Wissenschaft seiner Zeit, ganz besonders die medizinische, sich keinesfalls feindlich gegen&uuml;berstanden, sondern vielmehr beiderseitig ihre Harmonie betonten, scheint dieser aparten, doch dessen ungeachtet zum Mainstream avancierten, Spielart des Antifaschismus, der allzu gerne auch mit Etiketten wie &rsaquo;esoterisch&lsaquo; und &rsaquo;wissenschaftsfeindlich&lsaquo; operiert, v&ouml;llig entgangen zu sein. Als Fritz Lenz, eine der medizinischen Autorit&auml;ten jener Zeit, schon 1931 erkl&auml;rte, dass der Nationalsozialismus &raquo;angewandte Wissenschaft, in erster Linie angewandte Biologie, angewandte Rassenkunde&laquo; sei,[<a href=\"#foot_23\" name=\"note_23\">23<\/a>] konnte er sich der Zustimmung weiter Krise seines Standes sicher sein. Kein anderer war zu so gro&szlig;en Teilen in diversen NS-Organisationen vertreten. Das eugenische Programm wurde in zahlreichen, gerade auch westlichen, L&auml;ndern verfolgt und NS-Deutschland war nicht einmal das erste, das entsprechende Gesetze erlie&szlig;. Folgt man der Diktatur der Gesinnung, hat man es nicht mehr n&ouml;tig, sich in eine Sache zu vertiefen, da es ja reicht, auf der richtigen Seite zu stehen, heute wieder auf der der &rsaquo;Wissenschaft&lsaquo;. Dies tiefer zu analysieren, erforderte jedoch einen eigenen Artikel.<\/p><p>Wieder in Mode ist auch jene Neigung, das Sollen aus dem Sein bzw. aus dem, was man darin an Gesetzen erkannt zu haben glaubt, abzuleiten. Standen einstmals die Gesetze der Erbbiologie und deren Deuter, die alles zu tun bereit waren, um die nordische Rasse vor dem Untergang zu bewahren, hoch im Kurs, so jetzt die Vertreter anderer medizinischer Disziplinen, die sich anma&szlig;en, aus der Natur der Viren zu lesen, was zu tun sei, um die Menschheit zu retten: &raquo;Omikron schreibt jetzt die Regeln&laquo;, so Christian Drosten, der sich auch &raquo;1G&laquo; vorstellen kann, also dass ein gro&szlig;er Teil dessen, was zum Leben geh&ouml;rt, nur noch f&uuml;r &raquo;Geboosterte&laquo; zug&auml;nglich sein soll.[<a href=\"#foot_24\" name=\"note_24\">24<\/a>] Nein, Regeln schreibt, von Alpha bis Omikron und vorhersehbar auch bis Omega, kein Virus, sondern es sind Politiker und ihre Experten, die sich hinter diesem verstecken. Merkw&uuml;rdig auch, dass sowohl die Personen des &ouml;ffentlichen Lebens als auch die ihnen den Zugang zu diesem ebnenden Journalisten, die, angeblich um niemanden zu diskriminieren, permanente Verrenkungen mit Sternchen und P&uuml;nktchen machen, keine Mohrenstra&szlig;en und bald auch keine Martin-Luther-Stra&szlig;en mehr akzeptieren wollen, doch keine Probleme mit einer Sprache haben, die Menschen nach ihrer biologischen Wertigkeit in Klassen sortiert. Dass man in diesem Klassifikationssystem ein Abonnement nehmen muss, um <i>on top<\/i> zu bleiben, macht daraus auch noch ein gro&szlig;artiges Gesch&auml;ftsmodell. Doch auch beim Schritt von der Klassifikation zum praktischen Ausschluss oder noch Schlimmerem scheinen manche Medienschaffende keine roten Linien zu kennen &mdash; so etwa die als Kabarettistin firmierende Sarah Bosetti im ZDF: <\/p><blockquote><p>\n&raquo;W&auml;re die Spaltung der Gesellschaft wirklich etwas so Schlimmes? Sie w&uuml;rde ja nicht in der Mitte auseinanderbrechen, sondern ziemlich weit rechts unten. Und so ein Blinddarm ist ja nicht im strengeren Sinne essentiell f&uuml;r das &Uuml;berleben des Gesamtkomplexes.&laquo;[<a href=\"#foot_25\" name=\"note_25\">25<\/a>]\n<\/p><\/blockquote><p>Die Auszusto&szlig;enden sind die Ver&auml;chtlichen, Rechte und auch noch Unterschicht, &uuml;berfl&uuml;ssig wie der Blinddarm und den kann man ja herausoperieren. Das ist eindeutig die Sprache des Unmenschen, Faschismus im Schleichmodus, der sich auch noch als &rsaquo;Kampf gegen Rechts&lsaquo; tarnt. <\/p><p>Wenn die Wertigkeit des Lebens von Autorit&auml;ten zugemessen und diese Zumessung durch konformes Verhalten erworben werden muss, m&uuml;ssen zugleich die Quellen der Erfahrung und der Selbstwirksamkeit verschlossen werden. So befindet dann der dar&uuml;ber wachende Experte: &raquo;Im Ernst: Immunreaktion vs. &rsaquo;starkes Immunsystem&lsaquo; ist wie Lernen vs. Intelligenz. Ich kann ein Gedicht auswendig lernen, bin dadurch aber nicht intelligenter geworden. Ich kann eine Infektion &uuml;berstehen, habe dadurch aber nicht &rsaquo;mein Immunsystem gest&auml;rkt&lsaquo;.&laquo; Da bleibt dem Journalisten nichts anderes &uuml;brig als artig zu sekundieren: &raquo;Soll hei&szlig;en: Die Immunreaktion des K&ouml;rpers, also die Antwort des Immunsystems auf Antigene, kann unterschiedlich gut ausfallen und sich ver&auml;ndern. Das Immunsystem bleibt aber gleich.&laquo;[<a href=\"#foot_26\" name=\"note_26\">26<\/a>] Die Einsicht in den Prozesscharakter der Realit&auml;t, ganz besonders des Lebendigen in dieser Realit&auml;t, die doch zum Grundbestand auch der heutigen Naturwissenschaft geh&ouml;rt, scheint am deutschen Star-Virologen vorbeigegangen zu sein. &rsaquo;Alles flie&szlig;t&lsaquo;, soll Heraklit gesagt haben, der schon wusste, dass man nicht zweimal in denselben Fluss steigen kann. Dass organische Verm&ouml;gen, gleich welcher Art, verk&uuml;mmern, so sie nicht ge&uuml;bt werden, und dass jede &Uuml;bung sie ver&auml;ndert, im g&uuml;nstigsten Fall auch st&auml;rkt, geh&ouml;rt doch zum Grundbestand der Lebenswissenschaften. Wer l&auml;uft und dabei das richtige, d.h. seiner Verfassung angemessene Ma&szlig; wahrt, tut etwas gegen den Abbau seines Bewegungsapparats und baut ihn, sofern seine Physis das noch zul&auml;sst, auch auf. Wer ein Gedicht memoriert, tut damit sicher etwas f&uuml;r seine geistigen Kr&auml;fte, ob er sie damit st&auml;rkt oder nur gegen ihren Verfall angeht, h&auml;ngt entscheidend vom Lebensalter bzw. ihrem dadurch bedingten Stand ab. Die Intelligenz kann dadurch profitieren. Dass ein Immunsystem, das eine Infektion &uuml;bersteht, dabei etwas lernt, indem es Antik&ouml;rper und, vor allem, spezialisierte Ged&auml;chtniszellen bildet, also seine F&auml;higkeiten erweitert, geh&ouml;rt doch zum Lehrbuchwissen. In welchem Ma&szlig;e der Organismus seine Widerstandskraft st&auml;rkt, h&auml;ngt nat&uuml;rlich auch von weiteren Faktoren, insbesondere von der Lebensweise ab. Das Immunsystem bleibt nicht gleich &mdash; es hat eine Geschichte. Man mag nun r&auml;tseln, was Christian Drosten zu solchen obskuren &Auml;u&szlig;erungen veranlasst, doch f&uuml;gt sich das in aktuell praktizierte Politik der Entm&uuml;ndigung. Es fragt sich nur, was diesen rauschhaften Run ins Obskure antreibt. Man scheint einer Logik zu folgen, die man, die &Uuml;berlebensstrategie legend&auml;rer Wild-West-Figuren oder auch einen FDP-Slogan aus dem vorletzten Bundestagswahlkampf abwandelnd, auf die Formel &rsaquo;twitter now, think later&lsaquo; bringen k&ouml;nnte.[<a href=\"#foot_27\" name=\"note_27\">27<\/a>]<\/p><p>Allerdings ist das, was damit pseudowissenschaftlich verbr&auml;mt wird, nicht nur eine Politik der Entm&uuml;ndigung, sondern auch eine, die gesundheitliche Gefahren in sich birgt: umfassende Kontaktbeschr&auml;nkungen und Maskenzwang hinterlassen nicht nur zunehmend psychische Sch&auml;den, sondern lassen in Kombination mit dem manischen Gebrauch von Desinfektionsmitteln eine Bev&ouml;lkerung entstehen, die immunologisch nicht mehr auf dem aktuellen Stand ist, eben weil ihr das best&auml;ndige Training und die regelm&auml;&szlig;igen Updates fehlen. Bisher eher harmlose Pathogene werden so zu Killern, die, wie z.B. die RS-Viren, besonders Kindern gef&auml;hrlich werden. Indem man sie gegen ein Virus &rsaquo;gesch&uuml;tzt&lsaquo; hat, das f&uuml;r sie v&ouml;llig harmlos ist, hat man ihnen verwehrt, ihre Abwehr gegen Viren aufzubauen, die sie tats&auml;chlich bedrohen.[<a href=\"#foot_28\" name=\"note_28\">28<\/a>] Der Wahn, jede Infektion zu vermeiden, f&uuml;hrt in einen Zustand, in dem die Gesundheit permanent als bedroht erscheint und nur durch Befolgen von Regeln, die alles ersticken, was Leben ausmacht, und Produkte aus der Hand des medizinisch-informatischen Komplexes zu bewahren zu sein scheint. &raquo;Die Pandemie hat zweifellos gezeigt, dass der B&uuml;rger auf das nackte biologische Dasein reduziert wird&laquo;, bemerkt Giorgio Agamben dazu.[<a href=\"#foot_29\" name=\"note_29\">29<\/a>] Die Alternative, der Ausweg aus dem Wahn, m&uuml;sste nur Sachverhalte wieder zur Kenntnis nehmen, die seit vielen Jahrzehnten bekannt sind und erfahrenen &Auml;rzten fr&uuml;her auch pr&auml;sent waren &mdash; den Experten, denen die Regierungen der Industriel&auml;nder &uuml;berwiegend Geh&ouml;r schenken, jedoch offenkundig nicht. Dazu f&auml;llt einem nur noch die Definition von Expertentum ein, die Steven Weinberg nachgesagt wird: &raquo;An expert is a person who avoids the small errors while sweeping on to the grand fallacy.&laquo;<\/p><p>Die Wechselwirkung mit einer Umwelt, die den Horizont bornierten Expertentums &uuml;berschreitet, die gegenseitige Beeinflussung von Agenzien oder gar die M&ouml;glichkeit, dass zwischen diesen eine unsichtbare Verbindung besteht, &uuml;bersteigt anscheinend das kognitive Verm&ouml;gen mancher Sterne am Medienhimmel. Nein, Querdenker sind sie nicht, sondern eher Flach-, Schmal- und L&auml;ngsdenker. So, scheinen sie zu glauben, seien sie vor Widerstand durch die, von deren Gunst sie sich abh&auml;ngig sehen, gefeit. Sie f&uuml;hren die Wissenschaft im Munde und tun doch alles, um sie zu behindern. Nicht nur immunologisches, sondern auch epidemiologisches Lehrbuchwissen wird systematisch ignoriert, sonst h&auml;tte man schon vor 22 Monaten eine systematische Kohortenstudie initiiert, die zuverl&auml;ssig Auskunft &uuml;ber die Verbreitung des Virus, &uuml;ber Krankheitsverl&auml;ufe, Immunstatus und auch die Wirkungen der Impfung in der Bev&ouml;lkerung geben k&ouml;nnte.[<a href=\"#foot_30\" name=\"note_30\">30<\/a>] Um Letztere bewerten zu k&ouml;nnen, br&auml;uchte man in diesem Zusammenhang auch eine Kontrollgruppe von nicht Geimpften, also von Probanden, die im Dienste der Wissenschaft sich auf etwas einlassen, was der herrschende Diskurs als gro&szlig;es Risiko hinstellt. Doch an all dem scheint nicht das geringste Interesse zu bestehen. Das hat ja den Vorteil, dass man immer noch, mit Verweis auf Unwissen und Ungewissheit, die schrecklichsten Szenarien beschw&ouml;ren und mit freiz&uuml;gig konstruierten Modellen unterf&uuml;ttern kann.[<a href=\"#foot_31\" name=\"note_31\">31<\/a>]<\/p><p>Dem Desinteresse an genauer Information zum globalen Stand der Dinge entspricht auch eines im Einzelfall. Hauptsache, es wird geimpft. F&uuml;r das, was verantwortungsbewusste &Auml;rzte noch tun &mdash; sich zun&auml;chst ein Bild vom allgemeinen Gesundheitszustand und insbesondere vom Immunstatus des Patienten zu machen, um mit ihm sorgf&auml;ltig das F&uuml;r und Wider der Impfentscheidung zu besprechen &mdash; ist im Impfmarathon, der nach der Devise &raquo;viel hilft viel&laquo; vorgeht, kein Platz. Im linken, eher zu Betonung sozialer Aufgaben geneigten Teil des politischen Spektrum scheint man die Missachtung des Individuums ebenso schon als Programm akzeptiert zu haben wie die erschleichende Ableitung von Imperativen aus vermeintlichen Fakten. Beispielhaft daf&uuml;r agiert die Landesarmutskonferenz (LAK) Niedersachsen, die die Diskussion um die Einf&uuml;hrung der Impfpflicht begr&uuml;&szlig;t und deren zeitnahe Einf&uuml;hrung f&uuml;r alle fordert:<\/p><blockquote><p>\n&raquo;Der Freiheitsbegriff derjenigen, die gegen eine Impfpflicht sind, weil sie auf den verantwortungsvollen, m&uuml;ndigen B&uuml;rger setzen, geht an der Realit&auml;t vorbei. Ein Blick in die Statistik, in die Modellierungen und in die Krankenh&auml;user zeigt, dass dieser Freiheitsbegriff nicht funktioniert. Die Einf&uuml;hrung der Impfpflicht f&uuml;r alle ist solidarisches Handeln im Interesse aller, gerade f&uuml;r die Schw&auml;chsten der Gesellschaft.&laquo;[<a href=\"#foot_32\" name=\"note_32\">32<\/a>]\n<\/p><\/blockquote><p>Da ballt sich das intellektuelle Elend des zeitgen&ouml;ssischen linken Mainstreams in einem knappen Absatz. Man verweist auf &raquo;die Statistik&laquo;, obwohl man zuvor noch zurecht beklagt hat, dass es, was ja nahezu alle Aspekte des Themas angeht, &raquo;da [&hellip;] allerdings an zuverl&auml;ssigen Daten [fehlt]&laquo;, man pocht auf &raquo;die Modellierungen&laquo;, ohne die geringste Ahnung davon zu haben, dass es davon ganz unterschiedliche mit unterschiedlichen Ergebnissen gibt und die, auf die sich das Regierungshandeln bisher st&uuml;tzte, allesamt weit von der Realit&auml;t lagen, man beschw&ouml;rt den Blick in &raquo;die Krankenh&auml;user&laquo;, obwohl in den 22 Monaten der sogenannten Pandemie deren Belastung durch COVID-19-Patienten sich in Grenzen hielt und auch noch nie in die N&auml;he eines nationalen Notstands kam.[<a href=\"#foot_33\" name=\"note_33\">33<\/a>] Doch selbst mit soliden Fakten gibt es weder einen Sprung vom Sein zum Sollen, noch wird auf diese Weise aus einem Versto&szlig; gegen die &auml;rztliche Ethik und dem Bruch von Grundrechten &raquo;solidarisches Handeln&laquo;. Diese Erkl&auml;rung atmet den Ungeist der Sozialp&auml;dagogisierung nicht allein der Armutspolitik, der daf&uuml;r verantwortlich ist, dass &rsaquo;links&lsaquo; weithin zu einem Synonym f&uuml;r &uuml;berhebliche Bevormundung geworden ist. Sie steht f&uuml;r einen anschwellenden Strom linker Politik und Publizistik, der alles daf&uuml;r tut, die Linke als bedeutende politische Kraft zu beseitigen. Der Widerstand gegen Bevormundung, die nicht zuletzt auch die Form der Medikalisierung des Lebens annimmt, das Eintreten f&uuml;r kreat&uuml;rliche Freiheit des Individuums und offene Debatten geh&ouml;rte einmal zum Kern linker Programmatik. Das scheint vorbei zu sein. <\/p><p>Neben der Partei DIE LINKE mit ihrem Umfeld stellen sich auch B&uuml;ndnis90\/Die Gr&uuml;nen durch einen Kurs, der offizielle Politik nicht nur akzeptiert, sondern in vielen Punkten sogar versch&auml;rft sehen m&ouml;chte, als geistig entkernte Zombie-Partei dar, die narzisstischen Pers&ouml;nlichkeitsst&ouml;rungen eine vorz&uuml;gliche B&uuml;hne bietet, auf die alle Medienaugen gerichtet sind. Von ihren katastrophentr&auml;chtigen au&szlig;enpolitischen Positionen sei hier einmal abgesehen, doch auch der &ouml;kologische S&uuml;ndenfall besteht nicht allein darin, die Gentechnik, die man vor kurzem noch in keinem Salatblatt wissen wollte, in der Humanmedizin v&ouml;llig unproblematisch, ja geradezu genial zu finden. Eine Politik, die sich in sinnlosen Verboten austobt und im verzweifelten Vertrauen auf die Keule der Impfung weder Unterscheidungen zu treffen vermag, noch roten Linien kennt, hat sehr viel &Auml;hnlichkeit mit der industriellen Landwirtschaft, die N&auml;hrstoffe gewaltsam in als Monokultur angebaute Pflanzen presst, um dann mit den Bioziden, die Unerw&uuml;nschtes fernhalten sollen, alles Leben im Boden abzut&ouml;ten und ihn der Erosion preiszugeben. Ein &ouml;kologisches Denken, das versteht, dass auch potentielle Pathogene sich nur in Wechselwirkung mit ihrem Habitat zu entwickeln und sich disproportional nur zu vermehren verm&ouml;gen, wenn sich ihnen spezielle Nischen bieten, wird alles zu vermeiden versuchen, was solche Nischen erweitern und insbesondere die im Habitat vorhandenen Abwehrkr&auml;fte schw&auml;chen k&ouml;nnte &mdash; also genau all das nicht tun, was den meisten Regierungen als alternativlos gilt oder auch nur ausgegeben wird. Eine Vernunft, die solche simplen Sachverhalte zur Kenntnis nimmt, bedarf endlich einer Plattform jenseits der Nischen, in die sie sich bisher eingesperrt fand. <\/p><p>Titelbild: Omelchenko\/shutterstock.com<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Hierzu sei angemerkt, dass die Stoffe, die in Deutschland wie in weiten Teilen der westlichen Welt vorwiegend in diesem Zusammenhang injiziert werden, mit denen, die man herk&ouml;mmlicherweise als Impfstoffe bezeichnet, kaum etwas gemein haben. Wenn im Folgenden weiterhin einfach von Impfung und Impfstoffen die Rede ist, geschieht dies, um einerseits umst&auml;ndliche Formulierungen zu vermeiden und andererseits das Verst&auml;ndnis erschwerende Br&uuml;che mit der Alltagssprache zu vermeiden. <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Ausf&uuml;hrlichere Erl&auml;uterungen dazu finden sich in Rainer Fischbach: Wer oder was ist Schuld?. In: Paul Steinhardt (Hrsg.): <i>Schuld und S&uuml;hne<\/i>. Wiesbaden: Makroskop, 2020, 32&mdash;35.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] J&ouml;rg Phil Friedrich: Die Rationalit&auml;t der Impfentscheidung. <i>NachDenkSeiten<\/i>, 22. November 2021 &lt;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78186\">nachdenkseiten.de\/?p=78186<\/a>&gt;.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] Friedrich, a.a.O.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] Es gibt eine Reihe von Forschern mit Verdiensten in den <i>hard sciences<\/i>, die das f&uuml;r m&ouml;glich halten. Dazu geh&ouml;ren u.a. der HIV-Entdecker Luc Montagnier und Bernd Kr&ouml;plin, der lange den renommierten Lehrstuhl f&uuml;r die Statik und Dynamik der Luft- und Raumfahrtkonstruktionen an der Universit&auml;t Stuttgart innehatte. <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] Eine immer noch anspruchsvolle, doch halbwegs popul&auml;re Darstellung dieser Sachverhalte bieten Silvia Arroyo Camejo: <i>Skurrile Quantenwelt<\/i>. Berlin: Springer, 2006 und Stefan Bauberger: <i>Was ist die Welt? Zur philosophischen Interpretation der Physik<\/i>. 4. Aufl., Stuttgart: Kohlhammer, 2018, Kap. 5., w&auml;hrend Franco Selleri: <i>Die Debatte um die Quantentheorie<\/i>. Braunschweig: Vieweg, 1983 eine auch historisch detaillierte und theoretisch profunde Auseinandersetzung mit der Problematik bietet, die allerdings bedingt durch ihr Alter die j&uuml;ngsten Entwicklungen, wie ihre Bedeutung f&uuml;r Quantencomputer und Quantenkryptographie nicht mehr umfasst. <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] David Bohm: <i>Wholeness and the implicate order<\/i>. London: Routledge &amp; Kegan Paul, 1980, 186&minus;187 (eigene &Uuml;bersetzung).<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] Die Vielfalt der Mikrobiota mit den dazugeh&ouml;renden Viren und ihren Funktionen in der Natur ist bisher nur ansatzweise erforscht. Erst k&uuml;rzlich wurden im menschlichen Darm &uuml;ber hunderttausend neue Arten von Viren entdeckt. Siehe Luis F. Camarillo-Guerrero, Alexandre Almeida, Guillermo Rangel-Pineros, Robert D. Finn, Trevor D. Lawley: Massive expansion of human gut bacteriophage diversity. <i>Cell<\/i> 184(4), Februar 2021, 1098&minus;1109 &lt;<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.cell.2021.01.029\">doi.org\/10.1016\/j.cell.2021.01.029<\/a>&gt; (Abruf: 26.12.2021).<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;9<\/a>] Josine Van Beek, Reinier H. Veenhoven, Jacob P. Bruin et al.: Influenza-like illness incidence is not reduced by influenza vaccination in a cohort of older adults, despite effectively reducing laboratory-confirmed influenza virus infections. <i>Journal of Infectious Diseases<\/i> 216(4), 1. August 2017 &lt;<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1093\/infdis\/jix268\">doi.org\/10.1093\/infdis\/jix268<\/a>&gt; (22.06.2021).<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_10\" name=\"foot_10\">&laquo;10<\/a>] Dies zu wiederholen wird nicht m&uuml;de Christian Schubert: <i>Stresstest Corona: Warum wir eine neue Medizin brauchen<\/i>. Norderstedt: BoD, 2021.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_11\" name=\"foot_11\">&laquo;11<\/a>] Reinhard Spiegelhauer: Warum Spaniens Impfkampagne so gut l&auml;uft. <i>Tagesschau<\/i>, 12. November 2021 &lt;<a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/spanien-impfquote-101.html\">tagesschau.de\/ausland\/europa\/spanien-impfquote-101.html<\/a>&gt; (23.12.2021).<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_12\" name=\"foot_12\">&laquo;12<\/a>] Rainer Fischbach: W&auml;gen ohne Gewichte und andere Paradoxien &minus; zu einigen unterbelichteten Details der Impffrage. <i>NachDenkSeiten<\/i>, 13. August 2021 &lt;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73236\">nachdenkseiten.de\/?p=73236<\/a>&gt; (Abruf: 13.08.2021).<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_13\" name=\"foot_13\">&laquo;13<\/a>] Das zeigten schon fr&uuml;here Studien anhand von Erkrankungsverl&auml;ufen wie Agnes Bonifacius, Sabine Tischer-Zimmermann, Anna C Dragon, Britta Eiz-Vesper: COVID-19 immune signatures reveal stable antiviral T cell function despite declining humoral responses Immunity. <i>Immunity<\/i> 54(2), 9. Februar 2021, 340-354.e6 &lt;<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.immuni.2021.01.008\">doi.org\/10.1016\/j.immuni.2021.01.008<\/a>&gt; (10.09.2021) und gilt auch noch f&uuml;r Omikron. Dazu Heidi Ledford: &lsquo;Killer&rsquo; immune cells still recognize Omicron variant. <i>Nature<\/i> 601, 11. Januar 2022, 307 &lt;<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1038\/d41586-022-00063-0\">doi.org\/10.1038\/d41586-022-00063-0<\/a>&gt;. Bisher ist allerdings zu wenig erforscht worden, worauf die nachgewiesene breite zellul&auml;re Immunantwort beruht. Es erscheint unwahrscheinlich, dass sie auf eine Impfung zur&uuml;ckgeht, die nur ein einziges Protein ins Spiel bringt. Viel plausibler und in Einzelf&auml;llen auch nachgewiesen ist als Ursache eine Infektion mit dem Virus bzw. sogar eine mit dessen schon lange kursierenden Verwandten. Dazu Max Kozlov: How do people resist COVID infections? Hospital workers offer a hint. <i>Nature<\/i> 599, 11. November 2021, 543 &lt;<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1038\/d41586-021-03110-4\">doi.org\/10.1038\/d41586-021-03110-4<\/a>&gt; (13.11.2021) und im Detail Annika Nelde, Tatjana Bilich, Jonas S. Heitmann, Juliane S. Walz et al.: SARS-CoV-2-derived peptides define heterologous and COVID-19-induced T cell recognition. <i>Nature Immunology<\/i> 22, 2021, 74&ndash;85 &lt;<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1038\/s41590-020-00808-x\">doi.org\/10.1038\/s41590-020-00808-x<\/a>&gt;.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_14\" name=\"foot_14\">&laquo;14<\/a>] Katherine J. Siddle, Lydia A. Krasilnikova, Gage K. Moreno, Daniel J. Park, Bronwyn L. MacInnis, Pardis C. Sabeti et al.: Transmission from vaccinated individuals in a large SARS-CoV-2 Delta variant outbreak. <i>Cell<\/i>, 22. Dezember 2021 &lt;<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.cell.2021.01.029\">doi.org\/10.1016\/j.cell.2021.01.029<\/a>&gt; (27.12.2021).<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_15\" name=\"foot_15\">&laquo;15<\/a>] Siddle, Krasilnikova, Moreno, Park, MacInnis, Sabeti et al., a.a.O., 4.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_16\" name=\"foot_16\">&laquo;16<\/a>] Peter Nordstr&ouml;m, Marcel Ballin, Anna Nordstr&ouml;m: Effectiveness of Covid-19 Vaccination Against Risk of Symptomatic Infection, Hospitalization, and Death Up to 9 Months: A Swedish Total-Population Cohort Study. <i>The Lancet<\/i>, 25. Oktober 201 &lt;<a href=\"https:\/\/dx.doi.org\/10.2139\/ssrn.3949410\">dx.doi.org\/10.2139\/ssrn.3949410<\/a>&gt; (28.12.2021).<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_17\" name=\"foot_17\">&laquo;17<\/a>] Lihong Liu, Sho Iketani, Yicheng Guo et al.: Striking antibody evasion manifested by the Omicron variant of SARS-CoV-2. <i>Nature<\/i>, 23. Dezember 2021 &lt;<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1038\/d41586-021-03826-3\">doi.org\/10.1038\/d41586-021-03826-3<\/a>&gt; (30.12.2021). Den Erkenntnissen dieser Studie entsprechend zeichnet sich auch eine nachlassende Wirkung monoklonaler Antik&ouml;rper ab, wie sie in der Therapie eingesetzt werden. Die Ergebnisse einer Reihe von vorweg ver&ouml;ffentlichten, noch nicht abgeschlossen begutachteter Studien res&uuml;miert Max Kozlov: Omicron overpowers key COVID antibody treatments in early tests. <i>Nature<\/i>, 21. Dezember 2021 &lt;<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1038\/d41586-021-03829-0\">doi.org\/10.1038\/d41586-021-03829-0<\/a>&gt; (04.01.2022).<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_18\" name=\"foot_18\">&laquo;18<\/a>] Heidi Ledford: How severe are Omicron infections? <i>Nature<\/i> 600, 23. Dezember 2021, 577&minus;578 &lt;<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1038\/d41586-021-03794-8\">doi.org\/10.1038\/d41586-021-03794-8<\/a>&gt; (30.12.2021).<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_19\" name=\"foot_19\">&laquo;19<\/a>] Max Kozlov: Omicron&rsquo;s feeble attack on the lungs could make it less dangerous. <i>Nature<\/i> 601, 5. Januar 2022, 177 &lt;<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1038\/d41586-022-00007-8\">doi.org\/10.1038\/d41586-022-00007-8<\/a>&gt; (31.01.2022).<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_20\" name=\"foot_20\">&laquo;20<\/a>] Virologen vorsichtig optimistisch f&uuml;r weitere Corona-Entwicklung. <i>GMX<\/i>, 31. Dezemer 2021 &lt;<a href=\"https:\/\/www.gmx.net\/magazine\/news\/coronavirus\/virologen-vorsichtig-optimistisch-corona-entwicklung-36476332\">gmx.net\/magazine\/news\/coronavirus\/virologen-vorsichtig-optimistisch-corona-entwicklung-36476332<\/a>&gt; (31.12.2021).<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_21\" name=\"foot_21\">&laquo;21<\/a>] So der Biochemiker Stefan Tasler in einem sehr aufschlussreichen Interview mit Jens Berger. Wenn man die mundartliche Redensart w&ouml;rtlich ins Hochdeutsche &uuml;bertr&auml;gt, h&ouml;rt sich das allerdings etwas komisch an, weil deren Sinn, n&auml;mlich, dass man mit der so bezeichneten Sache ein leichtes Spiel hat, au&szlig;erhalb Bayerns kaum jemand versteht. Das ist schade, weil es diese Redensart im Original sogar schon in den Titel eines M&uuml;nchner Tatort-Krimis geschafft hat. Siehe hier &lt;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tatort:_A_gmahde_Wiesn\">de.wikipedia.org\/wiki\/Tatort:_A_gmahde_Wiesn<\/a>&gt;. Hier das Interview mit Tasler: &raquo;Wir haben mit der aktuellen Impfstrategie eine gem&auml;hte Wiese f&uuml;r die Etablierung von Mutationen geschaffen, die dem Impfprinzip entkommen&laquo;. <i>NachDenkSeiten<\/i>, 13. Dezember 2021 &lt;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/211213-Tasler-Interview-komplett-NDS-JB-1.pdf\">nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/211213-Tasler-Interview-komplett-NDS-JB-1.pdf<\/a>&gt; (13.12.2021). Eine ausf&uuml;hrlichere Darstellung der biologischen Grundlagen dazu bietet der nachgefolgte Artikel von Stefan Tasler: Von Irrglauben und Irrlichtern. <i>NachDenkSeiten<\/i>, 20. Januar 2022 &lt;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79951\">nachdenkseiten.de\/?p=79951<\/a>&gt; (20.01.2022).<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_22\" name=\"foot_22\">&laquo;22<\/a>] Erich Freisleben: <i>Ansichten eines Hausarztes: Wege aus dem Corona-Dilemma<\/i>. Engerwitzdorf: Freya, 2021, 140.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_23\" name=\"foot_23\">&laquo;23<\/a>] Zitiert nach David G. Marwell: <i>Mengele: Biographie eines Massenm&ouml;rders<\/i>. Darmstadt: Theiss, 2021, 32. Diese Biographie r&auml;umt vor allem mit der Legende auf, die Mengele als monstr&ouml;sen Charakter zeichnet, der aus purem Sadismus v&ouml;llig verr&uuml;ckte Versuche unternommen h&auml;tte. Vielmehr sei Mengele ein beispielhafter Vertreter der medizinischen Forschung seiner Zeit gewesen, auf dem die Hoffnungen seiner Doktorv&auml;ter &mdash; ebenfalls f&uuml;hrende und weltweit anerkannte Vertreter ihres Fachs &mdash; gelegen h&auml;tten. Das Forschungsprogramm, dem er gefolgt sei, h&auml;tte den internationalen Standards entsprochen und in Auschwitz h&auml;tte er ideale Arbeitsbedingungen gefunden, die einmalige Ertr&auml;ge versprochen h&auml;tten &mdash; weshalb die &Uuml;berwindung moralischer Hemmungen andererseits sehr leicht gefallen sei. <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_24\" name=\"foot_24\">&laquo;24<\/a>] Drosten kann sich 1G vorstellen: &raquo;Omikron schreibt jetzt die Regeln&laquo;. <i>Berliner Zeitung<\/i>, 23. Dezember 2021 &lt;<a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/drosten-kann-sich-1g-vorstellen-omikron-schreibt-jetzt-die-regeln-li.202424\">berliner-zeitung.de\/news\/drosten-kann-sich-1g-vorstellen-omikron-schreibt-jetzt-die-regeln-li.202424<\/a>&gt; (31.12.2021).<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_25\" name=\"foot_25\">&laquo;25<\/a>] Zitiert nach Dagmar Henn: Ist das schon Nazisprache? ZDF-&raquo;Kabarettistin&laquo; bezeichnet Ungeimpfte als Blinddarm. <i>RT DE<\/i>, 6. Dezember 2021 &lt;<a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/128041-ungeimpfte-als-blinddarm-ist-nazisprache\/\">de.rt.com\/meinung\/128041-ungeimpfte-als-blinddarm-ist-nazisprache\/<\/a>&gt; (02.01.2021).<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_26\" name=\"foot_26\">&laquo;26<\/a>] Immunsystem durch Corona-Infektion trainieren? So reagiert Christian Drosten. <i>Berliner Zeitung<\/i>, 29. Dezember 2021 &lt;<a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/immunsystem-durch-corona-infektion-trainieren-so-kontert-christian-drosten-li.203315\">berliner-zeitung.de\/news\/immunsystem-durch-corona-infektion-trainieren-so-kontert-christian-drosten-li.203315<\/a>&gt; (31.12.2021).<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_27\" name=\"foot_27\">&laquo;27<\/a>] Eine &raquo;Vertwitterung der Gesellschaft&laquo;, die deren F&auml;higkeit, die relevanten Probleme rational zu er&ouml;rtern, zunehmend gef&auml;hrde, erkennt Heiner Flassbeck: Keine Zeit f&uuml;r Vernunft &mdash; Gedanken zum Jahreswechsel. <i>Relevante &Ouml;konomik<\/i>, 3. Januar 2022 &lt;<a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2022\/01\/03\/keine-zeit-fuer-vernunft-gedanken-zum-jahreswechsel\/\">relevante-oekonomik.com\/2022\/01\/03\/keine-zeit-fuer-vernunft-gedanken-zum-jahreswechsel\/<\/a>&gt; (04.01.2022).<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_28\" name=\"foot_28\">&laquo;28<\/a>] In meiner n&auml;heren Umgebung lagen k&uuml;rzlich zwei Kinder mit Lungenentz&uuml;ndung &mdash; aber nicht wegen COVID-19 &mdash; in der Klinik. &Auml;rzte mit Urteilsverm&ouml;gen, wie Erich Freisleben, a.a.O., 215&minus;218, haben auf diese Problematik schon fr&uuml;h mit Hinweis auf die Erfahrungen, die schon im S&uuml;dwinter Neuseelands gemacht wurden, aufmerksam gemacht. Dazu Barbara Barkhausen: Corona-Quarant&auml;ne: Immunsystem von Kindern geschw&auml;cht &ndash; Erk&auml;ltungen als Gefahr. <i>Frankfurter Rundschau<\/i>, 10. Juli 2021 &lt;<a href=\"https:\/\/www.fr.de\/politik\/das-immunsystem-ist-bei-kindern-geschwaecht-90852483.html\">fr.de\/politik\/das-immunsystem-ist-bei-kindern-geschwaecht-90852483.html<\/a>&gt; (03.01.2022). Eine &Uuml;bersicht zum Thema bietet auch Nicola Jones: Why easing COVID restrictions could prompt a fierce flu rebound. <i>Nature<\/i> 598, 7. Oktober 2021, 395 &lt;<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1038\/d41586-021-02558-8\">doi.org\/10.1038\/d41586-021-02558-8<\/a>&gt; (12.10.2021).<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_29\" name=\"foot_29\">&laquo;29<\/a>] Giorgio Agamben: <i>An welchem Punkt sind wir? Die Epidemie als Politik<\/i>. Wien: Turia + Kant, 2021, 106.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_30\" name=\"foot_30\">&laquo;30<\/a>] Dieser Mangel wie auch das Fehlen nahezu jeglicher verl&auml;sslicher Daten zum Infektionsgeschehen wurde auch wiederholt von zahlreichen Fachleuten beklagt, zuletzt etwa von J&uuml;rgen Windeler, dem Chef des Instituts f&uuml;r Qualit&auml;t und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) in einem Interview: &raquo;Wir k&ouml;nnen von einem Versagen der Wissenschaft sprechen&laquo;. <i>Cicero<\/i>, 27. Januar 2022 &lt;<a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/innenpolitik\/evidenzbasierte-medizin-corona-krise-wissenschaft-windeler-pharmaindustrie\">cicero.de\/innenpolitik\/evidenzbasierte-medizin-corona-krise-wissenschaft-windeler-pharmaindustrie<\/a>&gt; (31.01.2022). <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_31\" name=\"foot_31\">&laquo;31<\/a>] Eine scharfe Kritik erf&auml;hrt der methodische Stand der regierungsnahen Modellierung durch Bernhard M&uuml;ller: Zur Modellierung der Corona-Pandemie &minus; Eine Streitschrift: Addendum zum Thesenpapier 8.0 zur Pandemie durch SARS-CoV-2\/Covid-19. <i>Monitor Versorgungsforschung<\/i> 14(6), 10. Oktober 2021 &lt;<a href=\"http:\/\/doi.org\/10.24945\/MVF.06.21.1866-0533.2354\">http:\/\/doi.org\/10.24945\/MVF.06.21.1866-0533.2354<\/a>&gt; (27.10.2021).<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_32\" name=\"foot_32\">&laquo;32<\/a>] Zitiert nach <i>junge Welt<\/i>, 24. Dezember 2021, 8 &lt;<a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/416955.zeit-f%C3%BCr-deeskalation.html\">jungewelt.de\/artikel\/416955.zeit-f%C3%BCr-deeskalation.html<\/a>&gt; (04.01.2022).<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_33\" name=\"foot_33\">&laquo;33<\/a>] Dass es mit einer vern&uuml;nftigen Politik und einem Gesundheitssystem, das die B&uuml;rger nicht zu Opfern medizinischer und pharmakologischer Gewinnsucht macht, sogar mit einem Drittel der deutschen bzw. der H&auml;lfte der Schweizer Bettenkapazit&auml;t in der Intensivpflege bei weniger Erkrankungs- und Todesf&auml;llen geht, zeigt das Beispiel Schweden. Dazu Urs P. Gasche: Schweden 2021: Nur halb so viele Intensivbetten. <i>INFOsperber<\/i>, 27. Dezember 2021 &lt;<a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/gesundheit\/public-health\/schweden-2021-halb-so-viele-intensivbetten-und-corona-tote\/\">infosperber.ch\/gesundheit\/public-health\/schweden-2021-halb-so-viele-intensivbetten-und-corona-tote\/<\/a>&gt; (4.01.2022).<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit bald zwei Jahren ist die eine Botschaft allgegenw&auml;rtig: Die gr&ouml;&szlig;te Gefahr, die die Menschheit wie auch uns individuell &uuml;berall und jederzeit, wo wir anderen begegneten, bedrohe, sei die durch das SARS-CoV-2 oder, wie es oft in beschw&ouml;rendem Tonfall hei&szlig;t, die durch &rsaquo;die Pandemie&lsaquo;. Rettung bringe ausschlie&szlig;lich die Impfung.[<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80460#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>] Alle m&uuml;ssten deshalb dabei<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80460\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":80461,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[149,161],"tags":[2273,2962,3165,2880,2855,1478,2834],"class_list":["post-80460","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-gesundheitspolitik","category-wertedebatte","tag-evolution","tag-herdenimmunitaet","tag-immunitaet","tag-impfungen","tag-morbiditaet","tag-sozialdarwinismus","tag-virenerkrankung"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/shutterstock_1397194337.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/80460","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=80460"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/80460\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":94936,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/80460\/revisions\/94936"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/80461"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=80460"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=80460"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=80460"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}