{"id":80477,"date":"2022-02-06T09:00:39","date_gmt":"2022-02-06T08:00:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80477"},"modified":"2022-02-04T15:15:13","modified_gmt":"2022-02-04T14:15:13","slug":"hinweise-der-woche-242","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80477","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80477#h01\">Deutschlands Cr&egrave;me der Russlandkritiker giesst Benzin ins Feuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80477#h02\">Entscheidung der ZAK: RT DE bleibt abgeschaltet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80477#h03\">Robert Habecks erster Jahreswirtschaftsbericht: Manipulation ist noch keine Wirtschaftspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80477#h04\">Digitale Kontrolle am Arbeitsplatz: Wie Daten &uuml;ber (und gegen) Besch&auml;ftigte genutzt werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80477#h05\">Job-Statistik: Tausende Pflegekr&auml;fte melden sich vor Einf&uuml;hrung der Impfpflicht arbeitssuchend<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80477#h06\">Viele Gr&uuml;&szlig;e, dein Stromanbieter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80477#h07\">Studie der Johns-Hopkins-Universit&auml;t: Erster harter Corona-Lockdown in Europa hat kaum Leben gerettet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80477#h08\">Wer f&uuml;r den Westen unsichtbar war, blieb<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80477#h09\">Die Linke und die jungen Leute<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80477#h10\">Wie kompetent ist Friedrich Merz?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Deutschlands Cr&egrave;me der Russlandkritiker giesst Benzin ins Feuer<\/strong><br>\n&laquo;DIE ZEIT&raquo;, einst das deutsche Flaggschiff der Entspannungspolitik, l&auml;sst heute Prominente zu &laquo;Taten&raquo; gegen Russland aufrufen.<br>\nInfosperber hat schon im M&auml;rz 2020 dar&uuml;ber informiert, wie sich die deutsche Wochenzeitung &laquo;DIE ZEIT&raquo; unter ihrem Herausgeber Josef Joffe zur klaren Bef&uuml;rworterin der Militarisierung Deutschlands gewandelt hat. Jetzt hat &laquo;DIE ZEIT&raquo; der Forderung von 73 deutschen &laquo;Russland-Spezialisten&raquo; Raum gegeben, die bisherige deutsche Russland-Politik der Worte sei endlich aufzugeben und es sei zu &laquo;Taten&raquo; gegen Russland &uuml;berzugehen. Der auf den postsowjetischen Raum spezialisierte deutsche Konfliktforscher Leo Ensel konnte ob der Argumentation solcher Forderungen nicht anders, als ebenfalls in die Tasten zu greifen. Ein Gastkommentar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/europa\/deutschlands-creme-der-russlandkritiker-giesst-benzin-ins-feuer\/\">Leo Ensel in Infosperber<\/a>\n<p><strong>dazu: Die Menschen werden mit &bdquo;Corona&ldquo; besch&auml;ftigt, w&auml;hrend die Bombe &uuml;ber ihnen schwebt<\/strong><br>\nZur derzeitigen globalpolitischen Situation ist im Grunde alles gesagt, aber von korrumpierten Politikern, Journalisten und Wissenschaftlern ignoriert worden. Russland ist in der Defensive und will Frieden. Das gilt ebenso f&uuml;r die anderen L&auml;nder, die sich im Fadenkreuz der USA und ihrer Vasallen befinden. In Osteuropa steht die NATO 150 Kilometer vor St. Petersburg, und die Flugzeit der an den russischen Grenzen stationierten US-Raketen betr&auml;gt etwa f&uuml;nf Minuten bis Moskau. Insofern sind die Forderungen Russlands nach Sicherheitsgarantien berechtigt.<br>\nAber die USA hetzen gegen alle, die sich gegen ihre Aggressionspolitik sperren. Und ihre Vasallenregierungen machen zum Nachteil ihrer L&auml;nder mit. Auch &ndash; und in erster Linie &ndash; Deutschland, das nach wie vor ein besetztes Land ist und als &bdquo;Speerspitze&ldquo; diesseits des Atlantiks gegen Russland aufgestellt wird. Damit haben die USA den R&uuml;cken frei f&uuml;r ihre Kriegsvorbereitungen im Pazifik gegen China.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/apolut.net\/die-menschen-werden-mit-corona-beschaeftigt-waehrend-die-bombe-ueber-ihnen-schwebt\/\">apolut<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Sicherheitsgarantien f&uuml;r Russland sind Sicherheitsgarantien f&uuml;r Europa<\/strong><br>\nRussland fordert von den USA Sicherheitsgarantien. Der Westen und auch Deutschland reagieren auf die Forderung ablehnend. Die Expansion der NATO soll weitergehen. Dabei wird &uuml;bersehen: Die russischen Sicherheitsinteressen decken sich mit denen der EU und Deutschlands. (&hellip;)<br>\nRussland fordert Sicherheitsgarantien nicht von der EU oder den west- und mitteleurop&auml;ischen L&auml;ndern, sondern von den USA. Das macht deutlich wie sehr Russland davon ausgeht, dass die EU nicht in der Lage ist, eine eigenst&auml;ndige, verantwortungsvolle Politik f&uuml;r den europ&auml;ischen Kontinent zu machen. Die EU exekutiert im Kern die US-amerikanische Au&szlig;en- und Machtpolitik. Russland wiederum f&uuml;hlt sich dadurch bedroht: vom Westen, von der NATO, von den USA und dem Vasall EU. (&hellip;)<br>\nDie Europ&auml;ische Union kann kein Interesse daran haben, Europa zum Austragungsort der Konfrontation zwischen den USA und Russland zu machen. Es w&auml;re daher w&uuml;nschenswert, die EU w&uuml;rde sich auf die eigenen Interessen besinnen und die Vorschl&auml;ge Russlands im Zusammenhang mit der Ausdehnung der NATO auch in ihrem eigenen sicherheitspolitischen Horizont bedenken. Es wird dann unmittelbar klar, dass die Sicherheitsinteressen Russlands im Grundsatz mit denen der EU identisch sind. Es darf keinen B&uuml;ndnisbeitritt eines Landes gegen die Sicherheitsinteressen Russlands geben. Denn das bringt Europa aus dem Gleichgewicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/130745-sicherheitsgarantien-fur-russland-sind-sicherheitsgarantien-fur-europa\/%20\">Gert-Ewen Ungar in RT DE<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Statt auf Vernunft und Deeskalation zu setzen, wird von den USA und ihren Verb&uuml;ndeten die Situation im Ukraine-Konflikt weiter versch&auml;rft: <\/strong><br>\nDie USA entsenden tausende Soldaten zus&auml;tzlich nach Osteuropa und der ukrainische Pr&auml;sident will die eigenen Truppen um 100.000 Soldaten vergr&ouml;&szlig;ern. Auch die Bundesregierung hat zur milit&auml;rischen Eskalation beigetragen, indem sie die t&uuml;rkische Armee bei der Entwicklung von gef&auml;hrlichen Kampfdrohnen unterst&uuml;tzt hat, die dann in der Ukraine f&uuml;r Angriffe auf Aufst&auml;ndische im Donbass zum Einsatz kamen. Auch verbal wird immer weiter aufger&uuml;stet. Doch das Herbeireden eines Krieges mitten in Europa ist brandgef&auml;hrlich. Mehr als 13.000 Menschen haben in dem Konflikt in der Ostukraine bereits ihr Leben verloren. Statt, wie jetzt die FDP, auch noch ein Ausbildungsprogramm f&uuml;r ukrainische Offiziere zu fordern, muss die Bundesregierung mit allen Mitteln f&uuml;r eine diplomatische und friedliche L&ouml;sung in der Ukraine eintreten.<br>\nDass Russland verbindliche Zusagen und umfassende Sicherheitsgarantien fordert, ist gerade vor dem historischen Hintergrund des Zweiten Weltkriegs und dem von Nazi-Deutschland ausgehenden Vernichtungskrieg, dem 27 Millionen Menschen in der Sowjetunion zum Opfer fielen, mehr als verst&auml;ndlich. Dass Russland, das entgegen gemachter Zusagen seit dem Ende des Warschauer Pakts eine erhebliche Ausweitung der NATO bis vor seine Grenzen erlebt hat, eine Mitgliedschaft auch noch der Ukraine im westlichen Verteidigungsb&uuml;ndnis ablehnt, ist ebenfalls nachvollziehbar.<br>\nGerade Deutschland sollte sich der Wichtigkeit und Bedeutung guter und verl&auml;sslicher Beziehungen mit Russland bewusst sein und alles daf&uuml;r tun, diese zu sichern und zu bewahren. Frieden in Europa kann es nur mit und nicht gegen Russland geben!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/206307219386683\/posts\/5583750858308932\/\">Sahra Wagenknecht via Facebook<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Entscheidung der ZAK: RT DE bleibt abgeschaltet<\/strong><br>\nRusslands Auslandssender darf sein deutsches Fernsehprogramm nicht fortsetzen. Das entschied die Kommission f&uuml;r Zulassung und Aufsicht. Der Fall belastet die diplomatischen Beziehungen.<br>\nDer Sender RT DE darf in Deutschland nicht wieder auf Sendung gehen. Das hat die Kommission f&uuml;r Zulassung und Aufsicht (ZAK) der Medienanstalten nun entschieden. RT geh&ouml;rt zum Medienunternehmen Rossija Sewodnja (Russland heute). Der Auslandssender wird direkt aus dem russischen Staatshaushalt finanziert.<br>\nBereits Mitte Dezember hatte RT DE, der deutschsprachige Ableger des Netzwerks, &uuml;berraschend mit einem Live-Programm begonnen und sich auf eine serbische Sendelizenz berufen. Der Satellitenbetreiber Eutelsat hatte jedoch kurz vor Weihnachten die Verbreitung des Fernsehprogramms nach wenigen Tagen wieder eingestellt. Auch Youtube sperrte den Sender und berief sich auf Community-Richtlinien. Seitdem befassen sich Medienaufsichten und Juristen mit dem Fall RT.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/rt-de-russia-today-fernsehen-1.5520415\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Das ist eine irrsinnige Entscheidung, ein echter Akt der &bdquo;Vertrauensbildung&ldquo; und ganz im Geiste des Kalten Krieges der f&uuml;nfziger Jahre. So wird das deutsch-russische Verh&auml;ltnis immer weiter verschlechtert.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: &#381;i&#382;ek: Westen f&uuml;rchtet sich vor Macht von RT<\/strong><br>\nDer Sender werde nicht verfolgt, weil er &ldquo;russische Propaganda&rdquo; sei, sondern weil er marginalisierten Meinungen eine Stimme gebe. Das sagte der ber&uuml;hmte slowenische Philosoph Slavoj &#381;i&#382;ek, und kritisierte zugleich die Schranken der Freiheit in liberalen westlichen Gesellschaften.<br>\nDer weltbekannte slowenische Philosoph Slavoj &#381;i&#382;ek hat gegen&uuml;ber RT die Schritte zur Einschr&auml;nkung von RT DE kritisiert und gesagt, dass der Westen sich vor der Macht des Senders f&uuml;rchte. Auch wenn der Westen versuche, den TV-Kanal als Lieferanten &ldquo;russischer Propaganda&rdquo; darzustellen, zeige sein Umgang mit diesem, dass er ihn eben nicht nur f&uuml;r eine Propagandamaschine halte. &#381;i&#382;ek erkl&auml;rte:<\/p>\n<blockquote><p>\n&ldquo;Indem der Westen diese Schritte unternimmt, um RT auszuschlie&szlig;en, zeigt er im Grunde seine Angst vor dem m&ouml;glichen Einfluss von RT und sogar sein Vertrauen in die Macht von RT. Wenn sie sicher w&auml;ren, dass RT nur billige russische Propaganda ist, die niemand ernst nimmt, dann h&auml;tten sie gesagt: &lsquo;Bitte, mein Gott, lasst sie zu.&rsquo; Das h&auml;tte ihre Haltung sein m&uuml;ssen. Und dann w&auml;re es so, als w&uuml;rde man eine alte stalinistische Rede h&ouml;ren &ndash; die Leute w&uuml;rden lachen, niemand w&auml;re &uuml;berzeugt.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/130920-zizek-westen-furchtet-sich-vor\/\">RT DE<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu r&uuml;ckblickend: Deutsche Welle soll Anti-Putin-Sender werden<\/strong><br>\nDeutschland macht Front gegen Wladimir Putin. Dazu soll der aus Steuern finanzierte Auslandssender Deutsche Welle in Stellung gebracht werden. Die Pl&auml;ne von Intendant Peter Limbourg sind nicht unumstritten. [&hellip;]<br>\nDer Gr&uuml;nen-Haush&auml;lter Tobias Lindner warnte Limbourg davor, die Deutsche Welle f&uuml;r Anti-Putin-Propaganda zu instrumentalisieren. &bdquo;Die Deutsche Welle darf nicht als Instrument in einem vermeintlichen Propaganda-Kampf gegen Putin missbraucht werden&ldquo;, sagte Lindner dem Handelsblatt. [&hellip;]<br>\nLimbourg hatte der Wochenzeitung &bdquo;Die Zeit&ldquo; gesagt, er wolle &bdquo;Putins Propaganda endlich Paroli bieten&ldquo; und die Deutsche Welle daf&uuml;r zu einem internationalen Informationssender ausbauen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/plaene-des-intendanten-deutsche-welle-soll-anti-putin-sender-werden\/10749874.html?ticket=ST-8907314-DN2Wdkx745JcLl3KdbMB-ap2\">Handelsblatt (2014)<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Robert Habecks erster Jahreswirtschaftsbericht: Manipulation ist noch keine Wirtschaftspolitik<\/strong><br>\nEine Regierung, die sich das Motto &bdquo;Fortschritt wagen&ldquo; gegeben hat, braucht Investitionen. Wer die Wirtschaft nicht nur aus der Talsohle holen, sondern &uuml;ber Jahrzehnte grundlegend umstrukturieren will, braucht sogar sehr viele Investitionen. Und weil die FDP an Bord ist, braucht man private Investitionen, denn f&uuml;r die &ouml;ffentlichen steht nicht allzu viel Geld zur Verf&uuml;gung nach Lesart der Liberalen. Nur, wie alle Informierten wissen, sind die privaten Investitionen seit vielen Jahren die Achillesferse nicht nur der deutschen, sondern der gesamten europ&auml;ischen Wirtschaft (hier das dazu gerade erschienene St&uuml;ck von uns).<br>\nPrivate Investitionen sind erw&uuml;nscht, nur woher sollen sie kommen?<br>\nWenn man keinen Aufschwung der privaten Investitionen hat, ihn politisch aber braucht, dann macht man sich eben einen, m&uuml;ssen sich die Beamten der in Berlin an der Erstellung des Berichts beteiligten Ministerien wohl gedacht haben. [&hellip;]<br>\nWeder die inl&auml;ndische Nachfrage noch der inl&auml;ndische Umsatz und die Produktion bei den deutschen Investitionsg&uuml;terherstellern lassen den Schluss zu, es ginge in irgendeiner Weise aufw&auml;rts. [&hellip;]<br>\nWarum sollte das auch anders sein? Der Corona-Schock war eine gro&szlig;e Belastung f&uuml;r die Unternehmen, und an allen anderen f&uuml;r die Investitionst&auml;tigkeit entscheidenden Faktoren hat sich nichts zum Positiven gewendet. [&hellip;]<br>\nWer in Deutschland etwas ver&auml;ndern und voranbringen will, muss sich mit der inl&auml;ndischen Investitionsschw&auml;che auseinandersetzen statt sie sch&ouml;nzureden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2022\/02\/01\/robert-habecks-erster-jahreswirtschaftsbericht-manipulation-ist-noch-keine-wirtschaftspolitik\/\">Relevante &Ouml;konomik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Digitale Kontrolle am Arbeitsplatz: Wie Daten &uuml;ber (und gegen) Besch&auml;ftigte genutzt werden<\/strong><br>\nIn immer mehr Firmen wird nahezu der gesamte Arbeitsalltag digital aufgezeichnet. Die Analyse von Daten &uuml;ber Arbeitst&auml;tigkeiten und Verhaltensweisen wird schnell zur permanenten &Uuml;berwachung und Kontrolle. W&auml;hrend betriebliche Abl&auml;ufe optimiert werden, geraten ArbeitnehmerInnen unter Druck &ndash; und unter Pauschalverdacht. In einer umfangreichen Studie wird vorgelegt, wie Betriebe Daten &uuml;ber (und gegen) Besch&auml;ftigte nutzen. (&hellip;)<br>\nNeben Microsoft, dessen Systeme den Arbeitsalltag von Millionen Besch&auml;ftigten pr&auml;gen, verkauft eine Vielzahl an Herstellern Software an Betriebe, die exzessiv Daten verarbeitet und auswertet. Ein Anbieter verspricht etwa die Analyse von Kommunikation und Zusammenarbeit im B&uuml;ro mithilfe tragbarer Ger&auml;te mit eingebautem Mikrofon. Ein anderer Hersteller analysiert An- und Abwesenheiten mit Bewegungsmeldern unter Schreibtischen. Durch die Ortung von Smartphones und Laptops mittels WLAN-Daten sollen Bewegungsmuster in Innenr&auml;umen sichtbar werden. Aktuelle Callcenter-Software wertet Gespr&auml;che maschinell aus und verspricht gar, Kennzahlen &uuml;ber die Empathie-F&auml;higkeit von Besch&auml;ftigten zu berechnen. (&hellip;)<br>\nOhne Betriebsvereinbarung oder gar ohne Informationen &uuml;ber die genutzten Systeme gleicht der Einsatz derartiger Technologien aus Besch&auml;ftigtensicht einem Blindflug &ndash; Mitbestimmung ist de facto nicht vorhanden. Generell ist bei datenverarbeitenden Systemen, die laufend Verhaltensdaten erfassen und zusammenf&uuml;hren und die permanent aktualisiert und mit einem Klick erweitert werden k&ouml;nnen, oft kaum mehr nachvollziehbar, wer welche personenbezogenen Daten zu welchen Zwecken verarbeitet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/digitale-kontrolle-am-arbeitsplatz\/\">A&amp;W blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Job-Statistik: Tausende Pflegekr&auml;fte melden sich vor Einf&uuml;hrung der Impfpflicht arbeitssuchend<\/strong><br>\nDroht in Seniorenheimen ein Pflegenotstand? Zumindest ruckelt es vor Einf&uuml;hrung der Coronaimpfpflicht in der Branche. Rund 12.000 Pflegekr&auml;fte mehr als &uuml;blich haben sich arbeitssuchend gemeldet.<br>\nTausende Menschen verlassen vor der bevorstehenden einrichtungsbezogenen Impfpflicht die Gesundheitsbranche. Das hat die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) mitgeteilt. Am Tag der Vorlage zur Arbeitsmarktstatistik f&uuml;r Januar sprach die Beh&ouml;rde von derzeit ungef&auml;hr 12.000 Pflegekr&auml;ften mehr als &uuml;blich, die sich zuletzt arbeitssuchend gemeldet h&auml;tten. Ob die erh&ouml;hte Zahl konkret mit der Impfpflicht und entsprechenden Aufrufen in den sozialen Medien zusammenh&auml;ngt, ist laut Arbeitsagentur derzeit allerdings nicht bekannt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/bundesarbeitsagentur-12-000-pflegekraefte-melden-sich-vor-impfpflicht-arbeitssuchend-a-6307f952-4434-4931-a005-6210cc23a627\">DER SPIEGEL<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Viele Gr&uuml;&szlig;e, dein Stromanbieter<\/strong><br>\n230.000 Menschen bekamen den Strom abgedreht, in einem einzigen Jahr. Familie Temmen-Maurer drohte das auch &ndash; wegen einer Nachzahlungsforderung<br>\nUm 4.30 Uhr muss er auf Arbeit sein, also steht Joachim Temmen* um3 Uhr auf. Von montags bis freitags, 40 Stunden arbeitet Temmen. Als Kraftfahrer. Er bringt Staubsauger, Teppichreiniger und allerlei Putzmittel dorthin, wo die Putzkr&auml;fte sie brauchen, f&uuml;r eine Reinigungsfirma in Madgeburg.<br>\nTemmen wohnt auf einem Dorf in der N&auml;he, den Transporter darf er nutzen f&uuml;r Hin- und R&uuml;ckweg zur Arbeit. Temmen schl&auml;ft nicht so viel, aber arbeitet viel, wof&uuml;r er leider nicht so viel Geld bekommt. Seine Frau arbeitet zu Hause, erzieht das f&uuml;nfj&auml;hrige Kind und schmei&szlig;t den Haushalt. Temmens Lohn reicht nicht ganz, deshalb stocken die Temmen-Maurers mit Hartz IV auf, das reicht gerade so, wenn alles wie geplant l&auml;uft.<br>\nIm Dezember lief es nicht wie geplant. Da bekamen die Temmen-Maurers eine Nachzahlungsforderung von ihrem Stromanbieter. 200 Euro und ein paar Zerquetschte. Temmen und Temmens Lebensgef&auml;hrtin und ihr f&uuml;nfj&auml;hriger Sohn hatten aber keine 200 Euro und ein paar Zerquetschte. Es war kurz vor Weihnachten, und sie konnten ihre Stromrechnung nicht bezahlen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/elsa-koester\/viele-gruesse-dein-stromanbieter\">der Freitag<\/a>\n<p><strong>dazu: Die Ampel versagt bei den Energiepreisen<\/strong><br>\nDie Energiepreise steigen &ndash; und die Ampel beschlie&szlig;t einen mickrigen Heizkostenzuschuss. Stattdessen m&uuml;sste die Regierung Ma&szlig;nahmen umsetzen, die die breite Bev&ouml;lkerung erheblich entlasten. Steigende Energiepreise treffen n&auml;mlich alle.<br>\nExplodierende Energiepreise bahnen sich schon seit l&auml;ngerem an. Daf&uuml;r ist auch die Vorg&auml;ngerregierung mitverantwortlich. Die Sparpolitik von Olaf Scholz als Ex-Finanzminister vor der Pandemie und die Verhinderungspolitik von Ex-Wirtschaftsminister Peter Altmaier haben der jetzigen Krise den Boden bereitet. Angesichts der hohen Preissteigerungen zieht der ehemalige Wirtschaftsweise Peter Bofinger sogar den Vergleich zur ersten &Ouml;lpreiskrise der 1970er Jahre.<br>\nGr&uuml;nde f&uuml;r diese Anstiege gibt es einige. Liberale konstatieren, die Preissteigerung sei nichts weiter als Greenflation, also lediglich eine Steigerung bei den erneuerbaren Energien. Damit liegen sie falsch. Die Preise f&uuml;r die erneuerbaren Energien sind in den letzten zehn Jahren so stark gefallen, dass sie heute g&uuml;nstiger sind als fossile Energietr&auml;ger. Deren Preise wiederum, die vor allem von au&szlig;enpolitischen Faktoren bestimmt werden, sind stark gestiegen. Dabei spielen die Gaslieferungen aus Russland und die &Ouml;llieferungen aus dem Nahen Osten eine entscheidende Rolle. Die Abh&auml;ngigkeit von Energiepreisen aus dem Ausland wird durch die verschlafene Energiewende, die hohe Besteuerung von Energiepreisen und die Spekulation auf Energiepreise an den Finanzm&auml;rkten erh&ouml;ht.<br>\nFakt ist: Die deutsche Bev&ouml;lkerung leidet massiv unter den Energiepreisen &ndash; von Hartz-IV-Empf&auml;ngern bis zur Mittelschicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/ampel-versagt-bei-den-energiepreisen-spritpreise-heizkostenzuschuss-christian-lindner-robert-habeck-eeg-umlage-erneuerbare-energien-klimawende\/\">Lukas Scholle auf Jacobin<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Wenn die Energierechnung zur Bedrohung wird<\/strong><br>\nDie Wohnung heizen und beleuchten k&ouml;nnen, kochen, Handy laden, Computer und Internet nutzen &ndash; Energie ist ein existentieller Bestandteil unseres t&auml;glichen Lebens. Aktuell befinden sich die Preise f&uuml;r Strom und Gas auf einem noch nie dagewesenen H&ouml;henflug und werden f&uuml;r immer mehr Menschen zu einer Belastung. Energiearmut ist pl&ouml;tzlich kein abstraktes Ph&auml;nomen mehr, sondern f&uuml;r immer mehr Haushalte sp&uuml;rbare Realit&auml;t. Wie kam es zu diesen Entwicklungen und wer muss jetzt handeln, damit eine leistbare, nachhaltige und sichere Energieversorgung f&uuml;r alle auch in Zukunft m&ouml;glich ist?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/wenn-die-energierechnung-zur-bedrohung-wird\/\">A&amp;W blog<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Studie der Johns-Hopkins-Universit&auml;t: Erster harter Corona-Lockdown in Europa hat kaum Leben gerettet<\/strong><br>\nDas Fazit der Forscher lautet: Die Wirkung von Lockdowns sei gering bis nicht vorhanden. &ldquo;Abriegelungsma&szlig;nahmen sind unbegr&uuml;ndet und sollten als pandemiepolitisches Instrument abgeschafft werden.&rdquo; Lockdowns h&auml;tten dazu beigetragen, &ldquo;die Wirtschaftst&auml;tigkeit zu verringern, die Arbeitslosigkeit zu erh&ouml;hen, die Schulbildung zu verringern, politische Unruhen zu verursachen, zu h&auml;uslicher Gewalt beizutragen und die liberale Demokratie zu untergraben&rdquo;, z&auml;hlen die Autoren auf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/gesundheit\/krankheiten-symptome\/id_91590920\/corona-studie-lockdown-in-europa-hat-kaum-leben-gerettet.html?ml-d%20\">t-online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Tobias Riegel:<\/strong> Was Kritiker der Corona-Politik bereits von Beginn an sagen, formuliert nun mit der Johns-Hopkins-Universit&auml;t auch ein Hauptakteur der Corona-Kampagne: Harte Lockdowns hatten auf der einen Seite keinen nennenswerten medizinischen Effekt. Auf der anderen Seite waren die gesellschaftlichen Sch&auml;den, die von den Verantwortlichen f&uuml;r diese Politik angerichtet wurden, immens. Die teils zur Schau getragene &Uuml;berraschung &uuml;ber diese erwartbaren Studienergebnisse wirkt manipulativ: als h&auml;tten die Verantwortlich nicht vorher wissen k&ouml;nnen, was nun eine Studie &bdquo;herausgefunden&ldquo; hat.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Corona-Politik in BW: &ldquo;Es droht aus St&auml;rke Starrsinn zu werden&rdquo;<\/strong><br>\nBislang habe ich der Politik vertraut. Es hat mich sogar beruhigt, dass wir in Baden-W&uuml;rttemberg einen Landesvater haben, der Kurs halten kann. Aber jetzt droht aus der St&auml;rke Starrsinn zu werden. Es reicht! Die Proteste gegen die Coronapolitik nehmen zu und damit auch die Spaltung in der Gesellschaft. Das sp&uuml;re ich in vielen Alltagssituationen: ob bei meiner anthroposophisch eingestellten, ungeimpften Physiotherapeutin oder bei meinem ungeimpften Apotheker. Hinzu kommen die deutlich milderen Verl&auml;ufe bei Omikron.<br>\nIn dieser Gemengelage k&uuml;ndigt Ministerpr&auml;sident Winfried Kretschmann (Gr&uuml;ne) an: keine Lockerungen vor Ostern. Basta. Und bitte keine &ouml;ffentlichen Diskussionen dar&uuml;ber. Was hat das denn bittesch&ouml;n mit der Politik des Geh&ouml;rtwerdens zu tun?<br>\nIch dachte, dass Hinterzimmerpolitik der Vergangenheit angeh&ouml;rt. Da kann Kretschmann Kopfst&auml;nde machen: Die Diskussion &uuml;ber Lockerungen wird an Fahrt aufnehmen &ndash; jetzt, wo andere europ&auml;ische L&auml;nder ihre kompletten Beschr&auml;nkungen aufheben. Die Menschen sind bereit, vieles hinzunehmen. Aber sie brauchen eine Perspektive.<br>\nPolitische F&uuml;hrung kann sich nicht darauf beschr&auml;nken, Verordnungen zu erlassen. F&uuml;hrung hei&szlig;t die Richtung vorgeben &ndash; und in diesem Fall auch zu zeigen, wo Licht am Ende des Tunnels ist. Darauf warten die Menschen. Mit Basta-Politik gewinnt man eines mit Sicherheit nicht, und das ist das gr&ouml;&szlig;te Kapital der Politik: Vertrauen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swraktuell\/baden-wuerttemberg\/kommentar-lockerungen-bw-100.html\">SWR<\/a><\/p>\n<p><strong>und: K&ouml;nig Winfried und der autorit&auml;re Corona-Staat<\/strong><br>\nDer baden-w&uuml;rttembergische Ministerpr&auml;sident Kretschmann will noch nichts von einem &laquo;Exit&raquo; aus dem Pandemie-Alltag wissen. Sein Fall zeigt beispielhaft, wie sehr das Kr&auml;fteverh&auml;ltnis zwischen Regierenden und Regierten verrutscht ist. [&hellip;]<br>\nWas auf den autorit&auml;ren Auftritt folgte, war ein Protest, wie ihn der Gr&uuml;ne seit seiner Amts&uuml;bernahme vor bald elf Jahren selten erleben musste, vor allem aus der Wirtschaft. Viele Betriebe seien existenziell bedroht, schimpfte der Pr&auml;sident des Baden-W&uuml;rttembergischen Industrie- und Handelskammertages. Die Innenst&auml;dte drohten &laquo;im Rekordtempo zu ver&ouml;den&raquo;. Es brauche &laquo;ein klares Signal, was ab Fr&uuml;hjahr wieder m&ouml;glich sein wird&raquo;, nicht in ein paar Monaten, sondern jetzt.<br>\nKretschmann musste zur&uuml;ckrudern, zumindest ein bisschen. Von einem &laquo;Exit&raquo; will er nach wie vor nichts wissen, Lockerungen seien aber grunds&auml;tzlich m&ouml;glich, gem&auml;ss der &laquo;Stufenlogik&raquo; seines Bundeslandes. Gemeint ist eine zehnseitige Ansammlung von Tabellen, die haarklein festschreiben, was bei welcher &laquo;Alarm-&raquo; oder &laquo;Warnstufe&raquo; erlaubt ist.<br>\nEs lohnt sich, diesen Plan zu lesen. Er ist ein Dokument der b&uuml;rokratischen Anmassung, &uuml;ber das man lachen m&uuml;sste, wenn nicht so viele wirtschaftliche Existenzen bedroht w&auml;ren. [&hellip;]<br>\nDie Methode Kretschmann zeigt, wie sich das Kr&auml;fteverh&auml;ltnis zwischen Regierenden und Regierten verschoben hat. Galt vor zwei Jahren noch die Devise, dass der Staat die Freiheitseinschr&auml;nkungen zum Schutz vor dem gef&auml;hrlichen Virus rechtfertigen muss, sehen heute viele im eingeschr&auml;nkten Pandemie-Alltag den Normalfall. Wer diesen Zustand beenden will, muss sich rechtfertigen. Nach dem Motto: Das Virus mag nicht mehr so gef&auml;hrlich sein wie einst, aber wer weiss, was noch kommt, im n&auml;chsten Herbst oder dem danach. Mit dieser Logik landet man am Ende im prophylaktischen Dauerkrisenmodus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/der-andere-blick\/kretschmann-irrt-deutschland-braucht-jetzt-den-corona-exit-plan-ld.1667925\">NZZ<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wer f&uuml;r den Westen unsichtbar war, blieb<\/strong><br>\nAfghanistan: Vor allem b&uuml;rgerliche Frauen, die gut vernetzt und privilegiert waren, konnten sich vor den Taliban retten [&hellip;]<br>\nIm Januar 2022 sind die Wortf&uuml;hrerinnen derer, die im Westen als eine neue Generation von selbstbestimmten Frauen gesehen wurden, gr&ouml;&szlig;tenteils nicht mehr in Afghanistan. Sie wurden evakuiert. Wer tauglich genug war, den Beweis zu liefern, dass die Besatzungszeit in Afghanistan auch zum Besten der Frauen war, hatte Visa oder eine doppelte Staatsb&uuml;rgerschaft. Oder man war zumindest bestens vernetzt. [&hellip;]<br>\nIm Januar 2022 sind die Wortf&uuml;hrerinnen derer, die im Westen als eine neue Generation von selbstbestimmten Frauen gesehen wurden, gr&ouml;&szlig;tenteils nicht mehr in Afghanistan. Sie wurden evakuiert. Wer tauglich genug war, den Beweis zu liefern, dass die Besatzungszeit in Afghanistan auch zum Besten der Frauen war, hatte Visa oder eine doppelte Staatsb&uuml;rgerschaft. Oder man war zumindest bestens vernetzt. [&hellip;]<br>\nUnd dann gibt es noch die anderen, die in den Medien nur als anonyme Masse auftauchen, die das Wort &bdquo;Empowerment&ldquo; nicht kennen. Und die wohl auch wenig anfangen k&ouml;nnten mit dem Freiheitsbegriff, den der Westen nach Afghanistan brachte. Es sind die Frauen auf dem Land, die in Bergt&auml;lern gef&uuml;hlte Lichtjahre von Kabul entfernt leben. Schon in den vergangenen zwanzig Jahren, in denen der &bdquo;Krieg gegen den Terror&ldquo; auch ein Befreiungskampf f&uuml;r das afghanische Volk sein sollte, partizipierten sie nur am Rande. [&hellip;]<br>\nJetzt, da man in Afghanistan keine Erfolgs-, sondern Elendsmeldungen sucht, wird davon erz&auml;hlt, dass diese Frauen ihre Organe oder eines ihrer Kinder verkaufen, damit die anderen nicht an Hunger sterben. Davon, wie viel Kraft, Mut und &Uuml;berlebenswillen es braucht, um ein solches Dasein auszuhalten, wie sehr diese Frauen k&auml;mpften und k&auml;mpfen f&uuml;r ihr Recht auf Gewaltlosigkeit, ein St&uuml;ck Land, ein wenig Mitbestimmung im d&ouml;rflichen Leben, eine bessere Zukunft f&uuml;r ihre Kinder, von diesen beispielhaften Akten der Courage und Selbstbestimmung erz&auml;hlt noch immer niemand.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/wer-fuer-den-westen-unsichtbar-war-blieb\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die Linke und die jungen Leute<\/strong><br>\nDie gegens&auml;tzliche Bewegung des Zuwachses an jungen Mitgliedern bei gleichzeitig schlechterem Wahlergebnis in der Breite der Altersgruppe deutet auf ein zunehmendes Ungleichgewicht hin: die Linkspartei organisiert politisch-aktive Jugendliche, verliert jedoch den Kontakt zu jungen Menschen, deren Engagement sich auf den Wahlakt beschr&auml;nkt &ndash; von tendenziellen Nichtw&auml;hlerinnen und -w&auml;hlern ganz zu schweigen. [&hellip;]<br>\nSpekulation auf fehlende klimapolitische Konsequenz der Gr&uuml;nen wird ebenso wie die blo&szlig;e Aneinanderreihung von vermeintlichen Jugend-Anliegen keine nachhaltigen Erfolge bescheren. Glaubw&uuml;rdigkeit und Profil erh&auml;lt die Linkspartei erst durch die Einbettung von Forderungen in eine l&auml;ngerfristige Strategie, unter Setzung von popul&auml;ren wie eigenst&auml;ndigen Akzenten. Die Linkspartei muss vermitteln, was ihre Positionen im Kern ausmacht, auch in Abgrenzung zu einer gr&uuml;n-liberalen Sicht auf die Dinge. [&hellip;]<br>\nEine zukunftsweisende Strategie muss neben der Jugend insbesondere die wahlentscheidende, weil zahlenm&auml;&szlig;ig st&auml;rkere, Gruppe &auml;lterer Menschen abholen &ndash; nur 14,4 Prozent der Wahlberechtigten sind j&uuml;nger als 30, wohingegen 57,8 Prozent &auml;lter als 50 sind. Unter &Auml;lteren hat die Linkspartei indes noch gr&ouml;&szlig;ere Verluste erlitten als unter Jungen. Die Linkspartei darf demnach nicht den gleichen Fehler begehen wie Teile der Klimabewegung, indem sie Jugendliche entlang der Erz&auml;hlung eines Generationenkonflikts zwischen Jung und Alt mobilisiert. &Auml;ltere W&auml;hlerinnen und W&auml;hler k&ouml;nnten sich verst&auml;ndlicherweise vor den Kopf gesto&szlig;en f&uuml;hlen. Ohnehin hat das heterogene Erstw&auml;hlerinnen und -w&auml;hler-Ergebnis der Debatte &uuml;ber eine klare Rollenverteilung zwischen den Generationen den Wind aus den Segeln genommen. Stattdessen muss das gemeinsame Interesse, wie es beispielsweise in der Forderung nach einer guten Altersversorgung deutlich wird, hervorgehoben werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/die-linke-und-die-jungen-leute\">Moritz Gailus auf der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wie kompetent ist Friedrich Merz?<\/strong><br>\nFriedrich Merz ist der neue Parteichef der CDU und genie&szlig;t den Ruf eines ausgewiesenen Wirtschaftsexperten. Doch daran muss gezweifelt werden.<br>\n&bdquo;Keiner Partei wird in Umfragen mehr Wirtschaftskompetenz zugeschrieben als der CDU mit ihrem Protagonisten Friedrich Merz&ldquo;, klagte im letzten Jahr Gustav Horn im SPD-Organ Vorw&auml;rts. Das ist richtig und gilt insbesondere f&uuml;r Merz selbst, der am letzten Samstag von der CDU auf ihrem digitalen Parteitag mit fast 95 Prozent der Stimmen zum neuen Parteivorsitzenden gew&auml;hlt wurde.<br>\nIn den Medien gilt Friedrich Merz weithin als der &bdquo;Wirtschaftsfachmann aus dem Sauerland&ldquo; (Bild), der &bdquo;CDU-Wirtschafts- und Finanzexperte&ldquo; (Stuttgarter Zeitung) oder als &bdquo;ausgewiesener Wirtschaftsexperte&ldquo; (Augsburger Allgemeine). &bdquo;Sein &ouml;konomischer Sachverstand ist &uuml;berragend&ldquo; (The European) und Merz &bdquo;st&auml;rkt den Kompetenzvorteil der Union in Wirtschafts- und Finanzfragen&ldquo; (rp online).<br>\nDie Bewunderung f&uuml;r Merz in einem Gro&szlig;teil der deutschen Medien reicht dabei schon weit zur&uuml;ck. Nachdem sich der CDU-Politiker im Jahr 2009 zun&auml;chst aus der Politik verabschiedet hatte, glaubte die WirtschaftsWoche schon drei Jahre sp&auml;ter eine &bdquo;unerloschene Sehnsucht nach Friedrich Merz&ldquo; zu erkennen und stellte fest:<br>\n&bdquo;Immer wieder, wenn es um wirtschaftliche Kompetenz ging, dauerte es seit dem Merzschen R&uuml;ckgang nicht lange, bis irgendein CDUler seinen Namen fallen lie&szlig;. [&hellip;] Das hat seine Gr&uuml;nde. Merz, zu seiner aktiven Zeit einer der wenigen angesehenen Wirtschaftspolitiker, wurde in dieser Funktion nie ersetzt. Nie &uuml;bernahm einer diese Kompetenz. Die L&uuml;cke, die er im politischen Berlin hinterlie&szlig;, blieb sichtbar. &Uuml;ber Jahre.&ldquo;<br>\nNun hat das Renommee von Merz als herausragender Wirtschaftsexperte zwar in den letzten Monaten ein paar Kratzer erhalten. So gab es vereinzelt Kritik an seinen &ouml;konomischen &Auml;u&szlig;erungen, die aber zumeist relativ kurz und oberfl&auml;chlich ausfiel und\/oder sich auf ein oder zwei Punkte konzentrierte &ndash; insbesondere Merz&lsquo; Ausf&uuml;hrungen zur sogenannten &bdquo;Liquidit&auml;tsfalle&ldquo;. Seinem Ruf insgesamt hat dies nicht merklich geschadet.<br>\nIn diesem Beitrag soll etwas genauer hingeschaut werden: An f&uuml;nf Beispielen wird gezeigt, dass der &ouml;konomische Sachverstand des neuen CDU-Chefs l&auml;ngst nicht so weit reicht wie gemeinhin angenommen. Von hoher Wirtschaftskompetenz kann keine Rede sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/03-2022\/wie-kompetent-ist-friedrich-merz\/%20\">G&uuml;nther Grunert in Makroskop<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.B.:<\/strong> Vorz&uuml;glich geschriebene Demontage des vermeintlichen Wirtschaftsexperten Friedrich Merz. Der CDU-Vorsitzende entpuppt sich als ma&szlig;los &uuml;bersch&auml;tzter Blender.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80477\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-80477","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/80477","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=80477"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/80477\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":80479,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/80477\/revisions\/80479"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=80477"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=80477"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=80477"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}