{"id":8070,"date":"2011-01-21T09:02:50","date_gmt":"2011-01-21T08:02:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8070"},"modified":"2011-01-24T09:31:17","modified_gmt":"2011-01-24T08:31:17","slug":"hinweise-des-tages-1307","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8070","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute u. a. zu folgenden Themen: Maschmeyer, Exportschlager Hunger, mal wieder etwas Neues f&uuml;r Wolfgang Clement, Top-Jobs in der Finanzbranche, Wikileaks, Fachidioten, Deutschland ist Sarrazin nicht genug, Guttenberg ger&auml;t unter Druck, Banken am Kundenwohl vorbei, FDP, Gratis-Praktikanten bei Eurovision. (WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Wie sich Maschmeyer in den Medien inszeniert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">&bdquo;Exportschlager Hunger&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Wolfgang Clement und Wilfried Mocken im neuen Beirat der Einkaufsberatung Kloepfel Consulting<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Schwacher Jobmarkt: Arbeitsagentur-Chef prophezeit Schrumpfl&ouml;hne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Gleichbehandlung behinderter Menschen angemahnt.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Warum ein Schuldenschnitt falsch w&auml;re<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Top-Jobs in der Finanzbranche: Banker gehen wieder auf Talentjagd<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Wikileaks enth&uuml;llt Schweizer Zugest&auml;ndnisse im Fall &laquo;UBS&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Firmen klagen &uuml;ber zu viele Fachidioten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Jobcenter m&uuml;ssen f&uuml;r privatversicherte Hartz-IV-Empf&auml;nger zahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Kate Pickett und die &Ouml;konomie des Reichtums<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Deutschland ist Thilo Sarrazin nicht genug<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Aigner fordert Ende der &ldquo;Geiz-ist-geil-Mentalit&auml;t&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Kritik an mangelnder Informationspolitik: Guttenberg ger&auml;t unter Druck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">&raquo;Stuttgart 21&laquo;-Gegner zu Geldstrafe verurteilt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Banken: Am Kundenwohl vorbei beraten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">M&uuml;nchau &ndash; Die FDP hat einfach keine Ahnung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Zur FOCUS Jubil&auml;ums-Heftausgabe einiges Kritisches<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">&Uuml;ber die Einigung der Koalition im Steuerstreit: Minusgesch&auml;ft f&uuml;r Normalb&uuml;rger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Br&uuml;derles Protzerei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Montenegro: Der Pate gibt das Zepter endg&uuml;ltig ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">Afghanistan: Was lief schief?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h23\">Zu guter Letzt: Eilmeldung: &ldquo;Fidel Castro und Bruder mit 1,5 Tonnen Gold ins Ausland gefl&uuml;chtet!&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h24\">&bdquo; &hellip; muss man noch aufkl&auml;ren&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h25\">Das Allerletzte: Lena Meyer-Landrut und die Gratis-Praktikanten<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=8070&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wie sich Maschmeyer in den Medien inszeniert <\/strong><br>\nEs ist immer die gleiche Geschichte. Ber&uuml;hmte Menschen lieben die Medien. Solange sie Gutes &uuml;ber sie berichten. Solange sie sich positiv und attraktiv in Szene setzen k&ouml;nnen. Dann sind ber&uuml;hmte Menschen nett zu Journalisten, geben bereitwillig Interviews, lassen sogar Fotos von sich machen. Und dann sind Journalisten nett zu ber&uuml;hmten Menschen. Das ist ein Geben und Nehmen, aber wie funktioniert dieses gegenseitige Gesch&auml;ft eigentlich?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/fernsehen\/sendungen\/zapp\/medien_politik_wirtschaft\/awd173.html\">NDR ZAPP<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&bdquo;Exportschlager Hunger&ldquo;<\/strong><br>\nSubventionen der europ&auml;ischen Agrarpolitik ruinieren in Entwicklungsl&auml;ndern und in Deutschland Bauern. Der Profit liege allein bei industriellen Betrieben, die auf Niedrigstpreise getrimmt sind, gei&szlig;elt der Kritische Agrarbericht 2010 die EU.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/-exportschlager-hunger-\/-\/1472780\/6417706\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wolfgang Clement und Wilfried Mocken im neuen Beirat der Einkaufsberatung Kloepfel Consulting<\/strong><br>\nWolfgang Clement, Bundesminister f&uuml;r Wirtschaft und Arbeit a. D., und Wilfried Mocken, Generalbevollm&auml;chtigter der Underberg AG und Valensina-Eigent&uuml;mer, unterst&uuml;tzen die Beschaffungsberatung Kloepfel Consulting ab sofort als Beirat.<br>\n&hellip;<br>\nKloepfel Consulting mit Hauptsitz in D&uuml;sseldorf wurde Ende 2006 gegr&uuml;ndet und ist spezialisiert auf ganzheitliche Beschaffungsoptimierung und Kostensenkung, um die Umsatzrendite ihrer Kunden zu steigern. Zielgruppe sind mittelst&auml;ndische Unternehmen. Die Berater von Kloepfel Consulting betreuten bis heute ein Einkaufsvolumen in H&ouml;he von 6 Mrd. Euro und sparten ihren Kunden rund 400 Millionen Euro ein. Das Honorarmodell ist 100 % erfolgsabh&auml;ngig. Seit der Gr&uuml;ndung des Unternehmens konnten weltweit 90 Arbeitspl&auml;tze geschaffen werden. Bereits in ihrem vierten Gesch&auml;ftsjahr in 2010 erwartet Kloepfel Consulting einen Umsatz in H&ouml;he von 13 Millionen Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kloepfel-consulting.de\/presse\/pressemitteilung\/wolfgang-clement-und-wilfried-mocken\/\">Kloepfel Consulting<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Wie wundervoll, dass seit Unternehmensgr&uuml;ndung weltweit 90 Arbeitspl&auml;tze geschaffen werden konnten. Diese neuen Arbeitspl&auml;tze entstanden offensichtlich bei der Unternehmensberatung und eher nicht bei den Unternehmen, die beraten wurden &ndash; woher sollen auch 400 Millionen Euro Einsparvolumen kommen. Welche alten Kontakte auf der Politb&uuml;hne der Bundessuperminister a.D. f&uuml;r diese T&auml;tigkeit nutzt, k&ouml;nnen wir nur ahnen.<br>\nWas dieser Mann sonst noch treibt, lesen Sie u.A. <a href=\"\/wp-print.php?p=1053\">hier<\/a> oder <a href=\"\/wp-print.php?p=1313\">hier<\/a> oder <a href=\"\/wp-print.php?p=1779\">hier<\/a> oder <a href=\"\/wp-print.php?p=2906\">hier<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Schwacher Jobmarkt: Arbeitsagentur-Chef prophezeit Schrumpfl&ouml;hne<\/strong><br>\nDie Regierung sagt einen Job-Boom voraus &ndash; doch Frank-J&uuml;rgen Weise d&auml;mpft die Erwartungen: Der Chef der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit erkl&auml;rt im Interview, dass es keinen gro&szlig;en Stellenzuwachs geben wird. Tendenziell m&uuml;ssten sich die Deutschen sogar auf niedrigere L&ouml;hne einstellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,740172,00.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.A.:<\/strong> Das klingt schon ganz anders als bei XXL-Br&uuml;derle oder als in den Jubelgazetten.<br>\nErg&auml;nzende Anmerkung MB: Na ja. Neben einigen der &uuml;blichen Hartz-Reform-M&auml;rchen gibt Weise zu: &bdquo;Das Ziel der Hartz-Reform war es, den Arbeitsmarkt flexibler zu gestalten.&ldquo; Das sollten wir uns merken.<br>\nUnd wie will der Vorstandsvorsitzende den Wert von &euro; 5,00 mehr oder weniger f&uuml;r ALG-II-Empf&auml;nger\/innen beurteilen ?!?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Gleichbehandlung behinderter Menschen angemahnt.<\/strong><br>\nBundesbehindertenbeauftragter Hubert H&uuml;ppe hat heute gegen&uuml;ber dem Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat die Gleichbehandlung behinderter Menschen angemahnt. In den Beratungen des Vermittlungsausschusses zum Gesetzentwurf zur Ermittlung von Regelbedarfen m&uuml;ssten die Belange behinderter Menschen st&auml;rker ber&uuml;cksichtigt werden. Darauf hat der Beauftragte der Bundesregierung f&uuml;r die Belange behinderter Menschen in einem Schreiben an die Mitglieder der Arbeitsgruppe hingewiesen, die den Gesetzentwurf &uuml;berarbeitet. Die im Gesetzentwurf enthaltene Regelbedarfsstufe 3 sehe bei dauerhaft voll erwerbsgeminderten Menschen, die mit anderen in einem gemeinsamen Haushalt leben, einen Regelbedarf in H&ouml;he von 291 Euro vor. Demgegen&uuml;ber werde bei &uuml;ber 25-j&auml;hrigen Leistungsempf&auml;ngern nach dem SGB II ein Regelbedarf in H&ouml;he von 364 Euro angesetzt, wenn diese noch zu Hause wohnen, so H&uuml;ppe. &bdquo;&Uuml;berzeugende Gr&uuml;nde f&uuml;r eine Unterscheidung liegen nicht vor, insbesondere keine nachvollziehbaren Erhebungen. Ich w&uuml;rde es sehr begr&uuml;&szlig;en, wenn &uuml;ber Parteigrenzen hinweg eine L&ouml;sung gefunden werden k&ouml;nnte, die dauerhaft voll erwerbsgeminderte Menschen gegen&uuml;ber anderen Leistungsempf&auml;ngern nicht schlechter stellt&ldquo;, betonte der Beauftragte. Er verweist hierbei &ndash; wie zuvor &ndash; auf das Bundessozialgericht, das f&uuml;r das geltende Recht bereits eine Gleichbehandlung klargestellt habe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kobinet-nachrichten.org\/cipp\/kobinet\/custom\/pub\/content,lang,1\/oid,25799\/ticket,g_a_s_t\">Kobinet-Nachrichten<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Warum ein Schuldenschnitt falsch w&auml;re<\/strong><br>\nEine Umschuldung klingt gerecht, w&uuml;rde aber die wahren Verursacher der Euro-Krise schonen. Aus der Krise hilft nur ein Politikwechsel &ndash; und eine Garantie f&uuml;r Staatspapiere.<br>\nKommentar von Gustav Horn und Silke Tober<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:schuldenkrise-warum-ein-schuldenschnitt-falsch-waere\/50216902.html\">Financial Times Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Top-Jobs in der Finanzbranche: Banker gehen wieder auf Talentjagd<\/strong><br>\nDie Krise ist vor&uuml;ber: Weil Finanzkonzerne wieder Gewinne einfahren, k&ouml;nnen Uni-Absolventen auf Spitzenjobs hoffen. Vor allem Investmentbanken machen sich auf die Suche nach jungen Talenten. Gesucht sind BWLer, gern mit abseitigen F&auml;cherkombinationen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/jobundberuf\/0,1518,736236,00.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.A.:<\/strong> Der SPIEGEL jubiliert &uuml;ber die Auferstehung der volkswirtschaftlich sch&auml;dlichsten Aktivit&auml;ten &uuml;berhaupt. Was bedeutet eigentlich &ldquo;Talent&rdquo; in der Firmenzerst&ouml;rer-Branche? Interessant, da&szlig; auch diese &ldquo;Investmentbanker&rdquo;, die sich mit &ldquo;Restrukturierungen&rdquo;, also Massenentlassungen anderer Menschen, dumm und d&auml;mlich verdienen, als Individuen gerade Sicherheit im Job suchen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wikileaks enth&uuml;llt Schweizer Zugest&auml;ndnisse im Fall &laquo;UBS&raquo;<\/strong><br>\nEs war der 20. August 2009, als der Bundesrat zum Befreiungsschlag im Steuerstreit mit den USA ansetzte. Die Schweiz verpflichtete sich in einem Abkommen mit den USA, im Fall von 4450 amerikanischen UBS-Kunden Amtshilfe wegen Steuerdelikten zu leisten. Der sogenannte UBS-Vergleich verhinderte den endg&uuml;ltigen Bruch mit dem Bankgeheimnis und beendete eine l&auml;ngere auch politische Druckphase der USA auf die Eidgenossenschaft. Noch wichtiger: der aussergerichtliche Vergleich verschonte die Grossbank vor einem Prozess, der ihr wohl sehr gef&auml;hrlich geworden w&auml;re. Verhandelt und gerungen wurde in diesen Tagen Mitte 2009 aber nicht nur um Amtshilfeverfahren und die Herausgabe von Kundendossiers. Heute hat die norwegische Zeitung &laquo;Aftenposten&raquo; eine als geheim eingestufte diplomatische Depesche publiziert, die klar macht, dass die Schweiz im Zusammenhang mit dem UBS-Vergleich weitere Zugest&auml;ndnisse an die USA gemacht hat. In einer Sondersitzung hat sie sich dazu entschlossen, im Gegenzug f&uuml;r eine Einigung &laquo;mehrere&raquo; Guant&aacute;namo-H&auml;ftlinge in der Schweiz aufzunehmen sowie die Aktivit&auml;ten der Firma Colenco im Iran einzustellen. Die Firma war den USA seit l&auml;ngerem ein Dorn im Auge, weil sie seit 2007 ein Wiederaufbereitungsprogramm f&uuml;r Uran in Iran betrieben haben soll.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/politik\/schweiz\/wikileaks_depesche_bereitschaft_steuerstreit_1.9161500.html\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Firmen klagen &uuml;ber zu viele Fachidioten<\/strong><br>\nDeutsche Firmen beklagen in einer DIHK-Umfrage die Praxisferne von Absolventen. Viele von ihnen kommen nicht &uuml;ber die Probezeit hinaus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article12260743\/Firmen-klagen-ueber-zu-viele-Fachidioten.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.A.:<\/strong> Zu alt&hellip; zu jung&hellip; zu theorielastig&hellip; zu wenig Theoriekenntnisse&hellip; Gesucht ist der 23 Absolvent mit Promotion, vier Fremdsprachen und 10 Jahren Berufserfahrung, der f&uuml;r 1.500 Euro brutto beliebig den Wohnort wechselt&hellip; Alles, was die Unternehmen k&ouml;nnen, ist herumjammern. Und nat&uuml;rlich die Fachkr&auml;fte als Praktikanten besch&auml;ftigen, weil die ja nicht gut genug sind. Und dann &uuml;ber die angeblich fehlenden Fachkr&auml;fte jammern&hellip;<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung MB:<\/strong> So gesehen sind diese Unternehmens- und Verbandsvertreter selbst Fachidioten. Oh Schreck.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Jobcenter m&uuml;ssen f&uuml;r privatversicherte Hartz-IV-Empf&auml;nger zahlen<\/strong><br>\n Bislang mussten Langzeitarbeitslose die h&ouml;heren Kosten f&uuml;r ihre private Krankenversicherung anteilig selbst tragen. Das Bundessozialgericht entschied: Jobcenter m&uuml;ssen die Beitr&auml;ge komplett bezahlen. Dem Bund drohen damit zus&auml;tzliche Ausgaben in Millionenh&ouml;he. Nach Erhebungen der Bundesregierung sind rund 32.000 Hilfeempf&auml;nger privat krankenversichert. Es handelt sich meist um ehemals Selbstst&auml;ndige. Die Privatkassen sind nach geltendem Rechtsstand verpflichtet, den Beitrag f&uuml;r einen Hartz-IV-Empf&auml;nger zu halbieren. Vom verbliebenen Betrag &uuml;bernehmen die Jobcenter ungef&auml;hr den Betrag, den sie auch f&uuml;r Langzeitarbeitslose in der &ndash; deutlich g&uuml;nstigeren &ndash; Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) bezahlen m&uuml;ssen. Damit blieben privatversicherte Hartz-IV-Empf&auml;nger auf dem ungedeckten Rest sitzen. Der GKV-Spitzenverband nahm das Urteil zum Anlass, h&ouml;here Beitr&auml;ge f&uuml;r gesetzlich versicherte Hartz-IV-Empf&auml;nger zu fordern. &ldquo;Es kann nicht sein, dass die Jobcenter f&uuml;r Versicherte der gewinnorientierten privaten Krankenversicherung deutlich mehr zahlen als f&uuml;r Menschen, die in einer gesetzliche Krankenkassen sind&rdquo;, sagte Verbandschefin Doris Pfeiffer. Sie verwies darauf, dass die gesetzlichen Kassen pro Mitglied im Monat rund 278 Euro im Schnitt aufwenden. F&uuml;r Hartz-IV- Empf&auml;nger erhielten sie aber nur 131,34 Euro von den Jobcentern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:zusaetzliche-ausgaben-jobcenter-muessen-fuer-privatversicherte-hartz-iv-empfaenger-zahlen\/50216541.html\">Financial Times Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es versteht sich, dass der PKV-Verband diese &ldquo;Klarheit zugunsten der Hilfebed&uuml;rftigen&rdquo; begr&uuml;&szlig;t: Der Kelch ist an ihnen vor&uuml;ber gegangen. &ldquo;Ordnungspolitisch&rdquo;, das Lieblingswort unserer Liberalen, ist allerdings &uuml;berhaupt nicht klar, warum die Misswirtschaft privater Unternehmen pl&ouml;tzlich durch Beitr&auml;ge von Sozialbeh&ouml;rden aufgefangen werden soll. Nat&uuml;rlich soll Hartz-IV- Beziehern ein ordentlicher Krankenversicherungsschutz gew&auml;hrleistet werden, aber daf&uuml;r m&uuml;ssen die Privatversicherungen ganz alleine gerade stehen. Wenn die Privatversicherungen nicht einmal Risiken wie Arbeitslosigkeit bzw. Hartz-IV- Situationen bei ihren Kunden in ihr Kalk&uuml;l einbeziehen, haben sie am Markt nichts zu suchen. Demn&auml;chst werden sie sich dar&uuml;ber beklagen, dass ihre Kunden es wagen, krank zu werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Kate Pickett und die &Ouml;konomie des Reichtums<\/strong><br>\nKrank vor Ungleichheit: In L&auml;ndern mit starkem Einkommensgef&auml;lle leiden selbst Reiche mehr als sonst. Fand die Britin Kate Pickett heraus &ndash; und sprengte damit ein altes &Ouml;konomendogma.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/konjunktur\/:neue-denker-39-kate-pickett-und-die-oekonomie-des-reichtums\/50216366.html\">Financial Times Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Deutschland ist Thilo Sarrazin nicht genug<\/strong><br>\nThilo Sarrazin will seine Integrationskritik in die ganze Welt heraustragen. &ldquo;The Germany is doing itself away&rdquo;, erkl&auml;rte er auf BBC.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article12258154\/Deutschland-ist-Thilo-Sarrazin-nicht-genug.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers R.R.:<\/strong> Der o.a. Artikel ging (lt. Eintrag am Artikelanfang) um 13:08 online. Um 13:28 wurde die Kommentarfunktion gesperrt. Leider. Es ist unfassbar was dieser Mann ausl&ouml;st und es erf&uuml;llt mich mit Schaudern wenn ich die Kommentare durchlese. Ich frage mich ernsthaft was Er wirklich vor hat. Sein Buch verkaufen ? Wenn ja, dann wird diese Buch Deutschland noch sehr teuer zu stehen kommen.<br>\nErg&auml;nzende Anmerkung MB: Es w&auml;re sehr reizvoll gewesen, einige akkustische Proben dieses Sarrazin-Englischs aus dem Interviews zu h&ouml;ren und diese Stichproben den Sprachk&uuml;nsten angeblich integrationsunwilliger Migranten\/innen in Deutschland gegen&uuml;berzustellen. Aber man kann nicht alles haben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Aigner fordert Ende der &ldquo;Geiz-ist-geil-Mentalit&auml;t&rdquo;<\/strong><br>\nDer Dioxin-Skandal auf der einen, stetig steigende Preise auf der anderen Seite: Die Verunsicherung der Verbraucher in Sachen Lebensmittel ist gro&szlig;. Bei der Er&ouml;ffnung der Gr&uuml;nen Woche in Berlin hat Ministerin Aigner nun zu einem Umdenken aufgerufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heute.de\/ZDFheute\/inhalt\/9\/0,3672,8195241,00.html\">heute<\/a>\n<p>\t<em><strong>Anmerkung eines Nachdenkseiten-Lesers:<\/strong> Wof&uuml;r haben wir eigentlich eine Verbraucherschutzministerin? Damit sie Menschen die sich wirklich nichts anderes leisten k&ouml;nnen einen Wechsel ihrer Priorit&auml;ten empfiehlt? Man stelle sich vor ein Elektrounternehmen lieferte Ger&auml;te aus, welche andauernd Stromschl&auml;ge verursachen, eine Autofirma Autos mit defekten Bremsen oder eine Baufirma bei der st&auml;ndig Decken und W&auml;nde einfallen. W&uuml;rde Frau Aigner dann auch mit Schwerpunktsetzung kommen. Was abgesehen vom dusseligem Einkommensargument nicht nur Frau Aigner, sondern alle die mit dieser Argumentation daherkommen v&ouml;llig vergessen ist die Welt in der wir leben. Wir haben eine hochproduktive &Ouml;konomie und das ist sie vor allem durch ihre hochgradige Arbeitsteilung. Wie soll ein Maler auf eine Leiter steigen, wenn er nicht darauf vertrauen kann, sich nicht das Genick zu brechen. Wie soll ein Chirurg arbeiten, wenn er sich beim Griff zum Skalpell &uuml;berlegen muss ob er DEN jetzt wirklich gefahrlos benutzen kann. Wer steigt noch in einen Aufzug wenn der ihn nicht nach oben sondern 6 Fuss unter die Erde bef&ouml;rdert? Der Beispiele g&auml;be es viele. Und ja, ob man das pers&ouml;nlich gut findet oder nicht, aber zu einem hochentwickeltem Staatswesen geh&ouml;rt auch, dass ich ohne dar&uuml;ber nachdenken zu m&uuml;ssen in ein Eierbr&ouml;tchen oder Schweineschnitzel beissen kann. Abgesehen davon, dass gerade bei Lebensmitteln ein hoher Preis noch lange kein Garant f&uuml;r qualitativ ordentliche Ware ist, m&ouml;chte ich daheim kein Labor haben m&uuml;ssen um zu testen ob ich das was da auf dem Teller ist, gefahrlos essen kann. Den Aufschlag den 20 000 zus&auml;tzliche Kontrolleure kosten, n&auml;hme ich gerne mit, insbesondere wenn man das mal mit diesem Problem vergleicht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Kritik an mangelnder Informationspolitik: Guttenberg ger&auml;t unter Druck <\/strong><br>\nWohl selten hat der Bericht eines Wehrbeauftragten f&uuml;r &auml;hnlich gro&szlig;e Aufregung gesorgt wie der Vortrag von Hellmut K&ouml;nigshaus gestern vor dem Verteidigungsausschuss des Bundestags. Gleich von drei Aufsehen erregenden Vorf&auml;llen berichtete er dort: dem Vorwurf der Meuterei auf dem Schulschiff &bdquo;Gorch Fock&ldquo;, dem heimlichen &Ouml;ffnen von Feldpost aus Afghanistan und dem Tod eines Bundeswehrsoldaten in Afghanistan. Nun ger&auml;t Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) zunehmend unter Druck &ndash; denn nach Ansicht vieler Ausschussmitglieder w&auml;re es an ihm gewesen, das Gremium &uuml;ber solch relevante Vorf&auml;lle zu informieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/afghanistan2244.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>&raquo;Stuttgart 21&laquo;-Gegner zu Geldstrafe verurteilt<\/strong><br>\nB&uuml;ndnissprecher Gangolf Stocker soll gegen Versammlungsrecht versto&szlig;en haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/01-21\/059.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Banken: Am Kundenwohl vorbei beraten <\/strong><br>\nIn vielen Banken nimmt die Kundenbetreuung Z&uuml;ge von Flie&szlig;bandarbeit an: Standardprodukte sollen m&ouml;glichst reibungslos und in gro&szlig;en Mengen verkauft werden. Wissenschaftler weisen auf die Nachteile f&uuml;r Besch&auml;ftigte und Kunden hin. Kaum eine Branche ist in den vergangenen Jahren so h&auml;ufig f&uuml;r ihre Vertriebspraxis kritisiert worden wie die Banken. Verbraucherzentralen bem&auml;ngelten regelm&auml;&szlig;ig, dass die Bank-Beratungen den Kundenbedarf allenfalls oberfl&auml;chlich ermitteln. Und dass Bankkunden Finanzprodukte erhalten, die ihren W&uuml;nschen und Bed&uuml;rfnissen nicht entsprechen. Welche Arbeitsorganisation hinter dieser Praxis steht, wie und warum sich die Vertriebssteuerung der Banken im zur&uuml;ckliegenden Jahrzehnt ver&auml;ndert hat, das haben Betriebswirte der Universit&auml;t Oldenburg untersucht, gef&ouml;rdert von der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. Professor Thomas Breisig und sein Forscherteam erkundeten in einer Befragung die Vertriebsstrategien von 127 Gro&szlig;- und Volksbanken; zudem f&uuml;hrten sie zahlreiche Interviews zu den Auswirkungen der Vertriebssteuerung im Arbeitsalltag. &ldquo;Teilweise uns&auml;glich gewordene Zielsysteme&rdquo;, so ein Fazit der Studie, sorgen daf&uuml;r, dass die Kundenberater fast keine Spielr&auml;ume bei ihrer Arbeit haben. Der Vertrieb n&auml;here sich der Flie&szlig;bandarbeit an: klare Mengenvorgaben von der Zentrale, permanente Kontrolle, wenig Freiraum. Inzwischen sei selbst in der Fachliteratur zunehmend von einer Finanzindustrie die Rede, die auf den Massenverkauf von Standard-Produkten setzt &ndash; zur Not auch an den Kundenw&uuml;nschen vorbei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/32014_111313.html\">B&ouml;ckler-Impuls<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>M&uuml;nchau &ndash; Die FDP hat einfach keine Ahnung<\/strong><br>\nDer Liberalismus m&uuml;sste neu definiert werden, um Antworten auf die Finanzkrise geben zu k&ouml;nnen. Die Freien Demokraten weichen dieser Verantwortung aus &ndash; das macht sie &uuml;berfl&uuml;ssig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:kolumne-muenchau-die-fdp-hat-einfach-keine-ahnung\/50216516.html?mode=print\">Financial Times Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zur <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/magazin\/\">FOCUS Jubil&auml;ums-Heftausgabe<\/a> einiges Kritisches<\/strong><br>\nEin Kommentar unseres Lesers F.K.: \n<blockquote><p>Ich m&ouml;chte Euch mit einem kleinen Beitrag heute auf diverse Artikel aufmerksam machen, die mir in der aktuellen &ldquo;FOCUS&rdquo;-Heftausgabe, ausgerechnet auch noch die Jubil&auml;umsausgabe, aufgefallen sind und mir hinsichtlich objektiver Berichterstattung doch etwas &ldquo;entr&uuml;ckt&rdquo; scheinen. Ich hatte da zuweilen den Ausdruck, dass in dieser Ausgabe ausschliesslich Freunde &uuml;ber Freunde schreiben, fast wie in einer Festschrift. Ggf. habt Ihr die Ausgabe ja zur Hand oder kommt an ein Exemplar heran. Bisher habe ich den &ldquo;Focus&rdquo; immer beil&auml;ufig beachtet, nun habe ich ein etwas klareres Bild und werde wohl auf weitere Lekt&uuml;ren verzichten. Es geht mir um folgende Artikel: *Seite 52: Martin Walser: wie ich Westerwelle lieben lernte*(&hellip;ich denke, das ist jetzt platonisch zu sehen. sorry, konnte ich mir nicht verkneifen&hellip;!) Darin eine pers&ouml;nliche Abhandlung, welche wieder die schon platt getretenen Argumente herauskramt, &ldquo;riesen Aufschwung&hellip;.., Arbeitslosenzahlen von 5 auf 3 Millionen, allen geht es besser und es gibt ausschliesslich Erfolge zu verzeichnen&hellip;) *Seite 56: Helmut Markwort l&auml;sst die Schauspielerin Julia Biedermann &uuml;ber Herrn Westerwelle berichten* &hellip;fast noch grausiger zu lesen als die Abhandlung von Herrn Walser, recht klar wird den aufmerksamen Leser, dass es hier wohl vielmehr um den Versuch von pers&ouml;nlicher Vorteilnahme geht als um objektives Berichten. Auf jeden Fall berichten die beiden Artikel ausschliesslich von guten Taten und Erfolgen und dass das uneinsichtige Publikum diese Heldentaten einfach nicht zu sch&auml;tzen weiss&hellip; *Seite 122 Bericht &uuml;ber Carsten Maschmeyer * ** &hellip;hmmmm, was soll ich hierzu schreiben, ich denke, der Artikel steht f&uuml;r sich selbst, wenn Sie Sich das antun m&ouml;chten, kann ich Ihnen diese Lekt&uuml;re nur empfehlen. Ich habe als Schlussssatz, quasi als Abrundung des ganzen, nur noch erwartet, dass Herr Maschmeyer f&uuml;r das Bundesverdienstkreuz vorgeschlagen wurde. &hellip;.grausig&hellip; Und zum Schluss wurde diesemal aus dem Karteikasten der 20 Talkg&auml;ste gezogen: Hans Olaf Henkel, welcher die letzte Seite zieren darf.<\/p><\/blockquote>\n<p><em> <strong>Erg&auml;nzende Anmerkung MB:<\/strong> Der langj&auml;hrige FOCUS-Chefredakteur und jetzige Herausgeber <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Helmut_Markwort\">Helmut Markwort ist FDP-Mitglied<\/a>. Das macht sich in der Berichterstattung und Kommentierung nat&uuml;rlich seit vielen Jahren bemerkbar.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>&Uuml;ber die Einigung der Koalition im Steuerstreit: Minusgesch&auml;ft f&uuml;r Normalb&uuml;rger<\/strong><br>\nAuch Symbolpolitik kann verr&auml;terisch sein. Die Liberalen behaupten stolz, dass sie die Werbungskostenpauschale f&uuml;r die Arbeitnehmer erh&ouml;ht h&auml;tten. Doch tats&auml;chlich bringt diese &ldquo;Entlastung&rdquo; den meisten Besch&auml;ftigten ungef&auml;hr einen Euro im Monat &ndash; also gar nichts. Trotzdem wiederholen die Liberalen beharrlich, sie w&uuml;rden sich um die &ldquo;kleinen und mittleren Einkommen&rdquo; k&uuml;mmern. Das ist eine glatte L&uuml;ge, wie ein einfacher Vergleich zeigt: Die erh&ouml;hte Werbungskostenpauschale belastet den Staat mit ganzen 330 Millionen Euro im Jahr. Dagegen haben allein die schwarz-gelben Steuergeschenke an die Hoteliers rund zwei Milliarden gekostet. Hinzu kam eine Reform der Unternehmenssteuern, die weitere 2,5 Milliarden an die Firmen verteilte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kommentar\/artikel\/1\/minusgeschaeft-fuer-normalbuerger\/\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Br&uuml;derles Protzerei <\/strong><br>\n2,3 Prozent Wirtschaftswachstum, weniger als drei Millionen Arbeitslose: Ist das nicht ein Grund zu feiern? Nein. Denn die Arbeitslosenzahlen sind falsch. Und vom Aufschwung profitieren nur wenige.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/news\/jahreswirtschaftsbericht-bruederles-protzerei-1645370-print.html\">Stern<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Montenegro: Der Pate gibt das Zepter endg&uuml;ltig ab<\/strong><br>\nFast zwanzig Jahre lang beherrschte Milo Djukanovic den kleinsten Balkanstaat, den er 2006 in die Unabh&auml;ngigkeit gef&uuml;hrt hatte. Seit 1991 hat er Montenegro umsichtig regiert und viel erreicht: nach 90 Jahren serbischer Dominanz wurde Montenegro 2006 ein unabh&auml;ngiger Staat. Montenegro ist heute das einzige Land des Balkans, das seinen multinationalen und multireligi&ouml;sen Charakter gewahrt hat. Hier leben Montenegriner, Serben, Albaner, Kroaten und Roma friedlich zusammen. Djukanovic hat alle Versuche Belgrads zur&uuml;ckgewiesen, die xenophobe Politik des serbischen Nationalismus auch in Montenegro durchzusetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/europa\/artikel\/1\/der-pate-gibt-das-zepter-endgueltig-ab\/\">taz<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Im Jahreswechsel etwas untergegangen ist der R&uuml;cktritt des langj&auml;hrigen, montenegrinischen Regierungschefs. Etwas sch&ouml;nf&auml;rberisch schreibt die taz, &ldquo;Zigarettenschmuggel habe es in den 90er Jahren durchaus gegeben, die meisten Gewinne seien aber damals in den Aufbau der Polizei und der Staatsorgane geflossen&rdquo;. Durch die &Uuml;bernahme offizieller Positionen unterschl&auml;gt aber die taz, dass sich einige wenige Clans an diesen und &auml;hnlichen &ldquo;Transaktionen&rdquo; gesund gesto&szlig;en haben und heute realiter das Land beherrschen. Der m&auml;chtigste davon ist der von Premier Milo Djukanovic. Seine Familie kontrolliert gro&szlig;e Teile des politischen und wirtschaftlichen Lebens. In der j&uuml;ngsten &ldquo;Stellungnahme der Kommission zum Antrag Montenegros auf Beitritt zur Europ&auml;ischen Union&rdquo; hei&szlig;t es: &rdquo; &hellip; stellt die in vielen Bereichen verbreitete Korruption nach wie vor ein besonders gravierendes Problem dar. Die Korruptionsbek&auml;mpfungsgesetze werden nicht konsequent angewandt. &hellip; stellt die organisierte Kriminalit&auml;t nach wie vor ein gravierendes Problem dar. Vor allem die Geldw&auml;sche und der Drogenschmuggel geben Anlass zur Sorge. &hellip; In Montenegro werden die Menschenrechte weitgehend geachtet. Allerdings bestehen Bedenken in Bezug auf die Wirksamkeit der Antidiskriminierungspolitik, die Meinungsfreiheit und die Beziehungen zur Zivilgesellschaft. Der Rechtsrahmen f&uuml;r die Bek&auml;mpfung von Diskriminierung wurde wesentlich verbessert. In der Praxis sehen sich Roma, Ashkali und Balkan&auml;gypter, Menschen mit Behinderungen sowie Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transgenderpersonen nach wie vor Diskriminierungen ausgesetzt, auch seitens staatlicher Stellen. &hellip; <a href=\"http:\/\/ec.europa.eu\/enlargement\/pdf\/key_documents\/2010\/package\/mn_opinion_2010_de.pdf\">In der Praxis ist die Gleichheit von M&auml;nnern und Frauen nicht im vollen Umgang gew&auml;hrleistet. Hinsichtlich der Medienfreiheit geben die Einsch&uuml;chterung von Journalisten und die unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig hohen Geldbu&szlig;en bei Verleumdung Grund zur Sorge. [PDF &ndash; 51.7 KB]<\/a>&rdquo; Vielleicht sollten wir solche Berichte nicht &uuml;berbewerten, fanden sich solche oder &auml;hnliche Aussagen in fast allen Fortschrittsberichten zu den osteurop&auml;ischen Beitrittskandidaten und die EU hat das Ausma&szlig; an Korruption u.a. nicht daran gehindert, diese L&auml;nder aufzunehmen. Allerdings scheint die EU wenig darauf vorbereitet zu sein, dass solche Strukturen &auml;u&szlig;erst langlebig sind. Im Falle Djukanovics sollten wir und die Montenegriner wahrscheinlich dankbar sein, dass er Montenegro aus dem Jugoslawienkrieg herausgehalten hat und Montenegriner, Serben, Albaner, Kroaten einigerma&szlig;en friedlich zusammenleben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Afghanistan: Was lief schief?<\/strong><br>\nDie Bundeswehr h&auml;tte sich niemals der Angriffslogik der USA anpassen d&uuml;rfen. Die Jagd auf die Taliban hat diese politisch massiv gest&auml;rkt. So wenig wie ihre Nato-Partner werden die deutschen Soldaten den Hindukusch als Sieger verlassen. Zu desolat f&auml;llt die Interventionsbilanz aus. Kontinuierlich steigende Opferzahlen vermeldet die Statistik seit 2006, 2010 waren die Verluste am h&ouml;chsten. &ldquo;Jedes Jahr t&ouml;ten wir mehr Taliban, und jedes Jahr gibt es mehr von ihnen&rdquo; &ndash; bitterer hat niemand das Afghanistan-Debakel res&uuml;miert als Richard Holbrooke, Washingtons j&uuml;ngst verstorbener Sondergesandter f&uuml;r die mittelasiatische Krisenregion. Wenn inzwischen sogar die Politik beim Namen nennt, dass es Krieg ist, in dem sich die Bundeswehr befindet, bleibt zu erg&auml;nzen: nicht ohne eigenes Zutun. Effizienz hei&szlig;t das Schl&uuml;sselwort der Milit&auml;rreform, die in Berlin auf der Tagesordnung steht. Mehr Kampfkraft, mehr Waffenwirkung zu niedrigeren Kosten ist das Ziel. Denn Auslandseins&auml;tze, so der Verteidigungsminister, m&uuml;ssen f&uuml;r die Bundeswehr zur Selbstverst&auml;ndlichkeit werden. Doch von selbst versteht sich nach den afghanischen Erfahrungen gar nichts mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2011%2F01%2F20%2Fa0113&amp;cHash=83e1b9f3b8%20\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Eilmeldung: &ldquo;Fidel Castro und Bruder mit 1,5 Tonnen Gold ins Ausland gefl&uuml;chtet!&rdquo;<\/strong><br>\nDas w&auml;re die Topmeldung mit schrillsten &Uuml;berschriften f&uuml;r Wochen in den Springer- und Bertelsmann-Medien inklusive den gleichgeschalteten ARD und ZDF-Sendungen. Mit dem Gold als private Altersvorsorge, das stimmt. Es ist aber nicht Fidel sondern nur der geflohene tunesische Diktator Ben Ali mit Gattin. F&uuml;r die hiesigen Medien und unsere Vollblutdemokratin Angela Merkel ein kaum erw&auml;hnenswerter Vorfall. Direkt vor Europas Haust&uuml;r, stets unterst&uuml;tzt von der EU, also im politischen Kulturkreis, hat sich ein M&auml;chtiger abgesetzt mit &ldquo;Goldbarren im Wert von rund 45 Millionen Euro&ldquo;, berichtete die franz&ouml;sische Zeitung &bdquo;Le Monde&ldquo;. Das schwer beladene Flugzeug mit Diebesgut nahm Kurs Richtung Dubai, dort sollen sie sich im arabischen Dschiddah am Roten Meer aufhalten. Die prallen Auslandskonten werden einen langen und sch&ouml;nen Aufenthalt erm&ouml;glichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=16091&amp;css=print\">Neue Rheinische Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung nannte das Regime Ben Alis noch vor wenigen Wochen einen &ldquo;ausgezeichneten Partner&rdquo;. Man stelle sich vor, die Parteistiftungen von SPD oder gar der Linkspartei h&auml;tten sich derart ge&auml;u&szlig;ert: Unsere &ldquo;unabh&auml;ngigen&rdquo; und &ldquo;&uuml;berparteilichen&rdquo; Medien w&uuml;rden diese tagelang an den medialen Pranger stellen. In einem durchaus <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:naher-osten-unsere-verlaesslichen-diktatoren\/50216899.html?mode=print\">kritischen Beitrag der Financial Times Deutschland<\/a> hei&szlig;t es:<br>\n&ldquo;Furcht geht nicht nur um unter den Diktatoren und ihren Schergen in der Region, sondern auch unter ihren westlichen Unterst&uuml;tzern. Tunesiens Ex-Pr&auml;sident Zine El Abidine Ben Ali war bis zum Tag seiner pl&ouml;tzlichen Ausreise ein Freund und Verb&uuml;ndeter insbesondere der franz&ouml;sischen Regierung, aber auch der deutschen und der britischen. Menschenrechtsfragen spielten in diesem engen Verh&auml;ltnis eine vernachl&auml;ssigbare Nebenrolle &ndash; wie &uuml;berhaupt bei der Entwicklungs- oder Milit&auml;rzusammenarbeit westlicher Geber- und arabischer Nehmerl&auml;nder. (&hellip;) Wenn unser Ben Ali gest&uuml;rzt ist, so nun die Bef&uuml;rchtung, k&ouml;nnten auch die anderen autokratischen St&uuml;tzen des Westens in der Region fallen wie Dominosteine. Viel wichtiger als Tunesien sind f&uuml;r die Stabilit&auml;t im Nahen Osten &Auml;gypten, das bev&ouml;lkerungsreichste Land der arabischen Welt mit seinem uralten Milit&auml;rdiktator Hosni Mubarak, und das kleine Jordanien mit seinem jungen K&ouml;nig Abdullah. Beide L&auml;nder grenzen an Israel. Dessen Regierungschef Benjamin Netanjahu sprach am Wochenende bereits offen von einer Gefahr f&uuml;r den j&uuml;dischen Staat, die von den Ereignissen in Tunesien ausgehe. Diese Furcht, die tragischerweise gleichzeitig die Hoffnung der Unterdr&uuml;ckten in diesen L&auml;ndern ist, d&uuml;rfte allerdings &uuml;bertrieben sein. Denn das Beispiel Tunesien zeigt nicht nur, dass ein Herrscher, der eben noch als unangreifbar galt, verjagt werden kann. Es zeigt leider auch, dass ein wirklicher demokratischer Wandel in der arabischen Welt nicht zu erwarten ist. Dem Westen erspart das immerhin, seine zynische Nahostpolitik grundlegend &uuml;berdenken zu m&uuml;ssen.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h24\"><\/a><strong>&bdquo; &hellip; muss man noch aufkl&auml;ren&ldquo;<\/strong><br>\n<a href=\"\/upload\/bilder\/110121_muss_man_noch_aufklaeren.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/110121_muss_man_noch_aufklaeren_small.jpg\" alt=\"...muss man noch aufkl&auml;ren.\"><\/a>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/mediacenter\/karikatur\/karikaturen-von-klaus-stuttmann\/3994.html\">Tagesspiegel<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h25\"><\/a><strong>Das Allerletzte: Lena Meyer-Landrut und die Gratis-Praktikanten<\/strong><br>\nDer NDR m&ouml;chte mit 500 Ehrenamtlichen den Eurovision Song Contest stemmen &ndash; &bdquo;ein neues Erprobungsfeld f&uuml;r die seit Jahren Sklavendienste verrichtende ,Generation Praktikum&rsquo;&ldquo;. Kritiker nennen das Vorhaben unversch&auml;mt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/kultur\/musik-und-konzerte\/eurovision-song-contest\/Lena-Meyer-Landrut-und-die-Gratis-Praktikanten-id4181188.html\">Der Westen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Bevor sich Lena-Fans &uuml;ber die &Uuml;bernahme des Artikels beschweren &ndash; die Vorjahressigerin kann offensichtlich nichts daf&uuml;r. Ansonsten ist der Vorwurf absolut berechtigt. Es ist die &ouml;ffentlich-rechtliche Variante des Prinzips &bdquo;Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute u. a. zu folgenden Themen: Maschmeyer, Exportschlager Hunger, mal wieder etwas Neues f&uuml;r Wolfgang Clement, Top-Jobs in der Finanzbranche, Wikileaks, Fachidioten, Deutschland ist Sarrazin nicht genug, Guttenberg ger&auml;t unter Druck, Banken am Kundenwohl vorbei, FDP, Gratis-Praktikanten<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8070\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-8070","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8070","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=8070"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8070\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8096,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8070\/revisions\/8096"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=8070"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=8070"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=8070"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}