{"id":80775,"date":"2022-02-14T11:59:47","date_gmt":"2022-02-14T10:59:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80775"},"modified":"2022-02-14T13:17:33","modified_gmt":"2022-02-14T12:17:33","slug":"leserbriefe-zu-ein-offener-brief-an-ver-di-berlin-wegen-ver-dis-feindseliger-haltung-zu-demos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80775","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eEin Offener Brief an Ver.di Berlin wegen Ver.dis feindseliger Haltung zu Demos\u201c"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80555\">Dieser Beitrag<\/a> ist in zwei Abschnitte geteilt. In Teil A bringt Magda von Garrel ihren Protest gegen ihre Gewerkschaft Ver.di Berlin zum Ausdruck. Diese habe sich in einer Presseinformation per Mail f&uuml;r bezirkliche Demos gegen &bdquo;Montagsspazierg&auml;nge&ldquo; eingesetzt. Das widerspreche der Satzung, in der sich ver.di u.a. &bdquo;zu den Grunds&auml;tzen des demokratischen und sozialen Rechtsstaats&ldquo; bekenne. Gefordert wird, die &bdquo;Presseinformation als gewerkschaftssch&auml;digend zu widerrufen&ldquo;. Teil B beinhaltet das Unterst&uuml;tzerschreiben von Angeh&ouml;rigen von Anti-Nazi-Widerstandsfamilien. Sie meinen, Demokratie lebe von Meinungsvielfalt, und erkennen in den &bdquo;friedlichen Massenprotesten&ldquo; etwas &bdquo;sehr Hoffnungsvolles&ldquo;. Danke f&uuml;r die interessanten Leserbriefe. Es folgt eine Auswahl. Zusammengestellt von <strong>Christian Reimann<\/strong>. Am Ende folgt noch eine Schlussbemerkung von Albrecht M&uuml;ller.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Ich kann mich diesem offenen Brief nur 200prozentig anschlie&szlig;en.<\/p><p>Als ich diese Pressemeldung gelesen habe, habe ich mit dem Gedanken gespielt, nach 55 Jahren Mitgliedschaft, aus der Gewerkschaft auszutreten.<\/p><p>Diese Pressemeldung &auml;rgert mich schon seit Tagen.<\/p><p>Sie ist eigentlich nur das I-T&uuml;pfelchen auf Meldungen von ver.di im Zusammenhang mit Corona in den letzten zwei Jahren.<br>\nZus&auml;tzlich f&auml;llt mir noch das Beispiel &ldquo;RT DE&rdquo; ein.<\/p><p>Genau so haben mich die st&auml;ndigen Forderungen der GEW zu Schlie&szlig;ungen aufgeregt.<br>\nWenn 90% der Lehrer geimpft sind, was soll dann noch passieren????<br>\nOder man glaubt der M&auml;hr selber nicht, die man verbreitet.<br>\nDie Interessen und Rechte der Kinder gingen und gehen der GEW scheinbar komplett am Hintern vorbei.<br>\nAber da sind sie ja voll im Einklang mit unserer ehemaligen Bundesfamilienministerin und jetzigen B&uuml;rgermeisterin von Berlin.<\/p><p>Ich bin als ehemaliges jahrelanges ehrenamtliches Mitglied des Hauptvorstandes der Postgewerkschaft und ehrenamtliches Mitglied im Bundesfachbereichsvorstand Telekommunikation von ver.di, oft &ldquo;gegen den Strom&rdquo; geschwommen.<br>\nAuch aus meiner ehemaligen 16j&auml;hrigen T&auml;tigkeit als Btriebsratsvorsitzender kenne ich diese Situation.<\/p><p>Aber ich wurde noch nie, noch nie, wegen meiner kontr&auml;ren Sicht als Nazi oder Rechter oder Covidiot beschimpft und konnte mich immer auf eine faire Diskussion mit meinen Kolleginnen und Kollegen verlassen.<\/p><p>&Uuml;brigens sollten die Verfechter des Verbots dieser Spazierg&auml;nge mal &uuml;berlegen, das als n&auml;chstes IHRE Demos verboten werden k&ouml;nnten, &ndash; weil vermutet wird -, dass sie der Politik nicht gefallen.<\/p><p>Was aktuell in Deutschland im Zusammenhang mit Corona abl&auml;uft, h&auml;tte ich in meinen gr&ouml;&szlig;ten Alptr&auml;umen nicht erwartet.<br>\nSoviel zum &ldquo;Unrechtsstaat DDR&rdquo;<\/p><p>Die Spaltung der Gesellschaft wird von der Politik forciert und von Gewerkschaftern in F&uuml;hrungspositionen hofiert.<br>\nDie Rolle der Medien sollten wir da nicht vergessen.<br>\n&ldquo;Der Untertan&rdquo; l&auml;sst gr&uuml;&szlig;en.<br>\nDas wird jahrelange Nachwirkungen haben.<\/p><p>Das ist nicht nur das Brennglas auf die Auswirkungen der schwarzen Null, der Privatisierungen in allen &ouml;ffentlichen Bereichen und dem Gesundheitswesen.<br>\nDas ist auch jahrzehntelanger Schlamm, der dort hochgesp&uuml;hlt wird.<br>\nEndlich froh nicht nur am Stammtisch seine Meinung &auml;u&szlig;ern zu k&ouml;nnen.<\/p><p>Und wieder werden in Deutschland nur Befehle oder Anweisungen befolgt.<\/p><p>Klaus Korcz<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo liebes Team der NachDenkSeiten!<\/p><p>Frau von Garrel hat mir so aus der Seele gesprochen, weil ich bereits Ende letzten Jahres nach rd. 40j&auml;hriger Mitgliedschaft aus ver.di aus dem gleichen Grund (Haltung der Gewerkschaft zu den Corona-Ma&szlig;nahmen) ausgetreten bin. Ich hatte mich davor (ausf&uuml;hrlich begr&uuml;ndet und mit Quellen unterlegt) schriftlich an ver.di Hamburg gewandt und mit dem dortigen Bezirksleiter, Berthold Bose, ein ausf&uuml;hrliches, aber v&ouml;llig desillusionierendes Telefonat gef&uuml;hrt. Beschimpfungen von einem Menschen zu h&ouml;ren, mit dem man einige Jahre eng und vertrauensvoll zusammengearbeitet hat, war schon traurig. Ich habe Ihren heutigen Beitrag um Anlass genommen, noch einmal mit Berthold  Bose Kontakt aufzunehmen.<\/p><p>Anbei den Text meiner heutigen e-Mail an ver.di Hamburg. Sie k&ouml;nnen ihn gern unter meinem Namen ver&ouml;ffentlichen.<\/p><p>Vielen Dank f&uuml;r Ihre immer gute Arbeit! Ihre Seite geh&ouml;rt zu unserer t&auml;glichen Pflichtlekt&uuml;re!<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nUrsula Teschner<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/220110-Brief-an-Berthold-Bose.pdf\">Brief an Berthold Bose [PDF]<\/a><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Gesch&auml;tztes Nds Team,<\/p><p>Ich finde Magda von Garells offenen Brief an Verdi sehr wichtig und richtig, bezweifle aber, dass er viel bewirken wird. Verdi reihte sich schon sehr bald in die Phalanx der Bef&uuml;rworter der totalit&auml;ren Ma&szlig;nahmenpolitik ein, wie so viele andere Verb&auml;nde, Gewerkschaften und NGOS, die sich als &ldquo;links&rdquo; verstehen. Ich bin deshalb nach &uuml;ber 45 Jahren Gewerkschaftszugeh&ouml;rigket (zuletzt bei verdi) ausgetreten. Diese Bef&uuml;rworter halten sich f&uuml;r solidarisch mit den Schwachen, Armen und Unterdr&uuml;ckten, aber sie wollen nicht sehen, dass sie diejenigen unterst&uuml;tzen, die die Armen noch &auml;rmer machen, die Schwachen und Kranken eben nicht sch&uuml;tzen und alle unterdr&uuml;cken, die ihnen die Augen &ouml;ffnen wollen. Ich schreibe das, weil ich jahrelang im Pflegebereich t&auml;tig war und erlebt habe, was die Ma&szlig;nahmen angerichtet haben. Den Gewerkschaftsbossen von Verdi ist eine gewisse &ldquo;Haltung&rdquo; wichtiger als wirkliche Solidarit&auml;t z.B. mit dem Pflegeperonal, das jetzt auch noch zu einer sinnlosen, wie unwirksamen &ldquo;Impfung&rdquo; gezwungen werden soll. Ich kann sehr gut verstehen, wenn jetzt tausende Besch&auml;ftigte im Pflegebereich k&uuml;ndigen. Verdi sollte vielleicht einmal dar&uuml;ber nachdenken, auf welcher Seite sie stehen, sonst wird es ihr ergehen wie der SPD oder der Linken, die ihr eigentliches Klientel  verraten haben.<\/p><p>MfG<br>\nJD<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Redaktion der Nachdenkseiten,<\/p><p>als Mitglied von ver.di protestiert Magda v. Garrel v&ouml;llig zu Recht gegen die PM, die der LV Berlin-Brandenburg von ver.di am 4.2. gegen die Montagsdemos ver&ouml;ffentlich hat. Ich bin froh, dass Sie diesen offenen Brief auf den NDS gebracht haben. Die Verdi-PM hat auch mich sehr emp&ouml;rt: ich bin regelm&auml;&szlig;ige Teilnehmerin dieser Spazierg&auml;nge, habe dort nat&uuml;rlich auch weitere Teilnehmer kennen gelernt: politisch &bdquo;rechts&ldquo; sind diese so wenig wie ich selbst. Ver.di , Landesverband-BB, plappert in seiner PM ganz offensichtlich nur kritiklos die gehirnw&auml;sche-artige Endlos-Propaganda (seit nunmehr 2 J.!) von Regierung und &ndash; entsprechend  &ndash; mainstream-Medien nach, ohne sich die geringste M&uuml;he irgendeiner eigenen Erfahrung oder Beobachtung zu den Montags-Spazierg&auml;ngen gemacht zu haben. Ersichtlich wei&szlig; ver.di auch nicht das Geringste &uuml;ber die Forderungen der Teilnehmer nach Wiederherstellung der Grundrechte lt. GG: insbesondere Forderungen auf Weitergeltung \/ Wiederherstellung  des Rechts auf k&ouml;rperliche Unversehrtheit, GG Art. 2;  des Rechts der freien Meinungs&auml;u&szlig;erung, GG Art 5.<\/p><p>Absolut falsch ist in der ver.di-PM auch die Behauptung, es bestehe Experten-Konsens &uuml;ber die Impfungen: offenbar hat sich auch hier der LV- Berlin-Brandenburg in keiner Weise &uuml;ber die schon lange bestehenden heftigen Fach-Auseinandersetzungen irgend informiert, sondern sich nur der derzeit bestehenden Regierungszensur bereitwillig und kritiklos unterworfen.<\/p><p>Die verdi-Sprecherin K&uuml;hnemann nennt die Kritik der Demonstranten &bdquo;krude Thesen&ldquo;, kennt sie aber offenbar so wenig wie auch der LV-Vorsitzende Frank Wolf. Das ist eher ein Bumerang: denn &bdquo;krude&ldquo; sind vor allem sie selbst in ihrem Informationsdefizit: da w&auml;re Lekt&uuml;re GG schon erst mal zu empfehlen.<\/p><p>Mich freut auch, liebe NDS-Redaktion, das diesem offenen Brief nachgestellte Unterst&uuml;tzungsschreiben, das der &bdquo;Rechts-Diffamierung&ldquo; entgegentritt, mit der alle Kritiker immer weiter staatlich und gesellschaftlich schikaniert werden (und eben sogar von den Gewerkschaften, die l&auml;ngst mit besseren Informationen f&uuml;r Aufkl&auml;rung zumindest ihrer Mitglieder sorgen m&uuml;ssten.)<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<\/p><p>Ulrike K&ouml;lver<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Redaktion der NachDenkSeiten,<\/p><p>gestern fand ich bei meiner t&auml;glichen Lekt&uuml;re Ihrer erhellenden Seiten den offenen Brief von Magda von Garrel. Diese so hervorragend formulierten Zeilen sprechen mir direkt aus dem Herzen. Genau wie sie bin ich vom Versagen unserer Gewerkschaften ersch&uuml;ttert und beobachte, wie selbst verordnete Schranken in vielen K&ouml;pfen einen offenen Diskurs mittlerweile schier unm&ouml;glich machen. Solidarit&auml;t wird per Gesetz definiert und demokratischer Widerspruch darf, wenn &uuml;berhaupt, nur noch Zustimmung beinhalten. Auch ich hadere mit meiner Gewerkschaft und habe lange auf ein Zeichen wirklicher Solidarit&auml;t gewartet. Nun habe ich mich dazu entschlossen, meiner IG Metall den R&uuml;cken zuzuwenden. Nat&uuml;rlich ist mir bewusst, dass dies eine Bankrotterkl&auml;rung meinerseits darstellt. Leider sehe ich aber momentan keine Chance, noch etwas bewegen zu k&ouml;nnen.<\/p><p>Meine K&uuml;ndigung finden Sie im Anschluss. Gern k&ouml;nnen Sie diese ver&ouml;ffentlichen, da sie direkt zum offenen Brief von Magda von Garrel passt.<\/p><p>Von unserem Leser H.R.<\/p><p>K&uuml;ndigung<\/p><p>Liebe Kollegen,<\/p><p>Dresden, den 18.01.2022<\/p><p>ich bin seit 1993 Mitglied der IG Metall und habe auch als langj&auml;hriges Mitglied eines Betriebsrates aktiv alle H&ouml;hen und Tiefen unserer Gewerkschaft der letzten 29 Jahre miterlebt. Oft stand ich an dem Punkt, meine Mitgliedschaft aufzugeben, weil mich Entscheidungen und &Auml;u&szlig;erungen einiger unserer F&uuml;hrungskr&auml;fte zuweilen arg ver&auml;rgerten. Trotzdem hat mich der Solidargedanke davon abgehalten, es zu tun, da es gerade in der Zukunft immer wichtiger wird, gegen&uuml;ber kommender Herausforderungen in Bezug auf Globalisierung und Digitalisierung kollektiv gewappnet zu sein.<\/p><p>Leider muss ich heute mit Bitterkeit zur Kenntnis nehmen, dass dieser Solidargedanke zur Einbahnstra&szlig;e verkommen ist! Wo sind die Aufschreie unserer gew&auml;hlten hauptamtlichen Funktion&auml;re gegen&uuml;ber Ausgrenzung und Impfzwang, der sich im Gesundheitswesen momentan seine Bahnen bricht und m&ouml;glicherweise in naher Zukunft die gesamte Gesellschaft betreffen wird??? Wo ist das Aufbegehren gegen derartige, bald durch die Gesetzgebung legitimierten Massenentlassungen??? Das ehemals so hoch gehaltene &bdquo;Proletarier aller L&auml;nder, vereinigt Euch!&ldquo; scheint komplett in den Schreibtischschubladen gut geheizter Amtszimmer verschollen zu sein. Sich in &bdquo;Friedenszeiten&ldquo; mit der Regierung medial gut in Szene gesetzte Scheingefechte zu geben, ist leicht und billig. Jetzt stehen viele Eurer Kollegen im &bdquo;Regen&ldquo; und f&uuml;hlen sich von Euch allein gelassen! Von Seiten der Gewerkschaften ist nichts zu vernehmen.<\/p><p>Mit dieser Armseligkeit h&auml;tten unsere V&auml;ter und Gro&szlig;v&auml;ter niemals Arbeitsk&auml;mpfe gewinnen k&ouml;nnen und die Gewerkschaften h&auml;tten sich schon vor langer Zeit selbst ins Nirvana abgeschafft! Mit diesem Abtauchen machen sich unsere Gewerkschaften zu Mitt&auml;tern und m&uuml;ssen irgendwann vor ihrer eigenen W&auml;hlerschaft dazu Rede und Antwort stehen! Wenn der gesellschaftliche Zerfall einerseits und die exzessive Globalisierung andererseits so weiter fortschreiten, steht uns eine spannende Zeit bevor. Wachen die Gewerkschaften nicht bald auf, geht es ihnen demn&auml;chst so wie der SPD, die schon lange vergessen hat, wer sie gew&auml;hlt und f&uuml;r wen sie einst Interessenvertreter war!!!<\/p><p>Aus diesem Grunde erkl&auml;re ich nun meinen Austritt.<\/p><p>Mit kollegialem Gru&szlig;<br>\nH. R-<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag!<\/p><p>Auch einige Gliederungen des ver.di-Bezirks Hamburg hatten zu einer Gegendemonstration gemeinsam mit der Schl&auml;gertruppe &ldquo;ANTIFA&rdquo; aufgerufen.<\/p><p>Da ich wenig Hoffnung hatte, dass die Gewerkschaft zur Vernunft kommt, bin ich nach &uuml;ber 40 Jahren ausgetreten.<\/p><p>Mit freundlichem Gru&szlig;<br>\nThomas Dose<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseiten,<\/p><p>nach einer Kundgebung in Stuttgart am 22.01.2022 war bei SWR aktuell BaW&uuml; online abends zu lesen:<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Verdi-Landeschef ist f&uuml;r Kritik mit Augenma&szlig;&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Gegner der Corona-Ma&szlig;nahmen hatten in der Vergangenheit immer wieder heftige Kritik an den Medien und auch am &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk ge&uuml;bt. Verdi-Landeschef Martin Gross betonte: &ldquo;Kritik an der aktuellen Politik und auch an der Berichterstattung dar&uuml;ber sind nicht nur erlaubt, sie sind in einer Demokratie auch geboten.&rdquo; Aber alle Grenzen w&uuml;rden eingerissen, wenn Journalistinnen und Journalisten diffamiert und bedroht w&uuml;rden.<\/p><p>Das Motto der Demonstration: &ldquo;Wir ziehen vor die Medienh&auml;user, denn da sitzt das Virus&rdquo;, wurde schon im Vorfeld auch von Gross kritisiert. &ldquo;Wer unter so einem menschenverachtenden Motto direkt vor den Arbeitspl&auml;tzen von Medienschaffenden demonstrieren will, missbraucht das Demonstrationsrecht&rdquo;, sagte Verdi-Landesbezirksleiter. Dies sei ein Angriff auf die Pressefreiheit.<\/p><p>Ebenfalls mit Unverst&auml;ndnis &auml;u&szlig;erte sich Andrea Valentiner-Branth vom Verdi-Senderverband im SWR: &ldquo;Was haben das Coronavirus, Impfungen und der unabh&auml;ngige &ouml;ffentlich-rechtliche Rundfunk &uuml;berhaupt miteinander zu tun?&rdquo;, fragte sie* . Immer wieder seien Kolleginnen und Kollegen bei der Berichterstattung vor Ort auch gewaltsam angegriffen worden. Mit der Demonstration vor dem SWR-Funkhaus w&uuml;rden die Medienschaffenden nun auch an ihrem Arbeitsplatz bedroht.<\/p><p>&bdquo;Wer unter so einem menschenverachtenden Motto direkt vor den Arbeitspl&auml;tzen von Medienschaffenden demonstrieren will, missbraucht das Demonstrationsrecht. Dies ist ein Angriff auf Kolleginnen und Kollegen, ein Angriff auf die Pressefreiheit. Kritik an der aktuellen Politik und auch an der Berichterstattung dar&uuml;ber sind nicht nur erlaubt, sie sind in einer Demokratie auch geboten. Aber alle Grenzen werden eingerissen, wenn Journalistinnen und Journalisten diffamiert und bedroht werden.&ldquo;<\/p><p>Ich habe dann Herrn Gross irritiert eine Mail geschickt, da ich die Situation ganz anders erlebt habe. Folgende Antwort erhielt ich dann:<\/p><p>&ldquo;Wir haben diese Pressemeldung am Freitag vor der Demo verschickt, aufgrund des Mottos der Demo. Dieses Motto wurde &uuml;brigens im Laufe des Freitags von der Homepage von Querdenken-711 heruntergenommen. Sie sehen in dem Zitat, dass wir den SWR nicht von Kritik ausgenommen haben, im Gegenteil. Wir sagen, dass geh&ouml;rt dazu. Aber der Aufruf zur Demo hat, nachdem es bereits gewaltsame &Uuml;bergriffe gegen Journalist*innen gab, einiges bef&uuml;rchten lassen. Gut, dass dies so nicht eingetreten ist.&rdquo;<\/p><p>* Oh my god!<\/p><p>Wenn der Protest auf der Stra&szlig;e nicht erw&uuml;nscht ist, bleibt noch der Boykott, dazu z&auml;hlt f&uuml;r mich auch der Austritt bei ver.di u.a.. Ver.di habe ich bereits gek&uuml;ndigt.<\/p><p>Gr&uuml;&szlig;e<br>\nEva Kronz<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Schlussbemerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong><\/p><p>Auch wenn der Unmut mancher Mitglieder von Gewerkschaften zu verstehen ist, w&auml;re anzuraten, mit dem Austritt oder eine Austrittsdrohung vorsichtig umzugehen. Was ist denn die Alternative?<\/p><p>Und noch eine Bitte: Unterzeichnen Sie Leserbriefe bitte m&ouml;glichst mit Ihrem vollen Namen. Auf jeden Fall sollten Sie es vermeiden, einen Leserbrief einschlie&szlig;lich der beigef&uuml;gten Austrittserkl&auml;rung nur mit Initialen zu zeichnen. Einen solchen Fall haben wir in dieser Zusammenstellung ausnahmsweise noch einmal aufgenommen. Das werden wir k&uuml;nftig aber nicht wieder machen.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80555\">Dieser Beitrag<\/a> ist in zwei Abschnitte geteilt. In Teil A bringt Magda von Garrel ihren Protest gegen ihre Gewerkschaft Ver.di Berlin zum Ausdruck. Diese habe sich in einer Presseinformation per Mail f&uuml;r bezirkliche Demos gegen &bdquo;Montagsspazierg&auml;nge&ldquo; eingesetzt. Das widerspreche der Satzung, in der sich ver.di u.a. &bdquo;zu den Grunds&auml;tzen des demokratischen und sozialen Rechtsstaats&ldquo;<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80775\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-80775","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/80775","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=80775"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/80775\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":80793,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/80775\/revisions\/80793"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=80775"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=80775"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=80775"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}