{"id":80833,"date":"2022-02-15T08:51:41","date_gmt":"2022-02-15T07:51:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80833"},"modified":"2022-02-15T08:51:41","modified_gmt":"2022-02-15T07:51:41","slug":"hinweise-des-tages-4048","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80833","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80833#h01\">Russland\/Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80833#h02\">Christian Lindner, Europa und der weise Rat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80833#h03\">Altersarmut-Wenn nur noch ein Minijob hilft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80833#h04\">Halten den Laden zusammen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80833#h05\">Milliardenhohe W&auml;hrungsreserven: Die USA unterschlagen afghanisches Verm&ouml;gen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80833#h06\">&laquo;Mir fehlt da die Evidenz&raquo;: Der Lungenarzt und Medizinrechtler Patrick Stais lehnt eine Impfpflicht ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80833#h07\">Deutschland in der Pandemiebek&auml;mpfung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80833#h08\">Kinder deutlich weniger gef&auml;hrdet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80833#h09\">Ohne Zwang: Nur wenige Covid-Todesf&auml;lle in Japan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80833#h10\">1,3 Millionen Tote im Jahr durch Antibiotikaresistenzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80833#h11\">20 Jahre Red Hand Day: Ampel-Koalition muss Aktionsplan zum Schutz von Kindern in bewaffneten Konflikten vorlegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80833#h12\">Antisemitismus: Von Interessen und Befindlichkeiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80833#h13\">Warten auf Entschuldigung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80833#h14\">&Uuml;bersch&auml;tzte Rolle von Echokammern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80833#h15\">Ex-Guantanamo-H&auml;ftling: Regisseur Dresen fordert Entsch&auml;digung f&uuml;r Murat Kurnaz &ndash; Kritik am heutigen Bundespr&auml;sidenten Steinmeier<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Russland\/Ukraine<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die Stationierungsr&auml;ume der NATO<\/strong><br>\nKurz vor der Reise von Bundeskanzler Olaf Scholz nach Kiew und Moskau erinnert die Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) an sukzessive Verschiebungen des milit&auml;rischen Kr&auml;ftegleichgewichts in Europa durch den Westen zu Lasten Russlands. Zum Beleg f&uuml;hrt die SWP unter anderem die Blockade des KSE-Anpassungsabkommens, die Missachtung der NATO-Russland-Grundakte bereits seit 2007 sowie Europas erste Grenzverschiebung seit 1990 &bdquo;nach vorheriger Gewaltanwendung&ldquo; an &ndash; durch die Anerkennung des Kosovo im Februar 2008. Zudem stehe das Recht auf freie B&uuml;ndniswahl im Kontext mit zus&auml;tzlichen Normen, die &bdquo;auch Allianzen&ldquo; b&auml;nden. Die Hinweise lassen Moskaus aktuelle Forderungen nach einem Ende der NATO-Ostexpansion nachvollziehbar erscheinen. &Uuml;berschattet wird die Kanzlerreise von Aufforderungen diverser westlicher Staaten, ihre B&uuml;rger sollten die Ukraine verlassen, dar&uuml;ber hinaus vom Abzug von Botschaftspersonal &ndash; darunter deutschem &ndash; und von Milit&auml;rausbildern. Die US-Behauptung, ein russischer Einmarsch in die Ukraine stehe unmittelbar bevor, wird vom ukrainischen Pr&auml;sidenten Wolodymyr Selenskyj in Frage gestellt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8840\">German Foreign Policy <\/a><\/li>\n<li><strong>M&uuml;tzenich: Russische Interessen anerkennen<\/strong><br>\nVor dem Besuch des Bundeskanzlers Olaf Scholz in Kiew hat der SPD-Fraktionschef Rolf M&uuml;tzenich die russischen Sicherheitsbedenken auch auf &raquo;gro&szlig;e Fehler&laquo; der US-Regierung unter dem damaligen Pr&auml;sidenten George W. Bush zur&uuml;ckgef&uuml;hrt. Er nannte dabei neben der &raquo;Invasion im Irak&laquo; namentlich &raquo;Verwerfungen hier in Europa&laquo; und den &raquo;Abschied von R&uuml;stungskontrolle&laquo;. &raquo;Alles das sind Dinge, die auch Russland verunsichern&laquo;, sagte M&uuml;tzenich am Montag im ARD-&raquo;Morgenmagazin&laquo;. Man m&uuml;sse &ouml;ffentlich anerkennen, &raquo;dass auch Russland berechtigte Sicherheitsinteressen&laquo; habe. &raquo;Das hat nichts mit der Ukraine zu tun&laquo;, sondern &raquo;mit den USA, dem Wegfall von R&uuml;stungsabkommen&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/420699.m%C3%BCtzenich-russische-interessen-anerkennen.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das h&ouml;rt sich bei der Bundesau&szlig;enministerin und dem wiedergew&auml;hlten Bundespr&auml;sidenten ganz anders an. Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80639\">Baerbock im deutsch-russischen Porzellanladen<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80754\">Der US-Beauftragte in Schloss Bellevue ist wiedergew&auml;hlt<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>The Ultimate End of NATO<\/strong><br>\nRussia&rsquo;s goal is not to destroy Ukraine&mdash;this could be accomplished at any time. Rather, the goal of Russia is to destroy NATO by exposing its impotence, writes Scott Ritter. [&hellip;]<br>\nThe Trans-Atlantic alliance is a strange amalgam of political, economic, and military belief systems cloaking a mass of 30 nations who manage the day-to-day activities of their organization through a consensus-based, collective decision-making process that is as unwieldy as it is inefficient.<br>\nOriginally formed as a collective of 12 nations united by the desire, as the first secretary-general of NATO, Lord Ismay, once quipped, &ldquo;to keep the Russians out, the Americans in, and the Germans down&rdquo;, the Trans-Atlantic alliance was, first and foremost, a club comprised of nations which had two things in common&mdash;a shared belief in the primacy of democratic governance, and a desire to be protected under the umbrella of American military power. [&hellip;]<br>\nDuring this time NATO also watched its long-held mantra of being a purely defensive alliance fall to the side as it engaged in offensive military operations on the soil of the former Republic of Yugoslavia, and non-member, and a offensive bombing campaign against Serbia, despite Serbia not having attacked any NATO member. [&hellip;]<br>\nThe fractures exposed in NATO&rsquo;s membership when it comes to Ukraine will only grow larger over time. It may take years for NATO to go away, but let no one be fooled by what is happening&mdash;NATO is finished as an alliance.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/consortiumnews.com\/2022\/02\/11\/the-ultimate-end-of-nato\/%20\">Consortium News <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Moritz M&uuml;ller:<\/strong> Sehr lesenswerter Text von einem ehemaligen Insider &uuml;ber die F&auml;higkeiten der NATO. Vielleicht etwas optimistisch, weil es einer Organisation wie der NATO auch trotz, oder gerade wegen fehlender Macht gelingen k&ouml;nnte, ein gro&szlig;es Chaos anzurichten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Tagesschau und die ukrainischen Neonazis<\/strong>\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/220215-hdt-01.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/220215-hdt-01.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/div>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/photo?fbid=3111021509214764&amp;set=pcb.3111021565881425%20\">Tagesschau via Facebook<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Was die Tagesschau hier besch&ouml;nigend als &bdquo;Spezialeinheit&ldquo; bezeichnet, wird von seri&ouml;seren Medien als <a href=\"https:\/\/www.derstandard.de\/story\/2000077042607\/us-kongress-untersagt-hilfen-fuer-ukrainische-neonazi-miliz-asow\">&bdquo;Neonazi-Miliz&ldquo;<\/a> bezeichnet. Das rechtsradikale &bdquo;Asow Battalion&ldquo; hat wegen seines offen rechtsextremen Charakter sogar das Kunstst&uuml;ck geschafft, von der Liste der ohnehin fragw&uuml;rdigen Gruppen gestrichen zu werden, die vom Pentagon finanziert werden. Vor etwas mehr <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/US-Abgeordnete-fordern-die-Einstufung-des-Asow-Regiments-als-Terrororganisation-4569699.html\">als zwei Jahren gab es im US-Kongress sogar den Vorsto&szlig;<\/a> dieser Gruppe auf die Liste der Terrororganisationen zu setzen. Die verharmlosende Berichterstattung der Tagesschau ist ein weitere Skandal, der jedoch sehr gut ins Bild der aktuellen Medienkampagne passt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Bundesregierung und die deutschen Interessen<\/strong><br>\nF&uuml;r wen handelt eigentlich die Bundesregierung, wenn sie keinen Druck aus&uuml;bt, Minsk II umzusetzen, stetig die Treue zur NATO beschw&ouml;rt, unverbr&uuml;chlich an der Seite der Ukraine stehen will und selbst Sanktionen gegen Nord Stream 2 akzeptiert? Die Interessen der deutschen B&uuml;rger k&ouml;nnen es nicht sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/131533-bundesregierung-und-deutschen-interessen\/\">RT DE<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Christian Lindner, Europa und der weise Rat<\/strong><br>\nChristian Lindner ben&ouml;tigt Rat. Er ben&ouml;tigt sogar dringend guten Rat. Weiser Rat w&auml;re das Gr&ouml;&szlig;te. Das hat er sich wohl selbst gedacht und, in der Tat, er holt sich Rat. Der fr&uuml;here Vorsitzende der sogenannten Wirtschaftsweisen, des Sachverst&auml;ndigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (SVR), Lars Feld, soll sein Chefberater werden.<br>\nDas ist pikant, weil genau dieser Vorsitzende auf Druck der SPD in der Koalition mit der CDU nicht mehr als Weiser verl&auml;ngert wurde und ausscheiden musste. Dass er jetzt, in einer Koalition unter F&uuml;hrung der SPD, den vermutlich ungleich wichtigeren Posten des Chefberaters des Bundesfinanzministers erh&auml;lt, zeigt wiederum, dass in dieser Koalition alle drei Parteien vor sich hin wurschteln, ohne eine gemeinsame Linie auch nur zu versuchen.<br>\nViel schlimmer aber ist, dass man absolut sicher sein kann, dass dieser fr&uuml;here Wirtschaftsweise den Wirtschaftslaien Christian Lindner in all seinen falschen Vorurteilen best&auml;tigen wird, weil er genau das in seiner Zeit beim SVR in praktisch jedem Gutachten vorgef&uuml;hrt hat. Die Gutachten mit und unter Feld zeichneten sich dadurch aus, dass es praktisch keine origin&auml;ren Ergebnisse der Arbeit der R&auml;te gab, sondern das schlichte Wiedergeben der herrschenden Lehre zu allen denkbaren Problemen (hier eine Auseinandersetzung meinerseits aus dem vergangenen Jahr damit). So ist dieser Rat nie &uuml;ber den Sachstand hinausgekommen, den man ohnehin beliebig oft lesen konnte.<br>\nLindner glaubt, wie jeder gute Liberale, fest daran, es g&auml;be so etwas wie &bdquo;Ordnungspolitik&ldquo;, die ein Ersatz sein k&ouml;nnte f&uuml;r intelligente Politik. Da kommt ihm der Freiburger Feld gerade recht. An der Universit&auml;t Freiburg trauern viele immer noch Friedrich August von Hayek nach, der &ndash; in der intellektuellen Auseinandersetzung mit dem Keynesianismus kl&auml;glich gescheitert &ndash; sich daran machte, der marktwirtschaftlichen Ordnung einen radikalen ideologischen &Uuml;berbau zu geben (hier ein &auml;lterer Artikel dazu). Dabei ist dann leider alles verloren gegangen, was an der Ordnung wichtig und verstehenswert ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2022\/02\/14\/christian-lindner-europa-und-der-weise-rat\/\">Relevante &Ouml;konomik<\/a>\n<p><strong>dazu: Bitte nicht!<\/strong><br>\nSeit gestern gab es zwei Hiobsbotschaften. Sonntagmittag machte das Ger&uuml;cht die Runde, dass Finanzminister Lindner den ehemaligen Wirtschaftsweisen Prof. Lars Feld zu seinem Chefvolkswirt macht. Das ist schlimm, weil Feld ein ordoliberaler Hardliner ist, der Finanzpolitik aus der Mottenkiste propagiert. Mittlerweile wurde aus dem Ger&uuml;cht auch eine offizielle Bekanntmachung, auf die ich gleich noch eingehe.<br>\nHeute Morgen dann die zweite Hiobsbotschaft. In einem Interview beim Handelsblatt lie&szlig; Lindner den Schafspelz fallen und versch&auml;rfte seine finanzpolitischen Positionen drastisch. Zu Beginn der Amtszeit zeigte er sich noch wenig dogmatisch, unterst&uuml;tzte auch den 60 Milliarden Euro Nachtragshaushalt. Auch in Frankreich zeigte er sich beim Antrittsbesuch gem&auml;&szlig;igt und offen f&uuml;r Reformen in Sachen Stabilit&auml;ts- und Wachstumspakt. Wachstum sei wichtiger als Schuldenregeln, so lautete sein Motto. Das d&uuml;rfte jetzt vom Tisch sein. Fatalerweise!<br>\nChristian Lindner machte in der offiziellen Verk&uuml;ndung zur Berufung von Prof. Feld keinen Hehl daraus, warum er genau ihn berufen hat. So hei&szlig;t es in Lindners Statement:<\/p>\n<blockquote><p>\n&bdquo;Stabile Staatsfinanzen und eine ma&szlig;volle Fiskalpolitik bilden die Grundpfeiler einer funktionierenden Sozialen Marktwirtschaft. Kaum ein anderer &Ouml;konom in unserem Land hebt diesen Zusammenhang immer wieder so deutlich hervor wie Professor Lars Feld. Sein ordnungspolitischer Kompass ist klar. Ich sch&auml;tze ihn f&uuml;r seine ordoliberale Grund&uuml;berzeugung.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>&ldquo;Stabile Staatsfinanzen&rdquo; sind Lindners liebste Nebelkerze. Den Begriff nutzt er st&auml;ndig, ohne zu erkl&auml;ren, was damit gemeint ist. Gleiches gilt f&uuml;r &ldquo;ma&szlig;volle Fiskalpolitik&rdquo;. Wann ist sie denn &ldquo;ma&szlig;voll&rdquo;? Wenn sie f&uuml;r Wachstum und Vollbesch&auml;ftigung sorgt oder wenn sie die Schuldenquote nicht erh&ouml;ht? Richtig w&auml;re Ersteres, Lindner aber meint Letzteres.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/mauricehoefgen.substack.com\/p\/lindner-finanzminister-lars-feld-berater\">Maurice H&ouml;fgen<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Altersarmut-Wenn nur noch ein Minijob hilft<\/strong><br>\n&Uuml;ber 40 Jahre Arbeit und doch reicht die Rente nicht. So wie Peter H&ouml;hn geht es immer mehr Deutschen, sie fallen in die Altersarmut. Wenn es gut l&auml;uft, bekommen sie einen Minijob.<br>\nFr&uuml;her hatte er gro&szlig;e Pl&auml;ne f&uuml;r seinen Ruhestand: in die Welt reisen, gutes Essen genie&szlig;en &ndash; einfach leben. Doch es kam anders als gedacht. Peter H&ouml;hn ist 67 Jahre alt und arbeitet als Minijobber. Denn seine Rente reicht hinten und vorne nicht. Richtig bewusst wird ihm seine Situation, als er feststellen muss, dass es nicht mal mehr f&uuml;r neue Kleidung reicht:<br>\n&ldquo;Vor zwei Jahren hatte ich eine Hose ben&ouml;tigt, das Geld war nicht da. Da hab&rsquo; ich meine Briefmarkensammlung verkauft f&uuml;r weit unter Wert, aber da konnte ich mir wenigstens zwei Hosen kaufen. Und das will ich nicht nochmal erleben.&rdquo; Die letzten zehn Jahre war Peter H&ouml;hn selbst&auml;ndig. Er recherchierte Adressen f&uuml;r Auftraggeber, bis er durch die Datenschutzgrundverordnung 2017 seine T&auml;tigkeit nicht mehr aus&uuml;ben durfte und arbeitslos wurde.<br>\nF&uuml;r Peter H&ouml;hn war das ein gro&szlig;er Schock, sagt er: Dann habe ich meine Rente beantragt und gesehen, dass es doch sehr wenig ist. F&uuml;r meinen Geist war es so, als verfalle ich ins Bodenlose, weil kein Geld mehr da ist.<br>\nSeine R&uuml;cklagen waren schnell aufgebraucht. B&uuml;cher kaufen, mal ins Theater gehen, seinen geliebten Fu&szlig;ballverein Eintracht Frankfurt im Stadion sehen, all das ist pl&ouml;tzlich nicht mehr m&ouml;glich.<br>\nDas Thema Altersarmut ist f&uuml;r viele schambesetzt. Vor allem f&uuml;r diejenigen, die ihr Leben lang hart gearbeitet haben. Auch Peter H&ouml;hn schmerzt es sehr, dass er den Lebensstandard, den er und seine Frau einst hatten, nicht mehr halten kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/panorama\/rente-altersarmut-minijob-100.html%20\">ZDF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Deutlich realistischer als die verbreiteten Fake News von der angeblich &ldquo;reichsten Rentnergeneration aller Zeiten&rdquo;, die auch noch aus purer Lust arbeiten geht und dabei Erf&uuml;llung findet z.B. <a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/familie\/ruhestand-arbeiten-im-rentenalter-bringt-erfullung-L3L6ADL76HTDWXLYNO2LW7ASOA.html\">hier<\/a> oder <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/karriere\/arbeitende-rentner-finanzielle-sorgen-sind-nur-selten-der-grund-a-1276299.html\">hier<\/a>. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Halten den Laden zusammen<\/strong><br>\nVor den turnusgem&auml;&szlig;en Wahlen stellt IG Metall Bedeutung von Betriebsr&auml;ten heraus und fordert mehr Mitsprache bei strategischen Entscheidungen<br>\nAnfang M&auml;rz starten die turnusm&auml;&szlig;igen Betriebsratswahlen. Aus diesem Anlass pr&auml;sentierte die IG Metall am Donnerstag einige zentrale Aufgaben f&uuml;r die n&auml;chste vierj&auml;hrige Wahlperiode.<br>\nEs seien besondere Wahlen in diesem Jahr, erkl&auml;rte Christiane Benner, Zweite Vorsitzende der IG Metall. Mit dem Klimawandel, der Digitalisierung und der Internationalisierung von Industrieunternehmen st&uuml;nden die in insgesamt 10.700 Firmen aus dem Vertretungsbereich der Gewerkschaft zu w&auml;hlenden rund 73.000 Betriebsratsvertreter vor gro&szlig;en Herausforderungen. &raquo;Ihre Aufgabe ist es, die anstehenden Transformationen mitzugestalten&laquo;, so Benner. Was nicht neu sei, da Betriebsr&auml;te ohnehin &raquo;Tag f&uuml;r Tag aktiv bei der Umstellung von Produkten und Produktionen&laquo; mitwirkten.<br>\nDie IG-Metall-Vizevorsitzende nahm die Onlineveranstaltung zum Anlass, auf die Bedeutung der betrieblichen Mitbestimmung zu verweisen, die erst k&uuml;rzlich zu einem anderen Anlass zentrales Thema der Gewerkschaft war. Benner unterstrich, dass Besch&auml;ftigte nicht einfach Befehlsempf&auml;nger seien, sondern Arbeitsprozesse und -bedingungen aktiv mitgestalteten. Allerdings stie&szlig;en sie oft an Grenzen. &raquo;Deshalb ben&ouml;tigen wir eine Weiterentwicklung des Betriebsverfassungsgesetzes.&laquo; Mehr Mitsprache der Betriebsr&auml;te m&uuml;sse es bei strategischen Entscheidungen in den Unternehmen geben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/420505.betriebsratswahlen-2022-halten-den-laden-zusammen.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Milliardenhohe W&auml;hrungsreserven: Die USA unterschlagen afghanisches Verm&ouml;gen<\/strong><br>\nNach Angaben des Wei&szlig;en Haues hat US-Pr&auml;sident Joe Biden einen Erlass unterzeichnet, der vorsieht, die in den USA eingefrorenen W&auml;hrungsreserven Afghanistans freizugeben. Die sieben Milliarden US-Dollar (rund 6,1 Milliarden Euro) der afghanischen Zentralbank sollen in zwei H&auml;lften aufgeteilt werden. W&auml;hrend die eine H&auml;lfte der Gelder direkt der humanit&auml;ren Hilfe f&uuml;r die afghanische Bev&ouml;lkerung zur Verf&uuml;gung gestellt werden soll, wird die andere H&auml;lfte f&uuml;r Angeh&ouml;rige von Opfern der Terroranschl&auml;ge vom 11. September 2001 zur&uuml;ckgehalten.<br>\nDie US-Regierung hat dadurch die Geldmittel der afghanischen Bev&ouml;lkerung unverhohlen untergeschlagen. Damit wird Afghanistan beraubt und das wahre Gesicht der Hegemonie und der Banditen-Logik der USA enth&uuml;llt.<br>\nNach der Machtergreifung der Taliban im vergangenen August hatte die US-Regierung die Gelder der afghanischen Zentralbank in &Uuml;bersee eingefroren, darunter auch W&auml;hrungsreserven in Milliardenh&ouml;he auf Konten in den USA. Selbstverst&auml;ndlich geh&ouml;ren die Geldmittel dem afghanischen Volk. Die USA haben kein Recht das afghanische Verm&ouml;gen anzur&uuml;hren. Auch wenn das Geld, wie die US-Regierung behauptet, ein Teil der internationalen Nothilfe ist, die aus dem Internationalen W&auml;hrungsfonds und der Weltbank stammt, darf das Wei&szlig;e Haus seine Kompetenzen nicht &uuml;berschreiten und das Geld nicht in die eigene Tasche stecken.<br>\nDie Aussage der US-Regierung, die H&auml;lfte der eingefrorenen Zentralbankgelder Afghanistans f&uuml;r die Angeh&ouml;rigen der Opfer der Terroranschl&auml;ge vom 11. September 2001 einzubehalten, ist ebenfalls rechtswidrig. Damit wurde aber aufgedeckt, dass die US-Regierung erst im Jahr 2017, also 16 Jahre nach den Terroranschl&auml;gen, mit der Entsch&auml;digung der Opfer des Terroranschlags begann. (&hellip;)<br>\nNoch sch&auml;ndlicher ist, dass die USA sich mit der kritischen Lage in Afghanistan herausgeredet und einen Notstand in Amerika ausgerufen haben. Durch die administrativen Befugnisse des US-Pr&auml;sidenten kann die US-Regierung so das afghanische Verm&ouml;gen in den USA rechtm&auml;&szlig;ig einkassieren. Analytikern zufolge werden die USA die geraubten Gelder in Zukunft h&ouml;chstwahrscheinlich unter dem Etikett &bdquo;Unterst&uuml;tzung f&uuml;r das afghanische Volk&ldquo; f&uuml;r die &bdquo;Verbesserung&ldquo; der Menschenrechtslage in Afghanistan verwenden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german.cri.cn\/kommentar\/alle\/3259\/20220213\/735170.html\">CRI online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&laquo;Mir fehlt da die Evidenz&raquo;: Der Lungenarzt und Medizinrechtler Patrick Stais lehnt eine Impfpflicht ab<\/strong><br>\nOmikron hat die Lage auf den Intensivstationen deutlich ver&auml;ndert. Eine Impfpflicht w&uuml;rde laut dem Oberarzt aus Moers den Schutz gef&auml;hrdeter Gruppen nicht erh&ouml;hen. Vor diesem Hintergrund pl&auml;diert Stais f&uuml;r mehr Eigenverantwortung und weniger Angst. [&hellip;]<br>\nBundestag und Bundesrat haben eine Impfpflicht f&uuml;r Pflegeberufe beschlossen, aus der einige L&auml;nder ausscheren wollen. Haben Sie daf&uuml;r Verst&auml;ndnis?<br>\nDie einrichtungsbezogene Impfpflicht will besonders gef&auml;hrdete Gruppen vor Ansteckung sch&uuml;tzen. Wir sehen jedoch im Moment, dass Geimpfte ebenso wie Ungeimpfte das Virus &uuml;bertragen. Insofern erschliesst sich mir nicht, wie man eine einrichtungsbezogene Impfpflicht begr&uuml;nden will.<br>\nBef&uuml;rworter der Impfpflicht sagen, ungeimpftes Personal k&ouml;nne f&uuml;r geschw&auml;chte Patienten eine t&ouml;dliche Gefahr sein.<br>\nDas klingt griffig, aber niemand kann garantieren, dass dieses Risiko durch eine Impfung vermieden w&uuml;rde. Wir haben dazu momentan keine gesicherte wissenschaftliche Erkenntnis. Die Impfung dient dem Eigenschutz. Sie bewahrt sehr gut vor einem schweren Verlauf. Den Schutz anderer k&ouml;nnte sie nur leisten, wenn eine sterile Immunit&auml;t entst&uuml;nde, die Infektionskette also unterbrochen w&uuml;rde. Davon ist gegenw&auml;rtig nichts zu sehen. Auch die Nebenwirkungen der Impfung, deren Ausmass wir noch nicht kennen, sprechen gegen eine Impfpflicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/interview-der-lungenarzt-patrick-stais-lehnt-eine-impfpflicht-ab-ld.1669157\">NZZ<\/a>\n<p><strong>dazu: Erlanger Stiko-Experte lehnt die allgemeine Impfpflicht ab &ndash; er hat eine andere Idee<\/strong><br>\nAllgemeine Impfpflicht Ja oder Nein? Die Meinungen in der Debatte sind gespalten. Momentan sorgt die Umsetzung der einrichtungsbezogenen Impfpflicht f&uuml;r Streit. Bayerns Ministerpr&auml;sident Markus S&ouml;der* (CSU) hatte angek&uuml;ndigt, die Pflege-Impfpflicht nicht direkt umzusetzen, ihm fehlen klare Regeln zur Umsetzung. Zudem forderte der Freistaat einen Plan vom Bund f&uuml;r die versprochene allgemeine Impfpflicht.<br>\nDer Vorsitzende der St&auml;ndigen Impfkommission (Stiko) Thomas Mertens bef&uuml;rchtet durch die Impfpflicht eine &bdquo;Spaltung des Gesellschaft&ldquo;. Professor Christian Bogdan, Direktor des Instituts f&uuml;r Klinische Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene an der FAU Erlangen-N&uuml;rnberg* und am Universit&auml;tsklinikum Erlangen, sieht das &auml;hnlich. Er ist seit 2011 Mitglied der Stiko und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und lehnt eine allgemeine Impfpflicht entschieden ab. Seine Gr&uuml;nde legte er auf Nachfrage von Merkur.de dar. Stattdessen pl&auml;diert er f&uuml;r mehr Aufkl&auml;rung und Transparenz und f&uuml;r eine Reduktion des Drucks auf Menschen, die derzeit noch Zweifel an der Corona-Impfung haben, um so deren Impfbereitschaft zu f&ouml;rdern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.merkur.de\/bayern\/nuernberg\/corona-impfpflicht-stiko-experte-christian-bogdan-erlangen-argumente-impfquote-zr-91346150.html\">Merkur<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Deutschland in der Pandemiebek&auml;mpfung<\/strong><br>\nZehn-Punkte-Plan f&uuml;r gesellschaftlichen Zusammenhalt<br>\nDie Coronakrise ist inzwischen eine veritable Gesellschaftskrise. Was passieren muss, damit sie sich nicht weiter zur Demokratiekrise ausw&auml;chst.<br>\nEs scheint zun&auml;chst nur eine von den zahlreichen Umfragen und nur eine von diesen vielen Zahlen zu sein, die Tag f&uuml;r Tag auf uns einprasseln: Das Institut f&uuml;r Demoskopie in Allensbach hat k&uuml;rzlich ermittelt, dass 86 Prozent der Deutschen sagen, die Gesellschaft habe sich in den letzten beiden Jahren verschlechtert. In einer von der &raquo;Welt am Sonntag&laquo; ver&ouml;ffentlichten Befragung (die im Auftrag der CDU\/CSU-Gruppe in der EVP-Fraktion durch INSA durchgef&uuml;hrt wurde) sahen 23 Prozent die Gefahr einer Diktatur in unserem Land, 15 Prozent erw&auml;gen der gleichen Umfrage zufolge auszuwandern, das w&auml;ren in absoluten Zahlen ann&auml;hernd 13 Millionen Menschen.<br>\nUnd der Kanzler, der weder &raquo;rote Linien&laquo; kennt noch eine &raquo;Spaltung im Land&laquo; sieht, sagt k&uuml;rzlich in der ARD allen Ernstes: &raquo;Deutschland ist ja gegenw&auml;rtig gerade das erfolgreichste Land in Europa in der Frage des Umgangs mit der Pandemie.&laquo;<br>\nHoffentlich l&auml;sst Olaf Scholz die Chance zum Kurswechsel, die ihm die Ministerpr&auml;sidentenkonferenz im Kanzleramt am Montag bietet, nicht ungenutzt, um &ouml;ffentlich einzur&auml;umen, dass das Sch&ouml;nreden alarmierender Entwicklungen niemandem weiterhilft. Der Kanzler sollte auf das dr&ouml;ge Ritual der Pressekonferenz im Anschluss an die Beratungen verzichten, denn die Erfahrung lehrt, dass die Ergebnisse, die er dort verk&uuml;ndet, ohnehin noch im gleichen Augenblick von einem oder mehreren der L&auml;nderchefs infrage gestellt werden. Warum wendet er sich nicht stattdessen in einer Fernsehansprache an die Bev&ouml;lkerung, um den Ernst der Lage anzuerkennen? Denn die Coronakrise ist inzwischen eine veritable Gesellschaftskrise, sie darf sich nicht weiter zur Demokratiekrise auswachsen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/deutschland-zehn-punkte-plan-fuer-gesellschaftlichen-zusammenhalt-kommentar-a-fbbf58ba-bcff-45d4-a3f4-16ed2606fd76%20\">DER SPIEGEL <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ein guter Artikel mit guten Vorschl&auml;gen. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Kinder deutlich weniger gef&auml;hrdet<\/strong><br>\nFrage nach dem Risiko durch Covid bei Kindern sorgt f&uuml;r heftige Debatten. Die CDU-Politikerin Prien wurde hart kritisiert, da sie darauf hinwies, dass nur wenige Kinder an Covid-19 sterben. Vorliegende Daten geben ihr recht.<br>\nZuvor hatte ein Tweet der KMK-Pr&auml;sidentin f&uuml;r heftige Kritik gesorgt. Eine Nutzerin schrieb beispielsweise: &ldquo;Wir haben in den letzten 4 Wochen 17 tote Kinder gehabt. 17 &ndash; in VIER Wochen. Und es geht immer schneller. Bis Oktober 21 hatten wir 27 tote Kinder, seit Oktober 38. Also in 4,5 Monaten mehr als in 18 Monaten. Insgesamt sind 65 Kinder verstorben.&rdquo; Darauf antwortete Prien: &ldquo;Bitte differenzieren: Kinder sterben. Das ist extrem tragisch. Aber sie sterben mit COVID_19 und nur extrem selten wegen COVID_19.&rdquo; Auf Priens Antwort folgten zahlreiche &ndash; teils beleidigende &ndash; Reaktionen.<br>\nBis zu der H&auml;lfte der als Corona-Patienten erfassten Personen ist nicht wegen Covid-19 im Krankenhaus, sondern das positive Testergebnis ist eine Nebendiagnose. Die Unsch&auml;rfe bei den Krankenhauszahlen ist wegen der hohen Inzidenz gr&ouml;&szlig;er geworden.<br>\nDer Arzt Jakob Maske, Sprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugend&auml;rzte (BVKJ), erkl&auml;rte auf Anfrage von tagesschau.de, es gebe nach zwei Jahren Pandemie etwa 41 Todesf&auml;lle von unter 18-J&auml;hrigen &ndash; im Vergleich zu etwa 120.000 Erwachsenen, die in Deutschland gestorben sind. Es gebe etwa &ldquo;688 Kinder mit PIMS, von denen nahezu alle wieder gesund geworden sind und es gibt eine nicht sicher bezifferbare Anzahl an Long-Covid-F&auml;llen, die je nach Studie im niedrigen einstelligen Prozentbereich liegen und in der Regel nicht l&auml;nger als vier Wochen bestehen&rdquo;, so Maske.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/faktenfinder\/covid-kinder-hospitalisierungen-101.html%20\">tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers T.B.:<\/strong> Hier gilt wohl wieder das alte Sprichwort: Wer Wind s&auml;t, wird Sturm ernten. Seit knapp zwei Jahren wird der Bev&ouml;lkerung massiv Angst gemacht, Zahlen werden aus dem Zusammenhang gerissen und ganz vorn dran warnt unserer lieber Gesundheitsminister insbesondere auch vor den Gefahren f&uuml;r die Kinder durch das Virus. Schon vor &uuml;ber 8 Monaten wurde das u.a. <a href=\"https:\/\/dgpi.de\/stellungnahme-dgpi-dgkh-hospitalisierung-und-sterblichkeit-von-covid-19-bei-kindern-in-deutschland-18-04-2021\/\">hier<\/a> widerlegt, die NachDenkSeiten haben sich dazu auch insbesondere <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75993\">hier<\/a> zu Wort gemeldet. Und jetzt, wo man an der v&ouml;llig unn&ouml;tigen Maskenpflicht an den Schulen r&uuml;tteln m&ouml;chte, bekommt man den Sturm der Ver&auml;ngstigten ab.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Ohne Zwang: Nur wenige Covid-Todesf&auml;lle in Japan<\/strong><br>\nIn einer r&uuml;ckblickenden Studie schrieben zwei japanische Forscher im Juni 2021: &laquo;Im Gegensatz zu den Bewegungseinschr&auml;nkungen in anderen L&auml;ndern ermutigte diese unverbindliche Aufforderung die japanische &Ouml;ffentlichkeit zur Selbstbeschr&auml;nkung, ihr eigenes Urteilsverm&ouml;gen nicht nur im Hinblick auf ihre eigene potenzielle Infektion, sondern auch im Sinne einer altruistischen Sorge um andere einzusetzen.&raquo;<br>\nBeg&uuml;nstigt wurde die Eigenverantwortung in Japan, weil dort schon seit Jahren viele Leute beispielsweise in &ouml;ffentlichen Verkehrsmitteln Masken tragen, um sich selbst zu sch&uuml;tzen und vor allem, um eigene Viren nicht weiterzugeben. Japanerinnen und Japaner pflegen sich auch weniger zu umarmen und zu k&uuml;ssen als die Europ&auml;erinnen und Europ&auml;er.<br>\nWeil viele Japaner den Empfehlungen folgten und die &laquo;drei-C&raquo;-Orte mieden, sagten Veranstalter von grossen Messen und anderen Indoor-Events etliche davon ab, weil sie mit zu wenig Publikum rechneten.<br>\nUnternehmen kamen ihren Besch&auml;ftigten bereits im Februar 2020 entgegen: Traditionelle Morgenkonferenzen des Teams fanden digital statt. Der vortragende Mitarbeiter sass allein im Konferenzzimmer, die &uuml;brigen Mitarbeitenden w&auml;hlten sich von den Arbeitspl&auml;tzen aus ein, meist mit Masken vor dem Gesicht. Andere Unternehmen ermutigten Mitarbeitende, von zu Hause aus zu arbeiten. Toyota beispielsweise lud die Mitarbeitenden ein, sie sollten flexible Arbeitszeiten nutzen oder von zu Hause aus arbeiten, um vollgestopften Z&uuml;ge w&auml;hrend der Stosszeiten zu vermeiden. Weniger wichtige Gesch&auml;ftstreffen und Seminare wurden gestrichen, interne Meetings verschoben oder durch Videokonferenzen ersetzt werden. Das berichtete der Japan-Korrespondent der NZZ bereits am 22. Februar 2020!<br>\nDie praktisch einzige Zwangsmassnahme, welche die Regierung w&auml;hrend des wiederholten &laquo;Ausnahmezustands&raquo; durchsetzte, war das Verbot des Ausschanks von Alkohol und die Schliessung von Restaurants und Bars um 20.00 Uhr. Dies galt namentlich auch w&auml;hrend der olympischen Sommerspiele 2021. Denn das Risiko von Spreader-Events ist nachts in Bars, Clubs und Restaurants mit einem ausgelassenen Publikum am gr&ouml;ssten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/gesundheit\/public-health\/ohne-zwang-nur-wenige-covid-todesfaelle-in-japan\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>1,3 Millionen Tote im Jahr durch Antibiotikaresistenzen<\/strong><br>\nAn Infektionen mit resistenten Bakterien sterben mehr Menschen als an AIDS oder Malaria, stellt eine umfassende Analyse fest.<br>\nJeden Tag sterben 3500 Menschen weltweit an Infektionen mit antibiotikaresistenten Bakterien, im ganzen Jahr 2019 waren es 1,27 Millionen. Fast f&uuml;nf Millionen Todesf&auml;lle standen mit resistenten Erregern in Verbindung. Gegen Antibiotika unempfindliche Bakterienst&auml;mme stellen damit eine erhebliche Bedrohung f&uuml;r die Menschheit dar.<br>\nDas geht aus der bisher umfassendsten Studie &uuml;ber Antibiotikaresistenzen hervor, die im Januar in der Fachzeitschrift &laquo;The Lancet&raquo; ver&ouml;ffentlicht wurde. Die erste globale Auswertung &uuml;ber Resistenzen deckt mehr als 200 L&auml;nder und\/oder Gebiete ab. Forschende der Universit&auml;t Washington untersuchten Daten aus 471 einzelnen Quellen auf 23 resistente Erreger und 83 Erreger-Wirkstoff-Kombinationen. [&hellip;]<br>\nNoch immer werden Antibiotika beispielsweise vorsorglich bei viralen Infekten verordnet, obwohl sie gegen Viren nichts bewirken. In der Massentierhaltung werden sogenannte Reserveantibiotika noch immer in grossen Mengen eingesetzt &ndash; das heisst, Medikamente, die der Verwendung bei Menschen vorbehalten sein sollten, weil sie das letzte Mittel gegen sonst wom&ouml;glich t&ouml;dliche Infektionen sind. Je mehr wir Fleisch aus der Massentierhaltung essen, wo gegen Krankheiten Antibiotika sogar pr&auml;ventiv eingesetzt werden, umso weniger sind Antibiotika wirksam, wenn wir sie selber brauchen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/gesundheit\/medizin\/13-millionen-tote-im-jahr-durch-antibiotikaresistenzen\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>20 Jahre Red Hand Day: Ampel-Koalition muss Aktionsplan zum Schutz von Kindern in bewaffneten Konflikten vorlegen<\/strong><br>\nAnl&auml;sslich des 20-j&auml;hrigen Jahrestages des Red Hand Day am 12. Februar fordern die Kinderrechtsorganisation terre des hommes Deutschland und das GLOBAL NET &ndash; STOP THE ARMS TRADE (GN-STAT) konkrete Schritte der Bundesregierung zum Schutz von Kindern in bewaffneten Konflikten. Sch&auml;tzungsweise 250.000 Jungen und M&auml;dchen, so die beiden Organisationen, werden derzeit in mindestens 24 L&auml;ndern der Welt als Soldat*innen ausgebeutet. Jeden Tag werden Kinder als Soldat*innen zwangsrekrutiert, get&ouml;tet, verst&uuml;mmelt, als Spion*innen, Tr&auml;ger*innen oder K&auml;mpfer*innen benutzt und sexuell missbraucht.<br>\n&bdquo;Zum 20-j&auml;hrigen Jahrestag des Red Hand Day fordern wir die neue Bundesregierung auf, einen Aktionsplan mit konkreten Schritten zum Schutz von Kindern in bewaffneten Konflikten zu beschlie&szlig;en. Die Ampel-Koalition k&uuml;ndigt im Koalitionsvertrag eine restriktive R&uuml;stungsexportpolitik und ein R&uuml;stungsexportkontrollgesetz an &ndash; das ist &uuml;berf&auml;llig, denn deutsche Kleinwaffen landen auch in den H&auml;nden von Kindersoldat*innen. Es wird h&ouml;chste Zeit, dass keine deutschen Waffen mehr in Kriegs- und Krisenregionen geliefert und keine Kinder unter 18 Jahren als Soldat*innen rekrutiert werden&ldquo;, sagte Ralf Willinger, Kinderrechtsexperte von terre des hommes. &bdquo;Deutschland ist der viertgr&ouml;&szlig;te Waffenexporteur weltweit und hat in der letzten Legislaturperiode erneut mehr R&uuml;stungsg&uuml;ter exportiert als je zuvor. Ein erheblicher Teil davon geht direkt in Staaten, die an bewaffneten Konflikten und schweren Menschenrechtsverletzungen, wie der T&ouml;tung oder Rekrutierung von Kindern, beteiligt sind. Dazu geh&ouml;ren die Vereinigten Arabischen Emirate, &Auml;gypten, Brasilien, Indien, Pakistan oder Thailand. Waffenexporte in solche L&auml;nder m&uuml;ssen dringend gestoppt und gesetzlich verboten werden, das muss zentraler Bestandteil des angek&uuml;ndigten R&uuml;stungsexportkontrollgesetzes der neuen Bundesregierung sein.&ldquo; (&hellip;)<br>\nDer Red Hand Day fand erstmals am 12. Februar 2002 in Genf zur Feier des Inkrafttretens des sogenannten &bdquo;Kindersoldaten-Zusatzprotokolls&ldquo; der UN-Kinderrechtskonvention (Zusatzprotokoll zum Schutz von Kindern in bewaffneten Konflikten) statt. terre des hommes und andere Kinder- und Menschenrechtsorganisationen benutzten damals bei einer Aktion in Genf erstmals das Symbol der roten Hand, um auf die Ausbeutung von Kindern als Soldat*innen aufmerksam zu machen. Das Zusatzprotokoll war von der unter anderem von terre des hommes gegr&uuml;ndeten Coalition to Stop the Use of Child Soldiers initiiert und durchgesetzt worden. Seit 2003 wird die Aktion Rote Hand j&auml;hrlich von terre des hommes und anderen Organisationen in Deutschland durchgef&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/europa.blog\/20-jahre-red-hand-day-ampel-koalition-muss-aktionsplan-zum-schutz-von-kindern-in-bewaffneten-konflikten-vorlegen\/\">europa.blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Antisemitismus: Von Interessen und Befindlichkeiten<\/strong><br>\nDas von Deutschen an Juden im 20. Jahrhundert Verbrochene hat die Beziehungen zwischen beiden Kollektivit&auml;ten seit 1945 nachhaltig gepr&auml;gt. Die Feststellung ist trivial: Zu erdr&uuml;ckend das Grauen des &bdquo;Zivilisationsbruches&ldquo;, zu unfassbar &bdquo;das schwarze Loch Auschwitz&ldquo;, als dass es anders h&auml;tte sein k&ouml;nnen.<br>\nDie Ohnmacht der Begriffslosigkeit f&uuml;rs pr&auml;zedenzlose Ereignis griff indes so sehr um sich, dass die Monstrosit&auml;t des j&uuml;ngst Geschehenen zun&auml;chst von beiden Kollektivit&auml;ten weitgehend beschwiegen wurde. Ob dies Beschweigen seine Notwendigkeit darin hatte, dass es f&uuml;r &Uuml;berlebende wie T&auml;ter m&ouml;glicherweise zu fr&uuml;h war, sich dem Unfassbaren zu stellen, muss hier uner&ouml;rtert bleiben. Psychisch &ndash; auch kollektivpsychisch &ndash; ist durchaus nachvollziehbar, dass der &bdquo;Neubeginn&ldquo; f&uuml;r T&auml;ter und Opfer, das Aufschlagen einer &bdquo;neuen Seite&ldquo; im je eigenen Leben als Individuen oder als Gesellschaft, mit einer zumindest tempor&auml;ren Geschichtsvergessenheit einherging. Das muss man nicht goutieren, um es dennoch begreifen zu k&ouml;nnen.<br>\n&Uuml;ber diese elementare Einsicht hinaus ist allerdings bis heute unreflektiert geblieben, dass die Beziehungen zwischen Juden und Deutschen seit 1945 einem spezifischen Tabu unterworfen wurden, namentlich dem eines f&uuml;r moralisch ausgegebenen Paradigmas.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/krass-und-konkret.de\/autorenblogs\/zwischen-zwei-laendern\/antisemitismus-von-interessen-und-befindlichkeiten\/\">Krass &amp; Konkret<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Warten auf Entschuldigung<\/strong><br>\nBerufsverbote &mdash; Vor 50 Jahren trat der Radikalenerlass in Kraft &ndash; und wirkt bis heute nach<br>\nBriefe zustellen, das war der Beruf von Werner Siebler. Bereits als 14-J&auml;hriger begann er f&uuml;r die damalige Deutsche Bundespost zu arbeiten. Briefzustellung war zu dieser Zeit noch eine hoheitliche Aufgabe, die Zusteller*innen wurden verbeamtet. Doch zum Beamten auf Lebenszeit wurde Siebler nicht ernannt. Der Grund: Sieblers Mitgliedschaft in der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP). Diese war nach dem am 28. Januar 1972 in Kraft getretenen Radikalenerlass mit dem Beamtenstatus nicht vereinbar. Siebler erhielt 1984 ein Berufsverbot.<br>\nEr war zeitweise arbeitslos oder arbeitete als Kraftfahrer. Zwar k&auml;mpfte er sich 1991 vor Gericht in die Briefzustellung zur&uuml;ck, aber als Angestellter. Seit 2019 ist er im Ruhestand &ndash; und sp&uuml;rt jeden Monat die Folgen des Berufsverbots. Nach eigenen Angaben hat er mittlerweile 600 Euro weniger im Monat als ihm als Beamter auf Lebenszeit zugestanden h&auml;tte.<br>\nIm Januar j&auml;hrt sich der Radikalenerlass zum 50. Mal. Siebler und seine Mitstreiter*innen haben sich im &ldquo;Bundesarbeitsausschuss der Initiativen gegen Berufsverbote und f&uuml;r die Verteidigung der demokratischen Grundrechte&rdquo; zusammengeschlossen. Der Ausschuss nutzt den 50. Jahrestag, um erneut auf die Situation der Betroffenen aufmerksam zu machen. (&hellip;)<br>\n1972 trat der sogenannte Radikalenerlass in Kraft. Die Ministerpr&auml;sidenten der L&auml;nder stimmten gemeinsam mit der Bundesregierung unter Bundeskanzler Willy Brandt, SPD, darin &uuml;berein, sogenannte Verfassungsfeinde nicht im &ouml;ffentlichen Dienst zu besch&auml;ftigen. Brandt, der in seiner Jugend als radikal links galt, entschuldigte sich sp&auml;ter daf&uuml;r. Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und seine Mitglieds-Gewerkschaften, darunter die ver.di-Vorl&auml;uferinnen wie die &Ouml;TV und die DPG, hatten in den 1970er Jahren Unvereinbarkeitsbeschl&uuml;sse gefasst.<br>\nIm Laufe der Jahre sorgte der Radikalenerlass daf&uuml;r, dass rund 1.500 M&auml;nner und Frauen nicht in den Staatsdienst aufgenommen wurden, darunter viele Lehrer*innen, aber auch Briefzusteller*innen wie Werner Siebler. Als erstes Bundesland hob das Saarland den Erlass 1985 formell auf. Weitere Bundesl&auml;nder folgten, Bayern stellte als letztes Land 1991 die Regelanfrage ein. Sie wurde dort allerdings durch einen Fragebogen ersetzt. Der kann noch heute zu Schwierigkeiten bei einer Einstellung im &Ouml;ffentlichen Dienst in Bayern f&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/publik.verdi.de\/ausgabe-202201\/warten-auf-entschuldigung\/%20\">ver.di publik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80129\">28. Januar 2022: 50 Jahre Radikalenerlass<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&Uuml;bersch&auml;tzte Rolle von Echokammern<\/strong><br>\nKritiker sagen, die digitalen Kommunikationstechniken w&uuml;rden die Konsumenten in Filterblasen locken. Wissenschafter widersprechen.<br>\nZeitkritiker gefallen sich in pessimistischen Diagnosen. Eine davon betrifft die digitalen Techniken. Gef&auml;hrlich sind demnach insbesondere die Computerprogramme, welche laufend den Kommunikationsverkehr der Konsumenten registrieren und diesen &uuml;ber Seiten-Vorschl&auml;ge zu steuern versuchen. Das f&ouml;rdere, so heisst es, den Extremismus, weil die automatischen Empfehlungen die Nutzer dazu verleiten w&uuml;rden, immer mehr vom Selben anzuklicken. Wer einmal Websites mit abstrusen und abseitigen Darstellungen aufgerufen habe, entferne sich zusehends von der Realit&auml;t und verstricke sich in einen Kosmos von irren Weltanschauungen. Das habe schlimme Folgen, wenn es um rassistische oder extremistische Politik gehe. [&hellip;]<br>\nDer &uuml;berwiegende Teil der Bev&ouml;lkerung wird also mit unterschiedlichen Darstellungen und Meinungen konfrontiert. Auch Personen, die via Google-Suche oder Facebook zu Informationen gelangen, bek&auml;men eine breitere Auswahl zu Gesicht, als dies die Verfechter von Filterblasen-Thesen glaubten. Die Gr&uuml;nde, warum sich jemand in Echokammern zur&uuml;ckzieht, sind gem&auml;ss den Forschungen vielmehr bei den pers&ouml;nlichen Dispositionen der jeweiligen Nutzer zu suchen. Es seien, gerade mit Blick auf die USA, individuelle Entscheidungen, die einzelne Konsumenten in die Filterblasen f&uuml;hrten &ndash; diese sind demnach keine willenlosen, verf&uuml;hrten Subjekte. Im Weiteren l&auml;sst die Forschungsliteratur in zahlreichen L&auml;ndern keinen Trend zur ideologischen Polarisierung erkennen. Allerdings verst&auml;rke sich die emotionale Polarisierung &ndash; die jeweiligen Anh&auml;nger der Echokammern w&uuml;rden sich zunehmend gegenseitig verachten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/medien\/ueberschaetzte-rolle-von-echokammern\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Ex-Guantanamo-H&auml;ftling: Regisseur Dresen fordert Entsch&auml;digung f&uuml;r Murat Kurnaz &ndash; Kritik am heutigen Bundespr&auml;sidenten Steinmeier<\/strong><br>\nDer Regisseur Andreas Dresen hat an die Politik appelliert, sich bei dem fr&uuml;heren Guant&aacute;namo-H&auml;ftling Murat Kurnaz zu entschuldigen.<br>\nKurnaz hatte mehrere Jahre ohne Anklage in dem US-Gefangenenlager auf Kuba gesessen. Der heutige Bundespr&auml;sident Steinmeier war in der Zeit Kanzleramtschef und Au&szlig;enminister. Man k&ouml;nne Unrecht, das geschehen sei, nicht ungeschehen machen, sagte Dresen bei der Berlinale, wo er seinen neuen Film &bdquo;Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush&ldquo; vorstellte. Man k&ouml;nne Kurnaz die Jahre nicht wiedergeben und auch seiner Familie die Zeit nicht zur&uuml;ckbringen, f&uuml;hrte der 58-J&auml;hrige aus. Es sei aber das Mindeste, dass Politiker, wenn sie Fehler machten, und das im Nachhinein merkten, dies eingest&uuml;nden. Seiner Meinung nach m&uuml;sse es eine Entsch&auml;digung geben und eine Entschuldigung &bdquo;auch der deutschen Politik&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/regisseur-dresen-fordert-entschaedigung-fuer-murat-kurnaz-kritik-am-heutigen-bundespraesidenten-stei-102.html\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Der US-Beauftragte in Schloss Bellevue ist wiedergew&auml;hlt<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80754\">NachDenkSeiten<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-80833","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/80833","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=80833"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/80833\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":80836,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/80833\/revisions\/80836"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=80833"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=80833"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=80833"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}