{"id":80885,"date":"2022-02-16T08:18:52","date_gmt":"2022-02-16T07:18:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80885"},"modified":"2022-02-16T08:18:52","modified_gmt":"2022-02-16T07:18:52","slug":"hinweise-des-tages-4049","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80885","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80885#h01\">Lindner holt neoliberalen &raquo;Chefvolkswirt&laquo; ins Finanzministerium<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80885#h02\">Habecks schmutziger Deal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80885#h03\">Sozialverb&auml;nde schlagen Alarm und fordern Kindersofortzuschlag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80885#h04\">&ldquo;Misstrauen in Russland, Hybris im Westen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80885#h05\">Spannungsfeld: Sicherheitsvereinbarungen und R&uuml;stungskontrolle m&uuml;ssen wiederbelebt werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80885#h06\">Kuba und die Ukrainekrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80885#h07\">Demo gegen die SIKO<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80885#h08\">Was ist mit diesen Schweizer Medien los?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80885#h09\">Wer die Standards setzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80885#h10\">Kanadas Regierung ruft Notstand wegen Trucker-Protesten aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80885#h11\">Whatever it takes II? Der Gesetzentwurf zur Impfpflicht ab 18<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80885#h12\">&bdquo;Lockerungen l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llig&ldquo;: Virologe St&ouml;hr f&uuml;r sofortige Aufhebung der G-Regeln in Restaurants und Handel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80885#h13\">Buchempfehlung mit Leseprobe: &bdquo;Umgekehrter Totalitarismus&ldquo; <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80885#h14\">Forschung braucht Zeit, keinen Kettenvertrag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80885#h15\">Ortskr&auml;fte in Afghanistan: Zu viel versprochen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80885#h16\">Zelte f&uuml;r Obdachlose am Schloss Bellevue<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80885#h17\">Durchseuchung als Gelegenheit<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Lindner holt neoliberalen &raquo;Chefvolkswirt&laquo; ins Finanzministerium<\/strong><br>\nMit Lars Feld ernennt der Finanzminister einen knallharten Neoliberalen zu seinem pers&ouml;nlichen Berater &ndash; eine Kampfansage an alle, die auf bessere Mindestl&ouml;hne und dringend notwendige Klimasubventionen hoffen. [&hellip;]<br>\nKurz darauf schlug er jedoch andere T&ouml;ne an: Auf einmal sollten Staatsausgaben priorisiert werden. Das bedeutet: Der finanzielle Spielraum bleibt weiterhin begrenzt und nur die wichtigsten Ma&szlig;nahmen sollen realisiert werden. Welche das sein werden, wird sich sp&auml;testens dann zeigen, wenn die unreformierte Schuldenbremse wieder greift, und die Spielr&auml;ume jenseits der Schuldenbremse ungenutzt bleiben.<br>\nNun holt er mit Lars Feld den ehemaligen Vorsitzenden der Wirtschaftsweisen als &raquo;Chefvolkswirt&laquo; ins Bundesfinanzministerium. Das wird folgenreich sein, denn Feld ist so neoliberal wie kaum ein anderer aus dem VWL-Mainstream. Bei der turnusm&auml;&szlig;igen Neubestellung des Sachverst&auml;ndigenrats durch die Bundesregierung sorgte diese Personalie daher bereits f&uuml;r Konflikte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/lindner-holt-neoliberalen-chefvolkswirt-ins-finanzministerium-lars-feld-neoliberalismus-ordoliberalismus-mindestlohn-schuldenbremse\/%20\">Jacobin<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Dazu auch, bereits gestern in den Hinweisen des Tages verlinkt, von Heiner Flassbeck, Relevante &Ouml;konomik: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2022\/02\/14\/christian-lindner-europa-und-der-weise-rat\/\">Christian Lindner, Europa und der weise Rat<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Habecks schmutziger Deal<\/strong><br>\nAm Montag wehte ein laues L&uuml;ftchen an der K&uuml;ste. Wirtschaftsminister Robert Habeck (B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen) war nach Wismar gereist, um den Arbeitern der insolventen MV-Werften seiner Solidarit&auml;t zu versichern. Habeck &uuml;bte sich in Ausfl&uuml;chten: &raquo;Bund und Land k&ouml;nnen unterst&uuml;tzen, aber es wird nur gehen, wenn auch Unternehmen bereit sind, Verantwortung zu &uuml;bernehmen&laquo;, sagte der Minister dem NDR. (&hellip;)<br>\nDie Gewerkschaft fordert deshalb &Uuml;berbr&uuml;ckungshilfen. Der Eigner, aber auch der Bund und Banken st&uuml;nden hier in der Verantwortung, sagte ein Sprecher der IG Metall K&uuml;ste am Montag zu jW. Habeck hat die Gr&uuml;ndung einer Transfergesellschaft zugesagt, die f&uuml;r vier Monate die Gesch&auml;fte weiterf&uuml;hren und den Besch&auml;ftigten bis zu 80 Prozent des bisherigen Gehalts auszahlen soll. Der Betriebsrat fordert eine Laufzeit von einem Jahr, um die Umstrukturierung der Werften voranbringen zu k&ouml;nnen.<br>\nHabeck hat anderes im Sinn. Er wolle den Schiffbau in Deutschland zwar st&auml;rken, dazu sei aber eine &raquo;Antriebswende&laquo; n&ouml;tig. Nach dem Willen der Bundesregierung sollen Schiffe statt mit Diesel k&uuml;nftig mit Fl&uuml;ssiggas (Liquified Natural Gas, LNG) betankt werden. Habeck dient das Vorhaben dazu, sich lieb Kind mit Washington zu machen. Er will den Bau von Terminals vorantreiben, damit die US-Schiefergasindustrie ihr teures und klimasch&auml;dliches Produkt nach Deutschland liefern kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/420681.insolvenz-mv-werften-habecks-schmutziger-deal.html%20\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die gr&uuml;nen Mitglieder der Bundesregierung werfen nicht lediglich ihre friedens- und umweltpolitischen Ziele &uuml;ber Bord, sondern belasten die hiesige Bev&ouml;lkerung auch &ouml;konomisch durch ihren Einsatz f&uuml;r die US-Schiefergasindustrie. Anstatt Schaden vom Volke abzuwenden, werden offensichtlich Risiken in Kauf genommen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Sozialverb&auml;nde schlagen Alarm und fordern Kindersofortzuschlag<\/strong><br>\nDie gro&szlig;en Verb&auml;nde der Sozial- und Jugendhilfe sowie die Jugendorganisationen von SPD, Gr&uuml;nen und Linken fordern angesichts der Preissteigerungen bei Energie und Lebensmitteln von der Bundesregierung sofortige Entlastungen f&uuml;r arme Familien.<br>\nDer im Koalitionsvertrag vorgesehene Sofortzuschlag f&uuml;r von Armut betroffene Kinder m&uuml;sse z&uuml;gig ausgezahlt werden, hei&szlig;t es in dem Brief, der dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) exklusiv vorliegt. &bdquo;Es kann nicht sein, dass ausgerechnet die &Auml;rmsten wieder einmal auf der Strecke bleiben&ldquo;, schreiben die Initiatoren.<br>\nDer Brief ist an Bundeskanzler Olaf Scholz, Sozialminister Hubertus Heil (beide SPD), Familienministerin Anne Spiegel (Gr&uuml;ne) und Finanzminister Christian Lindner (FDP) adressiert. Absender sind 17 Organisationen, darunter der Parit&auml;tische Gesamtverband, die Sozialverb&auml;nde VdK, Volkssolidarit&auml;t, Diakonie und SoVD, der Deutsche Gewerkschaftsbund, Kinderhilfsorganisationen sowie Jusos, Gr&uuml;ne Jugend und Linksjugend. (&hellip;)<br>\nIm Koalitionsvertrag hatten sich die Ampelparteien auf die Einf&uuml;hrung einer Kindergrundsicherung verst&auml;ndigt. Bis diese greift, solle zur &Uuml;berbr&uuml;ckung ein Sofortzuschlag gezahlt werden. Dieses Koalitionsversprechen fordern die Verb&auml;nde nun ein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/politik\/armut-sofortzuschlag-fuer-kinder-von-sozialverbaenden-gefordert-HPGSBB7JWRCUTBNRI5SE7BWRGA.html\">RND<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Inflation: Paare mit mittlerem Einkommen derzeit am st&auml;rksten betroffen &ndash; steigende Gaspreise belasten zunehmend &Auml;rmere<\/strong><br>\nKinderlose Paare mit mittlerem Einkommen tragen aktuell die h&ouml;chste Inflationsbelastung, Singles mit hohem Einkommen die geringste: Gemessen an den f&uuml;r diese Haushaltstypen repr&auml;sentativen Warenk&ouml;rben sind die Preise im Januar 2022 um 5,0 Prozent bzw. um 4,2 Prozent gestiegen, w&auml;hrend der Wert &uuml;ber alle Haushalte hinweg bei 4,9 Prozent lag. Auch f&uuml;r Singles mit niedrigen, mittleren und h&ouml;heren Einkommen lagen die Raten mit 4,4 bis 4,7 Prozent im Januar etwas unterhalb der allgemeinen Preissteigerung. Bei Familien mit zwei Kindern und niedrigem oder mit mittlerem Einkommen verteuerte sich der haushaltsspezifische Warenkorb um jeweils 4,9 Prozent, bei Familien mit h&ouml;herem Einkommen um 4,7 Prozent. F&uuml;r Alleinerziehende mit einem Kind und mittlerem Einkommen betrug die Teuerungsrate 4,8 Prozent. Das ergibt der IMK Inflationsmonitor des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. Er liefert monatlich die spezifischen Teuerungsraten f&uuml;r neun repr&auml;sentative Haushaltstypen, die sich nach Personenzahl und Einkommen unterscheiden.<br>\nDie Energiepreise sind weiterhin die wichtigsten Inflationstreiber. Ihr starker Anstieg hat dazu gef&uuml;hrt, dass die Inflationsrate im Januar deutlich h&ouml;her ausfiel als nach Wegfall des Sondereffekts durch die Wiederanhebung der Mehrwertsteuer erwartet worden war.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/pressemitteilungen-2675-inflation-paare-mit-mittlerem-einkommen-derzeit-am-starksten-betroffen--39004.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&ldquo;Misstrauen in Russland, Hybris im Westen&rdquo;<\/strong><br>\nAntje Vollmer &uuml;ber den Moskau-Besuch von Olaf Scholz, hysterische Medien und Wege zu einer notwendigen gesamteurop&auml;ischen Friedensordnung [&hellip;]<br>\nInmitten dieser Situation war Bundeskanzler Olaf Scholz am gestrigen Montag in Kiew und hat heute mehrst&uuml;ndige Gespr&auml;che in Moskau gef&uuml;hrt. Was kann er mittelfristig erreichen?<br>\nAntje Vollmer: Ich sehe erst mal etwas, das es nicht zum ersten Mal in der Geschichte gibt: Wenn es in Deutschland eine neue Regierung gibt &ndash; das war einst die sozialliberale Regierung oder die rot-gr&uuml;ne Regierung oder jetzt die Ampel &ndash; dann kommt diese unmittelbar unter verst&auml;rkten Druck von US-amerikanischer Seite, die per se an ihrer B&uuml;ndnistreue zweifelt.<br>\nEs gab dieses Misstrauen aus Washington schon gegen die Regierung Brandt-Scheel, es gab dieses Misstrauen in massiver Weise bei der Regierung Schr&ouml;der-Fischer mit der Kosovo-Krise und es gibt dieses Misstrauen auch jetzt wieder.<br>\nDas hei&szlig;t, die US-Seite verlangt von der deutschen Seite jetzt gr&ouml;&szlig;ere Demonstrationen der B&uuml;ndnisloyalit&auml;t als man sie gegen&uuml;ber konservativen Regierungen einfordern w&uuml;rde.<br>\nDie Rede von Bundespr&auml;sident Frank-Walter Steinmeier nach seiner Wiederwahl Anfang der Woche zeigt mir, dass die SPD f&uuml;r solchen Druck immer noch empf&auml;nglich ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Misstrauen-in-Russland-Hybris-im-Westen-6475874.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Spannungsfeld: Sicherheitsvereinbarungen und R&uuml;stungskontrolle m&uuml;ssen wiederbelebt werden<\/strong><br>\n(&hellip;) Die Vorschl&auml;ge wurden im Januar 2022 sowohl bilateral mit den USA in Genf als auch multilateral im Nato-Russland-Rat und in der OSZE diskutiert. Der Westen wies russische Forderungen nach einem Ende der Nato-Erweiterung zur&uuml;ck und verlangte, Moskau solle seine Truppen von den Gren&shy;zen zur Ukraine abziehen. Viele Verb&uuml;ndete aber zeigten sich offen daf&uuml;r, den Dialog fortzusetzen und die R&uuml;stungskontrolle wiederzubeleben. [&hellip;]<br>\nDie vereinbarte &raquo;strategische Stabilit&auml;t&laquo; ist durch j&uuml;ngere Entwicklungen gef&auml;hrdet. Dazu z&auml;hlen neue Tr&auml;gersysteme, die nicht vom New-Start-Vertrag geregelt werden, weitreichende konventionelle Pr&auml;zisions- und Hyperschallwaffen, strategische Raketenabwehr und Antisatellitenwaffen. Beide Seiten bef&uuml;rchten, dass die kombinierte Anwendung dieses Potentials die nukleare Zweitschlagf&auml;higkeit unterminieren und einen entwaffnenden Erstschlag erm&ouml;glichen k&ouml;nnte. Dies wird in den bilateralen Gespr&auml;chen &uuml;ber die strategische Stabilit&auml;t er&ouml;rtert. [&hellip;]<br>\nNach dem Kalten Krieg und der Vereinigung Deutschlands verst&auml;ndigten sich die KSZE-Staaten 1990 auf die Charta von Paris als Grundlage einer neuen europ&auml;ischen Sicherheitsordnung. Dort bekannten sie sich zu gemeinsamen politischen Normen, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit und zur umfassenden Sicherheitskooperation. Die Mitglieder der Nato und des damaligen Warschauer Paktes versprachen, sich k&uuml;nftig nicht mehr als Gegner zu betrachten, sondern die Sicherheitspartnerschaft f&uuml;r ein gemeinsames Europa zu suchen. [&hellip;]<br>\nAls Bruchpunkt in den Beziehungen der Nato zu Russland erwies sich ihr Bukarester Beschluss vom April 2008, der Ukraine und Georgien den B&uuml;ndnisbeitritt in Aussicht zu stellen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.swp-berlin.org\/publikation\/ukraine-im-nato-russland-spannungsfeld%20\">SWP<\/a>\n<p><strong>dazu: Grenzen ver&auml;ndert<\/strong><br>\nIn der aktuellen Debatte spielt das russische Vorgehen auf der Krim eine entscheidende Rolle. Ausgerechnet eine &ndash; auch ansonsten lesenswerte &ndash; aktuelle Analyse aus dem Haus der Stiftung Wissenschaft und Politik erinnert daran, dass der damalige Vorgang, keineswegs so einmalig war, wie westlicherseits gerne betont wird: &bdquo;Als westliche Staaten die im Februar 2008 ausgerufene Unabh&auml;ngigkeit Kosovos an&shy;erkannten, wurden erstmals seit der Char&shy;ta von Paris Grenzen in Europa nach vorheriger Gewalt&shy;anwendung und ohne Zustimmung des Sicherheitsrates ver&auml;ndert.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2022\/02\/14\/grenzen-veraendert\/%20\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Interessant dazu ist, was Altkanzler Schr&ouml;der zugegeben hat: <a href=\"https:\/\/www.seid-wachsam.de\/2016\/09\/22\/altkanzler-schroeder-ich-auch-habe-voelkerrecht-verletzt-und-serbien-zerbombt-1406\/\">Ich habe &bdquo;gegen das V&ouml;lkerrecht versto&szlig;en&ldquo;<\/a>. Diese Worte des Altkanzlers sollte vor allem die gr&uuml;ne Au&szlig;enministerin und der gerade wiedergew&auml;hlte Bundespr&auml;sident kennen bzw. nicht vergessen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Kuba und die Ukrainekrise<\/strong><br>\nGeschichte wiederholt sich doch. Was als Kubakrise die Welt am Abgrund balancieren lie&szlig;, ist beispielhaft f&uuml;r die Ukrainekrise. Die USA stationierten ab 1959 in Italien und der T&uuml;rkei auf die UdSSR gerichtete nuklear best&uuml;ckte Mittelstreckenraketen. Diese antwortete 1962 mit atomaren Mittelstreckenraketen auf Kuba. Eine Supermacht versuchte im Kampf um Macht und Einfluss der anderen so nah und gef&auml;hrlich wie nur irgend m&ouml;glich auf den Leib zu r&uuml;cken. Sowjetische Raketen auf Kuba damals, die Ukraine und immer mehr NATO-Verb&uuml;ndete mit US-Raketen an der Grenze zu Russland heute. Kaum noch Vorwarnzeiten, weniger Sicherheit. Die Kubakrise endete mit einem Abzug auf beiden Seiten &ndash; und der Versicherung der USA, Kuba nicht milit&auml;risch anzugreifen. Ein Erfolg f&uuml;r beide Kontrahenten und die Welt. [&hellip;]<br>\nDas Angebot, keine Seite sollte der Sicherheit der anderen schaden, k&ouml;nnte ebenfalls als Lehre aus der Kubakrise gelten.<br>\nDie Lager sind befestigt. Die USA rufen und die Transatlantiker treten bereitwillig an. Auf der Gegenseite r&uuml;cken mit Russland, der VR China und Kuba drei alte Freunde wieder zusammen &ndash; eher eine ungewollte Nebenwirkung von geostrategischem Ausma&szlig;. [&hellip;]<br>\nWestliche Wortf&uuml;hrer von Sanktionen im Zeichen &bdquo;wertebasierter&ldquo; Politik und der Achtung der Menschenrechte strafen die einen und lassen die die anderen laufen. Doch das Foltergef&auml;ngnis in Guantanamo ist keine kubanische, sondern eine US-amerikanische Einrichtung fernab jeden Rechts&hellip;Da bedarf es der lautstark beklagten angeblichen Einflussnahme durch den Moskauer Kreml doch gar nicht, wenn die Manipulation im eigenen System liegt.<br>\nDoch allemal ist Putin schuldig. Ihm wird als B&ouml;sartigkeit zur Last gelegt, was aus der eigenen B&uuml;chse der Pandora stammt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/das-blaettchen.de\/2022\/02\/kuba-und-die-ukrainekrise-60518.html\">das Bl&auml;ttchen<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Die USA brauchen die Ukraine-Krise, um der europ&auml;ischen Wirtschaft zu schaden und ihre milit&auml;rische Pr&auml;senz zu legitimieren<\/strong><br>\nEigene &Uuml;bersetzung: Chinesische Analysten sagten am Sonntag, dass die Aufrechterhaltung der Krise den USA in mehreren Bereichen zugutekommt: Legitimierung ihrer milit&auml;rischen Pr&auml;senz in Europa durch D&auml;monisierung Russlands und Vergiftung der Beziehungen zwischen Russland und der EU, Erh&ouml;hung der Unsicherheiten und Sorgen, um der Wirtschaft der Eurozone zu schaden, so dass es zu einer verst&auml;rkten Kapitalflucht vom Kontinent in die USA kommt und somit der Inflationsdruck in den USA nachl&auml;sst, und Nutzung der Spannungen, um die Beziehungen zwischen China und Russland zu st&ouml;ren.<br>\nDaher setzen die USA alle Mittel ein, um die erh&ouml;hten Spannungen aufrechtzuerhalten, einschlie&szlig;lich der Verbreitung von Desinformationen und der Verst&auml;rkung von Milit&auml;raufm&auml;rschen, um Russland zu provozieren &ndash; mit anderen Worten, die USA opfern die Sicherheit der Ukraine, um ihrer eigenen Strategie zu dienen, mit Russland zu konkurrieren, so Experten. [&hellip;]<br>\nAnalysten zufolge kann keine Partei die Folgen einer v&ouml;llig au&szlig;er Kontrolle geratenen Situation tragen, und wenn ein Konflikt ausbricht, w&auml;ren die USA nicht die Verlierer, sondern k&ouml;nnten sogar davon profitieren, wenn der Konflikt begrenzt bleibt. In diesem Szenario w&uuml;rden sie der Ukraine und ihren Nachbarn schaden, so dass Washington derjenige ist, der einen Konflikt m&ouml;glicherweise begr&uuml;&szlig;t, nicht Moskau, Kiew, Paris oder andere Parteien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.globaltimes.cn\/page\/202202\/1252149.shtml\">Global Times<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Demo gegen die SIKO: Pressemitteilung des Aktionsb&uuml;ndnisses gegen die NATO-Sicherheitskonferenz<\/strong><br>\nEntgegen den Behauptungen der Veranstalter geht es im Bayerischen Hof nicht um die friedliche L&ouml;sung von Konflikten und ebenso wenig um die Sicherheit f&uuml;r die Menschen hier oder anderswo auf der Welt. Der wohlklingende Titel &bdquo;Sicherheitskonferenz&ldquo; ist purer Etikettenschwindel. Im Bayerischen Hof versammeln sich Staats- und Regierungschefs, mit Vertreter*innen von Gro&szlig;konzernen und der R&uuml;stungsindustrie, Milit&auml;rs und sogenannten Sicherheitspolitikern, die zu mehr als 90 Prozent den NATO-Staaten angeh&ouml;ren. Neben wolkigen Bekenntnissen zu den &bdquo;westlichen Werten&ldquo;, geht es auf der SIKO in erster Linie um die milit&auml;rische St&auml;rkung der NATO zur Durchsetzung der Wirtschafts- und Vorherrschaftsinteressen der westlichen Staaten.Vor allem aber dient die SIKO als medienwirksames Propaganda-Forum zur Rechtfertigung der NATO- und EU-Milit&auml;reins&auml;tze und der immer h&ouml;heren R&uuml;stungsausgaben&hellip;.<br>\nWir treten ein f&uuml;r Abr&uuml;stung und eine Politik der Entspannung. Der Konfrontationskurs gegen Russland und China muss beendet werden. Frieden in Europa und auf der Welt kann es nur mit und nicht gegen Russland und China geben&hellip;<br>\nIm aktuellen Ukraine-Konflikt fordern wir von allen Beteiligten, auf jede weitere Eskalation, die in einem Krieg enden kann, zu verzichten. Der Konflikt muss durch Verhandlungen gel&ouml;st werden. Feindbildpropaganda und Drohungen schaffen keinen Frieden und keine Sicherheit&hellip;<br>\nUnsere Demonstration am Samstag 19. Februar beginnt um 13 Uhr mit der Auftaktkundgebung am Stachus.<br>\nUm 14 Uhr umzingeln wir mit einer Demo und Protestkette den Tagungsort der NATO-Kriegsstrategen.<br>\nDie Abschlusskundgebung ist um 15 Uhr auf dem Marienplatz.<br>\nDen Aufruf, der von mehr als 90 Organisationen unterst&uuml;tzt wird, <a href=\"https:\/\/www.antisiko.de\/antisiko-2022\/aufruf-2022\/\">finden Sie auf dieser Seite<\/a>.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.antisiko.de\/aktuelles\/demo-gegen-die-siko-19-02-2022\/\">Antisiko<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Was ist mit diesen Schweizer Medien los?<\/strong><br>\nNZZ, CH-Media-Zeitungen und sogar das &laquo;Echo der Zeit&raquo; engagieren sich in der Forderung nach mehr Waffen gegen Russland.<br>\n&laquo;Warum nur?&raquo;, fragt sich der politisch Interessierte beim Lesen der Schweizer Presse und beim H&ouml;ren und Sehen von Radio und Fernsehen. Warum nur giessen sie fast unisono &Ouml;l ins politische Feuer, statt zu Vernunft und zum Gespr&auml;ch aufzurufen?<br>\nDass die NZZ nach ihrem gescheiterten Versuch, in &Ouml;sterreich Fuss zu fassen, sich jetzt besonders intensiv mit Deutschland befasst und dort als gewichtige Stimme wahrgenommen werden will, ist nachvollziehbar. Und dass das Z&uuml;rcher &laquo;Intelligenzblatt&raquo;, wie es in besseren Zeiten noch genannt wurde, tendenziell die US-Interessenpolitik einer unipolaren Hegemonie &ndash; einer alleinigen Weltvorherrschaft &ndash; unterst&uuml;tzt, kommt nicht von ungef&auml;hr. Die USA sind der Geburtsort und bis heute der Garant der neoliberalen Wirtschaftspolitik, die daf&uuml;r sorgt, dass Geld und Reichtum zu den &laquo;T&uuml;chtigen&raquo; gelangt, konkret zu den Gro&szlig;en und M&auml;chtigen &ndash; und deshalb nach oben flie&szlig;t, notabene. Und weil der russische Pr&auml;sident Wladimir Putin an der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz 2007 in einer ph&auml;nomenalen Rede zwar &ndash; und nicht zum ersten Mal &ndash; dem Westen echte Kooperation angeboten hat, aber klarmachte, dass Russland eine Welt unter der unipolaren F&uuml;hrung der USA nicht akzeptiere, geh&ouml;rt er aus NZZ-Sicht nat&uuml;rlich bek&auml;mpft. Dass also die NZZ mit regelm&auml;&szlig;igen Beitr&auml;gen von Autoren wie zum Beispiel dem Anti-Russland-Aktivisten Andreas Umland Russland schlechtredet und jetzt als neue Stimme in Deutschland den neuen Bundeskanzler Olaf Scholz von der SPD &ouml;ffentlich auffordert, einen h&auml;rteren Kurs gegen Russland zu fahren, ist keine &Uuml;berraschung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/medien\/medienkritik\/was-ist-mit-diesen-schweizer-medien-los\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Wer die Standards setzt<\/strong><br>\nDeutsche Wirtschaftsverb&auml;nde dringen im Konkurrenzkampf gegen China auf eine st&auml;rkere Einflussnahme auf das internationale Setzen von Industrienormen. Normen w&uuml;rden in der &Ouml;ffentlichkeit wenig beachtet, seien aber ein wichtiges &bdquo;Feld im Kampf um die Vorherrschaft auf den globalen M&auml;rkten&ldquo;, erl&auml;utern Beobachter: Wer sie festlegen k&ouml;nne, habe Vorteile beim Export und spare Entwicklungskosten. W&uuml;rden Industriestandards von anderen Staaten gesetzt, dann bestehe die Gefahr, gegen&uuml;ber dortigen Konkurrenten zur&uuml;ckzufallen. Unter dem Druck der deutschen Industrielobby hat die EU-Kommission angek&uuml;ndigt, das EU-Standardisierungssystem mit neuen Reformma&szlig;nahmen &bdquo;schlagkr&auml;ftiger&ldquo; zu machen. Damit solle es m&ouml;glich werden, sich im &bdquo;Rennen um einheitliche Standards f&uuml;r die Industrie&ldquo; gegen &bdquo;Konkurrenten wie China&ldquo; zu behaupten, erkl&auml;rt EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton. In der internationalen Normungsorganisation ISO ist der dominante deutsche Einfluss bislang noch unangefochten: 134 ISO-Sekretariate sind deutsch gef&uuml;hrt; nur 102 stehen unter US-, lediglich 64 unter chinesischer F&uuml;hrung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8841\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Kanadas Regierung ruft Notstand wegen Trucker-Protesten aus<\/strong><br>\nDer liberale Premier greift angesichts der Stra&szlig;enblockaden durch Gegner der Corona-Ma&szlig;nahmen zu einem scharfen Schwert. Mehrere Provinzchefs hatten sich schon vorab von den Pl&auml;nen der Regierung distanziert. [&hellip;]<br>\nTrudeau zufolge wird das Milit&auml;r in dieser Phase noch nicht eingesetzt. Die Beh&ouml;rden h&auml;tten nun jedoch mehr M&ouml;glichkeiten, um Demonstranten festzunehmen, ihre Lastwagen zu beschlagnahmen und die Finanzierung der Proteste zu unterbinden. [&hellip;]<br>\nDie Aktionen der LKW-Fahrer hatten als Antwort auf die Teil-Impfpflicht bei Grenz&uuml;bertritten begonnen, die Mitte Januar von Kanada und den USA eingef&uuml;hrt worden war. Ungeimpfte kanadische Trucker m&uuml;ssen bei der R&uuml;ckkehr aus den Vereinigten Staaten in eine 14-t&auml;gige Quarant&auml;ne, US-Fahrer d&uuml;rfen ohne Impfung gar nicht ins Land. Inzwischen richten sich die Proteste allgemein gegen die Corona-Regeln und die Regierung von Premier Trudeau.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/kanadas-regierung-ruft-notstand-wegen-trucker-protesten-aus\/a-60777974%20\">DW<\/a>\n<p><strong>dazu: Trucker-Blockade in Ottawa &ndash; Kanadas Premier Trudeau aktiviert Notstandsgesetz<\/strong><br>\nDer kanadische Premierminister Justin Trudeau setzt angesichts der seit Wochen anhaltenden Trucker-Proteste Sonderbefugnisse in Kraft. Er wende das Notstandsgesetz an, einschlie&szlig;lich der Unterbrechung der Finanzierung, um die Proteste zu beenden, k&uuml;ndigte Trudeau an. Mit dem Schritt k&ouml;nnen B&uuml;rgerrechte vor&uuml;bergehend au&szlig;er Kraft gesetzt werden.<br>\n&laquo;Die Blockaden schaden unserer Wirtschaft und gef&auml;hrden die &ouml;ffentliche Sicherheit&raquo;, begr&uuml;ndete Trudeau den Schritt. &laquo;Wir k&ouml;nnen und werden nicht zulassen, dass illegale und gef&auml;hrliche Aktivit&auml;ten fortgesetzt werden&raquo;. Die Ma&szlig;nahmen w&uuml;rden &laquo;&ouml;rtlich begrenzt sein und nur dort greifen, wo sie ben&ouml;tigt werden&raquo;. Sie seien auch zeitlich beschr&auml;nkt.<br>\nFinanzministerin Chrystia Freeland erkl&auml;rte, dass sich alle Crowdfunding-Programme und die von ihnen genutzten Zahlungsanbieter ab sofort bei der kanadischen Anti-Geldw&auml;scherei-Beh&ouml;rde Fintrac registrieren und verd&auml;chtige Aktivit&auml;ten melden m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.srf.ch\/news\/international\/trucker-blockade-in-ottawa-kanadas-premier-trudeau-aktiviert-notstandsgesetz%20\">SRF<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Es ist schwer, bei den Demonstranten in Kanada die Spreu vom Weizen zu trennen. Wie immer bei gro&szlig;en Massendemonstrationen versuchen Trittbrettfahrer, die &ouml;ffentliche Aufmerksamkeit und den Zorn der Demonstranten f&uuml;r ihre Zwecke zu nutzen. Aber das delegitimiert nicht die Bewegung an sich und ihren berechtigten Zorn &uuml;ber die autorit&auml;ren Ma&szlig;nahmen der Regierung Trudeau. Wie so oft bei Massendemos auf dem Nordamerikanischen Kontinent schwingt auch hier in Kanada eine falsch verstandene Cowboyromantik von Freiheit und Abenteuer mit, die in der Trucker Szene viel verbreitet, aber aufgrund der Geschichte der Eroberung des Kontinents mit der Ausrottung der indigenen Bev&ouml;lkerung einen reaktion&auml;ren Beigeschmack hat. Die amerikanische Freiheit gr&uuml;ndet auf der Ausrottung der Indianer. Es ist die Freiheit des Einzelnen, des &bdquo;lonesome Cowboys&ldquo;, der sich seine eigenen Gesetze in der weiten Steppe macht, die hier romantisch verkl&auml;rt wird, sie hat nichts mit der Utopie einer freien sozialistischen Gesellschaft gemein. Das ist aber nur ein Teil der Wahrheit und nicht das Wesen der Proteste. Ein Teil der kanadischen Bourgeoisie hatte den &bdquo;Freedom Convoy&ldquo; anfangs noch unterst&uuml;tzt, um nationalistische Parolen zu verbreiten und die Regierung von Trudeau zu destabilisieren, deren neoliberaler Kurs ihr nicht hart genug erschien. Auch die US-amerikanische Rechte und Donald Trump feierten anfangs noch den &bdquo;Freedom Convoy&ldquo;. Sie hatten den Convoy als &bdquo;Stimme des kleinen Mannes&ldquo; gefeiert. Erst als die Autobahn- und Grenzblockaden schwere wirtschaftliche Folgen zu zeigen begannen und die Profite des Gro&szlig;kapitals sch&auml;digten, wechselten sie die Seite. Die Automobilfabriken im US-amerikanischen Detroit und Umgebung mussten wegen Verz&ouml;gerungen bei der Lieferung von Fertigungsteilen ihre Produktion zur&uuml;ckfahren, was auch Biden auf den Plan rief, der dazu aufrief, die illegalen Proteste zu beenden.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Polizei versucht, kanadische Protestblockade zu r&auml;umen<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung) Verkehrsreichster Grenz&uuml;bergang zwischen Kanada und den USA lahmgelegt, ein weiterer &ldquo;Freiheitskonvoi&rdquo; bei Paris abgewiesen<br>\nDie kanadische Polizei begann am Samstag mit der R&auml;umung von Demonstranten, die eine wichtige Br&uuml;cke zwischen Kanada und den Vereinigten Staaten blockierten, mehr als 12 Stunden nachdem ein Gerichtsbeschluss zur Beendigung der Blockade in Kraft getreten war. [&hellip;]<br>\nDie Proteste gegen die strengen Pandemiema&szlig;nahmen der Regierung, zu denen auch Impfvorschriften geh&ouml;ren, gehen in Kanada bereits in die dritte Woche.<br>\nDie Lastwagenfahrer, die die Ambassador Bridge blockierten, hatten sich der Aufforderung eines Richters widersetzt, die Br&uuml;cke zu verlassen, und die zunehmenden Proteste setzten Premierminister Justin Trudeau zunehmend unter Druck.<br>\nDie tagelange Blockade der Br&uuml;cke hat eine wichtige nordamerikanische Handelsroute lahmgelegt, und Trudeau versucht, eine Krise zu l&ouml;sen, die sich zu einer populistischen Bewegung auszuweiten droht. [&hellip;]<br>\nInspiriert von den kanadischen Truckern setzten Tausende von Demonstranten, die am fr&uuml;hen Samstag am Stadtrand von Paris kampierten, ihren Weg in die franz&ouml;sische Hauptstadt in Fahrzeugkolonnen fort und trotzten damit einem Verbot der Beh&ouml;rden, die eine Blockade der Stadt verhindern wollen. [&hellip;]<br>\nDoch die Polizei handelte schnell und verh&auml;ngte bis zum Vormittag 283 Bu&szlig;gelder wegen &ldquo;Teilnahme an einer nicht genehmigten Demonstration&rdquo;.<br>\nUnter den Demonstranten befanden sich sowohl Gegner der Covid-19-Impfung als auch Menschen, die &uuml;ber schnell steigende Energiepreise ver&auml;rgert waren &ndash; ein Echo auf die Beschwerden der &ldquo;gelben Westen&rdquo;, die 2018 und 2019 weitreichende Proteste ausl&ouml;sten. [&hellip;]<br>\nIn Neuseeland hat sich unterdessen in Wellington vor dem neuseel&auml;ndischen Parlament ein behelfsm&auml;&szlig;iges Protestcamp gebildet, das Anfang der Woche Schauplatz gewaltsamer Zusammenst&ouml;&szlig;e war, als die Polizei versuchte, die Impfgegner zu vertreiben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bangkokpost.com\/world\/2263203\/canadian-protesters-defy-court-order-to-leave\">Bangkok Post<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Die Gelbwesten 2.0 kommen&hellip;<\/strong><br>\nNach Paris ist auch Br&uuml;ssel zum Ziel einer Sternfahrt von emp&ouml;rten B&uuml;rgern geworden. Mehrere hundert Teilnehmer eines sogenannten &ldquo;Freiheits-Konvois&rdquo; protestierten am Montag gegen Corona-Ma&szlig;nahmen und Energiepreis-Erh&ouml;hungen. Doch im Europaviertel stie&szlig;en die Gelbwesten 2.0 auf taube Ohren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/die-gelbwesten-2-0-kommen-scholz-bei-putin-und-lindner-auf-schaeubles-spuren\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Whatever it takes II? Der Gesetzentwurf zur Impfpflicht ab 18<\/strong><br>\nDas Problem des Gesetzentwurfs besteht also im Kern darin, dass er durchweg alles Unsichere als wahrscheinlich unterstellt. T&auml;te er das nicht, w&auml;re er verfassungswidrig. Dass vielleicht irgendetwas irgendwann irgendwo irgendwie passieren kann, reicht n&auml;mlich f&uuml;r einen so schwerwiegenden Grundrechtseingriff wie die Impfpflicht nicht aus. Ob der Gesetzentwurf in der vorliegenden Form verfassungswidrig ist, ist gleichwohl &ndash; so paradox es klingen mag &ndash; irgendwie eine nachrangige Frage. Vom Bundesverfassungsgericht sollte man nach der Entscheidung zur Bundesnotbremse n&auml;mlich nichts mehr erwarten. Allenfalls wird man sich ein paar volumin&ouml;se Textbausteine im Ma&szlig;stabsteil und eine als Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeitspr&uuml;fung getarnte brave Nacherz&auml;hlung der Gesetzesbegr&uuml;ndung im Subsumtionsteil abholen. &bdquo;Vielleicht ist es doch das Freiheitsschonendste, auf Verfassungsbeschwerden zu verzichten,&ldquo; hat ein kluger Kollege im internen Mail-Austausch nach den Bundesnotbremse-Entscheidungen r&auml;soniert, und diesen Rat kann man nur an alle weitergeben, die jetzt mit Entw&uuml;rfen von Verfassungsbeschwerden gegen die allgemeine Impfpflicht in den Startl&ouml;chern stehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/verfassungsblog.de\/whatever-it-takes-ii\/\">Thorsten Kingreen auf Verfassungsblog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&bdquo;Lockerungen l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llig&ldquo;: Virologe St&ouml;hr f&uuml;r sofortige Aufhebung der G-Regeln in Restaurants und Handel<\/strong><br>\nDer Virologe und Epidemiologe Klaus St&ouml;hr hat die Politik zu schnellen Lockerungen aufgerufen. &bdquo;Man muss &uuml;berall dort lockern, wo es nachweislich nicht zu Corona-Ausbr&uuml;chen kommt&ldquo;, sagte St&ouml;hr dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).<br>\n&bdquo;Umfangreiche Lockerungen sind l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llig&ldquo;, so der Experte weiter. &bdquo;Eine Aufhebung aller G-Regeln in Einzelhandel und in Gastronomie ist zwingend notwendig, da beides nie Hotspots waren.&ldquo;<br>\nSt&ouml;hr kritisierte, dass die Politik beim Bund-L&auml;nder-Treffen Lockerungen auf die n&auml;chsten Wochen herausz&ouml;gere. &bdquo;Da den Krankenh&auml;usern offensichtlich keine &Uuml;berlastung droht, muss ein weiteres Herausz&ouml;gern von Lockerungen genau begr&uuml;ndet werden: mit Zahlen und Fakten&ldquo;, so St&ouml;hr. &bdquo;Jetzt wie der Expertenrat auf einen Abfall der Welle zu warten, ohne dass dieser Abfall genauer definiert ist, widerspricht dem Ziel der Pandemiebek&auml;mpfung: eine &Uuml;berlastung des Gesundheitssystems zu verhindern.&ldquo; Noch erstaunlicher sei dies angesichts des Umstandes, da dieses Ziel laut der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) bereits erreicht wurde. Die DKG hatte in der vergangenen Woche erkl&auml;rt, dass sie nicht mehr mit einer &Uuml;berlastung der Krankenh&auml;user rechne.<br>\nMit Blick auf die vom Corona-Expertenrat kritisierte Teststrategie fordert auch St&ouml;hr einen Strategiewechsel. &bdquo;Besonders die vielen Tests in den Schulen sind &uuml;berfl&uuml;ssig, weil sie nicht zur Pandemiebek&auml;mpfung beitragen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/gesundheit\/corona-virologe-stoehr-fuer-lockerungen-in-restaurants-und-handel-6MGGMU7IDZARZA6NWUJACUQWYM.html\">RND<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Buchempfehlung mit Leseprobe: &bdquo;Umgekehrter Totalitarismus&ldquo; <\/strong><br>\nDer Westend-Verlag hat das 2008 auf Englisch erschienene Buch &bdquo;Democracy Incorporated: Managed Democracy and the Specter of Inverted Totalitarianism&ldquo; von Sheldon S. Wolin genau zur richtigen Zeit auf Deutsch herausgebracht. Es liest sich, als wolle uns Wolin das derzeitige Corona-Regime ohne rote Linien erkl&auml;ren. Mit freundlicher Genehmigung des Verlags ver&ouml;ffentliche ich als Leseprobe Ausz&uuml;ge des Vorworts von Rainer Mausfeld, der die fast prophetisch wirkenden Bez&uuml;ge zur derzeitigen Lage bei uns herausarbeitet.<br>\nUmgekehrter Totalitarismus<br>\nFaktische Machtverh&auml;ltnisse und ihre zerst&ouml;rerischen Auswirkungen auf unsere Demokratie<br>\nEinf&uuml;hrung von Rainer Mausfeld (Ausz&uuml;ge)<br>\nF&uuml;r Zwecke einer totalisierenden Entgrenzung von Macht eignen sich besonders solche imaginierten oder realen Feinde, die das &raquo;Charaktermerkmal der Gesichtslosigkeit&laquo; aufweisen und die jederzeit, wenn die Gesellschaft nicht wachsam genug sei, &raquo;Tod und Verderben &ndash; vor allem bei Anl&auml;ssen, zu denen sich die B&uuml;rger versammeln&laquo;, bringen k&ouml;nnten (S. 150). Mit der Ausrufung eines Feindes, der &uuml;berall und nirgends sein k&ouml;nne, gelingt es sehr wirksam, eine dauerhafte &raquo;Atmosph&auml;re der Ungewissheit&laquo; zu erzeugen und &raquo;eine gewisse Urangst vor der Fragilit&auml;t jedes allt&auml;glich gelebten Augenblicks zu erwecken, sodass selbst noch die selbstverst&auml;ndlichsten Routinen in ein Gef&uuml;hl der Unsicherheit getaucht werden&laquo; (S. 150 f.)<br>\nJe diffuser und amorpher der Feind ist, den die Bev&ouml;lkerung zu f&uuml;rchten habe und gegen den der Staat wirksame Ma&szlig;nahmen ergreifen m&uuml;sse, umso leichter lassen sich durch die Furcht vor einem gef&auml;hrlichen Feind die errungenen zivilisatorischen Mechanismen zu einer Einhegung von Macht untergraben oder g&auml;nzlich au&szlig;er Kraft setzen, oft mit stillschweigender Zustimmung der Bev&ouml;lkerung. &raquo;Macht wird nicht nur r&auml;umlich, sondern auch zeitlich grenzenlos.&laquo; (S. 151).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/buchtipps\/umgekehrter-totalitarismus\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Forschung braucht Zeit, keinen Kettenvertrag<\/strong><br>\nPrek&auml;re Arbeitsbedingungen, Zukunfts&auml;ngste &ndash; an vielen Hochschulen st&auml;ndige Realit&auml;t. Doch gute Wissenschaft braucht Zeit und Freiraum. Pl&auml;doyer f&uuml;r eine fundamentale Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetztes.<br>\nDie Debatte um prek&auml;re Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse wissenschaftlicher Arbeitnehmer an deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen ist eigentlich schon ein alter Hut. Auf den Hashtag #95vsWissZeitVG folgte im Sommer letzten Jahres der Hashtag #ichbinHanna. Beide verbreiteten sich rasant, l&ouml;sten eine breite Zustimmungswelle junger Wissenschaftler sowie eine Vielzahl ver&ouml;ffentlichter Artikel aus.<br>\nDas Ziel beider Hashtags war es, auf die Arbeitsbedingungen im deutschen Wissenschaftssystem aufmerksam zu machen und eine fundamentale Reform des zugrundeliegenden Wissenschaftszeitvertragsgesetztes (WissZeitVG) einzufordern. Dieses regelt seit 2007 die Befristung der Arbeitsvertr&auml;ge von Wissenschaftlern w&auml;hrend Ihrer &bdquo;Qualifikationsphase&ldquo;. Sie darf laut WissZeitVG bis zu 12 bzw. 15 Jahre bei Medizinstudenten andauern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/spotlight\/markt-und-gerechtigkeit\/forschung-braucht-zeit-keinen-kettenvertrag\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Ortskr&auml;fte in Afghanistan: Zu viel versprochen?<\/strong><br>\nAuch sechs Monate nach der Macht&uuml;bernahme der Taliban in Afghanistan harren weiter Tausende ehemalige Ortskr&auml;fte der Bundeswehr und andere Schutzbed&uuml;rftige im Land aus. Hat Deutschland zu viel versprochen?<br>\nDeutschland hat ziemlich viel versprochen. Zu viel? Schon Heiko Maas, damals noch Au&szlig;enminister, gelobte nach dem Ende der Kabul-Luftbr&uuml;cke im August, dass die Arbeit der Bundesregierung so lange weitergehe, &ldquo;bis alle in Sicherheit sind, f&uuml;r die wir in Afghanistan Verantwortung tragen&rdquo;. Und seine Nachfolgerin Annalena Bearbock versprach kurz vor dem Jahreswechsel den Gef&auml;hrdeten am Hindukusch: &ldquo;Sie sind nicht vergessen. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, alle in Sicherheit zu bringen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/innenpolitik\/afghanistan-ortskraefte-deutschland-101.html\">tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Zelte f&uuml;r Obdachlose am Schloss Bellevue<\/strong><br>\nIch w&uuml;rde mit meinem Arztmobil vorfahren und Platz schaffen f&uuml;r Menschen, die wohnungslos sind, und viele andere, die am Rande der Gesellschaft stehen. Um deutlich zu machen, dass ich als Bundespr&auml;sident nicht nur &uuml;ber Armut und damit &uuml;ber sie, sondern auch mit ihnen reden m&ouml;chte. Und ich w&uuml;rde mich umgehend mit NGOs austauschen, die sich f&uuml;r Gefl&uuml;chtete einsetzen, um ganz klare Akzente zu setzen [&hellip;] die Sie beim Amtsinhaber vermissen?<br>\nJedenfalls hat ein Bundespr&auml;sident alle M&ouml;glichkeiten, gesellschaftliche Fehlentwicklungen zu thematisieren. Da sehe ich ganz klare Defizite beim Amtsinhaber. Ich war im Mittelmeer, wir haben Menschen aus dem Wasser gezogen in der sicheren Gewissheit, dass wir viele andere nicht retten konnten. Es ist mir sehr wichtig zu betonen, dass Flucht ein Menschenrecht ist, Flucht vor B&uuml;rgerkrieg, vor Hunger, vor D&uuml;rre, vor Armut. Wir sind ein so reiches Land und d&uuml;rfen uns nicht dahinter verstecken, dass es keine gesamteurop&auml;ische L&ouml;sung gibt. [&hellip;]<br>\nK&ouml;nnte es helfen, wenn es analog zu den amtlichen Armutsberichten von Bund und L&auml;ndern eine ausf&uuml;hrliche Berichterstattung &uuml;ber den Reichtum in Deutschland g&auml;be?<br>\nEs stimmt, dass wir sehr viel &uuml;ber Armut wissen und sich in jedem Armutsbericht nur ein paar wenige Seiten mit dem Reichtum in der Republik befassen. Dieser Reichtum, der sich immer st&auml;rker vergr&ouml;&szlig;ert und damit zum Auseinanderdriften der Menschen in diesem Land beitr&auml;gt. Dar&uuml;ber zu reden hat &uuml;berhaupt nichts mit einer Neiddiskussion zu tun, wie uns das die Neoliberalen immer vorwerfen. Ganz im Gegenteil. Es muss dar&uuml;ber geredet werden, dass die zwei reichsten Haushalte im Jahre 2021 in Deutschland so viel Verm&ouml;gen besitzen wie 50 Prozent der Bev&ouml;lkerung. Nat&uuml;rlich m&uuml;ssen wir Verm&ouml;gen, Erbschaften und h&ouml;here Einkommen auch h&ouml;her besteuern. Viele von Ausgrenzung Betroffene haben resigniert und l&auml;ngst nicht mehr die Kraft, f&uuml;r ihre Anliegen zu k&auml;mpfen. Da sind wir sehr schnell auch beim Gesundheitssystem. Ich fahre mit dem Arztmobil durch die Stadt und &uuml;bernehme Aufgaben in der Grundversorgung, die eigentlich die des Staates w&auml;ren. Ich bin ein Anh&auml;nger der B&uuml;rgerversicherung, wir m&uuml;ssen das duale System beenden, die Trennung in privat und gesetzlich. Au&szlig;erdem m&uuml;ssen wir die gesundheitliche Ungleichbehandlung noch st&auml;rker skandalisieren. Es kann doch nicht sein, dass es f&uuml;r gesetzlich Versicherte ab dem 18.Lebensjahr keinen Kassenzuschuss mehr gibt f&uuml;r die Anschaffung einer Brille bei einer nachgewiesenen Sehminderung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/567\/zelte-fuer-obdachlose-am-schloss-bellevue-8004.html%20\">Kontext Wochenzeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Es gab also durchaus eine Alternative zu Steinmeier. Die w&auml;re Frieden und Sozialstaat statt Neoliberalismus und Kriegstreiberei gewesen. Die gro&szlig;e Mehrheit der Bundestagsabgeordneten und L&auml;ndervertreter hat sich dagegen entschieden. Die Bev&ouml;lkerung durfte nicht w&auml;hlen.<\/em><\/p>\n<\/li><li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Durchseuchung als Gelegenheit<\/strong><br>\nD&auml;nemark hat alle Coronama&szlig;nahmen beendet &ndash; mitten in der heftigsten Infektionswelle. Jetzt liegt die Zahl der t&auml;glichen Todesf&auml;lle fast auf dem Rekordniveau vom Januar 2021. Taugt das Land trotzdem als Vorbild f&uuml;r Deutschland? [&hellip;]<br>\nSchon seit Dezember explodieren die Fallzahlen, sie erreichen ein Niveau wie noch nie seit Beginn der Pandemie. &Uuml;ber 600.000 D&auml;nen sind krank, einer von neun, vor allem junge Menschen. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei rund 5500, sie ist fast viermal so hoch wie augenblicklich in Deutschland. Auch die Todeszahlen steigen, der Sieben-Tage-Mittelwert hat sich innerhalb von wenigen Wochen verdoppelt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/medizin\/corona-daenemark-betreibt-die-durchseuchung-aber-zu-welchem-preis-a-c4e6ef5b-78d6-4658-9ed3-138801ba7e9c\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Was der SPIEGEL hier schreibt, kann man nur als &bdquo;Fake News&ldquo; bezeichnen. Es sind nicht &bdquo;&uuml;ber 600.000 D&auml;nen krank&ldquo;. Es handelt sich vielmehr um die Anzahl der D&auml;nen, die in den letzten 14 Tagen einen positiven PCR-Test aufwiesen. &bdquo;Krank&ldquo; ist man, wenn Symptome aufweist. Das ist bei den allermeisten Testpositiven aber nicht der Fall. Vollkommen falsch ist auch die Anmerkung zur angeblich verdoppelten Todeszahlen. Dazu schreibt das Statens Serum Institute (die d&auml;nische RKI-Variante) unter der &Uuml;berschrift <a href=\"https:\/\/en.ssi.dk\/news\/news\/2022\/mortality-is-declining-in-denmark\">&ldquo;Mortality is declining in Denmark&ldquo;<\/a> folgendes:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n[&hellip;] As the population sees a rise in the number of cases, many of which are less serious, the share of deaths incorrectly recorded as having occurred &ldquo;due to&rdquo; COVID-19 rather than &ldquo;with&rdquo; COVID-19 is expected to rise.  [&hellip;]\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Da die statistische Methode zur Erfassung der Todesf&auml;lle, wie sie auch in Deutschland verwendet wird, nicht mehr sinnvoll erscheint, ist D&auml;nemark nun dazu &uuml;bergegangen, stattdessen die &Uuml;bersterblichkeit (Exzessmortalit&auml;t) auszuweisen. Dies ist &uuml;brigens in Deutschland bei der saisonalen Grippe ebenfalls die Praxis. Und siehe da &ndash; die &Uuml;bersterblichkeit ging in den letzten Wochen &bdquo;trotz&ldquo; Rekord-Inzidenzen deutlich zur&uuml;ck &hellip;<\/em><\/p>\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/220216-hdt-01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/220216-hdt-01.png\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-80885","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/80885","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=80885"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/80885\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":80888,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/80885\/revisions\/80888"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=80885"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=80885"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=80885"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}