{"id":80889,"date":"2022-02-16T08:49:27","date_gmt":"2022-02-16T07:49:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80889"},"modified":"2022-02-16T10:04:16","modified_gmt":"2022-02-16T09:04:16","slug":"leserbriefe-zu-die-fleisch-wasser-luege","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80889","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eDie Fleisch-Wasser-L\u00fcge\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Florian Schwinn hinterfragt <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80699\">in diesem Beitrag<\/a> den Verbrauch von Wasser f&uuml;r die Fleischproduktion. Angezweifelt wird die Angabe, nach der die Produktion eines Kilos Rindfleisch &uuml;ber 15.000 Liter Wasser verbrauche. Eine Studie aus dem Jahr 2010 von Mesfin Mergia Mekonnen von der University of Nebraska und Arjen Hoekstra von der Universit&auml;t Twente in den Niederlanden sei &bdquo;die Ursache des immensen Wasserverbrauchs bei der Fleischproduktion&ldquo;. Die Idee der Studie sei eigentlich gewesen, &bdquo;den Wasserbedarf eines Produkts weltweit vergleichbar zu machen &ndash; und dabei nach Regionen und Klimaten zu differenzieren&ldquo;. Ein weltweiter Durchschnittswert habe keinen Sinn und w&uuml;rde dem Sinn der Studie widersprechen. Danke f&uuml;r die interessanten Leserbriefe, in denen oftmals auch Kritik ge&auml;u&szlig;ert wird. Es folgt eine Auswahl. Zusammengestellt von <strong>Christian Reimann<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Florian Schwinn,<br>\ndanke f&uuml;r Deinen Artikel. Ich m&ouml;chte mal erw&auml;hnen, dass im Grunde Wasser nicht verbraucht, sondern nur gebraucht wird. Allein bei uns im Ruhrgebiet&nbsp; wird das gleiche Wasser mehrfach benutzt, bis es vom Osten des Ruhrgebiets im Rhein ankommt. Aber im &bdquo;Verbrauch&ldquo; wird jeder Haushalt unabh&auml;ngig davon einzeln gerechnet. Und dies gilt f&uuml;r alle Regionen. Verbrauch w&auml;re es korrekterweise, wenn nachher kein Wasser mehr da w&auml;re. Zum Beispiel, wenn aus H2O dann H2 und O2 w&uuml;rde. Was zum Beispiel bei der Elektrolyse der Fall ist. Das ist im strengen Sinne ein Verbrauch. Alles andere ist Gebrauch oder Benutzung. Das Wasser wird in Industriestaaten und im starken Ma&szlig;e auch in nicht industriell organisierten Staaten regeneriert und l&auml;uft im Kreislauf. Dies sollte bei jeder Betrachtung unbedingt ber&uuml;cksichtigt werden. Wird es aber nicht. Somit kommen derart hohe&nbsp; &bdquo;Werte&ldquo; heraus. Das Ganze dient einzig und allein, um eine vegane Lebensweise als einzig akzeptable darzustellen. Die gesamte Werbung ist voll von dieser Sichtweise. Da werden vegane Schnitzel beworben, vegane Milch, und es wird so getan, als sei alles nicht Vegane vom Teufel.<\/p><p>Ich finde Dogmatismus in jeder Form nicht akzeptabel. Die Fleischwirtschaft muss dringend ver&auml;ndert werden, das ist wahr, aber nicht, indem man sie vollkommen abschafft und allen eine einseitige Lebensweise aufoktroyiert.<\/p><p>Besonders das Beispiel mit dem geringeren &bdquo;Wasserverbrauch&ldquo; bei der Stallwirtschaft gegen&uuml;ber der Weidewirtschaft zeigt, wie absurd die Diskussion wird. Wir m&uuml;ssen dringend in der Frage auf eine undogmatische Art und Weise der Diskussion hingehen, ansonsten gibt es nur Hauen und Stechen. Daher finde ich Deinen Beitrag auch so wichtig. Danke nochmals daf&uuml;r.<br>\n&nbsp;<br>\nMit solidarischen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nGunther Troost<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>verehrter herr Schwinn,<\/p><p>ich glaube das problem, das sie ansprechen ist kein wissenschaftliches, sondern ein semantisches: nat&uuml;rlich wird in einem abgeschlossenen system erde wasser nicht verbraucht im sinne von &bdquo;es ist dann weg&ldquo;. gleiches gilt f&uuml;r jeden rohstoff &ndash; gold, kupfer, cobalt, phosphor, sand, &ouml;l, etc. all das, bzw. seine grundbestandteile bleiben nat&uuml;rlich im kreislauf.<\/p><p>das problem ist, dass es nicht reicht, dass es im kreislauf verbleibt, sondern es muss auch in einer bestimmten (nutzbaren) form verbleiben. w&uuml;rde etwa alles wasser verdampfen, w&auml;re es nicht &bdquo;verbraucht&ldquo;, trotzdem w&uuml;rden die allermeisten lebewesen verdursten.<\/p><p>im fall des rindfleischs werden, je nach berechnung, 10-15 tausend liter trinkwasser pro kg in vor&uuml;bergehend nicht mehr trinkbares wasser verwandelt. wie sie ausf&uuml;hren, eben in g&uuml;lle, abwasser, gebundenes wasser im tier usw. all dieses wasser wird irgendwann wieder trinkbar. die frage ist eben nur wann. und darum geht es bei der diskussion um fleisch: regeneriert das wasser schnell genug, damit f&uuml;r alle menschen\/lebewesen gen&uuml;gend trinkbares wasser zur verf&uuml;gung steht, oder reicht das verf&uuml;gbare, saubere wasser nicht mehr.<\/p><p>und dieses ist dann auch noch global zu betrachten. so hilft es etwa den Spaniern nicht, dass das wasser, das sie in form von tomaten zu uns exportieren, irgendwann in deutschen kl&auml;rwerken, fl&uuml;ssen und schlie&szlig;lich im meer landet. denn leider kommt mittels niederschlag nicht genug davon zu ihnen zur&uuml;ck, weswegen ihre grundwasserspiegel sinken, ihre fl&uuml;sse austrocknen und ihre b&ouml;den versalzen.<\/p><p>also ganz so leicht, wie sie es sich hier machen, ist das problem nicht zu l&ouml;sen.<\/p><p>mit besten gr&uuml;&szlig;en<br>\nMartin Sutor<\/p><p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Lieber Herr Sutor,<\/em><\/p><p><em>da haben Sie vollkommen Recht. Was die konkrete &bdquo;G&uuml;lle-Problematik&ldquo; angeht, kann ich Ihnen da sogar weiterhelfen. Hier in Niedersachen gibt es beispielsweise regionale Kooperationen zwischen Landwirten und Wasserversorgern. Die Landwirte kriegen dabei Pr&auml;mien, wenn sie im Einzugsgebiet der Grundwasserleiter in der N&auml;he von Wasserwerken auf die Ausbringung von G&uuml;lle verzichten. Die Regenration ist &uuml;brigens nicht so problematisch. Die Nitrate und Nitrite in der G&uuml;lle werden durch das Erdreich ausgefiltert und gegen als N&auml;hrstoffe (D&uuml;nger) in den Boden. Problematisch ist das nur, wenn gr&ouml;&szlig;ere Mengen an G&uuml;lle dort versickern, wo es oberfl&auml;chennahe Grundwasserleiter gibt und das Grundwasser zur Aufbereitung zu Trinkwasser entnommen werden soll. <\/em><\/p><p><em>Beste Gr&uuml;&szlig;e<\/em><br>\n<em>Jens Berger<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Nachdenkseiten,<\/p><p>Was soll man mit diesem Artikel anfangen, der mehr ausblendet, als benennt.<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Ob verdunstet oder ausgeatmet, rausgeschwitzt, weggepisst &ndash; wo ist der Unterschied?&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Das merkt der Autor dann, wenn er die Abw&auml;sser der Massentierhaltung (Rinder, Schweine) trinkt. Die sind es auch, die ungefiltert, zum Beispiel in den USA usw. in die Fl&uuml;sse abgegeben werden und schlie&szlig;lich ins Meer laufen, zusammen mit den ganzen Chemikalien, die aufgeboten werden, um auf toten B&ouml;den Futtermittel zu erzeugen. Auch dieses chemische Abwasser l&auml;uft gro&szlig;enteils in die Fl&uuml;sse und in das Meer, wo dann u. a. die Schalentiere ihre Schale aufgeben.<\/p><p>Oder: &bdquo;Nein, den meisten Humus bildet das Bodenleben unter einer intakten Weide, die auch wirklich beweidet wird und nicht gem&auml;ht.&ldquo; Interessant. Doch das Vieh der Massentierhaltung bekommt die Weide nie zu sehen. Es steht lebenslang im Stall.&nbsp;<\/p><p>Und damit genug Fleisch erzeugt werden kann &ndash; bis vor 50 Jahren a&szlig;en die Menschen weit weniger Fleisch als heute, wo es endlos beworben wurde und wird &ndash; werden flei&szlig;ig weiter die Regenw&auml;lder abgeholzt um dort Futtermittel anzubauen. Nach 5 &ndash; 7 Jahren ist dieser daf&uuml;r ungeeignete Boden futsch, es bleibt eine W&uuml;ste und kein Wasserspeicher.<\/p><p>Damit ein Artikel zum Thema Fleischverzehr und Ressourcenverbrauch Sinn macht, m&uuml;sste DAS GANZE SYSTEM ins Auge gefasst werden und nicht EIN Faktor herausgegriffen, der dann noch von Idealf&auml;llen (Demeter) ausgeht, die in der Realit&auml;t als Randph&auml;nomene keine Rolle spielen.<\/p><p>Was also lernen die Leser? Weiter so, hol Dir massenhaft das Billigfleisch vom Discounter. Das ist gesund und schmeckt (?).<\/p><p>Damit habe ich nat&uuml;rlich die Gesamtproblematik nur angerissen, aber auch das m&uuml;sste reichen, um zu erkennen, dass hier ein Berg von Fragen ausgeblendet bleibt.<\/p><p>Mit besten Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nJohannes Kie&szlig;ling<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Nunja, lieber Herr Schwinn, f&uuml;r die Rinder der Massentierhaltung werden allerdings massenweise W&auml;lder gerodet, womit auch die dortige Regendauer ver&auml;ndert wird und deren Wasserhaushalt &nbsp;massiv ver&auml;ndert wird und nicht selten zum Erliegen kommt mit allen Folgen f&uuml;r die Artenvielfalt. Wenn kein Regen mehr f&auml;llt, dann mag das Wasser ja woanders sein, z.b. in dem steigenden Meeresspiegel, aber nicht auf der Weide des deutschen Biobauern z.B. in Brandenburg, das ja unter ziemlicher und immer steigender Trockenheit leidet auch wenn das weltweite Wasser nicht weniger wird.<\/p><p>Sie schreiben so, als st&uuml;nden alle Rinder auf der Weide in einem der normalen Landwirtschaft weniger zug&auml;nglichen Gebiet. &nbsp;Tats&auml;chlich &uuml;bersteigt&nbsp;die Masse der &bdquo;Nutz&ldquo;tiere die Masse der der Wildtiere allerdings um ein vielfaches und das ist in jeder Hinsicht &ouml;kologischer Wahnsinn und pestizidverseuchte Sojaplantagen f&uuml;r die F&uuml;tterung dieser Tiersklaven sind keine Weiden.<\/p><p>Wenn weltweit so viele Tiere gehalten w&uuml;rden, die wirklich ausschlie&szlig;lich von und auf der Weide lebten ohne daf&uuml;r die letzten W&auml;lder abzuholzen und massenweise Futtermittel anzubauen, dann w&auml;re das sicher kein Problem.&nbsp;<\/p><p>Genau das haben wir aber nicht, insofern ist Ihr Rundumschlag gegen die Wasserfrage bei der&nbsp;&bdquo;Nutztier&ldquo;-haltung ein Schlag ins Wasser.<\/p><p>Mit freundlichem Gru&szlig;<br>\nAngela Franke<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren.<br>\n&nbsp;<br>\nWas ist mit dem Wasser, dass durch die Pisse der Tiere, dem enthaltenen Nitrat wegen Mist, G&uuml;lle und den Spritzmitteln vergiftet, ungenie&szlig;bar wird?<br>\nDas mit immensem Aufwand gereinigt werden muss, um es wieder als Trinkwasser zu gebrauchen?<br>\n&nbsp;<br>\nEr schreibt auch dar&uuml;ber nichts, dass der wertvolle Urwald wegen Viehfutters und Weideland abgeholzt und somit zerst&ouml;rt wird.<br>\nDie riesigen Menge an Mist und G&uuml;lle aus der Massentierhaltung t&ouml;tet das Bodenleben, Mist und G&uuml;lle f&ouml;rdern das nicht, die vergiften das Grundwasser mit Nitrat.<br>\nMenschliche F&auml;kalien werden ja auch nicht als D&uuml;nger verwendet, die landen erst in den Kl&auml;ranlagen.<br>\nDavon schreibt der Autor &uuml;berhaupt nichts.<br>\n&nbsp;<br>\nDie W&auml;lder halten das Wasser, wenn es regnet, besser als hartes Weideland!<br>\nMit ihren Bl&auml;ttern sorgen B&auml;ume f&uuml;r langsame Verdunstung, f&uuml;r K&uuml;hlung auf dem Boden.<br>\nDas machen Wiesen nicht.<br>\n&nbsp;<br>\nF&uuml;r Vegetarische Ern&auml;hrung brauche ich bei weitem nicht die Fl&auml;chen wie f&uuml;r Fleischkonsum, auch hier irrt der Autor, wenn er meint dass das Weideland dann f&uuml;r Gem&uuml;seanbau ben&ouml;tigt w&uuml;rde.<br>\nFelder, W&auml;lder etc. sind der Lebensraum f&uuml;r die &bdquo;wilden&ldquo; Tiere, es muss nicht alles umgepfl&uuml;gt werden, diese Tiere sind damit zufrieden.<br>\n&nbsp;<br>\nIm &Uuml;brigen ist von der Natur her keine Unterscheidung in &bdquo;Nutz- und Haustiere&ldquo; gemacht worden.<br>\nDie einen liebt man, die anderen hat man zum Fressen gern, da ist es egal, wie es denen in ihrem kurzen Leben ergeht.<br>\n&nbsp;<br>\nEs sind alle Tiere intelligent, sie f&uuml;hlen, bilden Familien, sind beseelte Wesen.<br>\nWer gibt uns Menschen das Recht, einen Teil dieser Wesen einzusperren, grausam zu halten und dann zu t&ouml;ten?<br>\n&nbsp;<br>\nEs geht bei der Viehzucht also nicht nur um den Wasserverbrauch, es geht auch um das Leid der Tiere in den St&auml;llen, bei der Aufzucht, beim geschlachtet werden!<br>\nUm Vergiftung von B&ouml;den und Gew&auml;ssern durch die industrielle Landwirtschaft, nicht nur um so und so viel Liter Wasser f&uuml;r die &bdquo;Erzeugung&ldquo; von 1 Kilo Fleisch!<br>\n&nbsp;<br>\nDas Vegetarismus die Ges&uuml;ndere Ern&auml;hrung ist, davon will der Autor auch nichts wissen.<br>\nAlles in allem ist der Artikel eine unglaublich einseitige Betrachtungsweise, blendet die Umweltsch&auml;den und das Tierleid vollkommen aus!<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nPeter Grandl<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Mit dem Artikel haben sich die von mir sonst hoch gesch&auml;tzten Nachdenkseiten keinen Gefallen getan. Dabei w&auml;re die Information durchaus n&uuml;tzlich und erhellend, auf fehlerhafte Berechnungen der Zahlen zum Wasserverbrauch in der Nutztierhaltung hinzuweisen.<\/p><p>Doch da sich der Artikel dazu versteigt, die Weidehaltung als &uuml;bliche Haltungsform darzustellen, obwohl sie einen verschwindend geringen Prozentsatz in Deutschland ausmacht und die Tiere in der Regel (99%) ihr Dasein in erb&auml;rmlichen Haltungsbedingungen zusammengepfercht in der Fleischfabrik fristen m&uuml;ssten und dort ihr Futter nicht aus Weidegras, sondern zu einem erheblichen Anteil aus billigem Soja-Tierfutter besteht, f&uuml;r dessen Anbau auch Regenw&auml;lder gerodet werden und auf dessen Fl&auml;chen nat&uuml;rlich auch pflanzliche Nahrung f&uuml;r den Menschen angebaut werden k&ouml;nnte, mutet dieser Beitrag wie eine Promo-Aktion der Fleischindustrie an.<br>\nSelbstverst&auml;ndlich ist es unter den realen Gegebenheiten der Massentierhaltung in einem modernen Industrieland effizienter, sich gleich von Pflanzen zu ern&auml;hren, als den erheblichen Mehraufwand f&uuml;r die Fleischproduktion in Kauf zu nehmen.<\/p><p>Vor allem aber ist es empathischer und gerechter gegen&uuml;ber unseren empfindungsf&auml;higen Mitlebewesen auf dieser Welt.<\/p><p>Diese meiner Meinung nach wichtigste Tatsache f&auml;llt bei all der, sich um Verbrauch und Wirtschaftlichkeit kreisenden, vermeintlichen Rationalit&auml;t allzu gern unter den Tisch.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en an die Redaktion,<br>\nMatthias Dietrich <\/p><p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Lieber Herr Dietrich,<\/em><\/p><p><em>Sie haben nat&uuml;rlich Recht, wenn Sie die Probleme ansprechen, die mit der Massentierhaltung und industriellen Produktion von Futtermitteln verbunden sind. Aber unser Gastautor Florian Schwinn kritisiert diese Dinge doch genau so. Er verwehrt sich &bdquo;nur&ldquo; gegen die Pauschalisierungen, die in dieser Debatte leider allgegenw&auml;rtig sind. Der nieders&auml;chsische Biobauer, der sein Vieh mit regionalen Erzeugnissen f&uuml;ttert, tr&auml;gt wohl kaum zu hydrologischen Problemen in S&uuml;damerika oder S&uuml;deuropa bei. Der Ansatz des &bdquo;virtuellen Wassers&ldquo; differenziert hier aber eben nicht, sondern schert alles &uuml;ber einen Kamm. Ich selbst kann beispielsweise nur den Kopf sch&uuml;tteln, wenn ich immer wieder lese, dass eine Tasse Tee 35 Liter Wasser &bdquo;verbraucht&ldquo;. Mir w&auml;re es neu, dass es in Assam oder der Provinz Yunan Probleme mit &bdquo;zu wenig&ldquo; Wasser g&auml;be. Daf&uuml;r kaufen &bdquo;wir&ldquo; dann im Winter Erdbeeren aus S&uuml;dspanien oder Israel, die zwar vom &bdquo;Wasserfu&szlig;abdruck&ldquo; per se unproblematischer sind, aber in semiariden und ariden Gebieten mit massivem Wassereinsatz produziert werden und dort regional zu gro&szlig;en hydrologischen Problemen f&uuml;hren. &Uuml;ber dieses Thema g&auml;be es sicher viel zu schreiben. Wenn man ein wenig mehr differenziert und weniger pauschalisiert, w&auml;re uns sicher schon viel geholfen.<\/em><\/p><p><em>Beste Gr&uuml;&szlig;e<\/em><br>\n<em>Jens Berger<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Werte Damen und Herren, liebe Gemeinschaft der Nachdenkseiten, <\/p><p>mit dem Artikel &bdquo;die Fleisch-Wasser-L&uuml;ge&ldquo; hat sich der Autor Florian Schwinn meiner Ansicht nach keinen Gefallen getan. Einige fr&uuml;here Artikel habe ich sehr gesch&auml;tzt. Hier werden jetzt Zahlen heruntergerasselt, um aufzuzeigen, dass&hellip; ja, was eigentlich? Dass die genannten Zahlen mit Vorsicht zu handhaben sind? Dass die Begr&uuml;ndung f&uuml;r eine Fleischskepsis sorgf&auml;ltiger gew&auml;hlt werden sollte? Oder dass es in Deutschland und der Welt kein Problem mit der Fleisch-&bdquo;Produktion&ldquo; gibt?<br>\nIch kann nur raten, dass es Herr Schwinn eh gut gemeint hat. <\/p><p>Weil ich mich daran erinnert f&uuml;hle, darf ich Ihnen abstrahiert aus meinem eigenen technischen Arbeitsumfeld erz&auml;hlen: Dort werden allt&auml;glich langfristig gesamtgesellschaftlich relevante Probleme erzeugt, die uns kurzfristig durchaus Nutzen bringen. Jede und jeder meiner Kollegen kann fachlich aber argumentieren, warum das doch gar kein gro&szlig;es Problem darstellt- auch ich. Nur ist es gleichzeitig eine verhaltene Minderheit, die die ernsthafte Gefahr dabei &uuml;berhaupt anerkennt und gelegentlich ausspricht. <\/p><p>Zur&uuml;ck zum Artikel: Meiner ganz pers&ouml;nlichen Erkl&auml;rung nach hat die Viehwirtschaft eine wichtige Rolle zu vorindustrialisierten Zeiten erf&uuml;llt, indem damit die von Herrn Schwinn genannten nicht ackerbaren Fl&auml;chen zum Nutzen des Menschen bewirtschaftbar waren. Wir d&uuml;rften uns einig sein, dass z.B. Almwirtschaft mit Ma&szlig; durchaus positiv gesehen werden kann. Das ist doch aber nicht mehr die breite Realit&auml;t der Viehzucht! So gibt es heute Futterpflanzen, die auf &Auml;ckern angebaut werden. Zu viele dieser &Auml;cker sind auf Boden von ehemaligem artenreichen Regenwald. Andere sind in Europa, das selbst auch langfristig ein Wasserproblem haben wird und vielerorts schon hat- so wie es weltweit die Tendenz ist. Weil wir in Europa so viel Vieh halten, schafft es der Kot, unsere Gew&auml;sser zu belasten etc.<br>\n&Auml;hnliches l&auml;sst sich auch f&uuml;r die Treibhausgasbilanz von Viehwirtschaft skizzieren. <\/p><p>Also was ist falsch daran, auch in Europa und weltweit Wasser und B&ouml;den effizient f&uuml;r die Ern&auml;hrung einzusetzen? Wer zieht denn ernsthaft den Schluss aus den genannten Zahlen, dass wir Nationalparks abschaffen sollten? Was ist falsch daran, dass die Herstellung von Tierprodukten ein deutlich zu gro&szlig;e Menge an Treibhausgasen verursacht und der Anteil an den Gesamtemissionen stark ins Gewicht f&auml;llt?<br>\nIch nehme an, auch der Autor w&uuml;rde sagen: nichts und niemand! Deshalb finde ich es schade, dass Herr Schwinn die Gelegenheit nicht genutzt hat, Aufkl&auml;rung zu betreiben. <\/p><p>Mit besten Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nArmin Danner <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes Nachdenkseiten Team,<\/p><p>ich h&auml;tte von meiner Lieblings-Plattform eigentlich mehr erwartet als das nachbeten von Positionen der Fleischindustrie. Selbst wenn die behaupteten Zahlen stimmen w&uuml;rden, bleibt immer noch das Problem des unendlichen Leids der Mitgesch&ouml;pfe bei der Aufzucht, Haltung und beim T&ouml;ten. Wenn jeder die Tiere, die er verspeisen m&ouml;cht selbst t&ouml;ten und zubereiten m&uuml;&szlig;te, h&auml;tten wir dieses Problem nicht.<\/p><p>Solange wir Tiere t&ouml;ten werden wir auch Menschen t&ouml;ten. Gewalt zieht Gewalt nach sich &ndash; wie kann man das nicht verstehen.<\/p><p>Dieser Aufsatz ist von der Grundeinstellung einfach nur erb&auml;rmlich. Mit soetwas h&auml;tte ich auf den Nachdenkseiten nicht gerechnet.<\/p><p>Peter Wehrhahn<\/p><p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Lieber Herr Wehrhahn,<\/em><\/p><p><em>ich kann Ihren Einwand nachvollziehen, aber im Text ging es ja nicht um die Frage, ob wir Fleisch essen oder zu Vegetariern\/Veganern werden, sondern ob die pauschale Aussage stimmt, dass die Tierhaltung ein hydrologisches Problem ist. Ich pers&ouml;nlich habe gro&szlig;e Sympathien f&uuml;r jeden Menschen, der auf die Ern&auml;hrung mit tierischen Lebensmitteln verzichtet. Wenn man das Thema &bdquo;Tierhaltung&ldquo; thematisiert, muss man aber doch auch im Hinterkopf haben, dass es nicht nur die &bdquo;Maximalforderung&ldquo; des kompletten Fleischverzichts gibt. Ich finde, Sie tun da unserem Gastautoren Florian Schwinn unrecht, setzt er sich doch (auch in seinen weiteren Artikeln auf den NachDenkSeiten) sehr f&uuml;r eine &ouml;kologische, nachhaltige Tierhaltung unter Ber&uuml;cksichtigung des Tierwohls ein.&nbsp;<\/em><\/p><p><em>Beste Gr&uuml;&szlig;e<\/em><br>\n<em>Jens Berger<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Redaktion der Nachdenkseiten,<\/p><p>ich folge euch seit einigen Jahren und sch&auml;tze die verschiedenen Meinungen die ihr ver&ouml;ffentlicht. Den Artikel&nbsp;&ldquo;Die Fleisch-Wasser-L&uuml;ge&rdquo; von Florian Schwinn sch&auml;tze ich jedoch nicht. Ich finde den Artikel sehr amateurhaft recherchiert, bzw. sehr darauf fokussiert die Aussage, dass die Fleischproduktion Massen an Wasser verbraucht, zu wiederlegen. Der Autor scheint die Definition von &ldquo;verbrauchtem&rdquo; Wasser nicht zu verstanden haben. Es handelt sich bei dem Wasser, das zur Bew&auml;sserung von der&nbsp;Landwirtschaft benutzt wird zum gr&ouml;&szlig;ten Teil um Grundwasser. Dieses wird in Massen entnommen und dabei eine Senkung der Grundwasserst&auml;nde verursacht. Denn Neubildung von Grundwasser ist ein sehr langwieriger Prozess, dass Wasser, dass bei der Bew&auml;sserung verdunstet oder versickert tr&auml;gt meist nichts dazu bei, geht also den Grundwasserspeichern &ldquo;verloren&rdquo;. Das ist es, was bei der Definition von &ldquo;verbrauchtem&rdquo; Wasser gemeint ist, nicht dass das Wasser einfach aufh&ouml;rt zu existieren. Ich studiere Umweltingenieurswissenschaften und habe&nbsp;diverse interessante Vorlesungen von Experten des Fachgebietes&nbsp;besuchen d&uuml;rfen.<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nT. d. S. B.<\/p><p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Lieber Herr d. S. B.,<\/em><\/p><p><em>wenn Sie schreiben, dass Grundwasser &bdquo;in Massen&ldquo; f&uuml;r die &bdquo;Fleischproduktion&ldquo; entnommen wird, werden Sie damit ja sicher die Futtermittelherstellung meinen. Denn die Menge an Trinkwasser zur direkten Viehzucht ist vergleichsweise klein. Hier kann man diese Aussage aber doch nicht verallgemeinern, sondern sollte sie regional differenziert betrachten. Gibt es im Anbaugebiet ein Wasser&uuml;berschuss? Werden die Felder k&uuml;nstlich beregnet? Wenn ja, wird Oberfl&auml;chenwasser oder Grundwasser verwendet? Wenn wir zum Beispiel meine Region in Niedersachsen betrachten, so ist diese durch ein Wasserdargebot gekennzeichnet, das die dauerhafte Entnahme bei weitem &uuml;bersteigt. Ich wei&szlig;, dass es in einigen Gegenden Hessens und Brandenburg sowie Th&uuml;ringen anders aussieht. Unser Autor verteidigt ja auch keineswegs die intensive Massentierhaltung, sondern sehr f&uuml;r &ouml;kologisch gef&uuml;hrte Kleinbetriebe ein. Mit pauschalen Aussagen kommen wir hier nicht weiter.&nbsp;<\/em><\/p><p><em>Mit besten Gr&uuml;&szlig;en<\/em><br>\n<em>Jens Berger<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Was f&uuml;r eine unn&ouml;tige und geradezu d&auml;mliche Provokation, dieser Artikel, werte NDS. Weshalb sollte man diesen einen Aspekt, den der hohen Wassernutzung, versuchen gerade zu r&uuml;cken und dabei die anderen, mindestens ebenso gewichtigen, absolut zweifelsfreien negativen Aspekte der Massentierhaltung v&ouml;llig au&szlig;er acht lassen? Wem ist damit geholfen, diesen vermeintichen Mythos aus der Welt zu r&auml;umen? Und was dann? Die B&ouml;den sind seit Jahrzehnten &uuml;berd&uuml;ngt, das Grundwasser widerrechtlich belastet, EU-Verfahren laufen z.B. gegen Deutschland. Schlimmer noch wird der &uuml;berwiegende Teil der weltweiten landwirtschaftlichen Fl&auml;che f&uuml;r Futtermittel genutzt, wobei massiv Regenwald f&uuml;r Sojaplantagen gerodet wird. In Europa haben wir schon lange keine ausreichende Menge an Futtermittel. Nochmal also: was soll dieser v&ouml;llig sinnlose Artikel?<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nDr. Martin Eigel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Mit leichter Verwunderung habe ich die Positionen des Autors zu Kenntnis genommen. Falls das eine Satire sein sollte, habe ich sie leider nicht erkannt. Nach meinem Verst&auml;ndnis konnte der Autor noch nicht einmal im Ansatz seine These einer L&uuml;ge mit Fakten unterlegen. Vielmehr hat er die Aussage letztlich best&auml;tigt. Nur interpretiert er sie v&ouml;llig anders. <\/p><ol>\n<li>Es ist absolut &uuml;blich bei der Ermittlung der Stoff- und Energiestr&ouml;me auch jene Stoffe zu erfassen, welche nur beim Fertigungsprozess ben&ouml;tigt werden. Zum Beispiel ist doch offensichtlich, dass nicht alles Wasser, welches bei der Papierherstellung ben&ouml;tigt wird, sp&auml;ter auch im Produkt enthalten ist. Chemisch gesehen kann in einem kg von einem Produkt wohl nicht mehr als ein Liter Wasser enthalten sein. Gleichwohl kann zur Herstellung von genau diesem einem kg ein x-faches ben&ouml;tigt worden sein. Der Unterschied zwischen Prim&auml;renergie und Nutzenergie lernte ich vor Jahren in der 8. Klasse. Dieses Prinzip auf Materialstr&ouml;me zu &uuml;bertragen d&uuml;rfte doch nicht so schwer sein und ist bestimmt keine &bdquo;Raketentechnologie&ldquo;. <\/li>\n<li>Ja, das Wasser ist chemisch gesehen danach nicht weg, jedoch nicht mehr technisch nutzbar, da verunreinigt, versickert, verdunstet, etc. <\/li>\n<li>Mit entsprechendem Aufwand und Energie (um den Rasen ein Gew&auml;chshaus bauen mit Bodenplanen und Einsatz von Lufttrocknern bei der Abluft) kann das Wasser immer wieder aufgefangen, gereinigt und wiederverwendet werden. Ein Rasen ist jedoch ein offenes System. Hier kann es zu Regeneintragungen kommen und &Uuml;berschwemmungen und dann zu D&uuml;rren. Drei Wochen sonniges Sommerwetter machen aus einem gr&uuml;nen Rasen eine vertrocknete gelbes Steppenlandschaft. Es&nbsp; regnet halt leider nicht wohldosiert drei mal am Tag. <\/li>\n<li>Es gibt heute schon gen&uuml;gend Regionen auf der Welt, in Europa und in Deutschland, in welcher es Wasserknappheit gibt. In welchem der Grundwasserpegel sinkt &ndash; die Brunnen das Wasser aus immer tieferen tieferen Erdschichten pumpen m&uuml;ssen. Das ist l&auml;ngst nicht nur in der Sahelzone ein Problem. Sprecht doch mal mit dem Winzer Deines Vertrauens, ob Wasserknappheit auch in Deutschland zum Problem geworden ist! Oder suche in der Suchmaschine Deines Vertrauens nach den Worten &bdquo;Winzer Wasserknappheit&ldquo;. <\/li>\n<li>Das Bild der Nutztierhaltung ist immer noch jenes der extensive Beweidung, wie es jeder aus der Milka-Werbung kennt. Die Realit&auml;t ist jedoch, dass die gr&ouml;&szlig;ten Mengen an Fleisch aus der Massentierhaltung kommt. In so einem Stall reicht es nicht aus von der n&auml;chsten Quelle einen Schlauch zu einer Tr&auml;nke zu legen, wie es bei der Beweidung etwa in den Alpen auch heute noch &uuml;blich ist. <\/li>\n<li>Leider ist es eben nicht das gleiche, ob eine Pflanze Wasser ausscheidet oder ein Tier. Ich m&ouml;chte hier nur das Stichwort &bdquo;Nitratbelastung&ldquo; in Erinnerung rufen. Ja, das Wasser ist noch vorhanden. Die G&uuml;lle sickert leider zu erheblichen Teilen ins Grundwasser und landet damit im Trinkwasser. <\/li>\n<li>Der Autor hat in soweit Recht, dass es Regionen in der Welt gibt, in welchen Wasser im &Uuml;berfluss vorhanden ist, die Fl&auml;chen kaum anders benutzt werden k&ouml;nnen als zur Beweidung. Bei einer extensiven Nutzung es auch eine hohe Biodiversit&auml;t an Pflanzen und Insekten auf diesen Fl&auml;chen gibt. Wir sind wieder bei den Bildern aus der Milka-Werbung. Doch das Fleisch aus der Tiefk&uuml;hltruhe beim Discounter kommt halt nicht von diesen Tieren. Wenn Ressourcen knapp werden ist eine Diskussion, wer, wie viel, zu welchem Preis von diesen Ressourcen nutzen darf absolut notwendig. Wasser\/Abwasser ist gerade f&uuml;r die Landwirtschaft ein wichtiger Kostenfaktor. Der Landwirtschaft reicht der Regen, welcher auf ihre Fl&auml;chen f&auml;llt schon l&auml;ngst nicht mehr. Sie wollen bew&auml;ssern oder k&uuml;nstlich beregnen. Suchen st&auml;ndig nach M&ouml;glichkeiten, billiger an Wasser zu kommen. Leitungswasser ist f&uuml;r die Landwirtschaft viel zu teuer. Die G&uuml;lle wird nicht nur ausgebracht, wenn die Pflanzen in der Wachstumsphase sind sondern wenn die Auffangbeh&auml;lter voll sind. Es wird billigend in Kauf genommen, das Stickstoffe und Phosphor in die Gew&auml;sser gelangen und dort ein Algenwachstum erzeugen bis der Badesee dann &bdquo;kippt&ldquo;. Die EU mahnt Deutschland wegen den zu hohen Nitratbelastung des Trinkwassers ab. Dieses &bdquo;Trinkwasser&ldquo; ist nicht mehr geeignet um Kleinkinder damit zu ern&auml;hren! (Diese Aussagen sind jetzt pauschalisiert und stimmen nicht f&uuml;r jede Region in Deutschland und f&uuml;r jedes Jahr.) <\/li>\n<li>Intensive Landwirtschaft mit Massentierhaltung externalisieren viele ihrer Kosten: Sinken der Grundwasserpegel, Nitratbelastung, Brandrodung von Regen-\/Trockenw&auml;lder in Lateinamerika f&uuml;r die Sojaproduktion =&gt; Kraftfutter. <\/li>\n<li>Heute wird auch Rinderzucht auf der Arabischen Halbinsel betrieben mit Meerwasserentsalzungsanlagen. Dort darf der Autor gerne seine Thesen noch einmal vortragen;-) Was darf man als n&auml;chstes von Ihm erwarten? Die &bdquo;Energie-L&uuml;ge?&ldquo; Hier erkl&auml;rt er uns dann, dass nach dem Energieerhaltungssatz Energie nicht verbraucht werden kann sondern nur umgewandelt! Damit immer noch vorhanden und kann damit irgendwie wieder verwendet werden. Leider vergisst er dann zu erw&auml;hnen, wie das technisch gehen soll. <\/li>\n<li>Das hantieren mit irgend welchen Durchschnittswerten hat sicherlich seine T&uuml;cken. Es sind Vereinfachungen, welche Zusammenh&auml;nge anschaulich machen sollen. Tats&auml;chliche Probleme der handelnde Akteure (Landwirte, Winzer, F&ouml;rster) jedoch einfach zu ignorieren und es als einfache Propagandal&uuml;ge darzustellen hilft dem Thema auch nicht. Es gibt zum Gl&uuml;ck noch Gegenden, wo Wasser kein Thema ist. In immer mehr Regionen Europas ist es aber schon seit Jahren eines. Insbesondere, da einzelne Akteure die Rechte haben, selbst Grundwasser zu entnehmen bzw. das Wasser stark verbilligt bekommen. Hier eine verdeckte Quersubventionierung statt findet. Es in trockenen Sommern immer wieder vorgekommen ist, das einzelne Kommunen es verboten haben den privaten Garten zu bew&auml;ssern oder ein Planschbecken f&uuml;r die Kinder zu f&uuml;llen. Ab diesem Zeitpunkt darf sehr wohl dar&uuml;ber gesprochen werden, wer denn die Gro&szlig;verbraucher von Wasser sind, welche noch nicht einmal die &uuml;blichen Wasser\/Abwassergeb&uuml;hren zu zahlen haben. <\/li>\n<li>Anderes Szenario: In Deutschland w&uuml;rde jegliche Massentierhaltung eingestellt werden. Es gibt nur noch die extensive Beweidung mit robusten Tierrassen welche aber nat&uuml;rlich auch keine 30 Liter Milch am Tag geben. Diese Tiere sind nur in jenen Wochen im Stall, wo Schnee und K&auml;lte aus Tierwohlgedanken gegen den Freigang sprechen. Eine Zuf&uuml;tterung mit Getreide, Soja, etc. findet nicht statt. Der Import von landwirtschaftlichen Produkte ist auf jene reduziert, welche aus klimatischen Gr&uuml;nden hier nicht wachsen (Bananen, Kaffee, Tee, Oliven, Datteln, &hellip;). Palm&ouml;l wird nicht als &bdquo;Bio-Sprit&ldquo; ben&uuml;tzt sondern nur zum Verzehr. <\/li>\n<\/ol><p>In diesem Szenario w&uuml;rden pl&ouml;tzlich viele Aussagen des Autors richtig sein. <\/p><p>Ein Verblendeter der Fleisch-Wasser-L&uuml;ge;-)<br>\nvon unserem Leser F.M.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Florian Schwinn hinterfragt <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80699\">in diesem Beitrag<\/a> den Verbrauch von Wasser f&uuml;r die Fleischproduktion. Angezweifelt wird die Angabe, nach der die Produktion eines Kilos Rindfleisch &uuml;ber 15.000 Liter Wasser verbrauche. Eine Studie aus dem Jahr 2010 von Mesfin Mergia Mekonnen von der University of Nebraska und Arjen Hoekstra von der Universit&auml;t Twente in den Niederlanden<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80889\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-80889","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/80889","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=80889"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/80889\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":80890,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/80889\/revisions\/80890"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=80889"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=80889"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=80889"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}