{"id":80947,"date":"2022-02-17T13:12:07","date_gmt":"2022-02-17T12:12:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80947"},"modified":"2022-02-17T15:00:45","modified_gmt":"2022-02-17T14:00:45","slug":"freedomofspeech-warum-verfolgen-journalisten-andere-journalisten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80947","title":{"rendered":"#FreedomOfSpeech &#8211; Warum verfolgen Journalisten andere Journalisten?"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wie eine mediale Diffamierungskampagne Existenzen zerst&ouml;rt.<\/strong> Die Deutsche Welle (DW) hat f&uuml;nf Mitarbeiter der arabischen Redaktion entlassen. Ihnen wird vorgeworfen,  sich privat in &bdquo;sozialen Medien&ldquo; &bdquo;anti-semitisch&ldquo; und &bdquo;israel-feindlich&ldquo; ge&auml;u&szlig;ert zu haben. Die &Auml;u&szlig;erungen liegen bis zu 10 Jahre zur&uuml;ck und wurden teilweise vor Jahren gel&ouml;scht, doch der  Reporter MB von der <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/deutsche-welle-antisemitismus-israel-1.5476895?reduced=true\">S&uuml;ddeutschen Zeitung<\/a> fand Mittel und Wege, um die gel&ouml;schten Meinungen der arabischen Journalisten wieder herzustellen. Dann ver&ouml;ffentlichte MB in der S&uuml;ddeutschen Zeitung am 30. November 2021 seinen Artikel &bdquo;Ein Sender schaut weg&ldquo;, in dem die ausgew&auml;hlten Journalisten angeklagt und diffamiert wurden. Der Deutschen Welle warf MB vor, nichts gegen die Journalisten unternommen zu haben. Andere Medien legten nach, der Stein gegen die Deutsche Welle und deren  arabische Redaktion kam ins Rollen. Von <strong>Karin Leukefeld<\/strong><br>\n<!--more--><br>\n&bdquo;Wie die Deutsche Welle Israel-Hass in Jordanien f&ouml;rdert&ldquo; titelte am 3.12.2021 das US-amerikanische Magazin Vice-Online und beschuldigte den jordanischen Fernsehsender Roya TV, &bdquo;Anti-Semitismus&ldquo; und &bdquo;Israel-Feindlichkeit&ldquo; zu verbreiten. Wenige Tage sp&auml;ter legte Vice-Online am 7.12.2021 nach mit der Behauptung, dass auch der libanesische Sender Al Jadeed TV Hass gegen Israel sch&uuml;re. Die BILD-Zeitung schloss sich an und titelte &bdquo;Deutsche Welle verteidigt antisemitischen Sender&ldquo; im Westjordanland. Gemeint war der pal&auml;stinensische Sender Maan News, der wie Roya TV und Al Jadeed seit Jahren zu so genannten Kooperationspartnern der Deutschen Welle in der arabischen Welt geh&ouml;rt.<\/p><p>Peter Limbourg, der Intendant der Deutschen Welle, leitete eine externe Untersuchung der Vorw&uuml;rfe ein. Die betroffenen Journalisten wurden vom Dienst suspendiert.  Die Kooperation mit Roya TV (Jordanien), Al Jadeed TV (Libanon) und Maan News (Westjordanland) wurde ausgesetzt oder soll ausgesetzt werden.<\/p><p>Mit der Untersuchung wurde das Ehepaar Beatrice und <a href=\"https:\/\/www.mind-prevention.com\/ahmad-mansour\">Ahmed Mansour<\/a> beauftragt, die das Institut &bdquo;MIND-Prevention&ldquo; leiten. Ahmed Mansour ist als &bdquo;f&uuml;hrender Islamismus-Experte&ldquo; im deutschen Funk und Fernsehen bekannt und wird in einem SZ-Artikel (Selbstkritik und Rausschmiss, 8.2.2022)  als &bdquo;scharfer K&auml;mpfer gegen Islamismus und Antisemitismus&ldquo; gew&uuml;rdigt. Als weiteres Mitglied der Untersuchungskommission wurde die ehemalige Justizministerin Sabine Leutheuser-Schnarrenberger benannt, die heute als Antisemitismusbeauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen t&auml;tig ist. <\/p><p><strong>Die S&auml;uberung<\/strong><\/p><p>Ihren <a href=\"https:\/\/static.dw.com\/downloads\/60689318\/dwprfberichtantisemitismusvorwrfe20220207.pdf\">Untersuchungsbericht<\/a> legten die drei Ermittler am 6. Februar 2022 bei einer digitalen Pressekonferenz vor. Eine Auswahl der Tweets und Facebook-Eintragungen, die Gegenstand der &ouml;ffentlichen Kampagne wurden, sind dort anonymisiert und teilweise mit Daten versehen nachzulesen.<\/p><p>Die Arabisch-Redaktion der DW wurde vom Vorwurf des &bdquo;strukturellen Antisemitismus und antisemitischer Tendenzen in der Berichterstattung&ldquo; <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/deutsche-welle-pr%C3%A4sentation-des-untersuchungsberichts-zu-antisemitismus-vorw%C3%BCrfen\/a-60689238\">freigesprochen<\/a>. Allerdings habe es &bdquo;Vers&auml;umnisse und Fehler gegeben,  etwa beim Recruiting, bei journalistischen Recherchen und bei der Auswahl von G&auml;sten f&uuml;r Sendungen.&ldquo;  Die Vorw&uuml;rfe in dem SZ-Artikel des Reporters MB wurden als &bdquo;zutreffend&ldquo; best&auml;tigt, die Suspendierung der Betroffenen sei &bdquo;gerechtfertigt&ldquo; gewesen. Allen Redaktionen sollten  &bdquo;ausf&uuml;hrliche Guidelines mit Definitionen und Erl&auml;uterungen zu Antisemitismus, Israelhass und Abgrenzung zu berechtigter Israelkritik an die Hand&ldquo; gegeben werden.<\/p><p>Intendant Limbourg bedankte sich bei den Ermittlern und erkl&auml;rte: &bdquo;Meinungsfreiheit ist niemals eine Rechtfertigung f&uuml;r Antisemitismus, Israelhass und Leugnung des Holocaust&ldquo;. Die DW werde &bdquo;klare, auch personelle Konsequenzen ziehen&ldquo; und habe in einem 10-Punktekatalog einen <a href=\"https:\/\/static.dw.com\/downloads\/60689317\/dwmassnahmenplan20220207.pdf\">Ma&szlig;nahmenplan<\/a> erstellt. <\/p><p>Dieser enth&auml;lt u.a. &bdquo;eine pr&auml;zise Antisemitismus-Definition&ldquo;, die &bdquo;die Anerkennung des Existenzrecht Israels und die Ablehnung von Leugnung und Verharmlosung des Holocaust&ldquo; einschlie&szlig;t.  In der Chefredaktion werde zuk&uuml;nftig ein Kompetenzteam die Themenfelder &bdquo;Antisemitismus, Existenzrecht Israels und Verantwortung gegen&uuml;ber der deutschen Geschichte&ldquo; st&auml;rker einbinden, so Limbourg weiter. Das DW-Korrespondentenb&uuml;ro in Jerusalem solle personell aufgestockt werden. <\/p><p>Den f&uuml;nf Beschuldigten &ndash; drei Journalisten und zwei Journalistinnen &ndash; war kurz vor der &ouml;ffentlichen Vorstellung des Untersuchungsberichts telefonisch ihre K&uuml;ndigung &ndash; Originalton: Einleitung eines Trennungsverfahrens &ndash; mitgeteilt worden. Der Leiter der arabischen Redaktion, Nasser Sharrouf, bot seinen R&uuml;cktritt an, was die Deutsche Welle annahm. Libanesische Medien berichteten unter Berufung auf interne DW-Quellen, der R&uuml;cktritt sei aus Protest gegen die Entlassungen zu verstehen. Besonders vor dem Hintergrund, dass allein die Verwaltung die Entlassungen beschlossen habe, ohne R&uuml;cksprache mit der Redaktionsleitung. Gegen acht weitere Mitarbeiter wurden ebenfalls &Uuml;berpr&uuml;fungsverfahren eingeleitet. Zwei von ihnen, beides deutsch-pal&auml;stinensische Journalisten, wurden libanesischen Medien zufolge inzwischen ebenfalls entlassen. Auch der Nachrichtendirektor der arabischen Redaktion trat von seinem Posten zur&uuml;ck.<\/p><p><strong>Die Untersuchung<\/strong><\/p><p>Der 56-seitige Untersuchungsbericht beschreibt das Vorgehen. Allen Gespr&auml;chspartnern sei &bdquo;Vertraulichkeit&ldquo; zugesichert worden, weshalb keine Namen genannt w&uuml;rden. Die SZ habe f&uuml;r die Untersuchung &bdquo;Screenshots der Posts und Tweets nicht zur Verf&uuml;gung gestellt&ldquo;, doch &bdquo;durch intensive Recherchen, anonyme Zusendungen und unter Nutzung der Kommentarspalten&ldquo; sei es gelungen, die Aussagen zu rekonstruieren. Zus&auml;tzlich wurden die &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen Accounts durchsucht und teilweise &uuml;ber l&auml;ngere Zeitr&auml;ume get&auml;tigte Aussagen, Likes anderer Artikel, positive Zeichen der Unterst&uuml;tzung anderer Aussagen gefunden. Man habe also &bdquo;eine Gesamtbetrachtung, teilweise &uuml;ber einen l&auml;ngeren Zeitraum&ldquo; vorgenommen. Die schriftlich abgegebenen Stellungnahmen h&auml;tten teilweise die Haltung des\/r Mitarbeiters\/in zus&auml;tzlich untermauert.<\/p><p>Man habe den f&uuml;nf in der SZ namentlich genannten Personen per E-Mail Gespr&auml;che angeboten, ebenso der gesamten arabischen DW-Redaktion. Zwischen dem 17.12.21 und dem 25.1.22 seien 29 Einzelgespr&auml;che per Videoschalte mit 32 der DW zugeh&ouml;rigen Personen gef&uuml;hrt worden, die Dauer habe jeweils zwischen 30 Minuten und zwei Stunden betragen. Auch &bdquo;mit Externen&ldquo; sei gesprochen worden, die relevante Perspektiven eingebracht h&auml;tten. <\/p><p>Es folgt eine Auflistung ausgew&auml;hlter &Auml;u&szlig;erungen, die bis ins Jahr 2012 zur&uuml;ckreichen. Der Kontext ist nicht ersichtlich. Die Untersuchung habe ein Bild ergeben, &bdquo;das den Vorwurf antisemitisch motivierter &Uuml;berzeugungen rechtfertigt&ldquo;. Grundlage dieser Bewertung sei die internationale <a href=\"https:\/\/www.antisemitismusbeauftragter.de\/Webs\/BAS\/DE\/bekaempfung-antisemitismus\/ihra-definition\/ihra-definition-node.html\">&bdquo;IHRA&ndash;Antisemitismus&ndash;Definition&ldquo;<\/a>. Es k&ouml;nne nicht ausgeschlossen werden, &bdquo;dass es auch k&uuml;nftig &auml;hnliche oder vergleichbare Aussagen auf den privaten Social Media Accounts der suspendierten Mitarbeitenden geben k&ouml;nnte. Die ausgesprochenen Suspendierungen erscheinen danach gerechtfertigt.&ldquo;<\/p><p><strong>Reaktionen deutscher Medien<\/strong><\/p><p>In deutschen Medien wurde breit &uuml;ber den Fall berichtet. Die von der SZ vorgelegten Vorw&uuml;rfe gegen die arabischen Journalisten wurden &uuml;bernommen, der &bdquo;Rausschmiss&ldquo; (SZ, 8.2.2022) der arabischen Journalisten begr&uuml;&szlig;t. Einigen gingen die Ma&szlig;nahmen nicht weit genug. Der SZ-Reporter MB, der mit seinem Bericht die Untersuchung ausgel&ouml;st hatte, schrieb, die Deutsche Welle habe eher &bdquo;ein grundlegenderes Problem&ldquo;, als die entlassenen f&uuml;nf &bdquo;krassen Einzelf&auml;lle&ldquo;. SZ-Recherchen und &bdquo;externe Beobachter&ldquo; h&auml;tten ergeben, &bdquo;dass die Leitung der arabischen Redaktion (&hellip;.) nicht hart durchgriff.&ldquo; Obwohl w&auml;hrend der Untersuchung immer mehr F&auml;lle hinzugekommen seien, &bdquo;wollten die Pr&uuml;fer keinen systematischen Antisemitismus in der Redaktion feststellen&ldquo;. (Bezahlschranke: S&uuml;ddeutsche Zeitung, Selbstkritik und Rausschmiss, 8.2.2022)<\/p><p>Der Reporter SB warf in der Berliner Zeitung der Deutschen Welle vor, &bdquo;ein gro&szlig;es Medienunternehmen wie die Deutsche Welle&ldquo; h&auml;tte mit  &bdquo;interner Expertise und Kontrolle&ldquo; das Verhalten der arabischen Journalisten stoppen m&uuml;ssen. &bdquo;Externe Beratung h&auml;tte daf&uuml;r nicht n&ouml;tig sein sollen.&ldquo;  Der Leitung der arabischen DW-Redaktion mangele es &bdquo;an fachlichen und sozialen Kompetenzen&ldquo; und &bdquo;antisemitische Ausf&auml;lle von arabischen Medienpartnern der DW in Jordanien wurden &uuml;bersehen. (&hellip;) Die Spatzen hatten es l&auml;ngst von den D&auml;chern gepfiffen.&ldquo; SB kritisiert stellenweise den Untersuchungsbericht und merkt an, dass es tats&auml;chlich in der Region viele verschiedene Meinungen gebe, &uuml;ber die berichtet werden m&uuml;sste. Zudem sei es widerspr&uuml;chlich, wenn einerseits &ndash; im Konflikt mit Russland &ndash; gesagt werde, die Deutsche Welle sei kein Staatssender, andererseits aber von arabischen Mitarbeitern gefordert werde, sie m&uuml;ssten die au&szlig;enpolitische Linie der Bundesregierung gegen&uuml;ber Israel vertreten. Letztlich wolle die Deutsche Welle, die zudem mit Steuergeldern finanziert werde, sich reinwaschen und die Untersuchungskommission, die SB ebenso wie den Sender kritisiert, habe das geliefert. Alles in allem, so der Autor in seiner &bdquo;kritischen Analyse&ldquo;, w&uuml;rden &bdquo;hohle Phrasen&ldquo; und &bdquo;verlogene Floskeln&ldquo; bem&uuml;ht, mit denen schon &bdquo;die Deutschen in der Adenauerzeit ihren massenm&ouml;rderischen Antisemitismus vergessen machen wollten.&ldquo; (Bezahlschranke: Berliner Zeitung, Auf der Schmalspur des Diskursabfalls, 12.02.2022&ldquo;).<\/p><p><strong>Die Betroffenen<\/strong><\/p><p>Die Betroffenen oder &bdquo;Beschuldigten&ldquo; kamen in deutschen Medien nicht zu Wort. Libanesische und andere arabische Medien berichteten dagegen ausf&uuml;hrlich &uuml;ber das Vorgehen der DW gegen die Journalisten und sparten nicht mit Kritik. &bdquo;Die Demokratie des Henkers und die Freiheit des Opfers&ldquo;, titelte Al Akhbar (8.2.2022), eine libanesische Tageszeitung. Das Syndikat der Journalisten in Beirut verurteilte die Entscheidung der Deutschen Welle als &bdquo;willk&uuml;rlich und unfair&ldquo;,  wie es in An Nahar (8.2.2022) hie&szlig;. Die beiden in Beirut arbeitenden Journalisten h&auml;tten nie &bdquo;gegen die Satzung und den Verhaltenskodex des Syndikats versto&szlig;en&ldquo; und seien &bdquo;f&uuml;r ihre Genauigkeit und Ehrlichkeit&ldquo; bekannt. Nie seien sie &bdquo;von den geltenden libanesischen Gesetzen&ldquo; abgewichen, &bdquo;die Israel als Feind betrachten und den Umgang mit ihm verbieten.&ldquo;<\/p><p>Den Berichten zufolge handelt es sich bei den Journalisten um Basil Al-Aridi, seit 2019 Leiter des DW-B&uuml;ros in Beirut, um Daoud Ibrahim, Ausbilder an der DW-Akademie, um Murhaf Mahmoud, Maram Salem (Shehatit) und Farah Maraqa. W&auml;hrend dieser Artikel geschrieben wird, <a href=\"https:\/\/www.aljazeera.com\/news\/2022\/2\/15\/deutsche-welle-fires-two-more-arab-employees\">wurde bekannt<\/a>, dass auch den beiden deutsch-pal&auml;stinensischen Journalisten Zahi Allawi und Yasser Abu Maileq gek&uuml;ndigt wurde. Beide hatten seit 17 bzw. 12 Jahren f&uuml;r die Deutsche Welle gearbeitet.<\/p><p>Im Gespr&auml;ch mit der Autorin sagte eine der Personen, das Vorgehen von DW und der Untersuchungskommission erinnerten an eine &bdquo;Inquisition&ldquo;. Die Berichte in den deutschen Medien, in denen sie namentlich diffamiert worden waren, glichen einer &bdquo;Hexenjagd&ldquo;. Fragen, die gestellt worden seien, seien von ihnen zwar beantwortet, aber nicht respektiert oder akzeptiert worden. Nur einiges, was den deutschen Autoren ins Konzept passte, sei  &bdquo;aus dem Zusammenhang gerissen ver&ouml;ffentlicht&ldquo; worden. Die Bitte der Autorin um ein Interview wurde nach reiflicher &Uuml;berlegung seitens der Person ausgeschlagen, weil &bdquo;juristische Schritte&ldquo; gepr&uuml;ft w&uuml;rden.<\/p><p><strong>Aus dem Zusammenhang gerissen<\/strong><\/p><p>Einer der Betroffenen, Daoud Ibrahim, der als Ausbilder bei der DW-Akademie in Beirut unter Vertrag stand und dem nun wegen &bdquo;Antisemitismus&ldquo; gek&uuml;ndigt wurde, f&uuml;hlte sich frei, dem libanesischen Nachrichtensender Al Mayadeen ein <a href=\"https:\/\/english.almayadeen.net\/news\/politics\/suspension-of-lebanese-journalist-proof-of-dws-free-speech-h\">Interview<\/a> zu geben. <\/p><p>Er berichtete, dass ein deutscher Journalist ihn kontaktiert und auf einen Tweet angesprochen habe, den er vor 10 Jahren (2012) verfasst habe und in dem es um den Holocaust gegangen sei. Er habe geschrieben, &bdquo;Der Holocaust ist eine L&uuml;ge#FreedomOfSpeech.&ldquo; Er habe dem Journalisten erkl&auml;rt, dass er das &bdquo;nach der Ver&ouml;ffentlichung von beleidigenden und satirischen Karikaturen&ldquo; geschrieben habe, &bdquo;die einen bestimmten Glauben verh&ouml;hnt und Extremismus gef&ouml;rdert&ldquo; h&auml;tten. Damals seien solche Beleidigungen als &bdquo;Meinungsfreiheit&ldquo; gerechtfertigt worden. &bdquo;Mit dem Tweet wollte ich thematisieren, ob eine Meinung &uuml;ber den Holocaust auch unter diese Kategorie fallen w&uuml;rde&ldquo;, so Ibrahim. Er selber halte den Holocaust f&uuml;r erwiesen, aber &bdquo;ich wollte ein bestimmtes Thema von einer bestimmten Perspektive problematisieren&ldquo;, zu einer bestimmten Zeit. <\/p><p>Die Deutsche Welle habe ihn nach der Ver&ouml;ffentlichung des SZ-Artikels &bdquo;Ein Sender schaut weg&ldquo; aufgefordert, an einer internen Anh&ouml;rung teilzunehmen. &bdquo;Ich tat das und hielt es f&uuml;r sehr wichtig, das Thema zu erkl&auml;ren. Schlie&szlig;lich bin ich Ausbilder im Bereich Konfliktjournalismus  und ethischem Journalismus.&ldquo; Dann habe die Untersuchungskommission ihn zu einer Videoanh&ouml;rung aufgefordert. Ibrahim erkl&auml;rte sich unter der Bedingung bereit, dass sein Anwalt teilnehmen und das Gespr&auml;ch aufgezeichnet werde. Die Untersuchungskommission lehnte das ab und so habe man per E-Mail kommuniziert. Die meisten Fragen h&auml;tten seine Arbeit f&uuml;r die DW-Akademie betroffen, berichtet der Journalist. Dann aber h&auml;tten sie wissen wollen, &bdquo;welche Haltung ich zum Existenzrecht Israels habe&ldquo;.<\/p><p>Im Vertrag mit der Deutschen Welle werde gefordert, &bdquo;die Gesetze der L&auml;nder zu achten, in denen wir arbeiten&ldquo;. Also habe er auf der Grundlage &bdquo;des libanesischen Rechts, den Entscheidungen der Arabischen Liga, dem Recht auf R&uuml;ckkehr und dem Recht auf Selbstbestimmung&ldquo; geantwortet. Der Vorwurf des Antisemitismus treffe auf Libanesen nicht zu, weil &bdquo;wir urspr&uuml;nglich Semiten sind&ldquo;, so der Journalist weiter.  Wenn jemand einen zehn Jahre alten Tweet untersuche, ohne den Zusammenhang und die zeitlichen Umst&auml;nde zu beachten, dann werde daraus eine &bdquo;falsche und irref&uuml;hrende Information&ldquo;.<\/p><p>2012, als Daoud Ibrahim den Tweet schrieb, hatten Gerichte in Deutschland das Zeigen der  umstrittenen Mohammed-Karikaturen, die erstmals 2005 in D&auml;nemark ver&ouml;ffentlicht worden waren, als &bdquo;freie Meinungs&auml;u&szlig;erung&ldquo; <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/gerichte-erlauben-islamkritische-karikaturen\/a-15934791\">genehmigt<\/a>. Die franz&ouml;sische Satirezeitschrift Charlie Hebdo ver&ouml;ffentlichte im gleichen Jahr neue &bdquo;Mohammed-Karikaturen&ldquo;, die wegen ihrer Islamfeindlichkeit zu zahlreichen Protesten f&uuml;hrten. &Uuml;ber beides hatte die Deutsche Welle ausf&uuml;hrlich <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/frankreich-mohammed-karikaturen-sorgen-f%C3%BCr-unruhe\/av-16251207\">berichtet<\/a>.<\/p><p><strong>&bdquo;Meinungsfreiheit in Europa ist eine Illusion&ldquo;<\/strong><\/p><p>Das <a href=\"https:\/\/www.aljazeera.com\/news\/2022\/2\/11\/career-assassination-dws-scapegoating-of-arab-employees\">schrieb<\/a> die Journalistin Maram Salem im Mai 2021 auf ihrem TikTok-Kanal. Der SZ-Reporter MB &bdquo;fand&ldquo; den Tweet und hob ihn neben anderen,  Jahre zur&uuml;ckliegenden Eintragungen hervor, was nun zu ihrer K&uuml;ndigung f&uuml;hrte. Maram S. stammt aus den besetzten pal&auml;stinensischen Gebieten im Westjordanland und kam &uuml;ber ein Praktikum zur DW, wo sie Anfang 2020 fest eingestellt wurde. Zensur habe es immer gegeben, erkl&auml;rte sie gegen&uuml;ber dem katarischen Nachrichtensender Al Jazeera.<\/p><p>&bdquo;Wenn wir &uuml;ber die Sache der Pal&auml;stinenser reden wollen, gibt es sehr viele rote Linien. Wir m&uuml;ssen letztendlich Umschreibungen benutzen, damit wir nicht gefeuert oder abgeschoben werden.&ldquo; Als im Mai 2021 die Ereignisse in Jerusalem und im Gazastreifen eskaliert seien, habe man ihr gesagt, sie k&ouml;nne nicht schreiben, &bdquo;Israel t&ouml;tet Kinder&ldquo;, das sei &bdquo;antisemitisch&ldquo;. &bdquo;Auch wenn man &uuml;ber die Menschenrechtsverletzungen von Israel schreibt, kann man beschuldigt werden, antisemitisch zu sein&ldquo;. <\/p><p>Im April und Mai 2021 war es in zahlreichen St&auml;dten Israels und in den besetzten Gebieten zu Auseinandersetzungen zwischen Pal&auml;stinensern und israelischen Polizeibeh&ouml;rden und Siedlern <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/unruhen-ersch%C3%BCttern-tempelberg-in-jerusalem\/a-57468130\">gekommen<\/a>. Milit&auml;rische Einheiten der Hamas im Gazastreifen hatten Raketen auf Israel abgefeuert. Ausl&ouml;ser waren u.a. die geplante Zerst&ouml;rung pal&auml;stinensischer H&auml;user im Jerusalemer Stadtteil Scheich Jarrah. Die Deutsche Welle berichtete.<\/p><p>Maram Salem bezeichnete ihre K&uuml;ndigung durch die Deutsche Welle als &bdquo;Ende ihrer Karriere&ldquo; (&bdquo;career assassination&ldquo;). &bdquo;Es ist ein schwerer Schlag gegen meinen Ruf als Journalistin&ldquo;, sagte sie Al Jazeera. &bdquo;Ich habe keine Chance mehr, in irgendeiner internationalen Medienorganisation noch einen Job zu finden. Besonders schwer wird es f&uuml;r mich sein, in Deutschland noch Arbeit zu finden.&ldquo;<\/p><p>Ihre Kollegin Farah Maraq, jordanische Pal&auml;stinenserin, die seit 2017 beim Arabischen Fernsehprogramm der Deutschen Welle arbeitete, schrieb auf ihrer Medienseite: &bdquo;In den Schlagzeilen zu stehen ohne die M&ouml;glichkeit zu haben, sich zu verteidigen &hellip;. macht mich krank.&ldquo;  In dem SZ-Artikel wurde ihr vorgehalten, 2014 (nicht f&uuml;r die DW) in einem Artikel Israel mit Krebs verglichen zu haben. Kurz darauf habe sie geschrieben, wenn der IS Israel vertreiben w&uuml;rde, w&uuml;rde sie sich anschlie&szlig;en wollen. Beides habe sie ironisch gemeint und beides sei in dem SZ-Artikel aus dem Zusammenhang gerissen worden, schrieb Maraq. Zu dem gleichen Ergebnis war bereits im Dezember 2021 die in der Schweiz ans&auml;ssige Menschenrechtsorganisation Euro-Med Human Rights Monitor gekommen. Die Organisation hatte die bereits im Spiegel ver&ouml;ffentlichten Anschuldigungen entkr&auml;ftet und  nachgewiesen, dass ihre Worte &bdquo;absichtlich falsch interpretiert und aus dem Zusammenhang gerissen&ldquo; waren. Obwohl sie in dem SZ-Artikel wiederholt worden waren, waren sie nicht Gegenstand der DW-Untersuchung.<\/p><p><strong>Voreingenommen, fehlerhaft und gef&auml;hrlich<\/strong><\/p><p><a href=\"https:\/\/euromedmonitor.org\/en\/About\">Euro-Med Human Rights Monitor<\/a> kritisierte den unabh&auml;ngigen Untersuchungsbericht der Deutschen Welle als &bdquo;voreingenommen, fehlerhaft und gef&auml;hrlich&ldquo;. Man <a href=\"https:\/\/euromedmonitor.org\/en\/article\/4900\/DW-independent-probe-into-anti-semitism-is-biased,-flawed-and-dangerous\">habe<\/a> den Bericht sorgf&auml;ltig gelesen und verschiedene Probleme gefunden, &bdquo;<em>die seine Ergebnisse in Frage stellen<\/em>&ldquo;. Man sei zu dem Schluss gekommen, &bdquo;<em>dass der Rahmen, die Analyse und die Empfehlungen des Berichts zahlreiche Hinweise auf eine Voreingenommenheit zugunsten Israels und gegen die Pal&auml;stinenser enthalten.<\/em>&ldquo;<\/p><p>Kritisiert wird, dass die Untersuchung auf einer umstrittenen Definition von Antisemitismus basiere. Dabei handelt es sich um die so genannte IHRA-Definition, die von der Internationalen Allianz zum Holocaustgedenken vertreten wird und die sich auch die Bundesregierung zu eigen gemacht hat. Diese Definition sei in die Kritik geraten, &bdquo;als Waffe eingesetzt zu werden, um pro-pal&auml;stinensische &Auml;u&szlig;erungen zu unterdr&uuml;cken und legitime Kritik am israelischen Vorgehen und seiner Politik mit Antisemitismus gleichzusetzen&ldquo;, hei&szlig;t es in der Stellungnahme von Euro-Med Human Rights Monitor. So w&uuml;rden beispielsweise Berichte &uuml;ber die pal&auml;stinensische Nakba, die Katastrophe der Vertreibung der Pal&auml;stinenser aus ihrer Heimat 1947\/48 als &bdquo;antisemitisch&ldquo; eingestuft, weil sie angeblich das Existenzrecht Israels infrage stellten.<\/p><p>Kritisiert wurde auch, dass den beschuldigten Journalisten keine M&ouml;glichkeit gegeben worden sei, sich zu verteidigen. Sonst h&auml;tten sie die aus dem Zusammenhang gerissenen Vorw&uuml;rfe gegen sich entkr&auml;ften k&ouml;nnen.<\/p><p><strong>Warum verfolgen Journalisten andere Journalisten?<\/strong><\/p><p>Was mag den SZ-Reporter MB dazu gebracht haben, arabische Kollegen und Kolleginnen auszuspionieren und zu diffamieren? Der Artikel &bdquo;Ein Sender schaut weg&ldquo; liest sich wie ein polizeilicher  Ermittlungsbericht, der einem Staatsanwalt vorgelegt werden soll. Die Frage geht auch an Reporter anderer Medien, wie dem Spiegel, dem Berliner Tagesspiegel oder der BILD-Zeitung, um einige Beispiele zu nennen, die sich mit diffamierenden Artikeln seit Jahren gegen andere Journalisten hervortun. <\/p><p>Warum sollte ein Journalist auf die Idee kommen, Jahre zur&uuml;ckliegende Tweets von anderen Journalisten, die zudem noch gel&ouml;scht waren, wieder herzustellen? MB &ndash; der heute im SZ-Feuilleton schreibt &ndash; war zuvor bei der SZ f&uuml;r den Nahen Osten zust&auml;ndig. Dort gibt es wahrlich genug Material f&uuml;r Reportagen. Selbst das Thema eines angeblichen &bdquo;Antisemitismus&ldquo; in der arabischen Gesellschaft h&auml;tte gut bearbeitet werden k&ouml;nnen, h&auml;tte der Reporter die verschiedenen Standpunkte und Sichtweisen und vor allem die Geschichte recherchiert und die Konfliktlinien und Hintergr&uuml;nde herausgearbeitet.  <\/p><p>Doch darum ging es dem Reporter MB nicht. Seine einseitige Parteinahme f&uuml;r Israel ist offensichtlich. MB ging es nicht um Information und Aufkl&auml;rung, ihm ging es um Anklage und Diffamierung. Beides allerdings hat in seri&ouml;sen journalistischen Texten nichts zu suchen.<\/p><p>M&ouml;glich ist auch, dass dem Reporter MB die Idee nicht selber kam, sondern dass sie ihm zugetragen wurde. In seinem Artikel erw&auml;hnt MB &bdquo;Hinweisgeber&ldquo; und &bdquo;Leser&ldquo;, die an den Ermittlungen und Gespr&auml;chen mit der Deutschen Welle beteiligt gewesen seien. Vielleicht waren Idee, Recherche und Text also auch eine Teamarbeit und jemand hat dem SZ-Autor Akten und Material vorgelegt, die von einer anderen Stelle gesammelt worden waren?  Vielleicht hat jemand gesagt: Schreib das mal. Der Untersuchungsbericht spricht von &bdquo;anonymen Zusendungen&ldquo;, wer k&ouml;nnte damit gemeint sein? Es k&ouml;nnte sein, dass die Tweets gar nicht von dem SZ-Reporter MB in m&uuml;hevoller Recherchearbeit &bdquo;wiederhergestellt&ldquo; worden sein k&ouml;nnten. M&ouml;glicherweise hat ihm jemand dabei geholfen, jemand mit dem notwendigen technischen Know-How? Vielleicht wurde die private Kommunikation dieser f&uuml;nf Journalisten auch schon seit Jahren &uuml;berwacht und gespeichert? Wenn ja, von wem?  Und mag der Reporter MB gewusst oder geahnt haben, woher die Informationen stammten, die er schlie&szlig;lich &ndash; ohne rechts und links zu sehen &ndash; in eine Anklageschrift verwandelte?<\/p><p>Ein Reporter mit Scheuklappen ist nicht in der Lage, die Realit&auml;t zu erkennen. Daher konnte MB nicht berichten, dass &bdquo;Antisemitismus&ldquo; keine arabische, sondern eine zutiefst europ&auml;ische Angelegenheit  ist. Er wollte von den arabischen Kolleginnen und Kollegen nichts wissen &uuml;ber deren Arbeit und ihre Arbeitsbedingungen. Die t&auml;gliche Unterdr&uuml;ckung der Pal&auml;stinenser, die anhaltende Landnahme der syrischen Golanh&ouml;hen und der libanesischen Schebaa-Farmen, Hauszerst&ouml;rungen und die milit&auml;rische Besatzung und Besiedlung der besetzten arabischen Gebiete, die Belagerung des Gaza-Streifens, die Kritik der Pal&auml;stinenser und arabischer Gesellschaften an dem Herrschaftsgebaren von Israel und ihr Zorn &uuml;ber Besatzung und Apartheid interessierte ihn nicht.<\/p><p><strong>Der blinde Reporter<\/strong><\/p><p>Und obwohl MB zum Team von Die Zeit und SZ geh&ouml;rte, das eine 2021 preisgekr&ouml;nte Recherche &uuml;ber das &bdquo;Projekt Pegasus&ldquo; <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/reporterpreis-reporter-innenpreis-2021-1.5481841\">vorlegte<\/a>, interessierte es ihn auch nicht, dass  Journalisten, Politiker und Menschenrechtler im Nahen Osten seit Jahren von der israelischen Spionage-Software Pegasus angegriffen und ausgesp&auml;ht werden. Dar&uuml;ber h&auml;tte sich eine Reportage gelohnt. <\/p><p>Die Leiterin des B&uuml;ros von Human Rights Watch (HRW) in Beirut, Lama Fakih, war im November 2021 von Apple &uuml;ber einen &bdquo;staatlich beauftragten Angreifer&ldquo; <a href=\"https:\/\/www.al-monitor.com\/originals\/2022\/01\/human-rights-watch-staffer-hacked-pegasus-spyware#ixzz7L5iCGefh\">informiert worden<\/a>. &Uuml;ber eine digitale forensische Analyse fand Fakih heraus, dass zwei ihrer Telefone zwischen April und August 2021 f&uuml;nf Mal von Pegasus infiltriert worden waren.  Ein Sicherheitslabor von Amnesty International, das von HRW hinzugezogen worden war, best&auml;tigte den Angriff.<\/p><p>Die Spionage-Software Pegasus wurde von der israelischen Firma NSO entwickelt und kann von au&szlig;en in einem Mobiltelefon installiert werden und den Inhalt des Mobiltelefons, die Kamera und das Mikrofon aussp&auml;hen und an Auftraggeber weiterleiten. Regierungen setzten Pegasus ein, um gegen Terror und andere Verbrechen zu k&auml;mpfen, hie&szlig; es seitens der Firma NSO. <\/p><p>Doch HRW erkl&auml;rte , es sei bekannt, &bdquo;dass Regierungen die Spionage-Software von NSO benutzen, um Menschenrechtsverteidiger, Journalisten und andere, die auf Verbrechen hinweisen, auszuspionieren und zum Schweigen zu bringen.&ldquo; Lama Fakih aus dem HRW-B&uuml;ro in Beirut <a href=\"https:\/\/newsvideo.su\/video\/16625396\">sagte<\/a> im Gespr&auml;ch mit Afshin Rattansi, der die RT-Sendung &bdquo;Going Underground&ldquo; moderiert, allein im Libanon seien in den vergangenen Jahren mindestens 300 Personen mit Pegasus von staatlichen Auftraggebern angegriffen worden, darunter &bdquo;Journalisten und hochrangige Politiker&ldquo;.<\/p><p>&bdquo;Ausspionieren und zum Schweigen bringen&rdquo; &ndash; das Ergebnis des SZ-Artikels &bdquo;Ein Sender schaut weg&ldquo; ist das gleiche. Journalisten und Journalistinnen wurden vom Reporter MB ausgesp&auml;ht, &ouml;ffentlich denunziert und verloren ihre Arbeit, die sie seit Jahren mit Hingabe, aus &Uuml;berzeugung und auch unter Gefahren in den Kriegs- und Krisengebieten des Nahen Ostens nachgegangen waren. Sie wollten den Konflikt in ihrer Heimat der &Ouml;ffentlichkeit erkl&auml;ren, nun haben sie ihre Existenzen verloren.<\/p><p>Titelbild: Sergey Chayko\/shutterstock.com<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Wie eine mediale Diffamierungskampagne Existenzen zerst&ouml;rt.<\/strong> Die Deutsche Welle (DW) hat f&uuml;nf Mitarbeiter der arabischen Redaktion entlassen. Ihnen wird vorgeworfen, sich privat in &bdquo;sozialen Medien&ldquo; &bdquo;anti-semitisch&ldquo; und &bdquo;israel-feindlich&ldquo; ge&auml;u&szlig;ert zu haben. Die &Auml;u&szlig;erungen liegen bis zu 10 Jahre zur&uuml;ck und wurden teilweise vor Jahren gel&ouml;scht, doch der Reporter MB von der <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/deutsche-welle-antisemitismus-israel-1.5476895?reduced=true\">S&uuml;ddeutschen Zeitung<\/a> fand<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80947\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":80950,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[88,123,182,183],"tags":[2296,3058,1289,1557,1554,303,460],"class_list":["post-80947","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-antisemitismus","category-kampagnentarnworteneusprech","category-medienkonzentration-vermachtung-der-medien","category-medienkritik","tag-deutsche-welle","tag-diffamierung","tag-holocaust","tag-israel","tag-orwell-2-0","tag-palaestina","tag-sz"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/shutterstock_1167341083.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/80947","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=80947"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/80947\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":80958,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/80947\/revisions\/80958"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/80950"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=80947"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=80947"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=80947"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}