{"id":8097,"date":"2011-01-24T09:49:31","date_gmt":"2011-01-24T08:49:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8097"},"modified":"2014-07-28T12:33:47","modified_gmt":"2014-07-28T10:33:47","slug":"aufschwung-xxl-kampagne-geht-weiter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8097","title":{"rendered":"&#8220;Aufschwung XXL&#8221;-Kampagne geht weiter"},"content":{"rendered":"<p>Ein Blick in die bundesdeutsche Medienberichterstattung zum Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung zeigt: Das propagandistische Medientrommelfeuer (&ldquo;XXL-Aufschwung&rdquo;, &ldquo;Wirtschaftswunder&rdquo;, &ldquo;Kaufrausch&rdquo;, &ldquo;Jobwunder&rdquo;) wird unvermindert fortgesetzt. Allem Anschein nach setzen unsere zum weit &uuml;berwiegenden Teil der schwarz-gelben Bundesregierung nahestehenden Medien alles daran, im &ldquo;Superwahljahr&rdquo; 2011 Union und FDP nach Kr&auml;ften zu pushen.<br>\n<!--more--><br>\nZumal die W&auml;hler m&ouml;glicherweise auch im bev&ouml;lkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen an die Wahlurne gerufen werden. So schreibt tagesschau.de unter der &Uuml;berschrift:<\/p><blockquote><p><a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/jahreswirtschaftsbericht102.html\"><strong>Jahreswirtschaftsbericht 2011: Mit &ldquo;Siebenmeilenstiefeln&rdquo; in den Aufschwung<\/strong><\/a><br>\nDie Bundesregierung hat ihre Wachstumsprognose f&uuml;r das laufende Jahr um einen halben Prozentpunkt angehoben. Im neuen Jahreswirtschaftsbericht geht sie von einem Zuwachs von 2,3 Prozent im laufenden Jahr aus. Bislang hatte sie nur 1,8 Prozent Wachstum f&uuml;r 2011 erwartet. 2010 war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sogar um 3,6 Prozent gestiegen.<\/p><\/blockquote><p><strong>Anmerkungen unseres Lesers G.K.:<\/strong><\/p><ol>\n<li>Die Medienkampagnen zum &ldquo;XXL-Aufschwung&rdquo; werden auch anl&auml;&szlig;lich der Ver&ouml;ffentlichung des Jahreswirtschaftsberichtes der Bundesregierung fortgesetzt. So schreibt beispielsweise das Handelsblatt  unter der  &Uuml;berschrift &ldquo;Jobwunder forciert deutschen XXL-Aufschwung&rdquo;: &ldquo;Besch&auml;ftigungsentwicklung auf Rekordniveau, Wachstumsprognose kr&auml;ftig angehoben, EU-Defizit-Grenzmarke wieder unterschritten: Besser kann es derzeit eigentlich nicht laufen f&uuml;r Deutschland und Bundeswirtschaftsminister Rainer Br&uuml;derle. Der FDP-Politiker stellte heute einen Jahreswirtschaftsbericht vor, der tats&auml;chlich ein Anlass ist, in Jubelstimmung auszubrechen.&rdquo;\n<p>Und ein dpa-basierter Artikel der Frankfurter Rundschau tr&auml;gt die &Uuml;berschrift: &ldquo;Br&uuml;derle: Aufschwung ohne Ende&rdquo;.  &ldquo;Aufschwung ohne Ende&rdquo;? Vor dem Hintergrund der Internetblase zur Jahrtausendwende und des erneut im Vorfeld der schweren Finanz- und Wirtschaftskrise des Jahres 2009 von zahlreichen Medien und Wirtschaft-&ldquo;Experten&rdquo; hinausposaunten Gefasels vom angeblich &ldquo;immerw&auml;hrenden Wachstum&rdquo; ist es mehr als erstaunlich, da&szlig; die Wirtschaftsredaktion der Frankfurter Rundschau eine derart substanzlose &Uuml;berschrift kritiklos in die Welt setzt.<\/p><\/li>\n<li>In der Medienberichterstattung ist im Zusammenhang mit dem BIP-Wachstum des Jahres 2010 erneut von einem &ldquo;Rekordwachstum  seit der Wiedervereinigung&rdquo; die Rede. Auch die von tagesschau.de ver&ouml;ffentlichte Grafik zeigt dieses angebliche &ldquo;Rekordwachstum&rdquo; des Jahres 2010. In der Vergangenheit wurde in der Medienberichterstattung jedoch fachlich korrekt stets das um eine unterschiedliche Anzahl von Arbeitstagen bereinigte BIP-Wachstum ver&ouml;ffentlicht. Dieses bereinigte Wirtschaftswachtum betrug im Jahre 2010 jedoch lediglich 3,5 Prozent und liegt somit knapp unterhalb der Wachstumsrate des Jahres 2006 in H&ouml;he von 3,6 Prozent und auf dem Niveau des Jahres 2000 (ebenfalls 3,5 Prozent). Das durchsichtige Interesse, einen &ldquo;Wachstumsrekord&rdquo; seit der Wiedervereinigung in die Welt hinauszuposaunen, l&auml;&szlig;t die Mainstream-Medien eine sachlich korrekte Berichterstattung &uuml;ber den Haufen werfen.<\/li>\n<li>tagesschau.de schreibt: &ldquo;Deutschland sei mit &ldquo;sensationellen Zahlen&rdquo; in Europa am besten durch die Krise gekommen, sagte Bundeswirtschaftsminister Rainer Br&uuml;derle (FDP) bei der Vorlage des Jahreswirtschaftsberichts: &ldquo;Wir gehen mit Siebenmeilenstiefeln voran, manch andere trotten im G&auml;nsemarsch hinterher.&rdquo;&rdquo;\n<p>Hinter dieser Br&uuml;derle-Aussage steckt eine geh&ouml;rige Portion Dreistigkeit und Unverfrorenheit. Denn das von den deutschen Neoliberalen forcierte parasit&auml;re Lohn- und Sozialdumping tr&auml;gt ma&szlig;gebliche Mitverantwortung f&uuml;r die &ouml;konomischen Schieflagen in zahlreichen Staaten der Eurozone. Die von den hiesigen Neoliberalen diktierten Spar- und Lohnsenkungsprogramme an die Adresse der notleidenden Staaten werden die dortigen Probleme und insbesondere die Situation der dort lebenden Arbeitnehmer weiter versch&auml;rfen. Vor allem in diesen europ&auml;ischen Staaten wird man die arrogante Gro&szlig;kotzigkeit Br&uuml;derles und seiner Kabinettskollegen sehr genau registrieren. Selbst der jeglicher &ldquo;Linkslastigkeit&rdquo; unverd&auml;chtige Altkanzler Helmut Schmidt kritisierte k&uuml;rzlich die hohen deutschen Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse und die daraus drohenden Gefahren f&uuml;r zuk&uuml;nftige &ouml;konomische Entwicklung in Deutschland und Europa. In den vergangenen Monaten kritisierte Schmidt des weiteren zur Recht die, wie er sich ausdr&uuml;ckte, &ldquo;wilhelminische Gro&szlig;spurigkeit&rdquo; der schwarz-gelben Regierungspolitiker. Helmut Schmidt: Europa  brauche weder einen &ldquo;deutschen Oberkommandierenden&rdquo;, noch einen &ldquo;deutschen Schulmeister&rdquo;. Schwarz-Gelb und die zahlreichen sie unterst&uuml;tzenden Medien scheinen jedoch mit der Parole &ldquo;Am deutschen Wesen soll die Welt genesen&rdquo; an schleche alte Zeiten ankn&uuml;pfen zu wollen.<\/p>\n<p>Die hiesige Politik und die deutschen Medien versuchen zwar den Eindruck zu erwecken, der Wachstumsbeitrag der Au&szlig;enhandels&uuml;bersch&uuml;sse werde im laufenden Jahr gegen&uuml;ber den Vorjahren abnehmen. Doch selbst das Herbstutachten der Wirtschaftsforschungsinstitute kann nicht dar&uuml;ber hinwegt&auml;uschen, da&szlig; der deutsche Leistungsbilanz&uuml;berschuss auch im Jahre 2011 weiter zulegen wird: von 127,9 Mrd. Euro in 2010 auf 142,3 Mrd. Euro in 2011. Dies bedeutet im Umkehrschluss: Die Neuverschuldung der &uuml;brigen Wirtschaftsnationen gegen&uuml;ber Deutschland wird im laufenden Jahr um weitere 142,3 Mrd. Euro anwachsen.<\/p>\n<p>Br&uuml;dele und nahezu alle deutschen Mainstreammedien verschweigen zudem den Preis, den die deutschen Arbeitnehmer f&uuml;r die Exportfixierung seit vielen Jahren zahlen: Real stagnierende oder gar sinkende L&ouml;hne und Geh&auml;lter, deutliche Qualit&auml;tsverschlechterung der Arbeitspl&auml;tze, Einschnitte in die Sozialetats, wachsende Ungleichverteilung von Einkommen und Verm&ouml;gen. Sollten die &uuml;brigen Staaten der Eurozone der deutschen Forderung nachkommen, den hiesigen Wirtschaftskurs zu kopieren, dann d&uuml;rften den deutschen Arbeitnehmern in nicht allzu ferner Zukunft erneut massive &ldquo;Opfer&rdquo; auf dem Altar der &ldquo;Wettbewerbsf&auml;higkeit&rdquo; abverlangt werden.<\/p><\/li>\n<li>tagesschau.de schreibt: &ldquo;Der Aufschwung werde auch durch eine wachsende Kauflust der Verbraucher befeuert. Die real verf&uuml;gbaren Einkommen der B&uuml;rger werden 2011 um 3,4 Prozent steigen, sagte Br&uuml;derle. Nachdem die Konsumausgaben im vergangenen Jahr um 0,3 Prozent gestiegen waren, werden sie laut Bundesregierung 2011 voraussichtlich um 1,6 Prozent zulegen.&rdquo;\n<p>Es wird der Eindruck erweckt, die Einkommen &ldquo;der&rdquo; Deutschen w&uuml;rden im laufenden Jahr real um 3,4 Prozent ansteigen. Dieser Eindruck ist jedoch falsch, denn das verf&uuml;gbare Einkommen beinhaltet auch die in 2011 erneut deutlich &uuml;berdurchschnittlich steigenden Einkommen aus Unternehmert&auml;tigkeit und Verm&ouml;gen. Doch selbst innerhalb der Arbeitnehmerschaft d&uuml;rften wegen der kr&auml;ftig steigenden Unternehmensgewinne die Spitzenverdiener &uuml;ber deutlich ansteigende Gratifikationen und Bonuszahlungen &uuml;berdurchschnittliche Gehaltszuw&auml;chse erzielen. Die L&ouml;hne und Geh&auml;lter der Durchschnitts- und Geringverdiener hingegen d&uuml;rften auch im laufenden Jahr nur unterdurchschnittlich zulegen. Dies gilt erst recht f&uuml;r die Bezieher von sog. Transfereinkommen. So werden beispielsweise die Rentner im laufenden Jahr reale Einkommenseinbu&szlig;en erleiden. Ob vor diesem Hintergrund (Stichwort: hohe Sparquote der Spitzenverdiener) die realen Konsumausgaben &ndash; wie von der Bundesregierung prognostiziert &ndash; tats&auml;chlich um 1,6 Prozent steigen werden, ist zumindest mit einem Fragezeichen zu versehen. Doch selbst ein Anstieg der Konsumausgaben um 1,6 Prozent w&auml;re weit von einem &ldquo;Konsumboom&rdquo; (wie in zahlreichen Medien behauptet) entfernt. Die privaten Konsumausgaben w&uuml;rden selbst bei einem Anstieg um 1,6 Prozent erneut schw&auml;cher als das prognostizierte Bruttoinlandsprodukt (2,3 Prozent) wachsen. Das Hochjubeln des Konsums verfolgt das durchsichtige Ziel, von dem seit vielen Jahren betriebenen Lohn- und Sozialdumping und der darauf basierenden Exportforcierung der deutschen Wirtschaft sowie der daran vor allem im europ&auml;ischen Ausland ge&auml;u&szlig;erten Kritik abzulenken.<\/p><\/li>\n<li>tagesschau.de schreibt: &ldquo;Weiter sagte Br&uuml;derle, dass die Zahl der Besch&auml;ftigten in Deutschland durch den anhaltenden Aufschwung im Jahresschnitt nochmals um mehr als 300.000 auf 40,8 Millionen steigen werde. Die Arbeitslosigkeit werde im Jahresdurchschnitt auf 2,94 Millionen Menschen ohne Job oder auf eine Quote von etwa 7,0 Prozent zur&uuml;ckgehen. &ldquo;Wir befinden uns auf der Schnellstra&szlig;e zur Vollbesch&auml;ftigung. In einigen Regionen lassen sich schon manche Stellen nicht mehr besetzen&rdquo;, sagte Br&uuml;derle.&rdquo;\n<p>Dieser Passus beinhaltet das komplette propagandistische Arsenal in Sachen &ldquo;Jobwunder&rdquo;. Hierzu folgende Anmerkungen:<\/p>\n<p>Beim Vergleich der heutigen Besch&auml;ftigtenzahlen mit jenen fr&uuml;herer Jahre wirkt sich besonders gravierend aus, da&szlig; der Anteil der Vollzeitarbeitspl&auml;tze reduziert und im Gegenzug der Anteil der zumeist prek&auml;ren, nicht vollzeitbesch&auml;ftigten Arbeitnehmer drastisch angestiegen ist. Dies f&uuml;hrt zu einer deutlichen Aufh&uuml;bschung sowohl der Arbeitslosenstatistik als auch der Besch&auml;ftigungsstatistik: Obwohl die Zahl der von den Besch&auml;ftigten abgeleisteten Arbeitsstunden von 52 Milliarden Stunden in 1991 um 7,7 Prozent auf 48 Milliarden Stunden in 2008 (dem Jahr vor dem Abschwung, d.h. in etwa vergleichbar mit der heutigen Situation) abgesunken ist, hat sich die Zahl der Besch&auml;ftigten in diesem Zeitraum erh&ouml;ht. Der Besch&auml;ftigungsanstieg trotz R&uuml;ckgang des Volumens der geleisteten Arbeitsstunden resultiert ausschlie&szlig;lich aus einer Aufspaltung ehemaliger Vollzeitarbeitspl&auml;tze in zumeist prek&auml;re Teilzeitarbeitspl&auml;tze und Mini-\/Midijobs sowie aus der Einf&uuml;hrung von 1-Euro-Jobs.<\/p>\n<p>Die sehr gro&szlig;e Kluft zwischen der von der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit ausgewiesenen Arbeitslosigkeit und dem tats&auml;chlichen Mangel an Arbeitspl&auml;tzen zeigt die im Juni 2010 vom Statistischen Bundesamt ver&ouml;ffentlichte Pressemitteilung <a href=\"?p=6354#h02\">&ldquo;Rund neun Millionen Menschen w&uuml;nschen sich (mehr) Arbeit&rdquo;<\/a>.<\/p>\n<p>Diese Pressemitteilung des Statistische Bundesamtes enth&auml;lt eine <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Grafiken\/Publikationen\/STATmagazin\/Arbeitsmarkt\/ErwerbslosenquoteEUVergleich,templateId=renderLarge.psml\">Grafik<\/a> auf Basis von Daten des Jahres 2009, welche aufzeigt, da&szlig; im europ&auml;ischen Vergleich insbesondere in Deutschland die L&uuml;cke zwischen der offiziell ausgewiesenen Erwerbslosenquote und der sog. Quote des ungenutzten Arbeitskr&auml;ftepotenzials sehr hoch ist.<\/p>\n<p>Die Qualit&auml;t der Arbeitspl&auml;tze ist seit vielen Jahren deutlich abnehmend, was sich auch im drastisch angewachsenen deutschen Niedriglohnsektor widerspiegelt:<\/p>\n<ul>\n<li>drastische Zunahme von Mini-\/Midijobs und Teilzeitjobs (Teilzeitarbeit: geringere Anzahl bezahlter Arbeitstunden sowie zus&auml;tzlich ein lt. Analyse des Statistischen Bundesamtes um ca. 23% geringerer Stundenverdienst gegen&uuml;ber Vollzeitarbeitskr&auml;ften),<\/li>\n<li>drastische Ausweitung der Leiharbeit,<\/li>\n<li>Einf&uuml;hrung der 1-Euro-Jobs,<\/li>\n<li>deutliche Zunahme zeitlich befristeter Arbeitsverh&auml;ltnisse.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der von Br&uuml;dele behauptete angebliche Arbeitsplatzmangel ist die Fortsetzung der Kampagne zum angeblichen &ldquo;Facharbeitermangel&rdquo;. Siehe hierzu den NachDenkSeiten-Beitrag <a href=\"?p=7364\">&ldquo;Wie Sie vom Spiegel an der Nase herum gef&uuml;hrt werden. Beispiel angeblicher Fachkr&auml;ftemangel&rdquo;<\/a> und die in diesem Beitrag dokumentierte Widerlegung dieser Behauptung durch das DIW.<\/p>\n<p>Die st&auml;ndige Herumreiten auf dem angeblichen &ldquo;Facharbeitermangel&rdquo; soll einer verst&auml;rkten Zuwanderung von Arbeitskr&auml;ften Vorschub leisten, um so auch in Zukunft den Druck auf die Arbeitnehmereinkommen aufrechtzuerhalten.<\/p><\/li>\n<li>tagesschau.de schreibt: &ldquo;Die ma&szlig;geblichen Risiken f&uuml;r den Aufschwung kommen nach Angaben der Regierung aus der Weltwirtschaft. &ldquo;Es ist zu erwarten, dass das weltwirtschaftliche Wachstum in diesem Jahr etwas an Fahrt verliert.&rdquo; Dabei wirkten sich die Konsolidierungsprozesse in den USA und Japan, vor allem aber auch in europ&auml;ischen Staaten aus. Verwiesen wird auch auf protektionistische Gefahren.&rdquo;\n<p>Konjunkturelle Risiken aus den exorbitant hohen deutschen Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;ssen f&uuml;r Deutschland sowie die &uuml;brigen Staaten der Eurozone (auch hinsichtlich des aus den hohen deutschen Au&szlig;enhandels&uuml;bersch&uuml;ssen resultierenden Eurokurses, der f&uuml;r die unter Wettbewerbsschw&auml;che leidenden Eurozonenstaaten zu hoch ist) m&ouml;chte die Bundesregierung nicht sehen. Risiken aus den an zahlreiche Eurozonen-Staaten gerichteten Spar- und Lohnsenkungsdiktaten m&ouml;chte die Bundesregierung ebenfalls nicht erkennen. Sie verweigert sich allem Anschein nach sogar der Einsicht, da&szlig; die hohen deutschen Au&szlig;enhandels&uuml;besch&uuml;ssen den von ihr beklagten protektionistischen Gefahren Vorschub leisten. Die schwarz-gelbe Bundesregierung praktiziert die Methode &ldquo;Haltet den Dieb&rdquo;, sprich: Schuld an eventuell geplatzten Wachstumstr&auml;umen sind stets nur die Anderen.<\/p><\/li>\n<li>FAZIT: Ein Blick in die Medien zeigt, da&szlig; diese sich ganz &uuml;berwiegend als unkritische Lautsprecher der schwarz-gelben Bundesregierung verstehen. Die &ouml;konomische und soziale Situation in Deutschland wird mit hochtrabenden Superlativen sch&ouml;ngeschrieben und -gesendet. Kritische Anmerkungen, beispielsweise zu den massiv gesch&ouml;nten Arbeitslosen- und Besch&auml;ftigungsstatistiken, zu der drastischen Qualit&auml;tsverschlechterung der Arbeitspl&auml;tze, zu der auch weiterhin ungleichen Verteilung des zus&auml;tzlich erwirtschfteten Volkseinkommens, zu den Gefahren und negativen Nebenwirkungen der hohen deutschen Au&szlig;enhandels&uuml;bersch&uuml;sse oder zu dem vor allem im europ&auml;ischen Ausland nicht verborgen bleibenden gro&szlig;spurigen und arroganten Aussenauftritt der schwarz-gelben Bundesregierung: Nahezu komplette Fehlanzeige.<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Blick in die bundesdeutsche Medienberichterstattung zum Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung zeigt: Das propagandistische Medientrommelfeuer (&ldquo;XXL-Aufschwung&rdquo;, &ldquo;Wirtschaftswunder&rdquo;, &ldquo;Kaufrausch&rdquo;, &ldquo;Jobwunder&rdquo;) wird unvermindert fortgesetzt. Allem Anschein nach setzen unsere zum weit &uuml;berwiegenden Teil der schwarz-gelben Bundesregierung nahestehenden Medien alles daran, im &ldquo;Superwahljahr&rdquo; 2011 Union und FDP nach Kr&auml;ften zu pushen.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[188,1,123,133],"tags":[723,499,683,689,451,402],"class_list":["post-8097","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bundesregierung","category-das-kritische-tagebuch","category-kampagnentarnworteneusprech","category-wichtige-wirtschaftsdaten","tag-bruederle-rainer","tag-handelsbilanz","tag-handelsblatt","tag-konsumlaune","tag-tagesschau","tag-wachstum"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8097","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=8097"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8097\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8100,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8097\/revisions\/8100"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=8097"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=8097"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=8097"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}