{"id":81009,"date":"2022-02-18T16:30:21","date_gmt":"2022-02-18T15:30:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81009"},"modified":"2022-02-18T16:13:44","modified_gmt":"2022-02-18T15:13:44","slug":"hinweise-des-tages-ii-525","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81009","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81009#h01\">M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81009#h02\">Der amerikanische Informationskrieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81009#h03\">Duell auf dem eurasischen Schachbrett: Darum ist die Ukraine geostrategisch so bedeutsam<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81009#h04\">&bdquo;Wir sollten uns zehn Jahre Zeit nehmen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81009#h05\">Zw&ouml;lf Nullen angepeilt: R&uuml;stungshaushalt der USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81009#h06\">&ldquo;Wir haben eine Krise des parlamentarischen Systems&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81009#h07\">Bundesregierung zum Heizen mit Holz: Kein Konzept gegen Kaminqualm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81009#h08\">&Ouml;kosteuern &ndash; Jolly Joker oder soziale Achillesferse der Klimapolitik?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81009#h09\">Wie viel Standort-Kapitalismus ertr&auml;gt die Welt?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81009#h10\">Die gro&szlig;e L&uuml;ge der Eliten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81009#h11\">Im Januar 2022 waren knapp 40 Prozent der Betriebe von Corona-bedingten Arbeitsausf&auml;llen betroffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81009#h12\">Popanz Grundwerte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81009#h13\">Machtkampf in Peru spitzt sich zu &ndash; FDP-Stiftung im Mittelpunkt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wenn der Aggressor gebastelt wird<\/strong><br>\nDer Bericht der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz w&auml;scht die Nato rein und d&auml;monisiert Russland<br>\nKontrollverlust, un&uuml;berwindbar scheinende Krisen, &uuml;berforderte Demokratien. &laquo;Diese Einsch&auml;tzung ist brandgef&auml;hrlich, denn sie kann zu einer sich selbst erf&uuml;llenden Prophezeiung werden&raquo;, stimmt die deutsche Kurzzusammenfassung auf den 182-seitigen &laquo;M&uuml;nchner Sicherheitsreport 2022&raquo; ein.<br>\n&laquo;Gesellschaften, die zu dem Schluss gekommen sind, dass sie die schwierigsten Probleme der Menschheit nicht l&ouml;sen k&ouml;nnen, werden unter Umst&auml;nden gar keine Versuche mehr unternehmen, das Ruder herumzurei&szlig;en&raquo;, orakeln die Autor*innen d&uuml;ster und schaffen Handlungsdruck. &laquo;Werden sich unsere beanspruchten und &uuml;berforderten Gesellschaften am Ende mit dem d&uuml;steren Szenario abfinden, das sie als ihr Schicksal ansehen, obwohl sie die Instrumente und Ressourcen besitzen, um es abzuwenden?&raquo; 2021 gab den Autor*innen viel Futter f&uuml;r ihre suggestive Bestandsaufnahme im Bereich der internationalen Sicherheits- und Verteidigungspolitik. &laquo;Bindungsprobleme&raquo; betitelt man das Kapitel zur Sahelzone, die Frankreich mit der Entscheidung f&uuml;r den Abzug aus Mali nun quasi aufgegeben hat. Beim Blick auf die ersten Worte zur &laquo;Unruhe an der Ostflanke&raquo; ist der Grund f&uuml;r die Unruhe selbstverst&auml;ndlich Russlands bedrohliches Verhalten, dem nur durch ein gemeinsames Handeln von Nato und Europa abgeholfen werden k&ouml;nne. Niemand muss eine dezidiert russlandfreundliche Position vertreten, um schon entlang der Aufmachung die Tendenz der Kapitel zu erkennen. Weitere Suggestivfragen verst&auml;rken das Bedrohungsgef&uuml;hl. &laquo;Ist ein gr&ouml;&szlig;erer Krieg in Europa m&ouml;glich oder sogar wahrscheinlich?&raquo;<br>\nWer sich auf den Bericht einl&auml;sst, h&auml;lt Krieg in etwa f&uuml;r so wahrscheinlich und unabwendbar wie eine Grippe zur Winterzeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1161432.muenchner-sicherheitskonferenz-siko-wenn-der-aggressor-gebastelt-wird.html%20\">nd-aktuell<\/a><\/li>\n<li><strong>M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz: Wenn &ldquo;Russland sich nicht stellt&rdquo;<\/strong><br>\nDas Wording des Konferenzleiters, der UN-Generalsekret&auml;r, auf den niemand h&ouml;rt und die Sicht des B&uuml;ndnisses, das gegen die Tagung im Luxushotel Bayerischer Hof demonstriert<br>\nKurz vor Beginn der 58. M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz liegen die Nerven blank: Die Russen kommen nicht, aber in anderer Hinsicht vielleicht doch &ndash; vielleicht marschieren sie schon in den n&auml;chsten Tagen in die Ukraine ein, gab am Donnerstag US-Pr&auml;sident Joe Biden zu bedenken, nachdem sie am Mittwoch trotz Ank&uuml;ndigung westlicher Medien unter Berufung auf Geheimdienstinformationen nicht einmarschiert waren.<br>\nBidens Stellvertreterin Kamala Harris ist bereits am Donnerstagabend in der bayerischen Landeshauptstadt gelandet und dort von Ministerpr&auml;sident Markus S&ouml;der (CSU) begr&uuml;&szlig;t worden. Vor dem Hintergrund der Eskalation des Ukraine-Konflikts wird Harris neben Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und dem ukrainischen Pr&auml;sidenten Wolodymyr Selenskyj zu den prominentesten Rednern der Konferenz im Luxushotel Bayerischer Hof geh&ouml;ren. Russland ist dort zum ersten Mal seit 1991 nicht mit einer offiziellen Delegation vertreten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Muenchner-Sicherheitskonferenz-Wenn-Russland-sich-nicht-stellt-6495863.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Fragw&uuml;rdige Deals der Firma Agora: Verkaufte der Chef der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz Termine und Kontakte?<\/strong><br>\nVertraulichen Unterlagen zufolge soll Wolfgang Ischinger die R&uuml;stungsfirma Hensoldt beraten haben &ndash; gegen ein Honorar von 27.860 Euro im Monat.<br>\nDie Beratungsfirma Agora Strategy Group von Wolfgang Ischinger soll Termine und Kontakte auf der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz (MSC) zum Verkauf angeboten haben. Das berichtet der &bdquo;Spiegel&ldquo; und bezieht sich auf vertrauliche Unterlagen der M&uuml;nchener Aktiengesellschaft, die dem Magazin vorliegen. Demnach bot Agora der deutschen R&uuml;stungsfirma Hensoldt im vergangenen Oktober an, wichtige Personen &bdquo;aus dem Teilnehmerkreis der MSC&ldquo; f&uuml;r die &bdquo;Durchf&uuml;hrung eines Side Events&ldquo; auszuw&auml;hlen. Mit Side Events sind Treffen in den Hinterzimmern der Konferenz gemeint.<br>\nAgora wollte nach Angaben des &bdquo;Spiegel&ldquo; Hensoldt auch bei Gesch&auml;ften in &bdquo;Zielregionen&ldquo; wie Saudi-Arabien, &Auml;gypten oder Libyen behilflich sein. Hensoldt stellt Verteidigungselektronik her, etwa Radare f&uuml;r Kampfflugzeuge oder &Uuml;berwachungskameras f&uuml;r Drohnen. Die Offerte umfasste unter anderem die &bdquo;Hands-on Unterst&uuml;tzung bei der strategischen Positionierung der Interessen der Hensoldt AG&ldquo;. Dabei sollte dem Bericht zufolge auch der ehemalige Staatssekret&auml;r im Ausw&auml;rtigen Amt, Harald Braun, und der pensionierte General Hans-Lothar Domr&ouml;se zum Einsatz kommen. Das Grundhonorar f&uuml;r die Beratungsleistungen insgesamt sollte monatlich 27.860 Euro betragen. Weitere Leistungen w&auml;ren extra abzurechnen, mit bis zu 600 Euro pro Stunde. F&uuml;r die Lobbyarbeit verlangte Agora zudem im Erfolgsfall Provisionen &bdquo;von 0,8-1,6% des Auftragsvolumens&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/fragwuerdige-deals-der-firma-agora-verkaufte-der-chef-der-muenchner-sicherheitskonferenz-termine-und-kontakte\/28081126.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Kriegstreiber bestimmter L&auml;nder, ihr vereinigt euch wieder<\/strong><br>\nDa kann kommen, wer nach M&uuml;nchen will. Ob es die amerikanische Vizepr&auml;sidentin, Frau Harris, der UN-Generalsekret&auml;r, Herr Guterres oder der uns&auml;gliche NATO-Generalsekret&auml;r, Herr Stoltenberg sind, sie sollten sich alle fragen, ob das deutsche Volk sie f&uuml;r &bdquo;unerw&uuml;nschte Personen auf deutschem Staatsgebiet h&auml;lt&ldquo;?<br>\n&ldquo;&hellip; &bdquo;M&uuml;nchen&ldquo; an diesem Wochenende ist wieder darauf angelegt, den Stimmen der Vernunft, der Verst&auml;ndigung und des Friedens gleichsam &bdquo;Klassenkeile&ldquo; durch die versammelten &bdquo;Transatlantiker&ldquo; zu erteilen. Es k&ouml;nnte anders kommen. Daf&uuml;r will man dem deutschen Bundeskanzler Olaf Scholz und dem Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion, Herrn Dr. M&uuml;tzenich, die &bdquo;politischen Daumen&ldquo; dr&uuml;cken. Es ist der europ&auml;ische Frieden, der jetzt z&auml;hlt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.seniora.org\/politik-wirtschaft\/deutschland\/kriegstreiber-bestimmter-laender-ihr-vereinigt-euch-wieder\">Willy Wimmer auf Seniora.org<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Der amerikanische Informationskrieg<\/strong><br>\nUnerm&uuml;dlich kommt aus Washington die Warnung, dass Russland gleich oder demn&auml;chst die Ukraine angreift, auch wenn Vorhersagen nicht zutreffen. Was soll das?<br>\n&ldquo;Die USA praktizieren wieder wie schon zum Irakkrieg einen hybriden Krieg mit der Verlegung von Truppen und schwerem Ger&auml;t, der Lieferung von Waffen und ausgepr&auml;gten Informationsoffensiven, die mit einem Dauerfeuer vor einem jederzeit anstehenden Krieg warnen. Dies auch ungeachtet dessen, dass aus der Ukraine, die man angeblich sch&uuml;tzen will, ganz andere T&ouml;ne kommen. [&hellip;]<br>\nAll das und vieles mehr k&ouml;nnten russische Geheimdienstagenten oder solche der &bdquo;Volksrepubliken&ldquo; nat&uuml;rlich inszenieren, aber dies immer wieder zu betonen, l&auml;sst auch den Verdacht entstehen, dass Washington eine solche False-Flag-Aktion inszenieren k&ouml;nnte, um Russland in die Falle zu locken und dann mit gro&szlig;er transatlantischer Einheit endlich die weiteren Sanktionen verh&auml;ngen zu k&ouml;nnen. Benutzen k&ouml;nnte man ukrainische Geheimdienstagenten, Soldaten oder Nationalgardisten, um Provokationen auszuf&uuml;hren, die zu einer Eskalation f&uuml;hren, w&auml;hrend nat&uuml;rlich auch die &bdquo;Volksrepubliken&ldquo; Aktionen ausf&uuml;hren k&ouml;nnten, um einen ukrainischen Angriff auszul&ouml;sen, der wiederum Russland unter Druck setzen w&uuml;rde, milit&auml;risch einzugreifen. [&hellip;]<br>\nEine andere, damit vielleicht zusammenh&auml;ngende Strategie k&ouml;nnte sein, den Konflikt mit Russland aufzubauschen, um eine Einigung als Kriegsabwendung zum Erfolg werden zu lassen: Biden als Friedensstifter. Die USA und Russland k&ouml;nnten einen Kompromiss f&uuml;r eine europ&auml;ische Sicherheitsarchitektur finden, der f&uuml;r beide Seiten gesichtswahrend ist. Denn das eigentliche strategische Interesse der USA ist seit &uuml;ber 20 Jahren der Versuch, China als Hauptkonkurrent f&uuml;r die Position als politische, wirtschaftliche, technische und milit&auml;rische Weltmacht zu schw&auml;chen. Dazu w&auml;re es hilfreich, die Ann&auml;herung von Russland an China zu untergraben.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/krass-und-konkret.de\/politik-wirtschaft\/der-amerikanische-informationskrieg\/%20\">Krass &amp; Konkret<\/a>\n<p><strong>dazu: Mit einer L&uuml;ge zum Krieg?<\/strong><br>\nWenn es darum geht, mit einer L&uuml;ge einen Krieg zu beginnen, sind die USA bekanntlich Weltmeister. Man denke nur an die nie gefundenen Massenvernichtungswaffen im Irak und den Auftritt des damaligen Au&szlig;enministers Colin Powell im UN-Sicherheitsrat. Auch den Vietnam-Krieg, der mindestens drei Millionen Menschen das Leben gekostet hat, haben die USA mit einer L&uuml;ge begonnen (Tonkin-L&uuml;ge).<br>\nJetzt hat der Au&szlig;enminister der L&uuml;genbande in Washington, Antony Blinken, im UN-Sicherheitsrat folgendes zum Besten gegeben: Russland bereite sich auf einen Angriff in den kommenden Tagen vor. Russlands Plan sei, daf&uuml;r einen Vorwand zu schaffen. &bdquo;Dies k&ouml;nnte ein gewaltsames Ereignis sein, das Russland gegen die Ukraine vorbringen wird, oder eine unerh&ouml;rte Anschuldigung, die Russland gegen die ukrainische Regierung erheben wird&rdquo;. M&ouml;glich w&auml;ren ein vermeintlicher Terroranschlag in Russland, die &bdquo;erfundene Entdeckung eines Massengrabes&rdquo; und Vorw&uuml;rfe eines V&ouml;lkermordes, ein inszenierter Drohnenangriff auf Zivilisten oder ein vorget&auml;uschter oder echter Angriff mit Chemiewaffen. Das klingt so, als bereiteten die USA eine False-Flag-Aktion (Aktion &bdquo;unter falscher Flagge&ldquo;) vor.<br>\nDankenswerterweise hat uns der ehemalige US-Au&szlig;enminister und CIA-Chef Mike Pompeo in Bezug auf das Vorgehen dieser &bdquo;Ehrenm&auml;nner&ldquo; &ndash; als er sich unbeobachtet glaubte &ndash; best&auml;tigt, was wir schon lange wussten: &bdquo;Wir haben gelogen, betrogen und wir haben gestohlen.&ldquo; (<a href=\"https:\/\/youtu.be\/qfrhATD4nM0\">youtu.be\/qfrhATD4nM0<\/a>)<br>\nDamit niemand sich t&auml;uscht: Russland ist nicht unbedingt besser, aber wirtschaftlich und milit&auml;risch weitaus schw&auml;cher (BIP Russland: 4,036 Billionen KKP-Dollar, USA: 21,69 Billionen KKP-Dollar, Kriegshaushalt Russland: 61,7 Milliarden, USA: 778 Milliarden). Deshalb kann es sich Putin &uuml;berhaupt nicht leisten, leichtfertig einen Krieg zu beginnen. Aber in Moskau regiert wie in den USA eine Oligarchie. Und das russische Milit&auml;r und der russische Geheimdienst sind nat&uuml;rlich ebenfalls jederzeit in der Lage, eine False-Flag-Aktion zu starten, um unter einem Vorwand in die Ukraine einzumarschieren.<br>\nWenn es also zu einem solchen Vorfall und einem Krieg kommt, wird es schwer einzusch&auml;tzen sein, wer dahintersteckt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/posts\/4984251618302932\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: &bdquo;Falsche Flagge&ldquo;: USA beklagen die eigenen Propagandatechniken<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80977\">NachDenkSeiten<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Duell auf dem eurasischen Schachbrett: Darum ist die Ukraine geostrategisch so bedeutsam<\/strong><br>\nWarum schwelt der Ukraine-Konflikt zwischen Russland und den USA? Erkl&auml;rungen lieferte der US-Politikberater Brzezinski bereits in einem Buch vor 25 Jahren.<br>\nDiese Zeilen sind ein Vierteljahrhundert alt, doch sie lesen sich wie von heute. &bdquo;Die Unabh&auml;ngigkeit der Ukraine beraubte Russland seiner beherrschenden Position am Schwarzen Meer, wo Odessa das unersetzliche Tor f&uuml;r den Handel mit dem Mittelmeerraum und der Welt jenseits davon war.&ldquo; &ndash; &bdquo;Ohne die Ukraine ist Russland kein eurasisches Reich mehr.&ldquo; &ndash; &bdquo;Unter geopolitischem Aspekt stellte der Abfall der Ukraine einen zentralen Verlust dar, denn er beschnitt Russlands geostrategische Optionen drastisch.&ldquo;<br>\nGeschrieben wurden die S&auml;tze von Zbigniew Brzezinski, dem ehemaligen Sicherheitsberater von US-Pr&auml;sident Jimmy Carter. Brzezinskis Familie, die zum polnischen Adel geh&ouml;rt, stammt aus der heutigen Ukraine, der Stadt Brzezany, daher der Name.<br>\nEr selbst war in den USA einer der profiliertesten Au&szlig;en- und Sicherheitspolitiker. Im Jahr 1997 ver&ouml;ffentlichte er das Buch &bdquo;Die einzige Weltmacht &ndash; Amerikas Strategie der Vorherrschaft&ldquo; (&bdquo;The Grand Chessboard: American Primacy and Its Geostrategic Imperatives&rdquo;, die deutsche Ausgabe erschien mit einem Vorwort von Hans-Dietrich Genscher 2001 im S. Fischer Verlag).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/duell-auf-dem-eurasischen-schachbrett-darum-ist-die-ukraine-geostrategisch-so-bedeutsam\/28075052.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.W.:<\/strong> Einmal etwas Erfreulicheres aus den Leitmedien. Ein Artikel, der auf das Konzept von Brzezinski hinweist. Was eigentlich zur Allgemeinbildung geh&ouml;ren sollte, ist an der V&ouml;lkerrechtlerin Baerbock offensichtlich vollkommen vorbeigegangen.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Ukrainian Lobbyists Mounted Unprecedented Campaign on U.S. Lawmakers in 2021<\/strong><br>\nAn analysis of FARA filings shows they contacted members of Congress and others over 10,000 times.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/theintercept.com\/2022\/02\/11\/ukraine-lobby-congress-russia\/\">The Intercept<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: I was there: NATO and the origins of the Ukraine crisis<\/strong><br>\nAfter the fall of the Soviet Union, I told the Senate that expansion would lead us to where we are today.<br>\nToday we face an avoidable crisis between the United States and Russia that was predictable, willfully precipitated, but can easily be resolved by the application of common sense. But how did we get to this point?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/responsiblestatecraft.org\/2022\/02\/15\/the-origins-of-the-ukraine-crisis-and-how-conflict-can-be-avoided\/%20\">Jack F. Matlock Jr. auf Responsible Statecraft  <\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.W.:<\/strong> Ein &auml;u&szlig;erst lesenswerter Artikel des letzten US-Botschafters in der UDSSR.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&bdquo;Wir sollten uns zehn Jahre Zeit nehmen&ldquo;<\/strong><br>\nWie konnte sich der Konflikt mit Russland so zuspitzen? Der fr&uuml;here SPD-Politiker Klaus von Dohnanyi sieht die Verantwortung bei der NATO, die Russland-Expertin Sabine Fischer sieht Moskau in der Pflicht. Ein Streitgespr&auml;ch [&hellip;]<br>\nDohnanyi: Es geht den USA auch nicht prim&auml;r um die Sicherheit Europas, sondern um ihren geopolitischen Br&uuml;ckenkopf Europa. Es besteht, man muss das immer wieder sagen, auch kein Schutz durch amerikanische Atomwaffen. Die w&uuml;rden nur eingesetzt, wenn die USA selbst angegriffen werden. Ein Krieg w&uuml;rde in Europa stattfinden und es wahrscheinlich verheeren. Wir d&uuml;rfen es nicht zulassen, dass uns amerikanische Machtpolitik dieser Gefahr aussetzt. [&hellip;]<br>\nHerr von Dohnanyi, als Staatsminister im Ausw&auml;rtigen Amt unter Kanzler Helmut Schmidt liegt Ihnen die gro&szlig;e Diplomatie nahe, als Erster B&uuml;rgermeister von Hamburg haben Sie einen lokalen, aber sehr giftigen Konflikt um militante Hausbesetzungen beigelegt. Haben Sie auch jetzt eine Idee?<br>\nDohnanyi: Wir sollten uns etwas Zeit nehmen. Wie w&auml;re es, wenn Deutschland und Frankreich sich zusammentun und sagen: Wir werden ab jetzt f&uuml;r zehn Jahre keiner NATO-Erweiterung mehr zustimmen? Wir werden auf die Interessen der USA achten, aber nicht auf deren Zustimmung warten: Wir sind n&auml;mlich auch souver&auml;n! Das n&auml;hme den aktuellen Druck aus der Situation und man k&ouml;nnte versuchen, eine L&ouml;sung zu finden, die allen so weit gerecht wird, dass sich niemand &uuml;bervorteilt sieht oder sein Gesicht verliert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/ukraine-wir-sollten-uns-zehn-jahre-zeit-nehmen\">der Freitag<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Archivfund best&auml;tigt Sicht der Russen bei Nato-Osterweiterung<\/strong><br>\n&bdquo;Wir haben deutlich gemacht, dass wir die Nato nicht &uuml;ber die Elbe hinaus ausdehnen&ldquo;, schrieb der deutsche Diplomat J&uuml;rgen Chrobog &uuml;ber ein Treffen der USA, Gro&szlig;britanniens, Frankreichs und Deutschlands im M&auml;rz 1991. Dieses Dokument best&auml;tigt die russische Sichtweise zur Osterweiterung.<br>\nEin erst jetzt aufgetauchter Vermerk aus dem britischen Nationalarchiv st&uuml;tzt die russische Behauptung, mit der Nato-Osterweiterung habe der Westen gegen Zusagen von 1990 versto&szlig;en. Das berichtet der &bdquo;Spiegel&ldquo;.<br>\nDer US-Politikwissenschaftler Joshua Shifrinson hat das ehemals als geheim eingestufte Dokument gefunden. Es handelt von einem Treffen der Politischen Direktoren der Au&szlig;enministerien der USA, Gro&szlig;britanniens, Frankreichs und Deutschlands in Bonn am 6. M&auml;rz 1991. Thema war die Sicherheit Polens und anderer osteurop&auml;ischer Staaten. Ein Politischer Direktor leitet die Politische Abteilung im Au&szlig;enministerium und gilt als engster Berater des Au&szlig;enministers.<br>\nBonns Vertreter J&uuml;rgen Chrobog erkl&auml;rte damals laut Vermerk: &bdquo;Wir haben in den Zwei-plus-Vier-Verhandlungen deutlich gemacht, dass wir die Nato nicht &uuml;ber die Elbe hinaus ausdehnen. Wir k&ouml;nnen daher Polen und den anderen keine Nato-Mitgliedschaft anbieten.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article236986765\/Nato-Osterweiterung-Archivfund-bestaetigt-Sicht-der-Russen.html\">Welt Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Zw&ouml;lf Nullen angepeilt: R&uuml;stungshaushalt der USA<\/strong><br>\nAm Donnerstag wurde bekannt, wie hoch der US-Milit&auml;rhaushalt nach dem Willen von US-Pr&auml;sident Joseph Biden sein wird: mindestens 770 Milliarden US-Dollar, 20 Milliarden mehr als Trumps letzter Streitkr&auml;fteetat. Und weil der US-Kongress gew&ouml;hnlich noch ein paar Dutzend Milliarden draufschl&auml;gt, k&ouml;nnte das Budget f&uuml;r das kommende Haushaltsjahr leicht bei mehr als 800 Milliarden US-Dollar landen. Das offizielle, muss man hinzuf&uuml;gen, denn es kommen, wie &uuml;blich, in anderen Etatposten versteckte Aufwendungen f&uuml;r die Streitkr&auml;fte hinzu. US-Experten bezifferten sie in der Vergangenheit auf bis zu 200 Milliarden US-Dollar. Das hei&szlig;t: Der reale US-Milit&auml;rhaushalt k&ouml;nnte im kommenden Jahr die Billionenschwelle rei&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/420934.zw%C3%B6lf-nullen-angepeilt.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&ldquo;Wir haben eine Krise des parlamentarischen Systems&rdquo;<\/strong><br>\nHerr Lafontaine, Sie haben ein Leben lang f&uuml;r eine linke Politik gek&auml;mpft. Bei der letzten Bundestagswahl ist die Linke nur haarscharf &uuml;ber Direktmandate wieder in den Bundestag eingezogen. Woran liegt es, dass sich linke Politik in Deutschland so schwertut?<br>\nDie SPD ist heute eine andere Partei als zu Zeiten Willy Brandts. Statt Ausbau des Sozialstaates ist sie verantwortlich f&uuml;r den Sozialabbau mit der Agenda 2010. Statt Frieden und Abr&uuml;stung bef&uuml;rwortet sie heute weitere Aufr&uuml;stung und die Beteiligung der Bundeswehr an v&ouml;lkerrechtswidrigen Kriegen. Die Partei Die Linke vertrat in ihren ersten Jahren eine konsequente Friedenspolitik und warb f&uuml;r h&ouml;here L&ouml;hne und Renten und bessere Sozialleistungen. Sie hatte damit Erfolg, erreichte ein Bundestagswahlergebnis von 11,9 Prozent und zog in die Landtage von Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hessen, Hamburg, Bremen und im Saarland ein. Aber auch die Politik der Linken hat sich ge&auml;ndert. Mit den Schwerpunkten Antirassismus, Genderpolitik, offene Grenzen f&uuml;r alle und Forderungen zum Umweltschutz, die die unrealistischen Vorstellungen der Gr&uuml;nen noch &uuml;bertreffen, wird sie von den Arbeitnehmern und Rentnern nicht mehr als die Vertreterin ihrer Interessen wahrgenommen. Im Ergebnis ist sie in vielen Landtagen nicht mehr vertreten und erreichte bei der letzten Bundestagswahl nur noch 4,9 Prozent. Lediglich f&uuml;nf Prozent der Arbeiter haben sie gew&auml;hlt.<br>\nGerade angesichts dieser Situation h&auml;tte man annehmen m&uuml;ssen, dass es ein N&auml;hrboden f&uuml;r linke Politikangebote w&auml;re. Warum ist das nicht so?<br>\nWeil nach der SPD auch die Linke von Arbeitnehmern, Rentnern und Empf&auml;ngern sozialer Leistungen nicht mehr als die Partei wahrgenommen wird, die ihre Interessen vertritt. Wir haben eine Krise des parlamentarischen Systems. Alle Umfragen zeigen, dass die W&auml;hlerinnen und W&auml;hler mit deutlicher Mehrheit eine bessere Sozialpolitik, h&ouml;here L&ouml;hne und Renten wollen. Aber der Bundestag setzt diesen Wunsch der gro&szlig;en Mehrheit der Bev&ouml;lkerung nicht um.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/magazin-forum.de\/de\/node\/24593#article\">Magazin Forum<\/a>\n<p><strong>dazu auch: SPD und Linkspartei im Niedergang<\/strong><br>\nDie Zahl f&uuml;r das ganze Jahr, 12.266, war allerdings unerwartet niedrig. Rechnet man Ein- und Austritte zusammen, hatte die SPD zum 31. Dezember 2021 noch 393.727 Mitglieder. Ein Jahr zuvor waren es 404.300 gewesen, Anfang 2018 noch 463.700. [&hellip;]<br>\nDie Entwicklung der Mitgliedzahlen sagt zwar nicht alles &uuml;ber die St&auml;rke einer Partei aus, sie ist aber ein wichtiger Indikator. Und da sind noch die konstant schlechten Wahlergebnisse der SPD, zumindest auf Bundesebene. Seit der Wahl 2009 bewegen sich ihre Ergebnisse auf dem niedrigen Niveau von 20 bis 25 Prozent. Beides zusammen zeigt: Die Partei befindet sich seit Jahren auf dem Weg nach unten. [&hellip;]<br>\nNicht besser steht es um die Partei DIE LINKE. Lange Zeit konnte sie von einer treuen Anh&auml;ngerschaft in der ehemaligen DDR profitieren. Doch diese Zeiten sind jetzt zu Ende, und damit verliert sie zugleich ihre sozialistische Orientierung. Der Austritt von Christa Luft ist da ein Menetekel. Eine stabile Verankerung unter den Lohnabh&auml;ngigen ist der Partei nie gelungen. Nur f&uuml;nf Prozent der Arbeiter, die bei der Bundestagswahl vom September 2021 ihre Stimme abgaben, stimmten f&uuml;r die Linke. Selbst FDP und Gr&uuml;ne lagen vor ihr! [5] Die Parteif&uuml;hrung denkt aber nicht daran, daraus Konsequenzen zu ziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gewerkschaftsforum.de\/spd-und-linkspartei-im-niedergang\/\">Andreas Wehr auf gewerkschaftsforum.de<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Bundesregierung zum Heizen mit Holz: Kein Konzept gegen Kaminqualm<\/strong><br>\nDas Umweltbundesamt fordert ein Ende der Holzverfeuerung &ndash; die Politik hat keine derartigen Pl&auml;ne. Aber zumindest etwas k&ouml;nnte sie tun.<br>\nEs war eine klare Botschaft, mit der der Pr&auml;sident des Umweltbundesamtes, Dirk Messner, in der letzten Woche an die &Ouml;ffentlichkeit ging: Das Amt rate, &bdquo;dass wir zuk&uuml;nftig darauf verzichten sollten, Holz zu verheizen&ldquo;, sagte er bei der Vorstellung des j&uuml;ngsten Luftreinhalteberichts. Denn f&uuml;r die Luftqualit&auml;t ist die Holzverfeuerung ein gro&szlig;es Problem: Mittlerweile kommt aus den Schornsteinen der Kamin&ouml;fen mehr Feinstaub als aus den Auspuffrohren der Autos. &bdquo;Aus Luftqualit&auml;tsperspektive richten wir hier viel Schaden an&ldquo;, hatte Messner gesagt.<br>\nNun ist das keine ganz neue Erkenntnis &ndash; Wissenschaft&shy;ler*in&shy;nen, genervte Nachbarn und die Deutsche Umwelthilfe warnen schon lange vor der Gesundheitsgefahr durch Holzheizungen. Und auch das Umweltbundesamt hatte als oberste Fachbeh&ouml;rde f&uuml;r Umweltfragen schon l&auml;nger auf das Problem hingewiesen. Eine so klare Forderung nach Konsequenzen gab es bisher aber nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Bundesregierung-zum-Heizen-mit-Holz\/!5831414\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&Ouml;kosteuern &ndash; Jolly Joker oder soziale Achillesferse der Klimapolitik?<\/strong><br>\nWenn ein wirtschaftspolitisches Instrument als &bdquo;Die L&ouml;sung&ldquo; angepriesen wird, gibt es gute Gr&uuml;nde, kritisch zu bleiben. In der Klimakrise sollen CO2-Steuern das Verhalten der Menschen dahingehend &auml;ndern, dass der CO2-Aussto&szlig; damit nachhaltig verringert werden soll &ndash; frei nach dem Motto &bdquo;incentives matter&ldquo;! Die &ouml;sterreichische Bundesregierung hat eine Erh&ouml;hung der CO2-Steuern auf fossile Energietr&auml;ger beschlossen, die im Juli 2022 in Kraft tritt. Ob die verhaltens&ouml;konomische Rechnung aufgeht, bleibt fraglich.<br>\nVerhaltens&ouml;konomische Politikans&auml;tze sind en vogue. &Ouml;konomische Anreize funktionieren in vielen Bereichen, in denen Menschen zu einem &bdquo;besseren&ldquo; Verhalten &bdquo;&uuml;berredet&ldquo; werden sollen. Gerade jedoch in der Grund- und Daseinsvorsorge ist das pers&ouml;nliche Verhalten als Variable systemimmanent kaum ver&auml;nderbar, sei es beim erzwungenen Verkehr von Pendlern\/-innen, sei es bei der Art der Heizungsanlage im Mehrparteienwohnhaus. Oft fehlen leistbare oder verf&uuml;gbare Alternativen zur fossilen Energie, es gibt keine Entscheidungsautonomie des Individuums. Und daher ist die Verhaltens&ouml;konomie hier nicht das geeignete Heilmittel.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/oekosteuern\/\">A&amp;W blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Wie viel Standort-Kapitalismus ertr&auml;gt die Welt?<\/strong><br>\nWem n&uuml;tzt der Standort-Kapitalismus? Der Exportweltmeister Schweiz will dar&uuml;ber lieber nicht nachdenken.<br>\nStandortkapitalismus ist, wenn 150 Trillionen Dollar Kapital die Standorte gegeneinander ausspielen. Doch h&auml;ngen der Wohlstand und die Besch&auml;ftigung der L&auml;nder tats&auml;chlich in hohem Ma&szlig; davon ab, dass sie die Gunst der globalen Investoren erringen? Wie viel Standortwettbewerb braucht und ertr&auml;gt die Welt? Der Standort-Sieger Schweiz hat die Gelegenheit verpasst, diese interessanten Fragen zu diskutieren.<br>\nDas ging so: Die OECD hat beschlossen, etwas gegen den globalen Steuerwettbewerb zu tun. Zu diesem Zweck fordert sie von ihren Mitgliedstaaten eine Gewinnsteuer von mindestens 15 Prozent. Die Schweiz hat diese dargebotene Hand als Angriff auf ihren Standortvorteil interpretiert. Um diesen zu parieren, hat die b&uuml;rgerliche Mehrheit im Parlament beschlossen, die Stempelsteuer (von 1% auf neu geschaffenes Kapital) abzuschaffen, um die Schweiz so f&uuml;r die globalen Anleger wieder attraktiver zu machen. Dagegen hat die Linke das Referendum ergriffen. Am 13. Februar hat sich das Stimmvolk klar gegen die Abschaffung der Stempelsteuer ausgesprochen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/06-2022\/wie-viel-standort-kapitalismus-ertraegt-die-welt\/\">Werner Vontobel auf Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die gro&szlig;e L&uuml;ge der Eliten<\/strong><br>\nEine beliebte Erz&auml;hlung unter Politikern ist, dass die steigende Ungleichheit ein Resultat der Globalisierung sei. Nein, sie selbst haben mit den Handelsabkommen der letzten Jahrzehnte daf&uuml;r gesorgt.<br>\nWir alle kennen die gro&szlig;e L&uuml;ge der Trumpisten: Irgendwie wurden ihrem Helden bei den letzten Pr&auml;sidentschaftswahlen Millionen von Stimmen gestohlen, doch die Liberalen waren bei ihrem Diebstahl so clever, dass Trumps Team keine Beweise vorlegen kann. Diese L&uuml;ge wird zu Recht von allen bel&auml;chelt, die nicht der Sekte angeh&ouml;ren. Aber was ist mit der gro&szlig;en L&uuml;ge, die die gro&szlig;e Mehrheit der Intellektuellen zu akzeptieren scheint?<br>\nManche m&ouml;gen wissen, wovon ich spreche. Die gro&szlig;e L&uuml;ge ist, dass der massive Anstieg der Ungleichheit in den letzten vier Jahrzehnten irgendwie das Ergebnis des nat&uuml;rlichen Funktionierens des Marktes gewesen sei. Die &uuml;bliche Auffassung unter Politikern ist, dass der Anstieg der Ungleichheit einfach das Resultat der technologischen Entwicklung und des Globalisierungsprozesses war.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/06-2022\/die-grosse-luege-der-eliten\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Im Januar 2022 waren knapp 40 Prozent der Betriebe von Corona-bedingten Arbeitsausf&auml;llen betroffen<\/strong><br>\nDie deutsche Wirtschaft leidet unter den Folgen der aktuellen Corona-Welle. Ein Drittel der Betriebe meldet Personalausf&auml;lle in erheblichem bis kritischem Umfang. Besonders betroffen seien ausgerechnet der Transport und der Gesundheitssektor, so diese Meldung von Anfang Februar 2022: Omikron-Welle: Ein Drittel der Unternehmen klagt &uuml;ber massive Personalausf&auml;lle. Wo kommen die Zahlen her? &raquo;In einer branchen&uuml;bergreifenden Blitzabfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) unter 370 Unternehmen bewertete jeder vierte Betrieb seine aktuellen Personalausf&auml;lle als &bdquo;erheblich&ldquo;. Weitere 4 Prozent stufen ihre personelle Unterbesetzung sogar als &bdquo;kritisch&ldquo; f&uuml;r die Aufrechterhaltung ihrer Angebote ein.&laquo; Die gr&ouml;&szlig;ten Personalengp&auml;sse melden Betriebe aus der Gesundheitsversorgung sowie dem Sektor Transport und Logistik. Von den Unternehmen aus der Gesundheitsversorgung melden aktuell 31 Prozent &bdquo;erhebliche&ldquo; und weitere 16 Prozent sogar &bdquo;kritische, umfassende&ldquo; Auswirkungen auf ihre Dienstleistungen mit leicht steigender Tendenz.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2022\/02\/17\/corona-bedingte-arbeitsausfaelle\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Popanz Grundwerte<\/strong><br>\nDas Urteil des Europ&auml;ischen Gerichtshofs (EuGH) f&auml;llt wie erwartet aus. Es wird von vielen &ndash; nicht zuletzt der ungarischen und polnischen Opposition &ndash; gefeiert werden. Tenor: Die EU l&auml;sst sich nicht mehr von Autokraten auf der Nase herumtanzen und steht f&uuml;r ihre &raquo;Grundwerte&laquo; ein.<br>\nAber von welchen Grundwerten sprechen wir hier? In den vergangenen Jahren sind wegen der Abschottungspolitik Zehntausende im Mittelmeer ertrunken. Die EU tr&auml;gt daf&uuml;r die Verantwortung. Nicht nur, weil sie vor Elend Fl&uuml;chtende ertrinken l&auml;sst, sondern vor allem, weil sie durch ungleichen Handel, Sanktionen und Kriegseins&auml;tze die Herkunftsl&auml;nder dieser Menschen verw&uuml;stet und ihnen die Perspektive auf ein Leben in W&uuml;rde nimmt.<br>\nNach innen gibt es Kahlschlagspolitik: Privatisierung, Deregulierung und Zerst&ouml;rung der sozialen Absicherungssysteme. Die ersten Opfer waren die EU-Beitrittsl&auml;nder im Osten. Die Folgen sind insbesondere jetzt &ndash; und nicht nur dort &ndash; in der t&ouml;dlichen, organisierten Planlosigkeit w&auml;hrend der Pandemie sp&uuml;rbar.<br>\nMit einer solchen Bilanz f&auml;llt es der EU-Kommission sichtlich schwer, &uuml;ber &raquo;Rechtsstaatlichkeit&laquo; in ihren Mitgliedsl&auml;ndern zu urteilen. Ihr fehlt nicht nur die moralische Autorit&auml;t und demokratische Legitimit&auml;t: Die &raquo;Werte&laquo;, die sie vor sich her tr&auml;gt, interessieren sie in Wirklichkeit nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/420861.popanz-grundwerte.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Machtkampf in Peru spitzt sich zu &ndash; FDP-Stiftung im Mittelpunkt<\/strong><br>\nVertreter der parlamentarischen Linken in Peru fordern einen Rauswurf der Friedrich-Naumann-Stiftung aus dem Land. Die Parteistiftung der FDP hatte ein Treffen mit Vertretern der extremen Rechten organisiert, bei dem M&ouml;glichkeiten eines Putschs gegen Pr&auml;sident Castillo er&ouml;rtert wurden.<br>\nMachtkampf in Peru spitzt sich zu &ndash; FDP-Stiftung im Mittelpunkt [&hellip;]<br>\nInzwischen entwickelt sich ein politischer Skandal, in dessen Mittelpunkt ausgerechnet die Friedrich-Naumann-Stiftung steht, die Parteistiftung der FDP. Am 9. Februar hatte in Lima im Nobelhotel Casa Andina Premium ein Treffen von Vertretern rechter Parteien stattgefunden, das von der Friedrich-Naumann-Stiftung finanziert und von deren &ouml;rtlichen Repr&auml;sentanten J&ouml;rg Dehnert moderiert worden war. Nach einem gemeinsamen Mittagessen, bei dem sich das Gespr&auml;ch bereits um m&ouml;gliche Verfassungs&auml;nderungen drehte, zogen sich die Teilnehmer in einen Saal des Hotels zur&uuml;ck, um hinter verschlossenen T&uuml;ren weiter zu beraten. Das Treffen wurde bekannt, weil das Wochenmagazin Hildebrandt en sus trece einen Fotografen und einen Reporter im Hotel hatte und ausf&uuml;hrlich dar&uuml;ber berichtete.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/amerika\/131718-machtkampf-in-peru-spitzt-sich\/\">RT DE<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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