{"id":81086,"date":"2022-02-22T08:40:17","date_gmt":"2022-02-22T07:40:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81086"},"modified":"2022-02-22T08:40:17","modified_gmt":"2022-02-22T07:40:17","slug":"hinweise-des-tages-4053","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81086","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81086#h01\">Putin hat den Westen gewarnt, aber der Westen wollte nicht zuh&ouml;ren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81086#h02\">Anne Will und die US-Marionetten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81086#h03\">Ex-US-Botschafter in der UdSSR: Die Ukraine-Krise ist eine direkte Folge der NATO-Erweiterung nach dem Kalten Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81086#h04\">Russland weist US-Vize-Botschafter aus: Was Spiegel-Leser alles nicht erfahren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81086#h05\">M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz &amp; Goldesel Ukraine:<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81086#h06\">Amerikas katastrophaler 60-j&auml;hriger Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81086#h07\">Blockieren bis zum Ausnahmezustand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81086#h08\">GKV-Finanzen im Jahr 2021: Krankenkassen mit Rekordminus von 5,6 Milliarden Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81086#h09\">Corona-Verlierer auf dem Arbeitsmarkt: Langzeitarbeitslose<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81086#h10\">Erzieherinnen am Limit: Tarifkonflikt soziale Arbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81086#h11\">Vorsto&szlig; f&uuml;r l&auml;ngeres Arbeiten: Wirtschaftsminister Habeck will freiwilliges h&ouml;heres Renteneintrittsalter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81086#h12\">Lebensversicherer garantieren oft nur negative Beitragsrendite<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81086#h13\">An oder mit Corona gestorben? Neue Studie gibt Antwort zur Todesursache<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81086#h14\">&raquo;Festung Europa&laquo; Pakt der Hardliner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81086#h15\">Kein &raquo;Hinterhof&laquo; mehr: USA verlieren an Boden<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Putin hat den Westen gewarnt, aber der Westen wollte nicht zuh&ouml;ren<\/strong><br>\nVor 15 Jahren ersch&uuml;tterte Wladimir Putin auf der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz den Westen mit einem scharfen Angriff auf dessen Bem&uuml;hungen, die Welt dem westlichen Willen zu unterwerfen. Der Westen entschied sich, nicht zuzuh&ouml;ren. Er muss sich nun fragen lassen, ob das klug war. [&hellip;]<br>\nWas den Westen betrifft, k&ouml;nnte man angesichts seiner selbstzerst&ouml;rerischen Fehler der vergangenen Jahre Putin als eine Art Propheten betrachten. Und wenn, dann handelt es sich um einen Propheten in Gestalt der trojanischen Prinzessin Kassandra, die dazu verdammt war, immer recht zu haben, aber nie glauben konnte. Anstatt auf Putins Warnung zu h&ouml;ren, haben die westlichen Staaten weitergekn&uuml;ppelt. Sie haben Oberst Gaddafi in Libyen gest&uuml;rzt, die Rebellen in Syrien unterst&uuml;tzt, einen Regimewechsel in Venezuela versucht (und sind daran gescheitert), sie haben gegen die Taliban gek&auml;mpft und verloren, den Iran sanktioniert und die Revolution in der Ukraine unterst&uuml;tzt. Nichts davon nahm ein gutes Ende. Und wir k&ouml;nnen nicht sagen, dass wir nicht gewarnt wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/131991-putin-hat-den-westen-gewarnt\/\">Paul Robinson auf RT DE<\/a>\n<p><strong>dazu: Nato und Russland: Blick in den Abgrund<\/strong><br>\nDie Meinungsschlacht um den Ukraine-Konflikt l&auml;sst eine Eskalation erahnen, wie sie die Welt lange nicht mehr gesehen hat<br>\nAuf der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz am vergangenen Wochenende beschrieb der ukrainische Pr&auml;sident Wolodymyr Selenskyj die aktuelle Lage so:<\/p>\n<blockquote><p>\nWir haben das Recht, einen Wechsel von einer Appeasement-Politik zu einer Politik zu fordern, die Sicherheit und Frieden gew&auml;hrleistet. (&hellip;) Es muss keinen Dritten Weltkrieg geben. (&hellip;) Wir werden unser Land verteidigen. Unsere Soldaten sterben, unsere Zivilbev&ouml;lkerung stirbt. (&hellip;) Die Ukraine sehnt sich nach Frieden und Russland sagt, dass es keinen Krieg m&ouml;chte. Irgendjemand l&uuml;gt hier.<br>\nWolodymyr Selenskyj\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Frage der Unehrlichkeit ist nicht aus der Luft gegriffen, sie verh&auml;lt sich nur nicht so, wie Pr&auml;sident Selenskyj es darstellt. In seiner M&uuml;nchner Rede bekannte er sich zum Friedensplan der Ukraine und Russlands, der unter Vermittlung von Frankreich und Deutschland als Minsker Abkommen zustande kam: Wie viele andere Medien brachte das Greenpeace-Magazin Ende Januar dieses Jahres eine Meldung der Nachrichtenagentur dpa, in der es hie&szlig;:<\/p>\n<blockquote><p>\nRussland fordert (&hellip;) direkte Gespr&auml;che der von Moskau unterst&uuml;tzten Separatistenf&uuml;hrungen und der ukrainischen Regierung. Kiew lehnt das ab und bezeichnet die Machthaber in Luhansk und Donezk als &ldquo;Moskauer Marionetten&rdquo;. Deutschland und Frankreich vermitteln in dem (&hellip;) Konflikt. Ihr verhandelter Friedensplan liegt jedoch auf Eis.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Der ukrainische Sicherheitschef Oleksiy Danilov erkl&auml;rte wenig sp&auml;ter laut der Nachrichtenagentur AP zum Friedensplan des Minsker Abkommens: &ldquo;Die Erf&uuml;llung des Minsker Abkommens bedeutet die Zerst&ouml;rung des Landes&rdquo;.<br>\nDas Nachrichtenmagazin Spiegel berichtete vor rund zwei Wochen &uuml;ber ein Zusammentreffen von Bundesau&szlig;enministerin Annalena Baerbock (B&uuml;ndnis90\/Die Gr&uuml;nen) und dem ukrainischen Au&szlig;enminister Dmytro Kuleba. Es werde laut Herrn Kuleba, so hie&szlig; es da, &ldquo;keinen direkten Dialog seiner Regierung mit den prorussischen Rebellen im Osten der Ukraine geben&rdquo;. Ohne diese Gespr&auml;che ist die Umsetzung des Minsker Abkommens allerdings unm&ouml;glich.<br>\nIn diesem Konflikt steht &ndash; wie auch Ministerin Baerbock betonte &ndash; &ldquo;nichts weniger auf dem Spiel als der Frieden in Europa&rdquo;. Und sie widersprach ihrem Amtskollegen nicht, als dieser mit seiner Gespr&auml;chsverweigerung den Minsker Friedensplan unverhohlen, wenn auch nur implizit aufk&uuml;ndigte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Nato-und-Russland-Blick-in-den-Abgrund-6513994.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Anne Will und die US-Marionetten<\/strong><br>\nAm Freitag sagte die Professorin f&uuml;r internationale Politik an der New School in New York, Nina Chruschtschowa, im &ldquo;Stern&rdquo;: &bdquo;Ich bin zutiefst &uuml;berzeugt, dass es keine Invasion geben soll und geben wird. Ich kann mich wahnsinnig t&auml;uschen. Aber wie ich Russland kenne, gibt es f&uuml;r Moskau keinen Grund, einen Krieg zu wollen. F&uuml;r mich sieht es nach einer gezielten US-amerikanischen Kampagne aus. Die Entwicklungen der letzten Wochen erinnern in erschreckender Weise an das Vorspiel des Irak-Krieges. Damals machten die USA die Welt glauben, Saddam Hussein verf&uuml;ge &uuml;ber biologische und chemische Massenvernichtungswaffen, was sich als L&uuml;ge entpuppte. Jetzt beschw&ouml;rt man die Gefahr einer russischen Invasion in die Ukraine herbei.&ldquo;<br>\nDie US-Waffenindustrie reibt sich mittlerweile die H&auml;nde, hat sie doch gerade erst wieder den Polen f&uuml;r sechs Milliarden Dollar Panzer verkauft. Und w&auml;hrend Europa zum eigenen Schaden und vor allem zum Schaden Deutschlands Sanktionen verh&auml;ngt, vergr&ouml;&szlig;ern die USA fr&ouml;hlich ihren Handel mit Russland und kaufen vor allem &Ouml;l. Warum hat Scholz, als Biden l&auml;chelnd erkl&auml;rte, im Falle eines russischen Angriffs werde Nordstream 2 stillgelegt, nicht sofort erkl&auml;rt: Dar&uuml;ber entscheidet Deutschland, aber ich bin sicher, dass Sie Herr Pr&auml;sident, was die russischen &Ouml;llieferungen angeht, dann mit gutem Beispiel vorangehen werden?<br>\nH&auml;tte Anne Will doch Nina Chruschtschowa in ihre Sendung gestern eingeladen. Es w&auml;re spannend geworden, zumal die US-Professorin nicht so leicht als &bdquo;Putin-Versteherin&ldquo; verunglimpft werden kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/posts\/4993499130711514\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<p><strong>dazu: Sahras Informationskrieg<\/strong><br>\nDie Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht provoziert gern &ndash; und bekommt daf&uuml;r auch viel Beifall. Doch selten war die Emp&ouml;rung so gro&szlig; wie nach ihren &Auml;u&szlig;erungen zu Russland bei &ldquo;Anne Will&rdquo;. Zu Recht?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/deutschland\/id_91705576\/sahras-informationskrieg.html\">t-online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Dieser als Analyse erscheinender Text ist ein gutes Beispiel daf&uuml;r, wie private Medien systematisch in die &ouml;ffentliche Auseinandersetzung eingreifen. t-online erscheint vielen Menschen noch wie eine quasi &ouml;ffentliche Einrichtung. Das Unternehmen geh&ouml;rt jedoch zur Str&ouml;er Media. Das ist ein Unternehmen, das urspr&uuml;nglich als Vermieter von Gro&szlig;fl&auml;chenplakaten bekannt wurde.<\/em><\/p>\n<p><em>Die Autoren nutzen in ihrem Text die Manipulationsmethode, sich auf angebliche Experten zu berufen. Als solche Experten werden einschl&auml;gig bekannte Personen aus einschl&auml;gig bekannten Einrichtungen zitiert, zum Beispiel ein Professor der Bundeswehr Hochschule in M&uuml;nchen, eine Vertreterin der &ouml;ffentlich bezahlten vorgelagerten Propagandaeinrichtung Stiftung Wissenschaft und Politik, ein sicherheitspolitisch einschl&auml;gig als Russlandfeind bekannter CDU Politiker. Diese Versammlung von so genannten Experten muss daf&uuml;r herhalten, die Glaubw&uuml;rdigkeit von Sahra Wagenknecht In Zweifel zu ziehen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ex-US-Botschafter in der UdSSR: Die Ukraine-Krise ist eine direkte Folge der NATO-Erweiterung nach dem Kalten Krieg<\/strong><br>\nUm mehr &uuml;ber die Hintergr&uuml;nde der gegenw&auml;rtigen Krise in der Ukraine zu erfahren, sprechen wir mit einem der letzten US-Botschafter in der Sowjetunion vor dem Zusammenbruch der UdSSR, Botschafter Jack Matlock. Er sagt, dass die von den USA gef&uuml;hrte Erweiterung der NATO nach dem Ende des Kalten Krieges dazu beigetragen hat, den Grundstein f&uuml;r die derzeitige Pattsituation in der Ukraine zu legen. Er argumentiert, dass eine fortgesetzte Eskalation ein neues nukleares Wettr&uuml;sten ausl&ouml;sen k&ouml;nnte, und weist auf einige Parallelen zur Kubakrise von 1962 hin.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/krass-und-konkret.de\/politik-wirtschaft\/ex-us-botschafter-in-der-udssr-die-ukraine-krise-ist-eine-direkte-folge-der-nato-erweiterung-nach-dem-kalten-krieg\/\">Krass &amp; Konkret<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Russland weist US-Vize-Botschafter aus: Was Spiegel-Leser alles nicht erfahren<\/strong><br>\nRussland hat den amerikanischen Vize-Botschafter in Moskau des Landes verwiesen. Nat&uuml;rlich erfahren Spiegel-Leser mal wieder keinerlei Hintergr&uuml;nde.<br>\nEs ist wirklich schon ein wenig langweilig, die Nachrichten westlicher &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; wie dem Spiegel zu lesen. &Uuml;ber den neuen &bdquo;Visakrieg&ldquo;, den die USA mit Russland entfesselt haben, habe ich im November 2021 und im Januar 2022 berichtet, w&auml;hrend die &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; es nicht f&uuml;r n&ouml;tig gehalten haben, ihre Leser dar&uuml;ber zu informieren. Ich habe es in beiden Artikeln angek&uuml;ndigt: Die westlichen &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; werden das Thema erst aufgreifen, wenn Russland auf die Provokationen der USA reagiert und sie werden ihren Lesern diese amerikanischen Provokationen nat&uuml;rlich verschweigen. Genau so ist es nun gekommen, das Verhalten der westlichen &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; ist so schrecklich vorhersehbar, dass eigentlich schon langweilig ist.<br>\nBei dem &bdquo;Visakrieg&ldquo; geht es darum, dass die USA letztes Jahr ohne Angabe von Gr&uuml;nden angek&uuml;ndigt haben, &uuml;ber 50 russischen Diplomaten die Visa f&uuml;r ihre T&auml;tigkeit in den USA nicht zu verl&auml;ngern. Die H&auml;lfte von ihnen musste Ende Januar 2022 die USA verlassen, die andere H&auml;lfte muss im Sommer ausreisen. Davon wissen Leser der deutschen &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; jedoch nichts.<br>\nDa Russland immer &bdquo;gespiegelt&ldquo; reagiert, war es zu erwarten, dass auch Russland amerikanische Diplomaten ausweisen w&uuml;rde. Genau das ist nun geschehen, wobei bisher nur ein amerikanischer Diplomat ausgewiesen wurde. Und siehe da: Pl&ouml;tzlich fand der Spiegel das berichtenswert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2022\/russland-weist-us-vize-botschafter-aus-was-spiegel-leser-alles-nicht-erfahren\/\">Anti-Spiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz &amp; Goldesel Ukraine:<\/strong><br>\nSchamlose Bereicherung und fast 40 Mrd. Euro mehr f&uuml;r die Bundeswehr?<br>\nZynisch gesagt hat sich nicht zuletzt die Ukraine-Krise als Segen f&uuml;r den deutschen R&uuml;stungshaushalt erwiesen. Seit ihrem Ausbruch stieg das Budget von 32,5 Mrd. Euro (2014) auf 46,9 Mrd. (2021) steil an &ndash; und das sind nur die offiziellen Zahlen, hinter denen sich noch einmal etliche Milliarden versteckte Milit&auml;rausgaben verbergen (siehe IMI-Standpunkt 2019\/058). Auf der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz vom 18. bis 20. Februar 2022 wurde nun ganz explizit unter Verweis auf die aktuelle Eskalation rund um die Ukraine f&uuml;r neuerliche Erh&ouml;hungen des Milit&auml;rhaushaltes geworben. Das verleiht Forderungen aus dem Verteidigungsministerium zus&auml;tzlichen R&uuml;ckenwind, die erheblich &uuml;ber dem liegen, was aus dem Finanzministerium derzeit eigentlich angedacht ist, w&auml;hrend gleichzeitig bekannt wurde, dass der Chef der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, erheblich von R&uuml;stungsdeals profitiert, die auf seiner Tagung angebahnt werden. (&hellip;)<br>\nNoch unter Kanzlerin Angela Merkel gab die damalige Bundesregierung die ambitionierte Zusage, bis 2023 eine schwere Brigade (ca. 5.000 SoldatInnen), bis 2027 eine Division (15.000-20.000 SoldatInnen) und bis 2032 drei Divisionen in die NATO einzuspeisen. Die Ampel &uuml;bernahm diese &auml;u&szlig;erst kostspielige Zusage in ihrem Koalitionsvertrag: &bdquo;Die NATO-F&auml;higkeitsziele wollen wir in enger Abstimmung mit unseren Partnern erf&uuml;llen und entsprechend investieren.&ldquo;<br>\nAllerdings klafft nun zwischen dem, was das Finanzministerium j&uuml;ngst im Finanzplan bis 2026 f&uuml;r die Bundeswehr vorgesehen hat und dem, was das Verteidigungsministerium zu ben&ouml;tigen meint, um die NATO-F&auml;higkeitsziele umsetzen zu k&ouml;nnen, eine gewaltige L&uuml;cke &ndash; eine rund 38 Mrd. Euro schwere L&uuml;cke, um genau zu sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2022\/02\/21\/muenchner-sicherheitskonferenz-goldesel-ukraine\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Der deutsche Milit&auml;rhaushalt steigt seit Jahren. Nun zahlt sich also aus, dass an der Spitze des Bundesverteidigungsministeriums Personen (die Frauen von der Leyen, AKK und Lambrecht) standen und stehen, die &uuml;ber keinerlei sicherheits- und verteidigungspolitische Kompetenz verf&uuml;gen. Zeitgleich waren &ndash; zumindest bis vor kurzer Zeit &ndash; die Bundesfinanzminister eher durch namentliche Nennung an Finanzskandalen als durch finanz-&ouml;konomische Kompetenz auff&auml;llig gewesen.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Mehr Soldaten der Bundeswehr in internationalen Man&ouml;vern<\/strong><br>\nIm vorigen Jahr haben 8592 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr an multinationalen Man&ouml;vern und &Uuml;bungen teilgenommen &ndash; und damit trotz anhaltender Corona-Pandemie deutlich mehr als 2020, als es 5450 waren. Das ergibt sich aus der Antwort des Verteidigungs&shy;ministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion, die dem Redaktions&shy;Netzwerk Deutschland (RND) vorliegt. Dabei wurden zahlreiche Antworten vom Ministerium aus Sicherheits&shy;gr&uuml;nden als vertraulich eingestuft, unter anderem die nach den Kosten, sodass sie nicht zitiert werden d&uuml;rfen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/politik\/mehr-soldaten-der-bundeswehr-in-internationalen-manoevern-QBNED2JHT5ENHDQXQZOOCPIWL4.html\">RND<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Amerikas katastrophaler 60-j&auml;hriger Krieg<\/strong><br>\nDrei Generationen auff&auml;lliger Zerst&ouml;rungen durch den milit&auml;risch-industriellen Komplex &ndash; und jetzt der Beginn eines neuen kalten Kriegs gegen China und Russland<br>\nIn den fast 60 Jahren, die ich lebe, hat Amerika f&uuml;nf gro&szlig;e Kriege gef&uuml;hrt, von denen es einen definitiv gewann und diesen Sieg dann wegwarf, w&auml;hrend es die anderen vier auf katastrophale Weise verlor. Vietnam, Afghanistan und Irak sowie der Globale Krieg gegen den Terrorismus waren nat&uuml;rlich die Verluste; der Kalte Krieg ist der einzige Sieg, der jetzt als Verlust gewertet werden muss, weil sein Versprechen so schnell verworfen wurde.<br>\nAmerikas Krieg in Vietnam wurde w&auml;hrend des Kalten Krieges im Zusammenhang mit der so genannten Domino-Theorie und der Idee der &bdquo;Eind&auml;mmung&ldquo; des Kommunismus gef&uuml;hrt. Irak und Afghanistan waren Teil des Globalen Krieges gegen den Terrorismus, ein Ereignis nach dem Kalten Krieg, bei dem der &bdquo;radikale islamische Terrorismus&ldquo; zum Ersatz f&uuml;r den Kommunismus wurde. Dennoch sollten diese Kriege als ein einziger Geschichtsstrang behandelt werden, ein 60-j&auml;hriger Krieg, wenn man so will, und zwar aus einem einzigen Grund: der Erkl&auml;rungskraft eines solchen Konzepts.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/krass-und-konkret.de\/politik-wirtschaft\/amerikas-katastrophaler-60-jaehriger-krieg\/\">Krass &amp; Konkret<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Blockieren bis zum Ausnahmezustand<\/strong><br>\nAm 14. Februar 2022 hat der kanadische Premierminister Justin Trudeau erstmals seit 1970 den Ausnahmezustand in Kanada erkl&auml;rt. Zum zweiten Mal seit 1914 hat damit die Zentralregierung einen Ausnahmezustand in Friedenszeiten verh&auml;ngt. Die Ma&szlig;nahme wird seitens seiner Partei vor allem mit den &ouml;konomischen Folgen der Blockaden von Grenz&uuml;berg&auml;ngen und den Ereignissen in Ottawa begr&uuml;ndet. Man habe zwar weniger einschneidende Ma&szlig;nahmen gepr&uuml;ft. Diese seien aber nicht hinreichend, um der Proteste Herr zu werden. Welche Ma&szlig;nahmen dies waren, blieb auch auf Nachfragen in einer Pressekonferenz und im Parlament offen. Was Trudeau zu diesem Vorgehen veranlasst hat, ist unklar. Nahe liegt, dass er Handlungskompetenz demonstrieren wollte. Ebenso unklar ist, warum den Blockaden nicht mit normalen polizeilichen Mitteln begegnet werden kann. (&hellip;)<br>\nUnmittelbar nach Verk&uuml;ndung durch Premierminister Trudeau entbrannte eine kontroverse Diskussion &uuml;ber die Zul&auml;ssigkeit und Notwendigkeit des Ausnahmezustandes, die hier nur in Ans&auml;tzen wiedergegeben werden kann.<br>\nDie alt eingesessene B&uuml;rgerrechtsorganisation Canadian Civil Liberties Union lehnt den Ausnahmezustand ab, weil dessen gesetzlichen Voraussetzungen nicht erf&uuml;llt seien und weil Regierungen immer wieder gefordert seien, Probleme mit dem Repertoire &uuml;blicher gesetzlich zul&auml;ssiger Ma&szlig;nahmen zu l&ouml;sen. Eine grunds&auml;tzliche Ablehnung von Ausnahmerechten wurde indes schon 1970 von dieser Organisation nicht artikuliert. Wurde in den Medien zun&auml;chst durchaus Verst&auml;ndnis f&uuml;r die Ma&szlig;nahmen ge&auml;u&szlig;ert, sind die Reaktionen nur ein bis zwei Tage sp&auml;ter deutlich kritischer. Nach Wochen der Unt&auml;tigkeit werde nun mit der Verh&auml;ngung des Ausnahmezustandes die &bdquo;Atombombe&ldquo; gez&uuml;ndet. Es wird bef&uuml;rchtet, die Ma&szlig;nahme werde die politische Diskussion beschr&auml;nken und kritisiert, die Protestierenden seien mit deutlich mehr Respekt und Zur&uuml;ckhaltung seitens der Polizei behandelt worden als dies etwa bei Protesten von indigenen Einwohnern oder Umweltsch&uuml;tzern oder People of Color in Kanada der Fall sei. Wie auch jetzt wurde schon in der Diskussion &uuml;ber die Einf&uuml;hrung des Emergencies Act 1988 vorgebracht, dass aus dem Ruder laufende Demonstrationen mit den Mitteln des Strafrechts entgegengetreten werden k&ouml;nne; eines Ausnahmezustandes bed&uuml;rfe es hierf&uuml;r nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/verfassungsblog.de\/blockieren-bis-zum-ausnahmezustand\/\">Clemens Arzt in Verfassungsblog<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81034#h07\">hier<\/a> mit einer Anmerkung auf die Situation in Kanada hingewiesen. Das Bundesverfassungsgericht hierzulande hat im Zusammenhang mit Corona bemerkenswerte Entscheidungen getroffen &ndash; bitte lesen Sie dazu u.a.:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78480\">Verfassungsgericht: R&uuml;ckenwind f&uuml;r autorit&auml;re Politik<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80360\">Demo-Verbote: Legal, illegal, total egal<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>GKV-Finanzen im Jahr 2021: Krankenkassen mit Rekordminus von 5,6 Milliarden Euro<\/strong><br>\nDie Krankenkassen rutschen zum Jahresende noch tiefer in die roten Zahlen. Kassenmanager dr&auml;ngen die Koalition, rasch f&uuml;r 2023 die Weichen zu stellen.<br>\nDie Finanzsituation der gesetzlichen Krankenkassen hat sich im letzten Quartal des Vorjahres nochmals weiter eingetr&uuml;bt. Nach vorl&auml;ufigen Zahlen addieren sich die Ausgaben&uuml;bersch&uuml;sse in der GKV auf mindesten 5,6 Milliarden Euro.<br>\nIm AOK-System war bereits bis zum Herbst ein Defizit von 2,7 Milliarden Euro aufgelaufen. Hier sind im letzten Quartal nochmals knapp 1,5 Milliarden Euro dazugekommen, so dass in der Bilanz der Ortskassen zum Jahresende ein Defizit von 4,1 Milliarden Euro steht.<br>\nDer gesetzlich erzwungene Abbau von R&uuml;cklagen beutelt das AOK-System allein mit 4,2 Milliarden Euro. Auch die Reform des Risikostrukturausgleichs wird in den Folgen belastend f&uuml;r die Ortskassen. &bdquo;Gleichzeitig ist in n&auml;chster Zeit mit kr&auml;ftigen Nachholeffekten und einem Anstieg der Ausgaben zu rechnen. Angesichts unserer geschw&auml;chten Finanzbasis und einer verschlechterten Wettbewerbsposition erwarten wir von der Politik deutliche Signale zur finanziellen Stabilisierung&ldquo;, sagte AOK-BV-Vorstand Dr. Carola Reimann. Die Ver&auml;nderungsrate im AOK-System wird &uuml;ber alle Leistungsbereiche mit rund f&uuml;nf Prozent angegeben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.aerztezeitung.de\/Politik\/Krankenkassen-mit-Rekordminus-von-56-Milliarden-Euro-427017.html\">&Auml;rztezeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Corona-Verlierer auf dem Arbeitsmarkt: Langzeitarbeitslose<\/strong><br>\nGerade wenn sich &uuml;berall die Meldungen &uuml;ber die R&uuml;ckkehr zu einer &bdquo;Normalit&auml;t&ldquo; der Vor-Krisen-Zeit auf dem Arbeitsmarkt h&auml;ufen, lohnt ein genauerer Blick hinter die Kulissen, denn bekanntlich gibt es in derart komplexen Systemen wie den heutigen Arbeitsm&auml;rkten Nicht-Betroffene von krisenhaften Entwicklungen, Gewinner und eben auch Verlierer, die oftmals, wenn man nur auf gro&szlig;en Zahlen schaut, in der Schattenwelt der Nicht-Beachtung h&auml;ngen bleiben.<br>\n&raquo;Gute Nachrichten auf dem Arbeitsmarkt: Das Vorkrisenniveau ist fast wieder erreicht. Die Zahl der Arbeitslosen lag im Januar nur knapp 40.000 &uuml;ber dem Stand von Januar 2020.&laquo; In den zur&uuml;ckliegenden zwei Corona-Jahren gab es zwischenzeitlich 600.000 Arbeitslose mehr als zur Zeit vor der Krise. Das Institut der deutschen Wirtschaft hat aber bereits in der &Uuml;berschrift Wasser in den Wein gegossen: Arbeitsmarkt: Gewinner und Verlierer der Krise. Zu den Verlierern geh&ouml;ren nicht nur Minijobber und Selbstst&auml;ndige: &raquo;Vor allem gibt es deutlich mehr Langzeitarbeitslose als fr&uuml;her. Im vergangenen Monat z&auml;hlte die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit noch 270.000 mehr Langzeitarbeitslose als im Januar 2020.&laquo; Auch die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit selbst schreibt in ihrem Arbeitsmarktbericht f&uuml;r Januar 2022: &raquo;Die Corona-Krise hat zu einer deutlichen Verfestigung der Arbeitslosigkeit gef&uuml;hrt. Im Vergleich mit dem Monat vor Einsetzen der Corona-Krise, dem M&auml;rz 2020, hat die Zahl der Langzeitarbeitslosen, also der Personen, die l&auml;nger als 12 Monate arbeitslos waren, um 281.000 oder 40 Prozent auf 990.000 zugenommen. Der Anteil der Langzeitarbeitslosen ist in diesem Zeitraum von 30,3 auf 40,2 Prozent gestiegen.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2022\/02\/20\/langzeitarbeitslose-als-verlierer-der-corona-krise\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Erzieherinnen am Limit: Tarifkonflikt soziale Arbeit<\/strong><br>\nDie Gewerkschaft Verdi hat sich einiges vorgenommen: Mit der in dieser Woche beginnenden Tarifbewegung im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst will sie die Berufe in der fr&uuml;hkindlichen Bildung, der Sozialarbeit und der Behindertenhilfe weiter aufwerten &ndash; trotz der schwierigen Bedingungen, die sich in Coronazeiten f&uuml;r jeden Arbeitskampf stellen. Und gerade wegen der Pandemie. Denn in den vergangenen zwei Jahren hat sich die Belastung der Besch&auml;ftigten in allen Bereichen der sozialen Arbeit noch einmal deutlich versch&auml;rft. Homeoffice und Abstand halten ist in Kitas und Behinderteneinrichtungen kaum m&ouml;glich. Abzulesen ist das auch daran, dass aktuell fast ein Viertel der Kitaerzieherinnen wegen einer Coronainfektion, Quarant&auml;ne oder anderen Erkrankungen nicht eingesetzt werden kann.<br>\nBereits vor der Pandemie waren die Arbeitsbedingungen im Sozial- und Erziehungsdienst stark verbesserungsw&uuml;rdig. Das Personal h&auml;lt mit den zunehmenden Anforderungen schon lange nicht mehr Schritt. In den Kitas sollen schon kleine Kinder f&uuml;r den neoliberalisierten Arbeitsmarkt topfit gemacht werden. In der Behindertenhilfe erfordert der &ndash; v&ouml;llig berechtigte &ndash; Anspruch auf gesellschaftliche Inklusion mehr Kompetenzen und Personal. Und in der Sozialarbeit sowie der Kinder- und Jugendhilfe sollen Besch&auml;ftigte die Folgen von Armut, Gewalt und psychischen Erkrankungen auffangen &ndash; mit demselben oder weniger Personal als zuvor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/421241.erzieherinnen-am-limit.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Vorsto&szlig; f&uuml;r l&auml;ngeres Arbeiten: Wirtschaftsminister Habeck will freiwilliges h&ouml;heres Renteneintrittsalter<\/strong><br>\n&raquo;Man sollte flexibel l&auml;nger arbeiten k&ouml;nnen.&laquo; Wirtschaftsminister Robert Habeck m&ouml;chte weg von einem festen Renteneintrittsalter &ndash; und so zugleich ein dr&auml;ngendes Problem angehen.<br>\nManche fiebern ihrer Rente entgegen, anderen graut vor dem letzten Arbeitstag. Letzteren d&uuml;rfte ein Vorsto&szlig; von Wirtschaftsminister Robert Habeck gefallen.<br>\nEr hat ein freiwilliges h&ouml;heres Renteneintrittsalter ins Spiel gebracht &ndash; um den Fachkr&auml;ftemangel abzufedern. Habeck sagte dem &raquo;Handelsblatt&laquo;, auf einer freiwilligen Basis sollte es l&auml;ngere Lebensarbeitszeiten geben k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/robert-habeck-will-freiwilliges-hoeheres-renteneintrittsalter-a-9cc96539-58f6-4bcc-92a9-bc880d864eb3%20\">DER SPIEGEL <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Merkw&uuml;rdig ist nicht, dass ein Regierungsmitglied von den Gr&uuml;nen solche Forderungen stellt &ndash; Habeck war nie linksgr&uuml;n, sondern immer Realo, sprich: Wirtschaftsliberaler. Und als solcher fungiert er wie gew&uuml;nscht als typischer deutscher Wirtschaftsminister, der sich einseitig um die verk&uuml;rzten Interessen &ldquo;der Wirtschaft&rdquo; (der Arbeitgeberseite, nie der Arbeitnehmerseite) k&uuml;mmert. Merkw&uuml;rdig ist aber, dass Habeck etwas fordert, was es schon l&auml;ngst gibt; denn seit Jahren k&ouml;nnen Arbeitnehmer freiwillig &uuml;ber das gesetzliche Rentenalter hinaus arbeiten (und erhalten daf&uuml;r konsequenterweise einen h&ouml;heren Rentenanspruch). Will Habeck Eulen nach Athen tragen, oder ist der &ldquo;Vorsto&szlig;&rdquo; ein Testballon daf&uuml;r, dass &ldquo;freiwillige&rdquo; h&ouml;here Rentenalter gleich gesetzlich festzuschreiben, oder was f&uuml;r eine Diskussion soll hier gestartet werden? Und wie stellt sich Habeck eigentlich das &ldquo;freiwillige&rdquo; h&ouml;here Rentenalter vor bei Menschen, die leider nicht Philosoph oder Bundeswirtschaftsminister geworden sind, sondern ihren K&ouml;rper auf dem Bau oder als Reinigungskraft ruinieren (m&uuml;ssen)? Noch bizarrer: ein geisterhaftes Ph&auml;nomen, der nichtexistente Fachkr&auml;ftemangel, wird als Begr&uuml;ndung f&uuml;r Habecks Einlassungen herangezogen, und die mindestens 5 Millionen bereitstehenden Vollzeitarbeitskr&auml;fte ohne ad&auml;quaten Job &ndash; <a href=\"https:\/\/www.die-linke.de\/themen\/arbeit\/tatsaechliche-arbeitslosigkeit\/2022\/\">3,2 Millionen offiziell Arbeitslose<\/a> plus mehrere Millionen Menschen, die unfreiwillig nur Teilzeit arbeiten d&uuml;rfen oder k&ouml;nnen &ndash; fallen in der Betrachtung vollkommen unter den Tisch. Hat Habeck nicht richtig nachgez&auml;hlt, oder sind ihm die Arbeitslosen und die Arbeitnehmer in ihren Minijobs einfach egal?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Lebensversicherer garantieren oft nur negative Beitragsrendite<\/strong><br>\nDie Verzinsung in der Lebensversicherung sinkt erneut. F&uuml;r 2022 liege die laufende Verzinsung im Marktdurchschnitt bei 2,61 Prozent. Das ist ein Minus von 0,03 Prozentpunkten. Die garantierte Beitragsrendite bel&auml;uft sich im Schnitt auf -0,68 Prozent. Bemerkenswert: Inzwischen gibt es nur noch drei Anbieter von klassischen Riester-Renten.<br>\nDas Ratinhaus Assekurata hat zum 20. Mal Altersvorsorgevertr&auml;ge unter die Lupe genommen. Dazu seien 46 Versicherer mit einem Marktanteil von 73 Prozent durchleuchtet worden. Im Hinblick auf die Senkung des gesetzlichen H&ouml;chstrechnungszins zum Jahresbeginn wurde in der aktuellen Studie gefragt, ob die Versicherer im Neugesch&auml;ft weiterhin klassische Produkte anbieten. Und: Nur noch 21 der 46 teilnehmenden Gesellschaften haben klassische Produkte im Angebot. Das hei&szlig;t allerdings nicht, dass diese Unternehmen die gesamte Produktpalette bedienen w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.versicherungsbote.de\/id\/4904970\/Lebensversicherer-garantieren-oft-nur-negative-Beitragsrendite\/%20\">Versicherungsbote<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.N.:<\/strong> Zweifelt noch irgendjemand daran, dass die Riester-Rente krachend gescheitert ist? Die Anbieter ziehen sich reihenweise vom Markt zur&uuml;ck. Und es geht weiter: Bei klassischen privaten Lebens- und Rentenversicherungen ist die Beitragsrendite &uuml;berwiegend negativ. Wo bleiben die Kommentare der Experten B&ouml;rsch-Supan, Raffelh&uuml;schen und R&uuml;rup und Miegel? Wo die Horrormeldungen der BILD-Zeitung? Was sagt unsere Bundesregierung dazu &ndash; warum wird die Gesetzliche Rente nicht endlich wieder gest&auml;rkt? Das w&uuml;rde nat&uuml;rlich h&ouml;here Beitragss&auml;tze erfordern. Aber private und betriebliche Vorsorge gibt es auch nicht umsonst &ndash; im Gegenteil: 1\/3 der Rendite stammt aus der steuerlichen F&ouml;rderung. Und bitte keine M&auml;rchen &uuml;ber die 100 Mrd. Euro Steuerzuschuss f&uuml;r &ldquo;die Rente&rdquo;: Die 100 Mrd. Euro decken solidarische Leistungen ab, die es in der privaten Versicherungswirtschaft nicht ohne Extra-Beitr&auml;ge (Hinterbliebenenversorgung) oder &uuml;berhaupt nicht gibt (Rentenpunkte f&uuml;r Kindererziehung, Anrechnung Arbeitslosigkeit, Mutterschaft, H&ouml;herwertung Ost-Beitr&auml;ge etc.). Wenn man also die GRV abschafft und alle Leute stattdessen in Aktien sparen lie&szlig;e, w&uuml;rden diese Leistungen entweder entfallen oder aber der Bund m&uuml;sste sie wieder aus Steuermitteln erstatten &ndash; die Rente w&auml;re weg, aber die 100 Mrd. Euro Steuerzuschuss w&auml;ren immer noch da! Und wenn die Aktien dann mal einbrechen, w&auml;re noch die nicht unwesentliche Frage zu kl&auml;ren, wer f&uuml;r Kursverluste haftet (in Schweden ist das der Staat mit Steuergeldern).<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>An oder mit Corona gestorben? Neue Studie gibt Antwort zur Todesursache<\/strong><br>\nDas Ergebnis einer Auswertung des deutschlandweiten Obduktionsregisters ist eindeutig. So viele Corona-Tote starben tats&auml;chlich an Covid-19.<br>\nBei einem Gro&szlig;teil der Menschen, die in Deutschland mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben sind, war die Infektion mit dem Coronavirus die Todesursache. Das legt ein neuer Bericht des deutschen Covid-19-Autopsieregisters nahe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/an-oder-mit-corona-gestorben-neue-studie-gibt-antwort-zur-todesursache-li.212831\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers T.K.:<\/strong> Finanzierung der Studie: Bundesgesundheitsministerium.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&raquo;Festung Europa&laquo; Pakt der Hardliner<\/strong><br>\nSchulterschluss von Berlin und Wien in Migrationsabwehr bei &raquo;R&uuml;ckf&uuml;hrungskonferenz&laquo;<br>\nAbschotten und abschieben &ndash; so lautet die Agenda einer zweit&auml;gigen &raquo;R&uuml;ckf&uuml;hrungskonferenz&laquo;, die am Montag in der Wiener Hofburg begonnen hat. Auf Einladung der f&uuml;r ihre restriktive Migrationspolitik bekannten &ouml;sterreichischen Regierung sind Minister aus 23 Schengen- und Westbalkanstaaten, Vertreter der EU-Grenzschutztruppe Frontex und weiterer EU-Beh&ouml;rden sowie der Internationalen Organisation f&uuml;r Migration (IOM) zusammengekommen.<br>\nVor Beginn der Konferenz pr&auml;sentierten sich der rechtskonservative &ouml;sterreichische Innenminister Gerhard Karner (&Ouml;VP) und seine deutsche Amtskollegin, die Sozialdemokratin Nancy Faeser, auf einer Pressekonferenz demonstrativ als ein Herz und eine Seele. Es gebe beim Thema Migration viel mehr Gemeinsamkeiten als Trennendes mit der &raquo;lieben Frau Innenminister&laquo;, betonte Karner. &raquo;Beispielsweise ein robuster Au&szlig;engrenzschutz, konsequente R&uuml;ckf&uuml;hrungen, strategische Kooperationen mit Drittstaaten, schnellere Verfahren sowie der Kampf gegen Schlepper.&laquo; Auf Nachfrage eines Journalisten, ob er einen Zaun um Europa zu ziehen gedenke, verdeutlichte Karner: &raquo;Es bedarf auch solcher robuster und harter Ma&szlig;nahmen, sollte es m&ouml;glich sein, damit eine Kontrolle zwischen den L&auml;ndern besteht.&laquo; Um innereurop&auml;ische Reisefreiheit zu gew&auml;hrleisten, seien zudem polizeiliche Ma&szlig;nahmen wie die Schleierfahndung notwendig.<br>\nEs gelte, Migration zu gestalten und irregul&auml;re Migration zu reduzieren, erg&auml;nzte Faeser. Sie unterst&uuml;tze daher die &raquo;R&uuml;ckf&uuml;hrungskonferenz ganz stark&laquo;. Es brauche ein gemeinsames europ&auml;isches Vorgehen, ein krisenfestes Asylsystem und eine enge Kooperation bei R&uuml;ckf&uuml;hrungen, versicherte die Bundesinnenministerin. Ziel sei es, der &raquo;Schlepperkriminalit&auml;t&laquo; die &raquo;Gesch&auml;ftsgrundlage&laquo; zu entziehen, behaupteten Faeser und Karner einm&uuml;tig. Doch gerade die bis nach Nordafrika und die T&uuml;rkei vorverlagerte EU-Abschottungspolitik tr&auml;gt dazu bei, Fluchthilfe zum lukrativen Gesch&auml;ft werden zu lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/421206.festung-europa-pakt-der-hardliner.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Kein &raquo;Hinterhof&laquo; mehr: USA verlieren an Boden<\/strong><br>\nDiplomatische Offensive Moskaus in Lateinamerika: Mehrere Staaten wollen st&auml;rker mit Russland kooperieren. Washington im Hintertreffen<br>\nRusslands Vizepremier Juri Borissow hat auf seiner Lateinamerikareise, die am Mittwoch in Caracas begann, auch Nicaragua und am Freitag zum Abschluss Kuba besucht. Nach offizieller Darstellung ging es dabei um wirtschaftliche Zusammenarbeit und milit&auml;rische Kooperationen mit den drei befreundeten L&auml;ndern. Tats&auml;chlich steckt aber mehr hinter Moskaus diplomatischer Offensive in einer Region, in der immer mehr Staaten Interesse an &raquo;strategischen Partnerschaften&laquo; mit Russland bekunden. W&auml;hren die USA mit der NATO-Osterweiterung und einer heftigen Desinformationskampagne verzweifelt versuchen, Russland zu schw&auml;chen, verlieren sie zugleich die Vormachtstellung im einstigen &raquo;Hinterhof&laquo;.<br>\nAu&szlig;enpolitisch sind die US-Regierungen der vergangenen Jahre, deren diplomatisches Repertoire sich auf Drohungen, Sanktionen und Blockaden beschr&auml;nkte, in der Region gescheitert. Der Staatsstreich in Bolivien wurde zum Bumerang, Putschversuche in Venezuela und Nicaragua waren ebenfalls ein Fiasko, und die Versch&auml;rfung der Blockade gegen&uuml;ber Kuba &ndash; inmitten der Pandemie &ndash; zeigte der Welt das wahre Gesicht derer, die sich als Verteidiger von Menschenrechten ausgeben. In Lateinamerika stehen die USA vor einem Scherbenhaufen. Trotz aller Einmischungen der CIA und der von Washington dominierten Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) wurden in Argentinien, Bolivien, Chile, Honduras, Mexiko und Peru US-freundliche Regimes durch Regierungen abgel&ouml;st, die in Russland einen potentiellen Partner sehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/421081.kein-hinterhof-mehr-usa-verlieren-an-boden.html\">junge Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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