{"id":8109,"date":"2011-01-25T09:19:10","date_gmt":"2011-01-25T08:19:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8109"},"modified":"2011-01-25T09:19:10","modified_gmt":"2011-01-25T08:19:10","slug":"hinweise-des-tages-1309","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8109","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute unter anderem zu folgenden Themen: Guttenbergs Schnellschuss; t&ouml;dliche Rendite; Polen ante portas; f&uuml;r die 32-Stundenwoche; war die Finanzkrise vorhersehbar?; Sie m&uuml;ssen es nur verkaufen; unehrliche Prognosen; Netzagentur nimmt Deutsche Post an die Kandare; CO2-Handel eingestellt; mutma&szlig;licher Wikileaks-Informant unmenschlich behandelt; Extremismusklausel; Richter M&uuml;ller; EU erh&ouml;ht den Druck auf Ungarn, bis zu zwei Drittel der Spenden versickern; Pornoszenen in der Villa Berlusconi; Apple schweigt &uuml;ber giftige Zulieferer in China; sogenannte Kriegsverbrecher; die Leiche im Keller der FDP; Joachim Gauck erh&auml;lt den B&ouml;rne-Preis 2011; Die Welt des Josef Ackermann; NDS auf Demo vertreten. (KR\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Guttenbergs Schnellschuss schockt Marineoffiziere<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">T&ouml;dliche Rendite &ndash; Die verborgenen Gesch&auml;fte mit Streubomben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Polen ante portas<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">F&uuml;r die 32-Stundenwoche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">War die Finanzkrise vorhersehbar?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Sie m&uuml;ssen es nicht verstehen, Sie m&uuml;ssen es nur verkaufen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Heiner Flassbeck: Unehrliche Prognosen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Statistiken : Mit Zahl und T&uuml;cke \/&nbsp;Buch von Gerd Bosbach u.a.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Wettbewerb: Netzagentur nimmt Deutsche Post an die Kandare<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">CO2-Handel eingestellt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Amnesty: Mutma&szlig;licher Wikileaks-Informant unmenschlich behandelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Geschlossene Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Ungenutzte Potenziale<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Extremismusklausel: Neue Kritik an Schr&ouml;der<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Richter M&uuml;ller<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Die EU erh&ouml;ht den Druck auf Ungarn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Hilfsorganisationen: Bis zu zwei Drittel der Spenden versickern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Pornoszenen in der Villa Berlusconi<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Sogenannte Kriegsverbrecher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Die Leiche im Keller der FDP<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Joachim Gauck erh&auml;lt den B&ouml;rne-Preis 2011<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">Die Welt des Josef Ackermann &ndash; Wie die Deutsche Bank das Land umkrempelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h23\">NDS auf Demo vertreten<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=8109&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Guttenbergs Schnellschuss schockt Marineoffiziere<\/strong><br>\nInnerhalb k&uuml;rzester Zeit schasste Karl Theodor zu Guttenberg den Kommandanten der &ldquo;Gorch Fock&rdquo;. Viele Marineoffiziere sind schockiert &uuml;ber seinen Befehl. Durch die Entscheidung verliert der bei ihnen bislang beliebte Verteidigungsminister an R&uuml;ckhalt. Der CSU-Mann m&uuml;sse sich umgehend erkl&auml;ren, fordern sie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,741105,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Vieles, was jetzt von der Opposition und der Presse thematisiert wird, ist eigentlich zweitrangig. Etwa, dass der Verteidigungsausschuss in Sachen Todesschuss in Afghanistan nicht ausreichend informiert wurde. Na ja, immerhin war eine Parlamentariergruppe in Afghanistan und erfuhr, dass ein Soldat bei der Reinigung seiner Waffe einen anderen Soldaten mitten in den Kopf traf. Also fast die Wahrheit getroffen. Im Feldj&auml;gerbericht stand dann der genaue Vorgang, was wohl bei der n&auml;chsten Sitzung herausgekommen w&auml;re. Wozu sind diese Berichte denn sonst da? Dass im Fall des Todes der Kadettin auf der Gorch Fock der Kapit&auml;n suspendiert wurde, ehe die Untersuchung begann, ist nat&uuml;rlich ein klassisches Guttenberg-Man&ouml;ver. Vorige Woche meinte er noch, es werde keine Vorverurteilungen geben. Da hatte er aber die Rechnung ohne die Bild-Zeitung gemacht (&ldquo;Es reicht!&rdquo;), und schon musste eine Art S&uuml;ndenbock her und die Gorch Fock wird &ldquo;an die Kette gelegt&rdquo;. Unser schneidiger Minister findet immer den richtigen Ton. War gerade noch von &ldquo;Schlampigkeiten&rdquo; die Rede, hei&szlig;t es jetzt im ministerialen Amtsblatt: &bdquo;Ich habe den Generalinspekteur beauftragt, eine &Uuml;berpr&uuml;fung in allen Teilstreitkr&auml;ften vorzunehmen&ldquo; Es m&uuml;sse untersucht werden, &bdquo;inwieweit es in den letzten Jahren und auch jetzt noch Anhaltspunkte f&uuml;r Rituale gibt, die den Grunds&auml;tzen der Bundeswehr widersprechen&ldquo;, ob es F&auml;lle gab, in denen &bdquo;ein Zusammenhang zwischen Einsatzbelastung und Verst&ouml;&szlig;en gegen Grunds&auml;tze der inneren F&uuml;hrung und Vorschriften&ldquo; bestand.<br>\nPl&ouml;tzlich spricht unser Super-Minister in der &bdquo;Bild am Sonntag&ldquo; von &bdquo;Innerer F&uuml;hrung&ldquo;. Da legt der Mann ein irres Tempo bei der Bundeswehrreform vor, fordert eine Berufsarmee und ist sich nicht einmal sicher, ob das heilige, bundesrepublikanische Prinzip der &bdquo;Inneren F&uuml;hrung&ldquo; in seiner Armee gew&auml;hreistet sei. H&auml;tte diese Frage nicht vor einer so grundlegenden Bundeswehrreform &ndash; auch wenn es nur eine Sparreform ist, die jetzt sicherheitspolitisch verkauft wird &ndash; gekl&auml;rt werden m&uuml;ssen? Nur ein Beispiel: Die Gorch Fock ist nicht irgendein Schiff. Alle Offiziersanw&auml;rter der Marine m&uuml;ssen einen Ausbildungslehrgang auf diesem Schiff absolvieren. Hier wird und wurde die Marine-Elite gepr&auml;gt. Wenn jetzt der Minister meint, den Kapit&auml;n suspendieren zu m&uuml;ssen, so ist das nichts anders als ein Bauernopfer als Nebelkerze. Der Kapit&auml;n jagt bestimmt nicht die Kadetten in die Takelage, ob sie nun m&uuml;de oder &auml;ngstlich sind, auch nicht der erste Offizier. Die Gorch Fock hat neben den Kadetten eine Stammbesatzung von 85 Personen, die allesamt dar&uuml;ber informiert sein mussten, wenn Schleifen und N&ouml;tigung systematisch betrieben wurde. Wenn aber Schinden und Schleifen, das Brechen des Zivilisten im Soldaten, zum Ausbildungssystem der Gorch Fock geh&ouml;rt, was sagt das &uuml;ber Generationen von Offizieren der Marine aus? Geradezu l&auml;cherlich ist es dann, den fr&uuml;heren Kommandanten des Schulschiffes, Michael Br&uuml;hn, mit der Leitung der Untersuchungskommission zu beauftragen bzw. zum neuen Kommandanten zu k&uuml;ren. Der neue Mann steht doch voll in der Tradition des Schulschiffes. Er wird doch die heutigen Offiziere nicht als Leuteschinder &uuml;berf&uuml;hren, sondern von gesunder, zumutbarer H&auml;rte faseln. &ndash; Wo es an notwendigem, milit&auml;rischen Drill gefehlt hat, zeigt der t&ouml;dliche Schuss in Afghanistan: Nie, aber auch nie, und auch nicht mit einer ungeladenen Waffe legt man auf einen Menschen an, sofern man ihn nicht t&ouml;ten oder verletzen will. &ndash; Unser schneidiger Lieblingsminister hat die erste Krise genutzt zu zeigen, wie wenig er von seinem Amt versteht und wie wichtig ihm seine eigene Person ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>T&ouml;dliche Rendite &ndash; Die verborgenen Gesch&auml;fte mit Streubomben<\/strong><br>\nSeit August 2010 ist das Streubomben-Verbotsabkommen von Oslo in Kraft. Doch diese Waffen sind gefragt wie eh und je. In Nichtunterzeichnerstaaten wie den USA, S&uuml;dkorea oder auch Singapur wird Streumunition weiterhin produziert. Die Aktien sind lukrative Anlagen und auch viele Finanzinstitute in der EU greifen zu: Sie investieren in &ldquo;t&ouml;dliche Renditen&rdquo;. Wie kann es sein, dass dies in EU-Staaten geschieht, die das V&ouml;lkerrechtsabkommen zur &Auml;chtung von Streubomben unterzeichnet und ratifiziert haben? Wie kann es sein, dass deutsche Banken und Versicherungen dabei sogar zu den f&uuml;hrenden Investoren geh&ouml;ren? Eine Recherchereise &uuml;ber Berlin, Amsterdam, Den Haag, Br&uuml;ssel und Oslo verschafft Einblicke in die Intransparenz der Finanzm&auml;rkte und die Unwissenheit von Entscheidungstr&auml;gern in Politik und Wirtschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/sendungen\/dok-5\/s\/d\/23.01.2011-11.05.html\">WDR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Polen ante portas<\/strong><br>\nNach Sch&auml;tzungen k&ouml;nnten nach dem 1. Mai eine Million Polen nach Deutschland kommen, um hier nach Arbeit zu suchen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/34\/34038\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Die Behauptung, osteurop&auml;ische Arbeitnehmer w&uuml;rden grunds&auml;tzlich Pfusch abliefern, ist anma&szlig;end. Und die richtige Antwort auf die Gefahren aus der &Ouml;ffnung des Arbeitsmarkts ist es sicher nicht, die Grenzen wieder dicht zu machen. Ein allgemeiner und ausreichend hoher Mindestlohn muss endlich her.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>CDU, CSU, FDP, SPD und Gr&uuml;ne verh&ouml;hnen die Menschen<\/strong><br>\nSinkende Reall&ouml;hne, steigende Zahl der Aufstockerinnen und Aufstocker. 1,4 Millionen Menschen sind trotz Arbeit auf Transferleistungen angewiesen. In Ostdeutschland muss jede und jeder dritte Besch&auml;ftige zu einem Einkommen unter 860 Euro arbeiten. In der gesamten Bundesrepublik sind es 22 Prozent. Menschen in prek&auml;ren Besch&auml;ftigungen, in Leiharbeit als Minijobber &ndash; an ihnen geht der wirtschaftliche Aufschwung vorbei. Was die Gesellschaft braucht, auch mit dem Blick darauf, dass ab 1. Mai die so genannte Arbeitnehmerfreiz&uuml;gigkeit gilt, ist ein gesetzlicher Mindestlohn. Zu den Hintergr&uuml;nden Sahra Wagenknecht und Ulrich Maurer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/interview-der-woche\/cdu-csu-fdp-spd-gruene-verhoehnen-menschen\/\">Die LINKE<\/a><\/p>\n<p><em>Au&szlig;erdem ohne Kommentar:<\/em><\/p>\n<p><strong>Fachkr&auml;ftemangel: Union will Jugendliche aus Mittelmeerraum locken<\/strong><br>\nDeutschland fehlen Tausende Fachkr&auml;fte, da will die Union gegensteuern. Nun sollen gezielt Jugendliche aus dem s&uuml;dlichen Europa angeworben werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article12294321\/Union-will-Jugendliche-aus-Mittelmeerraum-locken.html\">WELT<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>F&uuml;r die 32-Stundenwoche<\/strong><br>\nAufruf franz&ouml;sischer &Ouml;konomen, abgedruckt in Le Monde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lemonde.fr\/idees\/article\/2011\/01\/12\/pour-la-semaine-de-32-heures_1464577_3232.html\">Le Monde<\/a>\n<p><em>Und hier die &Uuml;bertragung ins Deutsche:<\/em><\/p>\n<p><strong>Der Ausweg aus der Krise: Arbeitszeitverk&uuml;rzung und n&uuml;tzliche Arbeitspl&auml;tze!<\/strong><br>\nDie Umverteilung der Einkommen auf eine Art, die mehr Besch&auml;ftigung und freie Zeit schafft, ist letztlich ein machtvoller Beitrag zur Verringerung sozialer Ungleichheit. Deshalb sprechen wir uns f&uuml;r eine Perspektive der erneuten Belebung des Prozesses der Arbeitszeitverk&uuml;rzung aus, in Richtung auf 32 Wochenstunden, im Namen eines auf Gleichheit gerichteten Entwicklungsmodells, das allen B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern eine angemessene soziale Teilhabe erm&ouml;glicht. Es ist Zeit, mit der perversen Logik zu brechen, die Besch&auml;ftigung abh&auml;ngig macht von Rentabilit&auml;t, und die Richtung umzukehren: Welche n&uuml;tzlichen Arbeitspl&auml;tze f&uuml;r welche sozialen Bed&uuml;rfnisse?<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/110125_Le_Monde_32_Stundenwoche.pdf\">&Uuml;bertragung von Steffen Lehndorff [PDF &ndash; 123 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>War die Finanzkrise vorhersehbar?<\/strong><br>\nSchwere Finanzkrisen seien zwangsl&auml;ufig nicht vorhersehbar, betont der Volkswirt Gunther Tichy auf der Tagung der National&ouml;konomischen Gesellschaft. Sie entstehen stets aus nicht vorhersehbaren Entwicklungen, aus &bdquo;&Uuml;berraschungen&ldquo;. Diesmal war die &Uuml;berraschung der pl&ouml;tzliche weltweite Zusammenbruch des Vertrauens zwischen den Banken, als Liquidit&auml;tsprobleme von Finanzinstituten das Ausma&szlig; der tats&auml;chlichen Risken auf den Derivatem&auml;rkten enth&uuml;llten; dazu kam das (unerwartete) Zusammentreffen mehrerer Teilkrisen, von der Hauspreisblase bis zu Exzessen nach der Deregulierung des Finanzsektors. Tichy zeigt, dass die meisten dieser Teilkrisen von vielen sehr wohl prognostiziert wurden, nicht jedoch ihr Zusammentreffen und nicht das Ausma&szlig; ihrer Folgen. Tichy betont, dass an die hundert AutorInnen somit mehr oder weniger rechtzeitig vor Elementen der Instabilit&auml;t des Systems warnten, allerdings sah kaum einer mehr als Probleme f&uuml;r den amerikanischen Finanzmarkt oder &auml;u&szlig;erstenfalls eine amerikanische Rezession. Niemand &ndash; vielleicht mit Ausnahme der britischen Fachzeitschrift Economist &ndash; sah das Element der &Uuml;berraschung, niemand das Zusammenwirken der Teilkrisen und niemand das weltweite &Uuml;bergreifen der Krise auf den realen Sektor.<br>\nAllerdings wurden diese Prognosen teils ignoriert, teils als unglaubw&uuml;rdig bezeichnet. Warum das so war und wie solches in Zukunft verhindert werden kann, sollte rasch zu einer zentralen Forschungsaufgabe der Sozialwissenschaften werden. Wenn Krisen weder verhindert noch vorhergesehen werden k&ouml;nnen, m&uuml;ssen wir uns bem&uuml;hen, Wirtschaft und Gesellschaft krisenfester zu machen, damit sie auch schwere Krisen mit geringeren Verlusten &uuml;berstehen k&ouml;nnen. Das reicht von Bilanzierungsvorschriften und der Sicherung entsprechenden Eigenkapitals &uuml;ber Steuerpolitik und Gestaltung von Finanzm&auml;rkten bis zu Altersversorgung und Einkommensverteilung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/public.univie.ac.at\/uploads\/media\/NOeG_Pressemappe_Tichy_04.doc\">Universit&auml;t Wien [WORD &ndash; 47 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Leider ist der l&auml;ngere Aufsatz gleichen Namens nur kostenpflichtig herunterzuladen oder in Bibliotheken einzusehen, die die Zeitschrift &ldquo;Perspektiven der Wirtschaftspolitik&rdquo; (2010 11(4): 356&ndash;382) f&uuml;hren. Gunther Tichy f&uuml;hrt hier keine eigene Untersuchung zur Finanzkrise durch, sondern hat in betr&auml;chtlichem Umfang die Literatur recherchiert und systematisiert, die vor der eigentlichen Krise erschienen ist. F&uuml;r denjenigen, der sich mit dieser Zeit intensiver besch&auml;ftigen will, ist die Literaturliste eine Fundgrube.<br>\nM.E. untersch&auml;tzt Tichy die kriminelle Energie der Akteure, die ja einhergeht mit der Entsolidarisierung und zunehmenden Ungleichverteilung der Gesellschaften nicht nur in den Schwellenl&auml;ndern, sondern auch in der OECD-Welt. An anderer Stelle hat Tichy keineswegs die Gier oder die kriminelle Energie in den Finanzh&auml;user geleugnet, aber er h&auml;lt diese Einsch&auml;tzung f&uuml;r &ldquo;nicht ungef&auml;hrlich, weil sie den Eindruck erweckt, &lsquo;anst&auml;ndigeres&rsquo; Verhalten der Banken h&auml;tte die Krise vermeiden k&ouml;nnen. Sie &uuml;bersieht die enormen institutionellen &Auml;nderungen, die alle Beteiligten mit der Unvermeidlichkeit einer griechischen Trag&ouml;die <a href=\"http:\/\/science.orf.at\/science\/news\/151337\">in die Krise schlittern lie&szlig;en<\/a>.&rdquo;<br>\nHeute wissen wir, dass Leute bereit waren, das System um des eigenen Profits wegen zusammenbrechen zu lassen. Im Verfahren gegen Goldman Sachs wurde folgende E-Mail des Vizepr&auml;sidenten, Fabrice Tourre, aus dem Jahre 2007 (!) &ouml;ffentlich gemacht: &ldquo;Das ganze Geb&auml;ude kann jetzt jeden Moment zusammenbrechen. Einziger potentieller &Uuml;berlebender, der fabelhafte Fab&hellip; der inmitten dieser komplexen, fremdfinanzierten, exotischen Trades steht, die er erfunden hat.&rdquo; Wir werden heute im Krieg der Abfindungen und Boni best&auml;tigt, dass wir es mit Leuten zu tun haben, denen das Allgemeinwohl sowieso, aber auch die eigene Firma &ldquo;schnurzegal&rdquo; ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Sie m&uuml;ssen es nicht verstehen, Sie m&uuml;ssen es nur verkaufen<\/strong><br>\nMit der spektakul&auml;ren Finanzkrise sind speziell die Techniken der Vertriebssteuerung in Banken auch verst&auml;rkt in den Blickpunkt einer kritischen &Ouml;ffentlichkeit ger&uuml;ckt. Bei vielen Beobachtern herrscht der Eindruck, dass das Ziel einer seri&ouml;sen, kundenorientierten Beratung immer weniger, das Ziel eines extensiven und m&ouml;glichst profitablen Verkaufs von Bankprodukten immer mehr im Fokus der Geldinstitute steht und dass die Besch&auml;ftigten dieser Strategie eher auf Druck von oben als aus eigenem Antrieb folgen. Entspricht das, was individuell so wahrgenommen oder in den Medien diskutiert wird, auch den Tatsachen? Diese Studie bereitet hierzu nun konzeptionelle und empirische Befunde auf. Basis sind eine intensive Analyse der bankfachlichen Literatur der letzten Jahre, (Breiten-)Erhebungen sowie drei vertiefende Fallstudien. Die Autor\/inn\/en diskutieren ihre Ergebnisse im Lichte wissenschaftlicher Steuerungstheorien, aber auch aktueller arbeitssoziologischer Debatten (Entgrenzung, Subjektivierung usw.). Sie zeigen unter anderem, dass die h&auml;ufig totgesagten klassischen Steuerungsans&auml;tze wie detaillierte, computergest&uuml;tzte Top-down-Planung und F&uuml;hrung durch hierarchische Weisung keineswegs &uuml;berall auf dem R&uuml;ckzug sind.<br>\nVertriebssteuerung in Banken. Reihe: Forschung aus der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung, Bd. 119.<br>\nBerlin: edition sigma 2010, ISBN: 978-3-8360-8719-3. 346 Seiten<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/show_product_hbs.html?productfile=HBS-004809.xml\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/32014_111313.html#link\">Banken: Am Kundenwohl vorbei beraten. B&ouml;ckler Impuls<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Heiner Flassbeck: Unehrliche Prognosen<\/strong><br>\nDie Wachstumsvorhersagen sind zur H&auml;lfte reines Wunschdenken. In Wahrheit ist der Aufholprozess nach dem tiefen Einbruch der Wirtschaft h&ouml;chst gef&auml;hrdet.<br>\nWenn man &bdquo;annimmt&ldquo;, das Wachstum l&auml;ge insgesamt tats&auml;chlich bei den gew&uuml;nschten 2,3 Prozent, dann kann man 1,6 Prozent Konsumzuwachs einfach durch zwei Zusatzeffekte erzielen. Einerseits nimmt man an, dass bei diesem Wachstum auch die Besch&auml;ftigung ganz ordentlich w&auml;chst. Andererseits gibt es bei diesem Wachstum neben dem Zuwachs der L&ouml;hne auch noch einen ordentlichen Zuwachs der Unternehmensgewinne, und auch die werden ja zum Teil konsumiert. Schon hat man einen ordentlichen Konsumzuwachs &bdquo;gemacht&ldquo;, der dann wiederum den ordentlichen Zuwachs des von vorneherein unterstellten Wachstums &bdquo;erkl&auml;rt&ldquo;. Das mag rein rechentechnisch konsistent sein, mit der Wirklichkeit hat das aber kaum zu tun.<br>\nMan muss sich bei solchen Methoden nicht mehr dar&uuml;ber wundern, wie oft die Prognostiker fundamental danebenliegen. Die H&auml;lfte einer solchen Prognose ist offenbar reines Wunschdenken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/unehrliche-prognosen\/-\/1472602\/6709090\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Statistiken : Mit Zahl und T&uuml;cke \/&nbsp;Buch von Gerd Bosbach u.a.<\/strong><br>\n&ldquo;Traue nur der Statistik, die du selbst gef&auml;lscht hast&rdquo;, sagt der Volksmund. Gerd Bosbach und Jens Korff haben als Fachleute dazu ein Buch geschrieben: &ldquo;L&uuml;gen mit Zahlen&rdquo;. Die beiden wollen aufkl&auml;ren, denn mit Statistiken wird Politik gemacht. Sozialpolitik etwa: So schreckte das Arbeitsministerium die Bev&ouml;lkerung mit der Meldung auf, zwischen 1991 und 2008 seine die Sozialausgaben von 400 Milliarden auf 700 Milliarden Euro&nbsp;gestiegen &ndash; ein Plus von 75 Prozent! Das stimmt zwar. Ist aber zun&auml;chst weiter nicht verwunderlich. Die Sozialausgaben &ldquo;teilen nur das Schicksal fast aller absoluten Ausgaben wie Urlaubsausgaben, Unternehmensgewinne oder die Mieten &ndash; sie steigen&rdquo;, so die Autoren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/mit-zahl-und-tuecke\/-\/1472780\/6604428\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Wettbewerb: Netzagentur nimmt Deutsche Post an die Kandare<\/strong><br>\nWettbewerb im Postwesen blieb bislang ein frommer Wunsch &ndash; die Post besitzt weiterhin ein Quasi-Monopol und verteidigt ihre Vormachtstellung mit r&uuml;den Methoden. Diesen Zustand will die Bundesnetzagentur nach SPIEGEL-Informationen jetzt &auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,741041,00.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung des NDS-Lesers J.A.:<\/strong> Im Namen der Schim&auml;re &ldquo;Wettbewerb&rdquo; in einem Bereich mit nat&uuml;rlichem Monopol sollen auf Biegen und Brechen weiter die L&ouml;hne gesenkt und die Arbeitnehmer noch gnadenloser aufeinandergehetzt werden. Schuld ist eindeutig der Gesetzgeber.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Ein Absatz aus Wikipedia (Stand 24.1.2011) verdeutlicht die Absurdit&auml;t der Debatte um den Wettbewerb im Postwesen: &bdquo;Im September 2007 entbrannte eine heftige Diskussion um einen Mindestlohn bei Postunternehmen in Deutschland. Nachdem die Postgewerkschaft ver.di mit dem Arbeitgeberverband Postdienste einen Tarifvertrag &uuml;ber einen Mindestlohn von 8,00 &ndash; 9,80 Euro je Stunde abgeschlossen hatte, wurde dieser von den privaten Postunternehmen heftig kritisiert. Die Deutsche Post AG habe ihre F&uuml;hrerschaft im Arbeitgeberverband Postdienste ausgenutzt, um hohe Mindestl&ouml;hne f&uuml;r die privaten Postunternehmen zu diktieren, die ihnen einen fairen Wettbewerb nicht mehr zulie&szlig;en.&ldquo;<br>\nDie Forderung nach mehr Wettbewerb w&auml;re diskutabel, wenn die Wettbewerber tats&auml;chlich Innovationen einf&uuml;hren wollten: Eine bessere Logistik, mehr Service f&uuml;r die Kunden oder &auml;hnliches. Doch darum geht es nicht. Die konkurrierenden Unternehmen fordern blo&szlig; das Recht, ihre Mitarbeiter st&auml;rker auszubeuten.<br>\nLeider werden sie darin von den meinungsbestimmenden &Ouml;konomen unterst&uuml;tzt. In deren pervertierter Sprache werden aus Lohnsenkungen &bdquo;Produktivit&auml;tssteigerungen&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>CO2-Handel eingestellt<\/strong><br>\nF&uuml;r mindestens eine Woche ist der Handel mit Emissionszertifikaten in der EU ausgesetzt. Wegen mangelhafter Sicherheit kam es bei nationalen Registern wiederholt zu Betr&uuml;gereien. Bereits vor &uuml;ber einem Jahr hatten die Beh&ouml;rden Kenntnis von Betrugsf&auml;llen, bei denen virtuelle Emissionsguthaben aus nationalen Registern gestohlen wurden. Der j&uuml;ngste Fall spielte sich in Tschechien ab, wo 475 000 Zertifikate im derzeitigen Wert von rund 7 Mio. &euro; von Computer-Hackern gestohlen und &uuml;ber andere Kan&auml;le &ndash; laut Medienberichten nach Estland &ndash; verschoben und liquidiert wurden. Die Zertifikate geh&ouml;rten der tschechischen Blackstone Global Ventures, einer Umweltberatungsfirma, die im Auftrag von Kunden mit CO 2 -Zertifikaten handelt. Im vergangenen November wurde auch der Schweizer Zementkonzern Holcim Opfer eines Betrugs mit CO 2 -Zertifikaten. &Auml;hnliche Betrugsf&auml;lle gab es auch in &Ouml;sterreich. In Ungarn wurden bereits f&uuml;r die Kompensation von CO 2 benutzte Zertifikate ein weiteres Mal ausgestellt. Und in Deutschland wurden Verschmutzungsrechte beim sogenannten Karussellbetrug missbraucht, um Mehrwertsteuerzahlungen zu umgehen.<br>\nNach Ansicht von Kritikern ist die j&uuml;ngste Handelseinstellung ein weiterer Nagel im Sarg des Emissionshandels, der auch politisch zunehmend unter Druck geraten ist. Nach den USA, Kanada und Australien hat Ende vergangenen Jahres auch Japan die Einf&uuml;hrung eines Emissionshandels auf die lange Bank geschoben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/nachrichten\/co_2_-handel_eingestellt_1.9167487.html\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Amnesty: Mutma&szlig;licher Wikileaks-Informant unmenschlich behandelt<\/strong><br>\nDie Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat der US-Regierung vorgeworfen, der mutma&szlig;liche Wikileaks-Informant Bradley Manning werde in der Untersuchungshaft unmenschlich behandelt. Der 23-j&auml;hrige US-Soldat, der seit Juli 2010 inhaftiert ist, erhalte weder Polster noch Decken, unterliege Schlafbeschr&auml;nkungen und werde alle f&uuml;nf Minuten von einem W&auml;chter angesprochen, erkl&auml;rte Amnesty am Montag. Vergangene Woche sei ihm wegen angeblicher Suizidgefahr die Kleidung bis auf die Unterw&auml;sche und seine Brille abgenommen worden. Manning m&uuml;sse 23 Stunden t&auml;glich in seiner Einzelzelle verbringen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/189225.amnesty-mutmasslicher-wikileaks-informant-unmenschlich-behandelt.html\">ND<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Geschlossene Gesellschaft<\/strong><br>\nDeutsche Politiker propagieren Bildung als Gegenmittel zu Integrationsschwierigkeiten und sozialen Verwerfungen. Dabei wird aber nicht nur ausgeblendet, dass die Gesellschaft auf implizit Ungleichheit erzeugende Konzepte wie dem Erbrecht aufbaut, sondern auch &uuml;bersehen, dass das deutsche Bildungswesen in seiner aktuellen Form selbst ein ma&szlig;gebliches Instrument der sozialen Auslese darstellt. Telepolis sprach dar&uuml;ber mit dem ehemaligen Studienrat Rolf J&uuml;ngermann.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/33\/33385\/1.html\">Telepolis<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/33\/33386\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ungenutzte Potenziale<\/strong><br>\nAn der Alltagssprache l&auml;sst sich abzirkeln, wes Geistes Kind eine Gesellschaft ist. Sie ist der Gradmesser f&uuml;r den Zeitgeist, f&uuml;r die allseits akzeptierte Gesinnung, die vorherrscht und sich langsam ins Bewusstsein frisst. Zwar wird in der Psychologie schon seit langem um &ldquo;ungenutzte Potenziale&rdquo; schwadroniert, sie aber im Verbund mit Gedanken zum Sozialstaat zu koppeln, enth&uuml;llt den &ouml;konomischen Zeitgeist, der nun auch sprachlich in dieser so menschlichen Wissenschaftsdisziplin angekommen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/2011\/01\/ungenutzte-potenziale.html\">Ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Extremismusklausel: Neue Kritik an Schr&ouml;der<\/strong><br>\nNachdem SPD-Politiker, Gr&uuml;ne und Juristen die Klausel im Bundesprogramm f&uuml;r Initiativen gegen Rechtsextremismus als kontraproduktiv und rechtlich bedenklich bezeichneten, erreichte am Freitag ein Brief von Michael Sommer das Familienministerium, in dem der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) die CDU-Politikerin scharf kritisiert. Die von Schr&ouml;der verlangte &bdquo;&rsquo;Gesinnungs&uuml;berpr&uuml;fung&rsquo; der Partnerorganisationen&ldquo; d&uuml;rfte zur &bdquo;erheblichen Belastung der auf Vertrauen gegr&uuml;ndeten Zusammenarbeit der Initiativen&ldquo; f&uuml;hren. &bdquo;Aus den genannten Gr&uuml;nden bitte ich Sie eindringlich, von der verfassungsrechtlich bedenklichen Best&auml;tigungserkl&auml;rung (&hellip;) abzusehen und die Arbeit der Initiativen gegen Rechtsextremismus nicht infrage zu stellen&ldquo;, schreibt Sommer. Die Ministerin verlangt von staatlich gef&ouml;rderten Projekten, dass sie sich schriftlich zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung bekennen und gleichzeitig f&uuml;r die Verfassungstreue etwaiger Partner garantieren. Demnach d&uuml;rfte etwa nicht mit bestimmten Arbeitsgruppen der Linkspartei kooperiert werden. Von Gewerkschaften war die Ministerin schon zuvor kritisiert worden.<br>\nGleichzeitig wird Kritik an der von Schr&ouml;der initiierten F&ouml;rderung von &bdquo;Programmen gegen Linksextremismus&ldquo; laut. Wie aus der Beantwortung einer Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervorgeht, wurden im vergangenen Jahr zum Teil ungew&ouml;hnlich hohe Summen bewilligt. So wurden fast 100 000 Euro f&uuml;r ein vom Verfassungsschutz entwickeltes Comic-Heft eingeplant. Der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung wurden 92 500 Euro f&uuml;r die Vorbereitung eines &bdquo;Symposiums zum Thema Linksextremismus&ldquo; im Sommer dieses Jahres zugesagt. Beratungsstellen gegen Rechtsextremismus reagierten mit Unverst&auml;ndnis auf die gro&szlig;z&uuml;gige Verteilung der F&ouml;rdergelder. &bdquo;Mit solchen Summen k&ouml;nnten wir sofort zwei neue Mitarbeiter einstellen, die wir dringend brauchen&ldquo;, sagte Dominique John, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Vereins Opferperspektive, der seit 1998 Opfer rechter Gewalt in Brandenburg betreut. Vor allem in Ostdeutschland seien Opferberatungsinitiativen dringend auf Unterst&uuml;tzung angewiesen.<br>\nVorw&uuml;rfe gibt es auch gegen die Junge Union (JU). Die hatte unter dem Titel &bdquo;Wir fahren nach Berlin &ndash; gegen Linksextremismus&ldquo; knapp 30 000 Euro f&uuml;r drei Reisen im Dezember 2010 bewilligt bekommen. Im Reiseplan der JU K&ouml;ln standen als Programmpunkte unter anderem der &bdquo;Besuch eines besetzten Hauses&ldquo; und ein &bdquo;Ausflug in das Berliner Nachtleben&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/neue-kritik-an-schroeder\/3715750.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Richter M&uuml;ller<\/strong><br>\nEr ist der siebte Ministerpr&auml;sident der CDU, der innerhalb von anderthalb Jahren aus dem Amt scheidet, und von diesen der dritte, der einfach nicht mehr mag. &Auml;hnlich wie Roland Koch in Hessen und Ole von Beust in Hamburg hat nun auch der saarl&auml;ndische Ministerpr&auml;sident Peter M&uuml;ller erkl&auml;rt, mit Mitte f&uuml;nfzig noch mal ein Leben au&szlig;erhalb der Politik beginnen zu wollen. Nun h&ouml;rt dieser Regierungschef nicht in der ersten, sondern in der vierten Amtsperiode auf. Allgemeine Meinung an der Saar war, dass M&uuml;ller seinen Zenit &uuml;berschritten hatte. Zudem wurde er in Saarbr&uuml;cken nicht als unverzichtbarer Garant der schwarz-gelb-gr&uuml;nen Koalition empfunden; ganz anders als Ole von Beust in Hamburg, ohne dessen Person es ja nie zu Schwarz-Gr&uuml;n gekommen w&auml;re.<br>\nAlso: Man lasse M&uuml;ller aufh&ouml;ren, wenn er nicht mehr will. Aber man lasse ihn nicht ans Bundesverfassungsgericht. Zugegeben, er w&auml;re nicht der erste Politiker, der die Kabinetts- mit der Richterbank tauscht. Zahlreiche ehemalige Landesminister haben im Lauf der Jahrzehnte dem Verfassungsgericht angeh&ouml;rt, und nicht alle von ihnen waren anfangs unumstritten. Da war ein ehemaliger Innenminister von Baden-W&uuml;rttemberg namens Roman Herzog, der in jenem Amt &ldquo;Demonstrationsgeb&uuml;hren&rdquo; eingef&uuml;hrt hatte. Aber keiner dieser Ex-Politiker war im fr&uuml;heren Amt derart exponiert, wie es ein Ministerpr&auml;sident immer sein wird. Keiner von ihnen musste daher in Karlsruhe zun&auml;chst gegen den b&ouml;sen Schein ank&auml;mpfen, dort blo&szlig; den Kampf um seine politischen Ziele fortsetzen zu wollen, nur eben mit anderen Mitteln. Und all diese fr&uuml;heren Minister waren Juristen von gl&auml;nzendem Ruf: Roman Herzog geh&ouml;rte zu den Autoren eines Gro&szlig;-Kommentars zum Grundgesetz. Der vor kurzem berufene Richter Peter Michael Huber, zuletzt Innenminister in Th&uuml;ringen, war davor Ordinarius in M&uuml;nchen. Oder die nun ausscheidende Christine Hohmann-Dennhardt: Sie war nicht nur Wissenschafts- und Justizministerin in Hessen, sondern davor Direktorin eines Sozialgerichts. M&uuml;ller kann einen solchen Ruf gar nicht haben. Er war vor seiner Politiker-Karriere beisitzender Richter am Landgericht. Und das ist 21 Jahre her.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/stabwechsel-im-saarland-richter-mueller-1.1050017\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die EU erh&ouml;ht den Druck auf Ungarn<\/strong><br>\nUngarn hat nur bis zum 4. Februar Zeit, um die Fragen der EU-Kommission zum neuen Mediengesetz zu beantworten. Die Frist ist Teil eines Briefes der EU an Ungarn, in dem das Gesetz kritisiert wird. Ungarn wird darin auch mit einem Verfahren gedroht. Die Bedenken der Kommission betreffen unter anderem die Registrierungspflicht f&uuml;r alle Medien, insbesondere f&uuml;r die Presse und Online-Medien, und die Vorschriften f&uuml;r eine ausgewogene Berichterstattung. Das Gesetz erm&ouml;glicht massive staatliche Eingriffe in die Medien inklusive Geldstrafen. Die Aufsichtsbeh&ouml;rde setzt sich ausschlie&szlig;lich aus Mitgliedern der regierenden national-konservativen Fidesz-Partei zusammen, so dass ihr politische Einflussnahme unterstellt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/politik\/international\/ungarn_mediengesetz_druck_erhoeht_eu_1.9190731.html\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Hilfsorganisationen: Bis zu zwei Drittel der Spenden versickern<\/strong><br>\nVielen Experten gilt der Globale Fonds als vorbildliche Entwicklungshilfsorganisation, weil er die Anstrengungen und die Spenden vieler Geberl&auml;nder b&uuml;ndelt und so gezielt gegen Aids, Tuberkulose und Malaria in mehr als 140 L&auml;ndern der Welt vorgehen kann. Auch Deutschland hat gerade versprochen, bis 2013 j&auml;hrlich 200 Millionen Euro an den Fonds zu zahlen.<br>\nNun aber wirft ein Bericht der US-Nachrichtenagentur Associated Press Zweifel an der Arbeit des Fonds auf: &bdquo;Bei einem 21,7-Milliarden-Dollar-Entwicklungsfonds, der von Prominenten unterst&uuml;tzt wird und gelobt wurde als Alternative zur B&uuml;rokratie der Vereinten Nationen, werden bis zu zwei Drittel einiger Spenden von der Korruption aufgefressen.&ldquo; So h&auml;tten Untersuchungen ergeben, dass 67 Prozent des Geldes, das in HIV-Programme im nordafrikanischen Mauretanien floss, zweckentfremdet wurden. Das sei auch ein Schlag f&uuml;r Firmen wie Converse, Apple oder Nike, die U2-S&auml;nger Bono gewann, Produkte zugunsten des Fonds zu verkaufen. Fonds-Sprecher Jon Linden sagte, seine Organisation habe kein gr&ouml;&szlig;eres Korruptionsproblem als jede andere Finanzorganisation, die im S&uuml;den arbeitet. Das Geld verschwinde ja nicht bei Mitarbeitern des Fonds, sondern bei korrupten Beamten, Politikern und Gesch&auml;ftspartnern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/bis-zu-zwei-drittel-der-spenden-versickern\/-\/1472780\/6721734\/-\/view\/printVersion\/-\/index.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wir wissen, dass das Geld nicht bei den Mitarbeitern der Finanzorganisationen verschwindet, die im S&uuml;den arbeiten. Der Skandal ist, dass diese Organisationen nach jahrelangen Erfahrungen es nicht schaffen, ihre Hilfe an korrupten Beamten, Politikern und &ldquo;Gesch&auml;ftspartnern&rdquo; vorbei zu schleusen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Pornoszenen in der Villa Berlusconi<\/strong><br>\nDie italienischen Medien enth&uuml;llen jeden Tag neue Details &uuml;ber die Orgien im Haus von Silvio Berlusconi. Die Medienberichte sind anstrengend und machen fassungslos. Wo bleibt der B&uuml;rgerprotest? &laquo;Du weisst doch, alle Italiener wollen ein bisschen sein wie Berlusconi&raquo;, sagt ein Bekannter sarkastisch. Immerhin halten die Medien nicht mit ihrer Meinung hinter dem Berg. &laquo;Vomitare o votare?&raquo; &ndash; sich &uuml;bergeben oder w&auml;hlen &ndash;, fragt eine Kommentatorin in der Zeitung &laquo;La Stampa&raquo;. Die Medien berufen sich auf den fast 400-seitigen Untersuchungsbericht, den die Mail&auml;nder Staatsanwaltschaft Mitte Dezember vorgelegt hat. Ausz&uuml;ge davon sind an die &Ouml;ffentlichkeit durchgesickert. Mitglieder einer Parlamentskommission studieren den Bericht derzeit, denn sie m&uuml;ssen &uuml;ber weitere juristische Nachforschungen in dem Fall entscheiden. Berlusconi sieht die neuen Ermittlungen gegen ihn als blossen Schachzug seiner politischen Gegner. Den Termin f&uuml;r eine Anh&ouml;rung vor den Staatsanw&auml;lten hat er platzen lassen. Er denkt nicht an R&uuml;cktritt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/politik\/international\/pornoszenen_in_der_villa_berlusconi_1.9185116.html\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Sogenannte Kriegsverbrecher<\/strong><br>\nIn einer aktuellen Publikation huldigt die Bundeswehr f&uuml;hrenden NS-Milit&auml;rs. Bei diesen habe es sich mehrheitlich um &ldquo;ehrenhaft k&auml;mpfende Soldaten&rdquo; gehandelt, erkl&auml;rt das Milit&auml;rgeschichtliche Forschungsamt der deutschen Streitkr&auml;fte. Dennoch seien sie nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs als &ldquo;sogenannte NS-Verbrecher&rdquo; gebrandmarkt worden. Ihre Reaktivierung f&uuml;r den Aufbau der Bundeswehr und die Remilitarisierung Westdeutschlands wird als notwendige Reaktion auf die &ldquo;bedrohliche Ausrichtung&rdquo; des sozialistischen Machtblocks bezeichnet. Nur die Existenz von Streitkr&auml;ften habe in dieser Situation die &ldquo;staatliche Souver&auml;nit&auml;t&rdquo; der Bundesrepublik sicherstellen k&ouml;nnen, schreibt das Milit&auml;rgeschichtliche Forschungsamt. Folgerichtig gelten der Institution die vormaligen Angeh&ouml;rigen der nationalsozialistischen Wehrmacht als &ldquo;Gl&uuml;cksfall&rdquo; f&uuml;r die Bundeswehr, zumal sie &ldquo;milit&auml;rfachlich hochbegabt&rdquo; gewesen seien. Mit diesen Aussagen wird nicht nur die &uuml;berkommene Traditionspflege der deutschen Armee aufrechterhalten, die sich bis heute in der Benennung von Kasernen nach ehemaligen NS-Gener&auml;len manifestiert. Die Umdeutung von Kriegsverbrechen zu gew&ouml;hnlichen Kriegshandlungen erweist sich dar&uuml;ber hinaus als n&uuml;tzlich, um ausl&auml;ndischen Opfern des NS-Terrors Entsch&auml;digungen zu verweigern. Schlie&szlig;lich erm&ouml;glicht sie es, auch in operativer Hinsicht an alte deutsche Kriegserfahrungen anzukn&uuml;pfen &ndash; Kriegsverbrechen inklusive.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/57991?PHPSESSID=edovf70er0r1eurekj17ioh145\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Der geschichtsvergessene Umgang mit den Verbrechen von F&uuml;hrungskr&auml;ften der dem faschistischen Deutschland dienenden Wehrmacht ist nicht nur ein Schlag ins Gesicht der millionenfachen Opfer der milit&auml;rischen Aggressionen Nazideutschlands, sondern macht dar&uuml;ber hinaus anf&auml;llig f&uuml;r das Wiederaufleben rechtsextremistischen Gedankenguts in der Bundeswehr. Siehe hierzu den NachDenkSeiten-Beitrag <a href=\"?p=4242\">&ldquo;Bundeswehr: Marsch in die Vergangenheit&rdquo;<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Die Leiche im Keller der FDP<\/strong><br>\nFriedrich Naumann ist der Namenspatron der FDP-nahen Stiftung. Doch der geh&ouml;rt zu den Wegbereitern des Nationalsozialismus. Dennoch pflegt die FDP seinen Namen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/die-leiche-im-keller-der-fdp\/-\/1472602\/6715952\/-\/index.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Nach den Kommunismus-&Auml;u&szlig;erungen der Linkspartei-Vorsitzenden Gesine L&ouml;tzsch hat FDP-Chef Guido Westerwelle von SPD und Gr&uuml;nen eine eindeutige Absage an Regierungsb&uuml;ndnisse mit der Linken im Bund verlangt: &ldquo;Ich fordere SPD und Gr&uuml;ne auf, auf Bundesparteitagen klare Unvereinbarkeitsbeschl&uuml;sse zu fassen.&rdquo;<br>\nEs ist kein Geheimnis, dass nach dem 2. Weltkrieg zahlreiche Nazis in der FDP Aufnahme fanden. Dass die FDP mit dem Namensgeber der FDP-Parteistiftung, Friedrich Naumann, auch weiterhin an einem Wegbereiter des Hitler-Faschismus festh&auml;lt, l&auml;sst obige Forderung Westerwelles an die Adresse von SPD und Gr&uuml;nen verlogen erscheinen. Dies auch vor dem Hintergrund, dass die FDP nach der Wende gleich mit zwei DDR-Blockfl&ouml;ten (LDPD und NDPD) fusioniert hatte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Joachim Gauck erh&auml;lt den B&ouml;rne-Preis 2011<\/strong><br>\nErinnerung als besondere B&uuml;rgerpflicht, so hat Joachim Gauck stets sein ged&auml;chtnispolitisches Engagement verstanden, ob als B&uuml;rgerrechtler oder Essayist, nicht zuletzt im vergangenen Jahr als Kandidat f&uuml;r das Amt des Bundespr&auml;sidenten. Gestern wurde bekanntgegeben, dass Gauck den Ludwig-B&ouml;rne-Preis 2011 erh&auml;lt. Mit seinen Reden und Schriften repr&auml;sentiere Gauck &bdquo;den freiheitlichen Geist all jener in der ehemaligen DDR, die dem repressiven Staat durch ihr politisches Engagement ein Ende bereiteten&ldquo;, begr&uuml;ndete Preisrichter Michael Naumann die mit 20000 Euro dotierte Auszeichnung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/kultur\/joachim-gauck-erhaelt-den-boerne-preis-2011\/-\/1472786\/6721708\/-\/index.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Zweifellos ist Joachim Gauck ein ehrenwerter Mann usw.. Aber Ludwig B&ouml;rne wird im Grab rotieren, sollte er mitbekommen, dass ein Sarrazinfreund den nach ihm benannten Preis erh&auml;lt. &ldquo;Er [Sarrazin] hat &uuml;ber ein Problem, das in der Gesellschaft besteht, offener gesprochen als die Politik&rdquo;, die politische Klasse k&ouml;nne aus dem Erfolg von Sarrazins Buch lernen, dass &ldquo;ihre Sprache der politischen Korrektheit bei den Menschen das Gef&uuml;hl weckt, dass die wirklichen Probleme verschleiert werden sollen. (&hellip;) man muss nicht gleich demjenigen Sanktionen androhen, <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/gauck-attestiert-sarrazin-mut\/3685052.html\">der ein bestehendes Problem offen anspricht<\/a>.&rdquo;<br>\nLieber B&ouml;rne, entschuldige bitte diese Plattit&uuml;den, ich vermute, offen gesagt, dass Gauck Sarrazins Buch nicht gelesen hat. Das entschuldigt nat&uuml;rlich nicht, dass Gauck wenig originell auf die Mainstreamrhetorik abf&auml;hrt. Stell Dir mal vor, dem Million&auml;r Sarrazin werden laut Gauck &ldquo;Sanktionen&rdquo; angedroht. Was wurde Dir nicht alles angedroht: &ldquo;Wahrlich, wo irgend auf deutschem Boden ein Galgen steht, wird man kein w&uuml;rdigeres Subject daran aufzuh&auml;ngen finden als diesen Herrn Baruch modo B&ouml;rne.&rdquo; Das waren noch Zeiten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Die Welt des Josef Ackermann &ndash; Wie die Deutsche Bank das Land umkrempelt<\/strong><br>\nEr gilt als m&auml;chtigster Wirtschaftsf&uuml;hrer in Deutschland. Und in Politik wie Wirtschaft hei&szlig;t es: Geht es der Deutschen Bank gut, geht es Deutschland gut. Wer ist der 62-j&auml;hrige Mann an der Spitze einer der m&auml;chtigsten Banken? Was treibt ihn an?<br>\nDer Banker ist ebenso umstritten wie bekannt und f&uuml;r viele das Sinnbild des kalten Kapitalisten. Sein Einkommen ist eines der h&ouml;chsten hierzulande. Er verdient zwischen 11 und 20 Millionen Euro im Jahr. Dabei bescheidet er sich &ouml;ffentlichkeitswirksam durchaus auch mit nur anderthalb Millionen Euro im Jahr, wenn die Gesch&auml;fte mal nicht so gut laufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/diestory\/sendungsbeitraege\/2011\/0124\/ackermann.jsp\">WDR<\/a>\n<p>Video:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=qMyYNtILJuI&amp;feature=related\">Teil 1<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Xrfmorhelfo&amp;feature=related\">Teil 2<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=kdAr1mnwC8c&amp;feature=related\">Teil 3<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>NDS auf Demo vertreten<\/strong><br>\nLeser G.G. schrieb uns: &bdquo;Als Teilnehmer der Demo gegen die Agrarindustrie vom 22.01.2011 in Berlin habe ich meine Lieblings-Website entdeckt. Viele liebe Gr&uuml;sse G.G.&ldquo;\n<p><img decoding=\"async\" width=\"470\" src=\"upload\/bilder\/110125_NDS_auf_Demo.jpg\" alt=\"Foto: NDS auf Demo vertreten\" title=\"NDS auf Demo vertreten\"><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute unter anderem zu folgenden Themen: Guttenbergs Schnellschuss; t&ouml;dliche Rendite; Polen ante portas; f&uuml;r die 32-Stundenwoche; war die Finanzkrise vorhersehbar?; Sie m&uuml;ssen es nur verkaufen; unehrliche Prognosen; Netzagentur nimmt Deutsche Post an die Kandare; CO2-Handel eingestellt; mutma&szlig;licher<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8109\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-8109","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8109","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=8109"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8109\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8112,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8109\/revisions\/8112"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=8109"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=8109"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=8109"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}