{"id":81118,"date":"2022-02-23T08:24:03","date_gmt":"2022-02-23T07:24:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81118"},"modified":"2022-02-23T08:24:03","modified_gmt":"2022-02-23T07:24:03","slug":"hinweise-des-tages-4054","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81118","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81118#h01\">Bundesnetzagentur: Verfahren zur Zertifizierung der Nord Stream 2 vorl&auml;ufig ausgesetzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81118#h02\">Gewagter Schachzug<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81118#h03\">Hat Russland mit der Anerkennung des Donbass das Minsker Abkommen beerdigt?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81118#h04\">Koloniale Reflexe (III)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81118#h05\">Gr&uuml;n verpackter Deal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81118#h06\">H&ouml;herer Mindestlohn: FDP verhindert elektronische Arbeitszeiterfassung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81118#h07\">Hauptsache Arbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81118#h08\">EU-Lieferkettengesetz: Wie Lobbyisten &ldquo;mitgearbeitet&rdquo; haben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81118#h09\">Nachhaltiger Konsum, aber bitte alltagstauglich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81118#h10\">Chaos und Verz&ouml;gerung beim Energiebonus &ndash; &bdquo;Das geht sich finanziell nicht aus&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81118#h11\">Not der Wohnungslosen steigt in Corona-Pandemie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81118#h12\">Impfgegner misstrauen dem Rechtsstaat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81118#h13\">&Auml;rzte schlie&szlig;en sich zusammen: &bdquo;Die Impfpflicht bedroht unsere Existenz&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81118#h14\">Alltours hebt Impfpflicht f&uuml;r eigene Hotelkette wieder auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81118#h15\">Spaniens Konjunkturprogramm beweist: Die EU hat aus der Eurokrise nichts gelernt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81118#h16\">ModifiedElephant: Digitale &Uuml;berwachung und gef&auml;lschte Beweise aus einer Hand<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Bundesnetzagentur: Verfahren zur Zertifizierung der Nord Stream 2 vorl&auml;ufig ausgesetzt<\/strong><br>\nDie Bundesnetzagentur hat das Verfahren zur Zertifizierung der Nord Stream 2 AG als Unabh&auml;ngiger Transportnetzbetreiber heute vorl&auml;ufig ausgesetzt.<br>\nDie Bundesnetzagentur ist nach eingehender Pr&uuml;fung der Unterlagen zu dem Ergebnis gelangt, dass eine Zertifizierung eines Betreibers der Leitung Nord Stream 2 nur dann in Betracht kommt, wenn der Betreiber in einer Rechtsform nach deutschem Recht organisiert ist.<br>\nDie Nord Stream 2 AG, mit Sitz in Zug in der Schweiz, hat sich entschlossen, nicht die bestehende Gesellschaft umzuwandeln, sondern eine Tochtergesellschaft nach deutschem Recht nur f&uuml;r den deutschen Teil der Leitung zu gr&uuml;nden. Diese Tochtergesellschaft soll Eigent&uuml;merin des deutschen Teilst&uuml;cks der Pipeline werden und dieses betreiben. Die Tochtergesellschaft muss dann selbst die Vorgaben des Energiewirtschaftsgesetzes an einen Unabh&auml;ngigen Transportnetzbetreiber erf&uuml;llen (&sect;&sect; 4a, 4b, 10 bis 10e EnWG).<br>\nDas Zertifizierungsverfahren bleibt so lange ausgesetzt, bis die &Uuml;bertragung der wesentlichen Verm&ouml;genswerte und personellen Mittel auf die Tochtergesellschaft abgeschlossen ist und die Bundesnetzagentur in der Lage sein wird, die neu vorgelegten Unterlagen der Tochtergesellschaft als neuer Antragstellerin auf ihre Vollst&auml;ndigkeit hin zu pr&uuml;fen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bundesnetzagentur.de\/SharedDocs\/Pressemitteilungen\/DE\/2021\/20211116_NOS2.html\">Bundesnetzagentur vom 16. November 2021<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Die zahlreichen, beinahe schon euphorisch klingenden Eilmeldungen von gestern, wonach Nord Stream 2 durch den Bundeskanzler und seine Regierung gestoppt oder ausgesetzt worden sei, unterscheiden sich inhaltlich nicht von dem, was seit rund drei Monaten Tatsache ist. Der vorr&uuml;bergehende Stopp von Nord Stream 2, per Pressemitteilung verk&uuml;ndet am 16. November 2021. Mehr als das kann es auch jetzt nicht geben, da ein deutscher Wirtschaftsminister dem Vorhaben offiziell bescheinigte, die Versorgungssicherheit in Deutschland und Europa eben nicht zu gef&auml;hrden. Das hei&szlig;t, dass die j&uuml;ngste Sanktionsank&uuml;ndigung, je nachdem, wie sie denn nun gemeint ist, dann eben auch eine juristische Frage darstellt, begr&uuml;ndete Schadenersatzforderungen inklusive, die sich nicht so einfach beiseite wischen l&auml;sst. Wir sind doch &bdquo;die Guten&ldquo; und m&uuml;ssen uns an Recht und Gesetz halten. <\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Um Nord Stream 2 zu verz&ouml;gern, greift Habeck tief in die Trickkiste<\/strong><br>\nDer Bundeswirtschaftsminister kassiert die von seinem Amtsvorg&auml;nger ausgestellte Unbedenklichkeitsbescheinigung f&uuml;r Nord Stream 2 wieder ein. Der Verwaltungstrick steht juristisch auf unsicherem Grund. Verz&ouml;gern l&auml;sst sich Nord Stream 2 damit auf jeden Fall, verhindern vermutlich nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article237072963\/Nord-Stream-2-Habecks-Trick-duerfte-vor-Gericht-einen-schweren-Stand-haben.html\">Welt Online<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Deutschlands Erdgasspeicher sind noch zu 31 Prozent gef&uuml;llt<\/strong><br>\nAuch Wirtschaftsminister Robert Habeck rechnet wegen des Konflikts in der Ukraine mit weiter steigenden Gaspreisen. &bdquo;Krieg treibt die Preise, die fossilen Preise nach oben&ldquo;, sagte er in D&uuml;sseldorf. Daf&uuml;r sei alleine Russlands Pr&auml;sident Wladimir Putin verantwortlich. Mindestens kurzfristig sei mit steigenden Gaspreisen zu rechnen, nachdem die &Ouml;lpreise schon angezogen seien. &bdquo;Wenn die Zukunft ungewisser ist, ist zu bef&uuml;rchten, dass die Preise nach oben gehen.&ldquo; Allerdings h&auml;nge dies beim Gas auch immer stark vom Angebot ab und die Menge an Fl&uuml;ssiggas LNG sei zuletzt ausgeweitet worden.<br>\nHabeck erg&auml;nzte, Deutschland sei beim Gasverbrauch zu 55 Prozent von russischen Quellen abh&auml;ngig. Dies sei eine zu starke Abh&auml;ngigkeit von einem Anbieter. &bdquo;Die gilt es zu &uuml;berwinden.&ldquo; Ziel m&uuml;sse es sein, so schnell wie m&ouml;glich aus fossilen Energien auszusteigen, auch Erdgas.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/erdgas-aus-russland-speicher-in-deutschland-zu-31-prozent-gefuellt-17824194.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Herr Habeck bem&uuml;ht sich, Russland f&uuml;r h&ouml;here Gaspreise verantwortlich zu machen. Aber das russische Gas ist deutlich g&uuml;nstiger als das US-amerikanische Fl&uuml;ssiggas und jedes andere am Gasmarkt zu erwerbende Gas anderer Staaten. Die W&auml;hlerschaft des gr&uuml;nen Ministers Habeck d&uuml;rfte damit weniger Probleme haben als finanzschw&auml;chere W&auml;hlerinnen und W&auml;hler.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Gewagter Schachzug<\/strong><br>\nWladimir Putins Entscheidung, die autonomen Republiken im Donbass anzuerkennen, zeigt vor allem eines: Der Westen hat sich selbst ausman&ouml;vriert und ringt um Fassung [&hellip;]<br>\nEin politischer, wohl kalkulierter Schachzug, der den Westen offenbar verbl&uuml;fft und &uuml;berrascht. Was in Moskau verk&uuml;ndet wurde, liegt weit unter dem Level dessen, was seit Wochen prophezeit wird und zu einer &Uuml;berbietungswettbewerb bei angek&uuml;ndigten Einmarsch-Szenarien f&uuml;hrt.<br>\nJoe Biden rechnete mit einer &bdquo;russischen Operation im D-Day-Ma&szlig;stab&ldquo; und das von einem Tag zum n&auml;chsten. NATO-Analysten erwarteten, dass jeder Angriff schnell, verdeckt und asymmetrisch erfolgt, dass Spezialeinheiten eingesetzt w&uuml;rden, dass Sabotage und Cyberkrieg zu erwarten seien. Andere sahen russische Panzer vor Kiew.<br>\nVerlierer der Entscheidung von Pr&auml;sident Putin ist die ukrainische F&uuml;hrung, die sich einmal mehr selbst ausman&ouml;vriert hat und mit leeren H&auml;nden dasteht. Die zuletzt geh&ouml;rig aufgepumpte Milit&auml;rpr&auml;senz der NATO in einigen Staaten Osteuropas wurde als Drohkulisse f&uuml;r den Fall eines massiven russischen Angriffs auf die Ukraine aufgezogen. Es war nie daran gedacht, in der Ostukraine f&uuml;r Kiew die Kastanien aus dem Feuer zu holen.<br>\nEs r&auml;cht sich, bei den Verhandlungsangeboten, die Moskau in der letzten Wochen unterbreitet hat, Russland bei der NATO- Osterweiterung und den geforderten Sicherheitsgarantien nicht substantiell entgegengekommen zu sein. Und es r&auml;cht sich, dass besonders Frankreich mit seiner diplomatischen Energie nie ein Verhandlungsmandat des Westens, wenigstens der EU, besa&szlig;, um Russland so entgegenzukommen, dass Kompromisse denkbar wurden. Putins Entscheidung ist ganz klar auch eine Reaktion auf diplomatische Sondierungen, die lediglich um ihrer selbst Willen stattfanden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/lutz-herden\/ukraine-konflikt-gewagter-schachzug\">Lutz Herden in der Freitag<\/a>\n<p><strong>dazu: Schmerzliche Erkenntnis: Der Westen und der Donbass<\/strong><br>\nWie auch immer sich die Dinge entwickeln &ndash; zweierlei kann man schon jetzt festhalten. Das eine: Der Westen hatte alle Chancen, den Konflikt im Donbass zu l&ouml;sen. Sieben Jahre lang gab die Bundesregierung vor, sich im &raquo;Normandie-Format&laquo; f&uuml;r eine Umsetzung des Minsker Abkommens stark zu machen. Sieben Jahre lang geschah nichts, weil die Ukraine sich der Umsetzung des Abkommens verweigerte und auch Berlin, im &raquo;Normandie-Format&laquo; f&uuml;hrend, sie gew&auml;hren lie&szlig;: Es waren weder relevante Wirtschaftsinteressen betroffen, noch kamen Fl&uuml;chtlinge an die Au&szlig;engrenzen der EU. Der Krieg im Donbass war dem Westen also, ist man ehrlich, herzlich egal. Er schw&auml;rte vor sich hin wie die Kriege in Afghanistan und in Mali. Nur: L&auml;sst man Konflikte allzu lange schw&auml;ren, k&ouml;nnen sie sich anders entwickeln, als man es w&uuml;nscht. Die Chance, sie im eigenen Interesse zu l&ouml;sen, ist dann vertan. Genau das erlebt der Westen zur Zeit an mehreren Fronten.<br>\nUnd das zweite: Sind &raquo;die Anerkennung der separatistischen Gebiete in der Ukraine und der milit&auml;rische Einmarsch auf das Territorium eines souver&auml;nen Staates&laquo; ein &raquo;klarer Bruch&laquo; des V&ouml;lkerrechts, wie Gr&uuml;nen-Koparteichefin Ricarda Lang t&ouml;nte? Nun, dann waren das auch die Anerkennung des separatistischen Gebiets Kosovo und der milit&auml;rische Einmarsch der NATO auf das Territorium des souver&auml;nen Jugoslawien im Jahr 1999: H&ouml;chste Zeit, Sanktionen gegen die Verantwortlichen zu verh&auml;ngen, zum Beispiel gegen die damalige Regierungspartei B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen. Es gab damals gute Gr&uuml;nde, gegen den &Uuml;berfall auf Jugoslawien scharf zu protestieren. Nur: Er hat einen Pr&auml;zedenzfall geschaffen, und wer ihn billigt, kann das russische Vorgehen im Donbass nicht anprangern. Die Zahl der Menschen, die dort durch Waffengewalt zu Tode kamen &ndash; 14.000 in den vergangenen acht Jahren &ndash;, war h&ouml;her als im Kosovo.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/421313.schmerzliche-erkenntnis.html\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: &raquo;Kiew &uuml;bt Staatsterror aus&laquo;<\/strong><br>\n&Uuml;ber den Kriegsalltag in der &raquo;Volksrepublik Donezk&laquo;, die Beziehungen zu Russland und die Lage der Kommunisten im Donbass. Ein Gespr&auml;ch mit Boris Litwinow<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/421044.sieben-jahre-unabh%C3%A4ngigkeit-kiew-%C3%BCbt-staatsterror-aus.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Hat Russland mit der Anerkennung des Donbass das Minsker Abkommen beerdigt?<\/strong><br>\nWestliche Medien und Politiker werfen Russland vor, mit der Anerkennung des Donbass das Minsker Abkommen beerdigt zu haben. Da stellt sich die Frage, wer das Abkommen wirklich beerdigt hat. [&hellip;]<br>\nSeit der Unterzeichnung des Minsker Abkommens haben Medien und Politik im Westen behauptet, Russland setze das Abkommen nicht um, deshalb k&ouml;nnten die Sanktionen nicht aufgehoben werden. Das war immer gelogen, denn Russland wird in dem Abkommen gar nicht erw&auml;hnt und es gibt in dem Abkommen auch keine Forderungen an Russland, die es umsetzen k&ouml;nnte.<br>\nEs war all die Jahre Kiew, das &ndash; mit R&uuml;ckendeckung des Westens &ndash; nicht einen Punkt des Abkommens umgesetzt hat.<br>\nSeit kurzem kann man das auch in westlichen Medien erfahren. Der Grund ist, dass die Kiewer Regierung seit Monaten offen erkl&auml;rt, sie wolle und werde das Minsker Abkommen nicht umsetzen. Das hat dazu gef&uuml;hrt, dass die westlichen Medien inzwischen ihre &bdquo;Argumentation&ldquo; ge&auml;ndert haben und nun schreiben, dass das Abkommen ein russisches Diktat sei, dessen Umsetzung man von Kiew eigentlich gar nicht verlangen k&ouml;nnte. Beispiele daf&uuml;r gibt es viele, hier und hier finden Sie eine Auswahl.<br>\nWas man in westlichen Medien nicht erfahren konnte, war, dass Deutschland und Frankreich sich Ende 2021 offen von dem Abkommen abgewendet haben. Sie haben das Abkommen de facto beerdigt, als sie pl&ouml;tzlich der Meinung waren, ein direkter Dialog zwischen Kiew und den Rebellen sei nicht n&ouml;tig. Folgendes war passiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2022\/hat-russland-mit-der-anerkennung-des-donbass-das-minsker-abkommen-beerdigt\/%20\">Anti-Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Goldbrunner:<\/strong> Das sind ganz wesentliche Informationen, welche zu einem differenzierteren Blick auf die Ereignisse in der Ukraine verhelfen. Der Mehrzahl der Leser der transatlantisch gepr&auml;gten Leitmedien d&uuml;rfte das weitgehend so nicht bekannt sein.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Koloniale Reflexe (III)<\/strong><br>\nDie Bundeswehr ger&auml;t in Mali durch den franz&ouml;sischen Truppenabzug und durch harte Reaktionen der malischen Milit&auml;rregierung auf Frankreichs eigenm&auml;chtiges Vorgehen in zunehmendem Ma&szlig; unter Druck. Die in Mali stationierten franz&ouml;sischen Truppen werden, wie Pr&auml;sident Emmanuel Macron vergangene Woche bekanntgab, aus Mali abgezogen, sollen sich daf&uuml;r allerdings bis zu einem halben Jahr Zeit lassen. Die malische Regierung, emp&ouml;rt, dass Paris es einmal mehr nicht f&uuml;r n&ouml;tig gehalten hat, die Ma&szlig;nahme angemessen mit ihr abzustimmen, fordert den sofortigen Abzug. Ohne die franz&ouml;sischen Milit&auml;rs fehlen den deutschen MINUSMA-Blauhelmsoldaten Unterst&uuml;tzung und unter Umst&auml;nden auch medizinische Versorgung. In Berlin ist umstritten, ob die Bundeswehr in Mali bleiben soll: Einem m&ouml;glichen Abzug an der Seite Frankreichs steht ein weiterer Einflussverlust im Sahel entgegen. Als grunds&auml;tzlich denkbar gilt eine Verlegung von Truppen in Malis Nachbarstaat Niger, dessen Regierung zur Kooperation mit den Staaten Europas bereit ist. Allerdings nimmt auch in der nigrischen Bev&ouml;lkerung der Unmut &uuml;ber die ehemaligen Kolonialherren zu.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8848\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Gr&uuml;n verpackter Deal<\/strong><br>\nDie Website von Fridays for Future Deutschland &ouml;ffnet mit dieser Aussage: &raquo;Die Klimakrise ist eine reale Bedrohung f&uuml;r die menschliche Zivilisation &ndash; die Bew&auml;ltigung der Klimakrise ist die Hauptaufgabe des 21. Jahrhunderts.&laquo; Das Klima auf der Erde h&auml;ngt auch damit zusammen, wie wir Menschen miteinander umgehen. Mangelnde R&uuml;cksicht aufeinander korrespondiert mit mangelnder Achtsamkeit im Umgang mit der Umwelt. Allein dieser Zusammenhang macht schon klar, dass sich die Bedrohung nicht isoliert mit Einzelma&szlig;nahmen f&uuml;r Energieeffizienz, erneuerbare Energie und Sparsamkeit im Konsum l&ouml;sen l&auml;sst.<br>\nIn der &Ouml;kologiebewegung debattieren Menschen unterschiedlicher Weltanschauungen und Partei-Pr&auml;ferenzen &uuml;ber die Frage, wie fundamental gesellschaftliche Ver&auml;nderungen ausfallen m&uuml;ssen, um nachhaltigen Klima- und Umweltschutz zu gew&auml;hrleisten. (&hellip;)<br>\nDie Klimakatastrophe ist nicht die einzige Zukunftsgef&auml;hrdung. Sie &uuml;berstrahlt allerdings alle anderen globalen Katastrophen. Ein Grund f&uuml;r die Gefahr liegt darin, dass einflussreiche Kreise so tun, als l&auml;ge der Weg zum rettenden Ufer allein in der Ingenieurskunst und in der ungest&ouml;rten Wirksamkeit des von ihnen &raquo;Markt&laquo; genannten Kapitalismus. Die Propagierung einer &ouml;kosozialen Marktwirtschaft kommt in der Programmatik der SPD, der B&uuml;ndnisgr&uuml;nen, der CSU, der rechten FP&Ouml; vor, und selbst AfD-F&uuml;hrungskr&auml;ften stimmen da mit ein. Der Begriff &raquo;Markt&laquo; schr&auml;nkt den Blick in die Welt der &Ouml;konomie auf die Prozesse des Verkaufs nach Fertigstellung der Waren ein, er lenkt also von einer genauen Analyse ab. Ein wichtiger Schritt zur nachhaltigen Rettung, und darum geht es, ist die Abkehr vom Dogma, unserer Gesellschaftsordnung sei, wie es die Propagandisten des Marktes behaupten, die bestm&ouml;gliche Organisationsform f&uuml;r das Zusammenleben der Menschen. Gegenaufkl&auml;rung muss alles radikal auf den Pr&uuml;fstand stellen: Belebt Konkurrenz das Gesch&auml;ft? Ist Sicherheitspolitik milit&auml;risch durchzuf&uuml;hren? Hilft Wachstum aus Krisen? Folgt Wohlstand, wenn alle egoistisch handeln?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ossietzky.net\/artikel\/gruen-verpackter-deal\/\">Ossietzky<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>H&ouml;herer Mindestlohn: FDP verhindert elektronische Arbeitszeiterfassung<\/strong><br>\nEigentlich wollte Sozialminister Hubertus Heil mit der Erh&ouml;hung des Mindestlohns auch einf&uuml;hren, dass die Stundenzahl manipulationssicher festgehalten wird. Daraus wird nun nichts &ndash; wegen Einw&auml;nden der FDP.<br>\nMit dem allgemeinen Mindestlohn haben die Beh&ouml;rden bereits einige Erfahrung sammeln d&uuml;rfen, er gilt schon seit Anfang 2015. Eine der Erfahrungen ist: Es gibt immer wieder dubiose Arbeitgeber, die versuchen, die Lohnuntergrenze zu umgehen, Tricks dazu kursieren im Internet. Eine der gr&ouml;&szlig;eren Probleme ist die Art, wie die Arbeitszeit aufgezeichnet wird. Wenn ein Teil der geleisteten Stunden gar nicht erfasst oder sp&auml;ter in der Tabelle Zahlen frisiert werden, dann erhalten die Besch&auml;ftigten doch wieder weniger als den Mindestlohn &ndash; w&auml;hrend nach au&szlig;en alles ganz legal aussieht.<br>\nArbeitsminister Hubertus Heil (SPD) wollte die anstehende Anhebung des Mindestlohns auf zw&ouml;lf Euro zum 1. Oktober und die parallele Erh&ouml;hung der Minijobs-Obergrenze von 450 auf 520 Euro nun dazu nutzen, auch die Pflicht zur Dokumentation der Arbeitszeit deutlich sch&auml;rfer zu regeln.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/mindestlohn-arbeitszeiterfassung-1.5534490\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Hauptsache Arbeit<\/strong><br>\nAm 22. Februar 2002 wurde die &raquo;Kommission f&uuml;r moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt&laquo; einberufen (&hellip;)<br>\nDie Kommission erarbeitete in ihrem Bericht 13 &raquo;Innovationsmodule&laquo;. Sie wurden mit sperrigen Begriffen wie &raquo;Bridge-System&laquo; oder &raquo;Personal &ndash; Transparentes Controlling&laquo; &uuml;berschrieben. Die &raquo;neue Leitidee&laquo; des Moduls Arbeitsmarktpolitik war es, bei Arbeitslosen &raquo;Eigeninitiative&laquo; in Gang zu setzen. Sie schlug sich im Motto des &raquo;F&ouml;rderns und Forderns&laquo; nieder. Dieser Fokus spiegelt das Weltbild der Mehrheit der Kommissionsmitglieder und den damals herrschenden neoliberalen Zeitgeist wider: Arbeitslose seien nur zu faul oder unflexibel. Bei mehr Engagement w&uuml;rden sie auch schnell einen neuen Job bekommen. In dem Bericht der Hartz-Kommission folgte dementsprechend eine Reihe von Vorschl&auml;gen f&uuml;r &raquo;aktivierende Ma&szlig;nahmen&laquo;. (&hellip;)<br>\nObwohl die Vorschl&auml;ge von der Regierung ein wenig abge&auml;ndert wurden, fu&szlig;ten sie im Wesentlichen auf dem Bericht der Kommission. Sie hatte vorgeschlagen, dass Erwerbslose k&uuml;nftig jeden &raquo;zumutbaren&laquo; Job annehmen sollten und dass von ihnen unter bestimmten Umst&auml;nden auch verlangt werden sollte, dass sie f&uuml;r eine vorgeschlagene Arbeit umziehen. Jungen, ungebundenen Personen solle ein Wohnortwechsel schon nach sp&auml;testens drei Monaten Erwerbslosigkeit zugemutet werden. Dar&uuml;ber hinaus sollten Jobs auch dann zumutbar sein, wenn der Arbeitssuchende &uuml;berqualifiziert ist. Wer einen angebotenen Job ablehnte, dem sollten die Leistungen gek&uuml;rzt werden.<br>\nTrotz der drastischen Verschlechterung der Position der Erwerbslosen zeigten sich zun&auml;chst auch die Gewerkschaften zufrieden mit dem Kommissionsbericht. Ein &raquo;gelungenes Gesamtkonzept&laquo; nannte ihn der Vorsitzende der Gewerkschaft Verdi, Frank Bsirske. DGB-Vizechefin Ursula Engelen-Kefer sah positive Ans&auml;tze, meinte aber, es seien noch &raquo;eine Menge Fragen offen&laquo;. Isolde Kunkel-Weber vom Verdi-Bundesvorstand war als Mitglied der Kommission sogar an der Ausarbeitung des Konzepts beteiligt. Selbst nach Einf&uuml;hrung des letzten und am st&auml;rksten kritisierten vierten Hartz-Gesetzes wurde sie erneut in den Verdi-Bundesvorstand gew&auml;hlt.<br>\nEin im Sommer 2002 ver&ouml;ffentlichtes Gutachten des wissenschaftlichen Beirats des Bundeswirtschaftsministeriums fasst gut zusammen, was eine &raquo;Reform des Sozialstaates&laquo; erreichen sollte: die Schaffung eines riesigen staatlich gef&ouml;rderten Niedriglohnsektors. Mit den richtigen Ma&szlig;nahmen k&ouml;nnten bis zu 2,7 Millionen Personen in diesem Bereich arbeiten. Daf&uuml;r sollten Umfang und Dauer der Leistungen aus der Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe &raquo;drastisch reduziert&laquo; werden. Mit den Hartz-Reformen wurde dar&uuml;ber hinaus die Zahlungsdauer des Arbeitslosengeldes I, f&uuml;r das Beitr&auml;ge gezahlt werden, f&uuml;r die meisten Bezieher auf zw&ouml;lf Monate verk&uuml;rzt. Vorher war es je nach Alter 14 bis 26 Monate lang gezahlt worden. F&uuml;r &uuml;ber 57-J&auml;hrige wurde die Bezugsdauer von 32 auf 18 Monate reduziert. Im Laufe der Zeit wurden die Zeitr&auml;ume unter dem Druck von Gewerkschaften und Erwerbslosenbewegung indes nach und nach wieder verl&auml;ngert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1161524.hartz-iv-hauptsache-arbeit.html\">nd<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>EU-Lieferkettengesetz: Wie Lobbyisten &ldquo;mitgearbeitet&rdquo; haben<\/strong><br>\nAm Mittwoch will die EU-Kommission ihren Entwurf f&uuml;r ein Lieferkettengesetz vorlegen. Damit sollen Unternehmen verpflichtet werden, bei ihren ausl&auml;ndischen Lieferanten auf die Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards zu achten. Wer dagegen verst&ouml;&szlig;t, sollte daf&uuml;r haftbar gemacht werden, so fordern es Organisationen f&uuml;r Menschenrechte und Umweltverb&auml;nde schon seit vielen Jahren.<br>\nDoch Lobbyverb&auml;nde haben hinter den EU-Kulissen massiv gegen ein scharfes Lieferkettengesetz gearbeitet. Das geht aus internen EU-Dokumenten hervor, die Correctiv und SWR ausgewertet haben. Dabei hatten die Lobbyverb&auml;nde vor allem ein erkennbares Ziel: das Lieferkettengesetz abzuschw&auml;chen. Nach Recherchen von Correctiv und SWR haben unter anderem die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverb&auml;nde (BdA) und die CDU-nahe Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) gegen das Lieferkettengesetz lobbyiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/investigativ\/swr\/eu-lieferketten-lobbyisten-101.html\">tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.H.:<\/strong> Wie sich Gesetzgebung doch wiederholt bei Lobbyinteressen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Nachhaltiger Konsum, aber bitte alltagstauglich<\/strong><br>\nWie sieht es eigentlich aus mit dem Konsumverhalten &ouml;sterreichischer Haushalte und den Potenzialen und H&uuml;rden f&uuml;r Nachhaltigkeit? Antworten gibt es in einer aktuellen Studie entlang soziodemographischer Merkmale und den auftretenden Problemen im Verbraucheralltag. Dazu z&auml;hlen etwa mangelnde Transparenz in der Verbraucherkennzeichnung, wo es &ndash; wie in anderen Bereichen ebenso &ndash; rechtliche Rahmenbedingungen braucht. Egal ob Lebensmittel, Haushaltsger&auml;te, Reisen oder Finanzprodukte &ndash; die Bereitschaft f&uuml;r nachhaltigen Konsum ist gro&szlig;, es braucht aber echte Kostenwahrheit und den Mut zur politischen Gestaltung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/nachhaltiger-konsum-aber-bitte-alltagstauglich\/?jetztlesen\">A&amp;W blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Chaos und Verz&ouml;gerung beim Energiebonus &ndash; &bdquo;Das geht sich finanziell nicht aus&ldquo;<\/strong><br>\n&bdquo;Ich mache mir Sorgen um die Stromrechnung&ldquo;, erz&auml;hlt Linda B. einer Sozialarbeiterin der Volkshilfe. Sie ist Mutter von vier Kindern. Ihre Familie z&auml;hlt zu jenen in &Ouml;sterreich, die in Armut leben m&uuml;ssen &ndash; und denen die steigenden Energiepreise Kopfzerbrechen bereiten. Der Energiekosten-Zuschuss der Regierung sorgt unterdessen f&uuml;r Kopfsch&uuml;tteln.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/energiepreise-oesterreich-2022\/\">Kontrast.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Not der Wohnungslosen steigt in Corona-Pandemie<\/strong><br>\nKein Dach &uuml;ber dem Kopf, weniger Rat vom Amt und kein Raum f&uuml;r das Gespr&auml;ch mit der helfenden Hand: Die Corona-Pandemie trifft Menschen ohne Wohnung und in Wohnungsnot nach Ansicht der Hilfsorganisationen weiter mit Wucht. Ihre Zahl hat nach Angaben der Liga der freien Wohlfahrtspflege im zweiten Jahr der Pandemie zugenommen &ndash; wenngleich sie im S&uuml;dwesten immer noch leicht unter dem Niveau der Vor-Corona-Zeit liegt. [&hellip;]<br>\nDemnach waren die weitaus meisten Hilfesuchenden im vergangenen Jahr M&auml;nner (72,7 Prozent), die Gruppe der 25- bis 49-J&auml;hrigen machte zudem mit 46,4 Prozent den gr&ouml;&szlig;ten Anteil aus. &laquo;Seit mehreren Jahren ist zu beobachten, dass die Altersgruppe der &uuml;ber 50-J&auml;hrigen stetig ansteigt&raquo;, teilte die Liga weiter mit. Der demografische Wandel und die zunehmende Anzahl &auml;lterer Menschen in Deutschland betr&auml;fen auch immer mehr Wohnungslose oder von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen. &laquo;Das Risiko, im Alter arm zu sein, steigt f&uuml;r Teilgruppen unserer Gesellschaft an&raquo;, warnte die Liga.<br>\nDie strengen Corona-Auflagen h&auml;tten diese Gruppen stark getroffen, sagte Gabriele Kraft von der Diakonie W&uuml;rttemberg. &laquo;Im Lockdown hat man die wohnungslosen Menschen weitgehend vergessen.&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/news\/2022-02\/22\/corona-pandemie-macht-wohnungslosen-das-leben-noch-schwerer\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein weiterer Hinwies auf die Folgen der plan- und konzeptlosen, nur auf die Impfung fixierte, Corona-Politik der Bundesregierung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Impfgegner misstrauen dem Rechtsstaat<\/strong><br>\nDie Polarisierung der Gesellschaft beim Thema Corona zeigt sich auch in der Bewertung des deutschen Rechtssystems. Wer sich nicht gegen das Covid-Virus impfen lassen m&ouml;chte, hat deutlich weniger Vertrauen in Gesetze und Gerichte.<br>\n70 Prozent der Deutschen vertrauen den Gesetzen und Gerichten. Allerdings: Unter den Impfverweigerern ist der Anteil mit 27 bzw. 34 Prozent signifikant geringer. Das geht aus dem am Dienstag vorgelegten Rechtsreport 2022 der Roland-Rechtsschutzversicherung hervor, mit dem diese seit 2010 j&auml;hrlich die &ouml;ffentliche Meinung zum deutschen Rechtssystem und zu aktuellen rechtspolitischen Schwerpunktthemen ermittelt.<br>\nEinen Fokus legte die regelm&auml;&szlig;ig vom Institut f&uuml;r Demoskopie Allensbach durchgef&uuml;hrte Untersuchung neben der Frage nach dem Vertrauen in das Rechtssystem diesmal auch auf die Themenkomplexe Fake News, Meinungsfreiheit und soziale Medien.<br>\nGefragt wurden im Dezember 2021 mehr als 1.000 repr&auml;sentativ ausgew&auml;hlte B&uuml;rger:innen ab 16 Jahre, inwieweit sie den Eindruck haben, dass sie ihre Meinung in diesem Land frei &auml;u&szlig;ern k&ouml;nnen und wie sehr sie den Medien, insbesondere den sozialen Netzwerken, vertrauen. Au&szlig;erdem wollte man von ihnen wissen, ob Verschw&ouml;rungstheorien eine ernsthafte Gefahr darstellen und ob Meinungs&auml;u&szlig;erungen in sozialen Netzwerken st&auml;rker kontrolliert und gegebenenfalls eingeschr&auml;nkt werden m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lto.de\/recht\/justiz\/j\/roland-rechtsreport-2022-vertrauen-justiz-rechtssystem-bundesregierung-verwaltung-corona-impfgegner-meinungsfreiheit\/\">LTO<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&Auml;rzte schlie&szlig;en sich zusammen: &bdquo;Die Impfpflicht bedroht unsere Existenz&ldquo;<\/strong><br>\nMediziner bef&uuml;rchten, Praxen schlie&szlig;en zu m&uuml;ssen, Pflegekr&auml;fte f&uuml;rchten die Impfung: 700 &Auml;rzte und 6000 Pflegekr&auml;fte wollen die Teil-Impfpflicht stoppen.<br>\nEs ist ein Hilferuf, sachlich in der Wortwahl, dramatisch in der Aussage: In einem offenen Brief richten sich 700 &Auml;rzte, Zahn&auml;rzte und Therapeuten gegen die Covid-19-Impfpflicht f&uuml;r medizinisches Personal. Die Unterzeichner stammen aus dem gesamten Bundesgebiet und fordern Andreas Gassen auf, den Chef der Kassen&auml;rztlichen Bundesvereinigung, &bdquo;sich f&uuml;r eine Aufhebung der nach Paragraf 20a geplanten Impfpflicht in Krankenh&auml;usern, Praxen und Pflegeeinrichtungen und vielen weiteren Einrichtungen einzusetzen&ldquo;. Der Paragraf soll ab 15. M&auml;rz greifen.<br>\n&bdquo;Wir bef&uuml;rchten, unsere Praxen schon in K&uuml;rze schlie&szlig;en oder unsere T&auml;tigkeit in der Klinik beenden zu m&uuml;ssen&ldquo;, hei&szlig;t es in dem Brief der Initiative &bdquo;Freie &Auml;rzte Rhein-Main&ldquo; und weiter: &bdquo;Entweder weil wir selbst uns dem Impfzwang nicht unterwerfen wollen oder weil unserem nicht geimpften oder nicht weiter impfwilligen, f&uuml;r uns unentbehrlichen Praxispersonal vom Gesundheitsamt ein Betreuungsverbot ausgesprochen wird.&ldquo; Die Sorge w&auml;chst, der Widerstand ebenfalls.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/gesundheit-oekologie\/aerzte-schliessen-sich-zusammen-die-impfpflicht-bedroht-unsere-existenz-li.213260\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Alltours hebt Impfpflicht f&uuml;r eigene Hotelkette wieder auf<\/strong><br>\nDer Aufschrei ungeimpfter Kundinnen und Kunden war Anfang 2021 gro&szlig;: Als erster Reiseveranstalter &uuml;berhaupt k&uuml;ndigte Alltours eine Impfpflicht in den hauseigenen Allsun-Hotels auf Mallorca, den Kanaren und Griechenland ab dem 31. Oktober 2021 an. Diese Pflicht galt unabh&auml;ngig vom Infektionsgeschehen und den Regelungen in den Urlaubsl&auml;ndern. Nun schafft Alltours die 2G-Regel wieder ab.<br>\n&bdquo;Ein Impf- oder Genesenennachweis ist beim Einchecken in den Allsun Hotels auf Mallorca, den Kanaren und in Griechenland ab sofort nicht mehr erforderlich&ldquo;, teilt das Unternehmen an diesem Montag mit. Denn mit der Omikron-Variante sei die Corona-Pandemie anders zu bewerten als noch vor einem Jahr. Da das Virus offensichtlich nicht mehr den gef&auml;hrlichen Krankheitsverlauf wie noch bei den vorherigen Varianten ausl&ouml;se und zahlreiche L&auml;nder wie Spanien, England und D&auml;nemark die Corona-Regeln lockern oder sogar ganz aufheben, sei die Regelung nicht l&auml;nger n&ouml;tig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/reise\/corona-alltours-hebt-impfpflicht-fuer-eigene-hotelkette-wieder-auf-GTJ3UAYONNCH7FB4UBPDMC2WWI.html\">RND<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Spaniens Konjunkturprogramm beweist: Die EU hat aus der Eurokrise nichts gelernt<\/strong><br>\nDer EU-Wiederaufbaufonds wurde als Abkehr von der neoliberalen Sparpolitik gefeiert. Doch in Spanien zeigt sich, dass die Mittel haupts&auml;chlich in die Kassen der gr&ouml;&szlig;ten Konzerne des Landes flie&szlig;en anstatt in &ouml;ffentliche Dienstleistungen.<br>\nDie Pandemie hat nicht nur viele Menschenleben gekostet, sondern auch zu einem historischen wirtschaftlichen Abschwung gef&uuml;hrt &ndash; auch in Spanien. Im Jahr 2020 sank das BIP des Landes um 10,8 Prozent, die Arbeitslosigkeit stieg auf &uuml;ber 4 Millionen und die Staatsverschuldung erreichte 120 Prozent des BIP. Letzteres ist das Ergebnis der Bem&uuml;hungen, die Wirtschaft zu st&uuml;tzen und die Sozialleistungen aufrechtzuerhalten.<br>\nDies wirft die Frage auf, ob hier, wie auch anderswo in der Europ&auml;ischen Union, der EU-Wiederaufbaufonds (Next Generation EU, kurz NGEU), der im Zuge der Pandemie eingerichtet wurde, zur L&ouml;sung der Krise beitragen oder sie eher noch versch&auml;rfen wird. Schlie&szlig;lich sind die Krisenreaktionsma&szlig;nahmen der EU in der Vergangenheit nicht aus erfreulichen Gr&uuml;nden in Erinnerung geblieben. Man denke nur an die unpopul&auml;ren Sparma&szlig;nahmen, die Griechenland auferlegt wurden, oder, im Falle Spaniens, an die &Auml;nderung von Artikel 135 der Verfassung, um die Zahlung von Schuldzinsen &uuml;ber soziale Investitionen zu stellen. [&hellip;]<br>\nDas Hauptproblem besteht jedoch darin, dass die spezifischen Bedingungen f&uuml;r den Zugang zur Finanzierung nicht detailliert genug sind. Besorgniserregend ist vor allem auch der starke Einfluss des Gro&szlig;kapitals auf die Ausarbeitung und Umsetzung der Vorschl&auml;ge.<br>\nLaut einem NRO-Bericht mit dem Titel &raquo;Hijacking the Recovery through Hydrogen&laquo; (Den Aufschwung durch Wasserstoff kapern) waren die vier gro&szlig;en Wirtschaftspr&uuml;fungsunternehmen &ndash; KPMG, Deloitte, PwC und EY (Ernst &amp; Young) &ndash; an der Planung und Entscheidung &uuml;ber die Verteilung der Mittel beteiligt. Dies stellt einen &raquo;eklatanten Interessenkonflikt&laquo; dar, wenn man bedenkt, dass die gro&szlig;en Energiekonzerne, die Subventionen beantragen, Kunden eben dieser Wirtschaftspr&uuml;fungsgesellschaften sind.<br>\nAbgesehen von diesen Problemen gibt es kein System zur &Uuml;berwachung und Bewertung der sozialen und &ouml;kologischen Auswirkungen des Plans auf der Grundlage &ouml;ffentlich zug&auml;nglicher Indikatoren, was auch die Ausarbeitung eines Mechanismus zur &Uuml;berwachung, Kontrolle und Bewertung der Projekte, denen diese Mittel zugute kommen, erfordern w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/spaniens-konjunkturprogramm-beweist-die-eu-hat-aus-der-eurokrise-nichts-gelernt-next-generation-eu-ngeu-prtr\/\">Jacobin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>ModifiedElephant: Digitale &Uuml;berwachung und gef&auml;lschte Beweise aus einer Hand<\/strong><br>\n&Uuml;berwachungssoftware auf Handys und PCs ist der feuchte Traum vieler Ermittler. &Uuml;ber 10 Jahre Trojanerpraxis in Indien zeigen die Gefahren der Spionagetechnik.<br>\nMehr als ein Jahrzehnt platzierten Unbekannte gef&auml;lschte Beweise auf den Ger&auml;ten von Menschenrechtsaktivisten, Journalisten und Akademikern in Indien, erkl&auml;rt die Sicherheitsfirma Sentinel. Diese Aktivit&auml;ten riechen geradezu nach staatlich gesteuerter Manipulation. Nach den Spionagef&auml;llen rund um die NSO-Software Pegasus, gibt das den Diskussionen um Staatstrojaner und Online-Durchsuchungen eine neue Dimension.<br>\nSentinel dokumentiert die Aktivit&auml;ten einer Gruppe, die sie ModifiedElephant nennt. Deren Aktivit&auml;ten reichen mehr als 10 Jahre zur&uuml;ck. Ihre Hauptaufgabe ist die &Uuml;berwachung ihrer Opfer mit Spionagesoftware f&uuml;r PCs und Smartphones. Die bevorzugten Ziele: Menschenrechtsaktivisten, Journalisten, Akademiker und Juristen in Indien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/ModifiedElephant-Digitale-Ueberwachung-und-gefaelschte-Beweise-aus-einer-Hand-6510349.html\">Heise Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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