{"id":81157,"date":"2022-02-24T08:19:40","date_gmt":"2022-02-24T07:19:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81157"},"modified":"2022-02-24T08:19:40","modified_gmt":"2022-02-24T07:19:40","slug":"hinweise-des-tages-4055","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81157","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81157#h01\">Russland\/Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81157#h02\">Mitten in der Ukraine-Krise: Verteidigungsministerin Lambrecht beschneidet Macht des Generalinspekteurs der Bundeswehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81157#h03\">Gebremster Eifer: Staatsanwaltschaft ermittelte 1,5 Jahre gegen Scholz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81157#h04\">Armut in Deutschland &ndash; Ausnahme oder Regel?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81157#h05\">Mindestlohn: Union zweifelt an Wirksamkeit des neuen Limits zur Armutsbek&auml;mpfung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81157#h06\">Was w&uuml;rde es kosten, Sozialleistungen armutsfest zu machen? In &Ouml;sterreich hat man eine Rechnung versucht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81157#h07\">Neuer Verordnungsentwurf: Lauterbach h&auml;lt an dreimonatigem Corona-Genesenenstatus fest<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81157#h08\">Virologe St&ouml;hr kritisiert Corona-Pl&auml;ne von Lauterbach: &bdquo;Panik und Angst&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81157#h09\">Trotz schwacher Impfquote: Tschechien beendet fast alle Corona-Ma&szlig;nahmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81157#h10\">Mehr Impf-Nebenwirkungen als bisher bekannt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81157#h11\">Lauterbach macht Witze<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81157#h12\">Von &bdquo;Sklavenschiffen&ldquo; zu Privatgef&auml;ngnissen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81157#h13\">Plastikm&uuml;ll: Jeden Tag das Gewicht von 100 Eiffelt&uuml;rmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81157#h14\">Nach rechts abgezweigt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81157#h15\">Ukraine-Krise: Friedenspolitik statt Eskalation<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Russland\/Ukraine<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wie sich die USA nun in ihr vermutlich gr&ouml;&szlig;tes Abenteuer begeben<\/strong><br>\nAnmerkungen zur Osterweiterung der Nato, ihrer Motivation und ihren Folgen<br>\nDie Osterweiterung der Nato bildet den Kern des &ldquo;Sicherheitssyndroms&rdquo; der Russischen F&ouml;deration. Das Misstrauen gegen&uuml;ber den geostrategischen und milit&auml;rischen Absichten von Staatsf&uuml;hrungen, welche die Osterweiterung vorantreiben, ist zentrale Konstante russischer Sicherheitspolitik. Es ist vor allem fehlende Berechenbarkeit des &ldquo;Feindes.&rdquo;<br>\nDie Frage danach, ob fehlende Berechenbarkeit zu Krieg f&uuml;hrt, ist erneut nicht mehr unbegr&uuml;ndet. Denn &ldquo;ein Mehr als der, &lsquo;blo&szlig;e&rsquo; Vorgang des Kampfes&rdquo; (&hellip;) ist die &ldquo;erkennbare Disposition zum K&auml;mpfen, solange, wie keine Gewissheit des Gegenteils vorliegt&rdquo;. Zielstrebiges Vordringen der Nato bis an Russlands westliche und s&uuml;dliche T&uuml;rschwellen bekr&auml;ftigt dies. (&hellip;)<br>\nDie &ldquo;Protektoratsmacht&rdquo; USA (Egon Bahr) will nicht nur Russland als Gro&szlig;macht einer multipolaren Welt dauerhaft entmachten. Ihr geht es um mehr: Die USA bereiten Ihre Stellungen f&uuml;r und in einer von ihnen deklarierten &ldquo;&Auml;ra neuer Gro&szlig;machtrivalit&auml;t&rdquo;, einer &ldquo;Era of Renewed Great Power Competition&rdquo;. Deren Austragungsort sind zwei Kontinente, Europa und Asien, oder: Eurasien.<br>\nIhre Absicht: &ldquo;Erhalten der globalen F&uuml;hrungsrolle der USA in der Welt.&rdquo; Der US-Kongress pr&auml;zisierte diese F&uuml;hrungsrolle als eine &ldquo;um die USA zentrierte Welt, deren Alliierte sowie Partner, um deren gemeinsame Werte und Interessen durchzusetzen, freie, offene, demokratische, inklusive, regelbasierte, stabile sowie vielf&auml;ltige Regionen zu erhalten und zu f&ouml;rdern.&rdquo;<br>\nDie USA folgen dieser Absicht durch &ldquo;Verhindern neuer Hegemone in Eurasien.&rdquo; Vor diesem Hintergrund ist zu fragen: Was erwartet Europa, EU- und NATO-Europa, Russland, China, OSZE-Eurasien mit Kaukasus, Zentralasien, Mongolei u.a. in einem Kampf der USA und deren Alliierter gegen neue &ldquo;Hegemone&rdquo; in Eurasien? Worauf m&uuml;ssen sie sich einstellen?<br>\nDiese Fragen beantworten im Folgenden originale Zitate aus den Expertisen des Wissenschaftlichen Dienstes des US-Kongresses von 2021\/22 (FN 3) und weiterer amerikanischer Institutionen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Wie-sich-die-USA-nun-in-ihr-vermutlich-groesstes-Abenteuer-begeben-6519612.html?seite=all\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Understanding Putin&rsquo;s narrative about Ukraine is the master key to this crisis<\/strong><br>\nThere is clear strategy here. His bulwark against Nato is to create a &lsquo;frozen conflict&rsquo;, like those in Georgia and Moldova<br>\nWith his incursion into Donetsk and Luhansk, Vladimir Putin has broken international law and destroyed the best negotiating track, the Minsk agreement. That is clear. What is also clear is why he did it.<br>\nAn increasing number of politicians and media analysts claim Putin may be mentally unstable, or that he is isolated in a bubble of yes-men who don&rsquo;t warn him of dangers ahead. Many commentators say he is trying to restore the Soviet Union or recreate a Russian sphere of influence on his country&rsquo;s borders, and that this week&rsquo;s intrusion into eastern Ukraine is the first step towards an all-out attack on Kyiv to topple its government and even move against the Baltic states. None of these assertions is necessarily true.<br>\nThe Russian president is a rational man with his own analysis of recent European history. [&hellip;]<br>\nFor Putin, Obama&rsquo;s signing of the OSCE statement is proof of the hypocrisy that goes back to earlier US presidents, who showed the dishonesty of Nato&rsquo;s &ldquo;open door&rdquo; policy by rejecting Russia&rsquo;s repeated feelers about joining the alliance. In his speech this week, the Russian leader said he had asked Bill Clinton about the possibility of membership but was fobbed off with the argument that Russia was too big. In 2000, during his first weeks as president, Putin was asked by David Frost on the BBC if it was possible Russia could join Nato. He replied: &ldquo;I would not rule such a possibility out, if and when Russia&rsquo;s views are taken into account as those of an equal partner.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2022\/feb\/23\/putin-narrative-ukraine-master-key-crisis-nato-expansionism-frozen-conflict\">The Guardian<\/a><\/li>\n<li><strong>Den Kalten Krieg wagen<\/strong><br>\nWie immer der Konflikt mit Russland jetzt ausgeht: Wir sind in einer neuen Blockkonfrontation &ndash; und m&uuml;ssen die Lage annehmen. Was sich dabei aus der Vergangenheit lernen l&auml;sst<br>\nWir k&ouml;nnen heute Helmut Schmidt nicht mehr fragen, wie wir uns in der Zuspitzung um die Ukraine verhalten sollten, wie es dazu gekommen und was daraus zu lernen sei. Wir k&ouml;nnen aber nachschlagen, mit welcher Haltung uns der Altkanzler an diesen Konflikt heranzutreten empf&auml;hle. Im Fr&uuml;hjahr 2015 hat er viel dar&uuml;ber gesprochen, kurz vor seinem Tod &ndash; und ein Jahr nach der Einverleibung der Krim und der Geburt der &bdquo;Volksrepubliken&ldquo; Donezk und Lugansk. Russland hat sie zu Wochenbeginn als unabh&auml;ngige Republiken anerkannt, was aus Moskauer Sicht vermutlich dazu legitimiert, ihnen all das an Beistand zu gew&auml;hren, was als n&ouml;tig erachtet wird.<br>\nHelmut Schmidts Tenor damals: Wir m&uuml;ssen uns in den Gegner hineinversetzen. Auch wenn wir Wladimir Putin nicht m&ouml;gen, m&uuml;ssen wir verstehen, was ihn umtreibt. Und dass sich Moskau nicht nur durch die NATO-Osterweiterung seit 1999 bedr&auml;ngt sehe, sondern auch durch diejenige der Europ&auml;ischen Union, hielt Schmidt f&uuml;r offensichtlich und nachvollziehbar.<br>\nDabei war er nie ein Vork&auml;mpfer westlicher Friedenspolitik. Er vertrat in der Sozialdemokratie die harte Linie. Den hei&szlig; umstrittenen NATO-Doppelbeschluss Anfang der 1980er Jahre zur Stationierung neuer amerikanischer Mittelstreckenraketen vorzugsweise in der Bundesrepublik wollte er bis zu seinem Sturz 1982 durchziehen, gegen alle internen Widerst&auml;nde auch in der eigenen Partei. Den jungen Wilden der SPD, die unter dem Einfluss der Friedensbewegung standen und sie teilweise verk&ouml;rperten, galt er deshalb als Kalter Krieger. Dennoch w&uuml;rde man den Altkanzler heute milde bel&auml;cheln: ein vergreister &bdquo;Putin-Versteher&ldquo; mehr. Was hat sich hier verschoben? Teils schon heute und gewiss in naher Zukunft bestimmt eine Generation hyperloyaler Transatlantiker das Klima, die nach 1990 sozialisiert wurde. Verinnerlicht hat sie zwei Maximen: Die erste davon kennt man schon lange: &bdquo;Wir sind die Guten&ldquo; &ndash; was vielleicht unterschreiben kann, wer nicht gerade irakischer Bauer oder afghanischer Fl&uuml;chtling ist oder libysche Lehrerin war. Jung und gef&auml;hrlich ist hingegen der zweite Leitsatz: &bdquo;Wir sind die St&auml;rksten.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/ukraine-konflikt-was-wir-aus-dem-kalten-krieg-lernen-koennen\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Die B&uuml;chse der Pandora<\/strong><br>\nMit schweren Vorw&uuml;rfen und einer massiven Versch&auml;rfung der Sanktionen gegen Russland reagieren Berlin und die EU auf die Anerkennung der &bdquo;Volksrepubliken&ldquo; Donezk und Luhansk durch Moskau. Unter anderem werden alle 351 Duma-Abgeordneten, die Pr&auml;sident Wladimir Putin zur Anerkennung der &bdquo;Volksrepubliken&ldquo; aufgefordert haben, mit Einreise- und Verm&ouml;genssperren belegt. Moskau hatte seinen Schritt unter anderem damit begr&uuml;ndet, dass keinerlei Aussicht mehr auf eine Umsetzung des Minsker Abkommens besteht. Der Vorwurf trifft vor allem Berlin: Die Verhandlungen zur Realisierung des Abkommens wurden unter ma&szlig;geblicher deutscher Regie gef&uuml;hrt. Noch an diesem Wochenende riet eine f&uuml;hrende deutsche Tageszeitung dazu, die Verhandlungen zwar fortzusetzen, um Russland zu &bdquo;binden&ldquo;, die Verwirklichung des Abkommens aber nicht ernsthaft zu forcieren. Moskau betreibt die Anerkennung der &bdquo;Volksrepubliken&ldquo; mit Argumenten, mit denen Berlin bzw. die NATO die Abspaltung des Kosovo von Jugoslawien gegen den Willen der Regierung in Belgrad erzwangen &ndash; ein Pr&auml;zedenzfall, der in Europa die B&uuml;chse der Pandora ge&ouml;ffnet hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8850\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Mitten in der Ukraine-Krise: Verteidigungsministerin Lambrecht beschneidet Macht des Generalinspekteurs der Bundeswehr<\/strong><br>\nMitte Januar hatten wir berichtet, dass Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) ihren obersten Soldaten und zugleich h&ouml;chsten Milit&auml;r-Berater der Bundesregierung teilweise entmachten wolle. Die Attacke auf Generalinspekteur Eberhard Zorn scheiterte jedoch, nachdem Business Insider entsprechende Pl&auml;ne zur R&uuml;cknahme des sogenannten Dresdner Erlasses von 2012 enth&uuml;llt hatte. Aus Bundestagskreisen wird kolportiert, dass sich seinerzeit das Kanzleramt eingeschaltet haben soll.<br>\nDoch der Machtkampf im Bendlerblock ist damit nicht entschieden &ndash; im Gegenteil, wie mehrere Quellen im Bundesverteidigungsministerium &uuml;bereinstimmend berichten. Klammheimlich soll Zorn nun doch entmachtet worden sein, auch wenn dies noch nicht formell best&auml;tigt ist: Vorlagen an die Ministerin bei Themen zur F&uuml;hrung der Truppe, Strategie und Einsatz gehen dem Vernehmen nach nicht mehr &uuml;ber Zorns Schreibtisch, wie bislang &uuml;blich, sondern &uuml;ber den von Lambrechts Staatssekret&auml;ren &ndash; allen voran Magaretha Sudhof. Sie sei nun bei diesen Themen entscheidend, nicht mehr Zorn, hei&szlig;t es.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/politik\/deutschland\/mitten-in-der-ukraine-krise-generalinspekteur-der-bundeswehr-entmachtet-a\/\">Business Insider<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Gebremster Eifer: Staatsanwaltschaft ermittelte 1,5 Jahre gegen Scholz<\/strong><br>\nDie Akte der Hamburger Staatsanwaltschaft im Vorermittlungsverfahren gegen Olaf Scholz offenbart: Die Hamburger Beh&ouml;rde ermittelte mit gebremstem Eifer. Mitten im Wahlkampf pr&uuml;fte sie in kleinstem Kreis Ermittlungen gegen den heutigen Kanzler wegen mutma&szlig;licher Verstrickung in den Cum-Ex-Skandal um die Warburg Bank. Offiziell war Scholz &uuml;ber das Pr&uuml;fverfahren nicht informiert. Nun tauchen deutliche Briefe von seinem Rechtsanwalt auf.<br>\nDer Vorwurf lautet: Untreue. Daneben steht auf dem Deckblatt: &ldquo;Scholz, Olaf. Geb. 14.06.1958, Osnabr&uuml;ck&ldquo;. Die Vorermittlungsakte gegen den jetzigen Bundeskanzler umfasst mehrere B&auml;nde. Es geht um die Frage, ob er in seiner Zeit als Hamburger B&uuml;rgermeister Einfluss genommen hat auf ein Steuerverfahren &uuml;ber 47 Millionen Euro zugunsten der Privatbank M.M. Warburg.<br>\nAusl&ouml;ser f&uuml;r das Pr&uuml;fverfahren der Staatsanwaltschaft Hamburg: eine Reihe von Strafanzeigen, die nach der ersten Panorama-Enth&uuml;llung im Februar 2020 &uuml;ber eines der Treffen zwischen Scholz und den beiden Mitinhabern der Bank bei der Beh&ouml;rde eingegangen waren. Eineinhalb Jahre lang f&uuml;hrte die Staatsanwaltschaft unter dem Aktenzeichen 5700 Js 1\/20 gegen Olaf Scholz Vorermittlungen durch &ndash; um sie dann drei Wochen vor der Bundestagswahl klammheimlich einzustellen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/aktuell\/Gebremster-Eifer-Staatsanwaltschaft-ermittelte-15-Jahre-gegen-Scholz,cumex438.html%20\">Panorama<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Armut in Deutschland &ndash; Ausnahme oder Regel?<\/strong><br>\nDeutschland kann einiges vorweisen: Neben Kinderarmut, Altersarmut, Bildungsarmut wird schon seit l&auml;ngerem die Armut von Alleinerziehenden, Langzeitarbeitslosen oder Migranten thematisiert, auch die &bdquo;neue soziale Frage&ldquo; (Seehofer) der Wohnungsarmut &ndash; und jetzt seit Neuestem ein weiterer Problemfall: die <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/eu-energiearmut-101.html\">Energiearmut<\/a>.<br>\nUnd es stimmt ja: Die Preise f&uuml;rs Lebensnotwendige steigen allgemein im Land, besonders die Energie-Preise werden wohl f&uuml;r viele unbezahlbar oder sind es bereits. Dabei gilt Deutschland als ein reiches Land, was ja ebenfalls stimmt. Hier gibt es (fast) alles, was sich der Mensch nur denken kann.<br>\nDennoch bleibt das Thema Armut auf der &ouml;ffentlichen Agenda, n&auml;mlich als ein Versto&szlig; gegen den Normalfall, als ein Zustand, den es in einem so wohlhabenden Land wie Deutschland gar nicht geben d&uuml;rfte. Ein Fall, der eigentlich auch nichts mit der Marktwirtschaft zu tun hat&hellip;<br>\nJetzt gibt es ihn aber wieder in eklatanter Weise. Energiearmut, die Menschen bis in die Mittelschicht hinein betreffen soll, nimmt viel Platz in der &ouml;ffentlichen Diskussion ein.<br>\nWie passt das zusammen? Wie steht es denn nun mit der Armut im Lande? (&hellip;)<br>\nBei einer Mittelwertbestimmung wird aber die Gesamtheit des Reichtums auf die Personen gleich verteilt, so ergibt sich der gemittelte Wert f&uuml;r den Einzelnen.<br>\nBei der Medianbestimmung werden dagegen Grenzen bestimmt, &uuml;ber welches Einkommen die unteren 1 oder 10 Prozent verf&uuml;gen. Der Median bildet die Grenze zwischen den 50 Prozent &auml;rmsten und den 50 Prozent reichsten B&uuml;rgern. Bei dieser Rechenweise sinkt die Bestimmung der Mitte nach unten, weil die obere H&auml;lfte sehr heterogen ist. Dort finden sich viele, die &uuml;ber kaum mehr Einkommen verf&uuml;gen als die untere H&auml;lfte, und wenige, die &uuml;ber sehr viel verf&uuml;gen &ndash; was bei dieser Berechnungsweise herausf&auml;llt. Die hohen Einkommen der 10 Prozent h&ouml;chsten Einkommen w&uuml;rden die Grenze nach oben verlagern, w&auml;hrend sie in die Mittelwertberechnung mit eingeht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gewerkschaftsforum.de\/armut-in-deutschland-ausnahme-oder-regel\/#more-12849\">gewerkschaftsforum.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Mindestlohn: Union zweifelt an Wirksamkeit des neuen Limits zur Armutsbek&auml;mpfung<\/strong><br>\nVor dem Kabinettsbeschluss kritisiert Mareike Lotte Wulf, steigende Preise w&uuml;rden neue L&ouml;hne &ldquo;auffressen&rdquo;. Die CDU-Sozialpolitikerin fordert Entlastung bei Energiekosten.<br>\nVor dem geplanten Kabinettsbeschluss f&uuml;r einen h&ouml;heren Mindestlohn in Deutschland sind in der Union erneut Zweifel laut geworden, ob die vorgesehenen zw&ouml;lf Euro effektiv zur Armutsbek&auml;mpfung beitragen. &ldquo;Die Koalition kann ihr Versprechen armutsfester L&ouml;hne mit der geplanten Mindestlohnerh&ouml;hung nicht einhalten&rdquo;, sagte die CDU-Sozialpolitikerin Mareike Lotte Wulf in Berlin. &ldquo;Die steigenden Preise fressen die Erh&ouml;hung f&uuml;r die unteren Lohngruppen &uuml;berproportional wieder auf, ohne dass die Regierung dagegen eine ausreichende Antwort parat h&auml;tte.&rdquo; Die Bundesregierung will an diesem Mittwoch die Erh&ouml;hung des Mindestlohns auf zw&ouml;lf Euro auf den Weg bringen.<br>\n&ldquo;Wichtig w&auml;re jetzt, z&uuml;gig Entlastungen zum Beispiel bei Energiekosten zu beschlie&szlig;en&rdquo;, sagte Wulf. Im Gesetzentwurf von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) zur Mindestlohnerh&ouml;hung hei&szlig;t es, auch im Niedriglohnbereich m&uuml;sse eine Vollzeitbesch&auml;ftigung zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben bef&auml;higen. Steigende Lebenshaltungs- und Wohnkosten stellten aber Wulf zufolge in Frage, ob der Mindestlohn daf&uuml;r geeignet sei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/deutschland\/2022-02\/mindestlohn-kabinett-cdu-zweifel-mareike-lotte-wulf-zwoelf-euro%20\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Was die Union hier von sich gibt, ist nur noch absurd. Wenn Arbeitnehmer einen (sogar deutlich) h&ouml;heren Lohn erhalten, dann ist das *immer* ein Beitrag zur Armutsbek&auml;mpfung, unabh&auml;ngig davon, ob die Preise steigen. Denn was ist die Alternative? Die Union war ja gegen h&ouml;here Mindestl&ouml;hne und schl&auml;gt auch jetzt keine weitere Erh&ouml;hung vor, obwohl nach der eigenen Argumentation zur Armutsbek&auml;mpfung offensichtlich 13 Euro in der Stunde besser w&auml;ren als 12 Euro in der Stunde. Und nat&uuml;rlich hat die Union nicht pl&ouml;tzlich ihr soziales Herz entdeckt, das leider, leider die letzten 50 Jahre versch&uuml;ttet war, sondern warnt mit den besten Unternehmer-Argumenten vor mehr Schwarzarbeit und irgendwie auch vor Entlassungen. (Wir erinnern uns, dass &uuml;berall ein angeblicher Fachkr&auml;ftemangel beklagt wird, vor allem in Niedriglohnsektoren wie der Gastronomie, auf dem Bau und im Pflegebereich. Ein h&ouml;herer Lohn k&ouml;nnte helfen, Arbeitskr&auml;fte zu finden, wird aber laut IW und Union im Gegenteil zu mehr Entlassungen f&uuml;hren&hellip; Voodoo-&Ouml;konomie.)<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Was w&uuml;rde es kosten, Sozialleistungen armutsfest zu machen? In &Ouml;sterreich hat man eine Rechnung versucht<\/strong><br>\nIn aller Regelm&auml;&szlig;igkeit &ndash; man denke hier beispielsweise an die allj&auml;hrlichen Armutsberichte des Parit&auml;tischen Wohlfahrtsverbandes (vgl. dazu zuletzt aus dem Dezember des vergangenen Jahres Armut in der Pandemie. Der Parit&auml;tische Armutsbericht 2021) &ndash; werden die &bdquo;Armutsgef&auml;hrdungsquoten&ldquo;, so nennen das die Statistiker in der offiziellen Terminologie, ver&ouml;ffentlicht und mehr oder weniger hitzig diskutiert. Man kann das auch alles nachlesen und sich die Daten bei der Sozialberichterstattung der amtlichen Statistik besorgen. Mit denen kann man dann solche Abbildungen produzieren:<br>\nDem liegt seit vielen Jahren ein relativer Einkommensarmutsbegriff und eine daraus abgeleitete Definition von &bdquo;Armutsgef&auml;hrdungschwellen&ldquo; zugrunde, den sich nicht irgendwelche Einzelpersonen ausgedacht haben, sondern auf die man sich international verst&auml;ndigt hat. Wenn man weniger hat als die Schwellenbetr&auml;ge, dann gilt man als von Armut bedroht. Am Beispiel einer alleinstehenden Person waren das 2019 in Westdeutschland 1.100 Euro, in Ostdeutschland (mit Berlin) 986 Euro &ndash; pro Monat. Wenn man also f&uuml;r alles weniger als diese Betr&auml;ge zur Verf&uuml;gung hatte, also f&uuml;r Lebenshaltung, Wohnen, Teilhabe usw., dann galt man als &bdquo;armutsgef&auml;hrdet&ldquo;.<br>\nWenn man also den &ndash; wohlgemerkt offiziellen &ndash; Zahlen entnehmen muss, dass 2020 insgesamt 16,1 Prozent der Menschen in Deutschland von Einkommensarmut gef&auml;hrdet waren, dann sind das umgerechnet 13,4 Millionen Menschen, die unterhalb der Armutsschwelle leben m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2022\/02\/22\/armutsfeste-sozialleistungen\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Neuer Verordnungsentwurf: Lauterbach h&auml;lt an dreimonatigem Corona-Genesenenstatus fest<\/strong><br>\nBundesgesundheitsminister Professor Karl Lauterbach will k&uuml;nftig die Kriterien f&uuml;r den Corona-Genesenenstatus wieder per Regierungsverordnung regeln. An der vom RKI verk&uuml;rzten Dauer h&auml;lt er aber fest.<br>\nBundesgesundheitsminister Professor Karl Lauterbach (SPD) reagiert auf die Diskussion &uuml;ber die heftig kritisierte &Uuml;bertragung von Kompetenzen zur Bestimmung des Genesenenstatus auf das Robert Koch-Institut (RKI). Die Kriterien sollen nun wieder direkt &uuml;ber die Corona-Verordnungen geregelt werden, nicht wie seit Mitte Januar &uuml;ber eine Ver&ouml;ffentlichung auf der Internetseite des RKI.<br>\nDe facto &auml;ndert sich allerdings nichts an der Festlegung des RKI vom 15. Januar. Der Genesenenstatus soll wie vom damals bestimmt auf 90 Tage beschr&auml;nkt bleiben. Das geht aus einem aktuellen Verordnungsentwurf des Gesundheitsministeriums hervor, der der &Auml;rzte vorliegt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.aerztezeitung.de\/Politik\/Lauterbach-haelt-an-dreimonatigem-Corona-Genesenenstatus-fest-427014.html\">&Auml;rztezeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Virologe St&ouml;hr kritisiert Corona-Pl&auml;ne von Lauterbach: &bdquo;Panik und Angst&ldquo;<\/strong><br>\nMit scharfen Worten wendet sich Klaus St&ouml;hr gegen den Corona-Kurs der Bundesregierung. Der Virologe stellt klare Forderungen auf.<br>\nAuf dem letzten Corona-Gipfel wurden Lockerungen beschlossen. Allerdings sollen diese nach einem Stufenplan ablaufen. Gesundheitsminister Karl Lauterbach wandte sich bei der nachfolgenden Bundespressekonferenz nochmals eindringlich an die Bundesl&auml;nder, nicht zus&auml;tzliche Lockerungen zu den Beschl&uuml;ssen des Corona-Gipfels zu beschlie&szlig;en. &bdquo;Das ist alles auf Kante gen&auml;ht&ldquo;, erkl&auml;rte Lauterbach und f&uuml;gte warnend hinzu: &bdquo;Das ist das Maximum, was wir uns an Lockerungen leisten k&ouml;nnen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/panorama\/news-corona-virologe-stoehr-karl-lauterbach-gipfel-lockerung-omikron-subtyp-b2-coronavirus-91363217.html\">FR Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Sorgen sind richtig, aber Gefahr nicht herbeireden<\/strong><br>\nIn der Bundespressekonferenz sind unter anderem von Karl Lauterbach Behauptungen aufgestellt. Klaus St&ouml;hr kritisiert die Aussagen, weil sie im Widerspruch zum Stand der Wissenschaft stehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/corona-faktencheck.podigee.io\/10-neue-episode\">Corona-Strategie mit Prof. Klaus St&ouml;hr<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Trotz schwacher Impfquote: Tschechien beendet fast alle Corona-Ma&szlig;nahmen<\/strong><br>\nAls n&auml;chstes deutsches Nachbarland k&uuml;ndigt Tschechien an, die meisten Corona-Einschr&auml;nkungen zu streichen. F&uuml;r Gro&szlig;veranstaltungen etwa gilt ab M&auml;rz keine Teilnehmerbegrenzung mehr. Wenig sp&auml;ter soll auch die generelle Maskenpflicht wegfallen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/panorama\/Tschechien-beendet-fast-alle-Corona-Massnahmen-article23149528.html\">n-tv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Mehr Impf-Nebenwirkungen als bisher bekannt<\/strong><br>\nEine Analyse von Millionen Versichertendaten der Betriebskrankenkassen BKK kommt bei den Nebenwirkungen auf erheblich h&ouml;here Zahlen als das Paul-Ehrlich-Institut. Die neuen Daten seien ein &bdquo;Alarmsignal&ldquo;, sagt BKK-Vorstand Andreas Sch&ouml;fbeck.<br>\nErstmals liegen zu Nebenwirkungen von Covid-Impfstoffen die Zahlen eines gro&szlig;en deutschen Krankenkassenverbands vor. Der Vorstand der BKK ProVita, Andreas Sch&ouml;fbeck, hat die Daten von Millionen Versicherten der BKK-Gruppe analysieren lassen. Die Gesamtzahl der Nebenwirkungen liegt demnach um ein Vielfaches h&ouml;her als die, die durch das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) gemeldet werden. In einem Videotelefonat mit WELT sagte Sch&ouml;fbeck am Mittwoch: &bdquo;Die ermittelten Zahlen sind erheblich und m&uuml;ssen dringend plausibilisiert werden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/plus237106177\/Coronavirus-Mehr-Impf-Nebenwirkungen-als-bisher-bekannt.html\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Der Artikel befindet sich hinter der Bezahlschranke, das zitierte Schreiben der BKK ist hingegen <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/bin\/brief%20PEI_bin-237107021.pdf\">hier<\/a> zu finden. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Lauterbach macht Witze<\/strong><br>\nGesundheitsminister plant Pflegebonus von maximal 550 Euro. Kritik von Die Linke und Patientenvertretern<br>\nVom Applaus auf dem Balkon bis zum sogenannten Pflegebonus wird es am Ende wohl deutlich &uuml;ber zwei Jahre dauern. Und mit der versprochenen Anerkennung f&uuml;r &raquo;herausragende&laquo; Leistungen bei der Bew&auml;ltigung der Pandemie ist es auch nicht weit her. Maximal 550 Euro werden Besch&auml;ftigte der Altenpflege voraussichtlich daf&uuml;r erhalten, dass sie w&auml;hrend der Coronakrise unter mithin schwersten k&ouml;rperlichen und seelischen Herausforderungen ihren Job gemacht haben. So steht es in einem am Dienstag publik gewordenen Eckpunktepapier des Bundesgesundheitsministeriums (BMG), das zeitnah durch die zust&auml;ndigen Gremien gehen und rasch umgesetzt werden soll. Der Entwurf rief erwartungsgem&auml;&szlig; Kritik hervor: &raquo;In dieser Form ein schlechter Witz&laquo;, wurde Ates G&uuml;rpinar von der Bundestagsfraktion von Die Linke am Dienstag in einer Pressemitteilung zitiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/421377.gesundheitspolitik-lauterbach-macht-witze.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Von &bdquo;Sklavenschiffen&ldquo; zu Privatgef&auml;ngnissen<\/strong><br>\n&Uuml;ber einen Zeitraum von 400 Jahren, beginnend im 16. Jahrhundert, wurden mindestens zw&ouml;lf Millionen Menschen von Afrika auf den amerikanischen Kontinent verschleppt, um als Sklaven zu arbeiten. Diese schmachvolle Geschichte ist f&uuml;r immer in den amerikanischen Geschichtsb&uuml;chern verankert. Auch heute noch sind die Nachkommen schwarzer Sklaven nicht frei von dem Schmerz der Rassendiskriminierung. &bdquo;The Washington Post&ldquo; berichtete, landesweit sei die Inhaftierungsrate von Afro-Amerikanern fast f&uuml;nfmal so hoch wie die wei&szlig;er US-Amerikaner. In einigen Staaten sei die Quote sogar noch h&ouml;her.<br>\nIn den 1980er-Jahren entstanden in den USA private gewinnorientierte Gef&auml;ngnisse. In der Folge stieg die Zahl der Schwarzen, die zu Haftstrafen verurteilt wurden, wobei eine gro&szlig;e Zahl wegen geringf&uuml;giger Vergehen oder gar ohne Verbrechen verurteilt wurde. Der Oscar-nominierte Dokumentarfilm &bdquo;The 13th&ldquo; weist darauf hin, dass die US-Verfassung &bdquo;Sklavenarbeit von Personen in Strafvollzugsanstalten&ldquo; zul&auml;sst. Das US-Justizsystem hat demnach schwarze Amerikaner zu Sklaven gemacht, indem es sie ins Gef&auml;ngnis gesteckt hat, w&auml;hrend die Besitzer der Privatgef&auml;ngnisse dadurch ein Verm&ouml;gen gemacht haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german.cri.cn\/kommentar\/alle\/3259\/20220223\/737548.html\">CRI online<\/a>\n<p><strong>dazu: Zwangsarbeit in US-Privatgef&auml;ngnissen<\/strong><br>\nIn den USA sitzt einer von etwa zehn H&auml;ftlingen in einem auf Rentabilit&auml;t abzielenden Privatgef&auml;ngnis. Dort sind nicht nur die Bedingungen und Anlagen &auml;u&szlig;erst schlecht, die H&auml;ftlinge werden auch h&auml;ufig als Werkzeug der Zwangsarbeit betrachtet. Sie erhalten pro Monat nur zehn bis 20 US-Dollar.<br>\n2019 betrug der Gesamtprofit der drei gr&ouml;&szlig;ten Privatgef&auml;ngnisgruppen in den USA f&uuml;nf Milliarden US-Dollar. Zu diesem Zwangsarbeitssystem unter dem Deckmantel der modernen Zivilisation kommentierte Kolumnistin Michelle Alexander: &bdquo;In den USA scheint das Kastensystem annulliert worden zu sein. Allerdings wird es tats&auml;chlich nur erneut entworfen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german.cri.cn\/kommentar\/alle\/3259\/20220221\/736901.html\">CRI online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31003#h11\">USA: Geld verdienen mit Gefangenen<\/a> mit einer Anmerkung vom Februar 2016.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Plastikm&uuml;ll: Jeden Tag das Gewicht von 100 Eiffelt&uuml;rmen<\/strong><br>\nAuf einem UN-Gipfel wird kommende Woche &uuml;ber ein Abkommen zur Plastikreduktion beraten. Das ist bitter n&ouml;tig, zeigt ein aktueller Bericht der OECD: Die M&uuml;llflut ist ungebrochen.<br>\nEs soll der wichtigste Umweltpakt seit dem Pariser Klimaabkommen werden: Mehr als 100 Staaten wollen ab kommenden Montag dar&uuml;ber beraten, wie sich der weltweiten Plastikverschmutzung ein Ende setzen l&auml;sst. Schauplatz der Verhandlungen ist die UN-Umweltversammlung UNEA, die vom 28. Februar bis zum 2. M&auml;rz in Nairobi stattfindet. Mehr als ein Anfang vom Ende ist allerdings nicht zu erwarten: Die Verhandlungen werden wohl Jahre dauern.<br>\nDabei k&ouml;nnte das Problem kaum dr&auml;ngender sein. Die Welt ertrinkt in Plastik, und eine Wende zum Besseren zeichnet sich nicht ab. Das ist kurz gefasst das Ergebnis eines 200 Seiten starken Reports, den die Industriestaatenorganisation OECD heute eine Woche vor Konferenzbeginn vorlegt. Es ist eine der bislang umfassendsten Analysen zum Thema.<br>\nDem Bericht zufolge hat sich die Produktion von Plastik seit den 1950er Jahren um das 230-Fache erh&ouml;ht. Dabei ist der Plastikboom ungebrochen, ein Abflauen oder gar ein R&uuml;ckgang zeichnet sich nicht ab. Das liege vor allem daran, dass es nicht gelinge, die hergestellten Kunststoffe in ausreichenden Mengen zu recyceln, hei&szlig;t es im Bericht. &raquo;Alles andere als zirkul&auml;r&laquo; nennt der Koordinator der Studie Shardul Agrawala die weltweite Plastikwirtschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/news\/plastikmuell-jeden-tag-das-gewicht-von-100-eiffeltuermen\/1990567\">Spektrum<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Antarktis: Umweltverschmutzung verschlimmert Schneeschmelze in der Antarktis<\/strong><br>\nIn der Antarktis ist die Umweltverschmutzung hausgemacht: Je mehr Kreuzfahrtschiffe kommen, desto mehr Ru&szlig; legt sich auf den Schnee. Und der schmilzt dann schneller als ohnehin.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/news\/antarktis-umweltverschmutzung-beschleunigt-schneeschmelze\/1990678\">Spektrum<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Nach rechts abgezweigt<\/strong><br>\nFrankreichs linke W&auml;hlerschaft hat ihre Kandidaten aufgegeben: Profiteur ist Staatschef Macron<br>\nFrankreichs linke W&auml;hlerschaft hat ihre Kandidaten f&uuml;r die Pr&auml;sidentschaftswahl am 10. April offenbar bereits abgeschrieben. J&uuml;ngst vom Pariser Forschungszentrum f&uuml;r Politische Wissenschaften (Cevipof) ver&ouml;ffentlichte Umfrageergebnisse deuten darauf hin, dass ein gro&szlig;er Teil jener Wahlberechtigten, die dem Sozialdemokraten Fran&ccedil;ois Hollande 2012 die Mehrheit verschafften, in wenigen Wochen den amtierenden, als rechtsliberal bewerteten Staatschef Emmanuel Macron unterst&uuml;tzen wird. Gegen&uuml;ber den Meinungsforschern gaben sie an, die Kandidatur der aktuell f&uuml;nf dem &raquo;linken&laquo; politischen Lager zugerechneten Bewerberinnen und Bewerber sei &raquo;nicht seri&ouml;s&laquo;. Fazit: &raquo;Kein anderer Kandidat&laquo; als Macron sei inzwischen noch &raquo;glaubw&uuml;rdig&laquo;. Die Forscher des Cevipof erwarten au&szlig;erdem einen ersten Durchgang, der von hoher Wahlverweigerung gepr&auml;gt sein werde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/421384.wahlen-frankreich-nach-rechts-abgezweigt.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Ukraine-Krise: Friedenspolitik statt Eskalation<\/strong><br>\nDie Anerkennung von Donezk und Luhansk als unabh&auml;ngige Staaten durch Russland und die Entsendung von Milit&auml;r ist ein Bruch des Minsk-II-Abkommens, das durch UN-Sicherheitsratsbeschluss V&ouml;lkerrechtstatus hat. Dies dreht die Eskalationsschraube weiter nach oben, erh&ouml;ht die Spannungen und versch&auml;rft das Kriegsrisiko.<br>\nDiese Entscheidungen sind die Reaktion Russlands darauf, dass die Ukraine die Umsetzung von Minsk II mit Duldung des Westens seit acht Jahren blockiert und eine Ver&auml;nderung dieser Situation und der damit verbundenen unertr&auml;glichen Lage der Menschen in der Ostukraine nicht erreichbar erschien. Wir fordern sowohl von der Ukraine, als auch von Russland und dem Westen zu Minsk II zur&uuml;ckzukehren und auf dieser Basis &uuml;ber eine politische L&ouml;sung der Krise zu verhandeln.<br>\nDer Schritt Moskaus war die Reaktion darauf, dass die USA und die NATO nicht bereit waren, ernsthaft auf Verhandlungen &uuml;ber die legitimen Sicherheitsinteressen Moskaus einzugehen, die Moskau im Dezember vorschlug.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/220224-Friedenspolitik-statt-Eskalation.pdf\">Ukraine-Krise: Friedenspolitik statt Eskalation [PDF]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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