{"id":8118,"date":"2011-01-26T08:56:18","date_gmt":"2011-01-26T07:56:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8118"},"modified":"2011-01-26T12:50:40","modified_gmt":"2011-01-26T11:50:40","slug":"hinweise-des-tages-1310","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8118","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Zu Guttenberg; vom Primat der Politik zum Primat der Nettomarge; Abgeltungssteuer ein Rohrkrepierer; &Uuml;bersicht &uuml;ber die Bankenrettungsmittel; Tory-Vordenker kritisiert &lsquo;v&ouml;llig perverses&rsquo; Finanzsystem; Extraprofite dank Euro; IWF &ndash; Das Finanzsystem ist noch nicht stabil; Managerhaftung; Arbeitslosigkeit bleibt weltweit auf Rekordhoch; jeder sechste EU-B&uuml;rger ist armutsgef&auml;hrdet; Lottogewinn wird von Hartz IV abgezogen; die neue Jagd nach Ressourcen; Aigner will Kosten aufw&auml;ndiger Anfragen auf Antragsteller abw&auml;lzen; Steuerfahnder bekommen keine Akteneinsicht; der Maschmeyer-Komplex; Ablenkungsman&ouml;ver L&auml;nderfinanzausgleich; Iranischer Verzicht auf Atomwaffen ist m&ouml;glich; Thaci &ldquo;gro&szlig;er Fisch&rdquo; der organisierten Kriminalit&auml;t; Revolution in Tunesien; Chinas neue Rolle; Bungabunga-Land; Palestine Papers; die Unruhe der jungen Griechen; Parteien; Der Journalismus siecht; Bayern will Geb&uuml;hren f&uuml;r studienbegleitendes Studium.<br>\n(JB\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Zu Guttenberg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Vom Primat der Politik zum Primat der Nettomarge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Abgeltungssteuer: Ein dreifacher Rohrkrepierer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">&Uuml;bersicht Bankenrettungsmittel des Bundes (Soffin)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Tory-Vordenker kritisiert &lsquo;v&ouml;llig perverses&rsquo; Finanzsystem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Deutschland: Extraprofite dank Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">IWF &ndash; Das Finanzsystem ist noch nicht stabil<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Managerhaftung &ndash; Bis auf das letzte Hemd<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Arbeitslosigkeit bleibt weltweit auf Rekordhoch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Jeder sechste EU-B&uuml;rger ist armutsgef&auml;hrdet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Lottogewinn wird von Hartz IV abgezogen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Die neue Jagd nach Ressourcen: Wie die EU-Handels- und Rohstoffpolitik Entwicklung bedroht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Verbraucher-Informationsgesetz: Aigner will Kosten aufw&auml;ndiger Anfragen auf Antragsteller abw&auml;lzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Steuerfahnder bekommen keine Akteneinsicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Der Maschmeyer-Komplex<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Ablenkungsman&ouml;ver L&auml;nderfinanzausgleich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Iranischer Verzicht auf Atomwaffen ist m&ouml;glich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Thaci &ldquo;gro&szlig;er Fisch&rdquo; der organisierten Kriminalit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Revolution in Tunesien: In dieser Phase h&auml;ngt viel von Europa ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Chinas neue Rolle im globalen Kapitalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Ermittlungen gegen Berlusconi: Showdown im Bungabunga-Land<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">Der ewige Berlusconi<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h23\">Die Palestine-Papers<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h24\">Die Unruhe der jungen Griechen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h25\">Parteien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h26\">Der Journalismus siecht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h27\">Bayern will &bdquo;Forschungsprofessuren&ldquo; und hohe Geb&uuml;hren f&uuml;r berufsbegleitende Studien einf&uuml;hren<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=8118&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Zu Guttenberg <\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Guttenbergs strategischer Partner<\/strong><br>\nDer Verteidigungsminister pflegt mit der &bdquo;Bild&rdquo;-Zeitung ein besonders inniges Verh&auml;ltnis.<br>\nVerteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hatte am Freitagmorgen im Bundestag gesprochen und sich zu den Ungl&uuml;cken ge&auml;u&szlig;ert, bei denen auf der &bdquo;Gorch Fock&rdquo; im November eine junge Marinesoldatin ums Leben kam und im Dezember ein junger Soldat beim Waffenreinigen in Afghanistan get&ouml;tet wurde. Um die Mittagszeit hatte der Sprecher des Ministeriums zahlreiche Fragen dazu und auch zur illegalen &Ouml;ffnung von Feldpostbriefen der Bundeswehrsoldaten beantwortet. Doch die eigentlichen Mitteilungen des Ministers wurden am Samstag und Sonntag in der &bdquo;Bild&rdquo;-Presse publiziert  &ndash; begleitet von fetten &Uuml;berschriften wie &bdquo;So starb die Gorch-Fock-Matrosin wirklich&rdquo; und &bdquo;Minister Liebling im Sturm&rdquo;. Denn nach Medienberichten war der Kapit&auml;n der &bdquo;Gorch Fock&rdquo;, Schatz, am sp&auml;ten Freitagabend w&auml;hrend einer gemeinsamen Auto fahrt des Ministers mit einem Reporter der Zeitung &bdquo;Bild am Sonntag&rdquo; abberufen worden. Ein Bericht des Blattes erweckt den Eindruck, als habe der Minister w&auml;hrend der Fahrt (&bdquo;der gepanzerte Audi A8 schie&szlig;t mit knapp 200 Kilometer pro Stunde durch die Freitagnacht&hellip; als Guttenberg der Kragen platzt.&rdquo;) seine Entscheidung getroffen, nachdem &bdquo;immer neue Einzelheiten &uuml;ber seltsame Rituale und Qu&auml;lereien&rdquo; auf der &bdquo;Gorch Fock&rdquo; be kannt geworden waren. Mit Details solcher Praktiken (&bdquo;Ekel-Rituale&rdquo;) konfrontierte die &bdquo;Bild&rdquo;-Zeitung ihre Leser am Wochenende und am Montag. Ebenso wurde die ziemlich aberwitzig anmuten den Aussage einer anonymen &bdquo;ehemaligen Kadettin&rdquo; verbreitet, das Schiff sei &bdquo;der gr&ouml;&szlig;te schwimmende Puff Deutschlands&rdquo; . Zudem wurden die unbelegten Behauptungen &uuml;ber sexuelle &Uuml;bergriffe an Bord in einen m&ouml;glichen Zusammenhang mit dem Tod der Kadettin Jenny B. gebracht, die im September 2008 unter nie ganz gekl&auml;rten Umst&auml;nden n&auml;chtens &uuml;ber Bord der &bdquo;Gorch Fock&rdquo; gest&uuml;rzt war und sp&auml;ter tot aufgefunden wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1\/Doc~EEF3CE384A7C945BDBC6EB7E8B363FD27~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Es ist ja erfreulich, dass immer mehr Medien einen kritischen Ton gegen&uuml;ber dem Umfragen-K&ouml;nig von und zu Guttenberg anschlagen. Dennoch habe ich den Eindruck, dass ein Nebeneffekt der j&uuml;ngsten Aufregung &uuml;ber die Vorkommnisse auf der Gorch Fock ist, dass die Diskussion &uuml;ber den Kriegseinsatz in Afghanistan immer mehr in den Hintergrund gedr&auml;ngt wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Der BILD-Minister<\/strong><br>\nVon Heinz-Oskar Vetter, dem fr&uuml;heren DGB-Vorsitzenden, stammt der Satz: &ldquo;Wer sich in BILD begibt, kommt darin um&rdquo;. So weit ist es zwar bei Verteidigungsminister zu Guttenberg noch nicht, aber seine N&auml;he zu BILD k&ouml;nnte f&uuml;r ihn verh&auml;ngnisvoll werden. BILD war ma&szlig;geblich daran beteiligt, ihn zum beliebtesten Politiker hochzuschreiben. Welche Rolle spielt die Zeitung bei seinem m&ouml;glichen Abstieg?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sprengsatz.de\/?p=3593%20\">Sprengsatz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung M.B.:<\/strong> Kommentator Michael Spreng war fr&uuml;her <a href=\"http:\/\/www.sprengsatz.de\/?page_id=75\">Bild-am-Sonntag-Chefredakteur<\/a>. Er muss es ja wissen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Bericht des Wehrbeauftragten; So fies kann die Bundeswehr sein<\/strong><br>\nBrutale Ausbildungsmethoden, unf&auml;hige Vorgesetzte und b&uuml;rokratische Verfahren &ndash; der Wehrbeauftragte K&ouml;nigshaus zeichnet in seinem Jahresbericht ein trauriges Bild der Truppe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:bericht-des-wehrbeauftragten-so-fies-kann-die-bundeswehr-sein\/60002595.html\">FTD<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Vom Primat der Politik zum Primat der Nettomarge<\/strong><br>\nDer Kontrast zwischen Stimmung und Lage k&ouml;nnte kaum gr&ouml;&szlig;er sein, und daran &auml;nderte sich auch wenig, wenn man statt der westlichen Industrieproduktion jene der ganzen Welt abtragen w&uuml;rde. Dass die realen Warenexporte Deutschlands im November blo&szlig; noch um zwei Prozent h&ouml;her ausfielen als im Mai, ist ein weiterer Aspekt, der angesichts der &uuml;berbordenden Stimmung gern &uuml;bersehen wird. [&hellip;] Ja, die Firmen verdienen pr&auml;chtig, f&uuml;r Europa werden heuer neue Rekordgewinnspannen erwartet, und genau das kommt in den Stimmungsindikatoren zum Ausdruck, wie auch die franz&ouml;sischen oder belgischen Werte zeigen.<br>\nNur hat das seinen Preis &ndash; und mittelfristig vielleicht sogar einen hohen politischen Preis. Denn worauf gehen die Gewinne zur&uuml;ck? Nach mehr als zehn Jahren der Finanzmarktbeobachtung in einer globalisierten, der Sucht nach schnellem Gewinn unterliegenden Welt l&auml;sst es sich so zusammenfassen: Die Firmen wollen keine L&ouml;hne zahlen, keine Sachinvestitionen t&auml;tigen, keine Entwicklungsmark zu viel ausgeben, keine Steuern berappen, aber kostenloses Bauland bei jeder Errichtung einer neuen Anlage, begleitende Forschungszusch&uuml;sse und vielerlei sonstige Zuckerchen. Doch trotz der entsprechend niedrigen privaten Einkommen und der schwachen Staatseinnahmen wollen die Firmen hohe Ums&auml;tze, weshalb die Zentralbanken zun&auml;chst eine private Kreditsause finanziert haben und dann eine &ouml;ffentliche. In der Konsequenz erzielen die deutschen Firmen seit 2004 Finanzierungs&uuml;bersch&uuml;sse. F&uuml;r die im MSCI Europa enthaltenen nichtfinanziellen Firmen wird f&uuml;r 2011 ein Mittel&uuml;berschuss nach Investitionen von sage und schreibe sechs Prozent des Umsatzes gesch&auml;tzt. Pervers.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/marktberichte\/:das-kapital-vom-primat-der-politik-zum-primat-der-nettomarge\/60001835.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Abgeltungssteuer: Ein dreifacher Rohrkrepierer<\/strong><br>\nDie Abgeltungsteuer auf Kapitalertr&auml;ge erweist sich als Irrtum an drei Fronten. Sie verw&ouml;hnt verm&ouml;gende B&uuml;rger, vertreibt Sparer mit mittleren Einkommen und verursacht ein Loch in der Staatskasse. Sie sorgt f&uuml;r Frust selbst beim Fiskus. Noch bleibt die Chance, dass der Finanzhof sie einkassiert. [&hellip;]<br>\nSeit 2009 werden Kapitalertr&auml;ge wie Zinseinnahmen oder Kursgewinne aus Aktiengesch&auml;ften einheitlich mit 25 Prozent besteuert &ndash; und nicht mehr mit dem pers&ouml;nlichen Steuersatz von bis zu 45 Prozent. Was sich verlockend einfach anh&ouml;rt, hat f&uuml;r die Staatskasse wie f&uuml;r die Steuermoral jedoch verheerende Folgen. Die Abgeltungsteuer ist zun&auml;chst ein riesiges Steuergeschenk f&uuml;r sehr verm&ouml;gende B&uuml;rger. Gro&szlig;e Aktien- und Anleihendepots haben vor allem diejenigen, die es sich leisten k&ouml;nnen: F&uuml;r diese hoch Verm&ouml;genden hat sich die Steuerbelastung von 45 Prozent Spitzensteuersatz (plus eventuell Reichensteuer) auf 25 Prozent Abgeltungsteuer beinahe halbiert.<br>\nDie Hoffnung des damaligen Finanzministers Peer Steinbr&uuml;ck, durch dieses Entgegenkommen das im Ausland gebunkerte Schwarzgeld zur&uuml;ckzuholen und damit die Verluste aus der Steuersenkung auszugleichen, hat sich nicht erf&uuml;llt. Das Schwarzgeld bleibt &uuml;berwiegend dort, wo es ist, und die vielen ehrlichen verm&ouml;genden Steuerzahler in Deutschland werden seitdem niedriger besteuert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/finanzen\/artikel\/0,2828,741476,00.html\">Manager Magazin<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&Uuml;bersicht Bankenrettungsmittel des Bundes (Soffin)<\/strong><br>\nStand: Januar 2011\n<ul>\n<li>Summe der aktuellen Kapitalhilfen: 29,3 Mrd. &euro;<\/li>\n<li>Summe der aktuellen Garantien: 55,61 Mrd. &euro;<\/li>\n<li>Summe Engagement in Abwicklungsanstalten: 50,93 Mrd. &euro;<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"\/upload\/pdf\/110127_soffin_uebersicht_bankenrettungsmittel_januar_2011.pdf\">Pressemeldungen und Unternehmens-Ad-hoc-Mitteilungen [PDF &ndash; 24.7 KB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wenn diese Statistik nicht tr&uuml;gt. Man m&uuml;sste zumindest auch noch wissen, wie hoch die Betr&auml;ge sind, die als Forderungen f&uuml;r Kapitalhilfen und Kredite gut geschrieben sind und welchen Verkaufswert diese gegenw&auml;rtig haben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Tory-Vordenker kritisiert &lsquo;v&ouml;llig perverses&rsquo; Finanzsystem<\/strong><br>\nDie freie Marktwirtschaft habe zu einer Konzentration des Reichtums gef&uuml;hrt, kritisiert Philip Blond. Eine neue Form der Sklaverei sei geschaffen worden.<br>\nEiner der einflussreichsten Vordenker der regierenden britischen Konservativen, Philip Blond, &uuml;bt scharfe Kritik am herrschenden Finanzsystem. &ldquo;Wenn Banken zinsenfrei Geld beim Staat ausleihen, um es in Staatsanleihen zu investieren und Zinsen zu kassieren, w&auml;hrend die Unternehmen keine Kredite bekommen, dann ist das ein v&ouml;llig perverses System&rdquo;, sagte Blond am Dienstag beim &ldquo;com.sult&rdquo;-Kongress in Wien.<br>\nBlond kritisierte weiter, dass die Steuerzahler f&uuml;r internationale Abenteuer der Banken ihres Landes haften m&uuml;ssen. &ldquo;Banken leben international, aber sie sterben national&rdquo;, sagte er ironisch. Er wies darauf hin, dass die Bilanzsumme der britischen Banken mittlerweile das F&uuml;nffache der Wirtschaftskraft Gro&szlig;britanniens betrage. In den 1970er Jahren seien es nur 50 Prozent des britischen BIP gewesen.<br>\nDer Chef der Londoner Denkfabrik &ldquo;ResPublica&rdquo; gilt als Architekt der Neuausrichtung der vom britischen Premier David Cameron gef&uuml;hrten Torys.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/diepresse.com\/home\/wirtschaft\/international\/628154\/ToryVordenker-kritisiert-voellig-perverses-Finanzsystem?_vl_backlink=\/home\/wirtschaft\/index.do\">Die Presse<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Deutschland: Extraprofite dank Euro<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Wirtschafts- und W&auml;hrungsunion durchl&auml;uft eine tiefe Krise. Die Zweifel der Menschen an Sinn und Zweck des Euro stiegen im letzten Jahr insbesondere hierzulande. Vielerorts hei&szlig;t es, Deutschland sei der Leidtragende Europas und m&uuml;sse f&uuml;r die in Saus und Braus lebenden Griechen, Iren und Portugiesen mit kr&auml;ftigen Finanzspritzen in die Bresche springen. Die Zahlen sprechen eine andere Sprache. Deutschland ist nicht Europas Samariter, sondern hat dank der Eurozone satte Extraprofite eingestrichen. Kein Land hat von der Gemeinschaftsw&auml;hrung so stark profitiert.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.dgb.de\/++co++2ea9aa04-2932-11e0-6d4c-00188b4dc422\/scaled\/size\/226\" alt=\"Extraprofit danke Euro\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++1d36c514-288c-11e0-614d-00188b4dc422\">DGB klartext<\/a><\/p>\n<p>Dazu auch:<\/p>\n<p><strong>Lucas Zeise: Warum die europ&auml;ische W&auml;hrungsunion scheitert<\/strong><br>\nIn der &ouml;ffentlichen Diskussion wird so getan, als sei der Euro ein Zugest&auml;ndnis der Deutschen an die armen europ&auml;ischen Nachbarn. Deren Finanzprobleme werden als Ergebnis fehlender Spartugend, mangelnder Disziplin oder, noch schlimmer, zu hoher Ausgaben f&uuml;r Bildung, Infrastruktur und Soziales dargestellt. Es wird lauthals nationalistisch gejodelt. Die Bundesregierung l&auml;&szlig;t sich nur widerstrebend auf gemeinsame Rettungsprogramme mit den anderen Euro-L&auml;ndern ein. Sie h&auml;lt, so lange es m&ouml;glich ist, an der Fiktion fest, diese Staaten k&ouml;nnten sich durch Sparsamkeit aus der Misere befreien. Sie verz&ouml;gert, behindert und vermeidet, so gut es geht, jeden Grad h&ouml;herer Gemeinsamkeit der Euro-Staaten bei ihrer Refinanzierung am Finanzmarkt. Sie gef&auml;hrdet damit das Projekt W&auml;hrungsunion.<br>\nDieses Risiko nimmt sie augenscheinlich in Kauf, um den deutschen Unternehmen die Vorteile aus der W&auml;hrungsunion ausschlie&szlig;lich zukommen zu lassen. Dies gelingt aber nur dann, so das Kalk&uuml;l, wenn erstens die in Deutschland restriktive Lohn- und Wirtschaftspolitik Euro-weit durchgesetzt werden kann und zweitens kein Fu&szlig;breit der Konkurrenzvorteile, die Deutschland aufgrund seiner Gr&ouml;&szlig;e auf dem Finanzmarkt genie&szlig;t, an die EU-Partner weitergegeben wird. Der erste Grundsatz bedeutet in der Praxis, da&szlig; den Staaten, die Finanzhilfe brauchen, eine noch rigidere Sparpolitik verordnet wird, als sie der IWF traditionell verordnet. Der zweite Grundsatz bedeutet in der Praxis, da&szlig; eine Weitergabe des Zinsvorteils, den der deutsche Staat als Schuldner auf dem Finanzmarkt genie&szlig;t, unter keinen Umst&auml;nden an die Euro-Partner weitergegeben oder verallgemeinert werden darf. So bestand die Bundesregierung bei der Vergabe der Hilfskredite auf m&ouml;glichst hohen Zinsen. So lehnt sie rigoros die gemeinsame Schuldenaufnahme der Euro-Staaten (die sogenannten Euro-Bonds) auch in einer Form ab, die eine automatische gegenseitige Haftung f&uuml;r diese Bonds ausschlie&szlig;t.<br>\nInsgesamt scheint die deutsche Regierung entschlossen, die Exportst&auml;rke deutscher Unternehmen noch zu f&ouml;rdern und damit die Ungleichgewichte in den Handels- und Leistungsbilanzen noch auszuweiten. Die schw&auml;cheren Euro-L&auml;nder haben so mittelfristig keine Chancen, ihre Lage zu stabilisieren.<br>\nEs war, so wird man im R&uuml;ckblick einmal sagen, ein historisch ung&uuml;nstiger Zufall, da&szlig; die entscheidende Euro-Krise mit einer kurzen Periode zeitlich zusammenfiel, als Deutschland wie ein Gewinner der Krise aussah. Es wirkte in dieser Zeit so, als k&ouml;nne die deutsche Volkswirtschaft gedeihen, obwohl zugleich die Euro-Zone in die Restriktionsfalle geriet. Der damalige Wirtschaftsminister, so wird man sich erz&auml;hlen, ein eigenartiger Kauz der liberalen Partei, habe von einem XXL-Aufschwung gefaselt. Die Unternehmenslenker h&auml;tten angesichts der bei ihnen stattfindenden Gewinnexplosion diesen Vorgang mit positiven Zukunftsaussichten verwechselt. Die Bundesregierung schlie&szlig;lich habe in v&ouml;lliger Selbst&uuml;bersch&auml;tzung geglaubt, den Vorteil der W&auml;hrungsunion zugunsten der heimischen Banken und Konzerne einzuheimsen, daf&uuml;r aber nichts bezahlen zu m&uuml;ssen.<br>\nVor allem deshalb, so wird man sich erz&auml;hlen, hat die W&auml;hrungsunion, dieses interessante Projekt des deutschen und europ&auml;ischen Kapitals, die gro&szlig;e Finanzkrise nicht &uuml;berlebt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/01-26\/045.php?print=1\">junge Welt <\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>IWF &ndash; Das Finanzsystem ist noch nicht stabil<\/strong><br>\nDie Stimmung unter Konsumenten, Anlegern und Experten ist ungemein gut. Viele rechnen mit einer robusten wirtschaftlichen Entwicklung und steigenden Kursen an den B&ouml;rsen. Der Internationale W&auml;hrungsfonds weist auf die Risiken hin.<br>\nAnders jedoch der Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF). Die Stabilit&auml;t des Weltfinanzsystems sei noch nicht gesichert, erkl&auml;rt er in seinem Update zum Globalen Finanzstabilit&auml;tsbericht und verweist auf beachtliche Probleme, die es politisch noch zu l&ouml;sen gelte. Die Restrukturierung der Bilanzen sei noch nicht vollendet und komme nur langsam voran, w&auml;hrend die Verschuldung weiterhin sehr hoch sei, hei&szlig;t es weiter.<br>\nIn Europa sei die Wechselwirkung zwischen Banken und den Risiken staatlicher Schuldner &bdquo;entscheidend&ldquo;. Auf globaler Ebene seien weitergehende regulatorische Reformen notwendig, um den Finanzsektor auf gesundere und solidere Fundamente zu setzen. Die stimulativen Strategien in den Industriestaaten und vorteilhafte Bedingungen in den Schwellenl&auml;ndern f&uuml;hrten dort zu starken Kapitalzufl&uuml;ssen. Aus diesem Grund m&uuml;ssten die Verantwortlichen in diesen Regionen auf die Entstehung von Verm&ouml;genspreisblasen achten sowie gegen exzessive Kreditvergabe vorgehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub09A305833E12405A808EF01024D15375\/Doc~E8916B6A6D0174889A656B61E4357CE0E~ATpl~Ecommon~Sspezial.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Managerhaftung &ndash; Bis auf das letzte Hemd<\/strong><br>\nH&auml;rtere Ma&szlig;st&auml;be, strengere Aufsichtsgremien und emp&ouml;rte B&uuml;rger: Warum Top-Manager immer mehr Schadenersatz f&uuml;r Aff&auml;ren aller Art zahlen sollen und daran am Ende sogar pleitegehen k&ouml;nnten.<br>\nWerner Schmidt, Bankkaufmann im Ruhestand, hat sich in seinem Berufsleben ein kleines Verm&ouml;gen angespart. Der Schwabe war etliche Jahre lang Chef zweier Landesbanken, erst in Baden-W&uuml;rttemberg und dann in Bayern, und legte in den gut bezahlten Jobs einiges beiseite. Dem 67-j&auml;hrigen geh&ouml;rt ein Haus im Voralpenland, wo er mit seiner Frau lebt; hinzu kommen mehrere Wohnungen sowie gut gef&uuml;llte Bankdepots. So steht es in den Akten der M&uuml;nchner Staatsanwaltschaft. Einige Millionen Euro kommen da schon zusammen. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis ein Bote von Bayerns Landesbank bei Schmidt klingelt und ihm eine Schadenersatzforderung in H&ouml;he von 200 Millionen Euro &uuml;bergibt. So viel will die Staatsbank am alten, achtk&ouml;pfigen Vorstand f&uuml;r das Desaster bei der &ouml;sterreichischen Hypo Group Alpe Adria (HGAA) eintreiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/manager-haftung-fuer-fehler-bis-auf-das-letzte-hemd-1.1050435\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Leser R.K.:<\/strong> Vielleicht werden jetzt endlich einmal &ldquo;Selbstverst&auml;ndlichkeiten&rdquo; geregelt. Bis es wirklich so weit ist, bleiben es f&uuml;r mich nur vollmundige Ank&uuml;ndigungen. Oder gab es mittlerweile mal eine Verdachtsk&uuml;ndigung bei den Managern und ich habe diese nur verpasst?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Arbeitslosigkeit bleibt weltweit auf Rekordhoch<\/strong><br>\nDie Arbeitslosigkeit bleibt weltweit auf einem Rekordhoch, obwohl sich die Wirtschaft in vielen L&auml;ndern erholt. Rund 205 Millionen Menschen auf der Welt seien derzeit arbeitslos, kaum weniger als im Krisenjahr 2009, berichtet die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) in ihren am Dienstag erschienenen &ldquo;Globalen Besch&auml;ftigungstrends&rdquo; (&ldquo;Global Employment Trends&rdquo;). Die durchschnittliche Arbeitslosenrate lag 2010 bei 6,2 Prozent &ndash; nach 6,3 Prozent im Vorjahr.<br>\nVor dem Ausbruch der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2007 hatte die weltweite Arbeitslosenquote bei 5,6 Prozent gelegen. Durch die Wirtschaftskrise stieg die Zahl der Arbeitslosen der ILO zufolge weltweit um 27,6 Millionen im Vergleich zu 2007. [&hellip;]<br>\nBesonders stark betroffen von der Krise waren die Industriel&auml;nder. Zwischen 2007 und 2010 stieg hier die durchschnittliche Arbeitslosenrate von 5,8 auf 8,8 Prozent. F&uuml;r 2011 prognostiziert die ILO eine leichte Erholung, doch selbst dann d&uuml;rfte die Arbeitslosenquote noch um die H&auml;lfte &uuml;ber dem Stand vor der Krise liegen. Eine Ausnahme stelle lediglich Deutschland dar, wo Kurzarbeit und andere arbeitsmarktpolitische Ma&szlig;nahmen einem Anstieg der Arbeitslosigkeit erfolgreich entgegenwirkten.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.epo.de\/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=6889:arbeitslosigkeit-bleibt-weltweit-auf-rekordhoch&amp;catid=99:topnews\">epo<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.ilo.org\/global\/about-the-ilo\/press-and-media-centre\/press-releases\/WCMS_150581\/lang--en\/index.htm\">ILO<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Jeder sechste EU-B&uuml;rger ist armutsgef&auml;hrdet<\/strong><br>\nDurchschnittlich 16,3 Prozent der Bev&ouml;lkerung der Europ&auml;ischen Union waren 2008 armutsgef&auml;hrdet. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden weiter mitteilte, lag Deutschland mit einer Quote von 15,5 Prozent dabei unter dem europ&auml;ischen Durchschnittswert.<br>\nEine Person ist nach EU-Definition armutsgef&auml;hrdet, wenn sie nach Einbeziehung staatlicher Transferleistungen ein Einkommen von weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Gesamtbev&ouml;lkerung des Landes, in dem sie lebt, zur Verf&uuml;gung hat. [&hellip;]<br>\nBesonders stark betroffen waren danach die baltischen Staaten Lettland (25,7 Prozent), Litauen (20,6) und Estland (19,7), in den Balkanl&auml;ndern Rum&auml;nien (22,4) und Bulgarien (21,8) sowie in Griechenland (19,7) und Spanien (19,5). Die niedrigsten Quoten wiesen die Tschechische Republik (8,6), die Slowakei (11,0), die Niederlande (11,1) und Slowenien (11,3) auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article12333432\/Jeder-sechste-EU-Buerger-ist-armutsgefaehrdet.html\">WELT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Lottogewinn wird von Hartz IV abgezogen<\/strong><br>\nHartz IV-Empf&auml;nger bekommen auch einen kleineren Lottogewinn von ihren staatlichen Leistungen abgezogen. Der Gewinn werde als Einkommen angerechnet, entschied das nordrhein-westf&auml;lische Landessozialgericht in Essen in einem am Dienstag ver&ouml;ffentlichten Urteil. Das Geld, das ein Spieler jahrelang f&uuml;r Nieten ausgegeben haben mag, z&auml;hlt nicht.<br>\nEin Hilfsbed&uuml;rftiger aus Bielefeld hatte in der Lotterie &ldquo;Aktion Mensch&rdquo; 500 Euro gewonnen. Er wehrte sich gegen die Anrechnung auf seine Hartz-IV-Leistungen in zwei Monatsbetr&auml;gen von 250 Euro und scheiterte in zwei Instanzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/panorama\/landessozialgerichts-urteil-lottogewinn-wird-von-hartz-iv-abgezogen-1647090.html\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die neue Jagd nach Ressourcen: Wie die EU-Handels- und Rohstoffpolitik Entwicklung bedroht<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Union geht neue Wege, um ihren Unternehmen und Investoren den Zugang zu Rohstoffen in Entwicklungsl&auml;ndern zu erleichtern. Dazu z&auml;hlt auch eine neue Strategie, die in Br&uuml;ssel vorangetrieben wird &ndash; die Rohstoffinitiative. Der vorliegende Bericht zeigt, dass sich bereits die gegenw&auml;rtige Politik der EU &auml;u&szlig;erst negativ auf Entwicklungsl&auml;nder auswirkt. Sollten die neuen Vorschl&auml;ge der EU Erfolg haben, k&ouml;nnte sich die Situation noch versch&auml;rfen. Denn die vorgeschlagenen Ma&szlig;nahmen w&uuml;rden Entwicklungsl&auml;ndern wichtige politische Instrumente nehmen, mit denen sie bisher ihre wirtschaftliche und soziale Entwicklung wirksam lenken k&ouml;nnen. Dar&uuml;ber hinaus ist zu bef&uuml;rchten, dass Umweltsch&auml;den und Menschenrechtsverletzungen durch europ&auml;ische Unternehmen zunehmen werden. Schlimmstenfalls f&uuml;hrt die EU-Strategie zu einem Ressourcenraub, der Teil eines neuen Kampfes um Afrika und andere Regionen ist und der Entwicklungsl&auml;nder in eine neue Spirale der Armut treiben wird.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.oxfam.de\/sites\/www.oxfam.de\/files\/20101217_rohstoffbericht.pdf\">Rohstoffbericht [PDF &ndash; 3 MB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.oxfam.de\/rohstoff-bericht\">Oxfam<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Verbraucher-Informationsgesetz: Aigner will Kosten aufw&auml;ndiger Anfragen auf Antragsteller abw&auml;lzen<\/strong><br>\nBundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) will die Kosten f&uuml;r aufw&auml;ndige Anfragen nach dem Verbraucherinformationsgesetz (VIG) verst&auml;rkt auf die Antragsteller abw&auml;lzen. Das geht aus einem 36-seitigen Referentenentwurf ihres Ministeriums zur Novelle des Gesetzes hervor, der dem ARD-Politikmagazin REPORT MAINZ vorliegt. Danach sollen Antragsteller bei Anfragen nach Rechtsverst&ouml;&szlig;en, etwa von Lebensmittelproduzenten oder H&auml;ndlern, grunds&auml;tzlich alle Kosten selbst tragen, wenn den Beh&ouml;rden dadurch ein Verwaltungsaufwand von mehr als 1.000 Euro entsteht. Bisher waren solche Anfragen kostenlos.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/report\/presse\/-\/id=1197424\/nid=1197424\/did=7533304\/19sa2qp\/index.html\">SWR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers F.S.:<\/strong> Ich hielte eher das unfeine Wort &ldquo;verarschte Verbraucher&rdquo; f&uuml;r wesentlich deutlicher, das versteht jeder.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Steuerfahnder bekommen keine Akteneinsicht<\/strong><br>\nUntersuchungsaussch&uuml;sse geh&ouml;ren zu den sch&auml;rfsten Kontrollmitteln des Landtags gegen&uuml;ber der Regierung&ldquo;, hei&szlig;t es in der Selbstdarstellung des Hessischen Landtags. Sie &bdquo;dienen dem Zweck, Vorkommnisse in Politik und Verwaltung, die als Missst&auml;nde, Aff&auml;ren oder Skandale wahrgenommen werden, aufzukl&auml;ren&ldquo;. Soweit die Theorie. Die Zwangspensionierung von vier Steuerfahndern, die mit falschen psychiatrischen Gutachten zu &bdquo;paranoiden&ldquo; Querulanten abgestempelt wurden, nachdem sie im Schwarzgeldskandal der CDU und gegen gro&szlig;e Banken ermittelt hatten, wird in Hessen als Skandal wahrgenommen. Doch hat das Parlament wirklich versucht, den Fall aufzukl&auml;ren?<br>\nVom Hessischen Landtag wird am 28. Januar 2010 der Untersuchungsausschuss &bdquo;UNA 18\/1&ldquo; eingesetzt. Sein Auftrag: aufkl&auml;ren, ob die Steuerfahnder gezielt aus dem Dienst entfernt wurden, weil sie Kritik an der Bearbeitung von Steuerhinterziehungsf&auml;llen in Hessen ge&auml;u&szlig;ert hatten. Doch warum wurde in 14 Sitzungen bis heute kein einziger Zeuge geh&ouml;rt? Die &Ouml;ffentlichkeit erfuhr zuweilen davon, dass CDU und FDP den Fokus der Untersuchung gegen die Fahnder richten wollten und dass SPD und Gr&uuml;ne dagegen vor dem Staatsgerichtshof klagten, der bis heute kein Urteil gesprochen hat. Wegen der komplexen Verfahrensfragen habe der Ausschuss keine Zeugen vernehmen k&ouml;nnen, hei&szlig;t es offiziell. Doch das ist unwahr, wie Dokumente beweisen, die der FR vorliegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/spezials\/steuerfahnder-affaere\/steuerfahnder-bekommen-keine-akteneinsicht\/-\/1477340\/6722034\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><strong>dazu: Wer Fehler aufdeckt wird abgestraft<\/strong><br>\nDer Jurist und ehemalige EU-Beamte Guido Strack, der sich f&uuml;r den effektiven Schutz von Whistleblowern einsetzt, &uuml;ber Druck von Vorgesetzten und die Illusion, dass jeder Fall zum Skandal taugt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/spezials\/steuerfahnder-affaere\/-wer-fehler-aufdeckt-wird-abgestraft-\/-\/1477340\/6604222\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Der Maschmeyer-Komplex<\/strong><br>\nDie Financial Times Deutschland schrieb k&uuml;rzlich &uuml;ber Carsten Maschmeyer: &bdquo;Nach der Gr&uuml;ndung von AWD 1988 war Maschmeyer jahrelang der Auss&auml;tzige von der unbeliebten Dr&uuml;ckerkolonne. Damals wollten selbst die Chefs jener Versicherer ungern mit ihm gesehen werden, deren Policen er verkaufte.&ldquo; Heute ist Carsten Maschmeyer ein in der &Ouml;ffentlichkeit und innerhalb der Politprominenz &auml;u&szlig;erst beliebter Mann. Er gibt sich als gro&szlig;z&uuml;giger und gutherziger Spender f&uuml;r wohlt&auml;tige Zwecke, feiert rauschende Partys, wird von Bundespr&auml;sident Christian Wulff als Freund bezeichnet, ist mit der Schauspielerin Veronica Ferres verheiratet und  auch die Boulevard-Bl&auml;tter widmen sich seinem Namen. Carsten Maschmeyer bewegt sich innerhalb der engsten Zirkel der Macht.<br>\nGanz nebenbei stellen die Machenschaften von dem Gr&uuml;nder des mittlerweile zweitgr&ouml;&szlig;ten deutschen Finanzdienstleisters AWD Holding AG ein Paradebeispiel f&uuml;r Lobbyismus und politische Korruption dar. Maschmeyer, der mit AWD Millionen verdiente &ndash; zum Teil auf Kosten von ruinierten Kleinanlegern &ndash;  ist mit den Gr&ouml;&szlig;en der Politik nicht umsonst aufs Engste verbunden. Altkanzler Gerhard Schr&ouml;der unterst&uuml;tzte er einst im Wahlkampf in Niedersachsen, Bundespr&auml;sident Christian Wulff residierte in seiner Urlaubsvilla auf Mallorca, und SPD-Mann Walter Riester, der mit der Privatisierung der Altersvorsorge eine neue Goldgrube f&uuml;r Finanzdienstleistungsunternehmen aufstie&szlig;, prangte seitdem vor dem AWD-Logo.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/le-bohemien.net\/2011\/01\/14\/der-maschmeyer-komplex\/\">le boh&eacute;mien<\/a>\n<p>Dazu auch: <\/p>\n<p><strong>Carsten Maschmeyer startet Kreuzzug gegen NDR<\/strong><br>\nDer bisher f&uuml;r Journalisten schwer erreichbare Maschmeyer hat mit Klaus-Peter Schmidt-Deguelle, dem einstigen Berater des ehemaligen Bundesfinanzministers Hans Eichel, nun einen prominenten Sprecher engagiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/kultur\/article12334654\/Carsten-Maschmeyer-startet-Kreuzzug-gegen-NDR.html\">Welt Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Schmidt-Deguelle hat fr&uuml;her auch Walter Riester beraten. Er hatte es geschafft Hans Eichel insgesamt zwanzig Mal zu Sabine Christiansen zu bringen. Er hat auch Eichels Nachfolger Steinbr&uuml;ck beraten und ist (oder war) &uuml;brigens auch Medienberater, des <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/abteilungsleiter-halten-sich-mit-solidaritaet-zurueck\/v_default,1668556.html?_FORMAT=PRINT&amp;_FRAME=33\">in die Schlagzeilen geratenen Chefs des DIW<\/a>. Er ist Mitglied des Vorstandes f&uuml;r die WMP EuroCom AG, einer Berliner Lobbyfirma. Die WMP ist durch den R&uuml;cktritt des Leiters der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit in die Schlagzeilen geraten. Florian Gerster hatte ohne Ausschreibung Bernd Schiphorst von WMP als Berater engagiert. Die Honorarh&ouml;he von 1,3 Millionen Euro war f&uuml;r dieses Verfahren etwas zu hoch. Siehe auch: <a href=\"\/?p=43\">Zum Berater(un)wesen in der Politik<\/a>.<br>\nF&uuml;r WMP war auch Hans-Dietrich Genscher t&auml;tig, er war als Aktion&auml;r und Aufsichsratsvorsitzender von Anfang an dabei; Hauptaktion&auml;re waren zu Beginn die ehemaligen Bild-Macher Hans-Erich Bilges und Hans-Hermann Tiedje. Auch Roland Berger ist an der Aktiengesellschaft beteiligt; er hat die Aktien von Bilges &uuml;bernommen und <a href=\"http:\/\/www.wmp-ag.de\/berger.php\">ist heute Aufsichtsratsvorsitzender<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Ablenkungsman&ouml;ver L&auml;nderfinanzausgleich<\/strong><br>\nMit der Debatte versucht Schwarz-Gelb, Wahlkampf zu betreiben<br>\nWas der ehemalige BDI-Pr&auml;sident Hans-Olaf Henkel f&uuml;r den Euro-Raum forderte, wird nun zumindest im Wahlkampfgerassel in der Bundesrepublik Wirklichkeit: die Aufk&uuml;ndigung der Solidarit&auml;t zwischen Nord und S&uuml;d. Anders als bei Henkel geht es zwar nicht um die Einf&uuml;hrung zweier W&auml;hrungen, und die reichen L&auml;nder befinden sich auch nicht im Norden, sondern im S&uuml;den. Doch die dahinterstehende Idee, &auml;rmere L&auml;nder wegen- aus Sicht der reicheren &ndash; undisziplinierten und falschen Ausgabenpolitik abzustrafen, ist die gleiche&hellip;<br>\nDabei hat die Frage, wof&uuml;r welches Bundesland Geld ausgibt, &uuml;berhaupt keinen Einfluss auf die Verteilung &uuml;ber den im Grundgesetz verankerten L&auml;nderfinanzausgleich. F&uuml;r den Ausgleich relevant sind vor allem die Steuereinnahmen der L&auml;nder &ndash; ein kostenloses Universit&auml;tsstudium in Berlin geht also nicht zu Lasten des bayrischen Finanzministers. Ein weiteres Kriterium f&uuml;r den Finanzausgleich sind die strukturellen Voraussetzungen der L&auml;nder. Stadtstaaten wie Berlin, Bremen und Hamburg erhalten aufgrund ihrer Doppelbelastung, sie sind gleichzeitig Land und Gemeinde, einen Zuschlag. Auch d&uuml;nn besiedelte L&auml;nder wie Mecklenburg-Vorpommern bekommen einen Zuschlag, denn f&uuml;r sie ist die Unterhaltung der notwendigen Infrastruktur besonders kostspielig. Wie viel und wo die Nehmerl&auml;nder Geld einsparen, ist unerheblich &ndash; an den Geldstr&ouml;men im L&auml;nderfinanzausgleich &auml;ndert das nichts&hellip;<br>\nAuf die Einwohner der Geberl&auml;nder werden also k&uuml;nftig wohl Einschnitte zukommen. Die Schuld daf&uuml;r wird allerdings delegiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/34\/34075\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p>Dazu auch: <\/p>\n<p><strong>Haben kommt von Halten<\/strong><br>\nSolidarit&auml;t scheint eine Art Luxus zu sein, den man sich nur unter paradiesischen Zust&auml;nden leisten kann. Die neoliberale Mentalit&auml;t besticht dadurch, dass sie nur ein einziges Motiv menschlichen Handelns kennt: Gewinnstreben. Dies wird auf alle Bereiche des Lebens ausgedehnt, auf Wirtschaft, Staat, Verwaltung, Privatleben. Es wird behauptet, nur ein finanzieller &ldquo;Anreiz&rdquo; bewege Menschen und ihre Organisationen. Aktuell droht die CSU wieder einmal damit, aus dem L&auml;nderfinanzausgleich  auszusteigen. Dieser sei ohnehin nur die Aufforderung, auf Kosten anderer zu leben. Es sei ja kein Anreiz da, vern&uuml;nftig zu wirtschaften, wenn die reichen L&auml;nder die armen unterst&uuml;tzen.<br>\nSeltsam, denn in den ersten Jahrzehnten nach dem Krieg war es Bayern, das stark vom Ausgleich profitierte. Durch den Strukturwandel, der woanders nicht so gl&uuml;cklich ablief wie in Bayern, ist es jetzt halt umgekehrt. Warum sind die Bayern eigentlich nicht arm geblieben, wenn sich der Aufstieg gar nicht lohnt? Wie kommt es &uuml;berhaupt, dass ausgerechnet den Armen immer vorgeworfen wird, sie seien gern arm und selbst verschuldet? Man m&uuml;sse ihnen Beine machen, damit sie auch flei&szlig;ig und reich w&uuml;rden?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/feynsinn.org\/?p=6764\">Feynsinn<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Iranischer Verzicht auf Atomwaffen ist m&ouml;glich<\/strong><br>\nIst der Iran wirklich fest dazu entschlossen, Atomwaffen zu bauen? F&uuml;nf Gr&uuml;nde, warum die Situation m&ouml;glicherweise weniger alarmierend ist als vielfach bef&uuml;rchtet.<br>\nDie wahren atomaren Absichten des Iran zu beurteilen ist schwierig. Unterschiedliche Signale aus konkurrierenden Machtzentren helfen dabei genauso wenig wie die Kluft zwischen den scharfen &ouml;ffentlichen Erkl&auml;rungen iranischer Funktion&auml;re und ihren h&auml;ufig gem&auml;&szlig;igten privaten &Auml;u&szlig;erungen. Zu oft hat der Iran auf legitime Bedenken anderer L&auml;nder zu seinem Atomprogramm mit Blockade und Provokation reagiert. Allerdings ist die Schlussfolgerung, der Iran sei fest entschlossen, Atomwaffen zu bauen oder die F&auml;higkeit zu erlangen, niedrig angereichertes Uran schnell in waffenf&auml;higes umzuwandeln (&ldquo;Break-out-Capability&rdquo; ), &uuml;bereilt.<br>\nTats&auml;chlich gibt es gute Gr&uuml;nde zu glauben, dass die Situation weniger alarmierend ist und besser kontrolliert werden kann. Zwar ist eine Verhandlungsl&ouml;sung, die f&uuml;r den Iran und die internationale Gemeinschaft akzeptabel w&auml;re, ein immens schwieriges Unterfangen, sie ist aber m&ouml;glich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1295570723551\/Kommentar-der-Anderen-Iranischer-Verzicht-auf-Atomwaffen-ist-moeglich\">Der Standard<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Thaci &ldquo;gro&szlig;er Fisch&rdquo; der organisierten Kriminalit&auml;t<\/strong><br>\nGeheime NATO-Dokumente belasten nach einem Bericht der britischen Zeitung &ldquo;Guardian&rdquo; (Online-Ausgabe von Montag) den kosovarische Ministerpr&auml;sidenten Hashim Thaci und einen seiner engsten Vertrauten schwer. Thaci sei einer der &ldquo;gr&ouml;&szlig;ten Fische&rdquo; der organisierten Kriminalit&auml;t in seinem Land, hei&szlig;t es den Angaben zufolge in den Papieren, die dem Blatt zugespielt wurden.<br>\nDie Parlamentarische Versammlung des Europarats in Stra&szlig;burg debattiert am Dienstag &uuml;ber einen mutma&szlig;lichen illegalen Organhandel im Kosovo. Den Abgeordneten aus den 47 Mitgliedsl&auml;ndern liegt ein Bericht des Schweizer Liberalen Dick Marty vor. Dem Bericht zufolge k&ouml;nnten Thaci und andere Mitglieder der Befreiungsarmee des Kosovo (UCK) in den mutma&szlig;lichen Handel verwickelt gewesen sein. Der kosovarische Regierungschef bestreitet die Vorw&uuml;rfe vehement.<br>\nIn den geheimen NATO-Dokumenten hei&szlig;t es laut &ldquo;Guardian&rdquo;, die USA und andere westliche Staaten, die die kosovarische Regierung unterst&uuml;tzten, h&auml;tten seit Jahren umfangreiche Kenntnisse &uuml;ber deren kriminelle Verbindungen. In einer Erkl&auml;rung teilte die NATO vor kurzem mit, sie habe eine &ldquo;interne Untersuchung&rdquo; bez&uuml;glich der an die Medien durchgesickerten Dokumente eingeleitet. Dabei handle es sich um Geheimdiensterkenntnisse, die um das Jahr 2004 gewonnen worden seien.<br>\nIn den Papieren wird Thaci als Mitglied eines Triumvirats der &ldquo;gr&ouml;&szlig;ten Fische&rdquo; in Kreisen der organisierten Kriminalit&auml;t im Kosovo beschrieben. Zu diesen geh&ouml;rt demzufolge auch Xhavit Haliti, der fr&uuml;here Logistikchef der UCK. Haliti z&auml;hlt heute zu den engsten Mitarbeitern Thacis und ist einer der wichtigsten Vertreter der Regierungspartei PDK. Haliti, der am Dienstag als Teil einer Delegation in Stra&szlig;burg erwartet wird, hat den Bericht Martys massiv kritisiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1295570737513\/Heute-Debatte-im-Europarat-Dokumente-Thaci-grosser-Fisch-der-organisierten-Kriminalitaet\">Der Standard<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die Vorw&uuml;rfe gegen Hashim Tha&ccedil;i sind alles andere als neu. Auch der Inhalt der &bdquo;geheimen NATO-Dokumente&ldquo; ist nicht wirklich neu. Tha&ccedil;i baute bereits in den 90ern im Umfeld, der von ihm mitgegr&uuml;ndeten U&Ccedil;K einen &bdquo;Sicherheitsdienst&ldquo; auf, der im gesamten Kosovo als aktives kriminelles Netzwerk operierte. 1999 trat er als Delegationsleiter der kosovo-albanischen Seite bei den serbisch-albanischen Friedensverhandlungen von Rambouillet auf. 2000 wurde laut einer Meldung  der jugoslawischen Nachrichtenagentur Tanjug auf Anweisung von US-Aussenministerin Albright das Verfahren gegen ihn in Den Haag eingestellt. Tha&ccedil;is kriminelles Umfeld interessierte die NATO-Partner jedoch nicht. Dazu f&auml;llt einem eigentlich nur das ber&uuml;hmte Zitat von  Franklin Roosevelt &uuml;ber den damaligen nicaraguanischen Diktator Somoza Garc&iacute;a ein: &bdquo;Er ist ein Hurensohn, aber er ist unser Hurensohn.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Revolution in Tunesien: In dieser Phase h&auml;ngt viel von Europa ab<\/strong><br>\nTunesien ist im Umbruch. Noch ist unklar, welche politische Str&ouml;mung sich nach der Jasminrevolution durchsetzen wird. Der Direktor des EU-Instituts f&uuml;r Sicherheitsstudien, &Aacute;lvaro De Vasconcelos, sieht Chancen f&uuml;r eine echte Demokratie &ndash; wenn auch Europa zu Ver&auml;nderungen bereit ist:<br>\n&ldquo;Europa kann jede Menge tun. Es kann zum Beispiel beim Aufbau politischer Parteien helfen, so wie Deutschland nach dem Sturz der Salazar- und Franco-Regime in S&uuml;deuropa geholfen hat. Es kann auch finanziell helfen. Tunesien ist extrem abh&auml;ngig vom Konjunkturverlauf in Europa, weswegen es auch die Schockwellen der Euro-Krise zu sp&uuml;ren bekam. Denkbar ist eine Krisenhilfe, die je nach Fortschritt aufgestockt wird. Das mag in der aktuellen Finanzlage schwierig zu vermitteln sein, aber vergessen wir nicht, was hier auf dem Spiel steht.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/0,1518,741417,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Chinas neue Rolle im globalen Kapitalismus<\/strong><br>\nEs ist mittlerweile zum Allgemeinplatz geworden, dass China in den letzten drei Jahrzehnten einen historisch schier einzigartigen Wachstumsschub erfahren hat und so zu einer Weltmacht herangewachsen ist. Die j&uuml;ngsten Zeitungsmeldungen, dass das Land mittlerweile Japan als zweitgr&ouml;&szlig;te Wirtschaftsmacht abgel&ouml;st und Deutschland den Titel des Exportweltmeisters abgenommen hat, zeugen von einem gewaltigen Umbruch, den das kapitalistische Weltsystem derzeit erf&auml;hrt. Es ist somit kein Wunder, dass dieser Wandel zu einer &auml;u&szlig;erst lebendigen Diskussion gef&uuml;hrt hat, in der manchmal auch kontr&auml;re Einsch&auml;tzungen &uuml;ber dessen Natur und Tragweite aufeinanderprallen.<br>\nIn Folgenden wird ein kurzer &Uuml;berblick &uuml;ber einige zentrale Str&auml;nge und Streitpunkte der kritischen Diskussion zu Chinas Aufstieg im globalen Kapitalismus gegeben. Um die Argumente der einzelnen Str&ouml;mungen besser einordnen zu k&ouml;nnen, wird die Theoriedebatte hierf&uuml;r auf Grunddaten zur chinesischen Entwicklung bezogen. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob China mittelfristig die USA als Weltmacht Nr. 1 abl&ouml;sen kann. Zun&auml;chst wird ein &Uuml;berblick &uuml;ber das chinesische Kapitalismusmodell und dessen Triebkr&auml;fte, Regulierungsmuster und Entwicklungsblockaden gegeben. In einem zweiten Schritt wird dann diskutiert, wie gro&szlig; der Einfluss von China im Weltmarkt heute eigentlich ist. Darauf folgt eine Darstellung der chinesischen Au&szlig;enpolitik mit der Fragestellung, ob ein friedlicher Aufstieg oder eine eher konfliktreiche Epoche zu erwarten ist. Abschlie&szlig;end wird aus den einzelnen Argumenten die These entwickelt, dass China zwar mittelfristig zur gr&ouml;&szlig;ten &ouml;konomischen Macht heranwachsen k&ouml;nnte, aber die Strukturen und Spielregeln des Weltmarkts noch f&uuml;r eine lange Zeit dem Westen zugutekommen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.prokla.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2010\/schmalz.pdf\">Prokla [PDF &ndash; 129 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Ermittlungen gegen Berlusconi: Showdown im Bungabunga-Land<\/strong><br>\nMeine nicht-italienischen Freunde k&ouml;nnen nicht verstehen, wie ein Mann sich in einer europ&auml;ischen Demokratie unser diesen Umst&auml;nden an der Macht halten kann. Es ist kompliziert, aber ich glaube, tief innen drin hat das mit dem italienischen Hang zur Leugnung der Realit&auml;t zu tun. Man will schlicht und einfach nichts wahrhaben, was die eigene Version der Geschehnisse nicht best&auml;tigt. Es ist der gleiche Hang, der es der Inquisition erm&ouml;glichte, Jahrhunderte lang darauf zu bestehen, dass die Erde eine Scheibe sei, oder den P&auml;psten nach dem Risorgimento, das 1861 zur Gr&uuml;ndung des italienischen Staates gef&uuml;hrt hatte, erlaubte, die Existenz eben dieses Staates zu leugnen; oder die Faschisten sich einbilden lie&szlig;, ihre schlecht ausger&uuml;stete, v&ouml;llig unzureichend ausgebildete Armee k&ouml;nne sich irgendeinem zuk&uuml;nftigen Konflikt erfolgreich stellen. Immerhin ist Italien das Land, das die moderne Propaganda erfand. &bdquo;Illusion&ldquo;, lehrte Mussolini, &bdquo;ist vielleicht die einzige Realit&auml;t im Leben.&ldquo;<br>\nDie Anh&auml;nger Berlusconis, unter ihnen besonders diejenigen, die ihm ihre Karriere verdanken, oder Grund haben, seine Rache zu f&uuml;rchten, sollte er &uuml;berleben, werden jedes noch so winzige Schlupfloch in einem Prozess gegen ihn so lange ausweiten, bis die eigentliche Missetat dahinter in Vergessenheit ger&auml;t. &Uuml;berzeugt davon, dass die Ermittlungen politisch motiviert sind, werden sie sich &uuml;berdies einreden, dass die Erkenntnisse aus den Untersuchungen notwendigerweise nicht der Wahrheit entsprechen. Sie werden ihre Darstellung der Tatsachen um jeden Preis durchzusetzen versuchen, sei es auf Kosten ihrer oder der Zukunft ihres Landes. Sollte eine Parlamentsabstimmung notwendig sein, um den Prozess voranzutreiben, wird das Parlament zugunsten Berlusconis abstimmen. Sollte Berlusconi aufgrund der Anschuldigungen Neuwahlen einberufen, werden seine Anh&auml;nger, darunter viele gl&auml;ubige Katholiken, ihn wiederw&auml;hlen.<br>\nAuf der anderen Seite wiederum spricht die Tatsache, dass die Staatsanw&auml;lte der Presse schleunigst alle diese Details zuspielen lie&szlig;, anstatt sie zuerst bei Gericht vorzubringen, daf&uuml;r, dass es auch ihnen ein Anliegen ist, ihre Version der Dinge zu verbreiten. Dieses Mal, sind sie sich sicher, nageln sie ihn fest.<br>\nWorauf das Land also zusteuert, ist nicht so sehr ein fairer Prozess, sondern eine Machtprobe: welche Seite zwingt die andere dazu, ihre Darstellung schlucken zu m&uuml;ssen. Ja, es gibt Zeiten, wie selbst Mussolini gelegentlich zugeben musste, in denen &bdquo;es unm&ouml;glich ist, die Realit&auml;t zu ignorieren, wie traurig sie auch sei&ldquo;. F&uuml;r Berlusconi naht eine solche Zeit in voller Geschwindigkeit. Es erfordert enorme Energie, enormes Charisma, um so zu tun, als sei das Zimmer sauber, wenn man knietief in der Schei&szlig;e steht. Und der alte Mann wird m&uuml;de. Wenn seine Anh&auml;nger das Ende riechen, wird ihre panische Flucht vom sinkenden Schiff ein unvergessliches Spektakel sein. Bungabunga? Noch nie geh&ouml;rt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/kultur\/debatte\/showdown-im-bungabunga-land\/-\/1473340\/6665106\/-\/index.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Der in Italien lebende britische Schriftsteller Tim Parks, der sich in diversen B&uuml;chern kenntnisreich zu Italien ge&auml;u&szlig;ert hat, in dem er seit drei&szlig;ig Jahren lebt, geht das Ph&auml;nomen Berlusconi etwas anders an, aber das lohnt sich.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Der ewige Berlusconi<\/strong><br>\nWer Berlusconi bisher kritisch-sch&uuml;tzend begleitet hat, ist heute bereit, die urspr&uuml;nglichen Ziele ohne den l&auml;stig Gewordenen weiterzuverfolgen: Z&auml;hmung der von Gewerkschaften, Studenten, prek&auml;r Besch&auml;ftigten und Umweltsch&uuml;tzern vertretenen &ldquo;Sonderinteressen&rdquo;. Ausrichtung auf ein vom Wachstum, das hei&szlig;t von Unternehmen und Gro&szlig;projekten getragenes &ldquo;Gemeinwohl&rdquo;. Der Berlusconismus hat in diesem Sinne Pionierarbeit geleistet, auch wenn er als Versuch einer direkten &Uuml;bernahme der Politik durch die Wirtschaft nur partiell erfolgreich war. Er hat die politischen Strukturen, in denen sich die gesellschaftlichen Interessen artikulieren und einen gemeinsamen Ausdruck finden k&ouml;nnen, ausgeh&ouml;hlt und mit Surrogaten gef&uuml;llt. Er hat das Parlament zu einer B&ouml;rse und einem Ort der Bandenbildung degradiert. Er hat Sprache durch Spr&uuml;che ersetzt und massenhaft Passivit&auml;t erzeugt. Unter Einsatz aller auf diesem Gebiet bl&uuml;henden Hilfswissenschaften. Er hat schlie&szlig;lich die Notwendigkeit einer Verfassungs&auml;nderung postuliert, da ein System der Gewaltenteilung und verfassungsm&auml;&szlig;ig garantierter Gewichte und Gegengewichte mit einem unternehmerisch gef&uuml;hrten Staat unvereinbar ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2011\/01\/14.mondeText1.artikel,a0036.idx,8\">Le Monde diplomatique<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Die Palestine-Papers<\/strong><br>\nGestern startete der arabische Fernsehsender Al-Jazeera in Kooperation mit dem Guardian die Ver&ouml;ffentlichung von 1.600 hochbrisanten Dokumenten aus dem Umfeld der israelisch-pal&auml;stinensischen Friedensgespr&auml;che der letzten 10 Jahre. W&auml;hrend Israel stets die Position vertritt, dass die pal&auml;stinensische Seite kein Jota von ihrer Position abr&uuml;ckt, belegen die Dokumente das genaue Gegenteil: In der Tat haben die pal&auml;stinensischen Verhandlungsf&uuml;hrer den Israelis Konzessionen zugestanden, die so noch nie bekannt waren. Offensichtlich hat die pal&auml;stinensische Seite Israel sehr weitreichende Angebote f&uuml;r einen Gebietstausch gemacht, um seinerseits Israels Placet zu einer echten Zwei-Staaten-L&ouml;sung zu bekommen. So wollte man Israel gro&szlig;e Fl&auml;chen des Westjordanlandes (inklusive strategisch wichtiger Siedlungen mit Zugang zu den Wasservorkommen) und weite Teile Ostjerusalems im Tausch gegen ein paar Sandstreifen am Rande des Westjordanlandes und des Gaza-Streifens zugestehen.<br>\nAl-Jazeera k&uuml;ndigt auf seinen Internetseiten an, dass in den n&auml;chsten Tagen auch noch Dokumente ver&ouml;ffentlicht werden, die die Kompromissangebote der pal&auml;stinensischen Seite bei der &ldquo;Fl&uuml;chtlingsfrage&rdquo;, Details der &ldquo;Sicherheitskooperation&rdquo; zwischen den pal&auml;stinensischen Gebieten und Israel, und Unterlagen &uuml;ber die pal&auml;stinensisch-amerikanischen Gespr&auml;che im Zusammenhang mit dem Goldstone-Report, der Israel massive Verletzungen des V&ouml;lkerrechts im Gaza-Krieg vorwirft, beinhalten. Jedes dieser Dokumente hat enorme Sprengkraft. Doch wem wird die Ver&ouml;ffentlichung der Dokumente schaden, wem wird sie nutzen?<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/category\/medien\">Spiegelfechter<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.guardian.co.uk\/world\/palestine-papers\">Guardian<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Leider ist im Get&ouml;se um die causa Guttenberg die Ver&ouml;ffentlichung dieser Dokumente fast untergegangen. Das wahrscheinliche &sbquo;Aus&lsquo; der gem&auml;&szlig;igten Kr&auml;fte in Pal&auml;stina d&uuml;rfte Auswirkungen weit &uuml;ber den pal&auml;stinensischen-israelischen Konflikt hinaus haben. Auch wenn die pal&auml;stinensische Verhandlungsdelegation letztlich vor den sehr weitreichenden Zugest&auml;ndnissen zur&uuml;ckgeschreckt sein sollte, ist vollkommen unverst&auml;ndlich, warum die damalige Regierung Olmert den Pal&auml;stinensern nicht mehr entgegengekommen ist und damit eine einzigartige Gelegenheit verstreichen lie&szlig;. Alle reden von der iranischen Bombe, dabei stellt allein schon die normale waffentechnische Entwicklung der n&auml;chsten 10 Jahre eine Bedrohung f&uuml;r dieses Land dar, das meint die Stimmung in den Nachbarl&auml;ndern beharrlich ignorieren zu k&ouml;nnen. Auf jeden Fall k&ouml;nnen weder Israel noch seine Verb&uuml;ndeten weiterhin behaupten, dass die pal&auml;stinensische Elite nicht zu Kompromissen f&auml;hig sei. Leider sind beide Seiten nicht willens eine Diskussion &uuml;ber Kompromisse &ouml;ffentlich zu f&uuml;hren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h24\"><\/a><strong>Die Unruhe der jungen Griechen<\/strong><br>\nIn Athen liegen Revolte und Resignation nahe beieinander<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2010\/12\/10.mondeText.artikel,a0048.idx,14\">Le Monde diplomatique<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h25\"><\/a><strong>Parteien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Hauptsache dagegen<\/strong><br>\nDie FDP wird mit ihrer Prinzipienreiterei zur Belastung f&uuml;r die deutsche Europa-Politik &ndash; und gef&auml;hrdet so die Zukunft des Euro.<br>\nIst es m&ouml;glich, dass eine Partei mit drei Prozent Zustimmung in der Bev&ouml;lkerung Europa gef&auml;hrdet? In diesen Tagen ist diese Konstellation weniger abstrus als es erscheinen mag. Je mehr die FDP an R&uuml;ckhalt bei den Menschen verliert, um so r&uuml;cksichtsloser k&auml;mpft sie um ihr Profil. Die Koalitionspartner von der Union k&ouml;nnen ein Lied davon singen. Egal ob es um Steuervereinfachung, Steuersenkung, den Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan, Vorratsdatenspeicherung oder anderes geht, stets verfolgen die Liberalen vor allem ein Ziel: Kante zeigen.<br>\nIn den meisten F&auml;llen ist diese Rabulistik unsch&auml;dlich und geh&ouml;rt zum &uuml;blichen Wettbewerb der Parteien. Im Ringen um eine Zukunft f&uuml;r den Euro liegen die Dinge anders. Die H&auml;rte, mit der die FDP-Bundestagsfraktion auftritt, ist zur Belastung f&uuml;r die deutsche Europa-Politik geworden und gef&auml;hrdet die Suche nach einem tragf&auml;higen Zukunftsmodell f&uuml;r den Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/hauptsache-dagegen\/-\/1472602\/6832110\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><strong>Tom Strohschneider: Gabriels Einladung, der Spagat der SPD und ein Lafontaine von 1985<\/strong><br>\nWas die politischen Ziele angeht l&auml;sst sich das Auf-der-Stelle-Verharren der Sozialdemokratie n&auml;mlich auch nicht hinter einem feschen Fortschrittsbegriff verstecken. Was die Partei da im Jahr 2011 vorlegt, f&auml;llt sogar noch zur&uuml;ck hinter &Uuml;berlegungen eines fr&uuml;heren SPD-Ministerpr&auml;sidenten, der in den achtziger Jahren von einem &bdquo;anderen Fortschritt&ldquo; gesprochen hat und Einsichten verbreitete, die in der Linken von heute, deren Mitglied Oskar Lafontaine in Reaktion auf die Agenda-Wende der SPD geworden ist, zwar &bdquo;im Spagat&ldquo;, aber wenigstens &uuml;berhaupt diskutiert werden.<br>\nEs geht nicht darum, Oskar Lafontaine als neuen Klassiker zu empfehlen. Aber ein Blick auf alte Papiere vermag sowohl die Fallh&ouml;he der SPD zu illustrieren als auch bei der Einordnung mancher&nbsp; Diskussion in der Linkspartei helfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/community\/blogs\/tom-strohschneider\/gabriels-einladung-der-spagat-der-spd-und-ein-lafontaine-von-1985%20\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Schwarz-Gr&uuml;n nicht ausgeschlossen<\/strong><br>\nVor allem wollen die Gr&uuml;nen ein &ldquo;neues Baden-W&uuml;rttemberg&rdquo; ausrufen und sich an dessen Spitze setzen. Die CDU stehe freilich f&uuml;r das alte. &ldquo;Mit einer neuen, aufm&uuml;pfigen B&uuml;rgerschaft kann sie nicht umgehen&rdquo;, sagte Fraktionschef Kretschmann. Nach der Wahl solle Schluss sein mit dem &ldquo;Durchregieren von oben&rdquo;. Aber dagegen, dass er am Ende wom&ouml;glich doch noch ein B&uuml;ndnis mit der viel kritisierten CDU eingeht, wollte sich Kretschmann dann doch nicht festlegen. Zwar sagte er: &ldquo;Ich glaube, es riecht zurzeit nicht nach Schwarz-Gr&uuml;n&rdquo;, doch Koalitionen von vornherein auszuschlie&szlig;en, halte er nicht f&uuml;r klug. Zur&uuml;ckliegende Wahlen h&auml;tten gezeigt, dass &Uuml;berraschungen und schwierigste Situationen m&ouml;glich sind. &ldquo;Wir werden einen eigenst&auml;ndigen Wahlkampf f&uuml;hren, und dann entscheidet der Souver&auml;n.&rdquo; Es sei aber klar: &ldquo;Wenn es die M&ouml;glichkeit gibt, die CDU in die Opposition zu schicken, werden wir das tun.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2011%2F01%2F25%2Fa0057&amp;cHash=a9578e38ef\">taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h26\"><\/a><strong>Der Journalismus siecht<\/strong><br>\nAn der Uni Leipzig droht das Ende der &auml;ltesten deutschen Redakteursausbildung. Das Institut will k&uuml;nftig lieber PR-Profis hervorbringen.<br>\nEin Professorentitel sch&uuml;tzt nicht vor verbalen Ausrutschern. Nicht einmal dort, wo der Umgang mit Sprache gelehrt wird. &raquo;Pflaumenheinis&laquo; nennt der Medienp&auml;dagogikprofessor die etwa 50 Studenten, die sich an einem Januarmorgen in einem Besprechungsraum der Universit&auml;t Leipzig dr&auml;ngeln. Es tagt der Institutsrat der Kommunikations- und Medienwissenschaftler. Die Stimmung ist gereizt. Die Studenten &ndash; allesamt angehende Journalisten &ndash; best&uuml;rmen das Gremium mit Fragen. Was wird aus unserem Studiengang? Hat er eine Zukunft?<br>\nBevor sie Antworten erhalten, f&auml;llt der Strom aus, was einige als schlechtes Zeichen deuten. Und tats&auml;chlich beschlie&szlig;t der Institutsrat einstimmig bei zwei Enthaltungen das Ende der traditionsreichen Leipziger Journalistenausbildung in ihrer bisherigen Form. Eine der zwei regul&auml;ren Professuren soll abgeschafft und die Zahl der wissenschaftlichen Mitarbeiter von sechs auf einen reduziert werden. Daf&uuml;r soll es lediglich eine neue Juniorprofessur geben. &raquo;Wenn das so umgesetzt wird&laquo;, sagt Journalistikprofessor Marcel Machill, &raquo;dann trocknet der Studiengang aus. Die Abstimmung ist ein Etappensieg der zwei PR-Professoren, die ihren Fachbereich Kommunikationsmanagement nennen. Das klingt unverf&auml;nglicher. Der eine, G&uuml;nther Bentele, ist derzeit Dekan. Der andere, Ansgar Zerfa&szlig;, Institutsdirektor. Gemeinsam haben sie den Umbau der Kommunikations- und Medienwissenschaften vorangetrieben und w&uuml;rden von ihm profitieren. F&uuml;r ihre eigene Abteilung schlagen sie eine zus&auml;tzliche Professur f&uuml;r Gesundheits- und Umweltkommunikation vor. Statt Journalisten w&uuml;rden in Leipzig dann zum Beispiel Pressesprecher f&uuml;r Pharmafirmen ausgebildet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2011\/04\/S-Rotes-Kloster?page=all\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h27\"><\/a><strong>Bayern will &bdquo;Forschungsprofessuren&ldquo; und hohe Geb&uuml;hren f&uuml;r berufsbegleitende Studien einf&uuml;hren<\/strong><br>\nKernst&uuml;ck dieser Hochschulrechtsnovelle ist der Ausbau sog. &bdquo;berufsbegleitender Studieng&auml;nge&ldquo;, insbesondere im Bereich der Bachelorstudieng&auml;nge. Mit der letzten Hochschulrechtsnovelle im Jahr 2009 wurden die Hochschulzugangsvoraussetzungen f&uuml;r qualifizierte Berufst&auml;tige erweitert. Um diesem Personenkreis auch tats&auml;chlich ein Studium zu erm&ouml;glichen, sind verst&auml;rkt berufsbegleitende Studienangebote erforderlich. Dies ist zwar nach geltendem Hochschulrecht bereits m&ouml;glich. Allerdings setzen berufsbegleitende Studieng&auml;nge organisatorische Vorkehrungen voraus, insbesondere eine Konzentration der Pr&auml;senzveranstaltungen auf die Abendstunden, auf Wochenenden und auf Blockkurse sowie Anteile virtueller Lehre. Damit sind besondere Kosten verbunden, f&uuml;r die statt der Studienbeitr&auml;ge nun Geb&uuml;hren erhoben werden k&ouml;nnen.<br>\nZur Verbesserung des Wettbewerbs des Hochschulstandorts Bayern wird k&uuml;nftig die auch in anderen L&auml;ndern vorgesehene M&ouml;glichkeit geschaffen, &bdquo;Forschungsprofessuren&ldquo; an Universit&auml;ten und Fachhochschulen einzurichten. Dabei handelt es sich um Professuren, denen &uuml;berwiegend oder ausschlie&szlig;lich Aufgaben in der Forschung &uuml;bertragen werden k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bayern.landtag.de\/www\/ElanTextAblage_WP16\/Drucksachen\/Basisdrucksachen\/0000003500\/0000003847.pdf%20\">Bayerischer Landtag [PDF &ndash; 349 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Im Gespr&auml;ch sind 3.000 Euro pro Semester f&uuml;r einen berufsbegleitenden Studiengang. Damit wird eine weitere T&uuml;r f&uuml;r Studiengeb&uuml;hren aufgemacht. Es ist geradezu widersinnig, einerseits mit berufsbegleitenden Studieng&auml;ngen die Hochschule f&uuml;r qualifizierte Arbeitnehmer &ouml;ffnen zu wollen und gleichzeitig eine so hohe Geldbarriere aufzubauen.<br>\nMit der Einf&uuml;hrung von (reinen) Forschungsprofessuren, also &uuml;ber die jetzt schon m&ouml;glichen sog. Forschungsfreisemester hinaus, wird die Spaltung der Hochschullehrerschaft voran getrieben, n&auml;mlich in Forschungsprofessuren, Lehrprofessuren und Fachhochschulprofessuren.<br>\nDas Prinzip der Einheit von Forschung und Lehre wird damit weiter geschw&auml;cht.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Zu Guttenberg; vom Primat der Politik zum Primat der Nettomarge; Abgeltungssteuer ein Rohrkrepierer; &Uuml;bersicht &uuml;ber die Bankenrettungsmittel; Tory-Vordenker kritisiert &lsquo;v&ouml;llig perverses&rsquo; Finanzsystem; Extraprofite dank Euro; IWF &ndash; Das Finanzsystem ist noch nicht stabil; Managerhaftung; Arbeitslosigkeit bleibt weltweit auf Rekordhoch; jeder sechste EU-B&uuml;rger ist armutsgef&auml;hrdet; Lottogewinn wird von Hartz IV<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8118\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-8118","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8118","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=8118"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8118\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8123,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8118\/revisions\/8123"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=8118"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=8118"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=8118"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}