{"id":81217,"date":"2022-02-25T09:11:41","date_gmt":"2022-02-25T08:11:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81217"},"modified":"2022-02-25T15:08:34","modified_gmt":"2022-02-25T14:08:34","slug":"leserbriefe-zu-den-artikeln-von-jens-berger-und-oskar-lafontaine-zur-invasion-der-ukraine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81217","title":{"rendered":"Leserbriefe zu den Artikeln von Jens Berger und Oskar Lafontaine zur Invasion der Ukraine"},"content":{"rendered":"<p>In den Artikeln <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81165\">&bdquo;Die Friedensordnung liegt in Scherben&ldquo;<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81205\">&bdquo;Krieg ist kein Mittel der Politik&ldquo;<\/a> haben Jens Berger und Oskar Lafontaine versucht, ihre Gedanken zum russischen Einmarsch in die Ukraine in Worte zu fassen. Dies stie&szlig; bei unseren Lesern auf ein gro&szlig;es, aber auch geteiltes Echo. Die Zuschriften decken ein sehr breites Spektrum an Positionen und Deutungen der Geschehnisse ab und spiegeln damit in gewisser Weise den &bdquo;Scherbenhaufen&ldquo; wider, in dem nicht nur wir uns nun wiederfinden. Zusammengestellt von <strong>Jens Berger<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Jens Berger, Sie haben den Zeigefinger auf dem richtigen Punkt. Die EFO, oder Europ&auml;ische FriedensOrdnung, hat es aber leider so nie gegeben &ndash; speziell seit den Jugoslawien kriegen mit dem H&ouml;hepunkt des Luftkrieges gegen Serbien 1999. Es war zumindest seit &ldquo;Racak&rdquo; eine RBO, oder &ldquo;regelbasierte Ordnung&rdquo;, mit dem Kernpunkt &ldquo;RTP&rdquo;, oder &ldquo;Right to protect&rdquo;, bzw. zu intervenieren, wo es gerade passt. Nat&uuml;rlich nur durch die USA, Gro&szlig;britannien, Frankreich (Oberst Qadafi war dann &ldquo;faellig&rdquo;, als er die westliche Dominanz ueber die W&auml;hrungen der afrikanischen L&auml;nder beseitigen wollte &ndash; das ging dann zu weit!) &ndash; Russland und China keineswegs, von anderen Staaten ganz abgesehen. (Z. B. w&auml;ren Hunderttausende noch am Leben, wenn Indien &ldquo;RTP&rdquo; konsequent im Norden Sri Lankas &ndash; in &ldquo;Tamil Eelam&rdquo; &ndash; umgesetzt haette. Hat es aber nicht&hellip;) <\/p><p>Die Weltpolitik ist wie das Go-Spiel: wo ein leeres Feld ist, da setzt &ldquo;man&rdquo; seinen eigenen Stein hin. Das hat bis zum demonstrativen Auffahren von US-Panzern 2014 an der Br&uuml;cke zwischen Narwa (Estland, die Einwohnerschaft besteht fast zu 100 % aus Russen) und Iwangorod gef&uuml;hrt, gez&auml;hlte Kilometer vor St. Petersburg &ndash; Putin wollte eine Wiederholung bei Smolensk (N&auml;he der belarussichen Grenze) und Konotop oder Kursk (Naehe der Grenze Ukraine-Russland) mit a l l e n Mitteln vermeiden. Und er hat diese Mittel &ndash; ich wuerde mich h&uuml;ten, ihm ihren Gebrauch vorzuwerfen. Ja, obwohl nun &ldquo;alles in Scherben liegt&rdquo;, vor allem unsere eigenen Illusionen ueber die EFO. <\/p><p>FIKTIV: &ldquo;Russland liegt einfach viel zu nahe zu unseren eigenen vorgeschobenen Truppen &ndash; es sollte seine Armeen hinter die Wolga (die Linie Astrachan-Wolga-Archangelsk war Hitlers Kriegsziel 1941) oder noch besser den Ural (falls Sie das Buch von Harris &ldquo;Vaterland&rdquo; kennen) zur&uuml;ckziehen, dann w&auml;re doch alles in Ordnung&hellip; &rdquo; <\/p><p>Das wird es aber alles nicht geben, deshalb bin ich jetzt mal auf der russischen, weil im Kern(!) n&auml;mlich defensiven, aber pr&auml;ventiv-offensiven Seite, wof&uuml;r ich sehr um Verst&auml;ndnis bitte! <\/p><p>&Auml;hnlichkeiten zum Ribbentrop-Molotow-Vertrag und zum sowjetischen Einmarsch in Polen ab dem 17.September 1939 sind durchaus nicht zuf&auml;llig!! MAN KANN DEN BAEREN SEHR LANGE REIZEN, ABER NICHT ENDLOS! Aber das haben Sie ja mit anderen Worten auch gerade geschrieben. <\/p><p>Freundliche Gruesse!<br>\nDr. Volker Wirth, Berlin <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Jens Berger, liebes Nachdenkseiten-Team,<br>\n&nbsp;<br>\nich stimme zu, Angriffskriege sind grunds&auml;tzlich zu verurteilen. Das ist Fakt. Daher sind auch Angriffskriege wie im Kosovo zu verurteilen. Egal ob man damit angeblich ein zweites Auschwitz verhindern wollte, oder &ndash; wie jetzt &ndash; ein Genozid an den Russen. Aber eben das ist nun das Problem, wie Du richtig herausgearbeitet hast. Im Westen wird sozusagen nur die Reaktion Russlands gezeigt. Das ist so, als w&uuml;rde man eine Auseinandersetzung zwischen zwei Menschen zeigen, und da den K.O.-Schlag des Einen, ohne zu zeigen, dass der andere ihn vorher t&ouml;dlich beleidigt hatte.&nbsp; So ist es jetzt. Die westlichen Medien zeigen den &bdquo;Aggressor&ldquo; Putin. Es ist in den meisten F&auml;llen nicht mal Russland, und wenn doch, dann in Zusammenhang mit Putin. Im Grunde geht es nur um Putin. Ein anderer russischer F&uuml;hrer, der zwar eine neoliberale Politik in Russland macht, die dem russischen Volk extrem schadet, wie z.B. Jelzin, der w&uuml;rde nicht so angegriffen. Aber das nur nebenbei. Die Aggression ist u.a. eine Folge der verfehlten ukrainischen Politik der Nationalit&auml;ten. Die ukrainische Regierung t&auml;te gut daran, sich das Ergebnis der nationalistischen Politik Sri Lankas nach der Unabh&auml;ngigkeit zu analysieren. Die Folge der &bdquo;Allein Sinhala&ldquo;-Politik, die den gesamten Ostteil des Landes ausgrenzte, war ein 30-j&auml;hriger blutiger B&uuml;rgerkrieg. Desgleichen die verfehlte Politik nach Titos Tod in Jugoslawien. Die letztlich zum Zerfall des Staates f&uuml;hrte. All das zu analysieren h&auml;tte der ukrainischen Regierung gut getan und der gesamte Konflikt mit dem Donbass w&auml;re ihr erspart geblieben. Und letztlich auch die jetzige Situation. Selbst die Krim w&auml;re bei der Ukraine geblieben. Die Schuld f&uuml;r den Konflikt liegt fast ausschlie&szlig;lich auf Seiten der ukrainischen Machthaber und deren Hinterm&auml;nner.<\/p><p>Und genau hier kommt der &bdquo;Westen&ldquo; ins Spiel. Er hat mitgez&uuml;ndelt. Den Maidan produziert, die Nationalit&auml;tenpolitik bef&uuml;rwortet und mit ihrem Versuch, die Ukraine als Br&uuml;ckenkopf gegen Russland zu installieren, diesen Konflikt versch&auml;rft.<\/p><p>Einerseits sollten deutsche Politiker einen Waffenstillstand fordern, von allen Seiten. Dann Verhandlungen und letztlich die ukrainische Regierung an den Verhandlungstisch mit den Donbass-Republiken zwingen. Aber ich bef&uuml;rchte, zum einen ist unsere Regierung daf&uuml;r unf&auml;hig, zumal die jetzige Au&szlig;enministerin mit ihrem Russenhass.&nbsp; Und zum anderen ist die ukrainische Regierung unf&auml;hig, sich von den Natio0nalisten zu trennen, weil sie selber extrem in einem brutalen Nationalismus verstrickt ist. Schade &ndash; die Ukraine h&auml;tte von einer Schnittstellensituation zwischen EU und Russland profitieren k&ouml;nnen. Vielleicht kommen irgendwann Leute in der Ukraine an die Macht, die das erkennen. Die jetzigen Machthaber sind dies nicht.<br>\n&nbsp;<br>\nMit solidarischen Gr&uuml;&szlig;en&nbsp;<br>\nGunther Troost<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>Sie sprechen mir aus der Seele. Nach dem vorgestrigen ZDF-Talk bei Markus Lanz [1] mit Gabriele Krone-Schmalz habe ich meine bisherigen Recherchen nochmal reflektiert:<\/p><p>Putins Kurswechsel &ndash; Wie konnte es soweit kommen?<\/p><p>Der russische B&auml;r ist waidwund geschossen. Die J&auml;ger wissen was das bedeutet. Selbst die &bdquo;Russland-Versteherin&ldquo; Gabriele Krone-Schmalz zeigte sich am Dienstag in der Diskussion bei Markus Lanz &uuml;berrascht vom Handeln des sonst so besonnen wirkenden Wladimir Putin. Obwohl sie ja schon in fr&uuml;heren Diskussionsrunden gesagt hatte, man h&auml;tte Putin immer wieder zu verstehen gegeben: &bdquo;Wir m&ouml;gen dich nicht.&ldquo;<\/p><p>Inflation&auml;r wird uns nun die Frage um die Ohren gehauen: &ldquo;Was will Putin?&ldquo; Er hat seine Interessen mehrfach wiederholt. Aber, entweder interessierte das Niemanden oder man wollte mit ihm gar nicht verhandeln. Wen ernsthaft ein Einblick in die russische Seele interessiert, kann diesen zwischen zwei langen Reden von Wladimir Putin finden, zwischen denen sich seine Wandlung &uuml;ber 20 Jahre hinweg vollzogen hat:<\/p><ul>\n<li>Putins Rede im Deutschen Bundestag am 25. September 2001 (nach 9\/11!)<\/li>\n<\/ul><p>f&uuml;r eine gemeinsame Sicherheitsarchitektur. <\/p><ul>\n<li>Putins Rede aus dem Kreml zur Ukraine und NATO am Mo, 21.02.2022<\/li>\n<\/ul><p>Leider zeigten die westlichen Akteure bisher null Interesse daran Putins Handlungen zu verstehen (heisst nicht: akzeptieren). Auch sein Auftritt bei Horst Teltschiks SIKO in M&uuml;nchen 2007 h&auml;tte als Warnung wahrgenommen werden k&ouml;nnen. Das alles ging im verbalen westlichen Trommelfeuer unter und wird nach dem Angriff erst richtig eskaliert.<\/p><p>F&uuml;r eine rechtzeitige echte Diplomatie im Umgang mit dem russischen Herrscher h&auml;tte der Rat der ach so geschm&auml;hten und beschimpften &bdquo;Putinversteher&ldquo; n&uuml;tzlich sein k&ouml;nnen. Aber das lag ganz offensichtlich &bdquo;nie im amerikanischen Interesse&ldquo;. Ebensowenig wie die Einhaltung der Versprechen bez&uuml;glich der NATO-Osterweiterung.<\/p><p>Die nationalistischen US-Think-Tanks k&ouml;nnen mit ihren Strategen in der Politik ihren lange geplanten Geopoker (s. STRATFOR-Rede) gegen Russland (und gegen deutsche Interessen) nun sogar im Schulterschluss mit den devoten Europ&auml;ern weiterf&uuml;hren. Begleitet von perfider Kriegspropaganda. Wie wir mit manipulierten Satellitenbildern betrogen werden k&ouml;nnen hatte uns 2003 die sog. &bdquo;Powell-Point-Show&ldquo; &uuml;ber die angeblichen Massenvernichtungswaffen im Irak vor Augen gef&uuml;hrt. Mit dieser Methode wurden wir bez&uuml;glich der Truppenaufm&auml;sche &bdquo;an der Ukrainischen Grenze&ldquo; von den nebul&ouml;sen &bdquo;befreundeten Geheimdiensten&ldquo; anscheinend auch jetzt wieder hinters Licht gef&uuml;hrt (s. Recherche von Rainer Rupp [2]).<\/p><p>Sanktionen &ndash; und was ist sonst noch zu erwarten?<\/p><p>Dass auch die signifikanten US-Importe von russischem Erd&ouml;l reduziert werden durch die Sanktionen gegen Russland ist wohl kaum zu erwarten. Unter dem Druck der selbst geschaffenen Versorgungsunsicherheit bei uns wird dann evtl. auch die transatlantische Freundschaft br&ouml;ckeln, die unsere Politiker f&uuml;r diesen geopolitischen Poker mit hehren Worten von &bdquo;V&ouml;lkerrecht und Selbstbestimmung&ldquo; eingebunden hat. Die Erfahrung mit der westlichen Schein-Diplomatie l&auml;sst erahnen, dass auch die Ukrainer &ndash; wie bisher andere V&ouml;lker (Lybier, Iraker, Syrer, Afghanen, etc &hellip; ) &ndash; nur Statisten im US-NATO-Geopoker sind.<\/p><p>Nach all dem Wahnsinn wird folgender Spruch von Sahra Wagenknecht nachvollziehbar: <\/p><p>&bdquo;Also die Europ&auml;er sind ja so bescheuert, dass sie sich immer wieder mit Sanktionen ins eigene Knie schie&szlig;en.&ldquo; [3]<\/p><p>Zur NATO-Nahosterweiterung, &bdquo;Wie Kanzler Kohl Gorbatschow ausgetrickst hat&ldquo; habe ich eine m.E. brauchbare Analyse vom Focus-Korrespondenten Ulrich Reitz am gefunden [4].<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, S.K.<\/p><p>[1] <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/gesellschaft\/markus-lanz\/markus-lanz-vom-22-februar-2022-100.html\">ZDF-Talk mit Markus Lanz, Di, 22.02.22<\/a><br>\n[2] <a href=\"http:\/\/de.rt.com\/meinung\/130928-altbewahrte-methoden-fake-bilder-in-ukraine-krise\/\">Rainer Rupp, 05.02.2022: &ldquo;Altbew&auml;hrte US-Methode: In der Ukraine-Krise mit Fake-Bildern Krieg sch&uuml;ren&rdquo;<\/a><br>\n[3] <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=WCwx94TOGPQ\">Sahra Wagenknecht, Wochenkommentar vom 04.02.22<\/a><br>\n[4] <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/politik\/ausland\/afdjkasdf_id_55569882.html\">Analyse von Ulrich Reitz: Putin klagt &uuml;ber gebrochenes Versprechen<\/a><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo liebe Redaktion,<\/p><p>die jetzige Situation macht mich absolut fassungslos. Wieder einmal haben es die Kriegstreiber geschafft das zu bekommen was sie wollten.<\/p><p>Einfach unglaublich, aber eben nicht ohne Ansage. Wenn man sich die Entwicklung der letzten Jahre anschaut, war das wohl das einzige was Passieren konnte.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nJonathan Heinz<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>vielen Dank f&uuml;r diesen Beitrag. Die meisten Menschen sind &uuml;berrascht von den Ereignissen und h&auml;tten das wohl so nicht f&uuml;r m&ouml;glich gehalten. Krieg ist niemals eine L&ouml;sung. Hier hat die russische F&uuml;hrung eine Grenze &uuml;berschritten (in mehrfacher Hinsicht) und sich ins Unrecht gesetzt &ndash; mit unabsehbaren Folgen. Pers&ouml;nlich sind wir selbst betroffen, da Angeh&ouml;rige meiner Frau in Kiew leben.<\/p><p>Ich hatte in der Vergangenheit &ndash; und auch in Schreiben an die Nachdenkseiten &ndash; immer schon ge&auml;u&szlig;ert, dass die Eskalationspolitik b&ouml;se enden wird, nun sind wir an diesem Punkt, aber dass es so kommt, h&auml;tte ich nicht gedacht. Man h&auml;tte wohl die Anerkennung der ostukrainischen &ldquo;Volksrepubliken&rdquo; noch erkl&auml;ren k&ouml;nnen, auch im Hinblick auf die faktische Beerdigung von Minsk II durch die Ukraine selbst, aber nun sieht es so aus, als ob dieser Schritt nur die Legitimation, d.h. einen Vorwand f&uuml;r den Einmarsch liefern sollte. Putin hat letztlich der Sache Russlands einen B&auml;rendienst erwiesen (das Wortspiel hier ist unfreiwillig). Ob er die Nerven verloren hat, oder der Meinung ist, der Einmarsch sei praktisch wie die L&ouml;sung des gordischen Knotens &ndash; quasi ein Befreiungsschlag aus einer Situation, die immer unhaltbarer wurde, das alles wissen wir nicht, aber sicher ist, dass sich Russland nun aus dem politischen Europa hinausman&ouml;vriert hat. Die Stimmen waren schon schwach, die anmerkten, dass es nicht Russland war, das als Erstes Hand an die europ&auml;ische Friedensordnung gelegt hat, aber nun wird man diese Stimmen noch viel weniger h&ouml;ren. Die Falken haben endg&uuml;ltig die Oberhand gewonnen und das kann gar nichts Gutes bedeuten. Hass und Unfrieden werden weiter steigen, die Bem&uuml;hungen der USA und ihrer &ldquo;Verb&uuml;ndeten&rdquo;, Russland zu zerst&ouml;ren haben jetzt gewisserma&szlig;en ein neues ideologisches Fundament, aber f&uuml;r die Ukraine, f&uuml;r die Menschen dort, &auml;ndert sich alles: bei allem historischen Verst&auml;ndnis wird sich f&uuml;r die Ukrainer das Verh&auml;ltnis zum gro&szlig;en Nachbarn fundamental &auml;ndern. Sie werden auf absehbare Zeit kein Gef&uuml;hl der Sicherheit mehr haben. In Europa wird es keine Friedensordnung mehr geben. Wenn wir Gl&uuml;ck haben, bleibt ein gro&szlig;er Krieg aus (verb&uuml;rgen w&uuml;rde ich mich daf&uuml;r nicht), aber der neue Kalte Krieg ist endg&uuml;ltig angebrochen und er hat einen anderen Charakter als der vorherige. Es gibt kein Minimum an Vertrauen und Absprachen mehr, sondern schon jetzt sind wir wieder in einer Situation, wie wir sie 1914 hatten. Der Westen hat mit seiner kompromisslosen Eskalationspolitik den Weg zum heutigen Ereignis wesentlich mitbestimmt, aber ab jetzt kann er mit gespielter Emp&ouml;rung immer sch&ouml;n auf Russland verweisen &ndash; und das leider nicht ganz ohne Grund.<\/p><p>Der heutige Tag ist eine Z&auml;sur, der Beginn einer Trag&ouml;die &ndash; ein historisches Datum, dass das ganze, noch kommende Ungemach gerade erst eingeleitet hat &ndash; besonders f&uuml;r die Ukraine, aber auch f&uuml;r Russland und ganz Europa.<\/p><p>Und die Vereinigten Staaten haben heute einen Sieg errungen, an den sie wohl selbst kaum noch geglaubt haben. Sie brauchen noch nicht einmal mehr die NATO-Mitgliedschaft der Ukraine. Sie haben Russland auf Jahre, wenn nicht gar Jahrzehnte politisch aus Europa hinausgedr&auml;ngt und die Verb&uuml;ndeten stehen nun so fest an ihrer Seite wie nie zu vor. Russland selbst hat heute den Anachronismus der NATO widerlegt. <\/p><p>Um die unschuldigen Menschen, die jetzt wieder leiden oder gar sterben werden, geht es weder den einen noch den anderen politischen Akteuren, aber diesen Opfern sollten jetzt unsere Gedanken, unsere Unterst&uuml;tzung und unser Mitgef&uuml;hl gelten &ndash; denn Krieg ist keine L&ouml;sung, sondern ein Verbrechen.<\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nPatrick Sieber<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger (und sehr geehrter Herr Lafontaine),<\/p><p>zu Ihren jeweiligen Beitr&auml;gen respektiere ich selbstverst&auml;ndlich die pers&ouml;nliche und politisch korrekte Aussage, dass Angriffskriege grunds&auml;tzlich abzulehnen bzw. Kriege kein Mittel der Politik sind.<\/p><p>Wenn das aber jeweils so ist, sind alle weiteren Ausf&uuml;hrungen &uuml;berfl&uuml;ssig. Russland soll &ndash; wie Herr Lafontaine sagt &ndash; sofort alle Kampfhandlungen stoppen und an den Verhandlungstisch zur&uuml;ckkehren und damit ist alles gesagt.<\/p><p>Wer dennoch &ndash; wie Sie Herr Berger &ndash; weitersprechen will, muss sich m.E. schon einmal der M&uuml;he unterziehen, den Grund f&uuml;r Russlands Angriff der Ukraine zu ermitteln, anstatt den Krieg damit abzutun, dass Russland oder sein Pr&auml;sident wie ein ver&auml;ngstigter Hund in die Enge getrieben worden oder mit dem Kriegseintritt &uuml;ber das St&ouml;ckchen des Westens gesprungen sei.<\/p><p>Es sei daher die Frage gestattet, von welchem Verhandlungstisch Herr Lafontaine spricht und wer eigentlich auf der anderen Seite sitzt. Oder um noch weiter zur&uuml;ckzugehen: Ist es nun ein legitimes Sicherheitsbed&uuml;rfnis des russischen Staates, dass die NATO sich weder de iure noch de facto in der Ukraine etabliert, um die Ukraine aufzur&uuml;sten und dort m&ouml;glichweise Raketensysteme gegen Moskau aufzustellen oder nicht? Wenn nicht, gibt es ab hier ebenfalls nichts weiter zu sagen.<\/p><p>Wenn aber eben m&ouml;glicherweise doch, sollten beide Autoren die Frage beantworten k&ouml;nnen, wie dies Russland zuverl&auml;ssig auf friedlichem Wege zu Stande bringen soll, wenn der Westen es diesbez&uuml;glich ganz einfach ablehnt, sich an den Verhandlungstisch zu setzen.<\/p><p>Russland hat bekanntlich seine Sicherheitsinteressen schriftlich formuliert und um eine friedliche Vereinbarung gebeten. Erhalten hat es nichts.<\/p><p>Und jetzt? Soll Russland zuerst Sicherheitsinteressen definieren und sie dann sofort wieder vergessen, wenn es damit kein Geh&ouml;r findet?<\/p><p>Andersherum wird ein Schuh draus. Wenn ich meine lebenswichtigen Interessen nicht kooperativ erreiche, weil mein Gegen&uuml;ber geruht, diese zu ignorieren, sichere ich mir, wenn ich die Macht dazu habe, meine Interessen einseitig.<\/p><p>Man muss deshalb den Angriff Russlands auf die Ukraine, um dort die politische und milit&auml;rische Kontrolle zu &uuml;bernehmen, nicht glorifizieren und darf getrost jeden Krieg f&uuml;r ein tragisches Verh&auml;ngnis halten. Und nat&uuml;rlich beinhaltet jede Aggression die Gefahr einer Gegenaggression.<\/p><p>Die Aussage aber, dass Russland seine essentiellen Sicherheitsinteressen nicht mit Gewalt durchsetzen darf, weil kriegerische Gewalt tabu sei, ist angesichts der auf den NDS immer wieder geschilderten milit&auml;rischen Aggressivit&auml;t der USA als entscheidender Pfeiler der NATO ein Verschlie&szlig;en der Augen vor der Wirklichkeit. Auf den guten Willen der NATO zu vertrauen ist illusion&auml;r und traumt&auml;nzerisch. Niemand der Verantwortung f&uuml;r Russland tr&auml;gt, wird dies je tun.<\/p><p>Nicht, dass man mit dem Verschlie&szlig;en der Augen auf der falschen Seite st&uuml;nde. Richtig ist vielmehr, dass einem die Genugtuung, moralisch einwandfreie Ansichten zu vertreten, niemand nehmen kann. Der russische Pr&auml;sident selbst hegt keine moralisch einwandfreien Ansichten, er tr&auml;gt Verantwortung f&uuml;r die Souver&auml;nit&auml;t Russlands und handelt entsprechend.<\/p><p>Dass die beiden Autoren das nicht wenigstens konzeptionell, ohne affirmativ zu sein, auf die Reihe bekommen oder nicht bekommen wollen und damit letzten Endes den Chor der halbstarken Brandstifter und Maulhelden, die jetzt pl&ouml;tzlich &bdquo;Nie mehr Krieg&ldquo; rufen, verst&auml;rken, ist schade.<\/p><p>Max Weber (Politik als Beruf) hat zur Rolle der Gewalt in der Politik und damit vielleicht auch zum Verst&auml;ndnis des Kriegs in der Ukraine alles gesagt. Dass der Krieg die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln ist, stammt auch von einem deutschen Autor. Selten hat er so Recht behalten.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nEJ<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger,<\/p><p>im Prinzip Zustimmung zu Ihrem Artikel. Die Sache mit der Friedensornung in Europa sehe ich etwas anders. Sie schreiben:<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Mit der klar zu verurteilenden Milit&auml;raktion scheint die Hoffnung auf eine dauerhafte Friedensordnung in Europa in Scherben zu liegen.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Sicher Gewalt, besonders milit&auml;rische, verurteile ich auch. Die Hoffnung auf eine &ldquo;dauerhafte Friedensordnung in Europa&rdquo; wurde aber, meines Erachtens, schon vor 30 Jahren zerst&ouml;rt, als, nach der Aufl&ouml;sung des Warschauer Pakts, das Gleiche nicht mit seinem Gegenpart, der NATO, geschah. Seitdem gibt es Kalten Krieg gegen Russland. Die Verantwortung f&uuml;r die derzeitige Situation tr&auml;gt der Westen. Ich hoffe nur, die Sache ist schnell vorbei, das Ukrainische Milit&auml;r entpuppt sich als Papiertiger und es kann dann endlich  eine Friedensordnung in der Ukraine in Anlehnung an das Minsker Abkommen verhandelt werden. Vielleicht haben allerdings die Menschen in Donezk und Lugansk nach 8 Jahren Krieg das Vertrauen in Kiew verloren und streben einen Anschluss an Russland an.<\/p><p>Ich versage mir da das Spekulieren, bin kein Insider. Aber vor Jahren sagte mir einmal ein Historiker, der sich gut im Osten Europas auskennt: &ldquo;Die friedlichsten V&ouml;lker unter den Slawen sind die Slowaken und die Ukrainer&rdquo;. In diesem Sinne hoffe ich f&uuml;r die Ukraine das Beste.<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nRolf Henze<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo<\/p><p>Es ist leider unfa&szlig;bar! Trotz der klaren Milit&auml;raggression Putins gegen die Ukraine wird weiterhin Verst&auml;ndnis f&uuml;r dieses Vorgehen durch Nachdenkseiten-Redaktion gezeigt. Man will einfach nicht die Propaganda Putins und seiner Bande wahrhaben , die den Popanz einer Bedrohung durch den Westen als Propagandanarrativ aufbaut (Hr. Merz hat in dieser Hinsicht vollkommen Recht, obwohl ich politisch eigentlich nicht auf seiner Seite stehe). Vielmehr verachtet Putin den Westen und h&auml;lt ihn milit&auml;risch f&uuml;r vollkommmen schwach, d.h. f&uuml;rchtet in keinem Falle eine Bedrohung bzw. Gegenreaktion der Nato. Hier zeigt sich wieder das groteske Feindbild weit links stehender Kreise gegen&uuml;ber der USA und der Nato, was &uuml;brigens deckungsgleich mit rechts-au&szlig;en Positionen ist.<\/p><p>MfG, M. R&ouml;hnisch<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>danke f&uuml;r Ihren Artikel &bdquo;Die Friedensordnung liegt in Scherben&ldquo;. Nun ist das Kind in den Brunnen gefallen. An den Angriffen Russlands sieht man auch, dass es bei weitem nicht nur um die beiden ukrainischen Volksrepubliken geht, sondern um die ganze Ukraine. Sie schreiben &ldquo;Bei aller notwendigen Kritik an Putins Kriegserkl&auml;rung muss man auch feststellen, dass sie das vorl&auml;ufige Ergebnis einer langen Reihe von Provokationen des Westens ist. Zynisch k&ouml;nnte man sagen, dass Putin nun &uuml;ber das St&ouml;ckchen gesprungen ist, das ihm die Falken der USA und der NATO vorgehalten haben.&ldquo;. Nun ja, sicherlich hat der Westen hier auch keine wei&szlig;e Weste, aber auch Russland hat die Nato-Russland-Grundakte unterschrieben, der Westen hat Russland also auch die Hand gereicht. Darin hei&szlig;t es:<\/p><p>&ldquo;Verzicht auf die Androhung oder Anwendung von Gewalt gegeneinander oder gegen irgendeinen anderen Staat, seine Souver&auml;nit&auml;t, territoriale Unversehrtheit oder politische Unabh&auml;ngigkeit&ldquo; sowie &bdquo;Achtung der Souver&auml;nit&auml;t, Unabh&auml;ngigkeit und territorialen Unversehrtheit aller Staaten sowie ihres naturgegebenen Rechtes, die Mittel zur Gew&auml;hrleistung ihrer eigenen Sicherheit sowie der Unverletzlichkeit von Grenzen und des Selbstbestimmungsrechts der V&ouml;lker selbst zu w&auml;hlen&ldquo;.<\/p><p>2008 im Georgienkrieg und 2014 mit der Annexion der Krim hat Russland dagegen bereits versto&szlig;en. Herr Putin lenkt eines der gr&ouml;&szlig;ten L&auml;nder der Welt, da sollte man sich schon soweit im Griff haben, dass man nicht &uuml;ber jedes St&ouml;ckchen springt, dass einem hingehalten wird. Ansonsten ist man wohl fehl am Platz.<\/p><p>Ich habe die Bef&uuml;rchtung, dass die diplomatischen T&uuml;ren jetzt zugefallen sind und die Spirale der Gewalt (sei es milit&auml;risch oder auch in Form von Sanktionen) sich immer schneller dreht. Warum nur muss an bestehenden Grenzen ger&uuml;ttelt werden? Warum kann man nicht einfach friedlich zusammenleben, egal welcher Herkunft man ist. Dieses st&auml;ndige Spiel um Macht von ein paar wenigen alten M&auml;nnern ist zum Kotzen.<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nS.P.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Herr Berger,<\/p><p>logisch: &ldquo;Jahrelange Propaganda und Scharfmacherei durch die Medien haben das Debattenklima verschoben.&rdquo;<\/p><p>Daher wird im &ldquo;Mainstream&rdquo; keiner sagen: Putin-Russland tut nichts anderes, als Amerika mit seinen Kriegen, mit seinen v&ouml;lkerrechtswidrigen &Uuml;berf&auml;llen auf andere L&auml;nder. Nur tut Amerika das nicht in Europa, das ist der einzige Unterschied.<\/p><p>Putin ist nun vollkommen isoliert. Wer will ihn jetzt noch verteidigen? Er hat alle vor den Kopf gesto&szlig;en. Und es stimmt einfach: Das erste Opfer eines Krieges ist die Wahrheit.<\/p><p>Gru&szlig;<br>\nPhilipp S. Fricke<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger,<\/p><p>beim Lesen des Titels Ihres Artikels dachte ich mir: &ldquo;Friedensordnung? Welche Friedensordnung?&rdquo; Hat dieser Planet je eine Friedensordnung gehabt? Allenfalls immer nur ein paar Jahre nach(!) einem gro&szlig;en Krieg. Wir haben in den letzten Jahrtausenden doch nichts anderes getan als uns die K&ouml;pfe einhauen, die Scherben zusammenkratzen, uns die K&ouml;pfe einhauen, die Scherben zusammenkratzen usw. &ndash; in einem endlosen Kreislauf. Unsere Grundordnung war nie auf Frieden ausgerichtet, sondern immer nur auf Abschreckung. Der St&auml;rkere war der, der sich in Sicherheit wiegen konnte. Der Schw&auml;chere war der, der in Unsicherheit lebte. Das gar nicht anders denkbare Dogma hie&szlig;en: gegen-einander, die grundlegende Ausrichtung war: Dem anderen Angst einfl&ouml;&szlig;en. Angst l&auml;hmt. Angst macht gef&uuml;gig. Und der, dem es gelang, den anderen einzusch&uuml;chtern, hatte Macht, er war der St&auml;rkere.<\/p><p>Doch heute bewegen wir uns auf eine Welt zu, die genau anders herum gepolt ist. Auch wenn es derzeit so ganz und gar &uuml;berhaupt nicht danach aussieht. Lassen wir uns nicht blenden durch den Rauch, der derzeit aufsteigt. Was wir sehen, sind die Schatten unserer langen, langen Vergangenheit. Wir m&uuml;ssen(!) sie sehen. Das ist absolut wichtig. Denn ver&auml;ndern wird sich diese Welt nur dann, wenn uns bewusst wird, was wir tun. Uns muss bewusst werden, dass uns unsere F&uuml;hrer stets nur belogen, belogen, belogen haben. Was in den letzten Jahren in den westlichen Medien &uuml;ber Russland zu lesen war, schrie vor L&uuml;ge. Aber die meisten von uns haben den Dreck, der ihnen erz&auml;hlt wurde, geglaubt. Vor allem die L&uuml;ge, dass &ldquo;der Westen&rdquo; die Guten seien. Russland stand seit dem Fall des Eisernen Vorhangs mit dem R&uuml;cken zur Wand. Und der Westen ist ihm Schritt f&uuml;r Schritt immer drohender n&auml;her ger&uuml;ckt. Bis unmittelbar an seine Grenze heran.<\/p><p>Das Bild mit dem &ldquo;bei&szlig;enden Hund&rdquo; ist ein sehr treffendes. Der Hund, auf den man so lange durch eine endlose Serie an L&uuml;gen eingepr&uuml;gelt hat, muss(!) sich wehren, will er &uuml;berleben. Er hat es sein ganzes Leben lang ja nie anders erlebt. Erst Napleon, dann Hitler, dann die NATO &hellip; ich kann es Russland und seinem Pr&auml;sidenten nicht verdenken, dass es jetzt sagt: Bis hierher, und keinen Schritt weiter!<\/p><p>An einem Tag wie heute, unsere westlichen Nachrichten vor Augen, davon zu reden, einen k&uuml;hlen Kopf zu bewahren und den Russen Vertrauen entgegenzubringen, scheint an Wahnsinn zu grenzen. Nun, so bin ich denn gerne ein Wahnsinniger, den genau das tue ich. Ich vertraue Putin. Sehr, sehr viel mehr als der NATO und unseren westlichen &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo;.<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nWolfgang S&uuml;&szlig;<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>12. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Erfreulicherweise machen Sie hier etwas, was bei dem ganzen Mist durch die Invasion empfehlenswert ist: im Moment des Entsetzens stillhalten und nachdenken. <\/p><p>Andere Publikationen, die meisten sogar, fallen gar in eine Art Rausch. Besonders auch die Gr&uuml;nen-nahe taz: Ich glaube meinen Augen nicht zu trauen, als ich heute in Leserzuschriften die Worte &bdquo;das Land (&hellip;) aushungern&ldquo; oder &bdquo;die Ausweisung oder Internierung russischer Staatsb&uuml;rger*innen&ldquo; <a href=\"https:\/\/taz.de\/Nachrichten-zum-Angriff-auf-die-Ukraine\/!5837492\/\">zum Artikel<\/a> las. Das muss man sich merken, denn &uuml;blicherweise zensiert die taz Beitr&auml;ge, die ihr nicht genehm erscheinen &ndash; meine Erfahrung.<\/p><p>Gruss<br>\nW. M&uuml;ller<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>13. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo,<br>\nmit Emp&ouml;rung habe ich den Artikel von Jens Berger zur Kenntnis genommen.<\/p><p>Herr Berger stellt Behauptungen auf, die an Absurdit&auml;t nicht zu &uuml;berbieten sind.<\/p><p>V&ouml;lkerrechtlich stellt sich die Situation wie folgt dar.<\/p><p>Die Oblaste Donezk und Lugansk haben eine Sezession von der Ukraine durchgef&uuml;hrt und durch Volksabstimmungen in den Oblasten legitimiert.<\/p><p>Die Sezessionsgebiete haben anschlie&szlig;end Staatsgebilde, namentlich Volksrepubliken gegr&uuml;ndet.<\/p><p>Die Volksrepubliken wurden durch Russland als Staaten anerkannt.<\/p><p>Die Volksrepubliken haben mit Russland Freundschafts- und Beistandsvertr&auml;ge abgeschlossen. Diese Vetr&auml;ge sehen u.A. gegenseitigen milit&auml;rischen Beistand vor.<\/p><p>Nachdem die Ukraine fortgesetzt die Volksrepubliken milit&auml;risch attakiert hat, baten diese Russland um milit&auml;rischen Beistand.<\/p><p>Russland hat diesen milit&auml;rischen Beistand gew&auml;hrt.<\/p><p>Welcher der o.g. Schritte sind v&ouml;lkerrechtswidrig? Von Attributierung wie eklatant, barbarisch usw. sehe einmal ab.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nTorsten Rienow<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>14. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren,<\/p><p>die Volksrepubliken Donezk und Luhansk haben um milit&auml;rische Unterst&uuml;tzung aus Russland gebeten, um die von der Nato unterst&uuml;tzten und von ihnen trainierten mit Faschisten durchsetzten ukrainischen Bataillone aus dem Dombass zu vertreiben &ndash; das &nbsp;ist f&uuml;r mich kein Angriffskrieg und keine Invasion&hellip;<\/p><p>Es ist grotesk, wenn ausgerechnet die Anh&auml;nger der US\/ Nato-L&auml;nderzerst&ouml;rer und immer auch Angriffskrieger! &uuml;ber einen angeblichen &bdquo;Bruch&ldquo; desselben jaunern&hellip; denn diese haben es bekanntlich schon immer ignoriert&hellip; und wiegeln zudem L&auml;nder, die friedlich mit ihren Nachbarn leben und Handel treiben wollen, in von ihnen finanzierte Farbrevolutionen, und wie die von den USA (Fuck EU-Nuland) unterst&uuml;tzte Putsche&hellip;<\/p><p>Der &bdquo;Werte&ldquo;westen h&auml;tte die M&ouml;glichkeit gehabt, Frieden zu stiften, aber das ist nicht im Sinne der USA und ihrer &bdquo;werte&ldquo;westlichen Vasallen, die gemeinsam die Verletzung des Minsk-II-Abkommens&ldquo; durch die Ukraine ignoriert haben, ebenso deren Weigerung, Donezk und Luhansk Autonomie zu gew&auml;hren.<\/p><p>Statt dessen hat die mit Faschisten durchsetzte ukrainischen Armee im Dombass brutal &bdquo;ihr eigenes Volk&ldquo; mit Waffen angegriffen und der &bdquo;Werte&ldquo;westen hat zugeschaut, und die westlichen L&uuml;genmedien haben dar&uuml;ber auch nicht berichtet.<\/p><p>Und nun wundern sie sich, was passiert, wenn diese Kriegstreiber die russische Linie &uuml;berschreiten&hellip;<\/p><p>Nicht Putin ist Aggressor, sondern die USA\/NATO, Zerst&ouml;rer von Nationen &ndash; gegr&uuml;ndet, um Amerika drin, Russland drau&szlig;en und die Deutschen unten zu halten&rdquo; &ndash; mit dem erkl&auml;rten Ziel, die wirtschaftlichen Beziehungen Deutschlands\/EU zu Russland zu sabotieren, was mit Hilfe der deutschen Speichellecker wom&ouml;glich auch gelingen wird.<\/p><p>Es freut mich daher, dass Putin der USA\/NATO und seinen EU-Vasallen einen Strich durch die Rechnung macht, denn ab heute kann man sagen &bdquo;Russland ist drin, USA (hoffentlich bald) drau&szlig;en und die deutsche Ampel-Vasallenregierung leider noch freiwillig unter deren Stiefel&hellip;<\/p><p>Neben den&rdquo;werte-westlichen&rdquo; gewohnheitsm&auml;&szlig;igen L&uuml;gnern (ihr Motto &ldquo;Wir l&uuml;gen wir betr&uuml;gen wir stehlen&rdquo;) in Politik und Medien spielt auch die OSZE ein falsches Spiel&hellip;hierzu unten ein sehr aufschlussreicher Artikel von Joe Lauria, Consortium News &ndash; der deutlich macht, dass Pr&auml;sident Putin keine andere Wahl hatte und handelte: GENUG IST GENUG!<\/p><p>Jedenfalls ich wei&szlig;, wer der Feind ist: die USA\/NATO-Kriegstreiber und ihre europ&auml;ischen und deutschen Vasallen, und ich unterst&uuml;tze ALLES, was die verbrecherischen USA\/NATO-L&auml;nderzerst&ouml;rer schw&auml;cht! Alles!<\/p><p>Und aus voller &Uuml;berzeugung schlie&szlig;e ich mich dem Aufruf der DK\/SDAJ an:<\/p><p>&bdquo;Es droht Krieg- aber eure Kriege f&uuml;hren wir nicht!!!<\/p><p>WIR WOLLEN FRIEDEN.&ldquo;<\/p><p>Wir alle m&uuml;ssen uns wehren gegen die Dreistigkeit der AA B&auml;rbock, die die deutsche Bev&ouml;lkerung f&uuml;r ihren Russenhass in Haftung nehmen will und in die Welt posaunt:<\/p><p>&bdquo;Die behauptete vor Kurzem, &ldquo;wir&rdquo; seien bereit, &ldquo;einen hohen wirtschaftlichen Preis&ldquo; f&uuml;r die Durchsetzung der NATO-Forderungen zu zahlen &mdash; &ldquo;wir&rdquo;? Wir wurden doch gar nicht gefragt! Wir sind nicht bereit, f&uuml;r diesen Konflikt zu zahlen! Auch nicht f&uuml;r Sanktionen, die am Ende nicht nur Putin treffen, sondern das russische Volk und uns selbst! Die steigenden Preise f&uuml;r Lebensmittel, Sprit und Energie sind f&uuml;r uns schon Belastung genug. Der Wirtschaftskrieg, der nun ansteht, trifft am Ende auch das deutsche Volk.<\/p><p>(&hellip;) Statt wie die bundesdeutschen und US-amerikanischen Kriegstreiber immer weiter zu eskalieren, muss es jetzt um Deeskalation und Vermittlung gehen: Kein Geld, keine Waffen f&uuml;r die Ukraine! Abr&uuml;sten statt Aufr&uuml;sten! Frieden mit Russland! <\/p><p>Wir sagen: Eure Kriege f&uuml;hren wir nicht!&rdquo;<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en und vielen Dank f&uuml;r eure wichtige Arbeit<br>\nClaudia Karas<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>15. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr Berger,<\/p><p>&ldquo;Minsk II ist nicht nur wegen Russland gescheitert&hellip;&rdquo;. Sie schreiben diesen Halbsatz, weil&hellip; ja, weil &ldquo;das wei&szlig; man doch&rdquo;? Dennoch&hellip; ich wei&szlig; nicht, warum das so sein sollte und sie f&uuml;gen leider keine Begr&uuml;ndung hinzu. Russland wird in den 13 Punkten von &ldquo;Minsk II&rdquo; doch gar nicht erw&auml;hnt, soweit mir bekannt ist.<\/p><p>Nachdem die Ukraine sich &uuml;ber sieben Jahre lang offen geweigert hat die erforderlichen Gesetzes&auml;nderungen anzugehen, kam Minsk II doch zwangsl&auml;ufig nicht weiter. Deutschland und Frankreich haben dieses Verhalten unterst&uuml;tzt, zu mehr als Lippenbekenntnissen hat es nie gereicht. Aber was genau hat Russland denn vers&auml;umt zu tun, so dass es zum Scheitern von Minsk II beigetragen hat?<\/p><p>Ich w&auml;re wirklich an ihrer Ansicht interessiert, denn ich hoffe, sie haben diesen Halbsatz nicht wirklich eingef&uuml;gt, weil das jeder sagt.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nRichard Spiller<\/p><p><em><strong>Antwort Jens Berger:<\/strong><\/em><\/p><p><em>Lieber Herr Spiller,<\/em><\/p><p><em>Russland ist Schutzmacht der beiden &bdquo;Volksrepubliken&ldquo;. Dass die Ukraine bzw. der Westen als Schutzmacht hinter der Ukraine ma&szlig;geblich f&uuml;r das Scheitern von Minsk verantwortlich sind, schreibe ich ja selbst. <\/em><\/p><p><em>Beste Gr&uuml;&szlig;e<\/em><br>\n<em>Jens Berger<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>16. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte NDS-Redaktion,<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Russland muss die Kampfhandlungen sofort einstellen und an den Verhandlungstisch zur&uuml;ckkehren.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Es scheint, dass Herrn Lafontaine entgangen ist, dass die USA s&auml;mtliche Vorschl&auml;ge f&uuml;r Sicherheitsgarantien f&uuml;r Russland abgelehnt haben, obwohl die Vorschl&auml;ge Russlands auf Gegenseitigkeit beruhten. Damit waren f&uuml;r Russland s&auml;mtliche weitere Gespr&auml;che, von &ldquo;Verhandlungen&rdquo; konnte nie gesprochen werden, zurecht sinnlos.<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Das V&ouml;lkerrecht gilt f&uuml;r alle. Den brutalen Bruch des V&ouml;lkerrechts durch Vladimir Putin kann man nicht durch den Verweis auf die v&ouml;lkerrechtswidrigen Kriege der USA und ihrer Verb&uuml;ndeten rechtfertigen.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Lafontaine spricht schon wie den Nato.<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Wir m&uuml;ssen Putin jetzt genauso bestrafen, wie wir Clinton, Bush und Obama f&uuml;r ihre v&ouml;lkerrechtswidrigen Kriege bestraft haben. Wir m&uuml;ssen die russischen Oligarchen jetzt genauso bestrafen, wie wir in der Vergangenheit die US-Oligarchen f&uuml;r ihre &Ouml;l- und Gaskriege bestraft haben. Und so weiter&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Frage an Lafontaine und die NDS: Wann und wo wurden &ldquo;Clinton, Bush und Obama&rdquo; f&uuml;r Ihre Kriege bestraft?   <\/p><p>Zuletzt wurde sogar bedauert, dass die Ukraine keine Atomwaffen mehr hat! Sp&auml;testens da d&uuml;rften bei Putin s&auml;mtliche Alarmgkocken gel&auml;utet haben.<\/p><p>Bedauernswert, dass Lafontains Beitrag genauso unsachlich und l&uuml;ckenhaft ist, wie die von der Nato-Presse, und die NDS hier mitmachen.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nAndrea Seibel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>17. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Redaktion der Nachdenkseiten,<\/p><p>zu den &Auml;u&szlig;erungen Lafontaines m&ouml;chte ich die nachfolgenden kurzen Bemerkungen machen. Mir ist klar, da&szlig; Sie diese aber dennoch nicht auf Ihrer Website ver&ouml;ffentlichen werden.<\/p><p>Dennoch:<\/p><p>Lafontaine schreibt, Ru&szlig;land solle an den Verhandlungstisch zur&uuml;ckkehren.<\/p><p>Frage an Herrn Lafontaine: Wer ist denn bisher nicht an den Verhandlungstisch gekommen und hat statt dessen den Donbass seit 2015 beschossen und beiden Volksrepubliken nicht nur materiellen, sondern auch menschlichen Schaden (ca. 13.000 Tote) zugef&uuml;gt? Das waren die Herrschenden in Kiew. Selenski hatte doch angek&uuml;ndigt, den Donbass und Kiew in die Ukraine zur&uuml;ckzuholen. Daf&uuml;r war nur das Milit&auml;r vorgesehen. Und der (Un-)Sicherheitsberater Danilov nannte das Minsker Abkommen die Grundlage f&uuml;r die Zerst&ouml;rung der Ukraine.<\/p><p>Selbst dem Pragmatiker Lafontaine m&uuml;&szlig;te auffallen, da&szlig; Kiew nicht willens ist, die legitimen Rechte sowohl Ru&szlig;lands als auch die der Donbass-Republiken anzuerkennen. Und jetzt weiter zuzusehen, wie die ukrainische Armee zivile Objekte anvisiert und beschie&szlig;t und damit Zivilisten trifft, w&auml;re geduldeter V&ouml;lkermord. Den kann auch ein Lafontaine nicht akzeptieren.<\/p><p>Und dann noch diese Bemerkung Lafontaines: &bdquo;Wir m&uuml;ssen Putin jetzt genauso bestrafen, wie wir Clinton, Bush und Obama f&uuml;r ihre v&ouml;lkerrechtswidrigen Kriege bestraft haben.&ldquo;<\/p><p>Wann wurden denn Clinton, Bush und Obama (er hat Trump vergessen) bestraft? Vielleicht in einem Paralleluniversum?<\/p><p>Lafontaine: &bdquo;Putin hat diesen Krieg genauso mit L&uuml;gen begonnen.&ldquo; Welche L&uuml;ge denn? Der Genozid, von dem Putin sprach? Sind f&uuml;r einen Genozid 13.000 Tote noch vernachl&auml;ssigbar? Ab wann beginnt der Genozid? Kann mir Herr Lafontaine eine Zahl nennen?<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nKurt W. Fleming<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>18. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Oskar Lafontaine,<\/p><p>an das V&ouml;lkerrecht glaube ich nicht mehr. Jugoslawien, Irak, Syrien, &hellip; das V&ouml;lkerrecht wird seit Jahrzehnten mit F&uuml;ssen getreten.<\/p><p>Und zum Einmarsch Russlands in die Ukraine: Tja diese Kriegshandlung muss man verurteilen, aber ich denke, wenn die Regierung der Ukraine ins Exil gehen muss, ist das kein Verlust f&uuml;r das Land. <\/p><p>Und Russland?  Es w&auml;re wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit, wann die Ukraine (prowestliche Oligarchen) der EU  und der Nato beitreten w&uuml;rde, von daher will die russische Regierung dieser &ldquo;Bedrohung&rdquo; ein Ende machen. Und jetzt wird man sehen, wie sich die Zivilbev&ouml;lkerung in der Ukraine verh&auml;lt. Einen Krieg gegen die Zivilbev&ouml;lkerung wird das russische Milit&auml;r nicht f&uuml;hren k&ouml;nnen.<br>\nIch denke, ich w&uuml;rde jedenfalls keinen Finger weder f&uuml;r die ukrainische und selbst nicht f&uuml;r diese deutsche Regierung kr&uuml;mmen, eigentlich f&uuml;r keine Regierung dieser Welt. <\/p><p>Ich hoffe, dass die Menschen in der Ukraine ebenso denken.  Die da oben, denken nur an sich selbst und denen da unten ist es mittlerweile egal, von welchen Arschl&ouml;chern sie regiert werden. Und ob ich demn&auml;chst in Deutschland, wo die Verfassung mit F&uuml;ssen getreten wird,  zwangsgeimpft werden soll oder ob ich unter einer russischen Regierung verarscht werden w&uuml;rde, was soll&rsquo;s.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e an die verlogene Welt von<\/p><p>H. Jack<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>19. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<\/p><p>die Friedensordnung ist schon seit langem fragil, und die Verantwortung daf&uuml;r liegt beim Westen.<\/p><p>Nat&uuml;rlich ist es schlimm, dass wieder die Waffen sprechen, keine Frage. Der Westen h&auml;tte, wenn er es wollte, verhindern k&ouml;nnen. Angebote Russlands lagen vor. <\/p><p>Allein beim Westen fehlte jede Ernsthaftigkeit. Nun zu meinem eigentlichen Anliegen. Ich halte, so seltsam es auch klingen mag, die Schritte Russland f&uuml;r notwendig und friedenserhaltend.<\/p><p>Ja, friedenserhaltend. Aber nur, weil der Westen auf ernsthafte Verhandlungen nicht eingehen will. Worum geht es meiner Meinung nach wirklich? Warum ist der erste Kalte Krieg (1945-1990) nie zu einem hei&szlig;en Krieg geworden? Ganz einfach und ganz schlimm: Wer als erster schie&szlig;t, stirbt als zweiter. Das garantierte den Frieden. Weil jede der Seiten wusste, egal wer anf&auml;ngt, der Zweite hat gen&uuml;gend Zeit (Vorwarnzeit) zu reagieren. Was nichts anderes bedeutet, egal wer anf&auml;ngt, er kann nicht gewinnen, beide k&ouml;nnen nur verlieren.<\/p><p>Das wissen beide Seiten. Die Geschichte nach 1990 zeigt, dass die USA versuchen aus diesem Dilemma herauszukommen. Wie kann ich einen Erstschlag riskieren, ohne das zweite Opfer zu werden. Wieder ganz einfach: Ich muss die Vorwarnzeit so verk&uuml;rzen, dass dem Gegner keine Zeit zur Reaktion bleibt. Darum und nur darum steht die NATO vor den Toren Russlands. Wer aufpasst und gut liest wird festgestellt haben, dass Putin daraufhin mehrfach hinwies. Von der Ukraine aus ist ein Angriff mit Raketen auf strategische Ziele in Russland innerhalb von 5-7 Minuten (Flugzeit) m&ouml;glich, keine Zeit zur Warnung oder Reaktion, bzw. muss eine Reaktion so schnell erfolgen, dass keine R&uuml;ckfrage m&ouml;glich ist, ob Fehlalarm oder Angriff. Daf&uuml;r gab es im ersten Kalten Krieg das &ldquo;Rote Telefon&rdquo;. Die Hyperschallraketen die Russland entwickelt, sind die Antwort auf diese Pl&auml;ne.<\/p><p>Man m&ouml;chte in den USA einen Erstschlag &uuml;berleben, daf&uuml;r braucht man Europa, denn Kriege werden nicht auf See oder in der Luft gewonnen, sondern auf dem Boden und diesen Kriegsschauplatz soll Europa wieder liefern (Das soll kein Politiker in Europa durchschauen?)<\/p><p>Es bleibt Russland gar nichts anderes &uuml;brig, wenn wir den Frieden erhalten wollen, den US-Amerikanern die Garantie zu geben, dass sie nicht davon kommen, wenn sie diesen Krieg vom Zaun brechen wollen. Leider liegt aber genau das im Wesen amerikanischer Politik.<\/p><p>Machen Sie weiter so.<\/p><p>Sie sind eine Inspiration und ein Gegenpol zu den offiziellen Medien.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nWinfried Hoffmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>20. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>Ihren Beitrag auf den NDS habe ich interessiert gelesen. <\/p><p>Ja, Sie und andere Artikelschreiber und viele Leser der NDS sind von dem Vorgehen von Pr&auml;sident Putin &uuml;berrascht worden. Wochenlang haben Sie gegen die entsetzliche Kriegspropaganda und russlandfeindlichen<\/p><p>Kriegshetzer in Politik und Medien angeschrieben. Nun gibt Putins Handeln diesen Leuten scheinbar auch noch recht.<\/p><p>Sie haben sehr richtig geschrieben: &bdquo;Doch Kriege fallen nicht vom Himmel. Letztendlich ist die Invasion der Ukraine das traurige Ergebnis einer fehlgeleiteten Eskalationspolitik des Westens. Anstatt ernsthaft eine dauerhafte Friedensordnung zu entwerfen, kesselte man Russland ein und dem&uuml;tigte es.&ldquo;<\/p><p>Was Sie dann weiter als Gr&uuml;nde f&uuml;r die Eskalation anf&uuml;hren ist alles richtig. Ich sehe das genauso. Leider werden Sie mit dieses richtigen <\/p><p>Wahrheiten kaum noch jemanden so schnell wieder erreichen, oder &uuml;berzeigen k&ouml;nnen. Das Denken, das Nachdenken, haben die meisten Menschen in unserem Land durch das propagandistische Dauerfeuer unserer &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; schon abgelegt. Eine Analyse ist nicht vorgesehen. Die Rede Putins vor dem Deutschen Bundestag interessiert die Masse nicht.  <\/p><p>Am 23.02.2022 habe ich an meine Lokalzeitung noch einen Leserbrief geschickt, indem ich u. a. geschrieben habe, dass die USA der einzige Profiteuer dieses Krieges sind. Ich nehme an, dass ich harsche Kritik erfahren werde. So ist das. Sie, wir, sind zu Rufern in der W&uuml;ste geworden. Das nehme ich Pr&auml;sident Putin auch &uuml;bel. Mein &Uuml;bel ist nat&uuml;rlich nichts gegen das Leid der Menschen im Kriegsgebiet, egal auf welcher falschen Seite sie k&auml;mpfen und sterben.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nUlrich Kleinecke<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>21. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger,<\/p><p>Ihr Eingest&auml;ndnis, dass die Invasion auch f&uuml;r Sie &uuml;berraschend kam, spricht f&uuml;r Sie und Ihre Kritikf&auml;higkeit. Und ich kann mir vorstellen, dass es aus ihrer Gedankenwelt heraus ein schwerer Schock gewesen sein muss.<\/p><p>Dennoch m&ouml;chte ich Ihnen in einem Punkt zentral widersprechen. Aus meiner Sicht ist Putin ganz gewiss kein &ldquo;in die Ecke getriebener, gepr&uuml;gelter Hund&rdquo;. Ganz im Gegenteil scheint er mir einer der wenigen heutigen Staatsf&uuml;hrer zu sein, die eine klare und langfristige Strategie verfolgen, ihre Gegner taktisch richtig einsch&auml;tzen k&ouml;nnen und ihre Chancen, wenn sie sich ergeben skrupellos zu nutzen. Putin ist kein Waisenknabe und kein Opfer, sondern in erster Linie T&auml;ter. Keinesfalls soll dies das desastr&ouml;se Versagen des Westens und seiner dilettierenden Vertreter entschuldigen. Ich denke aber, es ist an der Zeit, dass auch die NachDenkSeiten ihre Einsch&auml;tzung bez&uuml;glich Russland kritisch &uuml;berdenken<\/p><p>Mit besten Gr&uuml;&szlig;en<br>\nJens Stieckenroth<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>22. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>wie wohl f&uuml;r die meisten friedliebenden Menschen kam der Angriff Russlands auf die (Rest?)Ukraine auch f&uuml;r mich &uuml;berraschend, und dem Tenor Ihres Artikel kann ich durchaus zustimmen. <\/p><p>Allerdings bin ich wohl im Laufe der letzten Jahre zu sehr zu einem &ldquo;Putin-Versteher&rdquo; geworden, um nicht drei Formulierungen darin f&uuml;r problematisch zu halten:<\/p><ol type=\"a\">\n<li>&ldquo;Invasion&rdquo;: Der Begriff bedeutet das Einmarschieren von Truppen in ein fremdes Land. Es ist zum gegenw&auml;rtigen Zeitpunkt durchaus m&ouml;glich, dass russische Truppen nicht in das von der Kiewer Regierung beherrschte Gebiet einmarschieren, sondern es bei &ldquo;nur Luftangriffen*&rdquo; auf die ukrainische Armee bleibt. Solange sollte man auch nicht von &ldquo;Invasion&rdquo; reden, sondern von Angriff.<\/li>\n<li>Die Metapher vom &ldquo;gepr&uuml;gelten Hund&rdquo; legt nahe, dass die russische Regierung bei Ihrer Entscheidung impuls- oder gef&uuml;hlsgetrieben handelte. Das halte ich nun gerade bei den Herren Putin und Lawrow f&uuml;r sehr unwahrscheinlich.<br>\nBedeutsam ist m.E., dass man zwischen der Ank&uuml;ndigung vom Montag (Anerkennung der Donetsk- und Lugansk-Republiken) und dem heutigen Angriff mehrere Tage verstreichen liess. Die Waffenstillstandsverletzungen, die jetzt den konkreten Anlass geben, waren ja schon am Montag gegeben. Meiner Ansicht nach war das eine bewusst einger&auml;umte Frist, um USA\/NATO eine letzte Chance zu geben, die Marionettenregierung in Kiew zur sofortigen Verhandlungsaufnahme mit den &ldquo;Rebellen&rdquo; zu bewegen.<\/li>\n<li>Der Titel &ldquo;Die Friedensordnung liegt in Scherben&rdquo; legt nahe, dass es eine solche Friedensordnung vorher gegeben habe. War das so? Hat nicht der Wertewesten mindestens seit 2014 mittels der &ldquo;Sanktionen&rdquo; &ouml;konomisch Krieg gegen Russland gef&uuml;hrt? Wurden nicht sukzessive die m&uuml;hsam errungenen Waffenbegrenzungsabkommen vom Westen aufgek&uuml;ndigt?<\/li>\n<\/ol><p>Albrecht M&uuml;ller hat am Dienstag die Ansprache Putins zur Anerkennung der Volksrepubliken zu Recht gelobt (ich habe den gr&ouml;ssten Teil davon in der englischen Simultan&uuml;bersetzung noch am Montag abend geh&ouml;rt). Damit hat Pr&auml;sident Putin ein fundiertes Geschichtswissen und -Verst&auml;ndnis demonstriert &ndash; etwas, was ich bei keinem der aktuellen westeurop&auml;ischen Regierungschefs erkennen kann. Auch er wird wissen, dass Kriege oft unerw&uuml;nschte Wendungen nehmen (Afghanistan 1980 ff. wird er erinnern). Wenn er bzw. die russische Regierung sich trotzdem zum milit&auml;rischen Angriff entschlossen hat, dann deshalb, weil im Besuchskarussel der letzten Wochen wohl deutlich wurde, dass &ldquo;der Westen&rdquo; keine nennenswerten Konzessionen zu machen bereit ist.<\/p><p>Ich hoffe mit Ihnen, dass der Krieg so kurz und mit so wenig Opfern wie m&ouml;glich verlaufen wird.&nbsp; <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;ssen<br>\npeter a. schulz <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>23. Leserbrief<\/strong><\/p><p>F&uuml;r mich sind die nds schon lange ein verl&auml;ngerter Arm der Propaganda-Instrumente eines gewissen Anarchisten namens Putin.<\/p><p>Sie haben sich nicht nur in den letzten Jahren beim Thema Russland als l&auml;cherlich einseitiger Propagandist und USA-Fresser erwiesen. Selbst in diesen Tagen wissen Sie durch scheinbar kompetente und professorale Texte v&ouml;llig am Thema vorbei zu schreiben.<\/p><p>Wenn es um den Umgang Putins mit politischen Gegnern (Nawalny, Nemzow, Politkovskaja, Beresowski, Litvinenko, Magnitski, Menschenrechtlerin Natalja Estemirowa) h&ouml;rt man bei Ihnen so gut wie nichts. Und wenn doch, dann haben die Opfer meist selbst schuld, so steht es bei Ihnen zumindest zwischen den Zeilen.<\/p><p>Die Nachdenkseiten, die immer alles viel besser wissen, als s&auml;mtliche anderen Medien, gehen einem nur noch auf den Geist.<\/p><p>Sie sind nicht objektiv oder besser informiert, Sie sind Ideologen reinsten Wassers und haben immer nur die anderen Medien im ideologischen Verdacht, sozusagen als mediale Huren der USA. Es ist nur noch unertr&auml;glich!<\/p><p>Deshalb schaue ich nur noch nach bestimmten Ereignissen oder Dokus anderer Medien (vorzugsweise Arte, 3sat) bei Ihnen vorbei, um, wie nicht anders zu erwarten, wieder Apologetisches zu Putin und Russland zu lesen. Es ist immer so sicher wie das Amen in der Kirche, dass Sie die leiseste Kritik an Russland mit aufreizend arrogant-besserwisserischen Kommentaren begleiten.<br>\nGef&auml;lligkeits-Kommentatoren finden sich ja immer!<\/p><p>Sie sind im Bereich der sogenannten alternativen Medien f&uuml;r mich das abschreckendste Beispiel, weil Sie sich mit angema&szlig;ter Kompetenz geschickt zu tarnen wissen.<\/p><p>Wer Leute wie den Verschw&ouml;rungsdeppen Ken Jebsen (war nach Trumps Wahlsieg 2016 voller Euphorie) und die der DDR nachtrauernden Sarah Wagenknecht (&bdquo;das friedfertigste und menschenfreundlichste Gemeinwesen, das sich die Deutschen im Gesamt ihrer Geschichte bisher geschaffen haben&ldquo; (Spiegel-Interview v. Mai 2008)) hofiert und gleichzeitig meint, in Deutschland k&ouml;nne nur noch eine Revolution helfen, der ist f&uuml;r mich als seri&ouml;se Informationsquelle gestorben.<\/p><p>Randbemerkung: ich kenne mich mit Medienkritik schon von Berufs wegen relativ gut aus. Was Sie betreiben, ist aber nicht Medienkritik, sondern indirekte (z. Teil ungewollte) Unterst&uuml;tzung von AfD, Querdenkern, Verschw&ouml;rungsschwurblern und anarchistischen Diktatoren wie Putin.<\/p><p>Es fehlt bei Ihnen nur noch die Vokabel &bdquo;L&uuml;genpresse&ldquo;, bekanntlich ein von Nazis kreiertes Wort.<\/p><p>Sie empfehlen immer wieder B&uuml;cher zu Russland, die einseitig nur die westliche Politik (grunds&auml;tzlich auch sehr zu kritisieren, keine Frage!!&ldquo;) schm&auml;hen und Russland in einem verkl&auml;rten und romantisierenden Licht darstellen. Zum Beispiel: &bdquo;Wir sind die Guten. Ansichten einer Putinverstehers oder wie uns die Medien manipulieren&ldquo; (Mathias Brokers, Paul Schreyer). Insgesamt lesenswert, aber extrem einseitig und besserwisserisch, wie die nds selbst. Bei einem weiteren von Ihnen vor Jahren empfohlenen Buch, &bdquo;Die Weltbeherrscher. Milit&auml;rische und geheimdienstliche Operationen der USA&ldquo; (Armin Wertz) k&ouml;nnte man meinen, Sie h&auml;tten mit den Autoren zum Teil die Positionen eines Daniele Ganser &uuml;bernommen.<\/p><p>Vielleicht sollten Sie aber auch mal, um der von Ihnen so gerne beanspruchten Super-Objektivit&auml;t gerecht zu werden, von den geheimdienstlichen Operationen Russlands\/Putins reden und folgendes Buch zur Kenntnis nehmen oder sogar kritisch empfehlen.<\/p><p>&ldquo;Putins Netz &ndash; Wie sich der KGB Russland zur&uuml;ckholte und dann den Westen ins Auge fasste&ldquo; von Catherine Belton.<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.3sat.de\/kultur\/kulturzeit\/sendung-vom-23-februar-2022-100.html\">Dazu ein Beitrag von &bdquo;Kulturzeit&ldquo; gestern<\/a>.<\/p><p>V. Kirsch<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>24. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,  ich hoffe sehr, da&szlig; Ihnen der Vergleich vom russischen &bdquo;gepr&uuml;gelten Hund&ldquo; in der &Uuml;berraschung und Aufregung versehentlich unterlaufen ist, oder sollte es ein Freud&rsquo;scher Versprecher gewesen sein ? Ich bin jedenfalls leicht schockiert, dies in den NDS zu lesen.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nH.Bartneck<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>25. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, Herr Berger und Herr Riegel,<\/p><p>ich m&ouml;chte Ihnen aus tiefem Herzen danken f&uuml;r Ihre wertvolle Arbeit, gerade in diesen rabenschwarzen Tagen, f&uuml;r Ihren unerm&uuml;dlichen Einsatz und daf&uuml;r, dass Sie ein so wohltuendes Gegengewicht darstellen in unserer komplett einseitigen und verflachten Medienlandschaft. Ich bin todtraurig angesichts der aktuellen Ereignisse, man m&ouml;chte alle Hoffnung aufgeben, eine Handvoll Politiker noch, denen ich zutrauen w&uuml;rde, in dieser Krise mit Vernunft und im Interesse Deutschlands zu agieren, die aber fern von Regierungsverantwortung sind.<\/p><p>Dennoch, gerade darum und gerade jetzt ist es wichtig, dass Sie weitermachen.<\/p><p>Mit den besten W&uuml;nschen f&uuml;r Sie und Ihre Arbeit und herzlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nMelanie Karas<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>26. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Es spricht gegen Euch, da&szlig; ihr diesen ziemlich dummen Kommentar von Oscar ver&ouml;ffentlicht. Er hat gar nichts begriffen, es geht ihm nur darum: die Russen sind schuld. So verhindert man keinen Krieg. Ich bin schon aus der Linken ausgetreten.<\/p><p>Dr. Wolfgang Doster<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>27. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Jens Berger: Zu Ihrem heutigen Beitrag zur Friedensordnung,<\/p><p>die in Scherben liegt: Der in die Ecke getriebene, gepr&uuml;gelte Hund ist ein B&Auml;R, der LANGSAM ist und oft wie ein gem&uuml;tlicher Teddy wirkt.<\/p><p>Aber ein B&auml;r ist anders als europ&auml;ische Kleinb&uuml;rgerlein: Wenn es denn sein muss, frisst er auch mal Napol&eacute;ons, Hitlers und andere Tierlein, die ihm zu nah kommen.<\/p><p>Rest Ihres Beitrags exzellent wie immer.<\/p><p>&mdash;<\/p><p>Helmut Z. Baumert<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>28. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Von Erich K&auml;stner. <\/p><p>Rundheraus: das alte Jahr war keine ausgesprochene Postkartensch&ouml;nheit, beileibe nicht. Und das neue? Wir wollen&rsquo;s abwarten.<\/p><p>Wollen wir&rsquo;s abwarten? Nein. Wir wollen es nicht abwarten!<\/p><p>Wir wollen nicht auf gut Gl&uuml;ck und auf gut Wetter warten, nicht auf den Zufall und den Himmel harren, nicht auf die politische Konstellation und die historische Entwicklung hoffen, nicht auf die Weisheit der Regierungen, die Intelligenz der Parteivorst&auml;nde und die Unfehlbarkeit aller &uuml;brigen B&uuml;ros.<\/p><p>Wenn Millionen Menschen nicht nur neben-, sondern miteinander leben wollen, kommt es auf das Verhalten der Millionen, kommt es auf jeden und jede an, nicht auf die Instanzen.<\/p><p>Wenn Unrecht geschieht, wenn Not herrscht, wenn Dummheit waltet, wenn Hass ges&auml;t wird, wenn Muckertum sich breit macht, wenn Hilfe verweigert wird &ndash; stets ist jeder Einzelne zur Abhilfe mit aufgerufen, nicht nur die jeweils &bdquo;zust&auml;ndige&ldquo; Stelle.<\/p><p>Jeder ist mitverantwortlich f&uuml;r das, was geschieht, und f&uuml;r das, was unterbleibt.<\/p><p>Und jeder von uns und euch muss es sp&uuml;ren, wann die Mitverantwortung neben ihn tritt und schweigend wartet.<\/p><p>Wartet, dass er handele, helfe, spreche, sich weigere oder emp&ouml;re, je nachdem.<\/p><p>J. <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>29. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Der Feststellung von Oskar Lafontaine &raquo;Krieg ist kein Mittel der Politik&laquo; kann wohl jeder zustimmen. Vor allen Dingen, wenn daran gedacht wird, welch unheimliches Leid f&uuml;r die V&ouml;lker entsteht. Angesichts der modernen Waffen steht, sogar die Vernichtung der Menschheit an. Auch das wei&szlig; man nat&uuml;rlich in Washington und London.<\/p><p>Es ist keine Entschuldigung f&uuml;r die russisch Krieg f&uuml;hrende Seite, bei allen politischen Widrigkeiten, die Karte des Krieges auszuspielen. Und doch, vielleicht gibt es so etwas wie das Ged&auml;chtnis der V&ouml;lker, die Erinnerung an den 22. Juni 1941 lebt in jeder russischen Familie. 27 Millionen Tote sind nicht vergessen. Der Westen, war noch nie gut im Zuh&ouml;ren. Putin hat klar und eindeutig gesagt, einen 22. Juni mit derartigen Folgen wird es nie wieder geben. Seit sieben Jahren h&auml;tten alle betroffenen Seiten Gelegenheit gehabt, die Situation zu entsch&auml;rfen. Kiew hat eindeutig abgelehnt. Warum das so war, soll hier nicht er&ouml;rtert werden. Die beiden abtr&uuml;nnigen ukrainischen Gebiete sind 2015 aus einem Referendum, was immer man von solch einem Referendum h&auml;lt, hervorgegangen.<\/p><p>Offensichtlich gibt es bei den Russen eine unterschwellige Angst, dass sich das Szenarium von 1941, auf irgendeiner Art und Weise wiederholen k&ouml;nnte. Wer einigerma&szlig;en bei Verstand ist, wird diese &Uuml;berlegung nicht von der Hand weisen k&ouml;nnen. Damit sind wir beim preu&szlig;ischen General Carl von Clausewitz, der in seinem strategischen Werk &raquo;Vom Kriege&laquo; bemerkt: Der Krieg ist eine blo&szlig;e Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln.<\/p><p>Ein Wort zu Stefan Zweig, der von Lafontaine zitiert wurde. Auch das ist Stefan Zweig, der in seinem Essay &ndash; Ein Wort von Deutschland &ndash; ver&ouml;ffentlicht am 6. August 1914 &raquo;Neue Freie Presse&laquo; Wien, der 1.Weltkrieg war etwas mehr als eine Woche alt, seine Leser, auf die Leistungen Deutschlands in Frieden verweisend mitteilte: &bdquo;Und gerade solche grandiose Leistung des Friedens l&auml;sst uns, die Verb&uuml;ndeten, heute doppelt Vertrauen auf die deutsche Leistung im Kriege.&rdquo;<\/p><p>H.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>30. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Albrecht M&uuml;ller,<\/p><p>sicher sind wir alle in gleicher Weise schockiert &uuml;ber die russische Entscheidung zum Angriff auf die Ukraine. Eine Entscheidung, die so gar nicht in die bisherige russische Politik, welche durch Besonnenheit und &Uuml;berlegung gekennzeichnet war pa&szlig;t. Es mu&szlig; m.E. nachvollziehbare Gr&uuml;nde geben, weshalb es zu solch einem ungeheuerlichen Angriff gekommen ist. Meine &Uuml;berlegungen dazu sind folgende.<\/p><ol>\n<li>Mit der Entscheidung, die abtr&uuml;nnigen Republiken anzuerkennen und unter russischen Schutz zu stellen haben die Russen vollendete Tatsachen geschaffen. Und das mit der Botschaft, da&szlig; das Minsker Abkommen tot ist. Man hatte damit Kiew die M&ouml;glichkeit genommen, dort wieder Einflu&szlig; zu erlangen.<\/li>\n<li>Die NATO geriet durch diese Entscheidung in Zugzwang. Um ihren Einflu&szlig; zu sichern k&ouml;nnte es sein, da&szlig; im Ergebnis der entstandenen Situation dort die Entscheidung getroffen wurde, die Ukraine daraufhin sofort in die NATO aufzunehmen und die erforderlichen Schritte dazu sofort in die Wege zu leiten. Damit w&auml;ren im Gegenzug neuerlich vollendete Tatsachen geschaffen worden, die nicht mehr aus der Welt zu schaffen gewesen w&auml;ren. Die NATO w&auml;re damit endg&uuml;ltig an die Grenzen Ru&szlig;land heranger&uuml;ckt und die Ukraine dem Einflu&szlig; Ru&szlig;lands entzogen.<\/li>\n<li>Ru&szlig;land mu&szlig;te bei Kenntnis im Ergebnis dessen erkennen, da&szlig; ungeachtet aller bisherigen Bem&uuml;hungen die Osterweiterung der NATO unumkehrbar geworden w&auml;re, wodurch die Existenz Ru&szlig;lands zuk&uuml;nftig &auml;u&szlig;erst gef&auml;hrdet w&auml;re. Daraufhin wurde die &ldquo;Notbremse&rdquo; insoweit gezogen, indem die Entscheidung, das Land in einen milit&auml;rischen Konflikt hineinzuziehen dessen Aufnahme in das Milit&auml;rb&uuml;ndnis ausschlie&szlig;t.<\/li>\n<\/ol><p>Ein anderer Grund f&uuml;r diesen v&ouml;lkerrechtswidrigen Schritt, der nicht nur zu einem ungeheuren Ansehensverlust Ru&szlig;lands, sondern auch kurz- und mittelfristig zu erheblichen &ouml;konomischen Folgen f&uuml;r das gesamte Land f&uuml;hren wird ist mir derzeit nicht vorstellbar. Ich denke aber, es sollte uns schon interessieren, weshalb ein solcher Krieg angefangen wird.<\/p><p>Welche Meinung haben Sie dazu? Was sind Ihre Erkenntnisse. Vielleicht k&ouml;nnen wir dazu n&auml;chstens auf Ihrem Blog N&auml;heres erfahren.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nJ&uuml;rgen Keller<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>31. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Redaktion, lieber Jens Berger,<\/p><p>wie schon so of, sprechen Sie mir mit Ihrem o.a. Artikel aus dem Herzen.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nU. Langbein<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den Artikeln <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81165\">&bdquo;Die Friedensordnung liegt in Scherben&ldquo;<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81205\">&bdquo;Krieg ist kein Mittel der Politik&ldquo;<\/a> haben Jens Berger und Oskar Lafontaine versucht, ihre Gedanken zum russischen Einmarsch in die Ukraine in Worte zu fassen. Dies stie&szlig; bei unseren Lesern auf ein gro&szlig;es, aber auch geteiltes Echo. Die Zuschriften decken ein sehr breites Spektrum<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81217\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-81217","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/81217","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=81217"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/81217\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":81244,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/81217\/revisions\/81244"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=81217"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=81217"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=81217"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}