{"id":81328,"date":"2022-03-01T08:36:23","date_gmt":"2022-03-01T07:36:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81328"},"modified":"2022-03-01T08:36:23","modified_gmt":"2022-03-01T07:36:23","slug":"hinweise-des-tages-4058","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81328","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81328#h01\">Gegen den Krieg sein ist klar. Aber wof&uuml;r sein?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81328#h02\">Wo war die Friedensbewegung in den letzten 20 Jahren?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81328#h03\">Strafen und verhandeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81328#h04\">Ukraine: How Can the War End?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81328#h05\">#DestabilizeTheWorld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81328#h06\">Wirtschaftssanktionen: Der Preis der Freiheit?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81328#h07\">Von der Leyen f&uuml;r EU-Beitritt der Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81328#h08\">Mit einem Auge sieht man besser<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81328#h09\">Die Zeitenwende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81328#h10\">Die Wahrheit stirbt zuerst und dann die Intelligenz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81328#h11\">Netzkonzern Ericsson: Schmutzige Gesch&auml;fte im Irak<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81328#h12\">Clans machen Kasse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81328#h13\">Kapitales Gef&auml;lle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81328#h14\">Wende: Gewerkschaft lehnt Impfpflicht f&uuml;r Polizisten ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81328#h15\">Massive Online-&Uuml;berwachung: Google ist &ldquo;am besten&rdquo;, Apple &ldquo;ph&auml;nomenal&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Gegen den Krieg sein ist klar. Aber wof&uuml;r sein?<\/strong><br>\nSich f&uuml;r den Frieden einsetzen hei&szlig;t, sich f&uuml;r den Dialog einsetzen. Trotz und insbesondere dann, wenn ein Krieg w&uuml;tet. Darauf machte selbst der Chef der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz, Ischinger, gerade wieder aufmerksam. Es ist immer besser, wenn Menschen miteinander reden als wenn sie aufeinander schie&szlig;en. Forderungen nach gr&ouml;&szlig;tm&ouml;glicher Bestrafung oder Vergeltung sind deswegen f&uuml;r diejenigen, die jetzt f&uuml;r den Frieden demonstrieren, fehl am Platz. Dies gilt auch dann, wenn man den russischen Pr&auml;sidenten Putin aus absolut nachvollziehbaren Gr&uuml;nden nicht leiden kann. Es ist verst&auml;ndlich, dass viele denken &ldquo;wir m&uuml;ssen doch irgendwas tun, um Putin zu stoppen&rdquo;. Aber es kommt eben genau darauf an, was getan wird und was es bewirken wird. [&hellip;]<br>\nAls ich am Sonntag hier in Berlin zu der gro&szlig;en Friedensdemonstration ging, dann demonstriere ich voller &Uuml;berzeugung gegen den Krieg Russlands in die Ukraine. Ich demonstrierte &ndash; auch wenn die Ukraine das Opfer der russischen Aggression ist &ndash; nicht bedingungslos f&uuml;r die ukrainischen Politiker und ihre Positionen. Nur weil jemand angegriffen wird, ist nicht alles, was er\/sie sagt, tut oder getan hat automatisch richtig. Dies zu unterscheiden ist wichtig. Als 2003 in Deutschland hunderttausende Menschen gegen den v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriffskrieg der Amerikaner und Briten auf den Irak demonstrierten, taten sie das nicht, weil sie uneingeschr&auml;nkt f&uuml;r Saddam Hussein waren. Sie sprachen sich einfach gegen den Krieg aus. Ein Krieg, der &uuml;brigens etwa 655.000 Menschen das Leben kostete.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/niels-hahnen\/ukraine-gegen-den-krieg-sein-ist-klar-aber-wofuer-sein\">der Freitag<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Schon wieder 1914<\/strong><br>\nOb die europ&auml;ische Welt am Rande des n&auml;chsten Untergangs steht oder ob dieser schon eingetreten ist, scheint noch streitig zu sein. Eigentlich hatten wir daf&uuml;r ja gerade keine Zeit. Aber so schnell kann&rsquo;s gehen! [&hellip;]<br>\nNun h&ouml;rt der Defaitist in mir den Chor der Willigen rufen: Keine Relativierung bitte! Gegenfrage: Warum nicht? Nehmen Sie, liebe Leser, eine beliebige Auswahl der deutschen Kampfesreden aus den vergangenen vier Tagen, und setzen Sie f&uuml;r jedes &raquo;Putin&laquo; einmal &raquo;China&laquo; oder &raquo;Saudi-Arabien&laquo; oder &raquo;USA&laquo; ein, f&uuml;r jedesmal &raquo;Ukraine&laquo; wahlweise &raquo;Uiguren&laquo;, &raquo;Jemen&laquo; oder &raquo;Irak&laquo;. Ein Mensch, der einen Angriffskrieg beginnt, darf nicht mehr Mitglied der V&ouml;lkergemeinschaft sein? Die Wertegemeinschaft der Welt kann es nicht ertragen, dass &raquo;Unschuldige&laquo; unter Unterdr&uuml;ckung, Gewalt und Eroberung leiden? Da lachen ja die H&uuml;hner, sagt die Weltgemeinschaft seit 80 Jahren. Im neuen Deutschland 2022 werden die ersten Vaterlandsverr&auml;ter und pflichtvergessenen Defaitisten ausgesp&auml;ht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/krieg-in-der-ukraine-und-der-vergleich-mit-1914-a-efad9f8a-84fb-4ea3-b343-fbee8dcf3b49%20\">Gastbeitrag von Thomas Fischer in DER SPIEGEL <\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.B.:<\/strong> Ein typischer Fischer-Blickwickel auf die Scheinheiligkeit des &ldquo;Werte-Westens&rdquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wo war die Friedensbewegung in den letzten 20 Jahren?  <\/strong><br>\nDass in Berlin 100.000 Menschen gegen den russischen Milit&auml;reinsatz demonstriert haben und Deutsche endlich wieder gegen Krieg auf die Stra&szlig;e gehen, ist eigentlich eine gute Nachricht, denn Kriege sind immer zu kritisieren. Allerdings wird das unglaubw&uuml;rdig, wenn nicht alle Kriege gleicherma&szlig;en kritisiert werden. Daher stellt sich die Frage, wo die Friedensbewegung in den letzten 20 Jahren war, als der Westen wesentlich blutigere Kriege gef&uuml;hrt hat (und immer noch f&uuml;hrt), die nach amerikanischen Sch&auml;tzungen zu Millionen Toten und zu 59 Millionen Fl&uuml;chtlingen haben. [&hellip;]<br>\nWenn die Friedensbewegung nicht gegen &bdquo;die eigenen&ldquo; Kriege demonstriert, kostet das Menschenleben. Russland wird sich sicher nicht von Demos in Deutschland beeindrucken lassen, die deutsche Regierung h&auml;tte aber auf Kriege der USA und der NATO Einfluss nehmen und hunderttausende Tote verhindern k&ouml;nnen, wenn die Friedensbewegung bei den hier genannten Kriegen auch regelm&auml;&szlig;ig mit 100.000 Teilnehmern dagegen demonstriert und wenn die Medien genauso breit dar&uuml;ber berichtet h&auml;tten, wie sie es jetzt gerade tun. Dann w&auml;re die deutsche Regierung unter Druck geraten und h&auml;tte vielleicht auf die USA einwirken k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2022\/wo-war-die-friedensbewegung-in-den-letzten-20-jahren\/%20\">Anti-Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers MM:<\/strong> Eine interessante Frage, die Thomas R&ouml;per hier aufwirft, auch wenn er in ein paar Punkten irrt. So gab es im Vorfeld des Irakkriegs 2003 durchaus Antikriegsproteste mit hunderttausenden Teilnehmern. Auffallend ist allerdings, dass westliche Regierungen ihre Kriegseins&auml;tze seither ohne nennenswerten gesellschaftlichen Widerstand durchbringen konnten. Wie R&ouml;per bewertete auch der italienische Philosoph Domenico Losurdo die Rolle des &ldquo;multimedialen Feuerwerks&rdquo; als hierf&uuml;r (mit-)entscheidend. Es sorge gezielt daf&uuml;r die &bdquo;richtigen&ldquo; Sichtweisen auf Konflikte durchzubringen wie er in seinem Buch &ldquo;Wenn die Linke fehlt&hellip;&rdquo; (Papyrossa Verlag 2017) analysierte.  <\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Krieg von ungewohnter Seite: Friedensbewegung sucht Weg aus der Schockstarre<\/strong><br>\nF&uuml;r politisch aktive Menschen, die schon gegen den Irak-Krieg und seither immer wieder auf die Stra&szlig;e gegangen sind, um gegen Krieg und Militarismus zu protestieren, ist es eine ungewohnte Situation: Die Informationen westlicher Geheimdienste, denen sie aufgrund von Erfahrungswerten mindestens skeptisch gegen&uuml;berstanden, haben dieses Mal in wichtigen Punkten gestimmt &ndash; jedenfalls wenige Tage nach dem zuerst genannten Datum hat das russische Milit&auml;r tats&auml;chlich auf breiter Front die Ukraine angegriffen. [&hellip;]<br>\nIn der Frage des Umgangs mit dem gro&szlig;en Teil der Menschen, die bisher nie bei Friedensaktivit&auml;ten anzutreffen waren, jetzt als die neue Friedensbewegung auftreten und dabei kein kritisches Wort &uuml;ber die Politik der Nato und deren Kriege der letzten Jahrzehnte &auml;u&szlig;ern, entzweite die Konferenzteilnehmer. [&hellip;]<br>\nDie dreist&uuml;ndige Aktionskonferenz hat gezeigt, dass es gro&szlig;en Diskussionsbedarf unter Aktivisten der klassischen Friedensbewegung gibt. Eine gr&ouml;&szlig;ere Konferenz, um unterschiedliche Positionen zu kl&auml;ren, wurde f&uuml;r die n&auml;chsten Monate vorgeschlagen, aber nicht konkretisiert. Ebenso wurden Aktionstage &ldquo;gegen jeden Krieg&rdquo; ins Gespr&auml;ch gebracht &ndash; auch auf die nahenden Osterm&auml;rsche wurde verwiesen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Krieg-von-ungewohnter-Seite-Friedensbewegung-sucht-Weg-aus-der-Schockstarre-6527110.html%20\">Telepolis  <\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers MM:<\/strong> Peter Nowaks Beitrag f&auml;ngt die aktuelle Zerrissenheit und Probleme der Friedensbewegung(en) gut ein.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Demo gegen Putin: &bdquo;Wenn 500.000 Menschen den Atem anhalten&ldquo; <\/strong><br>\nLange hat Berlin nicht mehr solch eine Demonstration Hunderttausender erlebt. Die Polizei sch&auml;tzt die Teilnehmerzahl im unteren sechsstelligen Bereich. Angemeldet waren 20.000.<br>\nSchilder sind zu sehen: &bdquo;Stoppt Putin&ldquo;, &bdquo;Solidarit&auml;t mit der Ukraine&ldquo;, &bdquo;Russians stand with Ukraine&ldquo; oder &bdquo;Entwaffnet die M&auml;nner&ldquo; ist darauf zu lesen. &Uuml;berall werden blau-gelbe Fahnen geschwenkt, die Flagge der Ukraine. Das russische Ehrenmal ist mit Gittern abgesperrt, an dem sich die Menschen dichtgedr&auml;ngt vorbeischieben. Die allermeisten tragen einen Mund-Nasen-Schutz, nicht wenige in den ukrainischen Farben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/mensch-metropole\/grossartiges-berlin-eine-halbe-million-menschen-gehen-gegen-putins-krieg-auf-die-strasse-li.214293%20\">Berliner Zeitung <\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.M.:<\/strong> (Man vergleiche die Berichterstattung &uuml;ber Demonstrationen gegen Corona-Ma&szlig;nahmen sowie das Verhalten der Polizei.) Seit 8 Jahren herrscht Krieg in der Ukraine. Wer die letzten 7 Osterm&auml;rsche &ldquo;verpasst&rdquo; hat, aber jetzt pl&ouml;tzlich mit Ukraine-Flagge (wo kommen die eigentlich pl&ouml;tzlich alle her?) zum Brandenburger Tor zieht, der demonstriert gegen Putin (siehe &Uuml;berschrift) und f&uuml;r Biden, Scholz und die R&uuml;stungsindustrie, aber nicht f&uuml;r Frieden und die Menschen in Europa. Als Ostermarschierer freue ich mich &uuml;ber Friedensdemonstranten, doch hier wird f&uuml;r meinen Geschmack zu oft f&uuml;r eine der Kriegsparteien Partei ergriffen, anstatt wirklich Frieden zu bewirken. Die Forderung muss lauten: ALL hands off the Ukraine, NOW.<\/em><\/p>\n<p><strong>und: Der Schie&szlig;pulvergeruch der Unausweichlichkeit<\/strong><br>\nUkraine Hunderttausende demonstrieren f&uuml;r den Frieden, w&auml;hrend Olaf Scholz eine neue Aufr&uuml;stungsspirale in Gang setzt. Gegen die 100 Milliarden Euro f&uuml;r neue Waffen und mehr Soldaten regt sich Widerstand &ndash; gut so<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/sebastianpuschner\/die-menschen-fordern-frieden-die-regierung-ruestet-auf%20\">der Freitag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Strafen und verhandeln<\/strong><br>\nUSA und EU beginnen Wirtschaftskrieg gegen Russland. Gespr&auml;che &uuml;ber Waffenstillstand zwischen Moskau und Kiew<br>\nUSA und EU haben ihren angek&uuml;ndigten Wirtschaftskrieg gegen Russland begonnen. Die am Wochenende beschlossenen Sanktionen wurden in der Nacht zum Montag, beziehungsweise am Montag in Kraft gesetzt. Wichtigstes Element ist die weitgehende Blockade der Auslandsguthaben der russischen Zentralbank. Die W&auml;hrungsreserven Russlands sind mit etwa 630 Milliarden US-Dollar mit die h&ouml;chsten eines Staates weltweit. Durch die Kontensperrung wollen Br&uuml;ssel und Washington verhindern, dass diese Mittel zur Stabilisierung der russischen Wirtschaft eingesetzt werden k&ouml;nnen. Das Ziel liegt nach den Worten von EU-Kommissionspr&auml;sidentin Ursula von der Leyen darin, Russland zu &raquo;ruinieren&laquo; oder &ndash; so ein Sprecher des US-Finanzministeriums &ndash; die russische Wirtschaft &raquo;in den R&uuml;ckw&auml;rtsgang zu schicken&laquo;. Tats&auml;chlich gab der Rubel weiter nach, auch wenn die russische Zentralbank am Montag den Leitzins von 9,5 auf 20 Prozent verdoppelte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/421681.krieg-in-ukraine-strafen-und-verhandeln.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ukraine: How Can the War End?<\/strong><br>\nYet we have seen nothing like the simply massive civilian casualties the West inflicted on Libya, Iraq or Afghanistan. Not anything like the same order of magnitude. In the town of Sirte, Libya alone NATO bombing killed 15,000 people. Casualty figures being given for the whole of the Ukraine so far are still in the hundreds, and thank God for that.<br>\nEither Putin has not entirely willed the means, or his armed forces are resisting obeying his wishes. Russia has not unleashed anything like the kind of firepower that would need to be unleashed to subdue Ukraine. Western media has gone into full war porn mode, but the extent of real fighting is uncertain. There seems to be a great deal of shadow boxing.<br>\nI do not know the explanation for this. It seems very possible Putin has underestimated Ukrainian morale, and really believed Ukraine would crumble. In fact, Zelensky is playing a blinder in terms of maintaining morale, however staged his photo-ops. The more pressing question is whether Putin overestimated the willingness of his own military to kill Ukrainians, or whether Putin himself lacks the will. In Grozny, he was directly responsible for civilian casualties on a truly terrible scale, but is he like the West in putting much less value on Muslim lives?<br>\nTo date, Kiev has faced nothing like what Sirte faced from NATO or Grozny faced from Russia &ndash; but not because Russia lacks the capacity to do it.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.craigmurray.org.uk\/archives\/2022\/02\/ukraine-how-can-the-war-end\/\">Craig Murray<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>#DestabilizeTheWorld<\/strong><br>\n&bdquo;Es ist keine Ukraine-Krise, es ist eine Russland-Krise&ldquo;, sagte Annalena Baerbock wenige Tage vor dem Einmarsch Russlands in die Ukraine. Genau diese Haltung des Westens hat zur Eskalation beigetragen. [&hellip;]<br>\nEs liegt eine zynische Wahrheit in dem, was der syrische Diktator Baschar al-Assad am Tag der Invasion sagte: &bdquo;Was heute geschieht, ist eine Korrektur der Geschichte und eine Wiederherstellung des Gleichgewichts, das in der Welt nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion verloren gegangen war.&ldquo;<br>\nIn der Tat erleben wir die bedrohlichen Geburtswehen einer neuen Weltordnung, die an H&auml;ufigkeit und Intensit&auml;t zunehmen. Die Machtverh&auml;ltnisse verschieben sich. Nicht nur Putin f&uuml;hrt dem Westen seine Schw&auml;che vor Augen. Es ist, wie Bundeskanzler Olaf Scholz sagt, eine &bdquo;Zeitenwende&ldquo;.<br>\nWas Scholz nicht sagt: Der Krieg reiht sich nahtlos ein in ein strukturelles Versagen westlicher Au&szlig;enpolitik seit 1990, das die Welt im Gefolge der Siegestrunkenheit vom &bdquo;Ende der Geschichte&ldquo; (Francis Fukuyama) und dem Glauben an das unaufhaltsame Vordringen des Modells der liberalen Demokratie sukzessive destabilisiert hat. Angefangen in Jugoslawien zieht der Interventionismus unter dem Deckmantel von Demokratie und Menschenrechten sowie unter regelm&auml;&szlig;igen Bruch des V&ouml;lkerrechts eine Brandspur von failed states hinter sich her: Irak, Libyen, Syrien, Afghanistan &ndash; die Zeitenwende von der Scholz spricht, hat auch der Westen herbeigebombt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/08-2022\/destabilizetheworld\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wirtschaftssanktionen: Der Preis der Freiheit?<\/strong><br>\nMit dem v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriff Russlands auf die Ukraine hat sich die Strategie der Abschreckung durch die Androhung von Wirtschaftssanktionen als Fehlkalkulation erwiesen. Das sollte f&uuml;r die deutsche Politik Anlass sein, ihre Kosten-Nutzen-Rechnung zu &uuml;berdenken. [&hellip;]<br>\nFestzuhalten bleibt an dieser Stelle jedenfalls, dass eine Abkehr vom Exportismus weder in Deutschland noch der EU jetzt und auch nicht in absehbarer Zeit auf der politischen Tagesordnung steht. Das erkl&auml;rt vielleicht auch, warum Ursula von der Leyen zwar auf den &bdquo;barbarischen&ldquo; Angriff Russlands auf die Ukraine &bdquo;massive&ldquo; Sanktionen angek&uuml;ndigt hatte, ein Blick in das &bdquo;h&auml;rteste Sanktionspaket, das die EU je erwogen hat&ldquo;, aber, trotz des bitteren Ernsts der Lage, einen lauthals zum Lachen bringt.<br>\nEs soll Exportbeschr&auml;nkungen bei touristischen Dienstleitungen gegen&uuml;ber den &bdquo;Volksrepubliken Donezk und Lugansk&ldquo; und f&uuml;r den Handel mit bestimmten Wirtschaftszweigen geben, &uuml;ber die man aber nicht genaues sagen will. Die Mehrzahl der Wirtschaftssanktionen betreffen den Finanzsektor, die die Abwicklung von grenz&uuml;berschreitenden Realg&uuml;ter-Transaktionen erschweren k&ouml;nnten, aber insgesamt einen begrenzten Einfluss auf die russische Realg&uuml;terwirtschaft haben d&uuml;rften. In einem Satz: Bei dem &bdquo;h&auml;rtesten Sanktionspaket&ldquo; handelt es sich &uuml;berwiegend um Symbolpolitik.<br>\nDas mag f&uuml;r diejenigen, die in Kategorien nationaler Interessen denken, eine beruhigende Feststellung sein. Denn man k&ouml;nnte (f&auml;lschlicher Weise) folgern, dass die Gefahren von Wirtschaftssanktionen gegen Russland f&uuml;r Deutschland &uuml;berschaubar bleiben werden. Damit wird verkannt, dass die Wirtschaftssanktionen Russlands f&uuml;r uns ein enormes Gefahrenpotential in sich bergen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/08-2022\/wirtschaftssanktionen-der-preis-der-freiheit\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Von der Leyen f&uuml;r EU-Beitritt der Ukraine<\/strong><br>\nEU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat sich f&uuml;r einen EU-Beitritt der Ukraine ausgesprochen. Zuvor hatte der ukrainische Pr&auml;sident Wolodymyr Selenskyi nach eigenen Angaben bei einem Telefonat mit von der Leyen &uuml;ber den m&ouml;glichen EU-Beitritt sowie die Lage im Land gesprochen. [&hellip;]<br>\n&ldquo;Wir sprachen &uuml;ber konkrete Entscheidungen zur St&auml;rkung der Verteidigungskapazit&auml;ten der Ukraine, &uuml;ber Makrofinanzhilfe und die Mitgliedschaft der Ukraine in der EU&rdquo;, twitterte Selenskyj in der Nacht zu Montag.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/politik\/von-der-leyen-selenskyj-eu-beitritt-ukraine-krieg-100.html%20\">ZDF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Lutz Hausstein:<\/strong> In einer so hochbrisanten weltpolitischen Situation wie aktuell eine solche Aussage &ouml;ffentlich zu t&auml;tigen, zeugt von einer v&ouml;lligen Unverantwortlichkeit von der Leyens. Entweder besitzt sie nicht das geringste diplomatische Geschick &ndash; dann sollte sie sich schleunigst aus der Politik zur&uuml;ckziehen &ndash; oder sie m&ouml;chte mit ihrer Handlung noch mehr &Ouml;l in das ohnehin schon hoch lodernde Feuer gie&szlig;en. Falls sp&auml;ter einmal jemand fragen sollte, wie es zu bestimmten verheerenden weltpolitischen Entwicklungen kommen konnte: Dies hier ist das beste Beispiel daf&uuml;r.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Mit einem Auge sieht man besser<\/strong><br>\nPeter Steiniger zum geplanten Verbot von RT und Sputnik in der EU [&hellip;]<br>\nUnd nur westliche Qualit&auml;tsmedien sind immun dagegen, Propaganda zu dienen, Stimmungen zu sch&uuml;ren oder etwa Kriegsl&uuml;gen zu verbreiten. Bei allen Interventionen der freien Welt haben sie das souver&auml;n bewiesen. Leider sieht die Realit&auml;t anders aus und richtig ist auch, dass RT smarter und Sputnik grober Teil des Infokriegs der M&auml;chte sind. Auch ihre Legenden platzen. Dazu braucht es kein entm&uuml;ndigendes Verbot &ndash; das besorgt Putins gef&auml;hrliche Politik selbst. Diese Medien sind zudem ein Blick durch die andere Brille: Und ohne den l&auml;sst sich ein Weg zum Frieden nicht finden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1161743.russische-staatsmedien-mit-einem-auge-sieht-man-besser.html\">nd<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die Zeitenwende<\/strong><br>\nDie Bundesregierung stockt den deutschen Milit&auml;rhaushalt um fast 50 Prozent auf und stellt einen Betrag in H&ouml;he von rund einem Viertel des &uuml;blichen deutschen Staatsetats als &bdquo;Sonderverm&ouml;gen&ldquo; f&uuml;r R&uuml;stung bereit. Wie Kanzler Olaf Scholz gestern ank&uuml;ndigte, wird der deutsche Wehretat ab sofort auf mindestens zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts erh&ouml;ht; au&szlig;erdem erh&auml;lt die Bundeswehr zwecks Aufr&uuml;stung Zugriff auf einen Fonds mit 100 Milliarden Euro. Dar&uuml;ber hinaus wird die Forderung nach weiterer atomarer Aufr&uuml;stung Europas laut. Bereits eingeleitet worden ist die Entsendung von zus&auml;tzlichen NATO-Einheiten nach Ost- und S&uuml;dosteuropa, darunter deutsche. Berlin steigt in die westlichen Waffenlieferungen an die Ukraine ein und liefert unter anderem &bdquo;Stinger&ldquo;-Raketen, die einst den sowjetischen Streitkr&auml;ften in Afghanistan herbe Verluste zuf&uuml;gten. Die britische Regierung hilft Privatpersonen, die in einer neuen ukrainischen Fremdenlegion am Krieg gegen Russland teilnehmen wollen. Kanzler Scholz sprach am gestrigen Sonntag in einer Regierungserkl&auml;rung ausdr&uuml;cklich von einer &bdquo;Zeitenwende&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8855\">German Foreign Policy <\/a>\n<p><strong>dazu: Legendenbildung vor Geldregen: Arme, klamme Bundeswehr?<\/strong><br>\nZeitenwende im R&uuml;stungshaushalt: Das Milit&auml;r war nie so unterfinanziert, wie es sich in den letzten Jahren darstellte<br>\nVon einer &ldquo;Zeitenwende&rdquo; sprach Bundeskanzler Olaf Scholz in seiner Regierungserkl&auml;rung zum Ukraine-Krieg am 27. Februar 2022. Und in der Tat &uuml;bersteigt das, was er darin angek&uuml;ndigt hat, alles, was bis k&uuml;rzlich auch nur ansatzweise f&uuml;r m&ouml;glich gehalten worden w&auml;re. Der russische Angriff auf die Ukraine ebnet so auch den Weg f&uuml;r eine beispiellose Militarisierung Deutschlands, die eine Reihe von Bereichen betrifft, besonders aber die R&uuml;stungsausgaben.<br>\nChronisch unterfinanziert?<br>\nDem angesichts der aktuellen Eskalation h&auml;ufig und bewusst erweckten Eindruck, die Bundeswehr sei in den letzten Jahren und Jahrzehnten systematisch kaputtgespart worden, muss entschieden widersprochen werden. Seit der Eskalation um das Assoziationsabkommen der EU mit der Ukraine stieg das Budget der Bundeswehr von 32,5 Milliarden Euro im Jahr 2014 auf 46,9 Milliarden im Jahr 2021 steil an &ndash; und das sind nur die offiziellen Zahlen, hinter denen sich noch einmal etliche Milliarden versteckte Milit&auml;rausgaben verbergen (siehe IMI-Standpunkt 2019\/058).<br>\nWenn die Truppe nun etwa in Person von Heeresinspekteur Alfons Mais argumentiert, sie stehe &ldquo;blank&rdquo; da, so ist das nicht auf eine mangelnde Finanzierung, sondern auf chronisch verschwenderische Strukturen zur&uuml;ckzuf&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Legendenbildung-vor-Geldregen-Arme-klamme-Bundeswehr-6528780.html\">Telepolis<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Scholz entfacht Kursfeuerwerk bei R&uuml;stungsaktien<\/strong><br>\nSolche Kursspr&uuml;nge gibt es selten bei den Aktien gro&szlig;er Industriekonzerne: Infolge der Ank&uuml;ndigung von Bundeskanzler Scholz, 100 Milliarden Euro zus&auml;tzlich f&uuml;r die R&uuml;stung auszugeben, verdoppelt sich der Kurs mancher Waffenlieferanten zeitweise. Nicht nur aus Deutschland winken Milliardenauftr&auml;ge.<br>\nAn den B&ouml;rsen weltweit gehen die Kurse angesichts des russischen &Uuml;berfalls auf die Ukraine, aber auch infolge der scharfen Sanktionen des Westens nach unten. Eine Branche sticht allerdings mit geradezu fabelhaften Kursspr&uuml;ngen heraus: die R&uuml;stungsindustrie. Im Fr&uuml;hhandel stieg der Kurs des deutschen R&uuml;stungselektronik-Konzerns Hensoldt um sagenhafte 100 Prozent. Panzerbauer Rheinmetall verzeichnete ein Plus von 50 Prozent. Sp&auml;ter kamen die Kurse deutlich zur&uuml;ck. Hensoldt lag am fr&uuml;hen Nachmittag aber immer noch 60 Prozent, Rheinmetall 24 Prozent im Plus. Auch die Thyssenkrupp-Aktien legten knapp 9 Prozent zu.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Scholz-entfacht-Kursfeuerwerk-bei-Ruestungsaktien-article23162604.html%20\">n-tv<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Die Bundesregierung muss die Reformen in den sozialen Sicherungssystemen endlich angehen<\/strong><br>\nDie Bundesregierung will mehr f&uuml;r Verteidigung ausgeben. Das verengt den Spielraum f&uuml;r Milliardenzusch&uuml;sse des Bundes in der sozialen Sicherung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/meinung\/kommentare\/kommentar-die-bundesregierung-muss-die-reformen-in-den-sozialen-sicherungssystemen-endlich-angehen\/28111718.html%20\">Handelsblatt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Man sieht zum x-ten Mal, wie falsch und gef&auml;hrlich die Finanzierung der Sozialversicherungen aus Steuermitteln statt Sozialversicherungsbeitr&auml;gen ist. Sofort nach der Umpriorisierung der Staatsausgaben hin zur Aufr&uuml;stung werden die Leistungen der Sozialversicherungen (hier der Krankenversicherung) zur Disposition gestellt. Richtig ist nat&uuml;rlich, die Sozialversicherungen wie gehabt aus Beitr&auml;gen zu bezahlen; weil dann die Arbeitnehmer offensichtliche Anspr&uuml;che erwerben, und vor allem, weil die Unternehmen (fast) zur H&auml;lfte an den Sozialversicherungsbeitr&auml;gen beteiligt sind, aber nicht einmal zu 15% am Gesamtsteueraufkommen. Diese extreme Beg&uuml;nstigung der Kapitalseite gegen&uuml;ber den Arbeitnehmern ist durch nichts gerechtfertigt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die Wahrheit stirbt zuerst und dann die Intelligenz<\/strong><br>\nDer Krieg in der Ukraine ist eine Ausnahme von der Faustregel, dass im Krieg die Wahrheit zuerst stirbt. Die Wahrheit war schon tot, ehe der Krieg begann. Deshalb konnten am Sonntag alle Rednerinnen und Redner im Bundestag von Glaubenss&auml;tzen ausgehen, die zu Dogmen gefestigt sind und die die Frage nach der Wahrheit l&auml;ngst hinter sich gelassen haben. Ein Kommentar<br>\n1. Krieg ist das gr&ouml;&szlig;te nur denkbare Verbrechen. Krieg schafft unendliches Leid, wer Krieg beginnt, ist ein Kriegsverbrecher. (Anmerkung: Davon gibt es nur eine Ausnahme: Wenn der Krieg von den USA oder anderen Verb&uuml;ndeten begonnen wird.) [&hellip;]<br>\nEin Kampf der Ukraine gegen die russische &Uuml;bermacht ist aussichtslos. Es ist verheerend, diesen Kampf anzuheizen und mit Waffen und Geld oder verbal zu befeuern. Krieg ist kein Profisport.<br>\nWer die Illusion unterst&uuml;tzt, Ukraine k&ouml;nnte gegen Russland bestehen, verschlimmert die Lage und man kommt der gef&auml;hrlichen M&ouml;glichkeit einer zeitlichen und r&auml;umlichen Ausweitung automatisch n&auml;her. Ein Vergleich mit dem 1. Weltkrieg oder Afghanistan m&uuml;sste gen&uuml;gen, jede Eskalation zu unterdr&uuml;cken.<br>\nDas Stichwort Waffenstillstand sollte ab Montag 28.02.2022 und dann den ganzen M&auml;rz (mit &auml;) die Diskussion beherrschen. Wie kann man einen Krieg so schnell wie m&ouml;glich beenden? Es beginnt mit einem Waffenstillstand.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/krass-und-konkret.de\/politik-wirtschaft\/die-wahrheit-stirbt-zuerst-und-dann-die-intelligenz\/\">Krass &amp; Konkret<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Netzkonzern Ericsson: Schmutzige Gesch&auml;fte im Irak<\/strong><br>\nDer Telekomausr&uuml;ster Ericsson hat jahrelang kriminelle Praktiken seiner Mitarbeiter und Subunternehmer im Irak geduldet. M&ouml;glicherweise sind sogar Gelder beim IS gelandet, wie interne Dokumente zeigen, die WDR, NDR und SZ einsehen konnten.<br>\nDie Liste der Verfehlungen ist beeindruckend: Korruption, Bestechung, Betrug und Veruntreuung, Versto&szlig; gegen nationale Gesetze und Regulierungen, Bilanzf&auml;lschung und Geldw&auml;sche. Das alles fanden interne Ermittler von Ericsson, als sie fr&uuml;here Gesch&auml;fte des schwedischen Konzerns im Irak untersuchten.<br>\nBesonders heikel: Man k&ouml;nne auch nicht ausschlie&szlig;en, dass Gelder bei der Terrororganisation &ldquo;Islamischer Staat&rdquo; (IS) gelandet seien. Der interne Bericht ist im Auftrag von Ericsson selbst angefertigt worden &ndash; zahlreiche internationale Medien haben ihn nun unter F&uuml;hrung des Internationalen Konsortiums Investigativer Journalisten (ICIJ) ausgewertet und vor Ort recherchiert. In Deutschland sind NDR, WDR und SZ Teil des Projekts &ldquo;theEricssonList.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/investigativ\/ndr-wdr\/ericsson-bestechung-irak-101.html\">tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Clans machen Kasse<\/strong><br>\nMegadeal: Familien Porsche und Pi&euml;ch sind Hauptprofiteure des geplanten B&ouml;rsengangs. Betriebsrat frohlockt und erwartet Mitarbeiterbeteiligung<br>\nKasse machen statt Kampf gegen die Klimakatastrophe: Das Auto geh&ouml;rt immer noch zu den Industrieprodukten, mit denen am meisten verdient wird. Und: Bei Automobilkonzernen hierzulande wird flei&szlig;ig daran gearbeitet, dass die Profite bei den &raquo;richtigen&laquo; Leuten h&auml;ngenbleiben. Diesem Zweck dient ein Vorhaben, f&uuml;r das jetzt Weichen gestellt wurden: Der Volkswagen-Konzern will seine Tochter Porsche an die B&ouml;rse bringen. Am vergangenen Donnerstag hat der VW-Aufsichtsrat in Wolfsburg gr&uuml;nes Licht f&uuml;r den Deal gegeben, bei dem vor allem die Aktion&auml;re abkassieren. Der Konzern und sein Haupteigner Porsche SE einigten sich auf Eckpunkte. Der B&ouml;rsengang, der laut tagesschau.de vom Freitag &raquo;eines der gr&ouml;&szlig;ten B&ouml;rsendeb&uuml;ts der Welt&laquo; werden k&ouml;nnte, sei zum Jahresende angepeilt. Ob es dazu komme, h&auml;nge &raquo;von einer Vielzahl verschiedener Parameter&laquo; ab. Der Ukraine-Krieg k&ouml;nnte den Zeitplan durcheinanderbringen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/421595.automobilbranche-clans-machen-kasse.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Kapitales Gef&auml;lle<\/strong><br>\nArmutsl&ouml;hne bei hoher Produktivit&auml;t sichern &uuml;berdurchschnittliche Mehrwertraten, die sich multinationale Konzerne aneignen. &Uuml;ber Globale Wertsch&ouml;pfungsketten, Arbeitsproduktivit&auml;t und L&ouml;hne [&hellip;]<br>\nDie Behauptung, niedrige L&ouml;hne in armen L&auml;ndern seien einfach auf die dortigen niedrigen Produktivit&auml;tsstandards zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, ist aber zu problematisieren. Erstens wird dabei oft vers&auml;umt, zwischen der durchschnittlichen Produktivit&auml;t in einem Lande und der Produktivit&auml;t in jenen Unternehmen zu unterscheiden, die in dynamische Wertsch&ouml;pfungsketten eingebunden sind. Zwar ist wahrscheinlich, dass die gesamtwirtschaftliche Produktivit&auml;t in armen L&auml;ndern niedriger ist als jene in reichen L&auml;ndern. Erstere verf&uuml;gen meist &uuml;ber einen gro&szlig;en landwirtschaftlichen Subsistenz&shy;sektor, in der verarbeitenden Wirtschaft &uuml;berwiegen Kleinunternehmen mit niedrigem technologischen Standard. Dagegen ist die Situation in gr&ouml;&szlig;eren, exportorientierten und technologisch entwickelteren Unternehmen armer L&auml;nder v&ouml;llig anders. Die aus reichen L&auml;ndern stammenden Leitfirmen verlangen von ihren Zulieferern, bestimmte Technologien einzusetzen, um &ndash; zu niedrigen Kosten &ndash; qualitativ hohe internationale Standards einzuhalten. Die Arbeitsproduktivit&auml;t d&uuml;rfte daher in Zulieferbetrieben mindestens ebenso hoch sein wie in &auml;hnlichen Betrieben reicher L&auml;nder.<br>\nZweitens wird das Verh&auml;ltnis zwischen Produktivit&auml;t und Lohnh&ouml;he in erster Linie nicht durch die betriebliche Produktivit&auml;t, sondern durch die national bestimmten Reproduktionskosten der Arbeitskraft und das Kr&auml;fteverh&auml;ltnis zwischen Kapital und Arbeit bestimmt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/421330.transnationale-%C3%B6konomie-kapitales-gef%C3%A4lle.html%20\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Wende: Gewerkschaft lehnt Impfpflicht f&uuml;r Polizisten ab<\/strong><br>\nDer Berliner Landeschef der GdP sagt: F&uuml;r eine Impfpflicht g&auml;be es aus seiner Sicht keine Grundlage &ndash; weder f&uuml;r die Polizei, noch f&uuml;r die allgemeine Pflicht.<br>\nDie Gewerkschaft der Polizei (GdP) nimmt Abstand von ihrer urspr&uuml;nglichen Forderung nach einer berufsbezogenen Impfpflicht f&uuml;r Polizisten und Ordnungs&auml;mter. Diese hatte f&uuml;r Unmut in den eigenen Reihen gesorgt. Die Entwicklung in den letzten Wochen habe inzwischen f&uuml;r Umdenken gesorgt, teilte die Gewerkschaft am Montag mit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/mensch-metropole\/gewerkschaft-der-polizei-will-keine-impfpflicht-mehr-fuer-ihre-mitarbeiter-li.214389\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Massive Online-&Uuml;berwachung: Google ist &ldquo;am besten&rdquo;, Apple &ldquo;ph&auml;nomenal&rdquo;<\/strong><br>\nEin kleines Unternehmen aus Nebraska macht nach eigener Darstellung beste Gesch&auml;fte mit Strafverfolgungsbeh&ouml;rden in den USA und weltweit. PenLink ist demnach darauf spezialisiert, Ermittlern beim &Uuml;berwachen der Nutzer von Messenger-Diensten und sozialen Netzwerken zu helfen. Die Firma will etwa eine kalifornische Justizbeh&ouml;rde dabei unterst&uuml;tzt haben, bis zu 50 Social-Media-&ldquo;Abh&ouml;rma&szlig;nahmen&rdquo; quasi am St&uuml;ck durchgef&uuml;hrt zu haben. Die Zwischeninstanz sammelt dabei die Datenstr&ouml;me von Facebook, Google &amp; Co. und gibt sie aufbereitet an die Polizei weiter.<br>\nDie Angaben stammen aus einer heimlichen Aufnahme einer Runde bei der Winterkonferenz der National Sheriffs&rsquo; Association in Washington, die der Gr&uuml;nder des Transparenzportals &ldquo;Tech Inquiry&rdquo;, Jack Poulson, anfertigte und jetzt ver&ouml;ffentlichte. Es geht dabei um einen Vortrag des langj&auml;hrigen PenLink-Mitarbeiters Scott Tuma. Dieser f&uuml;hrte darin auch aus, in welch gro&szlig;em Umfang Tech-Konzerne und Anbieter wie Apple, WhatsApp oder Snapchat der Polizei Informationen zur Verf&uuml;gung stellen. Daf&uuml;r brauche es oft nicht einmal eine g&uuml;ltige Durchsuchungsanordnung &ndash; eine Vorladung oder direkte Ansprache reiche teils aus f&uuml;r eine freiwillige Kooperation.<br>\nTuma bezeichnete die Sicherheitskopien von Apples iCloud als &ldquo;ph&auml;nomenal&rdquo;. &ldquo;Wenn Sie etwas Schlimmes getan haben, wette ich mit Ihnen, dass ich es in diesem Backup finden kann&rdquo;, erkl&auml;rte er laut dem Mitschnitt, den Poulson zuerst &ldquo;Forbes&rdquo; zur Verf&uuml;gung stellte. Apple wollte sich gegen&uuml;ber dem US-Magazin nicht dazu &auml;u&szlig;ern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Massive-Online-Ueberwachung-Google-ist-am-besten-Apple-phaenomenal-6527237.html\">Heise Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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