{"id":81532,"date":"2022-03-04T12:08:21","date_gmt":"2022-03-04T11:08:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81532"},"modified":"2022-03-07T07:33:17","modified_gmt":"2022-03-07T06:33:17","slug":"leserbriefe-zu-entlassungen-kontosperren-verachtung-wegen-der-nationalitaet-boykotte-ausschluesse-dem-russen-soll-es-an-den-kragen-gehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81532","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eEntlassungen, Kontosperren, Verachtung wegen der Nationalit\u00e4t, Boykotte, Ausschl\u00fcsse \u2013 dem Russen soll es an den Kragen gehen\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Frank Blenz weist <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81373\">in diesem Beitrag<\/a> auf das Ausma&szlig; der Ma&szlig;nahmen gegen Russland und seine Staatsb&uuml;rger hin. Sie reichen u.a. von der Kultur &uuml;ber Sport bis hin zum Warenboykott. Auch die Tourismusbranche mische mit, wenn Fans im Europapark einen neuen Namen f&uuml;r die von &bdquo;Nord Stream&ldquo; gesponserte Achterbahn fordern w&uuml;rden. Zu lesen sei auch, dass russische G&auml;ste aus einem Restaurant in Baden-W&uuml;rttemberg ausgesperrt w&uuml;rden. Abschlie&szlig;end wird festgestellt, dass die &bdquo;Verrohung der Gesellschaften weltweit und hierzulande&ldquo; in vollem Gange sei. Danke f&uuml;r vielen interessanten Leserbriefe. Es folgt nun eine Auswahl. Zusammengestellt von <strong>Christian Reimann<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Vielen Dank f&uuml;r den Artikel, der spricht mir aus der Seele. Seid l&auml;ngerem bin ich stiller Leser der Nachdenkseiten, da man hier auch mal Meinungen lesen kann die abseits vom Mainstream sind. Schon bei der Diskussion um Corona war mir aufgefallen das sich in unserem Land etwas ver&auml;ndert hat. Pl&ouml;tzlich war es kein Problem eine Gruppe von Menschen aus der Gesellschaft auszuschlie&szlig;en, zu diskriminieren und mit allen m&ouml;glichen Titeln zu beschimpfen und fast niemand st&ouml;rte sich daran, w&auml;hrend man sich Regenbogenfahnen aufs Gesicht malte als Zeichen gegen Diskriminierung. Was jedoch jetzt geschieht in Richtung Russland ist meines Erachtens nicht mehr hinnehmbar. Nicht falsch verstehen auch ich verurteile Russlands Einmarsch in die Ukraine so wie ich jede kriegerische Handlung gegen ein anderes Land verurteile egal von wem sie ausgeht. Doch was jetzt passiert grenzt f&uuml;r mich schon an Volksverhetzung. Als mich ein Arbeitskollege auf den Vorgang des Restaurants in Baden-W&uuml;rttemberg aufmerksam machte, war mein erster Gedanke, Fake News, &nbsp;nicht in Deutschland nicht schon wieder. Leider wurde ich eines besseren belehrt als ich die Meldungen in den Nachrichtensendungen verfolgte. Da ich auch die Foren z.B. von der Tagesschau Online verfolge war ich entsetzt was da pl&ouml;tzlich m&ouml;glich war zu schreiben wenn es nur gegen Putin geht. Pl&ouml;tzlich ist es kein Problem mehr einen gew&auml;hlten Pr&auml;sidenten eines anderen Landes als Faschisten, Unterhosenvergifter, irren Massenm&ouml;rder und schlimmeres zu beschimpfen. Auch ist es kein Problem User welche das Problem differenzierter sehen als &bdquo;Putin hat schuld&ldquo;, zu beleidigen und zu beschimpfen. All das obwohl sich gerade die &Ouml;ffentlich Rechtlichen &uuml;berall als Moralapostel aufspielen die sich den Kampf gegen Hass und Hetze im Netz auf die Fahnen geschrieben haben. Das schlimme daran ist, das all das was gerade passiert genau in das Bild passt welches mein Gro&szlig;vater mir &uuml;ber das 3. Reich erkl&auml;rte. Sicher werden viele sagen jetzt &uuml;bertreibt Er aber. Mag sein aber mir macht die ganze Entwicklung Angst und ich bin entsetzt das sich nur so wenige Menschen dem entgegenstellen. Hinterher haben wir dann wieder von nichts gewusst.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en Falk B&ouml;ttger<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Nachdenkseiten,<\/p><p>zum Artikel: &ldquo;Entlassungen, Kontosperren, Verachtung wegen der Nationalit&auml;t, Boykotte, Ausschl&uuml;sse &ndash; dem Russen soll es an den Kragen gehen&rdquo;<\/p><p>Ja, &bdquo;WIR SCHAFFEN DAS&ldquo; &ndash; m&uuml;ssen wir doch nur fr&uuml;her Einge&uuml;btes aktualisieren.<\/p><p>Stellen Sie sich einen j&uuml;dischen Dirigenten vor, der im Nazireich gar die Musik eines j&uuml;dischen Komponisten h&auml;tte spielen wollen.<\/p><p>&bdquo;DAS GEHT GAR NICHT!&ldquo;<\/p><p>Und gelernt ist gelernt.<\/p><p>Endlich sind wir wieder da angekommen, wo wir uns richtig wohlf&uuml;hlen.&nbsp;<\/p><p>Da ist nun die Welt wieder in Ordnung.<\/p><p>Und diesmal nicht nur in Deutschland, sondern beinahe weltweit.<\/p><p>&bdquo;WIR SIND GLATZE&ldquo; freuen sich nun die WIRKLICHEN Neonazis &ndash; endlich geht es den Untermenschen an den Kragen.<\/p><p>Und leider hilft es auch nicht, seinem ENTSETZEN Luft zu machen, denn das kommt gegen die allgemeine Freude nicht an, die das Auftreten von Baerbock vor der UNO feiert. Ja, da hat sie es dem Reich des B&ouml;sen mal so richtig gezeigt, was eine Harke ist.<\/p><p>So wird denn WAHNSINN &ndash; erneut! &ndash; zur STAATSRAISON.<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nJohannes Kie&szlig;ling<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Blenz,<\/p><p>meiner Ansicht nach geht in Ihrem Artikel Einiges erheblich durcheinander. Individuelle Boykott-Ma&szlig;nahmen gegen Personen, nur weil sie Russen sind, sind nat&uuml;rlich abzulehnen und ein Unding. Das muss man scharf kritisieren, da gibt es keine zwei Meinungen. Was aber ja auch getan wird, wie an denen von Ihnen selbst angef&uuml;hrten Beispielen in Bezug auf jenen unm&ouml;glichen Restaurantbesitzer deutlich zu sehen. Zum Fall Gergijev, hat unter anderem die &ndash; Ihnen vermutlich nicht sehr sympathische &ndash; Website &ldquo;Achse des Guten&rdquo; Kommentare ver&ouml;ffentlicht, die an Sch&auml;rfe und Deutlichkeit der Kritik nichts zu w&uuml;nschen &uuml;brig lassen und denen ich pers&ouml;nlich mich vollinhaltlich anschlie&szlig;en w&uuml;rde.<\/p><p>Die anderen von Ihnen genannten Beispiele geh&ouml;ren aber, wie ich finde, zu einer g&auml;nzlich anderen Kategorie. Wenn private Institutionen, Firmen und Gesch&auml;fte von sich aus Ihre Beziehungen zu Russland abbrechen, ist das ihr gutes Recht, und ebenso der Ausschluss russischer Vereine von Sportveranstaltungen. Es liegt auf der gedanklichen Linie der verh&auml;ngten Sanktionen, die besagt: Ein Staat und dessen Regierung, der sich mit einem v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriffskrieg aus dem Kreis des internationalen Rechts verabschiedet hat &ndash; deshalb hinkt auch Ihre Parallele zu China gewaltig, was den in seinem Fall nicht analog vollzogenen sportlichen Boykott angeht &ndash; , wird den Preis daf&uuml;r in Form der &ouml;konomischen Konsequenzen zu tragen haben (und dazu geh&ouml;rt der Wirtschafts- und &Ouml;ffentlichkeitsfaktor Sport zweifelsohne dazu; zumindest kann man den den Verb&auml;nden keinen Vorwurf machen, wenn sie das so beurteilen.)<\/p><p>Was Sie zur Causa Schr&ouml;der schreiben, finde ich dar&uuml;ber hinaus schon einigerma&szlig;en sonderbar:<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Im deutschen Bl&auml;tterwald lesen sich die &Uuml;berschriften wie Urteilsverk&uuml;ndungen &ndash; gegen die, die als Putinversteher abgestempelt werden. Widerrede? Ja nicht. Sonst&hellip; [Zitat der Meldung:] &lsquo;Gerhard Schr&ouml;der verliert alle Mitarbeiter im Redaktionsb&uuml;ro.&rsquo; &rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Das liest sich so &ndash; und soll sich auch so lesen &ndash; , als h&auml;tte es da gewisserma&szlig;en eine von oben angeordnete Strafma&szlig;nahme gegen Schr&ouml;der gegeben und die betreffenden Mitarbeiter seien quasi auf h&ouml;here Weisung von ihm &ldquo;abgezogen&rdquo; worden. Das ist nicht der Fall. Sie haben von sich aus gek&uuml;ndigt, weil sie offensichtlich nicht l&auml;nger f&uuml;r diesen Mann arbeiten wollen &ndash; wozu sie gleichfalls alles Recht der Welt haben (und nebenbei mein volles Verst&auml;ndnis). <\/p><p>Bei dem, was gerade an Barbarischem in der Ukraine passiert, ist es im &Uuml;brigen schon fast komisch, wenn Sie neben vage erw&auml;hnten &ldquo;andauernden Kriegen&rdquo; als die n&auml;chstliegenden Belege f&uuml;r die &ldquo;Verrohung der Gesellschaften weltweit und hierzulande&rdquo; ausgerechnet diese breit ausgemalten Beispiele aus der v&ouml;lligen Peripherie der Sachlage als Beleg anf&uuml;hren. Aber nun ja: die Argumentation von linker (und die ins gleiche Horn tutende von rechter) Seite kommt mir ohnehin so vor, als w&uuml;rde jemand auf eine Waage, auf deren einer Seite ein Zentergewicht liegt, auf die andere eines von anderthalb Gramm legen und behaupten, nun sei die Bilanz mehr oder weniger  ausgeglichen &ndash; denn es l&auml;gen ja auf beiden Seiten die Gewichte in gleicher Anzahl. <\/p><p>Es gr&uuml;&szlig;t Sie<br>\nPatrick Lindner<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Moin liebes Team der NDS. Vorab meinen Respekt und Dank f&uuml;r Ihre Arbeit. Sich Tag f&uuml;r Tag mit dem zu besch&auml;ftigen, was Politiker sich ausdenken und &uuml;ber die Medien verbreiten, das ist eine Leistung die ich sehr hoch sch&auml;tze. . <\/p><p>Und jetzt zu Ihrem heutigen Artikel &hellip; den Russen soll es an den Kragen gehen. <\/p><p>Konnte man, als C noch das beherrschende Thema war, doch feststellen, da&szlig; es pl&ouml;tzlich salonf&auml;hig war, Menschen zu beschimpfen nur weil sie anderer Meinung waren so erlebe ich jetzt einen wahren Dammbruch. Politiker und Medien vereint und ich habe das Gef&uuml;hl, jeder m&ouml;chte den anderen noch &uuml;bertreffen was Diffamierung, Hass und Hetze angeht.<\/p><p>Der Artikel passt auch sehr gut zu dem, was mir heute Morgen, nachdem ich die Bilder von den gestrigen Demos nochmal geistig verarbeitet hatte, Sorgen bereitet. Es sind sehr viele Jugendliche und sogar Kinder dabei. Ich unterstelle mal, da&szlig; doch die meisten sich noch kein eigenes Bild von den Geschehnissen und Hintergr&uuml;nden machen k&ouml;nnen. Sie werden in meinen Augen instrumentalisiert nach dem Motto &bdquo;Russland und vor allem Putin ist das B&ouml;se. Wie soll da jemals wieder ein vern&uuml;nftiges Miteinander entstehen? Betrifft es doch gerade die heranwachsende Generation und deren Zukunft. Ein Aspekt, der meiner Meinung nach bisher kaum Beachtung gefunden hat.<\/p><p>Vielleicht ist es ja mal ein Thema, sich grunds&auml;tzlich mit den sozialen und finanziellen Folgen des derzeitigen Handelns der Regierungen f&uuml;r die n&auml;chsten Generationen zu besch&auml;ftigen?<\/p><p>Bleiben Sie am Ball.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nReinhard R&ouml;denbeck<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Herausgeber der Nachdenkseiten, <\/p><p>seit nunmehr mehreren Jahren lese ich regelm&auml;&szlig;ig ihre Seite und bin dankbar f&uuml;r die von Ihnen geleistete, unerm&uuml;dliche Aufkl&auml;rungsarbeit.<\/p><p>Wenn es das Ziel vorher war, in Russland in irgendeiner Form einen Regime-Change durchf&uuml;hren zu k&ouml;nnen, dann d&uuml;rfte das wohl mittlerweile unm&ouml;glich sein. Was passiert denn mit einem Volk, dass als gesamtes in Sippenhaft genommen wird? Wenn es sieht, dass ihm nur noch Hass entgegenschl&auml;gt? Es wird sich geschlossen hinter seine F&uuml;hrung (Putin) stellen. Wenn es so etwas wie eine Opposition in Russland gab, ist diese sp&auml;testens jetzt quasi nicht mehr existent. Man gewinnt den Eindruck, dass wir es doch mit einer latent vorhandenen Russophobie in Europa zu tun hat, auch wenn ich mich pers&ouml;nlich bisher der Existenz einer solchen verweigert habe.<br>\nIch sehe hier erschreckende Parallelen zu einer der dunkelsten Zeiten Europas.<\/p><p>Wenn das kein offen zur Schau gestellter Rassismus ist&hellip;was ist es dann?<\/p><p>Das Beispiel des Chef-Dirigenten ist doch nichts anderes als eine moderne Form der Inquisition &ndash; Schw&ouml;re ab oder stirb!<\/p><p>Ich bin einfach nur fassungslos. In was f&uuml;r einem Zustand befindet sich unsere Gesellschaft mittlerweile?<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nS. Gabriel <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseiten, sehr geehrter Herr Benz, <\/p><p>vielen Dank f&uuml;r Ihren Bericht, der ja immerhin auch den einen oder anderen Lichtblick enth&auml;lt.<\/p><p>Ich f&uuml;rchte dennoch, wir sind endg&uuml;ltig im Totalitarismus angelangt.<\/p><p>Ich leite Ihnen eine Email meiner Rektorin weiter; im Original und von meiner Dienstadresse aus, sonst w&uuml;rde man es mir nicht glauben.<\/p><p>Aus genau den Gr&uuml;nden, die sie in Ihrem Artikel beschreiben, bitte ich jedoch darum, dass, wenn Sie diesen Vorgang ver&ouml;ffentlichen, das dann bitte vollst&auml;ndig anonymisiert zu tun.<\/p><p>Ganz herzlichen Dank f&uuml;r Ihre Arbeit. Wenn es die Nachdenkseiten nicht g&auml;be, w&uuml;rde ich vor Einsamkeit und Verzweiflung an der Welt irre werden.<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e<\/p><p>Sehr geehrte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler,<\/p><p>anl&auml;sslich der russischen Invasion der Ukraine hat die Allianz der Wissenschaftsorganistationen in einer Stellungnahme vom 25. Februar die Entschlossenheit ihrer Mitglieder verk&uuml;ndet, die intensive wissenschaftliche Zusammenarbeit mit ukrainischen Partnern fortzusetzen.<br>\nDar&uuml;ber hinaus hat die Allianz der Wissenschaftsorganisationen bereits zum jetzigen Zeitpunkt empfohlen, wissenschaftliche Kooperationen mit staatlichen Institutionen und Wirtschaftsunternehmen in Russland mit sofortiger Wirkung bis auf weiteres einzufrieren. Deutsche Forschungsgelder sollen Russland nicht mehr zu Gute kommen und es sollen keine gemeinsamen wissenschaftlichen und forschungspolitischen Veranstaltungen stattfinden. Neue Kooperationsprojekte sollten aktuell nicht initiiert werden.<\/p><p>Vor diesem Hintergrund m&ouml;chten wir einen &Uuml;berblick &uuml;ber laufende und bereits in Vorbereitung befindliche Projekte an der Universit&auml;t Greifswald gewinnen, die mit ukrainischen, russischen oder belarussischen Partner*innen durchgef&uuml;hrt werden bzw. durchgef&uuml;hrt werden sollen.<\/p><p>Falls Sie mit Partner*innen in den genannten L&auml;ndern in einem oder mehreren Projekten zusammenarbeiten, teilen Sie dem Rektorat f&uuml;r jedes Projekt bitte folgende Informationen bis zum 4. M&auml;rz 2022 an (&hellip;) mit:<\/p><p>Projekttitel <\/p><ul>\n<li>Name der Partnerorganisation(en) in der Ukraine<\/li>\n<li>Name der Partnerorganisation(en) in Russland<\/li>\n<li>Name der Partnerorganisation(en) in Belarus<\/li>\n<\/ul><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrtes Team von den Nachdenkseiten,<br>\n&nbsp;<br>\nich arbeite nicht f&uuml;r, aber auf dem Gel&auml;nde eines namhaften Forschungszentrums in Deutschland. Heute Morgen wurde &uuml;ber den internen Newsletter folgendes bekannt gegeben:<\/p><blockquote><p>&nbsp;<br>\n&ldquo;Liebe Kolleginnen und Kollegen,<\/p>\n<p>mit ihrem milit&auml;rischen Angriff auf die Ukraine hat die russische Regierung einen eklatanten Bruch des V&ouml;lkerrechts begangen und einen schrecklichen Krieg in Europa ausgel&ouml;st. Das Forschungszentrum X verurteilt diesen Angriff auf das Sch&auml;rfste und erkl&auml;rt sich solidarisch mit den Menschen in der Ukraine. <\/p>\n<p>Von der Bundesregierung und ihren internationalen Partnern wurden weitreichende Sanktionen beschlossen, denen sich das Forschungszentrum X anschlie&szlig;t und die in seinem Bereich relevanten Ma&szlig;nahmen in vollem Umfang umsetzt. Die bisherige langj&auml;hrige Zusammenarbeit in Wissenschaft und Forschung sowie in der Berufsbildung mit Russland und Belarus wird mit sofortiger Wirkung gestoppt.<\/p>\n<p>Weil Forschung vom freien Diskurs und friedlichen Austausch lebt und zur L&ouml;sung globaler Herausforderungen beitr&auml;gt, ist dies sehr schmerzlich und f&uuml;r ein internationales Forschungszentrum wie X ein harter Einschnitt. In der gegenw&auml;rtigen Ausnahmesituation ist es jedoch notwendig, sich klar f&uuml;r Demokratie, Menschenrechte und friedliches Zusammenleben zu positionieren und die notwendigen Ma&szlig;nahmen schnell und entschieden umzusetzen.<\/p>\n<p>Liebe Kolleginnen und Kollegen, der russische Angriff auf die Ukraine bricht das V&ouml;lkerrecht und bringt Leid &uuml;ber zahllose Menschen.&nbsp; &bdquo;Der Krieg mit der Ukraine ist ein Schritt ins Nirgendwo&ldquo;, schreiben russische Wissenschaftler:innen einen Tag nach dem russischen Angriff in einem Offenen Brief und fordern &bdquo;Frieden f&uuml;r unsere L&auml;nder&ldquo;. Der Mut, mit dem sie ihre Stimme gegen die politische und milit&auml;rische Aggression erheben, und die Klarheit ihrer friedlichen Haltung beeindrucken. Dass sich diese Stimme der Vernunft und Verst&auml;ndigung gerade jetzt so deutlich erhebt, ist ein kleiner Hoffnungsschimmer, auch f&uuml;r uns als international vernetztes Forschungszentrum.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Des Weiteren werden die konkreten Schritte beschrieben, wie die Kooperation zu s&auml;mtlichen russischen Partnern und sogar &ldquo;jegliche Kommunikation, gleich welcher Art&ldquo; &nbsp;einzustellen.<\/p><p>Daraufhin habe ich einen Brief an den Vorstandsvorsitzenden verfasst, welchen ich Ihnen zur Ver&ouml;ffentlichung auf den Nachdenkseiten anbieten m&ouml;chte:<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Sehr geehrter Prof. Mustermann,<\/p>\n<p>zu Recht schreiben Sie in Ihrem offenen Brief bez&uuml;glich der Ukraine-Krise dar&uuml;ber, dass &bdquo;Forschung vom freien Diskurs und friedlichen Austausch lebt&ldquo; und bewundern den Mut der russischen Wissenschaftler, welche &bdquo;Frieden f&uuml;r unsere L&auml;nder&ldquo; fordern und damit &bdquo;[eine] Stimme der Vernunft und Verst&auml;ndigung&ldquo; sind.<\/p>\n<p>Gleichzeitig sagt das Forschungszentrum jegliche Kooperationen und sogar Kommunikation zu russischen Wissenschaftlern ab. Welche Botschaft sendet man damit? Sicherlich ist es keine Botschaft der &bdquo;Vernunft und Verst&auml;ndigung&ldquo;, welche doch gerade jetzt von &uuml;berragender Wichtigkeit w&auml;re! Nicht russische Wissenschaftlicher haben einen Krieg angezettelt, sondern russische Politiker, welche sich zudem seit Jahren um eine friedliche L&ouml;sung bem&uuml;ht hatten, aber von westlichen Politikern nicht angeh&ouml;rt wurden. Welchen Sinn hat es da, den &bdquo;freien und friedlichen Austausch&ldquo; zu unterbinden? Ich finde es sehr bedauerlich, dass das Forschungszentrum sich eben nicht f&uuml;r Frieden, freien Diskurs und Vernunft einsetzt, sondern dabei hilft, die Fronten zu verh&auml;rten und somit die Aussicht auf Frieden schwierig bis unm&ouml;glich wird. <\/p>\n<p>Zudem m&ouml;chte ich Sie fragen, ob das Forschungszentrum nach den v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriffskriegen der USA auf Afghanistan oder den Irak die Beziehungen zu amerikanischen Wissenschaftlern abgebrochen haben? Oder z&auml;hlt dies nicht, da Deutschland an diesen v&ouml;lkerrechtswidrigen Kriegen beteiligt war? Den Splitter im fremden Auge, aber nicht den Balken im eigenen sehen.<\/p>\n<p>Ich finde es sehr bedauerlich, dass der Geist Willy Brandts und dessen Politik des &bdquo;Wandels durch Ann&auml;herung&ldquo; vergessen ist, sogar in der internationalen Wissenschaft, welche doch unabh&auml;ngig von politischen Narrativen sein sollte. <\/p>\n<p>Ich bitte Sie, diese Sanktionen nicht zu unterst&uuml;tzen und ein ehrliches Zeichen f&uuml;r Frieden und Vernunft zu setzen und nach wissenschaftlichem Prinzip ein Problem von allen Seiten und vorurteilsfrei zu betrachten. Denn nur so kann ein neuer &bdquo;gro&szlig;er&ldquo; Krieg verhindert werden. Das Forschungszentrum sollte als international bekanntes wissenschaftliches Zentrum ein positives Vorbild sein, f&uuml;r einen Wandel durch Ann&auml;herung.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Im Moment hadere ich noch mit mir, ob ich diese Mail absenden soll, besonders nach der Lekt&uuml;re des Artikels von Frank Blenz. Das Forschungszentrum ist zwar nicht mein Arbeitgeber, aber trotzdem kann man mir das Leben hier noch schwerer machen, als es schon ist. Oder die Mail an meinen Professor weiterleiten, welcher bis jetzt sehr r&uuml;cksichtsvoll war. Zudem bin ich nicht geimpft gegen Covid und damit nicht in einer starken und sicheren Position. Gleichzeitig ertrage ich es nicht mehr, die geballte Faust in der Tasche haben. Dies habe ich nun zwei lange Jahre getan und auch das hat mir, neben den Ma&szlig;nahmen, meine psychische Gesundheit geraubt.<\/p><p>Deswegen bitte ich um Verst&auml;ndnis, dass der Name des Forschungszentrums &ldquo;geschw&auml;rzt&rdquo; wurde und mein Name nicht ver&ouml;ffentlich werden soll.<\/p><p>An dieser Stelle m&ouml;chte ich Ihnen herzlichst Danken f&uuml;r Ihre unerm&uuml;dliche Arbeit der Aufkl&auml;rung. Leider wird sie mit jedem Tag wichtiger. In einer idealen Welt w&uuml;rde man die Nachdenkseiten nur wegen der guten Artikel besuchen und nicht, weil es die einzige M&ouml;glichkeit ist, an echte Information zu kommen.<\/p><p>Hochachtungsvoll,<br>\nN. N.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Blenz, <\/p><p>nach 2 Jahren Hass und Verachtung f&uuml;r &ldquo;Coronaleugner&rdquo; und &ldquo;Impfverweigerer&rdquo; wundert mich das nicht. In meinen schlimmsten Alptr&auml;umen sehe ich schon wieder paramilit&auml;rische Schl&auml;gertrupps, die jeden zusammenschlagen, der sich nicht offen gegen Putin stellt. Gibt es dann wieder Stra&szlig;enschlachten, diesmal zwischen &ldquo;Russlandverstehern&rdquo; und &ldquo;Putingegnern? Ich frage mich schon, ob ich irgendwann gezwungen sein werde, meinen Vornamen zu &auml;ndern, ich hei&szlig;e Natascha, obwohl ich nur einen innerdeutschen Migrationsgrund habe und keinen russischen. Hoffentlich werden diese Alptr&auml;ume nicht zur Realit&auml;t. <\/p><p>Ich bin zu jung, um mich bewusst an den kalten Krieg zu erinnern. Aber aus Erz&auml;hlungen wei&szlig; ich, dass es solche Hetzen gegen Russen damals nicht gab. Wie soll so noch ein friedliches Miteinander m&ouml;glich sein? <\/p><p>Liebe Gr&uuml;&szlig;e<br>\nNatascha H&uuml;bner <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Blenz,<\/p><p>vielen Dank f&uuml;r diesen Artikel. Ich bin selbst entsetzt, mit welcher Hetze gegen Russland und seine Staatsangeh&ouml;rigen oder Institutionen, welche von Russland finanziert werden, &bdquo;geschossen&ldquo; wird. Offenkundig haben die &bdquo;Schiessenden&ldquo; in der Corona-Krise gelernt, wie man mit Kanonen auf Spatzen schiesst und wenden dies nun eins zu eins auf eine Konfliktpartei in einer milit&auml;rischen Krise an. Und wieder sind nur die Einen die Guten und die Anderen die B&ouml;sen. Die gesellschaftliche Spaltung und das Wiederfinden von Mass und Ziel scheinen zu einem Dauerzustand zu werden bzw. In unerreichbare Ferne ger&uuml;ckt zu sein.<\/p><p>Was ist aus Deutschland nur geworden?<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nT. Preu&szlig; <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Es ist erschreckend, wie schnell eine angeheizte Stimmung umkippen kann. Bez&uuml;glich der BDS-Kampagne haben sich viele Leute in den letzten Jahren stark gemacht, dass Boykotte von israelischen Waren als ein &ldquo;Kauft nicht beim Juden&rdquo; besondersin Deutschland ja gar nicht ginge. Bei einem &ldquo;Kauft nicht beim Russen&rdquo; gibt es anscheinend keinen Widerspruch. Gibt es eigentlich noch Vorg&auml;nge in diesem &ldquo;besten Deutschland aller Zeiten&rdquo;, die nicht vor Doppelmoral triefen..? <\/p><p>Firmen, die dabei mitspielen, sind mir zwar suspekt, aber im Grunde erwarte ich nichts anderes von ihnen. Netto hat absolut kein Interesse an den vermeintlich hehren Zielen dieser Aktionen&hellip; sie springen legiglich auf den Meinungszug auf, von dem sie sich aktuell Marketingvorteile versprechen. Morgen sieht das wieder anders aus. Leider d&uuml;rfte das den meisten nicht auffallen, immerhin ist es jetzt endlich wieder erlaubt jemanden offen zu hassen und es ist regierungsseitig und medial abgesegnet. Keine Gefahr, in der Gesellschaft daf&uuml;r abgestraft zu werden. <\/p><p>Wurde die Mehrheit der Bev&ouml;lkerung jetzt also tats&auml;chlich umgedreht, wie manche Schreiber schon frohlockt haben? Sind &ldquo;wir&rdquo; wieder offiziell Russenhasser? Waren die letzten 30 Jahre einfach nur ein Ausrutscher? Bez&uuml;glich der Regierung kann man das sicherlich ganz klar mit einem &ldquo;Aber sowas von!&rdquo; beantworten, aber ich hoffe, f&uuml;r die B&uuml;rger war es &ldquo;nur&rdquo; eine Art Karnevalsersatz und sie kommen wieder zur Besinnung aus Ihrem Rausch&hellip; allerdings ist meine Hoffnung angesichts der Erfahrung der letzten zwei Jahre eher begrenzt. Wir haben jetzt eine Regierung, die jede Resthemmung fallen gelassen hat und offen auf Feindkurs eingeschwenkt ist und wenn sie sich der Zustimmung einer Mehrheit gewiss ist, wird die Zukunft noch dunkler als sie aus wirtschaftlichen Gr&uuml;nden sowieso schon sein wird. <\/p><p>Mit fast schon verzweifelten Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nRichard Spiller <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrtes Team der Nachdenkseiten.<\/p><p>Man k&ouml;nnte meinen, dass die Coronapandemie in Sachen Ausgrenzen erst nur eine kleine &Uuml;bung war, die nun in einen neuen Rassismus f&uuml;hrt. In einen neuen Rassismus bislang ungeahnten Ausma&szlig;es, jetzt halt gegen &ldquo;die Russen&rdquo;. Das schlimme ist, es st&ouml;rt sich kaum jemand dran, schlie&szlig;lich hat man ja schon acht Jahre lang weg gesehen, w&auml;hrend Faschisten und Bandera-Fanatisten in der Ukraine die Donbassbev&ouml;lkerung terrorisieren und nach und nach ausrotten. Mit Unterst&uuml;tzung der vorherigen und jetzigen Regierung. <\/p><p>Ich bin zwar kein Russe, aber in den letzten Tagen bekam auch ich verbale Angriffe zu sp&uuml;ren. Es ist offensichtlich meinen Mitmenschen ein Dorn im Auge, weil ich einen Druschba-Anstecker an der Jacke trage und damit den V&ouml;lkerfreundschaftsgedanken offenbare, den ich momentan wichtiger denn je finde. Die Verbalattacken gegen mich m&ouml;gen gewiss noch harmlos sein, aber ich kann durchaus nachempfinden, wie sich russischst&auml;mmige Mitmenschen hierzulande f&uuml;hlen d&uuml;rften, wenn ihnen der blanke Hass entgegenschl&auml;gt. Das macht mich traurig und ich sch&auml;me mich daf&uuml;r, dass es so etwas im besten Deutschland aller Zeiten wieder gibt und salonf&auml;hig geworden ist.<\/p><p>Immerhin ist es Genugtuung f&uuml;r mich, dass ich all jenen von denen ich wei&szlig;, die Gr&uuml;nen gew&auml;hlt zu haben, nun gen&uuml;sslich nochmal aufs Butterbrot schmieren kann, wovor ich sie vor der Bundestagswahl gewarnt habe. Sei es die gef&auml;hrliche Vasallentreue der transatlantischen Sprechpuppe im Au&szlig;enministerium und weiteren Mitgliedern der ehemaligen Umwelt- und Friedenspartei als auch, die rapide steigenden Energiepreise bzw fehlende Energiesicherheit. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nHelge Bilau <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>12. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes Team,<\/p><p>es ist gut, dass es in diesen Zeiten die Nachdenkseiten gibt. So wie heute muss es zum Beginn des Ersten Weltkrieges gewesen sein. Hass und Hysterie bestimmen die Medien und die Politik. Da wird in M&uuml;nchen der Chefdirigent der M&uuml;nchener Philharmoniker entlassen, weil er Putin nahesteht und die Medien klatschen Beifall. Vor der UNO Vollversammlung sagt Au&szlig;enministerin Baerbock an Russland gewandt, &bdquo;Ihre Panzer bringen kein Wasser, keine Babynahrung, keinen Frieden&ldquo;, und die Medien klatschen Beifall. Mit ihrer Binsenweisheit hat Baerbock zwar recht aber haben etwa Nato- und US- Panzer in Jugoslawien, im Irak, in Afghanistan Wasser, Babynahrung und Frieden gebracht? EU-Kommissionspr&auml;sidentin von der Leyen spricht sich daf&uuml;r aus, die Ukraine umgehend in die EU aufzunehmen und die Medien klatschen Beifall. Bundeskanzler Scholz will mal eben so zus&auml;tzlich 100 Milliarden Euro f&uuml;r R&uuml;stung ausgeben, und die Medien klatschen Beifall. Fast alle im Bundestag vertretenen Parteien wollen Waffen an die Ukraine, mitten hinein in einen hei&szlig;en Krieg, liefern, und die Medien klatschen Beifall. Wenn ich die letzte Sitzung des EU Parlaments sehe und h&ouml;re, den kitschtriefenden Pathos sp&uuml;re, der da durch den Saal waberte, diese aufgesetzte Einigkeit gegen den Feind Russland, macht mir das Angst. Ich bin kein EU Gegner. Aber wenn am n&auml;chsten Sonntag dar&uuml;ber abgestimmt w&uuml;rde, ob Deutschland die EU verlassen soll, ich w&uuml;rde nicht z&ouml;gern und mit ja stimmen.<\/p><p>Die v&ouml;llig unkritische undifferenzierte Berichterstattung aller Medien macht fassungslos. Russland wird daf&uuml;r kritisiert, dass seine B&uuml;rger &uuml;ber die staatlich kontrollierten Medien einseitig informiert werden. Was unterscheidet uns da heute von Russland?<\/p><p>Nicht ein Sender, nicht eine Zeitung, nicht eine Zeitschrift befasst sich ernsthaft mit der Frage, wer verfolgt welche Interessen im Ukraine Krieg? Wem n&uuml;tzt der Krieg? Wer sind die Gewinner, wer die Verlierer? &ndash; Es wird in erschreckender Einm&uuml;tigkeit verk&uuml;ndet, Russland, genannt Putin, habe die kleine wehrlose Ukraine milit&auml;risch &uuml;berfallen, um zu verhindern, dass sich hier ein freier demokratischer und friedlicher Rechtsstaat entfaltet. Der Westen, d.h. USA, EU und Nato m&uuml;ssen alles tun, um Freiheit und Demokratie zu sch&uuml;tzen. Hier Gut, da B&ouml;se &ndash; so simpel die verlogene Geschichte, die die Medien verbreiten.<\/p><p>Ohne die Nachdenkseiten w&uuml;rde ich heute manchmal an meinem eigenen Geisteszustand zweifeln. Die Nachdenkseiten beweisen mir t&auml;glich, dass sich eben nicht ganz Deutschland im Krieg gegen das vermeintlich B&ouml;se befindet. Vielen Dank Tobias Riegel, Jens Berger, Albrecht M&uuml;ller, Frank Blenz, Rainer Werning und allen anderen Autoren f&uuml;r kritische lesenswerte Beitr&auml;ge in dieser verr&uuml;ckten Zeit.<\/p><p>Mit besten Gr&uuml;&szlig;en<br>\nThomas Arnold<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>13. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Blenz, <\/p><p>bitte entschuldigen Sie zuerst, dass ich hier nicht mit meinem Namen unterschreiben will. Aber wie Ihr Artikel schon aufzeigt, sind derzeit Menschen, die Russland nicht aufgeben wollen, Feinde Deutschlands, des Westens, des Friedens, der Demokratie und &uuml;berhaupt &hellip; <\/p><p>Ich lebe in Ostdeutschland und hatte zu DDR-Zeiten immer Probleme mit der verordneten deutsch-sowjetischen Freundschaft. Man kann Freundschaft meiner Meinung nach nicht institutionalisieren. Aber nat&uuml;rlich habe ich mich immer f&uuml;r die gro&szlig;artige russische Kultur und Geschichte interessiert. Ist das jetzt alles nichts mehr wert? Nein, das kann und will ich nicht glauben! <\/p><p>Ich jedenfalls trete jedem entgegen, der Menschen f&uuml;r etwas b&uuml;&szlig;en lassen will, was sie nicht zu verantworten haben. Wenn die Russen 1945 so gehandelt h&auml;tten, g&auml;be es uns heute nicht mehr! <\/p><p>Meine Mutter hat andere (positive) Erfahrungen mit einem russischen Soldaten als Kind gemacht, der ihr ein Brot geschenkt hat, und eine Kollegin erz&auml;hlte gestern erst von ihrem Onkel, der als Verwundeter in russischer Kriegsgefangenschaft von einer russischen &Auml;rztin einfach mal 17 gemacht wurde, statt 18 und deshalb nach Hause entlassen wurde. Die anderen sind vermutlich nach Sibirien gekommen. Und selbst meine Gro&szlig;mutter hat immer gesagt: Die Russen haben uns nicht bombardiert oder mit Tieffliegern beschossen. Das waren nur die Briten und Amerikaner. <\/p><p>Damit ich richtig verstanden werde: Nat&uuml;rlich haben auch russische Soldaten 1945 gepl&uuml;ndert, vergewaltigt und gemordet. Aber nicht auf Befehl, sondern demoralisiert, aus Rache oder eigenem Antrieb. Solche schrecklichen Szenen aber gab und gibt es in allen Kriegen der Weltgeschichte. Deshalb geh&ouml;rt der Krieg ge&auml;chtet, aber nicht ein ganzes Volk, dessen Machthaber einen Krieg beginnt! <\/p><p>Danke f&uuml;r Ihren Artikel, Herr Blenz, und danke den Nachdenkseiten f&uuml;r immer wieder nachdenklich stimmende Artikel! <\/p><p>Alles Gute!<br>\nW. <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>14. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Blenz, <\/p><p>wenn ich die gesellschaftlichen und politischen Aktionen und Reaktion in Bezug auf den Krieg in der Ukraine betrachte, komme ich nicht umhin, Parallelen zur Corona-Pandemie zu sehen. <\/p><p>In beiden F&auml;llen lauten die S&auml;tze und Spr&uuml;che, die weltweit von Politikern ge&auml;u&szlig;ert werden, bis auf die Kommata gleich. <\/p><p>In beiden F&auml;llen wirken die Reden wie von einem Regisseur an alle Beteiligten verteilt und auswendig gelernt. <\/p><p>Es wurde schon sehr fr&uuml;h vom &ldquo;Krieg gegen das Virus&rdquo; geredet. <\/p><p>Menschengruppen wurden und werden gegeneinander aufgewiegelt und als unvers&ouml;hnliche Gegner etabliert. <\/p><p>Eine bestimmte Gruppe Menschen wurde und wird vom &ouml;ffentlichen Leben ausgeschlossen, als &ldquo;Feind&rdquo; und sogar als &ldquo;M&ouml;rder&rdquo; bezeichnet. <\/p><p>Es gibt noch etliche weitere Gemeinsamkeiten, die in diese Betrachtungsweise passen. Die meisten Leser werden wohl sagen, das alles sei doch ein wenig weit hergeholt, Corona und Krieg haben doch nichts miteinander zu tun. Mag sein. Aber ich finde es schon auff&auml;llig, da&szlig; just in dem Moment, da ein gro&szlig;er Krieg in Europa ins Haus steht, das Virus pl&ouml;tzlich uninteressanter, weil &ldquo;harmloser&rdquo;, geworden ist. <\/p><p>Waren die Ma&szlig;nahmen &ldquo;gegen das Virus&rdquo; nur so etwas wie eine Generalprobe? Sind wir jetzt &ldquo;weichgekocht&rdquo; genug f&uuml;r den n&auml;chsten Akt der Zerst&ouml;rung der Gesellschaft? <\/p><p>Hat das Narrativ rund um Corona jetzt ausgedient? <\/p><p>Oder, um es mit Schillers Worten zu sagen: <\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Der Mohr hat seine Arbeit getan, der Mohr kann gehen!&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Ein(e) jede(r) m&ouml;ge sich eine eigene Meinung dazu bilden. <\/p><p>Besonders schlimm finde ich jedoch, da&szlig; all die restriktiven Ma&szlig;nahmen, negativen Botschaften und staatlich angeordneten Diskriminierungen und Diffamierungen in den K&ouml;pfen der Menschen auf fruchtbaren Boden gefallen zu sein scheinen und der Druck, der von der Politik auf die Bev&ouml;lkerung &ldquo;zum Schutz vor Corona&rdquo; ausge&uuml;bt wurde, jetzt quasi weitergereicht wird: waren es vor kurzem noch die nicht Geimpften, die als &ldquo;Feinde der Demokratie&rdquo; bezeichnet und entsprechend behandelt wurden, sind es jetzt pl&ouml;tzlich, wie in den Siebzigerjahren, wieder die Russen. Es w&uuml;rde mich nicht wundern, wenn diejenigen, die sich jetzt lauthals &uuml;ber den Ausschluss von russischen B&uuml;rgern aus Teilen der Gesellschaft freuen, genau die gleichen sind, die noch vor ein paar Tagen &ldquo;2G&rdquo;-Schilder an Kneipen, Kinos und Theater bejubelten und in jede Kamera ihre Erleichterung dar&uuml;ber kund taten, da&szlig; die nicht Geimpften &ldquo;Volkssch&auml;dlinge&rdquo; jetzt nirgends mehr hinein d&uuml;rfen. <\/p><p>Und die wenigen, die sich v&ouml;llig zurecht &uuml;ber die Hetze gegen russische Mitb&uuml;rger aufregen, schwiegen vor ein paar Tagen noch wie ein Grab, wenn sie ein &ldquo;2G&rdquo;-Schild sahen. Diskriminierung? Nicht doch! Die k&ouml;nnen sich doch impfen lassen! Aber die Ukrainer, die haben jetzt unsere volle Solidarit&auml;t verdient! Nieder mit den b&ouml;sen Russen! <\/p><p>Prominente und &ldquo;K&uuml;nstler&rdquo;, die noch vor wenigen Tagen gegen Ungeimpfte wetterten, entdecken jetzt pl&ouml;tzlich ihr Herz f&uuml;r die Ukraine. Musiker, die &mdash; wenn&rsquo;s hochkommt &mdash; f&uuml;r einen halben Tag in der Ukraine waren, um ein Musikvideo zu drehen, f&uuml;hlen sich &ldquo;unheimlich solidarisch&rdquo; mit dem Land. Haben diese Leute &uuml;berhaupt irgend etwas von dem Land und seinen Menschen gesehen au&szlig;er ihren Drehort und die mitgebrachten Kameraleute? <\/p><p>K&ouml;nnen diejenigen, die sich mit der Ukraine solidarisieren, das Land &uuml;berhaupt auf dem Globus finden? <\/p><p>Doppelmoral, wohin man blickt! <\/p><p>Die Weigerung, sich Argumente der Gegenseite auch nur anzuh&ouml;ren, ist eine weitere Gemeinsamkeit, die Corona und der Krieg teilen. Es gibt in beiden F&auml;llen nur eine einzige Wahrheit, und wer die nicht teilt oder anderer Meinung ist, geh&ouml;rt automatisch zu &ldquo;den B&ouml;sen&rdquo;. <\/p><p>Wer den Meinungskorridor verl&auml;sst, wird zum Paria. <\/p><p>Es ist ungeheuerlich, was in diesem Land passiert. Ja, gleiches passiert auch anderswo, aber gerade &ldquo;wir Deutsche&rdquo; pr&auml;sentieren uns immer als besonders weltoffen und Vorbild f&uuml;r andere. <\/p><p>Wann handeln wir auch dementsprechend? <\/p><p>Um es mit einem weiteren Zitat zu sagen: <\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Denk ich an Deutschland in der Nacht,<br>\nDann bin ich um den Schlaf gebracht,<br>\nIch kann nicht mehr die Augen schlie&szlig;en,<br>\nUnd meine hei&szlig;en Tr&auml;nen flie&szlig;en.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Heinrich Heine bedauerte in seinem Gedicht &ldquo;Nachtgedanken&rdquo; einst die lange Trennung von seiner Mutter, aber nichts beschreibt die Emotionen beim Gedanken an dieses Landes seit einiger Zeit besser als diese ersten Zeilen seines Gedichts. <\/p><p>Wann h&ouml;ren wir auf, uns manipulieren zu lassen, damit wir wie Tiere niederen Instinktes &uuml;bereinander herfallen? <\/p><p>Wann h&ouml;ren wir auf, S&uuml;ndenb&ouml;cke, die uns f&uuml;r das Versagen der Politik pr&auml;sentiert werden, als S&uuml;ndenb&ouml;cke zu akzeptieren? <\/p><p>Wann h&ouml;ren wir auf, ein ganzes Volk f&uuml;r die Handlungen der politischen F&uuml;hrung verantwortlich zu machen? <\/p><p>Wann fangen wir an, uns gegenseitig (wieder) als Menschen zu betrachten und zu behandeln? <\/p><p>Was w&auml;re wohl gewesen, wenn die gesamte Welt 1999 allen Deutschen ihren Hass entgegen geschleudert h&auml;tte, nur weil ein gewisser Herr Schr&ouml;der deutsche Soldaten in den Krieg gegen ein souver&auml;nes Land geschickt hatte? Schon die Soldaten hatten damals wegen der Wehrpflicht nur zwei M&ouml;glichkeiten: entweder gehorchen oder Kriegsgericht. Die deutsche Bev&ouml;lkerung hatte aber gar keine Wahl und noch weniger Mitspracherecht. <\/p><p>Bevor heute also mit den Fingern auf russische B&uuml;rger gezeigt wird, sollten diese Finger dringend zu den eigenen Nasen gef&uuml;hrt werden! <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nWolfgang Klein <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frank Blenz weist <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81373\">in diesem Beitrag<\/a> auf das Ausma&szlig; der Ma&szlig;nahmen gegen Russland und seine Staatsb&uuml;rger hin. 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