{"id":81547,"date":"2022-03-06T14:00:27","date_gmt":"2022-03-06T13:00:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81547"},"modified":"2022-03-06T14:13:40","modified_gmt":"2022-03-06T13:13:40","slug":"wir-bemuehen-uns-und-unsere-leserinnen-und-leser-uebrigens-auch-sehr-sogar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81547","title":{"rendered":"Wir bem\u00fchen uns. Und unsere Leserinnen und Leser \u00fcbrigens auch. Sehr sogar"},"content":{"rendered":"<p>Wir bem&uuml;hen uns. Und unsere Leserinnen und Leser &uuml;brigens auch. Sehr sogar. In diesen Kriegszeiten wie auch in Coronazeiten ist es nicht einfach, eine Berichterstattung und Kommentierung durchzuhalten, die sachlich, differenziert, abw&auml;gend und damit f&uuml;r Leserinnen und Leser hilfreich ist. Wir versuchen das. Wir bem&uuml;hen uns. Aber dieser Anmerkung ist etwas Wichtiges hinzuzuf&uuml;gen: Wir, die NachDenkSeiten, haben gro&szlig;artige Leserinnen und Leser. Wenn Sie gelegentlich die Leserbriefzusammenstellungen lesen, dann werden Sie das sicher auch schon festgestellt haben. Die meisten Leser sind gut informiert. Sie tragen regelm&auml;&szlig;ig mit erg&auml;nzenden Informationen und nicht nur mit Kommentaren zum aufkl&auml;renden Gesamtergebnis der NachDenkSeiten-Arbeit bei. Einer unserer Leser hat uns auf die positive Rolle der Leserbriefe aufmerksam gemacht und seinen Eindruck vorgestern in einer Mail zusammengefasst. Wir beginnen diese neue Leserbriefzusammenstellung mit dieser Mail von H.W.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Autorinnen und Autoren,<br>\nsehr geehrte Teams, Kommentatorinnen und Kommentatoren,<br>\n&nbsp;<br>\nseit nunmehr rund 12Monaten studiere ich regelm&auml;&szlig;ig Ihre Seiten.<br>\nDazu folgend mein Eindruck an zwei unterschiedliche Personenkreise:<br>\n&nbsp;<br>\nRedaktion\/Teams\/NDS-Autoren<br>\nSchlicht beeindruckend. Klar. In der Tat ziemlich neutral. Themen gut ausgew&auml;hlt.<br>\nI.d.R. hervorragend recherchiert (manchmal gerne auch noch mehr Quellenlinks).<br>\nSo w&uuml;rde ich das von den gro&szlig;en Medienanstalten und den &ouml;ff. rechtl. erwarten.<\/p><ul>\n<li>Vielen Dank Ihnen. Allen. Und bitte: weiter so. Ihre Arbeit ist wichtig. <\/li>\n<\/ul><p>Leserbriefe<\/p><p>Frei nach dem Motto: einen hervorragenden Chef erkennt man auch an seinen hervorragenden Mitarbeitern, gilt m.E.n. hier im &uuml;bertragenen Sinne:<br>\n&nbsp;<br>\neine hervorragende Redaktion erkennt man auch an ihren hervorragenden, begleitenden Leserinnen und Lesern sowie deren Engagement.<br>\n&nbsp;<br>\nDa kann ich nicht umhin auch den\/Ihren Kommentatorinnen und Kommentatoren in Bezug auf Kultur, Aussagef&auml;higkeiten, Wissen usw. usf. &uuml;berwiegend ein ebenso gro&szlig;es Lob auszusprechen.<br>\nAus meiner ganz subjektiven und pers&ouml;nlichen Sicht, werden hier die meist ohnehin schon sehr guten Artikel oft nicht nur qualitativ vervollst&auml;ndigt sondern immer wieder auch vergoldet.<br>\n&nbsp;<br>\nViele gro&szlig;e Themen, teils (sehr) belastend, teils kontrovers, teils existentiell.<br>\nDabei eine sehr saubere Qualit&auml;t von der deutlichen Mehrzahl.<br>\n&nbsp;<br>\nRespekt daf&uuml;r.<br>\nAlles Gute!<br>\n&nbsp;<br>\nHW<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrtes NDS, <\/p><p>danke f&uuml;r alles aus der Vergangenheit bis zum heutigen Tag und alles was noch in Zukunft auf den NachDenkSeiten erscheint und publiziert wird. <\/p><p>Die NDS sind t&auml;glich meine erste Quelle f&uuml;r Informationen. Zum lernen und nachdenken. <\/p><p>Sehr gut, da&szlig; Sie auch Gegenstimmen\/Kritik zulassen und ver&ouml;ffentlichen. Das fehlt in den meisten &ouml;ffentlich-rechtlichen und print Medien seit langem. <\/p><p>Nochmals danke und eine friedliche und gesunde Zukunft f&uuml;r uns alle w&uuml;nscht, <\/p><p>Klaus Stedem <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes Team der Nachdenkseiten,<\/p><p>eigentlich m&uuml;sste ein Teil meiner Krankenkassenbeitr&auml;ge an Sie alle weitergeleitet werden, weil Ihre Berichte und Recherchen einen gro&szlig;en Beitrag zur Aufrechterhaltung meiner geistigen und seelischen Gesundheit leisten. Wie auch andere Leserbriefschreiber schon festgestellt haben, wird es immer wichtiger, Teil einer Gemeinschaft sein zu k&ouml;nnen, die sich noch eigene Gedanken macht und eine kritische Distanz zur herrschenden Erz&auml;hlung h&auml;lt. <\/p><p>Mal sehen was von dem ganzen Kriegsgeschrei noch &uuml;brig bleibt, wenn sich der Benzinpreis auf die Drei-Euro-Marke zubewegt und die Ausgaben f&uuml;r die Heiz- und Stromkosten die Tilgung der monatlichen Kredite gef&auml;hrden. Eingedenk der Panik beim kurzfristigen Ausbleiben der Klopapierversorgung w&auml;hrend der Pandemie d&uuml;rften sich da neue Erlebnisdimensionen entwickeln.<\/p><p>Noch gut in Erinnerung sind auch die euphorischen Begr&uuml;&szlig;ungsszenen syrischer Fl&uuml;chtlinge, die sich dann doch ob der gro&szlig;en Zahl in kalte Ablehnung gewandelt haben und  deren Tod im Mittelmeer oder an der polnischen Grenze man nun eher billigend zur Kenntnis nimmt. Warum soll sich das bei den Kriegsfl&uuml;chtlingen aus der Ukraine, die zudem noch eine rechtliche Vorzugsbehandlung erhalten sollen, anders verhalten? Bei der Konkurrenz um Wohnung und Arbeit wird das Solidarit&auml;tsgef&uuml;hl schnell ein Loch bekommen.<\/p><p>Und ich rate jeder und jedem, die sich der Freiheitslegion Selenskyjs oder der &bdquo;neuen&ldquo; Bundeswehr anschlie&szlig;en wollen, amerikanische Kriegsfilme und Computerspiele nicht mit der blutigen und schrecklichen Kriegswirklichkeit zu verwechseln. Mein verstorbener Vater konnte mir nur ein einziges Mal &uuml;ber seine Erlebnisse als Flakhelfer, wozu er als junger Kerl noch in den letzten Kriegswochen verpflichtet worden war, erz&auml;hlen, um sie dann wieder mit dem br&uuml;chigen Deckel der Verdr&auml;ngung zu beschweren.<\/p><p>Meinen 95j&auml;hrigen Schwiegervater suchen jetzt vermehrt seine Erinnerungen an Kriegsgefangenschaft und Flucht heim, als er nur durch Zufall nicht totgeschlagen worden ist.  <\/p><p>Und mein lieber Freund, &uuml;brigens aus der Ukraine, der noch zu Sowjet-Zeiten als Wehrpflichtiger in Bergkarabach gek&auml;mpft hat, erz&auml;hlte nach ein paar Wodka aus jener Zeit alptraumhafte Folter-Erlebnisse, die ich seither nicht mehr aus dem Kopfkino l&ouml;schen kann.<\/p><p>Man sollte sich vom Maulheldentum unserer Politikerinnen nicht blenden lassen, denn deren Fotos mit Stahlhelm und Schutzweste sind lediglich inszenierte erb&auml;rmliche Geschmacklosigkeiten ohne Realit&auml;tsbezug.<\/p><p>Mit besten Gr&uuml;&szlig;en<br>\nWerner Fack<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<br>\n&nbsp;<br>\nich bin sehr froh, dass Sie ein&nbsp; Gegengewicht zur be&auml;ngstigenden Kriegseuphorie bilden und ein Forum bieten, das dazu beitr&auml;gt, zur&nbsp; eigenen Position zu gelangen und nicht von der &uuml;berm&auml;chtigen Propaganda entweder &uuml;berw&auml;ltigt oder zum Verstummen gebracht wird.<\/p><p>Dieser Krieg ist meiner Ansicht nach der Vorbote des n&auml;chsten, denn &ndash; das ist ja keine neue Erkenntnis:<\/p><p>Kapitalismus ist Konkurrenz um des Profits willen.<br>\nKonkurrenz in einem geschlossenen System endet in der Ausschaltung jeder Konkurrenz.<br>\nStaaten&nbsp; als &ldquo;ideelle Gesamtkapitalisten&rdquo; konkurrieren miteinder, um den nationalen Kapitalen die bestm&ouml;gliche Position in diesem Rennen zu verschaffen. Die beste Position hat der, der die wirkungsvollsten Mittel hat, um Mitkonkurrenten zu beseitigen.<br>\nIn dieser barbarischen Welt ist das beste Mittel Gewalt. Offen oder verdeckt, wirtschaftlich oder milit&auml;risch oder alles zusammen, je nach M&ouml;glichkeit und F&auml;higkeit &ndash; und immer mit den dem dummen Volk in den Hals gestopften, vollst&auml;ndig pervertierten Begriffen von Freiheit, Menschenrechten, Demokratie, FRIEDEN&hellip;.. Man kann gar nicht so viel kotzen, wie man fressen muss!<\/p><p>Jetzt, da es nicht ein schwaches Land ist, das sich gegen die Ausschaltung der Konkurrenzf&auml;higkeit wehrt, sondern eine milit&auml;rische Gro&szlig;macht, bietet der bislang unangefochtene Favorit in diesem Rennen die bew&auml;hrten Mittel auf, um die Konkurrenz niederzuringen.<br>\nUnd er hat alle: Geld, Waffen, Institutionen, Medien und vor allem: die Dummheit der Massen. Statt unsere&nbsp; erb&auml;rmlichen, verlogenen Erf&uuml;llungsgehilfen des Kapitalwillens die Fratze herunterzureissen und sie auszulachen, bevor wir sie in die W&uuml;ste (durch die Friedfertigen) oder an die Wand (durch die&nbsp; Gr&uuml;ndlichen) schicken.<\/p><p>All die&nbsp; Betroffenen, Bewegten, in Solidarit&auml;t mit den Ukrainern Demonstrierenden, die so eindrucksvoll zeigen: das Volk steht hinter dieser Politik, m&uuml;ssen sich fragen:<br>\nWas geschah&nbsp; damals, als uns &ldquo;der Russe&rdquo; besiegt hatte? Und danach der Eiserne Vorhang vorgezogen wurde?<\/p><p>Was war die Politik&nbsp; Deutschlands: Aufr&uuml;stung!<br>\nAuf Deutschland fielen keine Bomben mehr, aber auf Korea, Vietnam, Kambodscha, Lagos, Gemetzel in Indonesien, Algerien, Chile usw. usw.<br>\nWas geschah, als der Russe&nbsp; im Kalten Krieg besiegt war, und mit dem Fall des Vorhangs der Weg freigemacht wurde bis in den Vorgarten des Russen, den wir nun als&nbsp; Hinterhof f&uuml;r uns gesichert haben?<\/p><p>Was war die Politik Deutschlands: Aufr&uuml;stung!<br>\nBomben auf Jugoslawien, Irak, Syrien, Libyen, Afghanistan, Jemen usw. usw.<br>\nDie Welt hat sich seit 1945, der &ldquo;Nachkriegsordnung&rdquo;, der Gr&uuml;ndung der UN0 als Garant dieser Ordnung, zu einem waffenstarrenden Ungeheuer entwickelt, dessen Zerst&ouml;rungswut nur durch Explosion &uuml;berwunden werden k&ouml;nnte &ndash; das w&auml;re unser aller Atomtod &ndash; oder durch Implosion &ndash; das w&auml;re die Entmachtung derjenigen, die dieses Ungeheuer unentwegt f&uuml;ttern &ndash; mit der Arbeit von uns allen und, falls zweckdienlich, auch mit unserem Leben.<\/p><p>Und jetzt, da der Russe, oder zeitgem&auml;&szlig; &ldquo;Putin&rdquo; die uns unsere&nbsp; fast erreichte Einverleibung des letzten St&uuml;ckes vor seiner Haust&uuml;r streitig macht, und seinerseits das Ungeheuer f&uuml;ttert, ist die Antwort:<br>\nAufr&uuml;sten!!<br>\nFrieden schaffen mit immer mehr Waffen!<br>\nWas glaubt ihr, wird geschehen, wenn der Russe siegt?<br>\nWas glaubt ihr, wird geschehen, wenn er verliert?<br>\n&nbsp;<br>\nBeste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nvon unserer Leserin M.L.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Zun&auml;chst vielen Dank f&uuml;r die wichtigen und besonnenen Texte von Herrn Berger, Herrn M&uuml;ller und Herrn Riegel und die langfristige Berichterstattung der Nachdenkseiten zu diesem und anderen Themen. <\/p><p>Zur Entwicklung in der Ukraine: All die Klagen &uuml;ber die milit&auml;rischen Aktionen, die Klagen &uuml;ber die Situation der Bev&ouml;lkerung in der Ukraine und die Emp&ouml;rung kann ich nur dann ernst nehmen, wenn gleichzeitig alles daf&uuml;r in Bewegung gesetzt wird zu deeskalieren. Wo geschieht das? 100 Milliarden f&uuml;r die Aufr&uuml;stung in Deutschland ist das Gegenteil von Deeskalation. Russland ruinieren zu wollen, ebenfalls. Wer im Westen, in der EU deeskaliert? Wer dies nicht tut, macht sich an allen k&uuml;nftigen Entwicklungen mitschuldig. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nIngrid Wenzler <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>ich &uuml;bersende Ihnen einige &Uuml;berlegungen zur sich in den Ukraine ereignenden Trag&ouml;die.<br>\nVer&ouml;ffentlichung nach Ihrem Gutd&uuml;nken.<\/p><p>Wer in einem Konflikt vermeiden m&ouml;chte, dass sein Gegner zu letzten Mitteln greift und sich bis aufs Blut wehrt, der darf ihn nicht so sehr in die Enge treiben, dass kein Ausweg bleibt; Er muss vielmehr darauf achten, dass sein Gegner immer eine echte R&uuml;ckzugsm&ouml;glichkeit hat. In solch einer Enge sind jetzt die Ukrainer: 60-j&auml;hrige, die noch nie eine Waffe in der Hand hatten, werden der russischen Armee entgegengeschickt: verzweifelter geht es kaum!<\/p><p>Die gesamte Politik des Westens besteht nun darin, Herrn Putin weltweit zu isolieren. Das klappt so hervorragend, dass man fast sagen m&ouml;chte: Die USA haben Herrn Putin jetzt genau da, wo sie ihn schon immer haben wollten: festgenagelt als internationaler Freibeuter (&ldquo;niemandes Freund, jedermanns Feind&rdquo;) &ndash; Ein Schuft, wer da B&ouml;ses denkt&hellip;<\/p><p>Ein Sport des Boykottierens ist entstanden &ndash; Politik , Industrie, Sportverb&auml;nde, Kulturinstitutionen usw. wetteifern darum, wem die n&auml;chste schmerzliche Sanktion einf&auml;llt. Das Erreichte feiert Au&szlig;enministerin Baerbock mit den Worten, die Sanktionen w&uuml;rden &ldquo;Russland ruinieren&rdquo;. Wenn das stimmt, bekommen die ihrer Natur nach eigentlich zivilen Sanktionen aber eine strategische Qualit&auml;t.<\/p><p>Der Mann hat Atomwaffen! Was glaubt Frau Baerbock denn, was Herr Putin macht, sp&auml;testens kurz bevor er &ldquo;ruiniert&rdquo; ist?<\/p><p>Alle bisher erfolgten Sanktionen haben gemein, dass sie verh&auml;ngt werden ohne dass die Bedingungen f&uuml;r Ihre R&uuml;cknahme benannt werden. Man kann fast den Eindruck haben, die Handelnden wollen sie eigentlich auch gar nicht zur&uuml;cknehmen.<\/p><p>Es geht jetzt wohl tats&auml;chlich darum, Russland vollst&auml;ndig in die Knie zu zwingen und wer so handelt, nimmt die Gefahr eines Atomkrieges in Kauf.<\/p><p>In meinen Augen hat aber kein deutscher Bundeskanzler das Mandat, f&uuml;r die gesamte deutsche Bev&ouml;lkerung wissentlich den vollst&auml;ndigen Untergang in Kauf zu nehmen (auch wenn woanders &ldquo;westliche Werte&rdquo; weitergelebt werden). Man kann sich m&ouml;glicherweise dar&uuml;ber streiten, ob in einem Deutschland, dass nur noch aus radioaktiver Schlacke besteht, noch die freiheitlich demokratische Grundordnung herrscht. Lautet die Antwort aber &ldquo;Nein&rdquo;, dann begr&uuml;ndet die aktuelle Eskalationspolitik das Recht auf Widerstand nach Art. 20 Abs. 4 GG.<\/p><p>mit gro&szlig;em Dank f&uuml;r die Nachdenkseiten,<br>\nMark Bertsch<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Albrecht M&uuml;ller, lieber Tobias Riegel, lieber Jens Berger, liebe Redaktion,<\/p><p>Ich lebe seit 10 Jahren mehr oder weniger g&auml;nzlich in RUS und f&uuml;hle mich trotzdem immer noch nur als &ldquo;Russenversteher in Ausbildung&ldquo;.  <\/p><p>Hin und hergerissen zwischen der generellen Ablehnung kriegerischer Gewalt einerseits und der N&auml;he zu meinen russischen Mitmenschen anderseits, finde ich immer noch keine eigenen Worte oder Bewertungen der aktuellen Kriegs-Eskalation.* <\/p><p>Deshalb nur kurz meine pers&ouml;nlichen Eindr&uuml;cke:<\/p><p>Putin ist immer noch f&uuml;r rund 2\/3 der Russen vor allem derjenige, der sie aus der (vom Westen zumindest mitverschuldeten) menschlichen, sozialen Katastrophe der 90er Jahre in RUS herausgef&uuml;hrt hat und von Chaos, Armut, Kriminalit&auml;t, Unsicherheit, Angst, &hellip; und Dauerkrisen weitgehend befreit hat. Andere, vor allem nat&uuml;rlich besonders auch j&uuml;ngere, die die 90er nicht mehr pers&ouml;nlich erleben mussten, werden naturgegebenerma&szlig;en langsam mehr.<\/p><p>Viele Russen denken und empfinden, dass die EUSA trotz russischer Verhandlungs- und Kooperations-Angebote jahrzehntelang russische Bed&uuml;rfnisse und berechtigte Sorgen komplett ignoriert haben, vielmehr sogar russische Partner-L&auml;nder wie Jugoslawien, den Irak, Libyen, Syrien u.a. bekriegt bzw. zerst&ouml;rt haben und in anderen russischen Bruder- und Partner-L&auml;ndern wie Georgien, Kirgigistan, Moldawien oder eben der Ukraine Umst&uuml;rze und Regime-Changes entfacht haben, um diese L&auml;nder zu sich zu ziehen und gegen RUS aufzustellen, um RUS mit eigenen Milit&auml;rs und Raketen bedrohen und ggfls. ausschalten zu k&ouml;nnen.<\/p><p>F&uuml;r diese Russen hat der Ukraine-Krieg auch bereits schon 2014 begonnen, als das neue KIEW begann, den Donbass zu bombardieren, &uuml;ber 10.000 ukr.\/rus. Zivilisten t&ouml;tete und Millionen Menschen in die Flucht trieb. Diesen Kriegs-Fl&uuml;chtlingen begegnet man gerade hier in S&uuml;d-RUS auch &uuml;berall und dauernd. Und sie, aber auch die vielen Millionen russischer  Verwandte und Freunde in der Rest-Ukraine klagen seit Jahren den Krieg Kiews aber auch Verfolgungen und Diskriminierungen russischsprachiger Menschen in der &ldquo;neuen&rdquo; UKR an. Das ehemalige friedliche Gleichgewicht einer multi-ethnischen, &ndash; religi&ouml;sen und -sprachlichen UKR vor dem Putsch 2014 werde durch die Ultra-Nationalisten in Kiew zerst&ouml;rt zu Gunsten eines reinen, &ldquo;arischen&rdquo; Ukra-Monolithen. Symbolisch zugespitzt in der Zerst&ouml;rung sowjetischer, anti-faschistischer Denkm&auml;ler zugunsten etwa des Nazi-Kollaborateurs Bandera. Diesem &bdquo;neuen&rdquo; Ukra-Nationalismus h&auml;tten sich die ehemaligen sprachlichen, politischen Mehrheiten &ndash; seit 2014 dauerhaft Minderheiten &ndash; nun zu unterwerfen. Ihre eigenen Parteien, Medien, B&uuml;cher, selbst ihre Kirche und jetzt auch ihre Sprache w&uuml;rden zur&uuml;ckgedr&auml;ngt oder gleich ganz verboten.<\/p><p>W&auml;hrend bei uns in Europa das Bild einer rein demokratischen, friedliebenden UKR gezeichnet wird, ist f&uuml;r diese Russen das neue KIEW Hort eines mordenden, autorit&auml;ren, anti-russischen Unrechts-Staat, vor dem RUS die eigenen Leute, aber auch die Schwestern und Br&uuml;der in der UKR selbst besch&uuml;tzen m&uuml;sse. &Auml;hnlich wie bei uns damals im Kosovo werden zur Kriegsrechtfertigung Propaganda-Bilder gezeichnet, die eine drohende humanit&auml;re Katastrophe noch &uuml;ber die Schrecken des Krieges selbst stellen.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nMichael Steinke<\/p><p>* F&uuml;r mich pers&ouml;nlich versteht es sich bei aller Kritik von selbst, dass ich als Deutscher ausgerechnet im ehemaligen Stalingrad den Russen keine Belehrungen &uuml;ber Krieg und Frieden erteilen werde.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Macher der Nachdenkseiten, <\/p><p>f&uuml;r die beiden Beitr&auml;ge meinen versp&auml;teten Dank. <\/p><p>Der Krieg in der Ukraine ist auch f&uuml;r mich &ndash; der sich noch an seine ersten Kinderjahre im Krieg, manchmal im Luftschutzkeller, erinnern kann &ndash; deprimierend, weil ich nat&uuml;rlich wei&szlig;, dass es au&szlig;er der kapitalistischen R&uuml;stungsindustrie keine Gewinner eines Krieges gibt.<br>\nZu den vielen Argumenten in den Leserbriefen h&auml;tte ich noch zwei, die ich nicht gelesen habe: <\/p><ol>\n<li>Warum soll das V&ouml;lkerrecht ausgerechnet f&uuml;r einen Staat bindend sein, der sich um Unterschied zu seinen Feinden und zu seinem Nachteil bisher immer daran gebunden f&uuml;hlte und so handelte? Wie kann man mit Steinzeitmenschen verhandeln, wenn die keine Ohren haben zu h&ouml;ren (Beispiel: Au&szlig;enministerinnen Baerbock und Truss bei Lawrow), aber eine dicke Keule schwingen? <\/li>\n<li>Seit dem Putsch in Kiew sind acht Jahre vergangen &ndash; da rechne ich mal 1933 + 8 und komme auf 1941. Und frage mich: wie s&auml;he die Geschichte des 20. Jahrhunderts aus, wenn die Sowjetunion mit &uuml;berlegener Milit&auml;rmacht dem Nazispuk in Deutschland ein Ende bereitet h&auml;tte, V&ouml;lkerrecht hin oder her? Vielleicht gab es ja in Russland mit seinen f&auml;higen Politikern &auml;hnliche &Uuml;berlegungen? <\/li>\n<\/ol><p>Machen Sie weiter, bis Frau v. d. Leyen zuschl&auml;gt und die Nachdenkseiten das Schicksal der &ldquo;Russensender&rdquo; RT deutsch und Sputnik\/SNA teilen werden oder bis der Bundestag das tschechische Gesetz gegen Putinversteher &uuml;bernimmt und Sie eine bundesdeutsche Justizvollzugsanstalt (vielleicht das traditionsreiche Zuchthaus Brandenburg) von innen kennenlernen. <\/p><p>Mit betr&uuml;bten Gr&uuml;&szlig;en<br>\nErnst Herbst<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren.<\/p><p>mit nachfolgenden &Auml;u&szlig;erungen hat sich Putin nach meiner Meinung die Schlinge selbst um den Hals gelegt:<\/p><p>&ldquo;Niemand bezweifelt den gro&szlig;en Wert der Beziehungen Europas zu den Vereinigten Staaten. Aber ich bin der Meinung, dass Europa seinen Ruf als m&auml;chtiger und selbstst&auml;ndiger Mittelpunkt der Weltpolitik langfristig nur festigen wird, wenn es seine eigenen M&ouml;glichkeiten mit den russischen menschlichen, territorialen und Naturressourcen sowie mit den Wirtschafts-, Kultur- und Verteidigungspotenzialen Russlands vereinigen wird&rdquo;. (Beifall)<br>\n<a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/parlament\/geschichte\/gastredner\/putin\/putin_wort-244966\">bundestag.de\/parlament\/geschichte\/gastredner\/putin\/putin_wort-244966<\/a><\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nDr.-Ing. Stefan K&ouml;nig<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseitenredaktion,<br>\n&nbsp;<br>\nvon Ihnen wurde ja dankenswerterweise schon h&auml;ufig die Einseitigkeit und Parteilichkeit der westlichen Mainstreammedien thematisiert. Aber es braucht wohl den Blick aus einem ehemaligen Kolonialgebiet um folgendes zu bemerken.<\/p><p>Ein indischer Blogger, ehemaliger Diplomat Indiens in verschiedensten L&auml;ndern, u.a. auch in Russland und Deutschland hat noch einen anderen, erschreckenden Aspekt in der westlichen Nachrichtenwelt ausgemacht : Rassismus.<br>\n&nbsp;<br>\nDoch lesen Sie bitte selbst:<br>\n&nbsp;<br>\n<a href=\"https:\/\/www.indianpunchline.com\/were-europeans-christians-whites\/\">indianpunchline.com\/were-europeans-christians-whites<\/a><br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en und herzlichem Dank f&uuml;r Ihre Arbeit<br>\nKarlheinz Opel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir bem&uuml;hen uns. Und unsere Leserinnen und Leser &uuml;brigens auch. Sehr sogar. In diesen Kriegszeiten wie auch in Coronazeiten ist es nicht einfach, eine Berichterstattung und Kommentierung durchzuhalten, die sachlich, differenziert, abw&auml;gend und damit f&uuml;r Leserinnen und Leser hilfreich ist. Wir versuchen das. Wir bem&uuml;hen uns. Aber dieser Anmerkung ist etwas Wichtiges hinzuzuf&uuml;gen: Wir, die<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81547\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-81547","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/81547","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=81547"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/81547\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":81604,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/81547\/revisions\/81604"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=81547"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=81547"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=81547"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}