{"id":81552,"date":"2022-03-04T16:22:36","date_gmt":"2022-03-04T15:22:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81552"},"modified":"2022-03-04T16:22:36","modified_gmt":"2022-03-04T15:22:36","slug":"hinweise-des-tages-ii-527","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81552","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81552#h01\">Tief verankerter Rassismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81552#h02\">USA: Welche Rolle hat die Ausbildung ukrainischer Spezialkr&auml;fte durch die CIA?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81552#h03\">Wie Deutschland zum dritten Mal von Amerika besiegt wird<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81552#h04\">Die Nato tut so, als habe sie mit dem Krieg nichts zu tun<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81552#h05\">Die Friedensfront ist gefechtsbereit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81552#h06\">&bdquo;Sieger ist nicht, wer die Schlachten gewinnt&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81552#h07\">Die USA sind ein schamloser V&ouml;lkerm&ouml;rder!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81552#h08\">Wie alles anfing<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81552#h09\">Wer die Rosst&auml;uscherei des PEI beim Namen nennt, wird entlassen, wer sie verantwortet, wird belobigt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81552#h10\">So viele Millionen stecken die Dax-Konzerne in die Lobbyarbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81552#h11\">Die Tarifverdienste haben schon im vergangenen Jahr der Inflationsentwicklung hinterhergeschaut. Und 2022 gibt es eine ganz schwierige Tarifrunde f&uuml;r die Gewerkschaften<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81552#h12\">Energiewende: Niedersachsen, ein K&ouml;nigreich der Solard&auml;cher?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81552#h13\">Gut zu sein bedarf es wenig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81552#h14\">Sch&uuml;lerprotest gegen Ukraine-Krieg: Vormittags-Demo auf einmal erlaubt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81552#h15\">Scholz an Schr&ouml;der: Russland-Posten sind keine Privatsache<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Tief verankerter Rassismus<\/strong><br>\nKrieg in der Ukraine: Afrikanische und arabische Presseorganisationen kritisieren westliche Medien<br>\nMedien spielen eine zentrale Rolle daf&uuml;r, wie Menschen die Welt wahrnehmen. Mit diesem Grundsatz beginnt eine Mitteilung der &raquo;Foreign Press Association Africa&laquo;, einer Organisation, die sich dem Ziel einer objektiven, ausgewogenen und fairen Berichterstattung &uuml;ber den afrikanischen Kontinent verschrieben hat. Anlass des am Dienstag auf Twitter ver&ouml;ffentlichten Briefes ist die Berichterstattung westlicher Medien &uuml;ber den Krieg in der Ukraine, der sich am Wochenende in verst&ouml;render Weise Bahn brach: &raquo;Dies ist eine relativ zivilisierte und relativ europ&auml;ische Stadt&thinsp;&hellip; wo man so etwas nicht erwarten w&uuml;rde&laquo; (USA\/CBS). &raquo;Es ist sehr emotional f&uuml;r mich, weil ich sehe, wie europ&auml;ische Menschen mit blauen Augen und blondem Haar get&ouml;tet werden&laquo; (Gro&szlig;britannien\/BBC). &raquo;Wir befinden uns im 21. Jahrhundert, wir befinden uns in einer europ&auml;ischen Stadt, und wir werden von Marschflugk&ouml;rpern beschossen, als ob wir im Irak oder in Afghanistan w&auml;ren, k&ouml;nnen Sie sich das vorstellen?&laquo; (Frankreich\/BFM TV). &raquo;Das Beeindruckende ist, dass sie, so wie sie gekleidet sind&thinsp;&hellip; Das sind wohlhabende &ndash; ich verwende nur ungern den Ausdruck &ndash; Leute aus der Mittelschicht&laquo; (Al-Dschasira English).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/421916.mediale-verantwortung-tief-verankerter-rassismus.html\">junge Welt<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Die Thukydides-Falle<\/strong><br>\nEine 500-j&auml;hrige &Auml;ra geht mit der schwindenden Hegemonie des Westens zu Ende. Das versch&auml;rft Rivalit&auml;ten und Konflikte. Schon historisch hat das meist zum Krieg gef&uuml;hrt. Was lehrt uns das im aktuellen Ukraine-Konflikt?<br>\nEiner der vielen verh&auml;ngnisvollen Effekte von Krieg ist die Emotionalisierung des politischen Klimas und der Diskurse in den betroffenen Gesellschaften. Das ist ein uraltes Ph&auml;nomen. Krieg teilt die Welt in Feind und Freund und mobilisiert massenhaft affektive Reaktionen. Emp&ouml;rung, Wut, Hass, Vernichtungsphantasien etc. erfassen die kollektive Psyche. Ressentiments und Feindbilder werden von der Kette gelassen und wachsen ins Monstr&ouml;se.<br>\nDas reicht bis in Teile der politischen F&uuml;hrungsmilieus hinein, etwa wenn Annalena Baerbock Russland ruinieren m&ouml;chte, oder US-Senatoren Russland &bdquo;wirtschaftlich niederringen wollen.&ldquo; (FAZ, 28.2.2022; S. 7). Sicher lassen sich in Russland entsprechende Counterparts finden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/08-2022\/die-thukydides-falle\/\">Makroskop<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>USA: Welche Rolle hat die Ausbildung ukrainischer Spezialkr&auml;fte durch die CIA?<\/strong><br>\nSeit 2015 werden Mitglieder ukrainischer Eliteeinheiten von der Special Activities Division (SAD) ausgebildet<br>\nStinger-Luftabwehrraketen, Javelin-Panzerabwehrwaffen und andere westliche Waffensysteme, die in der letzten Zeit massenhaft in die Ukraine geliefert wurden, k&ouml;nnen von den Soldaten und den nationalistischen Freiwilligenverb&auml;nden oder Milizen, die zur Legitimation in die Nationalgarde eingegliedert wurden, nur nach Training bedient werden.<br>\nBis vor dem Kriegsbeginn arbeiteten neben kanadischen und britischen Instruktoren offen Soldaten amerikanischer Spezialeinheiten und der Nationalgarde in der Ukraine.<br>\nK&uuml;rzlich wurde von Yahoo News aufgedeckt, dass in einem verdeckten Programm seit 2015 auch Mitglieder von ukrainischen Eliteeinheiten unter CIA-Anleitung in den USA ausgebildet wurden und werden. Seltsamerweise erfuhren diese Informationen praktisch keine Resonanz in den deutschen Medien (in US-Medien schon), weswegen es sinnvoll erscheint, darauf auch nachtr&auml;glich hinzuweisen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/USA-Welche-Rolle-hat-die-Ausbildung-ukrainischer-Spezialkraefte-durch-die-CIA-6536964.html%20\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wie Deutschland zum dritten Mal von Amerika besiegt wird<\/strong><br>\nAls Reaktion auf die Devisen- und SWIFT-Sanktionen k&ouml;nnte Russland seine Rohstoffexporte einstellen. Sollte sich China dem in einem gemeinsamen Protest anschlie&szlig;en, steht den westlichen Volkswirtschaften ein schwerer Schock bevor. [&hellip;]<br>\nWas versucht der Neue Kalte Krieg von heute zu &auml;ndern oder zu &bdquo;l&ouml;sen&ldquo;? Um eine Antwort zu finden, muss man fragen, wer den Krieg ausgel&ouml;st hat. Es gibt immer zwei Seiten &ndash; den Angreifer und den Angegriffenen. Der Angreifer spekuliert mit bestimmten Konsequenzen, der Angegriffene sucht nach unbeabsichtigten Konsequenzen, die er ausnutzen kann. In diesem Fall gibt es auf beiden Seiten ein Duell der beabsichtigten Konsequenzen und besonderen Interessen.<br>\nEs mag unter dem Eindruck des russischen Angriffskriegs f&uuml;r viele wie Hohn klingen, aber der ma&szlig;gebliche milit&auml;rische Akteur und Aggressor seit 1991 sind die Vereinigten Staaten. Da die USA die wechselseitige Abr&uuml;stung der L&auml;nder des Warschauer Pakts und der NATO abgelehnt haben, gab es keine &bdquo;Friedensdividende&ldquo;.<br>\nDaf&uuml;r hat die von der Clinton-Regierung und den nachfolgenden Regierungen betriebene Politik eine andere 30-j&auml;hrige Dividende erbracht: in Form einer neuen milit&auml;rischen Expansion durch die NATO, mit einer Verlagerung der Au&szlig;enpolitik Westeuropas und anderer amerikanischer Verb&uuml;ndeter aus ihrer inneren Sph&auml;re in einen auf die USA ausgerichteten &bdquo;nationalen Sicherheits&ldquo;-Blob (ein Wort f&uuml;r Sonderinteressen, die nicht genannt werden d&uuml;rfen). So ist die NATO zu Europas au&szlig;enpolitischem Entscheidungsgremium geworden, das sogar so weit geht, dass es die heimischen Wirtschaftsinteressen dominiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/08-2022\/wie-deutschland-zum-dritten-mal-von-amerika-besiegt-wird\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Nato tut so, als habe sie mit dem Krieg nichts zu tun<\/strong><br>\nDie Nato will sich nicht in den Krieg Russlands gegen die Ukraine hineinziehen lassen, den sie durch ihre Expansionspolitik selbst mitverursacht hat. Das m&auml;chtigste Milit&auml;rb&uuml;ndnis der Welt ist pl&ouml;tzlich ganz klein mit Hut &ndash; und vorsichtiger als die EU.<br>\nNato-Generalsekret&auml;r Jens Stoltenberg ist kategorisch: &ldquo;Die Nato wird keine Truppen in die Ukraine entsenden oder Flugzeuge in den ukrainischen Luftraum verlegen&rdquo;, sagte der Norweger bei einem Besuch auf dem polnischen Luftwaffenst&uuml;tzpunkt Lask. &ldquo;Die Nato wird sich nicht an dem Konflikt beteiligen.&rdquo;<br>\nDer polnische Pr&auml;sident Andrzej Duda bekr&auml;ftigte: &ldquo;Wir schicken unsere Flugzeuge nicht, denn das w&uuml;rde eine milit&auml;rische Einmischung in den Konflikt bedeuten, der sich in der Ukraine abspielt, es w&uuml;rde bedeuten, dass sich die Nato in den Konflikt einschaltet, aber die Nato ist keine Partei in dem Konflikt&rdquo;. [&hellip;]<br>\nGanz anders geht die EU vor. Ohne Not hat sie Waffenlieferungen an die Ukraine beschlossen, eine Zeitlang war sogar von Kampfjets die Rede. Das Kriegsger&auml;t soll in Polen gesammelt und von dort aus an die Front geschickt werden. Damit wird sie, wenn auch nicht direkt, zur Kriegspartei.<br>\nZudem geht die EU, genau wie die USA, offensiv mit einem Wirtschaftskrieg gegen Russland vor. Damit wird eine zweite Front er&ouml;ffnet, die sich am Ende als gef&auml;hrlicher als der &ldquo;echte&rdquo; Krieg erweisen k&ouml;nnte &ndash; zumal es ja weitgehend um dieselben Akteure geht wie in der Nato&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/die-nato-ist-viel-vorsichtiger-als-die-eu\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die Friedensfront ist gefechtsbereit<\/strong><br>\nSeit Putins Angriff auf die Ukraine ist das Erschrecken &uuml;ber den Krieg &uuml;berall zu sp&uuml;ren, f&uuml;hrt aber zu einer merkw&uuml;rdigen Konsequenz: Frieden schaffen mit noch mehr Waffen!<br>\nGegen einen Krieg zu sein ist eine Sache, die fast eine Banalit&auml;t darstellt. Denn wer will schon das systematische T&ouml;ten anderer, wildfremder Leute und die Zerst&ouml;rung aller m&ouml;glichen Lebensbedingungen? Was sollte auch der hiesige Herr Meier gegen Herrn Rabotnik in Russland oder Herr Rabotnik gegen Herrn Uljanow in der Ukraine haben?<br>\nIn der wunderbaren Welt der globalisierten Marktwirtschaft, die jetzt auch im ehemaligen &bdquo;Ostblock&ldquo; gilt, ist eins &uuml;ber alle Grenzen hinweg f&uuml;rs nationale Fu&szlig;volk ja klargestellt: Es kann in Freiheit arbeiten gehen &ndash; so es denn Zugang zum kostbaren Gut &bdquo;Arbeitsplatz&ldquo; findet &ndash;, niemand zwingt es dazu, au&szlig;er dem ordin&auml;ren Geldmangel nat&uuml;rlich, den jeder Lohnabh&auml;ngige kennt.<br>\nFeindschaft k&ouml;nnte da lediglich aus dem Arbeitsverh&auml;ltnis entstehen, denn schlie&szlig;lich will der Arbeitgeber wenig an Lohn zahlen und viel an Leistung einkassieren. Gegnerschaft k&ouml;nnte sich auch zwischen Mietern und Vermietern ergeben, zwischen verschuldeten Hausbesitzern und Banken, die sie auf die Stra&szlig;e setzen usw. usf. &ndash; das freie Konkurrieren um den Gelderwerb kennt eben zahlreiche Gegens&auml;tze, auf die in letzter Instanz ein umfangreicher innerstaatlicher Gewaltapparat aufpasst.<br>\nAber einen Krieg gibt es aus solchen privaten Gr&uuml;nden nicht. Wenn er ansteht, dann geht es um die Nation, die der B&uuml;rger als Hort seiner Freiheit im Hauen und Stechen des Wirtschaftslebens kennt, der er Steuern zahlen muss und der er &uuml;berhaupt Respekt vor Recht und Gesetz schuldet &ndash; bis dahin, dass er zum Kriegsdienst zwangsverpflichtet werden kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/krass-und-konkret.de\/allgemein\/die-friedensfront-ist-gefechtsbereit\/\">Krass &amp; Konkret<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&ldquo;Sieger ist nicht, wer die Schlachten gewinnt&rdquo;<\/strong><br>\nDer Krieg ist zur&uuml;ck in Europa. Ein Gespr&auml;ch mit Alexander Kluge &uuml;ber das B&ouml;se und die M&ouml;glichkeit eines Friedens [&hellip;]<br>\nKluge: Es mag in der aktuellen Situation entlegen klingen, aber man muss an die Anfangspunkte der Konfrontation zur&uuml;ck. Die Alternative zum Krieg ist eine intakte Sicherheitsstruktur, etwas Ganzes, so wie der Krieg eine Ganzheit ist. Man muss den Punkt lokalisieren, der f&uuml;r beide Seiten eine Verst&auml;ndigung erm&ouml;glicht. Sieger ist nicht, wer die Schlachten gewinnt. Sieger ist, wer einen Frieden herstellt. Lassen Sie mich ein Beispiel geben: Das V&ouml;lkerrecht ist entstanden im Umkreis von M&uuml;nster und Osnabr&uuml;ck 1648. Dort wird damals ein achtzigj&auml;hriger Krieg zwischen den Niederlanden und Spanien und zeitgleich ein drei&szlig;igj&auml;hriger Krieg in Mitteleuropa in einem f&uuml;nf Jahre dauernden Verhandlungsprozess beendet. Das Entscheidende an diesem Westf&auml;lischen Frieden ist die Feststellung des sogenannten &ldquo;Normaljahrs&rdquo;. Man einigt sich darauf, dass der evangelische und katholische Besitzstand so bleiben oder wiederhergestellt werden soll, wie er am 1. Januar 1624 war. Dies ist der Schnittpunkt der Schmerzlinie f&uuml;r alle Parteien, der einzige Zeitpunkt im Drei&szlig;igj&auml;hrigen Krieg, an dem nicht die eine Seite mehr gesiegt hatte als die andere. Der Punkt liegt f&uuml;r alle Konfliktparteien gleich weit entfernt von ihren W&uuml;nschen. Dieser Punkt ist ein kleiner M&ouml;glichkeitsraum. Diesen M&ouml;glichkeitsraum zu finden und auszuverhandeln, das war der Schl&uuml;ssel zum Frieden.<br>\nZEIT: Was hei&szlig;t das in Bezug auf den Krieg in der Ukraine?<br>\nKluge: Zuerst: Keine Politik oder Redeweise der Selbstgewissheit. In der derzeitigen Debatte behauptet jede Seite, jedes Gremium die &Uuml;bersicht zu haben. Die gibt es aber gar nicht. Wir sprechen mit dem gro&szlig;en Kriegstheoretiker Clausewitz von den &ldquo;Nebeln des Krieges&rdquo;. Sowie der Krieg ausbricht, ist alles unbestimmt. Dieses Nebelhafte, dieses Unbestimmtheitsfeld, ist die Herausforderung, auf die wir antworten m&uuml;ssen. Und deswegen k&ouml;nnen wir mit einer Psychologisierung Putins oder mit einer moralischen Haltung, die wir im Westen alle teilen, keine Sicherheitsstruktur gewinnen. Die Bosheiten sind auf beiden Seiten gut verteilt. Immanuel Kant hat einmal sehr sch&ouml;n gesagt: Selbst eine Welt von Teufeln, sofern sie die Regeln der Vernunft anwenden, k&ouml;nnten eine Republik gr&uuml;nden. Verstehen Sie mich nicht falsch: Ich bin in keiner Frage gleichg&uuml;ltig. Ich urteile sehr wohl. Ich liebe die Freiheit und die Selbstbestimmung, Sie k&ouml;nnen aus mir einen Revolution&auml;r von 1789 machen. Aber ich wei&szlig;, dass ich nicht der Herrscher bin. Meine Urteilsbasis ist: Wo w&auml;re selbst f&uuml;r einen Verr&uuml;ckten oder einen B&ouml;sen der Punkt, an dem er sich aus Realit&auml;tsgr&uuml;nden einigen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/kultur\/literatur\/2022-03\/alexander-kluge-krieg-ukraine-europa-frieden\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die USA sind ein schamloser V&ouml;lkerm&ouml;rder!<\/strong><br>\nDer am Mittwoch auf der Website des chinesischen Au&szlig;enministeriums ver&ouml;ffentlichte Artikel &bdquo;Historische Fakten und realistische Beweise f&uuml;r den von den USA begangenen V&ouml;lkermord an den Indianern&ldquo; beschreibt mit 10.000 W&ouml;rtern detailliert den tragischen Prozess der physischen und kulturellen Zerst&ouml;rung der Indianer und zeigt der Au&szlig;enwelt mit harten Fakten die zahlreichen Verbrechen auf, die von der US-Regierung bei der Verletzung der Menschenrechte begangen wurden.<br>\nMassaker, Vertreibung und Zwangsassimilation &hellip;&hellip; Seit der Staatsgr&uuml;ndung haben die Vereinigten Staaten mit einer Vielzahl grausamer Mittel den Indianern systematisch ihr Existenzrecht und ihre grundlegenden politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Rechte verweigert. Was die USA den Indianern angetan haben, ist nichts weniger als V&ouml;lkermord, sowohl nach internationalem Recht als auch nach innerstaatlichem US-Recht.<br>\nDie Menschen k&ouml;nnen sich heute nicht vorstellen, welche Grausamkeiten den Indianern im Laufe ihrer langen Geschichte zugef&uuml;gt wurden. Statistiken zeigen, dass die indianische Bev&ouml;lkerung von 5 Millionen im Jahr 1492 auf 250.000 zu Beginn des 20. Jahrhunderts zur&uuml;ckgegangen ist. Was ist das, wenn nicht ein V&ouml;lkermord?<br>\nDie Vereinigten Staaten haben sich lange Zeit als &bdquo;Lehrer der Menschenrechte&ldquo; aufgespielt und sich bei jeder Gelegenheit in die inneren Angelegenheiten und die Menschenrechte anderer L&auml;nder eingemischt, w&auml;hrend sie gleichzeitig versuchten, ihre eigenen Menschenrechtsm&auml;ngel zu vertuschen, was von der internationalen Gemeinschaft stark kritisiert wurde. Im UN-Menschenrechtsrat und bei anderen Gelegenheiten haben viele L&auml;nder den von den USA begangenen V&ouml;lkermord an den Indianern und die derzeitigen Verletzungen ihrer Rechte scharf verurteilt und die USA aufgefordert, ihre Fehler ernsthaft zu &uuml;berdenken und zu korrigieren.<br>\nAngesichts der st&auml;ndigen Kritik sollte sich die US-Regierung dem an den Indianern begangenen V&ouml;lkermord stellen. Die Geschichte und zahlreiche Fakten haben bewiesen, dass V&ouml;lkermord ein historischer Schandfleck ist, den die Vereinigten Staaten niemals beseitigen k&ouml;nnen, und dass ihre Maske des &bdquo;Menschenrechtsverteidigers&ldquo; l&auml;ngst heruntergerissen wurde!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german.cri.cn\/kommentar\/alle\/3259\/20220303\/739872.html%20\">CRI online<\/a>\n<p><strong>dazu: Die USA und die NATO wurden nie daf&uuml;r sanktioniert, dass sie Kriege begannen. Warum?<\/strong><br>\nDer Westen hat eine extreme Haltung gegen&uuml;ber Russland eingenommen, wegen der russischen Invasion in der Ukraine. Diese Reaktion entlarvt ein hohes Ma&szlig; an Heuchelei, wenn man bedenkt, dass die von den USA und der NATO gef&uuml;hrten Kriege im Ausland nie die strafende Reaktion erhalten haben, die sie verdient h&auml;tten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/133014-usa-und-nato-wurden-nie-daf%C3%BCer-sanktioniert-dass-kriege-begannen-warum\/\">RT DE<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wie alles anfing<\/strong><br>\nEin Blick zur&uuml;ck auf das Ende der Sowjetunion und das Verh&auml;ltnis zwischen Russland und der Ukraine<br>\nDer Krieg in der Ukraine, den Russland am Donnerstag vor einer Woche mit Vorst&ouml;&szlig;en an mehreren Abschnitten der gemeinsamen Grenze begann, hat eine Vorgeschichte von 32 Jahren, wenn man sich nur auf die relativ nahe Vergangenheit beschr&auml;nkt. Eine einseitige Verurteilung Russlands ohne Betrachtung und &ouml;ffentliche Darlegung der Umst&auml;nde und Vorg&auml;nge, die letztlich zu diesem Krieg gef&uuml;hrt haben, wie sie sich offenbar in der Partei &raquo;Die Linke&laquo; weitgehend durchgesetzt hat, st&uuml;tzt lediglich das Narrativ und die Zielstellung der regierenden und herrschenden Kr&auml;fte, Russland so vollst&auml;ndig wie m&ouml;glich zu isolieren. Diese einseitige Verurteilung, die zum Teil unmittelbar mit der Politik der NATO-Parteien SPD, CDU\/CSU, Gr&uuml;ne und FDP verschmilzt, befl&uuml;gelt die ukrainische und verh&auml;rtet die russische Seite. Sie hilft den Menschen auf beiden Seiten also nicht, sondern erschwert im Gegenteil die Einstellung der K&auml;mpfe und den &Uuml;bergang zu politischen Mitteln einer L&ouml;sung der zugrundeliegenden Konflikte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/421877.krieg-in-der-ukraine-wie-alles-anfing.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Wer die Rosst&auml;uscherei des PEI beim Namen nennt, wird entlassen, wer sie verantwortet, wird belobigt<\/strong><br>\nDer Vorstand der BKK ProVita hat in einem Brief an das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) auf Basis der Daten seiner Krankenkasse von einer dramatischen Untererfassung der Impfnebenwirkungen gesprochen. Der PEI-Chef seinerseits verantwortet einen Sicherheitsbericht zu Impfungen, mit dem die &Ouml;ffentlichkeit auf &uuml;beraus dreiste Weise get&auml;uscht wird. Raten Sie, wem fristlos gek&uuml;ndigt wurde.<br>\nDem Vorstand der BKK ProVita, Andreas Sch&ouml;fbeck, ist gestern vom Verwaltungsrat fristlos gek&uuml;ndigt worden. Er hatte in einem Brief an den Chef des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI), Paul Cichutek, auf Basis der Daten seiner Krankenkassen von einer dramatischen Untererfassung der Impfnebenwirkungen gesprochen. Laut einem Tweet vom 1.3. des Welt-Reporters Tim R&ouml;hn war der Vorwurf gegen ihn vor allem, dass er mit Aussagen und Briefen Querdenker- und AfD-Narrative bedient habe, dass er also nichts Falsches, sondern vielmehr Richtiges gesagt habe, das den falschen Leuten gef&auml;llt.<br>\nIch traue mir nicht zu und ma&szlig;e mir nicht an, zu beurteilen, ob die BKK-Zahlen zu den abgerechneten Arztleistungen, die nach der Codierung in Zusammenhang mit der Impfung stehen, genau die Zahlen tragen, die Sch&ouml;fbeck in die &Ouml;ffentlichkeit gegeben hat.<br>\nDer Chef des &Auml;rzteverbandes Virchowbund, Dirk Heinrich, traut sich das zu. Er hat In einem geradezu hasserf&uuml;llten Beitrag Sch&ouml;fbeck scharf kritisiert &hellip;.<br>\nNichts auszusetzen hat der Virchowbundler dagegen daran, dass das PEI in seinem aktuellen Sicherheitsbericht einen hochgradig unwissenschaftlichen Zahlenhokuspokus veranstaltet, der leicht erkennbar dazu dient, die Impfnebenwirkungen unproblematisch erscheinen zu lassen. Hokuspokus. Simsalabim. Weg!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/news\/andreas-schoetbeck-paul-cichutek\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>So viele Millionen stecken die Dax-Konzerne in die Lobbyarbeit<\/strong><br>\nSeit dieser Woche m&uuml;ssen Deutschlands Unternehmen angeben, wie viel Geld sie f&uuml;r Lobbyarbeit im Bundestag ausgeben &ndash; sonst droht eine Strafe.<br>\nDie Glaskuppel am Reichstagsgeb&auml;ude ist ein Symbol f&uuml;r Transparenz. Doch welche Interessenvertreter bei den Abgeordneten ein und aus gehen, dar&uuml;ber war lange kaum etwas bekannt. Seit Anfang der Woche m&uuml;ssen diese nun im neuen Lobbyregister des Bundestages gelistet sein. Auf diese Weise soll unter anderem klar werden, welches Unternehmen, wie viel Geld f&uuml;r Lobbyarbeit ausgibt &ndash; auch wenn das System vor allem auf freiwilliger Selbstauskunft beruht.<br>\nDer Verein Lobbycontrol setzt sich seit Jahren f&uuml;r mehr Transparenz in der Interessenvertretung ein. &Uuml;ber das neue Gesetz jedoch kann sich Lobbycontrol nicht nur freuen. &ldquo;Zun&auml;chst einmal ist es gut, dass es endlich ein verpflichtendes Lobbyregister in Deutschland gibt&rdquo;, sagt Sprecher Timo Lange t-online.<br>\nDas Problem liege aber in der Ausgestaltung. &ldquo;Man merkt dem Gesetz an, dass es unter Druck und mit Kompromissen entstanden ist. Etwa bei der recht kurzen Registrierungsfrist f&uuml;r die Interessenvertreterinnen&rdquo;, so Lange weiter. Diese Frist ist in der Nach von Montag auf Dienstag dieser Woche abgelaufen. Zeit sich anzuschauen, welche Unternehmen sich registriert haben &ndash; und was es &uuml;ber die Lobbyausgaben der deutschen Wirtschaft verr&auml;t.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/finanzen\/news\/unternehmen-verbraucher\/id_91757208\/lobbyregister-das-zahlen-dax-konzerne-fuer-lobbyarbeit.html\">t-online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die Tarifverdienste haben schon im vergangenen Jahr der Inflationsentwicklung hinterhergeschaut. Und 2022 gibt es eine ganz schwierige Tarifrunde f&uuml;r die Gewerkschaften<\/strong><br>\nNicht nur der Blick auf die (weiter steigenden) Sprit- oder Gaspreise l&auml;sst viele derzeit Schlimmes bef&uuml;rchten. Auf breiter Front steigen die Preise und wenn man sich anschaut, mit welchen Preisspr&uuml;ngen die dem Endverbrauch vorgelagerten Produktionsstufen konfrontiert sind, dann kann man sich ausrechnen, was und in welcher Gr&ouml;&szlig;enordnung in den kommenden Monaten an die Verbraucher weitergegeben wird. Dabei hatte ein Teil der &Ouml;konomen durchaus Entspannung in den prognostischen Raum gestellt: &raquo;Nach einer j&auml;hrlichen Teuerungsrate von 5,3 Prozent im Dezember und 4,9 Prozent im Januar hatten &Ouml;konomen gehofft, die Inflation k&ouml;nnte weiter sinken.&laquo; Aber: Das Gegenteil ist nun der Fall. Die Verbraucherpreise stiegen im Februar um 5,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilt (Inflationsrate im Februar 2022 voraussichtlich +5,1 %). Wie kann das sein? Dazu die Bundesstatistiker: &raquo;Obwohl die Basiseffekte infolge der tempor&auml;ren Mehrwertsteuersenkung und dem Preisverfall der Mineral&ouml;lprodukte im Jahr 2020 seit Januar 2022 entfallen, bleibt die Inflationsrate hoch. Einen Einfluss haben hier weiterhin coronabedingte Effekte, wie Lieferengp&auml;sse und deutliche Preisanstiege auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen sowie bei den Energieprodukten. Diese Effekte werden &uuml;berlagert durch die Unsicherheiten infolge des Angriffs Russlands auf die Ukraine.&laquo; Die Begrifflichkeit &bdquo;Unsicherheiten&ldquo; ist angesichts der dramatischen Ereignisse in der Ukraine und den massiven Sanktionen seitens der westlichen Welt gegen Russland weit mehr als nur &bdquo;unterk&uuml;hlt&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2022\/03\/03\/tarif-und-inflationsentwicklung\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Energiewende: Niedersachsen, ein K&ouml;nigreich der Solard&auml;cher?<\/strong><br>\nW&auml;hrend bei Gewerbefl&auml;chen bald eine Solarpflicht gilt, bekommt das Land Niedersachsen kaum eine Solarzelle auf seine D&auml;cher. Finanzminister Hilbers h&auml;lt lieber an der schwarzen Null fest. Aber f&uuml;r mehr Klimaschutz und weniger fossile Abh&auml;ngigkeit braucht es mehr Investitionen. Das #schlaglicht 08\/2022 fordert daher einen Investitionsfonds.<br>\nIn weniger als zw&ouml;lf Monaten erreicht Niedersachsen einen &ouml;kologischen Wendepunkt. Dann gilt im Land eine Solarpflicht. Auf allen &uuml;berwiegend gewerblich genutzten Geb&auml;uden mit einer Dachfl&auml;che ab 75 Quadratmetern muss auf mindestens 50 Prozent dieses Areals eine Solaranlage installiert werden. Diese Vorgabe greift f&uuml;r alle Bauantr&auml;ge ab Januar 2023. Ebenso ist ab diesem Datum auch vorgeschrieben, dass alle anderen Geb&auml;ude (inklusive Wohnh&auml;user) f&uuml;r eine sp&auml;tere Solarenergienutzung ausgestattet sein sollen. Wird aus Niedersachsen ein K&ouml;nigreich der Solard&auml;cher?<br>\nKlar ist: Um Klimaneutralit&auml;t zu erreichen, muss noch viel mehr auf Sonnenkraft gesetzt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/niedersachsen.dgb.de\/themen\/++co++9408fd88-9adb-11ec-989a-001a4a160123\">DGB Niedersachsen #schlaglicht<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Gut zu sein bedarf es wenig<\/strong><br>\nEs ist dieser Tage echt so einfach, gleich mit dem ersten Wort die Fronten klar zu machen und sich als Mitglied in der Riege des Anstandes und des Guten zu outen. Nur zwei kleine Worte braucht es dazu: Fuck Nazis! Wer diese Parole schreit, auf dem Shirt, der Tasche oder einem Stirnband mit sich tr&auml;gt, hat alles gesagt, was man heute wissen muss.<br>\nSie war der Farbklecks der Bundesversammlung, der Hingucker einer Linken, die mit der Berufung dieser Wahlberechtigten eines ganz deutlich gemacht: Die Arbeiter und Angestellten, die Werkt&auml;tigen, um es altmodisch zu sagen, der wertsch&ouml;pfende Teil der Gesellschaft, all das ist dieser Partei nicht mehr sonderlich nahe. Der Paradiesvogel aus der hippen Blase, irgendein Bolschewoke, steht diesen Linken in jedem Falle n&auml;her. Die Rede ist hier von Reyhan &#350;ahin genannt Lady Bitch Ray, einer Linguisten und Rapperin, die einst von sich Reden machte, als sie Oliver Pocher in der Harald-Schmidt-Show ein D&ouml;schen eines ganz besonderen Stoffes schenkte: Ihr &ndash; wie sie selbst erkl&auml;rte &ndash; Fotzensekret n&auml;mlich. Bei der Gelegenheit war Unkomiker Pocher so klein mit Hut, was auch der Schmidt &ndash; ja, der Schmidt, es gibt nur einen! &ndash; nochmal best&auml;tigte.<br>\nDie K&uuml;nstlerin fand sich nun dieser Tage im Brautkleid in Berlin ein, womit man wenigstens mal annehmen konnte, dass sie keine Geschlechterdebatten f&uuml;hren wollte, denn hier war eine Frau, die zeigte, dass sie eine ist. Ganz in wei&szlig; mit einem im Blumenstr&auml;u&szlig;chen trug sie stilecht einen blauen Jutebeutel bei sich. Darauf zu lesen: Fuck Nazis &ndash; und #noAfD. Sie h&auml;tte an diesem Tag im echten Krokodilledermantel die Szenerie betreten k&ouml;nnen, im noch blutigen Nerz oder ein Kleidchen aus frisch geschredderten K&uuml;ken durch die Lande tragen k&ouml;nnen: Nur dieser bedruckte Beutel h&auml;tte ausgereicht, um Lady Bitch Ray nicht weiter zu verurteilen. Denn sie trug hier die Parole der Stunde spazieren, ein Statement des Guten und des Anstandes.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neulandrebellen.de\/2022\/03\/gut-zu-sein-bedarf-es-wenig-nazis\/\">neulandrebellen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Sch&uuml;lerprotest gegen Ukraine-Krieg: Vormittags-Demo auf einmal erlaubt<\/strong><br>\nSchulsenator Ties Rabe erlaubte Sch&uuml;lern in der Schulzeit auf die Stra&szlig;e zu gehen. Das z&auml;hlte beim G20-Gipfel noch als &bdquo;Schulpflichtverletzung&ldquo;.<br>\nAuf den ersten Blick wirkt es nur sympathisch: Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (SPD) erlaubte seinen Sch&uuml;lern, am Donnerstag an der Friedensdemo teilnehmen, zu der die ukrainische Friday-for-Future-Gruppe aufrief. Alle Sch&uuml;ler ab 16 Jahren durften um 10.30 Uhr zur Demo gehen. J&uuml;ngere durften mit Entschuldigung der Eltern ebenfalls f&uuml;r die Demo die Schule verlassen.<br>\nRabe schrieb an die Schulleitungen, er begr&uuml;&szlig;e das Engagement der Sch&uuml;ler und wolle allen, die es m&ouml;chten, &bdquo;in dieser so au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Situation&ldquo; die Demo-Teilnahme erm&ouml;glichen. Konkret st&uuml;tzt sich diese Aktion laut seinem Sprecher auf Paragraf 28 des Schulgesetzes. Dort steht, &bdquo;auf Antrag&ldquo; kann die Schule ihre Sch&uuml;ler &bdquo;aus wichtigem Grund&ldquo; vom Unterricht befreien.<br>\nEin Blick ins Archiv zeigt, dass der Senator das auch schon mal anders handhabte. Zuletzt 2017 beim Protest gegen den G20-Gipfel in Hamburg, wandte sich seine Rechtsabteilung mit einem Schreiben gegen einen am Gipfel-Tag geplanten &bdquo;Bildungsstreik&ldquo;. Die Teilnahme der Sch&uuml;ler stelle eine &bdquo;Schulpflichtverletzung&ldquo; dar, hie&szlig; es damals. Die Umdefinition einer Demo zum &bdquo;praktischen Unterricht&ldquo;, wie sie einige Lehrer damals erwogen, sei schon &bdquo;wegen der politischen Neutralit&auml;t des Schulwesens&ldquo; ausgeschlossen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Schuelerprotest-gegen-Ukraine-Krieg\/!5839244\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Scholz an Schr&ouml;der: Russland-Posten sind keine Privatsache<\/strong><br>\nNach der SPD-Spitze hat auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) den fr&uuml;heren Regierungschef und Parteivorsitzenden Gerhard Schr&ouml;der dazu aufgefordert, seine Posten bei russischen Staatsunternehmen niederzulegen.<br>\n&ldquo;Mein Rat an Gerhard Schr&ouml;der ist doch, sich aus diesen &Auml;mtern zur&uuml;ckzuziehen&rdquo;, sagte Scholz in der ZDF-Sendung &ldquo;Maybrit Illner&rdquo;. Er betonte auch, dass diese Frage keine Privatsache sei. Man sei einem solchen &ouml;ffentlichen Amt, wie Schr&ouml;der es hatte, auch &uuml;ber seine Amtszeit hinaus verpflichtet. &ldquo;Diese Verpflichtung endet nicht, wenn man die &Auml;mter nicht mehr aus&uuml;bt, sondern sie geht auch weiter.&rdquo; (&hellip;)<br>\nKonkret geht es um Schr&ouml;ders Posten bei den russischen Energieunternehmen Nord Stream 1 und 2 sowie dem &Ouml;lkonzern Rosneft, wo er Aufsichtsratschef ist. Zudem soll Schr&ouml;der einen Aufsichtsratsposten f&uuml;r Gazprom &uuml;bernehmen. Der fr&uuml;here Kanzler steht seit langem wegen seiner Verbindungen nach Russland in der Kritik. Er gilt als langj&auml;hriger Freund von Pr&auml;sident Wladimir Putin, der vergangene Woche einen Angriffskrieg gegen die Ukraine begonnen hat.<br>\nDie SPD-Vorsitzenden Lars Klingbeil und Saskia Esken haben Schr&ouml;der in einem Brief ultimativ dazu aufgefordert, seine Posten bei den russischen Staatsunternehmen niederzulegen. Man erwarte eine &ldquo;zeitnahe&rdquo; Antwort, sagte Klingbeil nach einer Sitzung des Parteivorstands. Ein konkretes Datum nannte er nicht. Sollte Schr&ouml;der der Aufforderung, die bereits am vergangenen Samstag erfolgt sei, nicht nachkommen, werde man &uuml;ber das weitere Vorgehen beraten. Schr&ouml;der sei &ldquo;komplett isoliert in der Sozialdemokratie&rdquo;.<br>\nIn der SPD gibt es einen ersten Antrag auf Parteiausschluss des Altkanzlers, den der Ortsverein Heidelberg gestellt hat. Scholz sagte, dass er nicht an einen Schaden f&uuml;r die SPD durch das Verhalten Schr&ouml;ders glaube. &ldquo;Ob es der SPD schadet, wo jeder wei&szlig;, dass wir damit nicht einverstanden sind, das wei&szlig; ich nicht, das hoffe ich nicht und das glaube ich auch nicht.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.altkanzler-spd-spitze-stellt-schroeder-ultimatum-fuer-postenverzicht.147720d0-eba8-4f9e-ad71-6b2fc1d320b7.html\">Stuttgarter Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das Spitzenpersonal und viele aus der Funktionstr&auml;gerschaft der SPD haben nach zwei Jahren merk-w&uuml;rdiger Coronazeit offensichtlich vergessen, was &ldquo;Sozialdemokratie&rdquo; bedeutet und jeden politischen Kompass verloren. Anstatt sich des Prinzips &ldquo;Wandel durch Ann&auml;herung&rdquo; zu besinnen und froh &uuml;ber ein f&uuml;r Russlands Pr&auml;sident Putin vermutlich vertrauensw&uuml;rdig erscheinendes Mitglied zu verf&uuml;gen, werden ultimative Forderungen und Antr&auml;ge auf Parteiausschluss an bzw. gegen den Altkanzler gestellt. Kontakte zu Russland und vor allem seinen Pr&auml;sidenten werden nicht gesucht, sondern gekappt. In der &ldquo;SZ&rdquo; wird das u.a. so bewertet als k&ouml;nne Bundeskanzler Scholz <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/olaf-scholz-krieg-in-der-ukraine-maybrit-illner-schroeder-1.5541041?reduced=true\">&ldquo;dank seines Stoizismus Souver&auml;nit&auml;t in Zeiten der Krisen ausstrahlen&rdquo;<\/a>. Dabei wirkt er lediglich wie bereits zu seiner Zeit als Generalsekret&auml;r der Partei: Mit sprechblasenartigen Redebeitr&auml;gen fing er sich den <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/regionales\/hamburg\/article117296413\/Hamburgs-Buergermeister-erklaert-den-Scholzomat.html\">Beinamen &bdquo;Scholzomat&ldquo; ein<\/a>. <\/em><\/p>\n<p><em>Innerparteilich wird Herr Schr&ouml;der nun also insbesondere von jenen bedr&auml;ngt, die er selber zuvor noch gef&ouml;rdert hatte. Seine Politik der Agenda 2010 und der sog. Hartz-Gesetzgebung (Niedriglohnsektor) soll dagegen verschont bleiben, obwohl sie den gr&ouml;&szlig;ten Sozialabbau in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland darstellt. Eine Partei, deren Parteitag u.a. <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79103\">von Pfizer und Microsoft gesponsert wird<\/a> und die Waffenlieferungen in ein Kriegsgebiet bef&uuml;rwortet, hat die Worte &ldquo;sozial&rdquo; und &ldquo;demokratisch&rdquo; pervertiert.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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