{"id":81614,"date":"2022-03-07T08:54:26","date_gmt":"2022-03-07T07:54:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81614"},"modified":"2022-03-07T08:54:26","modified_gmt":"2022-03-07T07:54:26","slug":"hinweise-des-tages-4062","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81614","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81614#h01\">Diplomatie statt Kriegsvorbereitung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81614#h02\">Historiker Tooze: &ldquo;Wir f&uuml;hren einen Wirtschaftskrieg gegen Russland&rdquo; <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81614#h03\">Zeitenwende ohne Zukunftschancen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81614#h04\">Osteuropa und Russland &ndash; Das &ouml;konomische Desaster, das wir angerichtet haben, wird vergessen &ndash; Teil 2<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81614#h05\">Die dritte Front<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81614#h06\">NATO h&auml;lt sich zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81614#h07\">How Zelensky Made Peace With Neo-Nazis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81614#h08\">Millionen Menschen auf der Flucht, die Aktivierung der &bdquo;Massenzustromrichtlinie&ldquo; und die zahlreichen Folgefragen mit Blick auf die in Deutschland ankommenden Opfer der russischen Kriegsverbrechen in der Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81614#h09\">Mitglied der Kiewer Delegation bei den ersten Verhandlungen mit den Russen wurde ermordet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81614#h10\">ARD-DeutschlandTREND M&auml;rz 2022<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81614#h11\">Schulden machen, aber richtig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81614#h12\">Neue Digitalisierung der Jobcenter schadet Hartz IV-Betroffenen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81614#h13\">&laquo;Selbst unbemerkte Infektion bewirkt gute Immunantwort&raquo; <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81614#h14\">Wie Weltwirtschaftsforum, Merck und Palantir sich das digitale Gesundheitswesen vorstellen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81614#h15\">Putins &Uuml;berfall und seine Folgen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Diplomatie statt Kriegsvorbereitung<\/strong><br>\nDen aufgeheizten Konflikt um die Ukraine friedlich l&ouml;sen!<br>\nIn dem aktuell gef&auml;hrlichen Konflikt zwischen der NATO und Russland fordern wir die Bundesregierung auf, aktiv dazu beizutragen, die Eskalation zu stoppen und eine friedliche L&ouml;sung zu suchen. Dabei sollen alle bestehenden wechselseitigen v&ouml;lkerrechtlichen Verpflichtungen genutzt werden, um gegenseitige Sicherheit zu erreichen. Dauerhafte Sicherheit kann nicht gegeneinander, sondern nur miteinander erreicht werden. (&hellip;)<br>\nWir fordern die Bundesregierung auf, im folgenden Rahmen zu verhandeln:\n<ul>\n<li>versch&auml;rfte Bem&uuml;hungen, das Waffenstillstandsabkommen Minsk II durchzusetzen und die Parteien davon abzuhalten, die territorialen Streitigkeiten hinsichtlich der Krim und des Donbass milit&auml;risch zu beenden.<\/li>\n<li>Aktivierung aller noch bestehenden Gespr&auml;chskan&auml;le zwischen Russland und NATO, um eine friedliche L&ouml;sung zu finden, die sowohl westliche als auch russische Sicherheitsbedenken anerkennt.<\/li>\n<li>Stopp aller Ma&szlig;nahmen, die gegenw&auml;rtig eine milit&auml;rische Auseinandersetzung bef&ouml;rdern. Dazu geh&ouml;ren der Stopp von Waffenlieferungen an die Ukraine, die Beendigung aller Truppenkonzentrationen beidseits der ukrainischen Ostgrenze, die Einrichtung eines Sicherheitsbereichs beiderseits der ukrainischen Ostgrenze, in dem alle Truppenbewegungen ab Divisionsst&auml;rke (= 5.000) der Gegenseite vorab gemeldet werden sowie die Unterlassung von Man&ouml;vern in diesem Sicherheitsbereich.<\/li>\n<li>rote Telefone insbesondere im Atomwaffenbereich; keine Stationierung von Kurz- und Mittelstreckenraketen in Europa sowie ein beidseitiger Verzicht auf den Ersteinsatz von Atomwaffen.<\/li>\n<li>Verhandlungen im Rahmen der OSZE &uuml;ber den russischen Vertragsentwurf mit dem Ziel einer europ&auml;ischen Sicherheitsstruktur und einer Neubestimmung des Verh&auml;ltnisses Russland-NATO im Geist der fr&uuml;heren Abkommen &uuml;ber gegenseitige Sicherheit.<\/li>\n<li>F&ouml;rderung aller Formen des kulturellen Austauschs und pers&ouml;nlicher Kontakte zwischen den V&ouml;lkern von Russland und Deutschland, die in ihrer gro&szlig;en Mehrheit jeden Krieg in Europa ablehnen, sondern friedlich miteinander leben wollen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.ippnw.de\/index.php?id=1108&amp;%20\">ippnw<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Herausgeber dieses Appells sind Internationale &Auml;rzt*innen f&uuml;r die Verh&uuml;tung des Atomkrieges\/&Auml;rzt*innen in soziale Verantwortung (IPPNW) und die Deutsche Sektion der International Association of Lawyers against Nuclear Arms (IALANA) Bitte lesen Sie dazu z.B. auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80328\">einen drohenden (Atom-)Krieg in Europa verhindern!<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Historiker Tooze: &ldquo;Wir f&uuml;hren einen Wirtschaftskrieg gegen Russland&rdquo; <\/strong><br>\nSTANDARD: Erleben wir gerade eine Z&auml;sur in den internationalen Wirtschaftsbeziehungen?<br>\nTooze: Es ist zu fr&uuml;h, das zu beantworten. Es gibt Pr&auml;zedenzf&auml;lle f&uuml;r das, was geschieht. Zum Einsatz gegen Russland kommen die gleichen Mittel wie gegen den Iran. Das Be&auml;ngstigende an der aktuellen Situation ist, dass Sanktionen als Strafma&szlig;nahmen konzipiert sind, innerhalb eines Systems von stabiler Ordnung. [&hellip;]<br>\nDie Iraner sollten durch Sanktionen daran gehindert werden, sich Atomwaffen zu beschaffen. Die Russen sitzen auf dem zweitgr&ouml;&szlig;ten Atomwaffenarsenal, und es ist, als ob diese Binsenweisheit uns abhandengekommen w&auml;re und als w&uuml;rde jetzt Europa den gro&szlig;en Volkskrieg gegen Russland feiern. Am vergangenen Wochenende freute man sich &uuml;ber jede neue Waffenlieferung an die Ukraine und verga&szlig; diese andere Dimension, an die uns dann am Sonntag Putin erinnerte, als er die Atomstreitkr&auml;fte in Alarmbereitschaft versetzte. [&hellip;]<br>\nWenn eine Zentralbank wie die russische einige Hundert Milliarden Euro in Europ&auml;ischen Zentralbanken lagern l&auml;sst, dann nicht unter der Pr&auml;misse, dass sie &uuml;ber Nacht entrechtet wird und den Zugang verliert. Man mag dar&uuml;ber urteilen, wie man will. Ich sehe die Gr&uuml;nde klar, warum hier eingegriffen wird. Aber das ist auf gewisse Weise im Finanzsystem ein Zivilisationsbruch. Man hat das mit Afghanistan, Iran, Venezuela gemacht. Aber es gibt in der Weltordnung eine Hierarchie, und das ist das erste Mal, dass ein G20-Land wie Russland getroffen wird. [&hellip;]<br>\nEuropa ist reicher, weil Russland mit angegliedert ist. Die Abkoppelung ist mit erheblichen Kosten verbunden. Das sollte man nicht untersch&auml;tzen, das war eine unattraktive Dimension des Aufruhrs am vergangenen Wochenende: diese Russophobie, die aufgekommen ist. Es gab fast so etwas wie ein Vergn&uuml;gen daran, sich den Schaden, der durch die Sanktionen angerichtet wird, vorzustellen. Das ist sehr unsch&ouml;n und auch dumm.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.derstandard.at\/story\/2000133861105\/wirtschaftshistoriker-tooze-wir-fuehren-einen-wirtschaftskrieg-gegen-russland%20\">Der Standard <\/a>\n<p><strong>dazu: &Ouml;sterreich will Fl&uuml;ssigerdgas aus Golfemiraten als Ersatz f&uuml;r russisches Gas <\/strong><br>\nBundeskanzler Karl Nehammer (&Ouml;VP) reist am Sonntag und Montag gemeinsam mit Energieministerin Leonore Gewessler (Gr&uuml;ne) und Rohstoffministerin Elisabeth K&ouml;stinger (&Ouml;VP) in die Vereinigten Arabischen Emirate und nach Katar. Bei den kurzfristig angesetzten Gespr&auml;chen geht es vor allem um die Lieferung von LNG (Fl&uuml;ssigerdgas) aus den Golfemiraten an &Ouml;sterreich, um k&uuml;nftig unabh&auml;ngiger von russischem Gas zu werden. [&hellip;]<br>\n&ldquo;Die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar sind wichtige Partner f&uuml;r &Ouml;sterreich sowie bedeutende Energielieferanten&rdquo;, sagte der Bundeskanzler vor dem Besuch. &ldquo;Ich m&ouml;chte unsere Reise daher vor allem daf&uuml;r n&uuml;tzen, um &uuml;ber die Sicherung der Gas- und Energieversorgung &Ouml;sterreichs zu sprechen. Wie die Ereignisse der letzten Wochen eindringlich vor Augen f&uuml;hren, d&uuml;rfen wir nicht weiter von nur einem Gaslieferanten abh&auml;ngig sein und m&uuml;ssen mittel- bis langfristig auch nachhaltige Energiequellen wie gr&uuml;nen Wasserstoff ausbauen. Die Vereinigten Arabischen Emirate bieten ideale Bedingungen f&uuml;r die Produktion von gr&uuml;nem Wasserstoff, w&auml;hrend &Ouml;sterreich &uuml;ber jahrzehntelange Erfahrung im Gastransport und der Speicherung sowie &uuml;ber die daf&uuml;r erforderliche Infrastruktur verf&uuml;gt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.derstandard.at\/story\/2000133864292\/oesterreich-will-fluessigerdgas-aus-golfemiraten-als-ersatz-fuer-russisches-gas%20\">Der Standard <\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers MM:<\/strong> Die VAE sind aktive Kriegspartei im Jemen, wo sie unter anderem den sezessionistischen S&uuml;d&uuml;bergangsrat unterst&uuml;tzen und zwischenzeitlich die strategisch wichtigen Sokotra-Inseln besetzt hielten. Katar hat ma&szlig;geblich an der Destabilisierung Syriens mitgewirkt. Beide L&auml;nder sind absolute Monarchien und f&uuml;r ausgepr&auml;gte Menschenrechtsverletzungen bekannt. Wien &ndash; und wohl auch Berlin &ndash; scheinen sich an solchen Details nicht zu st&ouml;ren. Es sind eben &ldquo;wichtige Partner&rdquo; &ndash; und keine Russen. Keine weiteren Fragen euer Ehren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Zeitenwende ohne Zukunftschancen<\/strong><br>\nDas 100-Milliarden-R&uuml;stungspaket von Olaf Scholz schafft keinen Schutz, sondern birgt Gefahren. Es ist die gr&ouml;&szlig;te Herausforderung seit dem Ende des Kalten Krieges<br>\nDie &ldquo;Zeitenwende&rdquo;, von der Kanzler Scholz im Bundestag am Sonntag, dem 27. Februar dieses Jahres gesprochen hat, wischt mit einem Handstreich &uuml;berlebenswichtige Anliegen der Friedens&ouml;kologie und der sozialen Bewegung insgesamt vom Tisch. Keine Kampfdrohnen, Stopp der nuklearen Bedrohung, Abr&uuml;stung statt Aufr&uuml;stung, Stopp der Umgestaltung der Bundeswehr zur weltweiten Interventionsarmee, ein Grundgesetz des Friedens &ndash; all das tat der Kanzler mit ein paar S&auml;tzen ab.<br>\nDas zun&auml;chst positive Echo aus den Ampel-Parteien und die einhellige Zustimmung aus der CDU l&auml;sst erwarten, dass die Gegenkr&auml;fte zumindest kurzfristig nicht den notwendigen Zulauf erhalten, den sie in fr&uuml;heren Jahren erfahren hatten und der im Interesse einer sozial-&ouml;kologischen Wende dringendes Gebot f&uuml;nfzig Jahre nach dem Club-of-Rome-Bericht ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Zeitenwende-ohne-Zukunftschancen-6535381.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Osteuropa und Russland &ndash; Das &ouml;konomische Desaster, das wir angerichtet haben, wird vergessen &ndash; Teil 2<\/strong><br>\nNoch viel schlimmer ist das in der Ukraine (Abbildung 4, nochmals ver&auml;nderter Ma&szlig;stab!). Hier ist die reale Entwicklung noch schw&auml;cher als in Russland, und die monet&auml;ren Bedingungen sind schlicht prohibitiv f&uuml;r Wachstum und Entwicklung. Schon vor der Krise von 2008\/2009, in der das BIP der Ukraine um &uuml;ber 15 Prozent sank, erreichte die Inflation &uuml;ber 20 Prozent. W&auml;hrend der Unruhen von 2014\/2015 ging das BIP erneut um fast zehn Prozent zur&uuml;ck und die Inflation steigt auf fast 50 Prozent, was zu Rekordzinsen f&uuml;hrte, die bis 2019 sehr hoch blieben.<br>\nHinzu kam, worauf wir im n&auml;chsten Teil noch n&auml;her eingehen werden, dass die W&auml;hrungsrelationen sehr stark schwankten und es immer wieder zu ungerechtfertigten Aufwertungen der Hryvna kam. Bei einer solchen Konstellation der wichtigen makro&ouml;konomischen Daten n&uuml;tzt es nichts, ein paar Milliarden in dieses Land zu &uuml;berweisen oder das Land einfach dem IWF anzuvertrauen. Dem IWF ist es praktisch nirgendwo auf der Welt gelungen, solche Konstellationen zu vermeiden und stabile funktionierende L&ouml;sungen zu finden, weil er einfach auf die falschen Konzepte setzt.<br>\nUm zu verdeutlichen, wie eine gute makro&ouml;konomische Konstellation &ndash; offensichtlich ohne dass der IWF jemals eingebunden war &ndash; aussieht, haben wir die gleichen Daten f&uuml;r China zusammengestellt (Abbildung 5). Hier sind Inflationsrate und Zins in beeindruckender Weise stabil und niedrig und schaffen damit hervorragende Voraussetzungen f&uuml;r die Investitionst&auml;tigkeit. Auch au&szlig;enwirtschaftlich war China gut abgesichert &uuml;ber einen sehr stabilen und zu Beginn der &Ouml;ffnung im Jahre 1993 sicher deutlich unterbewerteten Wechselkurs. China ist eines der wenigen L&auml;nder der Erde, die sich in Sachen makro&ouml;konomische Steuerung nicht sklavisch an westliche Empfehlungen &agrave; la Washington Consensus gehalten haben, und es ist damit extrem gut gefahren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2022\/03\/06\/osteuropa-und-russland-das-oekonomische-desaster-das-wir-angerichtet-haben-wird-vergessen-teil-2\/\">Relevante &Ouml;konomik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die dritte Front<\/strong><br>\nNach dem umfassenden Ausschluss russischer Sportler, K&uuml;nstler und Medien aus der westlichen, teils globalen &Ouml;ffentlichkeit droht in der Bundesrepublik eine Welle physischer antirussischer Gewalt. Schon jetzt verzeichne die Polizei etwa Sachbesch&auml;digungen an russischen Gesch&auml;ften, Anfeindungen Russisch sprechender Menschen sowie Drohbriefe in den sozialen Netzwerken, hei&szlig;t es in einem Bericht. Die Innenministerien diverser Bundesl&auml;nder rechneten mit weiterer Gewalt. Zuvor war eine Boykottkampagne angeschwollen, die sich gegen die Teilnahme von Russen an internationalen Sportveranstaltungen richtet und den Ausschluss russischer Filme von Filmfestivals und russischer K&uuml;nstler von Konzerten propagiert; in einem Aufruf aus der Ukraine hei&szlig;t es, es d&uuml;rften weltweit keine B&uuml;cher russischer Autoren oder russischer Verlage mehr verkauft werden, da diese eine &bdquo;Infektion&ldquo; der Leser mit &bdquo;russischer Propaganda&ldquo; hervorriefen. An der Durchsetzung der Sportboykotts ist auch Berlin beteiligt. Die britische Kulturministerin Nadine Dorries spricht offen von einer &bdquo;dritten Front im Ukraine-Krieg&ldquo; &ndash; neben Waffenlieferungen und Wirtschaftssanktionen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8861\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>NATO h&auml;lt sich zur&uuml;ck<\/strong><br>\nDie NATO wird zun&auml;chst keine &raquo;Flugverbotszone&laquo; &uuml;ber der Ukraine verh&auml;ngen. Beim Au&szlig;enministertreffen der Kriegsallianz in Br&uuml;ssel herrschte weitgehende Einigkeit dar&uuml;ber, dass dies den Konflikt in der Ukraine versch&auml;rfen und das Risiko einer unmittelbaren Konfrontation mit Russland nach sich ziehen w&uuml;rde. Lettlands Au&szlig;enminister Edgars Rinkevics wies zudem darauf hin, dass ein NATO-Einsatz von allen 30 Mitgliedsl&auml;ndern im Konsens beschlossen werden m&uuml;sste und dass es ein Land brauchen w&uuml;rde, ein solches Flugverbot auch durchzusetzen. Die USA als offenkundiger Adressat dieser Forderung haben jedoch deutlich gemacht, dass sie zu einem solchen Schritt derzeit nicht bereit sind. US-Medien berichteten unter Berufung auf US-Milit&auml;rs, Russland besitze derzeit &uuml;ber der Ukraine die vollst&auml;ndige Luftherrschaft.<br>\nBei den Beratungen warnte der luxemburgische Au&szlig;enminister Jean Asselborn die NATO-Staaten davor, sich &raquo;manipulieren und in einen Krieg hineinziehen&laquo; zu lassen. Das ist eine ziemlich unverbl&uuml;mte Kritik an der Ukraine, die genau diese weitere Internationalisierung des Konflikts anstrebt. Zuletzt hatte Pr&auml;sident Wolodimir Selenskij am Freitag vormittag in einer Videobotschaft Russland &raquo;Nuklearterrorismus&laquo; vorgeworfen, weil es in der vergangenen Nacht bei der Besetzung des Gel&auml;ndes des AKW Saporischschja am unteren Dnipro zu Schusswechseln und einem Brand in einem Verwaltungsgeb&auml;ude der Anlage gekommen war. Selenskij sagte, russische Panzersoldaten h&auml;tten im direkten Beschuss auf die Reaktorbl&ouml;cke gefeuert, legte aber keinen Beleg f&uuml;r diese Behauptung vor. Auf der anderen Seite widersprach der ukrainische Widerstand gegen die Besetzung des AKW einer fr&uuml;heren Absprache der Milit&auml;rs beider Seiten, Atomanlagen von K&auml;mpfen auszunehmen. In Tschernobyl war in der Anfangsphase des Krieges so verfahren worden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/421968.krieg-in-der-ukraine-nato-h%C3%A4lt-sich-zur%C3%BCck.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>How Zelensky Made Peace With Neo-Nazis<\/strong><br>\nWhile Western media deploys Zelensky&rsquo;s heritage to refute accusations of neo-Nazis in Ukraine, the president now depends on them as front line fighters in the war with Russia, report Alex Rubinstein and Max Blumenthal.<br>\nBack in October 2019, as the war in eastern Ukraine dragged on, Ukrainian President Volodymyr Zelensky traveled to Zolote, a town situated firmly in the &ldquo;gray zone&rdquo; of Donbas, where over 14,000 had been killed, mostly on the pro-Russian side. There, the president encountered the hardened veterans of extreme right paramilitary units keeping up the fight against separatists just a few miles away.<br>\nElected on a platform of de-escalation of hostilities with Russia, Zelensky was determined to enforce the so-called Steinmeier Formula conceived by then-German Foreign Minister Walter Steinmeier which called for elections in the Russian-speaking regions of Donetsk and Lugansk.<br>\nIn a face-to-face confrontation with militants from the neo-Nazi Azov Battalion who had launched a campaign to sabotage the peace initiative called &ldquo;No to Capitulation,&rdquo; Zelensky encountered a wall of obstinacy.<br>\nWith appeals for disengagement from the frontlines firmly rejected, Zelensky melted down on camera. &ldquo;I&rsquo;m the president of this country. I&rsquo;m 41 years old. I&rsquo;m not a loser. I came to you and told you: remove the weapons,&rdquo; Zelensky implored the fighters.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/consortiumnews.com\/2022\/03\/04\/how-zelensky-made-peace-with-neo-nazis\/%20\">Consortium News<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers C.M.:<\/strong> Falls sich jemand wirklich um die Ukraine k&uuml;mmern &ndash; und auch hinschauen &ndash; w&uuml;rde. Aber ich wei&szlig; nat&uuml;rlich: Russland ist an allem schuld.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Millionen Menschen auf der Flucht, die Aktivierung der &bdquo;Massenzustromrichtlinie&ldquo; und die zahlreichen Folgefragen mit Blick auf die in Deutschland ankommenden Opfer der russischen Kriegsverbrechen in der Ukraine<\/strong><br>\nWie ist das mit der Verteilung der gefl&uuml;chteten Menschen? &raquo;Ebenso wie Asylbewerber werden auch tempor&auml;r Schutzberechtigte nach dem K&ouml;nigsteiner Schl&uuml;ssel auf die Bundesl&auml;nder verteilt. In den L&auml;ndern erfolgt dann eine weitere Verteilung auf die Kommunen, die nach &sect; 24 Abs. 5 AufenthG mit einer Wohnsitzauflage verbunden ist. Im Rahmen der M&ouml;glichkeiten kann dort sofort eine Privatwohnung bezogen werden, weil keine Pflicht besteht, in einer zentralen Aufnahmeeinrichtung zu wohnen. Das ist vor allem f&uuml;r diejenigen wichtig, die hier Freunde und Familie haben. Bei allen anderen wird man mit steigenden Zahlen &uuml;ber jede verf&uuml;gbare Unterkunft froh sein.&laquo;<br>\n&raquo;Gro&szlig;z&uuml;gig sind die Richtlinie und das deutsche Recht beim Familiennachzug. Alle Mitglieder der Kernfamilie d&uuml;rfen ohne Einschr&auml;nkung nachziehen, und selbst sonstige enge Verwandte k&ouml;nnen ber&uuml;cksichtigt werden, wenn sie finanziell von jemandem abh&auml;ngig sind, der schon hier lebt. Die gesamte Familie bekommt dann Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG), das nach &sect; 1 Abs. 3 Buchst. a f&uuml;r tempor&auml;r Schutzberechtigte gilt.&laquo;<br>\nDer Hinweis auf die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz ist nicht trivial, wie Thym in seinem Beitrag ausf&uuml;hrt: &raquo;Rechtspolitisch ist das durchaus heikel, denn damit bekommen Ukrainerinnen und Ukrainer weniger als Syrerinnen und Syrer, deren Asylverfahren erfolgreich abgeschlossen wurde. Neben Geldleistungen bedeutet das vor allem eine Krankenversorgung, die jedoch prinzipiell auf eine Notfallversorgung beschr&auml;nkt ist. Die Ampelkoalition sollte hier eine Gesetzes&auml;nderung erw&auml;gen, um die regul&auml;ren Sozialleistungen anzuwenden.&laquo;<br>\nIn seinem Beitrag Wie der deutsche Sozialstaat mit Ukrainern umgeht weist Dietrich Creutzburg darauf hin: &raquo;Fl&uuml;chtlinge aus der Ukraine m&uuml;ssen kein Asyl beantragen, um ein Aufenthaltsrecht mit Zugang zu Sozialleistungen zu erhalten. Bei den Hilfen wird es sich dennoch zun&auml;chst um Asylbewerberleistungen handeln &ndash; und nicht etwa direkt Hartz IV.&laquo; Der bereits erw&auml;hnte &sect; 24 AufenthG sei mit dem Asylbewerberleistungsgesetz verkn&uuml;pft: &raquo;Damit erhalten Betroffene zun&auml;chst vorrangig Sachleistungen, falls sie in Erstaufnahmeeinrichtungen einquartiert werden; bei dezentraler Unterbringung sind es vorrangig Geldleistungen. Diese sind ein St&uuml;ck geringer als die Hartz-S&auml;tze: F&uuml;r eine Einzelperson gibt es derzeit 367 Euro statt 449 Euro im Monat, da einige Positionen herausgerechnet sind.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2022\/03\/05\/millionen-menschen-auf-der-flucht\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Krieg in der Ukraine: Dramatischer Anstieg von Dumpingl&ouml;hnen in Deutschland bef&uuml;rchtet<\/strong><br>\nDer Bundesverband f&uuml;r h&auml;usliche Betreuung und Pflege (VHBP) geht nach Recherchen des ARD-Politikmagazins REPORT MAINZ davon aus, dass ukrainische Betreuungskr&auml;fte durch die Umsetzung der &ldquo;Massenzustromrichtlinie&rdquo; der EU f&uuml;r einen Bruchteil des Lohnes arbeiten werden, den Osteurop&auml;erinnen aus der EU derzeit in Deutschland verg&uuml;tet bekommen.<br>\nDas sagte der Vorstandsvorsitzende des Verbandes, Daniel Schl&ouml;r, im Interview mit REPORT MAINZ. &ldquo;Bis zu 300.000 Ukrainerinnen werden sch&auml;tzungsweisen f&uuml;r die H&auml;lfte des Honorars arbeiten, um ihre Familien zu ern&auml;hren&rdquo;, bef&uuml;rchtet der VHBP-Chef. Betreuerinnen aus Polen und Rum&auml;nien, die bislang vorwiegend in der h&auml;uslichen 24-Stunden-Versorgung bei pflegebed&uuml;rftigen Personen gearbeitet h&auml;tten, w&uuml;rden durch Ukrainerinnen vom Markt gedr&auml;ngt. Kriegsfl&uuml;chtlinge seien aufgrund ihrer Notlage bereit, auch f&uuml;r Niedrigl&ouml;hne zu arbeiten.<br>\n Durch die EU-Massenzustromrichtlinie sollen Fl&uuml;chtlinge aus der Ukraine f&uuml;r bis zu drei Jahre in der EU einen Schutzstatus erhalten &ndash; sowie Zugang zur Krankenversicherung und zum Arbeitsmarkt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/report\/presse\/pressemitteilung-4-krieg-in-der-ukraine-dramatischer-anstieg-von-dumpingloehnen-in-deutschland-befuerchtet\/-\/id=1197424\/did=25465880\/nid=1197424\/zfuhs2\/index.html\">SWR<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Mitglied der Kiewer Delegation bei den ersten Verhandlungen mit den Russen wurde ermordet<\/strong><br>\nSeltsamerweise gibt es wenig Interesse der deutschen Medien, dass Denis Kireev, ein Mitglied der ukrainischen Delegation nach dem ersten Treffen am 28. Februar in Gomel an der ukrainisch-belarussischen Grenze mit den russischen Gesandten &uuml;ber einen m&ouml;glichen Neutralit&auml;tsstatus und einen Waffenstillstand ermordet wurde.  Die Delegationen waren hochrangig besetzt, auf ukrainischer Seite waren der Verteidigungsminister Oleksii Reznikov und der Pr&auml;sidentenberater Mykhailo Podolyak dabei.<br>\n&Uuml;ber den Hintergrund des Mords und den Ermordeten ist wenig bekannt. Kireev war Banker, sonst ist &uuml;ber ihn offenbar nicht viel bekannt, auch nicht warum er als Banker Mitglied der Delegation wurde. Gefunden wurde er leicht bekleidet in der N&auml;he des Pechersk-Gerichtshofs in Kiew, nach einem ver&ouml;ffentlichten Bild wurde er mit einem Schuss in den Kopf exekutiert.<br>\nUkraine Pravda berichtete, der ukrainische Geheimdienst SBU habe Kireev festgenommen, der unter dem Verdacht stand, ein russischer Spion zu sein und Landesverrat begangen zu haben. Angeblich habe man Beweise daf&uuml;r, u.a. auch Telefongespr&auml;che.<br>\nSeit Beginn des Kriegs macht der Geheimdienst Jagd auf vermeintliche gegnerische Agenten, Spione und Helfer. Wer in Verdacht ger&auml;t, kann schnell weggesperrt oder misshandelt werden. Damit will man auch alle Menschen einsch&uuml;chtern, die sich dem ukrainischen Nationalismus nicht ganz angeschlossen haben. Es werden auch Hinweise ausgegeben, wie man Feinde erkennen kann, was dem Verdacht T&uuml;r und Tor &ouml;ffnet:<br>\n&bdquo;Die Besetzer haben einen charakteristischen Akzent und sind in der Gegend schlecht orientiert, machen Fotos und Videos, setzen Markierungen oder fragen nach einem Telefon, um einen Anruf zu t&auml;tigen. Den Ukrainern wird geraten, Zeichen des Feindes aufzunehmen, ihnen nicht den Weg oder Dokumente zu zeigen und auch die Strafverfolgungsbeh&ouml;rden oder die Terrorabwehr &uuml;ber Saboteure zu informieren.&ldquo; (&hellip;)<br>\nEs k&ouml;nnte durchaus sein, dass Kireev Opfer der K&auml;mpfe zwischen den Oligarchen und Reichen wurde, aber wahrscheinlicher ist doch, dass der Geheimdienst &ndash; Kireev scheint vor langer Zeit auch ein paar Jahre f&uuml;r den SBU gearbeitet zu haben &ndash; den Mann beseitigen wollte. Da man seine Leiche nicht verschwinden lie&szlig;, k&ouml;nnte das als abschreckende Demonstration gemeint sein, auch wenn er w&auml;hrend des Verh&ouml;rs erschossen worden sein sollte.<br>\nUnklar ist aber weiterhin, unter welchen Umst&auml;nden und von wem er ermordet wurde, was Spekulationen wuchern l&auml;sst. Strana berichtete, dass das Verteidigungsministerium erkl&auml;rte haben soll, dass Kireev sein ein Mitarbeiter gewesen und w&auml;hrend eines Sondereinsatzes get&ouml;tet worden. Ich habe dazu aber nichts weiter gefunden. Obwohl es fr&uuml;her Informationen gab, dass er von SBU-Beamten get&ouml;tet wurde. In Kriegszeiten d&uuml;rfte der Aufkl&auml;rungswille allerdings beschr&auml;nkt sein, obwohl es sich um ein Mitglied der wichtigen ukrainischen Delegation gehandelt hatte. Wusste er etwas, was dem Geheimdienst oder der Regierung nicht genehm war? Stand er im Verdacht, die Verhandlungsstrategie der Ukrainer verraten zu haben?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/krass-und-konkret.de\/politik-wirtschaft\/mitglied-der-kiewer-delegation-bei-den-ersten-verhandlungen-mit-den-russen-wurde-ermordet\/%20\">Krass &amp; Konkret<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>ARD-DeutschlandTREND M&auml;rz 2022<\/strong><br>\nRepr&auml;sentative Studie im Auftrag der ARD (&hellip;)<br>\n64 Prozent f&uuml;rchten eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation Deutschlands, zwei Drittel Einschr&auml;nkungen f&uuml;r die Gas- und Energieversorgung. Zu den unausweichlichen Folgen des Krieges z&auml;hlt eine bereits sp&uuml;rbare Fluchtbewegung. Eine Aufnahme von Fl&uuml;chtlingen aus der Ukraine durch die Bundesrepublik wird faktisch von niemandem in Frage gestellt, neun von zehn Deutschen halten die Aufnahme grunds&auml;tzlich f&uuml;r richtig. (&hellip;)<br>\nDer russische Angriff beeinflusst die verteidigungspolitischen Vorstellungen der Bundesb&uuml;rger grundlegend. Anders als 2014 nach der Krim-Annexion wird nicht nur die Verlegung zus&auml;tzlicher Bundeswehreinheiten an die NATO-Ostflanke unterst&uuml;tzt. Auch die Ank&uuml;ndigung der Bundesregierung, durch deutlich gr&ouml;&szlig;ere Anstrengungen milit&auml;rische Ressourcen und F&auml;higkeiten zu st&auml;rken, st&ouml;&szlig;t auf R&uuml;ckhalt. Die Bereitstellung eines Sonderverm&ouml;gens f&uuml;r die Bundeswehr von 100 Mrd. Euro bezeichnen 65 Prozent als richtig. Die Anhebung der j&auml;hrlichen deutschen Verteidigungsausgaben auf mindestens 2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts unterst&uuml;tzen 69 Prozent, wobei etwa die H&auml;lfte angibt, dass sich ihre Haltung zu einem h&ouml;heren Verteidigungsbudget mit dem Einmarsch in die Ukraine ver&auml;ndert hat. Obwohl jeder Zweite bezweifelt, dass Sanktionen den russischen Kurs &auml;ndern k&ouml;nnen, werden Ma&szlig;nahmen wie der Ausschluss wichtiger russischer Banken aus dem Zahlungssystem SWIFT von der Bev&ouml;lkerung ebenso mitgetragen wie der Stopp des Genehmigungsverfahrens f&uuml;r Nordstream 2. Sanktionsschritte wie diese werden aktuell auch dann mehrheitlich von den Bundesb&uuml;rgern unterst&uuml;tzt, wenn sie von steigenden Energiepreisen und Lebenshaltungskosten, Engp&auml;ssen in der Energieversorgung oder auch Nachteilen f&uuml;r deutsche Firmen begleitet sein sollten. (&hellip;)<br>\n83 Prozent unterstreichen in diesen Tagen die Bedeutung der NATO f&uuml;r den Frieden in Europa. Die USA als wichtigster Partner erreicht den h&ouml;chsten Sympathiewert im ARD-DeutschlandTREND seit Dezember 2011.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infratest-dimap.de\/umfragen-analysen\/bundesweit\/ard-deutschlandtrend\/2022\/maerz\/%20\">infratest dimap<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers P.-H.H.:<\/strong> Die Umfrageergebnisse der ARD &uuml;berraschen mich nicht. Gehirnw&auml;sche fast in jeder Sendung des Staatsfernsehen. Schon bedenkenswert, dass selbst die Linken dem verfallen sind. Unbegreiflich, dass man da Angst hat vor RT, l&auml;cherlich. Bei den Ergebnissen muss man auch keine Angst vor dem Wirken der NachDenkSeiten haben. Es scheint leicht zu sein, Deutschland zu manipulieren. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Schulden machen, aber richtig<\/strong><br>\n&Uuml;berschuldet sich die Bundesregierung, wenn sie jetzt auch noch 100 Milliarden Euro zus&auml;tzlich in die Bundeswehr steckt &ndash; nach all den Corona-Hilfen? Nein, das tut sie zum Gl&uuml;ck nicht. Das zeigt Deutschlands Schuldenquote. Selbst nach der neuen Aufr&uuml;stung wird sie nicht weit &uuml;ber 70 Prozent der Wirtschaftsleistung liegen. Nach der Finanzkrise waren es noch deutlich mehr, und das Land konnte seinen Haushalt trotzdem sanieren. Man bedenke: 100 Milliarden Euro auf einmal, das klingt nach viel Geld &ndash; aber die Bundesregierung schiebt Jahr um Jahr mehr als 110 Milliarden Euro als Zuschuss in die Rentenversicherung.<br>\nNun gibt es auch andere wichtige Ziele, zum Beispiel den Klimaschutz. Wenn Deutschland sich die 100 Milliarden so problemlos leisten kann &ndash; m&uuml;sste man dann, zweitens, gleich noch mal so einen Sondertopf schaffen? Nein, blo&szlig; nicht!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/staatsschulden-100-milliarden-fuer-die-bundeswehr-17851982.html%20\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Seit Jahrzehnten hat die FAZ gegen jegliche Verschuldung z. B. f&uuml;r eine bessere Bildung, eine bessere Infrastruktur, bessere soziale Leistungen und mehr Geld f&uuml;r Pflegekr&auml;fte argumentiert bzw. polemisiert. Diese Verschuldung ginge angeblich zulasten der jungen Generation, die die Schulden abzahlen m&uuml;sse (was erstens Unsinn ist und zweitens nicht den Teil der &ldquo;jungen Generation&rdquo; ber&uuml;cksichtigt, der die Verm&ouml;genstitel auf die Schulden erbt). Die vielen Steuergeschenke an die Unternehmensseite in den letzten 25 Jahren, die sich auf etwa 80 Milliarden Euro pro Jahr summieren: kein Problem, obwohl objektiv f&uuml;r den Staat ruin&ouml;s. Mal schnell 100 Milliarden Euro Schulden zus&auml;tzlich f&uuml;r die Bundeswehr: unproblematisch, weil notwendig und nicht absehbar; Schulden f&uuml;r gesellschaftlich sinnvolle Verbesserungen dagegen sind tabu, weil &ldquo;absehbar&rdquo;. Mit anderen Worten und kurz: Staatsverschuldung, die den besonders Reichen und der Aufr&uuml;stung dient, ist immer gut; Staatsverschuldung, die der &uuml;berw&auml;ltigenden Allgemeinheit dient und Armut verringert, ist immer schlecht. Wer so willk&uuml;rlich und auch antisozial argumentiert, kann nicht ernstgenommen werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Neue Digitalisierung der Jobcenter schadet Hartz IV-Betroffenen<\/strong><br>\nBetreuer aus Sozialberatungen berichten, dass der Wegfall der pers&ouml;nlichen Termine durch Corona Betroffenen von Hartz IV zu schaffen macht. Die Online-Zug&auml;nge seien unzureichend und intransparent.<br>\nInsbesondere Menschen mit Sprachbarrieren haben es durch die ausschlie&szlig;lich telefonische Erreichbarkeit der Jobcenter deutlich schwerer, ihre Anspr&uuml;che bei ihren Sachbearbeitern durchzusetzen. Au&szlig;erdem ist es deutlich schwieriger, notwendige Bescheinigungen und andere Papiere zu erhalten.<br>\nDie Sozialberatungen raten Betroffenen h&auml;ufig, private Telefonnummern und E-Mail-Adressen nicht den Jobcentern mitzuteilen. Andernfalls ist mit unerwarteten Anrufen und Anfragen zu rechnen, welche die Betroffenen in Zugzwang setzen. Es besteht keine Verpflichtung, dem Jobcenter diese Daten mitzuteilen. (&hellip;)<br>\nAktive aus den Sozialberatungen kritisieren au&szlig;erdem datenschutzrechtliche Verst&ouml;&szlig;e der Online-Angebote der Bundesagentur und der Jobcenter.<br>\nIn digitalen Formularen w&uuml;rden oftmals Informationen eingefordert, f&uuml;r deren Angabe es keine Rechtsgrundlage gebe, ohne die der jeweilige Vorgang im Netz aber nicht abgeschlossen werden kann.<br>\nW&auml;hrend einige die Chancen der Digitalisierung auch in den Jobcentern sehen, f&uuml;rchten andere, dass eine angemessene Umsetzung von Online-Angeboten mit dem B&uuml;rokratiemonster nur auf Kosten der Betroffenen realisiert werden k&ouml;nnte.<br>\nDie Abschottung der Beh&ouml;rden und schlechte digitale Erreichbarkeit und Barrierefreiheit sei ein ernstes Problem, von dem viele Leistungsberechtigte betroffen sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.gegen-hartz.de\/news\/neue-digitalisierung-der-jobcenter-schadet-hartz-iv-betroffenen\">gegen-har!z.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&laquo;Selbst unbemerkte Infektion bewirkt gute Immunantwort&raquo; <\/strong><br>\nDer Arzt Stefan Pilz ist Assoziierter Professor an der Medizinischen Universit&auml;t Graz und hat in Epidemiologie und Biostatistik doktoriert. In einem Fachartikel hat er das bisherige Wissen zum Immunschutz nach &uuml;berstandener Sars-CoV-2-Infektion zusammengetragen.<br>\nWer ist laut ihren Ergebnissen besser gesch&uuml;tzt: Genesene oder geimpfte Personen?<br>\nEine durchgemachte Infektion scheint eine zumindest gleich gute, wenn nicht sogar bessere, Immunit&auml;t zu verleihen wie zwei Impfungen mit einer mRNA-Vakzine. Die Studienresultate dazu sind aber nicht v&ouml;llig einheitlich und es gibt nat&uuml;rlich diverse Unterschiede zwischen Genesenen und Geimpften, zum Beispiel in Bezug auf Risikofaktoren oder Verhaltensweisen. Deshalb kann man Genesene und Geimpfte in den Studien nicht 1:1 vergleichen. Mittlerweile berichtet aber sogar die US-Gesundheitsbeh&ouml;rde CDC, dass man nach durchgemachter Infektion sehr gut gesch&uuml;tzt ist, und teils auch besser als geimpfte Personengruppen. [&hellip;]<br>\nSie sehen die Dinge jetzt im R&uuml;ckblick. Muss man den Politikern nicht zugestehen, dass man vieles lange nicht wusste?<br>\nEs steht mir nicht zu von der Seitenlinie und im R&uuml;ckblick zu kritisieren. Aber eine sachliche Aufarbeitung sollte erlaubt sein. In Bezug auf den Schutz nach durchgemachter Sars-CoV-2-Infektion war es aus wissenschaftlicher Sicht schon im Februar 2021 klar, dass Genesene gegen&uuml;ber den Geimpften einen &auml;hnlichen Schutz haben. Auch war bereits damals eindeutig gezeigt worden, dass die Immunit&auml;t nach einer Sars-CoV-2-Infektion l&auml;nger als sechs Monate anh&auml;lt. Das hat sich im Verlauf des letzten Jahres weiter best&auml;tigt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/gesundheit\/public-health\/selbst-unbemerkte-infektion-bewirkt-gute-immunantwort\/\">Infosperber <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Wie Weltwirtschaftsforum, Merck und Palantir sich das digitale Gesundheitswesen vorstellen<\/strong><br>\nDie Chefin des Darmst&auml;dter Pharmunternehmens Merck beschreibt in einem Artikel f&uuml;r das Weltwirtschaftsforum, wie die Branche zusammen mit dem Total&uuml;berwachungsspezialisten Palantir die Gesundheitsbranche digitalisieren und unsere Genom in die Wertsch&ouml;pfungskette einf&uuml;gen will. Jeder sollte dieses, in wohlklingenden Worten beschriebene Horrorszenario lesen, sich f&uuml;rchten und sich widersetzen.<br>\n&bdquo;Ein digitalisiertes Gesundheitswesen bietet eine offenere, inklusivere und kollaborativere Gesundheitsversorgung.&ldquo; So ist ein Beitrag auf der Netzseite des Weltwirtschaftsforums vom 10. Februar betitelt. Was die drei wohlklingenden Artikel vor &bdquo;Gesundheitsversorgung&ldquo; in Wahrheit bedeuten, erschlie&szlig;t sich, wenn man radikal die Perspektive der Autorin einnimmt, von Bel&eacute;n Garijo, Chefin des Pharmaunternehmens Merck KGaA.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/macht-kontrolle\/merck-palantir\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Putins &Uuml;berfall und seine Folgen<\/strong><br>\nDer Krieg bedeutet vor allem Leid f&uuml;r die Menschen in der Ukraine. Der russische Angriff hat aber weltweit Auswirkungen und gef&auml;hrdet die globale Versorgung mit Nahrungsmitteln:<br>\nDie fruchtbaren B&ouml;den Russlands und der Ukraine liefern zusammen ein Viertel der globalen Weizenexporte.  Jedes zweite Getreidekorn, das Nordafrika und den mittleren Osten ern&auml;hrt, stammt aus einem der beiden L&auml;nder. Die Ukraine allein liefert die H&auml;lfte des weltweit gehandelten Sonnenblumen&ouml;ls. In der Summe exportieren Russland und die Ukraine 12 Prozent der global gehandelten Kalorien.<br>\nZerst&ouml;rte Bahnlinien und verminte H&auml;fen werden diese Exporte erstmal blockieren &ndash; genauso wie die harten Sanktionen, mit denen der Westen Putin zurecht zu bremsen versucht. Die K&auml;mpfe bringen in den n&auml;chsten Wochen auch die Aussaat in Gefahr.<br>\nDas weltweite Agrarsystem h&auml;ngt an synthetischem D&uuml;nger. Einen Gro&szlig;teil davon produziert Russland. Einzelne afrikanische Staaten wie der Tschad, Niger oder die Zentralafrikanische Republik beziehen von dort mehr als 90 Prozent ihres Kunstd&uuml;ngers.<br>\nSchon jetzt grassiert in Teilen der Welt der Hunger. Die Pandemie, teure Energie und D&uuml;rren haben die Preise f&uuml;r Nahrungsmittel in die H&ouml;he getrieben. Sie werden nun weiter steigen; der Weizenpreis voraussichtlich um bis zu 30 Prozent.  Nahrungsmittel werden so f&uuml;r noch mehr Menschen knapp und unerschwinglich. Die Folgen: mehr Mangelern&auml;hrung, mehr Hunger. (&hellip;)<br>\nDie westlichen Regierungen d&uuml;rfen jetzt nicht nur auf die Folgen von Krieg und Sanktionen f&uuml;r ihre eigenen L&auml;nder schauen. Sie m&uuml;ssen auch den globalen Hunger bek&auml;mpfen. Nahrungsmittelknappheit kann im schlimmsten Fall neue Konflikte anheizen. Wenn die Ampel-Koalition jetzt in Aufr&uuml;stung investiert, dann sollte sie auch Geld aufbringen k&ouml;nnen, um in die globale Ern&auml;hrungssicherheit zu investieren. (&hellip;)<br>\nUnd wenn es um Abh&auml;ngigkeit geht, m&uuml;ssen wir auch &uuml;ber Kunstd&uuml;nger sprechen: Unsere hochindustrialisierte Landwirtschaft h&auml;ngt am russischen D&uuml;ngemittel-Tropf.  Denn auch Deutschland importiert betr&auml;chtliche Mengen Kunstd&uuml;nger von dort. Nur wenn wir uns von der intensiven Art des Ackerbaus verabschieden und auf nat&uuml;rliche D&uuml;ngemittel und Fruchtfolgen setzen, k&ouml;nnen wir uns von dieser Abh&auml;ngigkeit wirklich befreien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.foodwatch.org\/de\/aktuelle-nachrichten\/2022\/putins-ueberfall-und-seine-folgen\/\">foodwatch<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-81614","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/81614","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=81614"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/81614\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":81617,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/81614\/revisions\/81617"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=81614"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=81614"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=81614"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}