{"id":81652,"date":"2022-03-08T08:38:23","date_gmt":"2022-03-08T07:38:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81652"},"modified":"2022-03-08T08:38:23","modified_gmt":"2022-03-08T07:38:23","slug":"hinweise-des-tages-4063","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81652","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81652#h01\">&ldquo;Russland isolieren&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81652#h02\">Deutscher Spitzendiplomat Ischinger: &laquo;Es ist sch&auml;dlich, wenn westliche Politiker &ouml;ffentlich dar&uuml;ber spekulieren, ob und wie man Putin eliminieren k&ouml;nnte&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81652#h03\">Ukraine&rsquo;s Nazi problem is real, even if Putin&rsquo;s &lsquo;denazification&rsquo; claim isn&rsquo;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81652#h04\">In der Falle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81652#h05\">Bisher nur 50 Visa: Londons hohe H&uuml;rden f&uuml;r Gefl&uuml;chtete aus Ukraine stehen in der Kritik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81652#h06\">84 Prozent der Russen unterst&uuml;tzen die Armee und 71 Prozent den Krieg in der Ukraine <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81652#h07\">Unsere Art zu leben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81652#h08\">More of the same<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81652#h09\">Irgendwo muss es herkommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81652#h10\">Gender Pay Gap: Jeder Cent ist einer zu viel!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81652#h11\">Unionbusting: Tesla setzt auf Betriebsrat, um Gewerkschaft zu behindern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81652#h12\">Das RKI hat dem Impfpflicht-Gesetzentwurf die Grundlage entzogen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81652#h13\">Corona-Betrug: Staatsanwaltschaft wendet sich an Gesundheitsministerium<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81652#h14\">Amazonas-Regenwald verliert an Widerstandsf&auml;higkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81652#h15\">Molotowcocktails: Israelische Soldaten erschossen Verd&auml;chtigen im Westjordanland<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&ldquo;Russland isolieren&rdquo;<\/strong><br>\nDie Bem&uuml;hungen der westlichen M&auml;chte, Russland wegen seines &Uuml;berfalls auf die Ukraine weltweit zu isolieren, f&uuml;hren nicht zum Erfolg. Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock hatte in der vergangenen Woche vor der UN-Generalversammlung alle Staaten der Welt aufgefordert, mit Blick auf den russischen Angriffskrieg &bdquo;jetzt &hellip; Partei [zu] ergreifen&ldquo;. Zwar verurteilte die Generalversammlung den Krieg mit klarer Mehrheit; zugleich sind die meisten Staaten jenseits des Westens und seiner engsten Verb&uuml;ndeten um eine Fortsetzung ihrer Kooperation mit Russland bem&uuml;ht. Das gilt f&uuml;r China ebenso wie f&uuml;r Indien, das sich heftigem Druck aus den USA widersetzt. Auch die Staaten der Arabischen Halbinsel sind nicht zu einer Erh&ouml;hung ihrer &Ouml;lf&ouml;rderung zwecks Erm&ouml;glichung eines westlichen &Ouml;lembargos gegen Russland bereit. &Auml;hnliches ist aus S&uuml;dafrika, Lateinamerika und S&uuml;dostasien zu h&ouml;ren; zur Begr&uuml;ndung hei&szlig;t es unter anderem, der Irak-Krieg und andere westliche Waffeng&auml;nge lie&szlig;en die westlichen Proteste gegen den Ukraine-Krieg skurril erscheinen. Ein Durchbruch des Westens bleibt bislang auf ganzer Linie aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8862\">German Foreign Policy <\/a>\n<p><strong>dazu auch: Nina Chruschtschowa &uuml;ber Putin &ldquo;Er lebt den Traum vom gro&szlig;slawischen Reich&rdquo;<\/strong><br>\nFern der Realit&auml;t, in einem anderen Universum, paranoid &ndash; so sch&auml;tzt Nina Chruschtschowa, Urenkelin des Stalin-Nachfolgers Nikita Chruschtschow, Russlands Pr&auml;sidenten ein. Die Politologin hat Putin studiert, sagt, wie er tickt und was er wirklich will.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/nina-chruschtschowa-101.html\">tagesschau<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> So wird Meinung gemacht.<\/em><\/p>\n<p><strong>und: Krieg ist nicht gleich Krieg<\/strong><br>\nRusslands Aggression wird als Anlass f&uuml;r ein reaktion&auml;res Rollback benutzt<br>\n&raquo;Imagine&laquo; hei&szlig;t einer der ber&uuml;hmtesten Songs von John Lennon &ndash; &raquo;Stell dir vor&laquo;. Ein Friedenslied aus Zeiten des Vietnam-Kriegs. Sich derzeit Frieden vorzustellen, strapaziert die Fantasie erheblich. Aber man stelle sich f&uuml;r den Anfang wenigstens vor, dass k&uuml;nftige Aggressoren mit genau solchen umfassenden Sanktionen bestraft werden wie jetzt Russland. Dass Regierungen und Firmen, die Krieg f&uuml;hren oder unterst&uuml;tzen, so isoliert und ge&auml;chtet werden wie jetzt Putin und die Oligarchen. Dass in Finanzwirtschaft, Kultur, Sport die Kan&auml;le zugemacht werden. Das w&auml;re immerhin eine &ndash; wie heute gern formuliert wird &ndash; nachhaltige Lehre aus dem grausamen Krieg gegen die Ukraine. Alle Erfahrung spricht allerdings dagegen, dass es so kommt. Gro&szlig;e Milit&auml;rm&auml;chte wie die USA, China, Russland, Indien und die T&uuml;rkei akzeptieren den Internationalen Strafgerichtshof nicht, der Kriegsverbrechen untersuchen und bestrafen soll. Teile der westlichen Politik und Medien ergehen sich angesichts der russischen Aggression in einer schwer ertr&auml;glichen Selbstgerechtigkeit und fordern gleichzeitig rabiate Aufr&uuml;stung. Als w&auml;re die Erde nicht schon bis &uuml;ber die Vernichtungsgrenze hochger&uuml;stet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1161929.ukraine-krieg-krieg-ist-nicht-gleich-krieg.html\">nd<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Deutscher Spitzendiplomat Ischinger: &laquo;Es ist sch&auml;dlich, wenn westliche Politiker &ouml;ffentlich dar&uuml;ber spekulieren, ob und wie man Putin eliminieren k&ouml;nnte&raquo;<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here Chef der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, warnt eindringlich davor, die Konfrontation mit dem Kreml eskalieren zu lassen. Dazu geh&ouml;re auch die Sprache. Russlands Pr&auml;sident sei weder geistig krank noch verr&uuml;ckt. [&hellip;]<br>\nWovor ich allerdings dringend warnen m&ouml;chte, sind Spekulationen, ob der russische Pr&auml;sident m&ouml;glicherweise von allen guten Geistern verlassen worden sei oder geistig krank sei. Ich halte Putin f&uuml;r einen scharf kalkulierenden Kopf, der sich allerdings, was die Geschwindigkeit der Eroberung der Ukraine angeht, mit seinen Gener&auml;len versch&auml;tzt hat.<br>\nDas ist freundlich formuliert.<br>\nAch, wissen Sie, ich erinnere mich an den M&auml;rz 1999. Damals sagten Vier-Sterne-Gener&auml;le der Nato, dass die Bombardierung Belgrads nach sp&auml;testens f&uuml;nf Tagen vorbei sei. Es dauerte 77 Tage. Und das war eine vergleichsweise &uuml;berschaubare Operation. Es &uuml;berrascht mich also &uuml;berhaupt nicht, dass in der Ukraine von russischer Seite milit&auml;rische Einsch&auml;tzungsfehler vorgekommen sind und weiterhin vorkommen. Das ist aber kein Hinweis darauf, dass hier, salopp gesagt, ein Verr&uuml;ckter agiert. Im Gegenteil, ich sehe nur kalte Entschlossenheit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/putin-eliminieren-spitzendiplomat-warnt-vor-westlichen-drohungen-ld.1673016%20\">NZZ<\/a>\n<p><strong>dazu: &Uuml;bersetzer Alexander Nitzberg: &ldquo;Es wird vielfach hysterisch reagiert&rdquo;<\/strong><br>\nDer russische Autor lebt seit geraumer Zeit in Wien. Angesichts des Ukraine-Krieges r&auml;t er zur M&auml;&szlig;igung: &ldquo;Man muss Distanz gewinnen&rdquo;<br>\nEine seiner meisterlichen &Uuml;bertragungen aus dem Russischen betrifft Michail Bulgakows weltber&uuml;hmten Ukraine-Roman Die wei&szlig;e Garde (1924). Eine Kiewer Familie, die Russisch spricht und b&uuml;rgerlich denkt, ger&auml;t zwischen die M&uuml;hlsteine des B&uuml;rgerkriegs, den die Bolschewiken gegen die &ldquo;Wei&szlig;en&rdquo; f&uuml;hren. Alexander Nitzberg, selbst das Kind russischer K&uuml;nstler, r&auml;t angesichts des jetzigen Krieges zu strikter &ldquo;Deeskalation&rdquo;. [&hellip;]<br>\nNitzberg: Unter den Literaten und &Uuml;bersetzern wird vielfach derart hysterisch reagiert, dass es mir regelrecht den Atem verschl&auml;gt, gerade in &Ouml;sterreich und Deutschland. Manche &Uuml;bersetzer geben sich ungemein martialisch. Jeder Versuch, etwas zu d&auml;mpfen, um in sich gehen zu k&ouml;nnen, um Distanz zu gewinnen, wird so verunm&ouml;glicht. Dabei w&auml;re es die angemessene Haltung eines Intellektuellen. Kriegszeiten sind Zeiten der Propaganda. Jeder Misserfolg wird dem Gegner in die Schuhe geschoben. Wenn Sie in einem Hochhaus sitzen und einen Granateneinschlag beobachten &ndash; woher wollen Sie wissen, von welcher Seite das Geschoss stammt? Hier in &Ouml;sterreich schwingen sich manche Leute nach zwei, drei Tagen zu Akteuren auf. Dabei r&uuml;hren sie die Kriegstrommel. Unser &ldquo;Job&rdquo; als Intellektuelle ist es doch, Zur&uuml;ckhaltung zu &uuml;ben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.derstandard.at\/story\/2000133873183\/uebersetzer-alexander-nitzberg-es-wird-vielfach-hysterisch-reagiert%20\">der Standard<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.R.:<\/strong> Ich finde den Artikel insofern bemerkenswert, weil er aus einem Mainstreammedium stammt, das derzeit wie alle &uuml;blichen Verd&auml;chtigen nicht neutral berichtet und abweichende Ansichten und mahnende Stimmen auch hier unerw&uuml;nscht sind (auch der Standard ist ja schon seit Jahren stramm auf NATO-Linie). Vor dem Hintergrund der allseitigen, oftmals blindw&uuml;tigen Boykotte, auch in der Zivilgesellschaft spiegeln die &Auml;u&szlig;erungen von Herrn Nitzberg genau das wider, was ich auch dar&uuml;ber denke. Was mich deprimiert, sind die Kommentare zu diesem Artikel. Einige wenige weisen v&ouml;llig zu Recht darauf hin, dass es Akteure gibt, diesen Konflikt jahrelang massiv vorangetrieben haben und die Ukraine nur ein Spielball dieser Interessen ist. Der Rest der Standard-Community l&auml;uft sinnbildlich gesprochen mit Schaum vor dem Mund herum und pr&uuml;gelt verbal auf die Besonneren ein. Nat&uuml;rlich ist das nichts v&ouml;llig Neues, das haben wir die letzten zwei Jahre zur Gen&uuml;ge erlebt. Es erschreckt mich deshalb, weil die Akteure, die diesen Konflikt befeuert haben, auf dem besten Weg sind, ihr Ziel, die Spaltung zwischen Europa und Russland zu erreichen.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Ukrainisches Dilemma: Russland und der Westen<\/strong><br>\nEs klingt zynisch, aber es ist der Zynismus, der sich aus der Sache ergibt: Einen Erfolg hat Wladimir Putins Russland nach zehn Tagen Krieg in der Ukraine zu verzeichnen, wenn auch um einen enormen Preis menschlichen Leids und wirtschaftlichen Schadens. Der Erfolg besteht darin, dass die NATO die Lektion verstanden hat, die ihr Putin erteilen wollte. Am Freitag hat sie erkl&auml;rt, sie werde nicht aktiv in den Krieg einsteigen, etwa durch die Ausrufung einer &raquo;Flugverbotszone&laquo; &uuml;ber der Ukraine. Die Ank&uuml;ndigung kam mit allen Anzeichen des Z&auml;hneknirschens, aber sie tr&auml;gt dem Umstand Rechnung, dass keines der Mitgliedsl&auml;nder &ndash; vom weltpolitischen Zwerg Luxemburg bis zur Weltmacht USA &ndash; wegen der Ukraine einen Krieg mit Russland riskieren will. Dass man das als Zeuge drei&szlig;igj&auml;hriger unentwegter Expansion der westlichen Milit&auml;rallianz noch erleben darf, k&ouml;nnte man sto&szlig;seufzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/422077.ukrainisches-dilemma.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ukraine&rsquo;s Nazi problem is real, even if Putin&rsquo;s &lsquo;denazification&rsquo; claim isn&rsquo;t<\/strong><br>\nNot acknowledging this threat means that little is being done to guard against it. [&hellip;]<br>\nOn its face, Putin&rsquo;s smear is absurd, not least because Ukrainian President Volodymyr Zelenskyy is Jewish and has said that members of his family were killed during World War II. There is also no evidence of recent mass killings or ethnic purges taking place in Ukraine. Moreover, labeling enemies Nazis is a common political ploy in Russia, especially from a leader who favors disinformation campaigns and wants to stir up feelings of national vengeance against a WWII foe to justify conquest.<br>\nBut even though Putin is engaging in propaganda, it&rsquo;s also true that Ukraine has a genuine Nazi problem &mdash; both past and present. Putin&rsquo;s destructive actions &mdash; among them the devastation of Jewish communities &mdash; make clear that he&rsquo;s lying when he says his goal is to ensure anyone&rsquo;s welfare. But important as it is to defend the yellow-and-blue flag against the Kremlin&rsquo;s brutal aggression, it would be a dangerous oversight to deny Ukraine&rsquo;s antisemitic history and collaboration with Hitler&rsquo;s Nazis, as well as the latter-day embrace of neo-Nazi factions in some quarters.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nbcnews.com\/think\/opinion\/ukraine-has-nazi-problem-vladimir-putin-s-denazification-claim-war-ncna1290946\">NBC<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>In der Falle<\/strong><br>\nDramatischer Hilferuf: Nigerianische Studierende sitzen in ukrainischer Stadt Sumy fest. Keine Versorgung, Flucht verhindert<br>\nEs ist ein verst&ouml;rendes Zeugnis. Eine Gruppe nigerianischer Studierender sendete am Wochenende eine Videonachricht an die Au&szlig;enwelt: &raquo;Bitte, lasst uns gehen. Wir wollen nicht Teil eures Krieges sein. Wir lassen uns nicht als K&ouml;der benutzen&laquo;, so eine verst&ouml;rte junge Frau in die Kamera. Die Menschen sitzen fest in Sumy, einer Stadt im Norden der Ukraine, etwa 50 Kilometer entfernt von der Grenze zu Russland. Insgesamt sollen es etwa noch 8.000 internationale Studierende sein, die sich in der Universit&auml;t von Sumy vor den K&auml;mpfen zwischen russischen und ukrainischen Truppen verschanzt haben. Der Gro&szlig;teil von ihnen aus Nigeria, andere aus Ghana, &Auml;thiopien, Angola, Tansania, Ruanda, Simbabwe, Sambia, Marokko, Irland, Indien, Libanon und der T&uuml;rkei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/422067.opfer-des-krieges-in-der-falle.html\">junge Welt<\/a>\n<p><strong>dazu: &raquo;Das ist ein Mix aus Mitgef&uuml;hl und Stacheldraht&laquo;<\/strong><br>\nLage von Kriegsfl&uuml;chtlingen spitzt sich zu. Unterscheidung zwischen Gefl&uuml;chteten erster und zweiter Klasse. Ein Gespr&auml;ch mit Karl Kopp<br>\nKarl Kopp ist Leiter der Europa-Abteilung von Pro Asyl<br>\nAngesichts des Kriegs in der Ukraine hat die EU ihr Herz f&uuml;r Gefl&uuml;chtete entdeckt und &ouml;ffnet die Grenzen zumindest f&uuml;r Ukrainerinnen und Ukrainer. &Uuml;berrascht Sie die pl&ouml;tzliche Offenheit?<br>\nEs ist vor dem Hintergrund des katastrophalen Krieges ein anderer politischer Kontext. Dass Staaten wie Polen und Ungarn, die gelinde gesagt hartleibig bis v&ouml;lkerrechtswidrig gegen&uuml;ber Schutzsuchenden agieren, als direkte Nachbarn der Ukraine ihre Grenzen f&uuml;r die Fliehenden &ouml;ffnen, war absehbar. &Uuml;berrascht bin ich allerdings, dass die EU-Richtlinie von 2001 f&uuml;r einen vor&uuml;bergehenden Schutz, die hierzulande die h&auml;ssliche Bezeichnung &raquo;Massenzustrom-Richtlinie&laquo; tr&auml;gt, erstmalig zur Anwendung kommt. Es ist gut, dass Fliehende aus der Ukraine, sofort einen Status, Zugang zum Arbeitsmarkt, Sozialleistungen et cetera bekommen. Ganz wichtig: Den betroffenen Gefl&uuml;chteten wird de facto die freie Wahl des Ziellandes erm&ouml;glicht. Zuletzt waren bereits &uuml;ber 1,4 Millionen Schutzsuchende in der EU registriert. Und es werden noch Millionen folgen.<br>\nAus der Ukraine wollen auch viele Menschen fliehen, die keine ukrainischen Staatsb&uuml;rger sind, dort etwa studieren. Was ist mit ihnen?<br>\nDas ist etwas, was uns gro&szlig;e Sorge bereitet. Die EU- Richtlinie bezieht sich auf ukrainische Staatsangeh&ouml;rige, anerkannte Fl&uuml;chtlinge und Personen mit einem Daueraufenthalt in der Ukraine. Es gibt Zehntausende Studierende, die nicht unter die Richtlinie fallen und beispielsweise in Deutschland stranden. Das Bundesinnenministerium muss ihnen ein Ausnahmevisum erteilen, damit sie zur Ruhe kommen und sich orientieren k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/422046.fluchtbewegung-das-ist-ein-mix-aus-mitgef%C3%BChl-und-stacheldraht.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Bisher nur 50 Visa: Londons hohe H&uuml;rden f&uuml;r Gefl&uuml;chtete aus Ukraine stehen in der Kritik<\/strong><br>\nDie britische Regierung ger&auml;t wegen ihres Umgangs mit Kriegsfl&uuml;chtlingen aus der Ukraine immer st&auml;rker in die Kritik. Wie das Innenministerium in London mitteilte, waren bis Sonntag gerade einmal etwa 50 Visa f&uuml;r Ukrainer ausgestellt worden. Das entspricht weniger als einem Prozent der bisher vollst&auml;ndig gestellten Antr&auml;ge. &bdquo;Das ist zu langsam. Zu viele H&uuml;rden, die verzweifelte Familien &uuml;berwinden m&uuml;ssen&ldquo;, twitterte die Labour-Politikerin Yvette Cooper.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/politik\/ukraine-fluechtlinge-in-grossbritannien-bisher-nur-50-visa-ausgestellt-kritik-an-london-GOGJVWKLGYZAOVLDBVYH2ZKBNI.html\">RND<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>84 Prozent der Russen unterst&uuml;tzen die Armee und 71 Prozent den Krieg in der Ukraine <\/strong><br>\nNach Meinungsumfragen ist vor dem Kriegsbeginn die Zustimmung zum Kreml angestiegen &ndash; und sie steigt weiter. (&hellip;)<br>\nDie erste und bisher einzige russische Umfrage, die zu der Operation selbst durchgef&uuml;hrt und am 5. M&auml;rz ver&ouml;ffentlicht wurde, zeigt, dass 84 % der Bev&ouml;lkerung die Armee unterst&uuml;tzen, der h&ouml;chste jemals verzeichnete Wert, und 71 % die Operation in der Ukraine bef&uuml;rworten. Jeder f&uuml;nfte Russe, 21 %, lehnt die Operation ab. (&hellip;)<br>\nEtwa die H&auml;lfte der Russen bef&uuml;rwortet das Ziel der Entmilitarisierung und ist der Meinung, dass die Milit&auml;rkampagne der Verteidigung Russlands und der Verhinderung der Errichtung von Nato-St&uuml;tzpunkten auf ukrainischem Gebiet dient.  Die Unterst&uuml;tzung f&uuml;r das Ziel der Entnazifizierung ist geringer. Jeder F&uuml;nfte glaubt, dass die Operation durchgef&uuml;hrt wird, um die ukrainischen Faschisten zu s&auml;ubern und den politischen Kurs der Kiewer Regierung gegen&uuml;ber Russland zu &auml;ndern (19 %); 18 % glauben, dass das Ziel darin besteht, die russischsprachige Bev&ouml;lkerung der DNR und der LNR zu sch&uuml;tzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/krass-und-konkret.de\/politik-wirtschaft\/84-prozent-der-russen-unterstuetzen-die-armee-und-71-prozent-den-krieg-in-der-ukraine\/%20%20\">Krass &amp; Konkret <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers MM:<\/strong> Obgleich solche demoskopischen Momentaufnahmen &ndash; wie in Deutschland auch &ndash; mit gro&szlig;er Vorsicht zu genie&szlig;en sind, sollten sie zur Kenntnis genommen und von westlichen Regierungen bei ihren Entscheidungen mitbedacht werden. Zumal sie Trends widerspiegeln, die schon l&auml;nger in Russland zu beobachten sind.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Unsere Art zu leben<\/strong><br>\nGut, dass wir so ausgeglichene und sachliche Massenmedien haben. Sonst w&auml;re uns wahrscheinlich die ganze Tragweite des infamen Angriffs der Russen auf die Ukraine entgangen. Die Russen n&auml;mlich, so lesen, sehen und lauschen wir, haben es auf unseren Westen abgesehen, auf unsere Werte und Wohlst&auml;nde &ndash; ja, auf unseren freien, ausgewogenen, weitsichtigen Way of Life. Ginge es nur um die Ukrainer oder auch blo&szlig; um Rohstoffe: Dar&uuml;ber k&ouml;nnte man ja noch reden. Aber es geht darum ja gar nicht; die Ukraine ist Europa &ndash; und Europa: Das sind wir! Daher sind wir jetzt alle Ukrainer. Die echten Bio-Ukrainer wollen n&auml;mlich unbedingt unsere Art zu leben &uuml;bernehmen. Und weil Putin da nicht mitspielt, sagt er indirekt direkt: Eure Art kann ich nicht leiden. (&hellip;)<br>\nUnsere Art zu leben, das hei&szlig;t: Korrupten Post- und Fassadendemokratien Treue zu schw&ouml;ren und jeden zu diskreditieren, der es unternimmt, diese Ordnung beseitigen zu wollen. Die Vereinten Nationen indes, dort wo sich der Westen trifft, ist mittlerweile sch&ouml;n bieder &ouml;ffentlich-privat verpartnert, Konzerne zahlen die Auslagen und geben den Ton an, haben sich gar das Recht verbrieft, die Richtlinien der UN zu bestimmen. (&hellip;)<br>\nUnsere Art zu leben bedeutet vor allem, so zu tun, als sei das, was wir hier haben, von so einzigartiger Sch&ouml;nheit und von so singul&auml;rer G&uuml;te, dass man besser gar keine Kritik daran &uuml;ben sollte. Nur ganz b&ouml;se Zungen, Miesepeter und Drecks&auml;cke wagen sich daran, dieses westliche Imperium als eine neue Art von Diktatur zu skizzieren. Als Neo-Feudalismus. Als das vielleicht widerlichste Imperium aller Zeiten, das so tut, als sei es offen, liberal, barrierefrei, das aber an allen Ecken und Kanten abgeschottet, verbohrt und orthodox nachtritt. Ein Imperium, das sich gerne als ideologiefrei vorstellt, aber dabei ausblendet, dass es selbst bereits zu einer Ideologie verkommen ist: Einer Ideologie, die sich um jeden Preis retten will, weil sie sp&uuml;rt, wie ihr die Kr&auml;fte schwinden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neulandrebellen.de\/2022\/03\/unsere-art-zu-leben\/\">neulandrebellen <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>More of the same<\/strong><br>\nDer 100 Milliarden-Euro-Zuschlag f&uuml;r die Bundeswehr ist alles andere als eine &bdquo;Kehrtwende&ldquo;. Im Gegenteil setzt er die Merkel&rsquo;sche Politik der symbolischen Beschwichtigung von Unmut bei gleichzeitiger Problemverschleierung und Diskussionsverweigerung pr&auml;zise fort. [&hellip;]<br>\nAuch wenn Deutschland in den vergangenen Jahren j&auml;hrlich zwei statt 1,3 Prozent seines Sozialprodukts f&uuml;r die Bundeswehr ausgegeben h&auml;tte, h&auml;tte dies ceteris paribus den &Uuml;berfall Russlands auf die Ukraine nicht verhindert. H&auml;tte man ihn wirklich verhindern wollen, dann h&auml;tte man den Beschluss von 2009 &uuml;ber die Aufnahme Georgiens und der Ukraine in die NATO zur Disposition stellen m&uuml;ssen &ndash; in anderen Worten, die dritte Welle der Osterweiterung &ndash; und zwar anders als durch eine vage Erkl&auml;rung dahingehend, dass sein Vollzug zurzeit nicht auf der Tagesordnung stehe. Allerdings waren die Vereinigten Staaten im Hintergrund l&auml;ngst dazu &uuml;bergegangen, statt einer formalen Mitgliedschaft der Ukraine zun&auml;chst eine informell-faktische Mitgliedschaft f&uuml;r sie in Angriff zu nehmen. [&hellip;]<br>\nWas die milit&auml;rische Seite der Sache angeht, also diejenige, die durch die deutschen zwei Prozent angeblich verst&auml;rkt werden soll, so haben die USA heute rund 90.000 Soldaten in Europa unter Waffen. Weder hat dies Russland daran gehindert, in die Ukraine einzufallen, noch denken die USA daran, der von Russland &uuml;berfallenen Ukraine, allen bereits bestehenden Bindungen zum Trotz, milit&auml;risch zu Hilfe zu kommen. Das scheint, je l&auml;nger sich das Sterben dort hinzieht, &uuml;berhaupt die wichtigste und m&ouml;glicherweise folgenreichste Lehre aus den laufenden Ereignissen zu sein: Wer sich bei Auseinandersetzungen mit einem potentiellen Feind auf Leben und Tod von den USA vertreten l&auml;sst, darf nicht erwarten, dass diese ihn sch&uuml;tzen werden, wenn die Sache &uuml;bel ausgeht, aus Nachl&auml;ssigkeit zum Beispiel oder auch als strategisch in Kauf genommenes Risiko. Tats&auml;chlich haben die Vereinigten Staaten von Anfang an wissen lassen, dass sie, wenn es zu einem Krieg k&auml;me, nicht milit&auml;risch eingreifen w&uuml;rden. Daf&uuml;r hatten sie mindestens zwei gute Gr&uuml;nde: Erstens, dass Russland bekanntlich &uuml;ber Atomwaffen verf&uuml;gt, zweitens, dass die amerikanischen W&auml;hler nicht mehr bereit sind, ausw&auml;rtige milit&auml;rische Abenteuer zu finanzieren. Trotzdem hat die amerikanische Seite gegen&uuml;ber Russland Hardball gespielt, mit denkbar hohem, aber von anderen zu tragendem Risiko. (Wer sich mit einer Atommacht einl&auml;sst, darf sich nicht wundern, wenn sie sich wie eine verh&auml;lt.) Auf l&auml;ngere Sicht k&ouml;nnte und m&uuml;sste dies eine Lehre f&uuml;r alle L&auml;nder sein, die daran denken, ihre Souver&auml;nit&auml;t an eine von den Vereinigten Staaten beherrschte &bdquo;Verteidigungs&ldquo;-Allianz zu &uuml;bertragen; als Experten k&ouml;nnte man dazu den ehemaligen Pr&auml;sidenten Afghanistans anh&ouml;ren, einen an der Columbia University promovierten Ethnologen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/08-2022\/more-of-the-same\/\">Wolfgang Streeck auf Makroskop<\/a>\n<p><strong>dazu auch: 100-Milliarden-Sonderverm&ouml;gen: SPD-Senioren gegen Aufr&uuml;stung der Bundeswehr<\/strong><br>\nBundeskanzler Scholz will als Reaktion auf den russischen &Uuml;berfall auf die Ukraine die Bundeswehr mit einem Sonderverm&ouml;gen von 100 Milliarden Euro ausstatten. Die Senioren-AG der Partei spricht von einem &raquo;Irrweg&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/bundeswehr-spd-senioren-gegen-aufruestungsplaene-a-5fae5579-2fcf-41da-b214-3cc5cd5c9f99\">DER SPIEGEL<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Irgendwo muss es herkommen<\/strong><br>\nMehr Geld f&uuml;r Verteidigung und Konfliktfolgen: Was bedeutet das f&uuml;r Bildung und Forschung und den Haushalt von Bettina Stark-Watzinger? [&hellip;]<br>\nDen Verteilungskampf zwischen den Ministerien, den das ausl&ouml;sen wird angesichts der vielen im Ampel-Koalitionsvertrag enthaltenen Prestigeprojekte und Zukunftsinvestitionen, vermag man sich kaum vorzustellen. Dass Bildung und Forschung dabei besonders gut wegkommen, ist bestenfalls eine Hoffnung.<br>\nMan konnte schon in den vergangenen Wochen dabei zu sehen, wie die Gesichter im BMBF immer l&auml;nger wurden, je l&auml;nger die Haushaltsverhandlungen mit Lindners Leuten liefen. Dazu passte, dass die ersten Details zur mit Spannung erwarteten Erh&ouml;hung der BAf&ouml;G-S&auml;tze auch in der Hochschulszene teilweise f&uuml;r Ern&uuml;chterung sorgten. Und das war noch, als lediglich die Corona-Folgen eingepreist wurden.<br>\nZuletzt machte auf Twitter ein Bericht die Runde, angeblich verschiebe das Forschungsministerium wegen der 100 Bundeswehr-Milliarden die Finanzierung von Drittmittelprojekten, so dass wissenschaftliche Mitarbeiter aufs Arbeitsamt m&uuml;ssten. &ldquo;R&uuml;sten wir etwa mit Geld aus der Bildung auf?&rdquo;, fragte eine Wissenschaftlerin. &ldquo;Unsinn&rdquo;, kommentierte der parlamentarische Staatssekret&auml;r Jens Brandenburg. Die 100 Milliarden Sonderverm&ouml;gen h&auml;tten mit aktuellen BMBF-F&ouml;rderentscheidungen nichts zu tun.<br>\nWas mit hoher Wahrscheinlichkeit so ist. Doch zeigt die Episode, dass die Nervosit&auml;t steigt. Auch an den Hochschulen, die die Ampel doch so viel besserstellen wollte. Wie Bildung und Forschung insgesamt: Die diesbez&uuml;glichen Kapitel z&auml;hlten zu den ambitioniertesten im Koalitionsvertrag: 3,5 Prozent der Wirtschaftsleistung f&uuml;r Forschung und Entwicklung. Mehr Geld f&uuml;r Kitas, Schulen und Hochschulen. Ein Digitalpakt 2.0. Besagter Neuanfang beim BAf&ouml;G. Ein Aufstocken der Exzellenzstrategie. Eine neue F&ouml;rderagentur f&uuml;r Transfer und Innovation. Bessere Karrierebedingungen in der Wissenschaft. Und und und.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jmwiarda.de\/2022\/03\/07\/irgendwo-muss-es-herkommen\/\">Jan-Martin Wiarda<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Gender Pay Gap: Jeder Cent ist einer zu viel!<\/strong><br>\nDer Lohnr&uuml;ckstand von Frauen gegen&uuml;ber M&auml;nnern betr&auml;gt in Niedersachsen noch immer 19 Prozent. Bis zum heutigen Equal Pay Day haben weibliche Besch&auml;ftigte statistisch gesehen gratis gearbeitet &ndash; 66 Tage! Um diese strukturelle Ungerechtigkeit endlich zu &uuml;berwinden, fordert das #schlaglicht 09\/2022 ein ganzes B&uuml;ndel an politischen Ma&szlig;nahmen.<br>\nWer etwas &uuml;ber Gleichstellung am Arbeitsplatz lernen m&ouml;chte, muss unbedingt im nieders&auml;chsischen Varel vorbeischauen. Als der S&uuml;&szlig;warenhersteller Bahlsen am dortigen Standort vor einigen Jahren weibliche Besch&auml;ftigte trotz gleicher T&auml;tigkeit schlechter gruppierte als die m&auml;nnlichen Kollegen, wurde der Betriebsrat um seine Vorsitzende Manuela Haase sofort aktiv. Nach hartem Ringen konnten die L&ouml;hne der Frauen auf das Niveau der M&auml;nner angehoben werden. Daf&uuml;r bekam das Gremium 2020 den Deutschen Betriebsr&auml;te-Preis in Gold.<br>\nAuch wenn es sich hierbei um ein positives Beispiel handelt, wird sehr deutlich, dass die gleiche Bezahlung von Frauen leider keine Selbstverst&auml;ndlichkeit ist. Im Gegenteil: Bis zum &ndash; in diesem Jahr auf den 7. M&auml;rz fallenden &ndash; Equal Pay Day haben weibliche Besch&auml;ftigte rechnerisch umsonst gearbeitet. In Niedersachsen betr&auml;gt der Gender Pay Gap &ndash; die geschlechtsspezifische Lohnl&uuml;cke &ndash; immer noch 19 Prozent. Der R&uuml;ckgang in der letzten Dekade f&auml;llt &auml;u&szlig;erst bescheiden aus (siehe Grafik). Durchschnittlich verdienen Frauen &uuml;ber 4 Euro brutto pro Stunde weniger. Jeder Cent ist einer zu viel!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/niedersachsen.dgb.de\/themen\/++co++4d1814a6-9e17-11ec-989a-001a4a160123\">DGB Niedersachsen #schlaglicht<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Gender-Pay-Gap: Bruttostundenverdienste &ndash; L&auml;nder 2014 bis 2021<\/strong><br>\nVier unkommentierte BIAJ-Tabellen zum Gender-Pay-Gap im Bund und in den L&auml;ndern (absolut und in Prozent zum durchschnittlichen Bruttostundenverdienst der M&auml;nner) in den Jahren 2014 bis 2021 (Erhebungen 2014 und 2018, Fortschreibungen 2015 bis 2017 und vorl&auml;ufige Fortschreibungen 2019 bis 2021). (Quelle der Bruttostundenverdienste der Frauen und M&auml;nner:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/archiv-materialien\/1632-gender-pay-gap-bruttostundenverdienste-laender-2014-bis-2021.html\">BIAJ<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Unionbusting: Tesla setzt auf Betriebsrat, um Gewerkschaft zu behindern<\/strong><br>\nViele Mitglieder des neu gew&auml;hlten Tesla-Betriebsrats stammen aus der F&uuml;hrungsebene und gelten als beriebsnah. Die IG Metall ist zur&uuml;ckhaltend.<br>\nDie Ger&uuml;chte, die im Herbst 2021 die Runde machten, klangen zu gut, um wahr zu sein: Beim Brandenburger Werk des E-Auto-Herstellers Tesla aus den USA, dem der Ruf als gewerkschaftsfeindliches Unternehmen vorauseilte, gebe es Betriebsratswahlen, noch bevor die Fertigung &uuml;berhaupt regul&auml;r gestartet ist.<br>\nDie Ern&uuml;chterung folgte wenige Tage sp&auml;ter: Die Initiative ging von Tesla-Angestellten aus, die als &bdquo;nah an der Unternehmensf&uuml;hrung&ldquo; beschrieben wurden. Die zust&auml;ndige Gewerkschaft IG Metall wurde &uuml;berrumpelt, berichtete der Pressesprecher der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen Markus Sievers: &bdquo;Der Termin ist nicht optimal, da bisher kaum Produktionsbesch&auml;ftigte im Werk in Gr&uuml;nheide vor Ort sind.&ldquo; Tats&auml;chlich waren zum Zeitpunkt der Wahlversammlung weit weniger als die H&auml;lfte der geplanten Tesla-Belegschaft eingestellt. Tesla will irgendwann mit etwa 12.000 Besch&auml;ftigten bis zu 500.000 Autos pro Jahr in seiner ersten europ&auml;ischen Fabrik produzieren, aktuell sind es knapp 3.000.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/nina-scholz\/tesla-setzt-auf-betriebsrat-um-gewerkschaft-zu-behindern\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Das RKI hat dem Impfpflicht-Gesetzentwurf die Grundlage entzogen<\/strong><br>\nDer Gesetzentwurf von &uuml;ber 200 Abgeordneten zur Impf- und Boosterpflicht f&uuml;r alle ab 18 beruft sich zur Begr&uuml;ndung darauf, dass man durch Impfen andere vor Ansteckung sch&uuml;tze (Bev&ouml;lkerungsschutz). Doch die zust&auml;ndige Bundesbeh&ouml;rde RKI hat diese Behauptung unter dem Druck zunehmender Gegenevidenz vor kurzem sehr weitgehend aufgegeben. Die vorher schon wackelige Begr&uuml;ndung f&uuml;r eine Impfpflicht ist mit der Neueinsch&auml;tzung durch das RKI weggefallen. (&hellip;)<br>\nEinen letzten gro&szlig;en Schritt weg vom Fremdschutzargument f&uuml;r das Impfen und die Impfpflicht hat das RKI erst am 28.2. getan und damit der Argumentation der Impfpflichtbef&uuml;rworter sehr weitgehend die Grundlage entzogen. (&hellip;)<br>\nNeue Risikobeurteilung:\n<blockquote><p>\n&bdquo;Die Impfung bietet grunds&auml;tzlich einen guten Schutz vor schwerer Erkrankung und Hospitalisierung durch COVID-19, dies gilt auch f&uuml;r die Omikronvariante. (&hellip;) Die Schutzwirkung gegen&uuml;ber einer Infektion l&auml;sst allerdings nach wenigen Monaten nach, sodass angesichts der hohen Zahl von Neuinfektionen die konsequente Einhaltung der AHA+L-Regeln und eine Kontaktreduktion weiter zur Reduktion des Infektionsriskos erforderlich sind.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Impfung sch&uuml;tzt also nicht mehr vor Covid-19, sondern nur noch vor schweren Verl&auml;ufen von Covid-19.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/news\/rki-risikobewertung\/\">Norbert H&auml;ring <\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Zu hoffen ist, dass Herr H&auml;ring bez&uuml;glich seiner Einsch&auml;tzung des Bundesverfassungsgerichts richtig liegt. Denn in der Tat hat das Vertrauen &ldquo;sehr gelitten&rdquo; &ndash; und tut es auch noch. Bitte lesen Sie dazu z.B. auch:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78480\">Verfassungsgericht: R&uuml;ckenwind f&uuml;r autorit&auml;re Politik <\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80360\">Demo-Verbote: Legal, illegal, total egal<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Corona-Betrug: Staatsanwaltschaft wendet sich an Gesundheitsministerium<\/strong><br>\nGegen mehrere Kliniken wird wegen Betrugsverdacht mit Freihaltepauschalen in Millionenh&ouml;he ermittelt. Die Vorg&auml;nge erreichen jetzt die Politik.<br>\nDer m&ouml;gliche Millionenbetrug deutscher Kliniken mit Freihaltepauschalen erreicht die Politik. Wie die Berliner Zeitung berichtete, hat eine Gruppe aus Anw&auml;lten, Staatsanw&auml;lten und einem Richter Strafanzeige gegen zwei gro&szlig;e deutsche Krankenh&auml;user im Raum Saarland eingereicht. Die Landesregierung teilt nun mit: &bdquo;Von der Staatsanwaltschaft Saarbr&uuml;cken wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Betruges eingeleitet, das sich gegen Unbekannt richtet.&ldquo; Und weiter: &bdquo;Die Staatsanwaltschaft ist in diesem Zusammenhang mit einem Herausgabe- und Auskunftsersuchen an das Ministerium f&uuml;r Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie herangetreten.&ldquo; Das geht aus der Antwort des Gesundheitsministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der Linken Landtagsabgeordneten Astrid Schramm hervor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/corona-betrug-staatsanwaltschaft-wendet-sich-an-gesundheitsministerium-li.215725\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Amazonas-Regenwald verliert an Widerstandsf&auml;higkeit <\/strong><br>\nDer Regenwald im Amazonasgebiet hat seit Anfang der 2000er-Jahre kontinuierlich an Widerstandsf&auml;higkeit eingeb&uuml;&szlig;t. Bei mehr als drei Vierteln des Waldes lie&szlig; laut einer neuen Studie die F&auml;higkeit nach, sich von St&ouml;rungen wie D&uuml;rren oder Br&auml;nden zu erholen. (&hellip;)<br>\nBesonders gef&auml;hrdet f&uuml;r den Verlust der Widerstandsf&auml;higkeit sind den Fachleuten zufolge trockene Gebiete. &bdquo;Dies ist alarmierend, da die IPCC-Modelle eine allgemeine Austrocknung des Amazonasgebiets als Reaktion auf die vom Menschen verursachte globale Erw&auml;rmung vorhersagen&ldquo;, sagt Niklas Boers. Auch Gebiete in der N&auml;he von menschlichen Siedlungen seien besonders bedroht. Der Amazonas-Regenwald speichert erhebliche Mengen des Treibhausgases CO2 und besitzt eine Schl&uuml;sselrolle f&uuml;r das Weltklima und die Artenvielfalt. Er gilt als eines der sogenannten Kippelemente, die das Klima auf der Welt aus dem Gleichgewicht bringen k&ouml;nnen. (&hellip;)<br>\nSch&auml;tzungen zufolge k&ouml;nnte f&uuml;r das Erreichen des Kipppunktes ein Verlust von 20 bis 25 Prozent der Walddecke im Amazonasbecken ausreichen. Riesige W&uuml;sten k&ouml;nnten eine Folge sein &ndash; und die weltweite Zunahme von D&uuml;rren und &Uuml;berschwemmungen. Der verstorbene US-Wissenschaftler Thomas Lovejoy und der brasilianische Forscher Carlos Nobre hatten ermittelt, dass bereits 17 Prozent der urspr&uuml;nglichen Waldfl&auml;che verschwunden sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/science.orf.at\/stories\/3211835\/\">ORF<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Molotowcocktails: Israelische Soldaten erschossen Verd&auml;chtigen im Westjordanland <\/strong><br>\nIsraelische Soldaten haben am Sonntag einen weiteren jugendlichen Pal&auml;stinenser im Westjordanland erschossen. Nach Angaben der Armee hatte er zusammen mit einem weiteren Pal&auml;stinenser Molotowcocktails auf einen Milit&auml;rposten im Gebiet Abu Dis &ouml;stlich von Jerusalem geworfen. (&hellip;)<br>\nErst am Sonntagmorgen hatten israelische Sicherheitskr&auml;fte einen 19-j&auml;hrigen Pal&auml;stinenser get&ouml;tet, der einen Beamten in der Jerusalemer Altstadt mit einem Messer angegriffen hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.derstandard.at\/story\/2000133885895\/molotowcocktails-israelische-soldaten-erschossen-verdaechtigen-im-westjordanland\">Der Standard <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers MM:<\/strong> Beim Blick auf den Ukraine-Krieg sollten andere Konfliktherde der Welt nicht aus den Augen verschwinden. Vor allem, da sich solche Szenen in St&auml;dten wie Kiew wiederholen k&ouml;nnten. Es bleibt abzuwarten, ob westliche Medien dann ebenso zur&uuml;ckhaltend berichten werden wie bei diesen fast schon allt&auml;glichen Vorf&auml;llen aus Pal&auml;stina.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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