{"id":8171,"date":"2011-02-01T09:00:52","date_gmt":"2011-02-01T08:00:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8171"},"modified":"2011-02-01T14:42:23","modified_gmt":"2011-02-01T13:42:23","slug":"hinweise-des-tages-1314","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8171","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\nHeute unter anderem zu folgenden Themen: Einzelhandelsumsatz; deutsche Mini-Inflation&nbsp;befeuert&nbsp;Euro-Krise; Haushaltsentscheidungen und Finanzkrise; Stiglitz warnt USA vor japanischer Malaise; mehr Mitsprache im Unternehmen steigert die Produktivit&auml;t; Wachm&auml;nner mit Hochschulabschluss; Rentner an die Arbeit; elektronische Gesundheitskarte; Problemfall Bahn; S 21: Schluss mit mau; Merkels Appell wird erh&ouml;rt: Milit&auml;r verspricht Gewaltverzicht; Al-Dschasira bittet um Unterst&uuml;tzung; das kl&auml;gliche Versagen von ARD &amp; ZDF im Fall &Auml;gypten; Pal&auml;stina: Aussichtslose Verhandlungen; Irrlichtern am Hindukusch; Arbeitsmarktchancen des Bachelor; ARD: &ldquo;Lena wird ernsthafter sein&rdquo;; Die Akte Gysi; Kampagne auf dem R&uuml;cken von Mitarbeiterinnen; Rezension: Daniel Blatman, Die Todesm&auml;rsche 1944\/45. (WL)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Einzelhandelsumsatz 2010 real um 1,2% gegen&uuml;ber 2009 gestiegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Deutsche Mini-Inflation&nbsp;befeuert&nbsp;Euro-Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Wechselwirkungen haushaltspolitischer bzw. haushaltbezogener Entscheidungen auf der Ebene der EU und auf der Ebene der Bundesrepublik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Stiglitz warnt USA vor japanischer Malaise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Studie: Mehr Mitsprache im Unternehmen steigert die Produktivit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Wachm&auml;nner mit Hochschulabschluss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Rentner an die Arbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Elektronische Gesundheitskarte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Problemfall Bahn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">S 21: Schluss mit mau<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Merkels Appell wird erh&ouml;rt: Milit&auml;r verspricht Gewaltverzicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Al-Dschasira bittet um Unterst&uuml;tzung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Das kl&auml;gliche Versagen von ARD &amp; ZDF im Fall &Auml;gypten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Pal&auml;stina: Aussichtslose Verhandlungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Irrlichtern am Hindukusch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Arbeitsmarktchancen des Bachelor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">&ldquo;Lena wird ernsthafter sein&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Die Akte Gysi<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Kampagne auf dem R&uuml;cken von Mitarbeiterinnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Rezension: Daniel Blatman, Die Todesm&auml;rsche 1944\/45<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=8171&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Einzelhandelsumsatz 2010 real um 1,2% gegen&uuml;ber 2009 gestiegen <\/strong><br>\nNach vorl&auml;ufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) setzten die Einzelhandelsunternehmen in Deutschland im Jahr 2010 nominal 2,3% und real 1,2% mehr um als im Jahr 2009. Nach dem durch die Finanz- und Wirtschaftskrise bedingten Umsatzr&uuml;ckgang im Jahr 2009 (nominal &ndash; 3,7%, real &ndash; 3,1%) konnte der Einzelhandel damit wieder seine Ums&auml;tze steigern.<br>\n&nbsp;Im Dezember 2010 erzielte der Einzelhandel in Deutschland nach vorl&auml;ufigen Ergebnissen aus sieben Bundesl&auml;ndern nominal 0,3% mehr und real 1,3% weniger Umsatz als im Dezember 2009. Der Dezember 2010 hatte mit 26 Verkaufstagen einen Verkaufstag mehr als der Dezember 2009. Im Vergleich zum November 2010 ist der Umsatz im Dezember 2010 unter Ber&uuml;cksichtigung von Saison- und Kalendereffekten nominal und real um 0,3% gesunken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2011\/01\/PD11__042__45212,templateId=renderPrint.psml\">Destatis<\/a>\n<p><strong>Siehe dazu allerdings:<\/strong> <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/110201_einzelumsatz_2011.jpg\" alt=\"Einzelumsatz 2011\"><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Heiner Flassbeck:<\/strong> Der deutsche Einzelhandel f&uuml;r Dezember ist gerade bei der Bundesbank erschienen, er ist nicht schlecht, er ist eine Katastrophe, das Bild ist nominal, real liegt er bei 95!!! <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Erinnern Sie sich noch an das Medienget&ouml;se zum Jahreswechsel? An das immer und immer wieder hinausposaunte Gesabbere vom angeblichen &ldquo;Weihnachtskaufrausch&rdquo;? Und nun die bittere Pille. Der reale Einzelhandelsumsatz des Monats Dezember 2010 hat sich im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat um -1,3 Prozent verschlechtert, und dies, obwohl der Dezember 2010 im Vergleich zum Vorjahres-Dezember einen Verkaufstag mehr hatte. Ein Blick in die Medienlandschaft zeigt, dass nun nach &ldquo;Erkl&auml;rungen&rdquo; (treffender: Ausreden) f&uuml;r den vor dem Hintergrund der &ldquo;Weihnachtskaufrausch&rdquo;-Kampagne desastr&ouml;sen Dezember-Einzelhandelsumsatz gesucht wird. Da &auml;u&szlig;ern &ldquo;Banken-Volkswirte&rdquo; beispielsweise die Hoffnung, dass die Dezember-Daten vom Statistischen Bundesamt nachtr&auml;glich nach oben korrigiert werden (was jedoch, wenn eine Abw&auml;rtskorrektur erfolgt?). Wiederum andere Kreise reden sich mit dem winterlichen Wetter heraus (war das zum Zeitpunkt der &ldquo;Weihnachskaufrausch&rdquo;-Medienkampagne etwa nicht bekannt?<br>\nSeit dem Beginn der Kanzlerschaft Merkels Ende 2005 behelligen uns unsere Mainstream-Medien in unsch&ouml;ner Regelm&auml;&szlig;igkeit zumeist auf Basis des GfK-Kaffeesatzindex&acute; mit v&ouml;llig an der Realit&auml;t vorbeigehenden Superlativen zur angeblich blendenden &ldquo;Konsumlaune&rdquo; der deutschen Verbraucher: Der angebliche &ldquo;Kaufrausch&rdquo; und die angebliche &ldquo;Konsumparty&rdquo; der deutschen Verbraucher wurden immer und immer wieder ausgerufen. Und es st&ouml;rt unsere neoliberalen Propagandisten scheinbar &uuml;berhaupt nicht, dass sich diese angeblich blendende &ldquo;Konsumlaune&rdquo; in den harten Daten der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung zur Entwicklung des privaten Verbrauchs zu keiner Zeit widerspiegelte.<br>\nWirft man f&uuml;r den Zeitraum 2005 bis 2010 einen Blick in die Entwicklung des vom Statistischen Bundesamt berichteten realen Einzelhandelsumsatzes der Dezembermonate, dann zeigt sich jedoch, dass sich der reale Einzelhandelsumsatz f&uuml;r den Monat Dezember in diesem Zeitraum um jahresdurchschnittlich -1,0 Prozent verschlechtert hat.<br>\nDer Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Branchenverbandes HDE, Stefan Genth, d&uuml;rfte den Prognosen der Bundesregierung zur Entwicklung des privaten Verbrauchs in 2011 einen herben Schlag versetzt haben: Nach Einsch&auml;tzung des HDE werden die realen Einzelhandelsums&auml;tze wegen steigender Preise (z.B. f&uuml;r Energie) und steigender Krankenkassenbeir&auml;ge in diesem Jahr stagnieren. Es ist mehr als fraglich, ob die nach dem Absatzr&uuml;ckgang bei den PKW-Verk&auml;ufen (als Folgewirkung der Abwrackpr&auml;mie des Jahres 2009) zu erwartende Zunahme des heimischen PKW-Absatzes ausreichen wird, um den von der Bundesregierung prognostizierten Anstieg des realen privaten Verbrauchs um 1,6 Prozent Realit&auml;t werden zu lassen. Dies auch vor dem Hintergrund, dass der von der Bundesregierung prognostizierte Anstieg des realen verf&uuml;gbaren Einkommens um 3,4 Prozent sich bei jenen Einkommensgruppen konzentrieren wird, welche sehr hohe Sparquoten aufweisen: Bei den Beziehern von Gewinn- und Verm&ouml;genseinkommen sowie innerhalb der Arbeitnehmerschaft bei den Spitzenverdienern (so l&auml;sst die &ldquo;Gewinnexplosion&rdquo; bei den Unternehmen deutlich ansteigende Gratifikationen und Bonuszahlungen f&uuml;r das F&uuml;hrungspersonal erwarten).<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Deutsche Mini-Inflation&nbsp;befeuert&nbsp;Euro-Krise<\/strong><br>\nDie Schuldenkrise, die vor allem die Euro-S&uuml;dstaaten ersch&uuml;ttert, resultiert nicht aus der Finanzkrise und der folgenden Rezession &ndash; das waren nur Symptome eines tiefliegenden Problems -, sondern aus einem nachhaltigen Verlust an Wettbewerbsf&auml;higkeit. Spanien und Co. sind zu teuer: Ihre Produktivit&auml;t ist zu niedrig, und die Preise sind in den vergangenen zw&ouml;lf Jahren schneller gestiegen als in &ldquo;Kern-Europa&rdquo;, also in Deutschland, Benelux, &Ouml;sterreich.<br>\nLohnst&uuml;ckkosten um 20 Prozent senken<br>\nFr&uuml;her, vor Beginn der Euro-Union, h&auml;tten die s&uuml;deurop&auml;ischen Staaten einfach ihre W&auml;hrung abgewertet. Doch innerhalb der Euro-Zone ist diese Abk&uuml;rzung auf dem Weg zur Wettbewerbsf&auml;higkeit versperrt. Nun muss es eine &ldquo;reale Abwertung&rdquo; richten. Das ist die europ&auml;ische Strategie: staatliche Leistungen k&uuml;rzen, Schulden abbauen, Wettbewerbsf&auml;higkeit gewinnen, Kosten senken &ndash; so wie es Deutschland &uuml;ber Jahre vorgemacht hat.<br>\nAber &ldquo;reale Abwertung&rdquo; ist ein relatives Konzept: Preise und L&ouml;hne in den wettbewerbsschwachen L&auml;ndern m&uuml;ssen langsamer steigen als in den wettbewerbsstarken. Umgekehrt hei&szlig;t das: In wettbewerbsstarken L&auml;ndern, besonders in Deutschland, das seit Jahren hohe Au&szlig;enhandels&uuml;bersch&uuml;sse einf&auml;hrt, m&uuml;ssen Preise und L&ouml;hne deutlich st&auml;rker steigen als im Rest des Euro-Gebiets. Wir m&uuml;ssen gegen&uuml;ber den Euro-Partnern an Wettbewerbsf&auml;higkeit verlieren. Andernfalls kommen Spanien und Co. nie auf die Beine.<br>\nHinter dem technischen Begriff &ldquo;reale Abwertung&rdquo; verbirgt sich eine Aufgabe monstr&ouml;ser Gr&ouml;&szlig;enordnung: Die Lohnst&uuml;ckkosten in S&uuml;deuropa m&uuml;ssten um 20 Prozent und mehr sinken &ndash; so gro&szlig; ist der R&uuml;ckstand gegen&uuml;ber Deutschland.<br>\nKlar ist allerdings, dass der Prozess der realen Abwertung f&uuml;r die heutigen Probleml&auml;nder leichter zu bewerkstelligen sein wird, falls die &Uuml;berschussl&auml;nder mehr Inflation zulassen. Sollte Deutschland auch in den kommenden zehn Jahren eine durchschnittliche Inflationsrate von lediglich 1,5 Prozent haben, m&uuml;ssten in Spanien, Portugal und anderswo L&ouml;hne und Preise nominal sinken, um die erforderlichen relativen Kostenverbesserungen zu realisieren. Ob es allerdings bei einem derart deflation&auml;ren Kurs m&ouml;glich ist, Schulden abzubauen, ist mehr als fraglich. M&ouml;glich, dass sich die Problemstaaten in eine &uuml;ble Schuldendeflation (&ldquo;debt deflation&rdquo;) verstricken, so dass die steigende reale Schuldenlast das Wirtschaftsleben erdr&uuml;ckt&hellip;<br>\nGibt es keine Alternative? Doch: Direkte Milliarden-Transfers von den &Uuml;berschuss- in die Defizitl&auml;nder. Deutsche Steuerzahler m&uuml;ssten also bereit sein, viele Milliarden Euro in die Probleml&auml;nder zu &uuml;berweisen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,742231,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das ist nichts Neues. Siehe <a href=\"\/?p=7775\">Heiner Flassbeck zur aktuellen Eurokrise und zur Marktwirtschaft des 21. Jahrunderts<\/a>. Aber immerhin.<\/em> <\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wechselwirkungen haushaltspolitischer bzw. haushaltbezogener Entscheidungen auf der Ebene der EU und auf der Ebene der Bundesrepublik<\/strong><br>\n&Uuml;ber zwei Grundpositionen besteht in den Debatten um haushaltspolitische Ma&szlig;nahmen Einigkeit zwischen allen Beteiligten: Die Staatsverschuldung soll reduziert und das Wirtschaftswachstum angekurbelt werden. Ausgehend von dieser grundlegenden Gemeinsamkeit wird &uuml;ber Wege diskutiert, wie das am besten bewirkt werden kann.<br>\nZur Wirtschaftsbelebung setzt Die Linke unter anderem aus verteilungspolitischen Gr&uuml;nden auf eine St&auml;rkung der Binnennachfrage durch Erh&ouml;hung v.a. niedriger Einkommen. Alle anderen Fraktionen setzen dagegen auf Anreize f&uuml;r Unternehmen, auf Grund von Steuersenkungen o.&auml;. mehr zu investieren und damit auch Arbeitspl&auml;tze bereit zu stellen. Da deutsche Unternehmen stark auf Export ausgerichtet sind, wird der Effekt einer St&auml;rkung der Binnenkaufkraft als wenig einscheidend, jedoch tendentiell preiserh&ouml;hend und damit absatzschw&auml;chend f&uuml;r Exporte eingesch&auml;tzt. Durch h&ouml;here Arbeitseinkommen sinkende Profite (wo sie nicht zu Preiserh&ouml;hungen f&uuml;hren) werden unter den Bedingungen internationaler Standortkonkurrenz als abschreckend f&uuml;r Unternehmen bewertet, die ihre Investitionen dann ggf. woanders oder gar nicht t&auml;tigen w&uuml;rden.<br>\n&Auml;hnliches gilt f&uuml;r die Frage, wie die Staatsschulden zu senken seien: durch eine Erh&ouml;hung der Einnahmen &uuml;ber eine st&auml;rkere Besteuerung hoher Einkommen und Kapitaleinkommen oder durch Senkung staatlicher Ausgaben. Eine Erh&ouml;hung von Steuern (sofern sie hohe Einkommen belasten) auf Grunde der vermuteten abschreckenden Wirkung auf Bezieher hoher Einkommen und Unternehmen als dem Wachstumsziel entgegenstehend eingesch&auml;tzt. Verwiesen wird auch auf den m&ouml;glicherweise abtr&auml;glichen Effekt f&uuml;r Arbeitspl&auml;tze und damit Lohnabh&auml;ngige im Fall einer Verlagerung von Unternehmensaktivit&auml;ten ins Ausland. Wenn Steuern erh&ouml;ht werden, dann allenfalls Verbrauchssteuern, die als wachstumsneutral gelten. Auf der Seite der Einsparungen bei Staatsausgaben, sind unter anderem Sozialausgaben besonders im Fokus, weil sie einen gro&szlig;en Anteil staatlicher Ausgaben darstellen, als wenig wachstumsrelevant gelten und leicht zu k&uuml;rzen sind. In der deutschen Debatte gab es dar&uuml;ber hinaus eine semantische Verschiebung vom Ziel der Senkung der Staatsverschuldung (das sich durch h&ouml;here Einnahmen oder niedrigere Ausgaben erreichen l&auml;sst) hin zur Forderung, die &ouml;ffentlichen Haushalte m&uuml;ssten sparen, und damit Diskreditierung des Wegs h&ouml;herer Steuereinnahmen als mangelnden Sparwillen.<br>\nDa jedoch die Senkung der Staatsverschuldung nicht allein dem Zweck dient, die &ouml;ffentlichen Haushalte von Zinszahlungen zu entlasten, sondern v.a. auch den Finanzm&auml;rkten die unbedingte Bereitschaft und F&auml;higkeit zur R&uuml;ckzahlung jeglicher Schulden zu signalisieren, um als Staat nicht selbst zum Opfer von Spekulation zu werden, spielt auch die erwartete Bewertung der Konsolidierungsaktivit&auml;ten durch Finanzmarktakteure eine Rolle bei der Entscheidung &uuml;ber die Politken zur Erreichung der Haushaltsziele.<br>\nSofern Verteilungsfragen thematisiert werden, wird Wirtschaftswachstum als notwendige und meist auch hinreichende Bedingung f&uuml;r sozialen Ausgleich angenommen.<br>\nQuelle: <a href=\"\/upload\/pdf\/110201_rls_studie_dokumentation_der_haushaltspolitik.pdf\">Studie im Auftrag der Rosa-Luxemburg Stiftung [PDF &ndash; 451 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Interessant ist auch die Auflistung der (sp&auml;rlichen)  finanzpolitischen Regelungen zur &Uuml;berwindung der Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise. Auffallend ist vor allem wie wenig bisher geschehen ist, damit sich eine solche Finanzkrise nicht mehr wiederholen kann.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Stiglitz warnt USA vor japanischer Malaise<\/strong><br>\nIm Gespr&auml;ch mit der FTD sagte US-Nobelpreistr&auml;ger Joseph Stiglitz in Davos, keine der tieferen Krisenursachen sei wirklich beseitigt, und die Wirtschaft werde nach wie vor gest&uuml;tzt. Es brauche daher mehr Hilfen. Der &Ouml;konom widersprach damit US-Finanzminister Timothy Geithner, der das anziehende Wachstum am Freitag in Davos als Hoffnungswert eingestuft hatte. Nach ersten amtlichen Sch&auml;tzungen von Freitag ist die US-Wirtschaft im vierten Quartal 2010 mit einer aufs Jahr hochgerechneten Rate von 3,2 Prozent expandiert. Solche Zahlen d&uuml;rften nach Urteil von Stiglitz aber nicht dar&uuml;ber hinwegt&auml;uschen, dass die US-Wirtschaft alleine gut ein Prozent Wachstum brauche, um die steigende Zahl von Erwerbspersonen auf dem Arbeitsmarkt unterzukriegen. Rechne man die &uuml;blichen Produktivit&auml;tsfortschritte ein, m&uuml;sse die US-Wirtschaft um drei bis vier Prozent j&auml;hrlich wachsen, um &uuml;berhaupt Besch&auml;ftigung aufzubauen. Das sei bisher nicht der Fall. &Auml;hnlich &auml;u&szlig;erte sich in Davos Laura Tyson, fr&uuml;her Beraterin von US-Pr&auml;sident Bill Clinton.<br>\nZum ersten Mal seien die USA mit dem Ph&auml;nomen Langzeitarbeitslosigkeit konfrontiert, so Stiglitz. Dabei seien Sozialsysteme und Arbeitslosenhilfe nur darauf ausgerichtet, kurzfristige Arbeitslosigkeit zu &uuml;berbr&uuml;cken. Die Verl&auml;ngerung der Bezugsdauer, die in der Krise beschlossen wurde, sei ebenfalls nur befristet. Zwar habe Japan nach dem Platzen seiner Immobilienblase Anfang der 90er-Jahre ein noch schw&auml;cheres Wachstum gehabt. Daf&uuml;r sei die Erwerbsbev&ouml;lkerung dort aber nicht so stark gewachsen, so der &Ouml;konom. In Japan habe es auch ein besseres soziales Auffangnetz und ein geringeres Einkommensgef&auml;lle gegeben. Um die Konjunktur zu st&uuml;tzen, fordert Stiglitz die Umwandlung von Ausgaben &ndash; &ldquo;weg von Milit&auml;rausgaben im Ausland hin zu dringenden Investitionen in die Infrastruktur.&rdquo; Auch k&ouml;nnten Reichere st&auml;rker besteuert werden, um Geringerverdiener zu entlasten. Zus&auml;tzlich sollte die Regierung Mittel in H&ouml;he von zwei Prozent des US-Bruttoinlandsprodukts freimachen, so Stiglitz. Es brauche allein ein Prozent zus&auml;tzlicher Ausgaben, um den negativen konjunkturellen Effekt der Ausgabenk&uuml;rzungen der Bundesstaaten abzufangen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:abschreckendes-beispiel-stiglitz-warnt-usa-vor-japanischer-malaise\/60005302.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Studie: Mehr Mitsprache im Unternehmen steigert die Produktivit&auml;t<\/strong><br>\nWenn Arbeitnehmer an wichtigen Unternehmensentscheidungen beteiligt werden, arbeiten sie motivierter und zugleich produktiver. Diesen Zusammenhang weist eine aktuelle Studie nach, die beim Bonner Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) erschienen ist. Im Verhaltensexperiment erh&ouml;hte sich die Arbeitsleistung um neun Prozent, nachdem die Beteiligten &uuml;ber das f&uuml;r sie geltende Entlohnungsmodell abstimmen konnten.<br>\nDass eine st&auml;rkere Einbeziehung der Mitarbeiter in betriebliche Entscheidungsprozesse die Motivation f&ouml;rdert, ist seit langem bekannt. Allerdings ist der damit verbundene Produktivit&auml;tseffekt in der realen<br>\nArbeitswelt nur schwer messbar. Wissenschaftler an der University of Massachusetts und dem Middlebury College im US-Bundesstaat Vermont entwickelten deshalb ein Verhaltensexperiment&hellip;<br>\nDas Experiment f&uuml;hrte zu einem eindeutigen Resultat: Konnten die Teilnehmer mitbestimmen, waren sie leistungsbereiter und bearbeiteten im Schnitt sieben Prozent mehr Aufgaben. Zudem stieg die Produktivit&auml;t, gemessen an der Zahl der richtig gel&ouml;sten Aufgaben, um neun Prozent.<br>\nDabei spielte es keine Rolle, f&uuml;r welches Lohnmodell sich die Gruppe entschieden hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news406771\">idw<\/a>\n<p><strong>Hier das Original der Studie:<\/strong> <\/p>\n<p><strong>Workplace Democracy in the Lab<\/strong><br>\nWhile intuition suggests that empowering workers to have some say in the control of the firm is likely to have beneficial incentive effects, empirical evidence of such an effect is hard to come by because of numerous confounding factors in the naturally occurring data. We report evidence from a real-effort experiment confirming that worker performance is sensitive to the process used to select the compensation contract. Groups of workers that voted to determine their compensation scheme provided significantly more effort than groups that had no say in how they would be compensated. This effect is robust to controls for the compensation scheme implemented and worker characteristics (i.e., ability and gender).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ftp.iza.org\/dp5460.pdf\">IZA [PDF &ndash; 160 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wachm&auml;nner mit Hochschulabschluss<\/strong><br>\nIn Deutschland werden dringend Fachkr&auml;fte gesucht. Dabei gibt es 300.000 ausl&auml;ndische. Doch ihre Abschl&uuml;sse werden nicht anerkannt. Ein Gesetz soll das erleichtern.<br>\nSogar f&uuml;r hochqualifizierte Bewerber sind die Barrieren, um im deutschen Arbeitsmarkt Fu&szlig; zu fassen, hoch. Die Praxis ist wirr, die Verfahren sind nicht einheitlich und &ldquo;teilweise nicht darauf ausgerichtet, Fachkompetenz zu erfassen, sondern ausl&auml;ndische Abschl&uuml;sse und Berufserfahrungen abzuwerten&rdquo;.<br>\nGleichzeitig klagen Unternehmen, &Auml;rztekammern und Lehrerverb&auml;nde &uuml;ber personelle Engp&auml;sse. Erst zu Jahresbeginn warnte etwa der Industrie- und Handelskammertag, &ldquo;70 Prozent der Unternehmen haben Probleme, offene Stellen zu besetzen&rdquo;.<br>\nDabei gibt es in Deutschland viele Fachkr&auml;fte, doch ihre Abschl&uuml;sse sind nicht oder nur teilweise anerkannt. F&uuml;r die Arbeitsagenturen gelten &Auml;rzte, Lehrer und Juristen, deren Abschl&uuml;sse nicht ins deutsche Ausbildungsprofil passen, als ungelernt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wirtschaft\/artikel\/1\/wachmaenner-mit-hochschulabschluss\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Rentner an die Arbeit <\/strong><br>\nFr&uuml;hrentner sollen nach Pl&auml;nen der Koalition k&uuml;nftig deutlich mehr zu ihren Altersbez&uuml;gen hinzuverdienen d&uuml;rfen als bisher. Die FDP machte am Montag Absprachen mit der Union &ouml;ffentlich, wonach Arbeitnehmer, die vor dem 65. Lebensjahr in Rente gehen, k&uuml;nftig bis zur H&ouml;he ihres letzten Bruttogehalts hinzuverdienen d&uuml;rfen. FDP-Vize-Fraktionschef Heinrich Kolb sagte der FR, dies h&auml;tten die Fachpolitiker der Koalitionsfraktionen vereinbart. Die Regelung solle sp&auml;testens 2012 in Kraft treten. Derzeit k&ouml;nnen Fr&uuml;hrentner im Monat bis zu 400 Euro mit einem Job verdienen, ohne dass dies auf ihre Rente angerechnet wird.<br>\nDie Union reagierte irritiert auf den FDP-Vorsto&szlig;, best&auml;tigte allerdings den Inhalt zumindest indirekt. &bdquo;Die &Uuml;berlegungen gehen in diese Richtung&ldquo;, sagte ein Sprecher des Arbeitsministeriums. Es gebe aber noch kein abschlie&szlig;endes Ergebnis. In der Koalition hie&szlig; es, mit der &Auml;nderung der Zuverdienst-Regel solle der FDP die Zustimmung zum Zeitarbeit-Mindestlohn erleichtert werden, &uuml;ber den derzeit im Hartz-Vermittlungsausschuss verhandelt wird.<br>\nIn der Union hie&szlig; es, es sei klar, dass die Zuverdienste besteuert und Sozialversicherungsbeitr&auml;ge f&auml;llig w&uuml;rden. Allerdings wird offenbar &uuml;berlegt, dabei keine Arbeitslosenversicherungs-Beitr&auml;ge zu erheben. Damit w&auml;re es f&uuml;r Unternehmer g&uuml;nstiger, Zuverdiener anzustellen, als Arbeitnehmer normal weiterzubesch&auml;ftigen.<br>\nSPD-Fraktionsvize Hubertus Heil warnt vor einem &bdquo;Schritt zu staatlich subventionierter Lohndr&uuml;ckerei&ldquo;. Seine Fraktionskollegin Elke Ferner erwartet: &bdquo;Das wird nur wenigen Arbeitnehmern etwas n&uuml;tzen.&ldquo; Der DGB meint, es sei zynisch zu versprechen, dass Rentenk&uuml;rzungen und Abschl&auml;ge durch die Rente mit 67 per Zuverdienst ausgeglichen werden k&ouml;nnten. Der Arbeitgeberverband sprach von einem &bdquo;Schritt in die richtige Richtung&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/rentner-an-die-arbeit\/-\/1472780\/7139874\/-\/index.html\">FR<\/a>\n<p>Dazu:<\/p>\n<p><strong>Ulrike Herrmann: Trickserei mit dem Ruhestand<\/strong><br>\nTrotzdem bleibt ein Paradox: Zu vermuten ist ja, dass die Verk&auml;uferin im Ruhestand wieder im Laden stehen w&uuml;rde, um ihre Rente aufzubessern. Aber warum ist sie dann im Ruhestand? Es ist doch Unfug, als Verk&auml;uferin in Rente zu gehen, um hinterher weiter als Verk&auml;uferin zu arbeiten.<br>\nZur Erinnerung: Der FDP-Vorschlag zielt auf Ruhest&auml;ndler unter 65 Jahren. Es sind also Menschen, die den Arbeitsmarkt vorzeitig verlassen haben &ndash; weil sie gesundheitlich eingeschr&auml;nkt sind oder keine Stelle fanden. In beiden F&auml;llen ist es unwahrscheinlich, dass sie ihre Rente durch Zusatzverdienste aufbessern k&ouml;nnen.<br>\nDie FDP betreibt Symbolpolitik. Sie will verschleiern, dass den vorzeitigen Ruhest&auml;ndlern weitere K&uuml;rzungen drohen. Daf&uuml;r sorgt die Rente mit 67, die jeden bestraft, der vorher schlappmacht. Aber genial frech ist es schon, dieses Sparprogramm zur M&ouml;glichkeit eines Zuverdienstes umzudeuten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kommentar\/artikel\/1\/trickserei-mit-dem-ruhestand\/\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Elektronische Gesundheitskarte<\/strong><br>\nDritte Verordnung zur &Auml;nderung der Verordnung &uuml;ber Testma&szlig;nahmen f&uuml;r die Einf&uuml;hrung der elektronischen Gesundheitskarte (3. EGKTestV&Auml;ndV)<br>\nQuelle <a href=\"http:\/\/www.buzer.de\/gesetz\/9601\/index.htm\">Buzer.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Dr. Silke L&uuml;der:<\/strong> Wir erinnern uns daran, was die FDP uns vor der Bundestagswahl in 2009 versprochen hatte: Sinngem&auml;&szlig; Frau Flach zum Hamburger Abendblatt: Wenn die FDP nach der Wahl in der Regierung ist, k&ouml;nnten die bisher aufgelaufenen Kosten von 1,4 Milliarden f&uuml;r die eGK die letzten gewesen sein. Und sie sagte.<br>\n&ldquo;Die elektronische Gesundheitskarte, eines der Leuchtturmprojekte der gro&szlig;en Koalition, ist gescheitert.&rdquo;(Flach-Statement nach der Anh&ouml;rung zur eGK im Mai 2009)<br>\nDas Projekt ist tats&auml;chlich schon im Vorwege gescheitert. Aber um dieses industriegetriebene Projekt dennoch realisieren zu k&ouml;nnen, erl&auml;sst R&ouml;sler jetzt eine neue Rechtsverordnung, die die bisherigen Rechtsgrundlagen f&uuml;r die Tests und die Einf&uuml;hrungsphase vollst&auml;ndig ver&auml;ndern und so reduzieren, dass die Karte auch ohne die bisher vorgeschriebenen Tests eingef&uuml;hrt werden kann.<br>\nBisher sollte die eGK in 7 Testregionen VOR der Einf&uuml;hrung zun&auml;chst an jeweils 10 000 Versicherten erprobt werden. Erst sollten alle Funktionen offline, das hei&szlig;t ohne Internetzugang, anschlie&szlig;end online mit Internetanschluss getestet werden.<br>\nMit einem inzwischen Milliardenaufwand an&nbsp;vor allem Versichertengeldern wurde OFFLINE&nbsp; bis 2008 getestet. Mit niederschmetternden Ergebnissen und total frustrierten Test&auml;rzten.<br>\nAlles hat nicht funktioniert.<br>\nJetzt wurde in der neuen Rechtsverordnung unterschrieben von Herrn R&ouml;sler alles, was die Testphase betrifft, so auf ein Minimum reduziert, dass es m&ouml;glich sein wird, die gescheiterte Karte trotz Nichtfunktion einzuf&uuml;hren, weil von 10 000er online und 100 000er Online Tests in den Testregionen gar nicht&nbsp;mehr die Rede ist. Alle Bestimmungen zeichnen sich durch &auml;u&szlig;erste Schwammigkeit und Kann- Regelungen aus.<br>\nEs wird von der &ldquo;Parallelit&auml;t von Einf&uuml;hrungsphase und Tests&rdquo; gesprochen, so dass es m&ouml;glich ist, die Karte eben einzuf&uuml;hren ohne sie vorher getestet zu haben.<br>\nNach Erlass der &rdquo; Dritten Verordnung zur &Auml;derung der Verordnung &uuml;ber Testma&szlig;nahmen f&uuml;r die Einf&uuml;hrung der elektronischen Gesundheitskarte (3.EGK Test&Auml;ndV) vom 25.1.2011 soll die &ldquo;Anschaffungsperiode&rdquo; der &Auml;rzte f&uuml;r die Leseger&auml;te am 1.April 2011 beginnen und bis zum 30. September laufen, damit ab 1.10.2011 die eGK in allen Praxen ausgelesen werden kann.<br>\nDenn die Krankenkassen m&uuml;ssen an 10 % ihrer Versicherten in diesem Jahr die Karten ausgeben, wenn sie nicht 2 % ihrer jetzt von der Regierung zugewiesenen Verwaltungsausgaben verlieren wollen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Problemfall Bahn<\/strong><br>\nNach jeder neuen Bahnpanne steht auch die Politik in der Kritik. Denn der Bund ist Eigent&uuml;mer der Bahn und wird f&uuml;r deren Versagen mitverantwortlich gemacht. Als Konsequenz hei&szlig;t es jetzt: Nicht Gewinnmaximierung, sondern Zuverl&auml;ssigkeit.<br>\nSeit der Bahnreform im Jahr 1994 &ndash; damals wurde die Bahn in eine Aktiengesellschaft umgewandelt &ndash; wurde der B&ouml;rsengang von der jeweiligen Bundesregierung als alternativlos dargestellt. R&uuml;diger Grubes Vorg&auml;nger im Amt des Bahnchefs, Hartmut Mehdorn, konnte die Vorteile der Privatisierung gar nicht oft genug loben.<br>\nHartmut Mehdorn muss allerdings bereits im Jahr 2007 gewusst haben, dass der Eindruck falsch ist, ein B&ouml;rsengang k&ouml;nne kleine Bahnh&ouml;fe und unrentable Nebenstrecken vor der Schlie&szlig;ung beziehungsweise Stilllegung retten. Denn sein Auftrag war ein anderer: 1999 vom damaligen Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der (SPD) geholt, sollte er die Deutsche Bahn zum b&ouml;rsenf&auml;higen Weltkonzern trimmen &ndash; zu einem Unternehmen, das effektiv, vor allem profitabel arbeitet und eigenst&auml;ndig lebensf&auml;hig ist. Der Bahnchef sparte daf&uuml;r dort ein, wo immer weniger Zugverkehr stattfindet &ndash; vorrangig im l&auml;ndlichen Raum. Lange lie&szlig; die Politik ihm das durchgehen. Denn Mehdorn hatte zuletzt bei der Heidelberger Druckmaschinen AG bewiesen, dass er ein kr&auml;nkelndes Unternehmen gro&szlig; machen kann. Seine Methode: Rationalisieren, sparen, expandieren.<br>\nSeit der Bahnreform 1994 sind in Deutschland rund ein Drittel der Bahnh&ouml;fe geschlossen und das Schienennetz um etwa 17 Prozent reduziert worden. Au&szlig;erdem wurde beim Personal gestrichen: Arbeiteten fr&uuml;her etwa 400.000 Menschen bei der Bahn, schrumpfte die Zahl bis heute auf etwa die H&auml;lfte. F&uuml;r die Bilanzen hatte das erst kurzfristig positive Folgen &ndash; denn wer erst mal Personal und Technik abbaut, macht zun&auml;chst Gewinn. Vor der Reform machte die Bahn pro Jahr noch acht Milliarden Euro Verlust. Mit dem Ende der Amtszeit von Hartmut Mehdorn 2009 waren es schon 2,4 Milliarden Euro Gewinn.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/hintergrundpolitik\/1373324\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>S 21: Schluss mit mau<\/strong><br>\nF&uuml;r viel Unmut und Kritik hatte unterdessen eine Meldung aus Ulm gesorgt. Auf eine Anfrage der Ulmer Gr&uuml;nen hin hatte Oberb&uuml;rgermeister Ivo G&ouml;nner (SPD) zugegeben, mit Steuermitteln f&uuml;r Stuttgart 21 geworben zu haben. Unter anderem bezahlte die Stadt Bahntickets f&uuml;r Teilnehmer von Pro-S21-Demos. G&ouml;nner begr&uuml;ndete das Vorgehen damit, dass die z&uuml;gige Umsetzung des Bahnprojekts &ldquo;im Interesse der Stadt&rdquo; sei.<br>\nF&uuml;r eine Kundgebung im Oktober vergangenen Jahres habe die Bauverwaltung Fahrkarten organisiert. &ldquo;Interessierte Mitreisende aus dem Gemeinderat und der Verwaltung&rdquo; seien die Teilnehmer gewesen. Dar&uuml;berhinaus seien auch Buttons, Anstecknadeln, Fahnen und &auml;hnliche Werbematerialien auf Kosten der Steuerzahler angefertigt worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/schwerpunkt-stuttgart-21\/artikel\/1\/schluss-mit-mau\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Bezahlte Klaqueure gegen &bdquo;Wutb&uuml;rger&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Merkels Appell wird erh&ouml;rt: Milit&auml;r verspricht Gewaltverzicht<\/strong><br>\nKanzlerin Angela Merkel (CDU) forderte ein Ende der Gewalt. &ldquo;Ich rufe alle Beteiligten, vor allem die &auml;gyptische Regierung und den Pr&auml;sidenten, auf, dass sie friedliche Demonstrationen genehmigen, dass die Meinungsfreiheit eine Chance hat.&rdquo;<br>\nBundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) appellierte am Sonntag an Mubarak, die angek&uuml;ndigten Reformen umzusetzen und auf Gewalt zu verzichten. Sie habe den Staatschef in einem Telefonat vor allem gemahnt, einen Dialog mit der Bev&ouml;lkerung zu f&uuml;hren und &ldquo;auf deren berechtigte Forderungen einzugehen&rdquo;, teilte die Bundesregierung mit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.abendblatt.de\/politik\/ausland\/article1773214\/Merkels-Appell-wird-erhoert-Militaer-verspricht-Gewaltverzicht.html\">Hamburger Abendblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Am 20. Februar findet in Hamburg die B&uuml;rgerschaftswahl statt, da darf dann in der Springer-Zeitung ruhig mal die Kanzlerin auch zur Oberkommandierenden der &auml;gyptischen Armee ernannt werden. Plumperen Wahlkampf einer Zeitung gibt es eigentlich nicht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Al-Dschasira bittet um Unterst&uuml;tzung<\/strong><br>\nSechs Journalisten des arabischen Fernsehsenders Al-Dschasira sind am Montag in &Auml;gypten vor&uuml;bergehend festgenommen worden. Die Journalisten des englischsprachigen Dienstes wurden kurz in Kairo festgehalten, ihre Kamera wurde beschlagnahmt, wie der Sender berichtete. Eine Mitarbeiterin des Senders hatte der Nachrichtenagentur AFP zuvor gesagt, dass ihre Kollegen in einem Hotel in der &auml;gyptischen Hauptstadt aufgegriffen worden seien.<br>\nAm Sonntag hatte die &auml;gyptische Regierung Al-Dschasira verboten. F&uuml;r den in Katar ans&auml;ssigen Satellitensender galt ein Arbeits- und Empfangsverbot. Al-Dschasira hatte bisher umfassend &uuml;ber die Proteste in &Auml;gypten berichtet. Nach der &shy;Schlie&szlig;ung seiner B&uuml;ros in Kairo bat der TV-Sender um Unterst&uuml;tzung aus der Bev&ouml;lkerung. &Auml;gypter sollten Blog-Beitr&auml;ge, Augenzeugenberichte und auch Videoaufnahmen einreichen, um die Berichterstattung &uuml;ber die Proteste gegen Pr&auml;sident Hosni Mubarak zu erg&auml;nzen. Proteste im Westen hat das repressive Vorgehen gegen den arabischen TV-Sender bis Montag abend nicht ausgel&ouml;st.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/02-01\/061.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wo bleibt jetzt eine Medienkampagne der Bild-Zeitung f&uuml;r die Freilassung der &auml;gyptischen Journalisten-Kollegen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Das kl&auml;gliche Versagen von ARD &amp; ZDF im Fall &Auml;gypten <\/strong><br>\nNach Tunesien jetzt &Auml;gypten: Erneut stemmt sich ein Volk gegen ein diktatorisches Regime und die Welt schaut zu. Nur die deutschen TV-Sender nicht. Die lieferten am Wochenende einen journalistischen Totalausfall von besch&auml;mendem Ausma&szlig;. [&hellip;] Was ARD und ZDF am Wochenende geboten haben, ersch&uuml;ttert weitaus mehr als die gewohnt sp&auml;rliche Live-Berichterstattung der privaten Nachrichtensender in solchen F&auml;llen, die man idealerweise eh gleich zu Gunsten der internationalen Nachrichtenkan&auml;le &uuml;berspringt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dwdl.de\/story\/29956\/das_klgliche_versagen_von_ard__zdf_im_fall_gypten\/\">DWDL<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Pal&auml;stina: Aussichtslose Verhandlungen<\/strong><br>\nDie von Al-Dschasira ver&ouml;ffentlichten Protokolle dokumentieren die verzweifelte Situation der Pal&auml;stinenser. Al-Dschasira und der Guardian haben bisher nur eine relativ kleine Zahl von Dokumenten ver&ouml;ffentlicht und daneben interpretierende Artikel gestellt. Es handelt sich dabei ausschlie&szlig;lich oder ganz &uuml;berwiegend um Gespr&auml;chsprotokolle, von denen einige einen Umfang von zehn oder mehr Seiten haben. Verhandlungssprache zwischen der PA und Israel ist Englisch. Das erm&ouml;glicht einem breiten internationalen Publikum den direkten Zugang zu den Papieren ohne Umweg &uuml;ber eine &Uuml;bersetzung. Nicht zu &uuml;bersehen ist auf der anderen Seite aber, dass einige der beteiligten Pal&auml;stinenser, darunter auch Chefunterh&auml;ndler Saeb Erekat, nur &uuml;ber ein recht eingeschr&auml;nktes aktives Englisch verf&uuml;gen. Das bedeutet praktisch, da&szlig; einige zentrale &Auml;u&szlig;erungen, die vor allem Erekat jetzt vorgeworfen werden, nicht wirklich substantiell und schon gar nicht ausf&uuml;hrlich sind. Die Protokolle enthalten zum Teil tats&auml;chlich Satzfragmente ohne grammatikalischen Zusammenhang. Manches bleibt unverst&auml;ndlich oder ist mehrdeutig interpretierbar. Hinzu kommen emotionale Ausbr&uuml;che Erekats, der offenbar schon l&auml;ngst am Ende seiner Leidensf&auml;higkeit angelangt ist, was die israelische Sturheit angeht. An einer Stelle sagt er, er sei mit Zugest&auml;ndnissen so weit gegangen, wie es nur m&ouml;glich sei. Es bliebe nur noch sein &Uuml;bertritt zum Zionismus, aber das k&ouml;nne man von ihm nicht verlangen. Ein anderes Mal flehte Erekat US-amerikanische Gespr&auml;chspartner an, ihm wenigstens irgendein kleines politisches Angebot zu machen, und setzte hinzu: &raquo;Meine Frau lacht schon &uuml;ber mich.&laquo;&nbsp; &hellip;.&nbsp; Der Chefunterh&auml;ndler schrieb dort vielmehr, die Dokumente w&uuml;rden &raquo;nichts Neues &uuml;ber Wesen und Inhalt der Verhandlungen enth&uuml;llen&laquo;. Wenn man die Protokolle aufmerksam und vollst&auml;ndig lese, werde deutlich, dass lediglich versuchsweise &uuml;ber eine Reihe von Vorschl&auml;gen gesprochen worden sei, die indessen alle in Einklang mit den Rechten des pal&auml;stinensischen Volkes gestanden h&auml;tten. Erekat erinnerte in diesem Zusammenhang an einen von beiden Seiten festgelegten Grundsatz, der in den Verhandlungsprotokollen immer wieder auftaucht: &raquo;Nothing is agreed until everything is agreed&laquo; &ndash; nichts ist vereinbart, bevor alles vereinbart ist. Anders gesagt: S&auml;mtliche vorgetragenen &Uuml;berlegungen und Vorschl&auml;ge bleiben unverbindlich, solange nicht s&auml;mtliche Streitfragen zur beiderseitigen vollen Zufriedenheit gekl&auml;rt sind. Es ist deshalb in der Tat irref&uuml;hrend, wenn Al-Dschasira und der Guardian dieser Tage immer wieder, explizit unter Verwendung des Verbs &raquo;agree&laquo;, behaupteten, die PA habe in den Verhandlungen irgendwelchen Dingen zugestimmt, Rechte preisgegeben oder gar Vereinbarungen getroffen. &hellip; Die PA zeigte sich in den Verhandlungen bereit, einige der gro&szlig;en j&uuml;dischen Siedlungsbl&ouml;cke im Westjordanland zu akzeptieren: Manche grenznahen Siedlungen k&ouml;nnten von Israel annektiert werden, andere k&ouml;nnten im Rahmen eines pal&auml;stinensischen Staates weiterbestehen, hie&szlig; es. F&uuml;r alle im Rahmen eines Friedensabkommens an Israel &raquo;abgetretenen&laquo; Gebiete m&uuml;sse es aber einen territorialen Ausgleich im Ma&szlig;stab eins zu eins geben. Das habe sowohl hinsichtlich des Umfangs als auch des Werts und der Lage der auszutauschenden Landst&uuml;cke zu gelten. Dieses Thema ist durch eine Reihe von Karten, die die PA in den Verhandlungen vorlegte, vergleichsweise gut dokumentiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/02-01\/032.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Folgt man den Ausf&uuml;hrungen von Knut Mellenthin, so l&auml;sst sich der Vorwurf des Verrats&nbsp; an der pal&auml;stinensischen Sache durch die Verhandlungsdelegation unter Saeb Erekat nicht aufrechterhalten, obwohl Mellenthin durchaus Kritik anbringt. Fragt sich nur, ob die Masse der Pal&auml;stinenser dies auch so vermittelt bekommt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Irrlichtern am Hindukusch<\/strong><br>\nUm die Situation in Afghanistan zu verbessern, verfolgt die ISAF die Strategie: Die Afghanen m&uuml;ssen sich selber helfen. Durch den Aufbau von mehr einheimischen Sicherheitskr&auml;ften. Chancen und Risiken der Strategie, die auch Deutschland unterst&uuml;tzt, und Einblicke in die Machtstrukturen des Landes am Hindukusch.<br>\nDer Anspruch, Afghanistan zu Demokratie und Rechtstaatlichkeit zu verhelfen, wirkt heute irrealer denn je. Heute geht es daf&uuml;r um Stabilit&auml;t. Die alles dominierende US-Armee hat sich darum eine ver&auml;nderte Taktik zu eigen gemacht. Sie will vorerst auf Modernisierung verzichten, vielmehr die vermeintlich archaischen afghanischen Strukturen nutzen: Stammesf&uuml;hrer, angestammte Autorit&auml;ten und Milizenchefs Geld geben und sie samt ihrer K&auml;mpfer zu Hilfssheriffs ernennen. &hellip; Die Schaffung bewaffneter Gruppen innerhalb von D&ouml;rfern, St&auml;dten oder Regionen ist problematisch. Da sie oft ethnisch homogen sind, werden dadurch vielerorts gesellschaftliche Konflikte regelrecht angeheizt. Ihre Kommandeure werden zu Vertragsnehmern von Regierung und ISAF. Ihre neue Machtf&uuml;lle nutzen sie dann nur zu oft, um gegen ihre religi&ouml;sen und ethnischen Gegner vorzugehen. Und manchmal auch gegen ihre pers&ouml;nlichen Feinde, erz&auml;hlt Siddiqi, ein junger Mann, der aus der Region von Kundus stammt: &ldquo;Vier unserer Verwandten waren mit einer anderen Familie in unserem Dorf verfeindet, das war noch vor dem Taliban-Regime. Jemand von denen hat einen unserer Verwandten umgebracht. Daraufhin haben die Cousins meines Vaters einen aus der anderen Familie erschossen. W&auml;hrend der Taliban-Zeit haben sie sich mit den anderen wieder vertragen und alle legten ihre Waffen nieder. Aber als die Karzai-Regierung ihr Milizen-Programm startete, erhielten die alten B&uuml;rgerkriegskommandeure die Erlaubnis, die Waffen wieder aufzunehmen. Und als sie die wieder trugen, haben die von der anderen Familie die alte Feindschaft zu uns aufleben lassen. Jemand aus der verfeindeten Familie hat vor drei Monaten einen Cousin meines Vaters erschossen.&rdquo; Dass ehemalige B&uuml;rgerkriegskommandeure wieder zu politisch einflussreichen Figuren werden, ruft viele alte Feindschaften aufs Neue wach.<br>\nQuelle: Deutschlandfunk<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/hintergrundpolitik\/1376184\/\">DLF<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2011\/01\/29\/dlf_20110129_1840_10680eeb.mp3\">DLF [Audio-Podcast]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Man mag diese Berichte schon gar nicht mehr lesen, so unertr&auml;glich wirkt vor deren Hintergrund der Beschluss des Bundestags, den Einsatz in Afghanistan zu verl&auml;ngern. Da werden Menschenleben und Geld geopfert, um die Verl&auml;sslichkeit des B&uuml;ndnispartners Deutschland zu beweisen, denn ernsthaft kann doch keiner mehr glauben, dass die Pr&auml;senz der ISAF in Afghanistan irgendwas zum Guten wenden kann. Allm&auml;hlich kommt einem in seiner Vergeblichkeit das Schreiben gegen die offizielle Linie genauso hohl vor wie die Ausf&uuml;hrungen des Au&szlig;enministers im Bundestag:<br>\n&ldquo;In der ersten H&auml;lfte dieses Jahres wollen wir damit beginnen, dass &ouml;rtlich in Distrikten oder Provinzen die Sicherheitsverantwortung &uuml;bergeben werden kann. Zweitens: Zum Ende des Jahres sind wir zuversichtlich, in der Lage zu sein, dass zum ersten Mal auch unsere Pr&auml;senz der Bundeswehr zur&uuml;ckgef&uuml;hrt werden kann. Drittens: Im Jahre 2014 soll es uns gelungen sein, dass die Sicherheitsverantwortung vollst&auml;ndig an Afghanistan &uuml;bertragen wird. Das ist nicht nur unser Ziel. Es ist ausdr&uuml;cklich auch das Ziel der afghanischen Regierung, dass es also von uns keine Kampftruppen mehr dann im Lande geben muss.&rdquo;<br>\nOder Frank-Walter Steinmeier:<br>\n&ldquo;Unsere Erwartung: eine vermehrte Anstrengung beim zivilen Wiederaufbau, verst&auml;rkte Anstrengungen bei der Ausbildung afghanischer Sicherheitskr&auml;fte, bei der dortigen Polizei und bei der dortigen Armee. Unsere Erwartung ist aber auch, dass wir mit Blick auf das Jahr 2014, in dem Afghanistan volle Verantwortung f&uuml;r die eigene Sicherheit &uuml;bernehmen soll, dass wir mit Blick auf diesen &Uuml;bergabezeitpunkt 2014 die &Uuml;bergangsperiode jetzt glaubw&uuml;rdig einleiten.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Arbeitsmarktchancen des Bachelor<\/strong><br>\nStudis Online: Herr Scholz, in einer aktuellen Untersuchung kommen Sie zu dem Ergebnis, dass es so gut wie keine Stellenangebote f&uuml;r Bachelorabsolventen gibt. Selbst bei den Unternehmen, die diesen Abschluss einst mit einer Initiative besonders willkommen hie&szlig;en. Wie kommen Sie zu diesem Schluss und was genau sind Ihre Untersuchungsergebnisse?<br>\nChristian Scholz: Ganz einfach &ndash; durch z&auml;hlen! Als die Studie erstellt wurde, haben wir das Suchwort &ldquo;Bachelor&rdquo; bei monster.de eingegeben. Das erzielte 1.023 Treffer und dann haben wir schlicht und einfach angefangen auszuz&auml;hlen. Auff&auml;llig war dabei zun&auml;chst einmal, dass sich 41&nbsp;% der Anzeigen an Interessenten richteten, die noch gar keine Bachelor sind. Davon waren 46&nbsp;% Angebote f&uuml;r duale Studieng&auml;nge, also f&uuml;r Interessenten, die sich in Kooperation zwischen einer Ausbildungsinstitution und dem Unternehmen zu einem Bachelor ausbilden lassen wollen. 5&nbsp;% der Anzeigen lie&szlig;en sich nicht eindeutig zuordnen. 54&nbsp;% der Anzeigen waren dann wirklich f&uuml;r &ldquo;fertige&rdquo; Bachelor bestimmt und hier haben wir genau hingeschaut: Es zeigte sich, dass sich 74&nbsp;% der Anzeigen an Absolventen mit Berufserfahrung richteten, w&auml;hrend nur 26&nbsp;% nach Bachelorabsolventen ohne Berufserfahrung suchten. Von letzteren waren dann 47&nbsp;% Praktika, 10&nbsp;% Trainee-Positionen und 43&nbsp;% Direkteinstiege. Davon wendete sich aber keine einzige Anzeige explizit nur an Bachelor.<br>\nWir haben aber nicht nur bei monster.de geschaut sondern auch bei den 15 erstunterzeichnenden Unternehmen der &ldquo;Bachelor Welcome&rdquo;-Erkl&auml;rung &ndash; und zwar nicht nur danach ob das Wort &ldquo;Bachelor&rdquo; vorkommt. Auch hier zeichnete sich eine klare Tendenz ab: Es gab 889 Angebote, die auch f&uuml;r Bachelor ausgeschrieben waren. Jedoch wurden in gerade einmal 39 Anzeigen Bachelor ohne Berufserfahrung gesucht. 63 Anzeigen waren dann f&uuml;r Traineestellen und weiter konnten wir 641 Anzeigen f&uuml;r Praktikumsstellen finden. Verheerend ist hierbei, dass die Bachelor sich bei allen diesen Angeboten gegen Bewerber mit Diplom-, Master- oder im Extremfall sogar Doktorgrad durchsetzen m&uuml;ssen. Angebote explizit nur f&uuml;r Bachelor haben wir &uuml;berhaupt nicht gefunden &ndash; nicht einmal wenn Berufserfahrung vorliegt&hellip;<br>\nDas liegt unter anderem daran, dass viele Unternehmen mit dem Profil &ldquo;Bachelor&rdquo; nichts anfangen k&ouml;nnen&hellip;<br>\nStudierende hingegen sollten die Konsequenzen ziehen. Sie haben im Moment eigentlich nur eine M&ouml;glichkeit: Die Gegebenheiten zu akzeptieren. Das bedeutet einen guten bis sehr guten Bachelorabschluss zu erzielen und dann an das Bachelorstudium noch den Master zu h&auml;ngen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.studis-online.de\/Karriere\/art-1162-bachelor_not_welcome.php\">Studis Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>&ldquo;Lena wird ernsthafter sein&rdquo;<\/strong><br>\nSPIEGEL ONLINE: Lena ist ein Sch&uuml;tzling von Stefan Raab, der an ihrem Erfolg auch mitverdient. Warum darf ausgerechnet er jetzt auch noch die Final-Shows moderieren?<br>\n<strong>Schreiber:<\/strong> Ohne Stefan Raab h&auml;tten wir in Oslo nicht gewonnen, deshalb ist es nur angemessen, wenn er moderiert. Seine Rolle beim deutschen Vorentscheid und seine Moderation des ESC neben Anke Engelke und Judith Rakers sind zwei v&ouml;llig verschiedene Aufgaben, die man auch getrennt voneinander betrachten muss. Das Konzept des Vorentscheids ist seine Idee. Au&szlig;erdem ist er wieder Jury-Vorsitzender &ndash; entscheiden werden aber die Zuschauer. Bei den drei Eurovisions-Shows im Mai ist der Ablauf der Sendung hingegen stark vorgegeben, zum Beispiel m&uuml;ssen die Regeln erkl&auml;rt und der Start des Televotings bekanntgegeben werden. Das ist eine v&ouml;llig andere Aufgabe &ndash; und &uuml;brigens keine leichte: Die Moderatoren stehen vor vielleicht 37.000 lautstarken Zuschauern in der Halle, moderieren auf Englisch und Franz&ouml;sisch &ndash; und die Welt bis hin nach Australien schaut auf sie.<br>\nSPIEGEL ONLINE: Norwegen, der Gastgeber von 2010, musste auf die &Uuml;bertragungsrechte f&uuml;r die Fu&szlig;ball-WM verzichten, um den ESC finanziert zu bekommen. Woran spart die ARD, um die Kosten von 25 Millionen Euro aufzubringen?<br>\n<strong>Schreiber:<\/strong> Der ESC ist eine Gemeinschaftsanstrengung f&uuml;r die ARD, f&uuml;r die wir auf keine Rechte verzichten m&uuml;ssen und auch keine Sendungen einstellen m&uuml;ssen. Da greift das Solidarprinzip innerhalb der ARD. Der ESC wird aber nicht allein aus Geb&uuml;hrengeldern finanziert. Wir bekommen vom europ&auml;ischen Senderverbund EBU aus den Teilnehmergeb&uuml;hren einen Zuschuss, wollen Sponsoren f&uuml;r bestimmte Projekte einbinden und verkaufen Eintrittskarten &ndash; das sollte die finanzielle Belastung der ARD in Grenzen halten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/tv\/0,1518,741901,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.S.:<\/strong> Das Interview hat mir die Augen ge&ouml;ffnet, in welch ungeheurem Ausma&szlig; sich die ARD vor den Karren von ProSieben und seinem Produzenten Stefan Raab spannen l&auml;sst und finanziell engagiert. Die Verrenkungen des ARD Programmchefs zur Rechtfertigung des Auftrittsmonopols f&uuml;r Lena Meyer-Landrut, es handele sich hier doch eigentlich um einen Komponistenwettbewerb, sind peinlich. Zuschauer, die wie ich Jahre erlebt haben, in denen Komponist Ralph Siegel die deutsche Vorauswahl dominierte, k&ouml;nnen nur noch den Kopf sch&uuml;tteln &uuml;ber diesen neuen Tiefpunkt des &Ouml;ffentlich-Rechtlichen und der Eurovision: Ein mit 25 Geb&uuml;hren-Millionen vergoldetes Auftrittsmonopol f&uuml;r Raabs Lala-K&ouml;nigin. Ich dr&uuml;cke da lieber &ldquo;ESC&rdquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Die Akte Gysi<\/strong><br>\nDie NDR\/ARD-Dokumentation &ldquo;Die Akte Gysi&rdquo; zeigt, wie aus einem willigen Helfer des DDR-Systems ein popul&auml;rer, gesamtdeutscher Politiker wurde. Und wie er trotz aller Stasi-Vorw&uuml;rfe immer noch als Stimme der Benachteiligten und Unterdr&uuml;ckten hofiert wird. Der Film von Hans-J&uuml;rgen B&ouml;rner und Silke K&ouml;nig zeigt die Biographie eines Mannes im Spannungsfeld von inszenierten Auftritten und bedr&uuml;ckenden Stasi-Akten. Gregor Gysis Karriere begann, fernab von Fernsehkameras, als Rechtsanwalt in der Deutschen Demokratischen Republik. Gysi wuchs als Funktion&auml;rskind eines prominenten Vaters, des Botschafters und Staatssekret&auml;rs f&uuml;r Kirchenfragen, Klaus Gysi, auf. Sohn Gregor war der j&uuml;ngste Rechtsanwalt der Republik. Und hatte viele prominente Mandanten wie Rudolf Bahro und Robert Havemann.<br>\nEr hatte beste Kontakte ins ZK der SED und auch zur Staatssicherheit. Original-Akten, die &uuml;ber das Wirken des Rechtsanwalts Gysi Auskunft geben k&ouml;nnten, wurden nach der Wende offenbar gr&ouml;&szlig;tenteils vernichtet. Aber in den Akten seiner ehemaligen Mandanten finden sich die Kopien von Stasi-Berichten. Die Dokumentation liefert den politischen und biographischen Zusammenhang, befragt ehemalige Mandanten und pr&auml;sentiert Akten &uuml;ber das Wirken des Gregor Gysi. Der Film berichtet u. a. &uuml;ber die Trag&ouml;die eines Vaters, dessen Sohn von der Stasi ermordet wurde. Vom Schicksal der B&uuml;rgerrechtlerin Vera Lengsfeld, ihren qu&auml;lenden Stunden in Untersuchungshaft. Vom Schriftsteller Lutz Rathenow, dessen Unterhaltung auf einem Empfang belauscht wurden. Und von dem Berliner K&uuml;nstler Thomas Klingenstein, dessen Gespr&auml;chsinhalte einer Autofahrt bei der Stasi landeten. Viele Schicksale, aber immer eine Hauptperson: Gregor Gysi. Viele Opfer, die vor der Kamera reden. Und einer, der lieber schweigt: Gregor Gysi.<br>\nNDR\/Das Erste vom 20.01.2011<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=DD2uMxrmr64\">Youtube<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=DzOeic_lmjQ&amp;feature=mfu_in_order&amp;list=UL\">Youtube<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=kfZhXB3qeOo&amp;feature=mfu_in_order&amp;list=UL\">Youtube<\/a> \n<p><strong>Dazu:<\/strong> <\/p>\n<p><strong>Gregor Gysi zum Film &bdquo;Die Akte Gysi&ldquo;<\/strong><br>\nDie Autoren des Films beweisen ebenso wie Herr Knabe u. a. eine blanke Unkenntnis von der DDR, der SED und der Staatssicherheit, von mir ohnehin.<br>\nEs wird in dem Film auch nicht klar, ob sie meinen, dass die DDR ein Rechtsstaat gewesen sei, in dem sich ein Rechtsanwalt eben auch so zu verhalten gehabt h&auml;tte, oder<br>\nob ihnen doch zur Kenntnis gelangt ist, dass die DDR eine Diktatur war, die mithin auch f&uuml;r das Wirken eines Rechtsanwalts &ndash; zumindest in bestimmten F&auml;llen &ndash; besondere Bedingungen schuf. Dazu habe ich meinem Interview mit Heribert Prantl und Franziska Augstein in der <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/2.220\/stasi-vorwuerfe-gegen-gregor-gysi-ich-waranwalt-%20frech-und-ging-an-die-grenzen-1.212955\">&bdquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&ldquo; vom 26. Juni 2008<\/a> bereits ausf&uuml;hrlich Stellung genommen.<br>\nDie Autoren haben nicht im geringsten Ma&szlig;e eine faire Recherche angestellt und nicht nur einseitig, sondern auch falsch berichtet.<br>\nQuelle: <a href=\"\/upload\/pdf\/110201_gregor_gysi_zum_film_akte_gysi_25_1.pdf\">Gregor Gysi [PDF &ndash; 41 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Kampagne auf dem R&uuml;cken von Mitarbeiterinnen<\/strong><br>\nPaus neue Sekret&auml;rin war von 1983 bis 1990 Schreibkraft und damit hauptamtliche Mitarbeiterin des Ministeriums f&uuml;r Staatssicherheit. Bekannt ist das allerdings seit 20 Jahren, nach Angaben der Bundestagsverwaltung habe die &Uuml;berpr&uuml;fung der Frau weder 1990 noch 2010 ein Einstellungshindernis ergeben. Pau sprach von einer Kampagne. Der Frankfurter Rundschau sagte sie am Montag: &bdquo;Man will Die Linke schlagen und tut das auf Kosten von Mitarbeitern.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/neue-stasi-vorwuerfe-gegen-linke\/-\/1472596\/7140176\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Rezension: Daniel Blatman, Die Todesm&auml;rsche 1944\/45<\/strong><br>\nDer israelische Historiker Daniel Blatman beschreibt in seinem Werk, wie im Winter 1944\/45 mehr als 700.000 KZ-Insassen &uuml;ber Stra&szlig;en getrieben wurden und wie rund ein Drittel von Ihnen starb: Verhungert, erschossen von den Wachen, ermordet von braven deutschen B&uuml;rgern, die die H&auml;ftlinge jagten.<br>\nDie Evakuierung der Konzentrationslager verl&auml;uft zumeist &uuml;berst&uuml;rzt, schlecht organisiert, und unter katastrophalen Versorgungsm&auml;ngeln. Wo Z&uuml;ge zur Verf&uuml;gung stehen, werden die H&auml;ftlinge in offene oder geschlossene G&uuml;terwagen gepfercht, mit denen sie mitunter Wochen unterwegs sind, oft auch noch von amerikanischen Tieffliegern beschossen. Andere werden in endlosen Kolonnen zu Fu&szlig; &uuml;ber die von Fl&uuml;chtlingen und Soldaten ohnehin verstopften Stra&szlig;en getrieben. Wer vor Ersch&ouml;pfung, Krankheit, Hunger, Durst oder K&auml;lte nicht mehr weiter kann, wem die lumpenumwickelten F&uuml;&szlig;e im Schnee erfrieren, wer zusammenbricht oder einfach aufgibt, wird vom Begleitpersonal sofort erschossen.<br>\nLeichen s&auml;umen die Stra&szlig;en. In manchem Transport werden so innerhalb weniger Tage die H&auml;lfte der H&auml;ftlinge ermordet &ndash; mit Gewehren, Maschinenpistolen, Kn&uuml;ppeln, Handgranaten, Flammenwerfern, lebendig verbrannt, im Fluss ertr&auml;nkt oder mit Felsbrocken erschlagen.<br>\nHunderttausende H&auml;ftlinge sterben in diesen letzten Kriegswochen.\n<p>&ldquo;Die Todesm&auml;rsche 1944\/45. Das letzte Kapitel des nationalsozialistischen Massenmords&rdquo;. Erschienen ist das Buch bei Rowohlt, 864 Seiten kosten 34 Euro 95, ISBN: 978-3-498-02127-6.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/andruck\/1377396\/\">DLF<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br \/> Heute unter anderem zu folgenden Themen: Einzelhandelsumsatz; deutsche Mini-Inflation&nbsp;befeuert&nbsp;Euro-Krise; Haushaltsentscheidungen und Finanzkrise; Stiglitz warnt USA vor japanischer Malaise; mehr Mitsprache im Unternehmen steigert die Produktivit&auml;t; Wachm&auml;nner mit Hochschulabschluss; Rentner an die Arbeit; elektronische Gesundheitskarte; Problemfall Bahn; S<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8171\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-8171","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8171","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=8171"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8171\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8181,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8171\/revisions\/8181"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=8171"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=8171"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=8171"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}